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Markus Pommer / Pierre Kaffer für Aust Motorsport im GT Masters

Aust Motorsport hat das Cockpit des ersten von zwei Audi R8 LMS für die ADAC GT Masters Saison 2017 vergeben. Team-Chef Frank Aust ist es gelungen, Markus Pommer und Pierre Kaffer zu verpflichten.

Markus Pommer rev

Pommer startete bereits 2016 bei zwei Veranstaltungen für Aust. Der letzte Deutsche Formel 3 Meister (2014) hatte in seiner letztjährigen Premierensaison zunächst für Ernst Moser ins Lenkrad des Phoenix Racing R8 gegriffen. Außerdem zeigte er auch bei einem Einsatz im HB Racing Lamborghini Huracán sein Talent. Man darf gespannt sein, was der Heilbronner dieses Jahr zu zeigen in der Lage sein wird.

Pierre Kaffer rev

Teilen wird er sich das Auto mit Pierre Kaffer. Kaffer zählt zu den stärksten deutschen Touren- und Sportwagen-piloten. Er verfügt über Erfahrungen aus der WEC, der DTM und dem inter-nationalen GT-Sport. Auch er startete Ende des vergangenen Jahres bereits für Aust Motorsport im GT Masters.

Das Team Aust stieg erst 2016 mit zwei Audi R8 LMS in das ADAC GT Masters ein. Bereits im Debütjahr schaffte man unter anderem eine schnellste Rennrunde. Die Verhandlungen für die Besetzung des zweiten Fahrzeugs laufen noch.

Robert Renauer / Sven Müller für Precote Herberth im GT Masters

Precote Herberth Porsche GT Masters 2017 revPrecote Herberth Motorsport hat seine Fahrerpaarung für die Saison 2017 im ADAC GT Masters bekanntgegeben. Robert Renauer, Zwillingsbruder von Teamchef Alfred Renauer, wird sich in diesem Jahr das Cockpit des in einem neuen, frischen Design auftretenden Porsche 911 GT3 R #99 mit Porsche Werksfahrer Sven Müller teilen.

Das Team aus Jedenhofen, das gerade erst die 24 Stunden von Dubai gewonnen hat, tritt seit Jahren im GT Masters an und kann auch hier auf eine ganze Reihe achtbarer Erfolge zurückblicken. Während Robert Renauer in seine sechste GT Masters Saison geht, ist es für Sven Müller aus Bingen am Rhein das Debüt in der ADAC GT3-Serie.

Robert Renauer revMüller (Bild rechts) Sven Muller revist der Shooting Star des letzten Jahres, als er mit einer mächtig beeindruckenden Konstanz sowohl den Porsche Carrera Cup Deutschland, als auch den im Rahmenprogramm der Formel 1 stattfindenden Porsche Carrera Supercup gewann.

Wie das Team verlauten ließ, soll die Vorbereitung des Fahrzeugs Anfang Februar abgeschlossen sein. Mitte Februar findet ein einwöchiger Test in Portimão statt, gefolgt von weiteren Tests in Mugello und Barcelona. Zum Abschluss wird man an den offiziellen Vorsaisontests des ADAC GT Masters teilnehmen.

Simon Trummer 2017 bei Manor

Der simontrummerSchweizer Pilot Simon Trummer wechselt vom ByKolles LMP1-Rennstall 2017 in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft zur britischen Manor GP-Mannschaft in die LMP2. Trummer ist einer der ersten Piloten die für das mit 2 Oreca 07 bestrittene Programm in der WM verpflichtet worden sind. Der britische Rennstall der in diesem Jahr unter chinesischer Fflagge als CEFC Manor TRS Racing antritt hatte bereits die beiden Piloten Roberto Gonzalez und Tor Graves für seine beiden Autos als Führungsfahrer benannt.

