LMP2 in Barcelona auf neuem Level

Wenn an diesem Wochenende die Europäische Le Mans Serie in die neue Saison startet wird es zum ersten Mal eine Leistungsabschätzung der neuen LMP2-Konfiguration gegenüber den LMP3 und GTE-Wagen geben. Im Vorfeld der Einführung der Hypercarklasse, die mit 800 PS deutlich leistungsärmer als die alten bis zu 1200PS starken Hybrid-LMP1 ausfällt, ergab sich für den ACO das Problem das Leistungsgefälle seiner Klassenstruktur neu zu ordnen – denn die LMP2 waren mit Rundenzeiten von mittlerweile unter 3:25 Min. in Le Mans mittlerweile schneller als die Hypercars mit projektierten 3:30´er Level unterwegs.

Nachdem man bereits im November die Leistungsbeschneidung der LMP2 von 600 auf 560 PS beschlossen hatte wurde nun im Vorfeld des Saisonauftakts in Barcelona weitere 20 PS gestrichen, so das das nun nur noch aus Orecas bestehende Feld dort nur noch mit 540PS unterwegs ist. Zudem wird das Mindestgewicht von 930 auf 950kg angehoben und die Teams sind ab der kommenden Runde am Red Bull Ring verpflichtet das Low Downforce Le Mans Aero-Kit für alle Strecken verpflichtend einzusetzen.

Die zusätzlichen Beschneidungen wurden nötig weil der Plan die Geschwindigkeitsreduzierungen über eine härtere Reifenmischung von Einheitsreifenlieferant Goodyear zu erreichen sich nicht erfüllen liess. Die geplanten „Holzreifen“ wären vielleicht noch für die Profis in den Autos zu handeln gewesen, hätten die in den LMP2 erforderlichen Amateure jedoch vor unlösbare Aufgaben gestellt.

Man wird nun abwarten müssen wie sich die Rundenzeiten und die Stintlängen der bis dato übermässig durstigen LMP2 nun entwickeln werden. Beim bislang einzigen Auftritt in Barcelona 2019 betrug die Polezeit im Qualifying 1:32.765 und die Beste im Rennen 1:34.644 wobei die LMP2 nach etwa 23 Runden an die Boxen kommen mussten. Die LMP3-Bestzeiten lagen seinerzeit bei 1:40.187 im Qualifying und 1:42.943 im Rennen. Auch wenn wegen der veränderten Streckenlänge von 4655 auf 4675m wegen des Umbaus der Kurve 10 ein direkter Vergleich nicht 100%ig möglich ist, werden diese Zahlen als Vergleichswerte herhalten können.

Der Rennbericht zum DMV 4h-Rennen...

... ist unter diesem Link auf unseren Seiten zu finden. 145 der 147 gemeldeten Mannschaften sind erschienen, von denen 143 im Qualifying unterwegs waren.

Das Qualifying ist just absolviert worden und hat sich mit 12 Autos unter der 8-Minuten marke als eines der schnellsten Qualis der letzten jahre herausgestellt. Die Pole errang Dennis Olsen im #31 Frikadelli-Porsche mit einer 7:53,565.

Der Rennbericht wird im Laufe des Tages mehrfach aktualisiert werden.

ELMS-Start in Barcelona

elmsfeld2021Mit einem Feld von 41 Wagen startet am Sonntag um 11 Uhr Ortszeit die Europäische Le Mans Serie auf dem Circuit de Catalunya in Barcelona in ihre 18. Meisterschafts-Saison. Der nach dem Umbau der Kurve 10 („La Caixa“) sowie einigen weiteren Modifikationen mit einer neuen Länge von 4675m ausgestattete spanische Kurs wird ein Feld von 16 LMP2, 16 LMP3, einen Sonder-Prototypen und 8 GTE-Am am Start sehen.

