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12h Bathurst 2021 abgesagt

Die laufende zweite Corona-Welle trifft nun die internationale GT-Szene mit voller Wucht. Nachdem gestern bereits 2 nationale Serien in Deutschland (Nürburgring Langstrecken Serie und das ADAC GT-Masters) Absagen bzw. Verlegungen ihrer nächsten Events bekannt geben mussten, hat gestern auch die australische Supercar-Serie die Absage der 12 Stunden von Bathurst 2021 verkündet. Die für Australien gültigen internationalen Einreisebeschränkungen hätten in der Folge dazu geführt, das man sich nun frühzeitig gegen die Ausführung des Events entschieden hat.

Der am 5-7.2 angesetzte Event hätte den Beginn der Intercontinental GT Challenge 2021 markiert. Die soll nun laut SRO-Chef und IGTC-Promotor Stephane Ratel erst Mitte des Jahres mit dem 24 Stunden Rennen von Spa-Francorchamps 2021 starten, wobei man Bathurst nun als potentielles Saisonende im Februar 2022 ins Auge fasst. Das würde dazu führen das sich die Intercontinental GT Challenge 2021 mit einem Winterkalender bis in die erste Jahreshälfte 2022 erstrecken könnte.

NLS6 abgesagt !

Nach intensiven Gesprächen mit allen beteiligten Stellen hat sich die VLN dazu entschlossen, das für Samstag, 24. Oktober vorgesehenen 6. Rennen der Nürburgring Langstrecken Serie abzusagen. Das Rennen wäre das erste gewesen das nach dem 24 Stunden Rennen am Nürburgring in der Nordschleifenserie stattgefunden hätte.

„Aufgrund der Entwicklung des COVID-19-Infektionsgeschehens der letzten 14 Tage ergeben sich eine Woche vor der Veranstaltung zu viele Unwägbarkeiten, so dass wir die Durchführung des 45. DMV Münsterlandpokals zum jetzigen Zeitpunkt nicht gewährleisten können“, sagt Ralph-Gerald Schlüter, Generalbevollmächtigter VLN e.V. & Co. oHG. „Der für den 7. und 8. November geplanten Double-Header zum Saisonfinale ist von der Entscheidung derzeit nicht betroffen.“

Dieses Doppelrennen, zu dem sich die Serie bereits Anfang September zur Kompaktierung des Kalenders durchgerungen hatte, dürfte nun allerdings ebenfalls in Gefahr sein. Denn der lediglich 2 Wochen später als das nun abgesagte Meeting stattfindende Termin dürfte angesichts der nun auch in Deutschland eskalierenden Pandemielage auf kaum veränderte Umstände treffen. Gut möglich das das 6h-Rennen Anfang September das letzte der Meisterschaft gewesen sein könnte, aber man soll ja optimistisch bleiben.

Durch die Absage bleibt der Serie zumindest für 2 Wochen die Erkenntnis erspart, auf wieviele Saisonteilnehmer das Feld nun nach dem absolvierten 24h-Klassiker geschrumpft wäre. Zudem es am 24.10 auch noch die Überschneidung mit dem 24 Stunden Rennen von Spa-Francorchamps gegeben hätte. Im Vorfeld waren zudem die Zugangsvoraussetzungen für die Teammitglieder und Aktiven verschärft worden. So wäre der Zugang zum Fahrerlager unter anderem nur unter Vorlage eines maximal 2 Tage alten Corona-Testergebnisses möglich gewesen. Dies dürfte auch für das Finale am 7-8.11 noch gültig sein – so dieses denn dann doch hoffentlich stattfindet.

ADAC verlegt Zandvoort-Runde

Das 6. Rennwochenende des ADAC GT-Masters wird vom 30. Oktober bis 1. November auf dem Eurospeedway Lausitzring ausgetragen. Das zweite Rennen des ADAC GT Masters auf der Strecke in Brandenburg nach dem Saisonstart Ende Juli ersetzt die ursprünglich am gleichen Datum auf dem Circuit Zandvoort in den Niederlanden geplanten Rennen. ADAC GT Masters und der Circuit Zandvoort hatten in den vergangenen Wochen intensiv an einem Konzept gearbeitet, um das Rennwochenende durchzuführen. Aufgrund der hohen Infektionszahlen in den Niederlanden und der Einstufung als Risikogebiet hat sich der ADAC jedoch nun kurzfristig für einen Wechsel des Austragungsorts entschieden. Gemeinsam mit dem ADAC GT Masters starten die ADAC GT4 Germany, die ADAC TCR Germany, die ADAC Formel 4 und der Porsche Carrera Cup Deutschland auf dem Lausitzring.

