Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Australische GT
Zum
19. Male werden an diesem Wochenende die 12h von Bathurst ausgetragen. Allerdings ist es erst das 18. Rennen am legendären Mount Panorama für den Langstreckenevent, der schon eine wechselhafte Geschichte vorzuweisen hat, und der erst seit 2011 eine weitere spektakuläre Bühne für den GT3-Sport bildet. Zumindest feiert man in diesem Jahr (2020) das 10. Rennen bei dem die GT3-Plattform als gesamtsiegfähige Klasse den Kampf um das Siegertreppchen bestimmt.
Ursprünglich
wurde die erste Ausgabe des Rennens 1991 als reine Tourenwagen-Veranstaltung für seriennahe Produktionswagen konzipiert. Inspiriert vom seit den 60´er Jahren ausgetragenen Bathurst 1000km-Rennen wollte man den im Schatten der V8 Supercars stehenden Gruppe A-Tourenwagen wieder eine neue Bühne bieten und gleichzeitig gegenüber dem etwa 6 stündigen Bathurst 1000 eine neue Herausforderung mit einer doppel so langen Renndistanz schaffen. 24 Wagen in 6 verschiedenen Klassen traten am Osterwochende 1991 zum Auftaktrennen an, das aus Lärmschutzgründen vom ursprünglichen Startzeitpunkt um 9 Uhr auf 5 Uhr morgens vorverlegt wurde – eine Tradition die man dann auch in den kommenden Jahren beibehalten sollte.
Die erste Ausgabe gewann ein australisches Team mit einem seriennahen Toyota Supra Turbo – also einem GT-Fahrzeug. Und auch in den kommenden Jahren sollte mit 4 Seriensiegen des Mazda RX7 ein GT-Fahrzeug die Oberhand behalten. Allerdings entdeckten auch die Werke wie Honda, Nissan, BMW, Maserati, Porsche und Lotus den Event für sich und steigende Kosten führten im Jahr 1995 zu einer Verlegung für ein Rennen nach Eastern Creek. Der im November statt Ostern abgehaltene Event fand aber kaum noch Anklang und so fiel die Austragung des Laufs in den Folgejahren aus.
Nachdem 2002 und 2003 die australische Procar-Organisation 2 mal ein 24h Rennen organisierte, das allerdings mit der Insolvenz der Organisation endete, kam es 2007 zu einer Wiederauflage des 12h-Formats. Als reiner Tourenwagen-Event dominierten BMW und Mitsubishi die ersten 4 Jahre ehe die Organisatoren 2010 den Entschluss fassten das Rennen auch für aktuelle GT3 Fahrzeuge zu öffnen. Auch wenn diese Idee zunächst bei den zuvor beteiligten Tourenwagenteams nicht gut ankam – die Starterzahlen fielen von 49 im Jahre 2009 und 42 in 2010 auf 26 bei der ersten Ausgabe mit den GT3 2011 und 25 im Folgejahr 2012 - steigerte sich das Niveau und der Ruf des Events dadurch spürbar. Für die Ausgabe 2013 holte man sich die niederländische Creventic-Gruppe als Mitorganisatoren mit an Bord, was die Starterzahl durch ein gutes Dutzend europäischer Gaststarter auf die Rekordgrösse von 53 Startern anhob.
Doch
die Kooperation war nicht von Dauer. Erst als sich die lokalen Organisatoren sich mit der deutlich professionelleren SRO zusammen taten, die seit 2016 das Rennen als Auftaktveranstaltung in den Kalender der neu geschaffenen Intercontinental GT Challenge integrierte, gab es einen Schub in Sachen Teilnehmerzahlen und Reputation des Rennens. Seither haben der spektakuläre Kurs und die einige bis zuletzt umkämpfte, spektakuläre Finishs der letzten Jahre den Ruf des Rennens immer weiter angehoben, so das es mittlerweile einen festen Platz in den Top-10 der wichtigsten Langstreckenrennen weltweit besitzt.
Der Kurs stellt mit 170m Höhenunterschied extreme Ansprüche an Material und Piloten. Immer wieder kommen Bedenken auf, ob das Layout des Traditionskurses mit seinem Betonkanal noch dem höheren Tempo der GT3 gewachsen ist. Zumindest in den letzten Jahren gingen die Unfälle in Bathurst bislang glimpflich aus. Dennoch sollten die Streckenbetreiber über die Installation von Dreifachleitplanken zumindest im Bereich der Conrod Straight nachdenken, auf deren Bergab-Passagen auch die GT3 regelmässig an der 300´er Grenze kratzen.
