Goodbye Lambo-Racing - Welcome Raeder Motorsport

lambo_racing_2007Lambo-Racing, das Team welches als erstes Team einen Lamborghini Gallardo auf die Rennstrecke brachte, wird in der Saison 2008 seinen Gallardo in der Garage lassen. Doch die Fans rund um die Nordschleife müssen jetzt nicht denken, dass man in der nächsten Saison nur noch einen Lamborghini auf der Nordschleife sehen wird. Denn Raeder Motorsport, welche mit ihrem Lamborghini in der vergangenen Saison für Furore sorgten, wird über den Winter ein zweites Auto aufbauen und in der Saison 2008 einsetzen. Stefan Rössler, der Initiator von Lambo-Racing, hat jetzt bei Raeder Motorsport angedockt. Er wird sich das Volant des italienischen Sportwagens mit dem Fahrzeugeigner Heinz Schmersal teilen.

raeder_2007Der Lambo-Racing Gallardo, welcher 2005 durch Reiter Engineering mit Technologie aus den GT3-Gallardos aufgebaut wurde, wird vorerst nicht mehr in der VLN auftauchen. Stefan Rössler hatte sich schon nach Alternativen für das Lambo-Racing Fahrzeug umgeschaut und dabei unter anderem einen aktuellen GT3 Gallardo von Reiter Engineering getestet. Doch als er das Angebot erhielt, einen Raeder-Lamborghini zu fahren, dockte er sofort bei Raeder an. Für die kommende Saison erhofft man sich Platzierungen in den Top-10.

Licht und Schatten bei den Porsche-Teams in Dubai

VIP Petfood Drei Tage nach den 24 h von Dubai feiert man bei Porsche den Sieg bei einem weiteren 24h-Event. Die dritte Ausgabe des Rennens am Golf (hier der Link zum GT-Eins-Rennbericht) hatte die schon vom letzten 24h-Rennen am Nürburgring bekannte australische VIP Petfood-Mannschaft mit ihrem 911 GT3 RSR gewonnen. Mit fünf Runden Rückstand fuhr das Team Bleekemolen’s Race Planet in einem Porsche GT3 Cup zudem auf die zweite Position. Insgesamt platzierten sich im 87 Fahrzeuge starken Teilnehmerfeld sieben Porsche unter den besten zehn der Gesamtwertung. Mit 31 Wagen hatte man neben BMW auch eines der zahlenmässig stärksten Herstellerkontingente an den Start gebracht. Mit dem Sieg in Dubai , nach zwei Niederlagen gegen den Duller-BMW Z4 in den Vorjahren konnte Porsche auch endlich diese Scharte auswetzen und die Siegesbilanz des Porsche GT3 RSR bei Langstreckenrennen fortsetzen. Im Jahr 2007 feierten Porsche-Kundenteams beiden 24-Stunden-Rennen in Spa und Le Mans Klassensiege, bei den 24 Stunden am Nürburgring fuhr der vom Manthey-Racing Team eingesetzte GT3 RSR sogar zum Gesamtsieg.

Konrad Es gab aber auch Porsche Teams die keinen Grund zum Jubeln hatten. Zu den Pechvögeln gehörte unter anderem die Proton-Mannschaft deren Porsche 997 RSR in Führung liegend mit Lars Erik Nielsen (und nicht wie zuerst gemeldet Richard Westbrook) am Steuer in der vierten Rennstunde nach einem spektakulären Unfall ausschied.

Leer ging leider auch wieder einmal das im Vorfeld als Favorit gehandelte Konrad-Team (Bild links) aus, das 2007 den Sieg in den arabischen Emiraten knapp verpasst hatte. Auf dem Konrad Motorsport-Porsche 997 GT3 RSR wollten Wolfgang Kaufmann, Jerome Bleekemolen, Michael Schrey und Teamchef Franz Konrad den zweiten Platz des Vorjahres überbieten. Von Platz 3 gestartet musste Startfahrer Schrey nach wenigen Runden mit Kupplungsproblemen an die Box. Eine Schnellreparatur konnte den Fehler leider nicht beseitigen. In der Folge wurde das Getriebe gewechselt, in der Hoffnung den Fehler zu finden. Nach dem Getriebewechsel ging Bleekemolen für ein paar Runden wieder ins Rennen, der Rückstand war aber bereits so groß, dass man sich entschied den Porsche aus dem Rennen zu nehmen.

