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Die Klassensieger von NLS1

Der Auftakt der Nürburgring Langstrecken Serie-Saison 2020 lief am vergangenen Samstag ab. Leider kam auch in unserem Rennbericht der Blick in die kleinen Sportwagen-Klassen zu kurz. Dies sei hiermit nachgeholt.

Auf Gesamtrang 11 gewann der Frikadelli Racing Team-Porsche die SP9-Pro-Am-Klasse vor dem weissen GetSpeed Performance-Porsche und dem Huber Motorsport Porsche. Inklusive des EFP-Car-Collection Audis waren am Ende 4 Wagen in der Klasse gestartet. Auf Gesamtrang 14 gewann der racing one Ferrari die SP9-Am vor dem équipe vitesse Audi und dem J2-Getspeed Mercedes AMG GT3. Auch in dieser Klasse waren einschliesslich des Walkenhorst BMW´s 4 Fahrzeuge unterwegs.

Auf P15 kam mit dem Black Falcon Team Identica Porsche 911 MR der einzige Starter in der SP-Pro-Klasse ins Ziel. SP7-Sieger wurde der #62 Mühlner Motorsport Porsche von Hoppe/Kranz/Terting auf Gesamtrang 19 mit 35s Vorsprung vor dem Huber Motorsport Porsche. Auf Gesamtrang 21 errang der Hofor Racing by Bonk Motorsport BMW M4-GT4 von Schrey/Fischer/Piana vor dem #1 Adrenalin Motorsport BMW und dem FK Performance BMW. Auf Rang 23 wurde der #155 Black Falcon Team Textar Mercedes AMG GT4 als Sieger der SP8T-Klasse abgewunken.

Auch in der CUP3-Klasse der Cayman Trophy by Manthey war Mühlner Motorsport mit dem Cayman von Jung/Kranz/Terting erfolgreich. Hier schlug man die folgenden Caymans von FK Performance und dem Frikadelli Racing Team. SP8-Klassensieger wurde auf Gesamtrang 46 der Giti Tire Motorsport by WS Racing Audi R8 LMS GT4 auf dem Carrie Schreiner mit ihren Teamkollegen Niklas Kry und Henrik Bollerslev startete. Der Sieg in der CUPX-Klasse fiel einen Platz dahinter an den #927-Teichmann X-Bow von Stephan Brodmerkel, Hendrik Still und Michael Münch.

Der V5-Klassensieg ging auf Gesamtrang 49 an den #444 Adrenalin Motorsport Cayman. In der doch mit 2 Autos besetzten V6-Klasse gewann mit dem #396 Cayman S ebenfalls ein Wagen aus dem Hause Adrenalin Motorsport.

KTM GTX-Premiere

ktm gtx previewBei den kommenden 12h von Monza, der 2.Runde der 24 Stunden-Serie 2020 am 10-11 Juli wird Reiter Engineering den ersten richtigen Renneinsatz des KTM X-Bow GTX absolvieren. Die neueste KTM-Konstruktion, die auch in der neuen GT2-Klasse der SRO antreten soll, wird beim Rennen in Monza , auf dessen Nennliste derzeit 25 Teams zu finden sind, mit dem Pilotentrio Stefan Rosina, Eike Angermayr und Laura Kraihamer an den Start gehen.

Bereits bei den 24h von Barcelona 2019 hatte die Truppe von Hans Reiter bereits einen Entwicklungsträger des neuen GT2/GTX-Modells eingesetzt. Der Einsatz nun wird in der speziell für die 24 Stunden-Serie zugeschnittenen GTX-Version erfolgen. In dieser Klasse muss sich der KTM gegen Wagen wie dem Lamborghini Huracán Supertropheo oder die MARC-V8-Boliden behaupten.

Der Einsatz auf dem in Valvoline-Farben gehaltenen Boliden dürfte speziell für Kraihamer dabei etwas aufwendig werden. Die Schwester von ex-LMP1-Pilot Dominik Kraihamer will am selben Wochenende auch beim Sonntagslauf des Nürburgring Langstrecken Serien Doppelrennens auf dem GITI-Golf antreten.

Keine Le Mans Tickets mehr...

