GT4-European Series Feld 2021

startgt4es2020nringDie SRO hat nun auch das Feld für die GT4-European Series 2021 bekannt gegeben. Dieses fällt nach einem mageren Pandemie-Jahr 2020 (nur 16-20 Wagen pro Runde) wieder oppulent aus. 37 Mannschaften haben sich für die Saison 2021 eingeschrieben. 9 der 16 derzeit aktiven Hersteller werden im Feld 2021 in der ranghöchsten europäischen GT4-Meisterschaft, die gleichzeitig das stärkste GT4-Championnat 2021 weltweit darstellen dürfte, vertreten sein.

Die von der SRO veröffentlichte offizielle Nennliste weist 9 Mercedes AMG GT4 (der Mannschaften AKKA ASP, CD Sport, NM Racing Team und Scuderia Villorba Corse), 7 Audi GT4 (von racing one, Team Sainteloc, Team Speedcar & Team Fullmotorsport) 6 Porsche Cayman GT4 (Allied Racing & Centri Porsche Ticino), 5 Aston Martin Vantage AMR GT4 (AGS Events & Street Art Racing), 3 BMW M4-GT4 (W&D Racing Team & Borusan Otomotive Motorsport) je 2 Alpine A110 GT4 (Arkadia Racing & CMR) McLaren 570S GT4 (United Autosports) und Toyota Supra GT4 (CMR) sowie lediglich ein Chevrolet Camaro GT4R der V8 Racing Mannschaft für das Feld 2021 auf.

Damit fehlen lediglich die Marken KTM Ginetta, der Ford Mustang GT4, Saleen, Panoz , Maserati und SIN-Car in der europäischen Serie, die mit dem folgenden Kalender (im Rahmen folgender Meetings) in die Saison 2021 geht.
1: 16-18.4 Monza (I) (im Rahmen der FGTWCEEC by AWS)
2: 28-30.5 Circuit Paul Ricard in Le Castellet (F) (im Rahmen der FGTWCEEC by AWS)
3: 18-20.6 Zandvoort (NL) (im Rahmen des FGTWCESC by AWS)
4: 28-31.7 Spa-Francorchamps (B) (im Rahmen des 24 Stunden Rennen von Spa-Francorchamps)
5: 3-5.9 Nürburgring (D) (im Rahmen der FGTWCEEC by AWS)
6: 8-10.10 Barcelona (E) (im Rahmen der FGTWCEEC by AWS)

LMP3 bei den FIA-Motorsport Games

mlmc1 htttstartWenn die FIA Motorsport Games Ende des Jahres trotz der augenblicklichen Pandemielage in Frankreich wie geplant am 29-31 Oktober am Circuit Paul Ricard in Le Castellet und in und um Marseilles stattfinden sollten, dann wird auch erstmals ein Wettbewerb für eine ACO unterstützte Wagenkategorie stattfinden. Die SRO die im Auftrag der FIA die eigentlich jährlich geplanten Spiele als Promotor ausrichtet, hat Anfang des Jahres nicht nur eine Verdreifachung der Anzahl der Disziplinen (u.a. Rally, Historic, Kart, Drifting, Cross-Car, ...) von 6 auf 18 bekannt gegeben sondern auch erstmals einen Langstrecken-Wettbewerb geplant. Der soll allerdings nicht mit der von der SRO entwickelten GT3 oder GT4-Formel sondern mit LMP3-Fahrzeugen ausgerichtet werden, die ein spezielles Produkt der in Frankreich konkurrierenden ACO-Rennszene sind. Damit wird auch die Prototypenszene mit einem Wettbewerb bedacht.

Das Rennen bei dem die Medallien vergeben werden soll ein 2h-Event mit LMP3-Fahrzeugen sein. Die Besatzungen sollen sich aus je einem Silber- und einem Bronce-Piloten die aus einer gemeinsamen Nation kommen, zusammen setzen. Im Vorfeld werden 3 Trainings mit 2*60 Minuten und einer nur für die Bronce-Fahrer reservierten 30 Min.-Session angesetzt. Das Qualifying findet in einem 15 minütigem Shootout statt.

mlmc 2020 htttAnders als die GT3, GT4 oder TCR liegt der Reiz der LMP3 weniger in einem von Markenvielfalt gekennzeichnetem Feld begründet. Die theoretisch als restriktiv begrenztes Herstelleroligopol von nur 4 Herstellern angelegte Klasse wird de Facto von einem Duopol der beiden französischen Marken Onroak-Ligier und Duqueine/Norma beherrscht. Zumindest diese beiden Hersteller liefern sich jedoch Duelle auf Augenhöhe, die mehr von den fahrerischen Qualitäten der Mannschaften als von den nur im Detail unterschiedlichen Auslegungen der Fahrzeuge bestimmt werden.

