IMSA/GT-WCA - weitere Rennabsagen

Nach der Absage des "Super Sebring" Events hat die IMSA nun auch das Rennen in Long Beach auf unbestimmte Zeit verschieben müssen. Bis Ende April sind dort Veranstaltungen über 250 Personen untersagt.

Neben der IMSA wäre hier auch die GT4 America am Start gewesen, die kurzfristig auch das St. Petersburg Rennen an diesem Wochenende absagen mussten. Auch das Testwochenende und das Premierenrennen der GT Celebration (für alte und neue GT3-Fahrzeuge) wird vermutlich abgesagt werden müssen. Somit ist in der USA in Sachen GT und Sportwagen-Rennen erstmal bis Mai eine sehr lange Auszeit angesagt! 

Ultimate Oreca LMP2

ultimateorecaDas Ultimate Racing Team plant in dieser Saison in die LMP2 der ELMS  aufzusteigen. Die seit 2016 in der LMP3-Klasse der Europäischen Le Mans Serie engagierte französische Prototypen-Mannschaft wird den seit 2 Jahren eingesetzten Norma M30 LMP3 durch einen Oreca 07 Gibson ersetzen. Weiter bestehen bleibt die rein französische Besatzung die aus Francois Heriau, sowie Jean-Baptiste und Matthieu Lahaye besteht. Dem französischen Trio gelang bei den letztjährigen 4h von Le Castellet der erste Klassensieg in der LMP3-Klasse.

NLS-Testtag findet statt - mit Beschränkungen...

Der am diesem Wochenende geplante Nürburgring Langstrecken Serien-Probe- und Einstelltag auf dem Grand-Prix-Kurs und der Nordschleife findet, wie geplant, statt. Jedoch hat die VLN-Organisation aufgrund der aktuellen Entwicklung in Bezug auf den Corona-Virus entschieden, die für den kommenden Samstag geplante Fahrzeugpräsentation der Nürburgring Langstrecken-Serie im ring-boulevard abzusagen. Als weitere Maßnahmen werden auch die Tribünen und das Fahrerlager nicht für das Publikum geöffnet. Das erste Rennen am 21. März, die 66. ADAC Westfalenfahrt, soll nach aktuellem Stand durchgeführt werden.

Die Verantwortlichen der Nürburgring Langstrecken-Serie zeigen sich ihrer Verantwortung den ehrenamtlichen Helfern, Teilnehmern, Fans und Mitarbeitern gegenüber bewusst. Nach einem regen Austausch mit den zuständigen Behörden, dem Nürburgring und dem Deutsche Motorsport Bund in den letzten Tagen, ist die Entscheidung getroffen worden eine Fanansammlung innerhalb des ring°boulevard zu vermeiden. Aus diesem Grunde hatte die VLN-Organisation zuvor auch schon die sonst obligatorischen Fahrerbesprechungen abgesagt.

Da keine Informationen über Zugangsbeschränkungen an der Nordschleife verbreitet wurden kann nach heutigem Stand der Dinge davon ausgegangen werden das ggf anwesende Zuschauer dort sowohl den Testtag als auch das erste Rennen verfolgen können.

68. 12h von Sebring auf November verschoben

Die Situation aufgrund der weltweiten Corona-Krise ändert sich stündlich: nachdem heute die FIA Langstrecken Weltmeisterschaft ihre Sebring-Runde gestrichen hat, hat nun – wie von uns vor 2 Stunden gerade spekuliert – auch die IMSA die 68.te Ausgabe des 12 Stunden Rennen von Sebring aufgrund des just verhängten Einreisebanns für europische Bürger in die USA verschoben. Dieses Rennen soll nun erstmals in seiner Geschichte im November stattfinden und am 11-14.11 nachgeholt werden. Ob es dann allerdings wirklich statt findet steht angesichts von Prognosen, das Virus würde nach einer Sommerpause im Herbst neuen Anlauf nehmen, derzeit in den Sternen. Wir leben in interessanten und kurzweiligen Zeiten...

