Toyota-Pole in Le Mans

Toyota Pilot Kamui Kobayashi hat die Poleposition für Toyota beim Qualifying zu den 88. 24 Stunden Rennen von Le Mans (der Link führt zum Rennbericht auf unseren Seiten) erzielt. Beim erstmals ausgetragenen Hyperpole-Format, bei dem die 6 besten Teams einer jeden Klasse ihre letztendlichen Startpositionen in einer halbstündigen Session mittels zweier Qualifikationsreifensätze ausfahren, erzielte der Japaner mit einer 3:15,267 die schnellste Zeit des Freitags. Nur 0,555s dahinter plazierte sich der Rebellion Racing R13 von Gustavo Menezes zwar als zweitschnellster, ob die unter schweizer Nennung startende Rebellion-Mannschaft jedoch ihre Startposition in der vordersten Reihe noch behalten kann, war wegen eines Tracklimit-Verstosses des Amerikaners an der Tertre Rouge und der darauffolgend offiziell verkündeten Streichung der schnellsten Rundenzeit nach der Session noch unklar. Toyotas #8 TS050 plazierte sich mit Kazuki Nakajima am Steuer auf Platz 3 mit weiteren 0,827s Abstand auf den Rebellion Racing , gefolgt vom 1,6s dahinter liegenden zweiten Rebellion-Wagen. Mit weitem Abstand musste sich die ByKolles Racing Mannschaft als Fünfter ins Feld einreihen.

In der LMP2-Klasse setzte sich United Autosports Pilot Paul di Resta mit einer 3:24,528 als schnellster zu Gesamtstartplatz 6 durch. Di Resta schlug dabei Jean-Eric Vergne im G-Drive-Aurus um 0,332s, der zusammen mit dem Racing Team Nederland Oreca die vierte Startreihe im morgen um 14.30 beginnenden Rennen besetzen wird. Mit dem High-Class-Team, dem zweiten United-Wagen und dem Jackie Chan DC-Wagen hatten es lediglich 6 Orecas in die Shootout-Session geschafft.

In der GTE-Pro-Klasse lief es am Ende auf ein Duell zwischen Porsche und Ferrari heraus nachdem Aston Martin sich eher halbherzig an der session beteiligte. Porsche-Pilot Gianmaria Bruni sicherte der Weissacher Mannschaft mit einer 3:50,874 die Pole mit einem Vorsprung von 0,241s vor AF Corse-Pilot James Calado. In der GTE-Am setzte sich der von AF Corse eingesetzte Luzich Racing Ferrari von Come Ledogar gegen den Dempsey-Proton Porsche von Matt Campbell und den Project 1 Porsche von Matteo Cairoli.

Der Zeitplan in Le Mans

Am heutigen Donnerstag beginnen die ersten offiziellen Sessions in Le Mans. Seit 10 Uhr läuft das dreistündige 1. Freie Training, nachdem schon eine Stunde zuvor das Feld des Michelin Le Mans Cups seine erste Session absolviert hatte. Um 14 Uhr wird nach einer einstündigen Mittagspause das zweite ebenfalls dreistündige freie Training folgen , an das um 17:15 unmittelbar das 45 Minuten dauernde Qualifying anschließen wird. Am Abend folgt dann ab 20 Uhr das vierstündige Nachttraining.

 

Am morgigen Freitag steht dann um 10 Uhr eine einstündige vierte freie Trainingssitzung an, ehe um 11.30 Uhr erstmals die sogenannte Hyperpole ausgefahren wird, bei der die ersten 5 Startplaetze in einer jeden Klasse vergeben werden. Der Start zum Rennen erfolgt dann am Samstag um 14.30 Uhr, wobei zuvor um 10.30 ein lediglich 15 minütiges Warm Up angesetzt ist.

Carrera Cup Deutschland-Saison startet in Le Mans

pcc2019feldAm kommenden Wochenende kehrt der Porsche Carrera Cup Deutschland zurück auf die Rennstrecke: Im Rahmen des 88. 24 Stunden Rennen von Le Mans startet die nationale Rennserie in die 31. Saison. Gemeinsam mit dem Porsche Carrera Cup Frankreich trägt der Markenpokal beim Langstreckenklassiker ein Rennen über 45 Minuten aus. Insgesamt 53 Piloten bilden das Starterfeld. Zehn weitere Läufe mit den 485 PS starken Porsche 911 GT3 Cup im Rahmen des ADAC GT Masters komplettieren den Kalender des deutschen Carrera Cup.

