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Zufriedene Gesichter im Audi Lager

audiseb07Mit einen ungefährdeten Sieg durch Frank Biela, Emanuele Pirro und Marco Werner konnte Audi seine Sebring Erfolgsgeschichte weiterschreiben. Seit dem Jahre 2000 sind die Ingolstädter in Zentralflorida nun ungeschlagen. Mit seinem vierten Sieg konnte Frank Biela mit dem bisherigen Sebring Rekordsieger und Teamkollegen Tom Kristensen gleichziehen.

Wie ein Uhrwerk lief der Siegerwagen. Lediglich ein Reifenschaden zu Beginn des Rennens warf die Mannschaft kurz zurück. Etwas unglücklich dagegen war der Auftritt des Schwesterwagens, in dem die letztjährigen Sebring-Sieger Dindo Capello, Allan McNish und Tom Kristensen am Steuer waren. Der zweimalige Austausch von Anlasser und Batterie machte dem Wagen das Rennen zunichte. Dementsprechend nüchtern fiel die Reaktion von Capello nach den Rennen aus: "Es war schade, dass wir schon vor Halbzeit des Rennens keine Chance mehr auf den Gesamtsieg hatten, nachdem wir 30 Minuten verloren hatten, um zweimal den Anlasser zu wechseln – aber so ist das im Motorsport manchmal.“

Probleme anderer Art hatte jedoch Marco Werner, der den letzten Stint des siegreichen Audis fuhr. „Es hat Spaß gemacht, auch wenn der letzte Abschnitt sehr lang war. Ich habe ab und zu an die Bremsen gedacht, die meiste Zeit jedoch an die nächste Toilette …", gab er nach dem Rennen zu Protokoll. (Foto: ALMS)

Debüt für Tafel Racing in Sebring

Für das neue ALMS-Team von Tafel Racing endeten die 12h von Sebring (Link zum Rennbericht) zumindest mit einem Podiums-Finish. Wolf Henzler, Robin Liddell und Patrick Long erreichten hinter dem atemberaubenden Duell des Risi-Ferraris mit dem Flying Lizzard-Porsche Rang 3 in der Klasse. Dabei hatte das Rennen nach einem Dreher zu Beginn, als Henzlers Porsche #71 in der ersten Runde von einem Ferrari umgedreht wurde, eher verharzt begonnen. Man kämpfte sich bis an die zweite Klassenposition zurück, ehe Robin Liddell ein weiterer Zwischenfall passierte. „Ein LMP1 drehte sich im letzten Stint unmittelbar vor mir beim Ausfahren aus der Box. Ich war auf der Strecke und musste in den Dreck ausweichen. Dabei habe ich mir nicht nur die Reifen ruiniert, sondern auch ein kleines Leck eingehandelt. Die fällige Reparatur ließ den Wagen acht Runden hinter die Klassenspitze zurückfallen.

Im zweiten Wagen mit der Nummer 73 mussten Dominik Farnbacher, Jim Tafel und Ian James einen zusätzlichen Aufhängungsschaden verzeichnen. 16 Runden Rückstand standen daher am Ende auf die Klassenführenden zu Buche, aber mit dem fünften Platz gelang es, wertvolle Punkte für die Meisterschaft zu sichern. Zu Beginn hatte Farnbacher Jr. die GT2-Klasse im Rennen noch angeführt, was die Truppe erwartungsvoll auf das nächste Rennen in St.Petersburg hoffen lässt.

