Verfasst von Harald Musileck am . Veröffentlicht in VdeV Serien
Nach jeweils zwei Runden der VdeV-Langstreckenserien sieht es in den Gesamtwertungen wie folgt aus: Die Tabelle der Endurance Proto führen die Doppelsieger Ander und Andres Vilarino (TFT-Norma M20F) mit 82,5 Zähler an, es folgen deren Markenkollegen Haezebrouck / Faggionato (LD Autosport-M20F; 60) und Mondolot / Zollinger (Palmyr-M20F; 52,5).
Bei den GT/Tourisme bestehen die Top-3 aus den Nourry Competition-Porsche-Piloten Eric Mouez / David Loger (70,5) sowie den beiden Perspective Racing-Crews Vincenot / Bachelier (Porsche 993 RSR; 57) und Pagny / Perrier (Ferrari F430; 54,5).
In der Zwischenwertung der Historic Endurance liegen mit Bernard Moreau / Miguel Langin (Porsche 911 3,0 RSR; 97,5) und Decultot / Marton (Porsche 911 3,0 RS; 78) zwei GT-Mannschaften voran, Dritte sind hier Guanzini / Alloend-Bessand / Tissandier (Elva Mk.8; 63).
51 Autos – 15 LMP1, 17 LMP2, 3 GT1 und 16 GT2 – stehen auf der Entryliste der 23. Ausgabe der 1000km von Spa. Gegenüber dem Feld in Barcelona unterscheidet sich das Feld doch in einigen Punkten, die wir hier gesondert beleuchten wollen – die regulären Teilnehmer setzen wir dabei als bekannt voraus.
Mit Spannung erwartet werden die beiden Werks-Peugeot 908 Hdi-FAP auf denen die Le Mans-Trios Minassian / Klien / Pagenaud und Brabham / Gene / Wurz in das Lenkrad greifen werden. Insbesonders der Vergleich mit den in Barcelona siegreichen Aston Martin LMP1 dürfte Voraussagen auf die zu erwartende Schlacht an der Sarthe erlauben. Am anderen Ende des LMP1-Feldes kommt es zu einem erneuten Einsatz des Lavaggi LS1, in dem Konstrukteur Giovanni Lavaggi und Wolfgang Kaufmann sich das Steuer teilen werden. Der LS1 soll in diesem Jahr drei Rennen absolvieren – ein Programm das sich im Übrigen auch Peugeot mit den 908 unabhängig vom Ausgang der Schlacht an der Sarthe vorgenomen haben soll: Für die Franzosen werden die Runde an der Algarve, sowie wahlweise ein LMS-Lauf oder das PLM in Road Atlanta gerüchtelt. Zusätzlich wird ein von Pescarolo Sport privat eingesetzter 908 in der asiatischen Serie an den Start gebracht. LNT steht mit dem „Semi-Werks-Zytek“ ebenfalls auf der Liste, allerdings noch ohne konkrete Besatzung. Bei Kolles ist laut offiziellen Angaben statt Michael Krumm nun der Italiener Giorgio Mondini im R10 mit der #15 gelistet.
LMP2: Hier fehlt das Team Goh, das noch zu Jahresbeginn einen Testeinsatz mit dem RS-Spyder erwogen hatte. Die Markenkollegen vom Team Essex werden dagegen ihren RS Spyder an den Start bringen, was einen Vergleich der neuen Lolas und Zyteks mit dem als Messlatte geltenden Porsche erlaubt. Das Barazi-Epsilon Team verstärkt ebenfalls das Feld, in dem die eine oder andere Fahrerumbesetzung vollzogen worden ist.
Nur 3 GT1 - es fehlen die beiden Saleen von ARC Bratislava und Larbre Competition. Dafür gibt der Jetalliance Racing-Aston Martin seinen letzten Gastauftritt. Bei den GT2 sollen der Advanced Engineering-Ferrari sowie das Renndebüt des neuen Reiter Engineering-GT2-Gallardo das Feld verstärken. Zusammen mit dem Prospeed Competition-Porsche von Paltalla / Daniels starten drei neue Autos in der GT2. Das Team Modena hat Jamie Melo mit an Bord genommen. Bei Spyker wird Le Mans Legionär Peter Dumbreck als dritten Mann eingesetzt. Der Hankook-Ferrari tritt dagegen nur noch mit dem Duo Kaffer / Simonsen an.
