Wimmer Werk gewinnt 6h von Navarra

Die startvdevnavarra5.te Runde der VdeV-Endurance-LMP3/PFV/Touring-Serie ist mit dem Sieg der österreichischen Wimmer Werk Motorsport-Mannschaft zu Ende gegangen. Auf dem spanischen Kurs von Navarra gewannen Felix Wimmer, Mathias Kaiser und Hendrik Still das erste 6h-Rennen der Saison. Das österreichisch-deutsche Trio im Ligier JS P3 LMP3 der Mannschaft aus Fischamend setzte sich nach 183 Runden mit einer Runde Vorsprung auf den Norma M30 LMP3 des Graff Racing Trios Sebastian Page, Luis SanJuan und Eric Troulliet durch. Eine weitere Runde dahinter kam das TFT Norma-Trio Arnold und Maxime Robin sowie Pillipe Palliot ins Ziel die den letzten Podiumsrang mit einem Vorsprung von nur 10s gegen den CD Sport Norma des Trios Bole-Besancon/Carmes/Melin verteidigen konnten.

Pech hatte dagegen das bislang in der Meisterschaft mit einer Doppelführung verzeichnete Inter-Europol Competition-Team, das ausgerechnet bei der mit doppelten Punkten versehenen Runde von der bislang zuverlässigen Technik ihrer Ligier im Stich gelassen wurde: Der Wagen von Paul Scheuschner und dem jungen schweizer Talent Moritz Müller-Crepon verlor nach einem Antriebswellenbruch eine halbe Stunde in der Box, kam aber immerhin noch als 14.ter und 11.ter der LMP3-Klasse ins Ziel. Das bislang meisterschaftsführende Auto von Kuba Smiechowski, Pontus Frederiksson und Martin Hippe musste hingegen nach einem Kupplungsdefekt abgestellt werden.

Damit wimmer werk lmp3hat sich 2 Rennen vor dem Ende der Meisterschaft die Spitze an der Tabelle deutlich zusammen geschoben: Das Wimmer-Werk Duo Kaiser/Wimmer führt nun mit 126 Punkten 5 Zähler vor den Graff-Piloten Page/SanJuan und weitere 3 172 Zähler vor Smiechowski Frederiksson. Bei 90 noch zu vergebenden Zählern bei den beiden verbleibenden Runden in Le Mans und Estoril ist das so gut wie Kopf an Kopf.

Nur 17 Autos starteten bei der Runde in Nord-Spanien, wobei das Rennen nach einem Feuerunfall eines der PFV-Foenix eine halbe Stunde vor dem Rennende mit der roten Flagge abgebrochen wurde. Die letzten 2h der 6-stündigen Renndistanz hatte man in der Dunkelheit absolviert. 14 LMP3 – 8 Ligier und 6 Norma - bildeten das Gros des Feldes, das durch 2 Foenix und dem Visiom Ferrari als einzigem GT-Fahrzeug ergänzt wurde. Die nächste Runde der Serie findet am 5-7.Oktober auf dem Circuit Bugatti in Le Mans statt.

Preining siegt auch in Monza

Der psc8aKampf um die Meisterschaft im Porsche Mobil1 Supercup bleibt bis zum Ende spannend: Auf dem italienischen Autodromo Nazionale Monza sicherte sich Porsche-Junior und Lechner Racing-Pilot Thomas Preining seinen 4.Saisonsieg. Als Zweiter sah der aktuelle Tabellenführer Michael Ammermüller die Zielflagge. Den dritten Platz belegte Lokalmatador Mattia Drudi vom Team Dinamic Motorsport. „Mein Start war perfekt: Ich konnte mich gleich neben Ammermüller setzen und bin beim späten Bremsen etwas ins Risiko gegangen. Zwischenzeitig war es dann ein heißer Kampf, daher bin ich umso glücklicher über den Sieg“, sagte Preining.

