13 Hersteller bei den 2. 10h Suzuka

Am10hsuzuka start kommenden Wochenende findet mit den 2. 10h von Suzuka die vierte Runde der Intercontinental GT Challenge statt. Der vorletzte Lauf der inoffiziellen GT3-Weltmeisterschaft der SRO beeindruckt dabei mit erstaunlichen Teilnehmerzahlen und einem Feld das in Sachen Vielfalt keine Wünsche offen lässt. 36 GT3 Wagen (im Vorjahr: 35 im Gesamtfeld) sind für die vierte Runde der Meisterschaft gemeldet, die anders als im letzten Jahr bei der Premierenveranstaltung, als noch GT300-Wagen aus der japanischen Super GT zugelassen waren, in diesem Jahr rein auf die GT3-Klasse setzt.

Von den 36 GT3-Wagen starten 23 in der Pro-Klasse, 5 in der Pro-AM, 5 in der Silver-Cup-Wertung und 3 in der Amateurwertung. 27 der Autos sind dabei in der IGTC-Wertung punkteberechtigt, von denen nur einer in der Bronce-Wertung für Amateurpiloten (der Sun-Energy Mercedes AMG GT3 des Australiers Kenny Habul) antritt – der Rest der Teams fährt in der Gesamtwertung um die Herstellerpunkte.

Mit lotusevoragt3 suzukasage und schreibe 13 Herstellern schlägt das Rennen in Japan noch den Saisonhöhepunkt in Spa-Francorchamps, wo bei den 24h in diesem Jahr 11 Fabrikate am Start standen. 7 Mercedes AMG GT3 , je 4 Nissan GT-R Nismo GT3, Honda-Acura NSX und Porsche 991 GT3 R, je 3 Ferrari F488 GT3, Lamborghini Huracán GT3 evo und Audi R8 LMS GT3, je 2 Bentley Continental GT3 Evo, und BMW M6-GT3 sowie je ein Aston Martin Vantage AMR GT3, eine Callaway Competition- Corvette GT3, ein McLaren 720 S GT3 sowie der erst anfangs des Jahres mit einer nationalen Homologation für Japan zugelassene Lotus Evora GT3 (Bild rechts) sorgen für eine Markenvielfalt die selbst in einem SRO-Event aussergewöhnlich ist. Von diesen Herstellern starten lediglich Aston Martin, Lotus , Corvette und McLaren nicht in der Intercontinental GT Challenge.

Teams aus 11 Nationen stehen beim japanischen Enduro am Start. Dank der asiatischen Blancpain Serie kann Ratels SRO mittlerweile auf einen soliden Kundenstamm an asiatischen Teams zurückgreifen und so kommt es das beim kommenden Rennen in Suzuka 27 Mannschaften aus dem asiatisch/ozeanischen Raum und nur 9 aus Europa am Rennen teilnehmen. Damit ist man deutlich sattelfester in der Region verwurzelt als die Kollegen vom ACO, die in der letzten Saison der Asiatischen Le Mans Serie von 22 Teilnehmern nur 7 Teams mit einem asiatischen Bezug im Feld vorweisen konnten. Die asiatischen Team kommen im Gros aus dem einheimischen Japan (15 Mannschaften) Hong-Kong (5), Australien (3) sowie je eines aus Neuseeland, Taiwan, Malaysia und der Republik China. Das europäische Kontingent führen die Briten mit 5 Autos vor Deutschland ( je ein BMW von Walkenhorst Motorsport und dem Team Schnitzer Motorsport), Italien und Belgien an.

Auch in Sachen Piloten geben die Japaner bei der einheimischen Runde den Ton an. Unter den 108 Piloten finden sich 39 Japaner, die die deutsche Delegation mit 12 Fahrern deutlich auf den 2.Platz verweisen. Insgesamt sind Fahrer aus 22 Nationen am Start.

Das absoluteporsche suzukadeutschsprachige Kontingent besteht aus dem Audi-Trio Christopher Haase, Christopher Mies und Markus Winkelhock auf dem Absolute Racing Audi R8 LMS GT3 , Maro Engel und Maximilian Buhk auf dem im letzten Jahr siegreichen Gruppe M Racing Mercedes AMG GT3 Maximilian Götz und Luca Stolz auf dem Craft-Bamboo-Mercedes AMG GT3, Markus Pommer auf der japanischen Callaway-Bingo-Corvette, Martin Tomczyk auf dem Schnitzer Motorsport BMW M6-GT3 , dem Österreicher Dominik Baumann auf dem Strakka Racing Mercedes AMG GT3 , Nico Bastian auf dem Sun-Energy Mercedes AMG GT3 , sowie den beiden Porsche-Piloten Sven Müller und Dirk Werner auf den Fahrzeugen von Earl Bamber Racing und Absolute Racing (Bild).

