Verfasst von Dr. Werner Koch. Veröffentlicht in ADAC GT Masters
Anlässlich der Pressemitteilung mit der Bekanntgabe von Pirelli als altem und neuem Reifenpartner des ADAC GT Masters, wurde auch der, vorläufige, Kalender für 2018 veröffentlicht (s. unten).
Unter Rücksichtnahme auf den Kalender der Formel 1 ™ sowie das sportliche Großereignis des Jahres 2018, die Fußball WM in Russland, wurden die Termine geplant.
Fest steht, dass der Saisonstart wieder im April in Oschersleben und das Saisonfinale erneut Ende September in Hockenheim stattfinden werden.
Es wird wieder, mit dem Red Bull Ring und Zandvoort, mindestens zwei Auslandsrennen geben. Über ein Motorsportfestival gemeinsam mit der DTM am Lausitzring, wird zur Zeit noch verhandelt. Sowohl die Zukunft der DTM, als auch die Veränderungen auf Seiten des Betreibers/Besitzers des Lausitzrings, sind im Augenblick noch nicht vollkommen klar.
13.04. - 15.04.2018 Motorsport Arena Oschersleben
TBD Motorsport Festival Lausitzring* / Most*
08.06. - 10.06.2018 Red Bull Ring
03.08. - 05.08.2018 Nürburgring
17.08. - 19.08.2018 Circuit Zandvoort
07.09. - 09.09.2018 Sachsenring
21.09. - 23.09.2018 Hockenheimring
*Subject to promoters agreement
Verfasst von Dr. Werner Koch. Veröffentlicht in ADAC GT Masters
Im zweiten Teil unseres Berichtes über das Pressefrühstück anlässlich des Saisonfinales am Sonntagmorgen im Fahrerlager von Hockenheim, äußern sich ADAC Sportpräsident Hermann Tomczyk und ADAC Motorsportchef Thomas Voss, zum Kalender 2018 sowie zu den Themen GT4, GT3, DTM und Porsche Carrera Cup.
Zunächst machte Thomas Voss Angaben zum ADAC GT Masters Kalender für 2018. Unter Rücksichtnahme auf den Kalender der Formel 1 ™ sowie das sportliche Großereignis des Jahres 2018, der Fußball WM in Russland, wurden die Termine geplant.
Fest steht, dass der Saisonstart wieder im April in Oschersleben und das Saisonfinale erneut Ende September in Hockenheim stattfinden werden. Es wird wieder, mit dem Red Bull Ring und Zandvoort, mindestens zwei Auslandsrennen geben. Über ein Motorsportfestival gemeinsam mit der DTM am Lausitzring, wird zur Zeit noch verhandelt. Sowohl die Zukunft der DTM, als auch die Veränderungen auf Seiten des Betreibers/Besitzers des Lausitzrings, sind im Augenblick noch nicht vollkommen klar.
Im Bezug
auf die anhaltenden Diskussionen wegen eines Engagements im GT4-Sektor stellte Hermann Tomczyk noch einmal ganz klar, dass sich der ADAC in kontinuierlichen Gesprächen mit dem weltweiten Rechteinhaber SRO, namentlich Stéphane Ratel, befindet. Man habe gerade gestern noch telefoniert. Tomczyk „habe Ratel mitgeteilt, dass der ADAC im nächsten Jahr keine GT4 in Deutschland machen, trotzdem aber weiter im Gespräch bleiben werde.“ Beim ADAC möchte man erst noch die weiteren Rahmenserien weiterentwickeln und dann eine gemeinsame Basis für GT4-Sport in Deutschland finden.