Die Rennaction beginnt auf der Strecke am Freitag ab 16.30 Uhr – das Rahmenprogramm ist schon ab 9.30 Uhr unterwegs. Am Sonntag startet das Rennen um 12.50 Uhr. Eurosport überträgt den Start live sowie am Abend eine Zusammenfassung der Rennaction.
Ein äußerst gelungenes Debüt lieferte Raeder Motorsport mit dem Ford GT auf der Nordschleife vergangenen Samstag ab. Das Fahrzeug absolvierte solide die Distanz von vier Stunden und machte keinerlei Sorgen durch Kinderkrankheiten, die bei Fahrzeug-Premieren auf der Nordschleife sonst doch recht häufig vorkommen.
Bereits am Freitag hatte man beim Roll Out des Boliden nur mit kleineren Problemen zu kämpfen, wie ein zufriedener Marc Hennerici erklärt: „Wir hatten am Freitag eigentlich nur 2-3 kleinere Probleme, die jedoch alle auf das Setup zurückzuführen waren. Unter anderem hat sich das Fahrzeug in den schnellen Ecken zunächst ein wenig nervös verhalten. Das haben wir aber bis Samstag dann in den Griff bekommen.“
Im Qualifying entschied man sich, keinen neuen Satz Reifen zu verwenden, mit einer Zeit von 8:39 min stand man aufgrund der hohen Leistungsdichte folglich „nur“ auf P17. Dass man das Potential des Autos trotzdem nicht nur an Startpositionen festmachen sollte, zeigte sich dann im Rennen. Zum Einen machte Dirk Adorf mit seiner Aufholjagd in den ersten Runden den Zuschauern viel Freude an der Strecke, zum Anderen lies man aber auch durch die drittschnellste Rennrunde (8:28 min), gefahren im letzten Stint von Adorf, aufhorchen: „Im Laufe des Rennens konnten wir uns immer mehr an das Auto gewöhnen und gegen Ende waren auch weniger Fahrzeuge auf der Strecke“, wie Hennerici die Steigerung gegenüber der Qualifikation erklärt. Trotz dieser Tatsachen möchte man noch nicht von der Performance, wie sie Audi oder Manthey zu bieten haben, sprechen: „Ich denke, wir sind momentan auf einem Niveau wie der Schall-Astra oder der Getrag-Z4. Den Speed von Manthey und den Audis werden wir beim 24h Rennen wohl nur schwer mitgehen können, eine Top5-Top10 Platzierung sollte zunächst das Ziel sein.“ Der 51. ADAC ACAS H&R Cup war somit das Debüt des Ford GT, jedoch zugleich auch die letzte Testmöglichkeit vor dem 24h Rennen. Nun liegt es am Team, das Fahrzeug bestmöglich auf das Saisonhighlight vorzubereiten, wo Adorf, Tilke und Hennerici noch von Thomas Mutsch Unterstützung erhalten werden.
Das zweite Rennen des FIA-GT4 Europacup wurde erneut von einer Ginetta-Crew gewonnen. Jedoch siegten dieses Mal nicht die im ersten Lauf noch erfolgreichen LNT-Piloten im #50-G50 - Jody Firth wurde gleich am Start in die Mauer gedrückt und riss dabei auch einen BMW M3 mit.
Nach dem Restart übernahm zunächst Alex Buncombe im RJN-Nissan 350Z die Spitze. Nach den Boxenstopps kämpfte sich dann der Ginetta von Joe Osborne und Michael Broadhurst auf Position 1 nach vorne, während dahinter ein Dreikampf um Rang 2 zwischen dem RJN-Nissan, dem LNT-Ginetta #51 der Piloten Simpson und Linn sowie dem #17 BMW M3 von Kevin Veltman entwickelte. Die beiden Ginetta-Piloten setzten sich dabei am Ende gegen Alex Buncombe und den Spanier Lucas Ordoñez im #14 RJN Motorsport-Nissan 350Z durch.
In der Supersport-Kategorie gewann der Österreicher Augustin Eder in seinem KTM Xbow das Rennen, nachdem die beiden Donkervoort „Werkspiloten“ Dennis Donkervoort und Stefan Wintenberger technisch bedingt die Segel streichen mussten. Rang 2 fiel an den dritten Donkervoort-Fahrer Nico Pronk.
