• Startseite

News

Porsche Sports Cup Finale Hockenheim

Der psc hockenheimPorsche Sports Cup Deutschland präsentierte sich beim großen Finale der 13. Saison vom 21-22.10 mit mehr als 200 Teilnehmern in Hockenheim . Auf dem Traditionskurs in Baden- Württemberg sahen die zahlreichen Besucher und Gäste der Porsche Zentren, Serien- Partner und Teams die Titelentscheidungen und spannende Kämpfe in den 6 Rennserien und Fahrevents.

Dabei schafftePorsche Sports Cup Endurance Wimmer Kaiser Matthias Kaiser (991 GT3 Cup) das Double. Im Porsche Super Sports Cup verteidigte er seinen Titel. Dem Liechtensteiner Fahrer aus dem Team FMT genügte in der Klasse der 991 GT3 Cup ein zweiter Platz am Samstag und ein Klassensieg im letzten Rennen des Jahres um sich den Titel mit insgesamt 235,4 Punkten zu holen. Zugleich ist er damit der erste Fahrer, dem es in der Historie des Porsche Sports Cup gelungen ist, seinen Titel zu verteidigen. Bereits am vorangegangenen Rennwochenende hatten Kaiser und sein österreichischer Teamkollege Felix Wimmer sich den Titel in der Porsche Sports Cup Endurance gesichert. Die neuen Meister der 50min-Rennserie mit Fahrerwechsel verbuchten in dieser Saison im 991 GT3 Cup insgesamt 224,3 Punkte auf ihrem Konto. Den zweiten Platz in der Gesamtwertung sicherte sich Ernst-Albert Berg (Cayman GT4 CS) mit 158,6 Punkten vor Wolfgang Kraus / Andreas Schaflitzl (Cayman GT4 CS), die 148 Punkte erreichten.

Mit Nadja Kiess gewann zum ersten Mal eine Frau den Titel in der PZ Trophy. Im Porsche Sports Cup entwickelte sich der Kampf um den Titel zu einem packenden Showdown, der erst im letzten Rennen des Jahres entschieden wurde. Zum Schluss jubelte Rudolf Schulte im 991 GT3 Cup, dem an diesem Wochenende zwei Mal ein dritter Platz genügte, um die Meisterschaft zu gewinnen.

GT-Open Titelentscheidung in Barcelona

Im gtopenbarcfinaleRahmen des GT-Open-Finales in Barcelona wurde am vergangenen Wochenende auch der Titel in der Europäischen GT-Sprint-Serie entschieden: Lauf 1 am Samstag gewannen die meisterschaftsführenden Imperiale Racing Lamborghini-Mannschaft mit den Huracán-Piloten Marco Mapelli und Giovanni Venturini vor dem Spirit of Race Ferrari von Mikkel Mac und Miguel Ramos und dem dem Farnbacher Racing Lexus RC-F GT3 von Dominik und Mario Farnbacher. In der Pro-Am-Klasse setzten sich Andrea Calderari und Fu Songyang im SF Racing Ferrari durch.

Am Sonntag gewann der Emil Frey Racing Lexus von Albert Costa und Philipp Fromenwiler vor dem Teo Martin BMW M6-GT3 von Lourenço Beirão/Antonio Da Costa und dem Farnbacher Racing Lexus. Die Pro-Am gewannen die Jordan Racing Bentley-Piloten Jordan Witt und Michael Meadows.

In der Meisterschaft setzte sich am Ende der Imperiale Racing Lamborghini-Pilot Venturini mit 114 Punkten vor dem Teo Martin BMW-Duo Fran Rueda/Victor Bouveng (106) und dem Emil Frey Lexus Duo Albert Costa/Phillip Fromenwiler (98) durch. Die Pro-Am klasse gewannen die McLaren-Piloten Rob Bell und Shaun Balfe, der Am-Titel ging an die beiden portugiesischen Sports&You-Mercedes-Piloten Antonio Coimbra und Luis Silva und der Teamtitel ging an die italienische Imperiale Racing Mannschaft.

