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Jaguar GT3 nun vorgestellt

Jaguars GT3-Bolide ist nun anlässlich der Autosport International Show in Birmingham erstmalig vorgestellt worden. Das durch Apex-Motorsport (das offizielle Bentley-Einsatzteam in Le Mans) entwickelte Chassis des XKR Coupé soll in diesem Jahr in der FIA-GT3-Serie debütieren. Obwohl fahrbereit, dauern die Entwicklungen an dem von einem 4,2l V8 betriebenen Wagen noch an. So will man erst Mitte Februar mit den Tests beginnen. Diese werden dann kurz vor den ersten offiziellen FIA-Tests in Monza am 22.-23.2. durchgeführt werden. Ein Chassis ist bereits nach Informationen von Apex an das britische Cambridge Business Travel-Team von Stuart Scott verkauft worden, der damit in der britischen GT-Meisterschaft antreten will. Für zwei weitere laufen Verhandlungen. Apex selber besitzt Ambitionen ein Team in der FIA-GT3-Meisterschaft für dieses Jahr zu stellen.

Die technische Spezifikation des Wagens liest sich derzeit wie folgt:
Motor: 4,2l V8
Getriebe: Hewland 6-Gang sequentiell
Leistung: 475PS
Felgen/Reifen : OZ Racing 18x11"/Michelin 11
Chassis : Aluminium mit integriertem Überrollkäfig
Länge : 4900mm
Breite : 1892mm

24h Dubai: Duller wiederholt Vorjahreserfolg

dubaistart.jpg Die Mannschaft von Duller-Motorsport  mit den Piloten Dieter Quester, Jarek Janis, Dirk Werner, Philipp Peter und Jamie Campbell-Walter hat die 24h von Dubai  2007 gewonnen. Das Team wiederholte den Vorjahreserfolg beim zum zweiten Mal ausgetragenen 24h-Neo-Klassiker mit dem BMW-Z4-M-Coupé, als man mit einem Vorsprung von 3 Runden auf den zweitplatzierten Konrad-Motorsport-Porsche von Kaufmann / Konrad / da Silva / Saviozzi  die Ziellinie kreuzte. Der dritte Rang ging an die belgische Prospeed-Competition-Manschaft, die dem ursprünglich von der Pole-Position gestarteten Oktanas-Team mit Jürgen und Uwe Alzen und dem lettischen Trio Nemunas Dagilis, Nerijus Dagilis und Egidijus Dapsas den letzten Podiumsrang noch streitig machen konnten.

Das Rennen begann ohne das auf der 2. Startposition qualifizierte Race-Alliance-Team. Da Wendlinger / Peter am Rennmorgen ohne zusätzliche Teamkollegen dastanden, musste man den Start absagen und die Piloten auf andere Fahrzeuge verteilen. Phillip Peter kam auf dem Duller Z4 unter und hatte damit eine gute Wahl getroffen. Nach einem Anfangsfeuerwerk von Jürgen Alzen auf dem Oktanas-Porsche übernahm zunächst die beim 24h-Rennen in Bahrein noch erfolgreiche Truppe von Franz Konrad die langfristige Führung im Rennen. Fast sah es nach einer Wiederholung des Erfolges von Bahrein aus, bis man drei Stunden vor Schluß 35 Minuten in der Box verlor. Das nutzte die Duller-Mannschaft, um ihr in der Nacht noch von Zündungsproblemen geplagtes Z4-Coupé an der Spitze zu zementieren. Die aus der Belcar stammende belgische Prospeed-Mannschaft profitierte am Ende von Motorenproblemen am Oktanas-Porsche. Die Alzens und ihre lettischen Teamkollegen mussten in den letzten Rennstunden einen  waidwunden Motor um den Kurs tragen.

dubaiwinnerRang 5 okkupierte der Porsche vom Autoracing Club Bratislava mit u.a. Miroslav Konopka, Jim Michaelian und Mauro Casadei am Steuer vor dem G-Force-Porsche 997 GT3 Cup von Frank Hahn, David Hart, Christian Lefort und Yves Lambert. Auf Rang 8 kam der deutsche Creative Marketing–Porsche von u.a. Martin Dechent und Jürgen Bender ins Ziel, während der Maeder-Motorsport Honda S2000 mit Andreas Mader, Harald Jacksties, Reinhold Renget, Jörg Viebahn und Reinier Schönauer auf Platz 13 als einer der besten Nicht-Porsche in den Ergebnislisten geführt wurde.

