Die WRT-Besatzungen fürs Masters

wrt30Das Belgian Audi Club Team WRT hat seine Besatzungen für das diesjährige ADAC GT-Masters-Debüt vorgestellt. Auf dem ersten Audi R8 LMS GT3 mit der #30 werden der Südtiroler Mirko Bortolotti und der Schweizer Rolf Ineichen gemeinsam in der deutschen GT3-Meisterschaft antreten. Auf dem Audi mit der #32 teilen sich die beiden belgischen Piloten Dries Vanthoor und Charles Weerts das Steuer.

Bortolotti und Vanthoor gehören beide zum offiziellen Werkspilotenkader von Audi in diesem Jahr. Der 31-jährige Bortolotti hat bereits 6 Siege in seinen bislang 5 Saisons im ADAC GT-Masters erzielt. Der anfangs dieser Saison von Lamborghini zu Audi gewechselte Trientiner ist amtierender Vizechampion der Serie und hat zuvor schon Meistertitel im der Blancpain GT Serien Endurance Cup (2017 in der Renault Megane Eurocup-Trophy (2013) in der FIA Formel 2 (2011) und in der italienischen F3 (2008) erzielt.

Der 42 jährige Rolf Ineichen fährt seit 4 Jahren im Masters und hat derzeit 3 Gesamtsiege sowie 3 Privatfahrer-Meisterschaften im Porsche Carrera Cup Deutschland in seiner Erfolgsbilanz aufgelistet.

wrt32Der 22-jährige Bruder von Porsche-Werkspilot Laurens Vanthoor – Dries Vanthoor – steht bei einem ADAC GT-Masters-Sieg, wobei er immerhin aktueller 24 Stunden Rennen am Nürburgring-Sieger ist.

Dem 21-jährige Charles Weerts gelang 2018 immerhin der Meistertitel in der F4-Meisterschaft der Vereinigten arabischen Emirate.

Das Belgian Audi Club Team WRT wurde 2009 gegründet und zählt seit mehreren Jahren zu den Topteams im internationalen GT-Sport. Zu den Erfolgen der fast ausschliesslich mit Audi-Rennwagen antretenden Belgier zählen Siege bei den 24-Stunden-Rennen in Spa-Francorchamps und auf dem Nürburgring sowie in Dubai und in Zolder. Zudem gewann der Rennstall den FIA-GT-Weltcup und weitere nationale und internationale Rennen und Meisterschaften wie die 12 Stunden von Bathurst und Sepang und die 10 Stunden von Suzuka.

NES 500 Saisonauftakt am ESW

nes500eswDer Gesamtsieg beim Auftakt der DMV NES 500 auf dem Eurospeedway Lausitzring ging nach Belgien. Koen de Wit im BMW M4-GT4 setzte sich gegen die Markenkollegen Florian Wolf und Arne Hoffmeister im Leutheuser Racing BMW M4 durch. Rang drei im 27 Wagen starken Starterfeld ging an Marek Schaller und Benjamin Leuchter im VW Golf GTI TCR.

Dass die Rennstrecke in der Lausitz gerade den BMW M4-GT4 Teams liegt, hat sich bereits in den letzten Jahren gezeigt. Im Qualifying hatten die beiden GT4-Autos noch den TCR-Boliden den Vortritt gelassen. Doch gleich beim Start schnappte sich Koen de Wit die erste Position. Dahinter folgten Benjamin Leuchter und Hari Proczyk, der sich den Opel Astra TCR mit Reinhard Nehls teilte. Auf der 4.Gesamtposition fanden sich die beiden Leutheuser-Piloten wieder, wo Arne Hoffmeister den Anfangsturn übernommen hatte. Im weiteren Verlauf entwickelte sich ein packender Vierkampf zwischen GT4- und TCR-Autos, wobei Hoffmeister Runde um Runde nach vorne kam. In der 6.Runde setzte sich Hoffmeister schließlich an die Spitze. Vor allem durch den dichten Überrundungsverkehr zog sich das Feld weiter auseinander. Damit waren die ersten Plätze vor den Pflichtboxenstopps erst einmal sortiert.

Fast zeitgleich kamen die beiden führenden BMW an die Box. Für Hoffmeister kraxelte nun Arne Wolf ins Cockpit, der den Mittelstint übernahm. Wolf konnte allerdings das schnelle Tempo seines Teamkollegen nicht ganz mitgehen. In der 34. Runde kam es zum erneuten Führungswechsel. Auf Platz eins fahrenden baute der Belgier seinen Vorsprung weiter aus. Spannung kam noch einmal gegen Ende auf, als Hoffmeister wieder das M4 Cockpit enterte. Der machte nun ordentlich Tempo und drehte im letzten Umlauf noch einmal die schnellste Runde des Rennens überhaupt. Doch mehr als ein Herankommen auf 12,439s war nicht mehr drin.

