Zandvoort & Silverstone - die Rennberichte

Doppelter Einsatz für das GT-Eins-Team. Wir sind an diesem Wochenende parallel in Silverstone und Zandvoort unterwgs um akuell vom ADAC GT-Masters und der britischen ELMS-/WEC- Doppelrunde zu berichten.

Den Rennbericht vom ADAC GT-Masters in Zandvoort findet ihr unter diesem Link.

Die traditionelle Doppelveranstaltung der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft und der Europäischen Le Mans Serie in England kann unter diesem Link hier im Detail verfolgt werden.

An einem Wochenende wie diesem mit 5 Rennveranstaltungen gleichzeitig muss man naturgemäß Abstriche bei der aktuellen Coverage machen. Das Rowe-6h ADAC Ruhrpokalrennen der VLN Langstreckenmeisterschaft werden wir zu einem späteren Zeitpunkt nachholen. Kurze Newsartikel von der IMSA-Runde in Virginia oder der GT4 Central Serie am Slovakiaring werden wir versuchen in den kommenden Tagen nachzuliefern.

Preining erobert Carreracup-Tabellenführung

Am pcc8avergangenen Wochenende wechselte beim Sonntagslauf des Porsche Carrera Cup Deutschland im Rahmen des Oldtimer-GP am Nürburgring die Tabellenführung: Durch seinen 5. Saisonsieg ist Porsche-Junior Thomas Preining nach 8 Rennen Spitzenreiter in der Gesamtwertung. Beim Lauf am Sonntag gewann der Österreicher vor seinem schärfsten Konkurrenten und Lechner Racing Teamkollegen Michael Ammermüller. Zwar sind die beiden Lechner-Piloten punktgleich, doch Preining steht dank der höheren Anzahl an Siegen auf Rang eins. Nachdem Förch Racing Pilot Jaap van Lagen den Lauf am Samstag als Erster beendete, überquerte der Niederländer beim achten Rennen die Ziellinie auf Rang 3.

Im pcc8bRahmen des Festivals für historische Fahrzeuge rollten insgesamt 27 Porsche 911 GT3 Cup in die Startaufstellung. Angeführt wurde das Feld der 485 PS starken Neunelfer bei Sonnenschein und 24°C von Preining. Ammermüller erwischte von der zweiten Position einen hervorragenden Start, doch der Linzer war noch schneller und verteidigte die Spitzenposition. Im weiteren Verlauf des Rennens löste sich das Duo von den Konkurrenten. Ammermüller lauerte auf einen Fehler des 20-Jährigen, aber Preining gelang nach 16 Runden ein souveräner Start-Ziel-Sieg. Porsche-Routinier Ammermüller belegte 1,5s dahinter den zweiten Platz. Der Sieger vom Vortag van Lagen begann den Lauf von der dritten Position und verteidigte seinen Platz bis zum Schluss.

Der Niederländer Larry ten Voorde wurde auf dem Traditionskurs in der Eifel mit seinem Project 1-Porsche Vierter. Den fünften Platz sicherte sich als bester Rookie der Luxemburger Lechner-Pilot Dylan Pereira. Auf den sechsten Platz fuhr Pereiras Teamkollege Jean-Baptiste Simmenauer aus Frankreich. Routinier Robert Lukas belegte Rang sieben vor seinem Landsmann Igor Walilko.

Besterpcc8c Amateurfahrer wurde Black Falcon-Fahrer Carlos Rivas vor Stefan Rehkopf. Der Deutsche Jörn Schmidt-Staade sah die Zielflagge auf der 4,638 Kilometer langen Rennstrecke in der Amateur-Klasse als Dritter.

Preining führt die Meisterschaft des Porsche Carrera Cup Deutschland nach acht Rennen an. Der Youngster siegte fünfmal und sammelte bisher 159 Punkte. Ammermüller folgt punktgleich dahinter, allerdings mit drei Siegen weniger. Ten Voorde steht als Dritter bei 106 Zählern. Führender in der Rookie-Klasse ist Pereira mit 134 Punkten. Schmidt-Staade ist mit 172 Punkten Erster in der Amateur-Klassifizierung.

Die nächsten beiden Läufe trägt der Porsche Carrera Cup Deutschland im Rahmen des ADAC GT-Masters aus. An diesem Wochenende reist der nationale Markenpokal dafür zum Circuit Park Zandvoort an die niederländische Nordseeküste.

Lamborghini mit GT2-Plänen

Lamborghini leipert st asiaplant aus dem Modell des Lamborghini Huracán Supertropheo ein GT2-Modell für die neue von der SRO geplante GT2-Klasse zu entwickeln. Dies hat Lamborghini Sportchef Giorgio Sanna unseren Kollegen von Sportscar 365 eröffnet. Demnach würde der Supertropheo eine geeignete Basis abgeben, um die von der SRO für Privatpiloten geplante Klasse, die 2019 eingeführt werden soll und von der Performance her zwischen GT3 und GT4 eingeordnet werden soll, mit geringfügigen Modifikationen zu beschicken.

Bislang sind etwa 150 Supertropheo-Autos von Lamborghini gebaut worden. Ein GT2-Kit wäre eine lohnende Option um den Boliden, der in Langstreckenrennen wie der 24 Stunden-Serie bereits seine Haltbarkeit unter Beweis gestellt hat, für weitere Rennserien und – einsätze zu qualifizieren. Lamborghini hatte just vor wenigen Tagen die lange verfolgten Pläne für einen GTE-Einstieg eingestellt. Die GT4 ist für den italienischen Hersteller aus der VAG-Gruppe mangels eines geeigneten Basismodells uninteressant. Somit könnte ein GT2-Modell eine preiswerte Möglichkeit für Lamborghini sein die Motorsport-Produktpalette zu erweitern.

Neben Lamborghini planen laut unseren Kollegen auch Porsche und Ferrari ähnliche GT2-Modelle auf den Markt zu bringen.

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