PCC-Samstagsrennen in Hockenheim

Das pcc13aSamstagsrennen des Porsche Carrera Cup Deutschland brachte die Meisterschaftsentscheidung: auf dem Hockenheimring reichte dem Norweger Dennis Olsen am Samstag der zweite Platz, um bereits vor dem finalen Lauf die Meisterschaft zu gewinnen. „Ich bin unglaublich glücklich! Der Titelgewinn war mein großes Ziel. Das habe ich gemeinsam mit meinem Team Konrad Motorsport geschafft“, sagte Olsen.

Den Sieg beim 13. Lauf des nationalen Markenpokals sicherte sich der Black Falcon-Pilot Christian Engelhart. Sein Landsmann Michael Ammermüller erreichte in seinem raceunion Huber Racing Porsche 911 GT3 Cup als Dritter das Ziel. Bei sonnigem Wetter und einer Außentemperatur von 20°C ging Engelhart vom ersten Startplatz aus ins Rennen. Doch der 30-Jährige konnte die Pole-Position nicht in eine Führung ummünzen. Bereits in der ersten Kurve überholte der von der zweiten Position aus gestartete Olsen den Piloten vom Team Black Falcon. Aber Engelhart blieb dran und das Duo lieferte den Zuschauern ein packendes Duell um die Spitzenposition. Im sechsten Umlauf nutzte Engelhart den Windschatten, um an dem 21-Jährigen vorbeizuziehen. pcc13bDer Porsche-Routinier bot Olsen im weiteren Verlauf des Rennens keine Überholmöglichkeit mehr und überquerte die Ziellinie nach 14 Runden als Erster. „Mein Start war leider nicht so gut. Sich die Führung zurückzuholen, hat dann aber richtig Spaß gemacht. Danach habe ich keine Fehler mehr gemacht und verdient gewonnen“, sagte Engelhart.

Spannend war auch das Duell um den dritten Platz auf dem Podium. Ammermüller begann das Rennen von Startplatz drei und lieferte sich zunächst einen Zweikampf mit MRS GT-Racing-Pilot Christopher Zöchling. Doch der Rennfahrer aus Rotthalmünster konnte sich im Laufe des Rennens vom MRS-Piloten absetzen und feierte seine sechste Podiumsplatzierung.

Zöchling sicherte sich den vierten Rang vor Teamkollege Zaid Ashkanani. Der Fahrer aus Kuwait wurde als bester Rookie gewertet. Auf Position sechs überquerte Henric Skoog aus Schweden die Ziellinie. Den besten Platz in der Amateur-Wertung erreichte Wolfgang Triller vor Black Falcon-Pilot Carlos Rivas und Jörn Schmidt-Staade. Das Rennen war für tolimit-Pilot Larry Ten Voorde aufgrund einer Berührung eines anderen Fahrzeugs bereits nach der ersten Runde vorbei. Der Niederländer hatte trotzdem allen Grund zum Jubeln: Der 21-Jährige sicherte sich durch seinen Punktevorsprung den vorzeitigen Gewinn der Rookie-Meisterschaft.

Toyota holt Doppelsieg beim Heimspiel

Porsche hatte die Doppel-Pole – doch Toyota am Ende den Doppelsieg. Bei den 6h von Fuji (der Link führt zum vollständigen Rennbericht auf unseren Seiten) gelang dem Toyota-Team auf seiner Hausstrecke beim Heimrennen der dritte Saisonerfolg beim 7.Saisonrennen. Beim angesichts der Wetterbedingungen eher chaotisch zu nennenden Rennverlauf - 3 Starts unter dem Safety-Car, 2 rote Flaggen, 6 SC-Phasen, 2 Full Course Yellows und ein auf 4 1/2 Stunden verkürztes Rennen – behielt das Team des japanischen Herstellers den Durchblick und vertagte durch den Doppelerfolg die vorzeitige WM-Entscheidung zugunsten Porsches vorläufig mindestens bis auf Shanghai.

