Supercar Challenge Finale in Assen

Am dscfinaleassen1vergangenen Wochenende fand das Finale der Supercar Challenge auf dem TT Circuit in Assen statt. Da die Supercar Challenge und die GT & Prototype Challenge unsinniger Weise in zwei getrennten Feldern fuhren war in der SC leider nur ein dürftiges Feld von 22 Fahrzeugen am Start. Im Qualifying sicherte sich der Ferry Monster Autosport Leon Cupra von Veels / van der Ende die Pole Position. Im Rennen fiel man aber auf Grund eines Reifenschaden und einer Durchfahrtstrafe auf Platz sechs zurück. Dafür sprangen die anderen zwei Fahrerpaarungen vom Team Ferry Monster in die Bresche. Nabuurs / van Riet siegten nach 33 Runden mit 2,8 Sekunden Vorsprung vor Steenmetz / Polderman. Bas Schouten und Oscar Graper belegten im Audi den dritten Platz. Maxime Oosten und Milan Teekens gewannen im BMW die Supersport 2 Klasse und sicherten sich damit die Meisterschaft. In der Sport Division siegte Rob Nieman im Renault Clio.

Das zweite Rennen am Sonntag lief deutlich besser für Vells / van der Ende. Nach dem Pech vom Vortag schafften sie dieses Mal den Sieg. Steenmetz / Polderman sorgten mit dem zweiten Platz für einen erneuten Doppelsieg des Team Ferry Monster. Huisman / de Kimpe komplettierten im VW Golf TCR als dritte das Podest. Trotz vieler technischer Probleme an diesem Wochenende gewannen Dennis de Borst und Stan van Oord im Leon Cupra des Team Febo Racing die Meisterschaft in der Supersport 1 Division. Maxime Oosten und Milan Teekens gewannen erneut im BMW die Supersport 2 Klasse. Henk Tappel siegte im Honda in der Sport Division.

VLN-Finale mit voller Nennliste

172 Mannschaften sind auf der Nennliste des VLN Langstreckenmeisterschaft-Finalrennens, dem 44.DMV Münsterlandpokal am kommenden Wochenende verzeichnet. 15 Teilnehmer werden dabei in der siegfähigen Top-Klasse der SP9-Fahrzeuge erwartet. Das würde damit das drittgrösste Feld der Saison darstellen - nur zu VLN2 und VLN3 waren mehr Mannschaften gemeldet.

4 Mercedes AMG GT3 (je 2* GetSpeed Performance und Black Falcon), 4 Audi R8 LMS GT3 (2* Phoenix Racing , équipe Vitesse und das Belgian Audi Club Team WRT), 3 BMW M6-GT3, 2 Porsche und je ein Lamborghini Huracán GT3 evo und eine Dodge Viper GT3-R bilden das Feld in der Top-Klasse. Hinzu kommt mit dem AMG-GT-evo in der SP-X-Klasse ein fünfter Mercedes der ebenfalls von Black Falcon mit dem Trio Maximilian Buhk, Maximilian Götz und Christian Hohenadel an den Start gebracht wird.

Bemerkenswert: das Comeback der Viper die bei diesem Lauf durch Daniel Keilwitz und Hendrik Still pilotiert wird, sowie der Soloauftritt des mcchip-dkr-Racing Lamborghini Huracán GT3 evo, weil Konrad Motorsport an diesem Wochenende wegen dem Supertropheo-Finale in Jerez de la Frontera aussetzen muss. Auf Seiten von Audi gibt Francois Perrodo mit seiner WRT-Crew und seinen Copiloten Emmanuel Collard und Matthieux Vaxiviere ein erneutes Gastspiel während Falken entgegen der ursprünglichen Planungen mit dem durch Sven Müller und Patrick Pilet pilotierten Porsche 991 GT3 R noch ein weiteres Rennen dranhängt. Damit erhält sich die Mannschaft die mathematische Chance in der Rowe-Speedtrophy, die die Autoarena-Mannschaft mit 26 Punkten Vorsprung anführt. Derzeit liegt der Falken-Porsche hier auf Platz 4 3 Punkte hinter dem Phoenix-Racing Audi und 10 hinter dem #2 GetSpeed Performance AMG.

