Der Berliner Oliver Freymuth ist in beiden Läufen zum THP Peugeot Spider Cup am vergangenen Wochenende in Dijon auf den 5. Platz gefahren. In der Qualifikation für das Sonntagsrennen erzielte der Deutsche in Dijon eine Zeit von 1:23,835, welche zum siebten Startplatz reichte - Freymuth hatte schon das Samstagrennen von P7 aus in Angriff genommen. Gregory Guilvert fuhr in Dijon wie von einem anderen Stern und stellte mit einer 1:23,003 seinen Peugeot Spider auf die Pole.
Im Interview erklärte Freymuth, dass Guilvert „momentan eine Klasse für sich sei“. Man munkelt im Fahrerlager, dass der schnelle Franzose wohl mit einer „Ausbaustufe des Spider’ in Dijon unterwegs sei. Erwartungsgemäss gewann Guilvert beide Rennen mit vergleichweise komfortablen Abständen von 6,2s bzw. 9,6s. Verwirrung gab es bei AKF Motorsport und Oliver Freymuth während des Samstag-Rennens, denn die Rundenanzeige an der Boxenmauer zeigte plötzlich nur 15, anstelle der geplanten 20 Runden an. Gegen Ende der 15. Runde hatte sich der Berliner, der von 20 Rennrunden ausgegangen war, gerade einen Konkurrenten zum überholen zurechtgelegt, als das Rennen plötzlich abgewunken wurde, wodurch Freymuth nicht mehr zum Zug kam.
Während des Sonntagsrennens, welches dann tatsächlich über 20 Runden ausgetragen wurde, war Freymuth nach dem Start zunächst sehr schnell unterwegs, jedoch verloren die Reifen nach der vierten Runde erheblich an Grip. Dies gab sich nach Mitte des Rennens glücklicherweise wieder und so konnte der einzige Deutsche im Starterfeld auch dieses Rennen auf Rang 5 beenden. Freymuth liegt nun auf Platz 4 (36 Punkte) der THP Spider Cup-Gesamtwertung - drei Plätze trennen ihn von Guilvert (66 Punkte), der momentan in Spitzenform zu sein scheint.
Verfasst von Harald Musileck am . Veröffentlicht in GT-Open
In der Nennliste für die am 16./17.05. auf dem Circuito do Algarve stattfindenden GT-Open-Läufe gab es noch einige Veränderungen bezüglich der Super GT-Klasse: Statt zehn sind nunmehr nur acht GT2-Ferrari gemeldet, das Porsche-Kontingent wird durch ein Fahrzeug von Noel del Bello Racing auf sechs Wagen aufgestockt. Insgesamt sollen in dieser Kategorie 17 Autos an den Start gehen.
20 Klassen am Start – die 24 Stunden am Nürburgring setzen selbst beim technischen Reglement Maßstäbe, die von keiner anderen automobilen Motorsportveranstaltung weltweit erreicht werden. Für den durchschnittlichen Sportwagenfan, der gerade mal zwei LMP-Klassen und vielleicht vier GT-Klassen zu unterscheiden vermag, stellt sich das ganze auf den ersten Blick verwirrend dar. Wagen wir mal den Versuch, die Klassen für alle verständlich zu erklären.
Offen ist das 24h -Rennen lediglich für vollständig geschlossene Wagen. Im Grunde sind in diesem Jahr fünf von sechs möglichen Touren- und Sportwagenkategorien besetzt. Zwei Wagen (zwei der VW-Werks-Scirocco) starten in der Klasse mit alternativen Treibstoffen (AT), vier Honda Civic in der Klasse der Gruppe-N Tourenwagen. 32 Autos laufen unter dem Reglement der seriennahen Tourenwagen der Klassen V3-V6 und das restliche Gros des 174 Autos starken Feldes in den 11 Subklassen des 24h Spezial Reglements, in dem auch die meisten GT-Starter zu finden sind. Die theoretisch ausgeschriebene EXP-Klasse hat in diesem Jahr keine Starter anziehen können.
