2 Testteams für die ersten AMG-GT4-Einsätze

Mit amggt4 nordschleife 6einem gegenüber den ersten Planungen deutlich erweiterten Programm an Entwicklungseinsätzen unter Rennbedingungen geht AMG in die Endphase der Entwicklung des Mercedes AMG GT4. War bislang von lediglich 2 Einsätzen bei der VLN Langstreckenmeisterschaft und eventuell einem Langstreckeneinsatz die Rede, so stehen nun mindestens 4 VLN-Läufe und 2 24h Langstreckeneinsätze für das neue AMG-Modell auf der Agenda. Dabei wird der erste Einsatz schon in 3 Tagen beim VLN-Saisonhöhepunkt erfolgen, dem Rowe-6h-Rennen.

Die Erweiterung des Testprogramms wurde möglich weil man gleich 2 Testteams verpflichten konnte. Neben Black Falcon wird auch Uwe Alzen-Automotive einen der neuen GT-Modelle an den Start bringen. Alzen wechselt am Sonntag für die Premiere seines GT4-Einsatzteams extra hinter die Boxenmauer und überlässt die Lenkradarbeit seinem Pilotentrio Fabian Hamprecht, Mike Stursberg und Thomas Jäger . Für Alzens Mannschaft sind die VLN-Läufe 5,6,7 und 9 (das Finale) angedacht. Alzen selber wird bei einigen Läufen anstelle von Thomas Jäger ins Steuer greifen. Die zweite Einsatzmannschaft Black Falcon wird ebenfalls beim Rowe-6h-Rennen starten. Die Mannschaft aus Meuspath schickt das Quartett um Stefan Karg, Fidel Leib, Mercedes-AMG Test- und Entwicklungsfahrer Jan Seyffarth und Alexander Toril in das 6-Stunden-Rennen. Wie erwartet starten beide Boliden mangels SRO-Einstufung in der SPX-Klasse.

Zusätzlich zu den vereinzelten VLN-Einsätzen bei Black Falcon wird diese Mannschaft auch 2 Einsätze bei den 24h von Portimao der Creventic 24 Stunden-Serie in 2 Wochen, wo man mit den Piloten Saud Al Faisal, Burkard Kaiser, Aurel Schöller und Fidel Leib antritt, und dann noch bei den 24h von COTA, der ersten nordamerikanischen Runde der Serie Mitte November, antreten.

Audi TT Cup Zandvoort - alle jagen Ellis

Im Audi Sport TT Cup ellisaudittherrscht vor dem Saisonhalbzeitwochenende in Zandvoort an diesem Wochenende Hochspannung: Nach 3 Siegen liegt der Brite Philip Ellis seit dem ersten Rennen an der Tabellenspitze, doch seine Verfolger holen in großen Schritten auf. Dem Spanier Mikel Azcona gelang zuletzt beim Rennwochenende am Norisring mit 2 Siegen ein Sprung vom 7. auf den 2. Tabellenrang. Der Spanier liegt aktuell 33 Punkte hinter dem Führenden. Pro Wochenende werden bis zu 50 Punkte vergeben.

Nur einen Zähler hinter Azcona folgt Milan Dontje. Der Niederländer, der zwei Mal in den vergangenen 3 Rennen auf dem Podium stand, baut bei seinem bevorstehenden Heimspiel auch auf die Unterstützung seiner vielen lokalen Fans. Auch Tommaso Mosca setzt sich immer besser in Szene: Der Italiener stand als Zweiter zuletzt in Nürnberg zum ersten Mal in seiner Automobilsport-Karriere auf dem Podium. Er ist Tabellenvierter vor der Polin Gosia Rdest, der schnellsten Frau im Feld.

Mosca führt zugleich die Rookie-Wertung im Audi Sport TT Cup an. Der Italiener aus Brescia hat fünf Punkte Vorsprung vor dem Schweizer Yannik Brandt. Drittbester Neueinsteiger ist Keagan Masters aus Südafrika, der ebenso wie Fabian Vettel 48 Punkte hat.

4 Le Mans-Autoentrys für die AsLMS

Der ACO aslmszuhaihat die Anzahl der Autoentrys in Le Mans für die Teilnehmer der Asiatischen Le Mans Serie erhöht. Statt wie bislang 3 Teams sollen nun 4 Mannschaften über die Wintersaison in Asien ihre Tickets für das 24 Stunden Rennen von Le Mans lösen können. Neben dem Gewinner der LMP2- und der LMP3-Klasse, die jeweils eine Einladung für die LMP2-Klasse an der Sarthe bekamen, war im vergangenen Jahr auch das beste GT3-Team mit einem GTE-Auto beim französischen Klassiker zugelassen.

