Ein GTLM-Porsche für die IMSA

Proton WT designPorsche bleibt trotz des offiziellen Rückzugs aus der IMSA-WeatherTech SportsCar Championship weiter in der GTLM-Klasse der amerikanischen Sportwagenmannschaft engagiert. Wie heute bekannt wurde, wird ein privat eingesetzter Porsche 911 RSR-GTE unter dem Banner von Weather Tech Racing in der kommenden Saison in der nordamerikanischen Serie für den amerikanischen Piloten Cooper MacNeil eingesetzt werden. Einsatzteam wird dabei die deutsche Proton Competition Mannschaft werden.

MacNeil wird dabei von einer wechselnden Truppe von Werkspiloten unterstützt werden. So werden in Daytona Kevin Estre Gianmaria Bruni und Richard Lietz den 28-jährigen dreifachen nordamerikanischen Ferrari Challenge Meister und zweifachen ALMS-GTC-Champion auf dem Alex Job Racing Porsche unterstützen. Zudem plant die Mannschaft auch ein Engagement in der GTE-Pro-Klasse des 24 Stunden Rennen von Le Mans .

Die jetzige Kooperation zwischen MacNeils Hauptsponsor Weather Tech und Proton Competition geht auf ein gemeinsames Antreten 2016 beim Klassiker an der Sarthe zurück (Bild). Für die deutsche Mannschaft von Teamchef Christian Ried ist es das erste Engagement in der IMSA-Szene, nachdem man dieses Jahr bereits Programme in der Europäischen Le Mans Serie und der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft ins Auge gefasst hat.

Mit dem Porsche Engagement ist wohl Weather-Techs gerüchteltes Ferrari-GTE-Projekt mit der Scuderia Corse hinfällig geworden. Ob neben dem einzelnen Porsche und den beiden Werks-Corvettes weiter Wagen in der Klasse antreten werden ist noch nicht klar, da BMW sein Programm noch nicht voll umfänglich bestätigt hat.

Inter-Europols WEC-Besatzung

inter europol oreca renderDas Inter-Europol Competition Team hat heute die Besatzung des WEC-Programms für die Saison 2021 bekannt gegeben. Neben dem bereits zu Beginn fixierten 29-jährigen Stammpiloten Jakub Smiechowski, der das LMP-Programm der Mannschaft seit dessen Beginn 2016 begleitet, werden der Europäische Le Mans Serie-Vizemeister Alex Brundle (30/GB), der zweifache, amtierende 24h Daytona-Sieger Renger van der Zande (34/NL) und beim Saisonauftakt in Sebring der amtierende IMSA-DPi-Champion Helio Castroneves (45/BR) die Besatzung des Orecas in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft bilden. Inter-Europol Competition schreibt damit Motorsport-Geschichte: die von der deutschen Keese-Motorsport-Mannschaft als Einsatzteam betreute Truppe ist das erste unter polnischer Nennung in der Langstrecken-WM antretende Team.

Jakub Smiechowski PLFür Alex Brundle UKSmiechowski, der als der obligatorische Silber-Pilot im Team antritt, wird ein lang gehegter Traum wahr: „... Als wir Inter-Europol gegründet haben, haben wir nicht mal davon geträumt, eine Saison in der Weltmeisterschaft bestreiten zu können. Ich denke, wir haben eine richtig gute Besatzung zusammen gestellt. Mit Leuten wie Alex, Renger und Helio zu arbeiten, wird mit Sicherheit eine tolle Erfahrung sein. Ich kann es kaum erwarten, dass es losgeht.“

Mit Alex Brundle schnappt Inter-Europol Competition der Konkurrenzmannschaft von United Autosports einen ihrer bisherigen Stammfahrer vor der Nase weg. Der Brite, letztes Jahr Vizemeister in der Europäischen Le Mans Serie und 2016 mit dem anglo-amerikanischen Team LMP3-Champion im europäischen ACO-Ableger bringt bereits WM-Erfahrungen mit den Teams United Autosports, Jackie Chan DC Racing, G-Drive-Racing, Pegasus Racing und Oak Racing aus den letzten Jahren mit – unterbrochen von einem kurzen LMP1-Gastspiel im Ginetta-Team.

