Jacke Chan DC Racing schraubt Engagement zurück

Jackie Chan DC Racing schraubt das Engagement in der nächsten Saison der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft 2019/20 auf nur noch einen Wagen zurück. Das haben unsere amerikanischen Kollegen von Sportscar 365 berichtet. Demnach wird die chinesische Mannschaft, die vom Einsatzteam von Jota Sport betreut wird, nur noch einen Oreca 07 unter ihrem Namen an den Start bringen, nachdem die kurze Pause zwischen den beiden Saisons – zwischen dem Rennen in Le Mans und dem Testtag in Barcelona liegen gerade mal ein Monat – keine intensive Suche nach Sponsoren und Piloten für ein zweites Auto erlaubt. Die Besatzung des einen Wagens ist auch noch nicht 100%ig fix und Gegenstand laufender Verhandlungen; derzeit fahren Ho-Pin Tung, Gabriel Aubry und Stephane Richelmi im #38 Oreca des Teams während die #37 in Le Mans von Ricky Taylor, Jordan King und David Heinemeier-Hansson bewegt wird.

Daneben wird Jota Sport2019/20 erstmals in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft einen Wagen unter eigener Nennung an den Start bringen. Dabei handelt es sich um den jetzigen Dragonspeed Oreca deren Piloten Pastor Maldonado, Anthony Davidson und Roberto Gonzalez in der kommenden Saison unter der Flagge der britischen Mannschaft antreten werden. Dragonspeed hatte erst in den letzten Wochen bekannt gegeben sich im Sportwagenbereich aus der WEC zurück zu ziehen und sich auf die ELMS und das neu begonnene Indycar-Engagement zu konzentrieren.

Das Team Jota hatte zuletzt 2015 unter eigenem Namen einen Einsatz in der Europäischen Le Mans Serie und in Le Mans mit einem Zytek Z11SN-Nissan gestemmt. Die 2000 von Sam Hignett und John Stack gegründete Prototypen- und GT-Sport-Mannschaft hatte 2014 die LMP2-Klasse beim 24 Stunden Rennen von Le Mans gewonnen und 2016 unter dem Label von G-Drive Racing den Titel in der Europäischen Le Mans Serie erringen können.

Erste BoP für das N24h 2019 veröffentlicht

Der ADAC Nordrhein hat den ersten Entwurf für die BoP des 24 Stunden Rennens am Nürburgring veröffentlich. In einer Anpassung der Einstellungen nach dem Qualifikationsrennen zum 24h Rennen im vergangenen Monat haben sich dabei die folgenden Veränderungen ergeben:

  • Die BMW M6-GT3 die durch Walkenhorst Motorsport und ROWE Racing einen Dreifachsieg beim Qualifikationsrennen erzielen konnten, müssen 5kg Gewicht einladen und bekommen einen um 2l verkleinerten Tank verordnet. Zudem werden im niedrigeren Drehzahlbereich die Zündzeitpunkte modifiziert, mutmasslich um dort dem M6 weniger Leistung zu verordnen. Der BMW Z4 GT3 von Walkenhorst darf hingegen einen um 3mm vergrössserten Restriktor einbauen, was 19PS mehr verspricht.
  • Audi darf 15kg Gewicht ausladen.
  • Mercedes darf den Restriktor um einen halben mm aufbohren, was angeblich 6 PS mehr bringt. Auch bei den Mercedes AMG GT3 werden die Zündzeitpunkte modifiziert.
  • Die verschiedenen Porsche GT3-Modelle dürfen Gewicht ausladen: die 2019ér Evo version darf 15kg leichter ins Rennen gehen. Die 2018´er Version darf hingegen lediglich 5 kg ausladen.
  • Die Ferrari vom Wochenspiegel Team Monschau und Octane 126 gehen mit 5 PS weniger und 10mBar weniger Ladedruck ins Rennen. Zusätzlich zur 2018´er Evo-version ist auch die 2017´er-Variante mit identischen Werten zugelassen worden.
  • Nissan muss mit einem 4l verkleinerten Tank antreten.
  • Lexus bekommt für den GT3 den Tank ebenfalls um 5l verkleinert und bekommt 1 PS weniger zugestanden. Zudem muss auch am Lexus LC in der SP Pro der Tank um 6l verkleinert werden.
  • Der Scuderia Cameron Glickenhaus SCG003 bekommt eine Ladedruckbegrenzung im 6.Gang verordnet.
  • Keine Änderungen gibt es für den Lamborghini Huracán GT3 zu vermelden.
  • In der GT4 sind lediglich die BoP-Werte des neuen Aston Martin Vantage GT4, des BMW M4-GT4 und des Ginetta G55 GT4 angepasst worden.