Da die LMP3 unter anderem mit Meisterschaften in Europa, Amerika, Asien (China & Asiatischen Le Mans Serie) und bald auch Australien verbreitet ist, dürfte es kein grosser Akt sein, hier ein hinreichend international aufgestelltes Feld zusammen zu bekommen. Zumal die Einsatzmannschaften ja auch aus einem anderen Land kommen dürfen und es somit keine Rolle spielt, wenn 50% der Einsatzmannschaften französische oder britische Heimatstandorte haben. Mit den deutschen Mannschaften von Mühlner Motorsport, Rinaldi Racing, Wochenspiegel Team Monschau, Phoenix Racing, Black Falcon, Inter-Europol Competition, dem Frikadelli Racing Team und der österreichischen Wimmer Werk Motorsport-Mannschaft stehen auch im deutschsprachigen Bereich genügend erfahrene LMP3-Mannschaften parat, die sich schon jetzt frühzeitig um die Organisation eines entsprechenden National-Duos für diesen Wettbewerb bemühen könnten.

GTWCE-Kalender 2021

testdaypromoshotMit einem wieder 10 Runden umfassenden Kalender startet die GT World Challenge Europe dieses Jahr in ihre Saison. Die Top-Serie der SRO, die m letzten Jahr aufgrund der Einschränkungen der COVID19-Pandemie lediglich 8 Runden veranstalten konnte, will erneut zum gewohnten Rhythmus mit je 5 Sprint (Fanatec GT World Challenge Europe Sprint Cup powered by Amazon Web Services (FGTWCESC by AWS) und Langstreckenrunden (Fanatec GT World Challenge Europe Endurance Cup powered by Amazon Web Services (kurz FGTWCEEC by AWS) zurückkehren. Nachdem der erste Termin mit den Testtagen auf dem Circuit Paul Ricard in Le Castellet in der vergangenen Woche absolviert wurde, steht nun in Bälde in Monza der Saisonstart an.

Der von der SRO geplante Kalender, der im Vorfeld schon einige Umstellungen verkraften musste lautet nun wie folgt:
16-18.4: Monza (FGTWCEEC by AWS)
7-9.5: Magny-Cours (FGTWCESC by AWS)
28-30.5: 1000km von Le Castellet (FGTWCEEC by AWS)
18-20.6 Zandvoort (FGTWCESC by AWS)
22-23.6 Testtag zum 24 Stunden Rennen von Spa-Francorchamps
2-4.7: Misano (FGTWCESC by AWS)
29.7-1.8: 73. 24 Stunden Rennen von Spa-Francorchamps (Intercontinental GT Challenge & FGTWCEEC by AWS)
28-29.8: Brands Hatch (FGTWCESC by AWS)
3-5.9: Nürburgring (FGTWCEEC by AWS)
25-26.9: Valencia (FGTWCESC by AWS)
8-10.10: Barcelona (FGTWCEEC by AWS)

Wie auch die GT-World Challenge America, die GT World Challenge Asia und die neu geschaffene GT World Challenge Australia fliessen alle Ergebnisse der GT World Challenge Europe in die umfassende GT-World Challenge Wertung der eingeschriebenen Hersteller (wir berichteten) ein die damit eine jährliche inoffizielle WM-Wertung im GT3-Bereich untereinander ausfahren.