GT & Prototype Challenge Assen Lauf 2

Imgtp assenfinale2 Sonntagsrennen der GT & Prototype Challenge in Assen fielen die letzten Titelentscheidungen in dieser Saison. Daniel und Henk de Jong sicherten sich im Mercedes AMG GT nach 31 Rennrunden sowohl den Sieg im Gesamtergebnis als auch den Klassensieg in der Super GT Wertung. David und Gary Hauser belegten im Ligier JS P3 LMP3 den zweiten Platz vor dem Radical von Bob Herber der damit die CN Division gewann. Der vierte Platz ging an den Radical von Daniel Schildgen vor dem Praga von Fiona James. Luc de Cock und Tim Joosen wurden im Norma sechste vor dem Praga von Dick van Elk, seinem Sohn Berry van Elk im Mosler, Henk Thuis im Pumax RT und Tim Gray und Alain Berg im Praga.

Toyota erzielt Pole in Shanghai

Toyota toyota7poleshanghat beim Qualifying in Shanghai mit dem #7 TS050 Hybrid von Kamui Kobayashi und Mike Conway die Poleposition für das Rennen am Sonntag erobert. Dem japanisch-britischen Duo gelang eine kombinierte 1:42,832, die die bist dato schnellste erzielte Zeit des Meetings an diesem Wochenende markierte. Damit schlug man das zweitplazierte Porsche 919 Hybrid Duo André Lotterer und Nick Tandy um 0,44s. Startreihe 2 teilen sich der zweite Toyota und das zweite Porsche Werksteam in dem Earl Bamber einen Dreher während seiner besten Runde notieren lassen musste.

In der LMP2 erzielten Julien Canal und Nelson Piquet Jr. mit dem #31 Rebellion Racing-Oreca die Klassenpole mit einer 1:49,217 vor dem G-Drive Oreca, dem zweiten Rebellion-Wagen und dem #38 Jackie Chan DC Racing Oreca . Rang 5 in der Klassse belegte mit 0,666s Abstand auf die Pole-Zeit der Signatech-Wagen.

Aston Martin verzeichnete erstmals in der Saison die Bestzeiten in den beiden GTE-Kategorien. Nicky Thiim und Marco Soerensen setzten sich in der GTE-Pro-Kategorie mit einer 1:59,697 gegen den zweitplazierten Porsche des Duos Estre/Christensen durch. Dahinter startet morgen der AF Corse Ferrari des Dous Calado/Pierguidi vor den beiden Ford. In der GTE-Am-Klasse verzeichnete man eine erneute Pole des #98 Aston Martin Vantage GTE in dem Paul Dalla Lana und Pedro Lamy für die Bestzeit verantwortlich zeichneten. Platz 2 belegte hier der Dempsey-Proton Porsche.

Das Rennen startet morgen um 11uhr Ortszeit (=4 Uhr morgens MEZ).

18.te 12h von Sepang abgesagt

Die SRO hat die 12h von Sepang abgesagt. Die letzte Runde der Intercontinental GT Challenge, die am 7-10 Dezember statt finden sollte, hatte bislang erst zwischen 12-17 Autos auf der Nennliste stehen. Daher zog die SRO nun die Notbremse und sagte den Event ab. Damit sind sowohl Audi – zum zweiten Mal in Folge – als auch Audi-Pilot Markus Winkelhock die 2017´er Titelträger der Intercontinental GT-Challenge.

Angeblich hat das wachsende Angebot an über den Winter ausgetragenen Rennserien und Einzelevents dem 12h-Klassiker in Sepang das Wasser abgegraben. Wenn man sich allerdings die eher maue GT3-Nennliste der Asiatischen Le Mans Serie ansieht, fällt es schwer dies so zu glauben. Die SRO hatte erst vor 2 Jahres die Organisation des bereits 17 mal ausgetragenen 12h Events in Malaisia übernommen, und will diesen 2018 in die neue Asia-Pacific 36h-Serie einbinden. Die Asiatische Runde der Intercontinental GT Challenge soll dann das neu geschaffene 10h Rennen in Suzuka darstellen, das an Stelle des bislang von der Super GT ausgetragenen 1000km von Suzuka tritt. Ob dieser Standalone-Event aber dann noch von den Teams angenommen wird bleibt nach dem Niedergang des einstmals gut angenommenen Evens in Sepang nun fraglich.

Supercar Challenge Finallauf 2017 in Assen

Beim dsc assen r16 winnerSonntagsrennen der Supercar Challenge in Assen startete erneut Bas Shouten im JR Motorsport BMW von der Pole Position aus in das letzte Rennen in diesem Jahr. Nach dem Sieg am Vortag der ihnen bereits den Titelgewinn brachte ließen es Schouten und sein Teamkollege Ward Sluys etwas ruhiger angehen und belegten am Ende den dritten Platz. Nach 30 Runden siegte der zweite JR Motorsport BMW von Koen Bogaerts und Marc van der AA (Foto) mit 1,3 Sekunden Vorsprung vor dem Porsche von Roger Grouwels.

