ADAC GT Masters – Nachlese Sachsenring

Start Race 12 2017Die Ereignisse des vergangenen Wochenendes am Sachsenring werfen, trotz der Rücknahme der angekündigten Berufung durch Peter Zakowski, Teamchef des Mercedes-AMG Teams Zakspeed, als Folge der Disqualifikation seiner beiden Fahrzeuge in den Läufen 11 und 12 des diesjährigen ADAC GT Masters, einige nicht gerade unwichtige Fragen auf.

1. Wie war es möglich, dass die nicht der Homologation entsprechende Motorsoftware erst nach dem Rennen am Sonntag und nicht bereits am Samstag bei der Überprüfung des zweitplatzierten Zakspeed Mercedes-AMG von Nicolai Sylvest und Yelmer Buurman entdeckt wurde?

2. Wieso waren von den insgesamt fünf Mercedes-AMG im Feld, unter der Voraussetzung, dass alle überprüft wurden, oder zumindest der zunächst Drittplatzierte Mücke Mercedes, nur die beiden Zakspeed Fahrzeuge betroffen?

3. Welche Rolle spielt AMG Customer Racing in dieser Angelegenheit? Wir denken an die 24 h Spa 2016 zurück ...

4. Inwieweit war das Sonntagrennen überhaupt noch legal, wenn man bedenkt, dass unter den geänderten Voraussetzungen z.B. der HTP Mercedes-AMG (Dontje / Kirchhöfer) mit 20 kg statt 10 und der Schnitzer BMW M6 (Eng / Catsburg) mit 10 kg Erfolgsballast vom Vortag hätten fahren müssen?
Darüber hinaus spricht die Tatsache, dass der Zakspeed Mercedes-AMG #20 trotz 20 kg Ballast vom Vortag, am Sonntagmorgen auf Pole fahren und im Rennen ebenfalls bis zum Positionstausch mit dem Schwesterfahrzeug #21 so überlegen führen konnte, eine klare Sprache bezüglich des Ausmaßes der Manipulation.

Fakt Gounon vd Zandeist, dass die größten Verlierer der ganzen Affäre, ohne eigenes Dazutun (!), der  Meisterschaftsführende Jules Gounon und sein Team Callaway Competition sind.

Bedingt durch die Nullrunde wegen eines technischen Defekts im zweiten Lauf (durch Steinschlag beschädigter Kühler) am Sachsenring und die Disqualifikation der beiden Zakspeed Mercedes-AMG, konnten die schärfsten Verfolger vor dem Finale in Hockenheim jede Menge Punkte auf Gounon gutmachen. Unter möglicherweise irregulären Voraussetzungen, wohlbemerkt.

Die Meisterschaft droht ihm so kurz vor Schluss nun doch noch durch die Finger zu flutschen. Giovanni Ciccones Verärgerung ist daher sicherlich ein Stück weit berechtigt und in jedem Fall nachvollziehbar.

Titelentscheidung beim BSS-Hauptrennen am Ring

Dasnring race start letzte Sprint-Rennen der Blancpain GT Serie Saison 2017 startete am Sonntag bei stark bewölktem Himmel. Durch den gestrigen Sieg im Qualy-Rennen starteten Buhk/Perera im #84 HTP-Motorsport Mercedes AMG GT von der Pole in das Hauptrennen. Diese konnte man auch am Start gegen die Konkurrenz behaupten. Im Verlaufe der ersten Runden setzte man sich dann Stück für Stück ab. Dahinter tobte der Kampf des restlichen Feldes.

Die nring race burgerste Vorentscheidung gab es bei den Boxenstopps. Beim #84 HTP-Motorsport ging zuerst die Radmutter vorne links nicht richtig drauf, wodurch schon wertvolle Zeit verloren ging. Doch auch beim #5 Belgian Audi Club Team WRT Audi R8 LMS GT3 von Vanthoor/Fässler ging nicht alles glatt. Hier blieb der Mechaniker mit dem Luftschlauch am Heckspoiler hängen und wiurde durch das Losfahren des Wagens zu Boden gerissen. Nichts desto trotz übernahm der #5 WRT Audi erst mal die Führung von der #84.

Stevens/Winkelhock im #2er Audi hatten einen super Stopp und hingen nun im Heckspoiler des Mercedes. Der von P6 gestartete #17 Belgian Audi Club Team WRT Audi mit Frijns/Leonard lag nun schon auf P4. Nun schlug der Blitz beim Meisterschaftsführenden Dou Buhk/Perera ein: in der Jaguar-Kurve rutschte man durch einen durch eine gebrochene Felge verursachten Reifenschaden vorne links ins Kiesbett. Damit war man raus aus dem Kampf um den Titel. Doch auch der nun Führende #5 Audi mit Vanthoor/Fässler wurde aus dem Kampf gerissen als man eine Drive-Trough wegen des Vorfalls mit dem Mechaniker absolvieren musste.

