Details zu Rinaldis Le Mans Plänen

rinaldi66Die Rinaldi Racing Mannschaft wird in diesem Jahr den ersten Einsatz unter eigener Flagge in Le Mans absolvieren. Die deutsche Ferrari-Truppe hatte sich einen Autoentry für den Klassiker mit dem diesjährigen Engagement in der Asiatischen Le Mans Serie erfahren. Stammpilot des Engagements wird Pierre Ehret sein, der seine Saisonplanungen für 2021 mittleweile zugunsten des Klassikers umstellen musste, wie er uns in einem persönlichen Telefonat vor einigen Tagen erläuterte.

„Ursprünglich hatte ich ja vor 2021 in der neuen Fanatec Rebellion-GT3 Serie im GT Sports Club Paket der SRO zu starten. Dort sollten sich 2 Bronce-Fahrer im 3h-Rennen einen GT3 teilen, was zum einen deutlich mehr Fahrzeit für die Privatiers bedeutet hätte und zum Anderen wegen des ausgeglicheneren Feldes in Abwesenheit der übermotivierten Profis weniger Zwischenfälle und Kernschrott für die Privatfahrer und Wagenbesitzer zu Folge gehabt hätte. Leider war schnell absehbar das die Resonanz auf dieses an und für sich gute Konzept in diesem Jahr, was ja noch unter dem Einfluss von Corona steht, sehr bescheiden ausfällt, so das die Serie letztendlich abgesagt werden musste. Als sich dann die Chance mit dem Le Mans Ticket von Rinaldi ergeben hat habe ich nicht lange überlegen müssen und Michele und Ich haben relativ schnell ein Paket geschnürt mit dem wir dieses Jahr die Teilnahme am Klassiker stemmen wollen. Ich kenne eine Reihe von Piloten die an einem solchen Einsatz interessiert wären und wir haben direkt erste Gespräche dazu begonnen.“

pierreehret 2014Mittlerweile steht auch schon der erste Teamkollege von Ehret fest. „Zweiter Fahrer auf dem Ferrari wird Christian Hook sein. Für den dritten Pilot haben wir bereits einen Kandidaten der auch schon Le Mans Erfahrung vorweisen kann, aber dessen Unterschrift noch nicht fixiert ist. Von daher will ich den Namen noch nicht preisgeben.“ Das Asiatische Le Mans Serie-Trio Davide Rigon, Rino Mastronardi und David Perel kam wie bereits berichtet nicht in Frage, da alle 3 Piloten für den Klassiker bereits Verpflichtungen bei anderen Crews vorweisen können.

Auch beim Einsatzgerät ist Ehret zusammen mit dem Team noch einmal in die Vollen gegangen: "Wir haben uns extra in Maranello noch einmal ein nagelneues GTE-Chassis zugelegt. Zwar hätte man auch meinen bestehenden Ferrari noch einmal mit einem GTE-Kit umrüsten können, aber es gab nach einigen Erwägungen doch einige Gründe die für einen neuen Wagen gesprochen haben, obwohl dieser wegen des baldigen Endes der GTE-Klasse wahrscheinlich nicht mehr all zu viele Rennen erleben wird. Da sind zum einen die Kosten für das Kit die mittlerweile mit der Evo-Version doch um einiges höher sind als die ursprünglich kolportierten Zahlen. Zum Anderen weist ein gebrauchtes F488-Chassis nach den ganzen Rennkilometern doch einige Ermüdungserscheinungen auf, die du bei einem nagelneuen Chassis schlicht nicht finden wirst. Und letztlich lohnt sich die Anschaffung eines Ferraris für Le Mans eigentlich fast immer, da du den Wagen nach einiger Zeit ohne grosse Verluste an einen Sammler verkaufen kannst. Wenn du dann auch noch einen Klassenerfolg vorweisen kannst, dann kann sich das ganze von einem moderaten Verlust sogar in eine Geldanlage mit Gewinn ausweiten.“

ehret monza11 isWie Ehret erläuterte wird der späte Zeitpunkt des Le Mans Rennens – der Klassiker war bereits im Vorfeld der Saison zum 2. Male in Folge verlegt worden; dieses Mal in den August – zumindest eine zusätzlliche Testmöglichkeit eröffnen. "Wir hatten im Vorfeld erwogen uns für ein oder 2 ELMS-Rennen anzumelden. Da aber dieses Feld bis an die Kapazitätsgrenze ausgelastet ist, hat man uns dort keine Startgelegenheit eröffnen können. Wir haben nun stattdessen die 6h von Monza der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft am 18.7 ins Auge gefasst. Dort werden wir einen vorbereitenden Testeinsatz absolvieren, ehe es am dritten Augustwochenende dann nach Le Mans geht.“