In der aktuellen Punktewertung der Intercontinental GT Challenge liegt vor dem Rennen in Suzuka Mercedes mit 85 Zählern vor Porsche (77) und den dreifachen Meister Audi (40). Das Rennen startet am Sonntag um 10 Uhr Ortszeit (2 Uhr Nachts bei uns!) und kann als Stream über die Website der Intercontinental GT Challenge verfolgt werden.

Lukas Dunner vor LMP2-Premiere

Inter-Europol Competition lukas dunnerholt erneut einen neuen Piloten in seine LMP2-Mannschaft. Der erst 17 jährige Wiener Lukas Dunner wird an Bord des unter polnischer Flagge in der Europäischen Le Mans Serie antretenden Ligier JS P217 LMP2 sein LMP2-Debüt geben. Der Wiener überzeugte die im westfälischen Hameln ansässige Mannschaft als Gegner in der Ultimate Serie, der Nachfolgeserie der VdeV-Serie, wo er an Bord des Wimmer Werk Motorsport-Ligier JS P3 LMP3 (der LMP3 in unserem diesjährigen Logo) bereits 2 Siege in diesem Jahr erzielen konnte. Das junge österreichische Talent tritt bei der kommenden Europäischen Le Mans Serie-Runde in Silverstone an der Seite von Stammpilot Kuba Smiechowski und Adrien Tambay an und ersetzt damit den Spanier Dani Clos der bislang alle Rennen in der europäischen ACO-Serie bestritten hatte.

Der 2 fache Kartmeister (2014&16) hatte bislang neben seinen ersten LMP3-Rennen auch Läufe zur Euroformula Open bestritten, wo er im Teo Martin Motorsport Team derzeit an Rang 2 der Tabelle liegt. Laut eigenem Bekunden hat er nun langfristig seine Karriere auf Le Mans ausgerichtet. Mit Inter-Europol, die in diesem Jahr an der Sarthe ihr Debüt feiern konnten, hätte er dafür eine passende Mannschaft gefunden.

Ein 2.Rebellion für Silverstone

Rebellion Racing hat für die FIA Langstrecken Weltmeisterschafts-Auftaktrunde in 12 Tagen einen zweiten LMP1 genannt. Die britisch-schweizer Mannschaft, die ihr Kern-Engagement in der WM in Hinblick auf einen möglichen Hypercar – Einstieg im Vorfeld der Saison auf einen R13 zurück gefahren hatte, wird nun doch einen weiteren Wagen für das Pilotentrio Pipo Derani, Nathanael Berthon und Loic Duval an den Start bringen.

Rebellion Racing Teamchef Calim Bouhadra hatte unseren Kollegen von Sportscar 365 gegenüber in den letzten Wochen ein zeitweises Engagement des zweiten Autos bei einzelnen Rennen der Saison in Aussicht gestellt. Mit dem Engagement des #3 R13 wächst das Feld der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft für die 4h von Silverstone wieder auf 6 LMP1 und 31 Wagen im Gesamtfeld (Vorjahr: 8/34) an.

Neue Tabellenführer in der GT4 Germany

Mit 2 packenden Rennen überzeugte die ADAC GT4 Germany beim 4.Meeting der Serie am Nürburgring. Auf der verkürzten Sprintvariante des Kurses gab es den ersten McLaren Doppelsieg, den ersten Sieg eines Mercedes AMG GT4, das erste reine Regenrennen der Serie und einen neuen Tabellenführer zu feiern.

Beim Rennen am Samstag (der Link führt zum ausführlichen Rennbericht auf unseren Seiten) setzten sich am Ende die Team GT-McLaren Piloten Charles Fagg und Michael Benyahia durch. Im Zweikampf mit dem GetSpeed Performance Mercedes AMG GT4 von Hamsa und Jusuf Owega behielt Schlusspilot Benyahia am Ende die Nerven und überstand eine Kollision mit Jusuf Owega in der Kurzanbindung unbeschadet. Der Mercedes-Pilot fiel aufgrund des Drehers noch hinter den Dörr Motorsport McLaren 570S GT4 von Christer Jöns und Fred Martin-Dye zurück.

