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SCC-Siege in der Börde für Hungerbühler & Noel

Sabrina HungerbuehlerSabrina Hungerbühler entschied im ersten Rennen der SCC in der Motorsport Arena Oschersleben gleich den Start für sich. Dahinter kamen sich Gerd Beisel im Norma-Nissan und Hagen Noel im PRC beim Anbremsen der Schikane in die Quere - für beide bedeutete die Kollision das frühe Aus. An der Spitze hatte Sabrina Hungerbühler das Feld fest im Griff, mit großen Schritten enteilte sie den Verfolgern zu einem lupenreinen Start-Ziel-Sieg.

Auf Platz 2 lag Jürgen Güllert vor Thorsten Rüffer. Bei den GT-Fahrzeugen führte Jürgen Bender im Porsche 997 Cup die Klasse an, da Albert Kierdorf (Porsche 997 RSR) Opfer des Startunfalls geworden war und als Letzter dem Feld hinterher jagte. Im Verfolgerfeld fand Peter Kormann nach einigen Runden den Anschluss an Güllert und Rüffer. Dahinter führte Gerhard Münch mittlerweile eine Dreiergruppe aus Mirco Schultis, Siegmar Pfeifer und Lucchini-Pilot Mauro Barisone an. In diesem Mittelfeld spielten sich das ganze Rennen über sehenswerte Positionskämpfe ab. In der Shell-Kurve schlüpfte Schultis gemeinsam mit Kormann an Thorsten Rüffer vorbei. Peter Kormann fing sogar noch den lange Zeit auf Platz 2 geführten Jürgen Güllert ab, der auch noch hinter Rüffer zurückfiel. Mit Platz 3 sicherte sich Rüffer hinter dem Zweitplazierten Kormann den Sieg in der Division 2. Fünfter wurde Mirco Schultis vor AvD 100 Meilen-Sieger Mauro Barisone, der sich gegen Rennende vor Siegmar Pfeifer geschoben hatte. Albert Kierdorf führte seine Aufholjagd bis auf Platz 12 und damit zum Sieg in der Division 3 vor Jürgen Bender.

Hagen NoelNicht minder spannend ging es im zweiten Lauf zu. Dafür sorgte in erster Linie das Wetter, als kurz vor dem Start ein Regenschauer Verwirrung stiftete. Nach drei Runden hinter dem Saftey Car wurde das Rennen abgebrochen. Jetzt entschied die richtige Reifenwahl über Sieg oder Niederlage. Nach einer kurzen Pause wurde der Lauf erneut gestartet und abermals gewann Hungerbühler den Start vor Jürgen Güllert und Thorsten Rüffer. Im Verlauf der ersten Runde kam Güllert an Hungerbühler vorbei, die von Hagen Noel unter Druck gesetzt wurde. Auf der schnell abtrocknenden Strecke bauten die Regenreifen bereits nach wenigen Runden stark ab.

Hagen Noel setzte sich an die Spitze, während Kormann, der vom letzten Platz gestartet war, bereits auf dem zweiten Rang lag. Vor diese beiden schob sich Siegmar Pfeifer, der in der Box auf Slicks gewechselt hatte. Während Noel vorbeikam, hing Kormann hinter dem grünen PRC fest. Nach acht Runden entschieden 1,218 Sekunden über den Sieg zugunsten Hagen Noels. Hinter Noel und Kormann feierte Felix Geisser seinen ersten Sieg in der Division 2. Auf Platz 4 folgte mit Jürgen Bender bereits das erste Fahrzeuge der GT-Division. Sabrina Hungerbühler fuhr als Schnellste der Regenreifen-Fraktion auf Platz 5 über den Zielstrich.

Mit zwei spannenden Rennen machte die Sports Car Challenge in Oschersleben beste Werbung für sich. Damit kann das große Saisonhighlight auf dem Nürburgring kommen, wo über 200.000 Zuschauer zum ADAC Truck Grand Prix erwartet werden.

Italienische GT und C.I.P. – Misano – Vorschau

09gtit206bFür die vierte Runde der Italienischen GT am 18./19.07. auf dem 4,226 km langen Misano World Circuit sollen insgesamt 36 Wagen gemeldet sein. Am Samstag sind getrennte Läufe der GT2-/GT3- sowie der GT Cup-Autos vorgesehen, am Sonntag werden die drei Klassen in einem gemeinsamen Rennen an den Start gehen.