Das vorläufige Nein zur GT4 sei eine alleinige Entscheidung des ADAC gewesen. In den Gesprächen mit Stéphane Ratel habe man für die meisten Dinge einen für beide Seiten tragfähigen Kompromiss finden können. Es gebe keinen Grund, „irgendetwas da hinein zu interpretieren.“
Die GT3 wird laut Tomczyk auf FIA Ebene als zur Zeit stabil angesehen, auch wenn es nationale Unterschiede gebe. Eine weitere Kostensteigerung dürfe es aber auf keinen Fall geben, „weil es sonst nicht mehr finanzierbar ist.“ Auf die Frage, ob in Anbetracht der momentanen Krise in der DTM, die Hersteller nun in Deutschland wie auch weltweit, ihr Augenmerk mehr auf die GT3 richten werden und Werksengagement kurz- wie langfristig weiter zunehmen könnte, antwortete Tomczyk: „Ungeachtet der Situation in der DTM, ist der GT-Sport grundsätzlich bei allen Herstellern, als Customer Racing, sehr hoch angesiedelt. Mit dem Ziel auch Autos zu verkaufen. Ich kann mir sehr schwer vorstellen, dass die Hersteller da ihren Weg ändern wollen. Und ganz ehrlich muss ich sagen, ein stärkeres Involvement seitens der Hersteller als bisher brauchen wir nicht!“
Der Frage nach einem Re-Start hinter dem Safety car, ähnlich dem in der DTM, erteilte Thomas Voss erst einmal im Hinblick auf die doch höhere Teilnehmerzahl mit unterschiedlichen Erfahrungen und den Ersatzteilkosten im GT3-Sport eine Absage.
Zu den Gesprächen mit Porsche bezüglich des Porsche Carrera Cups wollte Voss, außer dass er die Gespräche bestätigte, zum jetzigen Zeitpunkt nichts weiter sagen.
Verfasst von Dr. Werner Koch. Veröffentlicht in ADAC GT Masters
Schon
fast traditionell fand am Sonntagmorgen in der ADAC Hospitality im Fahrerlager des Hockenheimrings,
ein Pressefrühstück mit ADAC Sportpräsident Hermann Tomczyk (links) und ADAC Motorsportchef Thomas Voss (rechts) statt.
Die Runde bestand diesmal aus rund einem Dutzend Journalisten, einschließlich Dirc Seemann, Chefredakteur von SPORT1 sowie Sarah Winkhaus und Patrick Simon.
Die Themen waren, wie bereits beim letzten Event dieser Art im April in Oschersleben, der Stand der Serie sowie die Perspektiven für die Zukunft der GT3 im Allgemeinen und des GT Masters im Besonderen.
Der ADAC hat laut Tomczyk auch in Zukunft vor, bei der Performance-BoP zu bleiben und beim DMSB keine streckenspezifische BoP zu beauftragen. Er glaubt, dass dies, wie die Meisterschaft ja bis zum Finale hier in Hockenheim gezeigt habe, ganz gut funktioniere und für spannende Rennen sorge. Er konstatierte darüber hinaus eine konstante Teilnehmerzahl sowie eine hohe Leistungsdichte.
Das
ADAC GT Masters ist jetzt im dritten Jahr mit allen Rennen live bei SPORT1 zu sehen. Auf die Frage, wie es im Hinblick darauf weitergehen solle, sagte Tomczyk: „Wir haben gerade eine Vereinbarung mit unserem Partner SPORT1 bis einschließlich 2020 unterzeichnet und werden auch weiterhin, mit einem erweiterten Angebot, dort live zu sehen sein. Aus meiner Sicht, nach mehr als 40 Jahren Motorsport, muss ich sagen, dass es kaum einen besseren Partner geben könnte, der so flexibel bei Safety Car-Phasen ist, Siegerehrungen überträgt und so weiter. Da muss man einmal ein großes Kompliment machen.“
Dirc Seemann von SPORT1 ergänzte, dass sich das Zuschauerinteresse besonders bei den Sonntagsrennen verdoppelt habe.
In der Reifenfrage gab Tomczyk ebenfalls eine Fortführung der Zusammenarbeit mit Pirelli (GT-Eins berichtete) bekannt, die erst am Vorabend zustande gekommen war. Er sagte, die Entscheidung sei nicht alleine aufgrund der Zufriedenheit des ADAC als Veranstalter des GT Masters, sondern aus seiner Sicht, auch im Sinne der Teams gefallen. Pirelli Reifen würden ebenfalls in vielen anderen GT-Serien weltweit, unter anderem in der Blancpain Serie, verwendet. Er wisse, dass die Reifen den geforderten Peak und einen entsprechenden Drop off bieten würden und ihm keine Klagen seitens der Teams bekannt seien.