In Sachen Markenvielfalt fällt auf, das Bathurst durch den Charakter des Rennens alles andere als ein Kurs für Seriensieger ist: Während auf den meisten anderen Strecken die deutschen Konstruktionen (Porsche, Audi, AMG und BMW) das Gros der Siege in den letzten Jahren einheimsten, konnten in Bathurst auch britische (McLaren), italienische (Ferrari) und japanische (Nissan, Toyota , Mazda) Konstruktionen in der Vergangenheit die Gesamtsiege holen. Dies mag als Indiz für einen
gewissen „Roulette-Charakter“ des Rennens gelten, das neben technischer und fahrerischer Exzellenz auch teamstrategisches Können und ein gewisses Quentchen Glück beim Überstehen der 12h zwischen den Betonmauern und bei den zahlreichen Überrundungsmanövern – besonders mit den kleineren Klassen – voraus setzt. Jedenfalls sind Mazda und Audi mit jeweils 3 Siegen die bis dato erfolgreichsten Hersteller beim Klassiker am Mount Panorama
Ein weiteres Unikum: Bislang hat noch kein Pilot den Traditionsevent mehr als 2 mal gewonnen. Die Liste der Doppelsieger umfasst bislang 7 Namen: Gary Walden, John Bowe (der zusätzlich zu seinen beiden Bathurst-Siegen auch da Ausweichrennen in Eastern Creek gewann), Rod Salmon, Damien White, Christopher Mies , Darryl O´Young und Craig Lowndes sind die Doppelsieger. Von diesen Piloten startet 2020 lediglich Christopher Mies in einem der 3 werksunterstützten Audis mit einem Anlauf auf seinen dritten Sieg am Mount Panorama.
| Rennen |
Jahr |
Team |
Land |
Wagen |
Fahrer 1 |
Fahrer 2 |
Fahrer 3 |
| 1 |
1991 |
? |
 |
Toyota Supra Turbo |
Nigel Arkell |
Peter Fitzgerald |
Allan Grice |
| 2 |
1992 |
Mazda Australia |
 |
Mazda RX7 |
Garry Waldon |
Mark Gibbs |
Charlie O´Brien |
| 3 |
1993 |
Mazda Australia |
 |
Mazda RX7 |
Garry Waldon |
Alan Jones |
|
| 4 |
1994 |
Mazda Motorsport |
 |
Mazda RX7 |
Neil Crompton |
Gregg Hansford |
|
| - (E.C.) |
1995 |
Mazda Motorsport |
 |
Mazda RX7 |
John Bowe |
Dick Johnson |
|
| 5 |
2007 |
Eastern Creek Intl. Karting |
 |
BMW 335i |
Craig Baird |
Garry Holt |
Paul Morris |
| 6 |
2008 |
SKWIRK.com |
 |
Mitsubishi Lancer Evo IX |
Rod Salmon |
Damien White |
Graham Alexander |
| 7 |
2009 |
TMR Australia |
 |
Mitsubishi Lancer Evo X |
Rod Salmon |
Damien White |
Tony Longhurst |
| 8 |
2010 |
Eastern Creek Intl. Karting |
 |
BMW 335i |
John Bowe |
Garry Holt |
Paul Morris |
| 9 |
2011 |
Joest Racing |
 |
Audi R8 LMS |
Christopher Mies (D) |
Marc Basseng (D) |
Darryll O´Young (HK) |
| 10 |
2012 |
Phoenix Racing |
 |
Audi R8 LMS |
Christopher Mies (D) |
Christer Jöns (D) |
Darryll O´Young (HK) |
| 11 |
2013 |
Erebus Racing |
 |
Mercedes SLS GT3 |
Bernd Schneider (D) |
Thomas Jäger (D) |
Alexander Roloff (D) |
| 12 |
2014 |
Maranello Motorsport |
 |
Ferrari F458 GT3 |
John Bowe (AUS) |
Craig Lowndes (AUS) |
Peter Edwards (AUS) , Mika Salo (FIN) |
| 13 |
2015 |
NISMO Athlete Global Team |
 |
Nissan Nismo GT-R GT3 |
Florian Strauss (D) |
Wolfgang Reip (B) |
Katsumasa Chiyo (J) |
| 14 |
2016 |
Tekno Autosports |
 |
McLaren 650S GT3 |
Shane Van Gisbergen (AUS) |
Alvaro Parente (P) |
Jonathan Webb (AUS) |
| 15 |
2017 |
Maranello Motorsports |
 |
