WEC 2021 mit 33 Autos

FIA und ACO haben heute die Nennliste der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft 2021 veröffentlicht. Der befürchtete Pandemie-Impact bleibt dabei weitestgehend aus: mit 33 Wagen auf der Nennliste hat sich ein vorzeigbares Feld für die 9.Saison der Langstrecken-WM zusammen gefunden. Das Jahr 1 der neuen Hypercar-Klasse beginnt mit 5 Autos in der siegverdächtigen Top-Kategorie. Während lediglich die GTE-Pro-Klassse mit lediglich 4 Autos daneben etwas schwächelt, präsentieren sowohl die LMP2-Klasse mit 11 Autos (davon 5 in der neuen Pro-Am-Wertung) und die GTE-AM mit 13 Wagen volle Felder.

Die Top-Klasse sieht im ersten Jahr unter dem neuen Hypercar-Reglement 5 Wagen am Start. 2 Toyota GR10 Hybrid, 2 Glickenhaus 007 LMH und der ex-Rebellion R13 LMP1 der nun als Alpine A480-Gibson umettikettiert ein zweites Leben eingehaucht bekommt. Letzterer ist als eingebremster „Grandfathered“ LMP1 nur eine Zwischenlösung ehe Alpine 2022 in die neue LMDh-Subkategorie wechselt und dort Audi und Porsche als neue Spielgefährten begrüssen kann. Nicht vertreten ist hingegen der lange gerüchtelte ByKolles Racing LMH was aber angesichts der vom mit limitierten Ressourcen arbeitenden deutsch-österreichischen Privatteam gewohnten Verspätungen niemanden überraschen sollte.

Mit 11 LMP2 dürften Defizite in der Spannung an der Spitze bei jedem Rennen schnell ausgeglichen werden. Das bis dato grösste LMP2-Feld seit 2016 (ebenfalls 11 Wagen) weist zudem mit der Pro-Am-Kategorie erstmals eine Subklasse auf, in der 5 Mannschaften starten. Um die Gesamtklassensiege fahren in der Klasse die Oreca-Mannschaften vom Team Jota (2 Autos) United Autosports (nur ein Wagen) die LMP2-Neueinsteiger vom Team WRT sowie die beiden ELMS-Umsteiger Inter-Europol Competition und das Richard Mille Racing Team.

In der Pro-Am starten zusätzlich die letztjährigen Mannschaften Dragonspeed, Racing Team Nederland und High-Class Racing sowie das aus der ELMS aufgestiegene RealRacing Team sowie die ARC Bratislava Mannschaft, die ihr bisheriges Asiatische Le Mans Serie-Engagement nun auf ein volles WM Programm aufstockt. Nicht mehr verlängert haben ihr LMP-Engagement hingegen die letztjährigen Teams Jackie Chan DC Racing, Cool Racing und Cetilar Racing.

Während die GTE-Pro nach dem Aston-Ausstieg zu einem reinen Duell Ferrari gegen Porsche mit jeweils nur 2 Wagen reduziert worden ist, versprechen 13 Einsatzteams in der GTE-Am-Klasse reichlich Rennaction und viel Überrundungsarbeit für die Piloten in den höheren Klassen. In der Privatierskategorie werden 5 Ferrari, 5 Porsche und 3 Aston Martin-Mannschaften am Start stehen. Die Streitmacht aus Maranello setzt sich wie bereits kolportiert aus 2 bereits im letzten Jahr eingesetzten Mannschaften von AF Corse sowie einem dritten von Amato Ferrari betreuten F488 der LMP2-Umsteiger von Cetilar Racing und den Neueinsteigern von Iron Lynx zusammen.

Porsches 5 Wagen werden von den bekannten Einsatzteams von Dempsey-Proton und Project 1 (je 2 Neunelfer) und dem letztjährigen Gulf Racing Team von Michael Wainwright zusammen, das nun unter dem Label GR Racing firmiert. Die 3 Aston Martin werden von Aston-Martin Racing (Paul Dalla Lana & Co), TF Sport und D´Station Racing an den Start gebracht.

Nicht mehr dabei sind hingegen die letztes Jahr ebenfalls von AF Corse betreuten Ferrari Teams MR Racing und Red River Racing.