Im vergangenen Jahr hatte sich Marek Schaller kontinuierlich steigern können. Gemeinsam mit Benjamin Leuchter und Max Kruse Racing erfolgte in dieser Saison der nächste Schritt. Der Umstieg in den VW Golf TCR glückte auf Anhieb. Mit seinem erfahrenen Teamkollegen reichte es zum Sprung aufs Podium und zum Sieg in der mit 7 TCR- und GT4-Autos von Opel, Seat, VW, Porsche und Audi bärenstark besetzten NES 8. Am Ende der 3-Stunden Distanz betrug der Vorsprung eine Runde auf P4.

Bremotion wandert in DTM-Trophy ab

superdrinkcarsDie Mühlheimer Bremotion Mercedes AMG GT4-Mannschaft hat als neues Hauptprogramm ein Engagement in der DTM-Trophy verkündet. Dort wird die Truppe von Teamchef Patrick Brenndörfer einen AMG für den letztes Jahr schon in der ADAC GT4 Germany eingesetzten Junior Jan Philipp Springob (auf dem Bild: links) einsetzen. Der Olper wurde 2017 und 2018 deutscher Kartmeister und fährt seit 2019 für Bremotion. Gleich in seinem Debütjahr im GT-Sport wurde er Dritter der Junior-Wertung in der ADAC GT4 Germany. Die DTM Trophy ist der nächste Schritt des Förderpiloten der ADAC Stiftung Sport auf der Karriereleiter zum Profirennfahrer.

Als neuer Partner konnte SUPERDRINK gewonnen werden. Der Getränkehersteller engagiert sich seit dieser Saison als Seriensponsor in der DTM Trophy. Neben dem „SUPERDRINK by BREMOTION“ Mercedes wird das Logo der Münchner Marke auch auf dem Car-Republic Audi R8 LMS GT4 von Youtube-Star Felix von der Laden (Bild: rechts) präsent sein. Weitere Partner von Bremotion sind Eibach Federn, Auto Weiland, Gieseke und Senkpiel Car & Driver.

Bremotion hatte im April eigentlich ein Programm mit 2 Mercedes AMG GT4 in der ADAC GT4 Germany angekündigt, wobei der letztjähriger Copilot von Springob, Oliver Meyer, seine beiden Söhne Maximilian und Lukas mit ins Team holen wollte. Da das Team nicht mehr auf der aktuellen Nennliste der deutschen GT4-Serie verzeichnet ist, liegt die Vermutung nahe das dieser Deal die Corona-Krise nicht überstanden hat und man nun die Trophy bestreitet in der auch Einzel-Piloten starten können.

Benjamin Hotz dominiert SCC Saisonauftakt

scc eswFür Ligier-Turbo-Pilot Benjamin Hotz ist der Eurospeedway Lausitzring ein richtig gutes Pflaster. Wie im vergangenen Jahr beendete der Eidgenosse beide Sports Car Challenge Rennen beim Saisonauftakt als Gesamtsieger. Dahinter fuhr im ersten Rennen Peter Kormann im PRC Audi Turbo auf die zweite Position, während in Durchgang zwei Marco Fink auf einem PRC BMW auf Rang zwei landete.

Nachdem Andreas Fiedler seinen PRC Audi Turbo bereits im Qualifying mit gebrochener Aufhängung abstellen musste, war Benjamin Hotz praktisch ohne Gegner. Der Schweizer ließ seinen Ligier fliegen und landete zwei deutliche Siege. Da die Strecke wegen ihrer vielen Unebenheiten nicht gerade beliebt ist, hatten einige Fahrer auf den Ausflug in die Lausitz verzichtet. Peter Kormann gehört zu jenen Piloten, welche trotz der bekannten Schwierigkeiten antraten. Zumal die Strecke für Kormann fast so etwas wie ein Heimspiel ist. Im vergangenen Jahr hatte er sogar den Gesamtsieg geholt. Diesmal reichte es zu Rang zwei, wobei der Sieg in der Division 1 allerdings in seine Tasche wanderte.

