Der Rennbericht vom ADAC GT-Masters in Oschersleben...

... ist unter diesem Link auf unseren Seiten einzusehen. Wegen des parallelen Auftakts der GT4-Germany und des ADAC GT-Masters fällt unser Bericht dieses Mal etwas umfangreicher mit zahlreichen Galerien und Unterberichten aus. Der Bericht vom ersten GT4-Lauf ist zum Beispiel unter diesem Link einzusehen, während der Link zum ersten Masters-Lauf unter diesem Link zu lesen ist. Weitere Berichte und Infos findet ihr unter den Menüepunkten des Rennberichts – klickt euch einfach mal rein!

Das Einmaleins der GT4

Am gt4sce startlauf2Freitag startet in Oschersleben auch die erste Saison der neuen ADAC GT4 Germany-Serie. In Anbetracht dieses historischen Ereignisses möchten wir einen kleinen Abriss über die  historische Entwicklung der GT4-Klasse präsentieren.

Eingeführt 2007 als preiswerte Alternative zur im Jahr zuvor geborenen GT3-Klasse der SRO fristete die GT4 über lange Jahre ein Schattendasein im Erfolg der stärkeren und spektakulären GT3. Dabei trugen ein offeneres Konzept in Bezug auf die Tuner und Homologationszahlen und teils spektakuläre Konstruktionen dazu bei die GT4 als Spielwiese für Hersteller zu etablieren die sich ein Engagement in höheren Klassen nicht leisten konnten oder wollten.

Seit 2007 bis heute sind an die 40 Konstruktionen von 19 Herstellern (Alpine, Aston Martin, Audi, BMW, Chevrolet, Corvette, Ford, Ginetta , Hyundai, KTM. Lotus , Mercedes-AMG, McLaren, Maserati, Nissan, Panoz , Porsche, Sin-Cars) in der Klasse offiziell homologiert worden. Die Anzahl der gefertigten Fahrzeuge ist zwar noch nicht so hoch wie in der GT3 (ca. 1500), dürfte sich aber dank des rasanten Booms der letzen 4 Jahre und mittlerweile eingestiegener Grossserien-Hersteller wie Porsche, Audi, Ginetta , Aston Martin BMW und Mercedes mittlerweile auch der 1000´er Marke nähern.

Die uns dankenswerterweise von der SRO zur Verfügung gestellte Liste weist 34 bekannte Konstruktionen auf von denen 15 aktuell in den wichtigsten europäischen und nordamerikanischen Meisterschaften im Einsatz sind. Die älteren Wagen sickern mittlerweile in nationale Meisterschafften und Clubsport-Events durch und werden - so sie noch ordnunggemäss gewartet werden - dort immer wieder mal eingesetzt.

Allerdings enthält diese Liste auch einige Modelle, die nie wirklich eine weite Verbreitung gefunden und es zum Teil nicht einmal in den Rennbetrieb geschafft haben. Die Entwicklung des Hyundai GT4 durch einen lokalen italienischen Tuner wurde zum Beispiel eingestellt, nachdem dieser merkte das man bei den Leistungsdaten des Motorenupdates nicht auf die gewünschten, für das geplante Budget zu realisierenden Werte kam. Die Homologation des Chevron GT4 des britischen Kleinserienherstellers wurde hingegen von der SRO wiederrufen, nachdem die Konstruktion wiederholt bei den FIA-obligatorischen Crashtests gescheitert war. Auch die erste Homologation des Maseratis fand keine Interessenten die dann auch einen Einsatz des Fahrzeugs wagen wollten. Daneben gab es auch eine Reihe von Projekten bei denen zwar einen Homologation geplant war, aber bei denen es bei jeweils einem Testeinsatz oder jeweils nur wenigen Fahrzeugen (zum Teil Einzelstücke) mit nationalen Homologationen blieb – wie zum Beispiel der van Ommen-Racing Audi TT oder der Team Jota-Mazda MX5.