Die Italienische Prototypen-Meisterschaft hat am 19.07. in Misano ihren vierten von acht Saisonläufen auf dem Programm stehen. Als Favoriten gelten nach den bisher gezeigten Leistungen der Tabellenführer Raffaele Giammaria (Promec-Alfa Romeo) sowie einige der Norma- und Ligier-Piloten.

40 GT bei den 24h von Spa am Start

 40 Autos – 10 GT1, 13 GT2, 6 in der G2- und 11 in der G3-Klasse – stehen auf einer vorläufigen Nennliste für die 24h von Spa, die allerdings noch einige offene Fahrerplätze und noch nicht vollständig bestätigte Nennungen umfasst. Damit würde sich die Größe des Feldes in einem für das Rennen durchschnittlichem Rahmen bewegen. In den vergangenen acht Jahren schwankte die Teilnehmerzahl zwischen 36 (2005) und 53 Autos (2003).

GT1: Während die zwei-Wagen-Teams von K&K und Full Speed ihre Teams auf jeweils einem Wagen konzentrieren, baut das Vitaphone Racing Team sein Engagement sogar noch aus. Drei Maserati MC12 sind unter Vitaphone-Nennung gemeldet. Neben den regulären Wagen von Bartels / Bertolini / Sarrazin / Negrao und Ramos / Müller / Lamy / van der Poele ist ein dritter Wagen für Pier Guidi / Lemeret / Vosse / Rosenblad auf der Liste zu finden. Auf deutschsprachiger Seite sind derzeit Michael Krumm auf dem Nissan und Karl Wendlinger auf dem K plus K-Saleen S7R als Piloten dabei. Allerdings sind jeweils noch ein Fahrerplatz auf dem K plus K-Saleen und der Brasilianischen Corvette von DKR/STB zu vergeben. Drei Maserati, drei Corvette, zwei Saleen sowie je ein Nissan und Ford bilden das GT1-Feld.

Acht Ferrari und fünf Porsche werden sich in der GT2-Kategorie gegenüberstehen. Brixia Racing hat just Marco Holzer neben Martin Ragginger und Luigi Lucchini als Fahrer auf dem GT2-Porsche bestätigt. Die beiden anderen deutschsprachigen Teilnehmer sind Kenneth Heyer im BMS-Ferrari und Jörg Bergmeister im Trackspeed-Porsche. Lediglich der zweite genannte BMS Scuderia Italia-Ferrari ist in dieser Klasse noch nicht besetzt.

Phoenix AudiZwei Mosler, zwei Porsche, ein Audi und (wahrscheinlich) mindestens ein Ginetta bilden derzeit die deutlich besser als noch im letzten Jahr besetzte G2-Kategorie. Über die Nennung des Gravity-Moslers mit Jacques Villeneuve am Steuer hatten wir bereits gestern berichtet. GA-Racing wird einen zweiten MT900 für vier belgische Piloten an den Start bringen. Aufgrund der „traditionell guten“ Beziehungen zwischen dem Hause Mosler und der SRO dürfte hier allerdings erwartet werden das die Wagen noch etliche Kilo zuladen müssen, um den ebenfalls in der Klasse startenden Cup-Porsche wie dem des Jetalliance Racing Teams eine Wettbewerbschance zu geben. Ein Schicksal das im vergangenen Jahr bereits die PMB-Truppe mit ihrem ex-GT1-996er erleben musste. Wie bereits berichtet, ist Wolfgang Kaufmann auf dem Porsche beschäftigt. Offen ist lediglich das zweite Fabrikat, das hier in der Klasse von PMB genannt ist. Sprach das Team erst just in einer offiziellen Mitteilung davon, zwei Ginetta an den Start zu bringen, so rückt auch die Alternative Gillet hier unwillkürlich ins Gedächtnis des Betrachters. Andernfalls würde erstmals in der Geschichte des Klassikers keiner der urigen belgischen Gefährte am Start der 24h stehen.