Auch beim nassen 2. Lauf am Sonntag gaben auf dem Kurs in der Eifel die AMG und McLaren Teams den Ton an, während die Porsche, KTM und BMW-Teams anfänglich mehr Mühe hatten. Kollisionen und verpatzte Reifenpoker verhagelten jedoch am Ende den McLaren Teams eine Wiederholung des Erfolges vom Vortag. Die Tabellenführer Gabriele Piana und Marius Zug mussten nach einem Unfall des Italieners in der 2. Runde einen Nuller kassieren und anschliessend hilflos mit ansehen wie ausgerechnet die Unfallgegner, die Owega-Brüder im Getspeed-AMG mit einem 3. Platz am Ende knapp die Tabellenführung übernehmen konnten.

Zwar konnte Cayman-Pilot Hendrik Still im KÜS Team 75 Bernhard-718´er anfänglich der AMG Armada trotzen, doch als Co-Pilot Horst Hadergasser den Wagen übernahm und dabei auch noch eine Durchfahrtsstrafe kassierte, fiel der Porsche endgültig aus den Punkterängen. Vorne setzten sich die Pechvögel aus der vorangegangenen Runde in Zandvoort, der HP-Racing International Mercedes AMG GT4 von Luke Wankmüller und Tim Heinemann zum ersten AMG-Sieg sowie dem ersten GT4-Erfolg der österreichischen Mannschaft in der Meisterschaft durch, vor dem Hofor-Bonk BMW M4-GT4 von Michael Schrey und Thomas Jäger sowie dem Getspeed-AMG.

Die nächsten 2 Rennen finden bei der nächsten Runde der Meisterschaft in Hockenheim am 13-15.9 statt.

Andlauer gewinnt Lauf 11 im Carrera Cup

Aufpcc11a dem Nürburgring konnte Julien Andlauer seine Führung in der Meisterschaft im Porsche Carrera Cup Deutschland ausbauen. Der BWT Lechner Racing-Pilot siegte am Samstag beim 11.Lauf der Saison. Der ebenfalls bei Lechner startende Dylan Pereira erreichte den zweiten Platz. Andlauers schärfster Verfolger in der Gesamtwertung Michael Ammermüller belegte den dritten Rang. „Anfangs war es nicht einfach, die Reifen auf dem feuchten Asphalt auf die richtige Temperatur zu bekommen. Danach lief es gut für mich, bis ich bei der Fahrt über einen Curb leider meine Frontlippe verloren habe. Das war ein großer Nachteil für mich. Umso glücklicher bin ich, dass ich mich trotzdem bis zum Schluss verteidigen konnte“, sagte Andlauer.

Der 20-Jährige stand bei Außentemperaturen von 16°C und leichtem Nieselregen über das gesamte Rennen unter Druck von seinen Verfolgern. Andlauer setzte sich nach dem Start von der Pole-Position an die Spitze, doch eine frühe Safety-Car-Phase hielt das 30 Fahrer große Feld eng zusammen. Nach dem Re-Start verteidigte der Franzose die Spitzenposition, aber Ammermüller suchte immer wieder nach einer Überholmöglichkeit. Nachdem das Safety-Car in der 9.Runde erneut auf die Strecke musste, entwickelte sich zwischen Andlauer, Ammermüller und Pereira ein Dreikampf um den Sieg. Während Ammermüller geduldig auf den richtigen Moment wartete, zog Pereira in Runde 14 am Routinier vorbei. Ein weiteres Überholmanöver pcc11bgelang dem Luxemburger allerdings nicht mehr – Andlauer jubelte mit 0,358s Vorsprung über seinen 3.Saisonsieg. Für Pereira war es die 3. Podiumsplatzierung in Folge. Ammermüller fuhr als Dritter über die Ziellinie, zeigte sich nach dem Rennen aber nicht zufrieden.

Sein bestes Saisonergebnis gelang in der Eifel Car-Collection-Pilot Toni Wolf, der sich vor Jaap van Lagen im Förch Racing-Porsche den vierten Rang sicherte. Die weiteren Plätze belegten Joey Mawson (CARTECH Motorsport by Nigrin), David Kolkmann (Black Falcon) und Jean-Baptiste Simmenauer (Lechner Racing).

