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2. Ammermüller-Sieg im PCC

Inpcc2a Oschersleben gelang Michael Ammermüller der perfekte Start in die Saison. Der Deutsche überquerte auch beim 2.Rennen des Porsche Carrera Cup Deutschland am Sonntag als Erster die Ziellinie. Bereits beim Saisonauftakt am Samstag hatte der Fahrer vom Team BWT Lechner Racing in seinem 485 PS starken Porsche 911 GT3 Cup. Beim zweiten Lauf verwies Ammermüller seinen Teamkollegen Dylan Pereira und Förch Racing-Pilot Robert Lukas auf die Plätze zwei und drei. „Zweimal Erster, besser kann man nicht in die Saison starten. Ich wurde Runde für Runde schneller, das Fahrzeug war optimal abgestimmt“, sagte Ammermüller.

Als Bester im Zeittraining begann Ammermüller bei 14°C und leichtem Sonnenschein das Rennen von der ersten Position. Nach dem Start verteidigte der 32-Jährige diesen Rang erfolgreich und setzte sich im Verlauf des Rennens vom Fahrerfeld ab. Auf Platz eins des 29 Piloten großen Feldes erreichte Ammermüller nach 19 Runden das Ziel. pcc2bHinter dem Porsche-Routinier boten Lukas und Pereira den Zuschauern ein packendes Duell um Platz zwei. Von Beginn an setzte der von Position drei gestartete Pereira seinen Vordermann unter Druck. Der 20-Jährige überholte Lukas im viertzehnten Umlauf und gab den zweiten Rang bis zum Überfahren der Ziellinie nicht mehr ab. Gleichzeitig war Pereira damit bester Fahrer im neuen Nachwuchsprogramm des Markenpokals. „Mein Start war nicht so gut, aber danach war ich an Robert Lukas dran. Ich habe geduldig auf meine Chance gewartet und wurde dafür belohnt. Das freut mich sehr“, sagte Pereira.

Lukas erreichte auf der 3,667 Kilometer langen Strecke die dritte Position. „Das Rennen war sehr anspruchsvoll, die Abstände waren eng. Zweimal Podium am Wochenende sind daher ein super Ergebnis“. Den vierten Platz sicherte sich Project 1-Pilot Michael de Quesada aus den USA. Hinter dem Rookie beendete der Schwede Henric Skoog vom Team Raceunion das Rennen als Fünfter. Sein Landsmann Gustav Malja belegte den sechsten Rang.

Bester Fahrer in der Amateur-Klasse wurde Jörn Schmidt-Staade vom Team Cito Pretiosa vor Kim André Hauschild (HRT) und Schmidt-Staades Teamkollege Matthias Jeserich.

In der Gesamtwertung führt nach zwei Rennen Ammermüller mit 50 Punkten. Hinter ihm liegen Lukas und Pereira mit je 36 Zählern. Während Pereira mit 50 Punkten in der Rookie-Klasse vorne liegt, belegt Schmidt-Staade mit 50 Zählern den ersten Rang in der Amateur-Klasse.

Rückblick auf den Masters-Auftakt in Oschersleben

Das erste Rennwochenende des ADAC GT-Masters in Oschersleben (der Link führt zum Rennbericht auf unseren Seiten) lässt eine interessante Saison erwarten. Obwohl die diesjährige Streckenvariante – man fuhr statt der Schikane nach Start und Ziel die flüssigere Ur- oder Motoradvariante des Kurses – durch den Wegfall einer der wenigen Überholmöglichkeiten auf dem Kurs nicht gerade ein abwechslungsreiches Rennen förderte, bekamen die knapp über 10.000 Zuschauer pro Renntag 2 interessante Rennen zu sehen.

In Lauf 1 holte sich beim Comeback in der Serie die Phoenix Racing Mannschaft mit einem Start-Zielsieg durch das Duo Max Hofer/Phillip Ellis den Sieg. Während die Top-3 an der Spitze ihre Positionen halten konnten, begeisterten dahinter die Kämpfe im Feld die Zuschauer. Mit 34 Teams die die Zielflage entgegen nahmen fiel die Zuverlässigkeit im 35-Wagen Feld auch sehr erfreulich aus.

