• Startseite

News

Michael Schrey verteidigt VLN-Titel

20 Jahre nach Dirk Adorf (1996 und 1997) gibt es in der VLN Langstreckenmeisterschaft mit Michael Schrey wieder einen Fahrer, der seinen Gesamtsiegertitel aus dem Vorjahr verteidigen konnte. „Ich kann noch gar nicht fassen, dass es wieder geklappt hat. Es war in diesem Jahr unglaublich eng an der Spitze. Der Druck war enorm, viel größer als 2016. Das werden wir jetzt gebührend feiern.“, strahlte Schrey nach seinem siebten Klassensieg 2017.

schrey bonk vlnchampion2017

Erfahrung ist in der VLN durch nichts zu ersetzen. Teamchef Michael Bonk ist ein alter Hase im Geschäft und tüftelte in der Nacht vor dem Finale eine brillante und gleichzeitig gewagte Strategie aus. Um ausreichend Punkte für den Titelgewinn einzufahren, hätte Schrey in seiner angestammten BMW-Cup-Klasse beim 42. DMV Münsterlandpokal (der Link führt zum Rennbericht auf unseren Seiten) Erster oder Zweiter werden müssen. Das ist eine große Herausforderung, die Schrey allerdings zuletzt sechsmal in Folge meisterte. guldenleuchterDennoch schätzte Bonk das Risiko höher ein, als in einer weniger stark besetzten Klasse einen Sieg zu erzielen. Kurzerhand entschied man sich dazu, Schrey zusätzlich in der TCR-Klasse ins Rennen zu schicken – im Mathilda Racing Volkswagen Golf TCR von Benjamin Leuchter und Andreas Gülden. Dabei muss nach den VLN-Regularien immer im Voraus bekannt gegeben werden auf welchem Auto man bei einem Doppelstart punkteberechtigt ist. Der Schachzug war somit auch nicht ganz ohne Risiko – bei einem frühzeitigen Ausfall seiner Teamkollegen bei den schwierigen Wetterbedingungen zu Rennbeginn wäre Schrey somit im Titelkampf gegen die Adrenalin Motorsport Cayman-Piloten Konnerth/Fischer/Zils unterlegen gewesen.„Wir haben heute Nacht die Köpfe zusammengesteckt und überlegt, wie wir das Risiko minimieren könnten – dabei kam uns dieser Einfall“,so der Teamchef, nicht ohne Stolz.

Schrey holte als TCR-Klassensieger 9,17 Punkte und kürte sich mit in der Fahrerwertung mit 0,2 Punkten Vorsprung zum zweiten Mal in Folge zum VLN-Champion. Für sein Team Bonk Motorsport ist es bereits der fünfte VLN-Meistertitel. Der Rennstall aus Münster stellt damit den bisherigen Rekord des Teams rund um Lokalmatador Johannes Scheid ein. Damit errang zum 15. Mal ein BMW-Team die Meisterschaft.

Endstände Belcar 2017

Die Saison in der Belcar Endurance Championship 2017 ist beendet. Nach insgesamt 5 Meisterschaftsläufen ergibt sich folgender Endstand in der Punktetabelle:

 

Gesamtwertung:

1. Mc Donalds Racing – Norma M20 – David Houthoofd, Frederic Vervisch, Francois Bouillon – 173 Punkte

2. Mext Racing – Porsche 991 – Kris & Koen Wauters, Xavier Stevens – 159,5 Punkte

3. DVB Racing – Norma M20 – Hans & Frank Thiers, Jeffrey van Hooydonk – 152 Punkte

 

Belcar 1:

1. Mext Racing – Porsche 991 – Kris & Koen Wauters, Xavier Stevens – 125 Punkte

2. Belgium Racing – Porsche 991 – Derdaele, Bonnet, Haane – 96 Punkte

3. EMG Motorsport – Porsche 991 – Huygens, de Wilde – 86 Punkte

 

