Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in DMV-GTC
Die GTC-Serie schafft nun auch eine Startgelegenheit für den KTM X-BOW GTX. Nach einem erfolgreichen Probelauf im November 2020 beim Finale des GTC Race auf dem Hockenheimring durch die Entwicklungsmannschaft von Reiter Engineering mit den Piloten Stefan Rosina und Eike Angermayer wird man den Wagen 2021 in der Klasse 6 der Serie starten lassen. Diese ist unter anderem auch für GT2- und Ferrari-Challenge-Fahrzeuge vorgesehen.
In Deutschland gilt das Team Teichmann Racing als eines der ersten Kundenteams für den neuen Boliden. Die Adenauer Mannschaft sammelt derzeit die ersten Rennerfahrungen mit dem Gerät im Rahmen der von Gedlich Racing veranstalteten Winter GT Serie auf der iberischen Halbinsel.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Sonstige GT (D/A)
Walkenhorst Motorsport hat den Einstieg in die 2021´er Saison der DTM bekannt gegeben. Das derzeit diese Woche aktuell in der Asiatischen Le Mans Serie antretende Team will dabei nach dem letztjährigen Debüt mit 2 BMW M4-GT4 in der neu geschaffenen DTM-Trophy ein Doppelprogramm sowohl in der neu auf die GT3-Plattform wechselnde Traditionsrennserie, als auch in der auf der GT4 basierenden Trophy fahren und dabei jeweils mehrere BMW´s einsetzen.
„Wir freuen uns sehr, unseren Einstieg verkünden zu können. Wir haben sehr hart daran gearbeitet als Team das Projekt DTM zu stemmen“, erklärt Teammanager Niclas Königbauer. „Nach unseren internationalen Erfolgen in den vergangenen Jahren ist der Aufstieg (aus der DTM-Trophy) ein logischer Schritt, um unser Engagement in der GT3 auszubauen. Es ist unser Anspruch auf höchstem motorsportlichem Niveau zu agieren, somit war für uns klar, dass wir in die DTM müssen. Bei den Rennen in der DTM-Trophy haben wir die Plattform kennen- und schätzen gelernt und viele Kontakte geknüpft. Das war sehr wertvoll für uns. Wir planen aktuell ein Doppelprogramm und arbeiten daran den Einsatz in der DTM Trophy zu wiederholen, da nun optimale Synergien für Teams auf der DTM Plattform geschaffen wurden“.
Mit Walkenhorst bekennt sich somit das erste BMW-Einsatzteam zu einem Start in der Serie die somit mit Einsatzteams von AMG, Audi, McLaren, Ferrari und Porsche rechnet. Die BMW-Einsatzmannschaft aus den niedersächsischen Melle betreibt daneben seit Jahren ein Nordschleifenprogramm in der Nürburgring Langstrecken Serie und beim 24 Stunden Rennen am Nürburgring und hatte letztes Jahr überraschend auch den Intercontinental GT Challenge-Titel für BMW einfahren können. BMW war 2020 neben Audi einer der 2 verbliebenen Hersteller in der letzten Saison auf Basis der Class1 Tourenwagen gewesen. Neben Walkenhorst soll auch das ROWE Racing Team dank des aufgrund der GT3-Plattform gesunkenen Budgets und dem Interesse von Hauptsponsor ROWE intensiv an einem DTM-Programm arbeiten.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Sonstige GT (D/A)
Bereits vor einigen Wochen hatte die bahrainisch-britische 2 Seas Motorsport-Mannschaft ein DTM-Engagement für 2021 angekündigt. Doch leider muss man sich nun von der Vorstellung verabschieden das damit 2 spektakuläre McLaren 720 S GT3 in der ersten GT3-Saison der deutschen Traditionsrennserie antreten werden. Die letztes Jahr in der britischen GT-Serie engagierte Mannschaft ist nun aktuell ins AMG-Lager gewechselt und hat ihre McLaren zum Verkauf ausgeschrieben. Das Team hatte zu Beginn dieses Jahres die erstmals ausgetragenen Gulf 12 hours Bahrain (der Link führt zum Rennbericht auf unseren Seiten) mit dem McLaren-Trio Ben Barnicoat, Martin Kodric und Isa Al Khalifa gewinnen können. Neben der DTM, die allerdings in der aktuellen Bekanntmachung des Teams nicht explizit erwähnt wird, will man zudem noch ein weiteres, noch nicht final bestimmtes europäisches Programm bestreiten.