BMW reduziert GTLM-Programm

motulbmwBMW hat das GTLM-Programm in der IMSA bekannt gegeben – und dieses läuft im letzten Jahr mit den M8 GTE nun deutlich eingeschränkter ab. Statt wie im letzten jahr in der gesamten IMSA-WeatherTech SportsCar Championship zu starten wird das Rahal-Letterman-Lanigan Racing-Einsatzteam die beiden M8 lediglich bei den 4 längeren Rennen des Michelin Endurance Cups einsetzen, also in Daytona, Sebring, Watkins Glen und beim Petit Le Mans in Road Atlanta.

Den #24 Wagen werden dieses Jahr die beiden letztjährigen GTLM-Cup-Champions John Edwards und Jesse Krohn zusammen mit Augusto Farfus und Marco Wittmann als viertem Daytona-Piloten pilotieren. Im #25 MOTUL BMW M8 GTE wechseln sich Bruno Spengler, Connor De Phillippi, Philipp Eng und Timo Glock ab, wobei Glock nur in Daytona zum Einsatz kommt.

Mit dem reduzierten BMW-Programm steht somit fest das die GTLM-Klasse für den Rest der IMSA saison lediglich 3 Autos – 2 Corvette und den durch Proton Competition eingesetzten Weather Tech Porsche – am Start sehen wird. Angeblich soll die Klasse nach dieser Saison in der IMSA-Meisterschaft vor dem Aus stehen.

WEC-Programm für Rahel Frey & Co

Die italienische Iron Lynx Mannschaft steigt aus der Europäischen Le Mans Serie in die FIA Langstrecken Weltmeisterschaft um. Die Mannschaft wird in der kommenden Saison der Langstrecken-WM 2 Ferrari F488 GTE einsetzen. Einer der Wagen soll für das Stamm-Damentrio Rahel Frey, Manuela Gostner und Michelle Gatting eingesetzt werden, das seit 2 Jahren in der ELMS in dieser Zusammensetzung startet und auch bei den letzten 2 Ausgaben des 24 Stunden Rennen von Le Mans gemeinsam mit dem Team startete.

Neben dem #85 Ferrari der Damen startet der #60 Wagen des Teams mit einer rein männlichen Besatzung in der WM, wobei hier die beiden Teambesitzer Claudio Schiavoni und Andrea Piccini sich das Lenkrad mit Matteo Cressoni teilen werden.

Mit den beiden Iron Lynx-Ferraris steigt die Anzahl der in der GTE-Am-Klasse der WM engagierten Ferraris auf 5 Fahrzeuge an: AF Corse wird weiterhin 2 Wagen an den Start bringen, wobei eines der Fahrzeuge von Privatier Francois Perrodo finanziert wird. Zusätzlich steigt die Cetilar Racing Mannschaft wie berichtet aus der LMP2-Klasse in die GTE-Am mit einem Ferrari um.

Hörr & Kranz vor Daytona-Debüt

laurentshoerr2moritzkranzMühlner Motorsport hat offensichtlich die ersten beiden Piloten für das LMP3-Engagement bei den 24 Stunden von Daytona fixiert. Auf einer aktualisierten Nennliste für die 58. ausgabe des Klassikers in Florida sind der aktuelle 2-fache Michelin Le Mans Cup-Champion Laurents Hörr und Michelin Le Mans Cup-Pilot Moritz Kranz als erste 2 Piloten aufgeführt. Beide werden demnach schon am kommenden Wochenende das Roar before the Rolex für die deutschsprachige Mannschaft bestreiten und sind damit heisse Kandidaten für die ersten beiden Sitze im Mühlner Motorsport Duqueine M30-D08 LMP3.

Der 23 jährige Gerlinger Hörr – bei Duqueine als einer der Referenzpiloten der hausinternen LMP3-Konstruktion eingestuft – hatte schon vor einigen Tagen sein Engagement mit der deutsch-amerikanischen Mannschaft bekannt gemacht. Moritz Kranz, der schon in der letzten Saison mit Mühlner in der LMP3-Klasse des Michelin Le Mans Cup antrat wird sein letztes Jahr in den unteren GT-Ligen begonnenes IMSA-Engagement in diesem Jahr ausbauen und steht ebenfalls wie Hörr vor seinem Debüt beim Langstreckenklassiker in Florida.