Belcar 2:

1. Mc Donalds Racing – Norma M20 – Houthoofd, Vervisch, Bouillon – 120,5 Punkte

2. DVB Racing – Norma M20 – Hans & Frank Thiers, van Hooydonk – 105 Punkte

3. Deldiche Racing – Norma M20 – De Cock, Joosen, Piessens – 93 Punkte

 

Belcar 3:

1. PG Motorsport – Porsche Cayman – Geeris, Jilesen, van Laere – 116,5 Punkte

 

Belcar 4:

1. Comparex Racing – BMW M3 – van Bellingen, Wijtzes – 133 Punkte

 

Belcar 5:

1. QSR Racing – BMW 325i - Uylenbroeck, Lijeström, Janssens – 122,5 Punkte

Carrera Cup Meisterportrait Dennis Olsen

Als dennisolsenDennis Olsen am Samstag auf dem Hockenheimring nach 14 Runden mit der schwarz-weiß karierten Fahne abgewinkt wurde, kannte der Jubel keine Grenzen. Denn der norwegische Youngster vom Team Konrad Motorsport feierte den Gewinn der Meisterschaft in der 28.Saison des Porsche Carrera Cup Deutschland. Dafür reichte Olsen der zweite Platz beim 13. Lauf zum Gesamtsieg. Damit ist er als 25.ter Meister der Rennserie der erste Norweger, der Champion der nationalen Rennserie werden konnte.

Der Schlüssel zum Erfolg lag bei Olsen besonders in seiner Konstanz. Elf der bisherigen 13 Läufe beendete er auf dem Podium. Dabei war er mit Christopher Zöchling, den beiden Porsche-Routiniers Michael Ammermüller sowie Christian Engelhart und vor allem Nick Yelloly von starken Konkurrenten umgeben. Doch schon beim Auftakt in Hockenheim zeigte sich Olsen unbeeindruckt. Der Fahrer aus dem norwegischen Våler sicherte sich einen Doppelsieg und damit die Führung in der Meisterschaft. Die Spitzenposition gab Olsen über die gesamte Saison nicht ab. Auch als der zweitplatzierte Yelloly den Abstand vor dem Finale in Hockenheim auf 13 Punkte reduzierte, blieb Olsen cool. Mit sechs Siegen krönte sich der 21-Jährige zum Champion.pcc2a

Auf der Überholspur befand sich Olsen schon in Jugendtagen. Mit sechs Jahren saß er zum ersten Mal im Kart, 2011 gewann der Nachwuchsrennfahrer den World Series Karting Final Cup. Ein Jahr später sicherte sich Olsen auf Anhieb den Titel in der Deutschen Kart Meisterschaft (KF2). 2013 folgte der Aufstieg in den Formel-Sport. Seinen bis dahin größten Erfolg feierte der in Fredrikstad geborene Rennfahrer mit dem Gewinn des Formel Renault 2.0 Euro Cup im Jahr 2014.

Im Herbst 2015 wurde Olsen von Porsche Motorsport als Porsche-Junior ausgewählt. Ab 2016 ging er im Porsche Carrera Cup Deutschland an den Start. Er löste die Umstellung von einem Formel-Auto auf den Porsche 911 GT3 Cup mit Bravour. In seinem Debütjahr holte sich Olsen die Rookie-Meisterschaft und belegte in der Gesamtwertung Platz drei. Mit dem Titelgewinn 2017 kommt sein bisher größter Erfolg auf der Karriereleiter hinzu.