Stefan Mückes Saisonausblick

charouzrolloutStefan Mücke hat in diesem Jahr nach dem Ausstieg aus der DTM ein intensives Sportwagenprogramm vor sich: FIA-GT-Meisterschaft mit dem All-inkl.com-Lamborghini Team und die LMS mit dem Charouz Racing Systems-Team und deren brandneuem Lola B07/10-Judd. Mit diesem Wagen absolvierte Mücke den Roll-out in der vergangenen Woche in Pembrey und konnte seine Begeisterung nur schwer verbergen. „Das ist eine echte Steigerung zu den DTM-Wagen, sowohl von der Motorleistung her als auch von der Downforce und der Komplexität des Wagens. Die Telemetrie, die Technik – einfach alles ist eine Stufe höher. Wir hatten beim Roll-Out noch einige kleine Elektrikpunkte zu lösen, aber das ist normal bei solch einem neuen Wagen.“ Erste LMP-Erfahrungen sammelte Mücke bei einem Zufallstest des Rollcentre-Radicals im vergangenen November. „Wir hatten den Mosler getestet und Martin Short hat mir angeboten einfach mal 10 Runden im Radical zu drehen. Es war ein Super-Erlebnis hat sofort einen Riesen-Spass gemacht.“

Wie kamen die Kontakte zu All-incl und Charouz zustande? „Rene Münch, nun Teambesitzer von All-inkl.com-Racing, kannten wir schon länger. Er hat mir im November ein Angebot unterbreitet und nach dem ersten Test war dann alles klar. Antoin Charouz kannte ich über Kontakte aus der DTM, wo er öfters unterwegs ist. Er setzt ja auch in Tschechien selber zwei eigene DTM-Mercedes ein. Da bei mir eine Alternative zur FIA-GT-Meisterschaft zur Debatte stand, kam so das Parallel-Engagement mit dem Lola zu Stande. Das wird in der kommenden Saison zu einigen Terminkollisionen führen, so finden z.B. die 1000km von Valencia und die FIA-Runde in Silverstone genauso parallel statt wie die FIA-Runde in Zuhai und der Test auf dem HTTT. Da ich aber jeweils nicht der einzige betroffene Pilot bin, arbeiten wir derzeit an einer Shuttle-Lösung.“

mueckelola In die DTM plant Mücke vorerst keinen Weg zurück. „Die fünf Jahre in der DTM haben mir unheimlich viel gebracht. Aber wir haben für 2007 nach neuen Herausforderungen gesucht und ich habe die Sportwagenszene dabei schon länger in Erwägung gezogen. Daß Marcel Fässler im letzten Jahr einen ähnlichen Weg gegangen ist, hat jetzt nicht den Ausschlag gegeben, auch wenn wir seinen Weg interessiert verfolgt haben.“

Le Mans wird ein Saisonhöhepunkt des Berliners werden. „Ich kenne nur den Bugatti-Circuit – die große Strecke wird eine Riesen-Herausforderung werden. Zudem gibt es ja mit den 24h von Spa-Francorchamps einzweites 24h-Rennen im Programm. Es gibt in diesem Jahr eine Menge neuer Strecken für mich kennen zu lernen. Sao Paulo, Zuhai, Silverstone – es wird ein interessantes Jahr.“

Engagements bei den 24h am Nürburgring oder beim ADAC GT3 Masters schloß Mücke dagegen aus. „Das Team meines Vaters hatte letzteres zwar in Erwägung gezogen, mit der DTM, dem F3-Programm und dem Sportwagenprogramm für mich bleibt aber keine Zeit für zusätzliche Engagements – zumindest nicht in diesem Jahr.“

V de V - Historic Endurance - Runde 1 - Jarama

07vdev1h02Zum VdeV-Saisonauftakt in Jarama stand für die Teilnehmer an der Historic Endurance ein acht-Stunden-Rennen auf dem Programm. 34 Fahrzeuge gingen an den Start, immerhin 26 davon wurden am Ende der Marathondistanz gewertet.

Die Franzosen Michel Quiniou / Philippe Bermudes (Chevron B16 / Baujahr 1970 - Bild) siegten mit 245 gefahrenen Runden und einer Minute Vorsprung auf Shipman / Hales (GB, Crossle Mk.9 / 1966). Als Dritte lagen Caterwood / Mc Conville / Ghio (IRL/IRL/F, Crossle 9S / 1966) bereits sechs Umläufe zurück. Bestes GT-Team waren Moreau / Langin (F, Porsche 911 3,0 RS / 1973) auf Rang 5 des Gesamtklassements.