Vor vollen Formel-1-Tribünen der Tifosi gelang Preining direkt beim Start das entscheidende Überholmanöver. Von der zweiten Position aus hatte er gegen Pole-Sitter Ammermüller in der ersten Kurve die Innenbahn. Doch der 20-Jährige ging nach dem Erlöschen der Ampeln auf die äußere Linie und überraschte somit seinen Teamkollegen. Preining zog vorbei, aber Ammermüller blieb dem Führenden dicht auf den Fersen. In der 6. und 7. Runde attackierte der Fahrer aus Rotthalmünster Preining am Ende der Start-Ziel-Geraden. Doch in beiden Situationen konnte der Linzer die Spitzenposition verteidigen. In den letzten Umläufen löste sich Preining von seinem Kontrahenten und überquerte nach 14 Runden als Erster die Ziellinie. Ammermüller folgte 1,7s dahinter.psc8b Über den dritten Platz bei seinem Heimrennen jubelte Mattia Drudi. Der Italiener begann das Rennen von Position drei und setzte Ammermüller zeitweise stark unter Druck. Am Ende schaffte es Drudi mit vollem Einsatz (Bild) zum vierten Mal in dieser Saison aufs Podium.

Nick Yelloly konnte sich im Rennen um einen Rang verbessern und belegte den vierten Platz vor Dylan Pereira. Der Luxemburger erreichte im Rennen auf dem Hochgeschwindigkeitskurs einen Top-Speed von 270 Kilometern pro Stunde – Spitzenwert aller 30 gestarteten Fahrer. Sechster auf dem 5,794 Kilometer langen Traditionskurs vor den Toren Mailands wurde Fach Auto Tech -Pilot Jaap van Lagen. Im Königlichen Park der Stadt Monza sicherte sich Florian Latorre vom Team martinet by ALMERAS als bester Rookie den siebten Rang. Die meisten Überholmanöver gelangen seinem Landsmann und Teamkollegen Julien Andlauer : Der Porsche-Junior startete von Position 30 und beendete das Rennen auf dem achten Platz. Über den Sieg in der ProAm-Wertung freute sich Roar Lindland (Lechner Racing Middle East). Für den Norweger ist es der sechste Sieg in seiner Klasse.

Somit herrscht Spannung vor dem Saisonfinale in Mexiko: Dort werden zwei Rennen ausgetragen und noch 40 Punkte vergeben. Ammermüller (119 Punkte), Nick Yelloly (Fach Auto Tech, 114 Punkte) und Preining (105 Punkte) können sich zum Champion krönen. Für das Saisonfinale reist der Porsche Mobil1 Supercup vom 26. bis 28. Oktober nach Mexiko. Somit wird die Meisterschaft nach dem Jahr 2017 zum zweiten Mal in der Geschichte des internationalen Markenpokals auf dem Autódromo Hermanos Rodríguez entschieden. In Mexiko-Stadt finden die Saisonläufe neun und zehn statt.

Preview ADAC GT Masters – Sachsenring

An diesem Wochenende findet auf dem Sachsenring bereits das vorletzte Rennwochenende (der Link führt direkt zum Rennbericht) der diesjährigen ADAC GT Masters-Saison statt.

In den verbleibenden vier Rennen des ADAC GT Masters 2018 sind noch 100 Punkte zu vergeben. Die momentanen Spitzenreiter, Markus Pommer und Maximilian Götz, vom MANN-FILTER Team HTP im Mercedes-AMG GT3, haben einen acht Punkte Vorsprung auf Robert Renauer und Mathieu Jaminet im Precote Herberth Motorsport Porsche 911 GT3 R.

Dritter ist Marvin Kirchhöfer, der in Leipzig geboren wurde, gemeinsam mit Daniel Keilwitz in der Callaway Competition Corvette C7 GT3-R, 19 Punkte zurück.
Die Corvette hat nach einer überfälligen BoP-Anpassung nun Gott sei Dank wieder etwas mehr Luft zum Atmen. Der Durchmesser des Restriktors wurde von 50 auf 52 mm zurückgeändert.

Auch in diesem Jahr scheint es im Kampf um den Titel wieder so zu sein, dass Konstanz der Schlüssel zum Erfolg ist. Die aktuellen Tabellenführer haben, ebenso wie die Zweitplatzierten, bisher nur einen einzigen Sieg eingefahren. Dafür sammelte man regelmäßig kräftig Punkte mit Podestplatzierungen.

An dieser Stelle muss noch einmal darauf hingewiesen werden, dass Callaway Competition trotz zweier Siege in dieser Saison, hauptsächlich aufgrund der nach dem Red Bull Ring geänderten BoP, mit insgesamt sechs, zuletzt vier Null-Runden in Folge, von der Tabellenspitze auf Platz drei durchgereicht wurde.