Damit wird neben der asiatischen GruppeM-Mannschaft (wir berichteten) ein weiteres AMG-Team in der DTM starten. McLaren wäre somit nur noch mit einem Team, dem britischen Jenson Team Rocket, engagiert, das aber über das Einsatzfahrzeug auch noch keine abschliessende Entscheidung getroffen hat. AMG hatte erst vor wenigen Tagen ein Engagement mit mehreren noch ungenannten Kundenteams in der DTM bestätigt. Neben Gruppe M und 2 Seas werden das deutsche Haupt Racing Team (ex Black Falcon), der HTP-Winward-Mannschaft und BWT Mücke Motorsport als potentielle Einsatzmannschaften für ein oder mehrere Mercedes AMG GT3 in der deutschen Serie gerüchtelt.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in DMV-GTC
Die GTC-Serie vermeldet die ersten Starter für die neu eingerichtete Klasse 7 für Cayman-Cup-Fahrzeuge: W&S Motorsport plant in der Saison 2021 mit insgesamt 3 Porsches im Rahmen der ADAC Racing Weekends teilzunehmen. Ein Cayman wird dabei in der Klasse 4 starten. 2 sind in der Klasse 7 geplant.
Mit dem von Schaeffler Paravan entwickelten Space-Drive System im Porsche Cayman 718 GT4 MR startet man in der Klasse 4. Mit dem Space-Drive Porsche Cayman 718 GT4 MR hat die schwäbische Mannschaft von Daniel Schellhaas und Patrick Wagner schon im vergangenen Jahr Erfahrung gemacht, als man im GTC Race an den Start ging. Ohne mechanische Verbindung zwischen Lenkrad und Lenkungsmechanik konnte man viele neue Erkenntnisse gewinnen. „Neben den vielen Kilometern im GTC Race konnten wir auch beim Dauerbelastungstest im 24h-Rennen 2020 die Zuverlässigkeit zeigen und verfehlten den Klassensieg nur knapp“, so Schellhaas.
Mit zwei weiteren Cayman 718 GT4 CS greift der Rennstall aus Ofterdingen in der neugeschaffenen Klasse 7 an. Durch die neu geschaffene GT4-Förderung der Serie hatte das Team einige Anfragen für den Cayman. Schließlich erhalten vier Piloten Ende der Saison einen kostenfreien GT3-Test. Daraus wird ein Förderpilot gesucht, der eine kostenfreie Saison mit GT3 im GTC Race 2022 erhält. Erste Trainingsmöglichkeiten für interessierte Fahrer bietet W&S Motorsport, am 03. März 2021, bei den Testtagen auf dem Hockenheimring an. Die gefragten Cockpitplätze sind noch nicht alle vergeben,
„Wir freuen uns, dass wir mit W&S Motorsport ein starkes Team für unsere Serie gewinnen konnten“, so Ralph Monschauer, als Serienorganisator von GTC Race. „Die Zusammenarbeit war schon in den letzten Monaten sehr intensiv und wir arbeiten gemeinsam am Erfolg.“
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Nürburgring Nordschleife (24h & VLN)
Manthey Racing hat ein erneutes Antreten mit dem Grello auf der Nürburgring Nordschleife für die kommende Saison angekündigt. Die Meuspather Mannschaft hat heute die Piloten und den Umfang des Engagements bekannt gegeben. Bestätigt wurde der Einsatz eines Porsche 991 GT3 R im „Grello“-Design. Pilotiert wird der Wagen von von gleich drei Porsche-Werks-Piloten bzw. Junioren - Matteo Cairoli, Michael Christensen und Kévin Estre – sowie von Porsche- und Manthey-Entwicklungsfahrer Lars Kern. Fest eingeplant ist das komplette Pilotenquartett beim 24-Stunden-Rennen, das vom 03. - 06. Juni stattfindet. Daneben will die Mannschaft zumindest noch bei allen Läufen der Nürburgring Langstrecken Serie vor dem Langstreckenklassiker, sowie beim 24h-Qualifikationsrennen antreten. Ob darüber hinaus auch weitere Einsätze bei den Rennen nach dem 24h-Klassiker bestritten werden, lässt die Mannschaft von Nicky und Martin Raeder derzeit offen.