Der ACO hat heute offiziell bekannt gegeben keine weiteren Tickets für das 24 Stunden Rennen von Le Mans dieses Jahres, das vom 17-20 September stattfinden wird, mehr verkaufen zu wollen. Demnach werden in diesem Jahr nur die bislang bis zum gestrigen Tagen eingegangenen Bestellungen und die an ACO-Mitglieder ausgegebenen Besuchertickets zum Zuge kommen. Auf diese Art und Weise will man die Anzahl der Besucher bei der diesjährigen Ausgabe deutlich reduzieren. Derzeit gilt aufgrund der Corona-Krise in Frankreich eine ab dem 11.Juli zulässige Obergrenze von maximal 5000 Zuschauern bei einer Grossveranstaltung. Allerdings hält man sich seitens des ACO bedeckt dazu, wieviele Tickets bis zum gestrigen Tage tatsächlich abgesetzt worden sind.

Le Mans hatte in der Vergangenheit immer wieder mit schöner Regelmässigkeit Besucherzahlen von einer Viertelmillionen Zuschauer (252.000 im letzten Jahr) kommuniziert, wobei angesichts der Tatsache das der Circuit de la Sarthe gerade mal knapp über 23.000 Sitzplätze auf den Tribünen verfügt, diese Zahl ziemlich aus der Luft gegriffen erscheint. Angeblich setzten sich diese Zahlen derart zusammen, das bislang immer davon ausgegangen wurde, das für jedes Ticket, was innerhalb des Grossraums Le Mans abgesetzt wurde, 3 Besucher (die es sich z.B. innerhalb einer Familie weiterreichen würden), für jedes im Westen Frankreichs abgesetzte Ticket 2 Besucher und für international verkaufte Tickets ein Besucher addiert würden. Zudem wurden dabei auch grosse regionale Kartenkontingente der Automobilhersteller – die nie alle komplett ausgereizt wurden – mit eingerechnet. 40-50.000 Zuschauer scheinen daher am Renntag als tatsächliche Zahl eine realistischere Angabe zu sein, was dann in etwa der selben Anzahl wie beim 24 Stunden Rennen am Nürburgring oder in etwa so viele wie bei einem gut besuchten F1-Rennen entsprechen würde.

Sollte man nun die Tickets nach der oben beschriebenen Methode verknappen, dann würde realistisch gesehen mit etwa 10-20.000 Zuschauern am Renntag zu rechnen sein, was angesichts einer immer noch latenten Corona-Pandemie immer noch eine gewagte Zahl sein dürfte - es sei denn jeder 2. Sitzplatz wird mit Stacheldraht versehen, was sich aber selbst der Autor dieser Zeilen schwer vorstellen kann. Die Veranstalter vor Ort werden jedenfalls bemüht sein, die Tribünen am Renntag nicht zu voll zu präsentieren, da man sonst spätestens im Spätherbst bei einem Wiederaufflammen der Pandemie in Argumentationsnöte gegenüber der französischen Öffentlichkeit geraten würde. Frankreich weist mit dem heutigen Stand 201.522 Infektionen und 29.816 an der neuartigen Viruspandemie Verstorbene auf.

Walkenhorst gewinnt Saisonauftakt am Ring

vln1 winnerDer Saisonstart der Nürburgring Langstrecken Serie 2020 ist am Samstag mit einem BMW-Sieg über die Runden gegangen. Zwar hatte nach 4h und 27 absolvierten Runden der HRT-Autoarena Mercedes AMG GT3 von Maro Engel und Patrick Assenheimer die Haube mit etwa 10s Vorsprung vorne, doch eine 37s-Zeitstrafe aufgrund eines 2s zu kurzen letzten Boxenstopps liess das Mercedes Duo im neu firmierten ex-Black Falcon AMG an die zweite Stelle zurückfallen. Den Sieg erbte das BMW M6-GT3 Duo David Pittard und Mikkel Jensen auf dem Walkenhorst Motorsport BMW, die in Abwesenheit ihres nicht minder schnellen norwegischen Teamkollegen Christian Krognes an diesem Tag als Duo auf der Nordschleife unterwegs waren. Als Schlüssel zum Sieg erwies sich ein taktisch verkürzter zweiter Stint der Walkenhorst Mannschaft die Mikkel Jensen durch einen sukzessiv verkürzten Stop an die zwischenzeitliche Spitze spülte.

Es war der erste BMW-Gesamtsieg seit einem Jahr (ROWE Racing beim Saisonauftakt 2019), der zweite für das Team Walkenhorst Motorsport überhaupt (nach VLN4-2015) und der bereits 42.te VLN-Gesamtsieg für BMW als Hersteller. Reifenlieferant Yokohama dürfte mit dem Sieg am Wochenende seinen ersten nennenswerten VLN-Erfolg seit 4 jahren verzeichnen – zuletzt war man 2016 beim Triumph des Farnbacher Racing Lexus LC-F GT3 erfolgreich.

