GRT 2021 mit 4 Autos im Masters

Das Grasser Racing Team plant 2021 sein Engagement im ADAC GT-Masters auf 4 Lamborghini Huracán GT3 evo auszubauen. Das hat der österreichische Rennstall heute im Rahmen der 24h von Spa-Francorchamps bekannt gegeben. Neben dem traditionellen Aufgebot von Werksfahrern der Lamborghini Squadra Corse sollen dann auch Nachwuchsfahrer des Lamborghini-Juniorkaders antreten. Initialzündung für diesen Schritt waren die Erfolge der aktuellen Junioren Steijn Schothorst und Tim Zimmermann, die im diesjährigen ADAC GT Masters bereits drei Pole-Positions geholt haben. Zimmermann führt zudem die Pirelli-Junior-Wertung an.

"Ich freue mich sehr darüber, dass wir frühzeitig Pläne für die Saison 2021 schmieden können", so Gottfried Grasser. "Nach einem für die Welt und auch für unsere Branche harten Jahr ist das keine Selbstverständlichkeit. Dank unserer starken Partner und Sponsoren sind wir in der Lage, trotz dieser schwierigen Zeiten die Weichen für die Zukunft zu stellen. Wir blicken optimistisch auf das kommende Jahr und wünschen uns sehr, dass sich die weltweite Situation bessern wird und wir uns zusammen auf einen schönen Kalender und spannende Rennen freuen dürfen. Das Lamborghini-Juniorteam im ADAC GT Masters ist ein cooles Engagement, an dem wir sicher sehr viel Spaß haben werden. Die Vorfreude auf die kommende Saison ist groß."

Das GRT Grasser Racing Team startet seit 2011 im ADAC GT Masters. Nach Meldungen unserer Kollegen aus Spa-Francorchamps soll das Engagement dabei auf 2 von der Mannschaft genannte Teams a 2 Wagen aufgeteilt werden.

European GT4 SPA Rennen 1

GT4.Spa.R1.StartDas erste von zwei jeweils einstündigen Rennen der GT4 European Series startet nach sintflutartigen regen hinter dem Safety Car. 

Trotz dieser schwierigen Bedingungen wird das 16 Wagen starke Feld nach nur 2 runden hinter dem Safety Car los geschickt. Aus der ersten fliegenden Runde kommt der #27 Aston Martin von AGS Events mit Hasse Clot/Nouet als erster heraus. Ihm folgt mit Respekt Abstand der #30 Mercedes AMG GT4 , den sich Meijer/Muth teilen.

Dahinter geht es schon einiges enger um die verbleibenden Positionen zu. Doch alles bleibt sehr fair und geht ohne grobe Schnitzer ab.

Auch nach den obligatorischen Boxenstopps die frühstens nach Renn-Minute 25 aber bis maximal Renn-Minute 35 absolvierten werden müssen tut sich vorne an der Spitze rein gar nix.

GT4.Spa.R1.22Nouet im #27 Aston Martin wechselt auf Hasse Clot, Meijer übergibt an Muth, doch an der Positionen ändert sich nichts.

Bei noch gut 10 verbleibenden Renn-Minuten gerät Muth im Mercedes aber immer mehr von Buus im Porsche #22 unter druck. Nach 2-3x anteuschen geht der Porsche Pilot dann auch vorbei und kann sich direkt deutlich absetzen. 

Als nächster möchte Möller-Madsen ebenfalls in einem Porsche am #30 Mercedes vorbei um den letzten Podiums-Platz zu erobern. Doch hier zeigt sich wiedermal, ran fahren ist das eine, vorbei fahren dann wieder eine ganz andere Sache.

GT4.Spa.R1.27Erst in der letzten Runde beim Anbremsen von Les Combes nimmt sich Möller-Madsen ein Herz und bremst sich links neben den Mercedes. Beide kollidieren leicht und müssen die Strecke verlassen, doch der Porsche ist vorbei.