Kandidaten für die beiden noch zu vergebenden Sitze im Mühlner-LMP3 werden im Laufe des nächsten Wochenendes beim Roar before the Rolex gesichtet. Danach dürfte die Truppe von Bernhard Mühlner zeitnah ihr Lineup bekannt geben. Beim Rennen in 1 ½ Wochen wird man gegen die 6 Mitkonkurrenz-Fahrzeuge von Forty-7 Motorsports (ebenfalls Duqueine) Sean Creech Motorsports, Performance Tech, Core Autosport und 2 Riley Motorsport (alle mit Ligier) in den Langstreckenklassiker ziehen.

Rinaldis AsLMS-Cockpits komplett

rinaldi abudhabiDie Rinaldi Racing Mannschaft hat nun ihre Besatzungen für das Asiatische Le Mans Serie-Debüt komplettiert. Neben David Perel und dem amtierenden Michelin Le Mans Cup-Champion Rino Mastronardi wird demnach der letztjährige WEC-Ferrari-Werkspilot Davide Rigon auf dem #55 Ferrari der deutschen Mannschaft antreten. Auf dem #66 Pro-Am Ferrari werden die bereits von Michele Rinaldi uns gegenüber vor 4 Wochen bestätigten Piloten Christian Hook und Manuel Lauck vom bisherigen Lamborghini-Piloten Patrick Kujala unterstützt.

Rigon, der just seinen Werkssitz in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft an den Brasilianer Daniel Serra abtreten musste, kennt zumindest die Strecke in Abu Dhabi bestens: dort konnte er im Rahmen der Gulf 12 hours schon 4 Gesamtsiege zusammen mit den Mannschaften von Kessel Racing und AF Corse feiern. Die just im Kalender bestätigte Auftaktstrecke in Dubai ist hingegen Neuland für ihn.

Der 24 jährige Finne Patrick Kujala – aktuell Silver-Cup Champion des GT World Challenge Europe Endurance-Cups - tritt hingegen zum ersten Mal im Ferrari an. Der talentierte Finne gilt als heisser Kandidat für den kommenden Lamborghini-Werksfahrerkader.

Die 4 Rennen der Asiatischen Le Mans Serie 2021 finden vom 13-20.Februar auf den beiden Strecken in Dubai und Abu Dhabi statt.

Toyota GR 10 Hybrid LMH

GR010 HYBRID schraegToyota hat am vergangenen Wochenende das Toyota GR10 Hybrid Hypercar offiziell vorgestellt. Das neue Einsatzgerät in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft und bei den 24 Stunden Rennen von Le Mans ist der offizielle Nachfolger des TS050 Hybrid LMP1, mit dem der japanische Hersteller seinen WEC-Titel gegen die Konkurrenz in der kommenden Saison verteidigen will. Der Wagen wurde in den letzten 18 Monaten in Zusammenarbeit zwischen TMG in Köln und dem japanischen Toyota-Werk in Higashi-Fuji, das den hybrid-elektrischen Antriebsstrang beisteuerte, entwickelt.

Befeuert wird der GR010 HYBRID durch einen 3.5Liter V6 Biturbo-Motor mit Benzin-Direkteinspritzung der maximal 680PS über ein sequentiell geschaltetes 7-Gang Getriebe an die Hinterräder liefern kann, allerdings auf 408 PS abgeregelt werden muss, sobald der durch eine Lithium-Ionen-Battereie gespeiste 272PS starke Motor Generator an der Frontachse in Aktion tritt. Die Leistung der Hypercars ist nämlich reglementbedingt auf eben diese 680 Maximal-PS limitiert, was dem durch AISIN AW und DENSO gemeinsam entwickelten System ein ausgeklügeltes Motormanagementsystem zur Begrenzung der Systemleistung abverlangt. Da zudem der Elektro-Boost anders als wie bisher erst ab Tempo 120 auf der Strecke greifen darf dürfte sich die Fahrcharakteristik der Wagen grundlegend ändern.