In der Amateur-Klasse fuhr Stefan Rehkopf im Huber Racing Porsche auf Platz eins. Durch den fünften Saisonsieg ist der Pilot aus Göttingen neuer Tabellenführer in seiner Wertungsklasse.

AMG-Sieg bei der Dunlop 60 in Oschersleben

Christiaan d60olebenaFrankenhout und Kenneth Heyer siegten vor 2 Wochen beim DUNLOP 60-Lauf in Oschersleben. Nach 41 Rennrunden überquerte Heyer im Mercedes AMG GT3 von Race-Art-Motorsport als Erster des 10 Fahrzeuge starken Feldes die Ziellinie der Motorsport-Arena.

Pünktlich zum Qualifying um 14:30 Uhr setzte am Freitag zunächst starker Regen ein und verwandelte den 1997 erbauten Rundkurs inmitten der Magdeburger Börde in eine horizontale Rutschbahn. Ein Mann, der rasante Bekanntschaft mit dem Kiesbett machte, konnte nach Bergung des Wagens und Systemcheck 2 Minuten vor dem Fall des schwarzweiß-karierten Tuchs noch die vorderste Startposition für sich und seinen Fahrerkollegen sichern: Isaac Tutumlu Lopez und Dirg Parhofer gingen mit dem Audi R8 LMS GT3 von Car-Collection Motorsport an erster Stelle ins Rennen.

Aufs d60olebenc yacoSiegerpodium fuhren neben Heyer und Frankenhout außerdem die Audi-Piloten Simon Reicher (YACO-Racing) vor Dirg Parhofer und Pole-Setter Isaac Tutumlu Lopez (Car Collection Motorsport), während nach mittäglichem Regen wieder die Sonne den Asphalt wärmte. Zunächst sah es nach einem dritten Gesamtrang für den erst 18 Jahre alten Alex Aka und seinen Mitstreiter Mike Hansch aus, deren Porsche 911 GT3 R entsprechend ins Ziel kam. Jedoch musste das Team Attempto Racing um Arkin Aka eine Zeitstrafe auf sich nehmen, sodass der schwarz-rote Neunelfer letztendlich an fünfter Position gewertet wurde.

Im vorderen Bereich des Klassements hätte theoretisch ein weiterer Audi R8 LMS GT3 gelistet werden müssen, und zwar das grün-weiß beklebte Fahrzeug von Phoenix Racing mit der #99. d60olebenbAm Steuer ohne mechanische Lenksäule fuhr erneut Markus Winkelhock außerhalb der Wertung – zu Präsentationszwecken des Projektes Steer-by-Wire von Schaeffler Paravan.

Rang 4 und damit der Sieg in Klasse 2 ging an Timo Scheibner im Aston Martin Vantage GT3 von Schaller Motorsport aus Hanau. Das restliche Klassement gehörte komplett der Marke aus Zuffenhausen: Hinter Aka/Hansch folgten Christoph Dupré und Jacob Erlbacher im Cup-Auto von Dupré Motorsport, das Schwesterfahrzeug mit Claus Dupré und Lukas Hein wurde als Neunter abgewinkt. Dazwischen fanden sich Oliver Engelhardt / Christian Schütz (Porsche 991 GT3 R) und Thomas Langer in der Wertung. Wie sein Bruder Christof, der die Top-Ten abrundet, fuhr auch letzterer einen von Schütz Motorsport betreuten Cup-Porsche.

Der Rennbericht der ADAC-Serien am Nürburgring ...

GTM NBR FP2 EFP 12... ist unter diesem Link auf unseren Seiten zu erreichen. Sowohl das ADAC GT-Masters , das an diesem Wochenende sein 5. Meeting mit den Rennläufen 9 und 10 austrägt als auch die ADAC GT4 Germany , die ihr viertes Meeting mit den Läufe 7 & 8 austrägt, und der Porsche Carrera Cup Deutschland sowie die TCR Germany starten an diesem Wochenende auf dem Nürburgring. Die ausführlichen Infos, Ergebnisse und Berichte zu den beiden GT-Serien werden wie gehabt in unserem Rennbericht gesammelt.

