ADAC GT Masters – Nachlese Sachsenring

Start Race 12 2017Die Ereignisse des vergangenen Wochenendes am Sachsenring werfen, trotz der Rücknahme der angekündigten Berufung durch Peter Zakowski, Teamchef des Mercedes-AMG Teams Zakspeed, als Folge der Disqualifikation seiner beiden Fahrzeuge in den Läufen 11 und 12 des diesjährigen ADAC GT Masters, einige nicht gerade unwichtige Fragen auf.

1. Wie war es möglich, dass die nicht der Homologation entsprechende Motorsoftware erst nach dem Rennen am Sonntag und nicht bereits am Samstag bei der Überprüfung des zweitplatzierten Zakspeed Mercedes-AMG von Nicolai Sylvest und Yelmer Buurman entdeckt wurde?

2. Wieso waren von den insgesamt fünf Mercedes-AMG im Feld, unter der Voraussetzung, dass alle überprüft wurden, oder zumindest der zunächst Drittplatzierte Mücke Mercedes, nur die beiden Zakspeed Fahrzeuge betroffen?

3. Welche Rolle spielt AMG Customer Racing in dieser Angelegenheit? Wir denken an die 24 h Spa 2016 zurück ...

4. Inwieweit war das Sonntagrennen überhaupt noch legal, wenn man bedenkt, dass unter den geänderten Voraussetzungen z.B. der HTP Mercedes-AMG (Dontje / Kirchhöfer) mit 20 kg statt 10 und der Schnitzer BMW M6 (Eng / Catsburg) mit 10 kg Erfolgsballast vom Vortag hätten fahren müssen?
Darüber hinaus spricht die Tatsache, dass der Zakspeed Mercedes-AMG #20 trotz 20 kg Ballast vom Vortag, am Sonntagmorgen auf Pole fahren und im Rennen ebenfalls bis zum Positionstausch mit dem Schwesterfahrzeug #21 so überlegen führen konnte, eine klare Sprache bezüglich des Ausmaßes der Manipulation.

Fakt Gounon vd Zandeist, dass die größten Verlierer der ganzen Affäre, ohne eigenes Dazutun (!), der  Meisterschaftsführende Jules Gounon und sein Team Callaway Competition sind.

Bedingt durch die Nullrunde wegen eines technischen Defekts im zweiten Lauf (durch Steinschlag beschädigter Kühler) am Sachsenring und die Disqualifikation der beiden Zakspeed Mercedes-AMG, konnten die schärfsten Verfolger vor dem Finale in Hockenheim jede Menge Punkte auf Gounon gutmachen. Unter möglicherweise irregulären Voraussetzungen, wohlgemerkt.

Die Meisterschaft droht ihm so kurz vor Schluss nun doch noch durch die Finger zu flutschen. Giovanni Ciccones Verärgerung ist daher sicherlich ein Stück weit berechtigt und in jedem Fall nachvollziehbar.

Titelentscheidung beim BSS-Hauptrennen am Ring

Dasnring race start letzte Sprint-Rennen der Blancpain GT Serie Saison 2017 startete am Sonntag bei stark bewölktem Himmel. Durch den gestrigen Sieg im Qualy-Rennen starteten Buhk/Perera im #84 HTP-Motorsport Mercedes AMG GT von der Pole in das Hauptrennen. Diese konnte man auch am Start gegen die Konkurrenz behaupten. Im Verlaufe der ersten Runden setzte man sich dann Stück für Stück ab. Dahinter tobte der Kampf des restlichen Feldes.

Die nring race burgerste Vorentscheidung gab es bei den Boxenstopps. Beim #84 HTP-Motorsport ging zuerst die Radmutter vorne links nicht richtig drauf, wodurch schon wertvolle Zeit verloren ging. Doch auch beim #5 Belgian Audi Club Team WRT Audi R8 LMS GT3 von Vanthoor/Fässler ging nicht alles glatt. Hier blieb der Mechaniker mit dem Luftschlauch am Heckspoiler hängen und wiurde durch das Losfahren des Wagens zu Boden gerissen. Nichts desto trotz übernahm der #5 WRT Audi erst mal die Führung von der #84.

