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Team 75 Masters Design 2020

team75 2020Das KÜS Team 75 Bernhard hat am gestrigen Samstag das neue Design für die 2020´er Saison seiner beiden Porsche 991 GT3 R für das ADAC GT-Masters vorgestellt. Die beiden GT3-Boliden der Mannschaft des ex-Le Mans-Siegers Timo Bernhard werden in einem leicht überarbeiteten Design in der deutschen GT3-Serie an den Start gehen. Dort werden die beiden Pilotencrews De Silvestre/Bachler und Ortmann/Fittje 2 der insgesamt 4 Porsche 991 GT3 R im Feld dieses Jahres steuern.

Good & Bad News (Links/Forum)

Es gibt heute gute und leider auch einige wenige schleche Nachrichten für die User dieser Seiten. Fangen wir mit den schlechten an...

Das GT-Eins Forum ist am letzten Freitag vor etwas über einer Woche nach einem Serverupdate ausser Betrieb gegangen. Leider wird dieser Zustand wohl noch ein paar Tage anhalten. Nach einem Update der Programmiersprache auf der das Forum aufbaut, waren Inkompatibilitäten aufgetreten, die eine weitere Ausführung des Skriptes verhinderten. Zwar hatte unser Provider danach einen Umzug auf einen Server mit der alten Version der Programmiersprache organisiert, jedoch gab es bedingt durch die 2 Überarbeitungen Probleme mit den Zugriffsberechtigungen der Files. Zwar wurden diese nach besten Wissen und Gewissen durch den Autor dieser Zeilen korrigiert, jedoch hat dies bislang nicht zu einem Erfolg geführt. Das Forumsskript hatte sich zudem in den letzten Jahren standhaft gegen mehrere Updateversuche gewehrt. Leider sind auch Anfragen im Supportforum derzeit noch nicht mit einer befriedigenden Antwort versehen worden.

Eine gute Nachricht ist, das die Daten aller Diskussionen noch vorhanden sind, da das Forum nicht auf einer SQL-Datenbank, sondern auf durch das Skript erstellte ASCII-Files beruht, die alle noch vorhanden sind. Priorität hat für uns daher die Wiederherstellung der Funktionalität und ein folgendes Update auf die bisher letzte (und wahrscheinlich auch endgültig letzte) Version des Forumsskripts. Zwar sind prinzipiell auch Konvertierungen der Diskussionen in andere Forensysteme denkbar – jedoch würden diese angesichts des Umfangs, der in den letzten 13 Jahren aufgelaufenen Diskussionen zu einer derzeit nicht überschaubaren Menge an fehlgeleiteter Verlinkungen führen. Da zudem unser Forum mittlerweile sowohl in Google als auch in Wikipedia zahlreiche Referenzierungen aufweist, deren Verlinkungen bei einem Systemwechsel unbrauchbar werden würden, kommt ein solcher Wechsel derzeit nur im äussersten Notfall in Betracht. Im Verlaufe der nächsten Woche werden wir daher mehrere neue parallele Lösungsversuche starten.

Wir sind uns bewusst das gerade in dieser Zeit - auch wenn sich derzeit kein Rad dreht - manch treues Forumsmitglied einen erhöhten Bedarf hat sich mit Gleichgesinnten über die Situation auszutauschen. Insofern ist die Situation natürlich dringlich und wird genau so auch in der kommenden Woche behandelt werden. Also bitte nicht wundern wenn in der Folge auch auf der Newsseite kurzfristig ein verminderter Output zu beklagen ist – das ist dann ein prinzipiell gutes Zeichen ...

Die gute Nachricht ist, das wir die Zeit genutzt haben um eine weitere wichtige Ressource auf diesen Seiten neu aufzusetzen. Die seit Beginn dieser Seiten (1999!) existierende Link-Seite ist – nicht zuletzt auch dank des Engagements unseres Co-Autors Stefan Volk - komplett neu aufgesetzt worden und präsentiert sich nun mit neuem Design und zahlreichen neuen Links. Ein Feature wie dieses mag zwar erst mal old-school-mässig erscheinen, (kaum noch eine Website leistet sich die Arbeit eine solche Liste angesichts des Pflegeaufwandes aufzusetzen),  kann sich aber als extrem hilfreich bei der Recherche erweisen. Jedenfalls bieten weder so manch schnieke Facebook- als auch Twitter-Seite eine solche Funktionalität überhaupt an. Von daher möchten wir euch einladen in der (vorübergehend) forumslosen Zeit in der neuen Link-Seite (Achtung – andere Adresse als die alte!) zu stöbern und dort so manche interessante Entdeckung zu machen.

