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Andlauer rettet Carrera Cup Titel im Finallauf

Der pcc16aTitelkampf im Porsche Carrera Cup Deutschland wurde am Sonntag entschieden: In einem spannenden Saisonfinale belegte Porsche-Junior Julien Andlauer im BWT Lechner Racing-Porsche auf dem Sachsenring den 9.Platz. Damit setzte sich der Franzose im Duell um die Meisterschaft mit 2,5 Punkten knapp gegen Teamkollege Michael Ammermüller durch. Den 16. Saisonlauf am Sonntag gewann Larry ten Voorde im Overdrive Racing by Huber-Porsche. Hinter dem Niederländer schafften es Ammermüller und ten Voordes Teamkollege Igor Walilko aufs Podium.

„Die Saison pcc16bmit einem Sieg zu beenden, fühlt sich super an. Michael Ammermüller war in der vorletzten Runde richtig dicht hinter mir, aber ich bin cool geblieben“, sagte ten Voorde. Beim Start legte der Fahrer aus dem niederländischen Boekelo den Grundstein für seinen 5.Saisonsieg. Der 22-Jährige ging von der zweiten Position ins Rennen und überholte Ammermüller in der ersten Kurve. Während sich ten Voorde zunächst vom Feld absetzen konnte, geriet Ammermüller durch Walilko unter Druck. Doch der Routinier verteidigte sich in den ersten Runden geschickt, schüttelte seinen Konkurrenten ab und arbeitete sich immer dichter an den führenden Huber-Piloten heran. Mit einem Sieg hätte Ammermüller die Meisterschaft gewonnen, aber ten Voorde gab den Spitzenplatz bis zum Rennende nach 19 Runden nicht mehr ab.

„Dass es in der Meisterschaft am Ende so knapp wird, habe ich ehrlich gesagt nicht gedacht. Leider habe ich Platz eins verpasst. Auf dieser engen Strecke ist es allerdings fast unmöglich, zu überholen. Mit insgesamt 6 Siegen war es trotzdem eine erfolgreiche Saison für mich“, sagte Ammermüller. Über sein erstes Podium im Cup freute sich Igor Walilko. „Das ist ein großartiger Saisonabschluss. pcc16cAnfangs war ich schneller als Michael Ammermüller, aber ich wollte kein leichtsinniges Überholmanöver riskieren“, sagte Walilko. „Was für ein verrücktes Finale. Mein Plan war es, ein fehlerfreies Rennen ohne übermäßig viel Risiko zu fahren. Leider ist mir dann ein Fehler passiert. Am Ende bin ich einfach total glücklich über den Titel“, sagte Andlauer (Bild: mit Teamchef Walter Lechner). 

Porsche-Junior Jaxon Evans beendete seine Debütsaison im Team Project 1– JBR-Porsche mit einem vierten Platz. Rang fünf erreichte Black Falcon Pilot David Kolkmann. Hinter dem 22-Jährigen sahen Lechner-Pilot Dylan Pereira , Henric Skoog (S/Overdrive Racing by Huber) und Jaap van Lagen (NL/Förch Racing) die Zielflagge. Porsche-Junior Andlauer belegte die neunte Position. Der 20-Jährige lag auf dem vierten Platz, bis er in der fünften Runde ins Kiesbett rutschte und auf Rang 9 zurückfiel. Bei seinem Heimspiel schaffte es Car-Collection-Fahrer Toni Wolf unter die besten Zehn. Der Nachwuchsrennfahrer wohnt in pcc16dSchönbrunn im Erzgebirge.

Auch in der Amateur-Wertung fiel die Titelentscheidung am Sonntag: der Luxemburger Carlos Rivas im Black Falcon-Team Textar-Porsche gewann das Finalrennen und feierte den Gewinn der Klassen-Meisterschaft. Seine beiden schärfsten Verfolger auf der 3,645 Kilometer langen Strecke hießen Stefan Rehkopf (D/Huber Racing) und Andreas Sczepansky (D/QA Racing by Kurt Ecke Motorsport). Bereits am vorletzten Rennwochenende sicherte sich Evans Platz eins im Rookie-Championat und BWT Lechner Racing den Titel in der Team-Wertung.