Wiebe Wijtzes erreichte im Porsche den vierten Platz. Dahinter kam der BMW Z4 von Eric van den Munckhof und Henry Zumbrink ins Ziel die damit die Supersport 1 Klasse für sich entschieden. Es folgten Kosta Kanaroglou im Ginetta, Ronald und Luuk van Loon im BMW, die beiden Seat Leon von de Borst/de Kleijn und van Oord/Speelman sowie Jack Rottveel im KTM X-Bow.

Patrick de Vreede und Rogier de Leeuw siegten mit ihrem BMW in der Supersport 2 Klasse. In der Sport Division waren erneut Chris Voet und Bart van den Broeck im Peugeot erfolgreich.

ELMS-Titelentscheidungen in Portimao

Wir schulden euch noch einen Rückblick auf das ELMS-Saisonfinale in Portimao, (der Link führt zum Rennbericht auf unseren Seiten) das vor knapp 2 Wochen statt fand. Dort fielen auch die Entscheidungen in der Meisterschaft aller Klassen.

Während sich im Rennen zum zweiten Mal in Folge nach der Runde in Spa-Francorchamps die Graff Racing Crew James Allen, Gustavo Yacaman und Richard Bradley zum Gesamtsieg durchsetzte, fiel die Titelentscheidung am Ende zugunsten der viertplazierten G-Drive Mannschaft. Léo Russel, Memo Rojas und dem in der Fahrerwertung wegen seiner Rennpause in Le Castellet nur auf Rang 4 gewerteten Ryo Hirakawa, setzten sich mit 110 Punkten als neue LMP2-Champions der Serie durch. Das in Portimao zweitplazierte United Autosports-Trio William Owen, Hugo de Sadeleer und Filipe Alburquerque hätte auch bei einem Sieg die von Einsatzteam Dragonspeed betreute Siegertruppe nicht mehr abfangen können, verspielte den Erfolg jedoch im Laufe des Rennens wegen einer Durchfahrtsstrafe wegen Überschreitung der Maximalgeschwindigkeit in der Boxengasse. lmp3champs rayhall falbDie siegreiche Graff-Mannschaft landete dahinter auf Rang 3 wobei nur die Stammpiloten Allen und Bradley alle Saisonläufe absolviert hatten.

In der LMP3-Wertung setzte sich das United Autosports-Duo Sean Rayhall und John Falb (Bild rechts) mit 103 Zählern am Ende klar gegen das M.Racing-Yvan Muller Racing-Trio Alexandre Cougnard, Antoine Jung und Romnano Ricci (81) und die united-Teamkollegen Wayne Boyd, Christian England und Mark Patterson (63) auf der #3 des Teams durch. Beim Finallauf gelang letzteren allerdings der erste Sieg des Jahres, wobei die britische Mannschaft einen Doppelsieg vor dem verfolgenden M.Racing-Yvan Muller Racing Wagen erzielten.

Das Finale gte champs smith fanninhielt in der GTE-Klasse noch mal einen versöhnlichen Saisonabschluss für Proton Competition bereit: die deutsche Porsche Mannschaft errang den ersten Sieg des Jahres mit dem Trio Christian Ried, Joel Camanthias und Matteo Cairoli. Hinter dem ohne Titelchancen gestarteten Porsche reichte Rang 2 der britischen JMW-Motorsport-Ferrari-Mannschaft ganz knapp, um mit dem 2.Platz und am Ende 104 Punkten den GTE-Titel für das Pilotenduo Jody Fannin und Rob Smith klar zu machen. Trotz P3 musste sich das vor dem Finale in der Wertung noch führende TF-Sport Aston Martin Vantage GTE-Trio Nicki Thiim, Euan Hankey und Salih Yoluc am Ende mit 102 Zählern nur mit P3 zufrieden geben. Dennoch konnte man am Ende mit einem Trostpreis abrücken: der 2.Platz in der GTE war ausreichend um zusammen mit G-Drive, United Autosports und JMW-Motorsport einen der begehrten Le Mans-Startplätze für das kommende Jahr zu ergattern.