Project 1 stockt WEC-Programm auf

Project 1 stockt das FIA Langstrecken Weltmeisterschafts-Programm für die kommende Saison auf 2 Wagen auf. Das haben unsere amerikanischen Kollegen von Sportscar 365 in Le Mans vom Team erfahren. Die derzeit vor dem Finale an der Sarthe in der GTE-Am führende Porsche GTE-Mannschaft strebt demnach nicht nur ein erneutes Engagement seines erfolgreichen Trios Egidio Perfetti, Patrick Lindsay und Jörg Bergmeister in der Saison 2019/20 an. Auch das zweite Chassis, das derzeit mit Perfetti, Bergmeister und Giorgio Roda auch in der Europäischen Le Mans Serie antritt soll laut Teammanager Alex Funke in der kommenden Saison mit einer zweiten Besatzung in der WM an den Start gebracht werden. Man ist demnach mit mehreren Fahrern in Verhandlungen, denen man zusätzlich einen Profi aus dem Porsche-Werkspilotenkader zur Seite stellen will.

Belcar Zolder Super Prix

Beimbelcarzoldersuperprix2 alljährlichen Super Prix in Zolder fand das zweite Rennwochenende der Belcar Endurance Championship 2019 statt. Im Gegensatz zum ersten Rennen vor zwei Wochen als man im Rahmenprogramm der DTM zwei Sprintrennen fuhr stand nun das erste drei stündige Rennen auf dem Programm. Da vor dem Start leider unnötig herumgetrödelt wurde musste das Rennen allerdings um ein paar Minuten gekürzt werden. Dazu verhinderten einige Safty Car Phasen etwas den Rennfluss.

Im Qualifying sicherte sich Bert Longin im Norma die Pole Position. 39 Fahrzeuge rollten am Sonntag Nachmittag in die Startaufstellung. Pole Mann Longin wurde durch eine unglückliche Aktion um seine Siegchance gebracht. Nach einem Dreher von Hans Thiers in der Villeneuve Schikane konnte Longin nicht mehr ausweichen. Beide Norma erlitten eine Beschädigung am Heckflügel. Während Thiers weiter fahren konnte verlor Longin durch einen Reparatur Boxenstopp 3 Runden.

Als der Deldiche Norma von de Cock / Joosen / Verbergt kurz vor Schluss mit Elektrik Problemen aufgeben musste war nach 104 gefahrenen Runden der Weg zum Sieg frei für den PK Carsport Russel Racing Norma von Hans Thiers, Jeffrey van Hooydonk und Gilles Magnus. Mit 25 Sekunden Rückstand kam der zweite Deldiche Racing Norma von Sam Dejonghe, Tom Boonen und Thomas Piessens ins Ziel.

Völlig belcarzoldersuperprix vrracingmustangüberraschend eroberte der VR Racing Ford Mustang von John Rasse, Erik Qvick und Tom Van Rompuy den dritten Gesamtrang und gleichzeitig den Klassensieg in der Belcar 3. Vierte wurden Guy Verheyen, Chris Mattheus und Pieder Decurtins im Norma vor dem Lamborghini von Dylan Derdaele und Nicolas Saelens. In der Belcar 2 Division siegte der No Speed Limit Porsche von Fred Bouvy und Damien Coens vor den Markenkollegen Nicolas Vandierendonck und Filip Teunkens. Kenneth Heyer und Wim Spinoy gewannen im Mercedes AMG GT4 die Belcar 4 Klasse. In der Belcar 5 waren Jochen Stevens und Laurent Vandervelde im BMW erfolgreich. Der Pokal in der Belcar 6 ging an Guido & Tom Werchx.

