Das ELMS Feld 2021

Die Europäische Le Mans Serie hat am gestrigen Freitag die Nennliste für die Saison 2021 veröffentlicht. Diese umfasst 43 Mannschaften was damit trotz des Einflusses der derzeit noch grassierenden Corona-Pandemie eines der grössten Felder der letzten Jahre bedeutet. 16 LMP2 17 LMP3 und 10 LMGTE-Mannschaften wollen sich der 18.ten Saison der Serie stellen. Dies sind zwar starke Zahlen, auf den zweiten Blick offenbart das Feld jedoch eine gravierende Entwicklung...

nennliste2021... denn die 3 Klassen nähern sich immer mehr einem Markenpokal an. Dieser ist in der Top-Klasse, die keine Teilnehmer von Ligier und Dallara mehr verzeichnet , schon vollzogen. Das 2016 erzwungene Oligopol von 4 Herstellern hat sich mit aktiver Mithilfe des ACO in ein reines Oreca-Monopol verwandelt und ist nun ein reiner Oreca-Cup. Mit nur 2 Duqueine der beiden Luxemburger Teams DKR Engineering und Racing Experience mutiert die LMP3 parallel zu einem reinen Ligier-Cup während in der GTE Ferrari das Gros der Teilnehmer stellt und nur noch 2 Porsche und ein Aston Martin (als Kandidat für den nächsten Rückzug) hier für einen Anschein von Markenvielfalt sorgen. Seit 4 Jahren in Folge (2017 debütierte Duqueine-Vorgänger Norma in der LMP3) kann die Serie somit  keine neuen Hersteller mehr vorweisen, während man in der Zwischenzeit Corvette, Dallara , Ginetta und nun in der LMP2 auch Ligier-Mannschaften verloren hat. Sportlich mag dies enge Rennen für die Saison 2021 versprechen. Die Bedeutung der Serie für die technische Riege der Sportwagenkonstrukteure sinkt dagegen immer mehr. Zumal in allen Klassen zusätzlich Einheitsreifen von Goodyear bzw. Michelin vorgeschrieben sind.

Zu den Teams: im Oreca-Cup starten weiterhin die Mannschaften von United Autosports, Idec Sport und G-Drive-Racing mit je 2 07 LMP2 und die Mannschaften von Dragonspeed, Algarve Pro, Cool Racing, das Duqueine Team, BHK Motorsport, Graff Racing und Panis Racing mit je einem Auto. Neu hinzu kommen Ultimate Racing, das Team Team WRT und das von TF Sport eingesetzte Racing Team Turkey. Nicht mehr dabei sind Inter-Europol Competition, das Richard Mille Tacing Team und High Class Racing die allesamt in die FIA Langstrecken Weltmeisterschaft gewechselt sind.

In der LMP3 – dem offenen Ligier-Cup mit Duqueine-Beteiligung - verzeichnen wir Doppel-Engagements von United Autosports, Inter-Europol Competition, Graff Racing und Nielsen Racing sowie fortgesetzte Einzel-Engagements der Teams RLR Msport, Eurointernational, DKR Engineering und BHK Motorsport. Wieder zurück in der Meisterschaft sind Villorba Corse und Cool Racing während mit Racing Experience (Bild unten), MV2S Racing und dem polnischen Team Virage 3 neue Mannschaften in die Meisterschaft einsteigen. Nicht mehr dabei im Vergleich zum Vorjahr ist die in die FIA Langstrecken Weltmeisterschaft aufgestiegene Realteam Racing Mannschaft.

racingexperience2020In der GTE treten nun 7 Ferrari (3* Iron Lynx, 2 AF Corse, je ein JMW-Motorsport und Kessel Racing) gegen 2 Proton Competition Porsche und einen TF Sport Aston Martin an.

Aus deutschsprachiger Sicht enttäuscht zudem die Tatsache, das die angekündigten Programme von Phoenix Racing und Mühlner Motorsport sich wohl nicht haben realisieren lassen. Während hier noch eine Chance besteht die beiden Mannschaften zumindest in der unteren Liga des Michelin Le Mans Cup zu Gesicht zu bekommen, sieht zur Zeit auch die deutschsprachige Beteiligung auf Pilotenseite eher bescheiden aus. In der LMP2 ist lediglich Rene Binder im Duqueine Oreca gelistet. In der LMP3 sieht es etwas besser aus; hier verzeichnen wir Laurents Hörr im DKR Engineering-Duqueine M30-D08 LMP3, die beiden Luxemburger David und Gary Hauser im Racing Experience Duqueine M30-D08 LMP3, Martin Hippe im Inter-Europol Competition Ligier und den Liechtensteiner Matthias Kaiser im Graff Racing Ligier.