Als technische Ursache stellte sich nach näherer Betrachtung ein undicht gewordener Radialwellendichtring am Antriebswellenflansch heraus. Unglücklicherweise machte sich der Ölverlust nur bemerkbar, wenn Getriebe und Antriebswellen sich in Bewegung befinden. "So haben wir unnötig viel Zeit verloren bei der ersten Fehlersuche. Während des Rennens haben wir die Welt nicht mehr verstanden. Es ist unglaublich frustrierend nach den 24h Nürburgring auch in Dubai ausgeschieden zu sein, bevor das Rennen begonnen hatte. Mit dieser tollen Fahrerkombination hatten wir die besten Siegchancen“, so ein frustrierter Wolfgang Kaufmann am Ende.

Corvette präsentiert neues GT4-Modell

corvette_gt4Nachdem Aston Martin Racing nun in allen vier GT-Klassen (GT1/GT2/GT3/GT4) vertreten ist, läuteten bei der Konkurrenz General Motors die Alarmglocken und Corvette holt zum Konter aus: Der amerikanische Sportwagenhersteller stellte die neue Corvette C6 GT4.R vor und tut es somit der britischen Marke gleich - man hat ebenfalls für alle Kategorien einen Wagen einsatzbereit.

Das Projekt geht aus einer Initiative von Callaway Racing hervor, jenem Team, welches unter der Nennung Martini-Callaway Racing in der FIA GT3 European Championship den Titel 2007 gewann. Die GT4-Corvette wurde innerhalb von zwölf Wochen auf der Basis der C6-Straßenversion entwickelt. In erster Linie will Callaway mit dem neuen GT-Boliden die niederländische Dutch Supercar Challenge unter der Nennung von Kroymans Racing mit Danny van Dagen & Rogier Kroymans in Angriff nehmen.

Das Fahrzeug soll aber auch im GT4 European Cup sowie in anderen SRO-Serien wie zum Beispiel der FFSA-GT oder der Belcar startberechtigt sein. Im Unterschied zu der GT4-Version wird die im Dutch Supercar Challenge laufende Corvette einen neuen Heckflügel und Splitter bekommen, auch die Stromversorgung wird erweitert. All diese Veränderung sind jedoch nur geringfügig und können ganz einfach an die FIA-GT4-Regularien angepasst werden. Obwohl sich das Auto noch unter Konstruktion befindet, soll es rechtzeitig zu Rennsaison 2008 startklar sein.

S.berg Racing: GT3-Pläne für 2008

Iice-trophy--bild7m Rahmen der Historic Ice Trophy in Altenmarkt-Zauchensee gab das S.berg Racing Team Details über seine Saisonplanung für 2008 bekannt. 2008 ist die dritte Rennsaison in der FIA GT3 Europameisterschaft, dies übrigens als einzige österreichische Crew.

Anknüpfend an die ersten beiden Saisonen sollen auch dieses Jahr wieder einige Podestplätze erreicht werden. 2007 ließen ja ein 2. Platz in Silverstone, die beste GT3-Rundenzeit beim 24h-Rennen von Spa-Francorchamps sowie der 3. Platz in Brünn die Bekanntheit des Teams enorm steigen. Dies nicht zuletzt auch wegen der prominenten Gentleman Driver, wie unter anderem den ehemaligen Skistar Hans Knauss, der auch im kommenden Jahr wieder für die "S.bergs" an den Start gehen wird.

Folgende Fahrer stehen schon jetzt fest: Hans Knauss (A), Vadim Kuzminykh (RUS), Jaromir Jirik (CZ) und Adam Lacko (CZ). Außerdem fährt, wie auch im vergangenen Jahr, ein S.berg-Gallardo in Zusammenarbeit mit Charouz Racing in der tschechischen Meisterschaft mit. Fahrer für diese Meisterschaft: Der tschechische Ex-Handelsminister Milan Urban und sein Bruder Jan.