"Wir haben in den vergangenen Wochen gut und konstruktiv mit dem Circuit Zandvoort zusammengearbeitet und nichts unversucht gelassen, dort zu fahren. Unser großer Dank gilt dem dortigen Team für die gute Unterstützung, wir freuen uns auf ein Comeback in Zandvoort im August 2021. Aufgrund des aktuellen Infektionsgeschehen weichen wir auf eine alternative Rennstrecke aus, denn die Gesundheit aller Beteiligten steht an erster Stelle. Wir bedanken uns bei unserem langjährigen Partner DEKRA, die es kurzfristig möglich gemacht haben, dass wir auf dem Lausitzring fahren können,", so ADAC Motorsportchef Thomas Voss.

Fans, die bereits Eintrittskarten für das Rennwochenende des ADAC GT Masters in Zandvoort erworben haben, werden per E-Mail informiert und erhalten den vollen Ticketpreis automatisch zurückerstattet.

Acura Doppelpole beim Petit Le Mans

acuraplmpoleDas Acura Team Penske hat im Vorfeld des 23.ten Petit Le Mans Rennens eine Doppel-Pole herausgefahren. Dane Cameron auf dem #6 Acura DPi war im Qualifying gestern abend mit einer 1:08,412 selbst von seinem Teamkollegen Ricky Taylor auf dem #7 Acura nicht zu schlagen, der sich um 0,094s geschlagen geben musste. Dahinter sortierte sich der von Felipe Nasr pilotierte Whelen Cadillac ein, dem lediglich exakt 2 Zehntel Sekunden auf die Polezeit fehlten. Die beiden Mazda qualifizierten sich auf den Startplätzen 4 und 6.

In der LMP2 ging die Pole an die beiden PR1-Mathiasen Motorsports Orecas. Das offizielle Fahrzeug des Teams plazierte Pilot Patrick Kelly mit einer 1:11,590 auf der Klassenpole, vor dem unter der Nennung von Inter-Europol Competition von Mathiasen gestellten Einsatzschassis auf dem Rob Hodes für das Qualifying verantwortlich zeichnete. Die Pole in der GTLM-Klasse holte sich das dritte Mal in Folge in der Serie die Corvette Racing Mannschaft mit der #3, auf der Antonio Garcia eine Rekordzeit von 1:15,163 erzielte. Die Pole in der GTD-Klasse ging mit einer 1:19,291 an den japanischen, für Meyer-Shank Racing startenden Acura-Pilot Shinya Michimi.

Das Rennen startet heute um 18.40 und kann auf der Website der IMSA-WeatherTech SportsCar Championship im Livestream verfolgt werden. Für das Livetiming empfehlen wir euch neben dem auf der der IMSA-Website auch alternativ diese Seite.

30 Masters-Teams in Spielberg

Mit einem Feld von 30 Wagen tritt das ADAC GT-Masters bei der 5. Saisonrunde am Red Bull Ring in der Steiermark an. Eine Absage im Vorfeld wurde durch einen Gaststarter wettgemacht. Doch leider sind heute kurzfristig aus einem gewichtigen Grund 2 weitere Teams weggefallen.

Beim 100.sten Meeting der GT-Masters-Geschichte, das demzufolge am Sonntag das 200.ste Rennen der Serie erleben wird, fehlt aus dem Feld der regulären Teilnehmer der BWT Mücke Motorsport Audi von Mike David Ortmann und Igor Walliko. Dafür startet das YACO-Racing-Team mit seinen zu Beginn der Saison noch als Saisonstartern verkündeten Piloten Simon Reicher und Norbert Siedler . Das alpenländische Duo und das ostdeutsche Team mussten nach dem Corona-Lockdown das Rennprogramm finanziell bedingt zusammenstreichen und beschränken sich heuer auf den Gaststart bei der Heimrunde der Piloten.

Kurzfristig sind heute noch die beiden Autos der Belgian Audi Club Team WRT -Mannschaft vom Wochenende zurück gezogen worden. Nachdem 3 Teammitglieder im Vorfeld positiv auf das Corona-Virus getestet worden waren hat die Mannschaft die Audi R8 LMS GT3 für die Duos Ineichen/Bortolottti und Weerts/Vanthoor zurückgezogen. Unklar ist dabei allerdings ob sich die Teammitglieder im Rahmen der in der letzten Woche laufenden Finalrunde des GT World Challenge Europe Sprint Cups oder in der belgischen Heimat mit dem Virus infizierten.