Homologationsnr. Hersteller Modell aktiv
GT4-001 Ford FORD Mustang FR500C  
GT4-002 Aston Martin ASTON MARTIN V8 Vantage 4,2  
GT4-004 BMW BMW Z4 M Coupé  
GT4-006 Nissan NISSAN 350Z RJN  
GT4-007 Porsche PORSCHE 997 GT3 MY06  
GT4-009 Ginetta GINETTA G50  
GT4-010 Corvette CHEVROLET Corvette C6  
GT4-011 BMW BMW E92 M3 GT4  
GT4-012 Aston Martin ASTON MARTIN V8 Vantage 4,7 GT4  
GT4-013 Maserati MASERATI Granturismo MC GT4  
GT4-014 Nissan NISSAN 370Z RJN GT4  
GT4-015 Lotus LOTUS Evora GT4  
GT4-016 Chevrolet CHEVROLET Camaro SS GT4  
GT4-017 Porsche PORSCHE 997 Cup GT4  
GT4-018 Hyundai HYUNDAI Genesis Coupé GT4  
GT4-019 Ginetta GINETTA G55 GT4 x
GT4-021 KTM KTM X-Bow GT4 x
GT4-022
SIN R1 GT4 x
GT4-023
CHEVRON GR8 GT4 WIP  
GT4-024 Porsche PORSCHE Cayman GT4 Clubsport MR x
GT4-025 BMW BMW EKRIS M4 GT4 x
GT4-026 Maserati MASERATI Granturismo MC GT4  
GT4-027 Ford FORD Mustang GT4 x
GT4-028 Porsche PORSCHE Cayman 981 PRO 4  
GT4-029 BMW BMW M4 GT4 x
GT4-030 McLaren McLAREN 570S GT4 x
GT4-031 Chevrolet CHEVROLET Camaro GT4.R x
GT4-033 Mercedes MERCEDES AMG GT4 x
GT4-034
ALPINE A110 GT4 x
GT4-036 Aston Martin Aston Martin Vantage 2019 x
GT4-038 Audi AUDI R8 LMS GT4 x
? Porsche Porsche 718 Cayman CS MR x
?
PANOZ Avezzano GT4 x

Konntegt4startoleben man zu Beginn der GT4-Phase 2007 einen Einsatzwagen für ein Budget um die 60-90 Tausend Euro noch selber aufbauen und einsetzen, so sind mittlerweile aufgrund der gestiegenen Anforderungen in Hinblick auf Speed und Langstreckenhaltbarkeit auch die Preise angezogen. Passende Autos gibt es quasi nur noch von den Herstellern oder von von den Herstellern lizensierten Tunern - zum Beispiel baut Reiter Engineering die KTM-Rennmodelle auf. Lagen die Preise für einen Aston Martin Vantage N24 – das erste von einem Hersteller gefertigte Serienmodell das 2007 die Klasse quasi mit begründete – noch bei 120.000€ für das Basismodell und 140-150T€ inklusive der Langstreckenoptionen, so liegt ein langstreckentauglicher Wagen von Audi, AMG oder Porsche heute weit oberhalb der 200.000€-Grenze. Exklusivere Autos wie McLaren oder die amerikanischen Boliden von Camaro, Ford oder Panoz sind sogar noch eine Stufe höher angesiedelt. Für solch ein Geld sind zum Teil schon gute gebrauchte GT3 zu haben, was lange ein Hinderungsgrund für die Etablierung der Klasse war.

Zu gt4 preview2Beginn der GT4-Entwicklung waren neben einzelnen Werken (Aston Martin oder Ginetta) die das zahlenmässige Gros der Autos produzierten, eher kleinere Tuner auf den Zug der GT4 aufgesprungen. Allerdings beförderte angesichts des Erfolges der GT3 eine eher stiefmütterliche Betreuung der SRO die Klasse um 2010 herum in einen Dornröschenschlaf, als wegen des Outsourcings der wichtigsten Meisterschaft an einen lokalen belgischen Veranstalter und dessen folgender Insolvenz die wichtigsten Teams kaum noch Einsatzmöglichkeiten fanden. Erst eine Reaktivierung des Championnats durch eine benachbarte niederländische Interessentengruppe führte zu einem Revival der Top-Meisterschaft für die Klasse aus der sich schliesslich über die Jahre die GT4-European Series entwickelte.