Das ein Testrennen unbedingt notwendig ist sieht Ehret in den konzeptionellen Unterschieden der GT3 und GTE begründet. „Der GT3 nutzt immer ein ABS-Bremssystem während du im GTE auf diese Hilfe verzichten musste und sehr dosiert bremsen musst um die Räder nicht zum Stillstand zu bringen oder dich gar von der Strecke zu drehen. Profis macht das nicht so viel aus bei der Umstellung, aber Amateurfahrer, speziell wenn sie wie Christian vom GT3 her kommen, tun sich sehr schwer damit. Im GT3 musst du halt immer wie ein Elefant aufs Bremspedal latschen und den Rest erledigt das ABS für dich - im schlimmsten Fall schiesst du halt über den Einlenkpunkt hinaus. Machst du das im GTE findest du dich gegebenenfalls noch vor der Kurve rücklings in der Leitplanke wieder. Das ist übrigens möglicherweise mit ein Grund warum mir in den GT3 immer das letzte Quentchen an Speed gefehlt hat: ich komme vom GTE und habe immer im Hinterkopf mit dem Bremspedal gefühlvoll umgehen zu müssen. Dafür fällt mir halt das Fahren mit dem GTE leichter.“

14LM ehret jan7348Der geplante Le Mans Einsatz wäre für Ehret der neunte seiner Rennkarriere. Zuletzt war er 2014 auf einem Ferrari F458 Italia GTE des japanischen Team Taisan zusammen mit Martin Rich und Shinji Nakano gestartet. 2006-2008 gelang ihm mit seinen Crews 3 mal in Folge ein Podiumsergebnis beim französischen Langstreckenklassiker.

1. Carrera Cup Sieg für Laurin Heinrich

pcc4aWir haben an dieser Stelle hier noch das Ergebnis des 2. Porsche Carrera Cup Deutschland-Laufs aus Oschersleben nachzutragen. Beim 4. Saisonlauf des Markenpokals gab es einen Premierensieg für Van Berghe Huber Racing-Pilot Laurin Heinrich zu vermelden. Beim vierten Saisonlauf in der Motorsport Arena Oschersleben gelang dem 19-Jährigen ein Start-Ziel-Sieg. Porsche Junior Ayhancan Güven, der mit seinem Phoenix Racing Porsche 992 Cup am Samstag zu seinem Debütsieg im deutschen Markenpokal fuhr, belegte Rang 2. Das Podium komplettierte Tabellenführer Larry ten Voorde.

Pole-Setter Heinrich entschied den Start zunächst für sich, doch nach einer Kollision im hinteren Teil des Feldes kam nach der ersten Runde das Safety-Car auf die Strecke. Beim Re-Start lauerte Verfolger Güven hinter Heinrich. Doch der Huber-Pilot zeigte sich unbeeindruckt und überquerte nach 20 Runden 0,8s vor Güven die Ziellinie. Hinter ten Voorde lieferten sich Fach Auto Tech-Pilot Christopher Zöchling und Nebulus Racing by Huber-Pilot Leon Köhler ein spektakuläres Duell um P4. Bis zur zehnten Runde verteidigte sich Zöchling leidenschaftlich, doch dann fand Köhler die entscheidende Lücke und sah als Vierter die Ziellinie.

pcc4bHinter Zöchling erreichte Max van Splunteren Rang sechs. Sein Landsmann und GP Elite-Teamkollege Morris Schuring war als Siebter bester Rookie. Die Top 10 komplettierten Julian Hanses (HRT Performance), Rudy van Buren (CarTech Motorsport by Nigrin) und Jukka Honkavuori (MRS GT-Racing). Eine bemerkenswerte Aufholjagd gelang auf der 3,667 Kilometer langen Strecke Bastian Buus (Dänemark/Allied-Racing). Der 17-jährige Rookie startete von der 27. Position und schaffte es nach vielen Überholmanövern bis auf Rang 11.

