GTC Champions planen Titelverteidigung

asbeck amgDie amtierenden Goodyear60-Meister Mario Hirsch und Dominik Schraml werden 2021 versuchen ihren Titel im Rahmen der im ADAC Race Weekends antretenden Serie verteidigen. Das Duo konnte mit ihrem Team équipe vitesse klar die Meisterschaft im Goodyear 60 gewinnen. SemiPro-Pilot Mario Hirsch wurde zudem noch Gesamtmeister im GTC mit den meisten Punkten aller Wertungen.

Für die Saison 2021 hatte die GTC-Serie bereits vor 6 Wochen ein Feld von bis zu 24 GT3-Fahrzeugen vermeldet. Speziell das Konzept der rein auf Deutschland beschränkten Einsätze und die neue Rolle der Serie als Top-Act im neuen Serienpaket scheinen gut bei der Kundschaft anzukommen.

Erster T3-Lambo zeigt sich

t3 motorsport 71 renderDie sächsische T3 Motorsport-Truppe hatte in Vorfeld der Saison 2021 bekannt gegeben von den Einsatzfahrzeugen von Audi und Bentley für 2021 auf ein Trio von aktuellen Lamborghini Huracán GT3 evo zu wechseln. Nun hat man die Besatzung und das Design des ersten Fahrzeugs vorgestellt. Das Duo Maximilian Paul und Hugo Sasse wird den ersten der 3 Wagen der Dresdener Mannschaft im ADAC GT-Masters bewegen.

maximilianpaulDieHugoSasse in der Junior-Trophy antretenden Nachwuchsfahrer bilden angeblich eines der jüngsten Fahrerduos in der Deutschen GT-Meisterschaft: Der bereits in der letzten Saison auf dem T3-HRT Motorsport Audi R8 LMS GT3 startende Maximilian Paul (li.), der 2020 mit dem Niederländer Niels Langeveld im Masters startete und P30 in der Jahresendwertung und P7 in der Juniorwertung belegte ist 21 Jahre alt. Serienneuling Hugo Sasse (re.) , der in der letzten Saison in der ADAC GT4 Germany auf einem Audi R8 LMS GT4 der Mannschaft startete und das Gros der Saison gemeinsam mit dem Briten Wiliam Tregurtha bestritt (Endrang 7) wird zum Saisonstart mit 17 Jahren nach Angaben des Teams der jüngste Pilot im Masters-Feld sein.

T3-Teamchef Jens Feucht blickt gespannt auf den Start des Lamborghini-Programms der Dresdener Mannschaft: „Wir haben für unseren Lamborghini mit der Startnummer 71 ein ganz neues und ungewöhnliches Design entwickelt. Wir freuen uns, dass wir unsere Zusammenarbeit mit unserem Partner Meyle nicht nur fortsetzen, sondern sogar ausbauen können. Wir sollen die ersten Fahrzeuge in den nächsten Tagen bekommen. Nach Ostern wollen wir unsere Fahrer für den zweiten Lamborghini und für die ADAC GT4 Germany verkünden.“

Hofor-Bonk´s DTM-Trophy Crew

hoforbonktrophycrewHofor Racing by Bonk Motorsport hat die Besatzung für die DTM-Trophy 2021 fixiert. Mit insgesamt nun 3 BMW M4-GT4 und den Piloten Michael Schrey, Christopher Rink und Philipp Stahlschmidt  (Portraits: v.l.n.r.) will die Mannschaft, die in der vergangenen Saison lediglich einen kurzen Gastauftritt bei der dritten Meisterschaftsrunde absolvierte, ihr Engagement im DTM-Paket deutlich ausbauen.

Michael Schrey ist 2-facher VLN-Meister, Meister der 24 Stunden-Serie, sowie Gewinner der BMW Sports Trophy. Auch Christopher Rink ist 2-facher VLN-Meister und Gewinner BMW Sports Trophy, und hat danaben auch den Meistertitel in der Rundstrecken Challenge Nürburgring erringen können. Philipp Stahlschmidt hat bislang mehrere Klassensiege beim 24 Stunden Rennen am Nürburgring und in der Nürburgring Langstrecken Serie zu Buche stehen und ist aktueller Rundenrekordhalter in der Klasse VT2.

