Silesia Ring (PL)

Unsere silesiaring trackmaposteuropäischen Nachbarn in Polen können seit diesem Sommer eine weitere, dritte Rennsportanlage nutzen. Neben dem mittlerweile etwas in die Jahre gekommenen Kurs von Kielce und der Strecke in Posen nahe der deutschen Grenze lockt der Mitte des Jahres neu eröffnete Silesia Ring die Motorsportszene an. Die zwischen Kattowitz und Breslau in Südpolen gelegene Strecke ist auf einem Flugplatz 15km südöstlich von Oppeln angelegt worden. Die Anlage liegt somit weniger als 5h Fahrzeit von den europäischen Hauptstädten Warschau, Berlin, Prag Budapest, Wien und Bratislava entfernt.

Die silesiaring luftbild3836m lange Strecke kann in 7 Streckenvarianten konfiguriert werden und besitzt eine neue Boxenanlage auf der Start-Zielgerade. Die polnische Rennstrecke mit direkter Flugplatzanbindung bietet sich für Trackdays und Testtage sowie Clubsport-veranstaltungen an, die auf der zwischen 12 und 15m breite Piste mit 15 Kurven (9*Rechts, 6*Links) abgehalten werden können.

Seyffarth Motorsport Ford Mustang SPX

Auf Motorshow HG seyffarthford1dem Stand von Seyffarth Motorsport auf der Essen Motorshow diente ein Ford Mustang als Blickfang dessen Rennkarriere laut den Infos von Teamchef Rüdiger Seyffarth erst vor dem Anfang steht. Die Querfuther Mannschaft hat in den vergangenen Monaten auf Basis des aktuellen Mustang ein spektakuläres Fahrzeug aufgebaut, das in der kommenden Saison einige Auftritte in der SPX-Klasse der VLN Langstreckenmeisterschaft absolvieren soll.

„Der Aufbau des Ford hat im September vorigen Jahres begonnen. Wir haben sämtliche Umbauten selbst vorgenommen, wobei wir den Wagen am Ende in der SPX-Klasse angesiedelt haben. Vom Leistungsniveau ist er irgendwo zwischen einem GT4 und einem GT3 angesiedelt. Einen ersten Renneinsatz haben wir auch bereits im Juli vorgenommen.“

Im Unterschied zu den beiden Ford Mustang-Projekten von Getrag Racing und Wölflick Motorsport die in den vergangenen beiden Saisons in der SP8-Klasse der VLN Langstreckenmeisterschaft die Fans begeisterten, ist das Seyffarth Projekt wohl der radikalste Umbau des amerikanischen Muscle Cars, von dem Ford auch eine GT4-Variante anbietet (wir berichteten) Motorshow HG seyffarthford2„Sämtliche Karosserieteile sind aus Gründen der Gewichtsersparnis in Kohlefaser ausgeführt, so auch das Dach. Der Wagen ist mit ABS und einer Traktionskontrolle ausgestattet. Den Motor haben wir bis auf eine zusätzliche Trockensumpfschmierung unangetastet gelassen. Der optimierung auf Langstreckeneinsätze dient eine Bremssattel-Schnellmontageeinrichtung mit der Bremsbelagwechsel deutlich schneller vonstatten gehen. Die Räder sind mit Zentralmuttern versehen. Für die Gangwechsel kann der Wagen je nach Anwendung sowohl mit einer Paddleshift-Anlage wie auch mit einer H-Schaltung ausgestattet werden.“

Auch wenn der Ford in der kommenden Saison vielleicht nicht das Hauptprogramm von Seyffarth Motorsport repräsentiert, so zeigt man sich doch sehr flexibel bezüglich dessen möglicher Einsatzserien. „In der SPX-Klasse der VLN Langstreckenmeisterschaft sind sicherlich einige Einsätze geplant. Daneben sind auch Auftritte in der DMV-GTC-Serie und der Spezial Tourenwagen Trophy möglich. In der Creventic 24 Stunden-Serie wären Einsätze in der SP2-Klasse möglich.“ so Teamchef Seyffarth. Als Hauptprogramm plant die Querfurter Mannschaft 2018 ein Engagement mit 2 Audi R8 LMS GT4 in einer noch festzulegenden Serie. danaben sollen im Breitensport auch wieder Einsätze in der Bördesprintserie und im osteuropäischen ESET V4-Cup eingeplant.