„Nach einer durchwachsenen Saison 2020, in der wir bei unserem Heimrennen, dem 24h-Rennen Nürburgring, nicht starten konnten, blicken wir erwartungsvoll auf die anstehende Saison. Die NLS hat im letzten Jahr ein super Konzept erarbeitet, sodass wir überhaupt Rennen fahren konnten. Wir hoffen, dass die Saison wie geplant starten kann und, dass nach und nach auch wieder Fans dabei sein dürfen. Wir sind gut vorbereitet und bereit um Siege zu kämpfen.“ gibt Nicolas Raeder im Vorfeld des Engagements zu Protokoll.
Im Vorjahr hatte Manthey Racing nach einem 2-Wagen-Programm 2019 4 von 5 Rennen im Vorfeld des 24h-Klassikers mit dem eigenen Grello bestritten, wobei der Einsatz beim Ringklassiker wegen eines Corona-Falls im Porsche-Kader im Nachgang des eine Woche zuvor abgehaltenen 24 Stunden Rennen von Le Mans wegen einer umfassenden Quarantaine aller beteiligten Le Mans-Teilnehmer, zu denen auch die Grello-Piloten gehörten, abgesagt werden musste. Daneben war Manthey auch als Einsatzteam für das unter der Hong-Kong-Flagge antretende KCMG-Team und deren 2 Porsche beim Ringklassiker und in dessen Vorfeld aktiv. Ob neben dem teameigenen „Grello“ auch 2021 weitere Kundenporsche betreut werden geht aus der Teammitteilung nicht hervor. In der Vergangenheit hatte man daneben unter anderem auch den Porsche 991 GT3 R von Privatpilot Otto Klohs eingesetzt.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Asiatische Le Mans Serie
Das G-Drive Racing Trio Rene Binder, Ferdinand Habsburg und Yifei Ye hat auch den zweiten Asiatischen Le Mans Serie-Lauf in Dubai gewinnen können. Das vom Einsatzteam Algarve Pro Racing betreute G-Drive Oreca Trio kreuzte nach 125 Runden die Ziellinie mit einem Vorsprung von 45s auf die Teamkollegen Franco Colapinto, John Falb und Rui Pinto de Andrade, die sich erneut den schnelleren Teamkollegen beugen mussten. Lediglich in der Startphase führte der von Falb pilotierte #25 G-Drive Wagen das Feld kurz an bevor Binder die Führung erobern konnte.
Platz 3
sicherte sich dahinter der Phoenix Racing Oreca von Simon Trummer, Matthias Kaiser und Nicki Thiim mit weiteren 14s Abstand auf P2. Das Team Jota vergab erneut aufgrund einer Kollision und darauf folgender technischer Probleme ein Podiumsresultat. Platz 4 sicherte sich der zwischenzeitlich ebenfalls führende Racing Team India Oreca. Auf Platz 5 wurde der Era Motorsports Oreca erneut als Sieger der LMP2-Am-Klasse notiert.
In der LMP3 gewann erneut der #23 United Autosports Ligier von Rory Penttinnen, Wayne Boyd und Manuel Maldornado. Nachdem der zweitplazierte DKR Engineering Duqueine M30-D08 LMP3 in der letzten Runde mutmasslich ohne Sprit ausrollte, sicherten sich der #2 United Autosports Ligier und der Nielsen Racing Ligier die verbleibenden Podiumsplätze. Pech hatte dieses mal die Phoenix Racing Mannschaft in der Jan Eric Slooten in Turn 6 nach der Kollision mit einem Prototypen aus dem Rennen gerissen wurde. Etwas besser als am Vortag schlug sich hingegen der LMP3-Ginetta der in den Händen von Ginetta Werkspilot Charles Robertson zwischenzeitlich zum ersten Mal konkurrenzfähige Zeiten zeigte.