Erfolgreich unterwegs war auch Carlos Rivas (Black Falcon Team Textar): Der Luxemburger feierte in der Magdeburger Börde bereits seinen vierten Sieg in der ProAm-Klasse. Rivas setzte sich in seiner Wertungsklasse gegen Phoenix Racing-Pilot Jan-Erik Slooten und den aus den Emiraten stammenden Bashar Mardini (Van Berghe Huber Racing) durch.

Die Meisterschaft führt nach 4 Rennen nun ten Voorde (86 Punkte) an. Hinter dem 24-Jährigen folgen Heinrich (81 Punkte) und Güven (58 Punkte).

PSC Lauf 1 in Monaco

psc1aEin ereignisreicher Saisonauftakt zum Porsche Mobil1 Supercup endete mit einem klaren Sieg des amtierenden Champions Larry ten Voorde. Der Niederländer vom Team GP Elite kontrollierte das zweimal unterbrochene Rennen auf dem Straßenkurs von Monte Carlo und kreuzte die Ziellinie mehr als 3s vor dem Neuseeländer Jaxon Evans der auf einem Martinet by Alméras-Porsche startete. Das spannende Duell um Rang drei entschied Evans´ Teamkollege, der Rookie Dorian Boccolacci aus Frankreich für sich, der alle Angriffe des Österreichers Christopher Zöchling im Fach Auto Tech-Porsche abwehren konnte.

Der erste Lauf begann hektisch. Schon nach wenigen Metern kollidierten in der Bergaufpassage Richtung Casino mehrere Fahrzeuge miteinander. Die blockierte Strecke führte zur Unterbrechung des Rennens. Sechs Fahrer mussten anschließend auf den Neustart hinter dem Safety-Car verzichten. psc1bAufgrund eines weiteren Ausrutschers in die Leitplanken neutralisierte das Safety-Car den gerade wieder aufgenommenen Saisonauftakt erneut, dieses Mal für eine Runde. Nach beiden Neustarts behauptete ten Voorde die Spitze und setzte sich in der Folge Zehntelsekunde um Zehntelsekunde von Verfolger Evans ab. Der Neuseeländer erarbeitet sich auf der traditionsreichen Formel-1-Rennstrecke seinerseits einen Vorsprung vor Boccolacci und Zöchling.

Pech hatte dagegen Porsche Junior Ayhancan Güven. Auf Rang 5 liegend, musste er kurz vor dem Ziel mit einem technischen Problem aufgeben. Sein Teamkollege bei BWT Lechner Racing, der Luxemburger Dylan Pereira, bot dagegen die Aufholjagd des Rennens. Der Schnellste des Freien Trainings musste nach einem Unfall im Qualifying das Rennen vom 27. und damit vorletzten Platz aufnehmen. Ins Ziel kam er auf Rang 11 und sicherte sich damit 5 Meisterschaftspunkte.

Neben Ex-Formel-2-Pilot Boccolacci, der mit Rang drei einen starken Einstand im internationalen Markenpokal von Porsche feierte, komplettierten der Brite Harry King (Parker Revs Racing) und Ludovico Laurini aus Italien (Dinamic Motorsport) das Rookie-Podium. Die ProAm-Wertung gewann der Franzose Clément Mateu (Pierre Martinet by Alméras) vor dem Österreicher Philipp Sager (Dinamic Motorsport).

Saisonstart des GTC in Oschersleben

dmvoleben start Am kommenden Wochenende startet bei der Premiere des ADAC Racing Weekends auch die GTC-Serie in Oschersleben in ihre Saison 2021. Bei dieser Gelegenheit ist auch das Teilnehmerfeld des Saisonauftakts veröffentlicht worden. 18 Mannschaften – 8 GT3 in der Top-Klasse 1 und 10 GT4-Fahrzeuge in der Klasse 4 – werden zu den 3 Rennen in Oschersleben erwartet die 2 Sprints der GTC-Serie und das Mittelstreckenrennen der Goodyear 60 umfassen.

spacedriveamgIn der Top-Klasse der aktuellen GT3-Fahrzeuge starten die Mercedes AMG GT3 der equipe vitesse mit dem Duo Hirsch/Schraml, des Space Drive Racing Teams (Heinemann/Assenheimer) und des MSW-Teams (Neumann/Kirchhöfer). Hinzu kommen 2 Phoenix Racing Audi R8 LMS GT3 für Salman Owega und Carrie Schreiner/Markus Winkelhock Ein Lamborghini Huracán GT3 evo von Konrad Motorsport (Lechman/Keserovic), ein Porsche 991 GT3 R des KÜS Team 75 Bernhard der Piloten Berwanger/Fittje und ein McLaren 720 S GT3 von Dörr Motorsport der mit Andreas Wirth und Dino Steiner an den Start geht.