„Wir freuen uns, dass die neue Saison endlich losgeht – und das mit einem absoluten Highlight in Le Mans. An keinem anderen Ort der Welt wurde so viel Motorsport-Geschichte geschrieben, insbesondere durch Porsche. Ich bin gespannt, wer sich im Rennen durchsetzt und sich am Ende Le Mans-Sieger im Carrera Cup nennen darf“, sagt Hurui Issak, der Projektleiter des Porsche Carrera Cup Deutschland.

Vor dem Rennen am Samstag erwarten die Fahrer am Freitag ein Qualifying (60 Minuten) und zwei freie Trainings (je 45 Minuten). Mit viel Selbstvertrauen reist Larry ten Voorde (Niederlande/Nebulus Racing by Huber) in den Nordwesten Frankreichs. Als neuer Champion im Porsche Mobil1 Supercup gehört der 23-Jährige in Le Mans zum Favoritenkreis. Zu seinen Konkurrenten zählen Dylan Pereira (Luxemburg/Förch Racing), Gesamtvierter im deutschen Carrera Cup 2019, sowie die beiden Porsche-Junioren Ayhancan Güven (Türkei/Martinet by Alméras) und Jaxon Evans (Neuseeland/BWT Lechner Racing) aus dem Porsche Carrera Cup France.

Auch für die Saison 2020 setzt der Porsche Carrera Cup Deutschland auf ein umfangreiches Medienpaket. Alle Rennen werden in voller Länge auf Sport1 ausgestrahlt. Darüber hinaus berichtet der Sender n-tv im Magazin „PS – Porsche Carrera Cup“. Die Sendung läuft jeden Samstag (ab 11:30 Uhr) und Sonntag (ab 19:30 Uhr) nach den Rennwochenenden. Alle Läufe werden zudem live im Internet gezeigt: über den Facebook-Account @CarreraCupDeutschland, den offiziellen YouTube-Kanal des Markenpokals und den Porsche Motorsport Hub können Fans die Rennen verfolgen.

Vorschau auf die "Road to Le Mans" 2020

34 Fahrzeuge, aufgeteilt in 11 GT3 und 23 LMP3 befinden sich auf der Entry List der beiden Road to Le Mans Events des Michelin Le Mans Cup, die wieder im Rahmenprogramm des 24 Stunden Rennen von Le Mans stattfinden.

Zwei Porsche 991 GT3 R und ein Lamborghini Huracán GT3 evo stehen in der GT(3)-Klasse einer Armada von 8 Ferrari F488 GT3 gegenüber. Neben den üblichen Verdächtigen, je 3 Fahrzeuge von Kessel Racing und Iron Lynx werfen in Le Mans auch noch Spirit of Race mit den beiden US Boys Gunnar Jeannette & Rodrigo Sales, plus SKY Tempesta Racing mit Christopher Froggatt (GB) und Jonathan Hui (HKG) ihren Hut in den Ring. Interessante Gold Piloten sind Werksfahrer Andrea Caldarelli auf dem #63 Lamborghini, Porsche Junior Julien Andlauer auf dem #2 Porsche 911 GT3 R, Giacomo Piccini auf dem #8 Ferrari 488 GT3 von Iron Lynx und Gunnar Jeannette auf dem #51 Spirit of Race Ferrari. Alle Gold bzw. Silber Piloten müssen jedoch darauf hoffen, dass ihre Bronze Partner das Fahrzeug in einem Stück zurück an die Box bringen.

Nicht kleckern sondern klotzen sagt man sich bei United Autosports und setzt gleich 4 Ligier JS P320 ein. Frei nach dem alten Motto EWG = Einer wird gewinnen ! An Total treffen in der LMP3-Kategorie 8 Duqueine M30-D08 LMP3 auf 15 Fahrzeuge aus dem Hause Ligier. Scheinbar kein Interesse ihre neuen Fahrzeuge in Le Mans in das Schaufenster zu stellen haben Adess und Ginetta. Trotz des von der IMSA in den USA angestoßenen Hype um die LMP3, glänzen gleiche beide Hersteller der 2020er Modelle durch Abwesenheit.

