Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Le Mans ( WEC )
Neben Rinaldi Racing will auch Herberth Motorsport den Le Mans Autoentry aus der Asiatischen Le Mans Serie in diesem Jahr für eine Le Mans Nennung nutzen. Das hat Teammanager Alfred Renauer gestern telefonisch GT-Eins gegenüber bestätigt. Allerdings gibt es für die Jedenhofener Mannschaft noch jede Menge Details zu klären – einschliesslich des Einsatzfahrzeugs.
Renauer, der gemeinsam mit seinem Bruder Robert und Kundenpilot Ralf Bohn den Porsche seiner Mannschaft zur Meisterschaft in der GT3-Klasse der Asiatischen Le Mans Serie steuerte, gab zu das man im Vorfeld nicht unbedingt mit dem Titelgewinn gerechnet hatte. „Wir wussten das Ralf in Dubai sehr starke Zeiten fahren konnte, da wir dort schon mehrere gemeinsame Rennen im Rahmen der 24h von Dubai gefahren sind. Aber auf dem Yas Marina Circuit waren unsere vereinzelten Auftritte im Rahmen der Gulf 12 hours schon sehr lange her. Von daher war es wirklich eine Überraschung das wir auch dort gut mithalten konnten, was dann im Endeffekt dazu führte da wir uns trotz des starken Feldes gegen die Konkurrenz durchsetzen konnten."
"Wir haben jetzt nur das selbe Problem wie Rinaldi Racing das wir erst kurzfristig von der Regel erfahren haben, das wir uns zusätzlich noch in eine ACO oder IMSA-Meisterschaft einschreiben müssen. Eigentlich hatten wir mit dem Creventic Programm und den Meisterschaften in Deutschland schon ein volles Programm beisammen und das Budget und die Termine schon alle verplant. Von daher tendieren wir eher dazu ein erneutes Engagement in der nächsten Asiatischen Le Mans Serie ins Auge zu fassen. Für die FIA Langstrecken Weltmeisterschaft oder de Europäischen Le Mans Serie sind Nennungen nicht mehr möglich und der Michelin Le Mans Cup würde zu viele Terminkollisionen mit unseren derzeit geplanten Serien bedeuten und wäre obendrein teurer beim Nenngeld. Allerdings kann uns derzeit keiner garantieren, das die kommende Saison ähnlich kompakt wie die abgelaufene ausgetragen wird was in diesem Jahr ein grosser Vorteil war. Wenn man jetzt wieder zwischen Japan, China und Thailand hin und her fliegen muss, dann wird die Saison doch deutlich aufwändiger und kostenintensiver.“
Während bei Herberth Motorsport nun Überlegungen über eventuelle asiatische Kooperationspartner für ein weiteres AsLMS-Engagement im Gange sind, ist die Planung für die Teilnahme am Klassiker nun voll angelaufen. „Mit Ralf Bohn und Steffen Görig haben wir 2 Fahrer die auf jeden Fall am Einsatz interessiert sind. Allerdings werden wir uns das Einsatzfahrzeug in jedem Fall irgendwo anmieten müssen. Neben einigen asiatischen Teams, die mit uns hier über eine Kooperation sprechen, überlegen wir derzeit auch die Option abseits unserer Historie mit Porsche eventuell einen Ferrari-Einsatz durchzuführen. Durch unsere Kooperation mit HB-Racing im GT-Masters 2018 kennen wir den Ferrari F488 GT3 ganz gut. Wir müssten uns für den Wagen lediglich das GTE-Kit besorgen und könnten dann sogar mit einem uns bekannten Fahrzeug das Rennen bestreiten.“ in der saison 2018 hatte Alfred Renauer eine GT-Masters-Runde am Red Bull Ring geweinsam mit HB-Racing Stammpilot Luca Ludwig bestritten. Die Zusammenarbeit mit den beiden Teams reicht noch weiter zurück zu der Zeit als HB-Racing auf Herberth als Einsatzteam für 2 Porsche im GT-masters vertraute.