Mit dem Sonntagsrennen auf dem Sachsenring endete die 30.te Jubiläumssaison des Porsche Carrera Cup Deutschland. Andlauer ist der 26. Meister des nationalen Markenpokals und nach Nicolas Armindo (2010) und Kevin Estré (2013) erst der dritte Franzose der den Meisterschaftstitel erringen konnte. Der Youngster aus Lyon steht in der Abschlusstabelle bei 262,5 Punkten vor Ammermüller (260 Punkte) und ten Voorde (220 Punkte).

Erst Ausgabe der TCR Spa 500

Am Wochenende startet die erste Ausgabe des TCR Spa 500. Dieses rein für TCR ausgetragene Rennen (ja, wir berichten über ein Tourenwagen-Rennen) geht über 500 Runden bzw. eine maximale Fahrzeit von 23 Stunden. Organisiert wird das Rennen von der Creventic (24h Serie) und WSC Ltd., dem Rechteinhaber der TCR. Aufgeteilt in den aus dem GT3-Sport bekannten Klassen Pro, Pro-Am und Am sind drei verschiedene Klassen mit insgesamt 18 Fahrzeugen genannt.

Start 12h Spa 2019 TCRFür die Pro-Kategorie sind drei Starter gemeldet. Der Red Camel-Jordans.nl-Cupra TCR, besetzt mit Tom Coronel, Pepe Oriola, Ivo und Rik Breukers trifft auf einen von Bas Koeten Racing eingesetzten Cupra TCR mit den Fahrern Mikel Azcona, Antti Buri, Kari-Pekka Laaksonen, Julien Apotheloz und Fabian Danz. Der dritte Starter ist der DG Sport-Peugeot 308 TCR von Julien Briché, Teddy Clairet und Aurélien Comte. Damit sind viele aus dem Tourenwagenbereich bekannte Namen vertreten: Tom Coronel (Sieger Privatfahrer-Wertung WTCC 2006 und 2009), Mikel Azcona (TCR Europe-Champion 2018), Fabian Danz (Sieger 24h TCE Serie Europe 2019) und Aurélien Comte (TCR Europe Champion 2017).

Für die Pro Am-Wertung sind 7 Teams von drei verschieden Marken genannt: 3 Audi RS3 LMS (AC Motorsport, 2x Teamwork Huff Motorsport) treffen auf 3 Cupra TCR (Wimmer Werk, Viper Niza Racing, NKPP/Bas Koeten Racing) und einen Opel Astra TCR (Vmax-Engineering). Auch hier gibt es mit Andy Yan (TCR Asia Champion 2016) bekannte Namen.

Schließlich starten noch 7 Teams in der Am-Wertung: 5 Audi RS3 LMS (GDL team Australia, Ferda Autosport/QSR Racing, Motorsport developpement, Bas Koeten Racing, Macau PS Racing) treffen hier auf zwei VW Golf GTI TCR (Holmgaard Motorsport, Lestrup Racing Team). Ein weiterer Peugeot 308 TCR von Burton Racing ist noch keiner Klasse zugeordnet.

Nach einer freien Test-Session am Donnerstagmorgen steht vor dem eigentlichen  Event die technische Abnahme der Teilnehmer in der Innenstadt von Malmedy an. Am Freitag folgen Training und Nacht-Traing (ab hier wird live gestreamt). Das Qualifying findet am Samstag um 11:00 - 11:30 Uhr statt, das Rennen startet am Samstag um 16 Uhr und geht über 500 Runden bzw. maximal 23 Rennstunden. Wie gewohnt wird über die Homepage des Veranstalters berichtet und der Live-Stream ist über den entsprechden Youtube-Kanal erreichbar.

Blancpain-Titel-Triple für FFF Racing

Als wir vor einer Woche die Meisterschaftsaspiranten im Blancpain GT Serien Endurance Cup vorstellten, hatten wir die FFF Racing-Piloten Andrea Caldarelli, Marco Mapelli und Dennis Lind angesichts eines Punkterückstands von 24 Zählern und 25 zu vergebender Punkte allenfalls mit mathematischen Chancen auf den Titel eingestuft. Doch in einem furiosen und turbulenten Finale beweisheitete sich einmal mehr das man nur bis zum letzten Meter kämpfen muß um das Unmögliche möglich zu machen.