Bonk BMW DTM TrophyTeamchef Michael Bonk: „Wir wollen in dieser Saison wieder einmal etwas Neues ausprobieren. Dazu bietet sich die DTM Trophy an. Die GT4-Serie besitzt ein Format das sich von anderen Serien unterscheidet: ein Pilot bestreitet zwei Sprintrennen an einem Wochenende. Unsere Erfahrungen bei einem Gaststart in der letzten Saison waren wirklich positiv. Dazu haben wir ein Fahrer-Trio, das auf Anhieb konkurrenzfähig sein sollte.“

Daneben ist für das Team auch 2021 wieder ein Engagement im ADAC GT4 Germany, der Nürburgring Langstrecken Serie und der 24 Stunden-Serie vorgesehen.

4 GTC-Caymans für W&S Motorsport

wus caymantest Das W&S Motorsport-Team hat nun insgesamt 4 Cayman GT4-Cockpits für die GTC-Serie im Rahmen des neuen ADAC Racing Weekends fixiert. Neben dem bereits vor einigen Wochen bekannt gegebenen 16 jährigen Finn Zulauf werden der ebenfalls erst 16-jährige Sandro Ritz der 18-jährige Luca Arnold und der Privatier Dirk Biermann jeweils einen der Cayman GT4 der deutschen Mannschaft pilotieren.

Der gebürtige Künzeller Sandro Ritz, Mitglied des AC Fulda, startete im letzten Jahr u.a. im Chevrolet Cruze Euro Cup für das Pfister-Racing-Team. In der Mannschaft von Patrick Wagner und Daniel Schellhaas wird der Youngster einen von mehreren Porsche Cayman 718 GT4 in der Sprintserie pilotieren. Luca Arnold kommt aus Aichelau und ist der Bruder des Dunlop 60 Meisters 2019 Kevin Arnold. Das Fahrer-Lineup komplettiert der Unternehmer und Privatier Dirk Biermann der den vierten Cayman des Teams pilotiert.

Die Entscheidung für die GTC-Serie fiel für die 3 Youngster der Mannschaft nicht zuletzt auch wegen des GT3-Förderprogramms der Serie. 2021 kommen alle GT4-Piloten von 16 bis 30 Jahren in der GTC-Serie in den GT4 Kader. 4 Piloten werden im Förderkader einen GT3-Test bekommen. Davon wird ein Förderpilot 2022 ein komplett freies GT3-Cockpit für die Saison im GTC Race erhalten.

Fittje/Pereira im Team75-Cockpit

team75 74Bereits vor 2 Wochen hat das KÜS Team 75 Bernhard sein zweites Fahrerduo für das ADAC GT-Masters 2021 vorgestellt. Jannes Fittje und Dylan Pereira werden den zweiten Porsche 991 GT3 R der Mannschaft aus dem pfälzischen Landstuhl pilotieren. Das deutsch/luxemburger Duo ergänzt das bereits bekannt gegebene Duo Thomas Preining und Christian Engelhart.

jannesfittjeDen 911´er der Mannschaft kennt der 21-jährige Langenhainer Fittje bereits aus dem Vorjahr, auch wenn sich die Startnummer #18 aus dem Vorjahr nun in eine #74 ändert. Zusammen mit Co-Pilot David Jahn fuhr Fittje in der Saison 2020 zum Vizetitel in der Junior-Wertung, deren Titel er am Ende mit 268,5 Zählern nur um knappe 1,5 Punkte gegen Grasser Racing Team-Pilot Tim Zimmermann verpasste . Mit 58 Punkten belegte das Duo Jahn/Fittje zudem P17 in der Fahrerwertung.