Ein Rückblick auf Toyotas LMP1-Zeit

Toyota TS030 - HybridBevor in diesem Jahr Toyota mit dem GR010 die erste Saison der Hypercars in der FIA WEC startet, möchten wir noch einen Rückblick auf die letzten 9 LMP1-Jahre der Japaner mit Standort in Köln werfen:

Die Geschichte beginnt 2012-2013: mit dem Toyota TS030 - Hybrid. mit 3,4l V8 Saugmotor, Hybrid-Antireb mit Super-Kondensatoren und reinem Heckantrieb

In die erste Saison stieg Toyota gleich mit einem Rückstand ein: Das 12 Stunden Rennen in Sebring war nie als Einsatz geplant, doch ein Unfall mit Monocoque-Schaden in Paul Ricard verhinderte einen Start bei den 6 Stunden von Spa. Daher musste der erste Renneinsatz zweier TS030 - Hybrid  beim großen 24 Stunden Rennen von Le Mans erfolgen. Die Mannschaft hat sich achtungsvoll geschlagen und lag nach 6 Rennstunden gegen die Audi R18 sogar in Führung. Doch eine Kollision von Anthony Davidson mit anschließendem Überschlag in der Luft beendete das Rennen von Nummer #8, während die #7 erst eine Kollision mit dem DeltaWing und im weiteren Rennverlauf einen Motorschaden zu verzeichnen hatte. Den Rest der Saison brachte Toyota nur ein Fahrzeug an den Start, mit dem in den verbleibenden 5 Saisonrennen aber 3 Poles und Siege in Interlagos, Fuji und Shanghai erzielt wurden. Die Ehre des ersten Pole-Setters gebührt Alexander Wurz in Interlagos, erster Sieger war neben ihm Nicolas Lapierre. Platz 2 in der Hersteller- und 3 in der Fahrerwertung für Alexander Wurz und Nicolas Lapierre waren die Ausbeute der ersten Saison.

Die zweite Saison 2013 war nicht ganz so erfolgreich: 3 Poles und zwei Rennsiege war die Ausbeute aus 8 Rennen. Der Vizemeistertitel in der Herstellerwertung und 3. in der Fahrerwertung für Anthony Davidson, Sébastien Buemi und Stéphane Sarrazin, sowie P2&4 in Le Mans standen am Ende zu Buche.

Toyota TS040 - Hybrid2014-2015: Toyota TS040 - Hybrid. 3,7l V8 Saugmotor, Hybrid-Antrieb jetzt mit Allradantrieb

Der Nachfolger TS040 - Hybrid für 2014 war ein großer Wurf - und musste das gegen die Audi R18 e-tron quattro sowie die neu in die WEC eingestiegenen Porsche 919 Hybrid auch sein: 4 Pole Position, 5 Siege und 4 schnellste Rennrunden in 8 Saisonrennen gegen die starken deutschen Hersteller konnte man am Ende derzielen. Heraus sprangen auch die Meistertitel in der Hersteller- sowie der Fahrerwertung für Anthony Davidson und Sébastien Buemi. Nicolas Lapierre hat die erste Saionhälfte an der Seite der beiden Meister absolviert, auf Bitten der Fahrer haben diese den Rest der Saison ab Fuji alleine bestritten. Aber auch in dieser starken Saison bleib ihnen der Sieg in Le Mans verwehrt: Nicolas Lapierre hat die #8 noch am Samstagnachmittag in einem Regenschauer in die Leitplanken gesetzt und so für einen großen Rückstand gesorgt, die #7 war nach langer Führungsarbeit nach etwa 14 Stunden aus dem Rennen: Die Verbindung zwischen dem FIA Data-Recorder und dem Kabelbaum ist überhitzt und hat den Kabelbaum zum schmelzen gebracht. Das Team wollte den Toyota reinrufen - doch just in dem Moment als man bei der Boxeneinfahrt war funktionierte alles wieder und man dachte, dass Problem hätte sich von selbst gelöst. Kurz darauf hat die Datenübertragung wieder gestoppt und das Team wollte die Teile wechseln, doch da war es schon zu spät und Kazuki Nakajima ist auf der Strecke stehen geblieben.

In der Saison 2015 kam das Team ins Hintertreffen und hat gemerkt, dass man an einem Turboantrieb sowie einem Batteriekapazität von 8 Megajoule nicht mehr umhin kam. Die Einführung war für 2017 geplant und wurde um ein Jahr vorgezogen. Mehr als zwei dritte Plätze waren nicht mehr drin, in der Herstellerwertung lag man hinter Porsche und Audi auf Rang 3, in der Fahrerwertung Rang 5 für Anthony Davidson und Sébastien Buemi.