Ein weiteres Highlight ist die Nennung des Phoenix-Audi R8 auf dem bislang Fässler / Moser / Margaritis / Basseng als Piloten gennant sind. Erprobt Phoenix Racing hier einen GT1-Testträger? Wir hatten bereits im Vorfeld über entsprechende Motivationen im Team berichtet. Das Auto wird im VLN-Trimm in der selben Konfiguration wie bei den 24 Stunden am Nürburgring an den Start gebracht und Teammanager Dirk Theimann gibt offen zu: „Unser Ziel ist es den Audi R8 LMS GT3 mit der Wettbewerbsfähigkeit der neuen Generation der GT1-Fahrzeuge zu vergleichen, die 2010 in der GT1-WM antreten“. Damit wird erstmals aus Audi-Kreisen zugegeben, dass man sich mit dem Thema GT1 für 2010 beschäftigt. Sport Garage B6Auch Phoenix wird sich allerdings darauf einstellen müssen, für das Rennen eine Zuladung in Kauf nehmen zu müssen und den Vergleich dann mit dem Rechenschieber statt auf der Strecke vorzunehmen.

Fünf Porsche, zwei Matech-Concepts Ford, zwei BMW-Alpina des französischen Sport Garage-Teams sowie je ein Aston Martin (Barwell) und Ferrari des irischen Rosso Corse-Teams bilden das GT3/G3 Feld des Klassikers. Auf Porsche-Seiten sind Mühlner und Prospeed Competition mit je zwei Wagen sowie das belgische Team von Christian Kelders involviert. Überraschend ist hier lediglich die Tatsache, dass Sport-Garage anstelle der 24h-erfahrenen Alpina-Mannschaft für den Einsatz der B6-GT3 verantwortlich zeichnet. Allerdings dürfte mit Unterstützung aus dem Hause des süddeutschen BMW-Tuners zu rechnen sein.

Ein hochklassiges Feld mit jeder Menge interessanter technischer Einzelheiten geht also in den Ardennen an den Start. Sportwagenfans sollten sich das Wochenende zwischen dem 25. und 26. Juli frei halten.

NACHTRAG: Brumos Porsche 250

 Am amerikanischen Unabhängigkeitstag ging es in Daytona Beach auf dem DIS zum zweiten Mal in diesem Jahr rund für die GrandAm-Teams. Am Ende siegte Max Angelelli und Brian Frisselle im Dallara-Ford von Wayne Taylor Racing mit dem knappen Vorsprung von 0,270 Sekunden auf Alex Gurney / Jon Fogarty im Stallings Riley-Pontiac. Dritter wurde überraschend der Orbit Riley-BMW von Ryan Dalziel und Bill Lester. Wenig erfolgreich verlief das Rennen für die Porsche befeuerten DP: Die Brumos-Piloten Barbosa und France kamen auf Platz 8, ihre Teamkollegen Donohue und Law nach einem Brand im Cockpit und einem Komplettausfall der Elektronik nur auf Rang 32. Die beiden Penske-Piloten Bernhard und Dumas hatten mit Getriebeproblem zu kämpfen und kamen zum Schluss als Elfte ins Ziel.

 In der Fahrerwertung führen Pruett / Rojas mit dem #01 Ganassi Riley-Lexus mit 199 Zählern vor Angelelli / Frisselle mit 198 und Fogarty / Gurney mit 196 Punkten.

Auch in der GT-Klasse ging es hoch her. Nach einem Reifenplatzer beim #86 Farnbacher-Loles Porsche und einer Berührung mit Kelly Collins im #07 Drinkin' Mate / Banner-Pontiac war für Henzler / Lux das Rennen schon gelaufen. Letztlich reichte es dann noch für Platz 6. Ihre Teamkollegen Keen / Werner im #87 Farnbacher-Loles Porsche konnte dafür aber den Sieg vor dem SpeedSource-Mazda von Ham / Tremblay einfahren.

Mehr Infos zum Rennen finden sich wie gewohnt auf GrandAm.de, zwei Videos mit den Highlights des Rennens und den Missgeschicken der Fahrer auf GrandAm.com.

Ein Aston und ein Mosler für die G3-Klasse bei den 24h Spa

Gravity Mosler 2008Zwei interessante Neuigkeiten aus der G3-Klasse für das 24 Stunden Rennen von Spa-Francorchamps sind von unseren Kollegen von Daily Sportscar.com berichtet worden. Diese betreffen den Einsatz des Mosler MT900R von Gravity Racing sowie den Aston Martin von Barwell Motorsport.

Auf dem Mosler des belgischen Teams soll gemäß Moslers Europavertreter Martin Short ein hochkarätiges Pilotenquartett zum Einsatz kommen. Der Belgier und Spa-Routinier Vincent Radermecker, der chinesische A1GP-Pilot Ho-Pin Tung und Teammanager Loris de Sordi werden demnach von niemand geringerem als Jacques Villeneuve unterstützt. Der ehemalige F1-Weltmeister hat sich bereits just bei einem Tourenwagenrennen mit dem Kurs in seiner neuen Konfiguration vertraut gemacht.