Caldarelli, Mapelli und der als Ersatz für den krankheitsgeschwächten Lind kurzfristig verpflichtete Albert Costa gewannen die turbulenten, von 6 SC- und Gelbphasen unterbrochenen 3h von Barcelona (der Link führt zum ausführlichen Rennbericht auf unseren Seiten), das Finale der SRO-Langstreckenserie und sicherten sich angesichts gravierender Patzer der Konkurrenten nicht nur den Titel der Endurance-Serie sondern - im Falle von Caldarelli und Mapelli – erstmals in der Geschichte der Serie das Triple aus Sprint- Langstrecken- und Gesamttitel.

Möglich wurde dies durch massive Patzer der beiden verbliebenen Konkurrenten. Das 22 Punkte in Führung liegende SMP Racing Trio Rigon, Molina und Aleshin wurde schon in der vierten Kurve der ersten Runde von einem Strakka Racing Mercedes AMG GT3 mittschiffs torpediert und handelte sich einen Reifenschaden ein, der die Truppe auf Rang 40 zurück fallen liess. Eine lange SC-Phase wegen eines Einschlags mit Überschlag des Dinamic Motorsport Porsches verhinderte zwar Schlimmeres, doch als Molina eingangs der letzten Rennstunde auf der Aufholjagd einen Bentley in der letzten Schikane umdrehte und eine zusätzliche Durchfahrtsstrafe kassierte, war klar, das die russische Ferrari-Mannschaft auch bei diesem Lauf ohne Punkte bleiben würde.

Zum mapelli caldarelli costaEntsetzen der Ferrari Mannschaft balgten sich die verbliebenen Meisterschaftskonkurrenten – das Black Falcon-Trio Maro Engel , Luca Stolz und Yelmer Buurmann als Vorjahresmeister und die FFF Racing-Truppe an der Spitze des Feldes um den Gesamtsieg. Der anfänglich noch mit um die Spitze kämpfende ROWE Racing Porsche 991 GT3 R von Müller/Dumas/Jaminet fiel nach einer Strafe wegen eines Vergehens beim Boxenstop zurück. Marco Mapelli übernahm nach der 2. SC-Phase mit einem beherzten Überholmanöver die Führung von der Mercedes-Truppe. Die kam in der letzten halben Stunde unter Druck des Belgian Audi Club Team WRT Audis von Dries Vanthoor, der zuvor schon Michael Meadows im AKKA-ASP AMG auf P3 aus dem Weg geräumt hatte. Vanthoor verwickelte Schlusspilot Buurmann in der Endphase in einen Zweikampf um P2 der für beide nicht gut ausgehen sollte. Eine Kollision 3 Minuten vor dem Ende des Laufs warf den Audi ganz aus dem Rennen und Buurmann aus den Top-10-Rängen. Die Podiumspositionen erbten der R-Motorsport Vantage AMR GT3 von Dennis/Kirchhöfer/Lynn vor dem Bentley von Pepper/Gounon/Kane.

In der Silber-Klasse gewann auf Gesamtrang 5 der AKKA ASP Mercedes AMG GT3 von Nico Bastian, Timur Bogulavski und Felipe Fraga. Die Pro-Am-Klasse gewann auf Gesamtrang 13 der Sainteloc Audi von Markus Winkelhock , Pierre Alexandre Jean und Pierre Yves Paque (F). Im Kampf um den Sieg in der AM-Klasse setzte sich das Raton Racing by Target Lamborghini-Trio Christoph Lenz, Antonio Forne Tomas und Stefano Costantini durch.

Der ausführliche Rennbericht ist unter diesem Link auf unseren Seiten einzusehen.

STT beim American Fan Fest Hockenheim

Mit affhheim startSiegen für Jürgen Bender (Corvette Z06.R GT3) und Klaus Abbelen (Ligier JS P3) endete der Auftritt der Spezial Tourenwagen Trophy beim American Fan Fest in Hockenheim . Im ersten Rennen auf dem Hockenheimring setzte sich Bender nach engem Kampf mit Ulrich Becker (Porsche 997 GT3 R) durch.