Renger van der Zande NLDer Helio Castroneves BRNiederländer Renger van der Zande hat sich seit seinem LMP-Debüt im By-Kolles-Lotus 2012 als einer der schnellsten Sportwagen-Asse seines an GT- und Sportwagentalenten nicht gerade armen Landes etablieren können. Nach dem IMSA-LMPC-Titel 2016 stechen vor allem die beiden Daytona-Siege 2019 und 20 hervor. „... Leider habe ich eine Überschneidung mit dem ersten Lauf der IMSA in Sebring, so dass ich dort nicht in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft fahren kann, aber ich werde das Rennen beobachten und hoffe, dass Inter-Europol Competition beim 1000-Meilen Rennen ein gutes Debüt hat, während ich mich auf das 12-Stunden-Rennen mit Chip Ganassi Racing konzentriere. Somit beginnt meine WEC-Saison erst beim nächsten Rennen in Spa-Francorchamps

Rengers Ersatzmann in Sebring wird der aktuelle DPi-Champion Helio Castroneves, der sich das Doppel-Programm in Sebring zutraut und nur sehr auf sein WEC-Debüt freut. „Wir haben schon letztes Jahr mit dem Team die Möglichkeit erörtert gemeinsam in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft zu starten und jetzt konnten wir diesen sehr speziellen Event fixieren. Ich hoffe dadurch ergeben sich weitere Möglichkeiten gemeinsam etwas in der kommenden Saison zu unternehmen..“

Die vorliegende Besatzung dürfte eine der stärksten sein die Inter-Europol Competition bislang unter Vertrag hatte. Durch den zusätzlichen Wechsel weg von Langzeit-Partner Ligier hin zum Oreca macht das Team klar das man nicht nur Staffage im WEC-Feld sein möchte. Klassen-Podien und Siege sind das insgeheim erklärte Ziel. Der im niedersächsischen Hameln stationierten Mannschaft wären entsprechende Erfolge zu wünschen!

Glickenhaus verschiebt Hypercar-Debüt

alpineunfallDie Scuderia Cameron Glickenhaus wird das Debüt ihres SCG007 Hypercars für die FIA Langstrecken Weltmeisterschaft um ein Rennen auf die zweite Meisterschaftsrunde in Spa-Francorchamps verschieben. Das hat Teambesitzer James Glickenhaus unseren Kollegen von Sportscar 365 gegenüber in einem exklusiven Interview angekündigt. Die amerikanische Mannschaft geht davon aus das der Auftakttermin der Meisterschaft in Sebring erneut wie schon im Vorjahr der COVID19-Pandemie zum Opfer fallen könnte und will sich daher darauf konzentrieren bei der zweiten Runde in Spa-Francorchamps den ersten Einsatz mit einem voll ausgetesteten 2-Wagen-Team in Angriff nehmen zu können.

Mit der Verschiebung des Debüts um ein Rennen von März auf Mai bliebe dem Team dafür mehr Zeit für eine ordentliche Entwicklung und Homologation des Boliden der als einziger Konkurrent der neuen Toyota-Hypercars in Le Mans in diesem Jahr erwartet wird. Abgesehen von Glickenhaus und Toyota hat lediglich die ByKolles Racing Mannschaft ein Hypercar-Projekt mit derzeit noch unbekannten Entwicklungsstand angekündigt, während in der Top-Klasse lediglich noch Alpine mit einem eingebremsten Vorjahres LMP1 von Rebellion Racing als Konkurrent bestätigt ist.

Im Rahmen des Interviews enthüllte James Glickenhaus zudem das man sich als Entwicklungspartner des neuen Boliden sowohl Personal von Joest Racing als Einsatzteam als auch Sauber als aerodynamischen Entwicklungspartner mit ins Boot geholt hat. Somit steigt das amerikanische Team, das unverständlicherweise immer noch keine Starterlaubnis von der IMSA erhalten hat, mit einer bemerkenswerten deutschsprachigen Beteiligung auf ingenieurstechnischer Seite in die neue Fahrzeugklasse ein. Bislang hatte die Mannschaft von Glickenhaus sich einen weltweit beachteten Namen beim 24h-Klassiker auf der Nürburgring Nordschleife, an der Glickenhaus einen Narren gefressen hat, gemacht, indem er dort technisch hoch entwickelte GT-Super- und Hypercar-Boliden an den Start brachte.