Barwell Motorsport wird seinen in der belgischen GT-Meisterschaft eingesetzten Aston Martin DBRS9 ebenfalls beim Klassiker in zwei Wochen an den Start bringen. Wagenbesitzer Eddy Renard, Jeffrey van Hooydonck, Koen Wauters and Julien Schroyen werden das Team für das Rennen zweimal rund um die Uhr bilden. Aus Kreisen des Teams wurde verlautbart, dass man sich durchaus die Pole in der Klasse zutraut. Das Überstehen der Renndistanz mit dem schnellen aber kapriziösem Aston Martin dürfte dann noch einmal ein anderes Kapitel werden.

Es scheint, als würde die Konkurrenz für Mühlner Motorsport um den fünften G3-Klassensieg in den Ardennen härter denn je werden.

Hauchdünner Lucchini-Sieg bei den 100 Meilen in Oschersleben

avdosch1Beim dritten Saisonlauf der AvD 100 Meilen in der Motorsport Arena Oschersleben entschied ein Wimpernschlag über den Gesamtsieg. Nach 80 Minuten Renndistanz betrug der Abstand von Sieger Mauro Barisone im gelben Lucchini-BMW auf Thorsten Rüffer im Norma-Honda nur 0,29 Sekunden. Wie eng umkämpft das Rennen war, zeigt der Blick auf die weiteren Platzierungen. Sowohl die Gesamtdritten, Emanuel Pedrazza / Felix Geisser auf ihrem PRC-BMW, als auch PRC-Pilot Siegmar Pfeifer und Jürgen Güllert auf dem Radical SR8 blieben alle in der selben Runde.

Den Start gewann Jürgen Güllert, der von P4 aus ins Rennen gegangen war. Mauro Barisone, Siegmar Pfeiffer und der Trainingsschnellste Thorsten Rüffer folgten auf den weiteren Positionen. In der zweiten Runde überholte Mirco Schultis seinen Klassenkonkurrenten Rüffer und lag damit auf Gesamtplatz 4. Im PRC-Honda setzte er Siegmar Pfeifer unter Druck, kam aber nicht am stärker motorisierten PRC vorbei. Bei einem Angriff ruinierte sich Schultis die Frontpartie des Sportwagens. „Ich habe gesehen, dass das Fahrzeug von Mirco beschädigt war und die Karosserie am Vorderrad scheuerte. So bin ich kein Risiko eingegangen um vorbeizukommen. Ich habe nur etwas Abstand gehalten, falls der Reifen platzen sollte“, erklärte Thorsten Rüffer seine Sicht auf das Geschehen.

avdosch2Da Mirco Schultis in die Box musste, rückte Rüffer eine Runde später auf den dritten Platz nach vorne. Dahinter lag der PRC-Honda von Geisser / Pedrazza an vierter Position. An der Spitze wurde es zum Ende des Rennens noch einmal eng. Thorsten Rüffer rückte immer näher an Mauro Barisone heran, doch den Weg vorbei fand er nicht. „Mauro hat keinen Fehler gemacht und ich wusste auch nicht, wie ich hätte vorbeikommen sollen“, war Thorsten Rüffer mit seinem Wochenende dennoch zufrieden. Zweimal Pole, bei den AvD 100 Meilen und der Sports Car Challenge, sowie einmal Zweiter und Dritter, war die Wochenendausbeute. Damit bleibt der Norma-Pilot Führender der Gesamtwertung zur Rennhalbzeit der AvD 100 Meilen.

Bei den GT- und Tourenwagen setzte sich Jürgen Bender von „Lucius Fox“ und Theo Herlitschka (beide Porsche 997 Cup) frühzeitig ab. Nur vier Wochen nach dem Überschlag in Hockenheim stand der Porsche wieder blitzblank poliert am Start. Partner Martin Dechent ließ nach dem Fahrerwechsel nichts anbrennen und brachte den Porsche vor „Lucius Fox“ auf Gesamtrang sechs ins Ziel. Sieger der Division 3.3 wurde das Fahrerduo Manfred Sattler / Dirk Riebensahm auf ihrem Mintgen Motorsport-Dodge Viper Competition Coupe. Mit seinem ersten Divisions-Sieg machte der Vorjahresmeister Boden auf den Führenden der GT- und Tourenwagen „Lucius Fox“ gut.