Ein Wochenende mit einer emotionalen Achterbahnfahrt erlebte das Grasser Racing Team: Unfall eines Autos im Qualifying, Reparatur über Nacht, im 1.Rennen ein knapp verpasster Sieg – dann werden alle 3 Wagen disqualifiziert, weil eine (in Oschersleben nicht funktionsfähige) Telemetrieanlage bei der technischen Nachkontrolle in den 3 Wagen nachgewiesen wurde, im zweiten Quali eine Doppelpole die von den Fahrern dann im Rennen in einen Doppelsieg umgemünzt wurde. Im 2.Lauf liessen es die Teams mit ein wenig mehr Risiko angehen – was 5 Ausfälle zur Folge hatte aber das Feld im Rennen ordentlich durchmischte. Der dritte Rang des HB-Racing Ferraris von Luca Ludwig und Dominik Schwager sorgte nicht nur für ein Gesamt-Österreichisches Podium auf Teamseite sondern auch für einen gelungenen Einstand des Ferrari F488 beim GT-Masters-Debüt.

Die Leistungsdichte bei beiden Rennen – im Qualifying lagen 18 bzw. 26 Teams in einer Sekunde – lässt wechselnde Startbedingungen bei jedem Rennen erahnen. Eine dominierende Mannschaft lässt sich nicht ausmachen und wer im Qualifying seine 1-2 Runden – für die auch die neuen Pirellireifen lediglich ihrer Peak haben - nicht verkehrsfrei zusammen bekommt, muss sich auf einen Start im hart umkämpften Mittelfeld einstellen. Lehrgeld mussten vor allem die neuen Teams in der Meisterschaft – Schuberts Honda-Truppe, das Team Rosberg, die EFP by TECE-Mannschaft und Ring Police – an diesem Wochenende zahlen. Die unterschiedlichen Streckencharakteristika werden ein übriges tun das Feld durcheinander zu wirbeln.

Als nächstes steht in 2 Wochen die Masters-Premiere in Most an, für die einige Mannschaften sich schon in den vergangenen Wochen mit extra-Testtagen auf dem tschechischen Kurs vorbereiteten. Nach diesem Wochenende wird man vielleicht etwas klarer bezüglich der Kräfteverhältnisse in der Meisterschaft sehen.

Carrera Cup-Auftaktrennen 2018 in Oschersleben

Beim pcc1ersten Lauf des Porsche Carrera Cup Deutschland in Oschersleben erreichte Michael Ammermüller als Erster die Ziellinie. Hinter seinem BWT Lechner Racing Porsche 911 GT3 Cup fuhr Förch Racing-Pilot Robert Lukas auf den zweiten Platz. Ammermüllers Teamkollege Dylan Pereira wurde im Rennen am Samstag Dritter. „Entscheidend war, dass ich beim Start super weg gekommen bin. Danach hatte ich nicht mehr ganz so viel Druck von hinten, was mir zusätzliche Sicherheit gegeben hat“, sagte Ammermüller.

Trotz leichten Regens am Vormittag war der Asphalt auf der Strecke zum Rennen trocken. Daher rollten alle 29 Fahrzeuge mit Slicks in die Startaufstellung. Im Qualifying sicherte sich Ammermüller die Pole-Position und münzte diese nach dem Start in eine Führung um. Durch die Berührung zweier Fahrzeuge musste in der zweiten Runde allerdings das Safety-Car ausrücken. Nachdem die Strecke wieder freigegeben war, behauptete sich der Deutsche erneut gegen den von Platz zwei gestarteten Lukas. Der Fahrer aus Rotthalmünster beendete den ersten Lauf der Saison mit 2,4s Vorsprung vor Lukas. „Ich war zu Beginn sehr schnell unterwegs, im Verlauf des Rennens konnte ich das Tempo von Michael Ammermüller aber nicht mitgehen und musste nach hinten schauen“, sagte Lukas.