„Ich bin Teamchef, John Booth und Sportdirektor, Graeme Lowdon, sehr dankbar für das Vertrauen, das sie in mich investieren. In der LMP2 beginnt mit den neuen, leistungsstarken Fahrzeugen, die deutlich schneller und deshalb auch anspruchsvoller sein werden, ja eine neue Zeitrechnung. In dieser stark besetzten, technisch ausgeglichenen Klasse um Podiumsplätze zu kämpfen, ist unser Ziel. Ich hoffe, dass wir Manor ganz nach oben führen können. Dieses Team zählte zu den besten in der Formel 3 und hat sich mit einem vergleichsweise kleinen Budget auch in der Formel 1 respektabel verkauft. Das sind echte Racer."

trsmanor2018 könnte für Trummer, falls er sich mit dem Team bei guten Leistungen einig werden könnte, dann die Rückkehr in die LMP1 anstehen. Manor GP ist einer der ersten Rennställe der Interesse am Ginetta LMP1-Projekt (wir berichteten) angemeldet hat.

Die BMW Piloten für die 24h am Ring 2017

Für die 45.ten 24 Stunden Rennen am Nürburgring am 27. und 28. Mai hat BMW heute ein Fahreraufgebot bekannt gegeben, das keine Zweifel daran lässt das die Münchner in diesem Jahr mit dem BMW M6-GT3 den seit einigen Jahren aussstehenden 20.Sieg der Marke beim Ringklassiker einfahren wollen: Die BMW Teams von Schnitzer Motorsport, Schubert Motorsport,und ROWE Racing  gehen mit einer Mischung aus DTM-Stars, GT-Spezialisten und prominenten Neulingen am Steuer der bis zu 8 M6 (die Truppe von Walkenhorst Motorsport wird allerdings in der Meldung von BMW bislang ausgespart) an den Start.

Neben dem amtierenden DTM Champion Marco Wittmann stellen sich auch die DTM-Piloten Bruno Spengler, Maxime Martin, Augusto Farfus und Tom Blomqvist der Herausforderung „Grüne Hölle“. Wittmann, Martin, Blomqvist und Farfus, der 2010 zum Siegerteam im BMW M3 GT2 gehörte, haben bereits Erfahrung beim Klassiker auf der Nordschleife, während Spengler am letzten Mai-Wochenende seine Premiere beim Klassiker feiert.

Aus der IMSA WeatherTech SportsCar Championship sind Martin Tomczyk, Alexander Sims und John Edwards, die zuletzt beim 24-Stunden-Rennen von Daytona gemeinsam im Einsatz waren, dabei. Dasselbe gilt für Kuno Wittmer und Nick Catsburg, der im November 2016 beim FIA GT World Cup in Macau im BMW M6 GT3 auf die Strecke ging. Richard Westbrook und Markus Palttala kehren für die 24 Stunden ins BMW Aufgebot zurück. BMW Werksfahrer António Félix da Costa, der für das Team von MS Amlin Andretti in der FIA Formula E Championship antritt, wird zum ersten Mal einen 24h-Marathon für BMW bestreiten. Viel Nordschleifen-Erfahrung bringen Jörg Müller (Gesamtsieger 2004 und 2010), Philipp Eng (Gesamtsieger 24h Spa-Francorchamps 2016), Jens Klingmann und Jesse Krohn ins Fahrer-Team ein.

Neben vielen bekannten Gesichtern sind auch einige BMW Neulinge im Aufgebot für den Eifel-Klassiker vertreten. Der zweimalige DTM-Champion Timo Scheider (Gesamtsieger 2003) stertet zum ersten Mal für die Münchner. Neu dabei sind auch der britische GT-Spezialist Tom Onslow-Cole und der von Audi zu den Münchnern gewechselte Marc Basseng , der mit der Empfehlung von 26 Siegen in der VLN Langstreckenmeisterschaft und dem Gesamtsieg 2012 im BMW M6 GT3 Platz nimmt. Alex Lynn wird ebenfalls seinen ersten 24h-Renneinsatz für BMW absolvieren, nachdem er 2014 beim „Young Driver Test“ bereits den BMW M4 DTM gefahren war.

