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Erster DTM-Sieg für Götz

DTM4aBeim 2. Rennen der DTM am Eurospeedway Lausitzring feierte Maximilian Götz am Sonntag seinen ersten DTM-Sieg. Für das junge Haupt Racing Team von Teamchef Hubert Haupt war es der erste Triumph in der Traditionsserie. Götz, der schon 2015/16 in der DTM startete, setzte sich in einem spannenden Rennen gegen den neuseeländischen Red Bull-Junior Liam Lawson im AF Corse Ferrari F488 GT3 und den Südafrikaner Kelvin van der Linde im Audi R8 LMS GT3 von ABT Sportline durch.

DTM4d„Für mich ist heute ein Kindheitstraum in Erfüllung gegangen. Dieser DTM-Sieg bedeutet mir sehr viel“, sagte Maximilian Götz. „Ich danke Hubert Haupt, dass ich diese zweite Chance in der DTM bekommen habe. Hubert Haupt lebt für die DTM, umso mehr bin ich stolz, seinem Team diesen Premieren-Sieg beschert zu haben.“ Für den 35.jährigen Ochsenfurter ADAC GT-Masters-Champion von 2012 und Blancpain Sprint-Meister von 2014, der 2003 erstmals als Champion der ADAC Formel BMW auf sich aufmerksam machte, war es der erste Sieg in seinem insgesamt 40.ten DTM-Rennen.

DTM4bDie Entscheidung zugunsten von Götz fiel durch Probleme des führenden Kelvin van der Linde und einen Fehler des zweitplatzierten Liam Lawson. Als Lawson nach acht Runden zum Pflichtreifenwechsel an die Box kam, würgte er beim Losfahren den Motor ab und verlor dadurch entscheidend Zeit. In Runde 27 folgte das Drama um Kelvin van der Linde. Plötzlich wurde der ABT-Audi langsamer. „Das Auto ging aus, ich musste einen kompletten Reset durchführen. Zum Glück habe ich nur zwei Plätze verloren“, berichtete van der Linde.

Es war ein packendes Rennen mit vielen Positionskämpfen. Philip Ellis, der Sieger vom Samstag, verteidigte zunächst von Startplatz 1 aus die Führung, doch noch vor Ende der ersten Runde presste Lawson seinen Ferrari mit einem sehenswerten Manöver am Mercedes AMG GT3 von Ellis vorbei. Auch Kelvin van der Linde kam Ellis immer näher und zog in Runde 3 vorbei. DTM4cMike Rockenfeller im ABT-Audi und Vizemeister Nico Müller im Rosberg-Audi führten das Feld lange an, bis sie spät in die Boxengasse abbogen, um neue Reifen montieren zu lassen. Götz war nun auch real der Führende vor Lawson und Kelvin van der Linde.

Reichlich Abwechslung gab es in der Lausitz das gesamte Wochenende über auf dem Podium sowie im gesamten Feld. An beiden Tagen standen insgesamt fünf verschiedene Fahrer auf dem Siegerpodest. Am Samstag erzielte Philip Ellis als dritter Schweizer einen DTM-Sieg und verwies dabei Lawson und Ex-Meister Mike Rockenfeller auf die Plätze. Monza-Sieger Lawson, mit 19 Jahren der jüngste Fahrer im Feld, war der einzige, der an beiden Tagen auf dem Podium stand – und das zum dritten Mal im vierten Rennen.

Vor dem dritten Rennwochenende der DTM vom 06. bis 08. August im belgischen Zolder führt unverändert Kelvin van der Linde mit 69 Punkten die DTM-Fahrerwertung vor Liam Lawson (65) an. Dahinter folgen Philip Ellis mit 48 und Maximilian Götz mit 46 Punkten.