Die beiden Lamborghini-Werksfahrer vom Team ORANGE1 by GRT Grasser, Mirko Bortolotti und Andrea Caldarelli, sind mit einem Rückstand von 43 Punkten auf die Tabellenführung immer noch im Rennen um den GT Masters-Titel 2018. Auch sie mussten drei Null-Runden in Folge verkraften und daher müssen sie auf dem Sachsenring kräftig punkten, um ihre Chancen auf die Meisterschaft zu wahren.

Ein Heimspiel steht auch beim Team YACO Racing von Uwe Geipel auf dem Programm. Die sympathische Mannschaft aus Plauen kämpft in diesem Jahr bisher leider überaus glücklos. Ein Erfolgserlebnis beim Heimrennen wäre Rahel Frey und Philip Geipel im grünen Audi R8 LMS sehr zu gönnen.
Die bisherige Erfolgsbilanz von Audi am Sachsenring (erfolgreichster Hersteller mit 10 Siegen), gibt zumindest Grund zu Optimismus!

Wie bereits häufiger in diesem Jahr, gibt es auch im Osten der Republik wieder Änderungen bei den Fahrerpaarungen. Christopher Mies von Land-Motorsport, einer der Vorjahressieger, wird sich das Auto am Wochenende mit dem Spanier Alex Riberas, mit dem er zusammen den Blancpain GT Series Sprint Cup anführt, teilen. Jake Dennis startet derweil bei den 24 h Barcelona.

Auch bei AutoArenA Motorsport gibt es eine Umbesetzung. Nachdem bei den beiden letzten Events am Nürburgring und in Zandvoort jeweils Raffaele Marciello Partner von Patrick Assenheimer war, wird diesmal Maro Engel an seiner Seite starten. In Zandvoort belegten die beiden Mercedes-Piloten am Sonntag einen hervorragenden und hochverdienten zweiten Platz.

Und bei BWT Mücke Motorsport nimmt der Sohn des Teamchefs, Stefan Mücke, nach seinem Einsatz in der FIA WEC in Silverstone wieder seinen Stammplatz an der Seite von Jeffrey Schmidt ein. Das Gleiche gilt für Kévin Estre, der ebenfalls vom Einsatz in Silverstone an die Seite von Timo Bernhard im KÜS Porsche zurückkehrt.


Keyfacts, Sachsenring, Hohenstein-Ernstthal, Deutschland, Saisonläufe 11 und 12 von 14

Streckenlänge: 3.671 Meter
Layout: 13 Kurven (drei Rechts-, zehn Linkskurven), gegen den Uhrzeigersinn befahren
Sieger 2017, Rennen 1: Connor De Phillippi/Christopher Mies (Montaplast by Land-Motorsport, Audi R8 LMS)
Sieger 2017, Rennen 2: Sebastian Asch/Edoardo Mortara (BWT Mücke Motorsport, Mercedes-AMG GT3)
ADAC GT Masters auf dem Sachsenring im TV: Beide Rennen werden live bei SPORT1 übertragen (der Start erfolgt am Samstag um 15 Uhr, am Sonntag um 13.05 Uhr). Online sind die Rennen im Livestream unter sport1.de, adac.de/motorsport und youtube.com/adac zu sehen.

Creventic plant Langstreckenserie in den Emiraten

Die Creventic-Organisation plant ein neues Projekt. Mit 3 Rennen über den Winter soll die 24h Middle East Series i2019 als Winterserie neue Kunden aquirieren. Die Mini-Serie soll an 3 aufeinander folgenden Wochenenden in den Vereinigten arabischen Emiraten stattfinden.

Den Auftakt macht 2 Wochen nach den 24h von Dubai 2019 die 6h von Dubai am 25-26 Januar. Eine Woche später stehen die 4H von Abu Dhabi am 1-2 Februar auf dem Programm. Abgeschlosse werden soll die Serie am 7-8 Februar mit den 10h von Dubai. Als Fahrzeugklassen sind die aus der 24 Stunden-Serie bekannten Klassen GT3/A6, SPX, 991 Cup, und GT4, sowie die Prototypenklassen P2, P3, P4, und CN geplant.

Laut Ole Dörlemann von der Creventic möchte man den bei den 24h von Dubai engagierten Teams zusätzliche Testmöglichkeiten bieten. Allerdings kollidieren die Pläne nicht nur mit denen der Driving Force Events Ltd, dem Orgaanisator der Gulf 12 hours , die dieses Jahr mit der Gulf Sportscar Championship eine eigene Sprintserie in den Emiraten starten wollen. Auch mit den 24h von Daytona und den Bathurst 12h gibt es Terminüberschneidungen. Zudem dürfte der eng gestrickte Zeitplan mit 3 Langstreckenrennen an 3 aufeinanderfolgenden Wochenenden eigene logistische Herausforderungen für die Teilnehmer mit sich bringen. Im Endeffekt wird die Resonanz der Teilnehmer über den Erfolg des neuen Serienangebots entscheiden.