BMW Motorsport Direktor Jens Marquardt unterstreicht die Bedeutung des diesjährigen Rennens: „Das ist für uns immer ein besonderes Wochenende, schließlich spielt dieser Klassiker in der Geschichte von BMW Motorsport eine bedeutende Rolle. Bisher konnten wir dort 19 Triumphe feiern. Nach Rang fünf beim Debüt des BMW M6 GT3 im vergangenen Jahr darf es dieses Mal ruhig ein paar Plätze weiter nach vorn für uns gehen.So breit und so exzellent besetzt waren wir am Nürburgring vielleicht noch nie zuvor. Deshalb bin ich zuversichtlich, dass wir den BMW Fans am Ring wieder eine gute Show bieten werden.“

Ihren ersten Renneinsatz auf der Nordschleife in diesem Jahr werden die BMW-Mannschaften am 25. März beim Saisonauftakt der VLN Langstreckenmeisterschaft erleben. Dann dürfte auch die Aufteilung der Fahrer auf die verschiedenen Mannschaften und Cockpits bekannt werden.

Das WEC-Prototypenfeld 2017

Am vergangenen Donnerstag hat der ACO die Nennlisten 2017 bekannt gegeben - unter anderem auch die der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft. Diese startet in der kommenden Saison mit 28 Autos. 15 davon kommen aus den beiden Prototypen-Klassen LMP1 und LMP2, die wir Ende letzten Jahres schon mal vorbereitend hier (LMP1) und hier (LMP2) beleuchtet hatten. Inwieweit haben sich die damaligen Voraussagen nun erfüllt?

Platz Nr Klasse Auto Fahrer Team Land Wagen Marke Reifen
1 1 LMP1 GT3 Neel Jani (CH), , Porsche Porsche Team Deutschland Porsche 919 Hybrid Michelin
2 2 LMP1 GT3 Timo Bernhard (D), , Porsche Porsche Team Deutschland Porsche 919 Hybrid Michelin
3 4 LMP1 GT3 Robert Kubica (PL), , - Team by Kolles �sterreich CLM P1/01 Dunlop
4 7 LMP1 GT3 Mike Convay (GB), , Toyota Toyota Gazoo Racing Japan Toyota TS050 Hybrid Michelin
5 8 LMP1 GT3 Sebastian Buemi (CH), , Toyota Toyota Gazoo Racing Japan Toyota TS050 Hybrid Michelin
6 13 LMP2 GT3 Nelson Piquet Jr. (BR), , Oreca Vaillante Rebellion Schweiz Oreca 07 Dunlop
7 24 LMP2 GT3 Tor Graves (TH), , Oreca CEFC Manor TRS Racing China Oreca 07 Dunlop
8 25 LMP2 GT3 Roberto Gonzales (MEX), , Oreca CEFC Manor TRS Racing China Oreca 07 Dunlop
9 26 LMP2 GT3 Roman Rusinov (RUS), , Oreca G-Drive Racing Russland Oreca 07 Dunlop
10 28 LMP2 GT3 Francois Perrodo (F), , Oreca TDS-Racing Frankreich Oreca 07 Dunlop
11 31 LMP2 GT3 Nicolas Prost (F), , Oreca Vaillante Rebellion Schweiz Oreca 07 Dunlop
12 35 LMP2 GT3 Stephane Richelmi (F), , Oreca Signatech Alpine Matmut Frankreich Alpine A470 Dunlop
13 36 LMP2 GT3 Nicolas Lapierre (F), , Oreca Signatech Alpine Matmut Frankreich Alpine A470 Dunlop
14 37 LMP2 GT3 David Cheng (RC), , Oreca Jackie Chan DC Racing China Oreca 07 Dunlop
15 38 LMP2 GT3 Ho Pin Tung (RC), , Oreca Jackie Chan DC Racing China Oreca 07 Dunlop

Keine Überraschungen gibt es beim mit 5 Autos doch recht übersichtlichen LMP1-Feld, das aus 2 Porsche 919 Hybrid, 2 Toyota und dem CLM-Nissan der By Kolles Mannschaft besteht. Kolles hat wie erwartet Robert Kubica verpflichtet. Bei Toyota ist in Spa-Francorchamps und in Le Mans ein zusätzliches Auto zu erwarten.