Zusätzlich kehren Nick Yelloly an Bord des #10 Schubert BMW M6-GT3 und Jordan Lee Pepper an Bord des T3 Motorsport-HRT-Bentleys in ihre Cockpits zurück, nachdem beide Piloten die letzte Runde am Sachsenring wegen der zeitlich laufenden Intercontinental GT Challenge-Runde in Indianapolis auslassen mussten.

Die beiden Rennen Nummer 199 und Nummer 200 des ADAC GT-Masters, zu denen nach den lokalen Hygienebestimmungen sogar bis zu 3000 Zuschauer zugelassen sind, finden am Samstag und Sonntag ab etwa 13 Uhr statt und werden auf Sport1 sowie über die einschlägig bekannten Webkanäle übertragen.

31 Wagen beim Petit Le Mans 2020

PLM2020previewAn diesem Wochenende richtet die IMSA-WeatherTech SportsCar Championship das 23.te Petit Le Mans in Road Atlanta aus. Für die 2020´er Ausgabe des 10h/1000Meilen Rennens tritt an diesem Wochenende ein vergleichsweise kleines Feld von 31 Mannschaften an. 8 DPi, 4 LMP2, 6 GTLM (=GTE) und 13 GTD-(GT3-)Teams werden für den Traditionsevent erwartet, der in diesem Jahr ausnahmsweise nicht das Saisonfinale sondern erst das drittletzte Saisonrennen markiert. Das Finale findet in diesem Jahr am 14 November mit den verlegten 12h von Sebring statt.

Gegen die tabellenführende Mannschaft des Wayne Tayor Racing Cadillac Duos Renger van der Zande und Ryan Briscoe starten 3 weitere Cadillac-Teams, 2 Acuras und 2 Mazdas. In der LMP2 fehlt zwar das Era Motorsports Team das die Saison vorzeitig beendet hat, jedoch kommt in Form der Inter-Europol Competition Mannschaft (wir berichteten) kurzfristig Ersatz für dieses Rennen hinzu. Die ELMS-Mannschaft tritt erstmals mit einem Oreca an, den man sich vom PR1-Mathiasen Motorsports Team gemietet hat. Angesichts derzeit fehlender Ligier-Einsatzgeräte in den USA war dies die einzige Möglichkeit einen Testeinsatz für die hamelner Mannschaft in Vorbereitung einer möglichen LMP3-Saison im kommenden Jahr zu realisieren.

In der GTLM hat sich das Feld auf je 2 Corvette, Rahal-Letterman-Lanigan Racing-BMW M6 und 2 Werks-Porsche reduziert. Je 2 Porsche, Lexus, Acura und Lamborghini sowie je ein BMW, Ferrari, AMG, Audi und Aston Martin bilden das Feld der GTD-Klasse.

Das Qualifying des bereits heute mit den ersten Sessions gestarteten Events findet am morgigen Freitag ab 18.30 statt. Das Rennen startet am Samstag ab 12.40 Uhr Ortszeit, was 18.40 Uhr unserer Zeit entsprechen dürfte und wird auf der Website der IMSA live im Stream übertragen.

Eine neue GT-Serie ....

Der FIA-Motorsport-Rat hat auf seiner letzten Sitzung in der vergangenen Woche einen Vorschlag der FIA-GT-Kommission angenommen. Dieser hatte vorgeschlagen eine Arbeits-Kommission einzurichten die alle interessierten Parteien – Veranstalter und Hersteller – zusammen bringt, um Vorschläge für die Schaffung einer neuen GT-Serie für elektrisch betriebene Fahrzeuge zu sammeln. Dies wurde im Protokoll der Sitzung in einer kurzen Zeile erwähnt.