dylanpereiraNeuer Co-Pilot wird in dieser Saison der aus der Porsche Carrera Szene neu ins Masters wechselnde Dylan Pereira. Der 23-jährige Luxemburger wurde 2020 Vizemeister im Porsche Carrera Cup Deutschland und im Porsche Mobil1 Supercup. Im Supercup lag er am Ende in der Gesamtwertung lediglich sieben Punkte hinter dem Meister. Im Carrera Cup Deutschland verpasste Dylan den Titel um gerade mal neun Zähler. Bislang sammelte er in seinen Porsche Cup-Jahren 6 Porsche Carrera Cup Deutschland-Siege, 4 Porsche Mobil1 Supercup-Siege sowie 7 Siege in der Porsche 991 GT3 R Cup Challenge Middle East.

Nebenbei hat sich das Team auch abseits der Lenkräder neu aufgestellt. Für den in die Privatwirtschaft gewechselten langjährigen Teammanager Klaus Graf übernimmt nun die bereits seit einem Jahr beim Team arbeitende Jennifer Leising – die Schwester von Timo Bernhard - die Managementaufgaben. Zudem hat man vom Team Rosberg den DTM-erfahrenen Max Messidat als Crewchief übernommen.

racing one startet im GTC

racingoneDas racing one Team hat ein Cockpit für die GTC-Serie im Rahmen des ADAC Racing Weekends besetzt. Der letztes Jahr in der DTM-Trophy schon für das Team startende 30 jährige Magdeburger Dominique Schaak (Bild: das letztjährige Einsatzfahrzeug) wird für das Team Hella Pagid racing one einen Audi R8 LMS GT4 im Goodyear 60 und der GTC Sprint pilotieren.

Schaak startete in der letzten Saison neben der DTM-Trophy auch in der ADAC GT4 Germany wo er allerdings nur ein Rennen am Nürburgring mit T3-HRT Motorsport bestritt.

Die Iron Lynx ACO-Crews

Ironlynxelms2021Das Iron Lynx Team hat für sein umfangreiches ACO-Programm in gleich 3 Serien nun die Besatzungen definiert. Die italienische Mannschaft tritt 2021 in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft der Europäischen Le Mans Serie und dem Michelin Le Mans Cup an und baut dabei auch sein Pilotinnen-Förderprogramm aus. Insgesamt wird die Mannschaft 14 Ferrari in 5 Serien mit 16 PilotInnen an den Start bringen, wobei mit der Asiatischen le Mans Serie bereits das erste Programm komplett absolviert wurde.

Die Ferrari-Mannschaft von Andrea Piccini und Sergio Pianezzola wird dieses Jahr mit 2 Ferrari F488 GTE in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft vertreten sein. In der WM geht der #60 Ferrari mit Hauptgeldgeber Claudio Schiavoni, Matteo Cressoni und Andrea Piccini in der GTE-Am-Klassse an den Start. In der selben Klasse tritt auch der rein weiblich besetzte #85 Ferrari an, auf dem die Schweizerin Rahel Frey und die Südtirolerin Manuela Gostner nun die 40 jährige Britin Katherine Legge – 2018 immerhin Vizemeisterin der GTD-Klasse der IMSA-WeatherTech SportsCar Championship - als neue Teamkollegin bekommen.

esmeehawkeyLeggeDorianePin ersetzt auf dem Wagen die ursprünglich vorgesehene Dänin Michelle Gatting – seit 3 jahren Teamkollegin von Frey und Gatting, die stattdessen weiter im Europäischen Le Mans Serie-Programm von Iron Lynx fahren wird. Dort wird sie den #83 Ferrari gemeinsam mit Rahel Frey und der 23jährigen britischen Porsche Carrera Cup Britain Pro-Am Meisterin Esmee Hawkey (Bild li.) pilotieren. Die anderen beiden Wagen in der ELMS, wo Iron Lynx das Engagement auf 3 Ferraris aufbohrt, werden die beiden Fahrertrios Matteo Cressoni, Rino Mastronardi und Ferrari-Werkspilot Miguel Molina in einem Wagen sowie Claudio Schiavioni, Giogio Sernagiotto und Paolo Ruberti pilotieren.