Joest soll nach Erklärung von Glickenhaus für den operativen Einsatz der SCG007-Hypercars in Le Mans und der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft verantwortlich zeichnen, während Sauber seinen für die F1 entwickelten Windkanal für die Entwicklung der Aerodynamik zur Verfügung gestellt hat. Joest wird dabei beim Le Mans Testtag die volle Verantwortung tragen, da just an diesem Wochenende der zweite Auftritt des SCG004 GT-Boliden beim 24 Stunden Rennen am Nürburgring parallel durch das Glickenhaus-Team durchgeführt wird. Das erste Chassis des SCG 007 befindet sich im Aufbau bei Glickenhaus´s italienischen Entwicklungspartner Podium Advanced Technologies. Durch die Verschiebung des Debüts gewinnt man Zeit bei der Homologation des Autos, die durch einen 1:1 Windkanaltest des Autos im Sauber-Windkanal abgeschlossen werden soll. Dadurch bleibt mehr Zeit die Ergebnisse der letztjährigen 60%-Windkanaltest an verkleinerten Modellen des Boliden in die Reallität umzusetzen. Letztlich soll der Homologation ein Rollout im kommenden Monat gefolgt von einem 30h-Langstreckentest folgen.

Mitte Mai will das Team dann auch die Besatzung der beiden Boliden bekannt geben. Hier will James Glickenhaus seiner Aussage nach einen Mix aus erfahrenen und jungen talentierten Piloten einsetzen die einen Hintergrund in der F1, der LMP1 und der LMP2 aufweisen. Unsere Kollegen haben in diesem Zusammenhang den Namen des Briten Richard Westbrook in den Ring geworfen. Neben Westbrook fuhren in der jüngsten Vergangenheit auch die Piloten Thomas Mutsch, Franck Mailleux, Felipe Fernandez Laser, Andreas Simonsen, Jeff Westfahl und Andrea Picchini für die Mannschaft des engagierten amerikanischen Milliadärs bei dessen Nordschleifeneinsätzen.

Red Bull plant DTM-Engagement

Red Bull hat bekannt gegeben die beiden Piloten Alexander Albon und Liam Lawson in der kommenden Saison in der DTM zu unterstützen. Weder das Einsatzteam noch die Marke mit der man an den Start gehen will wurden allerdings benannt. Demzufolge sucht der Hauptsponsor beider Piloten wohlmöglich derzeit noch nach einem geeigneten Einsatzteam. Der 23.jährige britisch-thailändische Albon fuhr 2019 und 2020 insgesamt 38 F1-GP für die Teams Toro Rosso und Red-Bull Aston Martin und war 2016 Vizemeister der GP3-Serie.

8 Autos in der Gesamtsieger-Klasse in Dubai

8 GT3-Pro-Mannschaften stehen auf der Nennliste der 24 Stunden-Serie der Creventic-Organisation für die 16. Ausgabe der 24h von Dubai parat. Die GT3-Pro sind in der Regel gegenüber der GT3-Am-Klasse fahrerisch homogener und stärker besetzt, so das der Gesamtsieger sich höchstwahrscheinlich aus der Riege dieser Teams rekrutiert, so denn nicht dieses Jahr erneut den Teilnehmern der Himmel auf den Kopf fällt so wie im letzten Jahr.... .

3 Porsche 991 GT3 R, je 2 Mercedes AMG GT3 und Audi R8 LMS GT3 sowie ein Lamborghini Huracán GT3 evo sind in der Top-Klasse genannt. Da in Dubai bislang nur deutsche Hersteller gewonnen haben (Porsche und Mercedes je 5 mal, BMW 3 mal und Audi 2 mal) spricht aus statistischer Sicht alles gegen den einzigen Grasser Racing Team-Lamborghini in der Klasse, der allerdings mit Rolf Ineichen und Adrian Amstutz (2014 Sieg mit dem Stadler-Porsche) sowie Rik Breukers (2019 mit Car-Collection) 3 ehemalige Gesamtsieger im Cockpit hat. Da zudem Audi-Rückkehrer Mirko Bortolotti mit auf dem Auto sitzt sollte man die mit Underdog-Status versehene Crew auf keinen Fall vorzeitig abschreiben.

Das Porsche-Lager in der Top-Klasse setzt sich aus den Teams Herberth Motorsport (Sven Müller und Klaus Bachler unterstützen die Privatiers Häring/Kolb & Triller), GPX Racing mit einer frankophonen Crew (Julien Andlauer, Mathieu Jaminet, Frederic Fatien und der seit über 40 jahren aktive Alt-Haudegen Alain Ferté werden vom Südafrikaner Axcil Jeffries unterstützt) sowie Dinamic Motorsport (mit Matteo Cairoli als Top-Fahrer einer schweiz-italienischen Crew) zusammen.