wrtorecaIm nur noch als „Oreca-Cup“ ausgetragenen LMP2-Feld (Ligier , Dallaras und Multimatics sucht man dieses Jahr vergeblich im Feld) treten summa summarum 12 Teams an. Die Algarve Pro-Mannschaft bringt inklusive der beiden G-Drive-Autos 3 Oreca an den Start und die französische IDEC-Sport Equipe sowie United Autosports je 2. Weitere Nennungen haben die Mannschaften von Dragonspeed, Ultimate, das Duqueine Team, das Racing Team Turkey (alias TF-Sport), BHK Motorsport, Cool Racing Graff Racing, Die Team WRT-Truppe (Bild) und Panis Racing eingereicht. Das Deutschsprachige Kontingent der Piloten in dieser Klasse beträgt nun 3 Fahrer. Neben Ferdinand Habsburg auf dem Algarve Pro-Wagen und Rene Binder im Duqueine Oreca ist nun auch der aus dem ADAC GT-Masters bekannte 30 jährige Deutsche Markus Pommer an Bord des unter britische Flagge startenden BHK Motorsport Orecas hinzugekommen. Der ex ATS F3-Cup Champion von 2014 sammelt auf dem Wagen seine ersten Prototypenerfahrungen.

Selbst der Sonderprototyp sieht nicht nur von aussen wie ein Oreca aus sondern ist auch unter der Haube einer. Die Equipe des mehrfach gehandicapten ex-Le Mans Piloten Frederic Sausset hat sich für die gesamte Saison eingeschrieben und bringt 3 an den Rollstuhl gefesselte Piloten an den Start. Dieser Crew geht es weniger um Meisterschaftspunkte als um die eigene Herausforderung – schön das der ACO einem solchen Team einen Startplatz in der ansonsten gut gefüllten Serie bereit hält!

ie13barctestDas LMP3-Feld hat man genau so gross wie das LMP2-Feld dimensioniert. 14 Ligier Teams ( je 2 United Autosports, Nielsen Racing, Inter-Europol Competition und Graff Racing-Wagen starten neben MV2S Racing Eurointernational, RLR Motorsport, 1AIM Villorba Corse, Cool Racing und dem polnischen Team Virage) starten gegen die beiden Luxemburger Duqueine Mannschaften von DKR Engineering und Racing Experience. Das deutschsprachige Pilotenkontingent umfasst hier mit dem 3-fachen LMP3-Vizemeister Martin Hippe im Inter-Europol Competition #13 Ligier , Debütant Niklas Krütten im Cool Racing Ligier , David und Gary Hauser im Racing Experience Duqueine M30-D08 LMP3, dem Liechtensteiner ex Ultimate-Cup Champion Mathias Kaiser im Graff Racing Ligier sowie Geheimfavorit Laurents Hörr und seinem neuen Luxemburger Teamkollegen Alain Berg im DKR Engineering Duqueine M30-D08 LMP3 gleich 7 Piloten mit denen man mitfiebern kann. Den beiden Duqueine Teams könnte dabei zu Gute kommen das die französische Konstruktion im Vergleich zum Vorjahr 10kg ausladen darf, die man 2020 als Strafgewicht für eine zu späte Homologation kassiert hatte.

besatzung93Schliesslich gibt es noch die GTE-Klasse in der 2 deutsche Proton Competition Porsche und der TF Sport Aston Martin sich 5 Ferrari (ein sechster ist nach 2 positiven COVID-Fällen im Team nun ausser Gefecht) der Teams Iron Lynx (3 Autos), Spirit of Race und JMW-Motorsport Motorsport gegenüberstellen. Mit Christian Ried im #77 Porsche und Richard Lietz (Bild: 1.v.l.) sowie Felipe Laser (1.v.r) im #93 911´er und den beiden Rennamazonen Rahel Frey und Manuela Gostner im #83 „Iron Dames“-Ferrari gibt es auch hier 3 deutschsprachig besetzte Autos zum Mitfiebern.

Das Qualifying läuft am Samstag von 13.40 bis 14.30 Uhr und das Rennen startet am Sonntag von 11-15.Uhr. Im Rahmenprogramm starten die Ligier European Series und der Michelin Le Mans Cup. Das Rennen kann live über die Website der Europäischen Le Mans Serie und über Youtube verfolgt werden.