Zusätzlich werden 3 Ferrari F488 GT3 im Michelin Le Mans Cup zum Einsatz kommen, wobei auf dem #9 Wagen Michelle Gatting die erst 16 jährige französische GT-Novizin Doriane Pin (Bild re.), die aus dem von Ferrari unterstützten „FIA Girls on Track - Rising Stars“-Programm ins Team aufrückt, unterstützt. Auf dem #8 Ferrari starten Rino Mastronardi und Giacomo Piccini, während Schiavioni und Andrea Piccini erneut auf der #88 ins Lenkrad greifen.

Daneben wird Iron Lynx auch in der GT World Challenge Europe ein GT3-Programm starten.

Masters-Comeback für Phoenix Racing

phoenixmastersaudiPhoenix Racing hat heute sein Comeback im ADAC GT-Masters offiziell bekannt gegeben. Der Meuspather Rennstall wird neben dem Nordschleifen Programm und dem LMP3-Programm im Michelin Le Mans Cup einen Audi R8 LMS GT3 in der 15.ten Saison der deutschen Top-GT3-Serie einsetzen. Für die Rückkehr in das ADAC Serienpaket hat man auch einen ehemaligen Champion als Fahrer verpflichtet.

Die Mannschaft von Teamchef Ernst Moser setzt bei ihrer Rückkehr einen Audi R8 LMS ein. Pilotiert wird dieser vom 2019´er Champion Patric Niederhauser der in dieser Saison in den Kader der offiziellen Audi Sport Customer-Racing-Piloten übernommen wurde und der von HCB Rutronik Racing zur Meuspather Truppe wechselt. Co-Pilot von Niederhauser wird Seriendebütant Jusuf Owega, der 2018 mit dem GetSpeed Performance-Team in der ADAC GT4 Germany antrat und in der vergangenen Saison mit der Belgian Audi Club Team WRT Mannschaft im Sprint Cup der GT World Challenge Europe antrat.

Phoenix Racing startete zuletzt 2018 im GT-Masters und holte beim Saisonauftakt in Oschersleben einen Sieg. Insgesamt gelangen dem Team bislang 6 Gesamtsiege in der Serie. Zudem gewann der Rennstall unter anderem 5x das 24 Stunden Rennen am Nürburgring. Neben dem GT-Masters-Engagement wird die Mannschaft auch mit 2 Cup-Porsches im Porsche Carrera Cup Deutschland im ADAC-Paket vertreten sein, in dem man mit Jan-Erik Slooten und Ayhancan Güven bereits auch die Piloten fixiert hat. Zusätzlich ist das Team in den letzten Tagen auch eine offizielle langfristige Kooperation mit Slootens IronForce Racing-Projekt eingegangen.

Eine Revolution des GT-Sports?

fiagt1monzatestSaleen GT1, Panoz GT1, Ferrari F550 GT,1 Marcos LM600 GT2 und Mosler MT900 GT3 – das sind alles zusammen Fahrzeuge die bei vielen Lesern dieser Seiten wehmütige Erinnerungen an die goldenen Zeiten des GT-Sports aufkommen lassen. Wenn es nach dem Willen einer neuen Veranstaltergruppe geht, werden nicht nur diese fantastischen Boliden sondern auch aktuelle GT-Sport Fahrzeuge wie z.B der Audi R8 LMS GT3, Cup-Porsches, KTM X-Bow oder der Ligier JS2 sowie unzählige andere spektakuläre Vertreter des GT-Sports demnächst in einem neuen Serienpaket gemeinsam um Meisterschaftspunkte fahren, das schon in dieser Saison mit innovativen neuen technischen Lösungen und unter Beteiligung eines starken Sponsorenpools dem GT-Sport eine neue prestigeträchtige starke Bühne schaffen soll.