In der GTE sind Christian Ried im Proton Competition Porsche und Rahel Frey im Iron Lynx Ferrari gelistet. Da aber bis zum Saisonstart am 18.April noch 2 Dutzend Pilotenplätze zu vergeben sind, besteht die Hoffnung hier noch den ein oder anderen deutschsprachigen Piloten zusätzlich in der Serie begrüssen zu können.

Schrey/Piana wieder bei Hofor-Bonk

schreyhoforbonkMichael Schrey und Gabriele Piana treten auch 2021 wieder gemeinsam in der ADAC GT4 Germany an. Wie in der Vorsaison pilotiert das Vizemeister-Duo der Serie einen BMW M4-GT4 von Hofor Racing by Bonk Motorsport. Schrey und Piana hatten 2020 weite Teile der ADAC GT4 Germany-Saison mitgeprägt und beim Finale scheinbar den Meistertitel eingefahren. Aus diesem wurde nach einem erst nach Ablauf der Saison entschiedenen Protest des BKK Mobil Mercedes AMG GT4-Teams der Vizemeistertitel, weil durch eine zurückgenommene Zeitstrafe dem BMW-Duo zusätzliche Punkte auf die späteren Meister Jan Kasperlik und und Nicolai Møller-Madsen auf dem Allied Racing-Cayman abhanden kamen. Für Piana war es schon der zweite Vizetitel in Folge.

„Es gibt für uns keinen Grund, die beiden auszutauschen. Gabriele und Michael haben 2020 in der ADAC GT4 Germany eine herausragende Leistung gezeigt. Als Team harmonieren sie sehr gut. Sie ergänzen sich perfekt und treiben sich gegenseitig zu Höchstleistungen an. Und davon einmal abgesehen, passt es auch menschlich zwischen ihnen und dem Team“, erklärt Teamchef Michael Bonk.

Wie bereits 2019 und 2020 möchte das Team auch in der anstehenden Saison wieder mit zwei BMW M4-GT4 in der ADAC GT4 Germany antreten. Laut Teamchef Bonk laufen dazu aktuell noch die Verhandlungen mit potentiellen Cockpit-Kandidaten.

Doppelte G-Drive Doppelpole in Dubai

gdrive pole dubaiBeim Qualifying zum ersten ACO-Rennwochenende in Dubai hat das G-Drive-Team eine Doppelpole für beide Läufe herausgefahren. Wie bereits berichtet wurden im Rahmen der einzigen Qualifikationssession an diesem Wochenende gleich beide Startaufstellungen bestimmt, indem die schnellste Zeit für das Rennen 1 und die zweitschnellste für Rennen 2 gewertet wurde. In der GT-Klasse setzte sich mit dem Precote-Herberth Motorsport Team eine deutsche Debütantenmannschaft in der Asiatischen Le Mans Serie als Polesetter für beide Rennen durch.

Im #25 G-Drive-Aurus-Oreca-Gibson gelang dem argentinischen Piloten Franco Colapinto sowohl die schnellste als auch die zweitschnellste Zeit des Qualifyings was den Argentinier mit seinen beiden Co-Piloten John Falb und Rui Pinto de Andrade die beiden Rennen in Dubai von der Pole her aufnehmen lässt. Sein chinesischer Teamkollege Yifei Ye hingegen war mit geringfügigem Abstand für die dritt und viertschnellste Zeit verantwortlich (wobei seine schnellste 1:43,885 mit Colapintos zweitschnellster Zeit identisch war) und wird mit seinen beiden österreichischen Teamkollegen Rene Binder und Ferdinand Habsburg jeweils ebenfalls aus der Frontreihe starten.

Für das erste Rennen, das am Samstag um 11.15 Uhr MEZ startet, sicherte sich die deutsche Phoenix-Mannschaft bei ihrem LMP2-Debüt die dritte Startposition vor dem #28 Team Jota-Oreca. Für das zweite Rennen, das am Sonntag um 9.45 Uhr anderthalb Stunden früher startet, werden diese beiden Teams ihrer Startpositionen tauschen.

