Corvette plant erste WEC-Gastspiele

Die GM-Werksmannschaft Corvette Racing plant Berichten unserer Kollegen von Sportscar 365 zu Folge den Einsatz einer C7.R GTE bei den 6h von Shanghai am 18.November. Der Einsatz wäre der erste in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft abseits Le Mans für die amerikanische Werksmannschaft. Geplant ist demnach ein Auto mit einer noch zu bestimmenden Besatzung in der GTE-Pro Klasse auf der chinesischen Strecke bei der 5.Runde der WEC-Supersaison einzusetzen. Anders als sonst soll dieses Auto nicht im klassischen Corvette-gelb antreten sondern eine silber-schwarz-rote Lackierung bekommen.

Für Corvette macht der Einsatz in China aus marketingtechnischen Gründen Sinn, da China mittlerweile der zweitgrösste Markt für Chevrolet ist. Wie unsere Kollegen allerdings enthüllten gab es wohl auch mehr oder weniger sanften Druck vonm ACO bzw. der FIA die der Werksmannschaft schon seit längerem eine Teilnahme an der ein oder anderen WM-Runde nahegelegt hatten um die Hersteler-Schlacht dort aufzupeppen. Mit den Amerikanern würden nun 6 Hersteller – Porsche, Ferrari, Aston Martin , BMW, Ford und Corvette - am Start stehen. Angeblich soll ein ähnliches Engagement auch bei den 1000 Meilen von Sebring, der nordamerikanischen Runde der FIA Langstrecken Weltmeisterschafts-Supersaison im kommenden März, geplant sein.

Astons neue GT3 und GT4-Vantages

Aston Martin vantage gt3 2018hat am vergangenen Wochenende im Rahmen der 24 Stunden Rennen von Le Mans die GT3- und GT4-Version des neuen Aston-Martin Vantage vorgestellt. Diese sollen im kommenden Jahr den alten Aston Martin Vantage V12 GT3 (bis dato 42 gebaute Exemplare) und Aston Martin Vantage GT4 (124 gebaute Wagen) ablösen, die noch auf der alten, 2011 vorgestellten Version des Sportcoupés des britischen Herstellers basierten.

Während die GT4-Version an der Sarthe lediglich im Paddock ausgestellt wurde, absolvierte die GT3-Version des neuen Rennwagens in noch ungeBoPpter Form ihre Rennpremiere im Rahmen des Aston Martin Racefestivals, bei dem 35 Aston Martin zu 2 Markenpokal-Läufen an der Sarthe antraten. Aston-Martin-Racing-Pilot Ross Gunn gelang sogar ein Gesamt-Sieg im zweiten Lauf des Wochenendes.

Sowohl vantage gt4 2018die GT3- als auch die GT4-Version teilen sich den serienbasierten 4,0l Turbo-V8-Motor. Im 1245 kg schweren GT3-Vantage leistet dieser 535 PS und produziert ein Drehmoment von 700Nm. Das Leichtbau-Aluminiumchassis des Vantage ist ferner mit einem massivem Stahl-Überrollkäfig, einem Xtrac-6-Gang Getriebe, einer Alcon Motorsport Mehrscheiben-Kupplung, 4-fach verstellbaren Öhlins Dämpfern, Bremsen von Alcon und einem Bosch-Motorsport ABS ausgestattet.

Technische Daten vom noch in Entwicklung befindlichen GT4-Modell wurden noch nicht bekannt gegeben. Dieses soll zum 1.März 2019 homologiert werden. Mit dem neuen GT3-Modell will Aston Martin auch 2018 einen erneuten Anlauf zum Gesamtsieg beim 24 Stunden Rennen am Nürburgring nehmen.

STT in Assen mit Hindernissen

Nach stt assen starteinem packenden zweiten Rennen am Sonntag siegte Jürgen Alzen mit seinem Ford GT beim dritten Saisonlauf der Spezial Tourenwagen Trophy im niederländischen Assen. Dahinter belegten Jürgen Bender in der Corvette 06.R GT3 und Ulrich Becker im Porsche 997 GT3 R die weiteren Podestränge. Sieger der Division 2 wurde BMW Z4 Pilot Eric van den Munckhof. Rennen eins wurde in Absprache aller Beteiligten nach organisatorischen Pannen seitens Rennleitung und Sportwarten des TT Circuit Assen nicht gewertet.