Die immer noch recht übersichtlichen Überraschungen verbergen sich im LMP2-Feld: dort starten alle 10 Mannschaften (eigentlich 5 2-Wagen-Teams) mit Oreca 07 Chassis. Rebellion Racing tritt unter dem Banner Vaillante-Rebellion Racing an – die britisch-schweizer Mannschaft ist eine Kooperation mit dem Comic-Verlag der berühmten französischen Rennfahrerfigur eingegangen, deren aktuellster Band – schlicht „Rebellion“ betitelt – zufälligerweise wieder mal in Le Mans spielt. Manor GP tritt in Kooperation mit einem chinesischen Partner als CEFC Manor TRS Racing an unter chinesischer Nennung an. Die Newcomer von TDS Racing haben gleich auch das Handling des G-Drive Orecas von Roman Rusinov als Einsatzteam übernommen und sind daher nominell auch mit 2 Autos unterwegs. Signatech übernimmt weiterhin im Auftrag von Renault Sport das Alpine-Prototypenprogramm, das auch heuer mit 2 Autos weitergeführt wird, während das Team Team Jota nur noch als Einsatzteam der chinesischen Jackie Chan DC Racing Mannschaft in den Hintergrund tritt. Diese hat sich nun von Alpine emanzipiert und das Engagement auf 2 eigene Autos ausgebaut.

Nach den Abgängen von Extreme Speed Motorsports, RGR by Morand Racing, Strakka Racing und dem Audi Sport Team Joest sind damit nur noch 15 Prototypen (Vorjahr: 20) in diesem Jahr in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft engagiert. Auch haben sich einige der im Dezember gerüchtelten Projekte nicht materialisiert, weder der Eurasia Motorsport-Oreca, noch der RGR-Ligier und auch nicht die Dallara Projekte von SMP Racing (startet statt dessen in der ELMS), Cosmos GP und KCMG sind letztendlich realisiert worden. Die Spannung in der LMP wird sich in diesem Jahr aus dem Oreca-Markenpokal der deutlich stärkeren LMP2 speisen müssen.

Tockwith vor WEC Teilprogramm 2017?

Die britische Tockwith Motorsports Mannschaft erwägt laut unseren Kollegen von Sportscar 365 die Möglichkeit ihrer LMP2 Debütsaison in der Europäischen Le Mans Serie bis zu 4 weitere Gastauftritte in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft hinzuzufügen. Die britische Mannschaft die erst letztes Jahr in der LMP3-Klasse der europäischen Serie debütierte, und die über den Winter in der Asiatischen Le Mans Serie den Titel in der LMP3-Klasse einfahren konnte, steigt wie berichtet 2017 mit einem neuen Ligier JS P217 in die Top-Klasse der europäischen Serie auf. Daneben wird man auch das 24 Stunden Rennen von Le Mans bestreiten, nachdem man den Auto-Entry für das Rennen bereits durch den Titelgewinn in der asiatischen Serie gesichert hatte.

Nun werden laut Teammanager Simon Moore auch Gastauftritte bei den FIA Langstrecken Weltmeisterschaft -Runden in Spa-Francorchamps und am Nürburgring zu Saisonbeginn sowie in Shanghai und Bahrein erwogen. Die beiden Stammpiloten des Teams, Nigel Moore und Phil Hanson, würden als Piloten für solch ein Engagement bereitstehen. Tockwiths Ligier wäre der einzige JS P17 in dem in dieser Saison sonst nur aus Oreca O7-Fahrzeugen bestehenden LMP2-Feld der WM.

Bis zu 4 Bentley bei den 24h am Ring 2017?

Am Rande der just absolvierten 12h von Bathurst hat Bentleys Motorsport Direktor Brian Gush unseren Kollegen von Sportscar 365 gegenüber angedeutet das man mit einer verstärkten Präsenz des britischen Herstellers beim 24 Stunden Rennen am Nürburgring im Mai rechnen dürfte. Neben dem Team Abt Sportsline, das laut Gush nicht mehr im ADAC GT-Masters antritt (Gastauftritte in der deutschen Serie nicht ausgeschlossen) und statt dessen die VLN Langstreckenmeisterschaft und den 24h-Klassiker mit 2 Continental GT3 bestreiten soll, soll auch das Werksteam von M-Sport wieder am Klassiker teilnehmen.