Wie GT-Eins exklusiv aus erster Hand erfuhr, geht das neue Serienkonzept bei der Lösung bestehender Probleme des GT-Sports teilweise ungewöhnliche, neue Lösungswege, um schon in der ersten Saison mit vollen, spektakulären Teilnehmerfeldern glänzen zu können. Das fängt schon bei der Klassenstruktur an: „Wir haben den bestehenden Trend zum vermehrten Einsatz von Cup-Autos und „Fahrzeugen von der Stange“ einfach konsequent weiter gedacht und werden in der Folge für jede Fahrzeugkonstruktion eine eigene Klasse ausschreiben. Es gibt also eine Porsche-Cup-Klasse, eine Panoz-Cup-Klasse, eine Audi-R8-Cup-Klasse und so weiter. Die Punkteanzahl in den Klassen ist von der Anzahl der Starter abhängig. Das bereits schon in der Nürburgring Langstrecken Serie bewährte Konzept werden wir noch weiter vereinfachen, indem für jede Klasse nur noch Kerndaten wie Basisgewicht und Restriktorgrösse vorgeschrieben sind. Dadurch ersparen wir uns eine aufwändige, herstellerübergreifende BoP, die immer nur für unnötige Diskussionen sorgt“ erläuterte uns H.Gallinnis, der der neuen Veranstaltergruppe als Promotor vorsteht.

tempolimitNS2015Aber auch bei weiteren technischen Aspekten sind Anleihen bei der NLS erkennbar und werden auch offen zugegeben: „Höchstgeschwindigkeiten werden im modernen Motorsport generell überbewertet. Was die Fans lieber sehen wollen sind spektakuläre Drifts in den deutlich langsameren Kurven. Das Tempolimit, das die Nürburgring Langstrecken Serie 2015 vorübergehend installiert hatte, hat uns in der nachträglichen Analyse einen so unschlagbaren Einfluss auf die Senkung der Einsatzkosten offenbart, das wir uns gefragt haben, warum nicht schon andere Serien dieses Konzept übernommen haben. Von daher werden wir dieses Limit selbstverständlich auch integrieren, wobei zu überlegen ist ob dabei nicht auch geringere Geschwindigkeiten als 200kmh vorgeschrieben werden. Das wird auch den Besitzern älterer Konstruktionen aus der GT1-Ära in die Hände spielen die dadurch in grösserer Anzahl wieder zurück kommen werden.“

Auch bei den Lärmbeschränkungen geht man neue Wege. Das angepeilte Limit von 69 dBA wird den technischen Fokus statt auf die Weiterentwicklung teuerer und lauter Motoren eher auf die Konstruktion effizienterer Abgas- und Schalldämpferanlagen liegen. „Diese deutlich breiter aufgestellte einheimische Industrie ist bislang viel zu wenig im Motorsport gewürdigt worden. Durch die neuen Vorgaben dürfen sich die Fans bei den zum Einsatz kommenden Anlagen auf spektakuläre Konstruktionen einstellen die das optische Erscheinungsbild der Serie auf Jahre hinaus prägen werden. Zusätzlich werden so Events auf spektakulären neuen Locations für unsere Teilnehmer möglich, die aufgrund der lokalen Lärmbeschränkungen bislang nicht oder nicht mehr für den GT-Sport in Betracht kamen.“ so Gallinnis weiter.

