Verfasst von Timo Schumacher. Veröffentlicht in Australische GT
Das Mercedes-AMG Team GMR konnte sich am vergangenen Rennwochenende den Sieg bei den Meguiar's 12 Stunden von Bathurst sichern (komplettes Rennergebnis). Für Maro Engel, Maxime Martin und Mikael Grenier ist es der erste Erfolg bei diesem Rennen, für Mercedes-AMG der vierte nach 2013 (SLS AMG GT3), 2022 und 2023 (AMG GT3 Evo). Die zurückgelegte Distanz mit nur 262 Runden ist die geringste seit der Zulassung der GT3-Fahrzeuge, bedingt durch eine Unterbrechung per roter Flagge um 55 Minuten.
Auf den Plätzen folgten der High Class Racing-Porsche 911 GT3 R von Dorian Boccolacci, Anders Fjordbach und Kerong Li (Sieger der Bronze-Wertung) sowie der BMW M4 GT3 Evo vom Team WRT und den Piloten Augusto Farfus, Raffaele Marciello und Valentino Rossi. Interessant ist die Tatsache, dass die beiden bestplatzierten Teams nur von den Rängen 31 (Team GMR) und 32 (High Class Racing) ins Rennen gegangen sind - die Startposition war also nicht alles-entscheidend. Klassensieger in der Pro/Am-Wertung wurde der Mercedes-AMG GT3 Evo von RAM Motorsport/GWR Australia. 111 Racing siegte im IRC GT in der Invitational, Method Motorsport im McLaren Artura GT4 in der GT4.
Um den Sieg mitgekämpft haben noch andere, allen voran der Mercedes-AMG GT3 Evo vom Mercedes-AMG Team Craft Bamboo: 3:43 Stunden vor Rennende lag Ralf Aron nach einer Safety Car-Phase in Führung. Er traf als erstes auf den Tsunami RT-Porsche von Johannes Zelger, der im "The Dipper" gedreht wurde. Mangels Warnung durch gelber Flaggen und dank Funkproblemen fuhr Aron ungebremst in den die Strecke blockierenden Porsche, erlitt dabei Verletzungen am Rücken. Wie durch ein Wunder sind die nachfolgenden Fahrzeuge ohne weitere Berührungen durch die gestrandeten Fahrzeuge und die Trümmer auf der Strecke gekommen, dennoch musste die Rennleitung das Rennen für die Aufräumarbeiten unterbrechen.
Bei der letzten Rennfreigabe in der letzten Rennstunde lag Kelvin van der Linde im WRT-BMW dank cleverer Strategie vor Jules Gounon im 75 Express-AMG. Es war klar, dass van der Linde bis zum Rennende Sprit sparen musste, dennoch attackierte Gounon ihn in der ersten Kurve. Beide trugen Schäden an der Karosserie davon, van der Linde musste zur Schnell-Reparatur an die Box (das linke hintere Seitenteil wurde kurzerhand demontiert). Aus den Position 1 und 2 wurden für die beiden am Ende nur Rang 7 (Gounon) und 12 (van der Linde). Auch die Corvette von Johor Motorsports Racing JMR mischte zwischenzeitlich an der Spitze mit, doch ein Einschlag in den "Esses" vereitelte mehr. Christopher Mies musste den Ford Mustang GT3 von HRT Ford Racing nach 3 Runden und einem unschönen Wildlife-Kontakt früh abstellen.
Die nächste Runde der IGTC findet Mitte Mai mit den 24 Stunden vom Nürburgring statt.
Verfasst von Timo Schumacher. Veröffentlicht in Australische GT
Die aktuelle Entry List für die Meguiars's 12 Stunden von Bathurst umfasst 35 Fahrzeuge. Die 35 Fahrzuege verteilen sich auf 12 Hersteller mit 115 Fahrern aus 22 Nationalitäten. 9 vorherige Sieger sind mit vertreten.