Der United Autosports Mannschaft ein Beinchen stellen wollen sicher unsere Freunde von DKR Engineering aus Luxembourg mit den Tabellenführern auf der #3: Laurents Hörr und Jean Glorieux. Auch DKR setzt ein zweites Fahrzeug für den Deutschen Wolfgang Triller und den Belgier Ugo De Wilde ein. Auch die Eidgenossen von Cool Racing, #37 und #69 Ligier JS P320, für die erfolgreichen Fahrer Maurice Smith (USA) & Matt Bell (GB) sowie die beiden Franzosen Nicolas Maulini und Edouard Cauhaupe, werden dem Quartett von United Autosports nicht kampflos das Podium überlassen. Mit zum Kreis der Favoriten zählen sicherlich auch die Fahrer von Graff Racing auf dem #26 Ligier JS P320 LMP3, der Liechtensteiner Matthias Kaiser und sein finnischer Teamkollege Rory Penttinen.

Für Spannung dürfte also in beiden Rennen gesorgt sein. Das 1. Rennen ist am Freitag von 14h15- bis 15h10. Am Samstag startet das 2. Rennen um 11h15- bis 12h10.

Supercar Challenge Assen

dsc dtmassen startIm Rahmen der DTM fanden in Assen die Rennen drei und vier der Supercar Challenge Saison statt. Im Gegensatz zum ersten Rennen in Zandvoort war diesmal auch die GT & Prototype Challenge mit von der Partie. Insgesamt hatten 28 Teilnehmer den Weg an den TT Circuit gefunden.

Alain Berg und Alex Cascatau sicherten sich mit ihrem Norma im Zeittraining die Pole Position für das Samstagsrennen. Beim Start übernahm allerdings gleich Max Aschoff die Führung uns setzte sich vom Rest des Feldes ab. Nach 15 Runden musste er aber seinen Ginetta G58 mit technischen Problemen am Streckenrand abstellen. Da auch der Deldiche Racing Norma von de Cock / Joosen nach Problemen nur neunter wurde war der Weg für Berg / Cascatau frei die nach 35 Runden den Rest des Felder überrundet hatten. Als zweiter siegte John de Wilde im Speedlover Porsche in der GT Klasse vor seinem Markenkollegen Huub van Eijndhoven und Hein Koopman im BMW Z4. Dennis de Borst und Lorenzo van Riet siegten im Hyundai TCR in der Supersport Klasse. Jan Berry Drenth und Martin West gewannen im Silhouetten BMW die Sport Division.

Im strömenden Regen wurde das zweite Rennen am Sonntag hinter dem Safty Car gestartet. Mehrere Dreher sorgten im Rennverlauf für weitere Gelbphasen. Eine davon verursachte Max Aschoff der mit seinem Ginetta LMP3 im Kiesbett landete und ein Wochenende zum vergessen erlebte. Nach dem beide Deldiche Racing Norma ausgefallen waren siegten erneut Alain Berg und Alex Cascatau im letzten verbliebenen CN Prototyp. In der GT Klasse gab es erneut einen Porsche Doppelsieg. Diesmal durfte allerdings Huub van Eijndhoven den Siegerpokal in Empfang nehmen. John de Wilde wurde zweiter. In der Supersport Division schwammen Ronald und Luuk van Loon im BMW zum Sieg. Und in der Sport Division waren Mark Wieringa und Max Tubben im Silhouetten BMW erfolgreich.

Das nächste Rennen findet am 26/27 September bei den Gamma Racing Days in Assen statt.

Porsches Jubiläums-Designs für Le Mans

lmporsche91Porsche hat sich für die 88. Ausgabe des 24 Stunden Rennen von Le Mans wieder besondere Designs einfallen lassen. Angesichts des 50.Jubiläums des ersten der 19 Le Mans-Siege von Porsche (hier geht es zum GT-Eins-Artikel über die Geschichte dieses historischen Triumphes) startet man mit 2 speziellen an dieses ereignis erinnernden Fahrzeugdesigns. Die beiden 911 RSR des Porsche GT Teams treten in der GTE-Pro-Kategorie an und rollen in Rot-Weiß und Schwarz-Weiß an den Start.