Kazuki Nakajima, Sebastian Buemi und Anthony Davidson gewannen damit nach 5 Niederlagen in Folge gegen Porsche die japanische Runde auf dem Fuji Speedway vor den Teamkollegen Mike Convay, Kamui Kobayashi und José Maria Lopez und hielten damit das Meisterschaftsrennen noch offen, vor allem weil die meisterschaftsführenden Porsche-Piloten Timo Bernhard, Earl Bamber und Brendon Hartley hinter ihren Teamkollegen Neel Jani, André Lotterer und Nick Tandy nur auf den vierten Platz ins Ziel kamen. Der Toyota Heimtriumph wird von der gesamten Mannschaft überschwenglich gefeiert. Schlüssel zum Sieg für die Japaner war die Restart-Phase nach der ersten Rotphase. Während Porsche zu diesem Zeitpunkt auf der durchnässten Piste sichtlich um Haftung rang, erarbeiteten sich die beiden Toyota-Crews einen Vorsprung den die Porsche Crews nicht mehr aufholen konnten. Zudem kamen für beide Porsche 919 Hybrid Probleme hinzu: Die #2 fuhr sich im Duell mit den Toyotas einen Frontflap ab. Die #1 wurde beim Strecken ihrer Stintlänge vom ersten Rennabbruch überrascht und musste beim Restart unter grün nachtanken. Gegen die mit der Le Mans Low-Drag Aero ausgestatteten TS050 konnten beide Porsche-Crews mit ihren High-Downforce-Setups trotz widriger Haftungsbedingungen nichts entgegen setzen.

In der LMP2 ging der Sieg an das Rebellion Racing Trio Nicolas Prost, Bruno Senna und Julien Canal, die sich mit 2s Vorsprung vor dem Signatech-Alpine-Trio Nicolas Lapierre, Gustavo Menezes und André Negrao durchsetzen konnten. Die chinesische Jackie Chan DC Racing Truppe holt mit der #38 von Ho Pin Tung (RC), Oliver Jarvis und Thomas Laurent den verbleibenden Podiumsrang. In der GTE-Pro verzeichnete Ferrari einen Sieg gegen die lange wettbewerbsfähigen Porsche die bei den nassen Bedingungen voll in ihrem Element waren. James Calado und Alessandro Pierguidi gewannen im AF Corse F488 GTE vor den beiden Werks-Porsche. Den GTE-Am-Sieg fuhr das Spirit of Race Ferrari-Trio Thomas Flohr, Francesco Castelacci und Miguel Molina vor den Teams von Clearwater Racing und Dempsey-Proton Competition ein.

Porsche-Doppelpole in Fuji

Fürfujipolesetter porsche rebellion das morgen früh um 4Uhr MEZ beginnende FIA Langstrecken Weltmeisterschafts-Rennen in Fuji, den 6h von Fuji, hat Porsche mit seinen beiden Porsche 919 Hybrid die Doppelpole eingefahren. Die meisterschaftsführende #2 von Bernhard/Bamber/Hartley konnte sich im Qualifying auf nasser Strecke mit einer 1:35,16 mit 7 Hunderstel Vorsprung vor den Teamkollegen Jani/Lotterer/Tandy platzieren. Toyota fehlten mit der #8 von Buemi/Davison/Nakajima 0,195s auf die Bestzeit. Der zweite Wagen des Trios Conway/Kobayashi/Lopez musste gar 1,4 Sekunden Rückstand verbuchen.

In der LMP2-Klasse markierten die beiden Vaillante-Rebellion Racing Orecas die Bestzeiten. Bei den GTE-Pro konnte der Porsche von Lietz/Markowiecki die Bestzeit vor den beiden Chip Ganassi Racing UK-Fords erzielen. Die schnellste Zeit bei den GTE-Am ging an den Clearwater Racing Ferrari. Für das Rennen, das gegen 4 Uhr MEZ (11 Uhr Ortszeit) beginnt, werden regnerische Streckenbedingungen vorhergesagt.