Im zweiten Teil unserer Berichterstattung, die am Mittwoch erscheint, äußern sich Hermann Tomczyk und Thomas Voss zum Kalender 2018 sowie zu den Themen GT4, GT3, DTM und Porsche Carrera Cup.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Französische GT ( FFSA-GT )
Im
Rahmen der französischen GT4-Runde in Barcelona, der vorletzten Runde des GT4 European Series Southern Cups, hat das Schubert Motorsport Team bei seinem ersten GT4-Einsatz mit dem neuen BMW M4 GT4 gleich den Gesamtsieg im 34 Wagen starken Feld erzielt. Die beiden Schubert Piloten Dennis Marschall und Beitske Visser gewannen nach 28 absolvierten Runden auf dem katalanischen Circuit den ersten Lauf am heutigen Samstag mit einem Vorsprung von 0,941s auf den von TFT eingesetzten Porsche Cayman GT4 des schweizer ex-Asiatischen Le Mans-Champions Niki Leutwiler und seines spanischen Co-Piloten Ander Vilarino. Den letzten Platz auf dem Podium eroberte das Ekris Motorsport Duo Max Koebolt und Ricardo van der Ende mit dem vom Team selbst aufgebauten BMW M4 Ekris GT4. Der Sieg von Schubert ist der erste Erfolg des Werks-M4 in einem Rennen der GT4-European Series.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Blancpain Endurance GT Cup ( BES )
Michele Rinaldi
plant mit seiner Rinaldi Racing Mannschaft auch für 2018 ein umfangreiches Ferrari-Einsatzprogramm das sich derzeit um die Blancpain GT Serie und die VLN Langstreckenmeisterschaft sowie vielleicht auch 2 weitere Serien herum kristallisiert. Derzeit weilt die deutsche Mannschaft in Barcelona, wo man beim Blancpain GT Serien Endurance Cup-Finale kurz davor steht, nach dem Gesamtsieg in der Pro-Am-Klasse der Sprintserie der Blancpain GT Serie durch Ferrari-Pilot Alexander Mattschull auch den Titel in der Teamwertung unter Dach und Fach zu bringen. Am Ring ergab sich im Vorfeld des siebten VLN-Laufs für uns die Gelegenheit sich über die Pläne der deutschen Mannschaft aus erster Hand zu informieren.
Michele Rinaldi
wird sein Engagement weiter mit Ferrari fortsetzen. „Ferrari ist die einzige Marke die wirklich in der GT3 reinen Kundensport betreibt, und wo du vom Hersteller kein Performance Team vor die Nase gesetzt bekommst, das mit besonderem Service und speziellen Ersatzteilen den normalen Kunden davon fährt. Bei Ferrari, die sich als einziges Werksengagement den Einsatz in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft gönnen, werden alle Kunden gleich behandelt und bekommen den gleichen Support und die gleichen Ersatzteile für festgesetzte Preise.
Bei Problemen ist es üblich, das sich die Kundenteams gegenseitig unterstützen, egal ob man sich dann mit AF Corse Kessel Racing oder sonst wem austauscht. Es ist halt wirklich wie eine grosse Familie. Ferrari und Michelotto verzichten auch darauf Lobbyarbeit zugunsten ihrer Kunden für günstigere BoP-Einstufungen zu machen und das bedeutet dann auch das man um Serien, wo sich das als notwendig erweist, besser einen grossen Bogen macht.“
In Deutschland ist Rinaldi das einzige übrig gebliebene deutsche Kundenteam für die aktuellen F488. „Wir betreuen im Augenblick 5 Wagen, wobei keiner vom Team angeschafft wurde und alle den entsprechenden Kundenpiloten gehören. Das sind 2 in der Blancpain GT Serie, einer hier in der VLN Langstreckenmeisterschaft, einer in der DMV-GTC und der letztes Jahr noch von Vadim Korgay in der Blancpain GT Serie eingesetzte Ferrari. Wo wir antreten und mit wie vielen Wagen bestimmen jeweils die Kunden.“ Daneben setzt man in der VLN Langstreckenmeisterschaft auch den Porsche Cayman GT4 des Wochenspiegel Team Monschaus im Kundeneinsatz ein.
