Le Mans Testtag 2018

Am lemansfeld2018heutigen Sonntag steigt in Le Mans der Testtag für das 86.te 24 Stunden Rennen von Le Mans. Alle 60 auf der Nennliste verzeichneten Teams sind für den Klassiker an der Sarthe gemeldet. 2 vierstündige Sessions sind am heutigen Tag angesetzt, wobei die Zeiten auf der Website des 24 Stunden Rennens von Le Mans verfolgt werden können. Pro Fahrer sind 10 absolvierte Runden obligatorisch.

Auch die LMP1-Mannschaften von Dragonspeed und SMP Racing sind mit ihren nach den Unfällen von Spa-Francorchamps frisch aufgebauten Chassis vor Ort. Die BR-Chassis haben nach dem spektakulären Unterluft-Überschlag von Matevos Isaakyan in Spa-Francorchamps ein Aero-Update an den Radhausentlüftungen der Vorderachse erhalten, das den Anpressdruck an der Front signifikant erhöhen soll. Ebenfalls präsent sind die beiden noch in Silverstone aus finanziellen Gründen zurückgezogenen Manor-Ginettas, die nun von Ginetta selber unterstützt werden.

Porsche sau rothmanshat sich für die diesjährige Ausgabe des Klassikers entschieden die beiden in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft engagierten Werkswagen in traditionellen Designs antreten zu lassen. Während die #91 im „Rothmans“-Design aus der Gruppe C-Ära antritt, kommt die #92 als Neuauflage der legendären 917´er „Sau“ daher. Die beiden zusätzlichen GTE-Pro aus der IMSA werden dagegen beim Testtag im derzeitigen unveränderten Design antreten.

Beim Testtag sind bis zu 5 Fahrer pro Wagen zugelassen. Eine Reihe von Teams haben ihre nominierten Ersatzpiloten am heutigen Tagen mit an Bord. Zudem haben sich die Piloten der noch in der Reserveliste stehenden Teams von High Class Racing und des #55 Spirit of Race-Ferraris Sitze in anderen Teams gesichert um für den Fall einer Zulassung nach dem Testtag gewappnet zu sein. Eine ganze Reihe von Piloten sind dabei erst am heutigen Morgen an der Sarthe eingetroffen, nachdem das Blancpain GT Serien Endurance Cup-Rennen in Le Castellet und die IMSA-Runde in Detroit noch gestern abend stattfanden.

R-Motorsport Aston holt Pole in Le Castellet

Das rmsport lecastellet poleQualifying zu den 1000km von Le Castellet hat das bei der letzten Runde des Blancpain GT Serien Endurance Cup in Silverstone schon erfolgreiche R-Motorsport Aston Martin Vantage GT3 Trio Nicki Thiim, Jake Dennis und Matthieu Vaxiviere für sich entschieden. Das Aston-Trio erzielte eine gemittelte Zeit von 1:54,303, wobei Nicki Thiim mit einer 1:54,169 der schnellste Pilot des Trios war. Allerdings war er nicht der schnellste Pilot auf dem Circuit Paul Ricard in Le Castellet, da SMP Racing-Ferrari-Pilot Miguel Molina mit einer 1:54,153 gestoppt wurde. Dennoch rechte es für dessen Crew wegen der nicht ganz so schnellen Zeiten seiner Co-PIloten Davide Rigon und Mikhaeil Aleshin nur zu Startplatz 3. In der vordersten Startreihe konnte sich das Garage 59 McLaren Trio Andrew Watson, Ben Barnicoat und Come Ledogar neben dem Aston Martin plazieren.

Auf Rang 4 schaffte es der Emil Frey Racing Lexus RC-F GT3 des Trios Seefried/Klien/Costa auf Startplatz 4 vor dem schnellsten Belgian Audi Club Team WRT Audi R8 LMS GT3, dem Siegerwagen aus Monza von Christopher Mies & Co und dem Grasser Racing Team Lamborghini Huracán GT3 der amtierenden BES-Meister Engelhart/Bortolotti/Caldarelli. Die Top10 für das um 17.45 uhr beginnende Rennen komplettieren jeweils die zweiten Autos von R-Motorsport und Emil Frey Racing sowie der #5 Black Falcon Mercedes AMG GT und der Akka-ASP Mercedes AMG GT von Thomas Jäger & Co.