Spanische GT – Estoril – Entry

09gtes225bDie vorläufige Entryliste für das 2h10min-Rennen der Spanischen GT-Meisterschaft am 19.07. in Estoril enthält 23 Nennungen: Für die Super GT-Kategorie sind fünf Ferrari F430 GT2, zwei Porsche und ein Sunred SR21 gemeldet. In der GTS-Klasse werden vier Marken vertreten sein – dort treffen vier Ferrari auf drei Porsche, zwei Lamborghini Gallardo GT3 und einen Aston Martin DBRS9. Bei den GT Light sollen drei Ginetta G50, der RSV Motorsport-Aston Martin N24 sowie der RCA-Nissan 350Z an den Start gehen.

Spa wirft seine Schatten voraus

spa08maseratinachtDie 9. unter der Ägide der FIA-GT Meisterschaft ausgetragene Ausgabe des 24 Stunden Rennen von Spa-Francorchamps wirft seine Schatten voraus. Am 25.06. um 16 Uhr startet das Rennen, bei dem die Vitaphone Racing Team Maserati-Mannschaft ihren vierten Sieg ins Auge fasst. Es ist das letzte Rennen, bei dem die GT1 nach der alten Spezifikation antreten. Ab dem kommenden Jahr werden nur noch Wagen nach dem 2010er Reglement in der GT1-WM und bei den 24h starten können. Deren Kontingent schrumpft aber ausgerechnet in Spa zusammen. Nur VDS mit dem Ford GT1 und Nissan mit dem GTR sind in den Ardennen am Start. Matech-Concepts beschränkt sich auf einen reinen GT3-Einsatz. Dafür ist geplant, dass abseits der Rennstrecke der neue GT1-Lamborghini Murcielago SV nach den neuen Regeln vorgestellt wird - die dritte offizielle Konstruktion für die GT1-WM.

Immer mehr Teams komplettieren nun ihre Besatzungen für das Rennen in Spa. Die belgische SRT-Mannschaft wird auf ihrer Corvette Bert Longin und James Ruffier mit dem Belgier Maxime Soulet und Corvette-Werksfahrer Oliver Gavin zusammenspannen. Weitere Neuigkeiten aus dem GT1-Lager sind in den nächsten Tagen zu erwarten.

crsferrariAuch in der GT2 hat ein Buhlen um die besten verfügbaren Piloten eingesetzt. Die britische GT2-Ferrari-Mannschaft CRS Racing hat ihr zwei-Wagen-Team mit einer siegverdächtigen Fahrerkombination verstärkt. Antonio Garcia und Peter Kox werden die Stammpiloten Andrew Kirkaldy und Rob Bell in der #56 verstärken. Auf der #55 werden Chris Niarchos und Tim Mullen durch die beiden GT3-Piloten des Teams, Phil Quaife und Chris Goodwin, verstärkt. In der GT2-Klasse wird CRS wieder auf die Pirelli-bereifte Mannschaft der BMS Scuderia Italia treffen, die den Marathon in den Ardennen wieder auf die Agenda gesetzt hat. Wer auf dem italienischen Ferrari der GT2-Siegermannschaft von 2007 und 2008 antritt, wurde bislang noch nicht verlautet. Dagegen wurde just eine starke Konkurrenzmannschaft auf Porscheseite bekannt - das Trackspeed-Team wird seinen Stammpiloten David Ashburn und Tim Sugden den Deutschen ALMS-Champion Jörg Bergmeister und Stéphane Ortelli zur Seite stellen.

Für die beiden GT3-Porsche von Mühlner Motorsport (wir berichteten) formiert sich eine starke Gegnerschaft. Matech-Concepts verzichtet zugunsten eines Einsatzes von zwei GT3-Boliden auf seinen eigenen GT1-Testträger. In den beiden GT3, die an den 24h teilnehmen werden, werden eine europäische und eine brasilianische Besatzung sich jeweils das Steuer teilen. Thomas Mutsch, Marc Hennerici, der Belgier Maxime Martin und der schweizer Motorsportjournalist Peter Wyss sitzen im europäischen Wagen. Den "Samba-Ford" teilen sich Constantino Junior, Xandy Negrão, Clemente Lunardi und Andreas Mattheis.