Ein 3.Porsche GTE für Project 1

Project 1, project1artcarlm19die deutsche Porsche-Einsatzmannschaft in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft aus dem westfälischen Lohne, hat Informationen Info unsere Kollegen von Sportscar 365 zur Folge ihren Fahrzeugpark weiter ausgebaut. Demnach hat die Meister-Mannschaft aus der GTE-AM Klasse nun 3 der jeweils fast 1 Millionen teuren Einsatzfahrzeuge des Porsche 911 RSR-19 in ihrem Bestand. 2 der Wagen sind dabei für Einsatz in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft gedacht während das dritte in der Europäischen Le Mans Serie antritt oder zeitweise als T–Car für die WM – Runden gedacht ist. Allerdings wird beim kommenden Saisonauftakt in Silverstone , der einzigen Doppelveranstaltung von WEC und Europäischen Le Mans Serie, der Einsatz des ELMS-Autos ausgesetzt, damit das Team sich in der neuen Rolle als 2-Wagen-Programm besser einarbeiten kann.

Gegenüber den Kollegen schloss Teammanager Axel Funke sogar den Einsatz aller 3 Wagen beim kommenden 24 Stunden Rennen von Le Mans nicht aus. Project 1 hat durch den GTE-AM Titelgewinn in der WEC-Supersaison und dem nach der Disqualifikation des Keating Motorsport Fords geerbten Klassensieg in Le Mans theoretisch für 2020 sogar einen Anspruch auf 4 Le Mans Startplätze.

Ammermüller holt Sieg #4 in Zandvoort

Nach pcc10aPlatz eins am Samstag feierte Michael Ammermüller beim Porsche Carrera Cup Deutschland-Lauf am Sonntag auf dem niederländischen Circuit Zandvoort seinen vierten Saisonsieg. Aufs Podium schaffte es bei seinem Heimrennen zudem der Niederländer Jaap van Lagen im Förch Racing-Porsche. Der Luxemburger Lechner Racing-Pilot Dylan Pereira machte die Top Drei komplett. „Durch den Regen am Morgen waren einige Streckenabschnitte noch etwas feucht. Das hat die ersten Runden zu einer großen Herausforderung gemacht. Daher bin ich etwas vorsichtiger gefahren. Jaap van Lagen ist da einen Tick mehr Risiko gegangen, ich habe mich aber gut verteidigt“, sagte Ammermüller.

Das Rennen an der Nordseeküste der Niederlande war bei bewölktem Himmel und 20°C von zwei Unterbrechungen geprägt. Ammermüller blieb nach dem Start an der Spitze. Sein direkter Verfolger hieß van Lagen, der in der ersten Kurve an Porsche-Junior Julien Andlauer vorbeizog. In der dritten Runde musste das Rennen für die Bergung eines Fahrzeugs unterbrochen werden. Der Re-Start erfolgte hinter dem Safety-Car. Ammermüller verteidigte die Führung, doch van Lagen lauerte direkt hinter dem Lechner-Piloten auf eine Überholmöglichkeit. In der zehnten Runde musste das Safety-Car allerdings erneut auf die Strecke. Nach 11 Runden überquerte Ammermüller hinter dem Sicherungsfahrzeug als Führender die Ziellinie.

Als Dritter sah Larry ten Voorde (NL/Overdrive Racing by Huber) auf dem 4,307 Kilometer langen Kurs die Zielflagge. Der 22-Jährige erhielt nach einer Kollision beim Überholmanöver gegen Andlauer allerdings nachträglich eine Zeitstrafe über 30s. Daher belegte Pereira den dritten Platz. Hinter dem Luxemburger folgten Igor Walilko (PL/Overdrive Racing by Huber), Jean-Baptiste Simmenauer (F/Lechner Racing Team) und Porsche-Junior Andlauer. pcc10bPlatz sieben sicherte sich Luca Rettenbacher (A/MSG/HRT Motorsport). Porsche-Junior Jaxon Evans (NZ/Team Project 1 – JBR) erreichte auf der Strecke in den niederländischen Dünen Rang acht.

In der Amateur-Klasse heißt der Sieger Stefan Rehkopf. Der Deutsche Huber-Racing Pilot gewann in seiner Klasse vor Matthias Jeserich (CARTECH Motorsport by Nigrin) und Andreas Sczepansky (QA Racing by Kurt Ecke Motorsport).