Die Bestzeit im Silvercup ging an den Emil Frey Racing Jaguar, die in der Pro-Am an den RAM-Racing Mercedes AMG GT und die in der AM-Klasse an den Garage 59 McLaren 650S GT3

Das Rennen wird ab 17.45 gestartet und auf der Website des Blancpain GT Serien Endurance Cups live übertragen.

Porsches neuer GT3 für 2019

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Porsche hat im Rahmen der 24h am Nürburgring die neueste, nächstjährige Version seines GT3-Sportwagens vorgestellt. Der Porsche 911 GT3 R basiert auf dem im März vorgestellten Seriensportwagen 911 GT3 RS und wurde in Hinblick auf eine effizientere Aerodynamik, einer besseren Fahrbarkeit, nochmals optimierter Sicherheit sowie einer Reduzierung der Service- und Ersatzteilkosten weiter entwickelt.

Angetrieben wird der neue 911 GT3 R von einem 4l-6-Zylinder-Boxermotor mit Benzindirekteinspritzung, die mit Drücken von bis zu 200 bar arbeitet,  und der zudem mit einer variable Verstellung der Ein- und Auslassnockenwelle ausgestattet ist. Verbessert wurden die Leistungsentfaltung und das nutzbare Drehzahlband. Die Kraft des Heckmotors wird mittels eines sequenziellen Porsche-Sechsgang-Klauengetriebes mit elektrischer Schaltwalzenaktuatorik an die 310 Millimeter breiten Hinterräder übertragen. porschegt32019bDie Radhausentlüftungen auf den vorderen Kotflügeln erhöhen den Abtrieb an der Vorderachse. Der 1900 Millimeter breite und 400 Millimeter tiefe Heckflügel sorgt für aerodynamische Balance. Der Reifenaussendurchmesser an der Vorderachse wurde von 650 auf 680 Millimeter vergrößert. In Kombination mit der neuen Porsche Doppelquerlenkerachse soll so eine bessere Bremsperformance und Konstanz über den Rennverlauf erreicht werden.

Das Bremssystem des 911 GT3 R wurde weiter optimiert und bietet nun eine noch bessere Steifigkeit und eine präzisere Regelung des Antiblockiersystems. An der Vorderachse sorgen Sechskolben-Aluminium-Monobloc-Rennbremssättel in Kombination mit innenbelüfteten, geschlitzten Stahlbremsscheiben mit 390 Millimeter Durchmesser für die Verzögerung. porschegt32019cAn der Hinterachse sind Vierkolben-Sättel und Scheiben mit 370 Millimeter Durchmesser verbaut.

Ein weiterer Entwicklungsschwerpunkt lag auf der Sicherheitsausstattung des GT3 R. Der 120-Liter-FT3 Sicherheitstank mit geändertem Tankkonzept ermöglicht nun einen streckenindividuellen Umbau von Links- zur Rechtsbetankung zur Verbesserung der Boxenstopp-Performance. Der neue Rennschalensitz ist nun sechsfach fest verschraubt. In Kombination mit der verstellbaren Pedaleriebox gewährleistet er eine optimale Schwerpunktlage des Fahrers und erhöht zudem die Sicherheit bei einem Aufprall. Zusätzlich wird der Fahrer durch ein Seitenaufprallelement im Bereich der Fahrertür geschützt, das aus einer Kohlefaser-Kevlar-Aluminium-Konstruktion mit energieabsorbierendem Kunststoffschaum besteht. Erstmals verfügt der 911 GT3 R nun über eine Klimaanlage. Diese sorgt für eine optimale Innenraumkühlung und ermöglicht durch die direkte Anbindung an Sitz und Fahrerhelm eine besonders effiziente Kühlung des Fahrers um dessen Konzentration und Leistungsfähigkeit über das Rennen konstant zu halten.

