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Interview mit Gerrie Willems (Creventic) - Teil 1

Auf creventic emsder Motorshow in Essen ist erstmals auch die niederländische Creventic-Organisation, der Veranstalter der 24 Stunden-Serie mit einem Stand vertreten. Wir nutzten am vergangenen Freitag die Gelegenheit uns mit Gerrie Willems zu unterhalten, der als Chef der niederländischen Organisation den verschiedenen Serienprojekten vorsteht. Immerhin geht seine Organisation schon in die 14.Saison, die man mit der entsprechenden Ausgabe des Kernrennens, der 24h von Dubai, im kommenden Januar beginnen wird.

„Bei der 14. Ausgabe rechnen wir mit einem Feld das etwas kleiner als die 13. Ausgabe anfangs dieses Jahres werden wird, bei der wir 91 Starter hatten . gerriewillemsAuf unserer Nennliste stehen zur Zeit knapp 80 Teams. Das ist zwar weniger wie die maximale Streckenkapazität die bei 107 Teilnehmern liegt und auch weniger wie bei der Rekordausgabe 2016, als wir 97 Teilnehmer hatten, aber es wird immer noch ein stark besetztes Feld mit einer hohen Qualität sein. Immerhin haben derzeit 24 GT3-Mannschaften gemeldet, was wieder einen interessanten Kampf um den Gesamtsieg verspricht. Und daneben sind Teams und Fahrer aus 40 Nationen vertreten.“

Für eine ganze Reihe von Fahrzeugklassen - so die GT4, die Porsche Cup-Fahrzeuge und die TCR - ist die 24 Stunden-Serie mittlerweile die einzige Plattform in der man im Rahmen der „Championship of the Continents“ um einen globalen Titel fahren kann. Würde es Willems reizen daher zusammen mit der FIA irgendwann einen offiziellen Langstrecken-WM-Titel ausloben zu lassen?

„Ich denke das würde dem Konzept der Meisterschaft widersprechen. Zum einen bräuchten wir nach meiner Einschätzung noch 2-3 Jahre um auf ein Level zu kommen, das wir genügend Teilnehmer hätten um wirklich eine Meisterschaft mit FIA-Prädikat daraus zu machen. Zum Anderen lockt ein solcher Titel sehr schnell Werksteams und Werksfahrer an und die würden dann dem Ausrichtungskonzept als Privatfahrer-orientierter Meisterschaft nicht entsprechen. Es soll immer noch ein Titel sein, den du mit einer engagierten Privatmannschaft erringen kannst.“

Der Kalender der europäischen Teil-Serie ist in diesem Jahr mit einigen gegenüber 2018 geänderten Events ausgestattet worden. Dahinter steckt laut Willems ein System.

„Mugello war zum Beispiel ein ausdrücklicher Wunsch der Teilnehmer, die sich ein erneutes Antreten auf dem Kurs in der Toscana gewünscht hatten. Wir haben in der Tat mehr Kurse auf denen wir antreten würden als wir dann auch wirklich in den Kalender aufnehmen könnten. Denn mehr als 5-6 Events sind für die Teams angesichts der Rennlänge nicht realistisch finanzierbar. Also werden wir in Zukunft versuchen 2-3 Rennen als Fixpunkte im Kalender zu behalten – das sind Spa-Francorchamps, Barcelona und wohlmöglich Mugello – und die restlichen Events dann alternierend auf verschiedenen Strecken stattfinden zu lassen. 2019 sind wir in Brünn und Portimao zu Gast. 2020 könnten eventuell der Red Bull Ring und der Circuit Paul Ricard in Le Castellet wieder in den Kalender zurück kehren.“

Speziell auf die zahlreichen deutschen Kunden hat die Creventic-Serie dabei besondere Rücksicht genommen:

„Wir haben hart daran gearbeitet sämtliche Terminüberschneidungen mit der VLN Langstreckenmeisterschaft in diesem Jahr zu eliminieren. Das ist uns letztlich gelungen und es ermöglicht einer unserer wichtigsten Gruppen im Kundenstamm, den deutschen Langstreckenteams, bei Bedarf ein Doppelprogramm aufstellen zu können.“

Mit dem derzeitigen Kalender sieht Willems zudem eine hinreichende Programmflexibilität für seine privaten Kundenteams gegeben.