In der GT-Klasse setzte sich das 24h-Dubai Siegertrio Julien Andlauer, Axcil Jefferies und Alain Ferté auf dem GPX-Porsche durch, obwohl die Porsche im Vorfeld wegen ihrer überlegenen Performance am Vortag 20kg Zusatzgewicht kassiert hatten. Pech hatten die Vortagessieger von Herberth-Motorsport auf dem #99 Porsche, die nach einem Rempler des Oman Racing Aston Martin schon in den ersten Runden die Box ansteuern mussten. Davon profitierte der #55 Rinaldi Racing Ferrari von Rino Mastronardi, Davide Rigon und David Perel, die sich auf Platz 2 vor dem Garage 59 Aston Martin von Alexander West, Maxime Martin und Valetin Hasse-Clot durchsetzen konnten. Ein gebrauchtes Rennen musste hingegen den #34 Walkenhorst-BMW verzeichnen für den nach einer Kollision in der Anfangsphase das Rennen schon nach 5 Runden beendet war.
In der GT3-Am Klasse gelang dem Rinaldi Racing-Trio Manuel Lauck, Christian Hook und Patrick Kujala der zweite Sieg in Folge nachdem man schon am Vortag erfolgreich war. Hier setzte man sich vor dem Kessel Racing Ferrari F488 GT3 und dem Walkenhorst Motorsport BMW M6-GT3 durch.
Das nächste, 3. Rennen der Serie findet am kommenden Freitag den 19.Februar um 16 Uhr Ortszeit (13 Uhr MEZ) auf dem Yas Marina Circuit in Abu Dhabi statt.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in WT-USCC-Serie ( IMSA )
Mazda hat am Freitag das Ende seines DPi-Programms für das Ende der laufenden IMSA-WeatherTech SportsCar Championship angekündigt. Obwohl die gegenwärtigen DPi noch eine Saison weiter eingesetzt werden können, wird man weder 2022 antreten noch ein Entwicklungsprogramm für einen LMDh starten. Nach der offizellen Mitteilung von Mazda sieht man die Zukunft eher in der Förderung des Breitensports der in den USA mit einer breiten Masse an CUP-MX5 unterstützt wird.
Damit kommt Mazdas seit 2015 durchgeführtes Prototypenprogramm nach 7 Jahren zu einem vorläufigen Ende. Das ursprünglich von Mazdas Grand-Am-Partner Speedsource gestartete LMP2/DPi-Programm wechselte mehrfach die Einsatzmannschaft. Erst mit der Kombination von Entwickler Multimatic und dem Einsatzteam Joest Racing kam man halbwegs auf die Erfolgsspur. Grösster Erfolg war der 12h von Sebring-Sieg 2020. Als jedoch gegen Beginn der letzten Saison Joest aus dem Projekt heraus komplimentiert wurde und zu Saisonbeginn klar wurde das Mazda nur noch ein Auto einsetzen würde, zeichnete es sich ab das das Programm vor einem Umbruch stehen würde.
Mazdas Engagement dürfte – ohne das dies in der offiziellen PR mit einem Wort erwähnt wurde – dem Kostendruck der Doppelbelastung aus COVID-Pandemie und Umbau der Antriebstechnologie zum Opfer gefallen sein. Als eher kleinerer Hersteller (Platz 15 im Ranking der weltweit grösssten Hersteller & nur 5-grösster japanischer Automobilhersteller hinter Suzuki) kann sich der amerikanische Ableger des noch um sein Unabhängigkeit kämpfenden japanischen Herstellers angesichts der anstehenden Investitionen keine teuren Motorsport-Engagements mehr erlauben. Das eher schwarze Zahlen schreibende MX5-Cup-Engagement kann man sich wegen der einbringenden Erlöse eher erlauben.