Der neue Porsche 911 GT3 R kann zu einem Preis von 459.000 Euro zuzüglich länderspezifischer Mehrwertsteuer bestellt werden und wird ab Dezember 2018 ausgeliefert.

Masters Endurance Legends Brands Hatch

Am 1 MEL Brands Hatch 18vergangenen Wochenende fand im Rahmen des Masters Historic Festivals auf dem Brands Hatch GP Circuit das 2.Rennwochenende der neuen Masters Endurance Legends Serie für LMP und GT der Baujahre 1995 bis 2012 statt. Nach einem erfolgreichen Start der Serie in Imola Ende April fanden sich in Brands Hatch zu aller Verwunderung nur 14 Boliden auf der Starterliste wieder. Da der Aston Martin Vantage leider gar nicht vor Ort war und der JWA Porsche 997 RSR nach dem Qualifing eingepackt wurde, hatte sich die GT Klasse von selbst erledigt. Somit gingen 12 Prototypen in den ersten der 2 Läufe über 40 Minuten am Sonnigen Samstagnachmittag.

Auf der Poleposition stand Rui Aguas im 2011´er Peugeot 908 vor Alex Kapadia im SMP Racing Oreca 03. Dahinter folgten Steve Tandy im Dyson Racing Lola B12/60 und Martin Short in seinem Rollcentre Dallara SP1 Judd aus dem Jahre 2005. In der Reihenfolge ging es auch in die erste Runde, ehe sich David Porter im 2010´er Peugeot 908 vor der Hawthorn Bend mit Niki Leutwiler im Race Performance Oreca 03 anlegte. Beide flogen bei der unnötigen Aktion von der Strecke, zum Leidwesen vom Schweizer Leutwiler der heftig in die Leitplanke einschlug. Die Folge war eine sehr lange Safetycarphase um das Trümmerfeld beseitigen zu können.

Alle Teilnehmer nutzten die Gelegenheit um ihren Pflichtboxenstopp zu absolvieren. Danach war es Short, der vor Tandy zuerst wieder auf der Strecke kam, doch beide konnten Kapadia und Aguas nicht allzu lange halten. Gegen Ende des Rennens gelang es Aguas im Peugeot sich an Kapadia im Oreca 03 vorbei zu schieben, doch absetzten konnte er sich nicht. Rang 3 ging an Steve Tandy. Martin Short hatte mit Bremsproblemen zu kämpfen und kam auf Rang 4. Eine Runde zurück waren Nigel Greensall im 1996 Riley & Scott MK3, Keith Freser im Oreca FLM und Travis Engen in seinem Audi R8. Rang 8 und 9 ging an Mike Furness im Courage LC75 und Marc Rostan und Pierre Bruneau in ihrem originalen Pilbeam MP91 aus der LMES 2004, die aber mit Technischen Problemen zu kämpfen hatten.

Am 2 MEL Brands Hatch 18Sonntag gab es zum Glück keine Kollisionen zu beklagen. Hier stürmte Aguas im Peugeot 908 auf und davon, dieses mal verfolgt von Steve Tandy im Dyson Lola, der sich zu Beginn am SMP Oreca von Rich/Kapadia vorbeischieben konnte. Dahinter lieferten sich zu beginn Martin Short und Nigel Grensall einen sehenswerten Zweikampf. Letzterer fiel später auf Rang 6 zurück. Nach dem Boxenstopp nahm David Porter im 908 die Verfolgung des Rollcentre Dallara auf, doch ein Dreher kurz vor Schluss warf ihn auf Rang 7 zurück. Somit war es Ralph Mechtry im Loeb Oreca, der am Tag zuvor früh ausgefallen war und dieses mal auf Rang 5 ins Ziel kam. Auf den Plätzen 8-11 folgten die Prototypen in der Reihung vom Vortag wieder.