Endgültig startete die GT4  ab 2016 durch als Porsche den Cayman GT4 CS als Basisi für ein SRO-GT4-Modell vorstellte. Seitdem sprangen auch andere Grossserienhersteller wie AMG, Audi, McLaren und BMW vermehrt auf die GT4-Welle auf, weil man darin einen potentiell grösseren Absatzmarkt an Kundenfahrzeugen wie bei den GT3 erkannte.

Auch GT4 ES startlauf1 nringwenn die vielen kleinen Tuner reichlich Vielfalt und Kolorit in die Klasse brachten so muss man doch eingestehen das erst die Grossserienhersteller der Verbreitung der Klasse ab 2016 den Weg geebnet haben. Wichtig war dabei auch die Verwendung der GT4-Modelle als Basis für Markenpokale – ein Weg den Aston Martin und Ginetta schon früh ab 2007 einschlugen. BMW dagegen – von denen bereits 4 GT4-Modelle existieren - erkannte diesen Weg nicht und daher blieben die Absatzzahlen der frühen, werksseitig gefertigten GT4 der Münchner weit hinter denen der britischen Kollegen zurück. Erst Porsche griff das Modell des Markenpokal-Basisfahrzeugs wieder mit dem Cayman auf. Seitdem sind auch von Audi, Alpine, KTM, McLaren und Jaguar (in der Liste noch nicht enthalten!) Markenpokale auf Basis der GT4-Wagen entstanden, die den Absatz der Wagen befeuern.

Mittlerweile gt4esfeldzolderbaut auch eine wachsende Zahl nationaler Meisterschaften auf die GT4 als Fahrzeugmodell. In Deutschland wird ab morgen eine neue Bühne mit der ADAC GT4 Germany eröffnet werden, die uns die nächsten Jahre sicherlich spannende Wettbewerbe präsentieren wird. GT-Eins wird dieses Debüt vor Ort mit verfolgen.

Supercar Challenge Magny Cours

Am dscmagnycoursOsterwochenende starteten die Supercar Challenge und die GT & Prototype Challenge im französischen Magny Cours in die Saison 2019. Da wie zu befürchten war nicht allzu viele bunte Eier im Starterfeld Nest lagen trugen beide Serien ihre Rennen in einem gemeinsamen Feld aus. Somit standen insgesamt 23 Fahrzeuge im Grid zum ersten 60 minütigem Rennen am Samstag bei dem Neil Primrose im Norma M20FC von der Pole Position aus starten sollte.

Nach seiner Bestzeit im Qualifying verpasste er es aber rechtzeitig in die Startaufstellung zu fahren weswegen ihn die Rennleitung auf den letzten Startplatz versetzte. Darauf schien Primrose aber wenig Lust zu haben und überholte während der Einführungsrunde das komplette Feld. Dieses sollte logischer Weise nicht ohne Konsequenzen bleiben. Es zog eine fünf minütige Stop and Go Strafe nach sich.

Da auch die beiden Radical nicht ohne Probleme durch das Rennen kamen machte die GT Fraktion den Sieg unter sich aus. Diesen sicherte sich letztendlich John de Wilde im Speedlover Porsche vor seinen Markenkollegen Bob Herber und Jos Jansen. Vierter wurde Max Weering im Lamborghini. Primrose schaffte es nach seiner Strafe noch bis auf Platz fünf nach vorne zu fahren und sicherte sich damit den Sieg in der Prototypen Klasse. Dennis de Borst und Stan van Oord gewannen im Seat Cupra TCR die Supersport 1 Division. Der 15 jährige Maxime Oosten und der 16 jährige Milan Teekens gewannen bei ihrem Supercar Challenge Debüt im Silhouetten BMW die Supersport 2 Klasse. Chris Voet und Bart van den Broeck siegten mit ihrem Peugeot in der Sport Division.

