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AMG-Doppelpole in Abu Dhabi

2seaspolegulf12hDas 2 Seas Motorsport Trio Ben Bernicoat Martin Kodric und Isa Al Khalifa hat mit seinem Mercedes AMG GT3 die Pole zu den 10. Gulf 12 hours erzielen können. Mit einer Durchschnittszeit von 1:52,047 setzte sich das Trio gegen die SPS Automotive Performance-piloten Kenny Habul, Michael Grenier und Maro Engel auf einem weiteren Mercedes AMG GT3 durch, die eine 1:52,440 als Durchschnittszeit notieren liessen. Von Platz 3 des 15 Wagen starken Feldes startet der #51 AF Corse-AM Ferrari des Quartetts Cozzi/Sernagiotto/Mastronardi/Hani.

Bestes Pro-Am-Team für das morgen um 6:40 MEZ startende Rennen ist das auf Gesamtrang 4 plazierte VR46-Trio Fumanelli/Marini/Salucci. Auf der GT4-Pole steht der Century Motorsport Aston Martin.

Weitere Details zum Feld der Gulf 12h

feld10gulf12hMit dem Start der ersten Sessions bei den zehnten Gulf 12 hours sind nun auch die Besatzungen aller Wagen komplett bekannt geworden. Dabei haben sich allerdings keine grossen Überraschungen ergeben. Zumindest sind einige deutschsprachige Piloten und Mannschaften mit bei der leider nur schwach besetzten Jubiläumsausgabe engagiert.

Unter den 15 GT3-Wagen sind 3 in der Pro-Klasse, 3 in der Pro-Am-Klasse und die restlichen 6 in der Klasse der Gentleman-Piloten gemeldet. Um den Gesamtsieg werden gleich 2 deutsche Mannschaften in der Pro-Klasse mitkämpfen: auf dem #75 SPS Automotive Performance AMG mit SunEnergy1-Unterstützung werden Kenny Habul, Michael Grenier und Maro Engel um den Gesamtsieg kämpfen. Auf dem eizigen Audi im Feld der Langenhagener Attempto Racing Truppe startet mit Dries vanthoor der einzige Pilot im Feld der schon eine der vorigen Ausgaben gewinnen konnte. Er wird vom Russen Murod Sultanov und Alex Aka unterstützt. Dritter Wagen in der Pro-Klasse ist der 2 Seas Motorsport AMG auf dem das Siegertrio der diesjährigen Gulf 12h-Bahrain , das Trio Isa Bin Abdulla Alkhalifa, Ben Barnicoat und Martin Kodric, antritt.

Auf 2 weiteren Wagen starten deutschsprachige Piloten: der zweite SPS Automotive Performance Mercedes AMG GT3 hat mit Stammpilot Valentin Pierburg und den beiden Schweizern Benno Oertig und Christoph Lenz eine komplett deutschsprachige Besatzung. Übersehen hatten wir im Entry hingegen den österreichischen Baron Motorsport Ferrari, in dem Ferrari-Challenge-Teamchef Phillip Baron zusammen mit seinem schwedischen Stammpiloten Tommy Lindroth und dem dänischen Piloten Mikkel Mac antritt.

Leider ist dem Event aufgrund der grasssierenden Covid-Pandemie sein Star-Pilot abhanden gekommen. Wegen Kontakt zu einer infizierten Person in seinem Umfeld ist Motorrad-Legende Valentino Rossi in Quarantäne geschickt worden. Bezeichnend ist auch das keiner der 20 bisher am meisten engagierten Stammpiloten des Events bei der diesjährigen Ausgabe engagiert ist. Mit dem Schweizer Mauro Calamia, dem Italiener Roberto Pampanini  und den beiden Franzosen Mauro und Benjamin Ricci absolvieren die 4 erfahrensten Piloten dieser Ausgabe heuer ihr gerade mal viertes Gulf 12 hours.

Das Qualifying findet morgen um 18 Uhr Ortszeit (=15 Uhr MEZ) statt. Das Rennen startet am Samstag um 9.40 Uhr Ortszeit.

PMR wechselt auf BMW

PaulMiller M4GT3Das Paul Miller Racing-Team vollzieht gemäß einer Meldung unserer Kollegen von Sportscar 365 einen Wechsel seiner Einsatzgeräte. Statt mit einem Lamborghini Huracán GT3 evo wird die nordamerikanische Mannschaft in Zukunft einen BMW M4-GT4 in der IMSA-WeatherTech SportsCar Championship an den Start bringen. Als Piloten werden weiterhin die Stammfahrer Bryan Sellers und Madison Snow zum Einsatz kommen. Wegen des Modellwechsels wird die Mannschaft das 24 Stunden-Rennen von Daytona auslassen. Paul Miller Racing ist damit nach Rahal-Letterman-Lanigan Racing und Turner Motorsport das dritte Team das in der kommenden Saison auf BMW GT3 Fahrzeuge in der amerikanischen Serie setzt.

