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13 Hypercars in Spa

Cadillac3Am kommenden Wochenende steigt mit den 6h von Spa-Francorchamps nur 2 Wochen nach dem Rennen in Portimao die dritte Runde der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft 2023. Mit 13 Hypercars startet das bislang grösste Top-Feld der letzten Jahre. 2 zusätzliche Wagen sind gegenüber der Runde vor 2 Wochen hinzugekommen, während das LMP2-Feld um einen Wagen schrumpft.

Cadillac stellt in Spa-Francorchamps einen zweiten V-series.R Wagen der als Vorbereitung für das Rennen in Le Mans eingesetzt wird. Sébastian Bourdais, Renger van der Zande und Jack Aitken werden diesen Wagen pilotieren. Das Team Jota hat in der vergangenen Woche als erstes von 2 Kundenteams (das andere war JDC Miller Motorsports) seinen 963-Kundenwagen von Porsche entgegen genommen und wird diesen nun frisch in Spa-Francorchamps einsetzen. Porsche hat damit als erster Hersteller ein Kundensportprogramm mit den auch werksseitig eingesetzten LMDh-Hpercars gestartet, wobei mit dem Proton Competition Team bereits der dritte Kunde feststeht. Jota darf in Spa-Francorchamps jedenfalls den Premiereneinsatz mit der Besatzung Wiliam Stevens, Yifei Ye, Antonio Felix da Costa absolvieren. Das die Mannschaft dafür einen ihrer Oreca-LMP2 abstellt dürfte angesichts von 11 verbleibenden LMP2 zu verschmerzen sein.

jota PorscheMit 13 Hypercars, 11 LMP2 und 14 GTE-Am steigt die Anzahl der in den Ardennen engagierten Teams auf 38. Bei den Piloten kehren die meisten der in Portimao wegen der Terminüberschneidungen mit der IMSA-WeatherTech SportsCar Championship in Long Beach verhinderten Piloten in ihre Cockpits zurück. Das betrifft Prema-Pilot Andrea Caldarelli, die beiden United Autosports Fahrer Filipe Alburquerque und Tom Blomqvist sowie die beiden Project 1 GTE-Am-Piloten PJ Hyatt und Gunnar Jeannette. Mit dem Start des LMH-Porsche Programms ersetzt Will Stevens den zuvor auf dem LMP2 engagierten deutschen Piloten David Beckmann. Bei Glickenhaus übernimmt Franck Mailleux den Sitz von Ryan Briscoe. 

Bei den GTE-AM hat sich nach dem 2. Lauf überraschend der langjährige Aston Martin Kundenpilot Paul dalla Lana aus dem Cockpit verabschiedet. Statt ihm und seiner beiden Co-Piloten Nicky Thiim und Axcill Jeffries startet in Spa-Francorchamps das Trio Ian James, Daniel Mancinelli und Alex Riberas auf dem Aston Martin mit der #98. Die Aston Martin Teams können auch auf die bis dato einzige BOP-Anpassung verweisen: die Vantages bekommen 1l mehr Tankvolumen und 20 Millibar mehr Ladedruck zugestanden.

Die 6h von Spa-Francorchamps starten am Samstag um 12.45 Uhr. Wegen eines anderen  parallel laufenden Langstreckenwettbewerbs wird der Kurzbericht auf unseren Seiten zum Rennen zeitversetzt in den Tagen danach erscheinen.

6h von Portimao enden mit Toyota-Sieg

Die 6h von Portimao (der Link führt zum Rennbericht auf unseren Seiten) sind mit einem erneuten Sieg für Toyota zu Ende gegangen. Nach 222 absolvierten Runden auf dem Autodromo do Algarve siegte am gestrigen Sonntag der #8 Toyota von Sébastien Buemi, Brendon Hartley und Ryo Hirakawa mit einem Vorsprung von einer Runde vor dem Ferrari 499 von Antonio Fuoco, Miguel Molina und Nicklas Nielsen und dem Porsche 963 von Kévin Estré, André Lotterer und Laurens Vanthoor, die 66s hinter dem Ferrari den ersten Podiumserfolg für ihre LMDh- Konstruktion in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft erzielten, nachdem man schon am Vorabend den ersten Gesamtsieg in der IMSA-WeatherTech SportsCar Championship in Long Beach erringen konnte.

