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Erste Runden des Acura LMP2

acuralmp2.jpg Diese Woche war es soweit: Acura, das Luxus-Label von Honda in den USA, konnte die ersten Testrunden mit dem LMP2 auf dem Firebird East Circuit in Arizona drehen. Für die Durchführung dieses ersten Rollouts war das Fernandez Team zuständig. Mit dem neuen Prototypen möchte Acura ab nächster Saison Porsche in der kleinen LMP2-Klasse ärgern. Hiefür hatte man nun einen eigenen V8 Motor entwickelt. Auf Chassisseite greift Acura zunächst auf bewährte Modelle von der Stange zurück, so dass Acura nächstes Jahr seinen drei Einsatzteams Fernandez, Highcroft und Andretti Green Courage- und Lola-Chassis zur Verfügung stellt. Der aktuelle Test fand auf einem brandneuen Lola-Chassis statt. Nachdem der Motor über drei Monate auf dem Prüfstand gelaufen war, wurde nun die nächste Herausforderung im Entwicklungsgramm angepackt. Mehr als 250 Meilen konnte man ohne größere Probleme absolvieren. „Wir hatten noch nie so ein problemloses ersten Test eines Fahrzeuges“, war sowohl aus Team als auch aus Herstellerkreisen zu hören. Auch Testfahrer Adrian Fernandez zeigte sich mit den Fahreigenschaften des neuen Renners mehr als zufrieden. Weitere Tests sind in der nächsten Zukunft geplant.

V de V Modern Endurance - Runde 5 – Dijon

VdeV Modern Endurance - Dijon (www.vdev.fr)54 Fahrzeuge – darunter mehr als vierzig CN- und C3-Prototypen – starteten zum vier-Stunden-Rennen der VdeV-Modern Endurance in Dijon: Christophe Baillet / Jean-Louis Herbeth (Norma M20 evo) gewannen vor ihren Markenkollegen Zollinger / Fargier und Schell / Wurtz. Der Ligier JS49 des am Tag zuvor in der Sprint-Kategorie erfolgreichen Nicolas Hülkenberg und seines Co-Piloten Frederic Makowiecki war auf Pole gestanden, im Rennen erreichten die beiden mit zwei Runden Rückstand Gesamtrang 5.

Beste Prototypen-Besatzung in der VdeV-Modern Challenge-Gesamtwertung sind Julien Schell / Remy Wurtz mit 101,5 Punkten vor den diesmal ausgefallenen Metz / Metz (Norma M20 evo, 82,5).

Bald 2. Nickel-Calibra

nickelcalibra.jpgPeter Nickel ist Opels schnellster Pilot im UHSport-Divinol-Cup-Feld und 2006 meist auch Tourenwagenfrontrunner im GT- und TW-Feld der vier Cup-Meisterschaften. Als Siegfahrer in seiner Klasse ist Peter Nickel einer der „Königsmacher“ im UHSport-Divinol-Cup-06. Raubt er Martin Zajicek (CZ) einen Klassensieg, so hilft Peter im Titelkampf-'06 indirekt den Jungs der großen Hubraumklasse. Allen voran Klaus Horn. „Wir mit den weißen Autos müssen doch zusammen halten“, grinste Horn in Oschersleben. Auch Peter sieht seinen Calibra als einen echten GT an.

Geboren wurde Technikfreak Peter Nickel 1963 im sächsischen Naumburg. Als Zuschauer beim heimischen Weinbergrennen sprang der Funke Mitte der 70er Jahre über. Auch ein schwerer Unfall in den frühen 80ern konnte die Rennbegeisterung nicht knicken. Ab '87 ging Peter Nickel auf einem Renn-Trabbi an den Start. Der Trabant-Lada-Cup blieb bis in die 90er sein Metier. Mit dem Aufbau seines ersten Calibra wendete sich Peter dem GT-Sport zu. Sein Team NSR-Motortuning baut derzeit an einem weiteren GT-Calibra. 2L Hubraum, 840 kg Gewicht und 16V-Technik dürften auch im kommenden Jahr mit dem neuen Auto in der H2L-Klasse für Furore sorgen.

