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Zweite BES-Runde 2017 in Silverstone

Die 2.Runde des Blancpain GT Serien Endurance Cups findet am Sonntag im britischen Silverstone statt. Das Feld wächst bei der britischen Runde um 3 Autos auf 55 Wagen an, wobei 4 neue Wagen starten.

ROWE Racing steigt nach der Terminüberschneidung in Monza mit dem 24h-Qualirennen mit 2 BMW M6-GT3 für die Trios Paltalla/Spengler/Krohn und Eng/Martin/Klingmann in die Serie ein. Walkenhorst Motorsport bringt zusätzlich einen zweiten BMW M6-GT3 in der AM-Klasse für Henry Walkenhorst, Stef van Campenhout und David Schiwietz an den Start. Der vierte neue Wagen ist ein vom britischen McLaren Werksteam Garage 59 genannter McLaren 650S GT3 in der AM-Klasse der mit den Kundenpiloten West/Goodwin/Harris an den Start geht.

Im über 160 Piloten umfassenden Starterfeld hat es naturgemäss einige Umbesetzungen gegeben, da paralel auch die ELMS-Runde in Monza statt findet. Auf dem Belgian Audi Club Team WRT Audi mit der #17 ersetzt Robin Frijns Markus Winkelhock. Der #32 Mercedes AMG GT des Teams Zakspeed hat mit dem Italiener Beniamino Caccia und dem Hong-Kong-Chinesen Vincent Vong 2 neue Piloten an Bord und startet nun in der AM-Klasse, die für das Rennen trotz des verzichts der in Monza siegreichen AF Corse-Mannschaft wieder auf 6 Teams anwächst. Strakka Racing verstärkt den PRO-McLaren #42 zusätzlich mit Oliver Webb und Alvaro Parente, während der Pro-Am-Ferrari #53 von Spirit of Race den schnellen Briten Rory Butcher für den in Monza engagierten Andrea Bertolini am Steuer sieht. HTP-Motorsport bringt auf dem #86 Pro-AM-AMG den Amerikaner Michael Avenatti zum Einsatz. Schliesslich ist auf dem #777 HB Racing Huracan der deutsche Pilot Dominic Jöst als Verstärkung für die beiden Stammpiloten hinzu gekommen.

Das Qualifying in Silverstone findet am onntag von 9.45-10.30Uhr statt. Das Rennen startet am Sonntag um 14.55 Uhr unserer Zeit und wird auf der Website der Blancpain GT Serie übertragen.

SCC & P9 Challenge spannen zusammen

Die P9 Challenge SCC P9Cund die Sports Car Challenge gastieren bei der Truck Race Trophy auf dem Red Bull Ring mit einem gemeinsamen Saisonauftakt. Damit geht es zu Saisonbeginn gleich mit einem Highlight vor voll besetzten Tribünen zur Sache.

Nachdem Bernhard Fischer und Walter Pedrazza bereits in der vergangenen Saison zusammengearbeitet hatten, wird in diesem Jahr die Kooperation weiter verstärkt. Bei allen Veranstaltungen werden die P9 Challenge und die Sports Car Challenge gemeinsam an den Start gehen. Ausnahmen könnte es in Brünn und Imola geben, wo es zu reinen Sportprotoypen- bzw. GT-Feldern kommen könnte. Sechs Läufe haben die beiden Serienorganisatoren in diesem Jahr zusammengestellt. Der Auftakt erfolgt vom 12.-14. Mai beim zuschauerträchtigen European Truck Race auf dem Red Bull Ring. Im Gegensatz zu früheren Veranstaltungen wird auf dem großen Grand Prix Kurs gefahren.