Mit 15 Startern ist die GT3 Pro-Klasse mit Abstand am besten aufgestellt - gut für viel Spannung beim Kampf um den Gesamtsieg. An dieser Stelle wollen wir vor allem die deutschsprachigen Fahrer hervorheben. 6 Mercedes-AMG GT3 Evo stehen dabei an der Spitze: Die drei Mercedes-AMG Teams Tigani Motorsport (mit Fabian Schiller und Philip Ellis), Craft Bamboo Racing (Maximilian Götz und Lucas Auer) und GMR (Maro Engel), sowie 75 Express (Luca Stolz), Grove Racing und Scott Taylor Motorsport. 2 BMW M4 GT3 Evo kommen vom belgischen Team WRT (mit unter anderem Valentino Rossi). Ebenfalls 2 Porsche 911 GT3 R (992) werden erwartet von EBM (Ricardo Feller, Laurin Heinrich, Klaus Bachler) sowie Absolute Racing. Je 1 Audi R8 LMS GT3 Evo II kommt von Jamec Racing/Team MPC (Christopher Haase), 1 Chevrolet Corvette Z06 GT3.R von Johor Motorsports Racing JMR, 1 Ferrari 296 GT3 von Arise Racing GT, 1 Ford Mustang GT3 von HRT Ford Racing (deutsches Team, mit Christopher Mies), sowie 1 McLaren 720S GT3 Evo von Optimum Motorsport (Marvin Kirchhofer). Das recht große Pro-Feld glänzt dabei nicht nur mit deutschen Spitzen-Fahrern, sondern hat auch mit anderen Nationen groß aufgefahren: man schaue sich die Besatzung der Corvette an (Alexander Sims, Nicky Catsburg, Earl Bamber), des Ferraris (Jaxon Evans, Davide Rigon, Daniel Serra) oder die beiden WRT-BMWs (Jordan Pepper, Kelvin van der Linde, Charles Weerts sowie Augusto Farfus, Raffaele Marciello, Valentino Rossi). Für mehr gerne in der Entry List stöbern.
Neben der Pro- gibt es mit McLaren und Mercedes-AMG noch 2 weitere Starter in der Silber-Klasse, 4 in der Pro-Am mit Aston Martin, Audi, Chevrolet und Mercedes-AMG. Vervollständigt werden die GT3s von 10 Fahrzeugen in der Bronze-Wertung: 3x Porsche (darunter Herberth Motorsport mit Ralf Bohn sowie Robert und Alfred Renauer), 2x Audi, 2x Mercedes-AMG, 1x BMW (Team KRC mit Max Hesse), 1x Ferrari und 1x Lamborghini.
Hinzu kommen mit dem KTM X-Bow GT2 und dem IRC GT 2 Fahrzeuge aus der Invitational-Klasse, und mit Aston Martin Vantage GT4 und McLaren Artura GT4 2 aus der GT4-Klasse.
Die Action beginnt auf der Strecke am Donnerstag. Nach deutscher Zeit sollte das Qualifying am Samstag um 6:15 Uhr morgens stattfinden. Das 12 Stunden Rennen startet nach deutscher Zeit Samstag Abend um 19:45 Uhr. Was für Australien ein typischer Rennstart kurz vor Sonnenaufgang ist, findet in Deutschland in der Nacht bis Sonntag Morgen statt.
Verfasst von Timo Schumacher. Veröffentlicht in Creventic 24h Serie
Das belgische Team WRT sicherte sich am vergangenen Wochenende den Gesamtsieg (der Link führt zu den Ergebnissen) der 21. Michelin 24 Stunden von Dubai für den BMW M4 GT3 Evo mit der Crew Anthony McIntosh, Ben Tuck, Jordan Pepper, Kelvin van der Linde und Fran Rueda. Es ist der fünfte Sieg für das Team nach 2025, 2023, 2022 und 2016 (wodurch man nun mit Black Falcon gemeinsam an der Spitze ist) und der sechste Sieg für BMW (also gleiche Anzahl wie Spitzenreiter Porsche). Nach 2025 ist es der zweite Gesamtsieg für Ben Tuck, die restliche Crew trägt sich zum ersten Mal in die Dubai-Siegerlisten ein.