Toyotas erneuter Erfolg nach dem Auftaktdoppelsieg in Sebring kaschierte, das auch die japanische Truppe bei diesem Rennen wie fast alle Werksteams auch mit Problemen zu kämpfen hatte. Am zweiten Wagen quittierte ein Drehmomentsensor an der Antriebswelle den Dienst, den die FIA an allen Hypercars für die Überwachung der Energieverbräuche benutzt. Die von der Rennleitung angeordnete Reparatur warf den zweiten GR010 um 7 Runden zurück und damit aus dem Kampf um einen Podiumsplatz.

Ferrari war zwar dieses Mal deutlich näher dran an Toyota doch überhitzende Bremsen bei den sommerlichen Temperaturen an der Algarve sorgten dafür das man das Potential noch nicht ausschöpfen konnte. Der zweite F499 kämpfte nach dem Ausfall des Rekupurationssystems ab der Mitte des Rennens mit derart nachlassenden Bremsen das man gegen Ende sich mit einer gebrochenen Bremsscheibe um den Kurs schleppen musste, aber dennoch Platz 6 erringen konnte.

Porsches zweiter Wagen fiel in der zweiten Rennhälfte nach einem Spritproblem und einer Reparatur an der Servolenkung weit zurück. Platz 4 errang erneut die Cadillac-Crew, der am Ende nur eine halbe Runde auf den Porsche fehlte. Peugeot hatte dank der Umrüstung auf hydraulische Schaltungsaktuatoren nun keine Probleme wie in Sebring zu vermelden, startete aber mit dem #93 Wagen wegen eines Wechsels der Servolenkung mit einer Runde Rückstand aus der Boxengasse. Die #94 belegte am Ende Platz 5, obwohl auch dieser wsagen Probleme mit dem Drehmomentsensor hatte aber im Gegensatz zum Toyota nicht von der FIA an die Box beordert wurde - ein Fakt der im Nachfeld des Rennens sicherlich für ordentlich Diskussionen sorgen dürfte.

Während der Glickenhaus auf P8 im Ziel ankam, plankte Jacques Villeneuve den Vanwell der ByKolles Racing-Mannschaft nach dem Bruch einer Bremsscheibe zu Beginn der 5. Rennstunde in die Streckenbegrenzungen ein und sorgte damit für die einzige SC-Phase im Rennen.

In der LMP2-Klasse gelang United Autosports eine Wiedergutmachung für den verkorksten Auftaktlauf in Sebring. Joshua Pierson , Giedo van der Garde und Oliver Jarvis in der #23 sicherten sich vor den Teamkollegen Frederick Lubin, Philip Hanson und Ben Hanley im Oreca #22 den Doppelsieg für die angloamerikanische Truppe. P3 holte sich am Ende der #41 WRT Oreca von Rui Andrade, Robert Kubica und Louis Delétraz.

In der GTE-Am wurde dem Publikum in der Endphase ein unterhaltsamer Zweikampf zwischen Nicky Catsburg in der Corvette und Alessio Rovera im Richard Mille Racing Ferrari geboten. Ex WTCC-Pilot Catsburg spielte seine ganze Tourenwagenroutine aus und konnte im wiederholten Tür an Tür-Duell die Verteidigung der GTE-Führung über ein halbes Dutzend umkämpfter Runden sicher stellen. Catsburg/Keating/Varrone gewinnen damit auch die zweite Runde der WM 2023. Das Richard Mille Ferrari-Trio Luis Perez Companc, Lilou Wadoux und Alessio Rovera erzielt Rang 2. Und auf Rang 3 sorgt der Iron Dames Porsche von Sarah Bovy, Michelle Gatting und Rahel Frey dafür das erstmals bei einem WEC-Lauf insgesamt 4 weibliche Pilotinnen auf dem Podium standen.

Die dritte Runde der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft steht schon in 2 Wochen bei den 6h von Spa-Francorchamps an.