Nur 15 Autos bei den 10. Gulf12h

Es hätte zum Jubiläum ein grosses Fest werden sollen. Angesichts der 10. Ausgabe der Gulf 12 hours sollte heuer das bislang grösste Feld des arabischen Enduros am Start stehen. Die Organisatoren um Promotor Andrea Ficarelli hatten angeblich ein Feld von 38 Autos verpflichtet, das nach der Corona-Unterbrechung 2020 und der F1-bedingten Verschiebung der Jubiläumsausgabe einen würdigen Rahmen für den Langstreckenklassiker abgegeben hätte...

Doch mit der im Dezember aufgekommenen Omikron-Variante des Corona-Virus und den kurzfristig sich ändernden notwendigen Reise- und Quarantäne-Beschränkungen brachen vielen Teams die sich lediglich auf den Event in Abu Dhabi konzentrierten die Planungsgrundlagen weg. Logistische Probleme – ein Container-Frachter mit Ferrari-Challenge-Fahrzeugen steckte zusätzlich im Suez-Kanal fest – taten ein übriges um Absagen der beteiligten Piloten und Teams zu befeuern. Nun wird der Event allen Hindernissen zum Trotz dennoch am geplanten Datum am kommenden Wochenende durchgezogen – und weist dabei mit nur 15 Autos – 12 GT3 und 3 Gt4 – das bislang kleinste Feld der letzten Jahre auf. De facto ist die Starterzahl damit genau so gross wie bei den ersten Gulf 12 hours im Januar 2012 - es geht quasi „back to the roots“...

Zum Feld: Unter den 12 GT3 finden sich insgesamt 6 Ferrari F488 GT3: 2* AF Corse, 2* Kessel Racing, einmal Baron Motorsport und den VR46-Ferrari von Zweirad-Ikone Valentino Rossi. Mit 5 Mercedes AMG GT3 stellt sich das bislang grösste Feld der Affalterbacher Rennboliden den Ferraris gegenüber. 2 * SPS Automotive Performance (ein Wagen unter der Nennung von Sun Energy 1), 2 Wagen des bahrainischen 2Seas Motorsport Teams (die mit McLaren noch die Gulf 12 hours Bahrain im vergangenen Januar gewinnen konnten) und ein AKKA-ASP-AMG wollen den 2 Sieg eines AMG in der Geschichte des Klassikers unter Dach und Fach bringen - und den 8 Sieg eines Ferraris verhindern! Ausser AMG und Ferrari hat nur noch Audi das Enduro in Abu Dhabi gewinnen können. Als Titelverteidiger kommt die Langenhagener Mannschaft von Attempto Racing zurück an den Kurs. Der R8 der Mannschaft ist der einzige Audi im Feld. Inwieweit sich die Teams auf Pro, Pro-Am und Am-Mannschaften aufteilen ist bislang angesichts einer noch nicht bekannten Fahrerliste noch ungewiss.

Das GT4-Feld besteht lediglich aus 3 britischen Autos von 2 Teams. Die Century Motorsprt-Mannschaft bringt sowohl einen Aston Martin als auch einen BMW M4-GT4 an den Start. Dem gegenüber stellt sich die Greystone GT-Mannschaft, die einen McLaren 570S GT4 an den Yas Marina Circuit bringt. Vielleicht gibt es zumindest hier am Ende des Tages einen neuen Sieger zu feiern. Bei den 7 Rennen die bislang mit GT4-Beteiligung absolviert wurden gingen bislang 3 Siege an Aston Martin, 2 an Ginetta und je einer an Maserati und McLaren. Zumindest die BMW-Mannschaft von Century hat somit Gelegenheit Geschichte zu schreiben.

Mit nur 6 Herstellern sowie 10 Einsatzteams die beim Rennen antreten, wird ein neuer Negativrekord beim Wüstenenduro in den Vereinigten Arabischen Emiraten aufgestellt. Nur 3 der Fahrzeuge starten dabei mit einem deutschen Einsatzteam. Inwieweit auch bei den Piloten der Fahrzeuge statistisch relevate Daten anfallen wird man erst mit Beginn der ersten Sessions am Donnerstag erfahren.

Vorschau auf die 17. 24h von Dubai

In knapp 2 Wochen startet in Dubai die Motorsport-Saison 2022 mit der 17.ten Ausgabe der 24h von Dubai. Die derzeitige Nennliste des von der niederländischen Creventic-Gruppe veranstalteten Events umfasst ein Feld von 85 Teilnehmern. Naturgemäß ergeben sich – speziell in diesen, von der COVID 19 Pandemie geprägten Zeiten – bis zum eigentlichen Rennen immer einige Absagen. Doch nach dem mit 51 Teilnehmern bislang kleinsten Feld in der Geschichte des Wüsten-Enduros bei der vergangenen Ausgabe besteht bei 85 Nennungen ein Fünkchen Hoffnung das die Tendenz in diesem Jahr wieder nach oben zeigt.