„Das ganze zeigt das wir derzeit offen und in alle Richtungen denken müssen um die Teilnahme zu realisieren. Ein solch komplexes Engagement lässt sich unter den gegebenen Rahmenbedingungen nicht so einfach aus dem Hut zaubern, zumal wir parallel schon ein Paket für die Asiatische Le Mans Serie in der kommenden Saison schnüren müssen.“
Daneben kommt in der kommenden Saison wieder ein volles Programm auf Herberth Motorsport zu. „Unsere Saison war eigentlich schon voll verplant, zumal wir ein fast volles Creventic-Programm mit allen europäischen Rennen, ein ADAC GT-Masters Programm und auch erstmals ein Nürburgring Langstrecken Serien-Programm ins Auge gefasst haben. Das letztere kommt auf Wunsch einiger unserer Kundenpiloten aus dem Porsche Sports Cup zusammen, in dem wir auch engagiert sind. Das Hauptprogramm ist allerdings das Creventic Engagement. Unsere Kunden dort sind sehr angetan von der Serie und richtig heiß auf die Rennen. Bei den 12h von Mugello wollen wir sogar mit 3 Porsche antreten, Dies wird allerdings eine ganz enge Veranstaltung, da wir dort die beiden GT3 aus der Asiatischen Le Mans Serie zum Einsatz bringen wollen. Diese sollen in den Tagen vor dem rennen im Hafen in Genua eintreffen. Von dort aus müssen sie sofort nach Mugello gebracht werden, wo wir parallel mit einem Arsenal an revidierten Ersatzteilen und einem zusätzlichen Cup-Porsche schon anreisen und auf die Wagen warten werden.“
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Le Mans ( WEC )
Das Team WRT hat nun die komplette Besatzung für das Oreca 07 LMP2-Engagement in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft bekannt gegeben. Neben dem 29 jährigen Maastrichter Robin Frijns werden der frisch gebackene Asiatische Le Mans Serie-Champion Ferdinand Habsburg (23) und der 19 jährige Franzose Charles Milesi den LMP2 der belgischen Mannschaft in der WM und bei den 24h von Le Mans pilotieren.
Der
Niederländer Robin Frijns stiess nach 3 Titeln in der Formelszene 2015 erstmals zum Belgian Audi Club Team WRT , wobei er in den ersten Jahren auch Einsätze mit anderen Audi Teams absolvierte. So gewann er mit Phoenix Racing 2016 die 12h von Sepang und trat im selben Jahr auch mit dem kfz-Teile24-Team im ADAC GT-Masters an. 2017 folgte mit WRT der Titel in der Blancpain Sprint Serie und 2018 gehörte er zur Bestzung des siegreichen WRT-Audis bei den 12h von Bathurst.
Habsburg errang 2016 den Vizetitel in der EuroFormula Open Serie mit dem Drivex School-Team bevor er 2019 und 2020 die DTM zuerst mait R-Motorsport und dann mit Belgian Audi Club Team WRT bestritt. Den Titel in der Asiatischen Le Mans Serie errang er vor einer Woche auf einem vom Algarve Pro Einsatz-Team eingesetzten Oreca unter dem Banner des russischen G-Drive Racing Teams.
Das französische Jungtalent Charles Milesi kommt aus der Formelszene und startete bereits im vergangenen Jahr bei einem ELMS-Lauf mit dem Dragonspeed Team sowie in Le Mans mit dem SO24 by Graff Racing-Projekt.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Le Mans ( WEC )
Mit Rinaldi Racing und Herberth Motorsport haben gleich 2 deutsche Mannschaften in der abgelaufenen Saison der Asiatischen Le Mans Serie eine Le Mans Wildcard eingefahren. Zumindest Rinaldi Racing hat nun GT-Eins gegenüber bestätigt das man die konkreten Planungen für die erste Teilnahme der Mannschaft aus Mendig am 24 Stunden Rennen von Le Mans nun aufgenommen hat. Das bestätigte uns Teamchef Michele Rinaldi heute in einem Telefonat.
