Die VLN-Punktestände vor Lauf 8

Auch der Meisterschaftskampf in der VLN Langstreckenmeisterschaft biegt langsam auf die Zielgerade ein. 2 Rennen sind noch zu absolvieren. Grund genug einen ersten Blick in die Meisterschaftsstände zu werfen.

In der Speedtrophy, in der die schnellsten Top-Teams verzeichnet sind, könnte an diesem Wochenende schon eine Vorentscheidung fallen. Nach 3 Siegen in Folge führt das Black Falcon Team Autoarena mit 125 Punkten und 28 Zählern Vorsprung vor einer fast punktgleichen Verfolgergruppe die aus dem #34 Walkenhorst BMW M6-GT3 (97 Punkte) , dem #2 GetSpeed Performance AMG (95), dem #5 Phoenix Racing Audi R8 LMS GT3 (95) und dem #4 Falken Porsche (94) besteht. Da bei den beiden Läufen noch theoretisch noch 2* je 38 Punkte vergeben werden würde ein weiterer Sieg für das Duo Assenheimer/Metzger auf jeden Fall die Vorentscheidung in der Wertung der Top-Teams bedeuten. Theoretisch haben daneben noch die Mannschaften des Falken-BMW und von Konrad Motorsport vor diesem Wochenende noch mathematische Chancen auf den Trophy-Titel.

In der Gesamtwertung führt das Adrenalin Motorsport BMW M240i-Duo Yannick Fübrich und David Griessner auf der #650 derzeit mit 57,5 Zählern vor ihren Teamkollegen Norbert Fischer, Oskar Sandberg und Daniel Zils die auf dem #444 V5 Cayman starten und 56,37 Zähler auf dem Konto haben, damit mit ihrem V5-Cayman auch die Produktionswagentrophäe anführen. Dritte sind die Scheid Motorsport BMW-Piloten Nico Otto und Lars Peucker auf dem #666 M240i die mit 52,61Punkten schon fast 5 Punkte Rückstand auf die Spitze haben. Noch nicht eingerechnet sind hier die Streichergebnisse die erst vor dem letzten Lauf von Gewicht sind.

Titelentscheidungen im ASSR8-Cup

Auf AudiR8Cup Finale R2dem 4,574km langen Hockenheimring ging Robin Rogalski als großer Favorit in den finalen Lauf des Audi Sport Seyffarth R8 LMS Cup und er wurde dieser Rolle auch gerecht. Ein sechster Platz reichte dem Deutschen mit polnischen Wurzeln, um sich den Titel und die dafür ausgelobte DTM-Testfahrt zu sichern. Matthias Kämpf beendete die Saison als bester Am-Pilot, Jedrzej Szczesniak ist bester Vertreter der Pro-Wertung und Champion Rogalski durfte sich außerdem als bester Junior feiern lassen. Siegerin des letzten Saisonrennens wurde Rahel Frey vor Rudolf Rhyn und Mike Beckhusen.

Tim Reiter konnte seine Pole Position nicht nutzen und musste Rudolf Rhyn am Start den Vortritt lassen. Im Regen von Hockenheim kam Jedrzej Szczesniak als Zweiter vor Rahel Frey und Mike Beckhusen aus der ersten Runde zurück. In Umlauf drei zog Frey an Szczesniak vorbei, der in der Folge weitere Plätze verlor. 2 Runden später war der Pole nur noch Fünfter.

Weiter vorne konnte Frey den Anschluss an den führenden Rhyn herstellen und auch Beckhusen und Reiter näherten sich dem Duo an der Spitze. Reiter verstärkte zudem den Druck auf seinen Vordermann, doch dann unterliefen ihm zwei Fahrfehler. Nachdem er in der Sachskurve kurzzeitig ins Kiesbett geriet, musste er seinen vierten Rang an Szczesniak abtreten.