Gleich 10 GT4 gehen beim Saisonauftakt der Serie an den Start. In der GT4 gibt es in diesem Jahr ein Förderprogramm an dessen Ende 4 Piloten ein kostenfreier GT3-Test winkt. Dem talentiertesten Fahrer wird 2022 im GTC Race in einem GT3 ein Cockpitplatz subventioniert. Dies hat somit dazu geführt das die GTC-Serie das drittstärkste nationale GT4-Feld nach der ADAC GT4 Germany und der DTM-Trophy zusammen bekommt. In der Klasse starten 4 Porsche Cayman (W&S Racing, Allied Racing & RN Vision STS) 4 Audi R8 LMS GT4 von Car-Collection, Hella-Pagid racing one & T3 Motorsport und WS Racing sowie ein Razoon Racing KTM X-Bow GT4 und ein East Side Racing Mercedes AMG GT4

Eigentlich weist die GTC-Serie noch 5 weitere Klassen auf, so welche für ältere GT3-Fahrzeuge, für Porsche 991-Cup-Fahrzeuge, für Lamborghini Huracán Supertropheo-Fahrzeuge, Cayman-Clubsport-Fahrzeuge und für Wagen der Gruppen FIA-E1, -E2 und -E2-S. Doch diese Klassen bleiben zum Saisonauftakt unbesetzt.

Der offizielle Start zur Saison 2021 beginnt am Freitag um 12.10 Uhr mit den freien Trainings und dem Zeittraining für das 60-Minuten-Rennen des Goodyear 60. Der Samstag beginnt mit den beiden Qualifying-Sitzungen für die Sprintrennen des GTC Race. In den jeweils 20 Minuten werden die Startaufstellungen für die beiden Rennen am Sonntag ermittelt. Der Samstagnachmittag steht im Zeichen des Rennen Goodyear 60, ab 15.10 Uhr. Die Rennen des GTC Sprint beginnen am Sonntag ab 10.45 Uhr und ab 14.10 Uhr über jeweils 30 Minuten.

DUWO Racing vor Modellwechsel

Die Luxemburger DUWO-Racing Mannschaft ist eines der Stammteams der 24h Serie. Die Mannschaft aus Elwangen/Mondorf startete schon 1990 im Langstreckensport und verdiente sich ihre ersten Meriten beim 24 Stunden Rennen von Spa-Francorchamps bzw. den 24 Stunden Rennen am Nürburgring und war in den ersten Jahren auch in der nationalen Bergsportszene unterwegs. Die Truppe von Teamchef Jean-Marie-Dumont und Romain Wolff, die seitdem hauptsächlich Fahrzeuge von Ford, BMW und Porsche an den Start brachte, nahm daneben auch am ersten 24h-Rennen von Dubai teil. Seitdem hat man die niederländische Serie wegen ihres Preis-Leistungs-Verhältnisses als bevorzugtes Einsatzgebiet für sich entdeckt.

Bei den 12h von Hockenheim war die Mannschaft wieder mit dem seit 2019 eingesetzten Porsche-GT3-Cup 991 Gen2 unterwegs. In der 991 Klasse gelang ihr dort hinter den beiden Bas Koeten Racing Porsches der dritte Rang in der mit 6 Autos besetzten Klasse, nachdem man im Vorjahr bei den 16h von Hockenheim schon Gesamtrang 2 belegen konnte und den Gesamtsieg nur knapp verpasste. Für dieses Jahr ist man zusätzlich in der Porsche Cup Challenge BeNeLux engagiert, um sich damit das Zugriffsrecht auf einen der neuen Porsche 911-Cup 992 zu sichern. Mit diesem will man dann nach der Premierensaison im Cup im kommenden Jahr auch in der 24 Stunden-Serie antreten.

47 Teams beim 1000km Le Castellet

Bei der 2. Runde des Fanatec GT World Challenge Europe Endurance Cup powered by Amazon Web Services (kurz FGTWCEEC by AWS), den 1000km von Le Castellet, wird an diesem Wochenende ein Feld von 47 Startern erwartet. Der morgen am Freitag mit den ersten freien Trainings beginnende Event sieht damit 4 Wagen mehr wie bei der Auftaktrunde in Monza am Start.