Dem 6. Porsche-Sieg wollen sich auf Seiten von AMG das Haupt Racing Team (ex-Black falcon – die 5-fachen Rekordsieger) mit dem bereits bekannt gegebenen Quintett Haupt/Engel/Assenheimer/Ratcliffe/Al Qubaisi sowie die französische Racetivity-Mannschaft entgegenstemmen, hinter der sich Francois Perrodo mit seinen Stammpiloten Collard, Vaxiviere und dem hierzulande eher unbekannten Charles-Henri Samani verbirgt. Audi baut auf die beiden Crews vom Belgian Audi Club Team WRT (hier das vor einigen Tagen veröffentlichte Lineup) und Attempto Racing , die nach dem Sieg bei den Gulf 12 hours im Vorjahr nun mit dem Quintett Christoph Mies, Markus Winkelhock , Alex Aka, Philipp Sager und Finlay Hutchinson den zweiten Klassiker in den Emiraten auch noch gewinnen wollen.

Team Parker Crew für die Gulf 12h

Das britische Team Parker Racing hat die Besatzung seines Bentley Continental GT3 evo für die Gulf 12 hours in Bahrain Ende dieser Woche bekannt gegeben: Derek Pierce, Andy Meyrick und Euan McKay werden das erstmals auf dem Sakhir Bahrain International Circuit ausgetragene Rennen im Bentley bestreiten.

Das Team Parker welches das Fahrzeug letztes Jahr im GT World Challenge Europe Endurance Cup powered by Amazon Web Service einsetzte hat noch keine Einsatzpläne für 2021 bekannt gegeben. Wie bereits berichtet will Bentley spätestens Ende 2021 die Unterstützung für die an Kundenteams ausgegebenen Modelle des GT3-Boliden einstellen. Somit ist es durchaus denkbar das der Einsatz der Privatmannschaft 2021 der letzte Renneinsatz des Boliden überhaupt ist, nachdem man 2013 den allerersten Einsatz ebenfalls bei den Gulf 12 Hours absolvierte.

LMP2-Daytona Debüt für Mies und Schiller

Das amerikanische Dragonspeed Team hat nun auch die Besatzung des zweiten Oreca LMP2 für die 24 Stunden von Daytona fixiert – und dabei auch 2 deutsche Piloten mit in den Kader berufen. An der Seite von Kundenpilot Eric Lux sollen Christopher Mies und Fabian Schiller sowie Devlin de Francesco die Besatzung des #18 Oreca 07 Gibson bilden.

Während es für den 31-jährigen Mies, u.a. Champion des ADAC GT-Masters, der Blancpain Endurance Serie und des FIA GT3-Europacups sowie 2-facher Sieger des 24 Stunden Rennen am Nürburgring, das erste Engagement in einem LMP ist, hat der 23-jährige Schiller, u.a. Silver-Cup Sieger im Blancpain GT Endurance Cup sowie Meister im Renault Sport RS1-Cup , bereits 2017 erste Erfahrungen in der AsLMS in einem LMP2 der älteren Generation sammeln können. Beide deutsche Piloten waren in den letzten Jahren vorzugsweise in der GT3-Szene unterwegs, Mies als Mitglied des Audi- Werkskaders und Schiller als Angestellter der GetSpeed Performance Mercedes AMG GT3 Mannschaft.

Mit dem 20-jährigen Kanadier und Indy-Lights-Piloten de Francesco haben beide zudem einen Piloten mit im Cockpit der Erfahrungen aus der DPi-Klasse bei den letzten 2 Ausgaben des Klassikers in Florida mitbringt. Auch Mies ist die Strecke nicht unbekannt – 2017-19 war er dort 3 Jahre in Folge im Land Motorsport Audi R8 LMS GT3 in der GTD-Klasse unterwegs.

Damit hat die amerikanische Dragonspeed-Truppe von Teamchef Elton Julian beide Besatzungen für ihre 2 in Daytona geplanten Autos fixiert, nachdem man schon vor einer Woche Rinus Veekay, Ben Hanley, Garett Grist und Rob Hodes als Fahrer auf dem Schwesterauto bekannt gegeben hatte. Die LMP2-Siegermannschaft der letzten 2 Ausgaben des Klassikers will auch bei dessen anstehender 59.Ausgabe wieder den Klassensieg zum dann dritten Mal in Folge einfahren. Allerdings wird dieses Mal die Konkurrenz wohl so zahlreich wie bislang noch nie auftauchen. Schätzungen gehen von einem LMP2-Feld von an die 10 Autos aus.