SCC beim WTCC-Wochenende in Brünn

brno-newsDie Sports Car Challenge etabliert sich immer mehr im Rahmen der großen Rennwochenenden: Nach dem Auftritt beim DTM-Meeting am EuroSpeedway Lausitz im Jahr 2005 und den regelmäßigen Gastspielen beim Truck Grand Prix in Most wird die Sportwagen- und GT-Serie heuer bei der Tourenwagen-WM in Brünn zu Gast sein. Die Organisation rund um Walter Pedrazza wird sich im Rahmen des tschechischen WM-Laufes am 16. und 17. Juni mit den gewohnten zwei Sprintrennen beteiligen, darüberhinaus konnte man zusätzlich auch ein 100-Meilen-Rennen unterbringen.

Auf dem Automotodrom Brno sind die Sportwagen- und GT-Freunde bereits oft und gern gesehene Gäste; die selektive Strecke am Rand der mährischen Hauptstadt ist bei Aktiven und Zuschauern gleichermaßen beliebt. Die FIA World Touring Car Championship (WTCC), die höchste Tourenwagen-Liga der Welt, geht 2007 in ihre dritte Saison. Bereits im Vorjahr waren die Tourenwagen mit einem spektakulären Rennwochenende in Tschechien zu Gast; 2005 war die einzige Pause in einer ansonsten seit 2002 ungebrochenen Kette von EM- oder WM-Rennen in Tschechien. Auch die Sportwagentradition hat man in Brünn immer hochgehalten, deshalb ist die Teilnahme der Sports Car Challenge am WM-Wochenende umso erfreulicher.

Britische GT – Weiterentwicklung des Lotus Exige GT3

07bgtc019Das Team Lotus Sport Cadena will heuer einen verbesserten Exige GT3 einsetzen, welcher die Typen-Bezeichnung MY07 trägt. Um eine Homologation dafür zu erlangen, ist die Teilnahme an den FIA-Balance of Permance-Tests Anfang April auf dem Adria Raceway fix eingeplant. In der British GT sollen drei dieser Fahrzeuge zum Einsatz kommen, wobei für den Saisonauftakt in Oulton Park am Oster-wochenende voraussichtlich nur das Auto von Barrie Whight / Gavan Kershaw, den Vorjahres-Vizemeistern in der GT3-Klasse, bereit sein wird.

Als wesentliche Veränderung zu den Exige in der letztjährigen Spezifikation ist vorgesehen, dem 1,8 Liter Toyota-Motor künftig 350 PS zu entlocken (gegenüber bisher 285 PS). Darüber hinaus sollen viele Detailverbesserungen wie etwa an der Aerodynamik oder den Bremsen dazu beitragen, den 2006 errungenen britischen GT3-Team-Meistertitel zu verteidigen.

Neues von den Lamborghini Gallardos auf der Nordschleife

raeder_lambo_copy Wie schon im letzten Jahr werden zwei Teams auf der Nordschleife mit einem Lamborghini Gallardo antreten. Das Team von Nicki Raeder ist in der Winterpause nach Paderborn übersiedelt. Trotz des Umzuges fand man noch Zeit, den Gallardo GT (Foto)  in seinen Schwachstellen zu verbessern. Beim 24 Stunden Rennen am Nürburgring wird man nicht wie im letzten Jahr mit drei, sondern mit vier Fahrern antreten. Dirk Adorf und Hermann Tilke sind schon bestätigt - wer die anderen Piloten sind, ist noch nicht bekannt.