Auch wenn das Feld recht klein war, ist es immer wieder schön, die Boliden wieder zu sehen. Der Sound eines Dallara SP1 Judd V10 ist einfach nur genial, oder auch mal ein Riley & Scott MK3 zu sehen. Leider kann man nicht erwarten, dass alle Fahrzeuge bei jedem Wochenende auch dabei sind. Es ist mehr ein kommen und gehen, trotzdem würden ein paar Teilnehmer mehr nicht schaden. Die nächste Veranstaltung findet vom 22. bis 24. Juni seltsamerweise im Rahmen des Formel 1 Grand Prix in Le Castellet statt. Die 24 Stunden von Le Mans wären doch viel passender!

Offizieller Verkaufsstart des aktuellen Nissan GT3

Nissan hat gtrnismogt32018laut einer Meldung unserer Kollegen von Sportscar 365 die Orderliste für die dritte Generation des neuen Nissan GT-R Nismo GT3 für weitere Kunden geöffnet. Diese können sich nun für eine Bestellung des japanischen GT3-Boliden vormerken lassen. Die ersten 5 Exemplare des im letzten Jahr am Nürburgring debütierten Wagens sind bereits seit Anfang des Jahres im Einsatz – bislang hatten RJN-Motorsport einen Wagen im Blancpain GT Serien Endurance Cup, sowie die KCMG-Mannschaft 2 in der Blancpain GT Serie Asia und das japanische Gainer-Team 2 weitere in der Super GT-Serie zum Einsatz gebracht und dabei insgesamt 30.000 Test- und Rennkilometer mit dem neuen Wagen abgespult.

Laut unseren Kollegen ist der neue Nissan mit einem niedrigeren Schwerpunkt für ein besseres Handling ausgestattet. Dafür wurde auch der Motorblock um 15cm nach hinten verlegt. Der Wagen verfügt ferner über eine neu entworfene Aufhängung, ein stärkeres Bremssystem und eine verbesserte Klimaanlage für den Piloten. Der Preis des Wagens soll bei 470.000€ zuzüglich der landestypischen Mehrwertsteuer liegen.

Michelins Sieg im Reifenkrieg bei den 24h 2018

Das 24 Stunden Rennen am Nürburgring ist weltweit der Event mit dem umfangreichsten Reifenkrieg. Während heutzutage fast alle grossen Serien und Events mit einem Einheitsreifenlieferanten auskommen müssen, der zudem eine eventuelle BoP deutlich vereinfacht, liefern sich am Ring die Reifenhersteller einen Wettbewerb bis aufs Messer.

In diesem Jahr waren 9 Reifenhersteller in den weltweit grössten Reifenkrieg des Jahres involviert: Michelin (59 Teams), Dunlop (44), Hankook (23), Yokohama (11), Pirelli (6), Falken (3) Giti (2) sowie Bridgestone und Hoosier mit je einem Fahrzeug schickten ihre Pneus verteilt auf 24 Klassen ins Rennen. Eigentlich war noch ein weiterer südkoreanischer Hersteller gemeldet. Da dessen Pneus jedoch nicht die Erwartungen des Einsatzteams erfüllten rüstete die vom entsprechenden Hersteller gesponsorte Mannschaft ihren Wagen noch flugs vor dem Start mit Michelin-Reifen aus.

Während in der Qualifikation am Freitag noch 3 Porsche mit Reifen von 3 verschiedenen Herstellern innerhalb einer Sekunde sich die vorderen 3 Startplätze teilten (Manthey/Michelin, Falken-Porsche und Frikadelli Racing/Dunlop) brachte der Regen am Sonntag einen klaren Sieger an der Reifenfront in Gestalt der Michelin-Teams hervor. Das wird unter anderem in der nebenstehenden Rundenzeiten-Grafik ersichtlich die die 3 in der Qualifikation bestplazierten Teams im Verlauf über das Rennen vergleicht. Doch wie dominant in diesem Jahr der Triumph von Michelin ausfiel, erschliesst sich einem erst, wenn der Blick in die Klassen geworfen wird, in denen auch wirklich ein Kampf der Hersteller untereinander tobte:

24 Klassen waren in diesem Jahr beim 24h-Marathon ausgeschrieben. In 11 Klassen herrschte eine Single-Supply-Situation – also eine Belieferung durch einen exklusiven Hersteller; etwa weil das Reglement es so vorgab (CUP-Klassen und durch die BoP festgelegte Ausrüster wie TCR/GT4) oder weil jeweils nur ein bis 2 Autos in der Klasse antraten.