Im Kampf um Platz 3 der als verbissenes Duell zwischen dem GetSpeed Performance Mercedes AMG GT3 des Trios Fabian Schiller, Maximilian Buhk und Raffaele Marciello sowie dem gelben Phoenix Racing Audi von Michele Beretta und Kim-Luis Schramm geführt wurde, setzte sich nach einer Kollision des Phoenix-Audis mit dem #23 Getspeed-AMG in der letzten Runde das AMG-Trio auf der #2 im Kampf um die letzte Podiumsposition durch, während das Audi-Duo aufgrund eines Reifenschadens hinten links in der letzten Runde noch auf P7 zurück fiel. Die AMG-Mannschaft, die sich über das Rennen hinweg zusammen mit den beiden anderen Podiumsaspiramnten an der Spitze des Feldes abwechselte, hatte am Ende eine gute Minute Vorsprung vor dem Audi-Profi-Trio Frijns/Rast/Müller auf dem Profi-Audi der Car-Collection Mannschaft zu Buche stehen, die sich knapp gegen das ROWE Racing Duo Eng/Catsburg durchsetzen konnten.

Rang 6 belegte der Manthey Racing Porsche dem zusammen mit dem 2 Plätze dahinter liegenden Falken Porsche im Schnitt 3 ½ s auf die schnellsten AMG fehlten. Der Falken-Crew wurde zudem ein Kiesbetbesuch im Aremberg zum Verhängnis, weswegen man am Ende hinter dem ins Ziel humpelnden gelben Phoenix-Audi zurück fiel. Der Octane 126-Ferrari – der nach einem Dreher von Jonathan Hirschi in der ersten Runde mindestens 2 Minuten im Kies der Veedol-Schikane feststeckte – sowie der #44 Car-Collection Audi komplettierten am Ende die Top-10.

107 von 136 zum Rennen antretenden Mannschaften nahmen am Ende nach 4 Rennstunden die Zielflagge in Empfang. Als erster Ausfall wurde der Frikadelli Racing Team-Profi-Porsche notiert der noch vor Vollendung der ersten Runde über die GP-Schleife zurück ins Fahrerlager kam und umgehend abgestellt wurde. Auch der streckenweise mit um eine Top-Position kämpfende blaue Phoenix-Audi von Stippler/Kolb musste nach 20 Runden den Einsatz mit technischen Problemen vorzeitig beenden.

Ein letzter Blick auf die VLN-Saison 2019

Kurz bevor morgen die Langstreckensaison am Nürburgring endlich wieder los geht, blicken wir noch einmal zurück auf die letzte Saison. Dieser in den letzten Jahren auf diesen Seiten fast schon gewohnte Überblick fiel paradoxerweise aufgrund der Corona-Krise und des damit verbundenen weltweiten Total-Stopps der weltweiten Motorsportszene auf diesen Seiten hier aus – Grund genug diesen nun bei der noch letzten sich bietenden Gelegenheit endlich nachzuholen.

Gesamtsieger2020

  • Die Saison 2019 war eine, die Mercedes-AMG in bester Erinnerung behalten dürfte: Nachdem der ROWE Racing BMW M6-GT3 und der Manthey Porsche die ersten beiden Rennen gewinnen konnten (wobei Lauf 2 wegen eines Schneeschauers kurz nach dem Start abgebrochen werden musste) standen in den restlichen 6 Läufen nur Mercedes AMG GT3-Teams auf der obersten Stufe. 4 mal gewann das Black Falcon-Autoarena-Team. Je ein Sieg ging an den Mann-Filter HTP-Motorsport AMG und den Getspeed-Team Vodaphone AMG. Damit waren die Mannschaften von 5 verschiedenen Autos erfolgreich.
  • Die 4 Autoarena-Siege wurden von 3 verschiedenen Piloten erzielt. Patrick Assenheimer war bei allen Siegen mit an Bord. Je 2 mal waren Maro Engel und Manuel Metzger als seine Teamkollegen mit erfolgreich.
  • Zählt man alle 24 podiumspositionen zusammen, so gingen 13 an Mercedes AMG GT3-Teams, 5 an BMW M6-GT3-Mannschaften und je 3 an Porsche 991 GT3 R und Audi R8 LMS GT3-Teams.
  • Mit Ausnahme der ersten beiden Läufe (25 GT3-Starter) waren bei den Rennen nach dem 24 Stunden Rennen am Nürburgring im Schnitt 14 Gt3-Mannschaften am Start.