In der LMP3-Klasse sicherte sich das United Autosports Team ebenfalls die Doppelpole mit dem #23 Ligier von Maldonardo/Pentinnen/Boyd vor dem #3 Wagen von McGuire/Tappy/Bentley. Am Samstag startet dahinter der CD Sport-Ligier vor dem RLR Motorsport Ligier JS P320 LMP3. Am Sonntag wird der DKR Engineering Duqueine M30-D08 LMP3 von Laurents Hörr und Jean Glorieux von P4 ins Rennen gehen.

herberth gtpole dubaiIm 19 Wagen starken GT3-Feld setzte sich die Porsche-Fraktion vor allen anderen Konkurrenten durch. Robert Renauer, der die Strecke in Dubai bestens von seinen Einsätzen in der 24h-Serie her kennt liess beim Qualifying zu Lauf 1 nichts anbrennen und sicherte sich gleich die Pole für den ersten Lauf. In Lauf 1 teilt er sich die Startreihe mit Julian Andlauer im GPX-Porsche vor Klaus Bachler im zweiten Herberth Porsche und dem britischen TF-Sport Aston Martin. Die Pole für Lauf 2 sicherte sich hingegen Renauers Teamkollege Bachler vor Andlauer im GPX-Porsche, Renauer auf P3 und dem Garage 59-Aston mit der #88.

United komplettiert LMP2-Kader

Das amtierende ELMS-Meisterteam United Autosports hat nun auch die Besatzung seines #22 Oreca 07 LMP2 komplettiert. Der südafrikanische ex-DTM-Pilot Jonathan Aberdein wird an der Seite von Titelverteidiger Phil Hanson und dem in die LMP2 Mannschaft aufgestiegenen LMP3 Champion Tom Gamble den zweiten Oreca des angloamerikanischen Teams in der Europäischen Le Mans Serie und beim 24 Stunden Rennen von Le Mans 2021 pilotieren.

aberdeinDer 22 jährige Südafrikaner war in der letzten Saison als BMW-Werkspilot in der DTM für das Team RBM unterwegs, nachdem er in der Saison 2019 für das belgische Audi Team WRT gestartet war. Zuvor hatte er 2017 den Titel in der arabischen UAE F4-Serie mit dem Motopark-Team gewinnen können, mit dem er auch in der ADAC Formel 4 und der europäischen F3-Serie unterwegs war.

Era vor vollem IMSA-Programm

Era Motorsports, die Siegermannschaft der 24h von Daytona 2021 in der LMP2-Klasse, hat nun doch ein volles IMSA-WeatherTech SportsCar Championship-Programm bekannt gegeben. Die amerikanische Mannschaft, die in den kommenden 2 Wochen sowohl die Asiatischen Le Mans Serie mit dem Einsatzteam Team Jota bestreitet, als auch Ambitionen für ein ELMS-Engagement hegt, will mit den beiden Piloten Kyle Tilley und Dwight Merriman die gesamte 7 Runden umfassende Meisterschaft der LMP2-Wertungsläufe der amerikanischen Sportwagenserie bestreiten. Bei den längeren Rennen des Michelin Endurance Cup wird Ryan Dalziel das Team verstärken.

Mit Era Motorsports, PR1-Mathiasen Motorsports, Tower Motorsport und WIN-Autosport sind somit 4 LMP2-Mannschaften in der amerikanischen IMSA-Serie engagiert, was schon mal eine Verdoppelung der Teilnehmerzahl gegenüber dem Vorjahr bedeutet.

GRT benennt erste Masters-Crews

Bereits im vergangenen Oktober hatte das Grasser Racing Team bekannt gegeben das ADAC GT-Masters-Engagement auf 4 Lamborghini Huracán GT3 evo aufzustocken und neben den 2 eigenen Wagen auch ein eigenes Junior-Team in der deutschen Top-GT3-Serie an den Start zu brinden. Nun hat man die ersten 6 Piloten für das Engagement benannt:

Auf dem ersten Lamborghini mit der klassischen #63 wird das Werksfahrerduo Mirko Bortolotti und Albert Costa Balboa gemeinsam an den Start gebracht. Bortolotti kommt nach einem Jahr im Audi-Kader zurück zu Lamborghini. Der Südtiroler der seit 2015 im Masters engagiert ist und seitdem 6 Siege und 3 Pole-Positions in der deutschen Serie erringen konnte, errang 2019 den Vizemeistertitel gemeinsam mit Copilot Christian Engelhart auf einem GRT-Lamborghini. Der Spanier Albert Costa Balboa – 2019 Champion der GT-Open-Serie - wechselte 2020 vom Emil Frey Racing-Team zur Knittelfelder Lamborghini-Mannschaft.