Toyota startet vor Ferrari in Portimao

Das Qualifying für die 6 Stunden von Portimao hat Toyota mit einer Doppelpole abgeschlossen. Die beiden GR010 von Bendon Hartley (#8) und Kamui Kobayashi (#7) erzielten in der gezeiteten Session eine 1:30.171 bzw eine 1:30.444. Damit war Polesetter Brendon Hartley 0,38s schneller als bei der Qualifikation zu den 8h von Portimao 2021, die die bislang einzigste Runde der WM auf diesem Kurs markierten. Zudem war das Rennen 2021 seinerzeit das erst zweite Rennen des neuen GR010. Hartley stellte mit seiner Bestzeit auch einen neuen Qualifying-Rekord auf, den seinerzeit das Alpine-Team mit einer 1:30.364 markiert hatte.

Hinter den Toyota kamen die beiden Ferrari-Hypercars von Nicklas Nielsen (#50) und James Calado (#51) zu liegen, die 1,4s hinter den beiden Toyotas notiert wurden. Dem Rest des Hypercar-Feldes fehlten zwischen 2,3 und 3,6s auf Polesetter Hartley, wobei Porsche mit dem #6 963 von Kevin Estre Platz 5 belegte. Peugeot, die die Plätze 6 und 9 belegten, sind in Portimao erstmals mit einem hydraulischen Schaltungssystem unterwegs, nachdem das elektrische System in Sebring Probleme an beiden 9X8 verursacht hatte.

In der LMP2-klasse erzielte der #63 Prema Racing Oreca von Mirko Bortolotti mit einer 1:34,303 die Pole. Gegenüber der 1:31.210 des Jota-Orecas 2021 sind die Qualizeiten der LMP2 durch die Leistungseinschnitte der letzten beiden Saisons somit um 3,1s gestiegen. Hinter Bortolotti plazierten sich der Vector Sport Oreca von Gabriel Aubry und der United Autosports Oreca von Phil Hanson, der den Jota Oreca von Yifei Ye auf Platz 4 verweisen konnte.

In der GTE-Am-Klasse setzte sich Corvette-Racing Pilot Ben Keating trotz 30kg Erfolgsballast durch, der mit einer 1:41.362 eine Zeit markierte die 1,1s langsamer als die GTE-Am-Polezeit 2021 des Project1-Porsches war. Hinter Keating plazierte sich Sahra Bovy im Iron Dames Porsche und Diego Alessi im #21 AF Corse Ferrari. Neben der Corvette sind auch der #77 Proton-Dempsey-Porsche und der Kessel-Racing Ferrari durch ihre Plazierungen in Sebring mit „Ehrenblei“ ausgestattet worden.

Das WEC-Rennen in Portimao startet am Sonntag um 13 Uhr MEZ. Das komplette Qualiergebnis kann im Rennbericht auf unseren Seiten eingesehen werden.

2.WEC-Runde in Portimao

Mit den 6 Stunden von Portimao steigt an diesem Wochenende die zweite Runde der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft auf dem Autodromo do Algarve. Gegenüber der Auftaktrunde in Sebring (der Link führt zum Rennbericht auf unseren Seiten) gibt es ein gleich grosses Feld zu vermelden. Der #88 Proton Competition Dempsey-Porsche des anglo-amerikanisch-kanadischen Trios Tincknell/Hardwick/Robichon ist nach dem Trainingsunfall in Sebring wiederhergestellt worden und somit sollen wieder 37 Wagen beim zweiten Auftritt der WM an der Algarve-Küste nach dem 8h-Rennen 2021 (Bild) an den Start gehen.

Während es in der Hypercar-Klasse (je 2 Porsche, Ferrari, Toyota und Peugeot; je ein Glickenhaus, Vanwell und Cadillac) keine Änderungen in den Cockpits zu vermelden gibt, werden in der LMP2 und GTE-Am einige Umbesetzungen fällig. Im Prema Racing-Oreca ersetzt der US-Amerikaner Juan Manuel Correra den in Sebring noch engagierten Andrea Caldarelli. Auf dem United Oreca mit der #22 springt Ben Hanley für Felipe Alburquerque ein. Auf dem zweiten United Wagen ersetzt Giedo van der Garde Tom Blomqvist. Auf dem in Sebring siegreichen Jota-Oreca wird beim Heimspiel in Portugal Antonio Felix da Costa anstelle von Will Stevens antreten. Die meisten der Umbesetzungen wurden nötig weil die IMSA-WeatherTech SportsCar Championship parallel an diesem Wochenende in Long Beach startet.

