Mercedes-AMG siegt Down Under

12h Bathurst 2026 GMR AMGDas Mercedes-AMG Team GMR konnte sich am vergangenen Rennwochenende den Sieg bei den Meguiar's 12 Stunden von Bathurst sichern (komplettes Rennergebnis). Für Maro Engel, Maxime Martin und Mikael Grenier ist es der erste Erfolg bei diesem Rennen, für Mercedes-AMG der vierte nach 2013 (SLS AMG GT3), 2022 und 2023 (AMG GT3 Evo). Die zurückgelegte Distanz mit nur 262 Runden ist die geringste seit der Zulassung der GT3-Fahrzeuge, bedingt durch eine Unterbrechung per roter Flagge um 55 Minuten.

Auf den Plätzen folgten der High Class Racing-Porsche 911 GT3 R von Dorian Boccolacci, Anders Fjordbach und Kerong Li (Sieger der Bronze-Wertung) sowie der BMW M4 GT3 Evo vom Team WRT und den Piloten Augusto Farfus, Raffaele Marciello und Valentino Rossi. Interessant ist die Tatsache, dass die beiden bestplatzierten Teams nur von den Rängen 31 (Team GMR) und 32 (High Class Racing) ins Rennen gegangen sind - die Startposition war also nicht alles-entscheidend. Klassensieger in der Pro/Am-Wertung wurde der Mercedes-AMG GT3 Evo von RAM Motorsport/GWR Australia. 111 Racing siegte im IRC GT in der Invitational, Method Motorsport im McLaren Artura GT4 in der GT4.

12h Bathurst 2026Um den Sieg mitgekämpft haben noch andere, allen voran der Mercedes-AMG GT3 Evo vom Mercedes-AMG Team Craft Bamboo: 3:43 Stunden vor Rennende lag Ralf Aron nach einer Safety Car-Phase in Führung. Er traf als erstes auf den Tsunami RT-Porsche von Johannes Zelger, der im "The Dipper" gedreht wurde. Mangels Warnung durch gelber Flaggen und dank Funkproblemen fuhr Aron ungebremst in den die Strecke blockierenden Porsche, erlitt dabei Verletzungen am Rücken. Wie durch ein Wunder sind die nachfolgenden Fahrzeuge ohne weitere Berührungen durch die gestrandeten Fahrzeuge und die Trümmer auf der Strecke gekommen, dennoch musste die Rennleitung das Rennen für die Aufräumarbeiten unterbrechen.

12h Bathurst 2026Bei der letzten Rennfreigabe in der letzten Rennstunde lag Kelvin van der Linde im WRT-BMW dank cleverer Strategie vor Jules Gounon im 75 Express-AMG. Es war klar, dass van der Linde bis zum Rennende Sprit sparen musste, dennoch attackierte Gounon ihn in der ersten Kurve. Beide trugen Schäden an der Karosserie davon, van der Linde musste zur Schnell-Reparatur an die Box (das linke hintere Seitenteil wurde kurzerhand demontiert). Aus den Position 1 und 2 wurden für die beiden am Ende nur Rang 7 (Gounon) und 12 (van der Linde). Auch die Corvette von Johor Motorsports Racing JMR mischte zwischenzeitlich an der Spitze mit, doch ein Einschlag in den "Esses" vereitelte mehr. Christopher Mies musste den Ford Mustang GT3 von HRT Ford Racing nach 3 Runden und einem unschönen Wildlife-Kontakt früh abstellen.

Die nächste Runde der IGTC findet Mitte Mai mit den 24 Stunden vom Nürburgring statt.

Entry List der Meguiar's 12h Bathurst 2026

Die aktuelle Entry List für die Meguiars's 12 Stunden von Bathurst umfasst 35 Fahrzeuge. Die 35 Fahrzuege verteilen sich auf 12 Hersteller mit 115 Fahrern aus 22 Nationalitäten. 9 vorherige Sieger sind mit vertreten.