Position 2 ging an die Teamkollegen Stanislav Minsky, Mathieu Detry sowie die drei deutschen Thomas Kiefer, Julian Hanses und Christopher Haase. Eigentlich hätte der Am-BMW von Paradine Competition das BMW-Podium perfekt machen sollen. Doch eine halbe Stunde vor Schluss sorgte eine Reifen- und Bremsendefekt dafür, dass James Kellett den Paradine-BMW in der Box abstellen musste. Somit konnte Winward Racing im Mercedes-AMG GT3 Evo und dem Quartett Sergey Stolyarov, Daan Arrow, Maro Engel und Luca Stolz mit Rang 3 noch Schadensbegrenzung betreiben, da die BMW das Rennen über unantastbar schienen. Der zweite Winward-AMG schied nach 7 Stunden mit technischem Defekt aus. Durch den Sieg in Dubai und den zweiten Platz in Abu Dhabi konnte sich WRT mit der #669 auch den Sieg in der Middle East-Meisterschaft sichern.
In der GT3 Pro/Am sicherte sich Herberth Motorsport einen Doppelsieg mit seinen beiden Porsche 911 GT3 R (992), vor dem Dragon Racing-Ferrari. Nach dem Ausfall des Paradine-BMW ging die GT3 Am an den Audi R8 LMS GT3 Evo II von Continental Racing by Simpson Motorsport, vor dem Hofor Racing-Mercedes-AMG GT3 Evo und dem Porsche 911 GT3 R (992) von Lionspeed GP. Der Haas RT-Audi hat hier eine lange Zeit vorne mitgespielt, durch einen verlorenen Reifen ging aber zu viel Zeit von dannen. GT3 Pro/Am-Meister wird Herberth Motorsport #269, die GT3 Am sichert sich Continental Racing by Simpson Motorsport #69.
Sieger in der GTX wurde der Lamborghini Huracán Super Trofeo Evo2 von Leipert Motorsport vor der neuen Ginetta G56 GT2 vom Team CMR und dem Vortex. Der Rossa LM GT schied in aussichtsreicher Position liegend nach 19:40 Stunden durch einen Unfall spektakulär aus. Das Team CMR sichert sich die Middle East-Trophy.
Der Sieg in der 992 für Porsche 911 GT3 Cup-Fahrzeuge vom Typ 992 ging an Tierra Outdoor Racing by Fach. Ab der achten Rennstunde hat das Team die Führung übernommen und nicht mehr abgegeben. Probleme bei der Konkurrenz, allen voran beim Red Camel-Porsche mit Motorproblemen und ein Leitplankenkontakt, ließen die Fahrt ungefährdet erscheinen. Doch der Am-Sieger der 992 von Red Ant Racing beendete das Rennen mit nur einer Runde Rückstand, P3 in der 992 von SebLajoux Racing ebenfalls in der gleichen Runde. 992-Middle East-Meister wird Seblajoux Racing mit der #888.
GT4-Sieger war ungefährdet Cerny Motorsport mit dem BMW M4 GT4. Neben den schnellsten Zeiten sorgten Probleme bei der Konkurrenz vom SRS Team Sorg Rennsport und Circuit Toys für eine "entspannte" Fahrt. SIeger in der TCX-Wertung wurde asBest Racing im Cupra TCR DSG, die TC-Klasse sicherte sich KCMG mit dem Toyota GR Supra GT4 Evo "B-Spec". Cerny Motorsport wird auch Middle East-Meister in der GT4, in der TCE sichert sich asBest Racing den Titel mit der #102.
Damit geht die Middle East-Saison der 24h Serie zu Ende. Die Euopra-Saison beginnt am 20.-22.03.2026 im italienischen Mugello.