In den restlichen 13 Klassen in denen ein offener Wettbewerb vorlag siegte 9 mal Michelin, 3 mal setzte sich Dunlop durch und ein Klassensieg ging an ein von Falken ausgestattetes Team. Aus den Single-Supply-Klassen gab es 4 weitere Siege für Michelin , 3 für Hankook, 2 weitere für Dunlop und je einen für Bridgestone und Giti zu vermelden. Yokohama, Pirelli und Hoosier verliessen den Ring ohne Erfolge.

Dunlop hatte im Vorfeld erklärt, die Titelverteidigung mit dem Land Motorsport-Sieg aus dem Vorjahr ins Auge zu fassen. Am Ende stand die ernüchternde Einsicht das man auf ganzer Front gegen den französischen Erzrivalen aus Clemond-Ferrand unterlegen war. In 9 der offenen Klassen – SP3, SP6, SP9, SP9LG, SP8, SP8T, V5, V6, V2T) setzte man sich gegen die zahlreiche Konkurrenz durch. Dabei war die Reifenschlacht in der Top-Klasse der SP9 mit 29 Autos und 5 beteiligen Herstellern (Michelin, Dunlop, Falken, Yokohama und Hankook) noch nicht mal die vielseitigste. In der V5-Klasse waren gar 7 Autos mit Reifen von 6 Herstellern (Mich. Dunl., Pirelli, Hankook, Yokohama und Hoosier) unterwegs, wobei sich hier am Ende einer der Pixum Team Adrenalin Motorsport-Caymans mit fast einer Runde Vorsprung vor einem der Pirelli-bereiften Team Schirmer-BMW´s durchsetzen konnte. Aber auch in den anderen Klassen hatte man die Konkurrenten im Griff. Die jeweiligen Sieger für die Franzosen waren der Manthey-Racing Porsche #912 als Gesamtsieger in der SP9. Der Aston Martin auf P5 in der SP9 LG, der AMG Speed Academy Mercedes AMG GT4 auf P21, der rent2drive Familla Porsche auf P22 in der SP8, der #190 Proom Racing Cayman in der SP6, der #138 Black Falcon Porsche 911 in der V6, der #165 rent2drive Renault Megane in der V2T und der #126 Renault Clio in der mit 14 Autos relativ stark besetzten SP3-Klasse. Der Schlüssel zum Triumph für die Franzosen war in diesem Jahr die gesteigerte Haltbarkeit der Slicks bei warmen Bedingungen, wo man noch im Vorjahr bei deutlich wärmeren Bedingungen der konkurrenz hoffnungslos unterlegen war, und die Dominanz der ab der Rennmitte benötigten Regenpneus, denen die Konkurrent nicht vergleichbares entgegen zu setzen hatte.

Dunlop blieb nur der Trostpreis in 3 Klassen – in denen Michelin übrigens pikanterweise nicht antrat: der SPX-Klasse mit dem auf P19 endklassierten Scuderia Cameron Glickenhaus SCG003, der AT-Klasse mit dem Doppelsieg der Care for Climate-Porsches und der V4-Klasse in der sich die beiden Dunlop-bereiften Sorg-BMW´s durchsetzten. In allen 3 Fällen hiess der einzige geschlagene Mitbewerber übrigens Yokohama. Statt dessen setzte es für Dunlop noch eine weitere Niederlage in der SP3T-Klasse. Hier gewann der auf Falken-Pneus antretende Werks-Subaru gegen 3 Dunlop-bereifte Konkurrenten, womit Falken den einzigen Klassensieg in diesem Jahr beim Marathon auf der Nordschleife erzielte.