Toyota-Debütsieg in der DTM Trophy

dtmtrophy3aMit einem Start-Ziel-Sieg am vergangenen Samstag hat Nico Verdonck den ersten Sieg für sein Team Ring-Racing in der DTM Trophy am Eurospeedway Lausitzring geholt. Der Belgier feierte im dritten Saisonrennen am Samstag nicht nur seinen ersten Sieg in der Rennserie für seriennahe GT-Sportwagen, sondern erzielte auch den ersten Toyota Supra GT4 Sieg in der Serie. Im Ziel trennten Verdonck weniger als eine halbe Sekunde vom britischen FK Performance Motorsport BMW M4-GT4-Pilot Ben Green. Greens Landsmann William Tregurtha , der im Mercedes AMG GT4 der CV Performance Group startete komplettierte als Dritter das Podium.

William Tregurtha, der als Tabellenführer zum Lausitzring angereist war , nahm das Samstagrennen von der Pole-Position aus in Angriff. Der Österreicher Florian Janits ( True Racing by Reiter Engineering ineering) im KTM X-Bow GT4 und Nico Verdonck folgten auf den Startplätzen zwei und drei. Während Tregurtha einen schlechten Start erwischte und schon in Turn 1 auf P3 zurückfiel, übernahm Verdonck sofort die Führung vor Janits. Die zweite Position holte sich Tregurtha bereits in der zweiten Kurve zurück. Unterdessen kollidierten im Hinterfeld einige Fahrzeuge, in Folge dessen Christopher Rink und Laura Kraihamer das Rennen aufgeben mussten und Moritz Löhner ans Ende des Feldes zurückfiel.

Spitzenreiter Verdonck und Verfolger Tregurtha jagten im Abstand von nur drei Zehntelsekunden um den Kurs, während sich das Duo vom Rest des Feldes mehr und mehr löste. In den folgenden Runden konnte KTM-Neueinsteiger Janits mehr und mehr zum Duo aufschließen. Schließlich musste in der siebten Runde das Safety-Car das Feld einbremsen, nachdem der US-Amerikaner Chandler Hull und Lucas Mauron eingangs der Start-Ziel-Geraden kollidierten.

Zur elften Runde wurde das Rennen wieder freigegeben, und der Restart sorgte für massive Verschiebungen im Feld. GT-Routinier Verdonck machte an der Spitze alles richtig und behielt die Führung, Ben Green und Teamkollege Zimmer nahmen vor Tregurtha die Plätze zwei und drei ein. In der 15. Runde übernahm Tregurtha die dritte Position vom Schweizer Zimmer.

Ellis mit erstem DTM-Sieg

DTM3bDer Schweizer Phillip Ellis feierte auf dem DEKRA Lausitzring seinen ersten Sieg in der DTM. In einem heißen Kampf setzte sich der 28-Jährige aus dem Mercedes-AMG Team WINWARD gegen Auftaktsieger Liam Lawson im AF Corse Red Bull-Ferrari durch. Als bestem Audi-Pilot gelang Ex-Champion Mike Rockenfeller im Audi von ABT Sportsline als Dritter der Sprung aufs Podium. Rocky´s Teamkollege Kelvin van der Linde kreuzte als Vierter die Ziellinie und verteidigte damit vor dem Sonntagsrennen seine Tabellenführung vor Lawson.

Philip Ellis, der seine erste DTM-Saison bestreitet, ist der dritte Schweizer nach Marcel Fässler und Nico Müller, der sich als Sieger in die DTM-Statistik eintragen konnte. Zudem bescherte er seinem deutsch-texanischen Team WINWARD den ersten DTM-Sieg und DTM-Rückkehrer Mercedes-AMG den ersten Saisonsieg.

DTM3aÜberaus turbulent entwickelte sich das dritte Saisonrennen gleich nach dem Start in der spektakulären Zweier-Formation nach Indy-Vorbild. Action gab es vor allem am Ende des Feldes, als mehrere Rennwagen noch in der Startrunde kurz von der Strecke abkamen. In Turn 1 verunglückte Esmee Hawkey. Die britische Lamborghini-Fahrerin des Dresdner Teams T3 Motorsport kreiselte in die Betonmauer. Das Safety-Car rückte für sechs Runden aus, bis der Lamborghini Huracán GT3 evo geborgen war.