Debüt der GT2 European Series

highclassgt2esAn diesem Wochenende debütiert die Fanatec GT2 European Series zum ersten Mal im europäischen SRO-Serienpaket des Fanatec GT World Challenge Europe Endurance Cup powered by Amazon Web Services. 12 Autos von 5 Marken treten zum ersten Meeting der Seriengeschichte an. 5 KTM X-Bow-GT2, 3 Audi R8 LMS-GT2, 2 Lamborghini Supertropheo GT2, und je ein Porsche 911 GT2 RS sowie ein Ferrari 488 Challenge bilden das Premierenfeld. 7 Autos starten in der Pro-Am-Kategorie, der Rest in der Am-Klasse.

Die 5 KTM werden von den Teams True Racing (A - 4 Autos) und Sportec Motorsport (CH -1 Wagen) an den Start gebracht. Auf letzterem startet der Scheizer ELMS-Pilot Christoph Ullrich. True Racing glänzt unter anderem mit Hans-Joachim Stuck, Peter Kox, KTM-Vorstand Hubert Trunkenpolz und Stefan Rosina im Fahrerkader. Einen Audi setzt High Class Racing (Bild) mit den beiden ex-LMP-Piloten Mark Patterson und Anders Fjordbach ein. Auf einem weiteren Audi startet SRO-Boss Stephane Ratel höchstselbst.

Die Rennen starten in Monza am Samtag um 13 Uhr und am Sonntag um 10.30 Uhr und werden auf der Website des GT-Sports Cups live übertragen.

Vorbericht zum MLMC-Auftakt

10Q RenderAm kommenden Samstag startet der Michelin Le Mans Cup in Barcelona in die neue Saison. Das 31 Fahrzeuge umfassende Feld teilt sich auf in 6 Duqueine M30-D08 LMP3 , 17 Ligier JS P320 LMP3 und zur Überraschung vieler ein Adess 03-Evo in der LMP3 Klasse. Etwas schwach ist mal wieder die GT3 Fraktion im Feld vertreten, 4 Ferrari F488 GT3 treffen auf je einen Porsche 991 GT3 R und Mercedes AMG GT3.

Erfreulich ist, dass nach Jahren der Abstinenz nun rudelweise Teams aus Deutschland ihren Hut in den Ring werfen. Bei den LMP3 begrüßen wir die Teams Phoenix Racing, Wochenspiegel Team Monschau ( by Phoenix), Black Falcon, Frikadelli Racing und Rinaldi Racing. Auch in der GT3 Klasse ist Rinaldi mit einem Ferrari F488 GT3 aktiv und trifft dort auf das 10Q Racing Team das einen farbenfrohen AMG einsetzt. Einer der Piloten ist der allseits bekannte Kenneth Heyer.

frikadelli jsp3Gönnen wir uns nun einen kurzen Blick durch die beiden Klassen. Seriensieger DKR Engineering (LUX) ist zwar weiter mit einem Duqueine vertreten aber ob die beiden mit Bronce-Status versehenen US Boys (67 & 21 Jahre alt) den nun für DKR in der Europäischen Le Mans Serie startenden Laurents Hörr ersetzen können darf bezweifelt werden. Zu den üblichen Verdächtigen für das Podium gehört mal wieder das Briten Duo Anthony Wells & Colin Noble von Nielsen Racing. Des weiteren muss man immer ein Auge auf die beiden Ligier von United Autosports werfen. Für Überraschungen dürfte das Frikadelli Racing Team mit dem erfahrenen Deutschen Klaus Abbelen und dem aus Simbabwe stammenden schnellen Axcil Jefferies gut sein.

Bei den GT3 sieht der Autor dieser Zeilen Bronze Fahrer Rino Mastronardi und seinen Gold Status Kollegen, Paolo Ruberti, auf dem #8 Iron Lynx Ferrari 488 GT3 zusammen mit dem #2 Porsche 911 GT3-R vom PZ-Oberer-Zürichsee by TFT, wie im letzten Jahr pilotiert von Nicolas Leutwiler & Julian Andlauer, als die Favoriten für Klassensiege. Interessant dürfte sein ob sich der #93 AMG-Mercedes GT3 von 10Q Racing Team als Hecht im Ferrari Teich entpuppen kann und Wim Spinoy (BEL) und Kenneth Heyer (DEU) einen Platz auf dem Stockerl ergattern werden.