51 Wagen bei den 1000km Le Castellet

Am kommenden Wochenende findet nur 2 Wochen nach der 2. Blancpain GT Serien Endurance Cup-Runde in Silverstone (der Link führt zum Rennbericht auf unseren Seiten) die dritte und damit auch zweitlängste Runde der nur 5 Rennen umfassenden Serie statt. Die 1000km von Le Castellet dienen in der SRO-Langstreckenserie als Prolog zum 24 Stunden Rennen von Spa-Francorchamps und werden somit von den meisten Teams als Vorbereitung auf den Ardennenmarathon genutzt.

51 Mannschaften stehen auf der Nennliste des Renenns auf dem Circuit Paul Ricard in Le Castellet. 25 Mannschaften in der PRO-Klasse, 10 Pro-Am-Teams, 9 Silver-Mannschaften und 7 Teams in der AM-Klasse werden bei der Runde in Südfrankreich erwartet. Das bedeutet einen Zuwachs um ein Auto in der AM-Klasse, der dadurch zustande kommt das ein Audi R8 LMS GT3 des Sainteloc-Teams nun eine reine Bronze-Besatzung bekommt, nachdem die beiden deutschen Profis Christopher Haase und Markus Winkelhock zwecks Titelverteidigung in Spa-Francorchamps auf dem anderen Auto des Teams zusammen gespannt werden.

Gegenüber der Runde in Silverstone wächst das Feld um ein Auto, da die schon bei der Auftaktrunde in Monza engagierte Car-Collection-Mannschaft mit einem Pro-AM-Wagen zurück kehrt. 12 Mercedes, 9 Lamborghinis, 7 Audis, 5 Ferraris, je 3 Bentley und BMW M6-GT3, je 2 Aston Martin, Nissan, Porsche, McLaren und Lexus, sowie ein Jaguar des Emil Frey Teams - das bedeutet das 12 Hersteller in Le Castellet an den Start gehen werden.

Eine ganze Reihe von Teams (14) treten gegenüber dem Feld in Silverstone mit veränderten Besatzungen an. Wir wollen hier nicht auf jede Veränderung eingehen, aber bei den deutschen Teams gibt es Umbesetzungen bei Walkenhorst Motorsport (Ralf Oeverhaus und Anders Burchart ersetzen Henry Walkenhorst und Andreas Ziegler), Rinaldi Racing (Luca Ludwig ersetzt im Pro-AM-#333-Ferrari Daniel Keilwitz und ROWE Racing, die ihre beiden BMW-Crews abermals neu sortieren: Jesse Krohn startet wieder mit Collard/Yelloly auf der #98 und Jens Klingmann bekommt in der #99 mit Chaz Mostert und Tom Blomqvist 2 neue Teamkollegen. Zudem steigt Mercedes-Pilot Thomas Jäger wieder an Bord eines der Strakka Racing Mercedes AMG GT.

Anders als bei den anderen BES-Läufen findet das Rennen in Le Castellet am Samstag statt. Das sechsstündige Rennen wird ab 17:45 Uhr gestartet und geht in die Nacht hinein. Livestream und Livetiming können auf der Website des Blancpain GT Serien Endurance Cup verfolgt werden.

Schreiner/Arnold mit Sieg im DUNLOP 60 in Dijon

Mit Schreiner Arnold Dijon 037einem Sieg der Youngster Carrie Schreiner und Kevin Arnold im Audi R8 LMS GT3 endete der 2. Meisterschaftslauf der DUNLOP 60 im Rahmen der DMV-GTC in Dijon-Prenois . Dahinter kamen Uwe Alzen und Dietmar Haggenmüller vor Kenneth Heyer und Sepp Klüber ins Ziel.

Mit einem unwiderstehlichen Spurt setzte sich Schlussfahrer Kevin Arnold im Audi R8 LMS GT3 von HCB Rutronik Racing von den nachrückenden Mercedes-AMG GT3 ab. Ansonsten im Audi RS3 LMS TCR im gleichen Rennstall unterwegs, löste er Startfahrerin Carrie Schreiner im GT3-Boliden zur Halbzeit ab. Das frisch formierte Mixed-Team legte in Dijon-Prenois 42 Umläufe zurück. In ein- und derselben Runde blieben weitere fünf Mannschaften, angeführt von den beiden Mercedes AMG GT von Haggenmüller/Alzen sowie Klüber/Heyer. Diese 3 Teams feierten auf dem Siegerpodium ein spannendes Rennen mit zahlreichen Positionswechseln. 11,881s betrug der Rückstand des Betzdorfer Profis Uwe Alzen, der den zweiten Abschnitt der 60-Minuten-Prüfung mit dem für ihn typischen Biss bestritt.