Offensichtlich macht sich nun auch die FIA bereit, dem kommenden Ende der Verbrennerantriebe in den leistungsstärksten Produktionssportwagen zu begegnen. Die Marketing-Abteilungen der grossen Hersteller senden bereits schon seit einiger Zeit deutliche Signale an die Szene, das für den bevorstehenden Mobilitätswandel Budgets für die sportliche Vermarktung der „Technik von gestern“ gegenüber den Vorständen eigentlich nicht mehr zu rechtfertigen sind. Statt dessen sucht man nach Möglichkeiten die kommenden Technologien auf einer geeigneten spektakulären Bühne marketing-mässig zu verwerten. Eine markenunabhängige GT-Serie mit Herstellervielfalt würde das Konzept der GT3 aufgreifen das sich rückblickend in den letzten 15 Jahren mit an die 2000 weltweit verkauften Einsatzgeräten als spektakulärste und erfolgreichtste Motorsportform gegen die Tourenwagen- und Formelszene durchgesetzt hat.

Halbzeitbilanz der GT4-Germany

gt4hockBevor an diesem Wochenende die 2.Saisonhälfte der ADAC GT4 Germany am Red Bull Ring beginnt müssen wir an dieser Stelle noch einen Blick zurück auf die letzten 4 Rennen werfen, die auf diesen Seiten wegen paralleler, umfangreicher Rennberichte leider etwas zu kurz kamen.

Bei der 2. Saisonrunde in Hockenheim startete man mit einem 22 Wagen grossen Feld in das Wochenende. Lauf 1 am Samstag entschied das True Racing KTM X-Bow GT4-Duo Florian Janits und Reinhard Kofler für sich, die nach 33 Runden die Ziellinie mit einem Vorsprung von 2,8s auf das Hofor-Bonk BMW M4-GT4-Duo Gabriele Piana und Michael Schrey kreuzten. Platz 3 ging an das Cayman-Duo Jan Kasperlik und Nicolai Moller-Madsen vom Team Allied Racing.

Im zweiten Lauf auf der badischen Rennstrecke war das KTM-Duo ebenfalls erfolgreich. Dieses Mal setzten sich Kofler/Janits gegen das Allied Racing-Duo Moller-Madsen/Kasperlik um 3,4s Vorsprung durch. Platz 3 sicherte sich das HTP-Winward Mercedes AMG GT4 Duo Julien Apotheloz und Luca-Sando Trefz in der „Baby-Mamba“.

babymambaDie beiden Mercedes-Piloten waren auch im ersten Lauf am Sachsenring lange im dieses Mal nur 13 Fahrzeuge starken Feld vorne mit dabei, und mussten den Sieg dann am Ende kurz vor dem Schluss an ihre Markenkollegen Jan Marschalkowski und Hendrik Still abgeben, die im Mercedes AMG GT4 im BKK-Mobil-Design den ersten Sieg für ihr Einsatzteam holten. Platz 3 ging an das KTM-Duo Janits/Kofler.

Dafür hielten sich die beiden „Baby-Mamba“-Piloten im zweiten Lauf in Hohenstein-Ernsttal schadlos und holten sich dieses mal den nun fälligen Sieg mit einem Vorsprung von nur 1,37s vor dem KTM-Duo Kofler/Janits. Auf Platz 3 kam zum ersten Mal in dieser Saison der von Willian Tregurtha und Hugo Sasse gesteuerte T3 Motorsport-HRT-Audi R8 LMS GT4 ins Ziel den die beiden Youngster beim Heimrennen ihres Teams zur Podiumspremiere fuhren.

Nach 6 Rennen führen in der Halbzeittabelle das AMG-Duo Trefz/Apotheloz mit 108 Punkten vor den KTM-Piloten Janits/Kofler, (98) und dem BMW-Duo Piana/Schrey mit 96 Zählern.

KTM GTX offziell vorgestellt

ktmgtxrender1KTM hat gestern den Anfang des jahres angekündigten KTM X-BOW GTX offiziell vorgestellt. Der neue Vollcarbon-Rennwagen der KTM Sportcar GmbH ist als weiteres Rennmodell des österreichischen Herstellers auf Basis des GTX-Reglements der 24h Serie entstanden und soll für Track-Days ebenso wie für den professionellen Einsatz im Rennsport an die Kunden gebracht werden. Auf Basis des GTX, dessen Preis bereits im Mai auf 230.000€ festgelegt wurde, soll in Kürze auch eine GT2-Version für die neuen SRO-Klasse für Privatiersfahrzeuge entstehen.

ktmgtxrender2Der nur 1.048 Kilogramm leichte KTM X-BOW GTX wurd von einem 2,5l 5-Zylinder-Turbomotor von Audi auf Basis des EA 855 evo DAZA-Blocks angetrieben. Die dort gelieferten 530 PS drücken das Leistungsgewicht damit auf unter 2,0kg/PS (exakt 1,98). Der resultierende effiziente Spritverbrauch in Verbindung mit dem 120 Liter großen FT3-Sicherheitstank sorgt dafür das der KTM X-BOW GTX damit weiter beziehungsweise länger als der Mitbewerb läuft. Zudem verringert das geringe Gewicht natürlich auch den Verschleiß und die Running Costs.