V de V – Dijon – Historic Endurance

Chevron B16 - www.vdev.frDas 6-Stunden-Rennen der VdeV-Historic Endurance in Dijon brachte einen Sieg der Briten John Shipman / Mark Hales / Andy Wolfe (Crossle 9S, Baujahr 1966), sechs Runden vor ihren Landsleuten Lloyd / Wainwright (Ford GT40) sowie acht Runden vor den Franzosen A. France / Chateau / E. France (Chevron B16, Bild). Trotz der ansehnlichen Renndauer kamen immerhin 17 der 22 gestarteten Fahrzeuge aus den Jahren 1954 – 1971 in die Wertung.

24h Zolder

podium.jpgAm vergangenen Wochenende konnte das Team von SRT die 28. Ausgabe der 24h Zolder für sich entscheiden. Nachdem lange Zeit die Corvette von GLPK deutlich in Führung lag, kam es in den frühen Morgenstunden zu einem Getriebeschaden und man verlor fast eine Stunde an der Box.
Folge des Schadens: SRT und Eurotech zogen vorbei und man konnte den Rückstand nicht mehr aufholen.

Die Klasse 2 gewann das deutsche Team GS-Motorsport, das sich gegen den Rest des starken Klasse 2-Feldes durchsetzen konnte, nachdem der schnelle CEO Racing-Porsche und der Porsche von Prospeed Competition viel Zeit an der Box verloren. Dadurch folgten auf den Plätzen die KS Motorsport Silhouette #24 und der Mosler MT900R von G&A Racing.
In der am härtesten umkämpften Klasse 3 konnte sich 1st Motorsport durchsetzen. Das Podium komplettieren der GS Motorsport Porsche #43 und NGT-Racing #49.

Die Tabelle der kompletten Saison führt immer noch GLPK vor SRT an, allerdings ist der Vorsprung auf 10 Zähler geschrumpft. Dahinter folgt in Klasse 1 der Eurotech Marcos mit 76 Punkten Rückstand auf GLPK. GS-Motorsport konnte in Klasse 2 seinen Vorsprung auf Prospeed Competition auf 13 Zähler ausbauen. Die Klasse 3 wird weiterhin souverän mit 32 Punkten Vorsprung von 1st Motorsport angeführt.

Wird Mosport so spannend wie Elkhardt Lake?

elkhardtfinish.jpgEine Woche nach dem ALMS-Lauf in Road America / Elkhardt Lake sorgt das überaus knappe Finish dort immer noch für Gesprächsstoff. Die drei führenden Fahrzeuge, der Audi #1, der zweite R10 mit der #2 und der Dyson-Lola #16 hatten - nach einer Gelbphase bis 20min vor Schluß und einem Sprint zur Ziellinie - diese mit einem Abstand von nur 0.7s überquert.

Emanuele Pirro äusserte sich nach dem Rennen begeistert: "Es war eines der besten Rennen meines Lebens. Durch den Unfall am Anfang wurden wir eine Runde zurück geworfen, doch mit etwas Glück haben wir uns zurück gerundet. Später konnte ich Dindo zwar nahe kommen, ihn aber nicht überholen. Nach dem Restart habe ich alles versucht, was ich in meiner Karriere gelernt habe. Ich habe viel Druck auf Dindo gemacht und es hat funktioniert."

Capello versuchte das Ergebnis eher strategisch zu interpretieren: "Ich hatte in den letzten Runden einen tollen Fight mit Emanuele. Mein Audi war sehr gut und ich hatte alles unter Kontrolle, dann kam das Pace-Car auf die Strecke. Beim Restart war ich sehr vorsichtig, denn die Rennleitung schaut dort genau hin und mein Team erinnerte mich daran, die Geschwindigkeit des Pace-Cars zu halten, wenn es abbiegt und nicht zu beschleunigen, bevor die grüne Flagge geschwenkt wird. Ich verlor dabei etwas Tempo und das erlaubte Emanuele, an mir vorbei zu ziehen. Ich musste an die Meisterschaft denken und durfte keine großen Risiken eingehen."

Daß nicht nur Frank Biela mit den Dyson-Lolas Scherereien hatte, bestätigte Allan McNish: "Die letzte Gelbphase kostete uns den sicheren Sieg. Das ist etwas frustrierend, aber es ist gut, einen weiteren Doppelsieg für Audi erzielt zu haben. Am Start überstand ich einen Treffer von James Weaver, der mich später noch einmal in der Boxengasse touchierte und dabei einen leichten Schaden verursachte."