Hinter dem Fahrer aus dem polnischen Bystra erreichte Pereira als Dritter das Ziel. Der 20-Jährige zog in der ersten Runde an Project 1-Pilot Larry Ten Voorde vorbei und verteidigte seine Position erfolgreich bis zum Rennende. Damit wurde Pereira als bester Fahrer aus dem Porsche Talent Pool gewertet, der neuen Nachwuchsförderung des nationalen Markenpokals. „Natürlich wollte ich Zweiter werden, aber Robert Lukas ist ein fehlerfreies Rennen gefahren. Das Überholen ist in Oschersleben nicht einfach, ich freue mich daher über den dritten Platz“, sagte Pereira.

Ten Voorde beendete den Lauf eine halbe Sekunde hinter dem Fahrer aus dem luxemburgischen Schouweiler auf dem vierten Rang. Die fünfte Position sicherte sich der Schwedische Raceunion- Pilot Henric Skoog vor dem Amerikaner Jacob Eidson aus dem Team Project 1.

Als bester Fahrer in der Amateur-Klasse wurde Jörn Schmidt-Staade vom Team Cito Pretiosa gewertet. Der Deutsche verwies seine beiden Landsleute Kim André Hauschild HRT-Motorsport und Matthias Jeserich (Cito Pretiosa) auf die Plätze zwei und drei.

Heute Start des GT-Masters Auftakts

Mit den ersten freien Trainings ab 12 Uhr beginnt morgen in Oschersleben die ADAC GT-Masters-Saison 2018. Wie wir bereits vor 2 Monaten berichteten wird ein volles Feld in diesem Jahr an den Start gehen. Auch wenn nun jeweils ein MRS GT-Racing BMW M6-GT3 und ein Honda NSX statt deren 2 an den Start gehen werden für morgen 35 Wagen im 20.000PS starken Starterfeld des Masters erwartet. 12 Audi, 7 Mercedes, 5 Lamborghini, 4 Porsche, 3 BMW, 2 Corvette und je ein Honda und Ferrari werden in der deutschen Meisterschaft erwartet.

Oschersleben ist dabei zum elften Mal Austragungsort des Auftaktlaufs. 26 Rennen der Serie fanden bisher in der Magdeburger Börde statt Der Kalender umfasst 2018 insgesamt 7 Läufe in Deutschland, Österreich, den Niederlanden und Tschechien, wo man erstmals in der Seriengeschichte antritt. Das Land ist das insgesamt sechste nach Belgien, Deutschland, den Niederlanden, Österreich und der Slowakei, in dem die Serie antritt. Der dort erstmals besuchte Kurs von Most ist die 13. Strecke der Seriengeschichte

7 ehemalige ADAC GT-Masters-Champions starten in Oschersleben in die Saison: Christopher Haase (2007), Sebastian Asch (2012 und 2015), Maximilian Götz (2012), Rekordsieger Daniel Keilwitz (2013 – 19 Gesamtsiege), Kelvin van der Linde (2014), Luca Ludwig (2015) und Christopher Mies (2016). Mit dem zweimaligen FIA-WEC-Champion Timo Bernhard und dem ehemaligen FIA-GT1-Titelträger Lucas Luhr sind zwei Automobil-Weltmeister im Starterfeld Die Masters-“Rookies“ in diesem Jahr sind Timo Bernhard, Victor Bouveng, Andrea Caldarelli, Jake Dennis, Christopher Dreyspring, Philipp Ellis, Jimmy Eriksson, Max Hofer, Mikkel Jensen, Lucas Luhr, Giorgio Maggi, Frank Perera, Timo Scheider, Kim-Luis Schramm, Jan-Erik Slooten, Oscar Tunjo, Aaro Vainio, Dries Vanthoor und Christopher Zoechling. Beim Saisonauftakt treten Fahrer aus 15 Nationen an. Am stärksten vertreten ist Deutschland mit 35 Piloten, also fast der Hälfte des Feldes, vor der Schweiz (7) sowie Belgien und Österreich (jeweils 4).

GT-Eins wird wie immer ausführlich von der GT-Masters-Saison 2018 berichten Der Link zum Bericht auf unseren Seiten ist hier.