Das Quali startet am Samstag um 12.10h und das 2h Rennen beginnt um 16.30h. Livestream und -timing findet man wie immer auf der Michelin Le Mans Cup-Homepage und bei youtube.

2.Anlauf zum NLS-Saisonstart

147 Teams und damit nominell eines mehr wie beim Saisonauftakt nehmen am kommenden Samstag einen zweiten Anlauf die Nürburgring Langstrecken Serien-Saison 2021 zu starten. Der erste Versuch vor knapp 3 Wochen endete nach kaum 15 Minuten im Qualifikationstraining im Schneegestöber. Vereiste Auslaufzonen liessen in der Folge der Rennleitung keine Wahl bei der Entscheidung zum Abbruch der Veranstaltung. Am Samstag nun soll mit dem 45. Nimex DMV 4h-Rennen bei kaum wärmeren, aber deutlich trockeneren Bedingungen der Saisonauftakt gelingen.

Das man zeitgleich mit dem ELMS-Saisonauftakt in Barcelona und dem GTWCE-Auftakt in Monza startet, kostet das Feld direkt einige Starter aus der GT3-Klasse: statt 29 wie beim Vorlauf sind nur 20 Top-Autos gemeldet. 8 Porsche der Teams Falken Motorsport, Frikadelli Racing (je 2x) sowie KCMG, Manthey Racing, Huber Motorsport und HCB Rutronik Racing treffen auf 3 BMW M6-GT3 (Schubert, beide ROWE Racing und ein Walkenhorst M6 fehlen), 2 Mercedes AMG GT3 (2 GetSpeed Performance und beide Haupt Racing Team AMG starten in Monza , dafür startet die amerikanische CP Racing Truppe - im Bild rechts bei den 24h von Dubai - in der ProAm), 4 Audi R8 LMS GT3 (hier fehlt der Car Collection-Pro-R8), 2 Ferrari des Wochenspiegel Team Monschau (wo Daniel Keilwitz die Stammpiloten Krumbach/Weiss ergänzt) und der Octane 126-Equipe, sowie einem Lamborghini Huracán GT3 evo von Konrad Motorsport (FFF Racing startet in Monza) Je 3 Wagen starten in der Pro-Am bzw. Am-Wertung.

Seitens der Porsche-Klassen zählen wir dieses Mal 5 SP7-Fahrzeuge (+1; Huber Motorsport stockt um einen 2.Wagen auf) den Black Falcon SP-Pro und einen 9und11 Cup2-Wagen. Die SP10/GT4-Klasse wächst um 2 BMW M4-GT4 auf 8 Fahrzeuge an. Die GT4-Deserteure in den SP8-Klassen reduzieren sich auf den Giti-SP8-Audi und nun 2 Black Falcon Mercedes AMG GT4 in der 8T.

Bei den Cup-Klassen verzeichnen wir für diesen Lauf nun 19 (+3) Fahrzeuge (unter anderem nun 3 Mühlner Motorsport Caymans) in der CUP3-Cayman Trophy, wobei 15 schon Fahrzeuge des Typs 982 und nur 4 ältere 981 im Feld vertreten sind. Die BMW M2 CUP5-Klasse wächst um einen weiteren Teilnehmer auf 12 Teams an während sich die Zahl der M240i in deren Klasse auf nur noch 2 halbiert. Die CupX-Klasse weist weiterhin 7 Starter (4 GTX; 3 GT4) auf. 5 TCR-Teams stehen 4 weitere TCR-Autos gegenüber die in den SP-Klassen starten.