VLN Review 2017 1 - Die Gesamtsieger

Das Ende der VLN-Saison 2017 liegt knapp 2 Wochen zurück – daher ist es an der Zeit für uns eine kurze Zusammenfassung der Saisonergebnisse zu liefern (die ja leider im letzten Jahr aufgrund der CMS-Umstellung ausfiel). Im ersten Teil betrachten wir dabei die Gesamtsieger der neun VLN-Läufe und die Mannschaften die dahinter auf das Podium klettern konnten.

Pl. VLN1 VLN2 VLN3 VLN4 VLN5 VLN6 VLN7 VLN8 VLN9
1 GT3 GT3 GT3 GT3 GT3 GT3 GT3 GT3 GT3
  Manthey Racing Manthey Racing Wochenspiegel Team Monschau Falken Motorsports Manthey Racing  Land-
Motorsport
Manthey Racing  Land-
Motorsport
Manthey Racing
2 GT3 GT3 GT3 GT3 GT3 GT3 GT3 GT3 GT3
  Bentley Team ABT Haribo Racing Manthey Racing Manthey Racing Falken Motorsports PHOENIX RACING mcc-chip dkr-racing Black Falcon Black Falcon
3 GT3 GT3 GT3 GT3 GT3 GT3 GT3 GT3 GT3
   Land-
Motorsport
Audi Sport Team WRT  Land-
Motorsport
Walkenhorst Motorsport PHOENIX RACING Falken Motorsports Haribo Racing Wochenspiegel Team Monschau PHOENIX RACING

Auch optisch wird so klar: es war das Jahr des Manthey Racing „Grello“-Porsches! Gleich 5 Mal gewann das Traditionsteam von der Nordschleife mit seinem Top-Auto und holte somit bei mehr als der Hälfte der VLN-Läufe 2017 den Gesamtsieg. 2 mal war die Land Motorsport Truppe erfolgreich.. Die beiden restlichen Siege teilten sich der Falken Motorsport BMW M6-GT3 und der Wochenspiegel Team Monschau Ferrari F488 GT3.

Mantheys Top-Auto gewann dabei mit ständig wechselnden Besatzungen denen nur eines gemeinsam war – die „frensh connection“: Lauf 1 ging an die rein französische Besatzung Romain Dumas, Fred Makowiecki und Patrick Pilet. Bei Lauf 2 teilte sich Richard Lietz das Auto mit Makowiecki. Bei Lauf 5 war mit Dumas, Kevin Estre und Mathieu Jaminet erneut ein französisches Trio erfolgreich. Der Däne Michael Christensen und Estre gewannen Lauf 7. Beim Finale schliesslich dürfte mit Porsche-Testpilot Lars Kern erstmals in der Saison ein deutscher Pilot an der Seite von Fred Makowiecki ganz oben mit auf das Treppchen steigen. Auch die beim denkwürdigen 24h-Rennen am Ring erfolgreiche Land Motorsport Truppe setzte auf ständig wechselnde Besatzungen: Lauf 6 gewann Land-Stammpilot Connor de Philippi zusammen mit dem schnellen Belgier Robin Frijns. Bei Lauf 8 teilten sich Dries Vanthoor und Markus Winkelhock das siegreiche Chassis.

Erweitert man die Saisonbilanz auf die Podiumsplätze wird es naturgemäss komplexer. Die 21 Podiumsplätze gingen 2017 an Porsche (9x), Audi (8x), Mercedes (4x), BMW (2x), Ferrari (2x) und je ein mal an Bentley und Renault. Für Porsche fuhren 3 verschiedene Mannschaften auf das Podium. Manthey gelang es dabei genauso wie auch Falken (mit dem Porsche und dem BMW) 2 verschiedene Autos des Teams aufs Podium zu bekommen. Neben dem „Grello“ war bei VLN3 auch der #12 Porsche von Kern, Jaminet und Otto Klohs mit P2 erfolgreich. BMW gelang es nur bei einem Lauf aufs Podium zu kommen – dafür gleich mit 2 Autos: Bei der 48. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy (VLN4) gewann nicht nur der Falken BMW erstmals; Rang 3 belegte dahinter der Walkenhorst Motorsport BMW M6-GT3. Bei allen anderen Läufen blieb den BMW-Teams nur das Nachsehen.

