Neuer Reifenpartner für das GT-Masters gesucht

Nachdem Ende des Jahres der Vertrag mit Pirelli über die Belieferung von Einheitsreifen ausläuft sucht der ADAC nun nach einem Reifenpartner für das ADAC GT-Masters und die ADAC Formel 4 für die Saisons 2018 – 2020. Seit gestern sind die Ausschreibungsunterlagen für den jeweiligen Exklusivreifenpartner beider Serien in den kommenden 3 Jahren bei ADAC Motorsport erhältlich.

Die bisherigen Reifenpartner des deutschen GT3-Championnats waren Michelin (2007-2011), Yokohama (2012-2014) und Pirelli (2015-17). Es ist zu erwarten das mindestens diese 3 Hersteller sich erneut um einen Liefervertrag bewerben werden. Interessierte Reifenhersteller können die Unterlagen für das Ausschreibungsverfahren des ADAC GT Masters und der ADAC Formel 4 in deutscher und englischer Sprache ab sofort bei ADAC Motorsport erhalten. Angebote müssen bis zum 01.09.17 eingereicht werden.

Blancpain Serie Kalender 2018

Im Rahmen der 69. 24h von Spa-Francorchamps (der Link führt zum Rennbericht auf unseren Seiten) hat SRO-Boss Stephane Ratel die Grundzüge des Kalenders der Blancpain GT Serie 2018 bekannt gegeben. Dieser zeichnet sich erneut durch angenehme Kontinuität aus: Erneut werden je 5 Blancpain GT Series Sprint Cup- und 5 Blancpain GT Series Endurance Cup – Läufe an den bisherigen Locations und zu den gewohnten Daten veranstaltet. Lediglich die beiden Veranstaltungen in Zolder und im italienischen Misano tauschen nun ihre Daten, womit Zolder zur Auftaktveranstaltung der Saison avanciert.

Besonderes Augenmerk will die SRO für das kommende Jahr auf eine Stärkung der Pro-Am- und der Am-Kategorien legen – etwa durch erhöhte Preisgelder. Beim letzten 24 Stunden Rennen von Spa-Francorchamps starteten 35 Profiteams, 18 Pro-Am-Mannschaften und nur 7 reine Amateurteams. Laut Ratel wäre ein Mix 25/25/15 in Zukunft erstrebenswerter, um die Meisterschaft von den Herstellern unabhängiger mit den Amateurfahrern als Basis der Serie zu erhalten. Dieser soll schon bei der nächsten Ausgabe des Ardennenklassikers - der siebzigsten – greifen, wobei das Rennen weiter parallel im Kalender der Intercontinental GT3-Challenge verbleibt.

Technisch sollen die Wagen in Zukuft mit einem GPS-Positioning System, analog des am Nürburgring bekannten GPS-Auge-Systems, ausgerüstet werden. Ein neuer und für die Fans informativerer Online-Auftritt wurde zudem angekündigt.

Der Kalender der Blancpain GT Serie 2018 lautet wie folgt:

13-14.3: HTTT (Testtag) 7-8.4 Zolder (BSS)
21.-22.4: Monza (Blancpain GT Serien Endurance Cup )
5-6.5: Brands Hatch, (BSS)
12-13.5: Silverstone (Blancpain GT Serien Endurance Cup )
2-3.6: 1000km Paul Ricard (Blancpain GT Serien Endurance Cup )
23-24.6: Misano (BSS) 3.7 Spa-Francorchamps (Testtag)
26-29.7: 70. 24 Stunden Rennen von Spa-Francorchamps (Blancpain GT Serien Endurance Cup , Intercontinental GT3-Challenge)
TBC: Hungaroring (BSS)
15-16.9: Nürburgring (BSS)
29-30.9: Barcelona (Blancpain GT Serien Endurance Cup )

Dunlop 60 2017 - Lauf 5 Most

Auch Tulpe d60 Mostbeim 6. Rennen des DUNLOP 60 in dieser Saison war das Duo Tommy Tulpe/Fabian Plentz im HCB Rutronik Racing Audi R8 LMS GT3 nicht zu schlagen. Nach 60 Minuten gewannen sie in Most vor den beiden Praga von Ales Jirasek und Max Aschoff.