„Unser gutes Ergebnis in der Serie war genau der erste Schritt in Richtung Le Mans den wir uns vor Beginn des Engagements vorgenommen hatten. Le Mans ist ein Rennen das wir schon immer mal machen wollten. Wir sind jetzt nur vom ACO etwas mit der Info überrascht worden, das die Wildcard nur gültig ist, wenn man sich zusätzlich noch in eine ACO-Serie für die kommende Saison einschreibt. Jetzt sind wir akut am überlegen ob wir schon eine Nennung für die Asiatischen Le Mans Serie 2022 einreichen sollen, oder ob wir uns zusätzlich mit dem Ferrari für den Michelin Le Mans Cup einschreiben. Dort sind wir zwar diese Saison mindestens mit einem Duqueine M30-D08 LMP3 eingeschrieben, das würde aber die Wildcard in der GTE-Klasse angeblich nicht abdecken. Dafür müssten wir zusätzlich den Ferrari in der Serie nennen.“
Michele Rinaldi hatte bereits im Vorfeld des AsLMS-Engagements ein erneutes Engagement im Michelin Le Mans Cup mit mindestens einem bereits besetzten LMP3 gegenüber GT-Eins bestätigt. Von daher würde ein Ferrari-Engagement in der ELMS-Rahmenserie trotz des höheren Nenngeldes (MLMC: 43T€ / AsLMS: 30T€) möglicherweise mehr Sinn machen.
„Wir erleben ja jetzt das mit Frikadelli Racing, dem Wochenspiegel Team Monschau und möglicherweise erneut Mühlner Motorsport das deutsche Kontingent in der LMP3 deutlich anwächst. Das bestätigt mich darin das wir vor 2 Jahren die richtige Entscheidung getroffen haben, als wir uns für einen Einstieg in die LMP3 entschieden haben. Das Engagement im Michelin Le Mans Cup hat mir auch sehr zugesagt. Nun kommt mit den neuen Regeln für Bronce-Piloten mehr Fairniss bei der Fahrereinstufung hinzu. Das wird die Serie für die Gentleman-Piloten noch attraktiver machen.“
Einer seiner Stamm-Gentleman-Piloten spielt für Rinaldi nun eine entscheidende Rolle bei der Realisierung des Le Mans Engagements. „Wir wollen die Le Mans-Crew und das Engagement um Pierre Ehret herum organisieren. Pierre hat schon etliche Le Mans-Teilnahmen absolviert – mit Porsche, mit dem F458 und auch mit dem F488 - und ist unter den deutschen Le Mans-Privatiers schon eine Art Legende. Auf meine Piloten aus dem AsLMS-Engagement (Anm: den in der Endwertung drittplazierten Rinaldi-Ferrari steuerten Davide Rigon, Rino Mastronardi und David Perel) kann ich wohl leider nicht zurück greifen, weil diese bereits mit anderen Teams beim Klassiker unterwegs sind. Von daher werden wir nun sowohl von Seiten des Teams als auch mit Hilfe von Pierre, der ja auch eine ganze Reihe von Leuten kennt, versuchen nun eine Besatzung zusammen zu stellen und parallel das nötige Rahmenengagement auf die Räder zu stellen.“
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Nürburgring Nordschleife (24h & VLN)
Die FFF Racing Mannschaft hat heute die 4 Piloten für das Nürburgring Langstrecken Serie-Engagement mit Lamborghini auf der Nordschleife sowie das Design des gemeinsam mit Reifenpartner Hankook eingesetzten Lamborghini Huracán GT3 evo vorgestellt. Als Piloten wird ein reines Werksfahrerquartett der Lamborghini Squadra Corse auf dem Nürburgring zum Einsatz kommen.
Der bereits in der Vergangenheit auf dem Konrad Motorsport Lamborghini eingesetzte 33 jährige Italiener Marco Mapelli, FFF-Teammanager Andrea Caldarelli, der 20 jährige Giacomo Altoe und der aus dem Audi-Kader zu Lamborghini zurückgekehrte Südtiroler Mirko Bortolotti werden den Hankook bereiften Huracan bei den Rennen zur NLS und beim 24 Stunden Rennen am Nürburgring einsetzen. Alle 4 unter italienischer Flagge antretende Piloten sind Mitglieder des Werksfahrerkaders. Somit dürfte das Engagement einem offiziellen Lamborghini-Programm beim Ring-Klassiker ziemlich nahe kommen.