Keilwitz nun doch vor voller Masters-Saison

Callaway Competition-Stammpilotrollercorvette Daniel Keilwitz wird nun doch die volle Saison 2018 im ADAC GT-Masters bestreiten und somit schon in Oschersleben seinem neuen Teamkollegen Marvin Kirchhöfer für die Mission Titelverteidigung zur Seite stehen. Als Pilot mit den meisten Laufsiegen aller Zeiten im ADAC GT Masters, startet Keilwitz am kommenden Wochenende, vom 13. bis 15. April, in seine achte GT Masters Saison und wird dabei von dem Mercedes Piloten Marvin Kirchhöfer unterstützt, der den zu Bentley gewechselten Vorjahreschampion Jules Gounon ersetzt.

Keilwitz hatte sich nach dem Vize-Titel 2017 im starken GT3-Championat des ADAC für das Callaway-Projekt in der amerikanischen „Pirelli Word Challenge“ in den USA entschieden, wo er ebenfalls die in Deutschland gebaute Corvette C7 GT3-R von Callaway Competition pilotieren sollte. Nach acht erfolgreichen Jahren auf europäischen Boden war klar, dass sich der Fokus nun auf die Amerika-Auftritte richtete. Dies hatte natürlich auch Auswirkungen auf seine Einsatzplanung im ADAC GT Masters, da die ersten beiden Saisonläufe in Oschersleben und Most mit den Veranstaltungen in Nordamerika (Long Beach und Alton) kollidieren.

„Wir hatten in den USA einen guten Start, mit dem wir wirklich sehr zufrieden sein können. Dennoch haben wir uns intern kurzfristig dazu entschieden, dass ich nun doch die volle ADAC GT Masters-Saison bestreite. Mit Marvin Kirchhöfer habe ich einen neuen jungen und talentierten Teamkollegen. Warum also nicht die Herausforderung Titelverteidigung annehmen und am Ende vielleicht sogar zu zweit ganz oben zu stehen? Dies macht allerdings nur Sinn, wenn wir gleich von Beginn an gemeinsam in die Saison starten.“

Keilwitz Pläne wurden durch eine Aussaetzung des Pirelli World Challenge-Programms von Callaway-USA möglich. Da der alte homologierte 2013´er LS9-Motorblock durch ein neues Aggregat ersetzt werden muss die Mannschaft die 3 kommenden PWC-Läufe auslassen.

Marvin Kirchhofer will nach dem Umstieg von Mercedes zur Corvette nun erste Erfolge im GT-Masters holen: „Ich möchte auf jeden Fall meinen ersten Sieg im ADAC GT-Masters holen und möglichst viele Punkte sammeln, das ist ganz klar das Ziel. Was die Gesamtwertung angeht, müssen wir mal schauen, wie sich die Saison entwickelt.“

Offen ist nun was der Wechsel der Pläne von Callaway Competition für Frank Kechele bedeutet. Der ex-Ford-Pilot war für ein Teilcomeback von der deutschen Corvette-Mannschaft verpflichtet worden und steht nun vorerst ohne ein Cockpit für das GT-Masters da.

45 Wagen beim ELMS-Auftakt in Le Castellet

45 Wagen preview gdrive– 19 LMP2, 18 LMP3 und 8 GTE – stehen an diesem Wochenende auf der Nennliste der Auftaktrunde der Europäischen Le Mans Serie 2018. Damit findet die Serie – wohl auch dank des Saisonauftakts und just absolvierten Prolog-Testtags auf dem inoffiziellen Le-Mans-Trainingskurs von Le Castellet - zur alten Stärke der Anfangsjahre 2005-2007 zurück.

Mit einem dichten LMP2-Feld, das einen spannenden Kampf an der Spitze verspricht, ist der Kampf um den Sieg in der Serie offener denn je. Mit 10 Oreca-Teams (Dragonspeed, Racing Engineering, G-Drive-Racing, IDEC Sport, Duqueine Engineering, APR-Rebellion, TDS Racing, Signatech und Graff Racing), 5 Ligier-Mannschaften (United Autosports, Panis-Barthez Competition, Algarve Pro, IDEC Sport und 4 Dallaras (SMP Racing High Class Racing, Villorba Corse und AVF by Adrian Valles) sind 3 der 4 vom ACO zugelassenen Hersteller in der Serie aktiv. preview avfDie AVF-Mannschaft hat in den vergangenen Tagen zudem die Bestzeiten bei den offiziellen Tests auf dem Circuit Paul Ricard markieren können. Die FIA Langstrecken Weltmeisterschafts-Mannschaften von IDEC-Sport, TDS Racing und Signatech verstärken das Feld der Stammteams um wertvolle Kilometer im Vorfeld von Le Mans auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke im Süden Frankreichs absolvieren zu können.