Ohne Fehler war der Schotte Neil Primrose mit seinem Norma im zweiten Rennen am Sonntag nicht zu schlagen. Nach 35 Runden siegte er mit über einer Minute Vorsprung vor dem Lamborghini von Max Weering. Dahinter kamen die Porsche Piloten John de Wilde, Bob Herber und Jos Jansen auf den Plätzen drei bis fünf ins Ziel. Eine fünf Sekunden Stop an Go Strafe wegen eines Frühstarts kostete Bob Herber am Ende den Podestplatz. Max Veels und Jacky van der Ende siegten im Seat Leon in der Supersport 1 Klasse. In der SP2 waren erneut die beiden Teenager Maxime Oosten und Milan Teekens im BMW erfolgreich. In der Sport Division siegte Henk Tappel im BMW.

Das nächste Rennen findet am ersten Juni Wochenende beim Super Prix in Zolder statt. Es bleibt zu hoffen dass sich dort noch der ein oder andere zusätzliche Wagen einfinden wird.

Wieder über 190 Teams auf der Nennliste für VLN3

Für den am kommenden Samstag anstehenden dritten Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft, den 61. ADAC ACAS H&R-Cup, verzeichnet die heute veröffentlichte Nennliste wie schon bei VLN2 ein Feld von 193 angekündigten Startern. 25 GT3 werden dabei in der Top-Klasse um den Gesamtsieg kämpfen, wobei 20 als Profi-Teams und 5 als Pro-Am-Mannschaften angegeben sind.

7 BMW M6-GT3 von Walkenhorst Motorsport (3 Autos), ROWE Racing (2) Schnitzer Motorsport und Falken Motorsport, 6 Porsche 991 GT3 R der Teams Manthey Racing (3 Wagen), Frikadelli Racing (2) und Falken Motorsport, 5 Mercedes AMG GT3 der Teams Black Falcon (3 Wagen) und GetSpeed Performance/Roster Rojo, 3 Nissan von KCMG und Kondo Racing, 2 Phoenix Racing Audi, der Bando Racing Lexus und der Konrad Motorsport Lamborghini Huracán GT3 sind für den letzten Lauf vor dem 6h Qualifikationsrennen und dem 24 Stunden Rennen am Nürburgring auf der Nennliste verzeichnet.

In der SPX-Klasse steht der Octane Racing Ferrari nach einer Pause von einem Lauf ins Feld zurück. Zusätzlich ist der SP-Pro-Lexus LC von Gazoo Racing im Feld vertreten.

Stark besetzt präsentiert sich die SP7-Klasse in der 9 Porsches, darunter 3 911 Cup MR-Modelle von Black Falcon, Kappeler Motorsport und Chrzanowski Racing am Start stehen. 3 CUP2-Porsches stehen zusätzlich am Start. Je 6 Fahrzeuge sind in der SP8 und der SP8T verzeichnet. Ein Fragezeichen verbleibt über der Nennung des zweiten Aston Martin Vantage GT4 der anders als einige Tage zuvor angekündigt noch nicht in der mit 9 Fahrzeugen besetzten SP10/GT4-Klasse (6 BMW M4-GT4, je ein Audi, Mercedes und Ginetta). Dafür steht einer der neuen GT4 wie angekündigt in der SP8T neben 2 Black Falcon Mercedes AMG GT4, 2 Schubert BMW M2 und dem Toyota Supra am Start. 2 weitere Aston Martin sind in der SP8 neben den beiden GITI-Audis, dem Ring-Racing Lexus und dem racing one Ferrari engagiert.