Fotos: www.24hseries.com
Verfasst von Timo Schumacher. Veröffentlicht in Creventic 24h Serie
Am kommenden Wochenende steht die 21. Ausgabe der Michelin 24 Stunden von Dubai auf dem Programm. 66 Fahrzeuge haben sich auf der aktuellen Entry List angekündigt um die Frage auszufahren: Wer holt Gesamtsieg Nummer 21? Bislang stehen Porsche mit 6 Siegen, BMW und Mercedes-AMG mit 5 sowie Audi mit 4 Siegen in den Geschichtsbüchern.
Mit 33 Fahrzeugen stellt die GT3-Klasse die Hälfte des Fahrzeugfeldes. Diese teilen sich wie gewohnt in die Kategorien GT3, GT3 Pro/Am und GT3 Am auf. Aus den Reigen der GT3-Fahrzeuge ohne Pro/Am- oder Am-Zusatz sollte sich der Gesamtsieger ergeben. Da die finale Einteilung noch nicht erfolgt ist, werfen wir hier einen kurzen Blick auf die augenscheinlich stärksten Sieganwärter: Mercedes-AMG und Porsche stellen mit 10 Fahrzeugen das breiteste Aufgebot. Bei Porsche hervorzuheben sind die #10 von Herberth Motorsport (die Gewinner der 6h Abu Dhabi Antares Au, Ralf Bohn, Loek Hartog und Joel Sturm), die #61 von EBM (mit unter anderem den Pros Dorian Boccolacci und Alessandro Ghiretti) sowie die #92 von Pure Rxcing mit einer reinen Semi-Pro-Mannschaft (also kein einziger Am-Fahrer). Bei Mercedes-AMG blicken wir in puncto Gesamtsieg auf die #4 von Grove Racing by GetSpeed, die #16 von Winward Racing (Sergey Stolyarov, Daan Arrow, Maro Engel und Luca Stolz) und die Teamkollegen mit der #81 (Rinat Salikhov, Gabriele Piana, Marvin Dienst und Matteo Cairoli). 4 der Audi R8 LMS GT3 Evo II sind dabei, unter anderem die 18 vom Sainteloc Junior Team mit Pierre Kaffer und Elia Erhart. Ebenfalls 4 Ferrari 296 GT3 sind gemeldet, am stärksten wohl die #777 von Al Manar by Dragon Racing (Axcil Jefferies, Dustin Blattner, Dennis Marschall, Al Faisal Al Zubair). Dazu kommen 3 BMW M4 GT3 Evo mit 2x Team WRT und starken Fahrercrews, und 2 McLaren 720S GT3 Evo von Optimum Motorsport, die mit ausgeglichenen Besatzungen ebenfalls zum Kreis der Sieganwärter gehören - und "endlich" die Serie der deutschen siegreichen Hersteller brechen könnten.
Zu den GT3s gesellen sich 16 Porsche 911 GT3 Cup-Fahrzeuge des Typs 992. Auch ist ist die finale Einstufung noch nicht geschehen: Aktuell sind nur 2 Fahrzeuge in der Unterkategorie 992 Am gemeldet, was sich sicherlich noch ändern wird. Deutschsprachige Beteiligung kommt hier von 4 Porsche des Teams HRT Performance sowie aus Österreich Neuhofer Racing und Razoon - More than racing.
Die Klasse GTX sieht 6 Fahrzeuge. 3 Lamborghini Huracán Super Trofeo der Teams Leipert Motorsport, GT 3 Poland und des Teams CMR - welches ebenfalls die neue Ginetta G56 GT2 einsetzt. Dazu noch der Rossa LM GT von Rossa Racing sowie der bekannte Vortex 2.0 des Teams Vortex V8.
Für die GT4 haben sich die Teams SRS Team Sorg Rennsport (Porsche 718 Cayman), Circuit Toys (Toyota GR Supra), Cerny Motorsport (BMW M4 GT4) und CWS Engineering (GInetta G56 GT4) angekündigt.