Bezüglich der
Pläne für kommendes Jahr preist Rinaldi die Vorzüge der Blancpain GT Serie : "Stephane Ratels Serie ist die beste GT3-Serie überhaupt. Hier stehen wirklich noch die Privatteams im Vordergrund. Zudem ist das Level sehr hoch, was durch die Werkseinsätze in der Pro-Klasse unterstrichen wird. Für Gentlemanfahrer wird es dort aber zunehmend schwerer. Dennoch werden wir 2018 sicher dort wieder vertreten sein, da die Serie für kleinere und mittlere Privat- und Kundenteams einfach ideal ist und ein gutes Marketing besitzt. Daneben wird die VLN Langstreckenmeisterschaft auch 2018 wieder ein Thema sein. Dort werden wir 2018 vielleicht sogar noch einen zweiten Ferrari einsetzen, da einer unserer Kunden, der die letzten 2 Jahre von den Permits abgeschreckt worden ist, wieder in die Serie zurück kehren möchte. Daneben sind auch die Europäische Le Mans Serie - wo wir auch einige interessierte amerikanische Kundenpiloten haben - und die GT-Open zur Zeit in der Überlegung.“
Wenig beeindruckt zeigt sich Rinaldi dagegen von der Creventic 24h-Serie, obwohl das Wochenspiegel Team von Gerhard Weiss dort beim Finale in Portimao ein eindrucksvolles Debüt hinlegte. „Dort ist das Marketing auf keinen Fall mit dem der Blancpain Serie vergleichbar. Die Serie ist zwar „nice“ aber vom Level her nicht das was wir uns vorstellen.“ Ein Engagement im ADAC GT-Masters schliesst Rinaldi dagegen fast kategorisch aus. „Ohne eine entsprechende Lobbyarbeit im Hintergrund wirst du als Ferrari-Team dort gegen die deutschen Hersteller von der BoP her keine Chance haben. Wir haben damals sehr genau beobachtet was mit Farnbacher Racing abgelaufen ist und das Team hatte dort trotz bester Piloten keine Chance vorne mit zu fahren. Ferrari hat kein Interesse an Lobbyarbeit und daher suchen wir uns lieber Serien wo man ehrlicher und sportlicher mit den zahlenden Kunden umgeht.“
In Barcelona, wo man 2 Autos einsetzt, will man nun die Saisonbilanz für die beiden schon als Sprint-Champions feststehenden Piloten Alexander Mattschull und Daniel Keilwitz weiter ausbauen. Alexander Mattschull konnte sich schon bei der Sprint-Runde am Ring vorzeitig den Titel in der Pro-Am Fahrerwertung der Blancpain GT Serie sichern. Man führt vor dem Finale am Sonntag mit in der Team-Wertung 11 Punkten Vorsprung vor Kessel Racing. In der Am-Wertung hält man mit dem ferrari von Pierre Ehret und Rino Mastronardi ebenfalls noch Titelchancen, befindet sich aber mit 20 Punkten Rückstand auf das Kessel Racing Trios in der Rolle des Jägers.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in ADAC GT Masters
Pirelli bleibt der Exklusiv-Reifenpartner des ADAC GT-Masters. Wie in Hockenheim am Rande des GT-Masters-Finales (der Link führt zum noch in Arbeit befindlichen Rennbericht auf unseren Seiten) bekannt wurde setzte sich der italienische Hersteller im seit Mitte August laufenden Ausschreibungs-verfahren für die nächsten 3 Jahre durch und wird die deutsche Top-GT3-Serie bis zum Jahr 2020 mit Reifen ausstatten.
