VLN-Auftakt wieder mit über 170 Teams

171 Teilnehmer stehen auf der Nennliste des ersten VLN Langstreckenmeisterschafts-Laufs 2019 – der 65. ADAC Westfalenfahrt – die am kommenden Samstag am Nürburgring über die Bühne gehen soll. Im Vorfeld des 24 Stunden Rennens am Nürburgring werden dabei auch eine Reihe von Werksmannschaften das Rennen als Vorbereitungslauf zum Ringklassiker nutzen, daher sind in der gesamtsiegfähigen SP9-Klasse 25 Wagen gemeldet. Das sind exakt so viele wie im Vorjahr und auch bei der Gesamtzahl der Teams gibt es auf der Nennliste lediglich 2 Wagen weniger wie im Vorjahr zu vermelden (im Rennwochenende starteten dann 180) – von einem Teilnehmerschwund ist somit (vorerst) nichts zu bemerken.

In der Top-Klasse starten 6 BMW M6-GT3, der Teams ROWE Racing, Walkenhorst Motorsport und Falken Motorsports, 5 Porsche 991 GT3 R von Frikadelli Racing, Manthey Racing und dem GT-Masters Team Iron Force by Ring Police, 5 Mercedes AMG GT3 von GetSpeed Performance , HTP-Motorsport und Black Falcon, 4 Audi R8 LMS GT3 von Phoenix Racing, Car-Collection und Land Motorsport, 2 Nissan GT-R Nismo GT3 der asiatischen kondo nissan2Mannschaften KCMG und Kondo Racing, ein Lamborghini Huracán GT3 der Konrad Motorsport-Mannschaft, der mit den Piloten Marco Mapelli, Franck Perera und Michele Di Martino startet, sowie eine Chrysler Viper GT3 R, die unter der Nennung der BKK Mobil Mannschaft antritt und die von einem bekannten Niederzissener Team eingesetzt wird. Auf dieser ist bislang ex-Nissan-Werksfahrer Florian Strauss als einziger Pilot benannt worden. Damit sind 7 Hersteller - einer mehr wie im Vorjahr - in der Klasse vertreten.

Das Gros der GT3-Teams muss dabei in diesem Jahr mit einer deutlich um im Schnitt 25 PS reduzierten Leistung klarkommen. Angesichts der durch die Neuasphaltierungen im letzten Jahr schon deutlich gesunkenen Rundenzeiten sowie weiterer Neuasphaltierungen im Winter hatte der Deutsche Motorsport Bund (DMSB) bei der VLN Langstreckenmeisterschaft eine technische Leistungsreduzierung angemahnt um weitere Exzesse bei den Höchstgeschwindigkeiten zu vermeiden. Dabei stiess Veranstaltern und Teams weniger die Massnahme an sich als ihre kurzfristige Umsetzung etwas sauer auf. Zudem es sich andeutet das zur Ausbalancierung des Feldes auch andere Klassen, wie die Posche-Cup-Klassen, die SPX/SP-Pro und die SP8 eventuell noch leistungsmässig zum 24h Rennen hin beschnitten werden müssen.

4 der Mannschaften – die Viper, der Phoenix-Audi von Jans/Schramm und 2 der 3 Walkenhorst M6 – starten übrigens in der Pro-Am-Klasse. Der Rest der GT3 sind Pro-Autos. Aus dem Vorjahres GT3-Feld stechen die Wochenspiegel Team Monschau-Ferrari-Mannschaft, sowie die mcchip-dkr-Mannschaft als augenfälligst fehlende Teams hervor.

Dennoch muss man auf den aktuellen GT3-Ferrari nicht verzichten. 2 Wagen – ein Scuderia Cameron Glickenhaus SCG003 mit den Piloten Mutsch/Laser/Mailleux und der schweizer Octane 126 Ferrari F488 mit dem Trio Grossmann/Hirschi/Trummer starten zusätzlich in der SP-X-Klasse, die nach den Änderungen im vergangenen Jahr allerdings nicht mehr gesamtsiegfähig ist.

In der SP-Pro kommt der von Gazoo Lexus Racing genannte Lexus LC hinzu. 5 Autos in der SP7 und 3 in der CUP2-Klasse der Porsche Cup-Fahrzeuge polstern das GT-Feld weiter auf. In der CUP2 sind lediglich die Mannschaften von Bonk Motorsport mit Bil Camerons britischen Wagen, 9und11 racing sowie ein Mühlner-Porsche übrig geblieben.

6 Autos sind in der SP8 angekündigt, in der 2 Audi R8, ein Porsche MR, ein Lexus, der in der letzten Saison dominante racing one Ferrari und ein Aston Martin um den Klassensieg fahren. Hinzu kommen 2 ungeboppte Mercedes AMG GT4 und ein BMW M2 Competition von Schubert Motorsport in der SP8T-Klasse.

In der SP10 kehrt Ginetta nach einer 4-jährigen Pause an die Nordschleife zurück. 2014 starteten zuletzt Fahrzeuge des britischen Kleinserienherstellers in der Nordschleifenserie. Nun bringt die Cayman-Mannschaft von Kkrämer Racing eine Ginetta G55 GT4 an den Start. 5 BMW M4-GT4 der Teams Team Securtal Sorg Rennsport, Ring-Racing, Adrenalin Motorsport und Walkenhorst sowie ein AMG GT3 des Black Falcon Team Identica stehen als Konkurrenten parat.