Inter Europol plant LMP2-Aufstieg

Die unter polnischer Nennung in der ELMS startende deutsche Inter Europol Competition-Mannschaft denkt derzeit konkret über einen Einstieg in die LMP2-Klasse nach. Der Aufstieg aus der LMP3-Klasse, wo das Team mit seinen beiden Ligier JS P3 LMP3 in gleich 3 Serien – der Europäischen Le Mans Serie , der VdeV-Serie und der niederländischen GT& Prototype-Challenge an den Start geht, soll allerdings nicht schon im nächsten Jahr vollzogen sondern lediglich erst mal vorbereitet werden. Demnach würde das geplante Programm mit den LMP3 auch in der kommenden Saison fortgeführt werden, parallel dazu aber die Anschaffung und die ersten Tests des LMP2 laufen.

„Die LMP2 wäre der logische nächste Schritt, den wir nun nach unserem Einstieg in den Prototypensport im vergangenen Jahr machen wollen. Wir arbeiten gerade daran die finanziellen Grundlagen für das Programm zu fixieren. Da unser 3-Jahres-Programm mit den LMP3 noch wie geplant beendet werden soll, haben wir nun auch keinen Druck das neue Auto unbedingt zum Saisonstart auf die Räder zu bekommen. Das gibt uns auch die Möglichkeit das Budget in aller Ruhe festzuziehen und die in Frage kommenden Optionen bezüglich des Autos nach den kommenden Updates in der Klasse anhand der ersten Rennen noch einmal gegeneinander abzuwägen.“ gab uns der Technische Leiter der Mannschaft, Michael Keese zu Protokoll, der mit seinem Einsatzteam von Keese Motorsport seit 2 Jahren das Programm von Inter-Europol Competition betreut.

Die Mannschaft hat sich angesichts der just angekündigten Updates bei einigen der Hersteller zwar noch nicht auf ein Einsatzchassis festgelegt, Keese deutet aber an das unter den gegebenen Umständen Ligier wieder die erste Wahl wäre. „Die Zusammenarbeit und die Beziehungen die wir mit Ligier haben sind schon sehr gut und lassen keine Wünsche offen. Zudem erkennt Ligier unsere Arbeit mit dem Auto mit dem ganzen Feedback das wir ihnen geben an und möchte uns daher als ersten deutschen Kunden weiter behalten.“

Wie Keese uns eröffnete wäre ein LMP2-Einsatz nicht automatisch das Ende des LMP3-Eingagements. Die Planungen sehen vor im kommenden Jahr beide Ligier JS P3 LMP3 im ACO-Rennpaket einsetzen und dann parallel erste Testeinsätze mit dem im Laufe des Jahres anzuschaffenden LMP2 durchzuführen. Für 2019 will man dann einen Wagen in der LMP2 und mindestens einen in der LMP3 einsetzen.

Titelduell beim VLN-Finale

4 unterschiedliche titeldiagrammvlnTabellenführer gab es im Verlauf der VLN-Saison, von denen sich drei als ernsthafte Titelkandidaten heraus kristallisierten: Norbert Fischer, Christian Konnerth und Daniel Zils im Porsche Cayman des Pixum Team Adrenalin Motorsport , Marcel Manheller im BMW 325i sowie Moritz Kranz, Hamza Owega und Alex Schula im Porsche Cayman von Mühlner Motorsport . Und am Ende könnte ihnen ein Mann den Rang ablaufen, der dann seinen Titel aus dem Vorjahr verteidigen würde, Michael Schrey. Der Bonk Motorsport-Pilot bestritt die Saison 2017 erneut in der BMW M235i Racing Cup-Klasse – zumeist als Solist. Nur beim Saisonhighlight, dem ROWE 6 Stunden ADAC Ruhr-Pokal-Rennen, wechselte sich noch einmal sein letztjähriger Teamgefährte Alexander Mies mit ihm am Volant ab. Würde ihm die Titelverteidigung gelingen, wäre er nach 20 Jahren der erste Fahrer nach Dirk Adorf im Opel Astra, dem das gelänge.