Auf dem AF Corse Ferrari mit der #21 startet Diego Alessi anstelle des in Sebring engagierten Stefano Costantini. Und auf dem Project1-AO-Porsche werden die beiden Portugiesen Miguel Pedro Ramos und Guilherme Moura de Oliviera an der Seite von Stammpilot Matteo Cairoli das Kontingent der einheimischen Piloten auf 4 aufstocken (Team WRT Pilot Rui Andrare ist ja Stammstarter). Dies und die Tatsache das sämtliche Corona-Einschränkungen endlich entfallen könnte dafür sorgen das dieses mal in Portimao endlich auch mal volle Tribünen zu sehen sind. Zumal das Wetter in Portugal am Renntag bestens zu werden verspricht.

Das Rennen startet um 11 Uhr Ortszeit (12 Uhr MEZ) während das Qualifying am Samstag ab 16.30 Uhr MEZ über die Bühne geht. Ein Rennbericht aus Portimao ist zeitnah auf unseren Seiten geplant.

Toyota dominiert in Sebring

Wir schulden euch noch einen kurzen Rückblick auf den Saisonauftakt der 11. WEC-Saison der am Wochenende mit den dritten 1000 Meilen von Sebring (der Link führt zum Rennbericht auf unseren Seiten) absolviert wurde.

Toyota konnte sich dort bei der dritten Ausgabe der 1000 Meilen von Sebring einen Doppelsieg sichern. Nach 8 Stunden und 239 absolvierten Runden auf der 5,954km langen Strecke (=1423km oder 884 Meilen) kreuzten die beiden Toyota GR010 Hybrid im Abstand von 2,1s die Ziellinie, wobei am Ende der #7 Wagen von Mike Conway, Kamui Kobayashi und José Maria Lopez vor dem #8 Toyota von Sebastian Buemi, Brendon Hartley und Ryo Hirakawa die Haube vorne hatte. Platz 3 auf dem Podium belegte am Ende das von der Pole gestartete Ferrari AF Corse 499P Hypercar von Antonio Fuoco, Miguel Molina und Nicklas Nielsen, das sich in der Endphase gegen den lange auf P3 fahrenden Werks-Cadillac durchsetzen konnte.

Auch wenn man die Pole noch dem am Ende drittplazierten Ferrari überlassen musste - Toyota fuhr in einer eigenen Subkategorie und bewies das der Erfahrungsvorsprung mit dem Hypercar von der Konkurrenz nicht auf die Schnelle aufzuholen sein dürfte. Der #50 499P dürfte zwar in den ersten Runden Führungskilometer sammeln doch nach der ersten Gelbphase aufgrund eines Einschlags mit Überschlag des Richard Mille AF Corse Ferraris von Fahrer Luis Perez Companc in Turn 1 und dem folgenden frühen Boxenstopp des Ferraris waren beide GR010 nicht mehr von der Spitze zu verdrängen. Bei den schnellsten Runden führten beide Toyota das Feld klar an und spulten ab dort ein fast tadelloses Rennen ab.

Als einzige konnten die Ferrari den Speed der Toyota halbwegs mitgehen, wobei Probleme bei den Boxenstopps mit der Tankanlage, ein höherer Reifenverschleiss und Karambolagen der #51 mit einigen GTE-Wagen ein besseres Ergebnis verhagelten. Ferrari lieferte sich mit den beiden Porsche und dem Cadillac zu Mitte des Rennens eine ordentliche Schlacht um den verbleibenden Podiumsplatz, den man am Ende aufgrund Patzer der Gegner für sich entschied. Der gegen Ende des Rennens lange auf P3 liegende Cadillac musste den Platz gegen Ende des Rennens aufgrund der nicht ganz passenden Tankstrategie hergeben und kam nur 10s hinter dem Ferrari als Vierter ins Ziel.

Die beiden Porsche kämpften anfangs mit einem zu hohen Reifenverschleiss und in der 2. Hälfte mit kleineren technischen Gebrechen (defektes Lenkrad, bzw. Steuergerät) was die beiden 963-Hypercars auf den Gesamtplätzen 5 und 6 je 4 Runden Rückstand auf die Gesamtsieger einbrachte. Eine Überraschung war das Abschneiden des Floyd Vanwall-Hypercars der bei seinem Debüt trotz eines erschreckend schwachen Jacques Villeneuve und eines Heckschadens nach einem Rammstosses des #93 Peugeots von Mikkel Jensen noch vor den beiden Peugeot ins Ziel kam.