Bei den Produktionswagen der V-Klassen verzeichnen wir erneut 2 V6-Caymans während die Zahl der V5-Caymans um 2 auf 6 steigt. Gleich 3 mehr Starter verzeichnen die V4-BMW die mit 16 Autos die viertstärkste Klasse bilden. Die Zahl der VT2-Autos steigt um einen auf 18 Wagen die von 2 VT3 Cayman komplettiert werden. Die Gruppe H schrumpft auf einen H4-Porsche von Ralf Schall und 6 H2-Wagen. Selbst der Manta soll laut Nennliste nicht mehr in der H2 sondern nun in der SP3 gemeldet sein. Ein Wiedersehen gibt es dagegen mit der AT-Klasse wo die Fans sich auf den Four Motors Cayman und den Mustang freuen können.

Nach dem Zeittraining von 8.30-10 Uhr wird das Rennen – wenn das Wetter dieses Mal mitspielt - von 12-16 Uhr über die Bühne laufen. Angesichts weiter gesperrter Zuschauerränge wird lediglich eine Verfolgung über den Stream auf der Nürburgring Langstrecken Serien-Website und auf Youtube möglich sein. Parallel gibt es auch wieder einen zeitnah aktualisierten Rennbericht auf unseren Seiten.

Glickenhaus sagt Spa ab

007ctestvallelungaGemäß einer Meldung unserer Kollegen von Endurance-Info.com werden die beiden SGC007C der Scuderia Cameron Glickenhaus nicht beim FIA Langstrecken Weltmeisterschaft Saisonauftakt in Spa-Francorchamps am 1.Mai am Start sein. Das hat Teamchef Jim Glickenhaus dem Vernehmen nach unseren französischen Kollegen gestern abend mitgeteilt. Die amerikanische Crew legt demnach mehr Wert darauf, statt einem voreiligen Renndebüt einen noch geplanten 30h Langstreckentest vor der finalen Homologation des Autos in aller Ruhe geordnet zu absolvieren.

Damit wird das Debüt der neuen amerikanischen Hypercar-Konstruktion – der zweiten nach dem Toyota GR010 LMH - auf die zweite Meisterschaftsrunde in Portimao am 13.Juni verschoben werden müssen. Bislang hat der erste Wagen der Mannschaft bereits über 2000km bei diversen Tests in Monza und Vallelunga abgespult. Das zweite Chassis ist mittlerweile auch vervollständigt worden und wird im Augenblick einem umfangreichen Windkanaltest unterzogen.

Leipert´s GT3 Comeback

LeipertGT32021Leipert Motorsport hat gestern die Rückkehr in die GT3-Szene bekannt gegeben. Die Wegberger Mannschaft, die in den vergangenen Jahren ihren Fokus eher auf den GT4- Bereich und die Lamborghini Super Tropheo gelegt hatte, wird noch in dieser Saison ein Junior-Förderprogramm mit einem Lamborghini Huracán GT3 evo in der 24 Stunden-Serie starten. Als erste 3 Events hat die Mannschaft geplante Starts bei den 12h von Hockenheim, den 24h von Portimao und den erstmals geplanten 24h von Sebring bestätigt. Gaststarts im Fanatec GT World Challenge Europe Endurance Cup powered by Amazon Web Services (kurz FGTWCEEC by AWS) oder der Intercontinental GT Challenge werden zur Zeit ebenfalls beim Team von Ingo & Marcel Leipert diskutiert.

Den Fokus legt das Team dabei auf junge Nachwuchsfahrer, die unter anderem aus dem Lamborghini Junior Programm aufsteigen und den Weg in den Profisport suchen. Mit der Unterstützung von Leipert und der Lamborghini Squadra Corse bekommen Nachwuchsfahrer die Möglichkeit, im GT3- Umfeld Fuß zu fassen. Die derzeit bereits bestätigten Piloten des Projekts sind der 25-jährige Neuseeländer Brendon Leitch (Vizemeister in der Pro-Am der Supertropeo Asia 2019), der 26 jährige Amerikaner Tyler Cooke, der zuletzt 2019 in der Michelin Pilot Challenge der IMSA startete und die beiden Deutschen Sebastian Balthasar (24, 2013 ATS F3-Trophy Meister) und Fidel Leib (32, seit 2 Jahren mit Leipert unterwegs).