DerSchrey bmw derzeitige Stand mitsamt den Streichresultaten lässt einige Titelkonstellationen möglich erscheinen: Angenommen, die Starterzahlen in den Klassen Cup 5 (Schrey), V5 (Fischer / Konnerth / Zils), V4 (Manheller) und Cup 3 (Kranz / Owega / Schula) wären beim Finale mit Lauf acht identisch und alle Fahrer würden ihre Positionen von dem vorletzten Lauf bestätigen, hätte Schrey einen Vorsprung von 0,75 Punkten. MichaelSchrey bsAllerdings fielen gleich M235i Racing Cup-Fahrzeuge beim Barbarossapreis einem Unfall in der Arembergkurve zum Opfer, so dass sich die Zahl der Fahrzeuge in der Cup 5 für das Finale reduzieren könnte. Aber auch für diesen Fall ist Schrey noch safe: Einen Sieg vorausgesetzt, würden ihm selbst magere vier Mitstreiter in der Klasse ausreichen, um mit hauchdünnen 0,03 Punkten am Ende die Nase vorne zu haben. Wird Schrey ausnahmsweise nur Zweiter, reichen ihm 14 Gegner in der Klasse, um in Führung zu bleiben. Wird er nur Dritter müssten schon insgesamt unrealistische 25 Cup-BMW seine Klasse bevölkern...

Im Umkehrschluss adrenalin piloten bskönnten sich in der Klasse V5 weitere Teilnehmer finden. Beispielsweise bringt Platz eins von 20 Fahrzeugen 9,75 Punkte. Neben dem Adrenalin-Nuller bei Lauf fünf sind 9,58 (1. von 12) das niedrigste Ergebnis des Trios, könnten also gestrichen werden. Der Punktezuwachs in der Summe der besten sieben Ergebnisse betrüge 0,17 Punkte. Schrey müsste so minimal Platz zwei von 18 für die Titelverteidigung erreichen, um vorne zu bleiben. Ein plötzlicher Zuwachs von im Beispiel genannten acht Fahrzeugen klingt zunächst utopisch, waren doch 2017 maximal 15 V5-Autos mit von der Partie. Dennoch gibt es eine Reihe von Beispielen in der jüngsten Vergangenheit der VLN, wo eben genau dieser Fall eingetreten ist.

Die Plätze eins und zwei in der Fahrerwertung sind an Schrey und Fischer / Konnerth / Zils bereits vergeben, nur die Reihenfolge ist noch offen. Platz drei ist hingegen noch hart umkämpft: Holen Kranz / Owega / Schula erneut Platz eins von neun, reicht Manheller ein Sieg bei nur sechs Gegnern für Platz drei in der Tabelle. Wird er nur Zweiter, müssten in Summe schon 21 V4-Fahrzeuge beim Finale am Start sein. Platz zwei von zuletzt 18 Fahrzeugen würde somit ebenfalls nicht ausreichen, um das Mühlner Motorsport-Trio hinter sich zu lassen.

Belcar Saisonfinale

Im belcarfinalestartRahmen der Wheelen Euro Nascar Serie fand in Zolder das Saisonfinale der Belcar Endurance Championship 2017 statt. Beim fünften Rennen des Jahres fiel die Titelentscheidung sowohl in der Gesamtwertung als auch in den einzelnen Klassen. Acht Teams hatten noch die Chance den Titel in der Gesamtwertung einzufahren.

32 Fahrzeuge rollten am Sonntag Nachmittag in die Startaufstellung für das drei stündige Rennen. Als nach 110 Runden die Zielflagge geschwenkt wurde gab es großen Jubel an der Box des Mc Donalds Racing Teams. David Houthoofd und Frederic Vervisch gewannen mit ihrem Norma M20 nicht nur dieses Rennen sondern auch den Titel in der Gesamtwertung und in der Belcar 2 Klasse. belcarchampionsWährend des Rennens hatte das Team aber noch eine kräftige Schrecksekunde zu überstehen als der Norma beim Nachtanken kurzzeitig in Flammen stand. Zum Glück blieben alle Beteiligten unverletzt und das Rennen konnte fortgesetzt werden. Das Podium komplettierten zwei weitere Norma. De Cock, Joosen, Piessens im Deldiche Racing Norma vor Hans und Frank Thiers / Jeffrey van Hooydonk im DVB Racing Norma. Auf dem vierten Platz kam der PK Carsport Wolf GB08 von Bellarosa/Longin/Belien ins Ziel.