Auch in der LMP2-Klasse lagen nur knappe 0.15s zwischen den beiden Porsches, was Sascha Maassen in der Klassenwertung nun an Clint Field und Liz Halliday vorbei brachte.  Jedoch sind bei den noch folgenden Läufen in Mosport, Road Atlanta und Laguna Seca Ausfälle für die Porsche-Crews strikt verboten. In der GT2-Klasse bestätigte Jörg Bergmeister im Petersen-White-Lightning-Porsche seinen momentanen Lauf. Der Grand-Am Tabellenführer siegte in Elkhardt Lake 4.237s vor dem PTG-BMW, der damit sein bestes Saisonresultat erzielte und nun auch als potentieller Siegeskandidat mit auf die Rechnung der nächsten Läufe gesetzt werden muß.

Gruppe C in Paul Ricard

Lediglich ein Rumpffeld mit 10 Prototypen trat zu den beiden Läufen der Gruppe C/GTP auf dem HTTT Paul Ricard an. Unter anderem dürfte der recht spät fixierte Termin, als Ersatz des Rennwochenendes in Monza, für das eher bescheidene Teilnehmerinteresse gesorgt haben. Daran konnte auch die Möglichkeit sich erstmal im Rahmen der FIA-GT zu präsentieren nichts ändern.

nissan_npt1.jpgIm freien Training tasteten sich die Fahrer an die Ideallinie auf der für sie neue Strecke mit den typischen, farbig hervorgehobenen, asphaltierten Auslaufzonen heran. Nick Rini und Mauro Pane kämpften auf ihrem Jaguar XJR12D mit Elektrikproblemen. Das Team schaffte es aber den Wagen wieder rechtzeitig flott zu machen. Die Startaufstellung für die beiden Rennen am Sonntag wurde in einem 30 minütigen Qualifikationstraining ermittelt. Dabei gab es die ersten Überraschungen dieses Wochenendes. Die Poleposition sicherte sich erstmals Chris Randall im Nissan NTP1. Hinter ihm reihten sich Paul Whight (Aston Martin AMR1) und Philipp Brunn/Henry Pearman im 'Skoal Bandit' Porsche 956B ein.

Der Sonntag brachte am Vormittag ein Sprintrennen über 30 Minuten. Vom Start weg setzte sich das Spitzentrio vom Rest des Feldes ab. Dahinter balgten sich Jim Mullen und Klaus Frers um Platz 4. Nach dem frühen Ausfall von Paul Whight zerfiel dann auch die Spitzengruppe. Der deutsche Philipp Brunn gab zwar alles um den aus der amerikanischen IMSA GTP stammenden Nissan in Schlagdistanz zu halten, blieb aber mehrmals beim Überrunden im Verkehr hängen. Der Kampf um den letzten Podiumsplatz blieb hingegen während des ganzen Rennes spannend. Der mit deutscher Lizenz fahrende Schwede Klaus Frers konnte seinen Kontrahenten mehrmals überholen. Jim Mullen im Spice konnte aber immer kontern. Währenddessen rollte ein weiterer Spice das Feld von hinten auf. Neil Clark steigerte sich gegenüber dem Qualifying um 14 Sekunden und lies Richard Oddie, Nick Rini und Nick Randall hinter sich und sicherte sich Platz 5. Zwischen Oddie im Argo JM20C und Rini entbrannte in den letzten Runden ein heißer Kampf den Rini schließlich mit einem Vorsprung von 1,5 Sekunden für sich entschied.

Ergebnis Rennen 1

1.
GTP1 Chris Randall Nissan NPT1 GTP 31:28.665 
2. GTP2 Philip Brunn Porsche 956B 3.740 
3. GTP1 Jim Mullen Spice GTP 1:59.409 
4. GTP1 Klaus Frers Porsche 962 2:00.615 
5. GTP1 Neil Clark Spice C1 - 1 RND 
6. GTP1 Nick Randall Spice SE90C - 1 RND 
7. GTP1 Nick Rini Jaguar XJR12D
- 1 RND 
8. GTP4 Richard Oddie Argo JM20C
- 1 RND 
9. GTP4 Jim Loftis Mazda 757 - 3 RND 