Das erste Rennen hätte durchaus der 5.Sieg in Folge für Ulrich Becker werden können. Der Marler hatte im dichten Verkehr klar die Polezeit vor Jürgen Bender markiert. Doch der Neckarlsulmer zeigte sich auf seiner Paradestrecke in glänzender Verfassung. 3 Runden lang blieb Becker am Samstag an der Spitze. Dann nutzte Bender einen Fehler eiskalt aus. Zwar blieb Becker dran, doch am Ende verteidigte Bender seinen ersten Platz souverän. affhheim benderKnapp über 1,2s trennten die beiden GT3 Autos beim Fallen der schwarz-weiß karierten Flagge. „Wir haben jetzt den Fehler gefunden, den wir das ganze Jahr hatten. Das macht natürlich viel aus. Das Auto liegt jetzt wieder so, wie ich es gewohnt bin. Vor der Querspange machte Uli beim Herausbeschleunigen einen kleinen Fehler. Das konnte ich ausnutzen und mich vorbei bremsen. ...“, freute sich Bender über seinen 3.Saisonsieg.

Am Sonntag zeigte Klaus Abbelen in seinem neuen Ligier JS P3 LMP3 seine Qualitäten und schnappte sich den Gesamtsieg. Im ersten Heat hing er zu Beginn noch hinter Jürgen Alzen (Ford GT Turbo) und Henk Thuis (Pumaxs RT) fest. Beide schnappte er sich im Verlauf der 14. Runde und brachte gleich einigen Abstand dazwischen. Die schnellste Rennrunde und der dritte Gesamtrang waren ein deutlicher Fingerzeig im Hinblick auf das zweite Rennen. Das nahm Abbelen von der Pole aus in Angriff. Bender blieb nur zu Beginn dran, musste mit zunehmender Renndauer jedoch abreißen lassen. Mit über 21s Vorsprung auf Bender fuhr Abbelen zum Gesamtsieg. Und das bei den ersten Kilometern im neuen Rennwagen. „Ich muss erst einmal zufrieden sein. Roll Out mit dem Auto - toll. Ein Dank an die Techniker, dass alles prima lief, obwohl wir nicht so top vorbereitet waren. affhheim frikadelliDas Auto lief sehr gut. Ich habe mich auch an das Auto gewöhnen können. Mit einem Sieg hat es noch mehr Spaß gemacht“, befand Abbelen.

Umkämpft war in erster Linie der dritte Gesamtrang. Jürgen Alzen deutete das Potential des neuen Über-Ford GT an, musste aber auch erkennen, dass die Lorbeeren in der STT durchaus hoch hängen. Zunächst hielt Alzen den vierten Platz vor Thuis und Becker. Der Marler schnappte sich jedoch nach fünf Runden den Niederländer, ehe er in Runde zehn auch an Alzen vorbeizog. Am Ende trennten etwas unter 3,5s die beiden Kontrahenten. Thuis landete in beiden Rennen hinter Alzen auf Gesamtrang fünf.

Dahinter waren es die starken Porsche-Piloten, welche die Pace machten. Im ersten Rennen gelang Klaus Horn (Porsche 997 GT3) ein souveräner Erfolg vor Teamkollege Pablo Briones (Porsche 997 GT3) und Torsten Klimmer. Auch im zweiten Durchgang bestimmten die Porsche-Piloten das Geschehen in der Division 2. Allerdings musste Horn gleich zu Beginn mit einem Platten an die Box. Für den Landauer war das Rennen gelaufen, Teamkollege Pablo Briones staubte nach anfänglichem Kampf mit Torsten Klimmer seinen zweiten Saisonerfolg in der Division 2 ab.

Ammermüller gewinnt Carrera-Cup-Lauf 15

Am pcc15aSamstag gewann Michael Ammermüller im Porsche Carrera Cup Deutschland den 15. und vorletzten Saisonlauf auf dem Sachsenring vor Larry ten Voorde im Overdrive Racing by Huber-Porsche und Lechner-Teamkollege Dylan Pereira . Meisterschaftskonkurrent Julien Andlauer belegte im Rennen den vierten Platz. Damit wurde die Meisterschaftsentscheidung zwischen den beiden BWT Lechner Racing Piloten vertagt.