2.Meeting der 24h Proto Serie in Spa

Vergangene creventic proto spaWoche fand im Rahmen des 12h Tourenwagenlaufes der Creventic auch die 2. Runde der 24 Stunden Prototypen Serie der niederländischen Veranstaltergruppe statt. Dies ist nach zuletzt 3 abgesagten Rennen die gute Nachricht bezüglich des Events. Die schlechte ist, das für diesen Lauf nur 5 Prototypen und 2 GT-Fahrzege an den Start gingen. Beim Auftaktrennen in Dubai zu Beginn des Jahres waren es zumindest 17 Autos gewesen die am Start waren.

Beide 5-stündigen Teilrennen gewann der Simpson Motorsport Ginetta G57 von Rik Breukers, Andreas Laskaratos und Ben Tuck. In Lauf 1 fuhr die Prime Racing Ginetta G57 mit 3 Runden Rückstand auf P2. Der Monza Garage Ligier JS P3 LMP3, der einzige LMP3 im Feld, beendete das Rennen nur 17,9s hinter dem Prime Racing Team. Lauf 2 gewann die Ginetta Mannschaft mit 4 Runden Vorsprung während die beiden Podiumskandidaten vom Vortag die Plätze tauschten.

Trotz der ernüchternden Resonanz plant die Creventic auch für 2018 eine Prototypenserie – mehr dazu in den nächsten Tagen.

VdeV 6 h Magny-Cours - dritter TFT-Sieg

Der vdev 6h Magny Cours winner#2 TFT Norma M20 FC von Ander Vilarino, Alain Ferté und Philippe Illiano hat am vergangenen Samstag vor einer Woche die 6h von Magny Cours gewonnen. Es war der dritte Saisonsieg des Trios und auch das dritte Mal in Folge nach 2015 und 2016 das die drei Piloten den Lauf in Magny Cours gewinnen konnten. Auf dem 2. Platz kam der #22 DB Autosport Norma von Delafosse/Vaucher/Accary eine Minute hinter den Siegern ins Ziel. Rang 3 auf dem Podium belegte mit einer Runde Rückstand der #6 TFT Norma von Bazaud/Caillon/Thirion. Das CN-Rennen der VdeV-Serie wurde schon am sonnigen Samstag auf dem französischen ex-F1-Kurs ausgetragen.

20 Norma-Teams starteten ins Rennen, 13 nahmen am Ende die Zielflagge in Empfang. Das letzte Rennen der Serie wird im Rahmen des VdeV-Saisonfinales in Estoril Anfang November ausgetragen.

VdeV Magny-Cours - Graff gewinnt Regenschlacht

Bei vdev 4h Magny Coursder vorletzten Runde der Endurance GT/Tourisme/LMP3/PFV-Serie der VdeV-Serie hat das meisterschaftsführende Trio der Graff Racing-Mannschaft mit den Piloten Eric Trouillet, Franck Gauvin und Rémy Deguffroy einen grossen Schritt in Richtung Titel gemacht. Das Ligier JS P3 LMP3-Trio landete beim verregneten 4h-Rennen in Magny Cours nach 123 Runden seinen ersten Saisonsieg und baute damit den Punktevorsprung auf die Verfolger weiter aus. Auf den beiden restlichen Podiumsplätzen kamen die beiden Norma M30 der Duqueine Engineering Mannschaft eine Runde hinter den Siegern mit den Pilotenduos Legeret/Panciatici und Borga/Enqvist auf die restlichen Podiumsplätze. Die in der Meisterschaft bislang ebenfalls gut plazierte Inter Europol Competition-Mannschaft musste an beiden Wagen untypische Defekte verzeichnen und konnte daher nicht um die Podiumsplätze mitkämpfen, brachte aber beide Wagen ins Ziel.