STT Covid-Kalender 2020

affhheim benderAuch die Spezial Tourenwagen Trophy von Promotor Rolf Krepschik hat anfang der abgelaufenen Woche einen Ausweichkalender mit 4 verbleibenden Terminen für die Saison 2020 – die 35.te Saison in der Geschichte dieser Veranstaltungsreihe - veröffentlicht. Demnach plant die Serie anders als so manche Konkurrenzveranstaltung nicht zusätzliche Ausweichtermine, sondern will die verbleibende Saisonrennen ab Juli durchführen.

Abgesagt wurde allerdings zunächst der „GP der Tourenwagen“ in Oschersleben im Juni sowie der Saisonauftakt in Hockenheim Mitte April. Im Gespräch ist zudem noch eine Teilnahme beim NASCAR Race in Most, welches im November stattfinden und dann als 5. Rennen den Kalender ergänzen soll.

Die bislang fixierten Termine lauten wie folgt:
10./11. Juli, P9 Challenge Eurospeedway Lausitzring
24./25. Juli, Porsche Club Day's in Hockenheim
28.-30. August, ADAC RSG Racing Day's in Assen
16.-18. Oktober, ADAC Westfalen Trophy, Nürburgring

Jörg van Ommens GT4-Pläne 2020

Ex DTM-Pilot Jörg van Ommen ist mit seiner JvO Autosport-Mannschaft einer der potentiellen Teilnehmer der DTM-Trophy. Im Gespräch mit GT-Eins erläuterte der 58-jährige Teamchef, der mit seiner 2005 gegründeten Mannschaft nun einen zweiten Anlauf im GT4-Sport beginnt, seine Pläne für 2020, die wie die aller anderen Teams wegen der Corona-Krise derzeit vor einer grossen Unschärfe stehen. Zugleich gab der 5-fache DTM-Laufsieger eine kritische Einschätzung bezüglich des Weges, auf dem der GT4-Sport sich derzeit seiner Meinung nach befindet, ab.

„Wir hatten schon letztes Jahr eigentlich vor, unter eigenem Namen in die ADAC GT4 Germany einzusteigen und dort einen Mercedes AMG GT4 einzusetzen. Zwar ist unser letztes Jahr für diesen Zweck erworbenes Auto dort auch gestartet, wurde dann dort allerdings von GetSpeed Performance als Einsatzteam betreut. Dieses Auto sollte nun 2020 mit zumindest einem Kunden in der DTM-Trophy antreten, wobei wir als Zweitprogramm einen Nürburgring Langstrecken Serie-Einsatz mit 2 Kundenpiloten ins Auge gefasst hatten.

Allerdings habe ich im Augenblick starke Zweifel, ob der Einsatz im DTM-Paket noch zustande kommen wird – weniger wegen der vertraglichen Umstände mit meinem Fahrer, als vielmehr wegen der augenblicklichen Situation aufgrund der COVID 19-Pandemie. Ich rechne nicht damit, das sich dieses Jahr aufgrund der Reisebeschränkungen etwas anderes als nationale Serien mit stark eingeschränktem Terminkalender realisieren lassen. Eine Serie wie die DTM als Grossveranstaltung mit einem überwiegend internationalen Starterfeld und einem auch historisch bedingt internationalen Kalender, wird nach derzeitiger Lage arge Probleme bekommen, ihre Veranstaltungen unter den jetzigen Rahmenbedingungen bezüglich Seuchenhygiene und Reisebeschränkungen ausrichten zu können. Auch alle anderen internationalen Veranstaltungsreihen, wie die SRO- und die ACO-Serien werden hier noch massive Probleme bekommen. Ich halte es daher augenblicklich für wahrscheinlicher, das wir lediglich ein eingeschränktes nationales Nürburgring Langstrecken Serie-Programm mit dem Mercedes AMG GT4 realisieren können. Dort würden wir dann in der SP10-Klasse starten, wobei ich im Augenblick angesichts der Lage natürlich noch nicht sagen kann, in welchem Umfang wir dieses Programm dann auch wirklich durchziehen werden.“

Der Einstieg mit einem AMG ist van Ommens zweiter Anlauf in der GT4-Szene. Schon 2008 hatte man auf Bitten der SRO eine GT4-Studie des Audi TT aus den damals in der SP3T-Klasse der VLN startenden Einsatzfahrzeugen der Mannschaft aufgebaut, die zwar im Pilotrennen vielversprechende Leistungen zeigte, die aber danach aufgrund fehlender Werksunterstützung und zunehmenden Leistungsdefiziten gegenüber den GT4 neuerer Bauart nie zur Homologationsreife gelangte. Van Ommen gibt auch unumwunden zu, das er angesichts der Entwicklung, die der GT4-Sport seitdem genommen hat, mit der Klasse fremdelt.