Das französische Werksteam präsentierte sich in Sebring hingegen total von der Rolle weil die Rüttelpiste ihre Wagen zerlegte und Schaltungsaktuator- und Hybriddefekte mehrere lange Boxenaufenthalte erforderlich machten. Dennoch erreichten beide Wagen am Ende abgeschlagen das Ziel. Der Glickenhaus schliesslich musste nach nur 2 Stunden einen Elektrikdefekt am Zündschalter verzeichnen, der zum einzigen offiziellen Ausfall der Klasse führte.

Das vollständige Endergebnis, weitere Bilder und Infos zu den beiden anderen Klassen sind im Rennbericht auf unseren Seiten zu finden.

Ferraris Überraschungspole in Sebring

Ferrari50polesebringFerrari hat sich mit eeinem 499P-Hypercar beim Debüt in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft gleich die erste Pole gesichert. Beim Qualifying zu den 12h von Sebring gelang Antonio Fuoco eine 1:45,067. Damit war er 0,214s schneller als Toyota Pilot Brendon Hartley der eine 1:45,281 notieren liess und sich damit vor seinem Teamkollegen Mike Conway (1:45,548) schieben konnte. P4 ging an den zweiten Ferrari vor dem Cadillac Hypercar des von Chip Ganassi eingesetzten Werksteams. Die beieden Porsche belegten mit je 2,1s Rückstand auf den Polesetter die Plätze 6 und 7 vor den beiden Peugeot, während die nicht-Hybrid-betriebenen Hypercars von Glickenhaus und Floyd-Vanwall alias ByKolles mit über 4s Abstand das Feld der Klasse im Qualifying beschlossen.

Die Pole in der LMP2-Klasse ging an United Autosports Pilot Oliver Jarvis der als einziger in seiner Kategorie mit einer 1:49,974 unter der 110s-Schallmauer blieb während die Pole in der GTE-Am-Klasse an Iron Dames Porsche-Pilotin Sarah Bovy fiel (1:58,949).

Die 1000 Meilen von Sebring starten heute um 16.30 Uhr und werden auf Eurosport bzw. Sport 1 live übertragen.

12 LMP2 zum WEC-Start in Sebring

12 LMP2 Oreca 07-Gibson starten an diesem Freitag zum Saisonauftakt der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft. Im Quasi Markenpokal innerhalb des WM-Feldes, der anders als in den Vorjahren keine Pro-Am-Subkategorie mehr beinhaltet, sind dabei 7 Mannschaften involviert. Zumindest ein kleines deutschsprachiges Fahrer-Kontingent aus verschiedenen Nationen sollte den hiesigen Fans dabei einige Identifikationsfiguren zum Mitfiebern bieten.

In der diesjährigen WM involviert sind die Mannschaften von United Autosports, Prema Racing, Team WRT, das Alpine Elf Team, Vector Sport, Team Jota und Inter-Europol Competition. Regulär sind 4 der Mannschaften – United, Team WRT , Prema Racing und Alpine – als 2-Wagen Teams in der WM engagiert. In Sebring werden es sogar 5 Teams mit 2 Oreca sein da das Team Jota angesichts des erst in Spa-Francorchamps zur Verfügung stehenden LMDh-Porsches sein paralleles LMP2-Programm wieder auf 2 Wagen aufgerüstet hat.

31prologVector Sport überbrückt mit dem LMP2-Programm ebenfalls die Wartezeit auf seine Einsätze mit dem von Michelotto konstruierten Isotta Fraschini Hypercar. Lediglich die Inter-Europol-Mannschaft will sich über die gesamte Saison auf lediglich einen Wagen konzentrieren.

Zumindest 3 deutschsprachige Piloten werden 2023 in der Klasse engagiert sein. Der 22 jährige Iserlohner David Beckmann war in den letzten Saisons bis in die Formel 2 aufgestiegen, ehe er in den Formal E-Kader von Porsche als Reserve-Fahrer berrufen wurde. In Sebring fährt er an der Seite von Yifei Ye und Will Stevens auf dem Hertz-Team Jota-Oreca. Der Österreicher Ferdinand Habsburg wird 2023 zusammen mit Sean Gelael und Robin Frijns auf dem #31 Team WRT-Oreca an den Start gehen. Auf dem Vector-Sport Oreca wird schliesslich der Liechtensteiner Matthias Kaiser zusammen mit Ryan Cullen und Gabriel Aubry in Sebring an den Start gehen.