Wie schon beim letzten Sieg in Hockenheim, als sich Tommy Tulpe einen famosen Zweikampf mit Lamborghini-Pilot Martin Konrad lieferte - und gewann, war es diesmal ein Kampf gegen den Praga R1 Turbo. Im Qualifying holte sich Fabian Plentz mit 1:33.052 Minuten die Pole Position vor Ales Jirasek (1:33.584). In der zweiten Reihe platzierten sich Max Aschoff und Benni Hey. In einem spannenden Rennen lieferte sich Tommy Tulpe einen engen Zweikampf mit Ales Jirasek und übergab beim Pflichtboxenstopp an seinen Teamkollegen Fabian Plentz. Der konnte sich nach und nach vom Werksauto des Tschechen absetzen und das Rennen gewinnen. Auf Platz drei landete Max Aschoff in einem weiteren Praga R1 Turbo. In Most begann 2016 die Rennsportkarriere vom 26-jährigen Studenten. Seitdem hat er sich von Rennen zu Rennen verbessert und gehört zu den Top-Piloten der Serie.

Wichtige Punkte für die Meisterschaft holte auch Benni Hey. Im Porsche 991 GT3 R startete der Routinier von Platz fünf und verpasste am Ende mit Platz vier zwar knapp das Podest, konnte sich aber in seiner Klasse 8 durchsetzen und 25 Punkte einsammeln. Vor Benni Hey liegen zwei Fahrer auf Platz drei, die sich auch ein Cockpit im Porsche 991 GT3 Cup von GetSpeed Performance teilen. Karlheinz Blessing und Manuel Lauck gewannen abermals ihre Klasse 7 vor Thomas Langer. Wie schon auf dem Hockenheimring war Audi-Pilotin Rahel Frey erneut im DUNLOP 60 unterwegs. Diesmal aber nicht im Team von HCB Rutronik Racing, sondern als Hilfe für Bernhard Henzel. Der setzt einen Audi R8 LMS BE2 ein – eine spezielle Form an der einige Veränderungen vorgenommen wurden. Nach 36 Runden kamen die beiden auf Platz fünf. Alois Rieder platzierte sich im Porsche 997 GT3 R auf Platz sechs und holte sich damit Rang zwei in der Klasse 8. In dieser Klasse sahen gleich mehrere Fahrzeuge leider nicht die Zielflagge. Zunächst gab es den Ausfall von Lars Pergande im BMW Z4 GT3 , als er über einen Curb fuhr und später mussten Egon Allgäuer/Fabian Plentz ihr Rennen aufgeben.

Man darf sicherlich noch nicht von einer Vorentscheidung zur Meisterschaft sprechen. Aber zwei Rennen vor Ende hat man ein schönes Polster. Tommy Tulpe liegt mit 137 Punkten vor seinem Teamkollegen Fabian Plentz (125 Punkte), der beim dritten Lauf auf dem Red Bull Ring nicht teilnehmen konnte. Da am Ende der Saison ein Resultat gestrichen wird, und das Duo bei den restlichen Rennen gemeinsam weiter an den Start geht, wird man auch die gleichen Resultate erzielen. Tommy Tulpe bekommt momentan 12 Punkte abgezogen und Fabian Plentz null Punkte für die Nichtteilnahme in Österreich. Damit liegen Tulpe/Plentz nach Abzug der Streicher somit gleich auf 125 Zählern.

Zwei Rennen vor dem Abschluß der Meisterschaft geht es somit sowohl in den Klassen als auch in der Meisterschaft noch überall eng zu. Man darf gespannt sein, ob es in Zolder (08. September 2017) schon erste Entscheidungen gibt. Oder wird man erst zum Finale in Hockenheim (06./07. Oktober 2017) den Meister kennen?