Nach der Safety-Car-Phase absolvierten die ersten Fahrer bereits früh den Pflichtreifenwechsel. Nur einer wartete mit dem Reifenwechsel bis zum Schluss und fuhr rundenlang an der Spitze des Feldes: Vize-Meister Nico Müller im Rosberg-Audi. Erst in der vorletzten Runde steuerte der Schweizer die Boxengasse an und ließ neue Reifen montieren, um letztlich als 13. außerhalb der Punkteränge ins Ziel zu kommen. Erst als Müller in die Boxengasse abbog, war der Weg frei für Ellis, noch ein paar Führungskilometer zu sammeln.

Schnabl Engineering vor spontaner Spa-Premiere

schnablporscherenderDie Schnabl Engineering Mannschaft wird einen der ursprünglich vom Frikadelli Racing Team für das 24 Stunden Rennen von Spa-Francorchamps geplanten Porsche beim Ardennen-Klassiker einsetzen. Das haben Porsche und die Butzbacher Mannschaft heute bekannt gegeben. Piloten des Einsatzes werden Dennis Olsen, Frederic Makowiecki und Michael Christensen werden die in der Pro-Kategorie um den Gesamtsieg fahren werden. Der wagen wird in schwarz-grünem Design antreten und dabei eine Erinnerungsschrift in Gedenken an die Opfer der Flutkatasdrophe der vergangenen Woche tragen.

Just wegen dieser Flutkatasdrophe hatte das Frikadelli Racing Team den Einsatz am vergangenen Dienstag abgesagt, da zu viele direkte Teammitglieder und ihre Angehörigen und Freunde direkt oder indirekt davon betroffen waren. Sven Schnabl´s Einsatzteam des Falken Motorsport Projekts, das auch im Porsche Mobil1 Supercup in der technischen Leitung involviert ist, hatte gemeinsam mit Porsche am Mittwoch erste Gespräche über eine Übernahme zumindest eines der Porsches geführt. Dieses Projekt ist nun angelaufen und wird somit den ersten Auftritt der hessischen Mannschaft beim Ardennen-Klassiker markieren.

Mit gerade mal einer Woche Vorbereitungszeit arbeitet derzeit ein gemeinsames Team aus den Mechanikern von Schnabl und Freelancern des Frikadelli Racing Teams in der Werkstatt der Barweiler Mannschaft an der Vorbereitung des Wagens der im wesentlichen der von Frikadelli geplanten #3 entspricht. Ob auch für den ursprünglich geplanten #13 Porsche noch ein alternatives Einsatzteam gefunden werden kann ist derzeit offen.

AsLMS 2022 erneut in den Emiraten

aslmslauf3startDie Asiatische Le Mans Serie wird auch ihre kommende Saison lediglich in den Vereinigten Arabischen Emiraten auf den beiden Rennstrecken von Dubai und Abu Dhabi absolvieren. Das haben der ACO und die Serienorganisation heute offiziell bekannt gegeben. Die diesjährige Saison hatte man angesichts der in Asien deutlich schärferen Einreisebeschränkungen aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie erstmals als kompakte Saison an 2 aufeinander folgenden Wochenenden auf den beiden nahe beieinander liegenden Rennstrecken ausgetragen, was im Endeffekt zu einem Rekordfeld von 36 Teilnbehmern geführt hatte, von denen allerdings das Gros sich aus europäischen Mannschaften rekrutierte.

startlauf1Auch 2022 will man an 2 aufeinander folgenden Wochenenden insgesamt 4 Rennen auf den beiden Kursen absolvieren. Dabei sollen die Rennen jeweils als Tag- und Nachtrennen auf den beiden Kursen stattfinden um etwas Abwechslung bei den Rennen zu finden.