GR010 HYBRID frontDer neue Wagen ist zudem mit einem Gewicht von 1050kg 162kg schwerer, 25cm länger, 10cm breiter und 10cm höher wie sein Vorgänger. Mit 680 PS beklagt Toyota zudem einen Leistungsverlust von 32% im Vergleich zum Vorgänger, dessen Antriebsstrang basierend auf einem 2,4l V6 Biturbo-V6 und einem Allrad-MGU an Vorder- und Hinterachse demzufolge angeblich genau 1000PS an den Dyno brachte (was eher eine Mindestangabe sein dürfte). Damit entspricht der Wagen dem neuen Leistungsfenster des ACO der die Rundenzeiten auf dem Circuit de la Sarthe wieder auf ein Niveau knapp unterhalb der 3:30´er Marke anheben will, was unter anderem auch eine umfangreiche Leistungsbeschneidung der LMP2 notwendig machte.

GR010 HYBRID heckAnders als wie bisher müssen die LMH-Hypercars und die in den kommenden Jahren nachfolgenden LMDh auch mit nur einer Aerodynamik-Konfiguration klar kommen, was eine umfangreiche Aero-Entwicklung im Vorfeld für den Wagen notwendig machte. Toyota weist zudem darauf hin das der Wagen lediglich „inspiriert“ vom strassenzugelassenen GR Super Sport Hypercar gestaltet wurde – was darauf hinweist das einzelne technische Komponenten zwar zwischen den Wagen getelilt werden, es sich beim Rennauto aber um ein komplett eigenständiges Gefährt handelt.

In der nun 9. Rennsaison in Folge die Toyota bestreitet wird sich das Team weiterhin treu auf seine Stammpiloten verlassen: die amtierenden Weltmeister Mike Conway, Kamui Kobayashi und José María López werden auf der traditionellen #7 antreten, während Sébastien Buemi, Kazuki Nakajima und Brendon Hartley sich die #8 teilen. Der Niederländer Nyck de Vries fungiert weiterhin als Test- und Reservepilot.

Fakten zum 16.ten 24h Dubai

Die vergangene 16 Ausgabe der 24h von Dubai (der Link führt zum Rennbericht auf unseren Seiten) hatte ausser dem 6.Sieg eines Porsche - womit Porsche wieder zur erfolgreichsten Hersteller beim Wüstenklassiker avancierte - einige weitere bemerkenswerte Fakten zu bieten. Diese versuchen wir hier einmal zusammen zu fassen:

- Es bleibt weiter dabei: in Dubai können nur deutsche Autos gewinnen! 6 mal war es ein Porsche, 5 mal ein AMG. 3 Siege konnten BMW-Teams vermelden und je 2 mal war ein Audi erfolgreich.

- Porsches 6 Siege gelangen mit 6 Einsatzteams aus 5 verschiedenen Ländern und 5 verschiedenen Kostruktionen. Die Siege für die Weissacher fuhren bislang die australische VIP-Petfoods-Mannschaft (2008; mit einem Porsche RSR Racing ), Land Motorsport (2009, 997 GT3 Cup), die französische IMSA-Performance-Equipe (2010; Porsche 997 GT3 RSR) , Stadler Motorsport aus der Schweiz (2014; 997 GT3 R), sowie Herberth Motorsport 2017 und nun GPX Racing, jeweils mit einem 991 GT3 R. Mercedes 5 Siege wurden hingegen sämtlichst durch die Black Falcon Mannschaft eingefahren.

- Das 40.te 24h-Rennen in der nun 78 Rennen umfassenden Geschichte der 24 Stunden-Serie führte nebenbei dazu das Porsche seine Siegesbilanz auf nun 20 Seriensiege (24 & 12h-Rennen) ausbauen konnte

- GPX-Racing ist die 11. Mannschaft die sich in die Siegerliste des Wüstenklassikers eintragen konnte. Lediglich Black Falcon (5 Siege) und Duller Motorsport (2) konnten dabei mehr als einen Sieg erringen.

- Zum dritten Mal gewann ein Team unter Emiratischer Nennung das Rennen, wobei zum ersten mal das Team organisatorisch tatsächlich in den Emiraten beheimatet ist. Black Falcon hatte bereits zuvor 2 mal für Kundenpilot Al Qubaisi einen siegreichen Wagen unter dessen Flagge gemeldet.

- Alle 5 Piloten an Bord des siegreichen Porsches konnten sich zum ersten Mal in die Siegerlisten des Klassikers eintragen. Für den aus Simbabwe stammenden Afrikaner Axcil Jefferies stellte der Erfolg den grössten Einzelerfolg seiner Karriere nach den beiden Meistertiteln in der Lamborghini Supertropheo Middle East dar. Noch nie zuvor hatte ein Pilot aus dem afrikanischen Staat ein 24h-Rennen gewinnen können.