Mit dem fünften Platz sicherte sich der Mext Racing Porsche von Kris & Koen Wauters und Xavier Stevens sowohl den Sieg als auch den Titel in der Belcar 1 Division. Die Plätze zwei und drei gingen an den EMG Motorsport Porsche und den Belgium Racing Porsche. Dahinter folgten der Belgium Academy Wolf GB08, der Speedlover Porsche, der Comparex BMW und der VGL Racing Saker.

Audi TT Cup Race of Legends

Ein ttcup legendsSieger und viele Gewinner: Im Audi TT cup Race of Legends gab es in Hockenheim keinen einzigen Verlierer. Zum Ende des Markenpokals nach 3 Jahren Laufzeit hatte Audi viele seiner großen Rennsport-Legenden zum einem Gastrennen eingeladen. Für einen guten Zweck kamen dabei 25.000 Euro Spendensumme zusammen.

Alle hatten ihren Spaß -und am Ende profitierte die Stiftung „Große Hilfen für kleine Helden“ von den guten Taten. Sie finanziert inzwischen 19 Projekte und Therapieangebote an der Heilbronner SLK-Klinik für Kinder- und Jugendmedizin. Für Christian Abt, Filipe Albuquerque, Frank Biela, Dindo Capello, Rahel Frey, Marcel Fässler, Jean-Marc Gounon, Lucas di Grassi, Vanina Ickx, Tom Kristensen, Lucas Luhr, Stéphane Ortelli, Emanuele Pirro, Frank Stippler , Hans-Joachim Stuck und Marco Werner war es ein Vergnügen, in den Audi-TT-cup-Rennwagen gegeneinander anzutreten und persönlich zur Spendensumme beizutragen. Audi Sport customer racing ergänzte mit einem eigenen Beitrag die eingeworbenen Spenden auf die Endsumme von 25.000 Euro.

In der Vorbereitung auf Qualifying und Rennen erhielten die 16 Legenden Unterstützung von den regulären Teilnehmern aus dem Audi Sport TT Cup, den tags zuvor Philip Ellis für sich entschieden hatte. Jeweils ein Junior begleitete eine Legende und gab praktische Tipps im Umgang mit dem 340 PS starken Rennwagen.

Im ttcup raceoflegendsQualifying hatten sich die beiden Deutschen Frank Stippler und Frank Biela in Startreihe eins die besten Ausgangspositionen verschafft. Stippler setzte sich schon nach dem Start ab, während Filipe Albuquerque, Tom Kristensen und Frank Biela direkt dahinter durch einen Unfall in der ersten Kurve ausfielen. Lucas di Grassi, in der Startaufstellung Zehnter, kämpfte sich in einem spektakulären Rennen als bester Verfolger nach vorn. Bis zur letzten Runde wahrte der aktuelle Formel-E-Champion seine Siegchancen, setzte sich sogar kurz neben Stippler, musste sich am Ende aber um 0,8s geschlagen geben. Marcel Fässler , der sich rundenlang mit dem Brasilianer duelliert hatte, komplettierte das Podium als Dritter. Als schnellste Frau im Feld fuhr Vanina Ickx von Startplatz 16 auf den siebten Platz vor und überholte dabei auch den früheren DTM-Champion Hans-Joachim Stuck.