48prologEs fällt auf das die LMP2-Klasse von den Teams zunehmend als Eintrittsklasse für die höhere Hypercar-Kategorie fungiert. Team Jota , Alpine, WRT und auch Prema Racing - wo mit Mirko Bortolotti und Andrea Caldarelli 2 Lamborghini Werkspiloten in der WM engagiert sind - haben mehr oder weniger Aufstiegsambitionen. Gerüchteweise sollen FIA und ACO schon an einem Ausstiegsszenario für die LMP2 was die WM angeht arbeiten: wenn genügend Hypercars vorhanden sind bräuchte man die LMP2-Klasse nach Verständnis der Organisatoren nicht mehr. Inwieweit das allerdings als Hürde für nachkommende Teams fungieren könnte, wird sich dann erweisen müssen.

WEC-Auftakt in Sebring - die Hypercars

963testAm kommenden Wochenende beginnt mit dem offiziellen Prolog-Testtag in Sebring die 11. Saison der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft. 37 Wagen stehen auf der Nennliste für den in der darauffolgenden Woche geplanten Auftaktevent der 1000 Meilen von Sebring. Dies ist nur einer weniger wie die vor 2 Monaten veröffentlichte Nennliste der langstrecken-WM ausweist.

Es fehlen die beiden privaten Porsche 963 LMDh vom Team Jota und Proton Competition die noch nicht ausgeliefert wurden. Während das team Team Jota in Sebring mit einem LMP2-Oreca die Wartezeit überbrückt konzentriert sich Proton Competition auf die beiden eigenen GTE-Porsche und den Kundeneinsatz für Iron Lynx und Iron Dames, die angesichts des bald anstehenden Wechselns auf ein Lamborghini-LMDh-Programm die Überbrückungssaison mit Porsche statt mit Ferrari bestreiten.

In Sebring werden somit 11 der 13 geplanten Top-Wagen in der Hypercar-Klasse an den Start gehen. 3 LMDh - die beiden Werks-Porsche mit Cameron/Christensen/Makowiecki und Estré/Lotterer/Vanthoor sowie der einzelne Cadillac V-LMDh mit Bamber/Lynn/Westbrook treffen auf insgesamt 8 Hypercars von denen 6 - Toyota , Peugeot und Ferrari – mit Hybridtechnik ausgestattet sind und 2 – der Floyd Vanwall Racing Vanderwell des ByKolles Racing Teams und der Glickenhaus - ohne elektrischen zusatzantrieb auskommen. Der Alpine LMP1 ist hingegen Geschichte; hier überbrückt das Werksteam die Wartezeit auf den eigenen LMDh mit einem 2-Wagen LMP2-Programm.

Während bei Toyota die Crews aus dem Vorjahr fast unverändert übernommen wurden (lediglich als Ersatzfahrer ist nun Veteran Kazuki Nakajima anstelle von Nyck de Vries verpflichtet worden) gibt es bei Peugeot eine Änderung: Nico Müller hat bereits beim Finale in Bahrain im letzten Jahr auf der #94 den Sitz von James Rossiter übernommen der den Teamchef-Posten in Maseratis Formel E Programm übernommen hat. Ferrari vertraut auf die beiden Trios Fuoco/Molina/Nielsen und Pier Guidi/Calado/Giovanazzi. Testfahrer Alessio Rovera ging hingegen bei der Besetzung der Werkscockpits leer aus.

James Glickenhaus hat beim zweiten USA-Auftritt seines Boliden weiter vollstes Vertrauen in sein Stamm Trio Pla/Dumas/Briscoe. Und Colin Kolles konnte als PR-Coup ex F1-Weltmeister Jacques Villeneuve neben Stammpilot Tom Dillmann und Esteban Guerrieri für sein Vanwell-Hypercar-Programm gewinnen.