Doch Muth lässt das nicht auf sich sitzen und setzt beim anbremsen von Fagnes einen Konter, wieder kollidieren beide Wagen leicht, doch nun ist der Mercedes wieder vorbei und bis ins Ziel bleibt das auch so.

Unbekümmert von all-dem fahren Hasse-Clot/Nouet im #27 Aston Martin mit fast 17sek. Vorsprung auf Buus/Kasperlik auf dem #22 Porsche GT4 einen ungefährdeten Sieg nach Hause. P3 geht wie schon erwähnt an Muth/Meijer im #30 Mercedes.

72. 24h von Spa - Vorschau

An diesem Wochenende geht das 72. 24 Stunden Rennen von Spa-Francorchamps auf der Ardennenachterbahn über die Bühne. Mit einem Feld von 55 GT3 trotzt die 2. Runde der Intercontinental GT Challenge, die auch die 3. Runde des GT World Challenge Europe powered by Amazone Web Services Endurance Cups markiert den Herausforderungen der Corona-Saison. Die Runde findet unter Ausschluss von Zuschauern statt, gestattet aber zumindest einem begrenzten Journalistenkontingent Zutritt , was uns die Möglichkeit bietet teilweise von vor Ort zu berichten (Hier der Link zum Rennbericht auf unseren Seiten) .

Nehmen wir mal das Feld unter die Lupe: 55 GT3-Mannschaften – 28 in der PRO-Klasse, je 12 Pro-Am- und Silver-Teams, sowie 4 Amateur-Quartette – bilden in diesem Jahr, dem 20. in der GT-Ära des Rennens, das Feld beim belgischen Klassiker. Damit ist dies auch in diesem Jahr das grösste GT3-Rennen weltweit. 11 Porsche 991 GT3 R, 10 Mercedes AMG GT3, je 8 Audi R8 LMS GT3 und Lamborghini Huracán GT3 evo, 6 Ferrari F488 GT3, 5 Bentley Continental GT3 evo, 3 BMW M6-GT3, 2 Aston Martin Vantage AMR GT3 und je ein Honda NSX GT3, Lexus RC-F GT3 und McLaren McLaren 720 S GT3 bedeuten das 11 Hersteller in diesem Jahr beim Rennen am Start stehen.

Auch seitens der deutschsprachigen Mannschaften zeigt sich der Klassiker in diesem Jahr wieder gut besetzt. Zu den deutschen Mannschafen Attempto Racing, Walkenhorst Motorsport , Rinaldi Racing, Haupt Racing Team, HTP-Winward, Frikadelli Racing, ROWE Racing und Herberth Motorsport gesellt sich das schweizer Emil Frey Racing-Team mit seinen beiden Lamborghini Huracán GT3 evo.

Die 72. Ausgabe ist dabei im „Seuchenjahr“ 2020 in mancherlei Hinsicht speziell: noch nie in seiner Geschichte fand das Rennen so spät im Jahr statt. Die Corona-bedingte Verschiebung auf dieses Wochenende bedeutet das eine Nachtphase von 14h und 45 Minuten (berechnet für Malmedy) für das Rennen erwartet wird. Zudem fällt das Rennen in diesem Jahr in die Woche der Zeitumstellung so das der Start zwar am Samstag um 15.30 Uhr erfolgt, das Finish aber am Sonntag gegen 14.30 Uhr über die Bühne läuft. (Von einer Verlängerung des Rennens auf 25h, wie zunächst diskutiert, hat die SRO dann schliesslich doch Abstand genommen). Die diesjährige Ausgabe ist die Zehnte bei der die GT3 Klasse als gesamtsiegfähige Kategorie antritt. Nur 2 Piloten – Maxime Martin und Louis Machiels; beide Belgier – haben dabei alle 10 GT3-Ausgaben bestritten. Die Sieger der GT3-Ausgaben fuhren dabei ausnahmslos deutsche Fabrikate – nur Audi, BMW, Porsche und Mercedes-AMG waren bislang erfolgreich.

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