Die Folierung gleicht mit ihren klaren Linien und Formen der Farbgebung jenen digitalen RSR, die am 13. und 14. Juni bei der virtuellen Ausgabe des Le-Mans-Rennens erfolgreich waren. Die beiden rund 515 PS starken Werksautos tragen den Schriftzug „1970“ auf der Fronthaube und dem Dach. In jenem Jahr hatten der Brite Richard Attwood und der Deutsche Hans Herrmann am Steuer des legendären Porsche 917 erstmals den Gesamtsieg in Le Mans für den Stuttgarter Sportwagenhersteller erkämpft. Das Fahrzeug unter Nennung der Porsche KG Salzburg zierten damals die Nationalfarben Österreichs.

Genau dieses Rot und Weiß kommt auch beim Porsche 911 RSR mit der Startnummer 91 zum Einsatz. An dessen Steuer wechseln sich die FIA Langstrecken Weltmeisterschaft -Stammfahrer Gianmaria Bruni und Richard Lietz wie schon in den beiden vorhergehenden Jahren mit dem Franzosen Frédéric Makowiecki ab. Das erfahrene Trio hatte 2018 und 2019 jeweils den zweiten Platz in der GTE-Pro-Klasse errungen.

lmporsche92Am Schwesterauto mit der Nummer 92 ist das Rot durch Schwarz ersetzt. Dort bekommen die amtierenden Langstrecken-Weltmeister Michael Christensen aus Dänemark und Kévin Estre aus Frankreich erneut Unterstützung vom Belgier Laurens Vanthoor. Vanthoor ist der amtierende Titelträger in der IMSA-WeatherTech SportsCar Championship . Die drei Piloten hatten vor zwei Jahren in Le Mans mit dem 911 RSR im legendären Pink-Pig-Design einen souveränen Klassensieg errungen. Zusammen mit den acht 911 RSR der Kundenteams Dempsey-Proton. Project 1 und Gulf Racing in der Klasse GTE-Am sind insgesamt 10 911ér im Starterfeld vertreten. In der Markenmeisterschaft belegt das Porsche GT Team nach 6 von 8 Saisonrennen den zweiten Rang. Gleiches gilt für die amtierenden Champions Estre/Christensen in der Fahrerwertung.

Belcar Doppelpack in Assen

Beim DTM Rennen in Assen fand das zweite Rennwochenende der Belcar Endurance Championship statt. Ausnahmsweise wurden an diesem Wochenende gleich zwei Rennen gefahren. Mit 19 Fahrzeugen war das Feld leider erneut schwach besetzt.

belcarassendtm1Im Qualifying für das einstündige Rennen am Samstag sicherten sich Sam Dejonghe und Tom Boonen im Norma die Pole Position. Da es kurz vor dem Start einen Regenschauer gab wurde das Rennen hinter dem Safty Car gestartet. Dejonghe riskierte es trotzdem auf Slicks zu starten und fuhr der Konkurrenz mit Riesenschritten davon. Als der Regen allerdings stärker wurde verlor er seinen Norma auf regennasser Fahrbahn und Schlug heftig in die Streckenbegrenzung ein. Dieses führte zu einer roten Flagge.

Nach einer 15 minütigen Unterbrechung übernahmen Thomas Piessens und Tim Verbergt im Deldiche Racing Norma die Führung und sicherten sich nach 22 Runden den Sieg mit knapp 10 Sekunden Vorsprung vor den Markenkollegen Bert und Stienes Longin. Mit dem dritten Gesamtplatz gewann John de Wilde im Speedlover Porsche die Belcar 2 Klasse. Auf dem vierten Platz kamen die Sieger der Belcar 3 Division ins Ziel. Dieses waren Dylan Derdaele und Nicolas Saelens im Lamborghini. Platz fünf sicherten sich Hans und Frank Thiers im Norma vor Morrow / van Belle im Wolf GB08, Bert und Ayrton Redant im Porsche und Heim / Decurtins im Norma. Der zweite Deldiche Racing Norma von De Cock / Joosen wurde nach einer Strafe nur zwölfter.