Nun soll eine neue Subklasse bei den GT ebenfalls mit einem Autoentry bedacht werden. Innerhalb der GT(3)-Klasse wird in diesem Jahr erstmals eine Amateurwertung für reine Privatiersbesatzungen vorgesehen. Sollten in dieser Klasse genug Nennungen (>=3 ?) zusammen kommen, dann wird auch die Gewinnermannschaft dieser Wertung nach Le Mans eingeladen. Sollte es nicht dazu kommen dann geht der Autoentry an die zweitplazierte Mannschaft der GT-(Pro)-Wertung und das beste der Am-Teams bekommt das Nenngeld für die kommende Saison gutgeschrieben.

Neben diesen 4 Wertungen sind auch in diesem Jahr wieder eine CN-Klasse und eine GT-Cup-Klasse in der Asiatischen Le Mans Serie ausgeschrieben. Diese Feldfüller-Klassen waren jedoch im letzten Jahr zu spärlich besetzt und werden daher nicht mit Autoentrys bedacht.

Ein 6h-Rennen für die AsLMS

Es sind aslmsburiramstart2zwar noch gut 2½ Monate bis zum Saisonstart, doch die Asiatische Le Mans Serie macht schon jetzt weitere Schlagzeilen. So gab es just ein Kalenderupdate. Die Runde in Thailand auf dem Chang-Circuit in Burinam soll in Zukunft als 6h-Rennen statt dem üblichen 4h Format ausgerichtet werden. Für die restlichen 3 Rennen in Zuhai, Fuji und Sepang bleibt es beim 4h-Format. Der geänderte Kalender liest sich nun wie folgt:

27-29.Oktober 2017: 4h Zhuhai (China)
1-3.Dezember 2017: 4h Fuji (Japan)
11-13 Januar 2018: 6h Buriram (Thailand)
2-4. Februar 2018: 4h Sepang (Malaysia)

Belcar: Vorschau 24h von Zolder

Am kommenden Wochenende steht mit dem 24 Stunden Rennen in Zolder das Saisonhighlight der Belcar Endurance Championship 2017 auf dem Programm. Der vierte von insgesamt fünf Meisterschaftsläufen hat vorentscheidenden Charakter was die Titelvergabe angeht. Aktuell stehen 44 Fahrzeuge auf der Starterliste dieses Klassikers der seit 1983, mit Ausnahme von 1988, jährlich ausgetragen wird.

24hzolderstart

Das gesamte Training einschließlich Qualifying und der Super Pole findet komplett am Donnerstag statt. Nach dem Ruhetag am Freitag fällt am Samstag um 16 Uhr der Startschuss für das Rennen zwei mal Rund um die Uhr.

Vor dem Rennen werfen wir mal einen kurzen Blick auf den Zwischenstand in der Meisterschaft. In der Belcar 1 (GT Klasse) führt der No Speed Limit Porsche von Bouvy / Coens / Van Dalen die Tabelle mit 81 Punkten an. Dahinter folgen punktgleich mit 64 Zählern der Mext Racing Porsche von Xavier Stevens / Kris & Koen Wauters und der Belgium Racing Porsche von Bonnet / Haane / Van Parijs / Derdaele.

In der Belcar 2 (CN Klasse) führt der McDonald´s Racing Norma von David Houthoofd / François Bouillon / Frederic Vervisch mit 85 Punkten vor dem PK Carsport Wolf GB08 von Bert & Stienes Longin / Anthony Kumpen / Frank Beliën mit 60 Punkten, dem DVB Racing Norma von Frank & Hans Thiers / Jeffrey Van Hooydonk mit 59 und dem Deldiche Racing Norma von De Cock / Joosen / Piessens / Dejonghe mit 58 Zählern.

ISWC * Road America Sieg für Nissan

Zum ersten Mal in diesem Jahr ging bei einem Lauf der Weather Tech-USCC-Serie der Sieg nicht an Cadillac. Schon im Training und Qualifying in Elkhart Lake zeigten sich die Onroak-Fahrzeuge von Tequila Patron Extreme Speed Motorsports, PR1-Mathiasen Motorsports und VisitFlorida Racing mit ihrem geleasten Ligier JS P217 extrem stark. Die Pole ergatterte aber Ricky Taylor auf dem #10 Wayne Taylor Cadillac.