Zu den restlichen Klassen: 5 Porsche in der SP7 (einer weniger wie beim Vorlauf – der Kappeler Porsche musste nach dem Startunfall die Saison vorzeitig beenden) und 2 in der CUP2-Klasse werten das GT-Feld auf. Wie beim Vorrennen starten wieder 4 SP8 und 7 SP8T-Fahrzeuge. In der SP10-Klasse muss man gegenüber dem Vorlauf auf die KKrämer Ginetta verzichten. Einen interessanten Mix verzeichnet die SP3-Klasse in der mit 3 Toyota-GT86 einem Subaru einem Honda S2000 und einem Clio 6 Fahrzeuge starten.

In der Produktionswagenklassen hält das Wachstum der Top-Klasse der V6 an: nun sind es wieder wie zu Saisonbeginn 7 Fahrzeuge (6 Porsche und ein Mercedes) die hier am Start stehen. Zwischenzeitlich waren in der Mitte der Saison nur 3 Teilnehmer in der Klasse gestartet. Hinzu kommen 11 Starter in der V5 (9 Cayman und 2 M3), 3 Porsche Cayman in der VT3 sowie satte 31 Wagen (darunter endlich auch wieder mal ein Z4) in der V4-Klasse. Die Gruppe H ist mit 2 Porsche in der H4 und 10 H2-Wagen besetzt. Die Cup-Klassen steuern zusätzlich 16 BMW M240i, 10 Porsche Cayman für die Manthey Trophy sowie 3 KTM und lediglich 3 TCR-Fahrzeuge bei.

Das Qualifying beginnt am Samstag um 8.30 Uhr und das Rennen wie gewohnt um 12 Uhr. Alle Sessions werden wie gehabt auf der VLN Website live im Stream übertragen.

Maxime Martin gründet eigenes GT4-Team

Aston Martin maximemartinWerkspilot Maxime Martin hat heute die Gründung eines eigenen GT-Teams bekannt gegeben. Der belgische Aston-Martin Racing Werkspilot, der für den britischen Hersteller in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft auf dem Vantage AMR GTE mit der #97 startet und 2019 auch im ADAC GT-Masters als Pilot eines der beiden Propeak Vantage AMR GT3 startete, will sich im Debütjahr 2020 mit 2 Vantage AMR GT4 in der GT4-European Series und dem ADAC GT4 Germany engagieren. 

“Die Martin Racing Vantage GT4bGT4-Kategorie ist eine schnell wachsende, extrem populäre Rennklasse in der viele junge Piloten und Gentlemanpiloten ein neues Betätigungsfeld finden. Ich trug mich schon einige Zeit mit dem Gedanken ein eigenes Team zu gründen und will jetzt etwas starten was mir abseits meiner eigenen Fahrerkarriere eine Zukunftsperspektive bieten kann.” wird Martin bezüglich seiner Motivation zitiert.

Als Geschäftsführer hat sich Martin seinen ehemaligen DTM-Renningenieur Thomas Matton ins Team geholt, mit dem er seit 11 Jahren zusammenarbeitet. Martin war Ende 2017 nach 4 Jahren als BMW-Werksfahrer in den Werksfahrerkader von Aston Martin gewechselt. Die Basis des neuen Teams befindet sich im belgischen Charleroi, in der Nähe des Brüsseler Flughafens. matton martinDamit würde das ADAC GT4 Germany auch im nächsten jahr wieder ein regelmässig teilnehmendes Aston Martin-Team am Start sehen, nachdem die deutsche Prosport Performance-Mannschaft ihr Engagement just wie berichtet beendet hat.

Neben dem Engagement in den beiden Sprintserien denken Martin und Matton (auf dem Bild links) laut unseren Kollegen von Sportscar 365 auch über Langstreckeinsätze im Rahmen der Creventic 24 Stunden-Serie und der VLN Langstreckenmeisterschaft nach, was besonders für die letztere Serie eine Bereicherung wäre. Insbesonders auf der Nordschleife sind Einsätze von Kundenteams derzeit eher die Ausnahme, während das Entwicklungsteam des Aston Martin Testcenters regelmässig verschiedene Vantage in der SP8T und der SP10 Klasse zum Einsatz bringt.

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