GT Rebellion Serie

Eines der im letzten Jahr auf unseren Seiten etwas zu kurz gekommenen Themen war die für 2021 geplante Schaffung einer neuen Langstreckenserie durch die SRO . Die GT-Rebellion Serie soll die aus der GT World Challenge Europe verloren gegangenen Bronze-Fahrer als solvente Kundengruppe wieder unter den Schirm der Organisation von Stephane Ratel zurück holen. Die 4 Runden umfassende Serie soll dabei parallel bei den Meetings der GT Sports Club Veranstaltungen – quasi der 2. Liga der europäischen SRO-Veranstaltungen - ausgetragen werden.

Während sich das Rennformat der GT-Rebellion an dem Grundkonzept des zunehmend nur noch von Profis frequentierten GT World Challenge Europe-Endurance-Cups orientiert (3h-Rennen mit Fahrerwechsel) will man hier ein Format schaffen das speziell auf Bronce-Fahrer als Wageneigentümer zugeschnitten ist. So sollen nur noch 2 Bronce-fahrer, also Piloten mit Amateureinstufung, sich ein Fahrzeug und die Gesamtfahrzeit von 3h teilen. Die Rennen sollen dabei prinzipiell in 4 Stints a 45 Minuten mit 3 Boxenstopps aufgeteilt werden, so das jeder Pilot 90 Minuten Fahrzeit bekommt. Zusätzlich sind mindestens 2 Fahrzeugklassen für die aktuelle vierte Generation der GT3-Fahrzeuge und eine für die vergangene dritte Generation der GT3 (z.B. Ferrari F458, BMW Z4, Mercedes SLS) sowie optional auch eine Klasse für GT4-Fahrzeuge angedacht. Die Teams sollen zudem ermuntert werden sich für die Am-Klasse des 24 Stunden Rennen von Spa-Francorchamps einzuschreiben.

Stephane Ratel will mit der Einrichtung der neuen Serie die er im Rahmen seiner traditionellen Pressekonferenz bei den 24h von Spa vorstellte, der zunehmenden Abwanderung der GT-Amateure in andere Serien entgegentreten. Angesichts der zwar spektakulären aber zunehmend robusteren Fahrweise in der GTWCE haben sich immer mehr Bronce-Piloten, die zunehmend bei den Rennen unter die Räder der schnelleren Profis geraten, aus der SRO-Szene in alternative Serien wie die 24 Stunden-Serie, den Michelin Le Mans Cup, die GT-Open oder die diversen nationalen Serien zurückgezogen. Um diesen Serien wieder die Kunden abzujagen soll nun das neue Format diese Stammkundschaft an die SRO binden.

Mittlerweile haben schon die ersten 4 Mannschaften ihre Teilnahme an dem neuen Langstreckenformat bestätigt. So hat Rinaldi Racing gleich 3 Nennungen eingereicht: je einen Ferrari F488 GT3 für die Piloten Manuel Lauck und Christian Hook, sowie Pierre Ehret und einem noch zu bekannt gegebenden Piloten sowie einen noch nicht besetzten Ferrari F458 GT3 Italia für die Gen3-Klasse. AKKA ASP will 2 Mercedes AMG GT3 beisteuern, während die Ferrari-Mannschaft der Scuderia Villorba Corse einen weiteren Ferrari an den Start bringen will. Letztes bislang bekanntes Team ist Barwell Motorsport, die zumindest einen Lamborghini Huracán GT3 evo eingeschrieben haben.

Der Kalender der GT-Rebellion Serie, die ihren Namen vom ehemaligen Hauptsponsor des Rebellion Racing Teams bezieht der nun seine Unterstützung in das Umfeld der SRO verlagert hat lautet wie folgt:
15-17 April: Monza (GTWC Europe)
14-15 Mai: Hockenheim
25-27 Juni: Silverstone 500 (British GT)
1-3.Oktober: Circuit Paul Ricard (FFSA GT)

24h Dubai in der Krise?