Da lediglich elf der angesetzten 17 Runden gefahren wurden, erhielten die Fahrer nur die halbe Punktzahl. Somit bleibt Porsche-Junior Andlauer mit 143,5 Punkten Tabellenführer. Durch seinen Sieg ist Teamkollege Ammermüller neuer Zweiter und steht bei 138 Zählern. Ten Voorde belegt vier Punkte hinter Ammermüller den dritten Rang in der Meisterschaft.

Debrief Zandvoort – Preview Nürburgring, ADAC GT Masters

Am vergangenen Wochenende fand in Zandvoort das vierte Rennwochenende (der Link führt zum Rennbericht) der diesjährigen ADAC GT Masters Saison statt. Es war das dritte Auslandsrennen dieser Meisterschaft und das letzte Mal im alten Ambiente. Ab dem 4. November rattern die Planierraupen über das Areal und werden die Anlage für den im Mai nächsten Jahres stattfindenden Formula 1 Heineken Dutch Grand Prix herrichten. Rund um den Kurs und im Media Center wurde bereits kräftig Werbung gemacht.MC Zandvoort 2019 rev

Nachdem es bei den bisherigen sechs Rennen vor Zandvoort vier verschiedenen Herstellern gelungen war, mindestens ein Rennen zu gewinnen, kam am Samstag eine weitere Marke hinzu.
Es war schon fast wie die Überwindung eines bösen Fluchs. Nach der Pole position am Samstagmorgen, gelang Mirko Bortolotti und Christian Engelhart endlich der so sehr erhoffte Sieg im ORANGE1 by GRT Grasser Lamborghini Huracán GT3 Evo #63. On Top ging auch noch die schnellste Rennrunde an Mirko Bortolotti. Neben dem obersten Platz auf dem Stockerl gingen auch noch P3 an Michele Beretta und Marco Mapelli im Huracán #19 sowie P10 an Franck Perera und Rolf Ineichen im Lamborghini #82.
Besser geht’s einfach nicht. Gratulation an das Team um Gottfried Grasser zu einer megastarken und souveränen Leistung!
Eine weitere positive Überraschung war der verdiente zweite Platz von Timo Bernhard und Klaus Bachler im KÜS TEAM75 Bernhard Porsche 911 GT3 R #17. Erst die starke Leistung von Timo Bernhard (P3) im Qualifying sowie in der ersten Rennhälfte, dann der mitreißende Fight von Klaus Bachler mit Christian Engelhart in der Endphase des Rennens. Hut ab! Das war Racing at its best!

Hinter den eigenen Hoffnungen zurück blieben die beiden Spitzenreiter in der Meisterschaft. Der Audi R8 LMS #31 von HCB-Rutronik Racing mit Patric Niederhauser und Kelvin van der Linde sowie die Corvette C7 GT3-R #77 von Callaway Competition mit Markus Pommer und Marvin Kirchhöfer.
Niederhauser/van der Linde landeten am Samstag mit P17 außerhalb der Punkte, während Pommer/Kirchhöfer als Letzte auf P24 gewertet wurden. Grund für die fehlende Performance der Corvette war ein defektes Zündkabel. Ein Problem, das die Truppe von Ernst Wöhr und Mike Gramke bereits in Spielberg ereilt hatte. Patric Niederhauser hatte den Audi im Qualifying immerhin auf P2 gestellt, bekam aber wegen eines Verstoßes eine Grid penalty von drei Plätzen und ging von P5 ins Rennen.Corvette 77

Am Sonntag war die Strecke nach einem heftigen Sturm und Regen wieder völlig „Grün“ und mit viel Treibsand aus den Dünen bedeckt.

Im Qualifying setzten sich die beiden Montaplast by Land-Motorsport Audi R8 LMS #29 und #28 mit Christopher Mies bzw. Dries Vanthoor durch. Front row lock-out! Starke Vorstellung auch von Philip Ellis im MANN-FILTER Team HTP Mercedes #48, der als bester AMG GT3 Pilot auf P3 fährt.

Bemerkenswert die erneut überzeugende Vorstellung von ORANGE1 by GRT Grasser Racing. Das Team bringt seine drei Huracán GT3 Evo im Qualy, wie auch später im Rennen auf den ersten sieben Positionen unter. Wow! Das nennt man ein erfolgreiches Wochenende.

