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JP Motorsport vor Masters-Gaststart

JP Motorsport Teambesitzer Patryk Krupinski feierte vor einer Woche bei den 12h von Spa-Francorchamps einen seiner bislang grösste Erfolge als Fahrer. Als Mitglied der siegreichen Besatzung auf dem Phoenix Racing Audi R8 LMS GT3 fuhr er gemeinsam mit seinen Teamkollegen Michael Doppelmayr, Elia Erhart und Pierre Kaffer den Gesamtsieg bei der vierten Ausgabe des 12h-Rennens auf der Ardennen-Achterbahn ein. Daneben führte man auch einen Test auf der Nürburgring Nordschleife mit einem der McLaren 720 S GT3 der Mannschaft durch, der aber, wie Krupinski uns gegenüber erläuterte, keinen Nordschleifeneinsatz in diesem Jahr nach sich ziehen wird. Statt dessen will man eine andere Serie mit einem Gaststart beehren.

„Wir haben zwar am Freitag auf dem Nürburgring mit Vincent Abril einen Testeinsatz bezüglich der Technik des Wagens gefahren, aber ein Engagement in der NLS oder bei den 24h werden wir nicht anstreben. Die Serie ist zwar sehr geil und interessant aber von Seiten der Organisation sind wir nach allem was wir da erlebt und von anderen Teams gehört haben sehr skeptisch. Wenn du nicht gerade ein Werksteam bist wirst du zu einer Menge Einschränkungen gezwungen was die Auswahl der Boxen und der Umgang der Orga mit den Kunden angeht. Das müssen wir uns nicht antun wenn es da bessere Alternativen gibt. Unser Hauptprogramm ist in diesem Jahr die Fanatec GT World Challenge Europe und dort werden wir auch mit 2 Autos engagiert sein.“

patrykkrupinskiIn der SRO-Langstreckenserie ist JP Motorsport in diesem jahr mit einem McLaren in der Pro-Klasse (Vincent Abril, Christian Klien und Dennis Lind) sowie einem im Silver Cup (Patryk Krupinski, Christopher Brück und Maciej Blazek) engagiert. Daneben bestreiten Krupinski und Klien die Sprintrennen als Pro-Am-Duo.

Krupinski deutete an, das auch seine Rolle als Kundenteam eines ausländischen Herstellers Skepsis bezüglich eines Nordschleifeneinsatzes erzeugt. “Die deutschen Hersteller betrachten die Nordschleife speziell beim 24h-Rennen als ihre Spielwiese und wollen dann auch bei der Rangfolge der Teams mitreden. Wir haben da in der Vergangenheit als Kundenteam von Mercedes bereits Erfahrungen damit gemacht auf die ich hier nicht weiter eingehen möchte. Bei McLaren ist das viel unpolitischer: alle Kundenteams werden gleich behandelt. Dafür nehmen wir gerne auch einige Nachteile in Kauf die aber bekannt sind. So ist der McLaren im Unterhalt deutlich teurer wie die deutschen GT3. Bei den Ersatzteilpreisen beträgt das Kostenplus etwa 40%, wobei hier auch die Einschränkungen bezüglich des Brexit eine grosse Rolle spielen. Ein Renn-Kilometer mit dem McLaren schlägt mit etwa 25€ zu Buche. Auch die Wartungsintervalle sind kürzer wie bei den deutschen Wagen. Zumindest ist der McLaren 720 S GT3 schon mal deutlich zuverlässiger wie die Vorgängermodelle, was auch bei McLaren mittlerweile offen zugegeben wird. Aber dafür mischt sich McLaren nicht in deine Rennstrategie ein.“

JP MotorsportNeben dem SRO-Programm ist Krupinski noch auf der Suche nach einem weiteren Format für sein Team. „Das Creventic-Rennen hier ist schon eine coole Veranstaltung auf der wirklich das Racing und der Spass daran im Vordergrund stehen. Es ist ein wenig wie die NLS nur mit einer viel entspannteren Organisation. Ich muss mal das Wochenende abwarten und dann analysieren ob das was für uns sein könnte. Daneben planen wir in diesem Jahr noch definitiv einen Gaststart beim ADAC GT-Masters. Bei der Runde am Red Bull Ring werden wir mit zumindest einem McLaren 720 S GT3 präsent sein. Als Starter ist dort Christian Klien fix der als Österreicher dort sein Heimrennen bestreiten wird. Bezüglich des 2.Piloten laufen noch Verhandlungen. Ob wir daneben eventuell noch einen zweiten Wagen einsetzen wird derzeit von uns geprüft.“