- Porsche Audi und AMG in Form der Teams GPX, WRT und Haupt Racing Team stiegen auf das Podium. Das macht in der Summe nach 16 Rennen je 14 Podiumsergebnisse für Porsche und Mercedes (Spitzenplatz) und nun 7 Podiumsergebnisse für Audi, die sich damit auf Rang 2 hinter den beiden Stuttgarter Herstellern schieben. Bei den Teams baut Black Falcon/HRT seine Bilanz auf 10 Podiumsergebnisse aus, vor dem Belgian Audi Club Team WRT mit bislang 4 eingefahrenen Podien.

- Mit 51 Wagen startete das kleinste Feld in der Geschichte des Rennens – die Gründe dafür wurden hier hinreichend erläutert...

- 17 Gelbphasen markierten trotz des kleinen Feldes das drittturbulenteste Rennen in der Geschichte des Klassikers. Nur 2019 (19 * Code 60) und 2017 (21 mal !) wurde das Rennen öfters unterbrochen. - Die zum elften Male ausgetragene Porsche-Cup Klasse konnte das zehnte Siegerteam verzeichnen. In diesem Jahr gewann die niederländische NKPP by Bas Koeten Mannschaft mit einem niederländischen Fahrerquartett mit nur 8 Cup-Porsche trat allerdings das zahlenmässig drittkleinste Feld in der Geschichte des Klassikers an.

- Mit der kanadischen ST Racing Mannschaft der kanadischen Tourenwagenpilotin Samantha Tan gewann zum zweiten mal ein BMW-GT4-Team die GT4-Klasse. Die Statistiken der ab 2010 unter dem SP3-Label ausgetragenen Klasse führt allerdings weiter Ginetta mit 5 Siegen an. Nur BMW hat als einziger Hersteller nun daneben mehr als einen Sieg verzeichnen können.

leipert- In der GTX-Klasse gewann Leipert Motorsport zum 2.Male die Kategorie mit ihrem Lamborghini Huracán Supertropheo, nachdem man schon 2019 den Klassensieg einfahren konnte. 4 mal hat nun ein Lamborghini die Klasse gewonnen. Einmal war ein Porsche 911 Cup MR erfolgreich.

- In der TCR-Klasse die seit 2016 ausgefahren wird gewann zum ersten Mal mit dem schweizer Topcar-Team eine Cupra-Mannschaft. Alle Siege seit 2016 sind in dieser Kategorie übrigens mit Autos aus dem VAG-Konzern (Seat, VW, Audi und Cupra) eingefahren worden.

Walkenhorst´s AsLMS-Crews

Walkenhorst Motorsport hat 5 seiner 6 Piloten für das Premierenengagement in der Asiatischen Le Mans Serie 2021 bestätigt die in den Vereinigten Arabischen Emiraten auf den Kursen von Dubai und Abu Dhabi ausgetragen wird. Auf dem in der GT3-Pro Klasse startenden BMW M6-GT3 wird die Truppe aus dem niedersächsischen Melle die 3 Piloten Nick Catsburg, Chandler Hull und Jon Miller einsetzen.

Catsburg gehörte im abgelaufenen Jahr zur Intercontinental GT Challenge-Meistermannschaft von Walkenhorst. Hull kommt aus der amerikanischen Tourenwagen-Serie der IMSA während Jo Miller just mit der kanadischen ST Racing Mannschaft die 24h von Dubai gewinnen konnte.

Auf dem zweiten in der GT3-ProAm gemeldeten Wagen wird Henry Walkenhorst persönlich mit Nordschleifenpilot Jörg Breuer antreten. Ein dritter Sitz auf diesem Fahrzeug ist noch unbesetzt.

Ultimate Comeback in der LMP2

Ultimate ELMS 2020 LiveryDas Ultimate Team kehrt 2021 in die Europäische Le Mans Serie zurück. Das LMP3-Trio Matthieu und Jean-Baptiste Lahaye sowie Francois Heriau will dabei ihren 2020 aufgrund der Corona-Pandemie verschobenen Umstieg in die LMP2-Klasse vollziehen und hat sich dafür einen Oreca 07 Gibson LMP2 zugelegt. Damit wird die Mannschaft wahrscheinlich auch in der neuen Pro-Am-Klasse der LMP2 startberechtigt sein.