Der Hersteller, der auch die SRO-GT3-Serien und die Formel 1 exklusiv mit Reifen ausrüstet, ist bereits seit 2015 der Exklusiv-Reifenpartner des ADAC GT-Masters. Im ADAC GT-Masters kommen Pirelli P Zero DHD Rennreifen zum Einsatz. Um die Serie exklusiv mit Reifen auszurüsten, bringt Pirelli an jedem Wochenende mehr als 600 Rennreifen an die Rennstrecke.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Asiatische Le Mans Serie
Die
Algave Pro Mannschaft hat ihren Ligier JS P217 nach dem Überschlag bei der letzten ELMS-Runde in Spa-Francorchamps schon wieder fahrfertig hergerichtet. Wie unsere Kollegen von Dailysportscar.com gestern berichteten, hatte die Mannschaft während des in der Folge des Ardennenauftritts bereits geplanten Testeinsatzes auf der spanischen Strecke von Aragon die Karosserieschäden aus dem spektakulären Unfall in Belgien am Wagen beseitigt. Pilot Andrea Roda hatte nach etwa einer Rennstunde den Wagen in der Pouhon Doppelrechts abseits des Asphaltbands auf den Astroturf ausser Kontrolle verloren. Der Anschlag seitlich in die Reifenstapel am Ende der Leitplanke resultierte in einen Überschlag der gottlob selber relativ langsam verlief, aber natürlich so ziemlich alle Karosserieteile in Mitleidenschaft zog.
Während das aktuelle Auto noch für das Europäische Le Mans Serien-Saisonfinale in Portimao vorbereitet wird. Ist das zweite, ältere Ligier JS P2 LMP2-Chassis schon auf dem Weg nach Asien, wie uns Teammanager Stuart Cox in Spa-Francorchamps erzählte: „Wir werden dort in der Asiatischen Le Mans Serie mit unserem eigenen älteren LMP2 wieder teilnehmen. Allerdings werden wir den Titel aus dem letzten Jahr nicht verteidigen können, da wir ein reines Kundenauto mit 2 Privatfahrern älteren Semesters an den Start bringen. Die Namen der Piloten werden wir in Kürze bekannt geben. Letztes Jahr konnten wir den Titel in der asiatischen Serie gewinnen und haben 2 Autos eingesetzt, wobei das zweite damals nicht unser Eigenes, sondern von Ligier geleast war. 2018 planen wir dann mit unserem aktuellen Auto ein erneutes Engagement in der Europäischen Le Mans Serie und beim 24 Stunden Rennen von Le Mans."
Verfasst von Patrick Holzer. Veröffentlicht in Sonstige GT (D/A)
Beim
5. Saisonlauf der P9 Challenge in Brünn vor 3 Wochen fuhr Hermann Speck auf seinem Porsche 997 GT3 R seine nächsten beiden Siege ein. Der Routinier gewann zudem noch die Endurance-Wertung. Gefahren wurde zusammen mit der Sports Car Challenge und der FIA Zonen Meisterschaft, so dass ein großes und buntes Feld am Start war.
An diesem Wochenende konnte Hermann Speck keiner das Wasser reichen. Zwei mögliche Gegner konnten zum ersten Heat erst gar nicht antreten. Somit konnte Speck zwar recht souverän die Wertung zur P9 Challenge für sich entscheiden, hatte aber in dem starken GT- und Sportwagenfeld keinen leichten Stand, zumal die Konkurrenz aus Osteuropa topaktuelle GT3-Boliden einsetzte. Somit hieß es für Speck Gesamtrang acht in Durchgang eins. Den Sieg hatte sich Siegmar Pfeifer im pfeilschnellen Norma M20FC BMW geholt.
Das zweite Rennen beendete Speck als Gesamtneunter, während Pfeifer seinen zweiten Gesamtsieg an diesem Wochenende einfuhr. Im Endurance-Rennen landete Speck auf dem achten Platz. Das Ziel hatte der Porsche-Pilot eigentlich als Siebter gesehen, bekam aber eine 30s Strafe aufgebrummt. Den Gesamtsieg holten die Tschechen Vaclav Janik und Tomas Koreny im Norma M20 FC. Mit Thomas Lindemann (Porsche 997 GT3 R) hatte Speck einen Konkurrenten in der eigenen Klasse bekommen. Der GT3-Pilot musste zwar im ersten Durchgang noch Oliver Michael im Porsche 991 GT3 Cup den Vortritt lassen, konnte aber in der Endurance und im zweiten Sprintrennen mit seinen beiden zweiten Plätzen überzeugen. Rang drei ging zweimal an Oliver Michael, der den wiederhergestellten Porsche 997 GT3 Cup von Franz Irxenmayr hinter sich ließ.