Wie Krupinski uns gegenüber andeutete, gilt der McLaren Einsatz in der Steiermark als Testeinsatz bezüglich eines möglichen Vollengagements 2023 in der deutschen GT3-Serie. Der McLaren wäre zumindest ein Hingucker, der als Ersatz für die ausgestiegene Corvette-Mannschaft von Callaway Competition diesen könnte. Und ob man auch die Creventic-Serie im kommenden Jahr mit Gaststarts der McLaren 720 S GT3 beehrt, ist nach dem Erfolg vom vergangenen Wochenende zumindest ein klein wenig wahrscheinlicher geworden.

Warum Franz Konrad nicht in Spa startete

konradgridspaKonrad Motorsport war als einziges Team bei der Premiere des Prototype Cup Germany mit nur einem Piloten präsent. Axcil Jeffries musste wegen einer Verletzung von Copilot Franz Konrad die Auftaktrunde der deutschen Prototypenmeisterschaft mit dem Ginetta G61-LT-P3 alleine bestreiten.

„Ich bin vor einer Woche während eines Unwetters von eine Rampe gestürzt, nachdem sich ein Werkstattwagen selbstständig gemacht hatte, ich diesen noch aufhalten wollte und dabei ausgerutscht bin. Nach dem 2m-Sturz ist bei mir im Krankenhaus nicht nur eine Kopfverletzung sondern auch ein angebrochener Ellenbogen diagnostiziert worden. Dort hat sich nun ein Knochensplitter selbstständig gemacht, was ich erst die letzten Tage gemerkt habe, als ich plötzlich kein Gefühl mehr in der Hand hatte. So konnte ich mich nicht mehr ans Steuer setzen und daher haben wir eine Ausnahmegenehmigung für Axcil als Solopilot beantragen müssen.“ franzkonraderklärte uns Franz Konrad in Spa-Francorchamps.

Bezüglich seines Ginetta sieht sich Konrad, der sich diese Woche wegen des Splitters noch einmal einer Operation unterziehen muss, auf einem gutén aber noch langen Weg. „Wir lernen im Augenblick noch sehr viel dazu. Im Gegensatz zu den beiden Konkurrenzfabrikaten ist der Ginetta noch nicht zu Ende ausentwickelt. Es fehlen auf fast jeder Strecke Erfahrungswerte und die bauen wir gerade auf. Aber die Zeiten die wir hier nach einiger Zeit erzielen zeigen das der Wagen das potentiel hat auch vorne mitzufahren.“

Axcil Jeffries bestätigte die Aussagen seines Teamchefs: „Ich hatte ja zuvor schon Erfahrungen mit dem Ligier im Frikadelli Racing Team gesammelt. Ehrlich gesagt fühlt sich der Ginetta LMP3 nicht so viel anders an. Wir müssen halt nur das Setup noch genau verstehen. Die Pace ist auf jeden Fall da, das haben wir im Qualifying schon gesehen als wir eine 2:13,4 gefahren haben. Jetzt ist Feinarbeit an den Einstellungen gefragt.“

konrad ginetta lasourceDie Konrad Motorsport Mannschaft hatte dadurch an dem Wochenende mit der Tatsache zu kämpfen das Jeffries reglementsbedingt als Solo-Profi eine 25s längere Standzeit absolvieren musste als etwa ein Bronce-Bronce-Duo. Das und ein Standzeit-Verstoss im ersten Rennen mit folgender Zeitstrafe sorgten dafür das lediglich P7 und P6 zu Buche standen. Zusammen mit dem wieder genesenen Franz Konrad sollte bei der nächsten Runde am Nürburgring ein weiterer Schritt in Richtung des ersten LMP3-Podiums für einen Ginetta zu machen sein.