In Sachen Reglement bleibt im Grunde alles beim Alten. Mit dem bewährten Erfolgsrezept der vergangenen Jahre geht es auch in die neue Saison. In der P9 Challenge wird Fritz K. im bärenstarken Porsche 997 GT2 seinen Titel verteidigen wollen. Der Routinier war letzte Saison verdammt schnell unterwegs und sammelte einige Gesamtsiege. Den Großteil des Feldes werden wieder die zahlreichen Porsche Cup-Modelle vom 996er bis hin zum aktuellen 991er bilden. Je nach Strecke können diese auch um den Gesamtsieg mitmischen. Dazu kommen wieder GT3-Renner verschiedener Marken, sowie GT4-Fahrzeuge oder 911er Modelle der früheren Generationen aus den 90er Jahren.

Auch Walter Pedrazza kann auf ein interessantes Teilnehmerfeld blicken. Zwar schwächelt die Division 2 mit vier Teilnehmern etwas, doch die große Division erfreut sich großem Zuspruch. Vorjahreschampion Simon Stoller wird hier den PRC Audi Turbo von Roman Hoffmann bewegen. Sein Comeback wird zudem Wolfgang Payr in einem weiteren PRC mit Audi-Triebwerk geben. Weitere PRC Turbos kommen von Andreas Fiedler, Peter Kormann und Michael Tschann. Turi Breitenmoser setzt wieder auf den PRC mit dem Cosworth Formel 1 Motor im Heck. Alexander Seibold, Marcel Acklin und Alexander Frank bringen jeweils einen PRC BMW an den Start. Dazu kommen noch Siegmar Pfeifer (Norma-BMW), Roland Rupprechter (Norma Honda Komp.), Philipp Wilhelm (Norma-Nissan) und Walter Widmer mit einem LMP3 Ligier. In der Division 2 starten die beiden Radical SR4 von Andreas Hasler und Rudolf Schöflinger, sowie die Ligier-Honda mit Norbert Groer und Stephan Rupp.

ELMS kehrt nach Monza zurück

Mit ELMS MONZA testden 4h von Monza startet an diesem Wochenende die 2.Runde der Europäischen Le Mans Serie. Dabei kehrt die Serie zum ersten Mal nach 2008 wieder in den königlichen Park nach Monza zurück, nachdem man die letzten Italienischen Runden in Imola absolvierte. 36 Teams stehen auf der Nennliste der Serie – nachdem man beim Saisonauftakt in Silverstone noch mit 35 Teams gestartet war. Welche Änderungen sind im Feld zu verzeichnen?

In der GTE-Klasse kommt Larbre Competition mit einer Corvette für das Amateur-Duo Christian Philippon und Romain Brandela neu ins Feld hinzu. Auf dem JMW-Motorsport Ferrari wird zudem Rory Butcher durch Jonathan Cocker ersetzt. 3 Ferrari, 2 Aston Martin, ein Porsche und eine Corvette starten in der Klasse.

Konstante Starterzahlen gibt es in den Prototypenklassen. In der LMP2 soll der Schweizer Alexandre Coigny die Crew des Cool Racing by GPC-Ligiers verstärken. monzatestlmp2An Bord des #8 Duqueine Engineerings Ligier JS P3 LMP3 kommt der Schweizer Lucas Légeret hinzu. Auf dem AT-Racing Ligier unterstützt Maurizio Medani statt des in Silverstone engagierten Mikkel Jensen die Talkanitsa-Familie. 15 Ligier JS P3 LMP3 und 2 Norma M30 stehen in der LMP3 am Start In der Top-Klasse bleibt es bei 5 Ligier, 4 Oreca und 3 Dallara. An Bord des Panis-Barthez Competition Ligiers ersetzt Mathieu Vaxivière den noch in Silverstone engagierten Nathanael Berthon. Auf dem IDEC-Sport-Ligier wird Oliver Pla den noch in Silverstone engagierten David Zollinger an der Seite der Lafargues vertreten.

Das Rennen in Monza startet am Sonntag um 13.30 Uhr und wird auf der Webseite der Europäischen Le Mans Serie live übertragen.