In der GT-Kategorie gewann die Visiom-Ferrari-F488 GT3 Mannschaft mit den Piloten Jean-Paul Pagny, Thierry Perrier und Jean-Bernard Bouvet mit gerade mal 10s Vorsprung vor den Markenkollegen auf dem CMR-Ferrari F458 GT3 Italia. Rang 3 bei den GT bzw den Klassensieg in der Shiluetten-Klasse gelang der Solution F-Crew Zacchia/Pourquie.

9 LMP3 und 7 GT bzw. Tourenwagen bestritten das Rennen, das trotz der schwierigen Bedingungen nur einen Ausfall erlebte. Der zweite Solution F Bolide crashte eine halbe Stunde vor Rennende in die Barrieren. Der nächste Lauf ist das Finale der Serie in Estoril Anfang November.

Callaway vor Start eines US-Kundenprogramms

Es cadillaccts vwar eine Nachricht auf die man bei Callaway Competition lange gewartet hat: Chevrolet wird das Cadillac GT3-Programm nach 3 Jahren in der Pirelli World Challenge Ende diesen Jahres endgültig einstellen. Das reine Werksprogramm – nur 2 Wagen waren über die Jahre im Einsatz und werden auch in Zukunft nicht an Kunden verkauft werden – hatte für den amerikanischen Tuner und seine deutsche Rennabteilung eine verheerende Bremswirkung. Callaway musste sich zur Genehmigung der Entwicklung und Homologation der neuen Corvette C7 GT3-R verpflichten unter keinen Umständen in Nordamerika im Renneinsatz anzutreten. Die angesichts der Beschränkung auf die Pirelli World Challenge widersinnige Klausel bremste über Jahre hinaus den Aufbau eines Corvette-Kundenprogramms in den USA aus – selbst in Serien wie der Weather Tech-USCC-Serie, den diversen Clubsport-Events in den USA und auch in Kanada und Mexico dürfte keine Corvette verkauft werden, und das obwohl dort der grösste Markt für die Marke besteht.

Dies ist nun Geschichte. Seit Chevrolet nun offiziell das Ende des Einsatzes bekannt gegeben hat arbeitet man bei Callaway Competition in Weingarten und auf amerikanischer Seite mit Vollgas daran die Verpflichtung der ersten 2 Kundenteams für die kommende Saison unter Dach und Fach zu bringen. Anders als im ADAC GT-Masters will man in Nordamerika keinen „Werks“-Einsatz stemmen sondern lieber interessierte Kundenteams unterstützen. Boss Reeves Callaway höchstselbst hat unseren englischsprachigen Kollegen bestätigt, das man am liebsten 2 Top-Teams in den beiden Top-Serien, der Pirelli World Challenge und der Weather Tech-USCC-Serie mit je einem Auto ausrüsten möchte. Derzeit existieren von der C7 GT3-R 4 Chassis, von denen 3 bislang im ADAC GT-Masters eingesetzt worden sind. Ein brandneues Chassis wäre wohl für die USA bestimmt, wo die IMSA angekündigt hat den Wagen gleich nach der Zusage des ersten Kunden für eine erste BoP-Einstufung auf den Leistungsprüfstand und in den Windkanal zu packen. Ab 2019 wäre dann der Weg zu mehr Kundenautos offen.

Callaway Competition konkurriert RWT C7 2017mit seinen Autos gegen Grossserienhersteller wie Audi, Porsche, Lamborghini und Mercedes, die jeweils schon eine dreistellige Anzahl an Autos im GT3-Bereich verkauft haben. Dagegen nimmt sich Callaway Competition mit seinen gerade mal 4 gebauten Chassis des C7 GT3-R (von der Z06 GT3 wurden immerhin 15 Autos gefertigt) noch wie eine Bastlergarage aus. Das man aber sein Handwerk mehr als ordentlich beherrscht, zeigt der Fahrer- und Team-Meistertitel im ADAC GT-Masters den Jules Gounon mit Callaway Competition in diesem Jahr gegen die mehrheitlich deutsche Hersteller-Konkurrenz im Masters einfahren konnte. Es ist der engagierten Truppe um Teamchef Ernst Wöhr, Giovanni Ciccone und Reeves Callaway zu wünschen das dieser Erfolgsschwung sich nun auch in den USA in einen nennenswerten Renn- und Verkaufserfolg ummünzen lässt.