2 der Newcomer kommen dabei aus Deutschland: Neben dem Gastauftritt der Car-Collection Mannschaft, die nach dem vergangenen Rennwochenende am Hockenheimring nun einen Audi R8 LMS GT3 evo für Simon Reicher, Patrick Kolb und Milan Dontje in der Silver-Klasse an den Start bringt, tritt auch dieJP Motorsport McLaren 720 S GT3 mit dem Trio Christian Klien, Patryk Krupinski und Karol Basz in der Pro-Klasse an. Daneben werden auch 2 zusätzliche Ferrari – ein AF Corse Wagen mit dem Pro-Am-Duo Duncan Cameron und Matt Griffin und ein Iron Lynx Ferrari F488 GT3 für das Damentrio Katherine Legge, Doriane Pin und Sarah Bovy – zusätzlich erwartet.

Das Rennen startet am Samstag um 18 Uhr Ortszeit und geht bis Mitternacht. Das Qualifying wird zuvor um 13 Uhr am Samstag ausgefahren. Das Rennen kann auf dem Youtube-Kanal der SRO und auf der Webseite des Fanatec GT World Challenge Europe Endurance Cup powered by Amazon Web Services verfolgt werden.

SCC Saisonauftakt am RBR

scc1rbrBenjamin Hotz im Ligier-Turbo drückte dem Auftakt der Sports Car Challenge am vergagenen Pfingtswochenende einmal mehr seinen Stempel auf. Der Eidgenosse entschied beide Rennen auf dem Red Bull Ring für sich. Marco Fink im PRC-BMW und Peter Kormann im PRC-Audi landeten jeweils einmal auf Rang2.

Gleich beim Auftakt schlug Benjamin Hotz zu. Auch auf der Power-Strecke in der Steiermark war der Eidgenosse trotz PS-Defizit zu den stärkeren PRC nicht zu schlagen. Im ersten Durchgang musste sich Hotz auf nasser Piste jedoch noch geldulden und sich hinter den großen Division 1 Autos anstellen. Nachdem Marco Fink das Rennen in der ersten Runde angeführt hatte, setzte sich ab dem zweiten Umlauf Peter Kormann an die Spitze des Feldes. Doch in der zehnten Runde verabschiedete sich der Führende. Der dritte Gang war gebrochen. Da war Hotz bereits an Fink vorbeigezogen. Souverän brachte der Ligier-Pilot den Sieg vor Fink und Roland Rupprechter über den Zielstrich. Für Rupprechter war es nicht nur die Premiere im PRC-WPR60-BMW, sondern auch die erste Platzierung auf dem Gesamttreppchen.

Im zweiten Durchgang setzte sich Hotz von Beginn an die Spitze des Feldes. Dem Schweizer spielte zudem in die Karten, dass sich Kormann und Fink einen Kampf um den Sieg in der Division 1 lieferten. War anfangs Kormann vorne, ging Fink in der sechsten Runde vorbei. In der 13. Runde konterte Kormann und holte sich den zweiten Platz zurück. Rund 1,6s trennten die beiden PRC beim Fallen der schwarz-weiß karierten Flagge. Nachdem Roland Rupprechter auf Platz vier liegend mit gerissener Antriebswelle ausgefallen war, holte sich Wolfgang Terschl im Tork ProSport den dritten Platz in der Division 1.

Nach dem Ausfall im ersten Rennen sicherte sich Jasmin Fiedler im PRC S4 Honda den vierten Gesamtplatz. Damit landete die PRC-Pilotin auf dem zweiten Platz in der Division 2. Den hatte davor Andreas Hasler mit seinem Radical SR3 belegte. Getriebeprobleme verhinderten den Start zu Durchgang zwei.

Klassensieg für 9und11 Porsche in Hockenheim

9und11 12hhockErster Creventic 24 Stunden-Serien Einsatz und gleich der erste Klassensieg: Für die Wachtberger 9und11 Racing Mannschaft hat sich der Einsatz bei den ersten 12h von Hockenheim vollends gelohnt! Die deutsche, mit einem Porsche 911 GT3 Cup MR in der mit 5 Autos besetzten GTX-Klasse engagierte Mannschaft erzielte nach 361 absolvierten Runden mit dem Pilotenquartett Tim Scheerbarth, Georg Goder, Ralf Oehme und Martin Schlüter den 12. Gesamtrang und damit den Klassensieg in der mit 5 Wagen besetzten GTX-Klasse.