Mario Farnbacher - NAEC-Programm 2018 im Acura

Mit mario farnbacherdem Titelgewinn im North American Endurance Cup gelang Mario Farnbacher in der vergangenen Saison auf dem Mercedes AMG GT der Riley Motorsports-Mannschaft ein grosser Erfolg. shankacuragt3Nun kehrt der 25jährige Ansbacher für mindestens 3 Rennen in die 4 Läufe umfassende Langstrecken-Meisterschaft der IMSA zurück. Mario Farnbacher wird 2018 im Team von Michael Shank Racing auf einen Acura Honda NSX in der GTD-Klasse antreten. Nach dem Auftakt bei den 24 Stunden von Daytona wird Farnbacher auch beim 12 Stunden Rennen von Sebring und beim Petit Le Mans ins Lenkrad des NSX greifen.

„Das neue Jahr wird eine ganz besondere Herausforderung für mich“, erzählt Mario Farnbacher mit Blick auf die 24 Stunden von Daytona. „Der Acura ist für mich persönliches Neuland, doch ich kenne die Strecken sehr gut und ich bin zuversichtlich für den Start in Daytona. Zusammen mit Michael Shank Racing werde ich erneut um die Spitze kämpfen.“

ELMS-LMP2-Feld wächst 2018 weiter an

Laut einem Bericht unserer Kollegen von Dailysportscar.com wird die Anzahl der LMP2-Mannschaften in der Europäischen Le Mans Serie 2018 signifikant zunehmen. Demnach arbeiten mehrere Mannschaften am Engagement eines 2-Wagenteams. So sollen die britische United Autosports und die französische IDEC Sport Equipe bereits entsprechende Pläne geäussert haben. Die italienische Cetilar Villorba Corse Mannschaft hat nun ebenfalls Absichten erklärt ihr Team um einen zweiten Dallara zu erweitern. Auch Panis Barthez Competiton soll entsprechende Pläne hegen.

Zusätzlich hatten diese Woche auch schon die beiden in Deutschland stationierten Mannschaften Inter Europol Competition und SPS Automotive Performance ihre Absichten bekundet in die LMP2-Klasse aufzusteigen. Somit könnte das LMP2 Feld von 12 Wagen im letzten Jahr 2018 auf über 15 Autos anwachsen.

Cayman GT4-Updatepaket 2018

Parallelcaymanupgrade ems zum neuen Porsche 911 GT3 Cup MR  (wir berichteten) von Manthey Racing stellte das Porsche Entwicklungsteam vom Nürburgring auf der Motorshow in Essen auch das neue Upgrade Kit für den Porsche Cayman Clubsport GT4 MR vor, der für den Einsatz in der GT4-Szene 2018 homologiert ist. Dieses kann zum Preis von knapp 12.000€ bei Manthey Racing bestellt werden.

Das Kit legt den Hauptschwerpunkt auf Gewichtsersparnis für den GT4-Cayman. Es besteht aus einer Front- und Heckverkleidung aus Karbon und neuen Kotfllügeln mit Leichtbaulampen. Optional können ein neuer Hinterachsstabilisator (als Schwertstabilisator ausgeführt) und eine Lithium-Ionen-Leichtbaubatterie zusätzlich erworben werden, wobei letztere allerdings mit 3700€ zu Buche schlägt.

Das Update ist das letzte, das jetzt noch für den 2016 als GT4 homologierten Cayman der Baureihe 981 aufgelegt wird. Für 2019 soll der neue Cayman der Baureihe 718 die neue GT4-Basis bilden. Vom 981´er hat Manthey über 100 GT4-Kits ausgeliefert.

Ferrari vor GT-Masters-Rückkehr?