Unterteilt sind sämtliche Hauptkategorien nach Hubraumklassen, wobei es in diesem Jahr zwei wesentliche neue Ausnahmen gibt: Die SP10- und die SP9-Klasse, in der SRO-GT4 und FIA GT3-Fahrzeuge nach FIA-Homologation zugelassen sind. Eine erstaunliche Entwicklung – wo doch vor zwei Jahren die technischen Verantwortlichen der VLN den FIA-Klassen eher ablehnend gegenüberstanden. Sechs Fahrzeuge starten nach dem vor drei Jahren eingeführten GT4-Reglement, wobei der ADAC im Reglement die offenen Vertreter dieser Kategorie (KTM, Lotus, Peugeot) schon vorab kategorisch ausschliesst. Die GT3-Klasse der SP9 ist gar mit 20 Fahrzeugen von fünf Herstellern in diesem Jahr die am stärksten besetzte Klasse. Denn im Vorfeld hatte der ADAC dafür gesorgt, dass diese Fahrzeuge eine Chance bekommen, theoretisch um den Gesamtsieg mitfahren zu können.
Kommen wir zu den etablierten Klassen: Die SP8 der Fahrzeuge von 4-6,25l Hubraum bzw. die SP8T der Turbo-Fahrzeuge zwischen 2,5 und 4l Hubraum hatten wir im vergangenen Jahr noch als „Nürburgring GT1“ bezeichnet. Hier starteten im letzten Jahr die Big-Banger – allerdings fehlen 2009 die richtig spektakulären Wagen unter den 13 Startern. Die von 3,5-4l Hubraum ausgeschriebene SP7-Klasse kann das „Nürburgring GT2“-Etikett sicherlich weiter behalten. Aus dieser mit 18 Startern am zweitstärksten besetzten Klasse rekrutierte sich in der Vergangenheit auch der Gesamtsieger – der Manthey Racing-Porsche. Die darunter angesiedelte SP6-Klasse der Fahrzeuge von 3-3,5l Hubraum bietet mit ihren 11 Startern einen interessanten Mix an Fahrzeugen, die irgendwo zwischen GT2 und GT4 einzuordnen wären. Auch in den folgenden kleineren Hubraumklassen findet sich der eine oder andere GT.
Mehr Details zu den Startern in den einzelnen Klassen folgen jeweils in den nächsten Tagen.
Verfasst von Harald Musileck am . Veröffentlicht in VdeV Serien
Für das erste Rennen der Sports Prototype Endurance Event Driving-Serie am 16.05. in Anglesey haben sechzehn Mannschaften genannt. Das Starterfeld soll aus acht Ligier JS49, vier Juno SSE (darunter zwei 2009er-Modelle), drei Norma M20F und einem Radical SR3 bestehen.
23 Wagen starten am kommenden Wochenende bei der vierten ALMS-Runde in Salt Lake City. Fünf LMP1, drei LMP2, zehn GT2 und fünf Wagen aus der erstmals zugelassenen GT3-Challenge, die vorerst nur für Porsche GT3-Fahrzeuge vorgesehen ist, bilden das Feld auf dem Millers Motorsports Park in Utah.
Zu den beiden Acura von Highcroft und de Ferran Motorsport sowie den Lolas von Autocon Motorsports und Intersport-Racing gesellt sich endlich der Ginetta-Zytek von Corsa Motorsport. Der erste Renneinsatz eines Hybrid-LMP wird mit grossem Interesse beiderseits des grossen Teichs beachtet. Johnny Mowlem und Stefan Johansson werden den 09-HS bei seinem Renndebüt pilotieren. Nicht viel Neues gilt es bei den regulären Startern in der LMP2- und der GT2-Klasse zu vermelden.
Dagegen starten als Notnagel für die eingegangene GT1-Kategorie erstmals fünf Porsche aus der amerikanischen IMSA Patron GT3-Challenge, dem amerikanischen Porsche-Cup. Je zwei 911er des Orbit- und des Gruppe Orange-Teams sowie der Snow Racing Porsche sorgen für ein Feld, das knapp über der 20 Wagen-Grenze liegt. Andernfalls würden auf dem 6km langen Kurs nur 18 reguläre Starter das Rennen aufnehmen. Der Einsatz der GT3-Porsche gilt als Versuchsballon für einen langfristigen Ersatz der teuren GT1-Klasse durch die verbreiteten GT3 - womit sich die IMSA allerdings langfristig reglementsmässig weiter vom ACO entfernen würde.