P9 Challenge Hockenheim 2017

EinenKamm P9 Hock starken Auftritt hatte die P9 Challenge vor 2 Wochen beim American Fan Fest auf dem Hockenheimring. Am Samstag fuhr Edy Kamm im ex-DTM Audi A4 zum Gesamtsieg. Den Sieg am Sonntag räumte Hermann Speck (Porsche 997 GT3 R) ab, der zudem die Endurance gewinnen konnte.

Mit Edy Kamm hatte der Doppelsieger vom Lausitzring, Hermann Speck, einen starken Gegner bekommen. Das bekam der Porsche-Pilot gleich im Qualifying zu spüren, als sich Kamm mit 0,349 Sekunden davor platzierte. Im Rennen zog der ex-DTM Audi sogleich auf und davon. Doch als der Eidgenosse etwas Speed herausnahm, war Speck plötzlich wieder dran. Somit musste Kamm noch einmal Gas geben. Am Ende betrug der Abstand knapp über eine Sekunde. Speck durfte mit dem zweiten Platz allerdings über den für die Meisterschaft wichtigen Klassensieg jubeln.

Im zweiten Rennen drehte Speck den Spieß um. Kamm musste von weiter hinten starten und kam nicht schnell genug durch das Feld, um auf die Spitze aufzuschließen. Während Kamm festhing, konnte Speck durchaus entspannt den nächsten Saisonsieg einfahren. Bis auf Rang drei kam Kamm nach vorne, doch an der Corvette Z06.R GT3 von Markus Alber biss er sich die Zähne aus. Der Audi-Pilot siegte mit dem dritten Platz jedoch schon wie im ersten Rennen ganz souverän in der Klasse 8.

Speck P9 HockHermann Speck krönte seine gute Leistung mit dem Sieg in der Endurance Wertung. Im Zeittraining hieß es anfangs noch Platz sechs, doch da die schnellen Sportprototypen unter anderem Polesetter Siegmar Pfeifer im Norma-BMW nicht antraten, kristallisierten sich Rupp/Müller im Ligier JS P3 LMP3 und PRC-BMW-Pilot Alexander Seibold als Konkurrenten heraus. Der LMP3 bestimmte auch zunächst erwartungsgemäß das Tempo. Dahinter folgte Alexander Seibold, der kurzzeitig hinter Speck auf Rang drei zurückgefallen war. Nach dem Boxenhalt und dem Fahrerwechsel des Führungsduos schmolz der Vorsprung jedoch dahin. In Runde 22 übernahm Seibold die Spitze und sah auch als erster das schwarz-weiß karierte Tuch. Den Sieg gab es dennoch nicht. Der PRC-Pilot war 8s zu spät zum Boxenhalt gekommen. Somit durfte Hermann Speck über den Erfolg vor Rupp/Müller und Crow/Alber (Porsche 997 GT3 Cup) jubeln. Klassensiege gingen zudem noch an Corina Fenzl im Radical SR4 und Thorsten Willems im Audi R8.

Nach einer längeren Sommerpause geht es vom 8.-9. September mit dem fünften Saisonlauf in Brünn weiter.

Praga-Triumph beim DMV-GTC in Most

Jirasek MostMit zwei Siegen endeten die beiden Rennen des DMV-GTC im tschechischen Most für das Team Praga Cars und ihrem Piloten Ales Jirasek. Zweimal Zweiter wurde ein starker Tommy Tulpe im Audi R8 LMS von HCB Rutronik Racing.

Nachdem Ales Jirasek den favorisierten Praga im Freien Training noch zur Bestzeit trieb, konnte Tommy Tulpe in Qualifying 1 die Pole Position einfahren. In Q2 war es dann wieder der Tscheche mit dem Sportwagen, der vorne lag. Dabei hatte er mit dem Praga auf der Strecke in Most mit vielen Kurven eindeutig einen Vorteil gegenüber den GT3-Autos.

