Im Laufe der letzten Woche hatten wir über das geplante Porsche RS-Spyder Engagement des Teams Cytosport in der Amerikanischen Le Mans Serie berichtet. Wie einige Leser schon bemerkten, war der Autor der betreffenden Zeilen leider nicht auf dem neuesten Stand bezüglich der Besatzung des LMP2-Boliden. So soll nun doch Klaus Graf (auf dem Bild links) alle vier geplanten Rennen (Mid Ohio, Road America, Petit Le Mans und Laguna Seca) für das Team zusammen mit Wagenbesitzer Greg Pickett (rechts) fahren. Sascha Maassen (Mitte, bei der Erläuterung des RS-Spyder Lenkrades) wird lediglich beim Petit Le Mans 1000 Meilen Rennen das deutsch-amerikanische Pilotenduo ergänzen.
„Da ist anfangs leider eine Fehlinformation rausgegangen, die wir nun beim letzten Test korrigiert haben. Dieser erste Test lief sehr erfolgreich. Der Porsche ist einfach sensationell gut gelaufen. Eines der besten Rennautos die ich bisher gefahren bin“, gab uns Klaus Graf telefonisch zu Protokoll. Der Routinier weilt an diesem Wochenende in den USA – allerdings nicht bei der ALMS-Runde in Lime Rock Park sondern in Road America bei einem historischen Rennen, bei dem er einen 73´er 911er bewegt. „Außer Mosport werden wir dann alle Rennen der Saison 2009 bestreiten. Wichtig für uns ist, dass der Wagen erst mal ans Laufen kommt. Daher werden wir eine Woche vor dem Rennen in Mid Ohio auf der Strecke dort noch mal testen.“
Auf 2010 angesprochen konnte Graf noch nichts Definitives vermelden. „Bezüglich Le Mans kann ich noch nichts sagen. Das hängt davon ab, ob Greg dann dafür Zeit und Geld findet. Aber wenn wir eine Rennsaison ins Auge fassen, dann wird es höchstwahrscheinlich die ALMS und nicht Rennen in Europa sein.“
Verfasst von Harald Musileck am . Veröffentlicht in Australische GT
Den ersten Lauf des Eastern Creek-Wochenendes der Australischen GT gewann Favorit David Wall (PR Technology-Porsche 997 GT3 Cup S) souverän vor den beiden Lamborghini Gallardo-Piloten Dean Grant (+14,313s) und Mark Eddy (+14,928s). Die Ränge 4 bis 6 belegten Jim Richards und James Koundouris auf ihren Cup-Porsche 997 sowie Ross Lilley (QST Software-Dodge Viper Competition Coupe).
Das zweite Rennen brachte dann den Debut-Meisterschafts-Sieg von Dean Grant (Vodka O-Lamborghini Gallardo GT3; Bild) vor Wall (+0,425s), Richards (+5,097s), Koundouris und Lilley. Titelverteidiger Mark Eddy wurde Siebter.
Beim vierten Lauf des Porsche Carrera Cup Deutschland im Circuit Park Zandvoort startet Jeroen Bleekemolen von der Spitzenposition. Auf seiner Heimatstrecke gelang es dem 27-jährigen Ex-DTM-Pilot erstmals ganz nach vorne zu fahren. Mit einer Zeit von 1:42,365 Minuten sicherte sich der Pilot vom Team Araxa Racing im Qualifikationstraining souverän die Pole-Position und verwies Spitzenreiter Thomas Jäger mit 0,016s Abstand auf den zweiten Startplatz.