Der Gallardo von Lambo Racing geht dieses Jahr in seine zweite komplette VLN Saison. Heuer peilt man regelmäßige Klassensiege in der SP8 an. Bei den 24 Stunden am Nürburgring hofft man auf eine Platzierung unter den Top 10.

Bongarini SF02-Prototyp

bongarini_01Unsere Kollegen von Endurance-info.com haben die Entwicklung eines weiteren C3-Prototypen für die VdeV-Meisterschaft  verfolgt. Pilot Freddy Sailly arbeitet zur Zeit an einem C3- (oder besser CM)-Chassis, das den Namen Bongarini SF02 bekommen wird. Dieses soll den 3l BMW-CN befeuerten SF01 ersetzen, den er bisher in der Meisterschaft eingesetzt hat.

Beim SF02  handelt es sich um ein Frontmotor-CN-Chassis, das einen Motorrad-Motor bekommen wird. Der Wagen soll in der kommenden Saison in der französischen Prototypen-Langstreckenserie der VdeV debütieren. Derzeit wird vom Konstrukteur, der sämtliche Arbeiten an dem Wagen selbst ausführt, an einem einzelnen Exemplar gebastelt – eine Serienfertigung steht derzeit nicht zur Diskussion.

8. Audi-Sieg in Folge & Erfolgsdebüt für Acura

audi_sebZum achten Mal in Folge hat Audi die 12h von Sebring gewinnen können. Mit Frank Biela, Marko Werner und Emanuele Pirro stieg zudem eine Crew auf das oberste Treppchen die schon einige Sebring-Siege in ihrer Erfolgsbilanz stehen hatte. Frank Biela egalisierte mit seinem 4. Sebring-Sieg den bestehenden Rekord von Tom Kristensen.

Allerdings musste Audi auch in diesem Jahr wieder einmal zittern. Ähnlich wie im Vorjahr konzentrierte sich das Rennpech der Mannschaft auf den zweiten Audi R10 Tdi, der mit zwei Anlasserwechseln 12 Runden Rückstand verzeichnen musste und nur auf Platz 4 kam.  Zu Beginn sah es zudem danach aus als wenn die Tankverkleinerung bei den Diesel-Wagen und die ausgesetzte Restriktorverkleinerung der LMP2, diese über die Distanz nach vorne spülen würde. Die Audi mussten bis zu fünf Runden früher zum Tanken an die Box kommen. Allerdings standen einem Erfolg der Porsche, die zusammen mit Teamchef Roger Penske im Hintergrund die Änderungen bei der IMSA lobbyiert hatten, technische Unzulänglichkeiten im Weg. So heimsten am Ende die Newcomer von Acura die verbleibenden Podiumsplätze ein. Das Andretti Green-Team kam mit einem problemlosen Run bis auf drei Runden an den führenden Audi heran. Die Fernandez-Mannschaft komplettierte mit dem Lola-Acura den Auftakt-Triumph in der LMP2-Klasse. Da Acura im Gegensatz zu Porsche schon den LMP1-Umstieg für 2008 angekündigt hat, fliegen den Newcomern die Sympathien nur so zu.

Der vollständige Rennbericht kann unter diesem Link hier eingesehen werden.

Sebring - nützliche Links

Einige nützliche Links für das Verfolgen des Rennens heute abend und bis in die Nacht seien hier noch untergebracht: So werden auf der ALMS-Website der gewohnte Zeitenmonitor und ab voraussichtlich 16 Uhr MEZ der Audiostream der Streckensprecher zur Verfügung stehen. Neben einem Rennreport auf unseren Seiten (Link folgt) wird auch in unserem Forum das Rennen weitere Beachtung finden – sei es als Diskussionsthread oder im Rahmen des immer wieder beliebten Tippspiels .

Fernsehcoverage gibt es durch Motors-TV, die das Rennen über die gesamte Zeitdauer live übertragen - somit sollte der Auftakt der Sportwagensaison 2007 ausreichend verfolgt werden können. 

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