Direkt beim Start der 30 Porsche 911 GT3 Cup unterstrich Ammermüller seine Ambitionen auf den Sieg. Der Pilot aus Rotthalmünster zog mit seinem Cup-Porsche von der zweiten Position an Pole-Setter ten Voorde vorbei. Ammermüller gelang es danach, sich von seinen Konkurrenten zu lösen. Eine frühe Safety-Car-Phase verhinderte allerdings einen größeren Vorsprung für den Lechner-Piloten – doch auch beim Re-Start zeigte sich Ammermüller souverän. Daraufhin setzte sich der Routinier Runde für Runde ab und überquerte nach 19 Runden als Erster die Ziellinie. Für Ammermüller war es bereits der 6. Sieg. So oft jubelte er innerhalb einer Saison im Carrera Cup noch nie über Platz eins.

Ein intensives Duell gab es um den zweiten Rang: Immer wieder attackierte Pereira seinen Vordermann, doch ten Voorde wehrte alle Angriffe ab. Pereira schaffte es zum neunten Mal in der Saison aufs Podium. Tabellen-Spitzenreiter Andlauer sicherte sich auf der Strecke im sächsischen Hohenstein-Ernstthal die vierte Position. Die Top-5 komplettierte als bester Rookie Porsche-Junior Jaxon Evans aus dem Team Project 1 – JBR. Rang sechs belegte Igor Walilko (PL/Overdrive Racing by Huber) vor Jaap van Lagen (NL/Förch Racing) und Tim Zimmermann (D/Black Falcon).

In der Amateur-Klasse setzte sich Black Falcon-Pilot Carlos Rivas auf dem 3,645 Kilometer langen Kurs gegen Stefan Rehkopf und Georgi Donchev (beide Huber Racing) durch.

ADAC Kalender-Entwurf 2020

Der ADAC hat anlässlich des GT-Masters-Finales am Sachsenring (der Link führt zum noch in Arbeit befindlichen Rennbericht auf unseren Seiten) den ersten Kalender-Entwurf der 14.Saison der deutschen GT3-Top-Serie 2020 vorgestellt. Kontinuität ist dabei Trumpf: erneut bleibt es bei 7 Events von denen mit Most , Red Bull Ring und Zandvoort wieder 3 im direkten deutschen Umland der Serie statt finden. Der Saisonauftakt findet wieder in Oscherslaben statt während das Finale erneut am Sachsenring abgehalten wird. Damit beschliesst man zum 3.Male die Saison auf der publikumsstarken Strecke in Hohenstein Ernsttahl. 2 mal fand das Finale in der Seriengeschichte in Oschersleben statt. Alle 9 anderen Saisons endeten in Hockenheim.

Der vorläufige Kalender lautet wie folgt:
24. - 26.04.2020 Motorsport Arena Oschersleben
15. - 17.05.2020 Autodrom Most (CZ)
05. - 07.06.2020 Red Bull Ring (A)
14. - 16.08.2020 Nürburgring
21. - 23.08.2020 Circuit Zandvoort (NL)
18. - 20.09.2020 TBA
02. - 04.10.2020 Sachsenring

Während die Terminüberschneidung des Saisonauftakts in Oschersleben mit der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft in Spa-Francorchamps und dem DTM-Saisonauftakt in Zolder wohl nur eingefleischte Motorsport-Fans vor logistische Probleme stellt - weitere DTM-Überschneidungen leistet man sich mit den Runden in Most (/Eurospeedway Lausitzring), Zandvoort (/Brands Hatch) und Sachsenring (/ Hockenheim) - lohnt es sich an dieser Stelle die Terminüberschneidungen mit der VLN Langstreckenmeisterschaft und der Blancpain GT-Serie einmal unter die Lupe zu nehmen. Schliesslich sollten sich die 2 grössten deutschen GT-Serien und die internationale Serie der SRO zumindest nicht ins Gehege kommen. Die Überschneidung zwischen dem abgelaufenen Wochenende am Sachsenring und dem Blancpain GT Serien Endurance Cup-Finale in Barcelona stellte ja schon an diesem Wochenende die beteiligten Teams zum Teil vor Gewissensfragen und sorgte für das bis dato kleinste Feld der Saison 2019.

Hier fällt auf das es dem ADAC zumindest gelungen ist jeglichen Terminkonflikt mit den vorläufigen 2020-Terminen der VLN Langstreckenmeisterschaft aus dem Weg zu gehen, was den ungeteilten Applaus der deutschen Motorsportfans und der in beiden Serien aktiven Piloten und Teams finden dürfte. Auch das 24 Stunden Rennen am Nürburgring (eine Woche nach Most ) passt naturgemäss. Das sich allerdings der GT-Masters-Auftakt und der Termin des Qualifikationsrennens zum 24h-Rennen 2020 überschneiden wird wieder einmal für ein Aufstöhnen bei den an beiden Events beteiligten Aktiven sorgen.