Die Montaplast by Land-Motorsport Jungs fahren im Rennen den Doppelsieg nach Hause. Nach einem spannenden Rennen landen die beiden Fahrerpaare allerdings in der umgekehrten Reihenfolge im Ziel. Just, denn dem Siegerauto mit der #28 und Dries Vanthoor und Ricardo Feller geht noch vor der Siegerehrung im Parc fermé im wahrsten Sinn des Wortes die Luft aus! Die vordere rechte Felge hat nur noch wenig luftgefüllten Gummi zwischen Alu und Asphalt. Das wäre wahrscheinlich keine Runde mehr gut gegangen. Aber neben Fleiß und Können, gehört immer auch das gewisse Quäntchen Glück zum Erfolg!

Dritte wurden Philip Ellis und Fabian Vettel nach einer starken Fahrt beider MANN-FILTER Team HTP Piloten im Mercedes-AMG #48. Thumbs up! Sehr schön!

Das Team TOKSPORT WRT lieferte mit dem Mercedes-AMG am gesamten Wochenende eine mehr als respektable Premieren-Leistung ab. Beide Fahrer, Maro Engel und Luca Stolz, gehören nicht umsonst zum Besten, das der GT-Sport momentan zu bieten hat.

Nach den neun Wochen Pause zwischen Red Bull Ring und Zandvoort, geht es nun Back-to-back weiter. Am kommenden Wochenende stehen auf dem Nürburgring die Läufe neun und zehn auf dem Programm.
Als Tabellenführer reisen, nachdem die Halbzeit der Meisterschaft überschritten ist, Patric Niederhauser und Kelvin van der Linde an. Mit einem neunten Platz am Sonntag, gelang ihnen die Schadensbegrenzung. Unter dem Strich konnten sie ihre Führung vor Pommer/Kirchhöfer sogar auf aktuell 18 Punkte ausbauen.

Beim Lauf auf dem Nürburgring wird das Frikadelli Racing Team einen neuen Porsche 911 GT3 R einsetzen. Neben Teamchef Klaus Abbelen wird Porsche Young Professional Matt Campbell die aus der VLN bekannte Frikadelli Startnummer 30 pilotieren.

Frikadelli Porsche 30 revUnd noch eine weitere Änderung wird es geben. Diese allerdings eher bedauerlich oder besser gesagt, negativ. Das Team PROpeak Performance hat in einer Pressemitteilung vom 14.08.2019, den Rückzug seines einzig verbliebenen Aston Martin Vantage GT3 #99 bekanntgegeben. Das Auto von Daniel Keilwitz und Maxime Martin, der allerdings in Zandvoort kurzfristig durch Ezequiel Perez Companc ersetzt wurde, ohne dass hierfür konkrete Gründe bekannt wurden, bleibt in der Halle in Wiesemscheid, nur einen Steinwurf vom Ring entfernt. Als Grund führt das Team an, der Vantage GT3 sei nicht konkurrenzfähig.

Die in der Press release näher ausgeführten Gedanken, gerade beim Heimspiel nicht anzutreten, kann ich allerdings nicht wirklich nachvollziehen. Das wäre ja gerade so, als würde man einem Beatmungspatienten auf der Intensivstation mit der Begründung die Beatmungsmaschine abschalten, dass er ja nicht richtig schnauft! Sorry, aber kneifen war als Mittel zur Weiterentwicklung noch nie eine Option!


Und zum Schluß, die aktuelle BoP für die Rennen am Nürburgring (Decisions taken by the SRO GT Bureau 22/07/2019) ist identisch mit der vom letzten Wochenende.

Keyfacts, Nürburgring, Nürburg, Deutschland, Saisonläufe 9 und 10 von 14
Streckenlänge: 3.629 Meter
Layout: 11 Kurven (sieben Rechts-, vier Linkskurven), im Uhrzeigersinn befahren
Sieger 2018, Rennen 1: Indy Dontje/Maximilian Buhk (MANN-FILTER Team HTP Motorsport, Mercedes-AMG GT3)
Sieger 2018, Rennen 2: Filip Salaquarda/Frank Stippler (Team I.S.R. Motorsport, Audi R8 LMS)
ADAC GT Masters am Nürburgring im TV: Beide Rennen werden bei SPORT1 am Samstag ab 14.45 Uhr und am Sonntag ab 13.05 Uhr live übertragen. Außerdem sind die Rennen online im Livestream auf SPORT1.de, adac.de/motorsport und youtube.com/adac zu sehen.

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