Die TCE/TCX ist in reiner deutscher Hand: asBest Racing mit 4 Fahrzeugen (Seat Leon Cup Racer, Cupra TCR DSG, VW Golf GTI TCR DSG, Porsche 718 Cayman GT4 CS) gegen einen weiteren Porsche 718 Cayman GT4 CS von SRS Team Sorg Rennsport. In der TC-Wertung der TCX sehen wir zwei Toyota GR Supra GT4 Evo "B-Spec" von TGRR und KCMG.
Mit 66 Fahrzeuge ist es also angerichtet, das wir ein spannendes 24 Stunden Rennen sehen können. Und drücken wir die Daumen, dass das Rennen in Abu Dhabi kein Fingerzeig war, was die Menge der Code 60s angeht (2:24 Stunden in den 6 Rennstunden). Die Action auf der Strecke beginnt nach diversen Track Days am Freitag mit dem freien Training, gefolgt vom Qualifying mit anschließendem Top10-Shootout ab 10:45 Uhr deutscher Zeit (übertragen auf dem Youtube-Kanal des Veranstalters). Auch das Rennen ab Samstag 10 Uhr deutscher Zeit wird hier zu sehen sein.
Verfasst von Timo Schumacher. Veröffentlicht in Creventic 24h Serie
Herberth Motorsport sicherte sich mit dem Trio Antares Au, Loek Hartog und Huub van Eijndhoven den Sieg bei der 6. Ausgabe der Michelin 6h Abu Dhabi. Dabei war das Rennen über weite Teile unübersichtlich, auch bis zum Schluss wurde gerätselt ob der Porsche 911 GT3 R (992) ohne weiteren Stopp über die Distanz kommt. Grund: 14 Code 60-Phasen über insgesamt 2:24 Stunden in den 6 Rennstunden führten zu einem abgehackten und undurchsichtigem Rennen, dazu kamen über 180 Strafen für verschiedene Vergehen.
Rang 2 für das Team WRT im BMW M4 GT3 Evo vor dem Ferrari 296 GT3 von Into Africa Racing by Dragon. Dahinter der Klassensieger in der GT3 Am Haas RT im Audi R8 LMS GT3 Evo II. Klassensieg in der GT3 Pro/Am für einen weiteren Porsche von Herberth Motorsport.
Den Gesamtsieg in der 992-Klasse konnte sich das Am-Team QMMF by HRT Performance sichern, nachdem der mitfavorisierte Red Camel-Porsche schon in der ersten Runde einer Kollision zum Opfer gefallen war. In der GTX holte sich das Vortex-Team einen erneuten Klassensieg, auch wenn man mit technischen Problemen nicht die Zielflagge gesehen hat. Die GT4 ging an Cerny Motorsport im BMW M4 GT4, in der TCE/TCX war Chazel Technologie Course in der Alpine A110 erfolgreich vor gleich 4 Fahrzeugen von asBest Racing.
Die nächste und letzte Runde der 24h Series Middle East 2025/2026 findet am kommenden Wochenende mit den 24 Stunden von Dubai statt.
Fotos: www.24hseries.com
Verfasst von Timo Schumacher. Veröffentlicht in Australische GT
Am 15.02.2026 findet die 24. Ausgabe des 12 Stunden Rennens von Bathurst statt - wir wollen einen kurzen Blick in die Vergangenheit des Rennens werfen:
Die erste Ausgabe des Rennens fand im Jahr 1991 statt, wie in den Folgejahren gewann mit Fitzgerald Racing ein australisches Team mit rein australischer Fahrerbesatzung rund um Peter Fitzgerald auf einer Toyota Supra. Es folgten 4 Siege von Mazda Australia mit einem Mazda RX-7. Mit dem Rennen verbinden wir die Rennstrecke Mount Panorama Circuit in Bathurst, doch im Jahr 1995 fuhr man auf dem Sydney Motorsport Park, bevor es eine lange Unterbrechung bis zur Neuauflage im Jahr 2007 gab. Während der Unterbrechung fand 2 Mal ein 24 Stunden Rennen auf dem Kurs statt, der auf öffentlichen Straßen befahren und für die Rennen abgesperrt wird. Apropos 24 Stunden: Im Jahr 2003 nahm hier auch Jürgen Alzen Motorsport mit einem Porsche 996 GT3 Cup teil, Jürgen und Uwe Alzen erreichten gemeinsam mit Michael Bartels und Arno Klasen den 4. Gesamtrang.