Leider wird es diese Übersicht in dieser Form wohl Ende dieser Saison nicht bei uns geben. Durch die reduzierte Anzahl an Fotographen und Journalisten als Corona-bedingte Anpassungsmassnahme werden wir wohl bis Ende der Saison nicht genügend Ansichten der Wagen sammeln können um die Tabellen und Artikel wie bislang gewohnt mit Seitenansichten des VLN-Feldes ausstatten zu können. Insofern wird dies für mindestens 2 Jahre die letzte Übersicht dieser Form an dieser Stelle bleiben.

Toksport holt Tunjo zurück in den AMG

toksportdesign2Das Toksport-WRT Team hat nun auch den zweiten 2 Piloten für das GT World Challenge Europe Sprint Challenge bekannt gegeben. Der kolumbianische Pilot Oscar Andrés Tunjo und der bereits verkündete Finne Juuso Puhakka werden in der europäischen Nachfolgeserie des Blancpain Sprint Cups starten. Die Mannschaft aus Quiddelbach in der Nähe des Nürburgrings bringt somit einen zweiten AMG GT im Sprint Cup der GT World Challenge Europe an den Start.

Oscar Andrés Tunjo startete nach seiner Kart-Karriere ab 2010 im Formelsport und wurde 2010 Zweiter der Formel BMW Pacific. 2012 und 2013 erzielte der Kolumbianer insgesamt sieben Pole-Positions und Siege im Formel Renault Eurocup und war darüber hinaus Teil des Formel 1 Junior-Teams von Lotus. Nach weiteren Formelstationen erfolgte 2017 der Umstieg in den GT-Sport, den er mit einem Meistertitel in der deutschen STT auf einem von Kornely Motorsport eingesetzten Mercedes AMG GT3 erfolgreich abschloss. Nach einigen Gastauftritten im ADAC GT-Masters und der Nürburgring Langstrecken Serie mit Phoenix Racing wechselte der Nachwuchsstar vergangene Saison in die Blancpain GT World Challenge Europe und wurde nach einem Sieg und drei 3. Plätzen Gesamtfünfter im "Silver Cup".

Dem 21-jährigen Finnen Juuso Puhakka gelang 2018 mit Leipert Motorsport der Meistertitel im Pro-Am-Cup der asiatischen Supertropheo Serie, dern er 2019 mit dem Vizemeistertitel in der Pro-Klasse der selben Serie an Bord eines FFF Racing Lamborghini Huracán Supertropheo untermauerte.

Endlich! - VLN1 !

vln1previewHurraaa! Endlich geht auch in Deutschland an diesem Wochenende die Motorsportsaison wieder los! Nach einer weitestgehend glimpflich überstandenen Pandemie-Auftaktphase drehen sich nun auch in der deutschen Rennszene wieder die Räder. 141 Mannschaften haben zum Saisonauftakt der Nürburgring Langstrecken Serie, der 51. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy, ihr Erscheinen angekündigt. Das sind zwar deutlich mehr als die allseits befürchteten „um die 100“ im Vorfeld des ersten Rennens zur Corona-Pandemie. Es sollte bei allem Überschwang aber nicht verschwiegen werden, das die Saisonauftaktrennen der letzten Jahre ein im Schnitt 25% grösseres Feld am Start sahen (2019: 169 Mannschaften; 2018: 180; 2017: 187; 2016: 173; 2015: 172; 2014: 172; - angegeben sind jeweils Starter in der Quali zum Rennen). Insofern gibt es natürlich einen Schwund in den Starterzahlen aber der fällt doch deutlich geringer aus als erwartet.

Nachdem wir nun so lange warten mussten: was erwartet uns am Wochenende?

20 GT3/SP9-Fahrzeuge gehen in der Top-Klasse in den Kampf um den Gesamtsieg. 6 Audi R8 LMS GT3 der Teams Phoenix Racing (2x) Audi Sport, Car-Collection (2x - incl des EFP-Entrys) und équipe vitesse), 5 Porsche 991 GT3 R (2x Frikadelli Racing Team, Manthey Racing , Falken Motorsport und der Neuzugang von Huber Motorsport), 4 Mercedes AMG GT3 von GetSpeed Performance (3x), und HRT, 3 BMW M6-GT3 (2x Walkenhorst und einmal ROWE Racing) sowie 2 Ferraris (Octane 128 und racing one) bilden an diesem Wochenende die Top-Klasse. Mit 16 Wagen startet das Gros in der um den Gesamtsieg kämpfenden Top-Klasse der Pro-Fahrzeuge. Die Pro-Am- und AM-Kategorie erleben jeweils ein Duell der Fahrzeuge von racing one und Phoenix Racing bzw. équipe vitesse und GetSpeed-J2-Racing.