In Ergänzung zum Bericht über die zweite Runde der Französischen GT-Meisterschaft aus Dijon seien hier noch die Zwischenstände in den Gesamtwertungen nachgetragen: Die GT1-Tabelle führen auch nach diesem Wochenende Patrick Bornhauser / Laurent Groppi (Larbre Competition-Saleen S7R) mit nunmehr 88 Zählern an, knapp dahinter liegen Soheil Ayari / Bruno Hernandez (Luc Alphand Aventures-Corvette C6.R, 86) und Laurent Cazenave / Jean-Claude Police (DKR-Corvette C5-R, 86). Bei den GT3 geht es derzeit ebenso eng zur Sache - dort führen Mike Parisy / Philippe Gaillard (Ruffier Racing-Lamborghini Gallardo GT3, 64) vor ihren Teamkollegen Thevenin / Peyroles (62) sowie Amado / Dubreuil (First Racing-Lamborghini Gallardo GT3, 62).
Die nächste Veranstaltung der Serie wird von 29.-31.05. in Magny-Cours stattfinden.
Obwohl in Dijon22 Porsches gemeldet waren undauch die Trainingssitzungen bestritten hatten, umrundeten lediglich vier Wagen den Kurs, als die Einführungsrunde zum ersten Rennen in Dijon gestartet wurde. Was war geschehen?
Kurz vor Beginn des Rennens war ein heftiger Schauer über der Strecke niedergegangen! Die Fahrer hatten die Besichtigungsrunde komplett mit Slicks unter die Räder genommen und angesichts des Streckenzustandes bogen alle - bis auf vier - in die Boxengasse ab, um auf Regenreifen zuwechseln. Allerdings war das Rennen, gemäss Aussagen von Porsche Cup-Offiziellen, bereits im Vorfeld als Wet-Racedeklariert, dadurch waren die 'Reifenwechsler' für einen regulären Wechsel einfach zu spät dran. Als Folge starteten die vier Fahrer, welche sich für die Slicks entschieden hatten,aus dem Grid in das Rennen, die restlichen 18 Porsches mussten notgedrungen der Führung aus der Boxengasse hinterher hetzen.
Aber nur für zwei, der vier Slick bereiften Carrera-Piloten, zahlte sich die mutige Entscheidung aus,obwohlder Regen bald nachliess. Frederic Gabillon von Pro GT Almeras, warvon P2 gestartet und gewann das Rennen, Ludovic Badey von P4 gestartet, erreichte den zweiten Platz. Marc ThomasGuillot von AS Events,deraus der Boxengasse gestartet und nach der ersten Runde noch auf P14 war, wurde glücklicherDritter. David Hallyday, Sohn von Rocklegende Johnny Hallyday, behielt klaren Kopf im Chaos, erreichte Platz 6 und gewann damit auch in der Wertung der B-Fahrer.
Beim Sonntagsrennen war wieder alles beim Alten - perfektes Wetter und 22 „normal“ startende Cup Porschesorgten für ein spannendes Rennen. Renaud Derlot von Graff Racing liess nichts anbrennen und verwandelte seine Pole in einenklaren Start-Ziel-Sieg. Dichtauf, mit einem Abstand von 0,512s,folgteAnthony Beltoise, der schon in der fünften RundeFrederic Makowiecki überholt hatte. Makowiecki musste sich daraufhin mit dem dritten Platz begnügen und kam 1,6s nach dem Führenden ins Ziel.
Renaud Derlot führt nun im Matmut Porsche Carrera Cup mit54Punkten vorLudovic Badey (41), Anthony Beltoise (36) undJulien Canal (36),der an diesem Wochenende einmal Vierterund einmal Sechster wurde.
In exakt einer Woche startet das 24 Stunden-Rennen am Nürburgring mit den ersten freien Trainings. Auch in diesem Jahr wird GT-Eins mit der Berichterstattung vor Ort vertreten sein. Angesichts des schieren Umfangs des Starterfeldes dürfte klar sein, dass jede Coverage hier an ihre Grenzen stösst. Wir werden uns dennoch bemühen, der vollständigen Abdeckung des Events unseren Möglichkeiten entsprechend gerecht zu werden.
Fangen wir mit den reinen Zahlenfakten an: 174 Teams sind zur Zeit in der sich täglich verändernden Entry-Liste aufgeführt. Das sind in Krisenzeiten satte 50 Starter weniger als noch in den letzten Jahren – aber von einer Krise mag angesichts eines derart gigantischen Feldes kaum mehr jemand reden. 69 GT-Autos und 105 Tourenwagen streiten in insgesamt 20 Wertungsklassen um den Sieg bei der 37. Ausgabe des Marathons. Bei durchschnittlich 3,5 Startern pro Auto macht dies über 600 Piloten die in zehn Tagen zum Marathon zweimal rund um die Uhr aufbrechen werden. Am Start sind Teams aus 15 Nationen: Neben den 129 deutschen Teams starten Mannschaften aus Österreich, Australien (5), Belgien (5), der Schweiz, Frankreich, Grossbritannien (7), Ungarn, Italien, Japan (5), Norwegen, den Niederlanden, Neuseeland, Schweden und der Ukraine.