Auf nasser und deshalb auch rutschiger Fahrbahn blieben auch andere Teilnehmer nicht ohne Fehler. Michael Golz drehte sich und verlor so seine Führung in der Am-Wertung an Christian Wicht; Sophie Hofmann, die ebenfalls in der Am-Klasse gewertet wurde, fiel vom dritten Am-Platz auf den fünften Rang der internen Wertung für Piloten mit wenig Motorsport-Erfahrung zurück. An der Spitze geriet auch Rhyn in Probleme, als er über eine Wasserpfütze fuhr. Frey nutzte die Gelegenheit, setzte sich neben ihren Landsmann und angelte sich P1. Den hielt sie bis ins Ziel. Hinter Rhyn sah Beckhusen an seinem ersten Wochenende im Audi Sport Seyffarth R8 LMS Cup die Zielflagge als Dritter vor dem neuen Pro-Champion Szczesniak, Reiter und Robin Rogalski, der ein weitestgehend einsames Rennen fuhr. Dank Rang 6 durfte er im Ziel seinen ersten Titelgewinn im Motorsport bejubeln und gleichzeitig auch den Sieg in der Juniorwertung feiern.

Tom Spitzenberger, Max Zschuppe,Mike Hesse und der beste Am-Vertreter Wicht komplettierten die Top Ten. Matthias Kämpf kreuzte die Ziellinie als 13., was Position vier in der Am-Klasse entsprach. Er darf sich nun Champion der Am-Wertung nennen.

51.ter Barbarossa-Preis mit 161 Nennungen

161 Teilnehmer - und damit 7 mehr wie beim vorigen Lauf und 11 mehr wie beim Rennen im Vorjahr – sind für den am kommenden Samstag geplanten 51. ADAC Barbarossapreis, dem 8 und damit vorletzten Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft 2019 in der Nennliste verzeichnet. Mit 16 Teilnehmern ist die SP9-Klasse der GT3-Fahrzeuge aussergewöhnlich gut besetzt. Da noch 2 SPX-Fahrzeuge hinzukommen werden insgesamt 18 GT3-Mannschaften am Start stehen. Angesichts generell wieder steigender Temperaturen am Wochenende (na gut – in der Eifel sieht das ja immer ein wenig anders aus...) könnte uns noch ein letztes Saisonhighlight auf der Nordschleife an diesem Wochenende ins Haus stehen.

Je 4 BMW M6-GT3 (2* Walkenhorst Motorsport, Schnitzer Motorsport und Falken Motorsport), 4 Mercedes AMG GT3 (2* GetSpeed Performance, Black Falcon und Mann-Filter-Motorsport), 4 Audi R8 LMS GT3 (2*Phoenix Racing, Car-Collection und équipe Vitesse), sowie je 2 Porsche (Falken, Manthey) und Lamborghini Huracán GT3 evo gehen auf der Nordschleife an den Start. Die siegverdächtigen Pro-Fahrzeuge teilen sich auf in die Teams von Falken-Motorsport, je einen Getspeed-, Phoenix-, Walkenhorst-, Konrad-, Manthey-, Mann-Filter- und Schnitzer-Wagen, wobei letzterer derzeit nur mit Augusto Farfus als Solist besetzt ist und somit wohl ein weiteres Entwicklungsrennen impliziert. Der Mann-Filter AMG mit Marciello/Buhk und der im letzten Lauf siegreiche Getspeed-Wagen mit der #2 der diesesmal von Maximilian Götz und Phillip Ellis besetzt ist, dürften wieder 2 starke Duos im Kampf um den Gesamtsieg stellen. Lambo_Werksfahrer Franck perera wechselt vom mcchip-Huracan in den Konrad Motorsport GT3.  Hinzu kommen 6 Pro-Am-Besatzungen und der èquipe vitesse Audi als einziges AM-Fahrzeug.