Phoenix Comeback entscheidet 12h von Spa

Die 4. Ausgabe der 12h von Spa-Francorchamps (hier gehts zum ausführlichen Rennbericht auf unseren Seiten) ist mit dem ersten Audi-Sieg zu Ende gegangen. Nach 2 Ferrari-Triumpfen und einem Seat-Sieg bei der ersten Ausgabe 2017 gewann am Ende der Phoenix Racing Audi R8 LMS GT3 von Michael Doppelmayr, Patryk Krupinski, Elia Erhard und Pierre Kaffer den 3. Saisonlauf der 24 Stunden-Serie. Sowohl für die Piloten als auch für das Phoenix Racing Team war es der erste Gesamtsieg in der Langstreckenserie. Für Audi markierte das Finish den achten Gesamtsieg in der Geschichte der seit 2006 ausgetragenen Serie und nach dem Doppelsieg des Team WRT den zweiten in der aktuell laufenden Saison. Für den Audi R8 LMS-evo II war es dagegen der erste Sieg nachdem das aktuelle Modell in Dubai zu Beginn des Jahres noch nicht am Start war.

Nach einem über lange Distanz offenen Rennen stand für das siegreiche Quartett ein Runde Vorsprung vor dem zweitplazierten CP Racing Mercedes AMG GT3 des US-amerikanischen Pilotentrios Charles Putman, Charles Espenlaub und Shane Lewis, die damit ihr bestes Ergebnis in der Serie einfahren konnten. Mit dem Wochenspiegel Team Monschau Ferrari F488 GT3 von Georg & Leonard Weiss, Jochen Krumbach und Daniel Keilwitz komplettierte eine zweite deutsche Mannschaft das Podium in den Ardennen.

Dabei hatte es im 45 Wagen grossen Starterfeld zunächst nicht nach einem glücklichen Rennen für Phoenix ausgesehen. Die Meuspather Mannschaft verpokerte sich gleich zu Rennbeginn mit einem Stop unter einer vermeintlich gerade anstehenden CODE 60 Phase, die dann aber doch nicht ausgerufen wurde und dem Team somit eine Runde Rückstand auf die Spitze einbrachte. Weit glücklicher agierte die amerikanische Am-Besatzung auf dem CP Racing AMG, die mehrmals kurz vor dem Ausrufen der insgesamt 13 CODE 60 Phasen die Box aufsuchte und sich dadurch streckenweise einen Vorsprung von bis zu einer Runde auf die Konkurrenten herausarbeitete. Als der erste Rennabschnitt am Samstag nach 113 Runden abgewunken wurde hatte Phoenix sich nach einer Aufholjagd der beiden Profis Erhard und Kaffer aus der eigenen Asche heraus wieder in die Führungsrunde mit dem AMG zurückgearbeitet, in der mit dem WTM-Ferrari somit 3 Fahrzeuge lagen.

Als das Rennen am Sonntag neu gestartet wurde war somit klar das der Gesamtsieger unter diesen 3 Teams ausgewürfelt werden sollte. Auch wenn die CP-Veteranen weiterhin eine solide Vorstellung boten, hatte man dem Speed des schnellen Ferrari-Pro-Duos Jochen Krumbach und Daniel Keilwitz sowie den Audi-Piloten Kaffer, Erhard und JP Motorsport-Teambesitzer Krupinski nichts entgegen zu stzen. Die Ferrari Mannschaft wurde jedoch im letzten Rennviertel durch 2 Reifenschäden zurückgeworfen und auch Phoenix hatte noch unter CODE 60 die ein oder andere Herausforderung zu meistern.

Am Ende reichte es für Phoenix allerdings doch, nachdem man die Spritkalkulation genau auf das Ende hinbekam. Auch CP Racing konnte sich dank einiger langsamer Endrunden mit einem fast leeren Tank auf P2 ins Ziel retten. Platz 4 errang die siegverwöhnte Herberth Motorsport Truppe, die im ersten Rennabschnitt weniger Glück mit den Code 60´s hatte vor dem zwar nicht auf dem neuesten Stand aufgerüsteten aber dennoch erstaunlich starken Audi R8 LMS GT3 der litauischen Juta Racing Mannschaft und dem Car-Collection Audi der ebenfalls durch einige Reifenschäden ein potentielles Podiumsresultat im zweiten Rennabschnitt verlor.

Die Porsche-Cup Klasse gewann auf Gesamtrang 8 das belgische Red Ant Racing Team mit den Piloten Ayrton , Bert und Yannick Redant. Mit dem belgischen TEAM ACP - Tangerine Associates BMW M4-GT4 der Piloten Catesby Jones, Wim Spinoy und Steven Thomas ging auf P15 auch der GT4-Sieg an eine Heimmannschaft. Einen Platz dahinter fuhr die deutsche 9und11 Racing Truppe mit dem Porsche GT3 Cup MR 991 Gen II von Georg Goder, Ralf Oehme und Martin Schlüter den Klassensieg in der GTX-Klasse ein. Und in der TCR-Klasse siegte der dänische Holmgaard Motorsport VW Golf (P17), während auf Gesamtrang 24 der britische Valluga Racing Porsche Cayman die TCX-Klasse gewinnen konnte.