Der Duller-Z4 hat somit von drei 24h-Rennen, an denen man bisher teilnahm, zwei gewonnen (Silverstone und Dubai) und eines auf dem 2. Platz beendet. Die Revanche für die Niederlage vor vier Wochen gelang nun in Dubai mit dem Sieg über das in Bahrein erfolgreiche Konrad-Taem. Das lässt die BMW-Fans für die 24h am Nürburgring im kommenden Juni hoffen, wo man den in Red Bull-Farben startenden Boliden erneut an den Start bringen möchte.

Luxus Motor Show / Wien

Luxus Motor Show Wien - Renauer-MotorsportZwischen 11. und 14. Jänner fand in Wien die „Luxus Motor Show“ statt. Ein beachtlicher Teil der Ausstellung in Halle C des Messegeländes bestand aus GT-Autos, wobei dem Publikum neben den gängigen Fahrzeugen auch die im Alltag seltenen Straßenversionen diverser Exoten (Pagani, Spyker, Koenigsegg, Gumpert, etc.) gezeigt wurden.

Weiters gab es einige Rennfahrzeuge zu sehen, darunter einen Vitaphone-Maserati MC 12 oder einen Sauber aus der Gruppe C-Ära. Besonderer Blickfang für die österreichischen Fans war auch der Stand von Renauer-Motorsport (Bild).

Salzburg nicht mehr im Divinol-Kalender

Divinol-Cup Promoter Hoffmann sieht sich derzeit gezwungen den Termin am Salzburgring am 12.+ 13. Mai 2007 für den geplanten 3. Lauf des 18. int. deutschen UHSport-Divinol-Cups aus dem Terminkalender zu streichen. "Wirklich sehr sehr schade", so Promoter Hoffmann heute mit ausdrücklichem Bedauern bei einem Interview am Hockenheimring. "Unsere Cup-Piloten und Teams wären alle sehr gerne auch 2007 in Salzburg gefahren. Beim Mozartpreis in Salzburg wurde traditionell um Punkte für den UHSport-Divinol-Cup und die UHS-EM-Trophy gefahren. Salzburg bot auch im Umfeld für Fans, Teams, Fahrer und Zuschauer immer eine ganz besondere Atmosphäre. Die Strecke, obwohl schwierig zu fahren, gefällt Fans und Fahrern sehr gut. Sollte sich eine Ersatzlösung anbieten, wird man diese Möglichkeit im Kreise der Sponsoren, Teams und Fahrer kurzfristig neu diskutieren und ggf. auch noch abändern können“. Organisatorische Gründe und allgemeine wirtschaftliche Unlust zwingen vorerst mal zu diesem unangenehmen Schritt. Im Gespräch ist nun ein Ersatztermin in Dänemark.

Der geänderte Kalender lautet nun wie folgt.
01  13. - 14. April                      Hockenheim         
02  25. - 27. Mai                       Most (CZ)              
03  13. - 15. Juni                       Oschersleben     
04  03. - 05. August                  Hockenheim Kl. Kurs   
05  15. - 16. September            Lausitzring    
06  19. - 20. Oktober                 Hockenheim  

Larbre stockt auf

Larbre-AstonWie bereits im Oktober vermeldet, hat Jack Leconte, Teamchef von Larbre Competition , bestätigt, dass man 2007 mit zwei Aston Martin in der LMS anzutreten gedenkt. Leconte weilt derzeit auf der Autosport International-Show in Birmingham, wo er unseren Kollegen von DailySportscar Details zur Saisonplanung 2007 erläuterte. Demnach könnte neben dem LMS-Programm auch ein Engagement in der FFSA-GT mit zwei der elektronisch abgeregelten Prodrive F550 hinzukommen, wenn die FIA den Wagen als GT1 homologiert. Ein Engagement in der FIA-GT-Meisterschaft schloss Leconte mit dem Hinweis auf die eingeschränkte Konkurrenzfähigkeit des Wagens aus.

Allerdings wird man über das Engagement mit den 3 Viper Competition Coupe´s in der FIA-GT3 der Serie von Stephane Ratels SRO weiter verbunden bleiben. Die drei zusätzlich im letzten Jahr eingesetzten Porsche sollen dagegen im nationalen Porsche-Cup laufen, was in Summe dazu führt, dass Larbre im kommenden Jahr mit 10 GT-Rennwagen von 4 verschiedenen Herstellern in vier Meisterschaften fahren wird.

Fahrernews aus der GT2-Klasse der ALMS

Petersen Motorsport / White Lightning hat heute die Piloten in der kommenden ALMS-Saison bekannt gegeben. Tim Bergmeister und Thomas Enge werden den Ferrari F430 steuern, den das Team im kommenden Februar in Empfang nehmen wird. Der jüngere Bruder des diesjährigen Grand-Am- und ALMS-GT2-Champions Jörg Bergmeister hatte in der vergangenen Saison in Sebring erstmals bei Petersen / White Lightning Erfahrungen in der ALMS-GT2-Klasse gesammelt. Thomas Enge dagegen wechselt aus der GT1-Klasse in die GT2 – er hat 27 Starts in der GT1-Klasse in seiner Rennbilanz stehen und dabei vier Klassensiege, je zwei mit Ferrari bzw. mit Aston Martin, verbuchen können.