Das S.berg Racing Team wurde von Teamchef Hans Weitgasser gegründet, der nach jahrelanger Rennsporterfahrung (unter anderem mit BMW in der Formel 1) diesen mutigen Schritt wagte.

Reiter Engineering 2008 in LMS, FIA-GT (& Le Mans?)

Murcielago 2006 Wie unsere Kollegen von Racingworld.it berichten ist für die Mannschaft von Reiter Engineering eine umfangreiche Saison gesichert. Verhandlungen mit einem russischen Sponsor aus dem Bankenbereich, der mit einem in der Sportwagenszene bekannten russischen Fahrer in Verbindung steht, haben demnach die Basis für ein umfangreiches Engagement in der LMS und der FIA-GT-Meisterschaft gelegt. In der 1000km Rennserie soll ein aktuelles 2008´er Chassis des Murcielago R-GT, das speziell nach den Regularien des  ACO aufgebaut wird, mit Peter Kox und dem Kundenpiloten zum Einsatz kommen. In der FIA-GT-Meisterschaft wird man parallel bis auf angeblich zwei Läufe, die sich mit der LMS überschneiden (derzeit ist nur eine Überschneidung offiziell - Brünn & Silverstone),  ein 2007´er Chassis mit Peter Kox und Jos Menten an den Start bringen. Die Einreichung einer Nennung für die 24 Stunden von Le Mans ist geplant. Daneben sollen das Programm im ADAC GT Masters und das Gallardo-Kundenprogramm weitergeführt werden.

In der LMS ist der Murcielago R-GT bislang nur eine Saison gefahren. 2006 erfolgten unter dem von RS-Line geführten Einsatz des B-Racing R-GT zwei Auftritte bei den 1000km von Istanbul und Spa-Francorchamps, wobei der Wagen in der Türkei wegen eines Motorschadens nicht starten konnte und in Spa-Francorchamps nach der Massenkollision zu Beginn ausschied. In Le Mans führte Reiter Engineering 2006 den Einsatz des JLOC-R-GT durch der erst in der 22. Stunde mit einem Antriebsdefekt endete. Das wahre Potential des Lamborghini GT1 in einer Serie des ACO - in der FIA-GT wird man durch Sonderregelungen des GT-Bureaus wie etwa einem breiteren Heckflügel, subventioniert - wird also erst in diesem Jahr voll zum Vorschein kommen.

Neue Klasseneinteilung & interessanter Kalender für die STT2008

stt_preview2008Als die Spezial-Tourenwagen-Trophy 1986 in Zolder ihr erstes Rennen austrug, war das Feld in gerade mal drei Hubraumklassen unterteilt. Im Laufe der Zeit kamen einige Kategorien hinzu und es wurden immer wieder Veränderungen vorgenommen - dabei war die große Klasse immer für GT-Fahrzeuge wie dem Porsche Turbo oder der Chrysler Viper vorbehalten. An Tourenwagen waren vor allem von Audi und BMW vertreten.

Nachdem die GTs und Tourenwagen jahrelang getrennt wurden, starten die beiden Fahrzeugkategorien nach Verabschiedung des neuen Reglements wieder in einer Klasse. Dazu Rolf Krepschik: „Es macht für mich keinen Sinn mehr, zwischen GTs und Tourenwagen zu unterscheiden, da alle in der gleichen Liga fahren. Mit den neuen Hubraumklassen können wir jetzt variabler umgehen, mehr als zehn Klassen möchte ich aber nicht haben. Eher weniger wäre mir lieber.” Die Topkategorie wird zukünftig die Klasse 1 für STT-Fahrzeuge über 5000 ccm bilden. Darunter werden die Klassen nach Hubraum in bis 5000 ccm, bis 3500 ccm, bis 3000 ccm, bis 2500 ccm, bis 2000 ccm und 1600 ccm eingeteilt. Die Sonderklasse wird erweitert und setzt sich aus einer Klasse bis 3200ccm und Porsche luftgekühlt, bis 4000 ccm und Porsche luftgekühlt und über 4000 ccm zusammen. Bei den Sonderklassen gibt es im Vergleich zu den anderen Kategorien keine Gewichtsbeschränkung.
start_hockenheimBezüglich der Termine versucht die STT sich an Top-Events zu halten. „Wir haben mit dem ehemaligen Divinol Cup, heute DMV-TW-Challenge, einen Mitbewerber auf etwa gleichem Niveau. Da es wahrscheinlich nie zu einer Verschmelzung kommen wird, versuche ich uns mit höherwertigen Veranstaltungen ein wenig abzuheben. Diese Veranstaltungen sind aber gleich sehr viel teurer, so dass es nur vereinzelt möglich ist, an diesen Super-Events teilzunehmen.”, erläutert Rolf Krepschik. Mit den Läufen im Rahmen des ADAC Truck GP steht ein besonders Highlight im STT-Kalender 2008. Im Vorjahr verirrten sich rund 160 000 Besucher zu diesem Event, somit stehen für Fahrer und Sponsoren die Türen sich vor großem Publikum zu präsentieren offen.