Sollte die britische Mannschaft dabei mit 2 Autos kommen wäre dies das bislang grösste Engagement der aus dem VAG-Konzern stammenden Marke, die beim 24h Rennen 2016 mit 2 Autos die Gesamtplätze 7 und 17 im Endklassement erreichte. Beim Debüt 2015 hatten die Briten 3 Autos an den Start gebracht und dabei schon einen 8.Gesamtrang erreicht. Das verstärkte Engagement von Abt Sportsline, die seit Ende des Jahres nicht mehr von Ex-ADAC GT-Masters-Champion Christian Abt als Teamchef geleitet werden, soll wohl den Weg für ein besseres Ergebnis der Briten beim Klassiker am Ring ebnen.

2. Ferrari-Sieg bei den 12h von Bathurst

Die 15. 12h von Bathurst (der Link führt zum Rennbericht auf unseren Seiten) sind heute morgen mit dem Sieg des australischen Maranello Motorsports Ferraris zu Ende gegangen. Mit einem Vorsprung von einer Runde siegte der F488 GT3 von Tony Vilander, Craig Lowndes und Jamie Whincup. Für die australische Mannschaft war es der zweite Sieg beim Klassiker nach 2014 (nicht 2012 wie im Rennbericht angegeben) - damals siegten Craig Lowndes, John Bowe, Peter Edwards und Mika Salo in einem dramatischen Finale. Dieses Mal verzeichnete man einen deutlicheren Vorsprung auf die zweitplazierte Competition Motorsports-Porsche Mannschaft, in der David Calvert-Jones, Patrick Long, Marc Lieb und Matt Campbell zusätzlich den Klassensieg in der Pro-Am-Kategorie erzielten. Der Bentley Continental #17 von Steven Kane, Guy Smith und Oliver Jarvis komplettierte das Gesamtpodium.

Das Finish in diesem Jahr war weitaus dramatischer als das Ergebnis es vermuten liess. Der Mercedes AMG-Team STM/HTP Motorsport Mercedes AMG GT von Maro Engel, Craig Baird und 2016´er Sieger Shane van Gisbergen erwies sich über die gesamte Distanz als harter Gegner der Truppe, während sich die übrigen Konkurrenten schrittweise auf dem selektiven Kurs von selbst dezimierten, und dabei angesichts des Feldes von 51 Startern eine Rekordanzahl von 16 Safety-Car Phasen in dem 12h-Rennen auslösten. Doch die Ferrari-Truppe hatte das insgesamt schnellere Auto und liess sich auch nicht aus der Ruhe bringen als bei einem Restart HTP-Motorsport Mercedes-Pilot Craig Baird den Ferrari in Führung liegend noch vor der Startlinie von der Strecke und in das Kiesbett rempelte. Insbesonders dem Speed von Tony Vilander waren die Konkurrenten nicht gewachsen, wobei aber auch Lowndes und Whincup eine solide Leistung ablieferten.

Zwar manövrierte die Mercedes-Mannschaft sich nach dem vorletzten Safetycar noch in die Führung doch dem Speed von Schlussfahrer Whincup hatte Vorjahressieger van Gisbergen am Ende nichts entgegenzusetzen: mit 2 Rädern bei 300kmh auf dem Gras überholte der 2-fache V8-Supercars Champion den Mercedes und fuhr in Richtung des Sieges davon. Für die Mercedes-Crew kam es noch dicker: auf mittlerweile abgefahrenen Reifen überzog van Gisbergen die Haftungsgrenze auf dem Mount Panorama und krachte 10 Minuten vor dem Ende im berüchtigten „Dipper“ frontal in die Betonmauern – statt dem zweiten Platz hatte die Mannschaft am Ende einen Ausfall zu Buche stehen. Das dem aufgebrachten Maro Engel danach wenig schmeichelhafte Worte in Richtung seines Teamkollegen herausrutschten sollte vor dem Hintergrund des dramatischen Finishs und der überschäumenden Emotionen im Team nicht zu sehr überbewertet werden.