Die letzte Veranstaltung der Saison findet an diesem Wochenende im italienischen Imola statt.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Blancpain Endurance GT Cup ( BES )
An
diesem Wochenende findet das Finale des Blancpain GT Serien Endurance Cups erstmals mit einem 3h-Rennen in Barcelona statt. Die spanische Runde ersetzt damit den Nürburgring als Finalstrecke, der bis letztes Jahr das Endurance-Finale beheimatete. Gleichzeitig wird auch das erste mal der Titel der Gesamtserie in einem Langstrecken- und nicht in einem Sprintrennen entschieden.
Sowohl im Endurance-Cup als auch in der Gesamtwertung der Blancpain GT Serie sind noch Titel zu vergeben. In der Gesamtwertung geht es um den Pro-Titel zwischen den Grasser Racing Team-Piloten Mirko Bortolotti und Christian Engelhart und Bentley-Pilot Vincent Abril. Nach 3 Gesamtsiegen (Monza, Silverstone und Brands Hatch) führen Engelhart und Bortolotti 22 Punkte vor Abril , was angesichts 26 noch zu holender Punkte schon eine kleine Vorentscheidung bedeutet. In
der Teamgesamtwertung führt Grasser Racing Team ebenfalls 15 Punkte vor dem Belgian Audi Club Team WRT und HTP-Motorsport.
Der Am-Cup Titel ist bereits im Vorfeld an David Perel und die Kessel-Mannschaft gegangen, während der Pro-Am-Titel bereits seit dem Sprintfinale am Ring in der Hand von Rinaldi Racing-Pilot Alexander Mattschull ist. In der Pro-Am hat Rinaldi Racing lediglich noch den Teamtitel zu sichern: man führt vor Barcelona mit 11 Punkten Vorsprung vor Kessel Racing.
Etwas anders sehen die Voraussetzungen im Kampf um den Langstrecken-Titel aus: Hier führen die Bentley-Piloten Avril, Andy Soucek und Maxime Soulet 8 Punkte vor dem GRT-Trio Engelhart, Bortolotti und Andrea Caldarelli. Nur diese 2 Mannschaften können noch um den Titel kämpfen. Während
in der Pro-Am Wertung das Oman Racing Aston Martin Vantage GT3 Duo Jonny Adam und Ahmad Al Harthy nach Spa-Francorchamps bereits den Titel sicher hat, ist in der AM-Klasse der Titel noch offen: die Kessel Racing Piloten Jacques Duyver, Marco Zanuttini und David Perel führen hier 20 Punkte vor den Rinaldi-Racing Piloten Rino Mastronardi und Pierre Ehret.
Während die ersten Testsessions des Wochenendes schon am Freitag starten – das Rahmenprogramm mit Französischer GT4, Porsche Carrera Cup Frankreich und dem Blancpain GT Sports Cup ist ebenfalls nicht zu verachten - laufen die relevanten Sessions mit Qualifying und Rennen am Sonntag um 9 Uhr bzw. 15 Uhr Ortszeit ab. Diese werden im Stream auf der Blancpain GT Serien-Webseite live übertragen.