Das zweite Rennen am Sonntag ging über 120 Minuten. Das Wetter hatte sich allerdings nicht gebessert, eher im Gegenteil. Der Krafft Racing Norma von Bert und Stienes Longin ging von der Pole aus in den zweiten Wertungslauf der erneut hinter dem Safty Car gestartet wurde. Gilles Magnus, der sich den Russel Racing Norma mit Hans und Frank Thiers teile, dominierte das zweite Rennen fast nach belieben.

podiumbelcarassen2dtmNach 59 Runden gewann das Trio mit einer Minute und 40 Sekunden Vorsprung vor dem Krafft Racing Norma von Bert und Stienes Longin die im dritten Saison Lauf zum dritten mal auf Platz zwei landeten. Mit einem starken dritten Rang gewannen Derdaele / Saelens im Belgium Racing Lamborghini die Belcar 3 Division und verwiesen die beiden Norma von Dejonghe/Boonen und Piessens / Verbergt auf die Plätze vier und fünf. Bert und Ayrton Redant gewannen im Porsche die Belcar 2 Klasse vor dem Markenkollegen John de Wilde.

Das nächste Rennen findet am ersten Oktober Wochenende in Zolder beim American Festival statt.

Dritte SCC-Runde in Brünn

Benjamin Hotz bruennBeim dritten Saisonlauf der Sports Car Challenge in Brünn war Benjamin Hotz auf seinem Ligier-Turbo einmal mehr nicht zu schlagen. Dahinter landeten Marco Fink im PRC-BMW und Peter Kormann im PRC-Turbo jeweils einmal auf dem zweiten Platz der SCC Teilnehmer.

Nachdem Benjamin Hotz den Lauf in Hockenheim ausgelassen hatte, war der Eidgenosse in Brünn wieder einmal eine Klasse für sich. Das erste Rennen ging Hotz von der Pole Position aus an. Im Qualifying hatte der Ligier-Pilot Miro Konopka im Ligier JS P2 und Petr Lisa im Norma M30 LMP3 deutlich hinter sich gelassen. Peter Kormann holte sich als zweitschnellster SCC Starter vor Andreas Fiedler Startplatz 4.

Zwischen Konopka und Hotz fiel schließlich auch die Entscheidung um den Gesamtsieg im ersten Rennen. Am Ende setzte sich der Slowake mit 0,6 Sekunden Vorsprung gegenüber Hotz knapp durch. Rang vier ging aber weder an Kormann noch an Fiedler. Während Fiedler gar nicht erst startete, schied Kormann bereits nach vier Runden aus. Den vierten Platz sicherte sich dadurch Marco Fink, der damit die Division 1 gewann. Zweiter in der großen Division wurde Wolfgang Terschl im Pro Sport. Der zweite Platz in der Division 2 holte sich Jasmin Fiedler im PRC-Honda. Die PRC-Pilotin setzte sich damit gegen Alexander Frank (PRC Honda) durch.

Auch im zweiten Qualifying fuhr Hotz die für ihn wichtige Pole Position ein. Der Eidgenosse dürfte zwar auf die Runde gesehen der schnellste Pilot im Feld sein, sind aber die stärkeren Autos erst einmal vorbei, wird es für den Ligier schwierig wieder vor zu kommen.

scclauf1bruennDoch auch im zweiten Rennen musste sich Hotz erneut Miro Konopka beugen. Davor reichte es aber zu einem souveränen zweiten Gesamtplatz sowie dem deutlichen Sieg in der SCC Wertung. Nach seinem Ausfall im ersten Durchgang landete Peter Kormann diesmal auf dem vierten Platz hinter Petr Lisa. Kormann hielt damit Marco Fink hinter sich und holte somit auch den Sieg in der Division 1. Dritter wurde Wolfang Terschl. Den zweiten Platz in der Division 2 holte sich erneut Jasmin Fiedler.