„Ich habe mich vor einem Jahr eigentlich widerwillig zum Kauf des GT4 von den späteren Kundenpiloten überreden lassen. Das Preisniveau ist seit der Zeit, wo ich die Klasse kennen gelernt habe, drastisch angezogen. Für unseren TT wurde damals 2008 ein Aufbaupreis von unter 100T€ kalkuliert. Heute wird von den Herstellern der Weg favorisiert, statt dessen wirklich teure Renntechnik in die Chassis einzubauen, nur um die teuer erkauften Vorteile nachher mit Leistungsbeschneidungen und Zusatzgewichten wieder einzupegeln. Das ist in meinen Augen vollkommen widersinnig. Der AMG hat zum Beispiel ein teures über Pneumatik geschaltetes, sequenzielles Getriebe verbaut. Dieses hat hohe Revisionskosten, ist meiner Meinung nach keinen Deut zuverlässiger als das ohnehin schon gute Doppelkupplungsgetriebe, das im AMG drin ist und die BoP-Gewichte, die du als genormte und per Homologation vorgeschriebene Teile zum Leistungsausgleich hinzu kaufen musst, kosten auch noch ein Schweinegeld – über 3000€ in unserem Fall!!

joergvanommenUnd AMG ist da keine Ausnahme – Porsche, Audi und BMW machen es ja nicht anders. Da werden exzellent engineerte Karbonfaserteile für teures Geld in den Evostufen verbaut, deren Vorteile dann durch kleinere Restriktoren, kostenpflichtige Bleiplatten oder höher gelegte Bodenfreiheiten umgehend wieder zunichte gemacht werden. Das dient in meinen Augen lediglich dazu manchen Kundenpiloten, die meinen, ihre eigenen fahrerischen Unzulänglichkeiten mit teurer Technikaufrüstung ausgleichen zu können, das Geld aus der Tasche zu ziehen. Und weil dann alle anderen Teams glauben, dann nachziehen zu müssen, wird da ein grosses Geschäft für die Hersteller daraus. Ein Wagen, so wie wir ihn hier stehen haben, kostet in der Anschaffung weit über 200.000€. Zudem kommen wir mit allen Revisionskosten auf einen Kilometerpreis von 10€/km. Da sind die Reifen noch nicht drin. Der teils massive Wertverlust nach Ablauf der Einsatzzeit ist dabei in den Kosten auch noch gar nicht berücksichtigt. Das ist hirnrissig! Selbst in der Ferrari-Challenge und im Porsche Sports Cup, wo wir in den letzten Jahren unterwegs waren, sind solche Exzesse nicht üblich.

Meiner Meinung nach sollte sich der GT4-Sport auf Racing für Einsteiger statt auf Engineering beschränken. Was wir heute haben ist Engineering statt Racing! Es ist durchaus möglich ein GT4-Auto für 50.000€ weniger – also einen Preis von maximal 120-150T€ auf die Räder zu stellen. Das würde zudem funktionieren, wenn die Kunden und die für die BoP verantwortlichen Sportbehörden so manches Aero- oder Kohlefaser Upgrade-Paket mit den zwangsläufig folgenden Leistungs-Beschneidungen kritisch hinterfragen und sich dem auch mal verweigern würden. Dem Sport würde es nur gut tun!“

Belgiens Grossveranstaltungssperre

Auch unsere belgischen Nachbarn haben derzeit schwer mit der Corona-Krise zu kämpfen. Parallel zur deutschen Regierung hat auch die belgische in der vergangenen Woche ein Veranstaltungsverbot für Grossveranstaltungen bis zum einschliesslich 31.8 erlassen. Davon direkt betroffen sind nun weitere Renntermine auf den beiden sportwagen-relevanten Strecken von Spa-Francorchamps und Zolder. (Den ebenfalls betroffenen , aber eher für Clubrennen gebräuchlichen Circuit Jules Tacheny in Mettet klammern wir an dieser Stelle einmal aus...).