Start 12h Bathurst 2020Mit 15 Startern ist die GT3 Pro-Klasse mit Abstand am besten aufgestellt - gut für viel Spannung beim Kampf um den Gesamtsieg. An dieser Stelle wollen wir vor allem die deutschsprachigen Fahrer hervorheben. 6 Mercedes-AMG GT3 Evo stehen dabei an der Spitze: Die drei Mercedes-AMG Teams Tigani Motorsport (mit Fabian Schiller und Philip Ellis), Craft Bamboo Racing (Maximilian Götz und Lucas Auer) und GMR (Maro Engel), sowie 75 Express (Luca Stolz), Grove Racing und Scott Taylor Motorsport. 2 BMW M4 GT3 Evo kommen vom belgischen Team WRT (mit unter anderem Valentino Rossi). Ebenfalls 2 Porsche 911 GT3 R (992) werden erwartet von EBM (Ricardo Feller, Laurin Heinrich, Klaus Bachler) sowie Absolute Racing. Je 1 Audi R8 LMS GT3 Evo II kommt von Jamec Racing/Team MPC (Christopher Haase), 1 Chevrolet Corvette Z06 GT3.R von Johor Motorsports Racing JMR, 1 Ferrari 296 GT3 von Arise Racing GT, 1 Ford Mustang GT3 von HRT Ford Racing (deutsches Team, mit Christopher Mies), sowie 1 McLaren 720S GT3 Evo von Optimum Motorsport (Marvin Kirchhofer). Das recht große Pro-Feld glänzt dabei nicht nur mit deutschen Spitzen-Fahrern, sondern hat auch mit anderen Nationen groß aufgefahren: man schaue sich die Besatzung der Corvette an (Alexander Sims, Nicky Catsburg, Earl Bamber), des Ferraris (Jaxon Evans, Davide Rigon, Daniel Serra) oder die beiden WRT-BMWs (Jordan Pepper, Kelvin van der Linde, Charles Weerts sowie Augusto Farfus, Raffaele Marciello, Valentino Rossi). Für mehr gerne in der Entry List stöbern.

12h Bathurst 2020 AudiNeben der Pro- gibt es mit McLaren und Mercedes-AMG noch 2 weitere Starter in der Silber-Klasse, 4 in der Pro-Am mit Aston Martin, Audi, Chevrolet und Mercedes-AMG. Vervollständigt werden die GT3s von 10 Fahrzeugen in der Bronze-Wertung: 3x Porsche (darunter Herberth Motorsport mit Ralf Bohn sowie Robert und Alfred Renauer), 2x Audi, 2x Mercedes-AMG, 1x BMW (Team KRC mit Max Hesse), 1x Ferrari und 1x Lamborghini.

Hinzu kommen mit dem KTM X-Bow GT2 und dem IRC GT 2 Fahrzeuge aus der Invitational-Klasse, und mit Aston Martin Vantage GT4 und McLaren Artura GT4 2 aus der GT4-Klasse.

Die Action beginnt auf der Strecke am Donnerstag. Nach deutscher Zeit sollte das Qualifying am Samstag um 6:15 Uhr morgens stattfinden. Das 12 Stunden Rennen startet nach deutscher Zeit Samstag Abend um 19:45 Uhr. Was für Australien ein typischer Rennstart kurz vor Sonnenaufgang ist, findet in Deutschland in der Nacht bis Sonntag Morgen statt.

WRT-Doppelsieg in Dubai

24h Dubai 2026 StartDas belgische Team WRT sicherte sich am vergangenen Wochenende den Gesamtsieg (der Link führt zu den Ergebnissen) der 21. Michelin 24 Stunden von Dubai für den BMW M4 GT3 Evo mit der Crew Anthony McIntosh, Ben Tuck, Jordan Pepper, Kelvin van der Linde und Fran Rueda. Es ist der fünfte Sieg für das Team nach 2025, 2023, 2022 und 2016 (wodurch man nun mit Black Falcon gemeinsam an der Spitze ist) und der sechste Sieg für BMW (also gleiche Anzahl wie Spitzenreiter Porsche). Nach 2025 ist es der zweite Gesamtsieg für Ben Tuck, die restliche Crew trägt sich zum ersten Mal in die Dubai-Siegerlisten ein.