Die ersten 5 Ausgaben wurden genauso wie die Jahre 2007-2010 für Produktionswagen ausgereichtet, so gewannen die ersten 4 Jahre nach der Neuauflage je 2 Mal ein BMW 335i und ein Mitsubishi Lancer Evo. 2011 öffnete sich das Rennen für internationale GT-Fahrzeuge, fortan ging jeder Rennsieg an ein Fahrzeug der GT3-Klasse. Seit 2016 ist das Rennen auch Teil der Intercontinental GT Challenge. Nur 2021 fand aufgrund der Corona-Pandemie kein Rennen statt.. Die meisten Gesamtsiege erzielten seither Audi und Mercedes-AMG mit je 3 Erfolgen, gefolgt von Ferrari und Porsche mit je 2 Siegen. Neben BMW holten mit Bentley, McLaren und Nissan auch Marken Gesamtsiege, die Ihnen anderswo grötenteils verwehrt blieben.
Der Mount Panorama Circuit fand seine Eröffnung im Jahre 1938, seit 1987 wird die aktuelle Streckenkonfiguration von 6,213 km mit einer Höhendifferenz von 174 m befahren. Streckenabschnitte tragen griffige Namen wie Hells Corner oder Griffins Bend, sehr bekannt sind auch die bergab führenden Passagen The Esses, The Dipper, Forrest's Elbow oder die lange und größtenteils bergab führende Gerade Conrod Straight. Das Rennen selber startet Sonntag Morgen um 5:45 Uhr Ortszeit - also kurz vor Sonnenaufgang, und sorgt damit für einzigartige Bilder.
Verfasst von Timo Schumacher. Veröffentlicht in Creventic 24h Serie
Das chinesische Team Origine Motorsport konnte sich an diesem Wochenende den Gesamtsieg bei den Michelin 12h Malaysia sichern. Bo Youan, Ye Hingli, Lu Wei und Liu Hangcheng steuerten ihren Porsche 911 GT3 R (992) 33 Sekunden vor dem Pendant von Absolute Racing über die Ziellinie. Ein weiterer Porsche von Herberth Motorsport sah lange Zeit wie der Sieger aus und sah auch als erstes Fahrzeug die Zielflagge. Doch: Weil die deutsche Mannschaft nicht die Mindestfahrzeit der Am-Fahrer erfüllt hat, gab es 20 Minuten vor Rennende eine 4-Runden-Strafe. Somit nur Rang 4 für Herberth Motorsport, was dennoch den Klassensieg in der GT3 Pro/Am bedeutete. Der letzte Podiumsrang im Gesamtergebnis ging damit an Continental Racing by Simpson Motorsport im Audi R8 LMS GT Evo II, die nach einem Getriebewechsel das Qualifying auslassen und aus der Boxengasse starten mussten.
Die Klassensiege in der 992 und 992 Am gingen an Red Camel-Jordans.nl sowie Modena Motorsports. Die Alleinstarter in der GT4 Century Motorsport, GTX Vortex V8 und TCE asBest Racing ebenfalls mit Klassensieg.
17 Fahrzeuge sind in das Rennen gestartet, und haben dies auch in Wertung beednet - wenngleich der Vortex sowie der Ferrari 296 GT3 von LM Corsa es nicht bis zur Zielflagge geschafft haben. Das 12 Stunden Rennen wurde nur durch 3 Code 60s über insgesamt 11:44 min unterbrochen.
Die nächste Runde der 24h Series Middle East findet am 09.-10.01.2026 mit den 6 Stunden von Abu Dhabi statt.