Einen weiteren Höhepunkt plant der Organisator mit den Rennen im Autodrom Grobnik bei Rijeka in Kroatien. Im Rahmen der FIM Superside Weltmeisterschaft erhofft man sich ein weiteres Mal vor „vollem Haus“ zu fahren. Auch wenn es für die Piloten ein besonders Ereignis ist vor großem Publikum zu fahren, findet mit Kroatien nach dem Event in Dänemark auf dem Djurslandring, das auch schon vorheriges Jahr auf dem Plan stand, ein weiteres Rennen statt, welches speziell für die deutschen STT-Fans ungünstig ist. „Es ist leider nicht so ganz einfach, bei Topveranstaltungen unterzukommen, da muss man eben auch mal gewillt sein, nach Kroatien zu fahren. Ob das von einem Großteil der Fahrer angenommen wird, wird sich über das Jahr zeigen”, erklärt Krepschik.

Der Auftakt wird dieses Jahr in Oschersleben beim ADAC Westfalen Pokal ausgetragen, bei dem unter anderem auch das ADAC GT Masters am Start ist. Wie schon im Vorjahr bietet die STT den Piloten wieder die Möglichkeit ein Rennen ohne Meisterschaftsstatus auf der Nürburgring-Nordschleife im Rahmen des 24h-Rennen zu fahren. Weitere Rennen auf dem Nürburgring finden im Rahmen des ADAC/RGB Rundstreckenrennen und des Westfalen Trophy Saisonfinales statt. 

Farnbacher-Loles ALMS-Programm

Werner Farnbacher Nielsen Ein umfangreiches Programm hat Teamchef Horst Farnbacher (auf dem Bild in der Mitte zwischen Dirk Werner und Lars-Erik Nielsen) in diesem Jahr zu absolvieren, falls er sich vornimmt, bei jedem Rennen seiner Teams anwesend zu sein. Farnbacher Racing und die Amerika-Kooperation Farnbacher-Loles werden in nicht weniger als vier Rennserien 2008 aktiv sein: in der ALMS, der LMS, der Grand Am und dem Porsche Carrera-Cup. Das gab uns der just aus Daytona zurückgekehrte Teamchef zu Protokoll und klärte dabei den gegenwärtigen Stand des ALMS-Engagement auf, um das sich gegenwärtig einige Gerüchte ranken.

„Wir planen dieses Jahr mit bis zu zwei Porsche 997 RSR anzutreten, wobei ein Wagen über die ganze Saison hin gesichert ist und der zweite zum gegenwärtigen Zeitpunkt bei 4-5 weiteren Rennen antreten wird. Als Pilot auf dem ersten Fahrzeug ist Dirk Werner gesetzt. Seinen Co-Piloten haben wir noch nicht fixiert, wir sprechen aber mit mehreren Kandidaten. Ob der zweite Wagen eventuell die ganze Saison über zum Einsatz kommt, wird sich in den kommenden Wochen klären. Es hängt davon ab, ob wir einen permanenten Kundenpiloten für dieses Fahrzeug finden.“ Sein Sohn Dominik taucht zumindest in der ALMS nicht in den Planungen auf. „Dominik hat einen ALMS-Vertrag mit Tafel Racing und wird dort den Ferrari F430 über die ganze Saison pilotieren. Es ist vielleicht nicht schlecht, dass er auch mal das Konkurrenzprodukt zum Porsche kennen lernt, um sich fahrerisch weiter zu entwickeln.“ Allerdings wird er nicht mit Wolf Henzler fahren, wie ursprünglich offiziell vermeldet wurde. „Dominiks Teamkollege wird noch fixiert, aber dazu kann ich noch nichts sagen.“