Milltek mit 4.GT86-Sieg bei VLN8

Bei wechselndem Wetter und schwierigen Streckenverhältnissen hatte Milltek Racing beim 8.ten VLN-Lauf ein glückliches Händchen mit der Entscheidung, ihren Toyota GT86 auch bei Regen über die komplette Distanz auf den profillosen Slicks fahren zu lassen. Damit sparte sich die Mannschaft viel Zeit gegenüber jenen Teams, die teilweise mehrere Stopps für die Wechsel auf Regen- und zurück auf Trockenreifen einlegten. „Es hat immer nur stellenweise geregnet. Die Bedingungen waren unserer Meinung nach nie so, dass wir auf Regenreifen hätten wechseln müssen. In Absprache mit unseren Fahrern haben wir deshalb diese Entscheidung getroffen und sind gut damit gefahren“, fasste Steve Pound, Teamchef von Milltek Racing, die taktische Route zusammen.

Allerdings hing der vierte Saisonerfolg des britischen Teams in den letzten 30 Minuten am seidenen Faden. „Im letzten Stint hatte ich eine unnötige Berührung mit einem unachtsamen BMW-Fahrer. Unsere Beifahrerseite sah danach aus wie aus Wellblech. Wir sind vorsichtshalber an die Box gefahren, um einen kurzen Sichtcheck vorzunehmen. Gott sei Dank war unser Vorsprung da schon so groß, dass wir Platz eins dennoch sicher nach Hause fahren konnten“, so Fahrer Lucian Gavris.

Die Schweizer Konkurrenten von Toyota Swiss Racing beendeten den Lauf auf Rang drei. Zwar überquerte das Auto mit der #535 die Ziellinie auf Platz zwei, kassierte aber wegen des Starts aus der Boxengasse wegen eines Unfalls im Qualifying eine Strafminute und fiel so auf Rang drei zurück. Rang zwei erbte so die neuformierte Mannschaft von Pit Lane Racing. Das Auto mit der Startnummer 531 pilotierten diesmal der Schweizer Jacques Castelein und die beiden Amerikaner Jean-Francois Brunot und Dennis Cassey.

Auf Rang 4 kam mit einer Runde Abstand auf die Sieger die zweite Pit Lane Racing-Crew mit Jacques Derenne, „Brody“ und dem einen Doppelstart absolvierenden Jacques Castelein ins Ziel. Eine weitere Runde dahinter musste sich der AM-Motorsports Toyota des Duos Müller/Leppert mit Rang 5 begnügen. Als Ausfälle wurden dagegen die beiden Toyota von Ring-Racing (technischer Defekt) und der neu im Feld antretende #527 Toyota des Duos Scharmach/Martynyuk verzeichnet.

Das bereits die ganze Saison andauernde Duell zwischen den beiden Top-Teams dieses Jahres, dem Cup-Titelverteidiger Toyota Swiss Racing Team und dem Cup-Neueinsteiger Milltek Racing, strebt seinem finalen Höhepunkt entgegen. Die britische Mannschaft Milltek Racing mit den Fahrern Dale Lomas (GB), Lucian Gavris (D) und Werner Gusenbauer (A) feierte in den bisher acht absolvierten Rennen vier Siege und sammelte insgesamt 133 Punkte. Manuel Amweg und Frédéric Yerly fuhren für das Toyota Swiss Racing bisher dreimal auf Platz eins. Unter Berücksichtigung der Streichresultate gehen die amtierenden Meister aus der Schweiz mit einem Vorsprung von drei Zählern (126:123) auf Milltek Racing in das Finale. Da der Gewinner eines Rennens im TMG GT86 Cup 20 Punkte bekommt, der Zweitplatzierte nur 17, liegt es sogar im Bereich des Möglichen, dass beide Teams die Saison punktgleich beenden. In diesem Fall entschiede die Anzahl der besseren Platzierungen in den Rennen über den Tabellenstand. Mit 4:3-Siegen hat Milltek Racing dabei aktuell die besseren Karten.