Audi verlor früh die stärksten Autos bei Unfällen und hatte auf die Pace des Ferraris keine passende Antwort. Nissan hatte zwar die Pace, wurde durch eine Serie von Unfällen die schon in den Trainings begann, zu früh um eine Chance auf eine Wiederholung des 2015´er Sieges gebracht. Die im letzten Jahr siegreiche Tekno McLaren-Crew hechelte nach einem technischen Defekt zu Rennbeginn einem 2 Runden Rückstand auf die Spitze hinterher den man gegen Ende nicht mehr zufahren konnte. BMW verlor nach starkem Beginn seine stärksten Autos nach Defekten und Unfällen aus dem Kampf um den Sieg – die Walkenhorst Motorsport-Mannschaft konnte gar nach einem Unfall im Qualifying das Rennen schon gar nicht mehr aufnehmen.

Zu den Klassenerfolgen: die GT3-Amateurwertung gewann auf P4 der Walkinshaw GT3 Porsche 991 GT3 von Liam Talbot, John Martin und Davashen Padayachee. Der Klassensieg in der Porsche-Cup-Klasse geht an den auf Gesamtrang 15 einlaufenden Stephen Richards Motorsport Porsche des Trios Grant/Okeeffe/West. Die Einladungsklasse gewann der #91 MARC-Focus von Kassulke/Brown/Salmon. Der GT4-Sieg ging letztendlich an die VLN-Mannschaft von Pro Sport Performance, die mit dem eigenentwickelten Cayman und den Piloten Andrew Pilgrim, Max Braams, Jörg Viebahn und Nicolaij Moller-Madsen erfolgreich waren, nachdem der lange führende KTM X-Bow der Reiter Engineering-Mannschaft nach einem Feuer im Unterboden in den letzten Rennstunden zurück fiel.

Raceunion und Teichmann trennen sich

Eine der bislang grössten Porsche-Einsatzmannschaften am Nürburgring ändert ihre Struktur. Nach 5 Jahren gehen raceunion und Teichmann Racing künftig nicht mehr gemeinsam als RTR (Raceunion Teichmann Racing) auf die Rennstrecke. Das haben die beiden bisherigen Partner Axel Herbst, der Kopf hinter raceunion, und Karl-Heinz Teichmann in einer gemeinsamen Presseerklärung bekannt gegeben. Die beiden bisherigen Partner trennen sich aufgrund unterschiedlicher Zielsetzungen für die Saison 2017 im Guten und einvernehmlich.

„Es war eine tolle Zeit mit raceunion und wir haben uns unsere Erfolge gemeinsam hart erarbeitet. 2017 konzentrieren wir uns hier auf unsere Kernkompetenz und wollen die Erfolge am Ring weiter ausbauen. Ich verstehe, dass raceunion international expandieren will, dafür wünschen wir allen Beteiligten viel Erfolg, sowohl motorsportlich als auch geschäftlich“, erklärt Karl-Heinz Teichmann.

Alex Herbst ergänzt: „Danke an das ganze Team für 5 Jahre Super-Support. Es hat immer viel Spaß gemacht. Wir wollen mit raceunion nun den nächsten Schritt gehen und der heißt International. Wir bedauern, dass Teichmann Racing uns an der Stelle nicht begleitet, drücken aber die Daumen, dass die Jungs auch weiterhin Siege einfahren werden!“

Der Rennstall RTR entstand im Jahr 2011. Damals beschlossen Alex Herbst  und Karl-Heinz Teichmann ein Rennteam am Nürburgring aufzubauen. Raceunion Teichmann Racing (RTR) wurde ins Leben gerufen. Die erste Saison mit dem gemeinsamen Sponsor SIMFY startete vielversprechend. RTR konnte bereits zum 2014er ADAC 24h-Rennen einen zweiten Platz in der SP7 verbuchen. 2015 platzierte sich das Team bei diesem Rennen, ebenfalls in der SP7, auf dem 3. Rang und konnte gleichzeitig in der VLN fünf Klassensiege der CUP2- Klasse einfahren. Die Krönung der kollektiven Erfolgsgeschichte war die Vize- Meisterschaft 2016 in der VLN verbunden mit der Meisterschaft in der neuen Manthey-GT4-Cayman-Klasse zusammen mit fünf Podiumsplatzierungen inklusive einem Sieg in der Klasse H4. Ebenfalls stand ein Klassensieg beim 2016er ADAC 24h-Rennen in der Cayman-Klasse zu Buche.

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