Die 85 genannten Mannschaften und ihre 59 Einsatzteams setzen sich aus 28 GT3-Teams (Vorjahr:17/+12), 5 GTX-Mannschaften (4/+1), 20 Porsche-Cup-Crews (8/+12), 11 GT4-Mannschaften (5/+6), 9 TCR (12/-3) und 12 TCX-Crews (6/+3) zusammen. Die TC-Klasse ist mangels Nennungen (bislang nur ein BMW240i ohne Piloten) wieder einmal nicht seperat verzeichnet sondern wird in die TCX-Klasse integriert. In der GT3-Klasse wird wie kürzlich berichtet das Feld noch einmal in eine Pro-Am und eine Am-Klasse unterteilt, wobei bei der Hälfte der Nennungen diese Zuordnung mangels noch nicht fixierter Besatzungen noch nicht erfolgen konnte. Gleiches erfolgt bei der 992-Klasse für das neue Porsche Cup-Modell, bei denen die Zuordnung jedoch mit derzeit 4 Pro- und 12 Am-Teams schon feststeht. Hier gibt es mit der 991-Klasse für das ältere Porsche-Cup-Modell sogar eine dritte Subklasse.

14 Hersteller sind in der Liste verzeichnet, was immerhin noch einmal 2 mehr wie im Vorjahr bedeutet. Mit 26 teilnehmenden Crews stellt Porsche, die ja in Form der dieses Jahr nicht engagierten GPX Racing Mannschaft den Vorjahressieger stellen, abermals das grösste Kontingent. Im Vorjahr reichten 13 engagierte 911´er um sich dieses Etikett zu verdienen. Das zweitgrösste Kontingent dieses Jahres teilen sich  mit 11 Wagen sowohl Audi - die in den Klassen GT3, GT4, TCR und GTX (mit einem Audi GT2) vertreten sind - als auch Mercedes und BMW - darunter 3 der neuen BMW M4-GT3 die von ST Racing und Schubert Motorsport eingesetzt werden. Dem gegenüber stehen je 4 Lamborghini, Cupra, Aston Martin und Ligier (alles JS 2R-Fahrzeuge), 3 VW je 2 Ginetta und Lamera GT (Bild) sowie je ein MARC II, Vortex und KTM GTX. Damit kehren gegenüber der 2020´er Ausgabe KTM, Lamera, MARC und Ligier ins Feld zurück, während Dodge und McLaren gegenüber der letzten Ausgabe nicht mehr im Feld vertreten sind.

scuderiapraha mugelloMannschaften aus 21 Nationen sind im Feld der 24h Dubai 2022 verzeichnet. Mit 29 Teilnehmern von 17 Einsatzteams kommt erneut das mit Abstand grösste Kontingent aus Deutschland, die seit Jahren diese Wertung anführen. Zählt man die Österreicher, Schweizer und Luxemburger Nennungen (1/5/2) hinzu ergeben sich sogar 37 von deutschsprachigen Teams eingesetzte Fahrzeuge. Das zweitgrösste Nationenkontingent stellen die Franzosen (9), gefolgt von den Belgiern (8) den Niederlanden, Grossbritannien und der Schweiz (je 5), Dänemark und den USA (3), Luxemburg, Kanada, Italien und den Vereinigten Arabischen Emiraten (je 2) und Einzelstartern aus Österreich, Ungarn, Korea, dem Oman, Rumänien, Russland, Saudi-Arabien, der Slovakei, und Thailand. In Anbetracht das nur 4 Starter von der arabischen Halbinsel stammen, dürften die Streckenbetreiber inständigst hoffen das es bis in 2 Wochen keinen COVID19-bedingten Lockdown in der Region gibt.

LMP2 vor weiteren Einschnitten

Der ACO hat eine weitere Reduzierung der Motorleistung der LMP2-Klasse angekündigt. Diese erfolgt vor dem Hintergrund das in der abgelaufenen Saison der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft die Hypercars einen zu kleinen Leistungsvorsprung auf der Strecke gegenüber den LMP2 gehabt hätten. Wie mehrere angelsächsische Medien melden soll dabei nicht nur die Leistung der in der abgelaufenen Saison etwa 535PS leistenden 4,2l Gibson V8-Motoren weiter reduziert werden. Darüber hinaus wird auch über eine weitere Reduzierung der Tankinhalte der mittleren Prototypenklasse nachgedacht. Diese umfasste bislang 75 Liter. Im Gespräch wäre demnach eine weitere Reduzierung um 10 Liter, was die in dieser Saison angestiegenen Stintlängen der Wagen wieder reduzieren würde.