Rennen 1 wurde am Samstagmorgen auf dem 4,212 Kilometer langen Autodrom Most ausgetragen. Bei besten Bedingungen sah man eine fulminante Aufholjagd von Ales Jirasek. Lange konnte Tommy Tulpe das Rennen anführen und Jirasek auf Distanz halten. Zehn Minuten vor Ende des 11. Saisonlaufes musste der Pilot des Audi R8 LMS GT3 den Tschechen aber dann passieren lassen und freute sich am Ende über Platz zwei in der Gesamtwertung. Der Podiumsplatz bedeutet aber gleichzeitig, dass Tulpe in der Klasse 10 ganz oben auf dem Treppchen stand und damit volle Punkte in der Meisterschaft erhielt. Und nur das zählt am Ende des Tages.

Dahinter tobte fast von Beginn an ein Zweikampf zwischen Benni Hey (Porsche 991 GT3 R) und Egon Allgäuer (Audi R8 LMS ultra). Nachdem Jirasek im Praga an dem Duo vorbei war und sich an die Verfolgung von Tommy Tulpe machte, war der Weg zum Showdown zwischen dem Porsche und Audi frei. Schon gegen Mitte des Rennens meldete Allgäuer kleinere Probleme an der Hinterachse, konnte durch harten Kampf aber Benni Hey weiter hinter sich lassen. Sechs Runden vor der Zielflagge dachte man dann schon, dass sich Benni Hey vorbeigepresst hatte, doch Allgäuer konterte im Kurvengeschlängel abermals und wehrte sich weiter. Doch in der der letzten Runde war es dann soweit. Mit abbauenden Reifen verbremste sich der Audi etwas und somit kam Benni Hey auf Platz drei ins Ziel und gewann die Klasse 8 vor Allgäuer. Das größte Pech hatte aber sicherlich Antonin Herbeck. Bei seinem Heimrennen führte err das Feld in seinem Pagani Zonda an und konnte seinen Vorsprung zu Beginn sogar ausbauen. Dann allerdings drehte er sich und dabei ging das Auto aus.

Rennen 2 Tulpe Mostam Samstagnachmittag war eine klare Angelegenheit für Ales Jirasek. Nach 19 Runden siegte er vor Tommy Tulpe und Antonin Herbeck. Für den Prager Herbeck war es ein versöhnlicher Abschluß des Rennwochenendes in seiner Heimat. Für Tommy Tulpe war es ein hervorragendes Rennwochenende. Nach dem Sieg im DUNLOP 60 und Platz 2 in Rennen 1, holte er sich erneut den Klassensieg. Souverän auch die Vorstellung seines Teamkollegen Fabian Plentz. Mit einem weiteren Sieg in der Klasse 8 baute er mit seinem Audi R8 LMS ultra die Meisterschaftsführung für sich und seinen Partner Egon Allgäuer weiter aus.

Dahinter tobte lange Zeit ein Kampf zwischen Benni Hey und Max Aschoff. Aschoff schien mit dem Praga R1T schneller zu sein, doch vorbei kam er über die gesamte Renndistanz zunächst nicht. Am Ende kam es, wie es oft kommt. In der letzten Runde berühren sich Benni Hey und Max Aschoff und der Porsche pflügt durch die Wiese. Dort dreht er sich und bleibt mit abgestorbenem Motor auf der Strecke stehen. Erst nach ein paar Anläufen springt das Auto wieder an. Doch da ist es zu spät und Hey bleibt nur Gesamtplatz 10 und Platz vier in der Klasse. Max Aschoff kam noch auf Rang fünf.

Nach 12 Rennen führen Fabian Plentz/Egon Allgäuer die Meisterschaftswertung mit 251 Punkten an. Dahinter Teamkollege Tommy Tulpe mit 238 Punkten. Benni Hey (199) und Thomas Langer (186,25) folgen auf den weiteren Plätzen. Doch noch gibt es vier Rennen, in denen insgesamt 100 Punkte zu vergeben sind. Da am Ende auch zwei Streichresultate abgezogen werden, ist noch nichts entschieden.

Weiter geht es mit dem siebten Rennwochenende im belgischen Zolder. Am 08./09. September 2017 werden dort die Rennen 13 und 14 ausgetragen.