Auf gleich 8 Teilnehmer wächst die V6-Klasse bei den Produktionswagen an, in der 7 Porsche und der Sing-Motorsport Mercedes SLK 350 am Start stehen. 10 Starter weist die Liste für die V5-Klasse auf. 26 Starter sind in der V4 verzeichnet. Die stetig wachsende VT2-Klasse ist bereits mit 7 Fahrzeugen besetzt. In den CUP-Kategorien sind 21 CUP5-BMW, 13 CUP3-Cayman, 3 CUPX-KTM und 5 TCR verzeichnet.

Der Start zum Rennen ist für Samstag um 12 Uhr geplant während das Qualifying um 8.30 Uhr am selben Tag angesetzt ist.

STT Saisonauftakt beim Masters

Am sttporschekommenden Wochenende startet die Spezial Tourenwagen Trophy in die neue Saison. Gefahren wird im Rahmen des ADAC GT-Masters in Oschersleben. In der Magdeburger Börde wird die STT erstmals mit der neuen Klassenstruktur nach Leistungsgewicht fahren.

Zwar wird sich bei dem einen oder anderen erst kurzfristig entscheiden, ob es bereits in Oschersleben losgeht. Doch dürften in der Magdeburger Börde um die 25 Autos am Start stehen. Die Mischung stimmt jedenfalls, denn eine große Marken- und Fahrzeugvielfalt erwartet die Zuschauer. Allein in der Division 1 sind zehn verschiedene Marken vertreten, wobei vor allem die Platzhirsche der letzten Jahre ganz vorne mitmischen wollen. Jürgen Alzen im Ford GT, Jürgen Bender (Corvette Z06.R GT3), Ulrich Becker (Porsche 997 GT3 R) oder Henk Thuis (Pumaxs RT) – die Liste ließe sich noch problemlos erweitern. Auch die Gaststarter Mario Hirsch im Mercedes SLS AMG GT3, Michael Schulze (Nissan GT-R GT3) oder auch Josef Klüber (Mercedes AMG GT3) waren in Oschersleben immer schnell und auch siegreich unterwegs.

Während in der Division 1 die Fahrzeuge unter 2,5 kg/PS antreten, starten in der Division 2 Fahrzeuge von 2,5 bis 3,99 kg/PS. So fahren hier unter anderem Porsche 991 GT3 Cup wie ihn etwas Torsten Klimmer einsetzt, Gerhard Ludwig mit seinem spektakulären Toyota MR2 Turbo oder TCR- bzw. GT4-Autos. In der Division 3 wird zudem Titelverteidiger Ralf Glatzel mit seinem Ford Fiesta ST mit von der Partie sein. Leicht wird es dort für den letztjährigen Meister sicherlich nicht. So steuert Victoria Froß einen Opel Astra OPC, mit dem die schnelle Rennfahrerin durchaus den Divisionssieg abstauben könnte.

Bereits in der Saison 2008 war die Spezial Tourenwagen Trophy, damals in den Anfangstagen des ADAC GT-Masters, in Oschersleben zu Gast. Für die STT steht am Freitag um 11.05 ein freies Training über 40 Minuten als erster Programmpunkt an. Am Samstagmorgen findet das Zeittraining statt, während das erste Rennen der Saison um 16.20 Uhr gestartet wird. Sonntags früh geht es ins zweite Qualifying. Das Rennen der STT wird schließlich ab 16.55 Uhr über die Bühne gehen.

Über 115 Wagen kommen nach Oschersleben

An diesem Wochenende startet das ADAC GT-Masters in Oschersleben in seine 13. Saison. Die Top-Serie des ADAC-Paketes wird dabei an diesem Wochenende nicht als einzige Serie das Publikum auf dem Bördekurs begeistern. Insgesamt 5 Serien mit vollen Feldern werden am Samstag und Sonntag um erste Punkte im deutschen Meisterschaftspaket fahren- und 3 davon gehören zu den deutschen Top-Sportwagenserien...