Schon in der vergangenen Saison hatte der ACO die Leistung der LMP2 in 2 Schritten zunächst von etwa 600PS in 2019 auf 560PS und dann um weitere 25PS auf 535 PS reduziert. Zusätzlich mussten die Wagen auf allen Strecken mit einem Low-Downforce-Aeropaket ausrücken, während die angedachte Einführung von „Holzreifen“ von Einheitslieferant Goodyear wegen zu erwartender Schwierigkeiten für die obligatorisch vorgeschriebenen Privatpiloten ausgesetzt wurde. Die Leistungsreduzierung war notwendig geworden, weil man die als Top-Klasse gedachten 670 PS starken aber schwereren Hypercars nicht hinter die LMP2 zurückfallen lassen wollte, die in Le Mans schon Zeiten von unter 3:25 gefahren waren. In der neuen Konfiguration erreichten die hochentwickelten Oreca-Wagen (der französische Hersteller hat mittlerweile faktisch das Liefer-Monopol in der Klasse) in Le Mans Qualifikationszeiten von 3:27.9 während man im Vorjahr mit 60 PS mehr noch eine Top-Zeit von 3:24,5 erzielt wurde. Doch während 2020 mit den LMP1 noch Zeiten von 3:15 gefahren wurden präsentierten sich die neuen LMH nun 9 s langsamer. Für den Geschmack der LMH-Hersteller und des ACO ist die Differenz zwischen den beiden Klassen mit nun 4s gegenüber 9,5s in 2020 wohl noch nicht ausreichend genug.

2017 hatte der ACO die neue Leistungsformel mit den stärkeren Gibson-Einheitsmotoren eingeführt, die zwar mehr Leistung, aber auch mehr Verbrauch des hubraumstarken V8-Motors mit sich brachte. In der ersten Saison sanken die Stintlängen in Le Mans auf unter 40 Minuten und durchschnittlich 9 Runden. Vergleicht man die leistungsreduzierten LMP2-Motoren mit der noch ungedrosselten Variante 2020 so fällt auf, das der Performance-Schnitt sich weniger in den Rundenzeiten als auch im Spritverbrauch niederschlug. 2020 betrug die durchschnittliche Rundenlänge eines LMP2 in Bahrain 23 Runden. 2021 wurden beim 8 h Lauf an selber Stelle unter regulären Bedingungen 25 Runden lange Stints gefahren. Das macht bei einer Streckenlänge von 5,412km und einem angenommenen Tankvolumen von 75l einen Maximalverbrauch von 60l/100km 2020 und gut 55l/100km in 2021 aus. Die schnellsten Rundenzeiten im Rennen sanken dabei auf dieser Strecke von 1:48,8 auf 1:52,2.

Zu erwarten ist nun das der angekündigte weitere Performance-Schnitt zwar Rundenzeiten und Spritverbräuche weiter beschneiden wird, dafür im Gegenzug aber die Verkleinerung der Tankinhalte die FIA Langstrecken Weltmeisterschafts und ELMS-Läufe wieder zu einem „Tankstopp-Masters“ mit annähernd halbstündigen Boxenstopps mutieren lässt. Speziell die längeren Boxenstopps werden sich dabei signifikanter für den Abstand zwischen LMH/LMDh und LMP2 erweisen als der Effekt der eingeschränkten Leistung. Ob Langstrecken-Traditionalisten halbstündige Stints mit bescheidenen Reichweiten innerhalb der Quasi Einheitsklasse (wie berichtet hatte der ACO die Oreca-Monokultur just kürzlich für ein weiteres Jahr festgeschrieben) noch sportlich und technisch interessant finden werden, steht wahrscheinlich auf einem anderen Blatt.

Rückblick GT4 Germany Saison 2021

championspianaschreyhbteam Wir schulden euch noch einen Rückblick auf die abgelaufene dritte Saison der ADAC GT4 Germany die am 7.November beim verschobenen ADAC-Meeting auf dem Nürburgring nach 6 Meetings und 12 absolvierten Läufen endete. Am Ende triumphierte dort das Hofor-Bonk BMW M4-GT4 Duo Michael Schrey und Gabriele Piana, die sich den Titel mit 189 Punkten vor den beiden Mercedes AMG GT4-Piloten Jan Marschlkowski und Théo Nouet (178) und dem Dörr Motorsport-Duo Phil Dörr und Andreas Wirth (150) sichern konnten. Damit entschädigte sich das BMW-Duo für den entgangenen Titel 2020 als man wegen einer nachträglichen Entscheidung am grünen Tisch die entscheidenden Meisterschaftspunkte an das Allied Racing-Duo Nicolaj Møller-Madsen und Jan Kasperlik verloren hatte.

bestteams2021Piana und Schrey gewannen gleich zu Saisonbeginn die beiden Doppelrunden in Oschersleben und am Red Bull Ring und konnten auch den Sieg beim zweiten Meisterschaftsrennen am Sachsenring einfahren. Piana verbuchte darüber hinaus auch eine Pole-Position und 3 mal die schnellste Rennrunde für sich. Gleich 3 Meisterschaftssiege gelangen dem Prosport Racing Vantage AMR GT4 Duo Hugo Sasse und Mike-David Ortmann, die allerdings als Gaststarter keine Meisterschaftspunkte für ihre Erfolge verbuchen konnten. Das deutsche Aston-Team war erst zu Saisonmitte in die Meisterschaft mit eingestiegen, verzeichnete aber mit Saisonsiegen am Sachsenring und einem Doppelsieg am Nürburgring eine mehr als vielversprechende Bilanz. Darüber hinaus konnten lediglich 2 weitere Mannschaften Siege in der wichtigsten deutschen GT4-Serie einfahren. Beim ersten Lauf in Hockenheim gewann das Razoon-more than Racing KTM X-Bow GT4-Duo Leo Pichler und Leon Wassertheurer die Samstagsrunde. Am Sonntag war auf selber Strecke das Allied Racing-Duo Joel Sturm und Paul Aurel König im Porsche Cayman GT4 erfolgreich.