Im lange von Ricky Taylor angeführten Rennen lagen die Ligier & Nissan-DPi's immer in Schlagdistanz zur Spitze, wo sich neben dem #10 WTR Caddy auch der #85 JDC-Miller OReca tummelte. Erst in den finalen 17 Minuten zog Pipo Derani (#22) nach mehreren Gelbphasen an die Spitze und schaffte zusammen mit Johannes Van Overbeek den ersten "Nicht-Cadillac-Sieg" in der Saison. Die ESM-Nissan profitierten dabei von einer geänderten Elektronik: Onroak hatte die LMP2-Cosworth-Elektronik in den DPi durch eine ECU von Motec ersetzt, die einige Zuverlässigkeitsprobleme der Boliden in Zukunft besser analysieren und beseitigen soll. performancetechlmpcDie an Abtriebsmangel leidende WTR-Mannschaft sicherte sich mit 2,3s Abstand Platz 2 vor dem zweiten Extreme Speed Motorsports-Nissan-DPi von Sharp/Dalziel.

In der LMPC setzte sich zum 7.Male in Folge die Performance Tech Motorsport-Truppe mit dem Duo James French und Pato O´Ward durch. Die bislang unbesiegte Mannschaft kam 22s vor dem BAR1-Oreca von Kvamme/Yacaman ins Ziel. Die Tatsache das dies das bislang knappste Klassenfinish des Jahres war spricht Bände über die Überlegenheit der Performance-Tech Mannschaft im letzten Einsatzjahr dieser Autos.

In ford roadamericader GTLM-Klasse setzte sich der Ford GT von Joey Hand und Dirk Müller zum 2.Klassensieg des Jahres in der Weather Tech-USCC-Serie durch. Hand entriss die Führung dem Porsche von Laurens Vanthoor 30 Minuten vor dem Rennende nach dem Ende des letzten Gelbphase, die nötig wurde weil Porschepilot Dirk Werner von einer Corvette in den Kies von Turn 1 gerempelt wurde. Der Ford-Pilot und verteidigte die Position mit einem Vorsprung von nur 0,6s dann bis ins Ziel hinein. Die Ford-Teamkollegen Ryan Briscoe und Richard Westbrook holten sich den letzten Platz auf dem Stockerl.

In der mit 15 Wagen besetzten GTD-Klasse erzielte der Turner Motorsports BMW M6-GT3 von Jesse Krohn und Jens Klingmann seinem ersten Saisonerfolg. Ein ungeplanter Boxenstop kostete das Park Place Porsche-Duo Jörg Bergmeister und Patrick Lindsay möglicherweise den Sieg, doch die beiden Porsche-Piloten konnten mit einer Aufholjagd immerhin noch auf Rang 2 aufs Podium kommen. Rang 3 ging an das Stevenson Motorsports Audi-Duo Aschenbach/Davis.

Die nächste Runde der Meisterschaft findet am 27.August auf dem Virginia International Raceway statt. Dort werden nur die GT-Klassen ins Rennen gehen.

Mehr zum Rennen sowie alle Ergebnisse gibt es auf unserer Partnerseite von americansportscar.de Ein Video-Replay des gesamten Rennens kann unter diesem Link abgerufen werden.

JDC-Miller plant 2.Oreca

Die aus der LMPC in die LMP2 aufgestiegene JDC-Miller Motorsports Mannschaft plant ihr Engagement in der Weather Tech-USCC-Serie 2018 auf 2 Wagen auszubauen. Ein zweiter Oreca O7 ist bereits bestellt und soll im Herbst ausgeliefert werden. Die derzeit in der Prototypen-Wertung drittplazierte Mannschaft, die die mit den beiden Piloten Stephen Simpson and Misha Goikhberg schon 2 Saison-Podien erzielen konnte will zu den kommenden 24 Stunden von Daytona schon mit einem zweiten Oreca-Chassis ausrücken. Das würde bedeuten das mit den beiden Penske-Acura-Orecas 4 der französischen Chassis in der Weather Tech-USCC-Serie 2018 am Start sein würden.

IWSC * Kalender 2018

Im Zuge des Road America Rennens gab die IMSA ihren Kalender für die kommende Saison bekannt. Dabei kehrt die Serie auf die Strecke von Mid-Ohio zurück und ersetzt im Kalender den Lauf auf dem Circuit of the Americas.