Top-Serie ist 2019 wieder mal das ADAC GT-Masters. Hier werden 31 Wagen von 19 Teams und 8 Herstellern erwartet. Zuschauern die nicht vor Ort sein können wird dennoch die volle Coverage geboten: Beide Rennen werden am Samstag und Sonntag jeweils ab 13:00 Uhr live und in voller Länge von SPORT1 übertragen. Außerdem sind sie online im Livestream auf sport1.de, adac.de/motorsport und youtube.com/adac zu sehen.

Mindestens racingone testtaggenau so gut besetzt zeigt sich die zweite GT-Serie. Bei der offiziellen Premiere der ADAC GT4 Germany starten 25 Wagen von 16 Teams und 7 Herstellern. Auch hier werden die beiden Rennen am Samstag um 11 Uhr und am Sonntag um 15.30 Uhr live auf SPORT1 und SPORT1+ im Fernsehen sowie im Live-Stream übertragen.

Während der Porsche Carrera Cup Deutschland erst ab dem 9.4 in Most in seine Saison startet, steht zudem in Oschersleben die Spezial Tourenwagen Trophy als dritte, privat organisierte Sportwagenserie parat. Erwartet wird auch hier ein Feld von um die 25 Wagen, wobei abseits des üblichen GT3-/GT4-“Einheitsbrei“, den manche Puristen bemängeln, auch einige Exoten und Sonderkonstruktionen das Feld bereichern dürften. Die beiden 30-minütigen STT-Sprints starten jedenfallsbenderoleben2 am Samstag um 16.20 Uhr und am Sonntag um 16.55 Uhr.

Hinzu kommen die mit 18 Wagen besetzte ADAC TCR-Germany in der Fahrzeuge von 6 Herstellern mit dem neuen Reifenpartner Yokohama starten und die ADAC Formel 4 die 18 Starter über die Saison verzeichnet. Damit gehen am kommenden Wochenende an die 117 Rennwagen in das erste ADAC Rennwochenende.

Einziger Wehrmutstropfen ist die Terminüberschneidung mit dem dritten VLN Langstreckenmeisterschafts -Lauf am Nürburgring, den einige in Oschersleben engagierte Piloten, Team und Journalisten sicher auch gerne vor Ort verfolgt hätten. Aber hier hat der ADAC leider die interne Planung nicht vervollkommnen können. Zudem es beim nächsten Rennwochenende in Most auch kaum besser wird: da findet wieder einmal zeitgleich das 6h Qualifikationsrennen zum 24 Stunden Rennen am Nürburgring statt...

Neuer Aston GT4 debütiert bei VLN3

Aston Martin vantagegt4testhat ein Engagement mit 2 der neuen Aston Martin Vantage GT4 im Rahmen des 24 Stunden Rennen am Nürburgring offiziell bekannt gegeben. Das am Ring in Meuspath beheimatete AMR Performance Centre wird dabei für den Einsatz der beiden Boliden verantwortlich zeichnen. Zusätzlich wird ein dritter Aston Martin mit dem bekannten Vantage GT8 in der SP8-Klasse an den Start gehen.

Der erste vorbereitende Einsatz ist für VLN3, den 61. ADAC ACAS H&R-Cup am 27 April angedacht. Dort werden die neu von Aston Martin verpflichtete 20 jährige Werks-Juniorin Jamie Chadwick, Werksfahrer Ross Gunn, der 2016´er Europäische Le Mans Serie-Champion Alex Brundle und Peter Cate einen der Wagen erstmals in der SP10-Klasse pilotieren.

Das Schwester-Fahrzeug tritt dagegen in der SP8T-Klasse in Konkurrenz zu den dort engagierten BMW- und AMG-Fahrzeugen an. Dieses soll durch Werkspilot Darren Turner, Chris Goodwin, Chris Harris und Christian Gebhardt pilotiert werden. Harris dürfte den meisten Zuschauern am Ring als einer der Moderatoren der BBC-Kultshow Top-Gear ein Begriff sein. Im Blancpain GT Serien Endurance Cup steuert er einen der Garage 59 Aston Martin Vantage GT3 in der AM-Klasse zusammen mit Teamkollege Goodwin.