Zur SRO - auch hier muss dem ADAC ein Top-Job bescheinigt werden: weder mit den an diesem Wochenende in Barcelona veröffentlicheten Daten der GT World Challenge Europe noch mit dem GT4-European Series-Kalender der SRO gibt es Überschneidungen. Somit können sämtliche im Masters-Paket aktiven Teams entweder ein zusätzliches internationales Programm im Rahmen der SRO oder ein zusätzliches nationales Programm auf der Nordschleife in Planung nehmen. Das dürfte allen beteiligten Mannschaften eine gesunde wirtschaftliche Basis für 2020 liefern.

Angermayr/Siljehaug sind erste GT4-Germany-Champions

Eike Angermayr angermayr siljehaugund Mads Siljehaug haben es geschafft. Durch einen 7. Platz im Sonntagsrennen der ADAC GT4 Germany sicherte sich das KTM X-Bow GT4-Duo den Meistertitel in der ersten Saison der deutschen GT4-Serie . Der Laufsieg im Sonntagsrennen der ADAC GT4 Germany auf dem Sachsenring ging an die Gaststarter Lennart Marioneck und Jan Krabec im RTR Projects KTM X-Bow GT4. Duch den Ausfall der Meistschaftskonkurrenten Marius Zug und Gabriele Piana im 2 Lauf reichte dem KTM-Duo am Ende der 7.Platz im Rennen für den Titelgewinn. Schon im Samstagslauf hatten beide durch einen Sieg den Rückstand auf Zug/Piana, die am Sachsenring nicht über einen 8.Rang herauskamen, verkürzen können. Zumindest konnte Marius Zug sich mit dem Gewinn der junior-Wertung in der Meisterschaft trösten.

Eike Angermayr war am Ende überglücklich: "Das ist mit Sicherheit der größte Erfolg meiner Karriere. Bei der Abschlussparty heute Abend werden wir mal richtig abfeiern. Darauf können sich alle schon einmal einstellen.“ Siljehaug ergänzte: "Das Ganze ist einfach unglaublich. Es wird aber wohl noch ein wenig Zeit in Anspruch nehmen, bis ich so wirklich realisiert habe, was wir heute erreichen konnten".

In das Finale am Sachsenring waren die beiden KTM-Piloten mit einem Punkterückstand von 18 Zählern angereist. Den drehten die Beiden in einen Vorsprung von am Ende 6 Zählern. KTM ist somit das erste Siegerfabrikat der ADAC GT4 Germany.

Komplettes Podium im Le Mans Cup disqualifiziert

Nach dem am vergangenen Samstag absolvierten 5. Saisonlauf des Michelin Le Mans Cup (hier findet ihr den ausführlichen Rennbericht auf unseren Seiten) im Rahmenprogramm des ELMS-Laufs in Spa-Francorchamps gab es eine dicke Überraschung. Alle 3 Norma M30 LMP3 auf dem Podium wurden über Nacht disqualifiziert. Das betraf somit die Fahrzeuge von Graff Racing (#39), den #2 Nielsen Racing und die #3 von DKR Engineering. Bei allen Fahrzeugen waren nicht homologierte Schrauben zur Fixierung der Crash Box verwendet worden.

Auf das Podium rückten der #25 Lanan Racing Norma M30 LMP3mit Michael Benham & Duncan Tappy, der #98 Motorsport98 Ligier JS P3 LMP3 mit de Doncker/Lunardi und die Fahrer des #55 Spirit of Race Ligier, Claudio Sdanewitsch & Michele Rugolo, nach . In der Tabelle der LMP3 führt nunmehr Lanan Racing mit 91 Punkten vor der DKR Mannschaft aus Luxemburg mit 84 Punkten.

Den Sieg in der GT3 Klasse holte sich der #8 Ferrari, Kessel Racing, mit Pianezzola / Piccini vor dem # 99 Beechdean Aston Martin mit Andrew Howard und Ross Gunn. Der im Quali vorne gelegene Ferrari #71 von Luzich Racing, am Steuer war Fabian Lavergne, wurde bereits in der ersten Runde von einem übermotivierten P3 Piloten abgeräumt und erreichte nur noch den 5. Platz in der Klasse. Die siegreiche Kessel Racing Mannschaft führt in der Klasse nun mit 105 Punkten vor Luzich Racing mit 96 Zählern.