Das vorläufige Entry für die Rennen der Französischen GT-Meisterschaft am 09./10.05. in Dijon umfasst 30 Fahrzeuge. In der GT1-Klasse werden vier Corvette, drei Saleen und ein Ferrari F550 antreten, in der GT2 ist abermals nur ein Auto - ein IMSA Performance-Porsche 997 RSR - gemeldet. Hinzu kommen 21 Wagen der GT3-Kategorie (sieben Lamborghini Gallardo, sechs Ferrari F430, vier Dodge Viper, zwei BMW Alpina B6 sowie je ein Audi R8 LMS und Maserati Gran Turismo). Als Piloten des Oreca-Audi scheinen in der Nennliste Frank Biela und Yvan Lebon auf.
Auch beim dritten Lauf der Super-GT in Fuji hat es Andre Lotterer erneut geschafft auf das Podium zu fahren. Der deutsche Lexus-Pilot kam in einem spannenden Finale zusammen mit Partner Jyuichi Wakisaka in seinem vom Toms Team eingesetzten Lexus SC430 nur 0,219s hinter dem Sieger, dem Motul Autech-Nissan GT-R von Satoshi Motoyama und Benoit Treluyer ins Ziel und schob sich damit auf Platz 2 der Punktetabelle der Japanischen Super GT Meisterschaft mit nur einem Punkt Rückstand hinter den derzeitigen Führenden Ara / de Oliviera vor, die in diesem Rennen mit ihrem Nissan auf Rang 4 ins Ziel kamen. Dritte wurden Ralph Firman und Takuya Izawa auf dem Arta-Honda NSX.
In der GT300-Klasse siegte der japanische ARTA Gayara der Piloten Morio Nitta und Shinichi Takagi vor dem Ferrari des Daishin Advan Teams und dem Mazda RX7 des Amemiya Teams. Insgesamt starteten 36 Autos (15 GT500 und 21 GT300) vor 50.000 Zuschauern zum über 400km Renndistanz ausgetragenen Rennen. Die nächste Runde der Meisterschaft findet am 21.06. im malaischen Sepang statt.
Was für ein Wochenende für AutoGT Racing und den Morgan Aero 8! Sicherte sich das französische Team nicht nur die Pole-Position für die beiden Auftaktrennen in Silverstone, sondern hatte die Konkurrenz sowohl beim ersten Rennen am Samstag als auch beim zweiten Lauf am Sonntag souverän im Griff. Am Ende standen die ersten zwei GT3-Siege für Morgan auf dem Papier.
Im ersten Rennen holten Dimitri Enjalbert / Johan-Boris Scheier (#100) den ersten GT3-Sieg für den britischen Sportwagenhersteller. Zwar wurde Enjalbert beim Start von Thomas Accary (Hexis-Aston-Martin) überrumpelt, doch der Aero-8-Pilot kämpfte sich nach wenigen Kurven wieder auf den Platz an der Sonne.
Bis nach den Boxenstopps hielt die Führung, dann wurde die Luft an der Spitze immer dünner. Christopher Haase, der den Phoenix-Audi für Christopher Mies übernommen hatte, machte immer mehr Boden auf den Führenden Schreier gut und konnte ihn sogar überholen, doch ein technischer Defekt am R8 Haases zwang das Phoenix-Duo zur Aufgabe. So gewannen Enjalbert / Schreier vor Accary / Rodrigues (Hexis-Aston Martin) und Armindo / Campanico (Rosberg-Audi).
Am Sonntag waren es hingegen die Teamkollegen Maxime Martin und Gael Lesoudier (#101 Morgan), die sich den Pokal für den Sieg in Lauf 2 krallten. Vom Start weg dominierte das Duo das Rennen und baute seinen Vorsprung bis ins Ziel gewaltig aus – ein souveräner Start-Ziel-Sieg. Haase / Mies revanchierten sich für die Schlappe am Vortag und sahen die Zielflagge als Zweite. Platz drei schnappten sich Campanico / Armindo (Rosberg-Audi), indem sie in der letzten Kurve Thomas Accary überholten.