In den seriennahen Produktionswagenklassen starten 7 V6 Porsche, 9 V5-Cayman und ein V5-BMW sowie 21 V4-BMW. 8 weitere Autos stehen in kleinern V-Klassen am Start. Neben den 3 CUP2-Porsche starten in den CUP-Klasssen 16 CUP5-BMW, 3 CUPX-KTM, sowie 13 CUP3-Cayman, von denen 7 schon das neue Porsche-Modell 718 repräsentieren. 7 TCR-Autos starten zudem in der geboppten TCR-Klasse. 3 AT-Autos und 11 Gruppe H-Fahrzeuge, allerdings ohne einen einzigen Gruppe H-Porsche, runden das Feld ab.

Die Trackaction beginnt wie gehabt am Samstag um 8.30 Uhr mit dem Qualifying auf das um 12 Uhr der 4-stündige Saisonauftakt folgt. Live-Stream und -Timing sind auf der VLN-Website zu erreichen.

Starke BMW-Piloten Präsenz beim VLN-Auftakt

Wenn die VLN Langstreckenmeisterschaft am kommenden Wochenende in die Saison 2019 startet, sind auf der Nürburgring-Nordschleife neben dem frisch berufenen neuen BMW Motorsport Junior Erik Johansson (SWE), der in einem BMW M4-GT4 des Teams Securtal Sorg Rennsport antreten wird, auch einige BMW Werksfahrer im Einsatz.

Im ersten VLN-Rennen des Jahres treten unter anderem Tom Blomqvist, Connor De Phillippi, Mikkel Jensen, Marco Wittmann, Nick Catsburg und John Edwards an. Sie werden sich die beiden BMW M6-GT3 von ROWE Racing teilen. Ebenfalls im VLN-Einsatz ist Jens Klingmann, der im Cockpit des BMW M6 von FALKEN Motorsports auf die Nordschleife gehen wird.

Zweiter Cadillac-Dreifachsieg bei den 12h von Sebring

Das 67. te 12 Stunden Rennen von Sebring (der Link führt zum ausführlichen Rennbericht auf unseren Seiten) ist zum 2. Mal in seiner Geschichte von einem Cadillac-DPi-Team gewonnen worden. 2 Jahre nach dem Triumph des Wayne Taylor Racing Trios Alex Lynn, Jordan und Ricky Taylor waren dieses Mal die Action Express/Whelen Engineering Piloten Luis felipe Derani, Felipe Nasr und Eric Curran erfolgreich. Das brasilianisch-amerikanische Trio setzte sich in einem spannenden Zielsprint gegen das Wayne Taylor Racing Cadillac-Trio Renger Van Der Zande, Jordan Taylor und Matthieu Vaxiviere durch die mit nur 1,03s Abstand hinter dem weiss-roten Cadillac Dpi-V.R die Ziellinie kreuzten. Dies markierte das knappste Finish in der 67-jährigen Geschichte des Langstreckenklasssikers. Luis Felipe Derani heimste zudem mit dem erneuten Triumph seinen dritten Sebring-Sieg nach 2018 und 2016 ein.

Wie schon 2017 gab es zudem einen Cadillac-Dreifachsieg zu feiern: den dritten Platz belegte das zweite Action Express-Auto mit dem Mustang Sampling Cadillac von Joao Barbosa, Filipe Albuquerque und Brendon Hartley, womit der neuseeländische Porsche-Werksfahrer Hartley somit als einziger Pilot bei beiden der grossen Rennen in Sebring an diesem Wochenende – dem 1000Meilen-FIA Langstrecken Weltmeisterschafts-Lauf und dem 12h- IMSA-Klassiker auf das Gesamtpodium klettern konnte. Erstmals seit mehreren Jahren fand der Start wieder unter sehr regnerischen Bedingungen statt. Dennoch blieb das Feld sehr diszipliniert, so das am Ende nur 4 Gelbphasen die Rennaction unterbrachen. Allerdings sorgte der Regen für eine schnelle Entscheidung zugunsten der Cadillac-Fraktion, als die von den vorderen Startpositionen gestarteten Acura bei den sehr nassen Bedingungen ihre Reifen nicht auf Temperatur brachten und so schon in der ersten Stunde um eine Runde zurück fielen.

Die im Qualifying ebenfalls starken Joest-Mazdas fielen wieder einmal wegen technischer Gründe zurück. Der in aussichtsreicher 3.Position fahrende #77 Mazda von Timo Bernhard & Co musste nach einem Kabelbrand in der 3.Rennstunde eine 3 ½ stündige Reparaturpause einlegen. Die #55 verlor 2 Runden nachdem ein Verbremser von Jonathan Bormarito zu einem kurzfristigen Parkaufenthalt in den Reifenstapeln führte. Beste Nicht-Cadillacs wurden am Ende auf den Plätzen 4 und 5 der #7 Acura von Ricky Taylor, Helio Castroneves und Alexander Rossi die sich nach der schwachen Vorstellung im Nassen genauso in die Führungsrunde zurück kämpften wie der Nissan DPi der Core Autosport -Mannschaft, auf dem Colin Braun auf trockener Strecke sich beim Zurückrunden harte aber faire Zweikämfe mit den führenden Cadillacs lieferte.

Auf P6 kam der sechstplazierte Mazda #55 mit 2 Runden Rückstand vor den beiden JDC-Cadillacs ins Ziel. Wiederholte technische Probleme behinderten die fahrt des Juncos Racing Cadillacs von Rene Binder & Co, die nach einem halben Dutzend verlängerter Boxenstopps nicht über einen 33.ten Gesamtrang heraus kamen.

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