Nachdem es am Samstag im Rennen eins zu einer Verkettung von mehreren unglücklichen Entscheidungen und fehlender Kommunikation zwischen Rennleitung und niederländischen Sportwarten des TT Circuit Assen kam, hat sich die STT Orga nach Absprache mit dem Veranstalter und den beteiligten Fahrern entschlossen, den ersten Rennlauf zu annullieren. Es werden daher nur Startpunkte vergeben. "Nachdem man nach langer Zeit wieder einmal auf diese sehr schöne Anlage in Assen zurückgekehrt ist, darf so eine Abwicklung nicht passieren", zeigte sich STT Organisator Rolf Krepschik sehr enttäuscht vom ersten Rennen. Allerdings sollte man schnell einen Haken an Rennen 1 setzen, das zweite Rennen zeigte eine fehlerfreie Rennleitung.

Der Start zum Sonntagsrennen verlief ohne technische Panne. Zunächst verteidigte Henk Thuisim Pumaxs RT in einem harten Duell seine Pole Position vor Jürgen Alzen.vanhanen 911 Dabei kamen sich beide GT-Piloten ins Gehege. Wie so oft gingen bei der Schuldfrage die Meinungen auseinander. Fakt war, dass der Pumaxs von Thuis zwar vorne blieb, allerdings einen Umlauf später die Motorhaube einbüßte. Alzen rutschte hinter Bender zurück, schnappte sich aber schnell wieder Rang zwei. Während Alzen dicht dahinter folgte, warteten Jürgen Bender und Ulrich Becker mit etwas Sicherheitsabstand ab, was die beiden Streithähne da vorne fabrizierten. Schließlich setzte sich der Ford GT-Pilot vor den Pumaxs, der wenig später direkt an die Box fuhr. An der Spitze leistete sich Alzen keinen Fehler, so dass es zum dritten Saisonsieg reichte. „Mit dem Rennen bin ich sehr zufrieden. Es war ein harter, aber fairer Zweikampf mit Jürgen Bender. Ich konnte etwas von den Verfolgern wegfahren und die Spitze behaupten. Das Auto und die Reifen haben heute gepasst, sonst hätte ich nicht wegfahren können. Ich bin absolut zufrieden, auch dass das Auto so gut gepasst hat“, so der Gesamtsieger.

Dahinter war es der Zweikampf zwischen Jürgen Bender und Ulrich Becker, der die Zuschauer in ihren Bann zog. Der Marler war zwar immer wieder am Heck der Corvette dran, der Weg vorbei fand er dennoch nicht. Auch die vierte Position war längere Zeit umkämpft. Hier hatte Andreas Schmidt mit seinem Audi R8 LMS ultra durchaus Mühe den Porsche von Jorma Vanhanen einzufangen. Der schnelle Finne behauptete sich zunächst vor dem GT3 Boliden, musste aber mit zunehmender Renndauer den Audi ziehen lassen. Für Schmidt bedeutete dies vor Teamkollege Berthold Gruhn im Audi R8 LMS GT3 den dritten Platz in der Klasse 2. Jorma Vanhanen siegte als starker Gesamtfünfter in der Klasse 3.

Da Michael Bäder mit Motorproblemen bereits am Freitag die Heimreise antreten musste, wurde die Klasse 1 und 8 zusammengelegt. Dadurch sammelte Jürgen Bender mit dem Sieg wichtige Zähler. Rang zwei holte Jörg Lorenz im Dauerläufer Porsche dp 935. munckhof z4Der Erlanger musste für den zweiten Durchgang gebrauchte Reifen aufziehen, konnte aber dennoch überzeugen. Vor allem das Divisionsübergreifende Duell mit Kai Riebetz im BMW Z4 war durchaus interessant. Dritter in der Klassenwertung wurde Johannes Kreuer, der mit seinem Donkervoort D8R so etwas wie der heimliche Publikumsliebling war. Bei dem Namen Donkervoort kommt bei den Niederländern durchaus so etwas wie Nationalstolz auf, wie die vielfachen Reaktion auf den niederländischen Roadster zeigten.

In den Niederlanden blieb zudem der Pokal für den Sieg in der Division 2. Eric van den Munckhof feierte nach seinem Unfall in Oschersleben bei seinem Heimspiel einen überlegenen Sieg. Zuvor war Kai Riebetz ausgeschieden, während René Freisberg nach einem Turboladerschaden an seinem Audi TT RS erst gar nicht antreten konnte.

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