Zu den Porsche-dominierten Klassen: einziger Starter in der SP-Pro ist der Black Falcon Team Identica-Porsche MR. 6 Teilnehmer stellt die SP7-Klasse wobei erstmals mit dem belgischen Team Pit Lane Racing-St.Vieth Cayman ein Cayman in der sonst nur für die 911´er vorbehaltene Klasse genannt ist. Jeweils einen Porsche-Einzelstarter weisen die Klassen SP6, SP4T und V6 (!) auf.

vln1previewZu den Klassen mit Markenvielfalt: in den grossvolumigen SP8-Klassen ist das Feld auf jeweils 2 (SP8: GITI-Audi R8 GT4 gegen Ring-Racing-Lexus) bzw. 3 (SP8T: FK performance M240i; Walkenhorst mit einem M2 CS für DNLS-Star Sami Matti Trogen und Black Falcon mit einem Mercedes AMG GT4) geschrumpft. Die SP10/GT4-Klasse geht mit einem erfreulich vielfältigen Feld an den Start wobei das weltweite Renndebüt des Ring-Racing Toyota Supra GT4 mit den beiden Piloten Andreas Gülden und Michael Tischner im Vordergrund steht. Die beiden deutschen Piloten ersetzen das japanische Duo das an diesem Wochenende eigentlich im Vorfeld der N24h-Vorbereitungen mit dem Wagen debütieren wollte, die Fahrt zum Ring aber aus Gründen der Einreisebeschränkungen nicht antreten konnte. In der SP10 trifft der Toyota bei seinem Debüt auf 4 BMW M4-GT4 (von Adrenalin Motorsport, FK Performance, Walkenhorst Motorsport und Hofor Racing by Bonk Motorsport) 2 Porsche Cayman von W&S Motorsport und Allied Racing sowie den PROsport-Racing Vantage AMR GT4. Die AT-Klasse verzeichnet darüber hinaus mit einem Ford Mustang und dem Four Motors Cayman zumindest 2 weitere GT-Fahrzeuge.

Zu den Cup-Fahrzeugen: die CUP2-Klasse der 911-Cup-Fahrzeuge scheint nunmehr Geschichte zu sein – zumindest verzeichnet die Starterliste keine entsprechenden Entrys mehr. Fahrzeuge von der Stange gibt es allerdings noch weiter in den Klassen CUP3 (10 Cayman starten hier in der 5. Saison der Cayman GT4 Trophy by Manthey-Racing), CUP5 (ein Dutzend BMW M240i), CUPX (3 Teichmann-KTM) und der neuen OPC-Klasse für die alten ex CUP1-Astras, die allerdings mit nur einem Starter übersichtlich besetzt bleibt.

Interessanter ist da die Entwicklung in den Produktionswagenklassen. Während die einstige Top-Klasse der V6 mit nur einer Nennung darbt und die V5 auch nur noch 6 Autos (5 Cayman und einen M3) zusammen kriegt ist neben der erneut stark besetzten V4-Klasse (20 BMW 325 und e90) mit der VT2 -Klasse eine neue potentielle Meisterschmiede entstanden: 19 Fahrzeuge von nicht weniger als 6 Herstellern (BMW, VW, Mercedes, Opel, Renault und Hyundai) tummeln sich hier - und mit Toyota steht schon für die nächsten Läufe ein weiterer Kandidat parat. Mindestens 2 weitere Supras sind auch in der Entwicklung für die VT3-Klasse, in der für VLN1 nur 2 Porsche Cayman gemeldet sind.

Mit nur einem M3 in der H4-Klasse und 7 weiteren Fahrzeugen in der H2 setzt sich der Abbau der bei den Fans beliebten Gruppe-H Autos weiter fort, die dennoch etwas dringend benötigtes Kolorit ins Feld bringen.

