Sieg für Scuderia Praha, Titel für PROsport und Bonk

Sieger Scuderia PrahaBei den diesjährigen 12 Stunden von Spa-Francorchamps (der Link führt zum Rennbericht auf unseren Seiten) kann sich die tschechische Mannschaft Bohemia Energy racing with Scuderia Praha den dritten Saisonsieg für das Trio Jiri Pisarik/Josef Kral/Matteo Malucelli einfahren. Bei im Gegensatz zum Vorjahr besten äußeren Bedingungen hat sich die Mannschaft zu Rennbeginn bei diversen Code60-Phasen unauffällig halten und früh um die Spitze kämpfen können. Die diversen Gelbphasen haben auch dafür gesorgt, dass die besten Amateur-Teams mit nur einer Runde Rückstand auf den Position 2 und 3 ins Ziel liefen: SPS automotive performance siegt in der A6 Am mit einem Vorsprung von 18,5 Sekunden vor Car Collection Motorsport.

Den Meistertitel in der European Championship sicherten Meister GTsich unterdessen Joe Foster/Charles Putman/Charles Espenlaub. Die ersten Stunden haben sich die drei Piloten geteilt, Adam Christodoulou hat aufgrund der begrenzten Fahrzeit der Profi-Piloten erst in den letzten Stunden ins Lenkrad greifen und die nötige Zeit gutmachen können. Mit 106 Punkten beträgt der Vorsprung auf die Car Collection-Besatzung Grimm/Vogler/Kirchhoff am Ende der europäischen Saison nur 3 Punkte, einen weiteren Zähler zurück liegen die Sieger Pisarik/Kral/Malucelli.

 Der Sieg in der TCE-Wertung geht zum ersten Mal in dieser Saison nicht an ein TCR-Fahrzeug, sondern an das CWS Engineering-Duo Colin White/James May im Ginetta G55 aus der SP3. Eine riskante Strategie am Rennende mit maximal ausgenutzter Fahrzeit und leerem Tank sorgen für einen Vorsprung von 20,2 Sekunden auf Gijs Bessem/Harry Hilders im NKPP Racing by Bas Koeten Racing-Cupra TCR.

Meister TCEDie Meister in der europäischen TCE-Serie sind die Hofor Racing powered by Bonk Motorsport-Piloten Gustav Engljähriger/Michael Fischer/Michael Schrey/Martin Kroll. Sechs Siege in sechs Rennen sprechen eine klare Sprache. Bernd Küpper, der bis auf Silverstone alle Rennen mit diesem Team unterwegs war, fehlen 10 Punkte für die Meisterschaft. Die besten TCR-Piloten sind auf Rang 3 Antti Buri und Ivo Breukers mit je 12 Punkten Rückstand.

Mit dem Rennen in Spa-Francorchamps ist die Europa-Reise der Serie für 2018 Geschichte, vom 16.-18.11.2018 gastieren die GT- und TCE-Serie in Austin/Texas. Dort wird dann auch der "Champion of the Continents" gekürt - jener Teil der Serie, der die Rennen in Dubai, Portugal und Austin umfasst.

GT4 Sprint Cup Hockenheim: SRT-Mercedes siegt am Sonntag

gt4sce startlauf2Nach Platz 2 am Vortag gelang Gilles Magnus im SRT Mercedes AMG GT4 im Sonntagsrennen des GT4-Sprint-Cup am Hockenheimring der Tagessieg. Der junge Belgier konnte in der vierten Runde bei der Anfahrt auf die Parabolika auf der Außenbahn am bis dahin führenden Pole-Mann Nico Menzel (Team Macrix Software by RN Vision STS BMW M4 GT4) vorbeigehen und kontrollierte von da an das Rennen über die gesamte Distanz von 22 Runden. Nach 40 Minuten Renndauer hatte der AMG-Pilot einen Vorsprung von immerhin 5 Sekunden über Menzel – seines Zeichens immerhin mehrfacher Rennsieger in der GT4 European Series – herausgearbeitet, profitierte dabei aber auch ein Stück weit von den abbauenden Hinterreifen des BMW. 

Auf gt4sce siegerlauf2dem letzten Podiumsplatz kam nur eine gute Sekunde hinter Menzel der im Samstagsrennen noch nach einer frühen Kollision weit abgeschlagene Tim Heinemann im HTP Mercedes AMG GT4 ins Ziel. 

Als letztes dezidiertes GT4-Event des Jahres steht in knapp sechs Wochen mit dem GT4 Weltfinale im Rahmen des GT-Festivals in Bahrain noch ein weiteres Event ohne Meisterschaftsstatus auf dem Programm. Nach dem zumindest quantitativ eher ernüchternden Nennergebnis für Hockenheim, bleibt zu hoffen, dass dann ein zahlenmäßig stärkeres Starterfeld zusammen kommt.