Stevens/Winkelhock im #2er Audi hatten einen super Stopp und hingen nun im Heckspoiler des Mercedes. Der von P6 gestartete #17 Belgian Audi Club Team WRT Audi mit Frijns/Leonard lag nun schon auf P4. Nun schlug der Blitz beim Meisterschaftsführenden Dou Buhk/Perera ein: in der Jaguar-Kurve rutschte man durch einen durch eine gebrochene Felge verursachten Reifenschaden vorne links ins Kiesbett. Damit war man raus aus dem Kampf um den Titel. Doch auch der nun Führende #5 Audi mit Vanthoor/Fässler wurde aus dem Kampf gerissen als man eine Drive-Trough wegen des Vorfalls mit dem Mechaniker absolvieren musste.

Dnring race wrt winneradurch führten Winkelhock/Stevens #2 WRT Audi R8 vor den Teamkollegen Leonard/Frijns in der #17. P3 ging an den #19 GRT Lamborghini mit Companc/Caldarelli. Kurz vor Rennende übernahmen Frijns/Leonard im #17 Belgian Audi Club Team WRT Audi R8 LMS GT3 nach mehrfachen Überholversuchen gegen die Teamkollegen Winkelhock/Stevens die Führung. Diese gab man dann auch bis ins Ziel nicht mehr ab.

Robin Frijns/Stuart Leonard #17 gewannen damit nicht nur das Hauptrennen am Nürburgring, sondern holten auch den Fahrertitel der Spint-Series in der Pro-Klasse. P2 im Rennen ging an ihre Teamkollegen Winkelhock/Stevens mit gerade mal 0,5 Sek. Vorsprung auf Caldarelli/Companc im #19 Grasser Racing Team Lamborghini Huracan GT3.

Dennring race htp85 Silver-Cup gewannen abermals Schiller/Szymkowiak im #85 HTP-Motorsport Mercedes AMG GTdeutlich vor dem #42 Strakka Racing McLaren 650S GT3 mit Kodric/Williamson. Dies war am Anfang des Rennens jedoch nicht so klar, denn da lag man erstmals hinter dem McLaren, doch man konnte sich auch durch einen guten Boxenstopp und konstantere Rundenzeiten auf P1 verbessern. Rinaldi Racing konnte sich der Pro-AM Klasse mit Alexander Mattschull und Daniel Keilwitz im F488 mit der #333 gegen C. Van Dam/Bhiromhadik im #39 Kessel Racing Ferrari durchsetzen.

57.tes Reinoldus Rennen mit 167-Wagen-Feld

167 Fahrzeuge stehen auf der Nennliste des 7. VLN Langstreckenmeisterschafts -Laufs, des 57.ten Reinoldus Langstreckenrennens, das am kommenden Samstag auf der Nürburgring-Nordschleife über die Bühne gehen wird. Berücksichtigt man das das Rennen zeitgleich zum ADAC GT-Masters-Finale in Hockenheim stattfindet, dann ist dennoch ein starkes Top-Feld am Start: 11 GT3-Fahrzeuge in der SP9 und mindestens 4 weitere siegfähige Wagen in der SPX bedeuten das 15 Top-Autos trotz der nationalen Terminüberschneidung am Start sind.