Nachdem die FIA-GT ihr 3 Stunden Rennen absolviert hatte rückte das Feld der Gruppe C/GTP zu ihrem zweiten Rennen an diesem Wochenende aus. Wie schon in Spa war es auf 60 Minuten angesetzt und ermöglichte den Fahrern sich im Cockpit abzuwechseln. Ein Änderung gab es im Cockpit des Jaguar XJR12D. Justin Law ersetzte Nick Rini und absolvierte das Rennen gemeinsam mit Mauro Pane. Wie schon am Vormittag bildeten sich rasch kleine Gruppen in denen beherzt um die Plätze gerungen wurde. Einzig an der Spitze hatte Randall im Nissan diesesmal keine Gegner. Nach nur 5 Runden betrug sein Vorsprung bereits 13 Sekunden. Damit konnte Randall nach dem Debutsieg des Nissan am Vormittag gleich einen weiteren Erfolg feiern. Seine Verfolger verstrickten sich derweil in einen sehenswerten Kampf. Pane im Jaguar und Brunn überholten sich mehrmals. Der Boxenstop von Brunn brachte hier die Entscheidung. Pearman, der das Steuer des Porsche übernahm, konnte erst nach einem langen Aufenthalt in der Box das Rennen wieder aufnehmen. Die Turbolader am 6-Zylinder verweigerten den Dienst. Auf den Plätzen dahinter verlief das Rennen ziemlich ereignislos. Jim Mullen sicherte sich trotz nachlassenden Bremsen souverän Platz 3 vor Klaus Frers.

jaguarporsche.jpg

Ergebnis Rennen 2

1. GTP1 Chris Randall Nissan NPT1 GTP 1:01:56.560 
2. GTP1 Mauro Pane / Justin Law Jaguar XJR12D 42.163 
3. GTP1 Jim Mullen Spice GTP - 1 RND 
4. GTP1 Klaus Frers Porsche 962 - 3 RND 
5. GTP1 Neil Clark / Ian Stinton Spice C1 - 8 RND 
6. GTP2 Henry Pearman / Philipp Brunn Porsche 956B - 9 RND 
7. GTP1 Nick Randall Spice SE90C - 23 RND 
8. GTP1 Paul Whight Aston Martin AMR1 - 28 RND 
9. GTP4
Richard Oddie / Stephen Hepworth Argo JM20C - 28 RND 

Der Saisonabschluss der Gruppe C/GTP vom 6.-8. Oktober 2006 wird wie schon 2004 auf dem Circuit in Dijon-Prenois ausgetragen.

Britische GT - Runde 7 - Brands Hatch

Britische GT - Brands Hatch (www.britishgt.com)Die Läufe zur Britischen GT-Meisterschaft in Brands Hatch brachten einen weiteren Doppelsieg von Chris Niarchos / Tim Mullen im Scuderia Ecosse-Ferrari F430. Beim samstäglichen ersten Rennen führten zunächst Tom Kimber-Smith / Luke Hines (LNT-Panoz Esperante), bevor sie ein Zusammenstoß mit dem Rollcentre-Mosler von Riley / Flux auf Platz 2 zurückwarf. Stark fuhren Leo Machitski / Jonathan Cocker (Barwell Motorsport-Aston Martin DBRS9), die als Dritte den GT-Klassensieg holten und Riley / Flux auf Gesamtrang 4 verwiesen. Dahinter komplettierten Ashburn / Watts (Trackspeed-Porsche 997GT3) und Stanton / Hay (Damax-Ascari KZR1) das GT3-Podest, Mortimer / Ellis gewannen im RPM-Porsche 996GT3 Cup als Siebente die GTC-Kategorie.

In Lauf 2 am Sonntag überraschten Peter Lloyd / Adam Jones (Cirtek-Porsche 996GT3 RS), die am Vortag nach Problemen am Getriebe ausgefallen waren, mit Platz 2 hinter dem Scuderia Ecosse-Ferrari. Der LNT-Panoz erlitt bei einer Kollision im Kampf um die Führung einen Reifenschaden - Luke Hines kämpfte sich nach dem Boxenstop wieder bis auf den dritten Rang nach vorne. Machitski / Cocker verfehlten das Gesamt-Podium diesmal nur knapp, hielten sich aber mit einem weiteren Klassensieg schadlos. Glew / Ferrier (Motorbase Performance-Porsche 996GT3 Cup) sicherten sich als Gesamtfünfte die GTC-Kategorie, Sechste wurden MacKintosh / Blogg (Cadena-Lotus Exige).