Im zweiten Rennen war jedoch gleich zu Beginn der dritten Runde Schluss. Nachdem Kormann seinen PRC abgestellt hatte, konnte Marco Fink beim ersten Einsatz des PRC BMW den zweiten Platz einfahren. Der Sohn von ex-SCC Pilot Rainer Fink hinterließ bei seinem Debüt einen guten Eindruck und dürfte frischen Wind in die Sportwagenserie bringen. Als Gesamtdritte kletterte Jasmin Fiedler auf dem PRC-Honda gleich zweimal aufs Podium. Damit landete sie zudem in beiden Rennen auf dem zweiten Platz in der Division 2. Hinter Fiedler sah Division 1 Pilot Wolfgang Terschl im Tork Pro Sport in beiden Rennen das Ziel als Vierter.

„Eigentlich sah es nicht so schlecht aus. Doch leider gab es zum einen wegen der Strecke, zum anderen wegen der Corana-Geschichte die eine oder andere Absage. Für Hockenheim sollte es in zwei Wochen wieder besser aussehen“, gab sich Walter Pedrazza für den nächsten Lauf optimistisch. Vom 24. bis 25. Juli trägt die Sports Car Challenge auf der badischen Grand Prix Strecke wieder gemeinsam mit der P9 Challenge und der Spezial Tourenwagen Trophy ihren zweiten Saisonlauf aus.

Doppelsieg für Alzen beim STT-Auftakt

alzen eswUwe Alzen war auf seinem Audi R8 LMS GT3 beim Auftakt der Spezial Tourenwagen Trophy eine Klasse für sich. Auf dem Eurospeedway Lausitzring sicherte sich der langjährige DTM-Pilot beide Gesamtsiege im 17 Wagen starken Feld der Serie. Dahinter fuhren „Coach McKansy“ auf einem Lamborghini Huracán GT3 evo bzw. Mario Hirsch auf einem Mercedes AMG GT3 jeweils einmal auf Rang zwei.

An den beiden Siegen von Uwe Alzen gab es bei dem verspäteten Saisonstart nichts zu deuteln. Da machte es auch nichts aus, dass der Doppelsieger für das erste Rennen wegen Überholens unter Rot auf den 10. Startplatz strafversetzt wurde. Schnell war der Profi durch das Feld gefahren und übernahm in der dritten Runde die Spitze. Wegen der Safety-Car Phase kurz vor Schluss schmolz der Vorsprung wieder auf knapp über 14s zusammen. „Coach McKansy“ führte im ersten Heat das Verfolgerfeld an. Dahinter reihten sich Hirsch, Porsche-Pilot Ulrich Becker und Jürgen Bender mit seiner brandneuen Corvette C7 GT3-R ein. Zunächst schien es so, als könnten sich „Coach McKansy“ und Hirsch von Bender, der wieder an Becker vorbeigegangen war, absetzen. Doch nach 4 Runden ging Bender an Hirsch vorbei, der zusehends von Porsche-Pilot Becker unter Druck gesetzt wurde. Als das Safety-Car in der neunten Runde raus kam, hatte sich das Feld sortiert. Erst für die letzten beiden Runden wurde das Feld wieder losgelassen. Während es auf den ersten vier Positionen keine Änderungen gab, verlor Ulrich Becker die fünfte Position an Jürgen Alzen im bärenstarken Ford GT Turbo.

hpracinglambo eswDas zweite Rennen nahm Alzen von der Pole aus in Angriff. Folgen konnte dem pfeilschnellen Audi-Piloten keiner. Am Ende betrug der Abstand auf Rang 2über 53s. Die entscheidende Szene des Rennens für die Verfolger spielte sich gleich im Startgetümmel ab. Beim Anbremsen drehte sich „McKansay“ und hatte Glück, dass die dahinterfahrenden Piloten die Situation richtig einschätzten. Damit war der Lambo-Pilot raus aus dem Kampf um das Treppchen. Im Gegensatz zum ersten Heat waren die Positionen diesmal deutlicher verteilt. Hirsch lag nach einem starken Start auf Platz zwei vor Bender. An der Reihenfolge änderte sich bis zum schwarz-weiß karierten Tuch nichts mehr. Dahinter bekämpften sich Henk Thuis (Pumaxs RT) und Jürgen Alzen. gerhard eswErst danach folgte Ulrich Becker, der dem sich drehenden Lambo ausweichen musste und dadurch zunächst den Anschluss verlor. Als erster war Thuis aus der Dreiergruppe raus, während sich Alzen gegen Becker bis zur elften Runde wehren konnte. Doch dann war der Marler am Nordschleifenspezialisten vorbei. Becker machte schnell Meter gut, mehr als Rang vier war aber nicht mehr drin.