Aston wirbt für Einsatz der DBR9 in der GT1-WM

Aston Le Mans 2006Aston Martin erwägt die Konstruktion eines Umrüstkits für den DBR9, um die Wagen für die GT1-WM 2010 einsetzbar zu machen. Wie eine offfizielle Pressemitteilung des Werks gestern verlautbarte, gibt es ein nennenswertes Kundeninteresse von Teams, die an der neuen GT1-WM mit einem DBR9 teilnehmen wollen. Die Sache hat leider derzeit nur einen Haken - der überteure, von Prodrive entworfene DBR9 (Stückpreis 850.000 Euro) entspricht nicht dem neuen GT1-Reglement, wie zum Beispiel der Ford GT1, der Nissan GT-R und der neuen Lamborghini Murcielago SV. Daher wären sowohl eine Ausnahmegenehmigung der FIA als auch umfangreiche Neukonstruktionen am bestehenden DBR9-Rennchassis erforderlich. Da aber ausgerechnet der DBR9 die bevorzugte Wahl der Aston-Kunden wäre, erwägt Aston Martin nun eine andere Lösung.

„Es ist für uns augenblicklich unmöglich, einen neuen Wagen für die GT1-Meisterschaft zu entwickeln. Aber wir könnten uns vorstellen, ein Paket mit Modifikationsteilen zusammen zu stellen. Der DBR9 ist ein ausgereifter Wagen. Wenn die FIA entsprechende Genehmigungen erteilen würde, wären wir bereit, unsere Kunden, die weitere Renneinsätze wünschen, entsprechend zu unterstützen“, wird Astons Motorsport Marketing Manager Tony Schulp zitiert.

JA-AstonDie Veröffentlichung der entsprechenden Mitteilung kommt nicht von ungefähr. Wahrscheinlich soll damit Lobbyismus zugunsten einer schnell umsetzbaren GT1-Lösung für Aston Martin betrieben werden. Ob damit die Kosten angesichts eines immer noch notwendigen sündhaft teuren Prodrive Chassis (von denen immerhin zumindest 17 DBR9 mit bekannter Rennhistorie existieren sollen) hinreichend reduziert werden können, darf bezweifelt werden. In einem Gespräch mit GT-Eins, das hoffentlich bald in ganzem Umfang auf diesen Seiten zu lesen sein wird, hatte Aston Martin-Vorstand Dr. Ullrich Bez erläutert, dass man beim britischen Hersteller den V8 Vantage langfristig auch als GT1 etablieren möchte. Für diese vom Management bevorzugte Lösung mangelt es wohlmöglich derzeit an Ressourcen und Zeit. Daher soll nun für die teurere Interims-Lösung einer Umrüstung der alten GT1-Flotte der Briten geworben werden. Sollte die FIA dem Wunsch Astons entsprechen, dann stünde zumindest das angepeilte Minimalfeld von vier Herstellern für die GT1-WM parat.

Klaus Graf beim Petit LeMans im Cytosport RS-Spyder

cytosportrsspydertestDas Team Cytosport hat in Sears Point einen ersten Test seines von Dyson Racing Racing übernommenen Porsche RS Spyder unternommen. Teambesitzer & Fahrer Greg Pickett zeigte sich nach den Tests mehr als begeistert von seinem neuen Spielzeug. Die Mannschaft machte sich zusammen mit Technikern von Porsche mit dem neuen Einsatzgerät bekannt, das ab dem Rennen in Mid-Ohio am 8. August regelmässig in der LMP2-Klasse zum Einsatz kommen soll. Pickett hatte sich gegen ein Debüt beim am nächste Woche stattfindenden ALMS-Lauf in Lime Rock Park entschieden, um den LMP2 fundierter vorbereiten zu können.

Anlässlich der Tests, bei denen auch Sascha Maassen vor Ort war, wurde auch bekannt, dass Klaus Graf nun doch für die verlängerten Rennen, so dem Petit Le Mans 1000 Meilen Rennen, zum erweiterten Pilotenkreis des Teams gehört. Den Rest der Rennen werden Greg Pickett und Sascha Maassen alleine bestreiten. Mit den fünf geplanten Läufen und dem absolvierten Le Mans-Lauf im Team Goh RS-Spyder dürfte Massen in diesem Jahr die meisten Kilometer als Porsche-Werkspilot in einem der LMP2 des Werkes sammeln.

Ein detaillierter englischsprachiger Bericht über den Test kann auf Speed-TV.com unter diesem Link eingesehen werden.

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