Tockwith stoppt ELMS-Programm

Tockwith Motorsport, die britische Ligier-LMP2-Einsatzmannschaft, hat ihr ELMS-Programm überraschend beendet. Grund ist wohl ein aktuelles Zerwürfnis zwischen den Wagenbesitzern der LMP2 und LMP3-Chassis, der Familie Hansson, und der von Teambesitzer Simon Moore geleiteten Einsatzmannschaft. Der Grund für die Trennung ist dabei relativ ungewöhnlich: Das Team um Simpson hatte einen weiteren Wagen der Hanssons, einen Audi R8 GT3, ohne deren Erlaubnis für ein Musikvideo zur Verfügung gestellt.

Die beiden Teampatrone hatten bislang ihre beiden Söhne Nigel Moore und Phil Hansson gemeinsam im Wagen eingesetzt und neben dem Europäischen Le Mans Serie-Programm auch Einsätze in Le Mans, bei der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft und in der Asiatischen Le Mans Serie in Angriff genommen. In der asiatischen Serie gelang sogar der Titelgewinn in der LMP3-Klasse. Mit dem neuen Ligier tat sich die Mannschaft hingegen schwer. Einziges Highlight bisher war der 11.Gesamtrang in Le Mans zusammen mit dem Inder Karum Chandrok als drittem Piloten. Wahrscheinlich kommen nun alle diese Programme - geplant waren weitere WEC-Auftritte und ein Antreten in der Asiatischen Le Mans Serie 2018 - zu einem vorläufigen Ende.

Erste Bilder vom Acura ARX-05

Acura AcuraDPI HTTThat am Dienstag erste Bilder und ein erstes Video seinen neuen für 2018 in der Weather Tech-USCC-Serie geplanten DPi-Prototypen vorgestellt. Der auf einem Oreca-LMP2-Chassis basierende Prototyp wurde in den vergangenen Tagen auf dem HTTT einem Rollout unterzogen. Das Team Penske sowie Techniker von Oreca unternahmen dabei erste Tests mit dem von einem 3,5l Bi-Turbo V6 befeuerten Prototypen. Als Piloten sollen dabei Ben Hanley und eventuell auch Joan-Pablo Montoya zum Einsatz gekommen sein.

Acura – der amerikanische Honda-Ableger – und das Team Penske wollen den Wagen am 18.August in Laguna Seca offiziell vorstellen. Acura ist nach Cadillac, Nissan und Mazda der vierte Hersteller der sich in der angesichts des LMP1-Schwundes auch beim ACO wieder in den Fokus gerückte DPi-Klasse engagiert.

STT-Runde 5 am Ring

Mercedes AMG GT3-stt nring startPilot Oscar Tunjo und Klaus Abbelen im Porsche 962 holten beim fünften Lauf der Spezial Tourenwagen Trophy die Gesamtsiege. Vor allem das zweite Rennen auf dem Nürburgring bot Hochspannung. In der Division 2 teilten sich René Freisberg (Seat Leon Mk3) und Edy Kamm (VW Golf VI) die Siege.

Am Samstag ließ Oscar Tunjo seine Klasse erneut aufblitzen. Während Polesitter Klaus Abbelen aus privaten Gründen fehlte, nutzte der Kolumbianer die Gunst der Stunde und siegte von der Pole-Position aus mit über 5s Vorsprung auf Jürgen Alzen im Ford GT GT3. Zwar stauchte das Safety-Car den Abstand immer wieder zusammen, doch nach dem Restart zog Tunjo immer wieder weg. Der junge Kolumbianer erzielte seinen sechsten Saisonsieg. Als Gesamtdritter überquerte Ulrich Becker mit seinem Porsche 997 GT3 R den Zielstrich. Der Marler hatte sich von der fünften Startposition auf Rang drei nach vorne gekämpft. Das erste Rennen bot den Zuschauern einen tollen Zweikampf um P4 zwischen Mario Hirsch und Timo Scheibner im BMW Z4 GT3, den der SLS-Pilot am Ende knapp mit 0,6s Abstand für sich entschied