In beiden Klassen ist noch keine Titelentscheidung gefallen und wir dürfen uns auf ein unterhaltsames Abschlußrennen in Portimao freuen. Den ausführlichen Bericht über das Rennen findet ihr in unserem Spa-Bericht vom vergangenen Wochenende.

Optimum vor Blancpain World Challenge Einstieg

Für optimum2020die kommende Saison plant die britische Optimum Motorsport Mannschaft ein Engagement in der Blancpain GT World Challenge Europe. Die aus der britischen GT-Serie stammende Truppe will demnach 2 Vantage GT3 AMR einsetzen die sowohl in der Sprintserie als auch den Langstreckenrennen der Veranstaltungsserie eingesetzt werden sollen. Daneben soll das Engagement in der britischen GT-Serie fortgesetzt werden.

Masters Endurance Legends am Ring

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Am kommenden Freitag und Samstag startet die Aston Martin Masters Endurance Legends im Rahmen der Spa Six Hours in ihr fünftes und letzes Rennwochenende ihrer zweiten Saison. Vorher werfen wir noch einen kleinen Blick zurück auf die beiden Läufe im Rahmen des AvD Oldtimer Grand Prix am Nürburgring Anfang August.

Ein Feld von 17 Boliden hatte sich letztendlich in der Eifel eingefunden. Das erste Rennen am Samstag Abend bot mehrere Führungswechsel und einen extrem knappen Zieleinlauf. Christophe d Ansembourg rettete mit seinem Lola-Aston Martin nur 00.697 sec.Vorsprung auf Mike Cantillon mit seinem ebenfalls in Gulf Farben lackierten Oak Racing Pescarolo nach 40. Rennminuten ins Ziel. Rang 3 ging an den Kanadier Keith Frieser im Boutsen-Ginion Oreca 03, der damit die LMP2 gewann. Er profitierte von einem schnelllen Stopp der Scott Sport Crew und einem Ausritt von Mike Newton im RML MG Lola, der somit seinen Angriff abblasen musste. Die Ränge 5 und 6 gingen an die Aston Martin Vantage GT3 von Oliver Mathai und Marco Werner sowie Alexander Lienau/Timo Scheibner. In der GT2 siegte Dominik Roschmann mit seinem Ferrari F430 vor Ulrich Schumacher im Nachfolgemeodell 458 GTE.

Am mel nring2Sonntagmorgen ging es an der Spitze noch enger zur Sache. Dieses mal profitierte d' Ansembourg von einer Safetycarphase in der Mitte des Rennens. Das Safetycar hatte nicht die Spitze eingefangen und wurde zudem während des Boxenstoppfensters aufgehoben. Es herrschte große Verwirrung bei der Freigabe. Der Lola Aston Martin baute seinen Vorsprung aus, Cantillon war auf Rang 4 zurück gefallen; er schob sich schnell auf P2 nach vorne und verkleinerte den Rückstand enorm. Doch ihm ging die Zeit aus.

Margere +00.547 blieben am Ende stehen. 44 sec. dahinter gewann dieses mal Mike Newton mit nur +00.463 sec. Vorsprung vor Keith Frieser die LMP2. Rang 5 ging dieses mal an Nicolaus Ditting im Aston Martin DBR9 GT1, der am Vortag noch ausgefallen war. Die Dänin Tina Kok kam im Ferrari 458 GTE auf Rang 6 vor Peter Schleifer im Norma M200-2. und Franz Wunderlich im JMW Aston Martin Vantage GT2 ins Ziel. Die Top 10 komplettierte der Belgier Marc Devis mit seinem aus der VLN Langstreckenmeisterschaft bekannten Fujifilm Mamerow Porsche 996 RSR.

Das erste Rennen in Spa-Francorchamps findet am Freitag jeweils um 20:40 Uhr statt und geht somit in die Dunkelheit. Der zweite Lauf über 40min. am Samstag um 14:30 vor den Spa Six Hours. Am Sonntag sind die Boliden nicht mehr am Start!

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