Dunlop 60-Sieg und Titel für Kevin Arnold

Das Arnold Winkelhock Hockenheim3 23Saisonfinale des DUNLOP 60 vor über einer Woche auf dem Hockenheimring brachte einen neuen Meister hervor: Kevin Arnold siegte zusammen mit Markus Winkelhock im HCB Rutronik Racing- Audi R8 LMS GT3 und holte sich damit den Meistertitel vor Christoph Dupré im Porsche. Die Entscheidung zur Meisterschaft fiel erst im letzten Rennen. Dupré hatte 209 Punkte und Arnold 206 Zähler. Mit Bereinigung des Streichresultates lag der 19-jährige Arnold allerdings mit 9 Punkten vorne. Somit war die Ausgangslage klar. Ein Sieg oder auch Platz zwei in der GT3-Klasse reichte zum Triumph.

Und mit dem Sieg von Kevin Arnold nach 33 Runden, der sich Schützenhilfe von Audi-Profi Winkelhock holte, war die Meisterschaft in trockenen Tüchern. Gleich zu Beginn des Einstunden-Rennens ging es aber turbulent zu: Christian Abt, prominenter Startfahrer im knallgelben Audi von Andy Prinz, legte eine Pirouette in der ersten Kurve hin. Seine anschliessende Aufholjagd wurde nicht belohnt – Arnold Winkelhock Hockenheim3 02das Verpassen des Zeitfensters zum Fahrerwechsel führte zur Disqualifizierung der Startnummer vier. Den zweiten Quersteher der ersten Runde verzeichnete Carrie Schreiner, die von Rang drei aus gestartet war. Kollisionspartner Benni Hey, ausnahmsweise im Mercedes AMG GT3 von Schütz Motorsport unterwegs, musste seinen Wagen in Folge wegen Unfahrbarkeit in der Box abstellen. Pech auch für Marvin Dienst, der nicht zum Einsatz kam. Schreiner hingegen konnte das Rennen nicht nur zu Ende fahren, sondern nahm im Anschluss zusammen mit Fabian Plentz den Pokal der Gesamt-Zweitplatzierten entgegen.

7 Minuten Schreiner Plentz Hockenheim3 02nach Rennbeginn ein weiterer Schreckmoment für das Team von Paul Motor-Service, denn der Lamborghini Huracán Supertropheo stand ebenfalls quer im Ausgang der Spitzkehre und rührte sich nicht mehr vom Fleck. Die zwingend notwendige Saftey-Car-Phase zur Bergung des Fahrzeugs enthüllte den Grund: Der Renner stand nur noch auf drei Beinen; das linke Hinterrad wurde separat von der Strecke geräumt. Fabian Vettel, GT3-Rookie im Mercedes AMG GT3 von HTP-Motorsport und jüngerer Bruder des vierfachen Formel-1-Weltmeisters, erbte nach Schreiners Dreher den dritten Rang. Als wollte er es seinem Teamkollegen Russel Ward, der den Wagen zum Fahrerwechsel übernahm und die Position ins Ziel rettete, nachmachen: Ward erklomm ebenfalls bei seinem ersten Einsatz in einem GT3-Boliden vor fünf Wochen in Zolder das Siegerpodest.

Auf Gesamtrang 4 Vettel Ward HH3 01sahen die Bensheimer Brüder Dennis und Marc Busch im Audi R8 LMS GT3 das schwarzweiß-karierte Tuch. Auf Platz fünf lag Simon Reicher, in einem baugleichen Fahrzeug unterwegs. Ein sehenswertes Ergebnis für den jungen Österreicher, der als Gaststarter im DUNLOP 60 mitfuhr. Die Plätze sechs und sieben gehören weiteren Mercedes-AMG GT3: Fahrzeugeigner und Startfahrer Josef Klüber musste dabei bange letzte zwölf Rennminuten überstehen, in denen er am Monitor dabei zusah, wie sein Flügeltürer unter der Führung von Kenneth Heyer eine größer werdende bläuliche Rauchfahne hinter sich herzog. Nach Zieleinlauf – Heyer bewies Nervenstärke – öffnete Teamchef Andreas Herbst die Haube und machte sofort einen Satz zurück: die plötzlich einströmende Luft entfachte das Feuer im Motorraum. Doch es sah schlimmer aus, als es qualmte und das Team gab später Entwarnung.

Die Gesamtplätze sieben bis zehn gingen an Mario Hirsch/Ernst Kirchmayr (Mercedes-AMG GT3, Race-Art-Motorsport), Alois Rieder (Porsche 997 GT3 R), Christof Langer (Porsche 991.2 GT3 Cup) und Rainer Noller/Thomas Langer (Porsche 991 GT3 Cup).

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