Bei den 18 LMP3 handelt es sich durchweg um die Stammteams die wir auch schon in unserer vorangegangenen Preview des Feldes vorgestellt haben. Einzelne Umbesetzungen haben sich hier ergeben.

8 Wagen starten in der GTE-Klasse und damit 2 mehr als wie für den Rest der Saison eingeplant. Ein zweiter Spirit of Race Ferrari und der Gulf Racing Porsche lassen das Feld auf 4 Porsche und 4 Ferrari wachsen. Ein kleines Fragezeichen schwebt noch über einem der Proton Competition Porsche da die deutsche Mannschaft bei den Testtagen Unfallschäden an 2 der Chassis notieren musste und nun zumindest ein weiteres Chassis schnell überarbeiten muss.

Die Sessions auf dem Circuit Paul Ricard in Le Castellet starten morgen am Freitag ab 11. 15 Uhr. Am Samstag läuft das Qualifying. Das Rennen am Sonntag ab 12 Uhr kann man wieder Live auf der Webseite der Europäischen Le Mans Serie verfolgen. Der übliche, ausführliche Rennreport auf unseren Seiten wird sich wegen der zeitgleich stattfindenden deutschen Events (GT-Masters-Auftakt in Oschersleben und 6h-Qualirennen am Nürburgring) um einige Tage verzögern.

Belcar Saisonauftakt Zolder

Beim belcar zolder normasNew Race Festival in Zolder fand im Rahmen der Blancpain GT Serie auch der Saisonauftakt der Belcar Endurance Championship 2018 statt. 33 Fahrzeuge rollten am Sonntag Nachmittag bei warmem Frühlingswetter in die Startaufstellung für das Rennen über 125 Minuten. Im Qualifying am Samstag hatte Tim Joosen im Deldiche Racing Norma die Pole Position heraus gefahren.

Joosen übernahm zu Rennbeginn auch gleich die Führung, konnte sie aber gegen Jeffrey van Hooydonk im DVB Racing Norma nicht lange halten. Als dann während der Boxenstopp Phase das Safty Car zu einem für das Deldiche Team sehr ungünstigen Zeitpunkt auf die Strecke kam, belcar zolder gts war der Kampf gegen die Markenkollegen von DVB Racing vorzeitig entschieden. Nach 77 Runden gewannen Van Hooydonk / Thiers / Magnus das erste Saisonrennen vor Joosen / de Cock / Piessens. Das Aqua Protect Racing Team komplettierte mit ihrem Fahrertrio Bouillon / van Laere / Goossens den dreifach Sieg der Norma M20 Fraktion. Der vierte Norma von Vauterin Racing belegte am Ende den fünften Platz. Dazwischen kam auf dem vierten Platz der Belgium Racing Porsche von Derdaele / Van Paris ins Ziel und gewann damit die Belcar GT Klasse vor dem Autosal Attantic (ehemals Mext Racing) Porsche von Kris & Koen Wauters und Xavier Stevens. Auf den Plätzen sieben und acht folgten der Belgium Driver Academy Wolf GB08 von Pampel / Doubek und der No Speed Limit Porsche von Fred Bouvy / Tourneur.

Der Oracle Racing Radical sowie der PK Carsport Porsche sahen die Zielflagge leider nicht. Der QSR Racing Mercedes AMG GT4 von De Breucker / Hoogaars siegte in der Belcar 3 Klasse. In der Belcar 4 war der VDW Motorsport BMW erfolgreich. Den Sieg in der Belcar 5 sicherte sich das AR Performance Team mit seinem BMW.