Hinzu kommen 2 SPX-Fahrzeuge: Black Falcon bringt den AMG-GT3-evo mit Hubert Haupt, Luca Stolz und Yelmer Buurmann besetzt an den Start. Octane 126 wird zudem mit Björn Grossmann und Jonathan Hirschi den Ferrari mit der #55 erneut zu einem Einsatz bringen.

8 weitere 911´er starten in den Klassen SP7 (6) und CUP2 (2). In der SP8 sind mit je einem Audi, Porsche, Lexus und Ferrari 4 Fahrzeuge am Start. Hinzu kommen mit je 3 AMG und BMW sowie einem Vantage AMR GT4 7 SP8T-Autos. Das Feld der SP10/GT4-Fahrzeuge wächst auf 9 Autos: 6 BMW M4-GT4 und je ein Ginetta und Mercedes AMG GT4 des Black Falcon-Team Identica sowie erstamals auch ein Porsche Cayman sind hier gemeldet. In der SP6 starten zudem auch 3 Porsche. Die SP3 ist mit 3 Toyota , sowie je einem Honda S2000 und Subaru BRZ interessant besetzt.

Bei den Produktionswagen wächst das Feld der V6-Autos auf 6 Porsche an. 6 weitere Cayman starten in der V5, sowie 3 weitere in der VT3. Die „krieselnde“ V4-Klasse bringt daneben erneut ein Feld von „nur“ 28 Autos an den Start...

12 Autos sind in der Gruppe H gemeldet. In der H4 bekommt der rent2Drive Familia-Racing-Porsche Konkurrenz von einem Hofor Racing BMW M3 CSL.

Zu den CUP-Klassen: hier setzt sich der Trend der Abwanderung aus der TCR-Klasse in die SP2T und 3T fort: nur 3 Autos stehen hier am Start. Damit schrumpft das Feld auf die selbe Grösse der CUPX-KTM-Klasse. Immerhin 9 Cayman sind wieder gemeldet. Hinzu kommen 14 M240i in der CUP5-BMW Klasse.

Los geht die Action erneut ab 8.30 Uhr mit dem 90 minütigen Zeittraining. Das 4.stündige Rennen startet um 12 Uhr und kann auf der VLN-Website live im Stream sowie per Live-Timing verfolgt werden.

ADAC Nordrhein setzt weiter auf Sporttotal

Der ADAC Nordrhein e.V. und der Vermarkter Sporttotal AG – älteren GT-Eins-Lesern vielleicht noch unter dem Namen Wige bekannt - setzen ihre langjährige Partnerschaft beim  ADAC TOTAL 24 Stunden Rennen am Nürburgring auch in Zukunft fort. Der Veranstalter des größten deutschen Langstreckenrennens und das in Köln ansässige Kommunikations- und Technologieunternehmen einigten sich auf einen neuen 2-Jahresvertrag bis 2021, der außerdem eine Verlängerungsoption bis 2023 enthält. Die Sporttotal AG bleibt im Besitz der Bewegtbild- sowie werblichen Vermarktungsrechte für das 24 Stunden Rennen am Nürburgring und ist zugleich mit der TV-Produktion und Distribution beauftragt. In den letzten Jahren gehörte dazu auch der zur RTL-Gruppe gehörende Sender NITRO, der mit einer Rund um die Uhr-Covarage das umfangreichste TV-Paket rund um das größte deutsche Langsteckenrennen anbot.

Die Sporttotal AG hat in ihrer Motorsportsparte nicht nur eine umfangreiche Zusammenarbeit mit dem Nürburgring im Portfolio sondern ist mittlerweile auch auf einer Reihe anderer internationaler Rennstrecken, so in Sotschi, Kuwait oder Brasilien für den Betrieb und Aufbau des gesamten Datennetzwerkes verantwortlich. Trotz eines Umsatzes von derzeit 37 Mio € wies das Unternehmen im vergangenen Geschäftsjahr einen Verlust von 8 Mio € aus. Für Kritik bei den Rennfans und Aktiven am Ring am Ring sorgte in der Vergangenheit immer wieder mal die jährliche, aufwändige Neugestaltung der Zeitnahme und des Livetimings, das dennoch in Sachen Übersichtlichkeit und Funktionalität teils deutlich hinter denen von Konkurrenzprodukten oder sogar Freeware anderer Anbieter hinterher hinkt.