Beim Sicherheitskonzept des KTM X-BOW GTX kombiniert man das mittlerweile über 1300 mal gefertigte, bewährte Monocoque des KTM X-BOW, dessen Grundkonzeption auf einem Formel-3-Monocoque beruht, mit der Sicherheit eines vollwertigen, nach FIA Anhang J homologierten GT-Überrollkäfigs, ktmgtxrender3zusätzlich sitzt der Fahrer in einem nach „Advanced-Seat“ Kriterien entwickelten Competition-Sitz von Recaro.

KTM Vorstand Hubert Trunkenpolz zeigt sich überzeugt vom neuen Rennmodell: „Gemeinsam mit Hans Reiter und seinem Entwicklungsteam haben unsere Ingenieure mit dem KTM X-BOW GTX einen neuen Standard für Vollcarbon-Rennwagen geschafften. Unser neues Auto ist nicht nur wunderschön, sondern in wirklich allen Bereichen zukunftsweisend. Vor allem in Sachen Sicherheit, Effizienz und technologischer Detaillösungen sehen wir eine echte Revolution, vom Design und der unglaublichen Verarbeitungsqualität des Carbon-Chassis abgesehen.“

United Duo holt ELMS-Titel in Monza

4 Rennen, 3 Siege in Folge und ein dritter Platz zum Saisonauftakt – das reichte dem United Autosports Oreca 07 Duo Phil Hanson und Felipe Alburquerque gestern um nach dem bereits in Le Mans vorzeitig gesicherten FIA Langstrecken Weltmeisterschafts-LMP2-Fahrertitel nun auch am Sonntag in Monza den LMP2-Titel der Europäischen Le Mans Serie beim vierten und vorletzten Saisonlauf der Serie (der Link führt zum Rennbericht auf unseren Seiten) vorzeitig einzufahren. Das dominante britisch-portugiesische Duo hat damit so früh wie noch nie in der Seriengeschichte den Titel einfahren können. Auch ein Ausritt gleich in der ersten Kurve auf der anfänglich noch feuchten Strecke konnte dem zum 6.Mal in Folge von der Pole gestarteten Wagen nicht die Meisterfahrt verderben.

Dem United Autosports -Team gelang dabei zum ersten Mal in der Saison ein Doppelsieg, weil auch der zweite Wagen des Teams von Alex Brundle, Will Owen und Job van Uitert auf dem zweiten Platz ins Ziel kam. Das gegen Ende des Rennens drittplazierte Dragonspeed-Trio Hendrik Hedmann, Ben Hanley und Charles Milesi verlor hingegen nach dem Rennen wegen eines zu hohen Diffusors den eingefahrenen dritten Platz an das dänische High Class Duo Anders Fjordbach und Dennis Andersen.

In der LMP3 gelang der deutsch-polnischen Inter-Europol-Mannschaft endlich wieder ein Sieg in der Klasse. Obwohl Nigel Moore vor Ort kurzfristig durch den aus dem Michelin Le Mans Cup stammenden ex ADAC GT-Masters-Meister Dino Lunardi ersetzt werden musste, gelang Stammpilot Martin Hippe und seinem neuen französischen Copiloten auf Anhieb der erste Klassensieg beim ersten gemeinsamen Lauf. Ausschlaggebend war dabei die riskante Strategie Hippe auf Slicks in die ersten teils noch nassen bis feuchten Runden zu schicken. Den Vorsprung den man sich dadurch erarbeitete, liefen die Gegner am Ende vergeblich hinterher. Damit reist das Team nun wieder mit intakten Titelchancen und lediglich 10 Punkten Rückstand auf die United-Piloten Wheldon, Gamble und Boyd zum am 1. November anstehenden Saisonfinale in Portimao . Das LMP3-Podium komplettierten die Teams von Eurointernational und United Autosports.

In der GTE-Am gewann das Kessel Racing Trio Michael Broniszewski, David Perel und Nikki Cadei vor dem Proton Competition Porsche von Ried/Beretta/Piccariello und dem Iron Lynx-Ferrari von Rahel Frey, Manuela Gostner und Michelle Gatting.

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