4 BMW M6-GT3, 3 Porsche 991 GT3 R , 3 Mercedes AMG GT sowie der Wochenspiegel Team Monschau Ferrari F488 bilden das SP9-Feld, das zum ersten Mal seit langem keinen Audi R8 LMS GT3 mehr am Start sieht. Die 4 Profi-Mannschaften von Falken Motorsports (auf dem erstmals Manthey-Stammfahrer und Porsche-Werkspilot Romain Dumas Falken-Stammpilot Martin Ragginger unterstützt), Haribo Racing - mit dem Trio Arnold/Farnbacher/Juncadella - , Walkenhorst Motorsport mit dem durch Krognes/di Martino/Henkola bewegten BMW M6-GT3 und Manthey Racing mit dem nissangt3 2018Duo Estre/Christensen werden wohl dabei den Gesamtsieg unter sich ausmachen. Die Pro-Am-Mannschaften von Black Falcon, Schubert Motorsport WTM, Frikadelli Racing Team und Walkenhorst werden wohl dahinter mit Chancen auf einen Gesamtpodiumsplatz agieren. Die beiden Gentleman-Teams von Walkenhorst (mit dem Z4) und Landgraf mit dem Mercedes AMG GT komplettieren das GT3-Feld.

In der SPX ist der erste Auftritt des 2018´er Nissan GT-R Nismo GT3 die beherrschende Neuigkeit des Rennens. Der neue Nissan wird unter der Nennung von Nissan-Motorsports eingesetzt. Zudem setzen Schnitzer und Manthey wieder je einen BMW M6 Evo sowie einen Porsche GT3-Evo ein. Der Renault RS 01 der dkr-Engineering Mannschaft und die beiden Mercedes AMG GT4-Entwicklungsfahrzeuge von Black Falcon und Uwe Alzen Automotive lassen die Klasse auf 6 Fahrzeuge anwachsen.

Während in der SP7 Klasse lediglich 4 Porsche am Start sind ist die Klasse der CUP2-Wagen mit 10 Porsches noch stärker wie beim letzten Lauf besetzt. Die Klassen SP8 und SP10 wachsen wieder jeweils auf 6 Fahrzeuge an Bei den Produktionswagen verzeichnet die Starterliste 6 Wagen in der V6 (5 Porsche und ein Mercedes), 11 in der V5 (6 Porsche und 5 BMW) und rekordverdächtige 17 BMW in der V4-Klasse. In den CUP-Klassen verzeichnen wir 19 Starter im BMW-CUP, 10 in der Cayman-Trophy, ebenfalls 10 – wie gesagt – im Porsche Cup, 6 im Toyota GT 86-CUP ,3 im KTM-CUPX und lediglich nur noch einen Opel in der CUP1-Klasse.

Das vierstündige Rennen startet wie gehabt am Samstag ab 12 Uhr, nach dem vorangegangenen Qualifying zwischen 8.30 Uhr und 10 Uhr und wird auf der VLN Langstreckenmeisterschafts-Website live übertragen.

Yelloly erbt Sieg im PCC Sonntagslauf

Am pcc12aSonntag sah es beim Porsche Carrera Cup auf dem Sachsenring zunächst nach einem optimalen Rennwochenende für Michael Ammermüller im raceunion Huber Racing Porsche aus. Nach seinem Sieg am Samstag gewann er auch das Rennen am Sonntag auf dem Sachsenring. Doch am Abend nach dem Rennen korrigierte die Rennleitung naben anderen Ergebnissen auch das Endresultat dieses Rennens. Wegen eines technischen Regelverstosses wurde der Porsche von Ammermüller aus der Wertung genommen. Damit siegte der auf dem zweiten Platz ins Ziel gekommene Brite Nick Yelloly vom Team Deutsche Post by Project 1 vor seinem Teamkollegen Larry Ten Voorde und Porsche Junior Dennis Olsen, der als Vierter nachträglich auf das Podium aufrückte.