2 mal schlug die Stunde der Underdogs. Als Höhepunkt dürfte dabei VLN3, der 59.ADAC ACAS H&R-Cup im Juni gelten, als das bis dato glücklose Wochenspiegel Team Monschau Ferrari-Trio Georg Weiss, Jochen Krumbach und Oliver Kainz den ersten VLN-Sieg für einen Ferrari F488 GT3 holte. Ein zweiter Podiumserfolg gelang der Mannschaft mit P3 im vorletzten VLN-Rennen. Der zweite Erfolg eines Aussenseiterteams wurde erst eine Woche nach dem Fallen der Zielflagge bekannt: Als das Ergebnis des vorzeitig abgebrochenen siebten VLN-Laufs wegen eines Fehlers bei der Rundenzahl 1 1/2 Wochen später korrigiert wurde, rutschte die mcc-chip dkr-Racing Mannschaft mit ihrem Renault RS 01 auf Gesamtrang 2 nach vorne. Es war ein passender Abschlusserfolg beim vorerst letzten Auftritt des Autos in der Meisterschaft.

Nur 2 der 27 Podiumsplätze wurden nicht von einem SP9/GT3 belegt. Neben dem besagtem zweiten Platz der in der SPX-Klasse startenden Renault-Mannschaft zählte auch der Sieg beim letzten Lauf für Manthey für die SPX-Klasse. Der Porsche war unter anderem mit einer noch nicht für die GT3 homologierten Fronthaube unterwegs und deswegen in der SPX genannt. Bentleys zweiter Platz beim VLN-Auftaktslauf war der bislang grösste VLN-Erfolg der britischen Marke. Schade das man trotz günstigerer BoP-Einstufungen für die Folgerennen keinen Auftritt nach dem 24h-Rennen bestritt – so wird das nichts mit einem besseren 24h-Ergebnis 2018! Mercedes kam hingegen in diesem Jahr nicht über 3 zweite Plätze für die Einsatzteams von Haribo Racing und Black Falcon hinaus.

Kein einziges Team in der SP9-Klasse bestritt übrigens alle Rennen der Saison. Bei VLN1 startete mit 33 GT3 das grösste Klassenfeld der Saison. Bei VLN3 – dem Sieg des Ferraris – waren es magere 9 GT3 die am Start waren. Mit der 40.ten Ausgabe des RCM-DMV Grenzlandrennens gab es in diesem Jahr ein rundes Veranstalter-Jubiläum. In der kommenden Saison werden 2 weitere (60.ter ACAS-Cup; 50.ter Barbarossapreis) folgen.

VdeV Kalender 2018

Dievdevpaulricard VdeV-Serie hat ihren Kalender 2018 im Vorfeld des am kommenden Wochenende stattfindenden Finales in Estoril vorgestellt. Die französische Veranstaltungsserie mit Sportwagenschwerpunkt plant im kommenden Jahr 7 Auftritte in Frankreich, Spanien und Portugal.

Nicht mehr im Kalender sind die dieses Jahr noch frequentierten Strecken von Portimao (Portugal) und Jarama (Spanien). Dafür wird die zweite spanische Runde erstmals auf dem baskischen Kurs von Navarra abgehalten. Magny Cours taucht im Kalender als zweite Veranstaltung auf, dafür wird der Circuit Bugatti in Le Mans als vorletzte Runde wieder in den Kalender aufgenommen. Im Rahmen der 4 französischen Runden wird auch wieder die historische Serie der Challenge Endurance VCH ausgetragen.

Der Kalender im Detail (Renndauern der GT/Touring/LMP/PV bzw CN-Proto-Serie in Klammern dahinter):

23-25. März: Barcelona (E) – (4h/6h)
20-22. April: Magny-Cours (F) – (4h/6h)
25-27. Mai: Le Castellet (F) – (4h/6h)
29.6-1.7: Dijon-Prenois (F) – (4h/4h)
31.8-2.9: Navarra (E) – (6h/6h)
5-7. Oktober: Le Mans-Bugatti (F) – (4h/4h)
2-4.November: Estoril (P) – (6h/6h)

Supercup Meister 2017: Michael Ammermüller

Werammermueller Michael Ammermüller abseits der Rennstrecke im elterlichen Entsorgungsbetrieb im bayrischen Neuburg/Inn begegnet, der würde ihm kaum zutrauen, dass er auf der Rennstrecke zu den schnellsten GT-Piloten überhaupt gehört. Nichts deutet darauf hin, wie explosiv der 31-Jährige in den Sprintrennen des Porsche Mobil1 Supercup am Steuer seines 485 PS starken 911 GT3 Cup agiert. Mit dieser Mischung aus Besonnenheit und Agressivität hat der stets höfliche und bescheidene ehemalige Formel-1-Testpilot der Saison seinen Stempel aufgedrückt – und sich mit dem Titelgewinn im Supercup einen Traum erfüllt.