Das nächste Belcar Rennen findet am 13. Juli in Spa Francorchamps statt.

Gute Perspektiven für HCB-Rutronik Racing

HCB Rutronik Racing ist in dieser Saison die Überraschungs-Einsteigermannschaft im ADAC GT-Masters. Nach 2 Rennwochenenden führt man mit dem Duo Patric Niederhauser und Kelvin van der Linde sowohl die Fahrer- als auch die Teamwertung an. Wie Teamchef Fabian Plentz uns bei der 2. Meisterschaftsrunde in Most erzählte sind mit dem Masters allerdings die langfristigen Profi-Ambitionen der Mannschaft noch lange nicht gedeckt.

„Das ist für uns hier ein wichtiger grosser Schritt, nämlich der Einstieg in den Profisport. Das fahrerische Level im Masters ist schon brutal eng. Umso mehr freut es uns das wir auf diesem hohen Level hier an der Spitze mithalten können.“, erzählte Plentz uns am Samstag mittag beim Rennwochenende in Most - da hatten seine beiden Kutscher ihren Premierensieg für die Mannschaft noch gar nicht eingefahren.

Langfristig möchte Plentz seine Mannschaft sowohl im Amateur als auch im Profibereich etablieren und so eine Brücke zwischen beiden Bereichen schlagen. „Wir betreuen in dieser Saison bis zu 10 verschiedene Chassis des Audi R8 LMS GT3 sowie auch ältere R8-ultra GT3. In der DMV-GTC setzen wir bis zu 5 Autos ein. Im Masters hier sind es 2 und 3 weitere werden für ambitionierte Fahrer bei Trackdays betreut. Letztes jahr hatten wir schon 8 Audi in der Betreuung. Wir sind damit nach dem Belgian Audi Club Team WRT wohl eine der grössten Kundenmannschaften für Audi im GT3-Sport. Langfristig wollen wir zwar nun auch im Profibereich weiter wachsen, dabei aber den Bezug zum Gentleman-Sport nicht verlieren. So können wir interessierte Privatiers von Einsätzen im Clubsport-Bereich bis hin zum Profisport interessante Aufstiegsmöglichkeiten bieten. Mögliche weitere Schritte für unsere Kunden sind zum Beispiel im Sprintbereich der Blancpain Sports Cup oder im Langstreckenbereich die Creventic 24 Stunden-Serie, wobei bei den 12h von Spa-Francorchamps schon einer unserer Kunden letzten Monat mitgefahren ist, wenngleich auch bei einem anderen Team. Aber hier könnte sich durchaus ein weiteres Einsatzfeld ergeben.“

Die 24 Stunden-Serie ist beileibe nicht das einzige internationale Einsatzfeld das Plentz sich für die Zukunft seiner Truppe vorstellen kann. „Wir haben auch gute Beziehungen nach Asien, von daher wären wir einem Engagement in der Blancpain GT Series Asia durchaus nicht abgeneigt. Was mich auch schon immer gereizt hat ist die Vorstellung bei den 24h von Daytona teilzunehmen. Und schliesslich entwickelt sich im Augenblick auch die Intercontinental GT Challenge sehr stark. Besonders diese Serie mit ihren wenigen aber prestigeträchtigen Rennen bietet langfristig eine sehr attraktive Perspektive. Das sind aber alles Pläne die wir bestimmt nicht schon nächstes Jahr angehen werden. Ich möchte das Team sich lieber in kleinen, nachhaltigen Schritten entwickeln lassen und da steht für uns erst mal auf der Agenda sich hier im Masters zu etablieren. Das dürfte weit länger als nur ein Jahr dauern !“

Preview ADAC GT Masters – Red Bull Ring

Am kommenden Wochenende findet auf dem Red Bull Ring in der Steiermark das dritte Rennwochenende der diesjährigen ADAC GT Masters Saison statt. Es ist das zweite von drei Auslandsrennen dieser Meisterschaft. Das dritte, Zandvoort an der niederländischen Nordseeküste nahe Amsterdam, wird die nächste Station, allerdings erst im August, sein.