Damit dürfte die nächste Saison 2022 nur noch zwischen Cadillac und Acura in der Top-Klasse bestritten werden. Ob in der laufenden Saison noch ein Erfolg von Mazda zu erwarten sein wird ist fraglich. Noch fraglicher ist ob die bestehenden Chassis 2022 an ein interessiertes Kundenteam abgegeben werden könnten - so sich denn überhaupt eines findet. Erst 2023 mit dem aus Kostengründen um ein Jahr aufgeschobenen Debüt der LMDh in der IMSA dürfte man dann mit neuen Herstellern in der Top-Klasse rechnen dürfen.
Verfasst von Hans-Dieter Schuda. Veröffentlicht in Asiatische Le Mans Serie
Jota-Pilot Sean Gelael war „the Man of the Race“… zuerst zeigte er einen Blitz Start auf dem #28 Team Jota Oreca 07 Gibson, doch nach der Start & Zielgeraden führte dieser statt in die Führung in die Auslaufzone. Einige Runden später rumpelte er in Turn 4 unsanft dem daraufhin Führenden #5 Phoenix Racing Oreca mit Simon Trummer am Steuer in das Heck. Beide Fahrzeuge drehten sich in der Auslaufzone, trafen sich nochmals im Heckbereich und mussten zur Reparatur an die Box. Rennleiter Eduardo Freitas verhängte wenig amüsiert nach Studium der Bilder eine Drive through Strafe gegen Sean Gelael und Phoenix-Pilot Simon Trummer konnte daraufhin wieder etwas aufschließen. Ein weiterer Dreher des Jota-Piloten liess diesen kurz vor Ende seines Stints auf P4 zurück fallen.
Da sich Jota und Phoenix beharkten, sagte die von Rene Binder, Yifei Ye und Ferdinand Habsburg pilotierte #26 Oreca von der vom Algarve Pro Team betreuten G-Drive Racing Mannschaft leise Servus, übernahm die Spitze und gab diese bis zur Zielflagge nicht mehr ab. Dank hervorragenden Zeiten von Team Jota-Pilot Stoffel Vandoorne übernahm die #28 Platz zwei und Phoenix Racing konnte sich mit dem Trio Simon Trummer, Matthias Kaiser & Nicki Thiim nach starkem Comeback den dritten Platz sichern, da der von der Pole gestartete G-Drive Oreca #25 zusätzliche Boxenstopps wegen anhaltendem Ölverlusts absolvieren musste.
Die LMP2/AM Wertung ging an die #18 von ERA Motorsport, Oreca 07, gefolgt vom Ligier JS P217 LMP2 #11 von Eurointernational.
Das Debut des LMP3 Ginetta G61-LT-P315 ging leider gründlich daneben. Obwohl man seit dem 08.02. vor Ort war und genug Zeit zum Testen bestand, schaffte es das ARC Bratislava-Team leider nicht einen Defekt Teufel mit dem Namen „Bremsprobleme“ aus dem Fahrzeug zu vertreiben. Somit war der Ginetta fast mehr in der Box als auf der Renn Strecke zu sehen. Noch schlimmer erwischte es den Duqueine M30-D08 LMP3 von DKR Engineering. Nach einem langen Aufenthalt in der Box strandete Jean Glorieux schließlich auf der Strecke. Laurents Hörr konnte somit nicht eine Runde im Fahrzeug verbringen. Der Sieg in der Klasse holten sich die Favoriten von United Autosports mit dem #23 Ligier JS P320 LMP3 mit Wayne Boyd, Rory Pentinnen und Manuel Maldonardo am Steuer. Auf den Plätzen folgten die #9 von Nielsen Racing, (Colin Noble & Tony Wells) und der #3 von United Autosports mit James Mcguire, Duncan Tappy und Andrew Bentley, jeweils ebenfalls auf einem Ligier JS P320 LMP3 .