„Du hast die Möglichkeit ein Programm zwischen 3, 5 und 7 Rennen mit uns zu planen. Entweder fährst du nur die Championship of the Continents und bist dann mit 3 Rennen in Dubai, einem der beiden europäischen Rennen und COTA dabei. Oder du bestreitest nur die europäische Serie mit 2 24h und 3 12h-Rennen oder du fährst alle 7 Rennen und hast dann ein Programm mit 4 24h-Läufen und 3 12h-Events zur Auswahl. Alle Programme verlangen verschieden grosse Budgets und dadurch das du auch als „Gaststarter“ bei den europäischen Events punkteberechtigt bist kannst du dir dein Programm quasi nach dem vorhandenen Budget passend zurecht schneiden.“

GT-Festival 2019 steigt in Vallelunga

Während nationscup qrace2 startdes FIA-GT Nations Cup auf dem Bahrain International Circuit, hat die SRO den nächsten Termin für die zweite Ausgabe des GT-Festivals 2019 bekannt gegeben. Getreu dem vorab bekannt gegebenen Motto das der Event jährlich auf wechselnden Kontinenten abgehalten werden soll will man 2019 in Europa starten. Das am Saisonende abgehaltene Meeting soll demnach am 1-3 November 2019 auf dem italienischen Kurs von Vallelunga bei Rom stattfinden. Ursprünglich war für dieses Wochenende das Finale der Intercontinental GT Challenge 2019 in Kyalami vorgesehen, das nun 3 Wochen später am 23. November 2019 in Südafrika stattfindet.

Daneben wird auch das Rennformat des International GT4 Cups für 2019 geändert. Statt dreier Sprintrennen soll ein Langstreckenrennen auf dem Kurs bei Rom für die kleinere GT-Klasse stattfinden. Dieses ersetzt das ursprünglich eine Woche vor dem 24 Stunden Rennen von Spa-Francorchamps angesetzte 5h-Rennen in Spa das als Pilotevent einer potentiellen GT4-Endurance 2020 geplant war (wir berichteten). Laut Ratel hätte der Termin im Juli zu eng innerhalb der laufenden Saison gelegen. Der SRO-Boss hofft zudem in Italien auf eine bessere Resonanz, nachdem ihm das GT4-Feld in Bahrain mit 21 Startern für seinen Geschmack zu dünn ausfiel.

STT ändert 2019 die Klassenstruktur

Auchstt ems die Spezial Tourenwagen Trophy ist traditionell wieder auf der Motorshow in Essen vertreten. Serienpromotor Ralf Krepschik konnte uns gegenüber nicht nur den Kalender 2019 präsentieren, sondern auch eine für die Traditionsserie bahnbrechende Neuigkeit verkünden.

„Wir werden die Klassenstruktur umbauen. In Zukunft wird es keine Hubraum-Klassen mehr geben, sondern die Klasseneinteilung wird in Zukunft nach Leistungsgewichtsklassen vollzogen werden. Wir hoffen dadurch die Anzahl der Klassen deutlich reduzieren zu können. Es sind zwar noch einige Details bezüglich der Kontrolle zu klären aber wir wollen diesen Weg nach langer reiflicher Überlegung nun einschlagen.“

Konkret plant die Spezial Tourenwagen Trophy 3 Divisionen mit 7 Leistungsgewichtsklassen einzuführen. Es wird daneben eine neue Punktewertung geben in der vom ersten bis zum 10.Platz einer jeden Klasse 20,18,16,....,6,4,2 Punkte vergeben werden. R2HH EinfrundeBesitzer älterer Wagen die über 15 Jahre alt (vor Baujahr 2004) sind bekommen 3 extra-Punkte. Beim Finale am Nürburgring werden doppelte Punkte vergeben. Punkte können im Rahmen von Gesamt-, Klassen-, Divisions-, Junioren, Klassik- und Gentlemen-Wertungen gesammelt werden.

Krepschik rechnet für die kommende Saison mit etwa 15 festen Startern. „Das Feld wird nach dem ersten Eindruck etwas kleiner werden. Natürlich werden wir noch jede Menge Gaststarter haben. Die sind dann allerdings in der kommenden Saison nicht punkteberechtigt. Damit wollen wir verhindern das den Feststartern Punkte weggenommen werden.“

Einer der Starter wird Jürgen Alzens Ford Team sein. Alzen hat für die kommende Saison ein neues Ford GT-Chassis aufgebaut das auf der Messe derzeit präsentiert wird.