In der GT2-Punktewertung führen Niarchos / Mullen nunmehr mit 55 Zählern vor Kimber-Smith / Hines (52). Bei den GT3 schmolz der Vorsprung von MacKintosh / Blogg (41,5) auf Leo Machitski (41) und auch in der GTC-Klasse rückten die Titelkandidaten zusammen: Dort liegen Lang / Allison (Trackspeed-Porsche 996GT3 Cup, 80) vor ihrem Teamkollegen Ryan Hooker (75) sowie Mortimer / Ellis (64). Die nächste und zugleich schon vorletzte Runde der British GT ist für 23./24.09. in Silverstone angesetzt.

Sports Car Challenge Most, Sonntag

so_quali_2_63.jpgAm Sonntag war die altbekannte Kombination Beisel-PRC dann für die drittschnellste Qualifying-Zeit gut, den Ton gab Tony Sinclair an. Mit neuem Vertrauen in den Jade 2 war er drei Sekunden schneller als Wolfgang Payr - das britisch-österreichische Dauerduell ging in die nächste Runde.

Neben Beisel in Reihe 2 war der schnellste Division-2-Qualifikant, und das war Jörg Peham. Von Pius Truffer war hingegen nicht viel zu sehen, nach zwei Runden parkte er seinen PRC-BMW wieder an der Box. Eine starke Leistung lieferte sein Landsmann Gregor Fischer ab, als drittschnellster Pilot der großen Sportwagen-Klasse qualifizierte er sich für Startplatz 5, sein bestes Resultat bisher.

Bei den GT konnte Philipp Zumstein die Leistung des ex-Sebah-Porsche auf trockener Strecke ausspielen.

so_rennen_2_005.jpgResultat 2. Zeittraining:

1. Tony Sinclair/GB, Jade-IES (Div.1), 1:31,628
2. Wolfgang Payr/A, PRC-Cosworth (Div.1), 1:34,802
3. Gerd Beisel/D, Norma-BMW (Div.1), 1:37,309
4. Jörg Peham/A, PRC-Honda (Div.2), 1:39,088
5. Gregor Fischer/CH, PRC-BMW (Div.1), 1:39,381
6. Gerhard Münch/D, Norma-Honda (Div.2), 1:39,797
7. Peter Kormann/D, PRC-BMW (Div.2), 1:40,047
8. Adi Gärtner/CH, Martini-Alfa (Div.1), 1:1,533
9. Mirco Schultis/D, PRC-Honda (Div.2), 1:41,803
10. Rudi Hämmerle/A, PRC-Honda (Div.2), 1:45,058
11. Philipp Zumstein/CH, Porsche 996 GT3-RSR (Div.4), 1:45,562
12. Klaus Stanek/A, Porsche 996Cup (Div.4), 1:46,732
13. Thomas Wolfert/D, MRP-Opel (Div.2), 1:47,202
14. Pius Truffer/CH, PRC-BMW (Div.2), 1:47,713
15. Kurt Peter/CH, Porsche 996 Cup (Div.4), 1:47,979
16. Patrick Ortlieb/A, Porsche 996 Cup (Div.4), 1:48,382
17. Martin Sagmeister/A, Porsche 996 Cup (Div.4), 1:48,631
18. Paul Pfefferkorn/A, Porsche 996 Cup (Div.4), 1:50,815
19. Carlo M. Bermes/D, PRC-Opel (Div.2), 1:52,833
20. Henry Uhlig/D, PRC-Opel (Div.2), 1:53,097

Nicht im Qualifying dabei war neben den bereits ausgeschiedenen Valland und Dragoun auch Karl-Heinz Matzinger im Auto von Hoffmann Racing.

Und als wäre es mit der Rennleitung verabredet, fing es knapp vor dem Start des zweiten Laufes wieder stark zu regnen an. Einige Fahrer wechselten auf Regenreifen oder Intermediates, andere blieben auf Slicks … - wieder eine Lotterie. Als das Safety Car in die Box ausscherte, war die Strecke noch naß, aber der Himmel wieder trocken.

Tony Sinclair sah zunächst wie ein Verlierer aus: Auf Slicks hatte er zunächst keine Chance, Payr zu folgen oder seine Position zu verteidigen. Während der Brite nach hinten durchgereicht wurde, zog der Österreicher souverän davon. Beisel war der nächste Verfolger, dahinter alsbald bereits der Schnellste der „Lights", Peham.