In Spa-Francorchamps sind sportwagenseitig sowohl das 24 Stunden Rennen von Spa-Francorchamps - ursprünglich geplant am 25-26.7 - als auch die beiden ACO-Rennen der Europäischen Le Mans Serie (9.8) und FIA Langstrecken Weltmeisterschaft (15.8) betroffen. Noch vor dem 24h-Rennen war zudem ein gemeinsames Wochenende der FFSA-GT4-Serie und der britischen GT-Meisterschaft am 19,7 angesetzt.

Während die nationale Veranstaltung der Franzosen und Briten abgesagt wurde, hat Stefane Ratel bereits die 24h Veranstaltung auf einen noch ungewissen Termin verschoben, den er so bald wie möglich mit dem belgischen Verband und der Strecke festlegen möchte. Hingegen hat der ACO unter Promotor Gerard Neveu erklärt, an den beiden belgischen Terminen auf der Ardennenachterbahn festhalten zu wollen und die Rennen gegebenenfalls ohne Zuschauer abzuhalten. Allerdings müsste man sich im Detail an die noch nicht genau festgelegten Lockerungsbeschränkungen der belgischen Behörden halten. Ein gemeinsames antreten der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft und der Europäischen Le Mans Serie an einem Wochenende käme jedenfalls für ihn nicht in Betracht, da die hinter La Source liegenden „Endurance“-Boxenanlage zu klein für die Aufnahme der LMP2- und LMP3 Teams der ELMS dimensioniert wäre.

In Zolder ist zumindest das DTM-Wochenende am 7-9.8 mit der DTM-Trophy und der GTC-Serie, sowie die bis dahin angesetzten Belcar-Events und der Ende August geplante Masters Historic Grand Prix betroffen. Das deutsche Serienpaket hat sich bis heute noch nicht zu den im Raum stehenden Absagen geäussert, die allerdings gerade einmal eine Woche her sind.

AMG GT4 2020 evo

neueramggt4 aAMG hat dem Mercedes AMG GT4 im März ein Update verpasst, das als Upgrade-Paket auf jeden der bislang mehr als 120 gebauten Boliden seit 2018 verbaut werden kann. Die technischen Grundzüge hatten wir hier noch nicht erläutert, was hiermit pflichtschuldigst nachgeholt werden soll...

Ein verbessertes Temperaturmanagement von Bremsen und Motor sowie eine Harmonisierung der Einsatzteile zwischen dem GT4 und dem grössseren GT3 – so könnte man das Update zusammen fassen. AMG beseitigt das Gros der bisherigen temperaturbedingten Haltbarkeitsprobleme indem man eine optimierte Bremsenkühlung im Bereich der Vorderachse sowie eine verbesserte Motorkühlung verbaut. Damit soll einer der Schwachpunkte des „kleinen“ AMG speziell bei Langstreckenrennen auf heissen Kursen beseitigt und die Haltbarkeit der Bremsbeläge generell gesteigert werden. Dies wird durch einen vergrößerte Bremslufteinlasskanal als auch vergrösserte Bremsluftschläuche realisiert. Durch Detailverbesserungen wurde die Luftdurchströmung der thermisch stark belasteten Teile verbessert. Eine neu entwickelte Bremsscheibe an der Vorderachse, soll Zuverlässigkeit und Langlebigkeit ebenso steigern, wie ein vergrösserter Bremsflüssigkeitsbehälter.

Für das Motortemperaturmanagement wurde der Ölkühler neu positioniert und die Durchströmung des Motorkühlers optimiert.Die Scheinwerfer sind ab dem Update identisch mit denen des GT3. Die überarbeiteten Spurstangen stammen ebenfalls vom GT3.

Die über 120 gebauten Mercedes AMG GT4 hatten seit 2018 bei 363 Rennen 137 Podien, 151 Klassensiege und 53 Gesamtsiege erzielt. Mit dem Evo-Paket, das im März homologiert wurde, will man, sobald die Saison erst einmal startet, diese Bilanz noch weiter ausbauen.