Als Schnellster im Zeittraining sicherte sich Ammermüller die Pole-Position für das Rennen. Der 31-Jährige setzte sich nach dem Start erfolgreich an die Spitze. Hinter Ammermüller begann Konrad-Pilot und Porsche-Junior Thomas Preining den Lauf von der zweiten Position. Der Österreicher bot den Zuschauern ein spannendes Duell mit Yelloly. Obwohl Preining sich im Laufe des Rennens vom 26-Jährigen löste, konnte er am Ende seine Position nicht halten. Im 19. Umlauf rutschte er mit seinem 911er ins Kiesbett, wodurch er das Rennen nicht beendete. pcc12bDas Safety-Car fuhr auf die Strecke und Yelloly übernahm den zweiten Rang des Nachwuchsrennfahrers. In der 23. Runde, dem finalen Umlauf, verteidigte Yelloly seine Position nach dem Restart bis zum Überfahren der Ziellinie. „Ich habe geduldig hinter Thomas Preining auf einen Fehler gelauert und wurde belohnt. Für Thomas war es unglücklich, er ist ein starkes Rennen gefahren“, sagte Yelloly. Von Position fünf gestartet, überholte dahinter Ten Voorde Toni Wolf (D/Huber Racing by TriSpa) und Dennis Olsen (Konrad Motorsport) direkt in der ersten Runde. Danach lieferte sich der Niederländer Ten Voorde über das gesamte Rennen ein packendes Duell mit dem Norweger. In der Wertung für Serienneueinsteiger liegt der 20-Jährige Niederländer mit 251 Punkten in Führung.

Bei der technischen Nachkontrolle fielen am raceunion Huber Racing Porsche mehrere modifizierte Anbauteile auf. Daher wurde Sieger Ammermüller zusammen mit dem ebenfalls vom Huber Team eingesetzten Porsche von Lokalmatador Toni Wolf - der ursprünglich als  Fünfter ins Ziel kam - aus der Wertung gestrichen.

Hinter Ten Voorde sah Olsen in seinem Porsche 911 GT3 Cup als Dritter die Zielflagge. Nach der Disqualifikation von Ammermüller und Wolf wurde David Kolkmann (Team Deutsche Post by Project 1) als Vierter vor raceunion huber Racing-Pilot David Cullen gewertet. Dahinter kam Gabriele Piana ins Ziel, der als sechster auf seinem RN-Vision Team Black Falcon Porsche bester Fahrer der Black Falcon Mannschaft in diesem Rennen war. Wolf Nathan auf dem Huber Racing by TriSpa-Porsche beendete das Rennen als bester Fahrer der Amateur-Wertung. Der Niederländer verwies Black Falcon Pilot Tom Kieffer sowie Philipp Sager auf dem Zele-Racing-Porsche im B-Klassement auf die Plätze zwei und drei.

Erneuter Porsche-Doppelsieg in Austin

Beim WEC-Lauf in Austin hat Porsche einen erneuten Doppelsieg gegen Toyota eingefahren. Der Porsche 919 Hybrid von Timo Bernhard Earl Bamber und Brendon Hartley querte die Ziellinie dabei nach 192 Runden mit einem Vorsprung von 0,3s auf die Teamkollegen Neel Jani , André Lotterer und Nick Tandy. Zum dritten Male in Folge hatten die wieder einmal schnelleren Teamkollegen im Porsche mit der #1 der Teamorder nachgeben müssen und die Le Mans-Siegercrew kurz vor dem Rennende passieren lassen müssen. Toyota , die im Qualifying noch einen ein ernüchternden Rückstand von knapp 2s auf die Porsche verzeichnen mussten, kamen dank einer guten Reifenstrategie mit Doppelstints im Rennen besser zurecht, und sorgten dafür das Porsche sich keine Fehler erlauben konnte. Mit nur 21s Rückstand auf die Porsche fiel der Rückstand dieses Mal sehr gering aus. Damit bleibt beim nächsten Rennen auf der Hausstrecke Toyotas in Fuji zumindest die Hoffnung auf einen Heimsieg erhalten.

In der LMP2-Klasse setzte sich der Signatech Alpine mit dem einzigen US-amerikanischen Piloten im Feld, Gustavo Menezes und seinen Teamkollegen Nicolas Lapierre und André Negrao, mit etwa 30s Vorsprung vor den beiden Vaillante Rebellion Racing Orecas durch. Ein grösserer Vorsprung, den man bereits herausgefahren hatte, wurde durch eine SC-Phase und eine Reparatur kurz vor dem Ende zunichte gemacht. Pech hatten hingegen die Wagen von TDS Racing und G-Drive, während der Manor GP Oreca #25 mit fortgesetzten elektrischen Problemen, die nach dem Qualifying auch nicht durch den Austausch des Kabelbaums behoben werden konnten, das Rennen vorzeitig beenden musste.