Kehrt 2018 Ferrari in das ADAC GT-Masters zurück? Wie wir am Rande der Motorshow in Essen erfahren konnten, besteht eine Chance das die Marke mit dem springenden Pferd im Logo tatsächlich in der kommenden 12ten Saison der deutschen GT3-Topserie nach einer 6-jährigen Pause wieder am Start stehen könnte. Demnach erwägt eine derzeit in der deutschen Serie engagierte Mannschaft einen Fabrikatswechsel auf 2 der aktuellen Ferrari F488 GT3 vorzunehmen. Das Team, das derzeit noch ungenannt bleiben möchte, will in den nächsten Tagen einen ersten Test der aktuellen Ferrari-Konstruktion vornehmen. Der Einsatz im Masters würde dabei mit Unterstützung einer erfahrenen Ferrari-Mannschaft erfolgen, die Teile des Einsatzteams für das deutsche Engagement stellen würde.

Es wäre zwar nominell der erste Einsatz eines der aktuellen Ferrari F488 GT3 der in der deutschen Meisterschaft erfolgen würde, aber bei weitem nicht der erste Ferrari-Einsatz überhaupt in der Serie . Zuletzt setzte das Team Farnbacher ESET Racing einen Ferrari F458 GT3 Italia in den Rekordsaisons 2011 und 2012 (40 Starter) im GT-Masters ein. Das Team von Horst Farnbacher, das 2011 sogar mit der Konstruktion einen Sieg beim 2. GT-Masters-Lauf in Assen erzielen konnte, haderte allerdings ab 2012 über die Saison sowohl mit der BoP-Einstufung als auch mit den damals noch gebräuchlichen Yokohama-Einheitsreifen, so das man trotz einer aussichtsreichen Fahrerpaarung ( Niclas Kentenich und Mario Farnbacher) am Ende zur Mitte der Saison auf einen günstiger eingestuften Porsche umsattelte.

Zuvor hatte schon in der ersten GT-Masters-Saison die schweizer Kessel Racing Mannschaft mit der Vorgänger-Konstruktion Ferrari F430 GT3 2 Siege beim Finale 2007 in Hockenheim mit den beiden schweizer Piloten Henri Moser und Phillip Peter eingefahren (Bild links).

AVF Dallara LMP2

Das avf dallara testaus der Formel Renault-Szene stammende, spanische AVF by Adrian Valles Team plant gemäss unserer französischen Kollegen von Endurance-Info.com für das kommende Jahr ein Engagement mit einem Dallara P217 LMP2. Die Lenkradarbeit sollen sich demzufolge der aus der Formel Renault 2.0 stammende 20 jährige Portugiese Henrique Chaves und der russische Formel V8 3.5 Pilot Konstantin Tereshchenko teilen, der von der ebenfalls spanischen Teo Martin Racing Mannschaft zu AVF kommt und bei den WEC-Rookietests in Bahrain mit den schnellsten LMP2-Zeiten aufhorchen liess. Ob ein Europäisches Le Mans Serie- oder ein FIA Langstrecken Weltmeisterschafts-Programm für die spanische Mannschaft auf dem Programm steht ist laut unseren französischen Kollegen noch offen.

Keilwitz startet 2018 in der Pirelli World Challenge

Keilwitz2016

Daniel Keilwitz bekommt 2018 ein neues Hauptprogramm. Der FIA-GT3-Meister 2010 und ADAC GT-Masters-Champion 2013 sowie Rekordsieger in der deutschen GT3-Serie (19 Siege) wird 2018 zusammen mit dem Amerikaner Michael Cooper je eine Corvette C7 GT3-R in der Pirelli World Challenge steuern. Das hat Callaway Competition USA durch Chef Reeves Callaway gestern auf der Performance Racing Industry Trade Show in Idianapolis bekannt gegeben. Keilwitz und Cooper steuern die ersten beiden von Callaway Competition aufgebauten GT3-Corvettes die in der amerikanischen Rennszene zum Einsatz kommen dürfen, nachdem GM zuvor wegen des 3-jährigen Cadillac-Programms Callaway einen Verkauf und Einsatz der Chassis auf dem wichtigen amerikanischen Markt untersagt hatte.

In der Pirelli World Challenge werden Cooper, der bereits im Cadillac-Programm in der Serie startete und Keilwitz gegen etwa 8 weitere Hersteller und ca 20 GT3 antreten. Die Serie umfasst 2018 11 Meetings mit 22 Rennen.