Das nächste Rennen der Serie steht in 3 Wochen mit den 12h von Hockenheim am 13-15.Mai an.

GT Masters Oschersleben - Debrief

Am vergangenen Wochenende fand der Saisonstart des ADAC GT Masters 2022 in der Motorsport Arena Oschersleben statt. Es ist die zweite Saison mit dem Prädikat „Internationale Deutsche GT-Meisterschaft“.

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In diesem Jahr stehen 22 GT3-Autos von fünf Marken am Start: Audi (8), BMW (2), Lamborghini (4), Mercedes (5) und Porsche (3). Nach Aussage von Tobias Paul (CTO & Co-Founder T3 Motorsport und Vater von Maximilian Paul) kommt ein weiterer Lamborghini Huracán fallweise als Gaststarter hinzu.

Um es gleich vorwegzunehmen, das Wochenende war ein voller Erfolg, und zwar auf der ganzen Ebene! Es war phantastisch, wieder Fans an der Strecke und im Fahrerlager zu sehen. Insgesamt kamen 28.000 Zuschauer zum Auftaktevent in die Magdeburger Börde.
Sportlich gesehen, hat das ADAC GT Masters nichts, aber auch gar nichts an Qualität eingebüßt. Das ist nicht selbstverständlich, in Anbetracht des Aderlasses, den das Championat leider während der Winterpause in Richtung DTM hat hinnehmen müssen.
Der Verlust namhafter Teams wie zum Beispiel GRT Grasser Racing, KÜS Team Bernhard oder SSR Performance, konnte durch Neuzugänge wie Allied Racing, Eastalent Racing, Emil Frey Racing, Drago Racing Team ZvO bzw. Mercedes-AMG Team ZvO, ID Racing with Herberth sowie Madpanda Motorsport - dem ersten spanischen Team im GT Masters - auf einem hervorragenden und sehr hohen Niveau ausgeglichen werden.

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Bei den Fahrern sieht es nicht anders aus. Den Verlust von GT3-Stars wie Mirko Bortolotti, Maximilian Buhk, Maro Engel, Thomas Preining und Luca Stolz, hat man mit vielen neuen und alten Namen mehr als kompensieren können.
Jonathan Aberdein, Jack Aitken, Nicky Catsburg, Mattia Drudi, Luca Engstler, Ayhancan Güven, Daniel Juncadella, Jesse Krohn, Niklas Krütten, Jan Marschalkowski, Salman Owega, Ezequiel Perez Companc, Arthur Rougier, Fabian Schiller, Joel Sturm und Thierry Vermeulen sind jetzt im GT Masters engagiert. Und nach diesem Wochenende muss man konstatieren, sie machen allesamt einen elend guten Job.

Neben der reichlichen sportlichen Action, beherrschte ein Thema ganz besonders die Gespräche im Fahrerlager. Es waren die ersten beiden Rennen in einer deutschen Rennserie, bei denen ein umweltschonender Kraftstoff eingesetzt wurde.
Alle im Vorfeld geäußerten Bedenken bezüglich der technischen Sicherheit, Performance etc. konnten nachhaltig (welch passende Formulierung …) ausgeräumt werden. Der innovative Saft mit dem klangvollen Namen „Shell Blue Gasoline 98 GT Masters“, besteht zu rund 50 Prozent aus erneuerbaren Komponenten und ist eine Weiterentwicklung des im vergangenen Jahr im deutschen Markt eingeführten Blue Gasoline 95, das Shell zusammen mit Bosch und Volkswagen entwickelt hat.
Er erfüllt die Norm EN228 E10 mit mindestens RON98 ohne Einschränkungen. Das heißt, der Kraftstoff könnte in praktisch jedem normalen PKW verwendet werden.
Hersteller Shell liefert diesen umweltschonenden Treibstoff exklusiv für die Int. Deutsche GT-Meisterschaft. Die damit bereits jetzt erzielte CO2-Reduktion von 20 % kann sich sehen lassen. Der ADAC redet nicht, er macht! Und das ist gut so und sollte positiv nach Außen transportiert werden. Das verschafft dem ADAC GT Masters eine Vorreiterrolle.