Rahel Frey gewinnt vorletzten Lauf des Audi Seyffarth Cups

Auf AudiR8Cup Finale R1der regennassen Fahrbahn des 4,574 Kilometer langen Hockenheimring war Rahel Frey im 13. Saisonrennen des Audi Sport Seyffarth R8 LMS Cups beim Samstagslauf nicht zu schlagen. Rudolf Rhyn machte ihr das Leben vor allem in der Schlussphase schwer, musste sich letztendlich aber mit Rang zwei vor Tim Reiter zufriedengeben. Tabellenführer Robin Rogalski wurde als Vierter abgewinkt und erarbeitete sich so 20 Punkte Vorsprung auf den neuen Gesamtzweiten Rhyn.

Aufgrund des Regens erfolgte der Start des Rennens hinter dem Safety Car. Nach zwei Runden wurde das Feld losgelassen und an der Spitze behauptete sich Rahel Frey vor Rudolf Rhyn und Tim Reiter. Unterdessen arbeitete sich Mike Beckhusen vom 8.Startplatz auf Rang sechs nach vorne und Reiter musste sich gegen Jedrzej Szczesniak wehren. Als ihm in Umlauf sechs ein Fahrfehler unterlief, zogen Robin Rogalski und Szczesniak an ihm vorbei; Beckhusen überholte ihn eine Runde später. Aber auch Reiters Rivalen blieben bei schwierigen Bedingungen nicht fehlerfrei. Zunächst geriet Beckhusen in der Spitzkehre zu weit nach außen und drehte sich, dann rutschte Szczesniak im Motodrom durchs Kiesbett. Reiter erbte so den 4.Platz vor Szczesniak und Beckhusen, wollte aber mehr. In Runde 9 griff er seinen Vordermann Rogalski im Motodrom an und verwies ihn auf Position vier.

Kurze Zeit später überholte auch Szczesniak den Spitzenreiter der Fahrerwertung und wurde somit auf Rang 4 vor Rogalski notiert. An der Spitze musste Frey unterdessen erkennen, dass Rhyn in ihrem Rückspiegel immer größer wurde. In der Schlussphase startete er sogar Attacken gegen seine Landsfrau, doch Frey brachte den Sieg dank ihrer Routine ins Ziel. Hinter Rhyn und Reiter schob sich Rogalski im letzten Umlauf wieder an Szczesniak vorbei und fuhr zudem noch die schnellste Rennrunde. Das brachte ihm in Summe einen Zähler weniger als dem neuen Tabellenzweiten Rhyn, was seinen Vorsprung in der Gesamtwertung bei 20 Punkten beließ.

Michael Golz gewann bei seinem ersten Auftritt im R8 Cup auf Anhieb die Am-Wertung.

IWSC * Saisonende beim Petit LeMans

Auch einer der längsten Saisons findet irgendwann mal ein Ende. Am kommenden Wochenende startet das Finale der IMSA-Serie. In der DPI, der LMP2 und der GTLM sind die Meisterschaften noch weit offen.

Lediglich in der GTD stehen Mario Farnbacher und Trent Hindman auf dem #86 Meyer-Shank Racing Acura NSX GT3 dank eines Vorsprungs von 32 Punkten quasi schon fest. Da für den Sieg nur 35 Punkte vergeben werden reicht es den beiden in die Wertung zu kommen.

Rennstart ist am Samstag 12.Oktober um 12:05 Uhr. Neben den üblichen Teilnehmern ist auch wieder der Juncos Racing Cadillac DPi nach einer längeren unfallbedingten Zwangspause wieder mit dabei. 11 DPi, 2 LMP2, 9 GTLM und 12 GTD starten beim Saisonabschluss, wobei das Feld leider mit 34 Wagen wohl das zweitkleinste in der Geschichte des Klassikers wird.