Audi & Phoenix benennen Piloten für die R8 GT4-Premiere

Der audir8gt4neue Audi R8 LMS GT4 steht vor seinem ersten Renneinsatz beim 24 Stunden Rennen am Nürburgring. Audi Sport setzt dabei auf erfahrene Kräfte: Das Audi Sport Team Phoenix ist ein Partner der ersten Stunde im Kundensportprogramm, die 7 internationalen Piloten haben bereits viele Tausend Rennkilometer auf der Nordschleife absolviert sowie zahlreiche Meistertitel gewonnen. Phoenix hat bislang vier Gesamtsiege beim 24-Stunden-Rennen in der Eifel eingefahren und mit Audi zwei Mal den DTM-Champion gestellt.

Als Besatzung wurden folgende Piloten genannt:
Audi R8 LMS GT4 #17 Christian Abt/Rahel Frey/Patrick Huisman/Peter Terting (D/CH/NL/D)
Audi R8 LMS GT4 #18 Joonas Lappalainen/Alexander Mies/Peter Terting/Alex Yoong (FIN/D/D/MAL)

Alle Piloten des Rennwagens mit der Nummer 17 sind bereits in der DTM gestartet, den Audi mit der Nummer 18 steuern vier aktuelle Meister. Rahel Frey ist die einzige Frau im Aufgebot. Sie hat nach ihrer DTM-Karriere seit 2013 sechs GT3-Rennsiege mit dem Audi R8 LMS erzielt. Ihr Teamkollege Peter Terting gewann 2002 den ADAC Volkswagen Lupo Cup, stieg in die DTM auf, war 2004 Vizemeister im Seat Leon Supercopa und feierte als Werksfahrer der spanischen Konzernmarke Laufsiege in der Tourenwagen-Weltmeisterschaft. Christian Abt und Patrick Huisman erreichten schon 2004 beim 24-Stunden-Rennen in der Eifel zusammen im Abt-Audi TT-R Gesamtrang vier. Bis heute stand Christian Abt bei diesem Rennen fünf Mal als Zweiter auf dem Podium. Wie Abt fuhr auch Patrick Huisman in der DTM, gewann als Einziger vier Mal den Porsche Mobil1 Supercup und hat mehr als 30 24-Stunden-Rennen bestritten.

Im Schwesterauto fahren vier Titelträger aus dem Vorjahr. Doppelstarter Peter Terting ist aktueller Meister im GT4-European Series Northern Cup, der Finne Joonas Lappalainen hat den Audi Sport TT Cup gewonnen. Alex Yoong aus Malaysia, ein früherer Formel-1-Fahrer, gewann 2016 zum dritten Mal in Folge den Audi R8 LMS Cup in Asien. Alexander Mies, der jüngere Bruder von Audi-Sport-Pilot Christopher Mies , ist aktueller Meister und Juniormeister in der VLN Langstreckenmeisterschaft

STT vor Wochenende in Oschersleben

Nach becker hockeinjähriger Pause geht es für die Spezial Tourenwagen Trophy wieder nach Oschersleben. In der Magdeburger Börde steht der zweite Saisonlauf der Serie auf dem Programm, zu dem 30 Autos erwartet werden. Vor 2 Jahren räumten die Mercedes-Piloten die Siege ab. Auch in diesem Jahr könnte der Sieg an einen Fahrer mit einem Stern gehen.