Dörr´s GT4-Germany Crews

 Dörr Motorsport wird auch 2020 die McLaren Flagge in der ADAC GT4 Germany hoch halten. Während die Markenkollegen des Team GT dem Vernehmen nach nach einigen Querelen um die BoP der britischen GT-Boliden in die neue DTM-Trophy abwandern, startet de Frankfurter Truppe von Teamchef Rainer Dörr in der kommenden Saison mit 2 McLaren 570S GT4 in der deutschen GT4-Meisterschaft. Für die zweite Saison in der Serie setzt man dabei auf eine routinierte und eine neue Fahrerpaarung.

Neben dem bereits im vergangenen Jahr engagierten Duo Phil Dörr und Freddy Martin-Dye in einem der Wagen werden die vom racing one Audi R8 LMS GT4 in den britischen Flitzer wechselnde 17 jährige Patricija Stalidzane sowie der erst 16-jährige Russe Aleksey Sizov den zweiten Wagen in der Junior-Wertung pilotieren. Die 17-Jährige Stalidzane war bereits 2019 in der ADAC GT4 Germany am Start und schaffte im Sonntagsrennen auf dem Hockenheimring einen zweiten Platz als bestes Saisonergebnis. Der aus der Kartszene aufsteigende Sizov ist hingegen in der GT-Szene noch ein unbeschriebenes Blatt. Der 19-jährige Phil Dörr, Sohn von Teamchef Rainer Dörr und der Bruder von Team-Manager Robin Dörr, startete bereits im Vorjahr in der Serie für den Rennstall aus Frankfurt.  Teamkollege des 19-Jährigen wird Fred Martin-Dye, der zusammen mit dem letztjährigen Dörr-Piloten Christer Jöns 2 Podiumsplätze am Red Bull Ring und am Nürburgring für die Frankfurter McLaren Truppe erzielen konnte.

Die beiden McLaren 570S GT4 von Dörr Motorsport werden auch 2020 wieder in der Optik des McLaren-Formel-1-Teams in der ADAC GT4 Germany unterwegs sein. Dörr ist zudem auch der einzige Vertriebspartner von McLaren Customer Racing im deutschsprachigen Raum. Das Rennteam befindet sich aktuell bei Testfahrten auf der Formel-1-Rennstrecke in Barcelona, um sich auf die neue Saison vorzubereiten. Als Zweitprogramm mit McLaren wird Dörr auch die GTC-Serie im Rahmen der DTM bestreiten, was ein potentielles DTM-Trophy Programm zumindest nicht ausschliesst. Zudem wird die Kooperation mit dem TB-Racing Kart-Team in der Deutschen- und Europäischen Kartmeisterschaft sowie bei vereinzelten Kart-WM-Runden fortgesetzt.

1000 Meilen von Sebring fallen aus

wecsebringDie FIA Langstrecken Weltmeisterschaft hat ihre für die nächste Woche geplante 6. Meisterschaftsrunde – die 1000 Meilen von Sebring – abgesagt. Die Absage erfolgte nur wenige Stunden nachdem die amerikanische Regierung einen effektiven Einreisestopp für alle europäischen EU-Länder mit Datum von morgigen Freitag angekündigt hatte. Dieser machte eine Durchführung der 2. Ausgabe des nordamerikanischen WEC-Events unmöglich nachdem aufgrund des effektiven Einreisestopps mehr als die Hälfte der Teams betroffen war.

Nach dem derzeitigen Stand der Planungen werden zwar die 12h von Sebring der IMSA noch durchgeführt, da jedoch auch dort von den 37 Mannschaften zumindest 20 Teams laut Nennliste über ihre europäischen Piloten direkt von den Restriktionen betroffen sind und der Ausbruch der Corona-Grippe in den USA gerade erst anläuft ist nicht auszuschliessen das sich auch bezüglich des traditionellen Langstreckenevents noch eine Absage oder Verschiebung ergibt.