Somit werden wohl beide Bergmeister-Brüder in der ALMS-GT2 gegeneinander antreten. Bruder Jörg ist bereits für Flying Lizzard auf einen der neuen Porsche Porsche 997 RSR gebucht worden und strebt dort den Titel-Hattrick in der GT2-Klasse an.

Ein weiterer deutscher Top-Pilot ist im Rahal-Letterman-Team als Pilot verpflichtet worden: Ralf Kelleners und Tom Millner werden die Piloten des Porsches sein. Das wurde in den letzten Tagen offiziell von Bobby Rahal bestätigt. Kelleners wechselt somit offiziell vom Ferrari- ins Porsche-Lager nachdem seine im letzten Jahr geplante Risi-Saison den Personalvorgaben von Ferrari zum Opfer fiel.

Zumindest bei den 12h von Sebring wird ein weiterer deutscher Pilot am Start stehen. Pierre Ehret wird zusammen mit seinem letztjährigen LMS-Saisonpartner Lars-Erik Nielsen einen Porsche 997 RSR pilotieren. Der dritte Fahrer auf dem Wagen sowie das weitere Programm für 2007 harren für Ehret, der auch noch für die LMP2-Klasse Ambitionen hegt, der Verkündigung.

Felbermayr-Proton: umfangreiche LMS-Pläne

Christain RiedWie bereits vermeldet, wird das Team Felbermayr Proton mit zwei neuen Porsche 997 RSR in der LMES antreten. Nun wurde bekannt, daß man nicht nur zusätzlich einen dritten Porsche 996 RSR unter dem Teamnamen Felbermayr-Proton-Racing an den Start bringen wird, sondern auch Marc Lieb und Xavier Pompidou einen der 997 pilotieren werden. Damit ist die Ausrichtung des Teams definiert: Man strebt 2007 den LMS-GT2-Titel an.

„Die Aufteilung in zwei Teams wurde notwendig, nachdem man als Team offiziell nur zwei Wagen an den Start bringen darf“, erläutert Christian Ried (Foto), „Wir hatten schon letzte Saison bei Porsche angefragt, ob wir auch einen Werksfahrer bekommen könnten. Nachdem wir Xavier Pompidou, mit dem wir seit meinem Start in Le Mans gute Beziehungen hatten, auf dem Wagen verpflichten konnten, war auch das Engagement von Marc schnell klar.“ Mit Marc Lieb und Xavier Pompidou ist die Meisterpaarung des Jahres 2005 für 2007 wiedervereinigt worden. Damals hatten beide mit drei Siegen (bei vier Rennen) auf dem betagten Sebah 996 GT3R den LMES-Titel souverän einfahren können. Nun haben beide ein aktuelles Auto zur Verfügung. Marc Lieb ist mit bislang 4 LMS-Siegen und zwei Titeln der erfolgreichste LMS-GT2-Pilot. 2007 dürfte er weiter an dieser Bilanz arbeiten.

Zum Thema Le Mans wollte sich Ried noch nicht äussern. „Die Planungen dort hängen erst Mal davon ab, ob und in welchem Umfang der ACO unsere Nennung annimmt. Erst danach lohnt es sich, über die Fahrerbesatzungen nachzudenken. Abhängig von dem Le Mans-Engagement entscheiden wir auch, ob wir bei den 24h von Spa-Francorchamps antreten.“

996RSRDas Thema des Saisonabschlusses in Sao Paolo findet Christian selber reizvoll: „Ich war noch nie in Brasilien, zudem reizt uns die längere Distanz von 1000Meilen. Als einziges Überseerennen ist der Aufwand vertretbar, weit weniger stressig wie die Planungen der FIA-GT-Meisterschaft Mitte letzten Jahres, die noch 3 Überseerennen im Mittleren Osten, in China und in Brasilien vorsahen. Dagegen ist das PLM derzeit bei uns gar kein Thema.“

Der 3. Porsche, vorgesehen für Ried Sr. und Horst Felbermayr Sr. ist ein 996 RSR der 2004 schon in den Händen von Freisinger Motorsport in der LMS und 2005 als GruppeM-Semi-Werksauto in der FIA-GT-Meisterschaft fuhr (Bild rechts). Ein 4. Porsche GT3RS steht derzeit noch beim Team zum Verkauf an.