Position 2 ging an die Teamkollegen Stanislav Minsky, Mathieu Detry sowie die drei deutschen Thomas Kiefer, Julian Hanses und Christopher Haase. Eigentlich hätte der Am-BMW von Paradine Competition das BMW-Podium perfekt machen sollen. Doch eine halbe Stunde vor Schluss sorgte eine Reifen- und Bremsendefekt dafür, dass James Kellett den Paradine-BMW in der Box abstellen musste. Somit konnte Winward Racing im Mercedes-AMG GT3 Evo und dem Quartett Sergey Stolyarov, Daan Arrow, Maro Engel und Luca Stolz mit Rang 3 noch Schadensbegrenzung betreiben, da die BMW das Rennen über unantastbar schienen. Der zweite Winward-AMG schied nach 7 Stunden mit technischem Defekt aus. Durch den Sieg in Dubai und den zweiten Platz in Abu Dhabi konnte sich WRT mit der #669 auch den Sieg in der Middle East-Meisterschaft sichern.

24h Dubai 2026 Herberth PorscheIn der GT3 Pro/Am sicherte sich Herberth Motorsport einen Doppelsieg mit seinen beiden Porsche 911 GT3 R (992), vor dem Dragon Racing-Ferrari. Nach dem Ausfall des Paradine-BMW ging die GT3 Am an den Audi R8 LMS GT3 Evo II von Continental Racing by Simpson Motorsport, vor dem Hofor Racing-Mercedes-AMG GT3 Evo und dem Porsche 911 GT3 R (992) von Lionspeed GP. Der Haas RT-Audi hat hier eine lange Zeit vorne mitgespielt, durch einen verlorenen Reifen ging aber zu viel Zeit von dannen. GT3 Pro/Am-Meister wird Herberth Motorsport #269, die GT3 Am sichert sich Continental Racing by Simpson Motorsport #69.

Sieger in der GTX wurde der Lamborghini Huracán Super Trofeo Evo2 von Leipert Motorsport vor der neuen Ginetta G56 GT2 vom Team CMR und dem Vortex. Der Rossa LM GT schied in aussichtsreicher Position liegend nach 19:40 Stunden durch einen Unfall spektakulär aus. Das Team CMR sichert sich die Middle East-Trophy.

24h Dubai 2026 Fach Auto 992Der Sieg in der 992 für Porsche 911 GT3 Cup-Fahrzeuge vom Typ 992 ging an Tierra Outdoor Racing by Fach. Ab der achten Rennstunde hat das Team die Führung übernommen und nicht mehr abgegeben. Probleme bei der Konkurrenz, allen voran beim Red Camel-Porsche mit Motorproblemen und ein Leitplankenkontakt, ließen die Fahrt ungefährdet erscheinen. Doch der Am-Sieger der 992 von Red Ant Racing beendete das Rennen mit nur einer Runde Rückstand, P3 in der 992 von SebLajoux Racing ebenfalls in der gleichen Runde. 992-Middle East-Meister wird Seblajoux Racing mit der #888.

GT4-Sieger war ungefährdet Cerny Motorsport mit dem BMW M4 GT4. Neben den schnellsten Zeiten sorgten Probleme bei der Konkurrenz vom SRS Team Sorg Rennsport und Circuit Toys für eine "entspannte" Fahrt. SIeger in der TCX-Wertung wurde asBest Racing im Cupra TCR DSG, die TC-Klasse sicherte sich KCMG mit dem Toyota GR Supra GT4 Evo "B-Spec". Cerny Motorsport wird auch Middle East-Meister in der GT4, in der TCE sichert sich asBest Racing den Titel mit der #102.

Damit geht die Middle East-Saison der 24h Serie zu Ende. Die Euopra-Saison beginnt am 20.-22.03.2026 im italienischen Mugello.

Fotos: www.24hseries.com

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