NachHaggenmuller Dijon d60 anfänglicher Führung war der Mercedes AMG GT von Schütz Motorsport , gefahren von Marvin Dienst in der ersten und dem Bulgaren Stanislav Dobrev in der zweiten Rennhälfte, auf dem sechsten Gesamtrang das letzte Teilnehmerfahrzeug mit 42 zurückgelegten Runden. Damit blieben die Trainingszweiten in derselben Runde wie das Siegerteam Schreiner/Arnold, die vom dritten Startplatz ins Rennen gegangen waren. Dazwischen platzierte sich als Gesamtvierter der Porsche 911 GT3 R von Schütz Motorsport, der mit dem jungen Laurents Hörr am Volant im Qualifying hatte aufhorchen lassen. An fünfter Stelle überquerte der Kasseler Student Max Aschoff mit dem leichtgewichtigen Praga R1 Turbo die Ziellinie.

GT Open - Šenkýř mit Joel Eriksson in Spa

GT Open Senkyr SpaŠenkýř Motorsport hat heute in einer Pressemitteilung den Teamkollegen von Richard Gonda für die nächste Runde des International GT Open in Spa-Francorchamps am 8. - 10. Juni 2018 bekanntgegeben. Es ist kein geringerer, als der aktuelle BMW DTM Werksfahrer Joel Eriksson.

Das Team aus dem tschechischen Brno wird nach dem Debüt beim Saisonfinale der GT Open in Barcelona Ende letzten Jahres, ab dem Rennen in Spa-Francorchamps an den restlichen Läufen der Meisterschaft teilnehmen.

Während der Slowake Richard Gonda bereits über Erfahrung im GT3-Sport verfügt, ist der Start im belgischen Spa-Francorchamps für Joel Eriksson die Premiere im GT3-Auto.
Der Schwede Eriksson ist als ehemaliger Formel-Pilot ein aufstrebendes Talent in der DTM. Bereits bei seinem ersten Einsatz beim Saisonstart belegte er einen vielbeachteten vierten Platz.

„Dies ist ein Gemeinschaftsprojekt mit dem BMW Werksteam, Richard und Joel genießen unser vollstes Vertrauen und wir freuen uns auf ein aufregendes Rennwochenende auf einer der interessantesten Grand Prix Strecken der Welt,“ sagt Robert Šenkýř, Besitzer und Teamchef von Šenkýř Motorsport.

DMV-GTC Dijon

Auch Start R1 Dijon 01von der vorletzten Runde der DMV-GTC in Dijon-Prenois hatten wir bislang noch nicht berichtet - das sei hiermit nachgeholt. 18 Teams fanden den Weg auf die französische Rennstrecke.

Im ersten Lauf gewann Uwe Alzen im Lamborghini Huracán GT3 vor Praga-Pilot Max Aschoff und Kenneth Heyer im Mercedes AMG GT3 der équipe vitesse. Polesetterin Carie Schreiner kam als Vierte ins Ziel.

Rennen 2 wurde auf nasser Piste ausgetragen. Erneut fuhr Uwe Alzen mit dem Lamborghini Huracan GT3 auf und davon. Carrie Schreiner folgte als Zweitplatzierte im Audi R8 LMS GT3 . Porsche-Spezialist Benni Hey brachte den 991 GT3 R an guter dritter Gesamtposition ins Ziel. Dessen Teamkollege bei Schütz Motorsport, der Bulgare Stanislav Dobrev im Mercedes-AMG GT3, erreichte hinter Audi Pilot Tommy Tulpe den fünften Schlussrang und gewann die ProAM-Wertung vor Bruno Stucky und Sarah Toniutti.

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