Anders als in der letzten Saison finden die Rennen nicht Freitags und Sonntags sondern an aufeinander folgenden Tagen statt. Der geplante Kalenderentwurf lautet wie folgt:
Lauf 1 – Fr 11.2 2022, Dubai Autodrome
Lauf 2 – Sa 12.2 2022, Dubai Autodrome
Lauf 3 – Sa 19.2 2022, Yas Marina Circuit
Lauf 4 – So 20.2 2022, Yas Marina Circuit

Für 2023 hofft man wieder in den zentralasiatischen Raum zurückkehren zu können. Dort hatte die Asiatischen Le Mans Serie seit ihrer ersten Saison 2013 bislang schon Rennen in China, Japan, Süd Korea, Malaysia, Thailand und Australien absolviert.

Die Asiatische Le Mans Serie hatte unter anderem wegen ihrer zu vergebenden Le Mans-Wildcards und des kompakten Kalenders 2021 ein Rekordfeld angezogen. In der stark besetzten GT3-Klasse, in der 4 Le Mans Startplätze zu vergeben waren, errangen dieses Jahr unter anderem die beiden deutschen Mannschaften Herberth Motorsport und Rinaldi Racing ihre ersten Le Mans Teilnahmen.

Herberth nun doch mit Porsche in Le Mans

winnerherberth99lauf1Herberth Motorsport hat heute die Grundzüge des ersten Le Mans Programms des Teams bekannt gegeben. Statt wie ursprünglich geplant mit einem Ferrari wird die Jedenhofener Mannschaft der beiden Zwillingsbrüder Robert und Alfred Renauer nun doch mit einem Porsche 911 RSR GTE an der Sarthe debütieren. Der Wagen wird dabei vom Pilotentrio Ralf Bohn, Rolf Ineichen und Robert Renauer pilotiert werden. Für die im Kern seit 1996 bestehende ex-ADAC-GT-Meistermannschaft wird es die Premiere beim Sportwagen-Klassiker werden, die man sich bekanntlich mit einem Autoentry durch den Gewinn der GT3-Klasse der Asiatischen Le Mans Serie 2021 erkämpft hatte.

robertrenauer„Zum Glück haben wir nun doch einen Porsche als Einsatzfahrzeug bekommen. Der Einsatz eines 911´er ist uns deutlich lieber und naheliegender, da wir seit je her ein Porsche-Einsatzteam waren. Der Einsatz des Ferraris wäre sicherlich auch interessant gewesen, aber so ist uns als Porsche Mannschaft das Debüt deutlich lieber“. erläuterte Alfred Renauer heute GT-Eins gegenüber

ralfbohnWie Alfred uns verriet, handelt es sich beim Wagen um ein zusätzlich von Porsche extra für das Team aufgelegtes Neufahrzeug. „Im Endeffekt haben hier viele verschiedene Seiten zusammen gespannt um das zusätzliche Fahrzeug noch aufbauen zu können und wir können uns bei Porsche nur bedanken, das man dort zusätzliche Ressourcen eingesetzt hat um das extra für uns möglich zu machen. Wir sehen das auch als Anerkennung unserer Erfolge im Masters, der Creventic-Serie und in weiteren Einsatzserien, das Porsche uns dieses Extra-Chassis aufgebaut hat. Wir sehen den GTE dabei als zusätzliche Erweiterung unseres Kunden-Programms das bislang die GT3 als Top-Fahrzeuge umfasst hat.“

Mit dem Trio Ralf Bohn (Bild rechts), Rolf Ineichen (links) und ex-Masters-Champion Robert Renauer (oben links) sieht sich Alfred Renauer gut aufgestellt. „In Le Mans ist der Bronce-Fahrer auf dem Auto sehr entscheidend. Ralf ist ein sehr schneller und zuverlässiger Bronce-Pilot, der in der 24 Stunden-Serie schon einige 12 und 24h-Rennen mit uns gewonnen hat und der für uns auch ein entscheidender Faktor bei der Wahl des Porsches als Einsatzfahrzeug war. Rolf Ineichen hält im Porsche Carrera Cup Deutschland nach wie vor noch einige Rekorde als Amateur-Meister und kennt den Porsche als Fahrzeug noch gut, auch wenn er in den letzten Jahren mit anderen Marken erfolgreich war. Er hat Daytona 2 mal gewonnen weil er als Silber-Fahrer ebenfalls ein schneller und zuverlässiger Pilot ist. Zusammen mit Robert haben wir so eine schnelle Crew beisammen die in Le Mans eine solide Vorstellung abliefern dürfte.“

