Mühlner plant Präsenz in mehreren NLS-Klassen

Bernhard Mühlner, Chef der in Spa-Francorchamps stationierten Mühlner Motorsport-Mannschaft hat in einer umfangreichen Ankündigung das ins Auge gefasste Motorsportprogramm für die kommenden Jahre vorgestellt. Dieses umfasst natürlich auch wieder ein Hauptprogramm in der Nürburgring Langstrecken Serie , sowie beim 24 Stunden Rennen am Nürburgring wo man 2020 in mindestens 3 Klassen antreten möchte.

Neben der Teilnahme in den Cup Klassen 2 und 3 (Carrera Cup und Cayman Trophy) will das Team auch einen Porsche 911 GT3 (991 Gen2) in der SP7 an den Start bringen. In dieser Klasse erzielte das Mühlner-Pilotenquartett Mark J. Thomas, Sebastian von Gartzen, Moritz Krantz & Marcel Hoppe beim 47. ADAC 24-Stunden-Rennen 2019 einen souveränen Klassensieg bernhard muehlner(mit 2 Runden Vorsprung auf den Porsche von Bill Cameron & Co) sowie einen 15. Gesamtplatz.

Wie Bernhard Mühlner erläutert wird daneben über den Einsatz von weiteren Fahrzeugen in weiteren Klassen bereits mit interessierten Fahrern intensiv verhandelt. „Als Motorsport Team gehen wir auf die Nachfragen unserer Kunden ein und prüfen, ob ein Projekt in erster Linie sportlich aber natürlich auch wirtschaftlich Sinn macht. Wenn das so ist, erweitern wir gerne unser Programm. Interessierte Fahrer können uns daher jederzeit ansprechen und ihre Ideen mit uns diskutieren“.

Neben den Aktivitäten auf der Nürburgring Nordschleife, die 2020 auch Einsätze in der Rundstrecken Challenge Nürburgring umfassen werden, nimmt Mühlner Motorsport auch am Porsche Sports Cup PSC teil und baut darüber hinaus auch den Clubsport Bereich mit der Präsenz bei Track Days, wo auch Driver Coaching angeboten wird, weiter aus. Die Clubsport Abteilung “M-Service“ betreut dabei auch Kundenfahrzeuge.

Panis Racing Lexus wechselt in den Silber-Cup

Panis Racing tech1lexuswill neben dem Programm in der Europäischen Le Mans Serie 2020 auch das GT3-Engagement in der GT World Challenge Endurance weiter fortsetzen. Den Lexus RC-F GT3 der französischen Equipe wird in der kommenden Saison das französische Trio Aurelien Panis, Thomas Neubauer und Timothe Buret pilotieren. Die im Silber-Cup startende Mannschaft folgt dem letztjährigen Engagement in der AM-Klasse, bei dem Fabian Barthez, Bernard Delhez und Eric Debard den Wagen unter dem gemeinsamen Label von Tech1-Panis-Barthez Competition pilotierten. Die beiden französischen Mannschaften hatten Anfang des Jahres unter dem neuen Namen Panis Racing fusioniert.

Laurents Hörr vor Project 1 Engagement

Daslaurentshoerr project1 Laurents Hörr ein talentierter und schneller deutscher Sportwagenpilot ist, wusste man spätestens nach seinem letztjährigen Titel im Michelin Le Mans Cup. Dieser scheint nun der Durchbruch für den 22 jährigen Gerlinger Piloten gewesen sein: Seit dieser Woche ist klar das Hörr nicht nur in der Europäischen Le Mans Serie ein Programm mit seinem Michelin Le Mans Cup-Meisterteam DKR Engineering im LMP3 absolvieren wird. Das FIA Langstrecken Weltmeisterschafts-Team von Project 1 hat sich das deutsche Nachwuchstalent nun auch noch als neuen Stammpiloten im GTE-AM Porsche #56 als Ersatz für den kurzfristig ausgestiegenen David Heinemeier-Hansson für die Langstrecken-WM gesichert.

Heinemeier Hansson war aus dem Lineup - bestehend aus ihm, Matteo Cairoli und dem amtierenden Am-Champion Egidio Perfetti - ausgestiegen weil er als Silber-eingestufter Privatier keine faire Chance für Top-Ergebnisse in der Meisterschaft mehr sah. „Das du in einer Meisterschaft 1-2 „Sneaky-silver“ Profis in den Autos hast ist ja mittlerweile normal, aber wenn nur noch Voll-Profis als Silberpiloten eingesetzt werden dann hast du in einer Crew wie unserer mit 2 Privatfahrer einfach keine faire Chance mehr“.

Nach seinem Ausstieg wurde Project 1 Teamchef Alex Funke auf Hörr aufmerksam der erst vor 2 Wochen als erster Pilot des Europäischen Le Mans Serie-Comebacks von DKR Engineering bestätigt worden war. "Wir möchten Laurents die Chance geben, sein Talent im Wettstreit mit den Besten unter Beweis zu stellen. Seine Erfolge, die er im GT- als auch im Prototypensport gefeiert hat, stimmen uns positiv, dass wir ihn gut weiterentwickeln können. Natürlich sehen wir das Rennen in Austin als ersten Testlauf für beide Seiten".

Laurent Hörrs Begeisterung ist kaum noch zu bändigen „Ich freue mich natürlich riesig. Für mich ist der Einstieg in die Weltmeisterschaft ein wichtiger und richtiger Schritt. Natürlich bin ich mir der Verantwortung bewusst, immerhin ist Project 1 Titelverteidiger. Ich werde mich auf meine Lernkurve konzentrieren. Ich weiß, dass ich kurzfristig viel lernen muss, fühle mich der Aufgabe aber vollumfänglich gewachsen".

Hörr kennt zumindest den GT3-Porsche von seinen Einsätzen für Schütz Motorsport. Der über den Kart- und Formelsport in die GT- und Prototypenszene aufgestiegene Pilot dürfte auf der für ihn neuen Strecke in Austin daher nicht ganz bei Null anfangen.

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