Der FIA-GT-Meisterschaft trauert man bei Proton nicht hinterher: "An der LMS  reizt uns, daß es längere und weniger Events sind, was günstiger von den Reisekosten und dem Zeitaufwand ist. Die Verkürzung der FIA-GT-Rennen auf 2h war für uns der entscheidende Grund zu wechseln. Auf einem Präsentationsmeeting in Paul Ricard im letzten Jahr hatten alle GT2-Teams sich für das 3h-Rennformat ausgesprochen. Als beim folgenden Rennen in Mugello das von den GT1-Teams favorisierte 2h-Format verkündet wurde haben wir recht schnell entschieden die Meisterschaft zu wechseln.“

Mit dem Team Felbermayr-Proton und Lieb/Pompidou dürfte das Team eines der Top-Favoriten für den GT2-Titel 2007 sein. Werden wir Ende des Jahres das erste deutsche Meisterteam in der LMS feiern können?

Courage goes Bollywood?

Ein indischer Investor plant angeblich zusammen mit Courage ein nationales Motorsportprogramm mit Le Mans-Focus. Demnach soll ein in Landesfarben gehaltener LMP1 oder LMP2 bei den 24h antreten. Das Projekt befindet sich noch in der Phase der Budgetsuche und ist daher noch nicht konkret – allerdings sind die Kontakte wohl schon soweit gediehen, daß Courage dieses auf seiner Website veröffentlicht hat.

Kenner der Szene warnen bei Meldungen wie dieser vor all zu großer Euphorie: Im vergangenen Monat wurde publik, dass ein weiteres mit Courage (und zuvor auch anderen Herstellern) in Zusammenhang gebrachtes Projekt eines Cosworth-Courage Teams sich aufgrund einer offensichtlich nicht vorhandenen Finanzierung schlagartig in Luft aufgelöst hatte. Daher muß erst einmal abgewartet werden, ob es zu konkreteren Schritten oder gar ersten Testeinsätzen kommt.

Audis ALMS-Bekanntmachung

Audi hat nun mit einer offiziellen Pressemitteilung das Engagement eines 2-Wagen-Teams in der ALMS bestätigt. Demnach werden Alan McNish und Dindo Capello als Titelverteidiger mit Emanuele Pirro und Marco Werner im 2. Wagen um die Gesamtsiege konkurrieren. Damit steigt Le Mans-Sieger Werner vom Rang des Testfahrers für den Audi R10 Tdi wieder zum Werkspiloten auf. Das Einsatzteam wird erneut Audi Sport North Amerika mit Unterstützung von Champion Racing und Joest Racing sein.

Der Audi R10 Tdi geht damit in seine zweite Rennsaison. Bisher ist der Diesel-Bolide ungeschlagen. Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich: "Audi ist der Überzeugung, dass TDI auch in den Vereinigten Staaten die starke und wirtschaftliche Alternative für den Fahrzeugantrieb der Zukunft ist, unser R10 TDI ist ein Vorbote für die breit angelegte Diesel-Offensive von Audi in den USA und die immer populärer werdende American Le Mans-Serie dafür eine optimale Plattform“

Offen bleibt noch die Art und Weise des Le Mans Engagements. So ist noch nicht geklärt, wie und ob Frank Biela noch eine Chance auf einen erneuten Le Mans Erfog erhält. Der erfolgreichste deutsche Le Mans-Pilot (vier Gesamtsiege) konkurriert mit den beiden Zugängen Lucas Luhr und Mike Rockenfeller um die Sitze bei den 24h von Le Mans. Andererseits hat Audi drei garantierte Entrys für die 24h in Le Mans. Somit ist heute lediglich ein Mosaikstein bezüglich des Audi-Engagements gelegt worden.

FFSA-GT - Bruno Hernandez will seinen Titel verteidigen

B. Hernandez / H. de ChaunacBruno Hernandez, im Vorjahr gemeinsam mit Soheil Ayari Französischer GT-Meister, gab in einem von der FFSA veröffentlichten Interview bekannt, dass er auch heuer wieder für Oreca einen Saleen S7R fahren werde. Der 46-jährige Franzose (im Bild links mit Oreca-Chef Hugues de Chaunac) konnte dabei offenbar noch nicht genau sagen, in welchen Meisterschaften er zum Einsatz kommen soll.

Als sehr wahrscheinlich gilt sein Antreten in der FFSA-GT, welche die Oreca-Mannschaft im Vorjahr unerwartet klar dominierte. Ob Hernandez' Vorjahres-Erfolge ihn auch ausreichend für internationale Aufgaben empfohlen haben, bleibt abzuwarten.