Herbert Schnitzer jun. folgt auf Charly Lamm

Zum 1. Januar 2019 wird Charly Lamm die Geschäftsführung der Schnitzer Motorsport GmbH an Herbert Schnitzer jun., den Sohn von Teamgründer Herbert Schnitzer sen. übergeben.

„Der Motorsport entwickelt sich weiter – und dasselbe gilt mit diesem Generationswechsel und einer neuen strategischen Ausrichtung auch für Schnitzer Motorsport“, sagt Schnitzer senior. „Es bricht eine neue Ära im Team an. Ich bin sicher, dass wir auch in Zukunft im Auftrag von BMW erfolgreich auf der Rennstrecke unterwegs sein werden. Dafür gibt jeder in der Mannschaft alles. Ein großer Dank geht an Charly für all das, was er für und mit Schnitzer Motorsport in den vergangenen fast vier Jahrzehnten geleistet hat.“

„Mir ist diese Entscheidung alles andere als leicht gefallen“, sagt Lamm. In all den Jahrzehnten ging es mir immer um den maximalen Erfolg für das Team Schnitzer und für BMW. Dabei war uns keine motorsportliche Herausforderung zu groß. Allerdings war dies bei allen großartigen Momenten auch eine Zeit der Entbehrungen, was das Familien- und Privatleben anging. Jetzt ist es für mich an der Zeit, meine Prioritäten neu zu ordnen. Meine Zeit in vorderster Front bei Schnitzer kommt nun zu einem Ende. Ich bin Herbert Schnitzer, BMW Motorsport und unserem großartigen Team unendlich dankbar für alles, was ich auf dieser Reise erleben durfte.“

Schnitzer junior ergänzt: „Ich habe großen Respekt vor meiner neuen Aufgabe, freue mich aber auch sehr darauf. Gemeinsam mit dem Team werde ich alles dafür geben, damit wir auch zukünftig große Erfolge feiern werden. Die Fußstapfen von Charly Lamm sind groß. Unter seiner Führung hat Schnitzer Motorsport mehr als einmal Rennsport-Geschichte geschrieben. Darauf möchten wir aufbauen.“

Unter der sportlichen Führung von Charly Lamm feierte Schnitzer Motorsport große Triumphe im internationalen Rennsport – darunter der Gesamtsieg bei den 24 Stunden von Le Mans 1999, insgesamt zehn Gesamtsiege bei den 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring und in Spa, sowie Titel in der DTM, der Tourenwagen-WM und -EM sowie in vielen weiteren Rennserien weltweit.
(Pressemitteilung Schnitzer Motorsport)

2 BMW-GT4-Siege in Budapest

DieRN Vision STS Hung pole Startrace1 beiden Rennen der GT4-European Series am Hungaroring sind an diesem Wochenende von verschiedenen BMW-Crews dominiert worden. Bei sehr wechselhaften Wetterbedingungen wurden zudem beide Läufe mit der roten Flagge abgebrochen. Im ersten Lauf setzte sich das niederländische MDM Motorsport BMW M4-GT4-Duo Simon Knap und Max Koebold gegen das RN Vision STS BMW-Duo Gabriele Piana und Razvan Umbrarescu durch. In Lauf 2 gelang der RN Vision STS-Mannschaft nach einem gelungenen Reifenpoker auf abtrocknender Strecke der erste Doppelsieg in der Serie. Dabei siegten die BMW-Junioren Beitske Visser und Nico Menzel vor Piana/Umbrarescu.