Auch Risi Competizione mit ihrem GTLM-Ferrari sind mit James Calado, Alessandro Pier Guidi und Daniel Serra gemeldet. Aus Europa ist das Montaplast by Land Motorsport Team mit ihrem Audi R8 LMS Evo das einzige Team, dass mit dem Start bei Petit LeMans an allen vier Läufen der IMSA Michelin Endurance Cup antrat.

Für einige Fahrer und Teams ist das Saisonfinale auch sogleich der letzte Lauf Corvette z.B setzt die C7.R zum letzten Mal ein bevor man in Daytona mit der C8 an den Start gehen wird.

Eine erste Vorschau auf 2020, die Starterliste, sowie alles Trainings- und Rennergebnisse auf unserer Partnerseite von americansportscar.racing, mit denen wir auch dieses Jahr wieder von dem Event berichten werden.

7. Toyota-Sieg in Fuji

Die 8.Ausgabe der 6h von Fuji (der Link führt zum Rennbericht auf unseren Seiten) ist mit dem 7. Sieg von Toyota beim Heimspiel zu Ende gegangen. Am Ende gelang der japanischen Werksmannschaft dabei ein Doppelsieg beim Heimrennen. Der in Silverstone noch zweitplazeirte TS050 #8 von Sebastian Buemi, Kazuki Nakajima & Brendon Hartley kam nach 232 absolvierten Runden mit knapp 35s Vorsprung vor den Teamkollegen Mike Convay, Kamui Kobayashi & José Maria Lopez ins Ziel. Rebellion Racing holte mit dem R13 von Bruno Senna, Gustavo Menezes & Norman Nato 2 Runden dahinter den letzten Platz auf dem Podium.

Im Vorfeld des 2. WEC-Laufs der Saison hatte die neue LMP1-BoP für Diskussionen gesorgt. Tatsächlich war der Einfluss auf die Abstände der Privatteams im Rennen nicht zu übersehen. Die Rundenzeiten der Toyotas waren um über 1s langsamer als wie im Vorjahr, was die routinierte Werksmannschaft aber nicht am Doppelsieg hinderte. Rebellion Racing hingegen verlor nur 0,2s im Vergleich zum Vorjahr, war aber auch, wenngleich in geringerem Masse von der BoP betroffen. Der Rückstand auf die beiden Toyota war am Ende mit 2 Runden auch nur halb so gross wie im Vorjahr. Noch etwas schneller als die Rebellen waren die Team LNT Ginetta - die allerdings mangels Zuverlässigkeit trotz des Speeds nur auf den Rängen 9 und 11 ins Ziel kamen und damit den Toyota für die nächste Runde in Shanghai noch mehr „Ehrenblei“ aufbürden dürften.

In der LMP2 sicherte sich das niederländische Racing Team Nederland Trio Nyck de Vries, Guido van der Garde und Frits van Eerd den ersten Sieg in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft. Van Eerd ist damit der erste Bronce-Fahrer der in der nun 60 Rennen umfassenden WEC-Geschichte ein LMP2-Rennen gewinnen kann. Die beiden Goodyear-bereiften Teams von Jota und Jackie Chan DC reihten sich auf dem Podium dahinter ein - bis bei der technischen Nachkontrolle der Notausschalter am Oreca den Dienst versagte und die britische Mannschaft daraufhin disqualifiziert wurde. Die erneut unter elektrischen Problemen leidende United Autosports Mannschaft holte sich daraufhin den ersten Podiumsrang.