Mit zwei achten Plätzen sicherte sich Christopher Gerhard (Porsche 991 GT3 Cup) souverän den Sieg in der Division 2. Der ehemalige STT Meister war damit klar schnellster Cup-Porsche im gemeinsamen Starterfeld mit der P9 Challenge.

mcchip-dkr-Gaststart im Masters mit Hülkenberg

mcchipdkr siderenderFür die zweite ADAC GT-Masters-Runde auf dem Nürburgring hat sich eine ganz spezielle, ringspezifische Mannschaft für einen Gaststart angekündigt. Die mcchip-dkr-Racing-Mannschaft von Teamchef Danny Kubasik wird den zweiten Lauf der Masters Saison 2020 auf der Nürburgring Grand-Prix Strecke bestreiten. Neben Kubasik selbst, der wieder unter seinem Pseudonym „Dieter Schmidtmann“ auf dem aus der VLN-Langstreckenmeisterschaft bekannten ex-GRT Lamborghini Huracán GT3 evo in das Steuer greifen wird, hat man einen prominenten Überraschungsgast verpflichtet. Der langjährige Formel-1-Pilot und Le Mans-Sieger, sowie Formel BMW-, A1-GP-, F3-Euroserie- und GP2-Meister Nico Hülkenberg wird sich das Cockpit mit dem fahrenden Teamchef teilen.

Mit dem Gaststart in der "Liga der Supersportwagen" möchte das in Mechernich beheimatete Team weitere Erfahrungen in einer professionellen Motorsportserie sammeln. Das stark besetzte Fahrerfeld im ADAC GT Masters, wird eine Herausforderung für beide Piloten, die in der PRO-AM Kategorie an den Start gehen. Nico Hülkenberg konnte bei Testfahrten Anfang Juni erste Erfahrungen im Lamborghini Huracán GT3 EVO sammeln.nicohuelkenberg Zwei weitere Testtage werden in den nächsten Wochen absolviert.

Nico Hülkenberg, der 2015 den ersten Le Mans Sieg für Porsche mit dem Porsche 919 Hybrid zusammen mit Earl Bamber und Nick Tandy holte und zwischen 2010 und 2019 177 F1-Starts absolvierte freut sich auf den Gaststart, dämpft aber auch Hoffnungen, daraus könne ein Dauerengagement in der Serie werden: "Das ADAC GT Masters ist eine spannende Serie mit coolen Autos und ich habe nach knapp 8 Monaten Pause richtig Lust mal wieder ins Lenkrad zu greifen und das Adrenalin zu spüren. An alle Köche der Gerüchteküche: Dieser Gaststart ist als kleines spannendes Abenteuer in den GT-Sport zu verstehen. Ich freue mich sehr auf die Herausforderung, weiß aber auch das wir uns ganz schön strecken werden müssen um konkurrenzfähig zu sein."

Genauso gespannt auf den Start im ADAC GT-Masters , zeigt sich Kubasik: "Als Motorsportteam aus dem Breitensport ist der Gaststart im Masters für uns ein neues Kapitel und eine gute Möglichkeit, um uns als Team professionell weiterzuentwickeln. Die Teilnahme an einer der angesehensten GT3-Rennserien weltweit macht uns mächtig stolz. Ein großer Dank gilt unseren Partnern Ravenol, Lamborghini Renazzo Motor und GTronix360°.“

NLS 3 - 2.HRT-Sieg nach Ferrari-Disqualifikation

Der dritte Nürburgring Langstrecken Serie-Lauf, der 52.te ADAC Barbarossapreis, endete am Sonntag nach einem spannenden Finish in der letzten Runde unbefriedigend für die scheinbaren Sieger: wegen eines nicht in der Whitelist von Goodyear verzeichneten Reifens an der Hinterachse verlor der als erster abgewunkene Octane 126 Ferrari des Quartetts Björn Grossmann, Simon Trummer, Jonathan Hirschi und Luca Ludwig den scheinbaren Sieg. Die Mannschaft wurde nach der technischen Nachkontrolle disqualifiziert. Zwar läuft noch ein Protest des Teams gegen diese Entscheidung aber es ist fraglich ob man den Sieg - der der dritte einer Ferrari-Mannschaft in der VLN-Geschichte nach dem Wochenspiegel Team Monschau Ferrari Sieg 2017 und dem Farnbacher Racing Sieg 2011 wäre - wieder zurück erhält.