gt4gstarthockDie beiden Luxemburger Allied Racing Tom Kieffer und Christian Kosch gewannen auf ihrem Porsche Cayman GT4 mit 470 Punkten die Trophywertung vor dem bulgarisch-deutschen Duo Tano Neumann und Joachim Bölting die auf einem Cayman des Overdrive Racing Teams starteten.

Die Juniorwertung ging an den französischen Mercedes AMG GT4-Piloten Theo Nouet, gewann mit 211,5 Punkten die Juniorwertung vor dem bugarischen Overdrive-Piloten Stefan Bostandjiev. Nouet´s Team sicherte sich dabei auch die Teamwertung.

Trotz der mittlerweile starken Konkurrenz durch die DTM-Trophy und weiterer nationaler Serien (z.B. der GT4-Klassen in der GTC-Serie oder der Nürburgring Langstrecken Serie) konnte die ADAC GT4 Germany trotz des Corona-impacts weiter ihre Rolle als führende GT4-Serie im deutschsprachigen Bereich verteidigen. Insgesamt starteten 37 Wagen von 25 verschiedenen Einsatzteams in der Serie, wobei allerdings nur 22 Wagen als Feststarter und 15 als nicht-punkteberechtigte Gaststarter antraten. Dies ist wohl eine Situation die sich für die kommende Saison deutlich ändern soll: einer kürzlich erschienenen Pressemeldung des ADAC zur Folge haben sich für 2022 bereits 23 Mannschaften mit insgesamt 40 Autos von 7 Herstellern eingeschrieben. Ob bei solch einer Stammfeldgrösse noch weiter Startplätze für Gaststarter zur Verfügung stehen werden scheint fraglich.

gt4gstarthock2Bereits in dieser Saison hatte man Engagements von 8 Herstellern (Porsche, Audi, Mercedes-AMG, BMW, KTM, Toyota, McLaren und Aston Martin) verzeichnen können. Damit fehlten unter den aktuellen Herstellern lediglich Alpine, Ginetta, Ford und Chevrolet unter den Einsatzfahrzeugen (Exoten wie Saleen , Maserati, Panoz, Dodge oder Lotus - die just ein neues Modell für die Klasse angekündigt haben – mal ausgeklammert.) Über die Saison hinweg konnte die Serie sogar einen leichten Zuwachs verzeichnen. Starteten beim ersten Lauf in Oschersleben noch 23 Wagen so bestritten das Finale am Nürburgring am Ende 27 Autos, wobei Hockenheim mit 32 startenden Mannschaften den Saisonhöhepunkt markierte. Die Entwicklung kann in der angefügten Tabelle verfolgt werden.

Rennen Sieger Team Land   Land   Land Starter
Oleben 1 BMW Hofor-Racing by Bonk-Motorsport Deutschland Gabriele Piana Italien Michael Schrey Deutschland 23
Oleben 2 BMW Hofor-Racing by Bonk-Motorsport Deutschland Gabriele Piana Italien Michael Schrey Deutschland 23
RBR 3 BMW Hofor-Racing by Bonk-Motorsport Deutschland Gabriele Piana Italien Michael Schrey Deutschland 23
RBR 4 BMW Hofor-Racing by Bonk-Motorsport Deutschland Gabriele Piana Italien Michael Schrey Deutschland 23
Zandvoort 5 Mercedes BKK Mobil-Racing Deutschland Jan Marschalkowski Deutschland Théo Nouet Frankreich 20
Zandvoort 6 Mercedes BKK Mobil-Racing Deutschland Jan Marschalkowski Deutschland Théo Nouet Frankreich 20
Sachsenr 7 Aston Martin Prosport Racing Deutschland Mike-David Ortmann Deutschland Hugo Sasse Deutschland 26
Sachsenr 8 BMW Hofor-Racing by Bonk-Motorsport Deutschland Gabriele Piana Italien Michael Schrey Deutschland 25
Hockenh 9 KTM Razoon - more than racing �sterreich Leon Wassertheurer Deutschland Leo Pichler �sterreich 32
Hockenh 10 Porsche Allied Racing Deutschland Joel Sturm Deutschland Paul Aurel-König Deutschland 32
Nring 11 Aston Martin Prosport Racing Deutschland Mike-David Ortmann Deutschland Hugo Sasse Deutschland 27
Nring 12 Aston Martin Prosport Racing Deutschland Mike-David Ortmann Deutschland Hugo Sasse Deutschland 27

PR1 stockt für´s D24 auf

pr1dayDie amerikanische Oreca LMP2-Mannschaft von PR1-Mathiasen Motorsports hat für die kommenden 24h Daytona eine Aufweitung des Engagements auf 2 Einsatzfahrzeuge angekündigt. Die erfahrene Prototypenmannschaft wird im ersten Wagen mit der #52 das bereits Anfang diesen Jahres eingesetzte Trio Ben Keating, Scott Huffaker und Mikkel Jensen wiedervereinigen, die alle 4 Michelin Endurance Cup Läufe bestritten haben und für Daytona von ex-Peugeot-Werkspilot Nicolas Lapierre verstärkt werden.