In der GTE-Pro siegte der AF Corse Ferrari von Calado/Pierguidi vor dem #92 Porsche und dem zweiten AF Corse-Ferrari. Die GTE-Am-Wertung entschied der #98 Aston-Martin von Dalla Lana/Lamy/Lauda für sich.

ADAC GT Masters – Punktestände vor Hockenheim

Am vergangenen Wochenende fand auf dem Sachsenring das sechste und vorletzte Event der diesjährigen ADAC GT Masters Saison statt.
Race 12 2017
Als am späten Abend die Rennergebnisse wegen einer Unregelmäßigkeit an den Fahrzeugen des Mercedes-AMG Teams Zakspeed nachhaltig geändert wurden, war das Chaos erst einmal perfekt. Teamchef Peter Zakowski hatte zunächst angekündigt in Berufung zu gehen. Deshalb waren alle Ergebnisse und Punktestände vorläufig.

In einem Telefonat heute morgen nahm Peter Zakowski GT-Eins gegenüber noch einmal persönliPZch zu den Ereignissen Stellung.
Die Überprüfung des DMSB bezog sich auf das Auslesen der Motorsoftware, bei der ein Nockenwellenverstellbereich festgestellt wurde, der außerhalb des Bereichs lag, der bei der FIA im Rahmen der GT3-Homologation des Mercedes-AMG GT3 hinterlegt wurde. Zakspeed hatte daraufhin gebeten, diese Daten unabhängig überprüfen lassen zu dürfen.

Laut Zakowski hat das Team üblicherweise keinen Zugriff auf diese Daten und kann bis jetzt auch den vom DMSB zwecks Überprüfung zur Verfügung gestellten Datensatz weder selbst lesen, noch auswerten. Die externe Auswertung bestätigte jedoch die vom DMSB getroffene Feststellung.

Da die Aussichten auf eine erfolgreiche Berufung, die gegebenenfalls bis zur FIA gegangen wäre, aus Zakspeed-Sicht nur gering gewesen wären sowie auch, wie Zakowski betonte, aus Gründen der Sportlichkeit, entschied man sich letztlich, die Berufung zurückzunehmen. Damit wird eine Entscheidung in der Meisterschaft am kommenden Wochenende in Hockenheim nun doch möglich.

Die interne Klärung mit AMG, wie es überhaupt zu dieser Situation kommen konnte, läuft laut Peter Zakowski bereits auf vollen Touren. Er legte allerdings auch Wert auf die Feststellung, dass die Diskussion intern bleiben werde.
Zu der Frage, ob auch Motoren anderer Mercedes-AMG Teams überprüft worden seien, konnte er nichts sagen. Eine eigene Stellungnahme von AMG Customer Racing war bislang nicht zu erhalten.

JGNun aber zurück zum Sport. Mit den jetzt offiziellen, korrigierten Ergebnissen haben wir in der Meisterschaft vor den beiden letzten Läufen folgende Punktestände. Tabellenführer bleibt Jules Gounon (Valvoline Corvette #77) mit 131 Punkten, vor Philipp Eng PE(Schnitzer BMW #42) mit 116 Punkten.

SANeuer, vielleicht lachender, Dritter ist jetzt Sebastian Asch (BWT Mücke Mercedes-AMG #26) mit 104 Punkten, vor Kelvin van der Linde (Aust Audi #3) mit 101 Punkten.

Gemeinsame Fünfte schließlich sind die Titelverteidiger, Connor De Phillippi und Christopher Mies (Montaplast by Land-Motorsport Audi #1) mit 98 Zählern.