Im internationalen Porsche Mobil1 Supercup ist Bleekemolen bereits sehr erfolgreich unterwegs: Der amtierende Champion stand 2009 bei allen Läufen auf dem Treppchen. Heute will er bei dem 19-Runden-Sprint an der holländischen Küste endlich den ersten Sieg im deutschen Carrera Cup. Nach zwei Siegen und zwei Trainingsbestzeiten in Folge reichte es für den 32-jährigen Jäger, der für das Team MS Racing PZ Hamburg Nord-West startet, nur für P2. Damit steht der aktuelle Tabellenführer wie schon bei den drei vorherigen Rennen erneut in der ersten Startreihe. Dritter des Zeittrainings wurde der ehemalige Porsche-Junior Jan Seyffarth. Der 23-jährige Pilot von tolimit-Seyffarth Motorsport verpasste die Zeit von Jäger um 0,33s und teilt sich die zweite Startreihe mit dem schwedischen Cup-Neueinsteiger Jimmy Johannnson
Der Fernsehsender DSF zeigt eine Zusammenfassung des vierten Wertungslaufs in der Sendung „Motorsportmagazin“ heute abend. Die Highlights sind auf N-TV in der Sendung „Speed“ am Dienstag (21. Juli) zu sehen.
Sascha Maassen / Francisco Cruz Martins (Autorlando-Porsche 997 RSR) holten in Misano ihren vierten Saisonerfolg in der Italienischen GT-Meisterschaft. Sie gewannen nach 30 Runden vor den beiden Advanced Engineering-Ferrari F430 GT2 von Giuseppe Ciro / Alberto Cerrari (+14,200s) und Rui Aguas / Alessandro Garofano (+15,814s). Vierte wurden Piergiuseppe Perazzini / Marco Cioci (Megadrive-Ferrari F430 GT2; +16,573), auf Rang 5 kamen Saverio Castellaneta / Guido Formilli-Fendi (Autorlando-Porsche 997 RSR; +39,457s) ins Ziel. Massimiliano Mugelli / Thomas Kemenater (SPT-Ferrari F430 GT2; +54,709s) mussten sich diesmal mit sechsten Platz begnügen.
In der GT3-Wertung siegten Gianluca de Lorenzi / Stefano Borghi (GDL Racing-Porsche 997 GT3 Cup S) als Gesamt-Achte vor Rinaldo Capello / Giorgio Sanna (Audi Sport Italia-Audi R8 LMS) sowie den Kessel Racing-Ferrari-Crews Earle / La Mazza und Bontempelli / Livio.
Beim Qualifying für den vierten Lauf der Italienischen Prototypen-Meisterschaft waren in Misano 25 Wagen unterwegs. Die Bestzeit erzielte - wie schon in beiden freien Trainings - David Uboldi (Norma M20evo-BMW; 1:33,184) gefolgt von Ivan Bellarosa (Ligier JS51-Honda; 1:33,542). In der zweiten Reihe werden die beiden Lucchini von Marco Jacoboni (1:34,116) und Marco Didaio (1:34,158) stehen, der C.I.P.-Gesamtführende Raffaele Giammaria (Promec-Alfa Romeo; 1:34) erreichte Startplatz 5.
Verfasst von Harald Musileck am . Veröffentlicht in Spanische GT
Die Pole für den 130-Minuten-Lauf der Spanischen GT-Meisterschaft am Sonntag in Estoril gehört Miguel Amaral / Miguel Angel de Castro (Drivex-Porsche 997 RSR, Bild). Auf den Qualifying-Rängen 2 bis 6 folgen fünf GT2-Ferraris, angeführt durch die schwedisch-portugiesische Besatzung Peter Sundberg / Juan Manuel Lopez im Exakt Racing-F430.
Von Position 7 aus werden Antonio Coimbra / Luis Silva (Vodafone Wedo Samsung-Aston Martin DBRS9) als schnellstes Team der GTS-Klasse ins Rennen gehen. Bestplatziertes Fahrzeug aus der GT Light-Kategorie ist auf Platz 15 der Startaufstellung der Campos-Ginetta G50 von Oliver Campos / Kosta Kanarogluo.