Der Kalender der Spezial Tourenwagen Trophy 2019 lautet wie folgt:
26-28.4: Oschersleben (ADAC-GT)
17-19.5: Most (ADAC-GT)
5-6.7: Hockenheim (GP-Kurs)
26-27.7: Eurospeedway Lausitzring
23-25.8: Assen
20-22.9: Hockenheim (Moto-Kurs)
18-19.10: Nürburgring GP

Bremotion plant AMG GT4-Programm

Patrick bremotion amggt4 brenndoerferBrenndörfers Bremotion-Mannschaft hat auf der Essen Motorshow offiziell ein GT4-Projekt mit dem Ziel einer Teilnahme an der ADAC GT4 Germany gestartet. Der aus der DMV-GTC bekannte, Tuningunternehmer, Pilot und Teammanager will mit einem Mercedes AMG GT4 ein Kundensportprogramm für die neue GT4-Serie im ADAC-Paket anbieten. Während Brenndörfer für sich selber erst mal ein Engagement hinter dem Lenkrad ausschliesst, will er seine neue Mannschaft dauerhaft in der GT4-Szene etablieren.

„Zur Zeit haben wir noch keine Piloten, da das Engagement ja hier quasi erst seinen offiziellen Startschuss erhalten hat. Allerdings haben wir als Fahrercoach schon Marek Böckmann verpflichten können, der in der vergangenen Saison bei Getspeed in der VLN Langstreckenmeisterschaft gefahren ist. In 10 Tagen, wenn die Motorshow vorbei ist, werden wir die Resonanz auswerten und können dann die Planungen konkretisieren. Ich selber möchte mich nach Möglichkeit auf die Rolle als Teamchef beschränken. Das Projekt ist schon mit der Perspektive angelegt worden für Bremotion ein zusätzlichen kommerzielles Standbein im Rennsport zu schaffen.“

Die ADAC GT4-Serie sieht Brenndörfer als idealen Startpunkt für sein eigens Team an: „Zum einen ist der Kalender mit nur 6 Rennwochenenden sehr kompakt und damit eine gute Meisterschaft zum Einstieg. Zum Anderen ist der Mercedes AMG GT4 wegen unserer kommerziellen Verbindung zu Brabus ein naheliegendes Fahrzeug. Der selbst aufgebaute Roding R1, den wir vor einigen Jahren in der DMV-GTC eingesetzt haben, war zwar ein interessanter Farbtupfer und eine gute technische Fingerübung, aber als Rennfahrzug ohne passendes Reglement bot der Wagen uns keine kommerzielle Perspektive für den profesionellen Rennsport. Wir sind übrigens was den Einsatz anbelangt nicht nur auf die GT4-Germany beschränkt. Wenn es Kundeninteresse für einen Einsatz in der VLN Langstreckenmeisterschaft oder der 24 Stunden-Serie geben würde wäre dies sicher auch etwas worüber wir in der kommenden Saison sprechen könnten.“

Brenndörfer plant für den Beginn erst mal nur das Debüt eines AMG und macht die Anschaffung eines zweiten Einsatzfahrzeugs von einem entsprechend vorhandenen gesteigerten Kundeninteresse abhängig.

Als Fahrercoach für seine Kunden hat er sich die Dienste von GetSpeed-VLN-Pilot Marek Böckmann gesichert. Der 22 jährige Kaiserslauterner konnte auf der Motorshow allerdings noch keine Angaben dazu machen ob er auch eine Rolle im Cockpit des Bremotion Mercedes spielen würde. „Es laufen ja auch noch eine Reihe von Verhandlungen, unter anderem auch mit meiner VLN-Mannschaft von GetSpeed Performance , wo es um den Einsatz im GT3-Porsche geht. Zudem will GetSpeed ja auch mit 2 Wagen in der ADAC GT4 Germany antreten. Allerdings wäre ein Engagement in der GT4-Germany auch aus Lernsicht hilfreich. Während man bei den Langstreckenrennen doch sehr taktisch fahren muss, helfen solche Sprinteinsätze sich die nötige Agressivität beim Positionskampf auf der Strecke anzutrainieren. Da würde es dann auch keine Rolle spielen das der GT4 schon ein wenig langsamer ist als der GT3 den ich von der Nordschleife gewohnt bin.“

IWSC * McLaren neunter Hersteller in der GTD

Nach Acura, Audi, BMW, Ferrari, Lamborghini, Lexus und Porsche kommt nun McLaren als neunter Hersteller in die GT-Daytona.

Als Einsatzteam für einen der 720S GT3 steht Compass Racing mit James Holton und Matt Plumb bereits fest. In Daytona und Sebring wird man allerdings noch nicht dabei sein, sondern erst beim Rennen in Mid-Ohio Anfang Mai an den Start gehen.