Toyota TS050 - Hybrid2016 - 2020: Toyota TS050 - Hybrid. 2,4l V6 Turbo, Hybridantrieb jetzt mit Lithum-Ionen-Batteriespeicher

Die Saison 2016 lief für Toyota deutlich besser als das vorherige Jahr, auch wenn nur ein Sieg in Fuji dabei heraussprang. Um ein Haar hätte das Team den so lange ersehnten Erfolg in Le Mans feiern können: In der vorletzten Runden dachte der Autor dieser Zeilen an einen schlechten Scherz, als der mit über einer Minute in Führung liegende Kazuki Nakajima immer langsamer wurde - und schließlich auf Start & Ziel vor der eigenen Box stehen blieb, in der Hoffnung durch die geringe Entfernung zur Boxenmannschaft einen Reset durchführen zu können. Doch ein Verbindungsstück zwischen Ladeluftkühler und Turbo hat sich gelöst und zu einem Leistungsverlust geführt. Dank der anschließenden zu langsamen letzten Runde ist der Toyota noch nicht einmal in Wertung angekommen, die Teamkollegen retteten mit Position 2 wenigstens einen Podestplatz. Position 3 in der Hersteller- und P3 in der Fahrerwertung für Kamui Kobayashi, Mike Conway und Stéphane Sarrazin.

Die Saison 2017 verlief wieder erfolgreicher. Nach dem Ausstieg von Audi und in der letzten Saison von Porsche erreichten die Japaner 4 Poles und 5 Siege in 9 Saisonrennen. Die Pole-Runde von Kamui Kobayashi in 3:14,791 min in Le Mans wird noch vielen in Erinnerung bleiben und wohl in der nächsten Zeit erst einmal nicht mehr zu schlagen sein. Im Rennen war man nach der Generalprobe in Spa erstmals mit 3 Fahrzeugen vertreten, doch das Glück war Ihnen wieder einmal nicht hold: An der #8 musste nach einem Zulieferer-Fehler (nicht korrekt befestigte Schraube) die Hybrideinheit ersetzt werden. Die #9 erlitt einen Getriebeschaden nach einer Berührung mit einem LMP2. Und die #7? Nach dem "Fake-Marschal-Accident" sorgte hier ein Kupplungsschaden für den Ausfall. Kamui Kobayashi wurde an der roten Boxenampel stehend aufgefordert auf die Strecke hinauszufahren - aber nicht von einem Marschall, sondern von einem Mitglied eines anderen Teams. Das mehrmailge Anfahren hat die Kupplung gekillt. Trotz mehr Siegen verlor Toyota die Titel an Porsche, Rang 2 in der Hersteller- und Rang 2 in der Fahrerwertung für Kazuki Nakajima und Sébastien Buemi.

Toyota TS050 - Hybrid erster Le Mans-SiegIn der "Super-Season" 2018-2019 hatte Toyota nur Privatteams wie Rebellion Racing oder SMP Racing als Gegenspieler. Wie zu erwarten hatte das einzige Werksteam im LMP1-Feld leichtes Spiel mit den Privaten. 8 Pole Positions und 7 Siege in 8 Saisonrennen waren die Ausbeute. Rang 1 in der Teamwertung sowie der Meistertitel für Kazuki Nakajima, Sébastien Bumei und Fernando Alonso waren die logische Konsequenz. Mangels Konkurrenz, aber auch dank der immer weiter perfektionierten Arbeitsweise konnte man auch erstmals die 24 Stunden von Le Mans gewinnen. In die "Super-Season" fand Le Mans gleich zwei Mal statt, beide Siege gingen an Nakajima, Buemi und Alonso. Der F1-Star konnte trotz mangelnder Konkurrenz Fans an die Strecke ziehen.