pekasaleenAber auch an die Puristen unter den Fans, die dem neuen Soundkonzept möglicherweise kritisch gegenüber stehen könnten, hat die neue Serie gedacht. Die Lösung dafür wird kostenlos in Form der neuen, innovativen und exklusiv für die Serie entwickelten „D.o.T-App“ und obligatorischer in den Rennwagen installierter GPS-Modulen mit Bluetooth-Anbindungen von der Serie zur Verfügung gestellt, wie der Promotor uns detailliert erläuterte: „Mittels der von unserer Softwareabteilung bei GT-Eins-GWRT eigenentwickelten, innovativen „Days of Thunder“-App für Android und iOS wird dieses generelle Problem der über die Jahre immer leiser werdenden Rennwagen ein für alle Mal gelöst. Die App ist in der Lage für einen oder mehrere sich nähernde oder davonfahrende Fahrzeuge eine realistische voreingestellte oder bei Bedarf auch vom User umdefinierte Soundkulisse über die Kopfhörer des angeschlossenen Smartphones in Echtzeit zu simulieren. Wir waren bei der ersten Testläufen an der Nordschleife in der vergangenen Saison selber total überwältigt welchen verblüffenden Eindruck es macht wenn eine Gruppe von Cup-Clios mit realistischem 6,3l-Big Block V8-NASCAR Sound an einem vorüber donnert. Das wird in den nächsten Saisons dann noch realistischer werden, wenn wir die geplanten Smart-Wear Polo-Shirts mit eingebauten Vibrations-Aktuatoren zusätzlich anbinden können. Dann wird man den Sound am ganzen Körper spüren können!“

Möglich werden diese aufwendigen technischen Innovationen durch ein Sponsorenpaket das im deutschen und internationalen Motorsport seinesgleichen sucht. „Unsere namhaften Sponsoren kommen allesamt aus der lukrativen Finanzbranche. So haben wir den asiatischen CEFC-Mischkonzern mit seinem Investment-Arm als Sponsor gewinnen können, der in den vergangenen Jahren ja schon im LMP-Bereich bis in Le Mans präsent war. Zusätzlich haben wir mit der irisch-italienischen Shannon Racing Funds Gruppe einen namhaften Sponsor gefunden der schon seit den 90´er Jahren Motorsport-Sponsoring bis hinauf in die Formel 1 betrieben hat, und der einen Grossteil der technischen Aufrüstungen für die Teams übernehmen wird. Besonders stolz sind wir auf die Verpflichtung des börsennotierten deutschen Wirecard-Konzerns, der uns eine verblüffende, neue prestigeträchtige Vermarktungsperspektive für die geplante Serie eröffnet hat.“

Ähnlich der von der SRO etablierten Fanatec GT World Challenge Europe powered by Amazon Web Services (kurz FGTWCE by AWS) plant auch das neue Serienpaket eine Meisterschaft mit mehreren Disziplinen, wobei man jedoch auf ein deutlich vielfältigeres Konzept setzt, wie Gallinnis in einer versteckten Kampfansage an die etablierten Veranstalter andeutete: „Neben dem „Chinese Energy Finance Cooperation presents GT-Eins Europäisches Langstreckenserien Wirecard-Masters powered by Shannon Racing Funds“ (Kurz: CEFCpGT1ELSSWMpbySRF) wird auch die Kurzstrecken-Sprintserie des CEFCpGT1EKSSWMpbySRF sowie die Bergrenntrophy des CEFCpGT1EBRTWMpbySRF und die Slalom-Challenge des CEFCpGT1ESCWMpbySRF veranstaltet werden. Das sind schon so viele Wettbewerbe für den echten, wahren GT-Sport das wir uns ein zusätzliches Sim-Gedaddel erst mal sparen können. Und was die Konkurrenzserien im Gegensatz zu uns auch nicht vorweisen können, ist die serienübergreifende Abkürzung der Abkürzungen der Teilserien die mit „GT1-WM“ deutlich prägnanter und prestigeträchtiger ausfällt.“

Laut der Serienorganisation ist bereits ein Kalenderentwurf an bis zu 200 interessierte Teams gegangen, der für die erste Saison der Serie je 3 Wettbewerbe für jede Teilserie umfasst, die in gleichen Teilen zur Gesamtpunktzahl der Gesamtserie beitragen. Aufgrund der aktuellen Situation der COVID-19-Pandemie hat man sich dabei entschlossen einen kompakten Rennkalender zu entwerfen der erst Mitte Juni beginnt und schon Ende September endet. „Im Gegensatz zu den oftmals zu optimistischen Planungen unserer Konkurrenzserien hoffen wir damit den Zeitraum zwischen dem Ende der dritten Corona-Welle und dem Start der vierten ohne zusätzlich nötige Terminabsagen und -Verschiebungen optimal ausnutzen zu können“, gibt der Promotor zu bedenken.