Neben dem FFF Racing-Programm wird auch Konrad Motorsport erneut ein Vollprogramm in der Nordschleifenserie mit einem Lamborghini in Angriff nehmen. Infos zu den diesjährigen Piloten des Michelin-bereiften Huracans der Verler Mannschaft stehen noch aus.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Sonstige GT (D/A)
Die DTM-Dachorganisation hat einen Blick auf das Rahmenprogramm der Serie gestattet. Alle ausgetragenen Rennserien halten in dem Paket pro Wochenende gleich zwei Rennen ab, wobei die DTM traditionell im Fokus steht.
Bereits als Nachwuchsserie etabliert ist die DTM Trophy für GT4-Fahrzeuge. Sie wird 7x stattfinden. Daneben wird der neue BMW M2 Cup 6x ausgetragen. Außerdem gastieren im Laufe des Jahres dreimal der Porsche Carrera Cup Benelux und einmal der Porsche Carrera Cup Deutschland.
Im Rahmen der „DTM-Classic“ gehören 6x in dieser Saison die Tourenwagen Legenden (TWL) zum Programm, die vor allem die DTM-Tourenwagen der Achtziger- und Neunzigerjahre auf die Strecke schicken werden. Ein Highlight soll im September auf dem Red Bull Ring steigen , wenn die Rennwagen der einstigen DRM aus den Siebzigerjahren zum Revival antreten.
Während der Events auf dem Norisring (02.–04. Juli) und auf dem Red Bull Ring (03.–05. September) soll erstmals in speziellen Power Runs das Demonstrationsfahrzeug der DTM Electric vorgeführt werden, für das sich die DTM ab 2023 eine eigenständige Rennserie wünscht. Der Lotus Cup Europe, der Mazda MX-5 Cup und die Dutch Supercar Challenge (Bild) runden das Rahmenprogramm der DTM-Saison 2021 ab. Dabei bietet das Wochenende im niederländischen Assen am 17.–19. September mit 7 Rennserien das umfassendste Motorsport-Programm des DTM-Jahres.
Für die Saison 2021 werden die Tickets für Sitzplätze personalisiert und kontaktlos ausgegeben – entweder zum Ausdrucken zuhause oder mobil via Smartphone. Die ITR hofft, bei allen Veranstaltungen so viele Zuschauer wie möglich begrüßen zu dürfen, ist aber – wie im Vorjahr – nach enger Absprache mit den Behörden auch auf Auflagen mit begrenzter Zuschauerzahl vorbereitet. Für diesen Fall empfiehlt sich die frühzeitige Ticketbestellung.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Le Mans ( WEC )
Nach langen Jahren der Gerüchte um eine Rückkehr von Ferrari in die Top-Kategorie der Sportwagen gibt es am heutigen Tage eine konkrete Nachricht zu vermelden. Ferrari steigt nach eigener Erklärung 2023 mit einem selbst konstruierten LMH Hypercar in die FIA Langstrecken Weltmeisterschaft und bei den 24 Stunden Rennen von Le Mans ein. Der italienische Sportwagen-Hersteller ist nach Toyota, Peugeot, der Scuderia Cameron Glickenhaus und ByKolles Racing in der LMH-Kategorie der fünfte Hersteller der sich zur neuen Top-Klasse bekennt, die mit Audi, Porsche und Acura in der LMDh-Subkategorie nun auf 8 Hersteller in der Gesamtsiegkategorie anwächst.
Die Mitteilung enthält ausser der Absichtserklärung noch keine technischen Gundlagen des geplanten Engagements und auch noch keine Hinweise inwiefern das neue Engagement die laufenden Formel- oder GT-Programme von Ferrari beeinflusst. Der italienische Hersteller ist seit seinem Rückzug aus der Top-Klasse – zuletzt trat 1999 ein Ferrari 333SP in der LMP-Klasse in Le Mans an (Bild) – stets in den unteren Produktionssportwagenklassen vertreten gewesen. Die Werksmannschaft AF Corse tritt seit einigen Jahren in der GTE-Pro-Klasse im Werksauftrag an und der F488 GTE ist das weitverbreitetste Modell in der GTE-Am-Klasse. Zusätzlich gibt es auch ein GT3-Modell des F488 das mit dem GTE weitestgehend kompatibel und konvertierbar ist. Mit dem Einstieg in die LMH könnte das GTE-Engagement zu einem Ende kommen, zumal auch Porsche zeitgleich einen Wechsel in die LMDh anstrebt.