Oscar Tunjo fährt zum STT Titel

Beioscartunjo traumhaftem Herbstwetter im Rahmen der Westfalen Trophy am Nürburgring sicherte sich der Kolumbianer Oscar Tunjo im Mercedes AMG GT den Meistertitel in der Spezial Tourenwagen Trophy 2017. Dem neuen Champion reichten 2 zweite Plätze hinter den Gesamtsiegern Kenneth Heyer und Corvette-Pilot Jürgen Bender. In der Division 2 teilten sich Christian Ladurner (Seat Leon Mk3) und Ulrich Becker (BMW M3 E30) die Erfolge.

Für Oscar Tunjo war die Ausgangslage vor dem Finale der Spezial Tourenwagen Trophy klar. Dem 21jährigen reichten im Grunde die 4 Startpunkte, um den Titel perfekt zu machen. Somit konnte Tunjo relativ relaxt in die letzten beiden Rennen gehen. Mit Kenneth Heyer , der sich das Cockpit des Mercedes AMG GT mit Josef Klüber teilte, gab es in der Klasse 1 noch namhafte Konkurrenz. Zudem war Klaus Abbelen mit seinem Gruppe C Porsche 962 mit von der Partie. Der Kolumbianer behauptete sich im ersten Qualifying vor Heyer und Abbelen. Im zweiten Quali drehte Abbelen kräftig am Dampfrad und schnappte sich mit einer 1.55,694 die Pole. Darauf fehlten Tunjo knapp über 2s. Startplatz drei sicherte sich Jürgen Bender.

Heyer vs TunjoBeim Start zum ersten Rennen setzte sich Kenneth Heyer in Führung, während Tunjo knapp dahinter folgte. Klaus Abbelen fuhr auf Rang drei, wobei schon heftige Rauchzeichen das vorzeitige Ende der Dienstfahrt ankündigten. An der Spitze konnte Tunjo zunächst das Tempo von Heyer nicht ganz mitgehen. Der Sohn von Rennfahrerlegende Hans Heyer zog um einige Meter weg. Erst gegen Rennende knabberte Tunjo den Abstand wieder herunter. Doch mehr als ein Heranfahren an den Spitzenreiter war nicht mehr möglich. Mit 1,56 Sekunden Vorsprung sicherte sich Heyer den Sieg vor dem neuen STT Meister. Dahinter gelang Jürgen Bender mit seiner Corvette der Sprung aufs Podium. Der entthronte Champion hatte sich nach anfänglichem Zweikampf am Ende relativ klar gegen Michael Bäder im BMW M3 E46 V8 Kompressor durchgesetzt. „Beim ersten Rennen hatten wir in den ersten Runden einige Probleme. Ich habe es schließlich geschafft wieder auf Kenneth Heyer aufzuschließen, kam aber nicht mehr vorbei“, so Tunjo.

InStart Finale STT Durchgang zwei setzte sich Tunjo gleich beim Start in Front, nachdem Polesitter Klaus Abbelen wegen Motorprobleme auf das Rennen verzichten musste. Die Führung hielt jedoch nur kurz, als Tunjo technische Probleme bekam und auf Rang fünf zurückfiel. Während ganz vorne Jürgen Bender seinem zweiten Saisonsieg entgegen fuhr, gab Tunjo noch einmal alles. Am Ende sprang nach einer tollen Aufholjagd mit knapp über 11s Rückstand Gesamtrang 2 heraus. Rang drei ging diesmal an Michael Bäder.

150 Teams beim VLN-Finale

Das diesjährigefalkennew 42.DMV Münsterlandpokal-Rennen, das traditionelle Abschlussrennen der VLN Langstreckenmeisterschaft, wartet mit einem Feld von 150 Teilnehmern auf. Gemäss der gestern veröffentlichten Teilnehmerliste werden sich 13 GT3-Fahrzeuge an der Spitze eine Jagd um den Sieg liefern. Dabei dürfen die Fans sich wieder auf einige Rückkehrer freuen.