Glickenhaus fixiert Motorenpartner

scg007backDie Scuderia Cameron Glickenhaus hat nun den Motorenlieferanten für das Hypercar-Projekt SCG007 benannt. Der für die nächste Saison geplante Bolide, der sich nach Aston Martin´s Rückzug derzeit als einziger konkreter Konkurrent für Toyotas neue Hypercars in Konstruktion befindet (vom Status des ByKolles Racing Projektes ist derzeit wenig bekannt), soll von einem Twin-Turbo V8 der französischen Schmiede Pipo Moteurs befeuert werden. Der seit den 70´er Jahren aktive Motorentuner will dabei seine im Rallysport begründete Expertise beim Aufbau von 4-Zylinder Turbo-Motoren erstmals in ein 8 Zylinder-Bi-Turbo Aggregat einfliessen lassen. Das dann auf 870PS ausgelegte Aggregat soll auch eine spätere Hybrid-Option besitzen und noch später auch für die LMDh-Klasse als Kundenmotor verfügbar sein.

Eigentlich hatte James Glickenhaus vor, in seinem von der ebenfalls italienischen Podium Advanced Technologies Schmiede mit aufgebauten SCG007 einen auf 6 Zylinder reduzierten Ferrari-Block mit Alfa-Branding zu verbauen. Wie er unseren Kollegen von Sportscar 365 jedoch erklärte, habe ihm dort Aston Martin einen Strich durch die Rechnung gemacht, als sie den ACO dazu forcierten, das Leistungslimit der Motoren von 750 PS zu streichen, um den 1170 PS starken Serienmotor der Valkyrie als Antrieb nutzen zu können. Der um 2 Zylinder verkleinerte Alfa-Block wäre mit nur 650 PS gegen den Aston Martin , dessen Programm im Winter dann auf unbestimmte Zeit verschoben wurde, auf dem Papier chancenlos gewesen.

Ob die Option 2 Vierzylinder zu einem Achtzylinder zusammenzulöten zu einem robusten Le Mans Treibsatz führt, ist sicherlich eine separate Frage, die noch einen gewissen potentiellen Unterhaltungswert beinhaltet. James Glickenhaus ist jedenfalls unseren amerikanischen Kollegen gegenüber zuversichtlich, das bis zur wegen der Corona-Pandemie auf Januar verschobenen Trackpremiere des Boliden der Treibsatz zu einem zuverlässigem Betrieb erzogen werden kann.

Bremotions 2 AMG-Crews

Die Mühlheimer Bremotion-Mannschaft hat am Sonnntag im Rahmen des PS Motorsport Talks ebenfalls ihre beiden Besatzungen für die geplante ADAC GT4 Germany-Saison 2020 vorgestellt. Das Team von Teamchef Patrick Brenndörfer kommt, wie uns gegenüber schon vor einigen Monaten geäussert, mit 2 Mercedes AMG GT4 in das Championnat zurück. Die AMG-Mannschaft, die mit dem 62-jährigen Oliver Mayer in der letzten Saison die Trophy-Wertung gewinnen konnte, wird auch mit Jan Philipp Springob – an der Seite von Meyer letztes Jahr Dritter der Junior-Wertung und Förderpilot der ADAC Stiftung Sport - ihr Engagement fortsetzen. Allerdings bekommen beide neue Teamkollegen.

Diese bestehen aus den beiden Söhnen von Oliver Mayer: Maximilian und Lukas. Maximilian Mayer ist im Motorsport und im Masters-Paket kein Unbekannter: der heute 28-jährige fuhr 2011 und 2012 nach einer ADAC Formel Masters-Saison 2 Jahre im ADAC GT-Masters. Zuerst 2011 mit einem MS Racing Mercedes SLS AMG GT3 und Maximilian Götz als Co-Piloten, nachdem man die Saison auf einem Ferrari F458 unter der Bewerbung von Oliver Mayer begonnen hatte und 2012 mit Jan Seyffarth als Teamkollegen auf einem Seyffarth Motorsport Mercedes SLS AMG GT3. Nach einer studiumsbedingten langen Pause stieg Maximilian erst letztes Jahr wieder in die Ferrari Challenge ein, und nimmt nun 2020 an der Seite von Jan Phillip Springob im mit dem aktuellen Upgrade versehenen Mercedes AMG GT4 den Meisterschaftskampf in der deutschen GT4-Serie auf. "Mit dem Fahrzeug um Max Mayer und Jan Philipp Springob möchten wir regelmäßig auf das Podium fahren. In der Gesamtwertung ist ein Top-Five-Ergebnis das Ziel", fasst Brenndörfer die Ambitionen zusammen.

bremotion2Mayer Sr. tritt auch 2020 wieder in der Serie an und fungiert nun als Fahrercoach für seinen zweiten, 24-jährigen Sohn Lukas. Der geht als blutiger Anfänger ohne jegliche vorherige Motorsporterfahrung in seine erste Rennsaison. Wie die rennfahrende Familie im Motorsport-Talk erläuterte ist im Augenblick intensives Simulatortraining für die beiden Söhne im Hause Mayer angesagt. "Es wird spannend zu beobachten sein, wie Lukas sich entwickelt. Ich bin dabei sehr zuversichtlich, zumal er mit seinem Vater Oliver einen erfahrenen Coach an der Seite hat", so Brenndörfer.