Leipert Motorsport startete erstmals 2009 mit GT3 Fahrzeugen im ADAC GT-Masters, wobei man im ersten Jahr als rhino´s Team Leipert die legendären aber leider nur bedingt zuverlässigen Ascari KZR-1-Sportwagen einsetzte. Zuvor war das Team im Tourenwagensektor unterwegs gewesen. Der Mannschaft gelangen trotz allen Widrigkeiten 4 Podiumsergebnisse mit den britischen Boliden, ehe man Anfang 2011 den Wechsel auf Lamborghini – damals noch die von Reiter Engineering aufgelegten Gallardo LP600+ GT3 - vollzog. Die Partnerschaft mit der italienischen Supersportwagenmarke besteht bis heute, wobei man sich 2013 vom Masters verabschiedete und in der Folge zunehmend in der Lamborghini Supertropheo engagierte, in der die deutsche Mannschaft in den Meisterschaften in Europa und Asien zur festen Grösse heranwuchs. In der 24h Serie engagierte man sich zudem immer wieder mal mit den auch langstreckentauglichen Supertropheo Boliden, mit denen man so manchen Klassensieg in der GTX-Klasse sowie deren Vorläufern abräumte.

leipertMöglich wird der Wiedereinstieg in der GT3 auch deswegen weil die deutsche Mannschaft dabei direkt von der Lamborghini Squadra Corse unterstützt wird wie deren Chef Giorgio Sanna erläutert: „Nach langjähriger Zusammenarbeit mit Leipert Motorsport im Bereich der Nachwuchsförderung, hier speziell in unseren Super-Trofeo Meisterschaften in Europa und Asien, freuen wir uns, gemeinsam eine neue Herausforderung mit einem GT3-Programm zu starten. Auf dem Lamborghini Huracán GT3 evo werden unter anderem bekannte Fahrer eingesetzt, die aus unserem etablierten Young Drivers Programm der Lamborghini Super Trofeo kommen.“

Das man auch in der SRO-Szene Einsätze plant lässt erahnen das die deutsche Mannschaft langfristig zu einem ebensolch starken Partner wie das Grasser Racing Team, Emil Frey Racing oder FFF Racing aufgebaut werden soll. Schon möglich das die langfristige Perspektive hier auch eine Rückkehr ins ADAC GT-Masters oder vielleicht sogar an die Nordschleife sein könnte wo die Mannschaft in der Vergangenheit unter anderem mit einem Toyota GT 86 erste Erfahrungen sammelte.

Joos Porsche vor Masters-Saison

JoosPorsche91Die Joos Sportwagentechnik Mannschaft stiegt 2021 plangemäß mit einem Porsche 991 GT3 R in das ADAC GT-Masters ein. Die bereits im letzten Jahr mit 2 Gaststarts bei den Rennen am Nürburgring und in Hockenheim angetretene Mannschaft von Michael Joos wird den im Vorjahr eingesetzten Porsche mit der Besatzung Marco Holzer und und Johannes Stengel an den Start bringen. Newcomer Stengel startet dabei in der Juniorwertung des mit dem Prädikat der Deutschen GT Meisterschaft versehenen Masters.

marcoholzerMit dem 32 jährigen Marco Holzer – 2010 FIA-GT3-Vizeeuropameister und 2012 Vizemeister der GT-Open - hat das Team für seine Premierensaison einen erfahrenen GT-Piloten in seinen Reihen. Im ADAC GT-Masters bestritt der Bayer bislang 17 Rennen und trat 2016 (mit dem Bentley-Team Abt) , 2019 (mit Iron-Force) und 2020 mit der Joos-Mannschaft an. „Dies wird meine erste komplette Saison im ADAC GT-Masters. Ich freue mich sehr darauf, in der vielleicht stärksten nationalen GT3-Serie weltweit antreten zu können. Ich kenne das Joos-Team schon aus der vergangenen Saison vom Gaststart in Hockenheim. Johannes ist ein junger und schneller Teamkollege, dem ich mit meiner Erfahrung zur Verfügung stehen werde. Wir wollen uns im Lauf der Saison steigern und gute Ergebnisse einfahren.“