Balboas letztjähriger Partner Franck Perera wird auf dem #19 Lamborghini Trophy-Pilot Rolf Ineichen unterstützen der wie Bortolotti nach einem Jahr im Belgian Audi Club Team WRT-Audi zum Team von Gottfried Grasser ins Masters zurück kehrt, und aus den Saisons 2016&17 sogar 3 Gesamtsiege im Masters verzeichnen kann. Mit Bortolotti, Perera und Costa-Bilbao stehen 3 offizielle Lamborghini-Werkspiloten für das GT-Masters-Engagement bereit

Für das geplante GRT-Junior Team will die Mannschaft von Grasser 2 weitere Lamborghini einsetzen was dem seit 10 Jahren in der Serie engagiertem Teamchef das umfangreichste Engagement in der Seriengeschichte verschafft. Für den ersten Lamborghini mit der #82 stehen bereits mit den beiden letztjährigen Lamborghini-Junioren Tim Zimmermann und Steijn Schothorst die Piloten fest. Die beiden Piloten des #11-Lamborghinis sollen in Kürze bekannt gegeben werden.

Für Teamchef Gottfried Grasser ist die Zielsetzung klar: "Unser zehnjähriges Jubiläum im ADAC GT Masters ist ein denkwürdiger Meilenstein für das GRT Grasser Racing Team. Wir freuen uns deshalb ganz besonders, diese Saison mit dem stärksten Aufgebot seit unserem Debüt in Angriff zu nehmen. Nachdem wir den Titel 2019 knapp verpasst haben und das vergangene Jahr nicht nach unserem Geschmack verlaufen ist, gilt es außerdem eine Rechnung zu begleichen. Das Ziel kann nur der Gewinn der Meisterschaft sein.“

Mit den zusätzlich geplanten 3 Lamborghini Huracán GT3 evo der T3 Motorsport-Mannschaft (wir berichteten) wird ein Kontingent von insgesamt 7 Huracans im Masters erwartet.

AsLMS - Rennen 1 & 2 in Dubai

racingteamindiaftr dubaiDas Rekordfeld der Asiatischen Le Mans Serie von 36 Teilnehmern (Absolute Racing hat als einzige Mannschaft im Vorfeld abgesagt) ist bereits in Dubai eingetroffen und heute und morgen stehen Private Test Sessions an. Die Teilnehmer aus Deutschland und Luxemburg haben wir in den letzten Wochen bereits vorgestellt und deshalb hier jetzt ein kurzer Blick durch alle 3 Klassen mit ihren eventuellen Favoriten.

7 Fahrzeuge wurden in der LMP2 Klasse genannt, wovon zwei Teilnehmer und zwar der #11 Eurointernational Ligier JS P217 LMP2 und der #18 ERA Motorsport Oreca 07 in der AM-Klasse starten. Als Favorit für Gesammtsiege muss man den #28 Team Jota Oreca 07 Gibson it Silber Pilot Sean Gelael und den beiden Platin Piloten Stoffel Vandoorne und Tom Blomqvist auf der Rechnung haben. Um das Podium werden sich evtl. der erste aus Indien genannte LMP2, der #64 Racing Team India, Oreca 07 Gibson, mit Arjun Maini, Narain Karthikeyan & Naveen Rao und der Oreca 07 von Phoenix Racing mit Matthias Kaiser, Simon Trummer und Nicki Thiim balgen. Interessant ist auch der zweite Algarve Pro/G-Drive Oreca auf dem neben dem Chinesen Yifei Ye die beiden Österreicher Rene Binder und Ferdinand von Habsburg starten.

nielsen ftr dubaiZehn LMP3 Fahrzeuge der Hersteller Ligier, Duqueine und Ginetta, verteilt auf 7 Teams nehmen in Dubai die Saison unter die Räder. Nicht kleckern sondern klotzen gilt für United Autosports mit 3 Fahrzeugen, sowie Nielsen Racing mit 2 Fahrzeugen. Phoenix Racing ist auch in dieser Klasse dabei und hat einen Ligier JS P320 LMP3 für Jan-Erik Slooten, Leo Weiss & Vincent Kolb genannt. Als Favoriten muss man alle drei der gut besetzten Ligier JS P320 LMP3 von United Autosports im Blick haben dazu den #9 Nielsen Racing-Ligier von Tony Wells und Colin Noble. Das Salz in der Ligier Suppe könnte allerdings der Duqueine M30-D08 LMP3 von DKR Engineering mit den bestens bekannten Piloten Jean Glorieux & Laurents Hörr spielen. Als Dark Horse darf der Ginetta G61-LT-P315 bezeichnet werden, welcher von ARC Bratislava genannt wurde. Neben Team Besitzer Miro Konopka und dem Belgier Tom Cloet, greift auch Ginetta Werksfahrer Charlie Robertson in das Lenkrad.