450p8260043.jpgDann begann langsam aber sicher der Asphalt zu trocknen – und die Slick-Fahrer bekamen sozusagen wieder „Oberwasser". Ein Profiteur war Mirko Schultis im Dress-for-Less-PRC, anfangs von den GT-Autos hart bedrängt, dann Platz um Platz auf dem Weg nach vorne. Ein weiterer Aufholjäger war Matzinger, von ganz hinten machte er Positionen gut. Und vorne wurde die Entscheidung um den Gesamtsieg immer interessanter: Beisel wehrte sich gegen den unverdrossen angreifenden Peham, Payrs Vorsprung begann in der Spätsommersonne zu schmelzen. Dahinter tauchte Sinclair in den Top 6 auf, dann in den Top 3.

Am Ende der vorletzten Runde ging der Brite an Beisel vorbei an die zweite Position, Payr kam in greifbare Nähe. Der Österreicher wurde von Sinclairs Anflug überrascht, aber er wehrte sich erfolgreich – bis zur letzten Kurve: Dann fand Sinclair doch noch einen Weg vorbei und holte sich im Herzschlag-Finish den Sieg. Das Gesamt-Podium war wieder fest in der Hand der „Big Bangers", mit Peham als Division-2-Sieger auf Platz 4 vor Matzinger und Beisels Teamkollegen bei RWT, Norma-Fahrer Gerhard Münch.

Philipp Zumstein konnte seine GT-Pole nicht umsetzen, der Schweizer Kurt Peter im „geteilten" Porsche 996, den er für den zweiten Lauf von Peter Bernhard übernahm, hatte trotz bzw. am Anfang gerade wegen seiner Regenreifen alles im Griff, er suchte gegen Rennende bereits die nassen Stellen der Fahrbahn, aber es reichte zum Erfolg mit 44,5 Sekunden Vorsprung vor Martin Sagmeister; Zumstein komplettierte das Podium der Division 4.

Resultat 2. Lauf:

p8250002.jpg1. Tony Sinclair/GB, Jade-IES (1. Div.1), 12 Runden in 22:43,800
2. Wolfgang Payr/A, PRC-cosworth (2. Div.1), -2,188sec.
3. Gerd Beisel/D, PRC-BMW (2. Div.1), -8,565sec.
4. Jörg Peham/A, PRC-Honda (1. Div.2), -9,088sec.
5. Karl-Heinz Matzinger/A, PRC-Opel (2. Div.2), -22.500sec.
6. Gerhard Münch/D, Norma-Honda (3. Div.2), -46,519sec.
7. Peter Kormann/D, PRC-BMW, -49,924sec.
8. Mirco Schultis/D, PRC-Honda, -1:09,439sec.
9. Gregor Fischer/CH, PRC-BMW, -1:24,318
10. Kurt Peter/CH, Porsche 996 Cup (1. Div.4), 1:56,004sec.
11. Martin Sagmeister/A, Porsche 996 Cup (2. Div.4), -2:40,471sec.
12. Philipp Zumstein/CH, Porsche 996 GT3-RSR (3. Div.4), -1Rd.
13. Patrick Ortlieb/A, Porsche 996 Cup
14. Thomas Wolfert/D, MRP-Opel
15. Klaus Stanek, Porsche 996 Cup
16. Paul Pfefferkorn/A, Porsche 996 Cup
17. Adi Gärtner/CH, Martini-Alfa
18. Henry Uhlig/D, PRC-Opel
19. Rudi Hämmerle/A, PRC-Honda, -3Rd.
20. Carlo Bermes/D, PRC-Opel, -4Rd.

nicht gestartet:
Pius Truffer/CH, PRC-BMW

so_quali_2_27.jpg

Sports Car Challenge Most, Samstag

Samstag: Volles Haus in Most - der Truck-GP der Tschechischen Republik zog wie immer eine stattliche Menge von Fans nicht nur aus Tschechien selbst, sondern auch aus dem benachbarten Ostdeutschland an. Vor dieser schönen Kulisse nahm auch die Sports Car Challenge den 4,2 Kilometer langen Kurs unter die Räder. Nur Mutter Natur hatte keine Lust, mitzuspielen: Es blieb das ganze Wochenende über regnerisch und kühl. Der Regen sollte nicht der einzige „Aufreger" des Tages bleiben.

sa_rennen_1_66_1.jpgResultat 1. Zeittraining:

1. Wolfgang Payr/A, PRC-Cosworth (Div.1), 1:34,084
2. Tony Sinclair/GB, Jade-IES (Div.1), 1:34,229
3. Pius Truffer/CH, PRC-Honda (Div.2), 1:36,204
4. Gerd Beisel/D, Norma-BMW (Div.1), 1:37,754
5. Jörg Peham/A, PRC-Honda (Div.2), 1:38,490
6. Peter Kormann/D, PRC-BMW (Div.2), 1:38,569
7. Karl-Heinz Matzinger/A, PRC-Opel (Div.2), 1:39,833
8. Gerhard Münch/D, Norma-Honda (Div.2), 1:40,421
9. Adi Gärtner/CH, Martini-Alfa (Div.1), 1:41,175
10. Mirco Schultis/D, PRC-Honda (Div.2), 1:41,637
11. Gregor Fischer/CH, PRC-BMW (Div.1), 1:42,696
12. Rudi Hämmerle/A, PRC-Honda (Div.2), 1:46,178
13. Klaus Stanek/A, Porsche 996 (Div.4), 1:46,328
14. Philipp Zumstein/CH, Porsche 996 GT3-RSR (Div.4), 1:46,407
15. Otto Dragoun/A, PRC-Opel (Div.2), 1:46,452
16. Thomas Wolfert/D, MRP-Opel (Div.2), 1:46,559
17. Martin Sagmeister/A, Porsche 996 (Div.4), 1:47,688
18. Patrick Ortlieb/A, Porsche 996 (Div.4), 1:47,949
19. Henry Uhlig/D, PRC-Opel (Div.2), 1:49,026
20. Carlo M. Bermes/D, PRC-Opel (Div.2), 1:50,018
21. Peter Bernhard/CH, Porsche 996 (Div.4), 1:50,262
22. Paul Pfefferkorn/CH, Porsche 996 (Div.4), 1:50,701

ohne Zeit:
Manfred Valland/D, Porsche 996 (Div.4)
Kurt Peter/CH, Porsche 996 (Div.4)

Kurt Peter und Peter Bernhard teilen sich ein Auto, der Erstere trat also erst am Sonntag in Aktion. Technische Probleme zwangen Manfred Valland bereits am Freitag zur Aufgabe, nicht viel besser erging es Otto Dragoun im PRC, dem bereits nach wenigen Runden der Motor platzte.

Lauf 1:

Unmittelbar vor dem Start zum Rennen gab es Aufregung: Zuerst über einige Wetterwechsel, welche die Reifenwahl zum Pokerspiel machten, dann über einen Hubschrauber. Eine TV-Crew filmte die Truck-Action beim Qualifying der Schwergewichte aus der Luft, dem Helikopter-Piloten war das Wort „Mindestflughöhe" offenbar nicht bekannt. Quer durch das Fahrerlager wurden Zelte und Equipment umgerissen, auch bei einigen SCC-Teams entstand großer Sachschaden. Bei der Rennleitung hagelte es Beschwerden, der Start zum ersten SCC-Rennen musste verschoben werden. Die Teams der Sports Car Challenge schafften es dann binnen 15 Minuten, neben den „Aufräumarbeiten" ihre Autos rennfertig zu machen. Der Hubschauber flog währenddessen munter weiter seine „Luftangriffe" auf den Paddock, offenbar befand es niemand für wert, ihn etwas einzubremsen.

sa_rennen_1_17.jpgZurück zum sportlichen Teil: Wer auf Slicks gesetzt hatte, hatte verloren. Philipp Zumstein im ehemaligen LMES-Siegerauto, dem Porsche 996 GT3-RSR, musste auf Regenreifen umstecken lassen; der ebenfalls auf Slicks gestartete Adi Gärtner im Martini gab das Rennen überhaupt auf.

Im immer stärkeren Regen zeigte sich Wolfgang Payr als der Dominator des Rennens: Er hatte von der Pole Tony Sinclair immer unter Kontrolle, baute seinen Vorsprung rasch auf 14 Sekunden aus und hielt sich dann konstant an der Spitze. Sinclair seinerseits musste sich mit einem Auto zurechtfinden, das in dieser Konfiguration noch nicht im Regen gelaufen war - erstaunlich eigentlich für ein britisches Fabrikat. Das Vertrauensverhältnis Fahrer-Auto war noch nicht in ausreichender Weise vorhanden, dementsprechend war er mit dem zweiten Platz durchaus nicht unglücklich.

Hinter den beiden spielte sich in der Anfangsphase ein Dreikampf der Division-2-Autos ab: Karl-Heinz Matzinger im Hoffmann-PRC erwischte einen Bombenstart und setzte sich vor Seriensieger Pius Truffer. Ein Dreher warf Matzinger schon in er zweiten Runde wieder etliche Plätze zurück, der Oberösterreicher startete dann eine beherzte Aufholjagd und wurde noch Klassendritter.