Ferrari F488 GT3 |
Tony Vilander (FIN) |
Craig Lowndes (AUS) |
Jamie Whincup (AUS) |
| 16 |
2018 |
Audi Sport Team WRT |
 |
Audi R8 LMS evo |
Robert Frijns (NL) |
Stuart Leonard (GB) |
Dries Vanthoor (B) |
| 17 |
2019 |
Earl Bamber Motorsport |
 |
Porsche 991 GT3 |
Dirk Werner (D) |
Dennis Olsen (N) |
Matt Campbell (AUS) |
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Australische GT
Die
18.ten 12 Stunden von Bathurst werden an diesem Wochenenden mit einem Feld von 39 Wagen – 33 GT3, 2 GT4 und 4 Wagen in der Einladungsklasse - über die Bühne gehen. Es ist beileibe nicht das grösste Feld in das beim Auftaktrennen der diesjährigen Intercontinental GT Challenge auf der Traditionsstrecke am Mount Panorama an den Start geht. Doch obwohl es nur ein Auto weniger wie im vergangenen Jahr ist, ist die Qualität des Feldes – mit 5 Autos mehr bei den GT3 und 5 Autos mehr in der Pro-Klasse - noch weiter gestiegen, so das uns ein ähnlich actiongeladenes Rennen wie im Vorjahr ins Haus steht.
12 Hersteller stehen bei der diesjährigen Ausgabe am Start. Porsche, Audi, Mercedes, BMW, Ferrari, Bentley, Honda, Aston Martin und Lamborghini sind dabei als Hersteller in der interkontinentalen GT3-Meisterschaft als permanente Teilnehmer eingeschrieben. Für die beiden letztgenannten ist es die erste Teilnahme in der nun schon zum 5.Male ausgetragenen inoffiziellen GT3-WM. Mit Nissan und McLaren stehen sogar 2 weitere Hersteller in der GT3-Klasse mit Pro-Autos am Start.
Hinzu kommen 4 der australischen MARCII-Rohrrahmenbomber mit Mustang-Shiluetten, die in diesem Jahr exklusiv die Einladungsklasse im Feld bilden.
Zu den GT3: 20 von den Wagen starten in der auf den Gesamtsieg angesetzten Pro-Klasse während weitere 6 in der Pro-Am-Wertung und weitere 7 im Silver-Cup gemeldet sind. Darunter sind 3 Porsche 991 GT3 R der Vorjahressieger von Earl Bamber Motorsport und Absolute Racing (mit 2 911´ern), 3 Mercedes AMG GT3 der Teams Craft Bamboo Racing by Black Falcon, Triple 8 Race Engineering und Gruppe M Racing, 3 Audi R8 LMS GT3 des Audi Sport Team Valvoline by MPC, 2 Aston Martin Vantage AMR GT3 von R-Motorsport sowie 2 M-Sport Bentley Continental GT3 evo, sowie jeweils ein Lamborghini Huracán GT3 evo (FFF Racing), ein BMW M6-GT3 (Walkenhorst Motorsport), ein Honda NSX GT3 von JAS-Racing, ein Ferrari von Hub Auto Corsa, ein McLaren der australischen 59 Racing Mannschaft und ein KCMG Nissan GT-R Nismo GT3.
Hinzu kommen in der Pro-Am Klasse 2 Porsche, 2 AMG GT3, ein Audi und ein Aston Martin. In der Silver-Klassse starten neben 2 Lamborghini Huracán GT3 evo ein Audi, ein AMG der Black Falcon Mannschaft ein McLaren, ein Nissan und ein weiterer Aston Martin Vantage AMR GT3. Schwach besetzt ist in diesem Jahr die GT4-Klassse in der lediglich ein BMW M4-GT4 auf einen Mercedes AMG GT4 trifft. Letzterer hat immerhin ex-Ford-Werkspilot Dirk Müller als Verstärkung mit an Bord.
Ein Totalausfall ist in diesem Jahr die Cup-Klasse, bei der die lokalen Porsche Cup-Teams durch Lamborghini Huracán Supertropheo-Mannschaften ersetzt werden sollten – mangels Resonanz war diese Idee letztlich ein Schuss in den Ofen.