Huber Motorsport SP9 Porsche

Huber991GT3R renderDie in der Nürburgring Langstrecken Serie bekannte Huber Motorsport-Mannschaft plant diese Saison in die Top-Klasse der SP9 aufzusteigen. Wie das Porsche-Team aus dem bayrischen Albaching bei München heute bekannt gab, geht man mit einem Porsche 991 GT3 R in dieser Saison mit dem Pilotentrio Lorenzo Rocco di Torrepadula, Patrick Kolb und Marco Holzer in der SP9 Pro-Am Wertung an den Start. Damit geht die Mannschaft von Teamchef Reinhard Huber nach mehreren Saisons in den Porsche-Cup-Klassen der CUP2 und der SP7 – welche man 2019 gewinnen konnte – erstmals in der Top-Klasse der GT3-Fahrzeuge an den Start.

Mit dem Engagement in der Pro-Am Kategorie wird man in der ersten Saison mit dem GT3 zwar nicht um Gesamtsiege mitkämpfen können, jedoch bedeutet das Engagement einen weiteren Schritt in Richtung hochklassiger Engagements. Mit der Verpflichtung von ex-Werkspilot Marco Holzer, der anders als in der Team PR angegeben nicht mehr zum aktuellen Werksfahrerkader von Porsche gehört, holt sich das Team zudem einen kompetenten langjährigen Kenner des 911 GT3 mit an Bord.

„Mit Marco haben wir einen absoluten Profi im Team, von dessen Erfahrung wir profitieren werden. Mit Konstanz und gutem Teamwork wollen wir uns sukzessive über die Saison hinweg weiterentwickeln.“, sagt Teamchef Reinhard Huber über die Pläne für 2020.

Das Programm der zweiten FIA Motorsport Games

Die SRO hat erstmals konkretere Details zu dem Programm der 2. FIA-Motorsport Games am Circuit Paul Ricard in Le Castellet bei Marseilles verlauten lassen. Demnach wächst das Programm bei der zweiten Ausgabe der Veranstaltung von 6 auf 15 Disziplinen an. Neben den 6 ursprünglichen Sportarten – GT-Sprint, Kart-Slalom, Tourenwagen, Drift-Challenge, Fomel 4 und Sim-Racing – kommen weitere Disziplinen im Bereich Rally, Historischer Sport, Crosscars und Karting hinzu.

Auch eine weitere GT-Kategorie soll bei der 2. Ausgabe der Veranstaltung am 23-25 Oktober hinzu kommen. Neben dem klassischen SRO-1h-Sprint für Silber/Bronze-Pro-Am-Paarungen, der nun GT Sprint-Staffel heisst, soll ein GT-Sprint für Profi-Piloten mit Gold- und Platin-Einstufung ohne Fahrerwechsel hinzu kommen. Der Kart-Event wird um 2 Disziplinen – Sprint und Langstrecke – erweitert. Gleich 4 Rally-Disziplinen - für FIA-Rally2 und Rally4-Wagen sowie je eine historische Rally und eine Gleichmässigkeitsfahrt für historische Fahrzeuge, und 2 Crosscar-Disziplinen kommen hinzu.

Winter Endurance Championship - Zandvoort Reborn

Zandvoort reborn3

Unter dem Namen "Zandvoort Reborn" fand am Samstag das Saisonfinale der Winter Endurance Championship statt. Nach dem man beim Rennen im November, welches den Namen one last time hatte, das letzte Rennen auf dem Dünenkurs vor dem Umbau ausgetragen hatte wurde der Winter Serie nun die Ehre zu Teil das erste Rennen auf der umgebauten Strecke austragen zu dürfen.