Der Sieg in der GTE-Pro ging an das Aston-Martin Duo Nicki Thiim und Marco Soerensen vor den Porsche Piloten Kevin Estre und Michael Christensen und dem zweiten Aston von Aleyander Lynn und Maxime Martin. In der GTE-Am sichert sich das TF Sport Trio Salih Yoluc, Jonathan Adam und Charles Eastwood vor den Teams von AF Corse (#83 von Francois Perrodo, Emmanuel Collard & Nicklas Nielsen ) und dem #57 Project 1 Porsche von Ben Keating, Felipe Fraga & Jeroen Bleekemolen den Klassensieg.

Red Camel-Jordans.nl siegt beim ersten TCR Spa 500

Der Sieg bei der ersten Austragung der TCR Spa 500 (der Link führt zum Rennbericht auf unseren Seiten) geht an die Niederlande: Red Camel-Jordans.nl mit Ivo und Rik Breukers, Tom Coronel sowie Pepe Oriola siegen nach 23 Stunden bzw. 454 Runden - und sichern sich damit auch die neu geschaffene EXO TCR Nations Trophy. Für diese Wertung müssen mindestens drei Piloten im Fahrzeug das gleiche Herkunftsland haben.

Sieger TCR Spa 500 Red CamelVorangegangen war ein Rennen, welches gegenüber den vorhergegangenen Trainings- und Qualfing-Sessions über weite Teile im trockenen stattgefunden hat. Nur die kalten Temperaturen von maximal 10 Grad Celsius sowie der am Sonntag Morgen einsetzende Regen hat das Feld vor Herausforderungen gestellt. Ein fehlerfreies Rennen (von einem Reset des Cupra TCR auf den Strecke einmal abgesehen) der Red Camel-Crew hat den Unterschied zur französischen Mannschaft von DG Sport Compétition gemacht, für welches das Rennen die Premiere in der Langstrecke war. Den Peugeot 308 TCR hat man sauber mit 5 Runden Abstand ins Ziel gebracht, der Zeitverlust rührte von der Lernphase und damit z.B. nicht perfekt koordinierter Boxenstopps her. Gesamtrang drei geht an einen von Bas Koeten Racing eingesetzten Cupra TCR, dessen 10 Runden Rückstand durch ein Benzindruckproblem zustande kamen.

Die Pro Am-Kategorie geht an die malayische Mannschaft von Viper Niza Racing. Nach einem langsamen Start-Stint von Douglas Khoo hat man sich Stück für Stück wieder vorgearbeitet und kann den Klassensieg gegenüber dem Team AC Motorsport feiern. Der aus dieser Klasse stammende Gesamt-Polesetter von NKPP/Bas Koeten Racing ist nach einem Unfall von Harry Hilders in Radillion früh aus dem Rennen gewesen, wodurch Jaap van Lagen und Christiaan Frankenhout keine Gelegenheit hatten ins Rennen einzugreifen. Die Am-Wertung sichert sich das Team Burton Racing im Peugeot 308 TCR.

TCR Spa 500 Holmgaard MotorsportInsgesamt haben nur 8 der 17 Starter die Zielflagge gesehen, die letzten beiden Ausfälle gab es in den letzten 20 Rennminuten. Die Quantität des Feldes ließ leider zu wünschen übrig, die Organisatoren hatten sich ein Ziel von 40 TCR-Fahrzeugen gesetzt. Zwischenzeitlich sah die Entry List auch danach aus, doch nach und nach haben sich die Teams aus dieser verabschiedet. Das in diesem Jahr bereits stattgefundene 12 Stunden Rennen hat hier sicherlich dazu beigetragen. Während die Quantität nicht gegeben war, so haben doch einige bekannte und schnelle Piloten die Qualität des Feldes verstärkt. Piloten wie Tom Coronel, Pepe Oriola, Rik Breukers, Aurélien Comte, Antti Buri, Fabian Danz, Vincent Radermecker, Charles Espenlaub, Jaap van Lagen und Christiaan Frankenhout sind sicher den meisten Sportwagen-Fans bekannt.