Zum
deutschsprachigen Kontingent in Bathurst: dieses ist teamseitig mit den Mannschaften von Black Falcon (2 AMG), R-Motorsport (2 Aston Martin ) und Walkenhorst Motorsport schnell abgefrühstückt. Die deutschsprachigen Fans die am Samstag ab 19.45 wieder gebannt den Start des Rennens verfolgen dürften, werden allerdings ihre Sympahien auf 12 deutsche und 3 österreichische Fahrer zu verteilen wissen, die heuer beim Klassiker Down Under antreten. Dies sind die Audipiloten Christopher Haase, Markus Winkelhock und Christopher Mies, die AMG-Piloten Maximilian Götz, Maro Engel, Luca Stolz , Patrick Assenheimer , Martin Konrad, Dominik Baumann , Maximilian Buhk und Dirk Müller im GT4, die Porsche-Treter Dirk Werner (immerhin Vorjahres-Sieger), und Thomas Preining, sowie Marvin Kirchhöfer im Aston Martin und Mario Farnbacher im Honda.
Während die freien Traingssessions bereits angelaufen sind, wird das Qualifying um am Samstag zwischen 2:40 und 7:50 unserer Zeit ausgetragen, das Rennen startet am Samstag um 19:45 MEZ (5:45 in der Frühe in Australien!) und wird am Sonntag um 7:45 morgens unserer Zeit abgewunken. Der Stream wird sowohl auf der Webseite der 12 Stunden von Bathurst als auch auf Youtube live übertragen.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Le Mans Series ( LMS )
Die
Duqueine Engineering Mannschaft hat ihre Europäische Le Mans Serie-Besatzung für die Saison 2020 vorgestellt. Die französische Equipe, die in der kommenden Saison unter dem Namen Duqueine Team in der europäischen ACO Serie an den Start geht, hat sich die beiden ex-Graff Racing Piloten Jonathan Hirschi und Tristan Gommendy sowie den von Panis-Barthez kommenden russischen Piloten Konstantin Tereschenko für ihren Oreca 07 LMP2 verpflichtet. Damit startet keiner der 3 Vorjahrespiloten – Nicolas Jamin, Pierre Ragues und Richard Bradley – im kommenden Top-Programm des französischen Prototypenteams.
Im letzten Jahr hatte die Mannschaft als beste Resultate einen dritten Platz beim Saisonauftakt in Le Castellet und einen dritten Rang bei der Qualifikation zu den 4h von Spa erzielt. Die Saison schloss man mit 45 Punkten auf dem sechsten Klassenrang in der LMP2 ab.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Sonstige GT (D/A)
Der Rennkalender der DTM Trophy 2020 wurde in den vergangenen Wochen angepasst. Im niederländischen Assen wird die DTM Trophy entgegen früherer Planungen nicht am Start sein, um eine Terminüberschneidung mit der GT4-European Series am Nürburgring zu vermeiden. Die neue GT4-Rennserie ohne SRO-Lizenz wird in ihrer Debütsaison an 6 Rennwochenenden der DTM ausgetragen. Der neue Kalender lautet wie folgt:
Zolder (24.–26. April),
Eurospeedway Lausitzring (15.–17. Mai),
Anderstorp (12.–14. Juni),
Norisring (10.–12. Juli),
Nürburgring (11.–13. September)
Hockenheim (2.–4. Oktober).
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Australische GT
Die SRO
und die FIA haben kurz vor dem Saisonstart der Intercontinental GT Challenge bei den 12 Stunden von Bathurst das sportliche Reglement der Punktevergabe geändert und dabei die Bedeutung der Privatfahrer für die Meisterschaft gestärkt. Bislang könnte ein Hersteller 4 seiner teilnehmenden Teams für die Punktewertung der Inoffiziellen GT3-WM im Vorfeld des Rennens nominieren, wobei die 2 besten Teams Punkte für die Wertung einfahren konnten. In der Regel waren alle diese Crews Profi-Besatzungen aus der Pro-Klasse mit Werksfahrerbesatzungen.
Nach der neuen Regelung können nun von jedem für die gesamte Saison eingeschriebenen Hersteller weiterhin 4 Mannschaften für die Punktewertung der Intercontinental GT Challenge nominiert werden, wobei allerdings maximal 3 dieser Crews Profibesatzungen sein dürfen. Die vierte kann lediglich eine Pro-Am-, Silber- oder Amateur-Besatzung sein. Von diesen 4 Autos werden lediglich die 2 höchstplatzierten Wagen nach einem Rennen für die Punktewertung heran gezogen.