Die GT3 Klasse überrascht mit gleich 19 Teilnehmern wobei Ferrari mit sieben Ferrari F488 GT3 das Hauptfeld stellt. Aston Martin folgt mit 5 Vantage AMR GT3 vor Porsche mit drei Porsche 991 GT3 R. Walkenhorst Motorsport hält mit zwei BMW M6-GT3 die Fahne der Münchner hoch und mit je einem Fahrzeug sind AMG-Mercedes und McLaren vertreten. Hier einen Favoriten zu benennen ist sehr verwegen aber überraschen könnte unsere Rinaldi Racing Mannschaft, mit dem sneaky Bronze-Piloten Rino Mastronardi, dem Silber-Fahrer David Perel und dem Platin Piloten Davide Rigon. Stark besetzt ist auch der #57 Kessel Racing/Car Guy Ferrari 488 GT3 mit Takeshi Kimura, Come Ledogar und Mikkel Jensen.

herberth ftr dubaiImmer auf der Rechnung muss man die erfahrene Mannschaft der #99 Precote-Herbeth-Motorsport, Porsche 911 GT3 R, mit Ralf Bohn, sowie Alfred und Robert Renauer haben. Die Rolle der „Geheimfavoriten“ könnten der #1 HubAuto Racing, Mercedes AMG GT3 mit Raffaele Marciello, Marcos Gomes, Liam Talbot und die #7 INCEPTION RACING with Optimum, Mclaren 720S GT3, Brendan Iribe, Ollie Millroy, Ben Barnicoat übernehmen.

Am Freitag ab 09.55h (Ortszeit) started das Qualifying und zu beachten ist: Die schnellste Quali Runde zählt zur Startaufstellung für Race I. und die zweitschnellste Zeit jedes Fahrzeuges für das Race II. Das erste Rennen startet am Samstag um 14:15h (Ortszeit) und am Sonntag um 12:45h (Ortszeit) und beide Rennen werden wieder auf den üblichen Plattformen als Live Stream angeboten.

Der Peugeot LMH-Fahrerkader 2022

Peugeot hat zu Beginn dieser Woche die für das kommende LMH-Programm verpflichteten Piloten bekannt gegeben, die man ab 2022 beim Einsatz des eigenen Hypercar in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft und beim 24 Stunden Rennen von Le Mans einsetzen will. Der neue Peugeot- Kader besteht aus Loic Duval, Paul di Resta, Kevin Magnussen, Jean-Eric Vergne, Mikkel Jensen und Gustavo Menezes. Als Reserve und Simulatorpilot wurde zudem James Rossiter verpflichtet.

peugeotpiloten

Duval ist dabei der einzige Pilot der sowohl Erfahrungen aus dem Peugeot 908 HDi FAP Programm als auch einen FIA Langstrecken Weltmeisterschaft-Titel und einen Triumph in Le Mans (beides 2013 mit Audi) aufweisen kann. ex-DTM-Champion Paul di Resta bringt Erfahrungen aus der DTM und einem erfolgreichen LMP2 -Programm mit United Autosports (u.a. 2019 Asiatische Le Mans Serie-Titel) mit in sein Werksengagement. Jean Eric Vergne ist zweifacher Formel E Champion und fuhr zuletzt für Peugeots Schwestermarke DS in deren elektrischen Formelengagement, das auf technischer Seite einen Beitrag zum geplanten Hybrid-elektrischen Antriebsstrang des neuen Peugeot-Boliden beitragen soll.