California 8h in Laguna Seca

Am 6hcalif land corkscrewkommenden Sonntag findet mit den erstmals ausgetragenen 8h von Kalifornien auf dem Kurs von Laguna Seca die dritte Runde der Intercontinental GT Challenge in diesem Jahr statt. Für den ersten internationalen GT-Event der SRO in Nordamerika wird ein 20 GT-Fahrzeuge starkes Feld aus 11 GT3, 7 GT4 und 2 Fahrzeugen in der Einladungsklasse erwartet.

4 Audi R8 LMS GT3, 4 Porsche 991 GT3 R, 2 Honda/Acura NSX GT3 und ein McLaren 650S GT3 stehen in der GT3-Klasse am Start, die einen Audi der amerikanischen M1GT-Mannschaft in der Am-Kategorie und 2 Porsche der Teams GMG und Black Swan Racing in der Pro-Am-Klasse am Start sieht. In der GT4-Klasse treten 3 Aston Martin Vantage GT4, 3 Porsche Cayman GT4 und 1 Ginetta G55 GT4 gegeneinander an. 2 der australischen MARC-Mazda-Fahrzeuge starten zudem in der Einladungsklasse. Ursprünglich hatte auch Nissan 2 GT3 in der Top-Klasse genannt, diese jedoch 2 Wochen vor dem Rennen wieder zurück gezogen.

Mit den beiden Teams Belgian Audi Club Team WRT und Land Motorsport absolvieren 2 Audi Mannschaften aus Europa einen Gaststart in der Serie. Land kommt dabei frisch von einem GTD/GT3-Klassensieg beim Petit Le Mans an die Westküste und wird mit Christopher Mies, Christopher Haase und Connor de Phillipppi 2 deutsche Piloten im Lineup haben. Das deutschsprachige Kontingent in Kalifornien vergrössern Wolf Henzler an Bord eines der 3 GMG-Porsche, Pierre Kaffer und Markus Winkelhock am Steuer des Team Magnus Audis und Jörg Bergmeister, der zusammen mIt Romain Dumas und Patrick Long den Team Magnus Porsche mit einem quasi-Werkspilotenteam ausstattet.

Die Intercontinental GT Challenge der SRO gilt als inoffizielle GT3- und GT4-Hersteller-WM sie umfasst in diesem Jahr mit den 12h von Bathurst, den 24h von Spa-Francorchamps, dem erstmals ausgetragenen Lauf in Kalifornien und den 12h von Sepang 4 Rennen auf 4 Kontinenten. Lokale Teams können dabei Punkte für eine Hersteller-Wertung sammeln. Der Event in Kalifornien wird von einer ganzen Reihe aus Einsatzteams aus der Pirelli World Challenge unterstützt, die das Gros des Teilnehmerfeldes stellen. Die amerikanische Serie besitzt seit 2 Jahren ein Kooperationsabkommen mit der SRO.

Das Rennen findet am Sonntag ab 9.30 Uhr Ortszeit (müsste 18.30 Uhr MEZ entsprechen) statt und wird auf der Website der Serie als Livestream übertragen.

PCC Meisterschaftsentscheidung beim Saisonfinale

olsenBeimyelloly Porsche Carrera Cup Deutschland kündigt sich ein spannendes Saisonfinale im Rahmen der DTM auf dem Hockenheimring an: Mit dem Norweger Dennis Olsen und dem 26-jährigen tolimit-Piloten Nick Yelloly (Team Deutsche Post by Project 1) aus Großbritannien haben noch zwei Fahrer Chancen auf den Titel. Nur 13 Punkte trennen die beiden Piloten, es werden jedoch noch 50 Punkte vergeben. Insgesamt treten 26 Piloten an diesem Wochenende mit identischen 485 PS starken Porsche 911 GT3 Cup gegeneinander an.