Auf dem letztes Jahr noch unter dem Banner von Win Motorsports eingesetzten Auto werden ex-Mazda-Werkspilot Jonathan Bormarito und Steven Thomas die gesamte Saison in der IMSA-WeatherTech SportsCar Championship bestreiten. Bei den 4 Michelin Endurance Cup-Läufen der Nordamerikanischen Langstreckenmeisterschaft wird der erst 15-jährige Josh Pierson die Crew komplettieren, wobei als vierter Pilot für Daytona der Brite Harry Tincknell bestätigt wurde.

Die Mannschaft von Teamchef Bobby Oergel hat seit der Einrichtung der LMP2-Klasse 2019 3 mal in Folge alle Titel in IMSA-WeatherTech SportsCar Championship gewinnen können. In der letzten Saison holte man zudem zum zweiten Male in Folge den Titel in der Michelin Endurance Challenge der 4 längeren Rennen, nachdem man zuvor schon 2015 und 16 2 Titel in der LMPC-Klasse der Teilserie erringen konnte.

T3 Motorsport vor Daytona-Premiere

t3narenderT3 Motorsport plant einen Einsatz beim 24 Stunden Rennen von Daytona. Wie mehrere Quellen übereinstimmend berichten, reiht sich die Dresdener Mannschaft in die lange Liste der deutschen Teams ein, die versuchen sich eine geschäftliche Basis in den USA aufzubauen. Die Dresdener Mannschaft hat einen Lamborghini Huracán GT3 evo für den Langstreckenklassiker in Florida genannt, der gleichzeitig auch die Auftaktrunde der IMSA-WeatherTech SportsCar Championship darstellt. Dabei wird man mit der amerikanischen Formel- und Trans-Am-Mannschaft Southern Motorsports kooperieren und deren Teambasis nutzen. T3 Motorsport hatte in der letzten Saison Southern Motorsports Pilot John Paul Southern Jr. in der ADAC GT4 Germany eingesetzt und darüber den Kontakt mit dem Team seines Vaters geknüpft.

t3 10Ob über den Daytona-Einsatz hinaus Engagements in der IMSA-WeatherTech SportsCar Championship oder dem Michelin Endurance Cup geplant sind, ist derzeit ebenso offen wie die Besatzung des Engagements das in der Regel 4 Piloten für den Klassiker in der GTD-Klasse umfasst. T3 Motorsport hatte in der vergangenen Saison mit ihren 4 Lamborghinis Einsätze in der DTM und dem ADAC GT-Masters bestritten, wobei im Masters der Belgier Esteban Muth und die Britin Esmee Hawkey, sowie bei Gaststarts in Hockenheim und am Nürburgring auch Werkspilot Mirko Bortolotti und Masters-Pilot Maximilian Paul zum Einsatz kamen. Paul hatte in seiner Masters-Saison Unterstützung von diversen Piloten (Hugo Sasse, Marco Mapelli, Luca Ghiotto) bekommen. Zusätzlich kamen in der ADAC GT4 Germany neben Southern jr. auch Jan Phillip Springob, Oliver & Lukas Meyer sowie Lucas Mauron und Leon Koslowski zum Einsatz.

Während aus dieser Liste Bortolotti und Mapelli als potentielle Einstzpiloten nicht in Frage kommen, da sie für den Klassiker bereits auf einem GTD-Pro-Lambo des fast namensgleichen, amerikanischen TR3 Racing Teams genannt sind, ergibt sich so reichlich Auswahlmöglichkeiten für die sächsische Crew die mit der Gründung einer eigenen Nordamerikanischen Abteilung namens T3 Motorsport North America weitere Ambitionen für ein über Daytona hinausgehendes Engagement bekundet hat.

Prototype Cup Germany kommt 2022

10Q RenderAm gestrigen Tage haben der ADAC und die niederländische Creventic-Organisation die Einrichtung des Prototype Cup Germany angekündigt. In der 2022 erst mal nur 4 Veranstaltungen umfassenden Serie sollen LMP3-Teams mit Rennwagen nach dem ACO-Reglement die Kernrolle spielen. Damit soll der aufkeimenden LMP3-Szene in Deutschland eine offizielle Bühne bereitet werden, wobei auch andere Prototypenkonstruktionen zumindest in den Planungen zur Auftaktsaison eine Rolle spielen sollen.