Mit 53 Wagen startet in etwas mehr als einer Woche vom 14 bis zum 16 Januar die 16.Ausgabe der 24h von Dubai in die 2021´er Saison der 24 Stunden-Serie . Was sich auf den ersten Blick wie ein gut gefülltes Feld anhört lässt bei tieferer Berachtung doch ein wenig Sorge aufkommen. Denn diese Zahl markiert mit 23 Teams weniger wie im Vorjahr das kleinste Feld in der 16 jährigen Geschichte des Wüstenenduros. Damit unterbietet man noch klar die Feldgrösse der Auftaktausgabe 2006 die immerhin 66 Mannschaften an die damals noch mitten in der unbebauten Wüste liegende Strecke zog. Mit der augenblicklich sich auf dem Höhepunkt befindlichen Corona-Pandemie und den selbst auferlegten Reisebeschränkungen vieler Teams und Piloten ist die Ursache schnell benannt, doch könnten deren Auswirkungen auch tiefer greifen – doch dazu später...

Insgesamt starten bei der geplanten Ausgabe 17 GT3-Mannschaften (Vorjahr: 23), 4 GTX-Teams (8), 9 Porsche Cup-Mannschaften (11), 6 GT4-Wagen (12), 12 TCR-Teams (16) und 5 weitere Equipen in der TCX-Klasse (5) zeigen einen Rückgang in allen Klassen auf.

Die Nennliste verzeichnet immerhin mit Stand vom 3.1. Mannschaften aus 18 Nationen , wobei das deutsche Kontingent mit 19 Autos das grösste im Feld stellt. Mit 4 Schweizer TCR-Teams sowie je einem Auto aus Luxemburg und Österreich steigt das deutschsprachige Kontingent der Starter sogar auf 25 Wagen an – mithein fast die Hälfte des Feldes. Weitere Teams kommen aus den vereinigten arabischen Emiraten (wobei lediglich 2 Teams sich eine Teilnahme am „Heimspiel“ gönnen), Italien., Belgien, Frankreich, Italien, Belgien Frankreich den Niederlanden, Gross-Britannien, der Slovakei, Polen, Ungarn, Dänemark, den USA, Kanada, Japan und Thailand.

Bei der Zahl der engagierten Hersteller sinkt die Anzahl in diesem Jahr auf 12 - lediglich Porsche Audi, BMW, Mercedes, VW, Dodge, McLaren, Lamborghini, Aston Martin, Ginetta, Vortex und Cupra sind als Hersteller in diesem Jahr präsent.

Da 3 Autos laut aktuellem Stand der Nennliste noch keine Besatzung aufweisen, könnte die Anzahl der Starter beim Wüstenklassiker in diesem Jahr noch weiter sinken. Das wäre ein Indiz das der Teilnehmermangel der 24h-Serie in diesem Jahr (der sich im letzten Jahr mit einigen Rennen die mit weniger als 20 Startern abgehalten wurden schon deutlich abgezeichnet hatte) fortsetzen wird. Die 24h-Serie täte gut daran, jetzt schon auf den sich abzeichnenden Trend zu reagieren und ihren Kalender 2021 Pandemie-bedingt von 8 Rennen auf eine machbare Anzahl von 3-4 Events zu reduzieren, was den teilnehmenden Teams und Piloten eine Teilnahme an der gesamten Saison vereinfachen würde.

Auf die Teilnehmer in den einzelnen Klassen werden wir in den nächsten Tagen in lockerer Reihenfolge im Detail eingehen.

Zahlenspiele zur GT4 Germany 2020

startr2Die beiden Allied Racing-Piloten Jan Kasperlik und Nicolaj Møller Madsen wurden 2020 die Fahrer-Champions in der ADAC GT4 Germany. Das Porsche 718 Cayman GT4-Duo sammelte in 12 Saisonrennen insgesamt 4 Laufsiege. Kein anderes Gespann war so erfolgreich. Dazu kamen noch 4 weitere Podiumsplatzierungen.

- Neben den Champions konnten auch die True Racing-Piloten Florian Janits und Reinhard Kofler im KTM X-Bow GT4-Evo sowie Julien Apothéloz und Luca Trefz im Mann-Filter Team HTP-Winward im Mercedes AMG GT4 mehr als einen Laufsieg feiern. Beide Duos erzielten jeweils zwei Triumphe.