Am Mittwoch den 15.März starten die 1000 Meilen von Sebring mit den ersten Trainingssessions. Freitag um 12 Uhr Ortszeit wird dann das Rennen gestartet. Weitere detaillierte Betrachtungen der beiden anderen Klassen der Meisterschaft werden wir zuvor in den kommenden Tagen nachreichen.

Maserati GT2 bekommt erste Testkilometer

Maserati MC20 GT2 varanoMaserati hat einen ersten Test seines neuen MC20 GT2 -Modells in varano absolviert. Die italienische Marke, die mittlerweile zum Stellantis Konzern gehört, hatte im vergangenen Sommer die Rückkehr in den Motorsport mit einer für die GT2-Klasse konstruierten Version seines aktuellen Supersportwagens bekannt gegeben. Daneben ist man als Top-Programm auch in der Formel E engagiert. Der Wagen wurde nun auf der Test und Rennstrecke von Varano vom 4 maligen GT1-Champion Andrea Bertolini - zwischen 2006 und 2010 4 mal Meister auf einem Maserati MC 12 des deutschen Vitaphon Racing Teams - einem ersten Shakedown unterzogen.

Offiziell soll der von einem 3l V6 Twin-Turbo Maserati Nettuno Triebwerk mit 630 PS befeuerte Wagen erst im Rahmen der 24h von Spa-Francorchamps vorgestellt werden, wobei man erste Einsätze im Rahmen der GT2-Europaserie der SRO noch in diesem Jahr absolvieren möchte, bevor der Wagen an interessierte Kunden verkauft wird. Der Bolide ist ferner noch mit einem 6-Gang Renngetriebe, einer Rennkupplung und einem Renndifferential sowie einem verstellbaren Renn-ABS ausgestattet. Maserati ist damit nach Porsche, Audi, KTM, Lamborghini, Brabham und AMG der siebte Hersteller der ein für die GT2-Klasse vorbereitetes Einsatzfahrzeug anbietet. Auf internationale Einsätze der GT2 werden die Fans freilich noch etwas warten müssen nachdem die SRO unter Stephane Ratel die ursprünglich für dieses Jahr geplante Einrichtung einer GT2-Am-Klasse innerhalb der Intercontinental GT Challenge auf die kommende Saison 2024 verschoben hat.

MaseratiGT2Shakedown KopieMaserati hatte in der jüngeren Vergangenheit Renngeschichte mit seinen GT1 und auf Cup-Modellen basierenden GT4 geschrieben. Die GT3 wurde hingegen nie bespielt. Lediglich ein privat aufgebautes Fahrzeug mit einer eher bescheidenen Einsatzbilanz ist hier bekannt. Mit der GT2-Plattform umgeht die italienische Marke die mittlerweile recht hohen Homologationsanforderungen in der GT3 und GT4-Szene und kann den spektakulären MC20 einer solventen Rennkundschaft als spektakuläres Einsatzgerät andienen. Die SRO kann somit dank des offenen GT2 Konzepts nach Brabham einen weiteren neuen Hersteller zu ihrem Markenportfolio hinzufügen.

Frikadelli Ferrari F296 GT3

frikadellif296Das langjährige Porsche-Kundenteam Frikadelli Racing wagt in diesem Jahr einen Wechsel des Einsatzgerätes. Die Mannschaft von Klaus Abbelen wird in Zusammenarbeit mit Rinaldi Racing einen Ferrari F296 GT3 bei den 24 Stunden Rennen am Nürburgring und bei ausgewählten Läufen der Nürburgring Langstrecken Serie an den Start bringen. Am Steuer des #30 Ferrari 296 GT3 werden sich David Pittard, Nick Catsburg, Felipe Ferdinand Laser und Earl Bamber abwechseln. Daneben soll auch weiter der Porsche 992 GT3 Cup in der CUP2-Klasse der NLS eingesetzt werden, den sich Klaus Abbelen und Kundenpilot „Jules“ teilen werden. Darüber hinaus wird das Programm mit dem Ligier LMP3 im Michelin Le Mans Cup fortgesetzt.

Mit dem Frikadelli Racing Team, dem Wochenspiegel Team Monschau und racing one sowie möglicherweise auch der schweizer Octane 126 Mannschaft könnten somit dieses Jahr bis zu 4 Ferrari in der SP9-Klasse beim 24 Stunden Rennen am Nürburgring starten.

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