Mit Gustavo Menezes wird zumindest ein Pilot Erfahrungen aus einem aktuellen Hypercar -Programm zu Peugeot mitbringen. Der US-Amerikaner ist einer der der erst kürzlich bekannt gegebenen Glickenhaus Piloten aus deren Kader er nach nur einer Saison zu den Löwen wechseln wird. Ex-BMW Werkspilot Jensen kommt nach einer Saison mit dem G-Drive Team in der Europäischen Le Mans Serie in die französische Werksequipe während ex-F1-Pilot Magnussen erst in diesem Jahr seine ersten Sportwagenerfahrungen im Chip Ganassi Cadillac in der IMSA-WeatherTech SportsCar Championship sammeln wird. Reservepilot Rossiter schließlich bringt langjährige Erfahrungen aus der japanischen Super GT in das Projekt mit ein und ist in der Vergangenheit gelegentlich als Pilot des ByKolles Racing LMP1 in Erscheinung getreten.

Wie sich die Crews der beiden geplanten Peugeot-Boliden genau zusammen setzen würde von der französischen Equipe noch nicht verlautbart.

Herberth 24h-Serien Programm 2021

Herberth Motorsport hat gestern die Teilnahme an der 24 Stunden-Serie 2021 mit mindestens 2 Porsche 991 GT3 R bestätigt. Die Crew der beiden Zwillingsbrüder Alfred und Robert Renauer hat daneben noch für die kommende Runde der 12h von Mugello einen zusätzlichen Cup-Porsche genannt.

Herberth Motorsport ist mittlerweile eines der erfolgreichsten Teams der 24h-Serie. Die Jedenhofener Mannschaft gewann nicht nur den ersten 24h Serien Continental-Titel 2017 sondern hält mit 13 Gesamtsiegen in der Serie (bei bislang 77 veranstalteten Serienrennen) den alleinigen Siegesrekord.

Details zur Besatzung hat die Mannschaft noch nicht verlauten lassen. Bei den 24h von Dubai war man gleich mit 3 GT3-porsche engagiert. Auf der #91 startete das Rekordsieger-Quartett Daniel Allemann, Ralf Bohn, Robert Renauer und Alfred Renauer (das übrigens die 12 von Mugello 2015 bereits einmal gewinnen konnte) auf der #92 das Quintett Jürgen Häring, Wolfgang Triller, Vincent Kolb , Sven Müller und Klaus Bachler und auf der #93 das Quartett Steffen Görig, Antares Au, Daniel Lloyd und John Loggie. Wie genau sich die Pilotencrews für die Saison zusammensetzen wird das Team erst in den nächsten Wochen verkünden.

Nordschleifenprogramm für FFF Racing

Die unter chinesischer Nennung antretende FFF Racing Lamborghini Huracán GT3 evo-Mannschaft hat für die kommende Saison ein volles Nürburgring Langstrecken Serie-Programm bestätigt. Die in italien stationierte Mannschaft will in einer Partnerschaft mit dem Reifenhersteller Hankook die gesamte Saison der Nordschleifenserie inklusive des 24 Stunden Rennen am Nürburgring bestreiten. Das Engagement wurde nach einem Gastspiel des Teams in der vergangenen Saison fixiert. Die Crew hat heute lediglich das Engagement bekannt gegeben, die Besatzung wurde noch nicht explizit genannt.

FFF Racing wurde 2014 gegründet. 2016 wurde die Mannschaft in das Squadra Corse-Programm aufgenommen. 2019 gelang dem Team der Gewinn der Blancpain GT Serie. Als Ausgleichsprogramm für die verkürzten Engagements in der Intercontinental GT Challenge und der Blancpain-Nachfolgeserie der GTWCE unternahm man beim 41. Rowe 6h Ruhrpokal Rennen einen Einsatz mit den Piloten Marco Mapelli, Andrea Caldarelli und Giacomo Altoe, der mit einem 17. Gesamtplatz endete. Offensichtlich hat die Mannschaft dabei Blut geleckt, denn nun soll nach dem Willen von Teambesitzer Fu Songyang und Teamchef Andrea Caldarelli eine volle Saison folgen.

Lamborghini hat mit der Nordschleife noch eine Rechnung offen. Zwar ist das Team von Franz Konrad schon seit einigen Jahren regelmässig in der Serie engagiert, jedoch blieben trotz Achtungserfolgen in Form von Podiumsplätzen (zuletzt beim 41. RCM DMV Grenzlandrennen 2018) und Pole-Positions mit dem 1-Wagen-Engagement bislang zählbare Resultate in Form von Siegen aus. Neben dem Michelin-bereiften Konrad Motorsport-Engagement starteten auch die Teams von mcchip-dkr-Racing, Dörr Motorsport und Reiter Engineering in der Vergangenheit mit Lamborghini-Einsatzfahrzeugen auf der Nordschleife.

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