Compass Racing setzt bereits in der Michelin Pilot Challenge (ehemals Continental Tire Cup) 1-2 McLaren sowie einige TCR Audi's ein. Auch Flying Lizard, die kürzlich zum vierten mal in Folge die 25h Thunderhill gewinnen konnten (Bericht folgt!), stand lange als Team im Gespräch. 

Trotz der schwindenden Teilnehmerzahl in der LMP2 scheint das Feld für die kommende Saison etwas anzuwachsen. Eine erste Vorschau auf die drei IMSA-Serien, sowie der Blancpain-GT World Challenge America gibt es auf unserer Partnerseite von americansportscar.racing

Circuito del Espagna

In Südeuropa circuitodelespagnaist in aller Stille ein neuer aussergewöhnlicher Superkurs entstanden. Der 2002 eröffnete Circuito del Almeira, bislang nur für nationale Events in Gebrauch, hat eine nennenswerte Verlängerung erfahren. Die Strecke hatte eine Länge von bislang 4025m. In unmittelbarer Nähe der Automobilrennstrecke war daneben ein eigener Motorradkurs, der Circuito del Andalucia, entstanden, den die Streckenbesitzer in diesem Jahr signifikant modifizierten. Der bislang 4310m lange kurvige Motorad-Kurs wurde in einen weitläufigeren 4100m langen Highspeed-Kurs verwandelt. Darüber hinaus sind beide Strecken Ende des Jahres auch noch mal durch 2 Querspangen verbunden worden.

Für den grossen Kurs, der unter dem Namen Circuito del Espagne bekannt ist, wird nun eine offizielle Länge von 9009m angegeben. Damit löst der neue Kurs das 5425m lange Ascari Ressort, eine private Trackday-Strecke, als bislang längsten spanischen Kurs ab. In Europa wird der neue Kurs nur noch von der Nürburgring-Nordschleife übertroffen. Von Interesse dürfte jetzt sein ob nach den Investitionen in die Streckenstruktur nun auch welche in die Infrastruktur des Kurses erfolgen, damit auch einige professionelle Rennveranstaltungen die neue Variante in Zukunft benutzen können.

T3 Motorsport startet Masters-Engagement

Ab T3 Prasentation2019 geht das neue Dresdener Motorsport-Team T3 im ADAC GT-Masters mit den beiden Nachwuchsfahrern Maximilian Paul und Simon Reicher, an den Start. Geplant sind darüber hinaus auch Starts bei 12 und 24h-Rennen der Creventic 24 Stunden-Serie.

Die neue Dresdner Mannschaft um Teammanager Jens Feucht hat es sich zum Ziel gesetzt, junge und talentierte Newcomer zu fördern, die schon erste Erfolge verzeichnen konnten, aber nicht den finanziellen und familiären Background haben, um an den Rennen teilzunehmen. „Wir sind kein werksgefördertes Team, sondern ein rein privat-engagiertes Team. Wir haben viele Leute, die das ehrenamtlich machen. Wir wollen gerne zwei jungen Piloten die Möglichkeit geben sich in dem Starterfeld zu etablieren, sich Richtung Werksfahrer zu entwickeln und sich vielleicht damit ihren Lebensunterhalt zu verdienen.“

Den auffällig lackierten Audi R8 LMS GT3 werden sich 2 18-jährige Talente teilen. Der Dresdner Maximilian Paul ist einer der erfolgreichsten, deutsche Kart-Werksfahrer. Sein österreichischer Teamkollege Simon Reicher aus Kirchberg konnte vergangene Saison im Audi TCR überzeugen. „Sie sind sehr jung und sehr engagiert und haben in vielen Bereichen unter Beweis gestellt, was sie können. Im Kart beide, Max im Audi R8-Cup und Simon im TCR Auto. Auch die Einstellung neben dem Auto beeindruckt - wie sie mit Ingenieuren arbeiten und mit Daten umgehen, wie sie lernen und sich entwickeln ist einfach schön zu sehen. Ich glaube, dass darin auch der Erfolg des Teams stecken wird“, macht Feucht deutlich.