Denn neben Auftaktsieger Oscar Tunjo im Korneley Motorsport Mercedes AMG GT werden noch Mario Hirsch (Mercedes SLS AMG GT3) und Josef Klüber (Mercedes AMG GT3) antreten. Hirsch und Klüber waren es auch, die zuletzt in Oschersleben gewinnen konnten. Für STT Meister Jürgen Bender (Chevrolet Corvette Z06.R GT3) dürfte es damit in der Klasse 1 richtig heiß hergehen. Zumal Tobias Schulze noch einen Nissan GT-R Nismo GT3 an den Start bringen wird. Dazu kommt noch Jörg Lorenz im Porsche dp 935. Viel Spannung verspricht zudem die Klasse 2, wo Jürgen Alzen (Ford GT) den Auftakterfolg abstaubte. Ulrich Becker (Porsche 997 GT3 R - Bild) möchte nach dem Pech und der bärenstarken Aufholjagd beim ersten Saisonrennen dem Ford-Piloten den zweiten Sieg streitig machen. Sven Maik Krüger könnte mit dem BMW Z4 GT3 auch eine gute Rolle spielen. Nachdem Timo Scheibner wegen Familienfeierlichkeiten noch den Saisonstart verpasste, wird der BMW Z4 GT3 in Oschersleben wieder mit von der Partie sein. Mit den beiden Audi-Piloten Andreas Schmidt und Berthold Gruhn sind zudem zwei Oschersleben-Kenner dabei, die durchaus für Überraschungen sorgen können. Klaus Horn (Porsche 997 GT3 R), Jörgen Hansen (Porsche 997 4,3) und Michael Golz (Lamborghini Gallardo LP520) werden in der Magdeburger Börde Gaststarts absolvieren.

Los geht es in Oschersleben am Freitag um 12.45Uhr mit einem Freien Training. Das erste Qualifying startet am Nachmittag um 16.20 Uhr. Weiter geht es am Samstag bereits um 9.05 Uhr mit dem zweiten Quali. Das erste Rennen geht um 14.15 über die Bühne. Der Startschuss zum zweiten Rennen fällt am Sonntag um 11.10 Uhr.

Toyota-Doppelsieg in Spa

Die zweite Runde der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft in Spa-Francorchamps (der Link führt zum ausführlichen Rennbericht auf unseren Seiten) ist mit einem Doppelsieg für Toyota zu Ende gegangen. Der japanische Hersteller siegte mit seiner in Köln stationierten LMP1-Mannschaft mit dem 2. Saisonsieg des Trios Buemi/Davidson/Nakajima vor ihren Teamkollegen Convay/Kobayashi, die wegen der nicht erfolgten ärztlichen Freigabe von José Maria Lopez nach seinem Unfall in Silverstone in den Ardennen nur als Duo antreten konnten. Auf dem dritten Platz kam der Porsche 919 Hybrid von Timo Bernhard, Brendon Hartley und Earl Bamber ins Ziel, der zu Beginn des Rennens einen schleichenden Plattfuss erlitten und sich einen zusätzlichen Stop eingehandelt hatte. Problemloser lief zwar die Fahrt des zweiten Werksporsches, allerdings hatten Neel Jani, André Lotterer und Nick Tandy trotz des schnelleren Autos mehr Pech in den vereinzelten Full Course Yellows und wurden bei den Boxenstopps während dieser Gelbphasen auf dem falschen Fuss erwischt. Daher stand am Ende nur Rang 4 mit gerade mal 50s Abstand auf den führenden Toyota nach 6 Stunden Renndistanz zu Buche.

In der LMP2 setzte sich die G-Drive Mannschaft Rusinov/Thiriet/Lynn mit 53s Vorsprung vor dem Rebellion Racing Oreca-Trio Senna/Prost/Canal durch, die den möglichen Sieg durch die beorderte Reparatur einer ausgefallenen Telemetrie-Antenne kurz vor dem Ende verloren. Den dritten Rang belegte der Jackie Chan DC Racing Oreca des Trios Tung/Jarvis/Laurent.

In der GTE-Pro setzte sich im Zweikampf Ferrari gegen Ford an der Spitze das AF Corse Duo Davide Rigon und Sam Bird gegen ihre Teamkollegen Calado/Pierguidi durch. Der über das ganze Rennen offen ausgetragene enge Zweikampf der beiden Ferraris wurde erst kurz vor dem Rennende durch einen verpatzten Boxenstop der #51 zugunsten de #71 entschieden. Das Ford-Trio Mücke/Pla/Johnson konnte noch am besten mithalten, musste sich jedoch am Ende geschlagen geben, während der zweite Ford durch eine streikende Elektronik nach dem ersten Boxenstop zurück geworfen wurde. Porsche und Aston-Martin waren in Spa-Francorchamps ohne Chance auf einen Podiumsplatz unterwegs.