Wie immer startet man in Daytona, gefolgt von Sebring und dem Lauf in Long Beach wo die Prototypen aus Kapazitätsgründen im kommenden Jahr mit den GTLM's anstelle mit der GTD's starten werden. Nach Long Beach geht es dann wieder mit dem kompletten Feld nach Mid-Ohio.

Im Juni geht es dann für die Prototypen gemeinsam mit den GTD's nach "Motorville" (Detroit). Am Monatsende folgen dann die 6-Stunden von Watkins Glen, gefolgt von Mosport und dem GT-Lauf in Lime Rock. Im August geht es dann nach Road America und einem weiteren GT-Lauf in Virginia bevor die Saison mit den Läufen in Laguna Seca und Road Atlanta mit dem Petit Le Mans abschließen.

Der Terminkalender in der Gesamtübersicht:

25.01.-28.01. Daytona 24 Stunden

P GTLM GTD

*NAEC*
14.03.-17.03. Sebring 12 Stunden P GTLM GTD *NAEC*
13.04.-14.04. Long Beach 100 min. P GTLM    -  
04.05.-06.05. Mid-Ohio 160 min. P GTLM GTD  
01.06.-02.06. Detroit 160 min. P      -     GTD  
28.06.-01.07. Watkins Glen 6 Stunden P GTLM GTD *NAEC*
06.07.-08.07. CTMP (Mosport) 160 min P GTLM GTD  
20.07.-21.07. Lime Rock Park 160 min -  GTLM GTD  
03.08.-05.08. Road America 160 min P GTLM GTD  
17.08.-19.08. Virginia 160 min -  GTLM GTD  
07.09.-09.09. Laguna Seca 160 min P GTLM GTD  
10.10.-13.10. Road Atlanta 10 Stunden P GTLM GTD *NAEC*

Creventic-Proto-Runde am HTTT abgesagt

Creventic hat die für nächste Woche angesetzten 3*4h in Le Castellet, die angedachte erste Runde der 24 Stunden Prototypen Serie, in aller Stille abgesagt. Die Website der Serie enthält keine Hinweise mehr auf den Event zu dem sich bis zuletzt lediglich 10 Teams angemeldet hatten. Ob nun auch der Folgeevent in Spa-Francorchamps auf der Kippe steht muss abgewartet werden. Dort waren zwar nur bislang 9 Teams angemeldet worden, allerdings findet diese Veranstaltung zusammen mit der 24h Tourenwagenserie statt, die mit einem vollen Feld von an die 50 Teams zumindest die Streckmiete für das Wochenende gedeckt haben dürfte.

Mustang GT4 ist homologiert

Ford fordmustanggt4hat den Ford Mustang GT4 Ende Juli offiziell bei der SRO als GT4-Fahrzeug homologieren lassen. Der von Multimatic aufgebaute Wagen hat in den letzten Monaten Entwicklungseinsätze in der Pirelli World Challenge und der Continental Tire SportsCar Challenge der IMSA absolviert. Ford erwartet nun das mehrere Kundenteams in Nord-Amerika und Europa zu den bislang aktiven Einsatzteams KohR Motorsports, VOLT Racing (beide IMSA) und PF Racing (Pirelli World Challenge) hinzu kommen, die sich die beiden einzigen existierenden Entwicklungschassis bislang teilen mussten. In Europa soll M-Sport, die auch das Bentley-Werks-Einsatzteam stellen, die Betreuung der Kunden für den neuen GT4 übernehmen. Ein Test auf dem Anglesey Circuit in Wales wurde just für interessierte Kundenteams arrangiert.

Beim neuen GT4, dessen Preis immer noch nicht konkret fest steht, handelt es sich schon um die zweite Modellgeneration des Mustang die in der Klasse eingestuft wird. Bereits 2007, zu Beginn der GT4-Klasse, war Ford mit einem damals von Multimatic und Matech-Concepts gemeinsam konzipierten Mustang-Modell – dem FR500C - in den ersten Rennen vertreten. Der Mustang gewann damals mit dem belgischen Piloten Eric de Doncker die ersten beiden Saisons des GT4-Europacups und erzielte in der Langstreckenkonfiguration seinen grössten Erfolg mit einem Gesamtsieg bei den 12h von Budapest 2011.