Auf diesen Tag hatte Ammermüller lange gewartet. Im Porsche Mobil1 Supercup fuhr er in diesem Jahr seine sechste Saison. Endlich passte beim 1,83m großen Routinier vom Lechner MSG Racing Team alles zusammen und er gewann mit 7 Punkten Vorsprung auf den Zweitplatzierten Dennis Olsen (N/Walter Lechner Racing Team). In der 25-jährigen Historie des Porsche Mobil 1 Supercup konnte Ammermüller sich damit als 18. Sieger in die Ergebnislisten eintragen. Ein Feuerwerk der Emotionen zündete Ammermüller, der in Passau geboren wurde, trotz des Titelgewinns nicht. ammermuellerporschemonacoVielmehr knüpfte er an seine Erfolgsmaxime an: In der Ruhe liegt die Kraft. Souverän fuhr er 4 Mal mit seinem Porsche 911 GT3 Cup als Erster über die Ziellinie, nahm den Siegerpokal mit nach Hause und saß in der Regel am Montagmorgen um sieben Uhr wieder am Schreibtisch in seinem Büro. Der gelernte Kfz-Meister und Betriebswirt ist – soweit es zeitlich möglich war – immer zweigleisig gefahren. „Man weiß nie, wie sich etwas im Motorsport genau entwickelt“, erklärt Ammermüller. Leidvoll musste er dies erfahren, nachdem er als Formel-1-Testfahrer nach einem schweren Unfall einfach ausgemustert wurde.

Ammermüller kämpfte sich zurück in die Motorsportszene. Er brachte Sponsoren, die ihn genau wegen seiner Bodenständigkeit so mögen. Motorsport-Urgestein Walter Lechner nahm ihn im Vorjahres-Meisterteam auf dem Porsche mit der #1 unter Vertrag und machte aus ihm im Jahr 2017 einen Siegfahrer, der vor der Konkurrenz nicht zurück schreckt. Gleich zu Saisonbeginn siegte Ammermüller drei Mal in Folge: Beim Doppellauf in Barcelona und - ausnahmsweise ein wenig stolz - auch auf dem legendären Stadtkurs von Monaco. Es folgte ein Sieg in Budapest und insgesamt gelangen ihm zudem sechs Podestplätze. Die Konstanz sicherte ihm am Ende den Titel.

Den Kopf frei bekommt Ammermüller am besten beim Radfahren. Wenn er sich vor der heimischen Haustür in den Sattel seines Rennrads schwingt, bleibt er meist drei Stunden weg. Abends nach der Arbeit radelt er. Und am Anreisetag auf der Rennstrecke. Wenn andere Fahrer die Ideallinie zu Fuß erkunden, erarbeitet sich Ammermüller die Bremspunkte auf dem Bike. Hat er genug gesehen, rückt der Südbayer den Fitnessaspekt in den Vordergrund. Per GPS-App misst er sich mit anderen Sportlern beim Radeln über die Rennstrecke. Wettbewerb, wann immer es geht – was das angeht, ist Ammermüller eben doch ein typischer Rennfahrer.

lechnermsgracingteam

Nach 11 Läufen im Rahmenprogramm der Formel-1-Rennen gewann Ammermüller den Titel im Porsche Mobil1 Supercup mit 193 Punkten. Platz zwei mit 186 Zählern sicherte sich der norwegische Porsche Carrera Cup Deutschland-Champion und Porsche-Junior Dennis Olsen, der auch noch den Titel als bester Rookie mit nach Hause nahm. Dritter wurde Matt Campbell mit 151 Punkten. In der B-Wertung für Amateurfahrer siegte der Franzose Roland Bervillé (Martinet by Almeras) mit 166 Punkten vor Egidio Perfetti (NL/MOMO-Megatron Team Partrax, 162 Punkte) und Roar Lindland (N/MRS Cup-Racing, 152 Punkte). Die Teammeisterschaft entschied das Lechner MSG Racing Team für sich. In der Nations League belegte Deutschland (195 Punkte) Platz eins vor Norwegen (188) und Australien (159).