Die Pläne für die zweite Ausgabe im Jahr 2020 laufen bereits auf Hochtouren: Gemeinsam mit dem 12 Stunden Rennen für GT-Fahrzeuge der 24h-Serie ist Anfang Mai als Termin gesetzt - ein Termin, bei der wir hoffentlich ähnliches Wetter sehen wie bei den 12 Stunden im April diesen Jahres. Neben dem hoffentlich höheren Interesse auf Fahrer-Seite ist dann auch reichlich Track-Time für Zuschauer vorhanden: Das zweigeteilte 12 Stunden Rennen fährt je einen Teil des Rennens am Freitag und Samstag, während das TCR Spa 500 am Samstagnachmittag erneut auf 23 Stunden oder 500 Runden angesetzt ist. TCR-Fahrzeuge dürfen dann übrigens nicht am 12 Stunden Rennen teilnehmen, punkten für die 24h-Serie-Wertungen aber beim TCR Spa 500.

Erste Infos zum 2022´er GT3-Reglement

Beim Meeting des Welt-Motorsportrats der FIA in Köln in der letzten Woche wurde auch ein Detail des neuen ab 2022 gültigen GT3-Evolutionsreglements bekannt. Demnach soll darauf geachtet werden, das die ab 2022 zugelassenen GT3-Konstruktionen nicht schneller werden sollen als die heutigen GT3. Das Ziel soll demnach sein das Performance-Level der neuen Autos auf den jetzigen Stand einzufrieren und den Konstrukteuren einen definierten Ablauf für die Homologationsprozedur neuer Autos bereit zu stellen. Sowohl das technische Reglement der 2022´er GT3 als auch die Homologationsprozedur sollen vom Motorsportrat bei seiner nächsten Sitzung am 4.Dezember abgesegnet werden.

Mit der neuen Homologationsprozedur könnte besonders bezüglich des Beginns der Intercontinental GT Challenge der Umstand beseitigt werden, das bei deren Auftaktrennen – den 12 Stunden von Bathurst - in den letzten Jahren die Homologationen neuer Autos noch nicht abgeschlossen waren, so das an der Meisterschaft interessierte Hersteller zum Saisonauftakt ggf. noch mit ihren Vorjahresautos starten mussten. Spekulationen zum technischen Reglement gehen in die Richtung das kostenreduzierende Maßnahmen für das neue Reglement im Vordergrund stehen sollen. Angesichts des Tempos der aktuellen GT3-Generation ist ein Verzicht auf weitere Geschwindigkeitsexzesse eher positiv zu bewerten – man wird nur sehen müssen wie die Umsetzung ausfällt ...

Supercar Challenge Spa

Im Vorprogramm des TCR 500 Rennen, welches dieses Jahr das Racing Festival ersetzte, trug die Supercar Challenge gemeinsam mit der GT & Prototype Challenge in Spa Francorchamps ihr vorletztes Rennwochenende dieser Saison aus. Das komplette Training sowie das erste Rennen fand ungewohnter Weise bereits am Freitag statt. Das zweite 60 minütige Rennen am Samstag Mittag. 48 Fahrzeuge waren bei diesem Event am Start.

Im dscspa crev500 R1Zeittraining sicherte sich Max Aschoff im Ginetta LMP3 die Pole Position. Er übernahm am Start auch gleich die Führung gefolgt von seinem luxemburgischen Markenkollegen von Prime Racing. Bei schwierigen Bedingungen drehte sich Javier Ibran Pardo mit seinem Ligier LMP3 in Stavelot von der nassen Strecke ab was eine Safty Car Phase nach sich zog und die führenden Ginetta´s daran hinderte sich vom Rest des Feldes abzusetzen.