Zandvoort reborn1Die neue Streckenführung kann mittlerweile mit zwei Steilkurven für die Fahrer eine besondere Herausforderung nachweisen und hebt sich von den üblichen neumodischen Einheitsbrei Formel 1 Strecken mit endlosen Auslaufzonen, stromlinienförmiger Gleichmäßigkeit und nicht enden wollender Langeweile deutlich ab. Allerdings hat man bei dem Umbau leider nicht an die Zuschauer gedacht. Gute Zuschauerplätze auf den Dünen wurden entfernt und die Strecke wurde mit Zäunen zugepflastert sodass sich die Sicht auf die Strecke deutlich verschlechtert hat. Ich würde mir als Zuschauer die alte Strecke zurück wünschen.

Zandvoort reborn2Immerhin hatten sich viele Teams zum Finalrennen eingefunden um die neue Strecke auszuprobieren. 58 Teilnehmer dürften ein neuer Rekord für die Winterserie sein. Eingeschrieben waren sogar noch ein paar mehr. Der RaceArt Nissan GT3 von Tom Coronel und Roger Grouwels konnte leider wegen einem Getriebeschaden nicht starten. Auch der Dodge Challenger von Cor Euser fehlte. Bei den Zuschauern stieß dieses Rennen auf großes Interesse. Einen Stau vor den Parkplätzen hatte ich bei der Veranstaltung vorher noch nicht erlebt.

Im Qualifying sicherte sich die Equipe Verschuur mit ihrem Renault RS01 die Pole Position. Das Rennen fand bei sonnigem und windigem Wetter statt. Der Rennfluss wurde ein paar Mal durch Code 60 Phasen unterbrochen. Am heftigsten erwischte es Huub van Eijndhoven, den Teamkollegen von Jaap van Lagen, im JW Raceservice Porsche der nach einer Kollision im hohen Bogen über die Leitplanke flog und kopfüber liegen blieb. Bis dato hatten sie durchaus noch Chancen auf den Rennsieg und auf den Titelgewinn.

Zandvoort reborn4Über die Distanz hatte allerdings der Equipe Verschuur Renault von Eric van Loon, Harrie Kolen und Mike Verschuur das Rennen im Griff und siegte nach 111 Runden mit einer Runde Vorsprung vor dem BoDa Racing Lamborghini von Bob Herber und Glen van Berlo. Mit diesem Sieg sicherten sich Eric van Loon und Harrie Kolen den Titel in der Winter Endurance Championship 2019/2020. Als dritter komplettierte der Speedlover Porsche von Remon Vos und Kevin Veltman das Podest die davon profitierten dass der eigentlich drittplatzierte Thems Racing Porsche von Bas Schouten und Nicolas Vandierendonck eine Strafe wegen eines zu langen Stints bekam. Kay und Marcel van Berlo belegten mit ihrem Porsche den vierten Platz gefolgt von den Markenkollegen Jos Menten und Vater und Sohn Thijs Heezen.

Als gesamt sechster gewann der Ferry Monster Seat Leon von Max Veels und Mickey Betram die Division II. In der Div III waren Jakub Dwernicki und Tomasz Magdziarz im Team Bleekemolen Renault Clio erfolgreich. Jacco Brummelhuis und Djurre Kleibeuker siegten im BMW in der Division IV.

Die nächste Saison der Winter Endurance Championship beginnt am 21. November 2020 mit dem Zandvoort 500.

SRO modifiziert World Challenge Kalender

Die SRO hat aufgrund der aktuellen Lage in Italien die Auftaktrunde der GT World Challenge Europe in Monza wegen der Gefahr durch das Corona-Virus abgesagt. Anstelle der für den 17-19.April geplanten Langstreckenrunde wird die Saison nun im britischen Brands Hatch am 2-3 Mai mit dem dort geplanten Sprint-Meeting beginnen während eine Woche später die Langstreckenserie in Silverstone beginnen wird. Das ausgefallene Rennen wird durch ein Langstreckenrennen in Barcelona, am vorgesehenen Sprint-Termin ersetzt.

Davon unabhängig wird der Testtag der Serie am Ende dieser Woche in Le Castellet wie geplant durchgeführt.

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