Rein theoretisch ist sogar Markus Pommer (Aust Audi #3 – 81 Punkte) noch im Rennen. Sollte Pommer beide Rennen gewinnen, sein Partner Kelvin van der Linde aus irgendeinem Grund bei einem Rennen in Hockenheim passen müssen, Philipp Eng aus beiden Rennen nicht mehr als 15 Punkte holen und Gounon in beiden Läufen punktlos bleiben und … aber lassen wir das. Zuviel Theorie! Alle anderen Konkurrenten, ab Daniel Keilwitz (Valvoline Corvette #77 – 80 Punkte), liegen bei noch 50 zu vergebenden Punkten, auch rein theoretisch, zu weit zurück.

Valvoline Corvette 01In der Teamwertung führt Callaway Competition mit 142 Punkten, vor Montaplast by Land-Motorsport und BWT Mücke Motorsport mit Land Audijeweils 134 Punkten.

Dahinter BMW Team Schnitzer mit 121 Zählern, vor Aust Motorsport und Mercedes-AMG Team HTP Motorsport mit je 119 Punkten.


Wir haben also am Ende der Saison noch sechs Konkurrenten, die den Titel unter sich ausmachen werden und darüber hinaus ebenfalls insgesamt sechs Teams, die um die Teammeisterschaft kämpfen. Die Spannung ist auf dem Maximum.
Der Champagner für die Meisterfeier am Sonntagabend kann damit endlich in den Kühlschrank!

GT4 ES am Nürburgring: Doppelsieg für Ekris

Start NRing2017

Mit einem standesgemäßen Doppelsieg beendeten die schon vor den letzten beiden Rennen des Jahres als Meister feststehenden Max Koebolt und Ricardo van der Ende die Saison 2017 im Northern Cup der GT4 European Series. Im Samstagsrennen setzten sich die beiden Ekris M4 Piloten relativ mühelos vor Matt Nicoll-Jones und William Moore im Academy Aston Martin und Finlay Hutchinson und Csaba Mor auf dem Equipe Verschuur McLaren durch und distanzierten die Verfolger über eine Renndauer von einer Stunde um 10, beziehungsweise sogar 20 Sekunden.

Der Sieg in der Pro/Am-Wertung ging an Alain Ferté und Gregoir Demoustier auf einem Porsche Cayman, die aber mit dem noch offenen Meisterschaftskampf in der Pro/Am-Klasse als Gaststarter nichts zu tun hatten. Als beste Titelanwärter kamen Duncan Huisman und Luc Braams im Las Moras McLaren auf dem dritten Klassenrang ins Ziel und verkürzten damit den Vorsprung auf den diesmal von Hendrick Still unterstützten Razvan Umbrarescu im RN Vision STS Racing Cayman auf zwei Punkte. Keine Zähler gab es nach einem frühen Ausfall derweil für den dritte Meisterschaftskandidaten – Jan Kasperlik im Allied Racing Cayman. In der Amateurklasseging der Sieg wieder einmal an Giuseppe Ghezzi und Manuele Mengozzi.

SchadenRNVision

Etwas weniger deutlich fiel der Sieg für Koebolt und van der Ende dann am Sonntag aus. Wiederum waren Nicoll-Jones und Moore die engsten Verfolger des niederländischen Duos, doch diesmal betrug der Vorsprung am Ende des Rennens nur gut vier Sekunden. Auf Rang drei wurden Ferté und Demoustier abgewunken, die sich damit in einem unterhaltsamen Rennen erneut den Klassensieg in der Pro/Am-Wertung sicherten.

Der erhoffte Meisterschaftskrimi in der Pro/Am-Klasse entwickelte sich indes anders als erwartet: Im Startgetümmel wurde der RN Vision STS Cayman von Hendrick Still so schwer beschädigt, dass dieser den Wagen wenig später an der Box abstellen musste. Damit konnten Luc Braams und Duncan Huisman den Titel mehr oder weniger kampflos erobern, da fast jedes Ergebnis – außer einem Ausfall – für die beiden McLaren-Piloten zur Meisterschaft gereicht hätte. Am Ende stand für die Niederländer ein dritter Klassenrang und der Meistertitel zu Buche. Für Umbrarescu reichte es trotz des Ausfalls mit drei Punkten Vorsprung vor Kasperlik noch zu Rang zwei. Bei den Amateuren ging der Tages-Sieg und der Meistertitel – wenig überraschend – an Giuseppe Ghezzi. Teamkollege Mengosti musste sich, da er am Slovakia-Ring nicht angetreten war und so die entscheidenden Punkte verloren hatte – mit Rang zwei begnügen.