In der GTE-Am setzte sich erneut das Trio Mathias Lauda, Pedro Lamy und Paul Dalla Lana auf dem Aston Martin Vantage GTE durch, während das Dempsey-Proton Trio Christian Ried, Matteo Cairoli und Marvin Dienst den 2.Platz als ersten Podiumserfolg der Saison feiern konnten.

GT Masters: Frühstück mit ADAC Sportpräsident Hermann Tomczyk

Am Sonntagmorgen, 30. April 2017, fand in der ADAC Hospitality im Fahrerlager der Motorsport Arena Oschersleben ein Pressefrühstück mit ADAC Sportpräsident Hermann Tomczyk und ADAC Motorsportchef Thomas Voss statt. Themen der lockeren Runde bei Weißwurst und Bretzeln waren der momentane Stand der Serie und die Zukunft des GT3 Sports in Deutschland und Europa.

Tomczyk revNach Tomczyks Aussage macht man sich beim ADAC bereits seit geraumer Zeit Gedanken über die steigenden Kosten im GT Sport. Natürlich besonders im GT3 Sektor. Noch sind die Startfelder in den deutschen Serien relativ gut bestückt, wenn man die zirka 30 Fahrzeuge im ADAC GT-Masters und die ebenfalls etwa gleich starke GT3-Besetzung in den Läufen zur VLN betrachtet. Zumindest jetzt noch, vor dem 24h-Rennen.
Dennoch deuten manche Anzeichen auf wachsende Probleme bei der Finanzierung einer Saison hin. Einige Teams im GT Masters sind bereits an der absoluten Grenze der Belastbarkeit oder vielleicht auch schon darüber hinaus. Die zunehmende Konkurrenz durch die aufstrebenden Serien, die eine Beteiligung von GT4-Fahrzeugen zulassen oder auch reine GT4-Serien, ist offensichtlich. Einigkeit bestand im Gespräch mit Tomczyk aber darüber, dass ein Wechsel zum GT4-Reglement das Problem nur um einige Zeit aufschieben, jedoch nicht aufhalten würde. Früher oder später wäre man am gleichen Punkt wie jetzt mit den GT3-Autos.
Sinnvoll, wenn auch in letzter Konsequenz schwer durchsetzbar, sei eine Beschränkung des werksseitigen Engagements der beteiligten Hersteller. Heute bereits sind einige Teams mehr oder weniger reine Werks- und keine Kundensportteams mehr. Klar war auch der erklärte Wille, nicht die Auswüchse im Hinblick auf die Hospitalities der verschiedenen Marken zu akzeptieren, wie sie leider in anderen Serien längst zur Normalität gehören.Sarah Patrick SPORT1 rev
Als besonders wichtig wurden auch die Nähe zu den Fans und erschwingliche Eintrittspreise eingestuft. Die Zugänglichkeit für die Fans dieses wunderbaren Sports gehört in vielen Top-Motorsportserien leider längst der Vergangenheit an, trotz anders lautender Beteuerungen der jeweiligen Promoter. Hier gilt es für den ADAC wachsam zu bleiben und das gegenwärtige Konzept zu bewahren.

Außerdem stellte Hermann Tomczyk fest, dass sich die Kooperation mit dem TV Sender SPORT1, insgesamt sehr positiv auf die Wahrnehmung der Rennserie in der Öffentlichkeit ausgewirkt habe. Trotzdem würde man sich eine noch stärkere Präsenz wünschen. Sportlich wäre dies mehr als verdient.