Beim Rennformat orientiert sich die neue Serie am ADAC-GT-Masters, in deren Rahmen auch 2 der 4 Rennwochenenden stattfinden sollen. Die bereits seit einigen Monaten kursierenden Pläne zur Schaffung der ersten offiziellen deutschen Prototypenserie seit der DRM-Phase 1982-85 und der darauf folgenden Interserie sind damit nun offiziell publik gemacht worden.

wochenspiegel portZuerst zu den offiziell verkündeten Fakten: Der ADAC hat sich langfristig die Exklusivrechte an der LMP3-Klasse für Deutschland vom Rechtehalter ACO gesichert. Insgesamt 4 Veranstaltungen in Belgien und in Deutschland sind in der Premierensaison geplant.

Dr. Gerd Ennser, ADAC Sportpräsident: „Das Interesse an Le Mans Prototypen wächst seit Jahren beständig, bei Fahrern, Teams und bei den Herstellern. Daher haben wir uns exklusiv die Rechte an der LMP3-Klasse gesichert, um die Le Mans Prototypen in Deutschland gemeinsam mit unserem Kooperationspartner Creventic zu etablieren. Mit dem Prototype Cup Germany bieten wir Fahrern eine spannende Perspektive und Teams ein interessantes Betätigungsfeld, unter anderem auf der attraktiven und medial starken Plattform der Deutschen GT-Meisterschaft.“

Pierre Fillon, Präsident des Automobile Club de l’Ouest (ACO) wird wie folgt zitiert: „Endurance umfasst mehrere Klassen, unter denen die LMP3-Klasse einen besonderen Platz einnimmt. Durch ihren Erfolg in der Europäischen Le Mans Serie, der Asiatischen Le Mans Serie, dem Michelin Le Mans Cup sowie in der IMSA-WeatherTech SportsCar Championship ist die Klasse ein attraktives Angebot für ausländische Veranstalter. Wir freuen uns über die Lizenzvereinbarung mit dem ADAC, denn dadurch werden sich langfristig viele deutsche Teams und Fahrern im Prototypensport engagieren.“ Der Prototype Cup Germany ist wie schon die national existierenden Serien in Frankreich und Grossbritannien eine nationale Ergänzung für den europaweit ausgetragenen Michelin Le Mans Cup in dem allerdings statt der CN auch GT3-Fahrzeuge startberechtigt sind. Terminüberschneidungen zwischen den beiden Serien werden vermieden.

Neben den LMP3-Prototypen sind im Prototype Cup Germany im kommenden Jahr auch CN-Sportwagen und vergleichbare Konstruktionen erlaubt, wobei die nominell schnelleren und preiswerteren CN gegenüber den LMP3 verlangsamt werden. Pro Veranstaltung sind 2 rund einstündige Rennen mit Fahrerwechsel wie auch im ADAC GT-Masters und der ADAC GT4 Germany geplant, was ein deutlich kürzeres Format wie die internationalen LMP3-Serien bedeutet, bei denen ein Pilot in der Regel mindestens einstündige Stints absolviert.

mlmc lap1 spaDer Auftakt findet vom 22. bis 24. April im Rahmen der 12h von Spa Francorchamps der 24 Stunden-Serie statt. Das zweite Meeting wird vom 15. bis 17. Juli im Rahmen des ADAC Truck-Grand-Prix auf dem Nürburgring ausgetragen. Beim dritten Rennwochenende sind die Sportwagen im Rahmen der Deutschen GT-Meisterschaft beim Family & Friends Festival auf dem Eurospeedway Lausitzring vom 19. bis 21. August unterwegs. Das Finale findet ebenfalls im ADAC-Rahmen vom 21. bis 23. Oktober in Hockenheim statt.

Abseits der offiziellen Presseverlautbarungen bietet die neue Serie einen interessanten Einblick in die aktuellen Verhältnisse im Prototypensport: Bereits im September hatte die Creventic Organisation einen neuen Anlauf in diese Richtung verkündet. Bereits von 2017-2018 hatte man einen ersten Anlauf versucht der allerdings mangels kostendeckender Starterzahlen schnell in der Versenkung verschwand. Nun wagt man einen 2. Anlauf – und hat sich dafür 3 starke Partner ins Boot geholt. Erstens den ADAC der parallel wohl schon ebenfalls an einem Konzept für die Einbindung der als kostengünstige GT3-Alternative bekannten LMP3 arbeitete, zweitens den ACO um dessen lizenzrechtliche Belange sich der deutsche Verband weitaus besser als die niederländische Privatorganisation kümmern konnte und drittens Michelin, die für die Teilnehmer ein essentieller Bestandteil eines logischen Veranstalterpakets mit Aufstiegschancen darstellen.