Der vorläufige Kalender des GT1-WM lautet vorbehaltlich der Genehmigung durch den DMSB wie folgt:
1: 19-20.6: Nürburgring-Nordschleife (CEFCpGT1ELSSWMpbySRF)
2: 26-27.6: Salzburgring (A) (CEFCpGT1EKSSWMpbySRF)
3: 3-4.7: Jarama (E) (CEFCpGT1EBRTWMpbySRF)
4: 10-11.7: Nürburgring-Steilstrecke (CEFCpGT1EBRTWMpbySRF)
5: 17-18.7: Eurospeedway Lausitzring (11km-Variante) (CEFCpGT1ELSSWMpbySRF)
6: 7-8.8: Arctic Circle Raceway (N) (CEFCpGT1EKSSWMpbySRF)
7: 14-15.8: Enna-Pergusa (I) (CEFCpGT1ESCWMpbySRF)
8 28-29.8: Grossglockner-Paßstrasse (A) (CEFCpGT1EBRTWMpbySRF)
9: 4-5.9: Heidbergring (CEFCpGT1ESCWMpbySRF)
10: 11-12.9: Mondello Park (IRL) (CEFCpGT1EKSSWMpbySRF)
11: 18-19.9: Istanbul Park (TR) (CEFCpGT1ELSSWMpbySRF)
12: 25-26.9: Nürburgring-Müllenbachschleife (CEFCpGT1ESCWMpbySRF)

Darüber hinaus sind bereits Überlegungen im Gange eine zusätzliche Trophy-Wertung für die Nürburgring-Events (CEFCpGT1NRTWMpbySRF) sowie angesichts der logistischen Herausforderungen durch den ambitionierten Terminplan eine entspreche zusätzliche Challenge für die Fahrer der Renntransporter der Teams (CEFCpGT1ERTCWMpbySRF) auszuschreiben, die dann 2022 ebenfalls in die Gesamtwertung des GT1-WM einfliessen könnten.

R-Motorsport pausiert erneut

R Motorsport GT4Die schweizer R-Motorsport Mannschaft hat ihr GT3- und GT4-Motorsport Programm erneut für ein Jahr ausgesetzt. Das hat die schweizer Mannschaft der beiden Teambesitzer Florian Kamelger und Andreas Baenzinger unseren Kollegen von Sportscar 365 gegenüber erläutert. Die schweizer Aston Martin Einstaz-Mannschaft die aufgrund der Auswirkungen der weltweiten Corona-Pandemie schon das Programm 2020 fast komplett zusammen gestrichen hatte, sieht nach wie vor auch für 2021 aufgrund der Covid-19-Situation keine Basis für einen wirtschaftlichen Rennbetrieb für ihr B2B-Eventkonzept gegeben.

R-Motorsport hatte 2020 im April die geplanten Programme für die Intercontinental GT Challenge , den Fanatec GT World Challenge Europe Endurance Cup powered by Amazon Web Services (kurz FGTWCEEC by AWS) und die GT4-European Series kurzerhand ausgesetzt. Als einzigen Event den man schliesslich bestritt blieb am Ende nur die Finalrunde der GT4-European Series in Le Castellet übrig wo man 2 Vantage AMR GT4 für die Pilotenduos Markus Lungstrass und Henrik Lyngbye Pedersen sowie Sebastian Perez und George Gamble einsetzte. Das schweizer Team, das bei seinen GT3-Einsätzen auf die Zusammenarbeit mit dem britischen Team Jota als Einsatzmannschaft vertraute, hofft nun 2022 wieder zu einem geregelten Betrieb zurückkehren zu können.

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