Die Saison 2019-2020 (die vorerst letzte über einen Jahreswechsel) sorgte für fast die gleiche Ausbeute: 6 Siege in 8 Rennen. Doch "nur" 4 Pole Positions und 3 schnellste Rennrunden zeigen, wie sehr die Veranstalter versuchten Toyota einzubremsen und mehr Spannung ins Feld zu bringen. Das ist grundsätzlich auch gelungen, doch gegen das Werksteam konnte die Konkurrenz sich am Ende doch nicht durchsetzen: Rang 1 in der Team- und 1 in der Fahrerwertung für Kamui Kobayashi, Mike Conway und Jose-Maria Lopez. Auch den Sieg in Le Mans holte sich das Toyota mit den Fahrern Sébastien Buemi, Kazuki Nakajima und Brendon Hartley.

Toyota LapierreIm Gesamten hat Toyota in den 8 WEC-Saisons 26 Pole Positions erzielt (TS030: 6, TS040: 4, TS050; 16). Kamui Kobayashi war an 10 dieser Poles beteiligt.

29 Rennsiege konnte Toyota in 64 WEC-Rennen erreichen (TS030: 6, TS040: 4, TS050: 19). Ingesamt gab es 66 WEC-Rennen seit 2012. Sébastien Buemi führt auch hier die WEC-Statistik mit 17 Siegen an. Mit 7 Siegen konnte Toyota die meisten auf der japanischen Strecke in Fuji erzielen.

24 schnellste Rennrunden gehen auf das Konto von Toyota (TS030: 4, TS040: 4, TS050: 16). 7 davon gebühren Sébastien Buemi. Man musste sich in dieser Statistik lediglich André Lotterer mit 11 schnellsten Rennrunden geschlagen geben.

Die meisten Renneinsätze gehen mit deren 59 auf das Konto von Sébastien Buemi, der seit dem ersten Renneinsatz 2012 in Le Mans bei der japanischen Truppe mit von der Partie ist. Nur die 2012er-Rennen nach Le Mans musste Buemi auslassen, bei allen anderen in der Toyota-LMP1-Zeit ist er gestartet. Es folgen Kazuki Nakajima (53), Mike Conway (45) und Anthony Davidson (41). Der nächste noch bei Toyota aktive Rennfahrer ist Kamui Kobayashi mit 34 Einsätzen.

Insgesamt hat Toyota in allen offiziellen Sessions über 45.000 Runden bzw. fast 331.000 km abgespult. Das Team kalkuliert mit weiteren 30.000 Test-km je Saison. Die Saison 2012 war mit ca. 16.000 km die "kürzeste", ansonsten lagen die Saisons bei round about 40.000 km. Die Super-Season 2018-2019 brachte über 65.000 km, also mehr als den 1,5-fachen Erdumfang.

Nicht überraschend ist der fleißigste Toyota-Pilot auch hier Sébastien Buemi: Mit 7.850 Runden bzw. über 57.000 km wird er in der WEC nur von dem ein oder anderem GTE Pro-Piloten übertroffen, die viele Rennen nur zu zweit absolvieren. Den Faktor, dass es nicht viele Fahrerwechsel gab führt Toyota als einen der Schlüssel zu Erfolg an. Die Erfahrung sei ein wichtiger Faktor bei der Fahrzeugentwicklung. Neben Buemi sind hier auch Kazuki Nakajima, Stéphane Sarrazin, Anthony Davidson und Alexander Wurz zu nennen.

Toyota GR010Ab 2021 startet Toyota mit dem Hypercar Toyota GR010. Warum Hypercar und warum WEC / Le Mans? Die offizielle Antwort fällt GT-Eins gegenüber so aus:

"Wir nehmen seit 2012 an der WEC teil, denn Langstreckenrennen eignen sich am besten zur Entwicklung von Straßenfahrzeug-relevanter Hybrid-Technologie. Jetzt mit den neuen Hypercar-Regularien sind wir auch in der Lage, zukünftige Gazoo Racing-Straßenfahrzeuge und Alltagsrelevante Technologien zu zeigen - das macht die Langstreckenrennen noch wertvoller. Wir hoffen, in Zukunft gegen weitere große Hersteller antreten zu können."

Unser Dank geht an Toyota-Pressesprecher Alastair Moffitt für die detaillierten Infos und wir wünschen Toyota weiterhin viel Glück auf der Rennstrecke!