13hdubaistartWie sich einige Leser dieser Seiten erinnern werden, hatte die Creventic Organisation schon einmal im Alleingang einen Versuchsballon in Richtung Prototypenszene gestartet. Das kostenaufwendige Langstreckenformat das man seinerzeit mit der 24h Proto Series anstrebte, sorgte jedoch in Zusammenspiel mit den in der Prototypenszene alles andere als geläufigen Hankook-Reifen als Exklusivausrüster dafür, das sich der erkenntnis-mässige Nährwert der Serie für die Michelin-gewohnten LMP3-Einsatzteams genau so in Grenzen hielt wie die Resonanz auf die neue Serie, die nach wenigen Events mit überwiegend einstelligen Starterzahlen letztendlich eingestellt wurde. Das man damals den ACO nicht frühzeitig einband sondern im Gegenteil mit einer vollmundigen Ankündigung im Vorfeld der ELMS-Runde in Spa-Francorchamps brüskierte, war ein weiterer wackliger Baustein der die Planungen im Endeffekt frühzeitig zum Einsturz brachte.

rinaldi lmp3s portDer neue Ansatz, den man jetzt fährt, vermeidet nun diese Fehler. Zum einen wird sich die Serie mit Deutschland auf einen bislang kaum beackerten nationalen Wachstumsmarkt ausrichten und nicht versuchen in Konkurrenz zu bestehenden Serien im frankophonen, angelsächsischen oder mediterranen Bereich zu treten. Mit der vollzogenen Kooperation mit dem ADAC spannen sogar 2 starke Partner zusammen die beide den Prototypensport fördern wollen und in Deutschland auf einen wachsenden Markt treffen. Mit der frühzeitigen Festlegung auf Michelin als Reifenlieferant können die Teams sogar die in den Rennen gewonnenen Erkenntnisse 1:1 auf weitere Einsatzserien wie der Ultimate Series, dem Michelin Le Mans Cup oder der ELMS übertragen.

wochenspiegel portDie Anzahl speziell der deutschen LMP3-Teams (oder der Teams mit deutschsprachigen Hintergrund) ist in der letzten Saison förmlich explodiert. So sind in diversen Meisterschaften die Mannschaften von Inter-Europol Competition, Mühlner Motorsport, Phoenix Racing, Black Falcon, Rinaldi Racing, dem Frikadelli Racing Team, Konrad Motorsport und dem Wochenspiegel Team Monschau engagiert. Daneben existieren weitere Mannschaften wie WS-Motorsport die ebenfalls LMP3-Einsatzgeräte in ihrem Fuhrpark besitzen. Zumindest diesen beiden letztgenannten Mannschaften wird schon ein konkretes interessae an der neuen Serie nachgesagt. Aus dem deutschsprachigen Umland kommen zusätzlich die Teams von Wimmer Werk Motorsport (A), DKR Engineering und Racing Experience (beide LUX) hinzu. Zählt man nun noch die wachsende Anzahl von Trackday-Wagen für Sportwagen-Privatiers hinzu und zusätzlich auch die potentielle Anzahl an Startern aus der BeNeLux-Region (hier rekrutiert sich nach ihrem Ende in der Belcar-serie auch das Gros der CN-Starter) dann zeigt sich hier ein deutliches Potential für eine eigene Sportprototypenserie.

dschock1 winnerEventuell schwachen Starterzahlen zu Beginn der Auftaktsaison versucht man im ersten Jahr mit der Einbindung von vornehmlich aus der Belcar und der Dutch Supercar Challenge stammenden Einsatzteams mit CN-Fahrzeugen zu begegnen. Die offenen und deutlich leichteren (und billigeren !) Rennspyder sind eigentlich sogar schneller als die LMP3. Daher haben ACO und ADAC es zur Bedingung gemacht das die CN gegenüber den LMP3 deutlich eingebremst werden. Noch schnelleren Prototypen – etwa dem Ginetta G57, den zahlreichen Radical-Konstruktionen oder gar den mit exotischen Rennmotoren ausgestatteten PRC - bleibt der Zutritt zur neuen Serie verwehrt. Damit soll sichergestellt werden das den LMP3 mit ihren beiden deFacto Einheitschassis-Lieferanten Ligier und Duqueine (die proforma genannten Alternativen Ginetta und Adess fallen wegen Performance-Defiziten effektiv aus) nicht das wirtschaftliche Wasser abgegraben wird.

lmp3sFest steht das sich der deutschen Rennszene nun mit den neuen Format einer echten Sportprototypenserie eine echte Alternative zur immer teurer werdenden GT3-Szene auftut. Die Chance kommt zwar für das Gefühl des Autors dieser Zeilen spät, aber sie kommt nun immerhin. Denn sowohl die Kosteneskalation im GT3-Sektor als auch die am Horizont lauernde Reduzierung der Hersteller-gebundenen Marketing-Budgets für Aktivitäten ausserhalb des angesagten Zero-Emission-Sektors könnten der populären Produktionssportwagenklasse in Kürze schneller ein Ende bereiten als dies der Rennszene bewusst ist. Bei den weniger hersteller-gebundenen Prototypenschmieden sind Marketing-Budgets als Grundlage für Rennprogramme hingegen irrelevant. Daher könnten interessierte Teams und Wagenbesitzer in Zukunft eher zu einem günstigerem aber deutlich schnelleren Prototypen statt einem GT3 oder GT4 greifen.

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