FIA Motorsport Games 2020 abgesagt

Angesichts der Covid-19 Pandemie haben die SRO und die FIA beschlossen die eigentlich für den 23-25 Oktober 2020 vorgesehene 2. Ausgabe der FIA-Motorsport-Games auf den 22-24 Oktober 2021 um ein Jahr zu verschieben. Damit finden die Motorsport Weltspiele in Marseilles und am Circuit Paul Ricard in Le Castellet erst im nächsten Jahr statt. FIA und SRO reagieren damit frühzeitig und konsequent auf die Anforderungen der derzeitigen Corona-Krise.

Durch die Absage wird frühzeitig ein logistischer und organisatorischer Druck von den potentiellen Teilnehmern und ihren Teams genommen. Zudem schon jetzt absehbar ist, dass ein Grossteil der Teams sich auf einen stressigen Herbst einstellen muss da die meisten Serien dort ihre Nachholtermine ansetzten müssen, bzw. das schon gemacht haben. Die Absage der SRO kommt da nicht uneigennützig – auch Stephane Ratels Organisation rotiert gerade mit gesteigerter Umdrehungszahl um noch so viele Nachholtermine wie möglich gegen Ende der Saison zu organisieren.

Das zusätzliche Jahr Vorlauf schafft zudem Planungskapazitäten bei der FIA und der SRO und erleichtert es den nationalen Sportbehörden, die gerade alle Hände voll mit der augenblicklichen Pandemie zu tun haben, ihre Teams zusammen zu stellen. Für die 2.Ausgabe waren zusätzliche Disziplinen, etwa im Rallye und historischen-, sowie im Breitensportbereich, geplant.

VLN hält an NLS-Kalender fest

christianstefaniVLN-VV-GmbH Seriengeschäftsführer Christian Stefani hat im Rahmen der Übertragung des dritten DNLS-Laufes bekräftigt, das die VLN-Organisation und der Nürburgring in Zusammenarbeit mit weiteren an der NLS beteiligten Parteien aktiv an der Durchführung der Nürburgring Langstrecken Serie zu den zuletzt bekannt gegebenen Terminen arbeiten. Dies geschehe unabhängig vom zuletzt durch die Bundesregierung bekannt gegebenen Verbot von Grossveranstaltungen bis zum 31.8 aufgrund der Erfordernisse der Corona-Krise. Dies gab Stefani direkt zu Beginn der Übertragung der virtuellen Veranstaltung bekannt

„Dieses Verbot bedeutet noch nicht pauschal, das wir die Planungen bis zum 31,8 einstellen müssen. Wir arbeiten derzeit an Konzepten, die sicher stellen können, das auch vor dem 31.8 schon VLN-Läufe abgehalten werden können. Dabei steht für uns allerdings die Gesundheit aller Beteiligten vor allem Anderen im Vordergrund. Keiner will das Menschen im Laufe der Veranstaltung gefährdet werden.“

Stefani wollte wegen dem frühen Stadium der Planungen und Diskussionen noch nicht auf konkrete Details der möglichen Rahmenbedingungen eingehen. Jedoch gab er preis, das unter anderem auch ein nicht namentlich genanntes Gesundheitsinstitut frühzeitig bei der Ausarbeitung des Vorschlags der Rahmenbedingungen mit beteiligt wäre, um auch alle Aspekte der Seuchenhygiene umfassend mit für das Konzept zu berücksichtigen, das dann der Rheinland-Pfälzischen Landesregierung vorgelegt werden soll.

„Wir wollen die Personenkontakte während der Veranstaltungen auf ein Minimum reduzieren, aber so das alle noch ihrem Job nachgehen können. Alles was in geschlossenen Räumen stattfindet, braucht man nicht zwingend. Für uns sind zum Beispiel auch speziell in der Startphase der Saison Geisterrennen ohne Zuschauer denkbar. Es gibt bei allen beteiligten Parteien, auch den Teams, viele kreative und kuriose Ideen. Wir werden sicher daraus ein tragfähiges Konzept zusammenstellen können, damit die Räder wieder zum Rollen kommen.“

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