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Um beim Thema Nachhaltigkeit zu bleiben. Das 2021 mit dem Serien-Partner BWT gestartete Projekt „Bottle Free Zone“, zur Vermeidung von Plastikmüll, wird 2022 weiter ausgeweitet.

Jetzt aber zurück zum Sport.
Im Samstagrennen gab es bei wunderschönem Wetter gleich zu Beginn eine haarige Szene, als Rookie Joel Sturm (nomen est omen) im Allied-Racing Porsche mit einen Bombenstart von P3 kurz sogar die Führung übernimmt. Aber dann ist die erste Kurve einfach zu früh da und er muss durch den Kies abkürzen. Bei der Rückkehr auf die Strecke kommen gefühlt tausend Schutzengel zusammen und sorgen für einen unfassbaren, berührungsfreien Fortgang. Eine geile Aktion, die zum Glück für einmal zumindest gut geht. Aber genau das möchten die rennsportbegeisterten Zuschauer sehen.

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Am Ende eines Rennens, ohne auch nur eine einzige Safety car-Phase, gewannen Jusuf Owega und Ricardo Feller im Land-Motorsport Audi #29, vor Franck Perera und Arthur Rougier im Emil Frey Racing Lamborghini #19 und Joel Sturm und Sven Müller im Allied-Racing Porsche #22.
Die Junior-Wertung ging an Jusuf Owega, vor Joel Sturm und Lappalainen/Wishofer (Emil Frey Racing Lamborghini #14) und die Trophy-Wertung sicherte sich Florian Spengler (Car Collection Audi #69), als Titelverteidiger.GTM022 040610005311571JB JB l21k5o

Am Sonntagmittag ging es bei nicht ganz so guten Wetterverhältnissen, aber ohne Regen, ins zweite Rennen der noch jungen Saison 2022.
Der Start erfolgte pünktlich und wie am Vortag ohne Probleme. Jules Gounon im Drago ZvO Mercedes-AMG #4 schaffte es gleich nach der ersten Kurve, sich an Polesitter Patric Niederhauser im Rutronik Audi #15 vorbei auf P1 zu setzen. Auch dahinter gab es genügend Action. Nicky Catsburg im neuen Schubert BMW M4 GT3 #20 überholte gleich drei Fahrzeuge und setzte sich auf P4.

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Beim Pflichtboxenstopp kam es in der Boxengasse zu einer fraglichen unsafe release zwischen Fabian Schiller, der das Auto von Jules Gounon übernommen hatte und Luca Engstler, der Patric Niederhauser am Volant abgelöst hatte. Engstler musste mächtig aufpassen und den Fuß deutlich vom Gas nehmen, damit es nicht zur Kollision kommt. Der Mercedes-AMG blieb so vor dem Audi in Führung. Aber die Rennleitung zeigte überraschenderweise keine Reaktion?!

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Das Nachschlagen im Reglement des ADAC GT Masters 2022 fördert dabei unter Art. 23.9 Erstaunliches zu Tage:
"Es liegt in der Verantwortung der Teilnehmer, das Fahrzeug aus seiner Box oder einer Boxenstoppposition nur dann abfahren zu lassen, wenn dies ohne Gefährdung anderer Teilnehmer möglich ist. Dabei haben Fahrzeuge in der ‘fast lane‘ Vorfahrt gegenüber denen in der ‘working lane‘.

Allein die Tatsache, dass ein Fahrzeug auf der ‘fast lane' abbremsen muss, um eine Kollision mit einem Fahrzeug zu vermeiden, das von der ‚working lane' kommt, gilt generell nicht als Gefährdung („unsafe release")."
WOW!!! Auf eine solche Auslegung im Reglement einer Rennserie muss man auch erst einmal kommen!

Sei’s drum … Nach 43, erneut Safety car-freien Runden, gewinnt der Drago ZvO Mercedes-AMG mit Jules Gounon und Fabian Schiller, vor Patric Niederhauser und Luca Engstler im Rutronik Audi und dem MANN-FILTER Mercedes-AMG #48 mit Raffaele Marciello und Jonathan Aberdein.
Die Junior-Wertung ging ebenfalls an Fabian Schiller, vor Jusuf Owega und Kim-Luis Schramm. Letzterer erhielt allerdings eine 1-Sekunden Zeitstrafe, wegen ‘incorrect overtaking‘ (whatever that means?!), wodurch er P6 im Gesamtklassement wieder an Owega verlor.
Die Trophy-Wertung sicherte sich, wie am Vortag, Florian Spengler.