Aber es sollte für die Prototypen Fraktion noch schlimmer kommen. Eine unglückliche FCY Phase während des Boxenstoppfenster ließ die beiden Ginetta, den Mosler und die beiden Radical weit zurück fallen. Der beste LMP3 war Max Aschoff, der auf den vierten Platz zurückgefallen war, während Jean-Pierre Lequeux von der Strecke rutschte und mit seinem Ginetta LMP3 viel Zeit verlor und am Ende Platz 26 belegte. Viel besser wurde es mit Platz 17 im Endergebnis für den E2P Mosler auch nicht. Lediglich Max Aschoff startete mit einer Minute Rückstand noch einen Angriff auf die führenden Porsche.

Und dscspa crev500 R1bdieser gelang tatsächlich. In der allerletzten Runde schnappte er sich den bis dato Führenden JJ Racing Porsche von Jos Jansen und bescherte seinem Team Edeka Aschoff Racing den Sieg. Hinter Jansen belegte John de Wilde im Speedlover Porsche den dritten Platz vor Ward Sluys im BMW. Mit dem fünften Gesamtplatz gewann der DK Racing VW Golf TCR von de Kimpe/Huisman die Supersport 1 Division. Sechster wurde Max Weering im Lamborghini der im Zeittraining schnellster GT war aber dann leider aus der Boxengasse dem Feld hinterher starten musste. Alain Berg siegte in der Radical Klasse. In der Supersport 2 überquerte Leonard Hoogenboom als erster die Ziellinie. Aufgrund eines zu kurzen Boxenstopps erhielt er jedoch eine Zeitstrafe und das East Teekens Team von Oosten/Teekens gewann diese Klasse. Tim Schulte und Dillon Koster gewannen die Sport 1 Division. In der S2 war Jaxon Verhoeven erfolgreich.

Das dscspa crev500 R2zweite Rennen am Samstag wurde leider zu einer kräftigen Safty Car Orgie. Ein vernünftiger Rennfluss kam so nicht zu Stande. Schwierige Verhältnisse gepaart mit dem Übermut des ein oder anderen Fahrer sorgten leider für reichlich Schrott. Schon in der Einführungsrunde drehte sich Jean-Pierre Lequeux im Ginetta auf regennasser Piste, konnte aber zum Glück weiter fahren. Beim Start übernahm der auf Platz 2 gestartete Max Aschoff dank der besseren Seite die Führung. Lange konnte er sich an dieser aber nicht erfreuen denn in der ersten Kurve verbremmste sich der auf P3 gestartete Lamborghini von Max Weering und knallte seinem Namensvetter Aschoff ins Auto. Sowohl der Ginetta als auch der Lamborghini wurden leider stark beschädigt und das Rennen war für beide gelaufen. Lequeux drehte sich zum zweiten mal konnte aber erneut weiter fahren. Nach seinem dritten Dreher ein paar Runden später verweigerten ihm die Marschalls die Weiterfahrt. dscspa crev500 R2bSomit waren beide Ginetta LMP3 frühzeitig ausgeschieden. Auch der Ligier LMP3 fiel nach einer Kollision aus. Am heftigsten erwischte es allerdings den JR Motorsport BMW von Ward Sluys der die Silhouette leider völlig zerlegte. Dem Fahrer geht es zum Glück gut. Ob der BMW nochmal zu retten ist bleibt abzuwarten.

Am Ende eines zerpflücken Rennens siegte John de Wilde im Speedlover Porsche vor seinen Markenkollegen Huub van Eijndhoven und Jaxon Verhoeven. Der E2P Racing Mosler siegte in der Prototypen Klasse. Alain Berg gewann erneut die Radical Cup Wertung. Der Febo Racing Seat von de Borst / van Oord siegte in der Supersport 1 Klasse. In Supersport 2 siegt Leonard Hoogenboom mit seinem BMW. Chris Voet und Bart van den Broeck gewannen in Peugeot die Sport Division. Pierre Verhoeven war in der Sport 2 Klasse erfolgreich.

Das Saisonfinale findet am 20. Oktober in Assen statt.

Meistgelesene Einzel-Artikel der letzten 2 Wochen