Der aus Betzdorf stammende Uwe Alzen wird beim kommenden ADAC Zürich 24h Rennen mit seinem eigenen Team „Uwe Alzen Automotive“ an den Start gehen. Als Fahrzeug hat man sich für einen Porsche 997 GT3 Cup entschieden, jener mattschwarze Porsche, der bereits auf der Essen Motorshow zu sehen war. Bisher steht an der Seite des Nordschleifenprofis Sascha Bert fest, mit anderen Piloten wird noch verhandelt. Alzen selbst blickt zuversichtlich auf den bevorstehenden Klassiker: „Ich habe schon lange mit dem Gedanken gespielt, wieder mit einem eigenen Team auf der Nordschleife anzutreten, doch die umfassenden Reglementänderungen hielten mich zu Beginn der Saison davon ab. Nun haben sich die Regelungen wieder zu Gunsten des Cup-Autos geändert und ich bin jetzt bereit, diesen Schritt zu tun. Dank der Unterstützung von Haribo und dem Musicmonster und den positiven Signalen von den Reglement-Verantwortlichen kann ich nun dieses Projekt angehen. Es freut mich besonders, dass auch meine langjährigen Partner wieder mit im Boot sind und mich unterstützen.
Wer mich kennt, weiß, dass ich Perfektionist bin und genauso gehe ich meine neue Herausforderung an. Das Auto ist sicherlich kein Gesamtsieg-Auto, aber wir versuchen konstant und schnell zu fahren und erhoffen uns einen Platz unter den ersten Zehn. Ich freue mich auf jeden Fall auf meine neue Herausforderung und werde alles geben!“ Bei den verbleibenden Läufen zur BF Goodrich Langstreckenmeisterschaft wird Uwe Alzen Automotive mit dem Haribo-Musicmonster-Porsche und einem identischen Schwesterauto antreten.
Verfasst von Harald Musileck am . Veröffentlicht in Spanische GT
Der sonntägliche Lauf der Spanischen GT-Meisterschaft in Valencia brachte einen Ferrari-dreifach-Erfolg: Ricardo Bravo / Lourenco Da Veiga (ASM-F430 GT2) gewannen zum zweiten Mal in Folge, die Ehrenplätze belegten Manuel Cerqueda / Alan Sicart (Automobil Club d’Andorra-F430 GT2, +1,942s; Bild rechts) und Luis Villalba / Francesc Gutierrez (Motor Competicion-F430 GT2, +20,701s). Als beste Porsche-Mannschaft kamen Miguel Angel De Castro / Miguel Amaral (Drivex-997 RSR, +29,092s) auf Rang 4, gefolgt von Peter Sundberg / Juan Manuel Lopez (Aurora Racing-Ferrari F430 GT2, -38,222s).
Die weiteren Klassensiege holten Alfredo Palencia / Ton Puig (Zener Racing-Ferrari F430, 7.; Bild links) in der GTS-Kategorie sowie Oliver Campos / Konstantinos Kanaroglou (Team Campos-Ginetta G50, 9.) bei den GT Lights.
Bravo / Da Veiga führen in der Gesamt-Punktetabelle der Spanischen GT mit dem Maximum von 44 Zählern vor De Castro / Amaral (28), Palencia / Puig (24) sowie Sundberg / Lopez und Cerqueda / Sicart (je 22). Die nächste Veranstaltung der Serie soll am 06./07.06. in Jarama stattfinden.
Ryan Sharp und Karl Wendlinger bleiben ein fester Faktor in der FIA-GT Meisterschaft, wenn es um Rennsiege geht. Das bewiesen die beiden nun am vergangenen Wochenende mit dem erneuten Sieg bei der Tourist Trophy des britischen Automobilclubs RAC. Nach 2h Renndistamz hatte das australisch-österreichische Duo im tschechischen K&K Motorsport-Saleen S7R im Ziel einen Vorsprung von etwa 5s auf die folgenden Konkurrenten Bertolini / Bartels im Vitaphone RacingMaserati MC12. Die beiden Saleen-Piloten gewannen damit das Rennen zum zweiten Mal in Serie – schon im Vorjahr waren beide an Bord des Jetalliance Racing-Aston Martin DBR9 erfolgreich. Das Podium komplettierte die Luc Alphand Adventures-Corvette C6.R von Xavier Maassen und Guillaume Moreau.
In einem ersten Kurzbericht auf unseren Seiten können das Ergebnis und erste Bilder eingesehen werden. Eine etwas detailliertere Aufarbeitung des Renngeschehens folgt dann morgen.