Dabei hatte man bei der Serienpremiere durchaus einige Hürden zu überwinden. Die erstmals vom Team eingesetzten, von der Serie vorgeschriebenen Hankook-Reifen mussten erst einmal für das Fahrwerk des 911 MR adaptiert werden. Zusätzlich blieb das Team während der zweiten Rennhälfte einmal mit leergefahrenem Tank wegen einer wohlmöglich falsch justierten Warnleuchte auf der Strecke liegen und musste in die Box zurück geschleppt werden. Dennoch schaffte man dank der technischen Zuverlässigkeit des 911 Cup MR den Klassensieg gegen die eigentlich fahrerisch stärkeren Crews des Felbermayr-KTM und des Red Camel-Porsches.

Denn da jedoch alle Konkurrenten mit noch schwerwiegenderen Problemen zu kämpfen hatten, machte der Fauxpas am Ende nicht so viel aus. So kämpften zum Beispiel die beiden KTM mit Problemen am Kabelbaum und beim später zweitplazierten Felbermayr KTM riss zusätzlich zu einem abgesprungenen Keilriemen kurz vor dem Ende des ersten Rennabschnitts noch ein Turboansaugrohr. Den Red Camel Racing Porsche 992 Cup fesselte eine festsitzende Radmutter in der Box und der von Gomez Competition eingesetzte Vortex hatte mit seinen üblichen Zuverlässigkeits-Problemen zu kämpfen, schaffte es aber dennoch auf Rang 3.

Neben der Hockenheim-Premiere plant das in der Nürburgring Langstrecken Serie engagierte Team eventuell auch einen weiteren Serien Auftritt bei der 2. Coppa Florio, den 12h von Sizilien am 2-3 Oktober.

Lamborghini Huracán Supertropheo EVO 2

supertropheoevo2aLamborghini hat eine zweite Evo-Version des 2014 erstmals herausgebrachten Markenpokal-Fahrzeugs des Lamborghini Huracán Supertropheo vorgestellt. Der durch die hauseigene Squadra Corse entwickelte Lamborghini Huracan Super Trofeo EVO2 weist gegenüber dem vor 3 jahren in 2018 vorgestellten Evo-Modell weitere aerodynamische Detailentwicklungen, sowie um 1cm auf 390mm vergrösserte Bremsscheiben auf. Zusätzlich wird am Heck ein neuer LED-Heckleuchten-Cluster verbaut.

supertropheoevo2bBestehende Supertropheo Evo-Modelle können mit einem Upgradepaket auf die neue Version aufgerüstet werden. Darüber hinaus ist das auch für 24h-Rennen taugliche Modell auch für 250.000€ zuzüglich landesspezifischer Mehrwertsteuer als Komplettmodell erhältlich. Damit liegt man 25.000€ über dem Preis der für einen aktuellen Porsche 992 GT3 Cup verlangt wird. Allerdings ist der Supertropheo mit 620 PS auch 110 PS stärker als sein Zuffenhausener Konkurrent. Ab 2022 soll das neue Modell in allen 3 weltweiten Meisterschaften (Europa, Asien & Nordamerika) eingesetzt werden können.

Noch unklar ist, ob Lamborghini auch vom Supertropheo 2 eine GT2-Variante anbieten wird. Derzeit ist nur der Lamborghini Huracán Supertropheo Evo mit einem zusätzlichen Paket für die neue Fahrzeugklasse der SRO homologert worden. Ein zweites Evo-Modell des GT3-Huracáns soll 2023 folgen.

Newssplitter zur 12h Hockenheim Premiere

12hhock 1Die 1. 12h von Hockenheim der Creventic 24 Stunden-Serie sind Geschichte – was ist uns am Rande des Meetings im Badischen alles aufgefallen?