Die beiden Fahrer kennen sich schon länger, wie Max verrät: „Wir haben zusammen im Kartsport angefangen. 2014/15 haben wir uns dann getrennt, als Simon ins Auto gestiegen ist und ich weiter Kart gefahren bin. Jetzt durch das neue Team haben sich unsere Wege wieder gekreuzt und ich denke, das wird eine gute Sache.“

Für besondere Begeisterung sorgt bei den Beiden das Design ihres Autos. Simon gesteht: „Es ist unbeschreiblich. Wenn wir damit nächste Saison nicht auffallen, dann weiß ich auch nicht.“ Max pflichtet ihm bei: „Unser Ziel war mit dem Design, dass es wie ein Schlag ins Gesicht wirkt, so dass jeder realisiert, dass da jemand Neues mitfährt.“

GRT plant erneut starkes Masters Engagement

Die Lamborghini Huracán GT3 Einsatzmannschaft von Grasser Racing plant für die kommende Saison einen Einsatz in 3 Haupteinsatzserien. Das wurde GT-Eins am Rande der Essen Motorshow von mit dem Team vertrauten Quellen zugespielt. Demnach wird die Mannschaft aus dem österreichischen Knittelfeld weiter mit 3 Fahrzeugen im ADAC GT-Masters engagiert bleiben. Daneben sollen auch wieder 2 Lamborghinis im Blancpain GT Serien Endurance Cup eingesetzt werden.

Während man in der Blancpain Sprint Serie das Engagement zurück schraubt und dort nur noch mit einem Auto sporadisch antritt, will die Truppe um Teamchef Gottfried Grasser das Engagement in der IMSA ausbauen. Dort plant man angeblich die gesamte NAEC, also die 4 Rennen in Daytona, Sebring, Watkins Glen und Road Atlanta, mit einem Auto zu bestreiten. Dazu wird ein Chassis fest in Nordamerika stationiert, das dann in Kooperation mit einem US-Team eingesetzt werden soll.

Vom Tisch sind hingegen die Pläne auch in Le Mans anzutreten, nachdem Lamborghini die bereits weit entwickelten Pläne eines GTE-Engagements vor wenigen Wochen gestoppt hatte. Hier plant man frühestens 2021 einen neuen Anlauf.

DMV-GTC: Neuerungen für 2019 von der EMS

Aufmotorshow der Essen Motorshow war traditionell auch die DMV-GTC mit einem Stand vertreten. Serienorganisator Ralph Monschauer, der sowohl den Kalender als auch die Einrichtung einer neuen Klasse für ältere GT3-Fahrzeuge im Vorfeld der Messe bekannt geben konnte, berichtete uns von weiteren geplanten Neuerungen der mittlerweile vor ihrer 30.Saison stehenden Serie.

„Wie bereits angedeutet wollen wir die Punktewertung insofern anpassen das diese die Anzahl der Starter in der Klasse berücksichtigen wird. Wir hatten ja bisher ein FIA-Punktesystem, das aber den Nachteil hat, dass wenn jemand eine schwach besetzte Klasse dominiert, ihm der Titel kaum noch zu nehmen ist. Wir werden deswegen ein System ähnlich wie in der VLN Langstreckenmeisterschaft etablieren das die Anzahl der vergebenen Punkte von der Feldgrösse der Klasse abhängig macht. Die Formel die dahinter steckt werden wir noch zusammen mit den Teilnehmern hier auf der Messe diskutieren und dann nach diesem Feedback festschreiben.“

Monschauer ralphmonschauerkonnte zudem bekannt geben, das die DMV-GTC 2019 auch weitere Unterstützung von den Herstellern bekommt. „Porsche, Mercedes und Audi werden bei den Events 2019 mit Technikern vor Ort sein, die dann die Gelegenheit bieten in strittigen Fällen die Steuergeräte der Wagen vor Ort kurzfristig zu kontrollieren. Wir wollen damit den technischen Kommissaren vor Ort Hilfestellung leisten und sicherstellen das alle Wagen auch wirklich nach GT3-Standard am Start sind. Hier müssen wir auf korrekt eingehaltene Standards achten, um nicht Kunden zu verprellen und einen Wildwuchs bei der Technik Einzug halten zu lassen. Das ist mittlerweile auch im Interesse der Hersteller die unsere Serie als relevante Plattform wahrnehmen.“