- Fünfmal wechselte die Tabellenführung während der Saison. 3 Fahrerpaarungen hatten mindestens einmal die Spitze inne. Außer den Meistern Kasperlik/Møller Madsen waren dies Apothéloz/Trefz und auch Michael Schrey und Gabriele Piana im Hofor Racing by Bonk Motorsport BMW M4-GT4. Alle drei Duos befanden sich am Saisonende in den Top-3 der Gesamtwertung.

fpnring schütz- Neben dem Porsche 718 Cayman GT4, Mercedes AMG GT4 und KTM X-Bow GT4-Evo trugen sich noch zwei weitere Rennwagen in die Siegerlisten der ADAC GT4 Germany 2020 ein. Dabei handelte es sich um den BMW M4-GT4 und den McLaren 570S GT4.

- Insgesamt waren 18 Teams in der Saison 2020 mit dabei. 16 Mannschaften hatten eine Vollsaison-Nennung eingereicht. Dazu kamen noch die zwei Gaststarter: das Porsche Zentrum 5 Seen Motorsport in Hockenheim und Prosport Racing am DEKRA Lausitzring.

- Das Team Allied Racing setzte in der ADAC GT4 Germany 3 Porsche 718 Cayman GT4 ein. Auch Dörr Motorsport hatte bei zwei Rennwochenenden 3 Rennwagen im Einsatz. Zu den beiden in Vollzeit eingeschriebenen McLaren 570S GT4 gesellte sich in Hockenheim und auf dem Red Bull Ring noch ein weiterer McLaren, der mit einem Steer-by-Wire-System ausgestattet war. Hofor Racing by Bonk Motorsport setzte 2 BMW M4-GT4 ein. Das DLV-Team Schütz Motorsport vertraute mit dem Mercedes-AMG GT4 und dem Porsche 718 Cayman GT4 auf zwei unterschiedliche Rennwagen. Alle anderen Rennställe traten mit jeweils einem Fahrzeug an.

startesw- Über die Saison haben 52 Piloten an der ADAC GT4 Germany teilgenommen. Die meisten kamen aus Deutschland. Aber auch Fahrer aus Österreich, der Schweiz, Bulgarien, Rumänien, Tschechien, Russland, Dänemark, Norwegen, Luxemburg, Großbritannien und Italien waren vertreten.

- Mit den Zwillingen Alesia und Jacqueline Kreutzpointner (beide MRS GT-Racing), Claudia Hürtgen im Hofor Racing by Bonk Motorsport-BMW sowie Patricija Stalidzane im Dörr Motorsport McLaren starteten 4 Frauen in der Serie.

- Julien Apothéloz und Luca Trefz waren das einzige Fahrer-Duo, das in allen 12 Rennen Punkte eingefahren hat. Die Mercedes-AMG GT4-Piloten schafften es final auf Platz drei der Meisterschaft. Bemerkenswert: Beide Piloten sind noch unter 20 Jahre alt und haben somit bereits früh in ihrer Karriere enorme Konstanz bewiesen.

- Zwei Piloten der ADAC GT4 Germany gehörten auch zum Förderkader der ADAC Stiftung Sport. Dabei handelt es sich um Luca Trefz sowie T3 Motorsport-Pilot Hugo Sasse. Im Audi R8 LMS GT4 schaffte es Sasse dreimal auf das Podium. Sein bestes Ergebnis war Platz zwei im Sonntagsrennen auf dem Lausitzring.

- Jan Marschalkowski gewann die Juniorwertung der ADAC GT4 Germany. Der 17-jährige wechselte während der Saison vom BMW M4-GT4 von AVIA AVIA Securtal Sorg Rennsport auf einen Mercedes AMG GT4. Marschalkowski holte vier Klassensiege. Im Samstagrennen auf dem Sachsenring gelang ihm gemeinsam mit Hendrik Still sogar der Gesamtsieg.

team75 2021- Stephan Grotstollen und Georg Braun im Team Lillestoff-BMW triumphierten in der Trophy-Wertung der ADAC GT4 Germany. Die beiden Rennfahrer gründeten vor der Saison ihren eigenen Rennstall und waren gleich im Premierenjahr erfolgreich. Grotstollen/Braun schafften es bei zwei Klassensiegen in zehn von zwölf Rennen auf das Trophy-Podium.

- 43 Fernsehsender berichteten weltweit über die ADAC GT4 Germany, Bilder wurden in 123 Ländern ausgestrahlt. In Deutschland, Österreich und der Schweiz war die Saison  2020 über 120 Stunden im TV zu sehen.

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