Verfasst von Thomas Bauer. Veröffentlicht in Historische GT
Vor
knapp 2 Wochen feierte im Rahmen der Spa Six Hours in Spa-Francorchamps eine neue „Historische“ Rennserie ihre Premiere. Und ehrlich gesagt, war es eine Rennserie auf die jeder gewartet, aber niemand so richtig für möglich gehalten hat. Der französiche Sportwagenpilot Nicolas Minasian hatte seit einiger Zeit die Idee für eine Art Historische Le Mans Serie für Fahrzeuge von 1995 bis 2011, quasi die Glanzzeit der neuen 1000km Rennen. Er fand mit der Britischen Masters Hisoric Racing Organisation einen passenden Partner, der bereits unter anderem mit der Historic Formula One und der Masters Historic Sportscar Championchip für Fahrzeuge bis Anfang der 70er erfolgreich unterwegs ist. Für das erste 40 minütige Rennen am Samstag nachmittag waren auch Fahrzeuge dabei, die nicht ganz in den genannten Zeitraum passten, aber das ist auch im Grunde nicht so wichtig und so eng sollte man die ganze Sache auch nicht sehen, immerhin hat man 21 Fahrzeuge zusammen bekommen!
Im
feuchten Qualifing am Freitagvormittag setzte der ehemalige Peugeot-Werksfahrer Minassian mit seinem Peugeot 908 auch die Bestzeit vor Martin Short im Rollcentre Racing Dallara SP1 Judd. Für Short war es die erste Ausfahrt mit dem Dallara seit dem 1000km Rennen am Nürburgring 2005. Das Fahrzeug stand 12 Jahre in der Ecke, nur der Motor wurde revidiert. Die zweite Reihe bildeten Michel Frey mit seinem schwarzen Oreca 03 und der ehemalige Oak Racing Pilot Mathhieu Lahaye mit seinem Pescarolo Sport Pescarolo 01 aus dem Jahre 2007. Der beste GT war der Ferrari 550 Modena aus der LMES Saison 2004 auf Rang 8.
Am Samstagnachmittag war es endlich soweit. Das 40 min. kurze Rennen stand auf dem Programm und es kam wie es in den Ardennen kommen musste.
Kurz vor dem Start begann es leicht zu regnen. Es reichte aus um die Fahrer auf Slicks in Schwierigkeiten zu bringen und Clive Joy in seinem Ferrari 333SP steuerte direkt wieder in die Box und stellte ab, während die anderen sich vorsichtig auf den Weg machten und als sich Kriton Lenoudis mit dem 908 in Les Combe drehte war der Supergau perfekt und die Stimmung im Keller. Manche entschieden sich zum Reifenwechsel, was sich auch als falsche Entscheidung darstellen sollte. Der Schweizer Michel Frey übernahm zunächst die Spitze, fiel später jedoch aus. Dafür entwickelte sich zwischen Sean Doyle im Murphy Prototypes Oreca 03, der letztes Jahr noch an selber Stelle in der Europäischen Le Mans Serie mit dem Fahrzeug am Start war und seinem Markenkollegen Jonnathan Kennard im Ex Race Performance Oreca ein Kampf um die Spitze der letztendlich in der genannten Reihenfolge Endete.
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Rang drei ging an Lahaye im Pescarolo vor Short in seinem Dallara . Rang fünf ging an Zachia im 550 Modena vor Lenoudis/Minassian der nach einer Durchfahrtsstrafe mit allem Einsatz versuchte verlorenen Boden gut zu machen. Rang 7 belegte der Amerikaner Travis Engen mit seinem Audi R8 der im Juli 2006 in der ALMS die R8 Ära beendete. Le Blanc/Greensall folgten mit ihrem Aston Martin Vantage als bester GT2 Bolide gefolgt vom Lola-Aston Martin und dem Deutschen Dr. Alexander Lienau mit seinem bekannten Bielstein Aston Martin V12 Vantage GT3 . Noch zu erwähnen ist Paul Daniels mit seinem JWA Avila Porsche 997 RSR aus der ersten WEC Saison 2012 auf Rang 11. Der Deutsche Peter Schleifer mit seinem Pilbeam MP91 aus der LMP 675 Klasse wurde leider nicht gewertet.
Auf alle Fälle wünschen wir der Serie für eine Volle Saison im nächsten Jahr viel Erfolg, denn in Zeiten in der die LMP1 nicht mehr so spektakulär ist und die WEC schwierigen Jahren bevorsteht schaut man gerne auf die gute „alte“ Zeit der LMES und LMS zurück!
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