Verfasst von Timo Schumacher. Veröffentlicht in Sonstige GT
In Südfrankreich befindet sich der Circuit Paul Ricard. In der Nähe eines Flughafens gelegen, hat sich die Strecke vor allem als Teststrecke einen Namen gemacht, gilt Sie doch an Vorreiter im Sicherheitskonzept. In der Vergangenheit gastierten hier schon die Formel 1, die Motorrad-Weltmeisterschaft oder auch die FIA GT (und mittlerweile die GT World Challenge), bekannt ist auch der Motorrad-Klassiker Bol d’Or. Bekannt oder vielmehr berühmt sind Streckenabschnitte wie die lange Mistral-Gerade oder auch die anschließende schnelle Rechtskurve Signes. Auch bekannt ist die Strecke für ihre Auslaufzonen in blauer und roter Farbe. Seit 1999 ist die Strecke im Besitz einer Stiftung, zu der der ehemalige Formel 1-Promotor Bernie Ecclestone gehört. Von Fahrern wird gerne beschrieben, dass die Strecke auf den ersten Blick langweilig wirkt; im Auto dann ist die Strecke aber anspruchsvoll und macht Spaß.
1970 wurde die Rennstrecke fertig gestellt,
5,810 km lang und hauptsächlich für Motorradrennen genutzt. 1971 war der erste Start der Formel 1, 1978 der erste des Motorradrennens Bol d‘Or. Im Zuge der Renovierung ab 1999, und weil die Strecke ausschließlich zu Testzwecken genutzt werden sollte, wurde sie umbenannt in Paul Ricard High Tech Test Track. Ein Vertrag mit dem Formel 1-Team von Toyota wurde geschlossen, der es dem Team erlaubte den Kurs als eigene Teststrecke zu nutzen. Auffallend an dem Kurs ist die lange Mistral-Gerade und die darauffolgende schnelle Rechtskurve Signes.
Beide Teile sind mit ein Grund, warum Teams die Strecke gerne als Test für das 24 Stunden Rennen von Le Mans nutzen. Ein weiterer Grund sind die großzügigen Auslaufzonen, die mit speziellen Asphaltstreifen ausgestattet sind, die unterschiedlich hohe Reibwerte haben (zu erkennen an den blauen und roten Farben). Das mag bei einem Dreher oder Abflug nicht gut für den Reifensatz sein, hat aber schon viele Fahrzeuge vor einem Einschlag in die Streckenbegrenzung bewahrt. 2009 wurde die Strecke für Besucher wieder geöffnet, das erste öffentlich ausgetragene Rennen war das im Rahmen der FIA GT. Eine neue Boxenanlage wurde gebaut, und nach und nach kehrten große Meisterschaften wie das Bol d’Or, der Truck Grand Prix oder für einen einmaligen Aufschlag auch die Formel 1 zurück. Seit 2023 ist Jean Alesi der „President of the Circuit Paul Ricard“.
Verfasst von Timo Schumacher. Veröffentlicht in Creventic 24h Serie
Das Team Hofor Racing gewann am vorangegangenen Wochenende die 26. Ausgabe der Michelin 24h Barcelona. Die Crew um Michael Kroll, Chantal Prinz, Alexander Prinz, Maximilian Partl und Torsten Kratz konnte mit ihrem Mercedes-AMG GT3 Evo als reine Am-Crew die beiden Audi R8 LMS GT3 Evo II von Haas RT und Juta Racing auf die Plätze 2 und 3 verweisen. Es ist der zweite Erfolg von Hofor Racing in Barcelona, der erste datiert aus dem Jahr 2013, auch hier war Michael Kroll beteiligt.