Die Pole MDMbmwhungzu Lauf 1 (Link zum Videoreplay) hatte bereits Gabriele Piana für die deutsche RN Vision STS-Mannschaft mit einer 1:53, 677 erzielt. Vom Start weg stob der Italiener davon und war auch bis zum Beginn des Boxenstopfenstes nicht mehr von der mit sich selbst beschäftigten Konkurrenz einzuholen. Dann kam der Regen der das Feld ordentlich durcheinander würfelte, so das die Rennleitung sich genötigt sah unter dem Boxenstopfenster das Safetycar auf die Strecke zu schicken. Piana leistete sich einen winzigen Fehler als er aufgrund des rutschigen Asphalts beim ersten Versuch die Boxengasse anzusteuern wieder auf die Strecke rutschte. Diese Kleinigkeit reichte dem MDM-BMW von Knap und Koebolt um beim Stop vorbei zu ziehen. Wie auch die deutsche RN Vision STS-Mannschaft hatten die Niederländer dabei auf einen Rennabbruch oder ein Ende hinter dem Safetycar spekuliert und deswegen die Slickreifen trotz der zunehmend überfluteten Strecke auf dem Auto gelassen. Dieser Poker ging auf, während die Teams die die Regenreifen im Nachhinein aufzogen eine längere Standzeit absolvieren mussten und daher am Ende die Gelackmeierten waren. 10 Minuen vor dem Rennende hatte die Rennleitung bei immer sintflutartigeren Niederschlägen ein Einsehen und brach den Lauf ab. Platz 3 im ersten Lauf belegte der Lechner Racing Mercedes AMG GT4 von Janits Schober. Der AM-Sieg im Rennen ging auf Gesamtrang 5 an den österreichischen Allied Racing-Cayman Junior Nicolas Schöll. Die Pro-Am-Klasse entschied auf P6 das racing one Audi R8 LMS GT4-Duo Jules Szymkowiak und Markus Lungstrass für sich.

Lauf 2 umbrarescu piana visser menzel(Link zum Videoreplay) wurde auf feuchter , aber abtrocknender Strecke gestartet, was die Reifenwahl zu einem wahren Poker werden liess. Dem Feuerwerk der regenbereiften Teams zu Beginn folgte nach kurzer Zeit auf der dank 46 Startern schnell abtrocknenden Strecke eine fulminante Aufholjagd der slick-bereiften Mannschaften. An Besten setzten die RN Vision STS-Piloten die Teamstrategie um. Nachdem er in den ersten 3 Runden von Startplatz 3 auf Rang 17 zurückgefallen war, rollte BMW-Junior Nico Menzel (auf dem Photo 1.v.r.) die Konkurrenz von hinten auf und setzte sich in Runde 11 bereits wieder an die Spitze des Feldes. Sein Vorsprung fiel bis zur Übergabe an Co-Pilotin Beitske Visser mit 40s dermassen üppig aus, das auch eine erneute schnellste Rennrunde Gabriele Pianas nich aussreichte um auch nur in Sichweite der schnellen Niederländerin nach vorne zu kommen. Als bei wieder einsetzenden Regen in Runde 21 der Leipert Motorsport Mercedes AMG GT4 von Paverud/Pareiras in die Boxenmauer einschlug, kam das SC erneut zum Einsatz, wobei 3 Runden später das Rennen 8 Minuten vor dem Ende wegen wieder einsetzenden Regens abgebrochen wurde. Hinter dem siegreichen M4-Quartett der Mönchengladbacher Mannschaft, die nach 2 jahren ihren ersten Doppelsieg in der Serie feiern dürfte, schaffte es der Felbermayr-Reiter KTM X-Bow GT4 von Mads Siljehaug und Gottfried Pilz auf den verbleibenden Podiumsrang. Nicolas Schöll gelang erneut mit Gesamtrang 6 ein achtbarer Erfolg in der AM-Klasse. Auch Szymkowiak/Lungstrass holten erneut den Pro-Am-Sieg.

Vor dem Finale auf dem Nürburgring in 2 Wochen hat nun das niederländische MDM-Duo Knap/Koebolt die Tabellenführung übernommen. Dort entscheiden sich dann die Titel in allen 3 Klassen.

24h Barcelona mit 29 GT-Fahrzeugen

Neben den bereits vorgestellten 22 Teilnehmern aus der TCE-Wertung werden wir am kommenden Wochenende auch 29 GT-Fahrzeuge auf dem Circuit de Catalunya sehen. Die 29 Boliden teilen sich auf 5 Klassen auf, den 13 GT3-Fahrzeugen aus zwei verschiedenen Divisionen gebührt dabei der höchste Anteil.

Swiss TeamUm den Gesamtsieg kämpft dabei in erster Linie die A6 Pro-Kategorie. Hier sehen wir 3 Mercedes-AMG GT3 (Ram Racing, IDEC Sport Racing, ROFGO Racing), einen Ferrari 488 GT3 (Scuderia Praha) sowie einen Porsche 911 GT3 R (Herberth Motorsport). Während sich Ram Racing mit dem schnellen Niederländer Rik Breukers verstärkt hat, ersetzt Matt Campbell auf dem Herberth-Porsche Robert Renauer. Die bisherigen Saisonerfolge gehen an Black Falcon (24h Dubai), ROFGO Racing (12h Silverstone), Scuderia Praha (12h Navarra, 24h Portimao) und Herberth Motorsport (12h Imola).