Angesichts der Sperrung der Nordschleife für Zuschauer – die Nürburgring Langstrecken Serie, der Nürburgring, die VLN und alle Beteiligten rufen die Fans auch dringend auf die Massnahme nicht zu unterlaufen um das dem Land Rheinland Pfalz abgerungene Veranstaltungskonzept nicht für die zukünftigen Läufe zu gefährden – bleibt nur die Verfolgung des Rennens per Stream. Dieses wird gemäss des gewohnten Zeitplans am Samstag mit dem Qualifying ab 8.30 Uhr und dem Rennen ab 12 Uhr beginnen und ab 8.15 komplett mit einem umfassenden Live-Stream auf Youtube oder der Webseite der Nürburgring Langstrecken Serie umfassend übertragen.

Algarve Pro benennt ELMS-Crews

algave24designDie portugiesische Algarve Pro Racing Mannschaft hat die beiden Crews für ihr ELMS-Engagement 2020 benannt: Audi DTM-Werksfahrer Loic Duval wird zusammen mit dem 2015´er LMP2 Champion Jon Lancaster und dem Schweden Henning Enqvist den #24 Oreca 07 Gibson pilotieren. Auf dem #25 Schwesterfahrzeug, das in inversem Design antritt, werden Gabriel Aubry, Simon Trummer und Bronce-Pilot John Falb zusammen gespannt.

algave25designDie beiden Oreca werden diese Saison mit Goodyear-Reifen antreten. Die Saison 2020 der Europäischen Le Mans Serie ist die letzte in der die Reifenwahl noch zwischen den beiden Herstellersn Michelin und Goodyear frei erfolgen kann, bevor Goodyear 2021 zum Alleinausrüster der Klasse wird. Das Team wir zudem mit der französischen Luxusuhren-Firma B.R.M Chronographes als neuem Hauptsponsor ausrücken.

The Bend kommt zurück

aslmsstartburinamDie Asiatische Le Mans Serie hat am Wochenende eine Rückkehr auf den in diesem Januar erstmals besuchten The Bend Motorsport Park in Australien beschlossen. Nach der ultrakurzen kompakten Saison der Serie 2021 (wie berichteten) die lediglich mit je 2 Rennen in Thailand und Sepang absolviert wird, soll die australische Runde noch mindestens 2 mal in den Saisons 2021/22 und 2022/23 wieder in den Kalender zurück kommen.

Dabei erfreute sich die Runde trotz der anspruchsvollen 7,7km langen Strecke nicht ungeteilter Begeisterung bei den Teams. Hohe Transferkosten und -aufwendungen des Equipments der Mannschaften nach Australien und zurück und eine aufwendige und teure Visa-Vergabe hatten die Runde zur mit Abstand teuersten der Meisterschaft gemacht. Dennoch will die Serie ihr 3-Jahres Engagement mit der über 7,7km langen Strecke wahrnehmen und den Kurs noch mindestens 2 mal besuchen.

GTC-Corona-Kalender 2020 steht

startdunlop60hocklauf1aAuch die GTC-Serie hat am Montag den Kalender 2020 fixiert. Zwar hatte Veranstalter Ralph Monschauer gemeinsam mit der DTM schon Anfang Juni erste Termine bekannt gegeben, jedoch hatte man umgehend eine Abfuhr aus dem bayrischen Nürnberg bezüglich des geplanten Saisonauftakts am Norisring kassiert. Nun hingegen steht endlich der Kalender, der gemäss Monschauers Ankündigungen im April uns gegenüber wirklich nur 4 Rennen umfasst.

Am 22. Juli 2020 findet auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg mit einem offiziellen Testtag der Startschuss für die Saison statt. Ab August ist man dann 4 Mal im Rahmenprogramm der DTM unterwegs. Ab August werden die je zwei 30-minütigen Sprintrennen des GTC Race und das 60-Minuten-Rennen der Goodyear 60-Serie viermal im Rahmenprogramm der DTM an den Start gehen. Den Auftakt markiert das Rennwochenende am Eurospeedway Lausitzring, bevor es im September zum Nürburgring , im Oktober nach Zolder und im November zum Finale nach Hockenheim geht. Von Juli bis November ist die Serie somit im für die überwiegend aus Privatpiloten bestehende Kundschaft im idealen 4-Wochen-Rhythmus am Start.

Die Termine der Serie lauten wie folgt:
22. Juli 2020 Hockenheim  (Testtag)
21.-23.08.2020 Eurospeedway Lausitzring
11.-13.09.2020 Nürburgring (GP-Strecke)
09.-11.10.2020 Zolder
06-08.11.2020 Hockenheim

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