BMW stellt mit 68 startenden Teams das grösste Hersteller-Kontingent, wobei sich die Starter auf 32 verschiedene Modellvarianten des bayrischen Herstellers verteilen. Es folgen Porsche mit 27 Teilnehmern, Audi (13), Honda (11), Aston Martin & VW (8), Seat (6), Ford (5), Opel, Nissan und Mercedes (4), Lexus (3), Peugeot und Toyota (2) sowie je eine Dodge Viper, Corvette, ein Holden, Volvo, Renault und Subaru. Alleine 20 Starter werden in der neu geschaffenen GT3-Klasse, der SP9, an den Start gehen. Gleichviele Fahrzeuge sind in der SP7-Klasse zu finden, aus der sich auch der Sieger der vergangenen drei Jahre, das Manthey Racing Team, rekrutiert. 14 Wagen hat die „BMW-Klasse“ der SP5 zu vermelden. Mit 16 Autos in der SP3T und 15 in der SP3 sind die grössten Klassen hier genannt.
Die jüngsten Absagen der letzten Tage betrafen die Teams von Land Motorsport – womit leider einer der Favoriten der letzten Jahre fehlt - und Mamerow Racing. Ihre verbliebenen Konkurrenten werden wir in den nächsten Tagen unter die Lupe nehmen. Vorab gibt es morgen eine kleine Klassenkunde bei den 24h , die angesichts von 20 startenden Klassen sicher für den ein oder anderen Leser interessant erscheint.
Verfasst von Harald Musileck am . Veröffentlicht in VdeV Serien
Durch der Absage des Donington-April-Termines wird nun das vier-Stunden-Rennen auf dem Anglesey Circuit am 16.05. den Saisonauftakt der Sports Prototype Endurance Event Driving-Serie (vormals: VdeV UK) darstellen.
Bislang gab es relativ optimistische Informationen von Seiten der Veranstalter, was die Größe des 2009er-Teilnehmerfeldes betrifft – man darf gespannt sein, wie viele Teams sich tatsächlich auf den Weg zu dem relativ wenig bekannten Rundkurs im Nordwesten von Wales machen.
Mit einem etwas umfangreicheren Bericht zur FFSA-Runde in Dijon können wir heute dienen, da am vergangenen Wochenende für GT-Eins Patrick und Markus Zieger vor Ort weilten.
Im ersten Lauf sicherten sich die DKR-Corvettes von Police / Cazenave auf der gelben C5-R vor der blau-weisse C6.R von Debard / Mollekens mit 6,9 Sekunden Abstand die vordersten beiden Ränge. Auf Platz 3 kamen die Sieger des ersten Laufs in Nogaro, Bornhauser / Groppi auf dem Larbre Competition-Saleen S7R, mit einem Abstand von 10,996s ins Ziel. Diese gewannen dafür am Sonntag Lauf 4 der Meisterschaft vor Police / Cazenave, die gut 5 Sekunden Abstand auf die Erstplatzierten hatten. Komplett machte das Podium die Luc Alphand-Truppe: Ayari / Hernandez kamen 2,3s nach den Zweitplatzierten ins Ziel, wiederum 2,6s vor Mollekens / Debard auf der DKR-C6.R-Corvette.
Bei den GT3 waren es Peyroles / Thevenin, welche mit dem Ruffier-Lambo #59 den verdienten Sieg einfuhren. Auf dem Gallardo von JSB Competition fuhren Nicolas Tardif und Julien Briche vom dreizehnten bzw. gesamt-zwanzigsten Platz aus bis auf Rang 2 nach vorne. Auch die Oreca-Truppe um Frank Biela durfte jubeln - Platz 3 nach einem Start aus der neunten Reihe war mehr, als der Deutsche und sicher auch Oreca erwartet hatte. Im zweiten Lauf machten die Ruffier-Piloten das Podium unter sich aus – Platz 1 errang dieses Mal die glücklose #64 des Samstag-Rennens mit Gaillard / Parisy. Vor die drittplatzierten Ruffier-Fahrer, Peyroles / Thevenin schob sich - mit knappen 0,35 Sekunden Vorsprung - gerade noch der #54 Gallardo von First Racing mit Tuchbant / Leclerc am Steuer.