Insgesamt 30 GT3-Fahrzeuge von acht verschiedenen Herstellern treten zu den Läufen 5 und 6 der aktuellen Saison an.

Bei den bisherigen vier Rennen im Jahr 2019, haben wir anders als in den beiden letzten Jahren, nur drei verschiedene Sieger gesehen. Wir erinnern uns. Lauf 1 bei der Saisoneröffnung in Oschersleben ging an die Callaway Competition Mannschaft von Marvin Kirchhöfer und Markus Pommer in der Corvette #77. Den 2. Lauf am Sonntag dann sicherte sich das amtierende Meisterteam mit Champion Robert Renauer und Porsche Werksfahrer Thomas Preining im 911 GT3 R #1. Sieger des 3. Laufs im tschechischen Most wurden zur Überraschung vieler aber nicht aller, Kelvin van der Linde und Patric Niederhauser im HCB Rutronik Audi R8 #31. Und schließlich setzten sich Kirchhöfer / Pommer in der Callaway Competition CR7 am Sonntag in Szene und errangen den zweiten Saisonsieg für die Truppe um Ernst Wöhr und Mike Gramke.

Es ist also wie in den letzten Jahren äußerst spannend und eine echte Prognose zum jetzigen Zeitpunkt kaum zu stellen.

In Österreich werden wir auch wieder Umbesetzungen in einigen Teams sehen. Beispielsweise hat sich Newcomer T3 Motorsport nach nur vier Rennen von seinem jungen österreichischen Piloten Simon Reicher getrennt. Neuer Partner von Maximilian Paul wird der erst 19-jährige Brite William Tregurtha, der 2017 die britische GT4-Meisterschaft gewann und bei der European GT4 auf Endrang zwei landete.

Beim Team Zakspeed BKK Mobil Oil Racing wird Lucas Auer den wegen der Le Mans-Vorbereitungen verhinderten Jeroen Bleekemolen ersetzen. Ex-DTM-Pilot Auer ist ja in diesem Jahr hauptsächlich als Red Bull Junior in der japanischen Super Formula engagiert.

In der Tabelle führen derzeit die Newcomer von HCB Rutronik mit Kelvin van der Linde und Patric Niederhauser, die bisher einen blitzsauberen Job gemacht haben. Auf P2 folgen Marvin Kirchhöfer und Markus Pommer von Callaway Competition, vor den beiden punktgleichen Mannschaften Dries Vanthoor und Ricardo Feller von Montaplast by Land-Motorsport sowie den saustarken Sven Barth und David Jahn in der Corvette C7 GT3-R von Gerd Beisels RWT Racing.

Das erfolgreichste Team am Red Bull Ring, (8 Siege in 12 Rennen), Callaway Competition, weiß natürlich um die Stärken der Corvette auf dem Kurs in der Steiermark und strebt ganz klar die Führung in der Meisterschaft an. Apropos erfolgreichstes Team, der erfolgreichste Fahrer ist Daniel Keilwitz (genau, 8 Siege aus 12 Rennen), dieses Jahr in Diensten von PROpeak Performance und Aston Martin. Er teilt sich das Lenkrad ja mit AMR Werkspilot Maxime Martin. Die #99 der beiden wird der einzige Aston Martin in Österreich sein. Um die Weiterentwicklung zu beschleunigen, hat die Mannschaft um Christoph Esser entschieden, sich in der Steiermark ausschließlich auf die Top-Besetzung des Teams zu konzentieren und die #98 von Hugo de Sadeleer und Valentin Hasse-Clot im Teamsitz in Wiesemscheid, nahe des Nürburgrings, zu lassen.
Für ausreichend Spannung ist also wie immer gesorgt.