Das ist die neue GT3-Version des Lamborghini Gallardo: Der LP560 GT3 wurde nun von Reiter Engineering der Öffentlichkeit präsentiert. Mit dem neuen Modell - das Foto zeigt vorne den neuen und hinten den alten Gallardo - soll die Erfolgsgeschichte der von Reiter getunten Stiere um ein neues Kapitel erweitert werden. 49 Modelle des alten GT3-Gallardos sind bislang gebaut worden – zuzüglich des GT2-Pilotmodells sind das 50 Renn-Gallardos. Drei Autos sind vom neuen GT3 bereits bestellt worden und die Gegner werden wohl nicht davon ausgehen dürfen, dass man im Allgäu über Nacht verlernt hat, wie erfolgreiche Wagen auf die Beine gestellt werden. Neben zahlreichen Rennsiegen werden aktuell die französische Meisterschaft der FFSA-GT3 und asiatische GT3-Meisterschaft je von einem Reiter-Gallardo GT3 in der Gesamtwertung angeführt. Auch im vergangenen Jahr gehen zwei Teamtitel (ADAC-GT-Masters), drei Meistertitel (Australian GT, FFSA-GT, Italian GT) und zwei Vizetitel (ADAC-GT-Masters, FFSA-GT3) auf das Konto der von Hans Reiters Mannschaft aufgebauten Boliden.
Mehr Leistung, eine verbesserte Kinematik, optimierte Aerodynamik und eine Gewichtsreduktion standen im Lastenheft des neuen Boliden. Der auf dem Serienmodell Lamborghini LP560-4 basierende Wagen wird von einem ertüchtigten 5,2l V10-Treibsatz mit 570 PS bei 8.000 U/min befeuert. Er weist mit 540 Nm bei 6500 U/min ein deutlich höheres Drehmoment als sein Vorgängermodell auf und wird von einem EFI Euro 12 ECU Motorsteuergerät angesteuert.
Das Gesamtgewicht des neuen Wagens beläuft sich auf 1.190 kg und zählt damit zu den Leichtgewichten in der GT3-Klasse. Grund dafür ist die Spaceframe-Struktur in Aluminium-Leichtbauweise - diese ermöglicht einen leichteren und verwindungssteifen Rahmen. Front- und Heckpartie sowie Seitenschweller wurden aus Karbonmaterial gefertigt. Das Aerodynamik-Konzept knüpft an die High-Downforce-Philosophie des Vorgängers an. Zusammen mit Karbon-Heckflügel, Frontsplitter und vollständig geschlossenem Unterboden in leichter Aluminium-Sandwichbauweise wird für den nötigen Abtrieb gesorgt. Im Gesamten konnte die Aerodynamik im Vergleich zum Vorgängermodell um 8% verbessert werden.
Nach Angaben von Chef-Ingenieur Edward Turner ist das neue Fahrwerkkonzept des neuen GT3 an seinen großen Bruder, den Reiter-Murciélago R-GT, angelehnt. Speziell für das GT3-Fahrzeug gefräste Radträger, geschweißte Renn-Querlenker, der Rückgriff auf eine 24h-Rennbremsanlage und das vollverstellbare Rennfahrwerk sind Grundlage für die verbesserte Kinematik. Das Mittelmotorkonzept verleiht dem Fahrzeug genügend Fahrdynamik – die Gewichtsverteilung lautet 43% auf der Vorderachse und 57% auf der Hinterachse, die dann auf einer Bereifung von 270/650-18 (vorne) und 310/710-18 (hinten) einwirken. Dies ermöglicht einen verbesserten Grip im Vergleich zum Vorgänger. Hans Reiter setzt für die Kraftübertragung weiter auf das Holinger-Renngetriebe. Durch eine Evo-Ausführung konnten die Schaltzeiten halbiert werden. Darüber hinaus ist ein vollprogrammierbares, elektrisches Powermanagement-System (OBR) integriert worden, welches Handling und Wartung erleichtern soll.
Doch der eigentliche Clou kommt noch. Für nur 30.000 € zusätzlich können Käufer des 265.000 € teuren Gefährts ein Aufrüstkit erwerben. mit dem der GT3 in einen GT2 umgerüstet werden kann. Damit ist wieder einmal die Basis für einen weiteren Verkaufsschlager für Hans Reiter gelegt. Dessen Mannschaft hat vom GT4-KTM X-Bow bis zum GT1-Murcielago das volle Portfolio für den GT-Sport auf Lager - und als nächstes will die Mannschaft in einer Woche den neuen Boliden für die GT1-WM 2010 in Spa vorstellen.