Bei den 24 Stunden Rennen von Spa-Francorchamps dürfen aufgrund des großen Feldes sogar 6 Wagen nominiert werden, wobei maximal 4 dieser Autos aus der Pro-Klasse kommen dürfen. Im Unterschied zu den Vorjahren werden von diesen 6 hier die bis zu 3 bestplatzierten Wagen eines Herstellers in die Punktewertung mit eingerechnet.
Zusätzlich ist die Amateurmeisterschaft in Richtung einer Pro-Am-Fahrerwertung umgestaltet worden um mehr Bronce-Piloten zur Teilnahme an der Meisterschaft zu bewegen. So können Pro-Am Crews, die in der Intercontinental GT Challenge aus mindestens 2 Bronce-Fahrern und einem höher eingestuften Piloten bestehen müssen, auch mit Fahrzeugen von nicht in der IGTC eingetragen Herstellern antreten und können zudem ihre Besatzungen von Rennen zu Rennen variieren - sprich ein Fahrer ist nicht gezwungen alle Rennen der weltweit ausgetragenen Meisterschaft zu bestreiten.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Le Mans Series ( LMS )
In
der kommenden Saison startet eine deutsche Formel 3 Pilotin mit einem reinen Damenteam in einem Gesamtsieg-fähigen LMP2 in der Europäischen Le Mans Serie. Wie unsere Kollegen von Endurance-Info.com vermelden soll das derzeit in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft als Alpine-Einsatzteam engagierte Signatech Team einen Oreca 07 LMP2 unter der Nennung und den Farben von Richard Mille Racing im europäischen ACO-Ableger einsetzen. Zur Besatzung des unter dem Label der FIA Women in Motorsport-Initiative antretenden Teams soll neben der 26 jährigen Kolumbianerin Tatiana Calderon und der 39 jährigen britischen Ex-DTM-Pilotin Katherine Legge auch die erst 19 jährige Münchnerin Sophia Flörsch gehören.
Flörsch hatte 2018 weltweit Schlagzeilen gemacht als sie einen spektakulären Unfall im Rahmen des Formel 3 Rennens in Macau überstand. Die 2-fache deutsche Kartmeisterin war zuletzt in der europäischen F4- und F3-Szene unterwegs und testete im vergangenen Dezember im Anschluss an die 8h von Bahrain mit ihren designierten Teamkolleginnen einen neutral gehaltenen Oreca beim traditionellen Rookie-Test der Meisterschaft.
Flörsch selber plant 2020 nach Möglichkeit parallel zum LMP2 auch ein Formel-Programm zu absolvieren. Den Sprung vom Formel 3 in den LMP2 traut sich die Rennamazone nach vorausgegangenen Tests unter anderem auch mit einem LMP3, den das Signatech Team mit ihr im Vorfeld durchführte, zu.
Sollten die Angaben unserer für gewöhnlich bestens informierten, französischen Kollegen zutreffen, dann wird das Trio die gesamte Europäischen Le Mans Serie - Saison sowie das 24 Stunden Rennen von Le Mans 2020 bestreiten. Ein Antreten beim Klassiker darf als gesetzt gelten weil Hauptsponsor Richard Mille nicht nur Schirmherr des FIA Women In Motorsport Programms sondern auch Präsident der FIA Endurance Kommission ist und somit ein gewichtiges Wort bei der Starterauswahl des Klassikers mitzureden hat.
Der Einsatz würde die Rückkehr von Signatech in die europäische ACO -Meisterschaft nach einer 5 jährigen Pause bedeuten. Die in Magny Cours am Hauptsitz von Oreca stationierte Equipe hatte die ELMS 2014 nach 2 Titeln in Folge mit Alpine in Richtung der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft verlassen und dort seitdem 3 weitere Titel in der LMP2 eingefahren.
Verfasst von Dr. Werner Koch. Veröffentlicht in ADAC GT Masters
Das
Team von Rüdiger und Timo Bernhard wird auch 2020 mit zwei Porsche 911 GT3 R im ADAC GT Masters antreten. In der Startnummer 17 werden Porsche-Werksfahrerin Simona De Silvestro, nach Timo Bernhards Rückzug vom aktiven Motorsport und Ex-Porsche-Junior Klaus Bachler starten.