Dadurch kam das Haupt Racing Team Quartett Maro Engel, Manuel Metzger, Adam Christodoulou und Luca Stolz zu seinem zweiten Sieg in Folge Das Mercedes Quartett war erst auf der letzten Runde am Flugplatz von der Ferrari-Crew überholt worden und 0,7s hinter dem F488 GT3 ins Ziel eingelaufen. Durch die Ferrari-Disqualifikation wurde der Audi Sport Team Car-Collection Audi R8 LMS GT3 von Mirko Bortolotti, Christopher Haase und Markus Winkelhock auf Rang 2 vorgespült. Die 11s hinter dem Spitzenduo ins Ziel einlaufende Audi-Crew setzte sich mit gerade mal 1,9s Vorsprung gegen das Siegerfahrzeug von NLS1, dem Walkenhorst Motorsport BMW M6-GT3 von Christian Krognes und David Pittard durch. Auch dahinter waren die Abstände recht knapp. Gerade mal 18 Tausendstel Sekunden trennten den gelben GetSpeed Performance-Mercedes AMG GT3 von Götz/Marciello und einen weiteren Werks-Audi des Trios van der Linde/Mies/Drudi. Selbst den Schnitzer Motorsport - BMW M6-GT3 von Tomczyk/van der Linde trennten nur 24s von den späteren Siegern. Die Top-10 komplettierten der zweiter HRT-AMG, der beste KCMG-Porsche, der Phoenix-Audi von Kolb/Stippler/Westbrook und der AutoArena AMG.

127 Teams stellten sich am erstmals in der VLN Geschichte zu einem Doppelrennen genutztem Sonntag dem Qualifying zum 52. ADAC Barbarossapreis, das die HRT-Mannschaft mit einer 7:58,675 für die Pole Position nutzte. Am Ende starteten 122 in das Rannen, welches 110 Teams in Wertung beenden sollten.

MLMC 2020 - Änderungen im Feld vor dem Saisonstart

mlmc httt startWie bei vielen anderen Meisterschaften auch, hat es seit der Herausgabe der ersten Teilnehmerliste des Michelin Le Mans Cups vor der Covid-19 Krise diverse Umbesetzungen gegeben. Genannt waren ursprüngliche 29 Fahrzeuge für den Saisonauftakt aber nun liegen dem Veranstalter 26 Nennungen vor und es gibt auch weitere Änderungen innerhalb des genannten Teilnehmerfeldes zu vermelden.

Bei den GT3 sind 3 Fahrzeuge von den Entry List verschwunden, der Bullitt Racing Bentley , der SPS Automotive Performance Mercedes AMG GT3 und der Modena Competition Ferrari F488 GT3 Kessel Racing (CH) kommt jedoch mit allen drei genannten Ferrari F488 GT3, wobei Paolo Ruberti zusammen mit dem Russen Murod Sultanov den #67 Ferrari pilotieren wird. Ebenfalls mit drei Ferrari 488 erscheinen Iron Lynx aus Italien und der amtierende Fahrer Champion Giacomo Piccini wird im Ferrari #8 an der Seite von Rino Mastronardi an den Start gehen. Natürlich ist die unverwüstliche #51 von Spirit of Race mit Matteo Cressoni wieder am Start und Matteo hat als Co-Piloten den Japaner Ken Abe auf dem Ferrari. Als Salz in der Ferrari Suppe gilt nun der vom PZ Oberer-Zürichsee by TFT (CH) genannte Porsche 911 GT3 R der mit Nicolas Leutwiler und Julien Andlauer sehr gut besetzt ist.

Bei den LMP3 sind nun anstelle der ursprünglich genannten 18 Fahrzeuge noch 17 auf der neuen Liste verblieben. Drei Ligier von United Autosports, Spirit of Race und IDEC Sport sind nicht mehr dabei. Dafür jedoch Rinaldi Racing welche zwei Duqueine M30-D08 einsetzen werden. Als Fahrer sind die Duos Alexander Mattschull & Daniel Keilwitz sowie Steve Parrow & Dominik Schwager gemeldet. Neben Mühlner Motorsport welche ebenfalls auf einen Duqueine M30-D08 für die Bronze Piloten Tom Cloel & Moritz Kranz setzen, bringt auch Nielsen-Racing zwei dieser Fabrikate an den Start. Wobei hier die Top Besatzung Colin Noble & Anthony Wells mit zu den Favoriten zu zählen ist. Die Seriensieger von DKR Engineering vertrauen auf ihrem Duqueine M30-D08 auf Vorjahreschampion Laurents Hörr und Jean Glorieux.