GTWCE-Programm für Walkenhorst

walkenhorst34 testDie niedersächsische Walkenhorst Motorsport Mannschaft aus Melle startet 2021 neben dem DTM-Programm und dem bereits gestarteten Nürburgring-Programm noch ein drittes Engagement. Die amtierende Meistertruppe aus der Intercontinental GT Challenge 2020 wird 2021 auch die 5 Rennen zur Fanatec GT World Challenge Europe Endurance Cup powered by Amazon Web Services bestreiten. Dort will man 2 BMW M6-GT3 mit einer hochkarätigen Pilotencrew zum Einsatz bringen. Die Serie beteht aus 5 Läufen in Monza, Le Castellet Barcelona, am Nürburgring und dem zur Saisonmitte absolvierten Höhepunkt des 24 Stunden Rennen von Spa-Francorchamps .

Mit Timo Glock, Martin Tomczyk, Sheldon van der Linde und Marco Wittmann werden im Rahmen des SRO-Programms gleich 4 aktuelle BMW-Werkspiloten zum Einsatz kommen. Aus der Riege der teameigenen Piloten kommen David Pittard und der französische Pilot Thomas Neubauer zum Einsatz.

Teammanager Niclas Königbauer, der mit seiner Mannschaft just die SRO-Testtage auf dem Circuit Paul Ricard in Le Castellet absolvierte, weiss um die Qualität seines Pakets: „Nach der erfolgreichen IGTC-Saison 2020 sind wir alle sehr motiviert, an die Erfolge anzuknüpfen. Wir bereiten uns intensiv vor und geben unser Bestes, um in der Abschiedssaison des BMW M6-GT3 die gebührenden Resultate einzufahren. Ich bin sehr froh über unsere Fahreraufstellung und weiß, dass wir damit einen wichtigen Grundstein für das Erreichen unserer Ziele gelegt haben. Unser Paket wird stark sein, und als Team freuen wir uns sehr auf die Herausforderungen der Saison 2021.“

By Kolles LMH Entwicklungspiloten

bykollesrender1Das deutsche ByKolles Racing Team hat 2 Entwicklungsfahrer für sein LMH Hypercar Programm namens PMC Project LMH benannt, das 2022 mit ersten Renneinsätzen starten soll. Der Franzose Tom Dillmann, zuvor schon bei ByKolles Racing als Pilot im ENSO CLM P1/01 LMP1 eingesetzt und der Argentininische Tourenwagenpilot Esteban Guerrieri werden den Wagen in den kommenden Monaten einem intensiven Testprogramm unterziehen.

Die in Greding stationierte Mannschaft will 3 Versionen des von einem 700PS Gibson V8 Motors befeuerten Wagen entwerfen. Neben dem für die FIA Langstrecken Weltmeisterschaft 2022 geplanten Rennwagen sollen auch eine Trackday- und eine Strassen-Version des Projekts entstehen. Während der kommenden Tests sollen auch weitere Kandidaten für die Cockpitplätze 2022 getestet werden.

Villorba Corse komplettiert Crew

svc ligier 2021Die italienische 1AIM Villorba Corse Squadra hat nun die Besatzung für das Europäische Le Mans Serie-Engagement mit einem Ligier JS P320 LMP3 in der LMP3 Klasse komplettiert. An der Seite der beiden bereits bekannt gegebenen Piloten Alessandro Bressan und Andreas Laskaratos wird der 24 jährige Italiener Damiano Fioravanti die Crew komplettieren. Fioravanti startete bereits 2019 in der Serie und bestritt dort 6 Rennen an Bord des Oregon Racing Norma LMP3.

Cetilar Racing Crew 2021

Cetilarcrew2021Die italienische Cetilar Racing Mannschaft hat im Vorfeld des Starts der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft die neuen Farben des Einsatzfahrzeugs und ihre Besatzung für die Saison 2021 vorgestellt. Die vom Einsatzteam AF Corse betreute Mannschaft wird mit dem Pilotentrio Giorgio Sernagiotto, Roberto Lacorte und Antonio Fuoco (Bild: v.l.n.r.) die 6 Läufe der WM bestreiten.