Zakspeed akzeptiert Sachsenring-Disqualifikation

Die Disqulifikation der beiden Zakspeed Mercedes AMG GT beim Samstagslauf des GT-Masters am Sachsenring scheint nun endgültig zu sein: die Mannschaft von Peter Zakowski hat die Berufung wegen des Ausschlusses vom 2. Lauf zurückgezogen, wie Zakowski selber heute in einer Mitteilung bekannt gab.

„Laut DMSB entsprach der Verstellbereich der Nockenwellen nicht dem Homologationsstand des Fahrzeugs. Da wir als Kundenteam keinen Zugriff auf diese Daten haben, haben wir unmittelbar externen Sachverstand eingeholt. Dieser bestätigte die Aussage des DMSB, was uns letztlich dazu bewegte, die Berufung zurückzuziehen. Das Ergebnis vom Sachsenring ist somit endgültig und im Sinne des Sports kann in Hockenheim ein Meister gekrönt werden. Außerdem möchten wir unseren Start beim Finale nicht gefährden. Es tut mir sehr für unsere Fans und Partner leid, dass die Erinnerung an unseren ersten Doppelsieg auf diese Art einen faden Beigeschmack erhält. Wieso dieser Fall eintreten konnte, müssen wir nun mit dem Hersteller klären.“

Damit werden als Gewinner des Laufs die beiden BTW Mücke Motorsport-Piloten Sebastian Asch und Edoardo Mortara vor ihren Markenkollegen Patrick Assenheimer und Maximilian Götz von HTP-Motorsport und den Land Motorsport Piloten Christopher Haase und Jeffrey Schmidt auf dem korrigierten Podium gewertet. Asch reist somit mit 25 gewonnenen Zählern wieder mit besseren Chancen auf eine erneute Meisterschaft zum Saisonfinale nach Hockenheim .

PCC Sachsenring - Ammermüller gewinnt Lauf 11

Auf pcc11adem Sachsenring sicherte sich Raceunion-Huber Racing Pilot Michael Ammermüller am Samstag beim 11.Lauf des Porsche Carrera Cup Deutschland einen Start-Ziel-Sieg. Der Deutsche gewann am Samstag vor tolimit-Pilot Nick Yelloly aus Großbritannien. Den dritten Platz auf dem Podium belegte Yellolys Teamkollege Larry Ten Voorde.

Im Qualifying eroberte Ammermüller die Pole-Position auf dem 3,645 Kilometer langen Kurs. Nach dem Start setzte sich der 31-Jährige an die Spitze des Feldes aus 20 Fahrzeugen. Yelloly begann das Rennen von der dritten Position und überholte mit einem Raketenstart Konrad Motorsport-Pilot & Porsche-Junior Thomas Preining direkt in der ersten Runde. Im weiteren Verlauf des Rennens lösten sich der 26-Jährige und Ammermüller vom Fahrerfeld. Yelloly lauerte hinter dem Porsche-Routinier, der den Vorsprung aber groß genug halten konnte. Nach 17 Umläufen beendete Yelloly das Rennen auf dem Traditionskurs eine Sekunde hinter Ammermüller. Auf den dritten Rang fuhr der Niederländer Larry Ten Voorde (Team Deutsche Post by Project 1). Vom fünften Platz aus gestartet, verlor der 20-Jährige direkt zu Beginn seine Position an Dennis Olsen . Ten Voorde hielt den Abstand zum norwegischen Konrad-Piloten aber gering und belohnte sich im elften Umlauf: Am Ende der 780 Meter langen Start-Ziel-Geraden nutzte Ten Voorde den Windschatten, um an Olsen und Preining vorbeizuziehen. Damit beendete Ten Voorde pcc11bdas Rennen gleichzeitig als bester Rookie.