Weiter geht es mit der Internationalen Deutschen GT-Meisterschaft vom 20.-22.05.2022 auf dem Red Bull Ring in der österreichischen Steiermark.

Toksport auch in PCG-Lauf 2 siegreich

toksportwinnerpcglauf2Perfektes Auftaktwochende für Toksport-WRT beim Prototype Cup Germany: Das Duo Marvin Dienst und Berkan Besler konnte auch das zweite Rennen der neuen deutschen Prototypensprintserie für sich entscheiden. Das Ligier-Duo kam im aufgrund einer Rot-Phase verkürzten Lauf 11s vor dem Inter-Europol Competition Ligier von Jamie Winslow und Damian Ciosek ins Ziel. Weitere 4s dahinter stieg das Wochenspiegel Team Monschau-Duo Torsten Kratz und Leonard Weiss in ihrem Duqueine M30-D08 LMP3 erneut auf das Podium.

Der zweite Lauf musste schon nach 3 Runden mit der roten Flagge abgebrochen werden nachdem sich der Reiter Engineering Ligier in der pif-Paf Schikane in den Kies verabschiedet hatte und das eingesetzte Bergungsfahrzeug einen Getriebeschaden erlitt und das Kiesbett blockierte.

Nach dem Restart verteidigte der von der Pole gestartete Dienst (Nielsen Racing musste wegen eines Chassis-Wechsels nach dem Unfall am Samstag 10 Plätze weiter hinten starten) , die Führung vor dem Wochenspiegel Team Monschau Duqueine M30-D08 LMP3 von Torsten Kratz.

intereuropolspaLediglich nach dem Boxenstopps verlor Besler kurz die Führung an den Mühlner Duqueine von Mattjas Lüthen, doch dieser konnte die Position nicht halten und fiel noch bis auf Platz 7 zurück. In der Kampfgruppe um P2 setzte sich schliesslich Inter-Europol-Pilot Ciosek in seinem gelb-grünen Ligier gegen den von Leonard Weiss pilotierten WTM-Duqueine durch.

Das zweite Rennwochenende der ersten deutschen LMP-Serie findet Mitte Juli auf dem Nürburgring im Rahmen des ADAC Truck Grand Prix statt.

CP Racing führt in Spa

Der erste Rennabschnitt der 12h von Spa-Francorchamps ist mit der Führung des CP Racing Mercedes AMG GT3 des amerikanischen Pilotentrios Charles Putman, Charles Espenlaub und Shane Lewis zu Ende gegangen. Nach einigen glücklich überstandenen Code 60 Phase führt der AMG der amerikanischen Crew nach 5 ein halb Rennstunden vor dem Wochenspiegel Team Monschau Ferrari F488 GT3 und dem Phoenix Racing Audi R8 LMS GT3 dessen Besatzung bei den ersten Code 60 Phasen so richtig daneben griff, aber sich dank guter Fahrkleistungen wieder in die Führungsrunde zurück kämpfen konnte.

Der umfangreiche Rennbericht ist unter diesem Link auf unseren Seiten zu finden und wird in den verbleibenden 6,5 Rennstunden morgen ab 11.15 Uhr schrittweise ergänzt. Das Rennen kann über die Live-Stream Kanäle der 24h-Serie und Youtube weiter verfolgt werden.

Toksport gewinnt PCG-Premierenrennen

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Der Prototype Cup Germany hat bei seinem Premierenrennen alle Erwartungen erfüllt und ein spannendes Sprintrennen abgeliefert. Trotz eines deutlich ausbaubaren Feldes von nur 11 Prototypen bekamen die Zuschauer bei der Premierenvorstellung der ersten deutschen LMP-Serie ein spannendes und enges, actiongeladenes Rennen geboten. Am Ende erkämpfte sich das deutsch-türkische Toksport-WRT Duo Marvin Dienst und Berkay Besler den Sieg bei der Premiere.

toksportwinnerlauf1Zu Beginn des Rennens hielt Reiter Engineering Startfahrer Florian Janits die Spitze während sich hinter ihm das Feld schon in der ersten Runde dezimierte. Eine Kollision in der ersten Runde hinter der Pif-Paf-Schikane zwischen dem Nielsen Racing Duqueine des Michelin Le Mans Cup-Piloten John Melsom und Sebastian Arenram im finnischen Koiranen Kemppi Motorsport Duqueine M30-D08 LMP3 bedeutete das Aus für beide Autos und zog eine 6 Runden währende Safetycar-Phase nach sich.