Da in Brünn wieder gemeinsam mit der P9 Challenge und der FIA Zonen Meisterschaft gefahren wurde, kam ein starkes Teilnehmerfeld zusammen. So konnte in Tschechien auch die gemeinsame Startgruppe der SCC mit den Sportwagen der FIA Zone überzeugen. Vor dem Finale, voraussichtlich im Oktober auf dem Nürburgring, bleibt es weiterhin spannend. In der Division 1 konnte Wolfgang Terschl regelmäßig punkten. Dadurch liegt der Österreicher vor Peter Kormann und Marco Fink auf dem ersten Platz in der Division 1. Spannend geht es auch in der Division 2 zu, wo momentan Jasmin Fiedler vor Benjamin Hotz führt.

Le Mans 2020 - die "Corona-Edition"

5 LMP1, 24 LMP2, 8 GTE-Pro und 22 GTE-Am stehen zu Beginn der Rennwoche in Le Mans noch auf der Nennliste der 88. Ausgabe des 24 Stunden Rennen von Le Mans an der Sarthe. Die „Corona-Edition“ des Klassikers wird dabei in mancher Hinsicht sehr anders ausfallen. Weniger von der Feldgrösse, die mit nun 59 Wagen gar nicht so klein wie befürchtet ausfällt. Vielmehr wird es einige Besonderheiten geben die dieses Rennen zu einem einmaligen Erlebnis machen werden.

Das die 88.Ausgabe ohne die gewohnten Zuschauermassen von an die 50.000 Zuschauern um die Strecke herum stattfindet ist nur einer der Besonderheiten. Das zuletzt sich immer weiter verschärfende Infektionsgeschehen in Westfrankreich hatte bereits vor einigen Wochen die Entscheidung nach sich gezogen statt einem eingeschränkten Zuschaueraufkommen, bei dem die Fans in definierten Zonen entlang der Strecke eingepfercht werden sollten, nun gänzlich auf Zuschauer zu verzichten.

Die Verlegung auf Mitte September wird dafür die Folge haben das die Nachtphase in Le Mans dieses Jahr so lange wie noch nie in der über 94 jährigen Geschichte des Klassikers dauern wird. Die anfänglichen Befürchtungen das sich dies auch meteorologisch niederschlagen wird, werden derzeit von den Wettervorhersagen zerstreut – es sieht eher so aus als wenn bestes Rennwetter für die Woche angesagt ist.

Was eher augenscheinlich geworden ist ist, das beide Top-Klassen schwächeln. Nur 5 LMP1 - nach 8 im Vorjahr - versprechen jetzt nicht gerade ein nervenaufreibendes Duell um den Sieg. Toyota wird dabei den Schwanengesang der TS050 Hybrid-Boliden einläuten, die nächstes jahr von den neuen Hypercars ersetzt werden sollen. Die 5 LMP1 2020 sind immerhin noch 16% weniger wie die 6 Autos 2017, welche das bisherige „Lowlight“ der LMP1-Szene waren. Vorbei die Zeiten als die Topklasse bis zu 24 Starter anzog (wer erinnert sich? Korrekt – das ist gerade mal 13 Jahre her).

Und auch in den anderen Klassen ist man von blühenden Landschaften weit entfernt. Die GTLM hat als erste unter den geplanten (Abgänge von BMW und Ford) und spontanen (Absage von Porsches und Corvettes 2 Amerikanischen Wagen nach corona-bedingter Kürzung des Werksprogramms) Abgängen leiden müssen und steht wie man munkeln hört angesichts eines sich stetig nach oben enwickelten Kostenrahmens nun für die kommenden Jahre komplett zur Disposition. In der LMP2 hat das Herstelleroligopol zusammen mit einem erzwungenen Einfrieren der Entwicklungsmöglichkeiten nun zu einem Quasi-Oreca-Markenpokal mit lediglich 4 anderen Konkurrenzchassis geführt. Und die GTE-Am mag zwar in diesem Jahr noch von den vor Corona beschlossenen Budgets aus dem Vollen schöpfen können, doch wie es nächstes Jahr dort aussieht traut sich derzeit Niemand vorherzusagen.