Dnring race wrt winneradurch führten Winkelhock/Stevens #2 WRT Audi R8 vor den Teamkollegen Leonard/Frijns in der #17. P3 ging an den #19 GRT Lamborghini mit Companc/Caldarelli. Kurz vor Rennende übernahmen Frijns/Leonard im #17 Belgian Audi Club Team WRT Audi R8 LMS GT3 nach mehrfachen Überholversuchen gegen die Teamkollegen Winkelhock/Stevens die Führung. Diese gab man dann auch bis ins Ziel nicht mehr ab.

Robin Frijns/Stuart Leonard #17 gewannen damit nicht nur das Hauptrennen am Nürburgring, sondern holten auch den Fahrertitel der Spint-Series in der Pro-Klasse. P2 im Rennen ging an ihre Teamkollegen Winkelhock/Stevens mit gerade mal 0,5 Sek. Vorsprung auf Caldarelli/Companc im #19 Grasser Racing Team Lamborghini Huracan GT3.

Dennring race htp85 Silver-Cup gewannen abermals Schiller/Szymkowiak im #85 HTP-Motorsport Mercedes AMG GTdeutlich vor dem #42 Strakka Racing McLaren 650S GT3 mit Kodric/Williamson. Dies war am Anfang des Rennens jedoch nicht so klar, denn da lag man erstmals hinter dem McLaren, doch man konnte sich auch durch einen guten Boxenstopp und konstantere Rundenzeiten auf P1 verbessern. Rinaldi Racing konnte sich der Pro-AM Klasse mit Alexander Mattschull und Daniel Keilwitz im F488 mit der #333 gegen C. Van Dam/Bhiromhadik im #39 Kessel Racing Ferrari durchsetzen.

57.tes Reinoldus Rennen mit 167-Wagen-Feld

167 Fahrzeuge stehen auf der Nennliste des 7. VLN Langstreckenmeisterschafts -Laufs, des 57.ten Reinoldus Langstreckenrennens, das am kommenden Samstag auf der Nürburgring-Nordschleife über die Bühne gehen wird. Berücksichtigt man das das Rennen zeitgleich zum ADAC GT-Masters-Finale in Hockenheim stattfindet, dann ist dennoch ein starkes Top-Feld am Start: 11 GT3-Fahrzeuge in der SP9 und mindestens 4 weitere siegfähige Wagen in der SPX bedeuten das 15 Top-Autos trotz der nationalen Terminüberschneidung am Start sind.

4 BMW M6-GT3, 3 Porsche 991 GT3 R , 3 Mercedes AMG GT sowie der Wochenspiegel Team Monschau Ferrari F488 bilden das SP9-Feld, das zum ersten Mal seit langem keinen Audi R8 LMS GT3 mehr am Start sieht. Die 4 Profi-Mannschaften von Falken Motorsports (auf dem erstmals Manthey-Stammfahrer und Porsche-Werkspilot Romain Dumas Falken-Stammpilot Martin Ragginger unterstützt), Haribo Racing - mit dem Trio Arnold/Farnbacher/Juncadella - , Walkenhorst Motorsport mit dem durch Krognes/di Martino/Henkola bewegten BMW M6-GT3 und Manthey Racing mit dem nissangt3 2018Duo Estre/Christensen werden wohl dabei den Gesamtsieg unter sich ausmachen. Die Pro-Am-Mannschaften von Black Falcon, Schubert Motorsport WTM, Frikadelli Racing Team und Walkenhorst werden wohl dahinter mit Chancen auf einen Gesamtpodiumsplatz agieren. Die beiden Gentleman-Teams von Walkenhorst (mit dem Z4) und Landgraf mit dem Mercedes AMG GT komplettieren das GT3-Feld.

In der SPX ist der erste Auftritt des 2018´er Nissan GT-R Nismo GT3 die beherrschende Neuigkeit des Rennens. Der neue Nissan wird unter der Nennung von Nissan-Motorsports eingesetzt. Zudem setzen Schnitzer und Manthey wieder je einen BMW M6 Evo sowie einen Porsche GT3-Evo ein. Der Renault RS 01 der dkr-Engineering Mannschaft und die beiden Mercedes AMG GT4-Entwicklungsfahrzeuge von Black Falcon und Uwe Alzen Automotive lassen die Klasse auf 6 Fahrzeuge anwachsen.

Während in der SP7 Klasse lediglich 4 Porsche am Start sind ist die Klasse der CUP2-Wagen mit 10 Porsches noch stärker wie beim letzten Lauf besetzt. Die Klassen SP8 und SP10 wachsen wieder jeweils auf 6 Fahrzeuge an Bei den Produktionswagen verzeichnet die Starterliste 6 Wagen in der V6 (5 Porsche und ein Mercedes), 11 in der V5 (6 Porsche und 5 BMW) und rekordverdächtige 17 BMW in der V4-Klasse. In den CUP-Klassen verzeichnen wir 19 Starter im BMW-CUP, 10 in der Cayman-Trophy, ebenfalls 10 – wie gesagt – im Porsche Cup, 6 im Toyota GT 86-CUP ,3 im KTM-CUPX und lediglich nur noch einen Opel in der CUP1-Klasse.

Das vierstündige Rennen startet wie gehabt am Samstag ab 12 Uhr, nach dem vorangegangenen Qualifying zwischen 8.30 Uhr und 10 Uhr und wird auf der VLN Langstreckenmeisterschafts-Website live übertragen.