Für 2019 erwartet Monschauer ein Feld von ähnlicher oder maximal leicht gesteigerter Grösse wie 2018. „Dieses Jahr hatten wir im Schnitt 26 Teilnehmer bei der DMV-GTC und 22 bei der Dunlop-60 Serie. Wir sind jetzt bei einer Grösse, wo ich meine wir müssen jetzt nicht mehr in der Teilnehmerzahl wachsen sondern in der Qualität. Wir hatten Schwankungen von bis zu 32 Autos in Hockenheim und nur 18 in Dijon-Prenois. Wir wollen auch keinesfalls dem ADAC GT-Masters oder anderen Serien aus dem ADAC-Paket Konkurrenz machen, sondern uns im Kundensport-Level darunter positionieren, wo engagierte Privatiers mit ihren GT3-, GT4-, Cup- und TCR-Fahrzeugen Start R2 HH1mit weniger Zeit- und Geldaufwand ihre Rennen bestreiten wollen. Es ist zwar schade, das die Exoten und Big Banger wie der Pagani , die ex-GT1-Fahrzeuge und die Praga- oder LMP3-Prototypen nun nicht mehr bei uns ins Klassengefüge passen. Aber ich habe absolut kein Problem damit das diese und die kleineren Tourenwagen nun entweder in die Spezial Tourenwagen Trophy oder die DMV-NES500 abwandern, weil das einfach die passenderen Bühnen für diese Teams sind und wir uns als Serienbetreiber so alle positionieren können ohne uns die Teilnehmer streitig zu machen.“

2019 steht nun die 30.te Saison der 1990 gegründeten DMV-GTC an, was Monschauer mit einer speziellen Neuauflage des Hockenheimpokals mit 4 Rennen auf der badischen Rennstrecke feiert. „Die Serie ist ja offiziell als Hockenheimpokal gegründet worden. Insofern haben wir 4 Rennen dort angesetzt und den Kalender noch mal komplett umwerfen müssen Schreibner Zolder 16als die F1 dort noch mal einen Termin bekommen hat. Den Kalender finde ich dennoch gelungen, da wir es geschafft haben unsere Termine jeweils 2 Wochen vor dem entsprechenden ADAC-Termin stattfinden zu lassen. Das wird unsere Serie bestimmt auch für einige Stammstarter aus dem GT-Masters, der ADAC GT4 Germany dem Porsche Carrera Cup Deutschland und der ADAC-TCR-Serie interessant machen.“

Die Termine der DMV-GTC 2019 lauten wie folgt:
29-30.3: Hockenheim
12-13.4: Hockenheim
24-25.5: Red Bull Ring
14-15.6: Nürburgring
5-6.7: Hockenheim
2-3.8: Oschersleben
6-7.9: Zolder
18-19.10: Hockenheim

30. Saisonkalender des Carrera-Cups

Der Porsche Carrera Cup Deutschland startet pcc3a2019 in ein ganz besonderes Motorsport-Jahr: man feiert das 30. Jubiläum. Der Rennkalender umfasst 16 Läufe im Rahmen des ADAC GT-Masters sowie der DTM. Der Talent Pool, das erfolgreiche Förderprogramm des Carrera Cup Deutschland, wird auch 2019 fortgeführt.

Im Jahr 2019 setzt sich der Rennkalender aus insgesamt 8 Veranstaltungen mit jeweils 2 Rennen zusammen. Dazu kommt ein zweitägiger Test vor Saisonbeginn. Sechsmal gehört der Porsche Carrera Cup Deutschland zum Programm des ADAC GT-Masters. Neben den Rennen auf dem Nürburgring, dem Hockenheimring und dem Sachsenring geht es für das Fahrerfeld an drei Wochenenden ins Ausland. Stationen sind Most in Tschechien, Spielberg in Österreich sowie das niederländische Zandvoort . Gleich zweimal präsentiert sich der Markenpokal im Rahmen der DTM. Zum Saisonauftakt auf dem Hockenheimring und auf dem traditionsreichen Norisring in Nürnberg. Bei jedem Event werden je ein Sprintrennen am Samstag und Sonntag ausgetragen. Die Rennen dauern 30 Minuten.

Der Kalender der 30. PCC-Saison lautet wie folgt:
09.04.-10.04.2019, Autodrom Most, offizieller Test
03.05.-05.05.2019, Hockenheim (DTM), Rennen 1+2
17.05.-19.05.2019, Autodrom Most (ADAC GT Masters), Rennen 3+4
07.06.-09.06.2019, Red Bull Ring (ADAC GT Masters), Rennen 5+6
05.07.-07.07.2019, Norisring (DTM), Rennen 7+8
09.08.-11.08.2019, Circuit Zandvoort (ADAC GT Masters), Rennen 9+10
16.08.-18.08.2019, Nürburgring (ADAC GT Masters), Rennen 11+12
13.09.-15.09.2019, Hockenheim (ADAC GT Masters), Rennen 13+14
27.09.-29.09.2019, Sachsenring (ADAC GT Masters), Rennen 15+16

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