Als Piloten des Vantage GT8 sind zudem Marco Müller und der Neuseeländer Tony Richards benannt worden.

McLaren vor IMSA-Debüt

ImMcLaren 720S GT3 Compass Racing Vorfeld des nächsten IMSA-Wochenendes in Mid Ohio Anfang Mai hat die IMSA ein mehrjähriges Hersteller-Abkommen mit McLaren unterzeichnet, die der britischen Marke ein Antreten im Rahmen der GTD-Klasse der amerikanischen Sportwagenserie gestattet. Anlass des Vertrages ist das Debüt eines McLaren 720S GT3 mit dem ersten amerikanischen Kundenteam der britischen Marke bei der Runde in 2 Wochen. Die Compass Racing Mannschaft wird dort in die GTD-Klasse der Meisterschaft einsteigen, in der bislang mit Porsche, Audi, Mercedes, Lamborghini, Ferrari, BMW, Acura und Lexus 8 Hersteller engagiert sind.

Eine solche Vereinbarung ist für alle Hersteller die in der amerikanischen IMSA-Serie antreten wollen Voraussetzung und wird durch entsprechende Supportgebühren begleitet die in die Infrastruktur der Serie mit einfliessen. Das McLaren nun eine entsprechende auf mehrere Jahre ausgelegte Vereinbarung eingeht, zeigt zum einen das man gewillt ist sich mit seinen Supersportwagen langfristig in Nordamerika zu engagieren. Zum Anderen öffnet es McLaren auch die Chance sich in den nächsten Jahren entweder in der GTE-oder der DPi-Klasse zu engagieren.

Dragonspeed gewinnt ELMS-Auftakt

Wir schulden euch noch einen kurzen Überblick über das erste Rennen der Europäischen Le Mans Serie, die 4h von Le Castellet (der Link führt zum ausführlichen Rennbericht auf unseren Seiten), das vor einer Woche auf dem Highspeedskurs des Circuit Paul Ricard an der Coté d´Azur mit dem Rekordfeld von 41 Teilnehmern statt fand.

Beim Saisonauftakt unter ortstypisch idealen Wetterbediungungen triumphierte nach 4 Rennstunden und 135 absolvierten Rennrunden die amerikanische Dragonspeed-Mannschaft mit dem Trio Hendrik Hedman, Ben Hanley und James Allen. Der Oreca der amerikanischen Mannschaft kreuzte am Ende de Ziellinie mit einem Vorsprung vor dem IDEC-Sport Oreca des Trios Lafargue/Chatin/Rojas, die sich wiederum 14s vor dem Oreca der Duqueine Engineering Truppe um die Piloten Jamin/Ragues/ Bradley durchsetzen konnten. Die vordersten 5 Plätze im Feld belegten Oreca-Einsatz-Mannschaften vor dem United Autosports Ligier JS P217 LMP2 von Hanson/Di Resta, der als bester der 6 Ligier-Einsatzteams verzeichnet wurde. Der einzige Dallara im Feld der debütierenden Einsatzmannschaft von Carlin kam als elftes Team ins Ziel.

In der LMP3 schafften es gleich 2 deutsche Piloten auf das Podium. Lange hatte der Eurointernational Ligier JS P3 LMP3 von Mikkel Jensen und Jens Petersen im Rennen in Führung gelegen. Erst eine halbe Stunde vor dem Ende musste sich Petersen dem Ultimate Norma M30 LMP3 des Trios Lahaye/Lahaye/Heriau beugen. Dahinter zeigte Inter-Europol-Neuverpflichtung Nigel Moore was für eine Rakete er im LMP3 ist. Nachdem Copilot Martin Hippe durch einen schleichenden Plattfuss an die vorletzte Position im LMP3 Feld zurückgefallen war brillierte der Brite mit Rundezeiten die zum Teil 3s schneller als der Schnitt der Konkurrenz waren und fuhr den Ligier der deutsch-polnischen-Mannschaft auf Rang 3 und in der letzten runde sogar bis auf Schlagdistanz an den Ligier von Petersen heran. Sollten die Reifen bei den nächsten halten, dann kann man sich an regelmässige Podiumsbesuche des deutsch-britischen Duos Hippe/Moore gewöhnen.