Vorangegangen war ein spannendes Rennen, welches durch diverse Code 60-Phasen unterbrochen wurde und das Klassement bei jedem Stopp durcheinander geworfen hat. So konnte noch am Sonntag Morgen am Beispiel des Continental Racing by Simpson Motorsport-Audi sehen: Aus einem Podestplatz wurde nach dem Stopp Rang 7. Der Gewinn von Hofor Racing resultierte aus einer zweifelfrei guten Leistung des gesamten Teams, kombiniert mit den schnellen Runden der drei Ams Alexander Prinz, Maximilian Partl und Torsten Kratz, nachdem Vater und Tochter Michael Kroll und Chantal Prinz jeweils nur einen Stint absolviert haben. Und auch danke der Tatsache, das man als Am-Crew während einer Code 60-Phase 50% statt wie die Konkurrenz 25% nachtanken durfte. Position 3 ging an Proton Huber Competition in ihrem Porsche, die auch die GT3-Meisterschaft (GT3 Gesamt sowie GT3 Pro/Am) der Serie holten. Die Meisterschaft der GT3 Am ging mit 2 Punkten Vorsprung an Continental Motorsport by Simpson Racing.
In der 992 siegte nach einem nicht immer vom Erfolg verwöhnten Jahr Mühlner Motorsport. Der mit um die Spitze kämpfende Red Camel-Porsche fiel mit Getriebeschaden aus, somit ging Rang 2 an HRT Performance. P3 für RPM Racing, die damit sowohl 992 Gesamt- als auch 992 Am-Meister wurden.
Die beiden Vortex V8 machten die Klasse der GTX unter sich aus, bis auf einen kurzen Zeitverzug bei der #974 fuhren beide dabei ein problemfreies Rennen.
Die GT4 entschied Venture im Mercedes-AMG GT4 für sich, nachdem man sich schon vorab den Meistertitel geholt hatte. P2 hier für die deutsche Mannschaft vom SRS Team Sorg Rennsport. Sieger der TCE-Wertung wurde asBest Racing im Cupra TCR DSG.
Damit geht eine lange Saison zu Ende, doch wie berichtet wartet das nächste Rennen der Creventic-Serie schon mit dem ersten Aufschlag in Malaysien.
Verfasst von Timo Schumacher. Veröffentlicht in Creventic 24h Serie
Wie gewohnt, hat Creventic den Kalender der nächsten Europa-Saison im Rahmen der 24 Stunden von Barcelona veröffentlicht, dabei gibt es größtenteils nur eine Neuerung - die aber für die deutschen Zuschauer interessant sein sollte:
Am 20.-22.03.2026 findet der Saisonauftakt im wieder im italienischen Mugello statt. Zum 12. Mal gastiert die Serie hier mit einem 12 Stunden Rennen. 2014 war an dieser Stelle die erste Ausgabe des Rennens.
Vom 17.-19.04.2026 sehen wir die 8. Ausgabe der 12 Stunden von Spa-Francorchamps. Bislang 6 Mal für das "große" Feld, und einmal in 2017 wurde das Rennen für die damalige TCE-Series abgehalten.
Am 05.-07.06.2026 ist das Rennen in Paul Ricard geplant; damit rückt Paul Ricard im Vergleich zu 2025 einen Monat vor. Zum 3. Mal als 12 Stunden Rennen, nachdem das Rennen vorab schon 3 Mal über 24 Stunden ausgetragen wurde.
Für den 03.-05.07.2026 ist die Rückkehr der Serie nach Deutschland geplant, genauer gesagt zum Nürbugring GP-Kurs. Nach 3 Ausgaben in Hockenheim 2020-2022 versucht man es nun in der Eifel.
Der Saisonhöhepunkt findet am 18.-20.09.2026 aus dem Circuit de Barcelona-Catalunya statt. Es wird das 15. Mal sein, dass Creventic das 24 Stunden Rennen in Spanien ausrichtet.
Mit dem Kalender gibt es zum einen die Konstanz aus 2025, mit 4 Rennen über 12 und einem über 24 Stunden. Alle 12 Stunden Rennen werden zweigeteilt ausgetragen, heißt Teil 1 am Samstag und Teil 2 nach Parc Ferme-Regelung am Sonntag. Das zweite Italien-Rennen in Misano streicht man, hier gab es 2025 das mit Abstand kleinste Feld. Dafür wagt man sich nun an den Nürburgring und erhofft sich hier sicherlich auf einige Gaststarter.