Für den 25-jährigen Johannes Stengel bedeutet der Masters-Einstieg einen gewaltigen Schritt nach vorne. Er kommt aus der Cup-Porsche Szene auf der Nordschleife und startete dort zuletzt im Huber Sport Cup-Porsche wo er einen Klassensieg beim 24 Stunden Rennen am Nürburgring 2020 holte . Sein bisher einziges GT3-Rennen bestritt er zu Jahresbeginn in einem Car-Collection Audi R8 LMS GT3 bei den 24h von Dubai. „Der Wechsel in das ADAC GT Masters ist ein unglaublicher Schritt für mich.“, sagt der Student aus dem münsterländischen Stadtlohn. „Ich habe den Porsche 911 GT3 R im vergangenen Jahr schon ein wenig getestet und weiß daher, wie er sich anfühlt. Mit Marco habe ich einen super Teamkollegen, von dem ich sicher viel lernen kann. Auch wenn es ein Sprung ins kalte Wasser ist, könnte ich mir keine bessere Umgebung für meinen Aufstieg in das ADAC GT Masters vorstellen.“

Teamchef Michael Joos, dessen Truppe in den vergangenen Saisons hauptsächlich in der GTC-Serie unterwegs war, kann seine erste volle Saison im Masters kaum erwarten: „Wir haben schon bei unseren Gaststarts festgestellt, wie hart umkämpft die Serie ist. Mit Marco und Johannes haben wir eine vielversprechende Fahrerpaarung. Wir wollen möglichst viele Punkte sammeln und das eine oder andere Highlight setzen.“

Supercar Challenge Zandvoort

dsczandvoort1Am Samstag fiel in Zandvoort bei regnerischem Wetter die erste grüne Flagge der Saison 2021 in der Supercar Challenge. In Abwesenheit der GT & Prototype Challenge hatten sich lediglich 19 Fahrzeuge für den Saisonauftakt eingefunden. Im Qualifying eroberte Max Tubben im Silhouetten BMW die Pole Position. Eine nasse Strecke, diverse Ausrutscher, Safty Car Phasen und unzählige Strafen prägten das erste Rennen bei dem sich der sportliche Wert arg in Grenzen hielt. Nach 27 Runden siegte Daan Meijer im BMW Z4 mit 4 Sekunden Vorsprung vor Dennis de Borst und Stan van Oort im Hyundai TCR die damit die Supersport 1 Division gewannen. Dritter wurde Bob Herber im Lamborghini. In der Supersport 2 war Henk van Norel im Porsche Cayman erfolgreich. Mark Jobst gewann mit seiner Silhouette die Sport Division.

Zum zweiten Rennen am Sonntag hatte sich das Wetter gebessert und die Piloten durften sich auf eine trockene Strecke freuen. Weniger chaotisch ging es leider trotzdem nicht zu. Auch dieses Rennen wurde durch diverse Safty Car Phasen und Strafen erheblich beeinflusst. Nach 31 Runden siegte Bob Herber im Lamborghini vor dem Vortagessieger Daan Meijer im BMW Z4. Diesem wurden aber durch verschiedene Vergehen insgesamt 140 Strafsekunden aufgebrummt was ihn in der Endabrechnung auf Platz 5 zurück fallen ließ. Dadurch erbten die Brüder van den Berg den zweiten Gesamtplatz und gewannen mit ihrem BMW die Supersport 1 Klasse. Dritter wurde Paul Sieljes im Porsche. Wie schon am Vortag gingen die weiteren Klassensiege an Henk van Norel und Mark Jobst. Es bleibt zu hoffen dass die kommenden Rennen besser werden als das Zandvoort Wochenende.

Weiter geht es am 23. Mai in Hockenheim im Rahmen des Creventic Rennen.

Meistgelesene Einzel-Artikel der letzten 2 Wochen