4 BMW, 3 Porsche 991 GT3 R, 2 Audi R8 LMS GT3 der Teams Phoenix und Land sowie 2 Ferrari und ein Mercedes bilden die Top-Kategorie der SP9, die von einem weiteren Porsche 911 des bisher in dieser Saison 4 mal erfolgreichen Manthey Racing Teams in der SPX-Klasse ergänzt werden. octane126ferrari7 der Wagen sind din der Pro-Kategorie eingestuft. So werden sowohl die beiden Falken Motorsport Fahrzeuge – der BMW M6-GT3 von Peter Dumbreck und Stef Dusseldorp startet mit einer neuen Lackierung in das Rennen – als auch der Porsche von Klaus Bachler und Romain Dumas wieder in den Kampf um den Sieg eingreifen. Mit dem schweizer Octane 126 AG Ferrari F488 GT3 der 3 Eidgenossen Björn Grossmann, Fabio Leimer und Simon Trummer kommt ein weiterer stark besetzter Ferrari hinzu. Beide Audi-Crews gehen mit den Besatzungen Chris Mamerow und Frank Stippler (Phoenix) und Christopher Mies/ Connor de Phillippi (Land) aussichtsreich besetzt ins Rennen. Hinzu kommen der zweite Frikadelli-Porsche von Norbert Siedler , Alex Müller und Frank Stippler , der an diesem Wochenende offensichtlich einen Doppeleinsatz zwischen dem Audi und dem Porsche absolviert und der Pro-BMW von Walkenhorst Motorsport mit dem Trio Krognes/Di Martino/Henkola.

2 weitere Walkenhorst BMW – auf dem 2.M6 GT3 ist mit dem Duo Tresson/Jonathan Hirschi auch eher eine Pro- statt eine Pro-Am-Besatzung unterwegs – der Black Falcon Mercedes AMG GT, der Wochenspiegel Team Monschau Ferrari und der Frikadelli-Porsche von Abbelen/Schmitz/Ziegler runden das Feld ab.

In vln7 cupdev911mantheyder SPX Klasse tritt zudem der aerodynamisch Manthey-“Grello“-Porsche erneut mit Evo-Teilen für die kommende Saison an. Gleich 3 Mercedes AMG GT4 - HTP-Motorsport bringt ein drittes Entwicklungs-Fahrzeug an den Start – und der bei VLN7 verunfallte Cup-Porsche von Manthey (Foto)komplettieren die Klasse auf 5 Fahrzeuge.

Während die beiden Porsche-Klassen nur schwach besetzt sind – 3 Autos in der SP7, 4 in der CUP2 – sind in der SP8 5 Wagen am Start. Je ein Lexus, Porsche, Ferrari BMW und Aston Martin sind hier in der Starterliste verzeichnet. Hinzu kommt ein weiterer BMW M2 des Schirmer Teams in der SP8T. 4 reine GT4 - 3 Cayman und ein Aston Martin - treten in der SP10-Klasse an. Die Gruppe H sieht in der Top-Klasse dieses mal nur ein Duell zwischen dem TAM-Porsche und dem mit 3 Kundenpiloten besetzten Destree Motorsport Porsche.

Die Produktionswagen-Klasse ist mit 4 Porsche in der V6 und 11 Wagen (6 Porsche und 4 BMW) in der V5 am Start. Hinzu kommen starke 19 BMW in der V4. Bei den CUP-Autos brilliert die BMW-Klasse der CUP5-Autos mit 18 Startern. In den GT-relevanten Klassen CUP3 (Cayman Trophy by Manthey), CUP4 (Toyota GT 86-Cup) und CUPX (KTM X-Bow) sind 8, 7 und 4 Fahrzeuge am Start.

Das Rennen startet wie gewohnt am Samstag um 12 Uhr und wird ab Beginn des Qualifyings um 8.30 Uhr auf der VLN Langstreckenmeisterschafts-Website live übertragen.