Die GT3 Klasse sah die Favoriten von Porsche vorne. In der Endphase setzte sich nach einem Dreher von Alain Ferte in den Schlußminuten, der #99 Porsche 991 GT3 R von Precote- Herberth Motorsportmit Ralf Bohn, Alfred und Robert Renauer vor den 24h-Dubai Siegern von GPX Racing mit Julien Andlauer, Axcil Jefferies und Alain Ferté und dem INCEPTION RACING with Optimum, McLaren 720 S GT3 von Brendan Iribe, Ollie Millroy und Ben Barnicoat durch. Der dritte Platz für den McLaren war eine dicke Überraschung, ebenso wie der vierte Platz für den #34 Walkenhorst Motorsport BMW M6-GT3 von Chandler Hull, Jonathan Miller und Nicky Castburg. Beide Teams rückten sogar noch einen Platz auf als die zweitplazierte GPX-Crew wegen fortgesetztem verletzen der Streckenbegrenzungen in der endphase noch eine 30s-Zeitstrafe verhangen bekam. Dem Speed der Porsche, McLaren und BMW, konnten weder Aston Martin noch das Rudel der Ferrari folgen. Denen fehlten fast eine Sekunde pro Runde auf die vorgenannten Fahrzeuge.
Die AM Wertung in dieser Klasse holte sich auch hier der Favorit: Rinaldi Racing´s #66 Ferrari F488 GT3 mit Christian Hook, Manuel Lauck & Patrick Kujala gewann vor dem #35 Walkenhorst Motorsport BMW BMW M6-GT3 und dem #27 Kessel Racing Ferrari 488 GT3.
Schon morgen um 09.15h (MEZ) treffen sich die Kontrahenten zur zweiten Runde !
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Le Mans Series ( LMS )
Die Europäische Le Mans Serie hat am gestrigen Freitag die Nennliste für die Saison 2021 veröffentlicht. Diese umfasst 43 Mannschaften was damit trotz des Einflusses der derzeit noch grassierenden Corona-Pandemie eines der grössten Felder der letzten Jahre bedeutet. 16 LMP2 17 LMP3 und 10 LMGTE-Mannschaften wollen sich der 18.ten Saison der Serie stellen. Dies sind zwar starke Zahlen, auf den zweiten Blick offenbart das Feld jedoch eine gravierende Entwicklung...
... denn die 3 Klassen nähern sich immer mehr einem Markenpokal an. Dieser ist in der Top-Klasse, die keine Teilnehmer von Ligier und Dallara mehr verzeichnet , schon vollzogen. Das 2016 erzwungene Oligopol von 4 Herstellern hat sich mit aktiver Mithilfe des ACO in ein reines Oreca-Monopol verwandelt und ist nun ein reiner Oreca-Cup. Mit nur 2 Duqueine der beiden Luxemburger Teams DKR Engineering und Racing Experience mutiert die LMP3 parallel zu einem reinen Ligier-Cup während in der GTE Ferrari das Gros der Teilnehmer stellt und nur noch 2 Porsche und ein Aston Martin (als Kandidat für den nächsten Rückzug) hier für einen Anschein von Markenvielfalt sorgen. Seit 4 Jahren in Folge (2017 debütierte Duqueine-Vorgänger Norma in der LMP3) kann die Serie somit keine neuen Hersteller mehr vorweisen, während man in der Zwischenzeit Corvette, Dallara , Ginetta und nun in der LMP2 auch Ligier-Mannschaften verloren hat. Sportlich mag dies enge Rennen für die Saison 2021 versprechen. Die Bedeutung der Serie für die technische Riege der Sportwagenkonstrukteure sinkt dagegen immer mehr. Zumal in allen Klassen zusätzlich Einheitsreifen von Goodyear bzw. Michelin vorgeschrieben sind.
Zu den Teams: im Oreca-Cup starten weiterhin die Mannschaften von United Autosports, Idec Sport und G-Drive-Racing mit je 2 07 LMP2 und die Mannschaften von Dragonspeed, Algarve Pro, Cool Racing, das Duqueine Team, BHK Motorsport, Graff Racing und Panis Racing mit je einem Auto. Neu hinzu kommen Ultimate Racing, das Team Team WRT und das von TF Sport eingesetzte Racing Team Turkey. Nicht mehr dabei sind Inter-Europol Competition, das Richard Mille Tacing Team und High Class Racing die allesamt in die FIA Langstrecken Weltmeisterschaft gewechselt sind.