Das zweite Saisonrennen findet am ersten Juni Wochenende beim Spa Euro Race in Francorchamps statt.

Attempto Racing mit erstem Blancpain-Sieg

Das zolderstartAudi-Programm der Langenhagener Attempto Racing Mannschaft in der Blancpain GT Serie ist unter den besten Voraussetzungen gestartet. Kelvin van der Linde und Steijn Schothorst haben am Sonntag beim Hauptrennen des Blancpain Sprint Serien Cups in Zolder den Gesamtsieg erzielt. Die beiden Piloten profitierten beim ersten Erfolg der Mannschaft in der europäischen GT3-Serie von Durchfahrtsstrafen der vor ihnen gelegenen Teams.

Den attemptozolderzweiten Platz im mit 22 Wagen deutlich geschrumpften Feld der Sprintserie belegte mit 6,98s Abstand der AKKA-ASP Mercedes AMG GT von Michael Meadows und Raffaele Marciello. Platz 3 ging an den Grasser Racing Team Lamborghini Huracán GT3 von Ezequiel Perez Companc und Andrea Caldarelli, nachdem ihre Teamkollegen Mirko Bortolotti und Christian Engelhart, die das Qualirennen zuvor gewonnen hatten und lange auch das Hauptrennen anführten, nach Problemen beim Pflichtboxenstop und einer nachfolgenden Durchfahrtsstrafe die Führung verloren.

Der Kessel Racing Ferrari 488 GT3 von Carlo van Dam und Piti Bhirombhakdi gewann die Pro-Am Cup Klasse auf Gesamtrang 10. Der Sieg im Silver Cup ging auf Gesamtrang 6 an das Belgian Audi Club Team WRT Audi R8 LMS GT3 Duo Gilles Magnus und Alessio Picariello.

By Kolles nach Le Mans mit 2 LMP1?

Die ByKolles Racing Mannschaft will nach den 24 Stunden Rennen von Le Mans ihr Engagement in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft auf einen zweiten Wagen erweitern. Das hat die unter österreichischer Nennung startende deutsche Mannschaft im Verlauf des FIA Langstrecken Weltmeisterschaft-Prologs in Le Castellet am Wochenende bekannt gegeben. Wie der neue Teamchef Manfredi Ravetto unseren Kollegen von Sportscar 365 mitteilte, will man einen zweiten ENSO CLM P1/01 Nismo nach dem Klassiker im Juni für die verbleibende Supersaison einsetzen. Das Debüt des zweiten Wagens soll in Silverstone erfolgen.

Als einziges in der LMP1-L verbliebenes Team hatte ByKolles Racing das WEC-Engagement 2017 nach 4 Rennen zwecks weiterer Entwicklung des Autos ausgesetzt, das bei zahlreichen Test und Entwicklungsfahrten seitdem umfangreiche Updates an der Aerodynamik und dem Einsatztriebwerk von Nissan erhielt. Im Zuge dieser Testfahrten testete man auch etwa ein Dutzend Piloten, darunter Pierre Kaffer, Dominik Kraihamer, Marco Bonanomi, Tom Dillmann, Rene Binder, Paolo Ruberti, Ling Kang, Edoardo Liberati, Mikael Grenier, Oliver Webb und James Rossiter. Kraihamer, Bonanomi, Dillmann, Binder, Kang und Webb kamen auch beim Prolog zum Einsatz, wobei bislang lediglich der Brite Webb auf dem ersten der Fahrzeuge für den Verlauf der Saison bestätigt worden ist.

Teambesitzer Colin Kolles hatte bereits 2016 uns gegenüber in Le Mans bestätigt, das die Mannschaft bis zu 3 Chassis des ENZO CLM P1 besitzt und damit prinzipiell sogar ein Kundenprogramm für die LMP1-L Klasse anbieten könnte. Die sportliche Unattraktivität der den Werkshybridautos unterlegenen Subkategorie, sowie die fortgesetzte Entwicklungsarbeit am Auto verhinderten jedoch die Weiterverfolgung entsprechender Pläne. Mit einem Zweiwagen-Engagement würde das in Greding stationierte Team zumindest einen ersten Schritt hin zu einem potentiellen Kundenprogramm machen.