In der A6 Am-Klasse für Amateurpiloten mit Profi-Unterstützung sind 8 Fahrzeuge gemeldet. Diese teilen sich in 3 Mercedes-AMG GT3 (Hofor Racing, Swiss Team, PROsport Performance), 2 Audi R8 LMS (Car Collection Motorsport), 2 Ferrari 488 GT3 (FF Corse, Wochenspiegel Team Monschau) und ein Aston Martin V12 Vantage GT3 (R-Motorsport) auf. Während ein Großteil dieses Feldes in der Meisterschaft bekannt ist, haben wir zwei Gaststarter. Das Wochenspiegel Team Monschau kommt mit den vom Nüburgring bekannten Fahrern Georg Weiss, Oliver Kainz, Jochen Krumbach und Nico Menzel; der Start bei den 24h von Portimao im vergangenen Jahr lief mit Platz 2 vielversprechend. Gaststarter Nummer 2 ist eher aus der aktuellen Blancpain Endurance-Serie bekannt, R-Motorsport bringt einen Aston Martin für Andreas Baenzinger, Peter Leemhuis, Markus Lungstrass und Profi Jake Dennis.

In der Meisterschaft werden beide A6-Klassen zusammen gewertet. In Führung liegt die PROsport-Besatzung Foster/Espenlaub/Putman mit 86 Zählern vor Kral/Malucelli/Pisarik (Scuderia Praha) mit deren 81. P3 mit einem Rückstand von 29 Punkten auf die Führenden geht an Drmic/Eisemann/Lukas (Forch Racing, diesmal nicht am Start).

Für die Klasse SPX sind 6 Fahrzeuge genannt: MARC FocusLamborghini Huracan ST, MARC Focus V8, 2x KTM X-Bow, Vortex sowie Porsche 991 GT3 Cup MR. Der Porsche ist von der VLN bekannt, mit clickversicherung.de-Werbung wird er von Chrzanowski Racing eingesetzt. In der 991-Klasse werden ebenfalls 6 Fahrzeuge erwartet: 2x Porsche Lorient Racing, Ebimotors, IDEC Sport Racing, QSR Racingschool sowie neu dabei Vintic&Shpuntic by HRT. Hinzu kommen noch 4 GT4. 1x Mercedes-AMG GT4 (QSR Racingschool - verstärkt durch Hubert Haupt) sowie 3x Ginetta G55 GT4 (Nova Race, Endurance Team Romania, NM Racing). Das letztgenannte Team konnte den Gesamtsieg im Vorjahr noch knapp für sich entscheiden, wo das Rennen ohne die ganz großen Klassen ausgetragen wurde.

Das Geschehen auf der Rennstrecke beginnt am Donnerstag und Freitag mit drei Testsessions. Darauf folgt ein freies Training und das Qualifying am Freitagabend um 17:30 - 18:30 Uhr. Den Tag beschließt das Nacht-Training von 21:00 - 22:30 Uhr. Das Rennen wird dann am Samstag um 12:00 Uhr gestartet. Ab dem Qualifying wird jede Session live zu verfolgen sein auf der Internetseite des Veranstalters sowie auf dem Youtube-Kanal. GT-Eins wird vor Ort sein und vom Rennen berichten.

24h Barcelona: Das TCE-Feld

Für das 24 Stunden Rennen von Barcelona am kommenden Wochenende haben sich insgesamt 51 Fahrzeuge angekündigt. Wie gewohnt teilt sich das Feld in die GT- und TCE-Wertung auf. Wir beginnen mit der TCE-Vorschau, aufgeteilt in 3 Klassen:

Start 2017Wie üblich stellt die TCR-Gruppe die größte Klasse, 16 Fahrzeuge sind hier gemeldet; deren 8 kommen von Seat/Cupra, 5 Audi, 2 Peugeot und 1 Hyundai. Zusätzlich zu den bekannten Teilnehmern (u.a. von Bas Koeten Racing, Bonk Motorsport, Red Camel, ...) dürfen wir das zweitplatzierte Team aus dem Vorjahr von Monlau Competicion begrüßen, die zwei Cupra TCR (unter anderem mit der bekannten Motorrad-Offroaderin Laia Sanz) genannt haben. Die deutschsprachigen Teams und Teilnehmer teilen sich wie folgt auf: Bonk Motorsport (Bonk, Piepmeyer, Bock, Kletzer), das schweizer Team TTC Racing, sowie Joachim Bölting bei Bas Koeten Racing und Henry Littig bei Red Camel-Jordans.nl. Nach drei von fünf Rennen in der europäischen Wertung führt Antti Buri (Bas Koeten Racing, diesmal nicht am Start) die Klasse mit 73 Punkten an, gefolgt von Harry Hilder/Gijs Bassem (Bas Koeten Racing) mit 63, und Jan Sorensen/Kari-Pekka Laaksonen/Kristian Jepsen (Bas Koeten Racing) mit 53 Punkten. In der Team-Wertung führt NKPP by Bas Koeten Racing mit 63 Punkten vor Red-Camel-Jordans.nl mit 59 Punkten und Kawasaki Racing by Bas Koeten Racing mit 53 Punkten.

In der SP3-Kategorie sehen wir 3 Starter: CWS Engineering hat zwei Ginetta G55 genannt, hier hat man im Vorjahr in der GT4-Klasse den zweiten Rang erzielen können. Zudem sehen wir noch den BMW M4 von Munckhof Racing. Die Meisterschaftsstände in dieser Klasse sind etwas weniger interessant, da jedes Team in der europäischen Wertung bisher erst einmal gepunktet hat: Lamera Cup (diesmal nicht am Start) führt mit 28 Punkten, 6 Punkte dahinter folgt CWS Engineering. Munckhof Racing liegt mit 11 Zählern auf Rang 5.

Die A3-Klasse sieht ebenfalls 3 Fahrzeuge: Die Vorjahres-Klassensieger Synchro Motorsport bringen diesmal den neuen Honda Civic Type-R (FK8) an den Start, RKC/TGM Motorsport kommt mit einer älteren Variante (FD2). Mangels Klassenkonkurrenten startet der BMW M235i Racing Cup von Hofor Racing powered by Bonk Motorsport auch in der A3.

Das Geschehen auf der Rennstrecke beginnt am Donnerstag und Freitag mit drei Testsessions. Darauf folgt ein freies Training und das Qualifying am Freitagabend um 17:30 - 18:30 Uhr. Den Tag beschließt das Nacht-Training von 21:00 - 22:30 Uhr. Das Rennen wird dann am Samstag um 12:00 Uhr gestartet. Ab dem Qualifying wird jede Session live zu verfolgen sein auf der Internetseite des Veranstalters sowie auf dem Youtube-Kanal. GT-Eins wird vor Ort sein und vom Rennen berichten.

Falken-Motorsports Doppelsieg bei VLN6

Der 6.Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft, das 41.te RCM-DMV Grenzlandrennen (der Link führt zum Rennbericht auf unseren Seiten), ist mit dem ersten Doppelsieg des Falken Motorsport Teams zu Ende gegangen. Der Falken-Motorsports Porsche 991 GT3 R von Klaus Bachler und Martin Ragginger querte am Samstag nachmittag nach 28 Runden Renndistanz mit einem Vorsprung von 2,077s auf die BMW-Teamkollegen Stef Dusseldorp und Alexandre Imperatori die Ziellinie. Der Triumph markierte gleichzeitig den ersten Gesamtsieg für den Porsche des Teams, nachdem die langjährige Teilnehmer-Mannschaft den ersten VLN-Gesamtsieg für das langjährige Teilnehmerteam erst im vergangenen Jahr mit dem BMW GT3 bei VLN4 erzielt hatte. Für das Einsatzteam von Teamchef Sven Schnabl war der Sieg der zweite Erfolg in der VLN Langstreckenmeisterschaft.

Den dritten Platz auf dem Podium errang ebenfalls ein in der Farbe Türkis gehaltenes Auto: Konrad Motorsport erzielte mit dem von Michele Di Martino und Christopher Brück pilotierten Lamborghini Huracán GT3 das erste Podiumsergebnis der Mannschaft, das gleichzeitig auch das erste Podiumsresultat eines Lamborghinis in der VLN-Geschichte markierte.