In der LMP3 – dem offenen Ligier-Cup mit Duqueine-Beteiligung - verzeichnen wir Doppel-Engagements von United Autosports, Inter-Europol Competition, Graff Racing und Nielsen Racing sowie fortgesetzte Einzel-Engagements der Teams RLR Msport, Eurointernational, DKR Engineering und BHK Motorsport. Wieder zurück in der Meisterschaft sind Villorba Corse und Cool Racing während mit Racing Experience (Bild unten), MV2S Racing und dem polnischen Team Virage 3 neue Mannschaften in die Meisterschaft einsteigen. Nicht mehr dabei im Vergleich zum Vorjahr ist die in die FIA Langstrecken Weltmeisterschaft aufgestiegene Realteam Racing Mannschaft.
In der GTE treten nun 7 Ferrari (3* Iron Lynx, 2 AF Corse, je ein JMW-Motorsport und Kessel Racing) gegen 2 Proton Competition Porsche und einen TF Sport Aston Martin an.
Aus deutschsprachiger Sicht enttäuscht zudem die Tatsache, das die angekündigten Programme von Phoenix Racing und Mühlner Motorsport sich wohl nicht haben realisieren lassen. Während hier noch eine Chance besteht die beiden Mannschaften zumindest in der unteren Liga des Michelin Le Mans Cup zu Gesicht zu bekommen, sieht zur Zeit auch die deutschsprachige Beteiligung auf Pilotenseite eher bescheiden aus. In der LMP2 ist lediglich Rene Binder im Duqueine Oreca gelistet. In der LMP3 sieht es etwas besser aus; hier verzeichnen wir Laurents Hörr im DKR Engineering-Duqueine M30-D08 LMP3, die beiden Luxemburger David und Gary Hauser im Racing Experience Duqueine M30-D08 LMP3, Martin Hippe im Inter-Europol Competition Ligier und den Liechtensteiner Matthias Kaiser im Graff Racing Ligier.
In der GTE sind Christian Ried im Proton Competition Porsche und Rahel Frey im Iron Lynx Ferrari gelistet. Da aber bis zum Saisonstart am 18.April noch 2 Dutzend Pilotenplätze zu vergeben sind, besteht die Hoffnung hier noch den ein oder anderen deutschsprachigen Piloten zusätzlich in der Serie begrüssen zu können.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in GT4 European Series ( FIA-GT4 )
Michael Schrey und Gabriele Piana treten auch 2021 wieder gemeinsam in der ADAC GT4 Germany an. Wie in der Vorsaison pilotiert das Vizemeister-Duo der Serie einen BMW M4-GT4 von Hofor Racing by Bonk Motorsport. Schrey und Piana hatten 2020 weite Teile der ADAC GT4 Germany-Saison mitgeprägt und beim Finale scheinbar den Meistertitel eingefahren. Aus diesem wurde nach einem erst nach Ablauf der Saison entschiedenen Protest des BKK Mobil Mercedes AMG GT4-Teams der Vizemeistertitel, weil durch eine zurückgenommene Zeitstrafe dem BMW-Duo zusätzliche Punkte auf die späteren Meister Jan Kasperlik und und Nicolai Møller-Madsen auf dem Allied Racing-Cayman abhanden kamen. Für Piana war es schon der zweite Vizetitel in Folge.
„Es gibt für uns keinen Grund, die beiden auszutauschen. Gabriele und Michael haben 2020 in der ADAC GT4 Germany eine herausragende Leistung gezeigt. Als Team harmonieren sie sehr gut. Sie ergänzen sich perfekt und treiben sich gegenseitig zu Höchstleistungen an. Und davon einmal abgesehen, passt es auch menschlich zwischen ihnen und dem Team“, erklärt Teamchef Michael Bonk.
Wie bereits 2019 und 2020 möchte das Team auch in der anstehenden Saison wieder mit zwei BMW M4-GT4 in der ADAC GT4 Germany antreten. Laut Teamchef Bonk laufen dazu aktuell noch die Verhandlungen mit potentiellen Cockpit-Kandidaten.