Nach dem Restart verteidigte Janits die Führung bis zu den Boxenstopps. Diese sahen dann den Wochenspiegel Team Monschau Duqueine M30-D08 LMP3 von Thorsten Kratz – der von Leonard Weiss übernommen hatte – als Profiteur und Führenden an der Spitze. Während der ein Verstoss beim Boxenstop dem Gebhard-Ginetta eine Durchfahrtsstrafe und eine Runde Rückstand einbrachte, entspann sich an der Spitze ein Dreikampf zwischen Thorsten Kratz im Wochenspiegel Team Monschau-Duqueine, Eike Angermayr im Reiter Ligier JS P320 LMP3 und Marvin Dienst im Toksport-WRT Ligier.

Podiumlauf1pcgDem Speed von Dienst hattten die Konkurrenten am Ende nichts entgegen zu setzen. Daran konnte auch eine weitere Full Course Yellow wegen des technischen Ausfalls des Speed Factory Ligiers nichts mehr ändern. Pech hatte Konrad Motorsport Pilot Axcil Jeffries der wegen des verletzungsbedingten Ausfalls von Copilot Franz Konrad das Rennen alleine bestritt. Nicht nur das er als Profi die längste Standzeit absolvieren musste- weil er diese um 1,4s unterschritt kassierte er am Ende trotz eines Finishs als knapper Vierter noch eine 30s-Strafe die ihn auf P7 zurück warf.

Den Premierenlauf beendeten Berkay Besler und Marvin Dienst mit 8,6s Vorsprung als Premierensieger vor den Wochenspiegel Team Monschau-Piloten Leonard Weiss und Thorsten Kratz und dem Reiter Engineering Duo Florian Janits und Eike Angermayr.

Quali-Ergebnisse der PCG-Auftaktrunde

Reiter2SpaAm heutigen Freitag sind die beiden Qualifyingsessions für die Auftaktrunde des Prototype Cup Germany in Spa-Francorchamps absolviert worden. Für den ersten Lauf am Samstag hat Reiter Engineering-Pilot Florian Janits mit einer 2:13,005 die Premieren-Pole geholt. Der österreichische Ligier JS P320 LMP3 Pilot war damit 0,039s schneller als Berkay Basler im Toksport-WRT Ligier, der wiederum den Wochenspiegel Team Monschau Duqueine M30-D08 LMP3 von Leonard Weiss auf den dritten Platz verweisen konnte. Weiss teilt sich die 2. Startreihe mit dem Inter-Europol Competition Ligier.

Nielsen1SpaFür das zweite Rennen ging die Pole anschliessend an ein Duqueine Team. In der deutlisch schnelleren Session markierte der britische Nielsen Racing Pilot Matt Bell mit einer 2:11,804 die schnellste Zeit vor dem um gut eine halbe Sekunde geschlagenen Marvin Dienst im Toksport-WRT Ligier und Donar Mundig im Mühlner Motorsport Duqueine M30-D08 LMP3, der sich Startreihe 2 mit dem Wochenspiegel Team Monschau-Duqueine teilt.

10 Wagen absolvierten die beiden Qualifying-Sessions. Lediglich der Speed Factory Ligier kam in beiden Sessions nicht zum Einsatz. Das erste Rennen startet morgen am Samstag um 10 Uhr.

12h Spa: Pole für Wochenspiegel-Ferrari

Pole 12h Spa 2022Die Pole bei der vierten Ausgabe der 12 Stunden von Spa-Francorchamps hat sich das Wochenspiegel-Team gesichert: In drei Qualifying-Sitzungen wurde die Durchschnittszeit von drei Fahrern ermittelt. Jochen Krumbach, Leonard Weiss und Daniel Keilwitz haben sich dabei die beste Position gesichert. Den Unterschied machte  letztendlich Daniel Keilwitz, der ganze 2 Sekunden schneller war als der Rest des Feldes!

Auf Position 2 folgte der DoBa by Bas Koeten-Bentley Continental GT3, vor CP Racings Mercedes-AMG GT3, dem Herberth Motorsport-Porsche sowie dem EBM-Porsche.