GT4 ES mit Krimi im Sonntagsrennen von Zolder

Zolder R2Nachdem der Sieg im Samstagsrennen der GT4 European Series mit Audi an eine neu im Feld vertretene Marke gegangen war, konnte sich am Sonntag mit Ginetta eine der in der Serie etablierten Marken den ersten Platz auf dem Podium sichern. Die beiden glücklichen Gewinner Stuart Middleton und Will Tregurtha profitierten dabei aber von einer Zeitstrafe gegen die eigentlichen Erstplatzierten, Nicolaj Möller-Madsen und Milan Dontje im Phoenix-Audi.

Doch der Reihe nach: Nach einem sauberen Start sah zunächst alles nach einem Start-Ziel-Sieg für das am Vortag drittplatzierte Duo Middleton/Tregurtha aus; auch gleich zwei Safetycar-Phasen zwischen der 45. und 30. Rennminute brachten die Führung der beiden Briten in Diensten des HHC-Teams nicht ernsthaft in Gefahr. Erst als die Boxenstopp-Phase zu Ende war, erschien mit dem Audi R8 von Möller-Madsen und Dontje ein ernsthafter Herausforderer: Von Platz neun aus gestartet, hatte sich das dänisch-niederländische Duo bis zu diesem Zeitpunkt bereits auf Platz 3 nach vorne gekämpft und war das mit Abstand schnellste Auto im Feld; der Vorsprung von Middleton, der mittlerweile das Steuer der Ginetta von Tregurtha übernommen hatte, schrumpfte immer weiter. Auf abbauenden Reifen schaffte es Middleton noch für einige Runden, sich vor Möller-Madsen zu halten, doch in der vorletzten Runde gelang dem Dänen in der Fahrerlagerschikane das Überholen. Middleton versuchte zwar noch zu kontern, musste sich aber schließlich geschlagen geben – bis zehn Sekunden vor Passieren der Zielflagge die Rennleitung eine 31-sekündige Zeitstrafe wegen eines „unsafe release“ – also gefährlichen Losfahrens – beim Boxenstopp verhängte und so Middleton den schon verloren geglaubten Sieg doch wieder zurückschenkte. Möller-Madsen und Dontje fielen in der Schlussabrechnung auf Rang 6 zurück.

Zolder SRT AMG

Das Podium kompletierten damit Patrick Zamperini und Csaba Mor im Racing-One Audi, die damit auch die Pro/Am-Wertung für sich entscheiden konnten, und der Schweizer Nico Rindlisbacher mit seinem Teamkollegen Paul Rees im Team GT McLaren. Bester Vertreter der Amateurfraktion war Niki Leutwiler, der als Einzelfahrer im TFT Porsche auf Gesamtrang 10 ins Ziel kam.

Mit Blick auf die Leistung der neu in die Serie eingestiegenen Hersteller lässt sich nach dem ersten Rennwochenende sagen, dass Audi bereits sehr gut angekommen, beziehungsweise in den Händen der richtigen Fahrer bereits in einer dominanten Position ist. Mit einigem Abstand folgt dann BMW, welche immerhin schon um Plätze in den Top-10 mitfahren konnten und – noch einmal eine Kleinigkeit dahinter – Mercedes-AMG, die ebenfalls in beiden Rennen in die Top-10 vordringen konnten. Sehr anonym agierten hingegen die beiden V8-Racing Chevrolet Camaros, die eher im hinteren Mittelfeld unterwegs waren. In wie fern es sich bei diesen ersten Eindrücken um eine valide Einschätzung der grundlegenden Qualitäten der betreffenden Fahrzeuge handelt, oder ob nicht doch die Balance of Performance, die Qualität der Teams und Fahrer und eventuell auch die Streckencharakteristik des Circuit Zolder eine größere Rolle spielen, bleibt freilich abzuwarten. Der Autor dieser Zeilen wäre in jedem Fall überrascht, wenn vor dem nächsten Rennen nicht Rufe nach einer Einbremsung der Audis oder nach einer vorteilhafteren BoP-Einstufung für die BMWs, Mercedes und Porsches laut würden.

 

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