Der 21-jährige norwegische Konrad Motorsport-Pilot Olsen ist mit 233 Punkten der Gejagte: Er führt die Meisterschaftstabelle seit dem ersten Rennwochenende an und ihm gelangen bislang 6 Siege und 4 weitere Podiumsplatzierungen. Für seinen Kontrahenten Yelloly begann die Saison durchwachsen. Der Brite war aber seit dem fünften Rennen immer unter den ersten beiden Fahrern auf dem Podium und hat 220 Punkte auf seinem Konto.

Aus eigener Kraft kann Yelloly die Meisterschaft nicht gewinnen, da der zweite Platz noch 20 Punkte bekommt. Schafft Olsen diese Platzierung, fehlen Yelloly drei Punkte – auch bei einem Doppelsieg. Zudem will der Porsche-Junior seinen Spitzenplatz nicht abgeben: „Ich bin für Hockenheim zuversichtlich. Hier habe ich zu Saisonbeginn schon einen Doppelsieg eingefahren“, sagt Olsen.

Tulpe/Plentz verteidigen DUNLOP60-Titel

d60 hh rutronicaudiDer krönende Abschluss der DUNLOP 60-Saison fand am 07. Oktober auf dem Hockenheimring statt. 24 Fahrzeuge standen auf der Starterliste. Schon beim Qualifying am Freitagnachmittag sahen die Fans bei nasser Strecke spannende Kämpfe um die Führung. Nach 40 Minuten holte sich der amtierende Meister Fabian Plentz die Pole Position vor Markus Pommer. Marvin Dienst stellte den Porsche 991 GT3 R mit Platz drei in die zweite Startreihe. Neben ihm Kenneth Heyer . In der Porsche Cup-Klasse holte sich Manuel Lauck mit dem GetSpeed Performance Porsche 991 GT3 Cup Rang 1.

Beim Start zum 8. und letzten Saisonlauf am Samstagnachmittag konnte Plentz im Audi R8 LMS GT3 die Führung behaupten. Markus Pommer (Audi R8 LMS) und Marvin Dienst folgten. Auf Schlagdistanz lag Martin Konrad im Lamborghini Huracan GT3. In den ersten Runden lag das Quartett eng hintereinander und Konrad setzte Dienst unter Druck. Nach kurzer Zeit ging der Österreicher dann auch am FIA WEC-Piloten vorbei. d60 hh austaudiAllerdings pilotierte Dienst sein Auto in der Klasse 8 (mit BoP) und Konrad fuhr in Klasse 10 ohne Restriktor mit voller Leistung. Dahinter gab es viele Duelle mit weiteren GT3-Autos und dem Praga R1 Turbo von Daniel Keilwitz . In der Porsche-Klasse kam Christoph Dupré immer näher ran und machte so auf sich aufmerksam.

Spannung dann beim Boxenstoppfenster. Die meisten Teams spulten ohne größere Probleme ihren Halt ab und gingen wieder raus auf die Strecke. Tommy Tulpe übernahm das Cockpit von Fabian Plentz, der sich kurz ausruhte und dann den R8 von seinem zweiten Teamkollegen Allgäuer übernahm. Carrie Schreiner bekam den Audi R8 LMS von Markus Pommer. Und mit Marco Seefried sah man im Rinaldi Racing Ferrari 488 GT3 (Rinaldi Racing) einen erfahrenen Piloten, der sich mit dem Russen Vadim Kogay abwechselte.

Alsd60 hh rinaldiferrari dann in der 23. Runde das Safety Car rausmusste, da sich Benni Hey eine Beschädigung zugezogen hatten und unglücklich auf der Strecke stand, rückte das Feld wieder näher zusammen. Aber die Offiziellen der Strecke reagierten schnell und der Porsche wurde umgehend in die Box gezogen. Der Führende, Tommy Tulpe, im Audi R8 LMS von Rutronik Racing hatte nun Carrie Schreiner von Aust Motorsport hinter sich. Auf Platz drei lag zu diesem Zeitpunkt Michael Joos im Porsche 996 GT3 RSR. Doch Fabian Plentz lauerte dahinter.