Britischer Doppelsieg beim TT-Cup-Auftakt

Derttcup1a Audi Sport TT Cup startete mit zwei hart umkämpften Rennen in die Saison 2017. Philip Ellis setzte sich in Hockenheim in beiden Läufen vor Gosia Rdest durch, während jeweils ein Rookie den dritten Platz herausfuhr.

Auch wenn Philip Ellis bereits aus dem Vorjahr viel Erfahrung mitbrachte, musste sich der Brite beide Siege hart erkämpfen. Im ersten Rennen am Samstag führte zunächst der 16 Jahre alte Schweizer Rookie Yannik Brandt vom Start bis zur Rennmitte, bevor er die Spitzenposition an Ellis verlor. Auch Gosia Rdest zog an dem Neueinsteiger vorbei. Die Polin überquerte die Ziellinie 1,883s hinter Sieger Ellis und vor Brandt.

ttcup2aIm zweiten Lauf am Sonntag setzte sich Gosia Rdest vom Start weg in Szene. Sie überholte den von der Pole-Position gestarteten Niederländer Milan Dontje in der zweiten Kurve und führte das Rennen 10 Runden lang an. Als die Reifen ihres Audi TT cup abbauten, zog ihr Verfolger Ellis 3 Runden vor Schluss in einem konsequenten Manöver vorbei und feierte seinen zweiten Sieg mit 3s Vorsprung. Gosia Rdest hat dennoch allen Grund, stolz zu sein: Als erste Pilotin erreichte sie in dem seit 2015 ausgetragenen Audi-Markenpokal Position zwei – das ist zuvor noch keiner Frau gelungen. Die 24 Jahre alte Studentin, die den Pokal aus den Händen des neunmaligen Le-Mans-Siegers Tom Kristensen entgegennahm, ist nach zwei von 14 Saisonläufen Tabellenzweite hinter Ellis. Eine starke Jagd auf Platz drei gelang am Sonntag Finlay Hutchison: Der 17-Jährige war als Zwölfter gestartet, arbeitete sich in sehenswerten und fairen Kämpfen bis auf den dritten Podestplatz vor und war stolz, den Pokal aus den Händen seines schottischen Landsmanns Allan McNish entgegenzunehmen.

Ginetta-Zweifachsieg in Brands Hatch

Start Brands Hatch

Falls sich der Verkaufserfolg von Kundensport-GTs rein an den Rennergebnissen bemisst, dürfte dem britischen Hersteller Ginetta demnächst vermutlich eine wahre Bestellungsflut ins Haus stehen. Da die Engländer in diesem Jahr mit keinem einzigen Kundenteam regulär im Northern Cup der GT4 European Series vertreten sind, hatte die von Lawrence Tomlinson geführte Sportwagen-Marke das sonst in der britischen GT-Meisterschaft aktive Simpson Motorsport Team für einen Werbeeinsatz nach Brands Hatch beordert, welchen dieses dann auch mit einem souveränen Zweifachsieg überaus erfolgreich absolvierte.

Im ersten Rennen setzten sich der Ginetta-Entwicklungsfahrer Charlie Robertson und sein Co-Pilot Tom Hibbert nach drei Safety-Car-Phasen am Ende mit 1.2 Sekunden Vorsprung vor dem Ekris BMW M4 von Max Koebolt und Ricardo van der Ende, sowie David Pattison und Joe Osborne im Tolman Motorsports McLaren durch. Als bestes deutsches Team kam RN Vision STS mit dem Piloten-Duo Lefterov/Jasper auf Rang 4 ins Ziel. Der Sieg in der Amateurwertung ging an Ghezzi/Mengozzi auf einem der beiden Autorlando 997 GT4.