GPX-Racing gewinnt 24h Dubai

Die 16. 24h von Dubai (der Link führt zum Rennbericht auf unseren Seiten) sind mit dem sechsten Porsche Sieg in der Geschichte des Klassikers zu Ende gegangen. Das GPX Racing Quintett Julien Andlauer, Mathieu Jaminet, Axcil Jeffries, Frederic Fatien und Alain Ferté querte die Ziellinie am Samstag mittag unserer Zeit nach 600 absolvierten Runden die Ziellinie. Der Vorsprung auf das zweitplazierte Belgian Audi Club Team WRT Quintett Dries Vanthoor, Kelvin van der Linde, Louis Machiels, Benjamin Goethe und Frank Bird betrug am Ende gut eine Runde. Die belgische Audi Mannschaft setzte sich in der Endphase gegen den lange zweitplazierten Haupt Racing Team-Bilstein Mercedes AMG GT3 von Hubert Haupt, Maro Engel , Patrick Assenheimer , Ryan Ratcliffe und Khaled Al Qubaisi durch der in der Endphase nach einem zeitlich unglücklichen Tankstopp und einem zusätzlichen Fahrerwechsel P2 an die Audi-Mannschaft verlor.

An der Spitze setzte sich die im letzten Jahr nach einem spektakulären Unfall frühzeitig ausgeschiedene einheimische GPX-Truppe mit einer souveränen Vorstellung zu ihrem ersten Sieg beim Wüstenklassiker durch. Nach etwa 2 Rennstunden übernahm man erstmals die Führung nachdem die zuerst führende Herberth Motorsport-Mannschaft aufgrund von Problemen an den Frontachse und einem erneuten Kontakt infolge eines verbogenen Querlenkers das Rennen frühzeitig aufgeben musste. Im Endeffekt führte die in den Vereinigten Arabischen Emiraten gemeldete Mannschaft das Rennen in 522 der 600 Runden an, und verspielte einen 3 Runden Vorsprung auf den Bilstein AMG zu Beginn des letzten Rennviertels nur als dieser in einer Code 60 Phase zum Tankstopp reinkommen konnte, während die Porsche-Mannschaft zuvor unter Grün gestoppt hatte.

Die Hoffnung auf einen zweiten derartigen Coup erfüllte sich für die 5-fache Sieger-Mannschaft von Hubert Haupt und seine Kollegen jedoch nicht; statt dessen griff man bei der letzten Code 60 Phase seinerseits ins Leere als das Rennen auf Grün geschaltet wurde noch bevor der Tankstopp der AMG-Mannschaft beendet war. Da WRT-Schlusspilot Vanthoor zudem im schnellen Economy-Modus unterwegs war verlor man P2 an den Audi.

Hinter dem nach einem Pannenstint am frühen Morgen auf P4 zurückgefallenen Grasser Racing Team Lamborghini Huracán GT3 evo auf P4 holte sich das fünftplazierte Abu Dhabi Racing Team HRT mit dem roten #5 Mercedes AMG GT3 von Khaled Al Qubaisi, Valentin Pierburg, Florian Scholze, Nico Bastian und Patrick Assenheimer den Klasssensieg in der GT3-Am. Daneben steigen die beiden Car-Collection-Besatzungen (#34 vor #88) mit auf das Klassen-Podium.

Die 991 Klasse gewannt die niederländische NKPP Racing by Bas Koeten Mannschaft. Der Sieg in der GTX-Klasse ging an das Leipert Motorsport Quintett Gregg Gorski, Gerhard Watzinger, Kurt Thiel, Oscar Lee und Fidel Leib. Den GT4-Sieg holte sich die kanadische ST Racing BMW M4-GT4 Truppe von Teammanagerin Samantha Tan, Chandler Hull, Jon Miller und Nick Wittmer. Den TCR-Sieg holte sich die schweizer Topcar-Sport-Equipe mit dem Cupra von Fabian Danz, Adrian Spescha , Patrick Sing , Ronny Jost und Benjamin Leuchter. Der TCX-Sieg ging letztendlich an den PK Carsport BMW M2 CS von Bert Longin, Peter Guelinckx , Stienes Longin & Stijn Lowette.

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