Das Team nimmt mit dem GTE eine weitere Stufe in der Professionalisierung in Angriff wie Alfred Renauer uns auf Nachfrage erläuterte. „Von den Porsche-Cup-Fahrzeugen, von denen wir in Spitzenzeiten bis zu 10 Autos betreut hatten haben wir uns nun sämtlich getrennt, wobei wir nun noch lediglich im Porsche Sports Cup 3 unserer ex-Fahrzeuge in einer Kooperation mit Neuhofer Rennsport einsetzen. Das hat zum Teil auch mit der Umstellung auf die neuen Porsche 992 Cup-Fahrzeuge zu tun, die wir erst Ende des jahres als günstigere Second hand Fahrzeuge bekommen können. Daneben betreuen wir zur Zeit 3 Porsche 991 GT3 R die in der Creventic-Serie, dem ADAC GT-Masters und auch beim 24 Stunden Rennen von Spa-Francorchamps sowie im Michelin Le Mans Cup zum Einsatz kommen. Hier sind wir allerdings mit dem vollen Programm schon am Anschlag, da die GT3 schon so komplex sind, das du die Autos eigentlich nicht back to back von einem zum anderen Wochenende aus dem Transporter holen kannst ohne sie zwischendurch in der Werkstatt zu überarbeiten. Mit dem GTE haben wir nun ein Fahrzeug das noch einmal eine Stufe komplexer ist und uns sicher vor Herausforderungen stellen wird.“

Mit dem GTE will die Mannschaft nach Le Mans noch weitere mögliche Kunden-Programme aufsetzen. „Die GTE werden zumindest 2022 noch in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft und der Europäischen Le Mans Serie zum Einsatz kommen ehe 2023 möglicherweise die GT3 die Klasse ersetzen. Auch wenn wir in der Asiatischen Le Mans Serie und im Michelin Le Mans Cup weiter auf die GT3 setzen werden, könnte ein ELMS- oder WEC-Programm für 2022 eine weitere Option sowie ein Angebot für unsere Kunden sein.“

ADAC streicht Nürburgring-Termine

Die Flutkatastrophe in der Eifel und ihre zerstörerischen Auswirkungen den umliegenden Regionen haben nun auch Auswirkungen auf den Rennbetrieb: Da der Nürburgring und seine Infrastruktur noch mindestens bis zum 8. August von den Rettungsdiensten als Einsatz- und logistische Verteilerzentrale für die Koordination der Hilfsmaßnahmen in der Region genutzt wird, fallen mindestens 2 Veranstaltungen den Folgen der Flut zum Opfer. Das für Anfang August geplante vierte Rennwochenende des ADAC GT-Masters kann unter diesen Umständen nicht wie geplant auf dem Nürburgring ausgetragen werden. Ein Nachholtermin oder ein alternativer Austragungsort werden derzeit geprüft und in Kürze veröffentlicht. Das eine Woche vor dem ADAC GT Masters vom 30. Juli bis 1. August auf dem Nürburgring geplante und vom MSC Bork veranstaltete ADAC Racing Weekend wird ebenfalls nicht ausgetragen. Informationen zu einem möglichen Nachholtermin folgen auch hierzu in Kürze.