Nach einiger Zeit wieder ein Blick in Richtung Trans-Am, denn dort gibt es einen neuen Meister! Thomy Drissi hat im vorletzten Rennen des Jahres alles klar gemacht.
Am 31. Mai in Mid-Ohio gab es einen Sieg für Puerto Rico: Jorge Diaz Jr. schlug mit dem Jaguar zu. Damit erweist sich die „neue“ Trans-Am als Anlaufstelle für Fahrer aus Mittelamerika und der Karibik. Neben Diaz fahren beispielsweise auch Piloten aus der Dominikanischen Republik und Trinidad regelmäßig mit.
Es war der vierte Sieg in Folge für die britische Marke - und dabei sollte es nicht bleiben.
Am 14. Juni setzte Drissi in Portland mit Pole-Position und Sieg im Rennen nach. Damit geht wohl auch die Markenwertung heuer nach Coventry (bzw. Indien). In Portland tauchte mit einem Mazda RX-7 auch wieder einmal ein etwas exotischeres Fabrikat in den Top 6 auf.
Jim Goughary Jr. beendete die Jaguar-Serie mit einem Sieg in Watkins Glen am 12. Juli, er hielt mit seiner Corvette Drissi auf Distanz. Der kassierte aber die Trans-Am-Punkte, denn der Rennsieger war nur Gast. Dahinter holte Daniel Ramoutarsingh einen ersten Podestplatz für Trinidad & Tobago. Interessant: Sein Auto ist das wohl erfolgreichste Chassis aus dem Stall von Rocketsports, es gewann 2002 die GTS-Klasse bei den 24 Stunden von Daytona und war dann der Serienmeister in der Trans-Am von 2003 bis 2006 ...
172 Punkte sichern Drissi den Titel 2009, Mustang-Pilot Tony Ave liegt mit 133 Zählern auf Platz 2 vor Ramoutarsingh (96), Simon Gregg (91) und dem Mazda-Fahrer Glen Jung (87).
Das nächste Rennen im Bluegrass Motorsport Park wurde abgesagt, aus einleuchtenden Gründen - die Strecke ist noch im Bau und die Arbeiten werden nicht rechtzeitig abgeschlossen sein. Damit geht es jetzt direkt zum Finale der Comeback-Saison der Trans-Am am 20. September in Road America.
Verfasst von Harald Musileck am . Veröffentlicht in Britische GT
Der M-Tech-Ferrari F430 Scuderia von Duncan Cameron und Matt Griffin (1:08,620) wird beim sonntäglichen zwei-Stunden-Rennen der British GT in Donington auf der Pole-Position stehen. Das Qualifying wurde von den Ferrari-Mannschaften beherrscht: Die Ränge 2 und 3 gingen an Adam Wilcox / Phil Burton (VRS-F430 GT3; 1:09,321) und Hector Lester / Allan Simonsen (Rosso Verde-F430 GT3; 1:09,535).
Startplatz 4 holten Alex Mortimer / Philip Walker (RPM-Ford GT; 1:09,548) vor Aaron Scott / Craig Wilkins (ABG Motorsport-Dodge Viper Competition Coupe; 1:09,628) und Godfrey Jones / David Jones (Preci Spark-Ascari KZ1R; 1:09,966).
Die beiden Freitags-Sessions der Italienischen GT in Misano waren mit 36 Wagen (7 GT2, 10 GT3, 19 GT Cup) besetzt. An der Spitze des Klassements fanden sich Sascha Maassen / Francisco Cruz Martins (Autorlando-Porsche 997 RSR) bzw. Giuseppe Ciro / Alberto Cerrai (Advanced Engineering-Ferrari F430 GT2).
An den freien Trainings der Italienischen Prototypen-Meisterschaft nahmen 22 Piloten teil - dort war Davide Uboldi (Norma-BMW) zweimal Schnellster.