  • Die Serie der Porsche Siege in der Saison 2021 des offiziellen Kalenders der Serie hält an. Nach GPX Racing in Dubai und Herberth Motorsport in Mugello und Paul Ricard war nun die erst ihr zweites Rennen mit dem Porsche bestreitende schweizer Haegli by T2 Racing Mannschaft mit einem Porsche 991 GT3 R in Hockenheim erfolgreich. Lediglich das nicht zur Meisterschaft zählende Einladungsrennen in Abu Dhabi konnte mit dem Car-Collection R8 eine Audi Mannschaft für sich entscheiden.
  • Mit nun 23 Siegen in bislang 82 Rennen bleibt Porsche somit weiterhin der erfolgreichste Hersteller der Serie. Die T2-Piloten Marc Basseng, Manuel Lauck und Pieder Decurtins trugen sich erstmals in die Siegerlisten der Serie ein.
  • Hockenheim bleibt somit eine Porsche Strecke – auch 2020 bei der einmalig absolvierten 16h-Runde war eine 911ér Mannschaft (NKKP by Bas Koeten Racing) mit einem Cup-911´er erfolgreich.
  • Die 12hhock haegli t2T2-Mannschaft hatte dabei das Rennglück auf ihrer Seite: ein Reifenschaden unmittelbar vor einer Code 60 Phase kostete die Truppe nicht allzuviel Zeit. Mit einer 15s Zeitstrafe im ersten Rennabschnitt kam man zudem am unbeschadesten aus dem Spitzentrio davon.
  • Der zweitplazierten Scuderia Praha Ferrari-Mannschaft, in der der Tscheche Dennis Waszek den bislang engagierten Miroslav Vyboh gut vertrat, standen zu ihrem möglichen 13. Seriensieg 2 zur Unzeit unter grüner Flagge absolvierte Stopps und ein längerer Bremsbelagwechsel im Weg. Ein Trost war die zuvor erfahrene 9. Serien-Pole für die Mannschaft. Ein sauberes Debüt lieferte hingegen die Leipert Motorsport Mannschaft, die beim GT3-Comeback den Lamborghini Huracán GT3 evo gleich auf das Podium hieven konnte.
  • Mit 30 Startern lieferte das Rennen gegenüber der von der Corona-Pandemie gezeichneten Ausgabe der 16h 2020 (14 Starter) eine deutliche Aufwärtstendenz. Der rundrum gelungene Sportwagen-Event mit einem mit der Dutch Supercar Challenge und der Belcar-Endurance ansehnlichen Rahmenprogramm macht Hoffnung das man 2022 – dann hoffentlich auch mit Zuschauern! - wieder zurück kehren wird.
  • Mit 13 Herstellern in 6 Klassen präsentierte die Serie ein Marken und Modellvielfalt die mittlerweile vielen Top-Sportwagenserien abgeht. Zum Vergleich: die ELMS kommt trotz grösserem Feld gerade mal auf 6 Hersteller in 3 Klassen...
  • 12hhock sareniktm6 Code 60 Phasen über gerade mal 40 Minuten Gesamtzeit standen am Ende in den Statistiken zu Buche.
  • In der von vielen technischen Ausfällen und Zwischenfällen betroffenen GTX-Klasse setzte sich am Ende das in der Serie debütierende 9und11 Racing Team mit ihrem Porsche 911 Cup MR durch – und das obwohl man im 2. Rennabschnitt zwischenzeitlich ohne Benzin auf der Strecke liegen blieb.
  • Mit einem bislang unbekannten Verschleissfehler hatten beide KTM GTX zu kämpfen. Die Creventic-Rennen offenbarten eine bislang ungünstige Verlegung des Kabelbaums die an beiden Wagen zu Elektrikdefekten führten. Das weisse SaReNi-Chassis hatte zudem schon die 2. Rennwoche in Hockenheim hinter sich – in der Vorwoche war man noch mit einem anderen Motor in der GT2-Konfiguration in der neugeschaffenen GT2-Serie der SRO an gleicher Stelle gestartet.
  • Ein12hhock autorama falsch im Reglement übernommener Artikel der Creventic war dafür verantwortlich das sich alle Piloten im Vorfeld des Rennens neue Helme einer anderen FIA-Spezifikation zulegen mussten – keine Kleinigkeit, schlägt solch ein Utensil doch mit 2500-4500€ aus der privaten Portokasse zu Buche.
  • Mit Jasmin Preisig (Autorama Golf), Ernesta Globytė (GSR Motorsport Golf), Samantha Tan (ST Racing BMW M4-GT4) und Corinna Gostner (MP Racing Mercedes AMG GT3) starteten 4 schnelle Rennladies bei der Runde in Hockenheim.
  • Mit Enzo Calderari war auf dem Stadler Racing Porsche auch ein ehemaliger Gesamtsieger des 24 Stunden Rennen von Spa-Francorchamps im Rennen (2004 auf dem BMS-Scuderia Italia Ferrari F550 GT1) engagiert.

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