In der LMS wird es beim Einsatz eines Wagens bleiben. „Lars und Pierre werden weiter bei uns fahren. Ob noch ein dritter Pilot hinzukommt und welcher das dann ist, steht noch nicht fest.“

Oreca Stammfahrer 2008

oreca_fahrerOreca-Courage hat nun gemäß eines Berichtes von Endurance-Info.com seine Fahrercrew für die Le Mans Serie und die 24 Stunden von Le Mans zusammengestellt. Demnach werden den beiden Oreca-Stammfahrern Soheil Ayari und Stefane Ortelli Nicolas Lapierre und der Ex-F1-Profi Olivier Panis in einem zweiten Wagen an die Seite gestellt. Für Le Mans werden zumindest noch zwei Piloten hinzukommen, wobei derzeit in anderen Quellen der Name Franck Montagny gehandelt wurde. Motorisiert werden die Oreca-Courage LC70 LMP1 von einem Judd  5,5l-Motor, wobei Panis derzeit auf dem HTTT Tests mit der neuen Chassis-Motor-Kombination fährt.

Nach dem Reynard im Jahr 2000, dem Dallara-Chrysler 2001/2002 sowie dem Audi R8 in 2005 bedeutete der Kauf von Courage 2007 den Wiedereinstieg des französischen Rennsportunternehmens Oreca in die Top-Klasse der Sportwagenszene. 2009 will man dann mit einem komplett neuen Wagen aus eigener Feder antreten.

Pilbeam CN-Chassis

08vdev000Pilbeam Racing Designs hat neuerdings ein Fahrzeug in CN-Konfiguration mit 2-Liter Honda-Motor im Programm. Als Preis für das rolling-chassis werden 52.000 Britische Pfund genannt, zusätzlich werden auch Features wie z.B. paddle-shift angeboten.

Möglicherweise kommt das erste von vorerst vier als „MP98 Virage“ bezeichneten Autos (rechts ein Entwurf von der Pilbeam-Webseite) schon beim VdeV-UK-Saisonauftakt Mitte April in Donington zum Einsatz. Pilbeam wäre nach Juno und Chiron der dritte Hersteller aus Großbritannien in der VdeV.

Diesel in der LMP2 - (2)

Audi Vor einem Monat hatte der ACO einige Regeldetails neu formuliert (wir berichteten), in denen die aktuellen Anpassungen des Reglements für die LMP beschrieben wurden. Die Details bezüglich der Verwendung von Dieselmotoren für die kleine Prototypenklasse wurden darin allerdings nur angestreift und sind uns nun - im Zuge einer Nachfrage durch GT-Eins - nochmals detailliert erläutert worden:

„Die Verwendung von Dieselmotoren wird in Artikel 5.1 auf Seite 9 des aktuellen Reglements geklärt. Erlaubt für die LMP2 sind homologierte Serien-Dieselmotoren mit einem Hubraum von max. 4400ccm mit Turboaufladung, wobei der Turbolader wasser- oder luftgekühlt sein kann. Der Motor darf mit dem Zylinderkopf, den Ventilen, den Kolben und den Pleueln nicht von der Serie abweichen und muß in einem Serienmodell mit einer Kapazität von mindestens 10000 Stück im Jahr verbaut werden.“

Damit können die Selbstzünder nun auch in der kleinen Prototypenklasse verwendet werden. Freilich gibt es derzeit weder derartige Blöcke als Kundenmotoren eines Herstellers, noch plant ein Team den Einsatz eines Diesels in der kleinen Klasse. WR hatte 2006 ein Diester-Diesel-Projekt angekündigt, sich nun aber für 2008 doch für einen Zytek-Motor entschlossen. Man darf gespannt sein, wer diese Reglementsoption als Erster zieht.    

Der Dank für die Aufklärung geht an Herrn Michel DUMIOT vom ACO.

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