Eine der Tatsachen ist: Noch nie waren in Le Mans so wenig Hersteller im Feld vertreten. Lässt man die Fake-Rebrands a la Alpine und Aurus (beides noch nicht mal modifizierte Oreca-Chassis) weg dann sind 2020 lediglich 8 Hersteller – 3 in der LMP1, 2 zusätzliche in der LMP2 und lediglich 3 in der GTE – engagiert. Vorbei die Zeiten als mindestens 20 Hersteller sich im Le Mans Feld tummelten. Le Mans verliert offensichtlich zunehmend die Relevanz für die Automobil- und Rennsportindustrie, da die Hürden für einen Einstieg finanziell und lobbyistisch zu hoch gelegt worden sind – das rächt sich nun da eine richtige Krise die Schwächen des Top-Sport-Ansatzes des ACO schonungslos offen legt.

Da die Gegenwart alles andere als rosig aussieht tröstet allein die Aussicht auf bessere Zeiten die Fans und Berichterstatter. Neben den diese Woche bereits verkündeten LMP1 Umstieg von Alpine und den für Freitag angekündigten Details zum Peugeot-Hypercar-Einstieg ruhen die Hoffnungen derzeit auf den – allerdings nun wegen Corona um ein Jahr verschobenen - LMDh-Programmen die 2023 den Kampf um den Gesamtsieg auf noch mehr Werke verteilen soll. Und Radio Fahrerlager registriert unter den GTE-Teams ein zunehmendes Grundrauschen was den potentiellen mittelfristigen Ersatz der GTE durch die bislang lange vom ACO verpönte GT3-Plattform anbelangt. Auch wenn dazu wenig konkretes und offizelles in der kommenden Woche zu erwarten sein dürfte, könnte dies das spannendste Thema der nächsten Wochen und Monate in Bezug auf die ACO-Szene werden.

Auch von unserer Seite werden wir uns auf ein alternatives Prozedere einstellen müssen. Zum ersten Mal seit 17 Jahren wird kein GT-Eins-Team beim Klassiker vor Ort sein. Wir planen dennoch mit Hilfe der einschlägigen Informationskanäle einen zeitnah aktualisierten Rennbericht auf unsere Seiten hier zu erstellen. Dieser wird wohlmöglich wegen der eingeschränkten Bildauswahl ein etwas anderes Format bekommen, soll es aber wie gewohnt allen interessierten Fans gestatten, den Ablauf des Rennens jederzeit nachvollziehen zu können. Der Link dazu wird rechtzeitig auf diesen Seiten bekannt gegeben werden.

Heinemann siegt zum 4.Mal

dtmtrophyr6startTim Heinemann hat mit seinem HP-Racing International Mercedes AMG GT4 auch das 2.Rennen der DTM Trophy auf der 5,148 km langen Grand-Prix-Strecke des Nürburgring gewonnen. Der 22-Jährige, der das gesamte Wochenende dominierte und sich auch am Sonntag die Pole Position gesichert hatte, fuhr einen ungefährdeten Sieg nach Hause. Das war bereits der vierte Triumph in Folge für den Meisterschaftsführenden. Auf Rang zwei folgte KTM X-Bow GT4-Pilot Reinhard Kofler, der im von Teichmann Racing eingesetzten KTM von Rang 2 gestartet war und seine Position über das gesamte Rennen verteidigte. Der polnische Mercedes AMG GT4-Pilot Jan Kisiel komplettierte von P3 gestartet als Dritter das Podium.

Der rollende Start brachte keine Veränderung an der Spitze des Feldes, wenngleich ein beherzt fahrender Kofler bereits in Kurve eins versuchte, an Heinemann vorbeizuziehen: Doch der Mercedes-Pilot hatte die bessere Linie und verteidigte geschickt. Pech hatte der Walkenhorst Motorsport-Pilot Ben Tuck, dtmtrophyr6heinemannkoflerder aufgrund einer Entscheidung der Rennleistung nach einem zu harten Manöver gegen Jan Philipp Springob auf Platz 17 versetzt wurde. Im weiteren Rennverlauf arbeitete Tuck sich Schritt für Schritt wieder nach vorn, musste aber hinter Springob bleiben und sich letzten Endes mit Position 13 begnügen.

Für Spannung sorgte eine Safety-Car-Phase kurz vor Rennende aufgrund eines Trümmerteils auf der Strecke. Die letzte Runde wurde dann wieder im Renntempo gefahren. Doch auch hier bewies Heinemann ein weiteres Mal seine Klasse und ließ an der Spitze nichts anbrennen.

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