Extremstt nring alzen abbelen spannend ging es im zweiten Rennen am Sonntag zu. Klaus Abbelen büßte seine Pole gleich zu Beginn ein, so dass Oscar Tunjo vor Jürgen Alzen und Abbelen führte. Diesmal konnte Tunjo den Ford GT jedoch nicht abschütteln. 11 Runden lang legte Alzen sich seinen Konkurrenten zurecht. Einfahrt Mercedes-Arena wählte der Nordschleifen-Spezialist eine andere Linie und quetschte sich innen am Mercedes AMG GT3 vorbei. Zwei Umläufe später war auch Abbelen vorbei. Der Sportprototyp machte nun Jagd auf Alzen und zwei Runden vor Schluss übernahm der Porsche 962 die Spitze. Alzen musste nun selbst noch einmal gehörig aufpassen, denn Tunjo ließ nicht locker. Am Ende hieß die Reihenfolge beim Überqueren des Zielstrichs Abbelen vor Alzen und Tunjo – und das innerhalb von 2s. Hinter dem Trio landete Ulrich Becker auf der vierten Position. Der Porsche-Pilot sammelte damit weiter wichtige Zähler für die Meisterschaft und liegt derzeit knapp vor Jürgen Alzen auf Rang drei. Die enge Kampf um P4 wiederholte sich im zweiten Heat, wobei diesmal noch Michael Bäder (BMW M3 V8 Kompressor) mit in den Positionskampf zwischen Z4-Pilot Scheibner und dem SLS von Hirsch verstrickt war. Nach seinem Ausfall im ersten Rennen lag der BMW-Pilot lange auf der fünften Position, doch Hirsch und Scheibner kamen immer näher. stt nring hirsch scheibnerZwei Runden vor Schluss überschlugen sich die Ereignisse. Zunächst ging Scheibner wieder an Hirsch vorbei, dann schnappten sich beide noch Michael Bäder. In dieser Konstellation ging es über die Ziellinie.

In der Klasse 3 profitierte Pablo Briones (Porsche 997 GT3) gleich zweimal vom Ausfall von Teamkollege Klaus Horn (Porsche 997 GT3). Der Landauer war beide Male gut unterwegs, blieb aber wegen technischer Probleme vorzeitig liegen. In der Sonderklasse siegte im ersten Rennen Johannes Kreuer im exotischen Donkervoort D8R. Im zweiten Rennen war Kreuer gegen den überlegenen Porsche 962 von Klaus Abbelen zwar chancenlos, freute sich aber dennoch über einen starken 15. Gesamtplatz sowie einen schönen Zweikampf mit Pablo Briones.

Nach diesem nervenaufreibenden Wochenende haben die Teilnehmer der Spezial Tourenwagen Trophy erst einmal eine längere Pause. Vom 15.-17. September geht es dann auf dem Sachsenring wieder um Punkte.

Supercar Challenge Assen Rennen 2

Im dsc gamma r1 startSonntagsrennen der Supercar Challenge bei den Gamma Racing Days in Assen startete erneut Bas Shouten im JR Motorsport BMW von der Pole Position aus in das ausnahmsweise auf 45 Minuten verkürzte Rennen welches von 36 Teilnehmern unter die Räder genommen wurde. Lange konnte sich Schouten seiner Führung nicht erfreuen. Beim Start zog gleich der Porsche von Roger Grouwels an ihm vorbei. Aus der ersten Runde kam Schouten nur als vierter zurück. Und in Runde zwei wurde es nicht besser. Im Gegenteil. Der BMW rollte in langsamer Fahrt an die Box und musste das Rennen beenden. Gleiches Schicksal widerfuhr auch seinen Markenkollegen Bogaerts / van der Aa und Wisselink / Tappel. Rob Nieman drehte sich mit seinem Renault Clio ins Kiesbett was eine Full Course Yellow nach sich zog.