Die Pole Position in der TCE-Wertung geht für das morgen um 12 Uhr startende Rennen an das BBR-Team im Cupra Leon Competición TCR.

45 Starter bei den 12h in Spa-Francorchamps

Start 12h Spa 2019An diesem Wochenende findet die 4. Ausgabe der von Creventic organisierten 12 Stunden von Spa-Francorchamps statt. 45 Fahrzeuge werden dabei erwartet, aufgeteilt in 30 GT- und 15 TCE-Starter.

An der Spitze des Feldes werden wir 9 GT3-Fahrzeuge sehen. In der "GT3" genannten Topklasse sind ein Porsche 911 GT3 R von EBM sowie ein Audi R8 LMS GT3 Evo I von JUTA Racing genannt. Diese Unterkategorie richtet sich an Teams mit hauptsächlich aus Pros und Semi-Pros bestehenden Fahrerpaarungen. Auch in der GT3-Pro/Am sind zwei Fahrzeuge genannt: Hier sehen wir die deutschen Teams Phoenix Racing (Doppelmayr/Kaffer/Erjart/Krupinski) mit einem Audi R8 LMS GT3 Evo II der neuesten Generation sowie den WTM Racing-Ferrari 488 GT3 (Weiss/Weiss/Krumbach/Keilwitz). Mit 5 Fahrzeugen die meisten Starter hat die GT3-Am: Zwei Audi R8 LMS GT3 Evo II von Sainteloc Racing sowie Car Collection (Kirchhoff/Edelhoff/Müller) treffen hier auf den erneut am Start stehenden BoDa by Bas Koeten Racing-Bentley Contnental GT3, den CP Racing-Mercedes-AMG GT3 sowie den Porsche 911 GT3 R von Herberth Motorsport, auf dem die Amateure Allemann/Bohn/Häring diesmal ohne die Renauer-Brüder unterwegs sind.

In der GTX-Klasse trifft der von 12h Spa 2019 Cup-Porsche9und11 Racing eingesetzte Porsche 911 GT3 Cup MR (Goder/Oehme/Schlüter) auf zwei Lamborghini Huracán Super Trofeo von Leipert Motorsport und RD Signs; auch die beiden französischen Vortex V8 sind wieder dabei und werden hoffentlich mit wenigen Dramen die 12 Stunden überstehen. Der Red Camel-Porsche 911 GT3 Cup ist der einzige Starter in der 992-Klasse, hier wechselt sich Ivo Breukers mit seinen Söhnen Luc und Rik am Steuer ab. Die 992-Am ist mit 6 Startern hingegen besser besetzt, unter anderem mit den beiden Fahrzeuge von HRT Performance. Die Porsche Cup-Klassen rundet die 991 mit zwei weiteren Startern ab. Mit 7 Fahrzeugen ist die GT4-Klasse diesmal gut aufgestellt, zwei BMW M4 GT4 treffen auf je einen Audi R8 LMS GT4, Ginetta G56 GT4, McLaren 570S GT4, Mercedes-AMG GT4 sowie Porsche 718 Cayman GT4 CS MR.

12h Spa 2019 TCRDie TCE-Wertung des Rennens teilt sich in 3 Klassen auf. 9 Starter in der TCR-Kategorie kommen von Audi (2x RS3 LMS), Cupra (je zwei alte TCR und zwei neue Leon Competición TCR) sowie Volkswagen (3x Golf GTI TCR). In den beiden weiteren Klassen starten unter anderem modifizierte GT4-Fahrzeuge. Die TCX sieht dabei zwei Porsche 718 Cayman GT4 CS und je einen BMW M2 CS Racing, Ginetta G55 sowie Ligier JS2 R. Letzter Starter in der TC-Klasse ist ein BMW M3 E46 von WEC Motorsport.

Die offiziellen Trainings und Qualifyings beginnen am morgigen Freitag, wobei das Qualifying ab 15:50 Uhr live auf der Homepage des Veranstalters sowie auf dem Youtube-Kanal verfolgt werden kann. Rennteil 1 über 5:30 Stunden startet am Samstag um 12:25 Uhr, Rennteil 2 über die verbleibenden 6:30 Stunden am Sonntag um 11:20 Uhr. GT-Eins wird mit einem Team vor Ort sein und vom Rennen berichten.

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