Beim Re-Start nutze Tommy Tulpe seine Position, doch Carrie Schreiner ließ sich nicht abschütteln und passte bravourös auf. Und ohne sich lange aufzuhalten, griff die 19-Jährige sofort an und meldete sich formatfüllend im Rückspiegel von Tulpe. Und kurz nach dem ersten Angriff, war es dann soweit. Die Saarländerin setzte sich neben Tommy Tulpe und ging vorbei. Doch der amtierende Meister wusste, dass Carrie ihm in der Meisterschaft nicht gefährlich werden konnte und wollte nichts riskieren. Schließlich ging es bei ihm um wichtige Punkte für das Championat. Um den letzten Podestplatz wurde es dramatisch. Doch Marco Seefried kam mit 7-Meilen-Stiefeln angeschossen und ließ Fabian Plentz im Klasse 8-Audi keine Chance. Auch hier war der Ferrari dem Audi R8 LMS ultra überlegen, da das Rinaldi-Auto in der Klasse 10 startete.

Wertvolle Sekunden verlor Kenneth Heyer , der von Sepp Klüber den équipe vitesse Mercedes AMG GT übernahm. Er lieferte sich einen schönen Zweikampf mit Suzanne Weidt im pinken Lamborghini Huracan GT3. Beim Anbremsen kam er vorbei, aber nicht mehr an Fabian Plentz ran.

Nachd60 hh podium 33 Runden und 60 Minuten bestätigte Carrie Schreiner ihre perfekte Leistung bei ihrem ersten Einsatz mit einem GT3 und nach Platz drei im DMV GTC, konnte das junge Talent den Sieg für sich und ihren Teamkollegen Markus Pommer sichern. Stolz natürlich auch Teamchef Frank Aust, der in diesem Jahr schon den zweiten Gaststart in der Serie unternahm und mit Carrie Schreiner ein glückliches Händchen hatte. Platz drei für Marco Seefried und Vadim Kogay (Ferrari 488 GT3) vor Fabian Plentz/Egon Allgäuer, die den Sieg der Klasse 8 holten. Kenneth Heyer/Sepp Klüber wurden Fünfte und Zweiter der Klasse 8. Rang sechs sicherte sich Suzanne Weidt/Martin Konrad. Siebter wurde Brice Bosi, der mit HTP-Motorsport -Chef Wim de Pundert im Mercedes AMG GT3 unterwegs war. Die Klasse 7 holte sich schlussendlich doch noch Christoph Dupré, der Unterstützung von seinem Vater Klaus Dupré erhielt. Er gewann vor Moritz Weeber (Porsche 991 GT3 Cup) und dem Duo Klaus Horn/Pablo Briones (Porsche 997 GT3 Cup).

Und auch die Meisterschaft war entschieden. Tommy Tulpe reichte der zweite Platz und das Duo Tulpe/Plentz konnte den Titel verteidigen. Mit fünf Siegen und jeweils einem zweiten und dritten Platz war es verdient. Vizemeister wurden Manuel Lauck/Karlheinz Blessing, die stark unterwegs waren aber durch den Ausfall in Zolder am vorletzten Wochenende im Nachhinein entscheidende Punkte verloren. Platz drei sicherte sich noch Benni Hey vor Max Aschoff und Suzanne Weidt. „Eine starke Leistung vom ganzen Team“, erklärte Tommy Tulpe auf der Meisterfeier. „Unser Auto hat super funktioniert und obwohl wir kurz vor Schluss noch den Sieg im DUNLOP 60 verloren haben, können wir unter dem Strich mit dem Wochenende und der ganzen Saison zufrieden sein. Es hätte für uns kaum besser laufen können.“