„Die Bilder aus der Eifel und den umliegenden Regionen haben uns alle erschüttert. Unser tiefes Mitgefühl und unsere Anteilnahme gilt den betroffenen Menschen, unser Respekt gilt den Rettungskräften in der Region, zu der alle Motorsportler eine ganz besondere Beziehung haben. Seit dem vergangenen Wochenende sind die ADAC Luftrettung, die ADAC Straßenwacht und zahlreiche ehrenamtliche Helfer aus den ADAC Regional- und Ortsclubs vor Ort im Einsatz, um zu unterstützen. Der Nürburgring leistet mit seinem Team einen entscheidenden Beitrag für die Hilfe in der Region. Für das ADAC GT Masters prüfen wir nun gemeinsam mögliche Nachholtermine“, wird ADAC Vorstand Lars Soutschka in der offiziellen Mitteilung dazu zitiert. 

Alle für das ADAC GT Masters auf dem Nürburgring bereits gekauften Tickets behalten ihre Gültigkeit, auch bei einem alternativen Austragungsort. Auswirkungen auf die Nürburgring Langstrecken Serie sind derzeit noch nicht kommuniziert worden – hier stehen die nächsten Termine erst im September an.

Audis 2.Evo-Paket für den R8 GT3

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Audi hat die zweite evo Version des Audi R8 LMS GT3 vorgestellt. Die 2015 vorgestellte zweite Modellvariante des als GT3-Modell eingesetzten Sportwagens von Audi war im Oktober 2018 mit einer ersten evo-Version ausgerüstet worden. Nun nach 3 Jahren wird den Kunden ein überarbeitetes Evo-Paket präsentiert, das den Wagen in den 5 Bereichen Aerodynamik, Motorcharakteristik, Klimatisierung, Fahrwerk und Traktionskontrolle optimiert. Der Neupreis des Wagens steigt mit dem neuen Paket auf 429.000€ zzgl. MwSt. was einer Preissteigerung zum 2019 erstmals verkauften Vorgänger um 31.000€ entspricht. Allerdings hat Audi noch keine dezidierten Preise für das evo-Paket in der Standalone-Version zum Aufrüsten bestehender R8 verlautbart.

audievo2bAerodynamisch soll der Audi R8 LMS nun unempfindlicher als der Vorgänger sein, da nun ein größerer Teil seines Abtriebes als zuvor mit dem neuen Heckflügel statt durch den Unterboden erzeugt wird. Der effizientere Heckflügel entspricht der am R8 GT2 verbauten Version. Der Motor verfügt über ein neues Ansaugsystem mit besserem Drehmomentverlauf. Im Fahrwerk sind erstmals vierfach verstellbare Dämpfer statt der bislang gebräuchlichen 2-fach verstellbaren verbaut. Die Traktionskontrolle erlaubt weitere Einstellmöglichkeiten mit neuen Funktionalitäten. Die Innenraumklimatisierung schließlich verbessert den Fahrer-Komfort und dürfte eine wichtige Grundvoraussetzung sein um den Wagen auch bei den geplanten GT3-Einsätzen der ACO-Serienlandschaft einzusetzen, wo die GT3 in den kommenden Jahren die vor dem Aus stehenden GTE ablösen sollen.

Die Teams können das neue Technikpaket zur Saison 2022 als Gesamtfahrzeug oder Upgrade-Kit zum Nachrüsten für bestehende Modelle bestellen. Der neue Rennwagen wird erstmals bei den 24 Stunden von Spa im Fahrerlager zu sehen sein.

Supercar Challenge Zolder

dsczoldeaDas dritte Rennwochenende in der Supercar Challenge fand am Wochenende in Zolder statt. 33 Fahrzeuge waren für die beiden 60 minütigen Rennen angereist. Das Qualifying wurde von den drei Deldiche Racing Norma´s dominiert. Die Pole Position eroberten am Ende Sam Dejonghe und Thomas Piessens.