Das Schwesterauto mit der Startnummer 18 teilen sich Mike David Ortmann, der von Audi (Mücke Motorsport) zu Porsche kommt und Jannes Fittje, der aus dem Porsche Carrera Cup Deutschland in den GT3-Sport wechselt.
Jannes Fittje: „Ich freue mich auf die Saison 2020 mit dem KÜS Team75 Bernhard. Unsere Gespräche und Meetings haben mir gezeigt, dass ich hier ein Umfeld und eine Professionalität finde, die man sonst nur in anderen Spitzen-GT-Serien wie der Langstrecken-WM findet. Ich hoffe, dass ich schnell und viel von der Erfahrung eines Timo Bernhard und Klaus Graf lernen kann.“
Mike David Ortmann ergänzt: „Ich freue mich mega auf die Saison mit dem KÜS Team75 Bernhard im ADAC GT Masters. Wir sind mit Timo, Klaus und dem Team ja schon seit längerer Zeit in Kontakt. Jetzt bin ich froh, dass wir ein Paket geschnürt haben mit einem super Teamkollegen und starken Partnern. Ich kann es kaum noch erwarten, das erste Mal im Auto zu sitzen.“
Teamchef Timo Bernhard: „Ich bin richtig happy über das Fahrerpaar in unserer Startnummer 18. Mit Mike David Ortmann und Jannes Fittje haben wir zwei absolute Jungstars an Bord. Wir versprechen uns viel von den Beiden. Mit dieser jungen, frischen Fahrerpaarung ergänzen wir super unser Schwesterau-to mit der Startnummer 17 unter Simona De Silvestro und Klaus Bachler. Damit sind wir gut für die Saison gerüstet.“
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in DMV-GTC
Ein
weiterer Audi R8 LMS GT3 wird 2020 in der GTC-Serie starten. Berthold Gruhn wird in der Saison 2020 wieder an den Start gehen. Der 68 jährige Gentleman-Pilot und Unternehmer war 2019 aus der Spezial Tourenwagen Trophy in die DMV-GTC gewechselt und hatte 5 der 8 Meisterschaftsrunden bestritten. Am Ende wurde der Audi-Pilot, der in der vergangenen Saison von Mamerow Racing betreut wurde, als 16. Im Meisterschaftsendstand der Serie 2019 notiert.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Le Mans Series ( LMS )
Die
britische 360 Racing Mannschaft hat ihre Mannschaft für die Europäische Le Mans Serie-Saison 2020 benannt. Den Ligier JS P3 LMP3 des in Silverstone stationierten Teams werden in der kommenden Saison Terrence Woodward, Ross Kaiser und James Swift pilotieren .
Woodward und Kaiser hatten mit der britischen LMP3-Truppe 2019 beim Finale der Serie in Portimao mit ihrem letztjährigen Copiloten James Dayson den ersten Klassensieg der Mannschaft einfahren können. Ihr neuer Partner James Swift war bereits 2018 mit dem Team in der europäischen ACO Serie unterwegs.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Australische GT
Aston Martin hat
sich heute als 8.Hersteller für die Teilnahme an der IGTC 2020 eingeschrieben. Der britisch-deutsche Hersteller absolviert zum ersten Mal die offizielle Teilnahme an der inoffiziellen Hersteller-WM der GT3 Klasse und wird bei der Auftaktrunde in Australien mit den beiden Kundenteams R-Motorsport und Garage 59 vertreten sein.
R-Motorsport hatte bereits seine beiden Profi-Besatzungen - Rick Kelly, Scott Dixon und Jane Dennis sowie Marvin Kirchhöfer, Oliver Cadwell und Luca Giotto - in den vergangenen Tagen bekannt gegeben. Die britische Garage 59 Mannschaft ist ebenfalls mit 2 Aston Martin Vantage AMR GT3 down under präsent, die vom Pro-Am Quartett Côme Ledogar, Alexander West, Chris Goodwin und Maxime Martin sowie dem im Silvercup startenden Trio Andrew Watson, Olivier Hart und Roman De Angelis volantiert werden.
Über die Saison hinweg werden sowohl die beiden Pro-Fahrzeuge von R-Motorsport als auch der Pro-Am Wagen von Garage 59 bei allen Rennen antreten. Ob daneben auch weitere Kundenteams von Aston Martin in die Kampagne der Sportwagenschmiede eingebunden werden, ist derzeit noch nicht bekannt.