Jackie Chan Oreca gewinnt zweite AsLMS-Runde

Die aslms4hfujistartzweite Runde der Asiatischen Le Mans Serie in Fuji hat das Jackie Chan DC Racing Trio Stephane Richelmi, Harrison Newey und Thomas Laurent gewonnen. Die Oreca 05 Nissan-Crew setzte sich in einem unterhaltsamen Rennen gegen den chinesischen BBT Ligier von Anthony Xu Liu, Pipo Derani und Davide Rizzo durch, die ihrerseits den zweiten Jackie Chan Racing Oreca von Cheng/Jafaar auf Distanz halten konnten.

In der LMP3-Klasse setzte sich ebenfalls die FIA Langstrecken Weltmeisterschaft-erfahrene Jackie Chan Racing Mannschaft mit dem durch Patrick Byrne und Guy Cosmo pilotierten Ligier JS P3 LMP3 durch. Dahinter kamen der Viper Nisa Racing Ligier und der TKS Ginetta auf das Podium. Zum Klassensieg in der GT-Klasse setzte sich der Team AAI Ferrari F488 GT3 von Lam Yu/ Ollie Millroy/ Marco Cioci vor dem BMW M6-GT3 aus der selben Mannschaft und dem Audi Sport Customer Racing Asia by TSRT Audi R8 LMS GT3

Die nächste Runde der Asiatischen Le Mans Serie findet am 13.Januar im thailändischen Burinam statt.

SPS Performance startet LMP2-Programm

Diesps oreca test deutsche SPS Automotive Performance-Mannschaft steigt 2018 in die LMP2-Szene auf. Das hat Teammanager Stephan Sohn GT-Eins gegenüber bestätigt. Die kommende Saison will das in der GT-Szene erfahrene Team sich erst mal bei zahlreichen Tests mit dem neuen Einsatzgerät vertraut machen, ehe gegen Ende der Saison erste Einsätze in der Europäischen Le Mans Serie geplant sind.

„Wir haben bereits in den vergangenen Wochen einen Oreca O07 in Zusammenarbeit mit der Graff Racing-Mannschaft getestet. Dies wird der Wagen sein für den wir uns 2018 entscheiden werden. Geplant ist das erste eigene Chassis im kommenden Februar von Oreca zu erwerben und sich dann erst mal mit der Technik vertraut zu machen. Wir haben zwar schon jede Menge Erfahrungen in der GT-Szene aber der LMP ist definitiv ein komplexeres Thema, wo wir uns nicht mit vorschnellen Renneinsätzen zum Kanonenfutter machen wollen. Daher planen wir ein festes Mechanikerteam mit dem Wagen vertraut zu machen und dann erst gegen Ende der Saison die letzten beiden Europäischen Le Mans Serie-Rennen in Spa-Francorchamps und Portimao als Premiereneinsätze zu bestreiten.“

Sohn sps oreca test2wollte sich uns gegenüber noch nicht zu den geplanten Einsatzserien 2019 festlegen. „Zum einen liegt das noch zu weit in der Zukunft, zum anderen steht das Kennenlernen des Wagens für uns erst mal im Vordergrund. Ende des kommenden Jahres soll dann erst die Entscheidung fallen ob wir 2019 in der ELMS oder in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft an den Start gehen wollen. Zur Zeit steht daher auch noch kein Pilotenkader fest. Wir werden für die Testeinsätze auf Lance David Arnold zurückgreifen, der bereits den ersten Test für uns in Le Castellet absolviert hat.“

Neben dem LMP2-Testprogramm und der Vorbereitung der ersten Einsätze will die in Willsbach bei Heilbronn stationierte SPS Automotive Performance Mannschaft 2018 die GT-Programme mit den Mercedes AMG GT in der GT-Open und der 24 Stunden-Serie fortsetzen. „In der 24h-Serie ist geplant fast alle Rennen mit Ausnahme der 12h von Imola zu bestreiten. Die nächsten Rennen bei denen wir antreten sind die Gulf 12 hours und die 24h von Dubai.“