Diese beiden Herren waren es auch die das erste Rennen am Samstag souverän nach 37 Runden mit knapp 40 Sekunden Vorsprung gewannen. Zweiter wurde der BS Racing Norma von Alain Berg und Alex Cascatau vor dem zweiten Deldiche Racing Norma von Luc de Cock und Tim Joosen. Der Ex Radprofi Tom Boonen musste den dritten Deldiche Racing Norma mit einem Defekt vorzeitig abstellen. Selbiges widerfuhr dem McDonalds Racing Norma bereits in der Anfangsphase. Bob Herber gewann im Lamborghini Super Trofeo die GT Kategorie vor Vater und Sohn Roger und Jules Grouwels im Nissan GT-R, Max Tubben im BMW Z4 und Patrick Engelen im Radical RXC. In der Radical SR3 Division siegte Nagy Kabaz. Bart Arendsen gewann im BMW die Supersport 1 Klasse. In der Supersport 2 siegte der Johann Kraan Motorsport Radical SR1 der Familie Greenhalgh. Hoekstra / de Jongh waren mit ihrer Silhouette in der Sport Division erfolgreich. Aus deutscher Sicht fehlte dieses Wochenende leider Max Aschoff mit seiner Ginetta G58 LMP3.

dsczoldebDas zweite Rennen am Sonntag endete mit einem dreifach Sieg der Deldiche Racing Norma´s. Tom Boonen siegte vor Thomas Piessens und Tim Joosen / Luc de Cock. Der BS Racing Norma belegte nach einer 20 Sekunden Zeitstrafe nur den zehnten Gesamtplatz. Der McDonalds Racing Norma schied erneut früh aus. Patrick Engelen gewann mit seinem Radical RXC als vierter die GT Klasse vor dem Seriensieger Bob Herber im Lamborghini. In der Radical SR3 Division siegte wie schon am Vortag Nagy Kabaz. Der BMW Pilot Ruud Olij durfte den Siegerpokal in der Supersport 1 Klasse im Empfang nehmen. In der Supersport 2 triumphierte erneut der Johann Kraan Motorsport Radical. Und auch für Hoekstra / de Jongh war es ein perfektes Wochenende mit zwei Klassensiegen in der Sport Division.

Das nächste Rennen findet am 7. August in Assen statt.

Ferrari plant Proto-Hybrid-LMH

ferrari lmh artistrenderFerrari will bei seinem Hypercar-Debüt 2023 ähnlich wie Peugeot und Toyota auf ein Prototypenkonzept setzen bei dem das Fahrzeug auf einem Hybrid- & Allrad-konzept basiert. Das hat Ferraris Competitione GT Abteilungsdirektor Antonello Coletta unseren Kollegen von Sportscar 365 gegenüber offenbart. Damit wird Ferrari von den 5 möglichen LMH-Konfigurationen seinen Wagen nun doch nicht auf einem Strassenfahrzeug basieren lassen, obwohl man gerade aus diesem Grunde anfänglich an der Klasse interessiert war.

Angeblich haben erste Studien bei Ferrari ergeben das ein auf einem Strassenwagen basierendes Hypercar (das Rendering dazu oben enstammt der Fantasie eines Künstlers und weist keinerlei Bezug zum in Planung befindlichen Projekt auf) trotz der von der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft eingeführten dynamischen BoP für die Top-Klasse einem Prototypen in jedem Falle unterlegen wären. Somit ist bei Ferrari die Entscheidung gefallen. schon jetzt die Prototypenroute mit einem an der Vorderachse von einem Hybridsystem angetriebenen LMH-Sonderkonstruktion einzuschlagen. Derzeit erkundet man schon im Simulator mögliche originäre Designs, wobei Coletta andeutete das man eine ähnlich spektakuläre aber dennoch unterschiedliche Erscheinung wie Peugeot anstrebt. Die Franzosen hatten Beginn des Monats ein LMH-Design vorgestellt das komplett auf einen Heckflügel verzichtet.

Bei den Simulatortests zur Evaluierung möglicher Designs kommen derzeit alle FIA Langstrecken Weltmeisterschaft -Piloten von Ferrari und dem designierten Einsatzteam AF Corse - Daniel Serra, James Calado, Alessandro Pier Guidi und Miguel Molina – zum Einsatz. Weitere technische detail verriet der Leiter der Competitione GT noch nicht. Allerdings will man in kurzen Abständen über Neuigkeiten zu dem Projekt informieren...

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