134 Teams hatten das Rennen am Samstag Mittag in Angriff genommen. Die Pole hatte zuvor der Brite David Pittard auf dem Walkenhorst Motorsport BMW M6-GT3 mit einer 7:57.491 erzielt. Jedoch musste sich das Jungtalent auf den mit zunehmender Renndistanz nachlassenden Yokohama-Reifen im Rennen schnell den nachfolgenden Teams beugen. Besonders Klaus Bachler legte mit einigen Rekordrunden, darunter mit einer 7:56,259 der bis dato schnellsten Rennrunde der VLN-Historie, den Grundstein für den späteren Erfolg. Pittard hingegen musste den Polesetter in der 9. Runden mit einem Defekt an der Zündanlage im Klostertal abstellen. In Führung liegend erwischte es auch den Land Motorsport Audi R8 LMS GT3 von Sheldon van der Linde und Jeffrey Schmidt, die mit einem Reifenschaden in Runde 14 auf der Döttinger Höhe strandeten. Von da ab war der Weg frei für das Falken-Duo bei dem sich Schlussfahrer Ragginger erst im letzten Stint gegen Dusseldorp im BMW durchsetzen konnte.

Die Liste der Ausfälle umfasste auch den SP-X Manthey-Porsche #911 den Laurens Vanthoor nach einem Leitplankenkontakt mit Karosserieschäden in der Box abstellen musste. Frikadellis #31 Auto handelte sich durch einen defekten Schlagschrauber einen Folgeschaden ein, der später zur Aufgabe führte. Phoenix Pilot Vincent Kolb rutschte auf seinem eigenen Kühlwasser aus und musste den in den Top-10-Plätzen fahrenden Audi zu einem längeren Reparaturhalt herein bringen.

Am Schlimmsten erwischte es allerdings Getspeed-CUP2-Porsche Pilot John Shoffner der in der 4. Runde nach einem Überholmanöver auf der Quiddelbacher Höhe einen Highspeeddreher mit anschliessenden 9 ½-fachen Überschlag zu überstehen hatte. Der Amerikaner wurde in der Folge nach Koblenz in ein Hospital gebracht und dort nach einer Nacht auf der Intensivstation für mehrere Tage zur Beobachtung stationär behandelt. Er soll sich allerdings auf einem guten Weg der Besserung befinden – von dieser Stelle aus herzliche Genesungswünsche!

GetSpeed Performance konnte sich zumindest mit Gesamtrang 4 für den Porsche 991 GT3 R von Jans/Böckmann/Hamprecht/Osieka und den erneuten Klassensieg im Cayman-Cup trösten. Gesamtrang 5 ging an den Mercedes AMG GT3 der AutoArenA-Mannschaft. Der #30 Frikadelli-Porsche von Klaus Abbelen und Alex Müller sowie der zweite Walkenhorst Motorsport BMW M6-GT3 holten die Plätze 6 und 7 . Die Top-10 komplettierten mit dem Alzen-Porsche der Sieger in der SP7-Klasse, der #123 Mühlner-Porsche als Sieger der CUP2 und der TAM-Porsche als Gruppe H-Sieger.

Der nächste Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft, das 58. ADAC Reinoldusrennen, findet am 22.9 in 3 Wochen statt.

Blancpain Sprint in Budapest

Am starthungaroring race1Hungaroring in Budapest fand an diesem Wochenende das 4 Meeting des Blancpain GT Serien Sprint Cups statt. Mit 23 Teilnehmern trat das bislang grösste Feld des Jahres an.

In Lauf 1 am Samstag trumphierte das Grasser Racing Team mit dem Duo Christian Engelhart und Mirko Bortolotti mit 4,7s Vorsprung vor dem Akka ASP-Mercedes AMG GT3 von Michael Meadows und Raffaele Marciello und deren Teamkollegen Nicolas Jarmin und Denis Butalov, die auch die Silver-Cup-Wertung für sich entschieden.

Lauf 2 fand am Sonntag bei sitflutartigen Streckenbedingungen statt uznd wurde hinter dem SC gestartet. Hier gewann am Ende das AKKA-ASP-Duo Meadows/Marciello 1,1s vor dem Sainteloc Racing Audi R8 LMS GT3 von Christopher Haase und Simon Gachet sowie weiteren 1,4s vor dem Attempto Racing Audi R8 LMS GT3 von Steijn Schonhorst und Kelvin van der Linde, die sich knapp vor dem Belgian Audi Club Team WRT Audi von Christopher Mies und Alex Riberas durchsetzen konnten.

Das Finale der BSS findet in 2 Wochen am Nürburgring statt.

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