In der GTE gewann mit dem Luzich Racing Ferrari des Trios Alessandro Pierguidi/Nicklas Jensen und Fabien Lavergne ein Debütantenteam. Die schweizer Mannschaft, die vom Einsatzteam von AF Corse betreut wurde, setzte damit die mittlerweile seit 2011 anhaltende Siegesserie der Ferraris auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke fort. Erst 2010 hatte zuletzt bei den 8h von Le Castellet ein Porsche den Sieg in der damals noch GT2 bezeichneten Kategorie erringen können.  Auf Rang 2 kam der Kessel Racing Ferrari der 3 Pilotinnen Rahel Frey, Manuela Gostner und Michelle Gatting ins Ziel, deren Mannschaft ebenfalls ihr ELMS-Debüt gab. Der Proton-Porsche von Christian Ried, Riccardo Pera und Matteo Cairoli komplettierte das Podium.

Der nächste Lauf findet am 12.Mai mit dem 4h von Monza statt.

Ford beendet GTE-Werksprogramme

Ford hat gestern das Ende der GTE-Werksprogramme in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft und der IMSA-WeatherTech SportsCar Championship bekannt gegeben. Mit dem 24 Stunden Rennen von Le Mans 2019 bzw. dem Petit Le Mans 2019 im Oktober würden die von Ford Chip Ganassi USA bzw. Ford Chp Ganassi UK durchgeführten Werkseinsätze plangemäss nach 4 Jahren beendet. Dennoch gibt es Hoffnung auch 2020 den Ford GT in beiden Meisterschaften auf der Strecke zu sehen.

Ford hatte das Programm mit dem GT 2016 gestartet. Der aerodynamisch und technisch hochentwickelte GT wurde durch die Entwicklung eines entsprechenden Strassensportwagens begleitet von dem Ford seitdem etwa 100 Exemplare pro Jahr aufgelegt hat. Insgesamt wurden von dem GTE-Rennwagen 7 Exemplare gefertigt, nachdem eines der ursprünglich nur 6 geplanten Exemplare nach einem Unfall abgeschrieben werden musste. Das ursprünglich nur auf 3 Jahre ausgelegte Programm wurde noch 2016 auf 4 Jahre verlängert nachdem Ford gleich im ersten Jahr des Engagements anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des ersten Le Mans-Gesamtsieges der GTE-Pro-Klassensieg in Le Mans gelungen war.

Mit der Saison 2019/20 in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft und der Saison 2020 in der IMSA-WeatherTech SportsCar Championship sollen nun die Ford GT in den Händen privater Teams bzw. Nennungen in den beiden Meisterschaften weiter an den Start gehen. Damit greift Ford das selbe Einsatzmodell auf das auch ab 1970 mit den alten Ford GT60 unternommen wurde. Allerdings werden bei den Einsätzen weiterhin das Chip Ganassi-Team bzw. Ford´s Technikpartner Multimatic eine gewichtige Rolle spielen. Die aktuellen GT-Rennwagen seien von ihrem Handling her so komplex das die Verpflichtung erfahrener Ford-Techniker zum Starten und Betreuen der Wagen eine zwingende Voraussetzung wäre. Von daher dürfte der Einsatz eines Ford GTE deutlich kostenintensiver als der eines Ferrari oder Aston Martin ausfallen, was ein wichtiges Kriterium für zukünftige Einsätze von interessierten Kundenteams sein dürfte.

Mit dem privat eingesetzten Ford GT von Keating Motorsports steht bereits der erste private Einsatz eines der Boliden beim diesjährigen 24 Stunden Rennen von Le Mans fest. Ford hofft für die kommenden Saisons je 2 Wagen in der WEC und der IMSA-Serie an den Start bringen zu können.

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