Porsche-Junior Preining begann das Rennen von der dritten Startposition und fuhr als Vierter über die Ziellinie. Hinter dem Youngster aus Linz erreichte sein Teamkollege Olsen den fünften Platz. Sechster auf der Berg-und-Tal-Strecke wurde David Kolkmann (Team Deutsche Post by Project 1) aus Deutschland.

Großen Jubel gab es auf dem Sachsenring für Wolfgang Triller (Huber Racing by TriSpa). Der Deutsche (Foto) beendete das Rennen am Samstag als bester Fahrer in der Amateur-Wertung. Damit sicherte sich Triller mit 141 Punkten vorzeitig den Titel im B-Klassement. „Ein großartiges Gefühl! Dank meines Vorsprungs in der Amateur-Wertung musste ich nicht volles Risiko fahren. Das war ein großer Vorteil für mich. Ich freue mich wahnsinnig für das Team, da jeder von uns seinen Anteil an diesem Erfolg trägt“, sagte Triller.

Blancpain Sprint Quali Rennen Nürburgring

nring qrace start

Bei freundlichem Wetter ging am Samstag das 32 Wagen starke Blancpain Sprint Series Feld in das letzte Qualifying Rennen der 2017er Saison. Der Polesetter Dries Vanthoor im #5 Belgian Audi Club Team WRT Audi R8 LMS GT3 konnte am Start die Führung behalten. Watson im #59 Strakka Racing McLaren 650S GT3 fiel im Verlauf der ersten Runde von P2 auf P5 zurück. Der Start ging ohne weitere große Zwischenfälle über die Bühne.

Im weiteren Verlaufnring qrace spitzengruppe konnten sich der #84 HTP-Motorsport Mercedes AMG GT, der #19 Grasser Racing Team Lamborghini, sowie der WRT-Audi #5 & der Bentley #8 immer mehr vom Rest des Feldes absetzen. Zwischen diesen 4 Fahrzeugen entbrennt ein immer erbitterter Kampf um die Positionen. Bei der Anfahrt zu Veedol-Schikane kam es dann zur rennentscheidenen Situation. Soulet im #8 Bentley griff Perez Companc im #19 Lamborghini an. Um eine Kollision mit dem Bentley – der ein wenig sehr optimistisch agierte – zu vermeiden fuhr Companc durch den Not-Ausgang. Durch dieses Manöver bekamen Companc/Caldarelli nach dem Rennen eine 1-sekündige Strafe durch die Rennleitung aufgebrummt. Damit verloren sie den Sieg an Buhk/Perera im #84 HTP-Motorsport Mercedes. Kurz vor Schluss konnte Marcel Fässler im #5 Belgian Audi Club Team WRT Audi dann noch am #8 Bentley vorbei gehen und beendete das Rennen auf P3.

Im Silvercup gab es einen ungefährdeten Sieg für Schiller/Szymkowiak im #85 HTP-Motorsport Mercedes. Mit über 10s Rückstand landeten Williamson/Kodric im Strakka Racing McLaren auf P2 der Klasse. nring qrace rinaldiDer #66 Attempto Racing Lamborghini komplettierte das Klassen-Podium.

Der #333 Rinaldi Racing Ferrari stiess am Start zeitweise auf Gesamtplatz 3 vor. Die damit resultierenden Klassenführung der Pro-AM gaben Mattschull/Keilwitz auch bis ins Ziel nicht mehr ab. Durch Salikhov/Malucelli auf P2 gab es einen Doppelsieg beim Heimspiel von Rinaldi Racing. P3 ging an C. Van Dam/Bhirombhakdi im #39 Kessel Racing Ferrari.

Die AM Wertung gewann als einzig startender Wagen, der #888 Kessel Racing Ferrari.