Keyfacts, Red Bull Ring, Spielberg, Saisonläufe 5 und 6 von 14

Streckenlänge: 4.318 Meter
Layout: 10 Kurven (sieben Rechts-, drei Linkskurven), im Uhrzeigersinn befahren
Sieger 2018, Rennen 1: Marvin Kirchhöfer/Daniel Keilwitz (Callaway Competition, Corvette C7 GT3-R)
Sieger 2018, Rennen 2: Marvin Kirchhöfer/Daniel Keilwitz (Callaway Competition, Corvette C7 GT3-R)
ADAC GT Masters auf dem Red Bull Ring im TV: Beide Rennen werden live bei SPORT1 am Samstag (Start um 14.45 h) und am Sonntag (Start um 13:00 h) übertragen. Alle Rennen des ADAC GT Masters auch im Livestream auf SPORT1.de, adac.de/motorsport und unter youtube.com/adac.

2. Seyffarth R8-Cup Runde in Misano

Nachdem AudiR8Cup Rhynder Audi Sport Seyffarth R8 LMS Cup Anfang Mai in Hockenheim einen unterhaltsamen Start in die neue Saison erlebte, reisen die Teilnehmer nun nach Italien. Auf dem 4,226 Kilometer langen Misano World Circuit.

Vorne in der Fahrerwertung sortierten sich in Hockenheim Rahel Frey, sowie die beiden Nachwuchspiloten Fabio Citignola und Robin Rogalski ein; alle 3 standen je zweimal auf dem Treppchen. Die ehemalige DTM-Pilotin Frey, die zudem auch als Mentorin für die anderen Fahrer fungiert, gewann zweimal, Citignola und Rogalski holten je einmal Rang zwei und einmal Platz drei.

Schauplatz der Saisonrennen drei und vier ist nun Misano. Für den Audi Sport Seyffarth R8 LMS Cup R8 LMS Cup ist diese Strecke kein Neuland, auch im Vorjahr fuhr der GT4-Markenpokal an der italienischen Adriaküste. Beide Läufe wurden damals zur Beute von Kris Heidorn. Rogalski durfte sich über einen dritten Platz freuen, während Citignolas bestes Resultat Rang 5 war.

GT & Prototype Challenge Zolder

Imgtpc Zolder1 Rahmen des Zolder Super Prix fand das zweite Rennwochenende der GT & Prototype Challenge statt. Bei 15 Teilnehmern kann man allerdings behaupten dass der Split mit der Supercar Challenge für dieses Wochenende wenig Sinn machte.

Im Zeittraining sicherten sich Luc de Cock und Tim Joosen im Deldiche Racing Norma die Pole Position für das erste 60 minütige Rennen am Samstag. Hier sah es lange Zeit nach einem Zweikampf um den Sieg zwischen den beiden LMP3 Boliden aus. Doch die beiden Deutschen waren leider nicht vom Glück verfolgt. Max Aschoff parkte seinen Ginetta G58 in der 24 Runde im Kiesbett von Kurve 1 und Laurents Hörr im Ligier LMP3 verlor am Ende auf Grund von Benzindruck Problemen viel Zeit. Es sollte nur zu Platz 2 für ihn reichen.

Nach gtpc Zolder237 Runden siegte der Deldiche Racing Norma von de Cock / Joosen vor Hörr und dem Norma von Tom Boonen und Thomas Piessens. Mit dem vierten Gesamtplatz gewann John de Wilde im Speedlover Porsche die GT Klasse vor seinem Markenkollegen Jos Jansen und dem Lamborghini von Max Weering. Es folgten Alain Berg im Radical, Ward Sluys im BMW, Bob Herber im Porsche und Matteo / Gouraud im Radical.

Und täglich grüßt das Murmeltier könnte man im zweiten Rennen am Sonntag gedacht haben. Denn das Podium hatte die exakt gleiche Konstellation wie am Samstag. Es gewann erneut der Deldiche Racing Norma von Luc de Cock und Tim Joosen vor Laurents Hörr im Ligier LMP3 und dem Norma von Tom Boonen und Thomas Piessens.