An der Spitze der Division 2, auf dem dritten Gesamtrang, fuhr Truffer ein Rennen mit einem Auge im Rückspiegel: Sportwagen-Rookie Jörg Peham im PRC-Honda folgte dem Schweizer in knappem Abstand und ließ nicht locker. Letztlich gab sich Peham mit dem zweiten Platz im Debüt-Rennen zufrieden, damit holte sich Pius Truffer mit einer tollen Leistung bei widrigen (und teilweise wirklich widerlichen) Bedingungen erneut den Klassensieg.

sa_rennen_1_89.jpg

sa_rennen_1_4.jpgGetrennt wurden die beiden schnellsten Division-2-Autos vom Sieger der GT-Klasse: Klaus Stanek im Koglbauer-Porsche nutzte die Verhältnisse aus und fuhr munter im Spitzenfeld der Prototypen mit. Dem zweitschnellsten GT, pilotiert von seinem österreichischen Landsmann Martin Sagmeister, schenkte er über 42 Sekunden ein; der drittplatzierte Peter Bernhard aus der Schweiz war eine Runde zurück. Ski-Legende Patrick Ortlieb (Bild) klassierte sich im sechs Autos starken Gran-Turismo-Feld auf dem vierten Rang, als Zwölfter gesamt.

Die Debütanten im Feld: Neben Jörg Peham gaben auch Mirco Schultis und Carlo M. Bermes ihren Sportwagen-Einstand. „Mr. Dress for Less" gab noch dazu sein Comeback nach langer Verletzungspause und er hat nichts verlernt: Die Umstellung von Drehmoment-Lokomotiven wie dem Panoz Esperante auf den leichten Sportwagen gelang auch ihm tadellos. Trotz einer eingesprungenen Pirouette wurde er hinter RWT-Fahrer Gerhard Münch noch Fünfter der Division. Weniger Glück hatte Carlo M. Bermes, er musste mit immer gröberen Motoraussetzern schließlich w.o. geben. Auch Thomas Wolfert beendete sein Rennen nach einem Ausrutscher im Kies.

Ergebnis 1. Lauf:

sa_rennen_1_112.jpg1. Wolfgang Payr/A, PRC-Cosworth (1. Div.1), 15 Runden in 29:02,550
2. Tony Sinclair/GB, Jade-IES (2. Div.1), -16,363sec.
3. Pius Truffer/CH, PRC-BMW (1. Div.2), -59,866
4. Jörg Peham/A, PRC-Honda (2. Div.2), -1:06,436
5. Klaus Stanek/A, Porsche 996 Cup (1. Div.4), -1:17,339
6. Gerd Beisel/D, PRC-BM (3. Div.1), -1:34,827
7. Karl-Heinz Matzinger/A, PRC-Opel (3. Div.2), -1:35,422
8. Gerhard Münch/D, Norma-Honda, -1:35,822
9. Mirco Schultis/D, PRC-Honda, -1:47,552
10. Martin Sagmeister/A, Porsche 996 Cup (2. Div.4), -1:58,383
11. Peter Bernhard/CH, Porsche 996 Cup (3. div.4), -1 Rd.
12. Patrick Ortlieb/A, Porsche 996 Cup
13. Paul Pfefferkorn/A, Porsche 996 Cup
14. Gregor Fischer/CH, PRC-BMW, -2 Rd.
15. Rudi Hämmerle/A, PRC-Honda
16. Henry Uhlig/D, PRC-Opel
17. Philipp Zumstein/CH, Porsche 996 GT3-RSR
18. Thomas Wolfert/D, MRP-Opel
19. Carlo M. Bermes/D, PRC-Opel, -6 Rd.
20. Adi Gärtner/D, Martini-Alfa, -13 Rd.

nicht gestartet:
Otto Dragoun/A, PRC-Opel
Peter Kormann/D, PRC-BMW

Am Ende des Renntages gab es für die SCC-Teams noch eine Trainingsmöglichkeit, in dieser Session war Pius Truffer der schnellste Mann auf der Strecke, vier Zehntel von Tony Sinclair und 1,5 Sekunden vor Gregor Fischer im PRC-BMW. Gerd Beisel startete den Norma LMP und reihte sich auf Rang 4 ein.

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