Als sich das Durcheinander der ersten beiden Runden gelegt hatte und die grüne Flagge geschwenkt wurde übernahm Roger Grouwels erneut die Führung. Nach etwa 15 Rennminuten staunten die zahlreichen Zuschauer auf den voll besetzten Tribünen als plötzlich ein elektrisch angetriebener LMP3 aus der Boxengasse dem Feld hinterher fuhr. Dieses von Bot / van der Eijk pilotierte Fahrzeug vom Team Forze Hydrogen Electric Racing, welches auf den Namen Forze VII hört, drehte ein paar Runden und steuerte wieder die Box an. Nach einigen Minuten fuhren sie nochmals ein paar Runden. Ins Ziel kamen sie allerdings nicht. Dieses war aber wohl von vorne herein nicht geplant, es handelte sich um einen reinen Testeinsatz.

Nach den dsc gamma r2 winnerBoxenstopps entwickelte sich an der Spitze ein interessanter Dreikampf zwischen dem JR Motorsport BMW von Willem Meyer und den beiden Team Raceart Porsche von Roger und Edward Grouwels. Die Führung wechselte mehrmals. Beim Schlusssprint zur Ziellinie setzte sich Meyer mit 99 tausendstel Sekunden gegenüber Roger Grouwels durch und gewann den zweiten Lauf. Nur weniger Meter hinter den beiden überquerte Edward Grouwels als dritter den Zielstrich. Ceyisakar / Jouannem belegten mit ihrem Porsche den vierten Platz gefolgt von den beiden Markenkollegen Marcel van Berlo und Jos Jansen. Der siebte Platz ging an BMW Pilot Bob Herber. Marcel van de Maat und Peter Schreurs gewannen im BMW die Supersport 1 Klasse vor ihren Markenkollegen Ronald und Luuk van Loon sowie Cor Euser. In der Supersport 2 sichert sich Rene Snel im BMW den Sieg, Piet de Gier und Martijn Kool gewinnen im Peugeot die Sport Division.

Das nächste Supercar Challenge Rennen findet am 09/10 September in Brands Hatch statt.

ADAC GT Masters - Rennbericht Nürburgring

Am vergangenen SamstagStartcrash Ring R2 und Sonntag fand auf dem Nürburgring das fünfte Rennwochenende (der Link führt zum Rennbericht) der diesjährigen ADAC GT Masters Saison statt. Es gab wieder reichlich Action für die Zuschauer, auf und neben der Rennstrecke.

In beiden Läufen ging es nicht ohne Karambolage in der ersten Kurve ab. Am Sonntag waren gleich 7 Fahrzeuge darin verwickelt. Da wäre bei der ein oder anderen deutschen Rennserie beinahe das halbe Feld eliminiert … 

Spengler KirchhoferWie gut, dass im GT Masters quasi regelmäßig 28 Autos von sieben verschiedenen Herstellern am Start stehen!

In der Meisterschaft konnte Jules Gounon mit der VALVOLINE Corvette seine Führung mit jetzt 127 Punkten verteidigen, auch wenn er damit insgesamt 6 Punkte einbüßte. Mit 89 Punkten folgt Philipp Eng, nach einer starken Leistung im Sonntagsqualifying und einem zweiten Platz im Rennen, nun auf Position Zwei als alleiniger Verfolger.

Gounons regulärer Mitstreiter, Daniel Keilwitz, ist mit 80 Punkten nur noch Vierter, hinter den beiden Aust Motorsport Piloten Kelvin van der Linde und Markus Pommer (jeweils 81 Punkte), die ihrem Team am Sonntag endlich den lange ersehnten und hochverdienten ersten GT Masters Sieg schenkten.

Am Asch AuerVortag gab es bereits eine weitere Premiere. Sebastian Asch (79 Punkte) und DTM-Pilot Lucas Auer errangen den ersten Saisonsieg für Mercedes-AMG und ihr Team BWT Mücke Motorsport, das ja nach dem Ausstieg aus der DTM, Audi 3 Nurburgneu im ADAC GT Masters ist.

Unser Rennbericht liefert, wie immer, alle Details eines dramatischen Rennwochenendes, diesmal im Zeichen der Burg.

Nach der Sommerpause geht es vom 15. bis 17. September 2017 auf dem Sachsenring bei Zwickau, für die beste Rennserie Deutschlands in die vorletzte Runde der diesjährigen Meisterschaft.