Den vierten Platz sicherten sich Bouillon / de Witt im Norma. Als fünfter gewann Bob Herber im Porsche die GT Klasse vor seinen beiden Markenkollegen Jos Jansen und John de Wilde. Max Aschoff musste seinen Ginetta G58 LMP3 nach erneuter  anfänglicher Führung,  mit technischen Problemen vorzeitig abstellen.

Das nächste Rennen der GT & Prototype Challenge findet am 22/23 Juni in Spa Francorchamps beim alljährlichen Euro Race statt. Hier wird man wieder in einem gemeinsamen Feld mit der Supercar Challenge starten.

GT4 ES: BMW-Festspiele in Paul Ricard

BMW Duell Paul RicardEine dominante Leistung lieferten die BMW-Mannschaften am vergangenen Wochenende bei den Läufen der GT4 European Series in Paul Ricard ab:

Im Samstagsrennen im Vorprogramm des Blancpain 1000km-Rennens standen dabei mit den Autos von MDM (mit der Fahrerpaarung Simon Knap/Alex Udell), Ekris (van der Ende/E. McKay) und noch einmal MDM(Bogaerts/van der Aa) gleich drei der bayerischen Coupes, die übrigens auch sämtlich von niederländischen Teams eingesetzt wurden, ganz oben in der Ergebnisliste und damit auch in der Silver-Cup-Wertung. Angesichts eines solchen Ergebnisses dürfte es für die Münchner auch verschmerzbar gewesen sein, dass die Pro/Am-Wertung an das Alpine-Duo Ferte/Demoustier und der Sieg in der Amateurklasse an Christian Danner und Bernhard Laber im Team-GT McLaren ging.

Beim Sonntagslauf mussten sich Knap und Udell dann auch gegen markenfremde Konkurrenz behaupten und setzten sich vor dem Verschuur McLaren von Lessennes/D. McKay und dem Leipert-Mercedes von Kiesiel/Koebolt durch. Dafür ging diesmal auch der Sieg in der Pro/Am-Wertung an eine BMW-Mannschaft, in diesem Fall das italienische Team W&D-Racing mit seinem Pilotenduo Meloni/Tresoldi. In der Amateurklasse war das CMR-Alpine Team mit der Besatzung Mouer/Loger siegreich.

In der Saisontabelle des Silver-Cup sind Knap und Udell mit ihrem Doppelsieg nun auf den dritten Platz vorgerückt, haben mit 75 Zählern immer noch 16 Punkte Rückstand auf die Tabellenführer Lessennes/D.McKay und auch noch derer sechs auf Koebolt und Kisiel. In der Pro-Am-Klasse führen nach wie vor Luci Trefz und Marcus Paverud im Mann-Filter-Mercedes, während bei den Amateuren die beiden Aston-Martin-Piloten Pascal Bachmann und Clemens Seyler ihren Spitzenplatz verteidigen konnten

Kommt das Top-10 Quali im Masters ?

Der ADAC denkt für die 2020´er Saison des ADAC GT-Masters über Änderungen beim Qualifying-Format nach. Das haben verschiedene Quellen in Most GT-Eins gegenüber bestätigt. Demnach wird erwogen, zusätzlich zur bislang bestehenden Qualifying-Session, bei der alle jeweilige Startfahrer des Rennens auf die Strecke gehen, auch ein Top-Qualifying der 10 oder 15 schnellsten Piloten auszurichten. Damit will man die verkehrsbedingten Verzerrungen in den Starterfeldern der jeweiligen Rennen auffangen und das Können der einzelnen Piloten wieder mehr in den Vordergrund rücken.