Nochwinnerbrandshatch knapper war – auf dem Papier – der Ginetta-Sieg im zweiten Rennen: Diesmal betrug der Vorsprung von Robertson und Hibbert auf Koebolt/van der Ende nur 0.7 Sekunden. Was diese Zahlen jedoch nicht verraten, sind die großen Vorsprünge, welche sich das Ginetta-Duo zwischen den wiederum drei Safety-Car-Phasen herausfahren konnte. Platz 3 sicherten sich diesmal Will Moore und Matt Nicoll-Jones im Academy Aston Martin. Bestes deutsches Team war erneut RN Vision ST, diesmal mit der Fahrerpaarung Still/Umbrarescu und lediglich auf Platz 12 des Klassements und damit einen Platz vor Einzelfahrerin Manuela Gostner, die im Scuderia Villorba Corse Maserati diesmal die Amateurwertung gewann.

Was bei einem Blick auf die Ergebnislisten auffällt, ist die Stärke der Gaststarter: Nicht nur gingen beide Rennsiege an die nur in Brands Hatch antretende Ginetta-Mannschaft – auch dahinter machten die insgesamt acht Gastteams aus Frankreich und Großbritannien den etablierten Teams aus dem Northern Cup erfolgreich die Punkte streitig. Insgesamt drei der in Kombination der beiden Rennen möglichen sechs Podestplätze gingen an Gaststarter; bei den Top-10-Platzierungen zeigt sich ein ähnliches Bild: die Gastmannschaften holten neun von zwanzig möglichen Platzierungen unter den ersten Zehn. In zwei Wochen können die Mannschaften aus dem Northern Cup den Spieß aber bereits umdrehen, denn dann findet auf dem Stadtkurs von Pau das erste „Auswärtsspiel“ für die Mannschaften aus der nordeuropäischen Teil-Serie statt, die dann als Gäste im Feld der französischen GT-Meisterschaft Punkte für die kombinierte Europa-Wertung holen können.

Doppelsieg für Olsen im Carrera Cup

Dennis Olsen pcc2agelang der perfekte Start in die neue Saison des Porsche Carrera Cup Deutschland . Nach dem Sieg am Samstag konnte der 21-jährige Norweger auch den zweiten Lauf am Sonntag in Hockenheim gewinnen. Mit seinem 485 PS starken Konrad Motorsport Porsche 911 GT3 Cup verwies Olsen den Deutschen Michael Ammermüller vom Team raceunion Huber Racing sowie den Österreicher Christopher Zöchling (MRS GT-Racing) auf die Plätze zwei und drei. „Einfach ein perfektes Wochenende! Durch die drei Safety-Car-Phasen war es nicht einfach, die Konzentration zu halten, umso mehr freue ich mich über den Sieg“, sagte Olsen.

Ammermüller konnte seine Pole-Position nach dem Start geschickt verteidigen. Hinter ihm folgte Olsen, der sofort Druck auf den Porsche-Routinier von raceunion Huber Racing ausübte. Hektisch wurde es kurz nach dem Start in der engen Spitzkehre: Mehrere Fahrzeuge touchierten sich und das Safety-Car rückte aus. Nachdem die Strecke wieder freigeben war, boten sich Ammermüller und Olsen ein spannendes Duell um die Führung. Im fünften Umlauf nutzte der Norweger den Windschatten und überholte seinen Kontrahenten. Obwohl das Safety-Car noch zwei weitere Male auf die Strecke kam, behielt Olsen einen kühlen Kopf und beendete das Rennen auf Platz eins.

Als Vierter sah Nick Yelloly vom Team Deutsche Post by Project 1 die Zielflagge, der sich knapp gegen seinen Teamkollegen Larry Ten Voorde durchsetzte. Den sechsten Platz sicherte sich Luca Rettenbacher. Olsens Landsmann Marius Nakken fuhr auf P7 ins Ziel. Die Top 10 komplettierten Porsche-Junior Thomas Preining, Jörn Schmidt-Staade - als Neunter bester Fahrer der Amateurwertung – und Wolf Nathan .

Die nächsten beiden Läufe des Porsche Carrera Cup Deutschland werden vom 19. bis 21. Mai auf dem Eurospeedway Lausitzring ausgetragen.