Die Mannschaft bestritt die WM bereits in der vergangenen Saison mit einem von AF Corse betreuten LMP2-Dallara der von Sernagiotto, Lacorte und Andrea Belicchi pilotiert wurde. Dieser gibt nun seinen Sitz an den 24 jährigen Ferrari F1 Entwicklungspiloten Fuoco ab, der Geldgeber und Pharmaunternehmer Lacorte sowie den ebenfalls in der Europäischen Le Mans Serie mit Iron Lynx fahrenden Sernagiotto unterstützen wird. Bellicci bleibt dem Team als Fahrerkoordinator erhalten.

TS Corse vor MLMC-Einstieg

tscorse duqueineDas italienische TS Corse Team steigt in den Michelin Le Mans Cup ein. Die 2006 vom italienischen Piloten Stefano Turchetto gegründete Formel Mannschaft aus dem in der Nähe von Monza gelegenen, lombardischen Bovisio Masciago steigt nach einer Probesaison in der Ultimate Cup Serie mit einem Duqueine M30-D08 LMP3 in die 2.Liga des europäischen ACO-Paketes ein. Dort wird die Mannschaft den italienischen Piloten Pietro Peccenini und den irischen Piloten Cian Carey als Besatzung an den Start bringen.

Der 47 jährige aus Mailand stammende Pilot Peccenini stieg in der vergangenen Saison nach einer 10 jährigen Formelkarriere in den LMP3 um, wobei ihm in der Ultimate Cup Series gemeinsam mit dem Franzosen Hugo Carini zumindest ein Sieg gelang. Der 26-jährige Cian Carey kann schon 3 nationale Formel 3-Titel vorweisen und freut sich auf seine erste LMP3-Saison die er gemeinsam mit dem italienischen Team nun als Peccinini´s Teamkollege absolvieren will.

Le Mans Reserveliste 2021

Der ACO hat gestern die Reserveliste zum 89. 24 Stunden Rennen von Le Mans 2021 veröffentlicht. Diese lässt nun erstmals einen indirekten Schluss auf die derzeitige Nennsituation für den Klassiker zu. Lediglich 4 Autos – 2 Ferrari, ein Aston Martin und ein Oreca des Algarve Pro-Teams sind derzeit auf der Reserveliste verzeichnet.

Erster Wagen auf der Reserveliste ist der #62 AF Corse Ferrari auf dem der Russe Sergey Sirotkin, der 20 jährige Amerikaner Simon Mann und der schweizer Christoph Ullrich als erste ins Feld rutschen würden sobald einer der bislang 60 bekannt gewordenen Teilnehmer seine Teilnahme absagen würde. Als zweiter Reservewagen ist der #27 Algarve Pro Oreca LMP2 verzeichnet, der als Piloten bislang den Amerikaner Mark Patterson und den Inder Naveen Rao aufweist, der gemeinsam mit dem Team beim Einsatz des Racing Team India Orecas in der Asiatischen Le Mans Serie 2021 engagiert war. Dritter Wagen wäre ein vom britischen Garage 59 Team eingesetzter Aston Martin Vantage AMR GTE, der derzeit als einzigen Piloten den Briten Alexander West verzeichnet. Sollte noch ein vierter Wagen aus dem regulären Feld absagen dann sünde ein weiterer AF Corse Ferrari parat der derzeit nur den Piloten Francesco Piovanetti aufweist.

Das die Reserveliste in diesem Jahr nur 4 statt wie sonst 10 Wagen aufweist zeigt wie sehr das aktuelle Le Mans Feld in dieser zweiten Pandemiesaison in Folge auf Kante genäht ist. Hatte man vor gut 3 Wochen noch ein volles Feld mit 62 Teams vermeldet, weist die jetzige, magere Ersatzliste darauf hin das auch nicht wesentlich mehr Nennungen eingegangen sind und der ACO somit alle Teams aufgelistet hat, die auch nur lose eine Startabsicht geäussert hatten. Auch die immer wieder mal (auch von uns) kolportierten Gerüchte um zusätzliche LMP1-Nennungen haben sich als ebensolche erwiesen. Somit sollte man sich darauf einstellen das im ungünstigsten Falle das Feld dieses Jahr auch weniger als 60 Starter umfassen könnte wenn die zu erwartenden Absagen für den nun auf den 21-22.8 verschobenen Klassiker erst einmal Fahrt aufnehmen...

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