Der Hintergrund der Überlegungen ist, das angesichts des traditionell vollen Feldes des GT-Masters und der Charakteristik der verwendeten Pirelli-Reifen mit ihrem nur für 1-2 Runden vorhandenen Leistungspeak im Zusammenhang mit dem Reifenreglement (Kontingentierung auf 3 neue und 2 gebrauchte Reifensätze pro Wochenende) schon mehrere glückliche Faktoren zusammen kommen müssen, damit ein guter Pilot eine wirklich freie Runde erwischen kann, um sich vorne in der Startaufstellung wieder zu finden. Speziell der Verkehr in Zusammenspiel mit der Leistungsdichte im Masters – im ersten Qualifying bei der Runde in Most lagen 24 der 32 Piloten innerhalb einer Sekunde – sorgt regelmässig für durcheinander gewürfelte Startaufstellungen, bei denen gestandene Profis oder Werkspiloten vom Schlage eines Jeroen Bleekemolen, Jeffrey Schmidt, Christopher Haase oder Sebastian Asch sich zeitweise in der hinteren Hälfte des Starterfeldes wiederfinden.

Corvette-Chef Mike Kramke hatte seine Vorstellungen bereits zu Beginn der Saison dem ADAC als Diskussionsgrundlage schriftlich formuliert. „Es gibt viele Möglichkeiten hier anzusetzen. Um im Kostenrahmen zu bleiben und den Verkehr zu entzerren wäre es möglich die Anzahl der Runden pro Pilot auf 4 gezeitete Runden zu reduzieren und die Fahrer nur 2x für einen Versuch auf die Strecke zu lassen. So eine Lösung gab es in der Vergangenheit schon mal.“

Auch Gottfried Grasser wäre nach eigener Aussage einer Änderung des Formats nicht abgeneigt. „Das jetzige Format geht mit 30 Minuten zu lange. Eine 20-minütige Session und ein Top-15 Qualifying im Anschluss wären auch ein Weg die Kosten auf dem jetzigen Niveau zu halten.“

Fabian Plentz von HCB Rutronik Racing hat bei einer Änderung auch die Kosten im Fokus. „Wichtig ist das wir mit dem jetzigen Reifenkontingent weiter klar kommen. Für uns als Neueinsteiger ist das jetzige Format gut wie es ist. Sicher ist auf kleineren Strecken wie hier wo viele Autos fahren aus sportlicher Sicht zu überlegen ob man eine angebrachte Änderung einführt. Aber im Auto gilt immer noch das das Gaspedal unten rechts zu finden ist.“

Peter Mücke sieht bei allen Änderungen ebenfalls die Kosten kritisch. „Eine bessere Chancengleichheit wäre zu begrüssen aber nur wenn es keine Änderung bei den Kosten gäbe. Mehr Streckenzeit kostet automatisch mehr Geld und gerade wir als 3-Wagen-Team sind hier schon bei den Kosten auf einem sehr kritischen Level.“

Kritisch beurteilen die Teamchefs unisono andere, alternative Vorschläge wie eine Aufteilung des Feldes in 2 Qualifying-Gruppen. „Das würde bei einem Wetterumschwung im Speziellen und bei der Entwicklung des Grips der Fahrbahn im Verlauf einer Session im Allgemeinen immer zu unfairen Verhältnissen für die ein oder andere Gruppe führen, auch wenn man damit den Verkehr entzerrt. Von daher glaube ich nicht, das sich solch ein Vorschlag durchsetzten würde.“ gab uns Peter Mücke zu Protokoll.

Auch der Vorschlag das Qualifying wie in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft durch beide Fahrer durchführen zu lassen und dann die Startaufstellung durch eine Durchschnittszeit zu bestimmen fand wenig Anklang: „Das würde das Problem des Verkehrs nicht lösen sondern eher verschärfen. Ausserdem wäre das kostenneutral nur zu realisieren wenn du dann nur ein Qualifying durchführst und die Startaufstellung für Lauf 2 am Sonntag durch den Zieleinlauf von Lauf 1 am Samstag bestimmen lässt.“ gab Gottfried Grasser zu bedenken.

Alternativ käme auch eine Intervenierung des ADAC bei Reifenlieferant Pirelli für einen Reifen mit einer weniger spitzen Charakteristik in Betracht. Hierfür gibt es aber bislang noch keine Anzeichen.

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