Damit treffen in Summe 9 Ligier JS P320 auf 8 Duqueine M30-D08 und sicher nicht nur der Autor dieser Zeilen vermisst einen LMP3 von Ginetta bzw. Adess im 2020er Feld. Das Qualifying startet am Samstag 18/07/2020 um 12:10h und das 2 Stunden Rennen dann am Nachmittag um 16.30h.

Erster HRT-Sieg bei NLS2

Beim ersten Doppelrennen der Nürburgring Langstrecken Serien -Geschichte starteten am Samstag 150 Wagen in das Rennwochenende. 146 traten dann schliesslich zum ersten Rennen am Samstag, dem 60. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen (der Link führt zum Kurzbericht auf unseren Seiten).

Nach der vierstündigen Hatz triumphierte die anfangs der Saison neu formierte Haupt Racing Team Mannschaft mit dem auf dem #16 Mercedes AMG GT3 antretenden Quartett Maro Engel, Manuel Metzger, Adam Christodoulou und Luca Stolz . Unterstützt von der letztjährigen Black Falcon-Crew gewannen die 4 Piloten mit einem Vorsprung von 34,244s vor den Auftaktsiegern David Pittard und Mikkel Jensen die nun von Christian Krognes in ihrem neu in Total-Farben designten Walkenhorst Motorsport BMW M6-GT3 unterstützt wurden. Mit dem von Fabian Schiller und Maximilian Buhk pilotierten Mercedes-AMG Team GetSpeed Performance schaffte es ein zweiter AMG beim Samstagslauf auf das Podium.

Von Position drei aus gestartet, schob sich Startfahrer Stolz bereits in der ersten Runde an die Spitze. Insgesamt führte das HRT-Quartett 18 von 28 Runden lang das Feld an. 119 Mannschaften schafften es bis zur Zielflagge.

Pereira erringt PSC-Sieg und Tabellenführung

psc2BWT Lechner Racing Pilot Dylan Pereira hat den zweiten Lauf zum Porsche Mobil1 Supercup auf dem Red Bull Ring mit einer überzeugenden Vorstellung gewonnen. Der Vorsprung des Luxemburgers betrug am Ende des am Sonntag ausgetragenen Laufen fast 4s. Hinter dem Lechner Racing-Piloten, der mit seinem Sieg nach 2 Saisonläufen auch die provisorische Tabellenführung im Markenpokal übernahm, kamen Porsche-Junior Ayhancan Güven auf einem Martinet by Alméras-Porsche und Larry ten Voorde vom Team GP Elite auf das Podium, die sich über das gesamte Rennen einen Dreikampf mit Lechner-Pilot Leon Köhler lieferten.

Pereira war von Startplatz 3 ins Rennen gegangen und hatte sich die Spitze mit einem forschen Start innerhalb der ersten 2 Kurven erobern können. Während er seinen Vorsprung um 0,2s pro Runde ausbaute, belauerten sich Güven, Ten Voorde und Köhler über den gesamten Rest des Rennens. Doch da jeder der Piloten fehlerfrei blieb, ergab sich für die Gegner keine Überholmöglichkeit mehr.

Hinter Leon Köhler, der im Qualifying mit der zweitschnellsten Zeit überrascht hatte und nach dem Rennen mit seiner späten Reaktion auf die Startampel haderte, holte sich der Porsche Junior und Sieger von Lauf 1, Jaxon Evans, P5 vor dem Franzosen Marvin Klein im Martinet by Alméras-Porsche, der sich nach anfänglichen Infight mit Köhler um P4 am Ende mit P6 und Rang 2 in der Rookie-Wertung begnügen musste. Die Top 10 komplettierten Florian Latorre (CLRT), Jean-Baptiste Simmenauer (Lechner Racing Middle East), Max van Splunteren (Team GP Elite) und Laurin Heinrich (MRS GT-Racing). Roar Lindland auf einem weiteren Pierre Martinet by Alméras-Porsche siegte in der ProAm-Wertung vor Lokalmatador Philipp Sager, dessen Sohn Moritz auf Rang 19 ins Ziel kam.

Nach 2 Rennen hintereinander in Spielberg reist der Porsche Mobil1 Supercup jetzt weiter nach Ungarn. Auf dem Hungaroring bei Budapest findet schon am nächsten Wochenende der dritte Saisonlauf statt.

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