Ferraris letzte Gesamtsieg in Le Mans datiert aus dem Geburtsjahr des Autors dieser Zeilen; 1965. Damals fuhr ein Ferrari 250 LM des nordamerikanischen N.A.R.T. Teams mit der Besatzung Jochen Rindt, Masten Gregory & Ed Hugus den Gesamtsieg nach 348 absolvierten Runden mit 6 Runden Vorsprung ein. Es war der letzte von bis dato 9 Gesamtsiegen die die italienische Marke zwischen 1949 und 1965 an der Sarthe.
Ferrari hatte ein erneutes Engagement in der leistungsstärksten Sportwagenkategorie immer von einem kostengünstigen Reglement abhängig gemacht. Mit der LMH-Klasse sieht man diese Forderungen nun offensichtlich erfüllt.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Le Mans ( WEC )
Das GPX Racing Team hat nun doch eine Teilnahme an den diesjährigen 24 Stunden Rennen von Le Mans ausgeschlossen. Die zweitplatzierte Porsche Mannschaft in der GT3-Klasse der abgelaufenen Asiatischen Le Mans Serie-Saison hat sich nach kurzer Bedenkzeit dagegen entschieden, die in der Serie erlangte Wildcard für eine Nennung beim Klassiker in Anspruch zu nehmen. Grund dafür sei die voraussichtlich wieder stark durch die weiterhin grassierende Pandemie eingeschränkten Planungs- und Teilnahmemöglichkeiten.
Daneben hat das In Dubai stationierte Team nun auch bekannt gegeben, den Protest gegen das in der GT3-Klasse der Serie siegreiche Herberth Motorsport Team nun zurück zu ziehen. Damit steht die deutsche Mannschaft als Titelträger der asiatischen Serie 2021 fest. Sowohl von Herberth Motorsport, Rinaldi Racing als auch Optimum Motorsport stehen noch die offiziellen Bestätigungen aus ob die Teams ihrerseits die Le Mans Wildcards für den Klassiker in Anspruch nehmen werden.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in FIA-GT3 ( FIA-GT3 )
Auch Audi hat Anfang des Jahres seinen Fahrerkader bestätigt. Im Gegensatz zu Porsche hat man diesen noch einmal leicht erweitert: statt 12 Piloten wie im Vorjahr werden nun 13 Fahrer für die Kundensport-Engagements von Audi Sport auf Anfrage zur Verfügung stehen. Für 11 Piloten wurden die Verträge verlängert. Einem Abgang stehen 2 Neuzugänge gegenüber.
Aus dem Vorjahresprogramm wurden die Audi Sport-Fahrer Mattia Drudi, Rahel Frey , Christopher Haase, Pierre Kaffer, Kelvin van der Linde, Christopher Mies, Patric Niederhauser, Frank Stippler, Dries Vanthoor, Frédéric Vervisch und Markus Winkelhock mit einer vertragsverlängerung bedacht. Nicht mehr dabei ist hingegen der letztjährige Neuzugang Mirko Bortolotti, der nach nur einem Jahr im Audi-Kader wieder zurück zu Lamborghini gewechselt ist (wir berichteten) Dafür wurden nun Dennis Marschall und der Belgier Charles Weerts bei Audi Sport customer racing neu aufgenommen.
Der nun 24-jährige Dennis Marschall aus Eggenstein-Leopoldshafen hatte sein Talent bereits 2015 und 2016 im Audi Sport TT Cup bewiesen. Im Team HCB Rutronik Racing nahm Marschall in den letzten 2 Jahren im ADAC GT-Masters teil und wurde just für eine dritte Saison als Pilot eines der beiden Audi der Mannschaft bestätigt. In Spa und Kyalami hat er 2020 zudem erstmals zwei große internationale Einsätze in der Intercontinental GT Challenge an Bord der kundenteams Belgian Audi Club Team WRT und Car-Collection bestritten.
Auch der 19 jährige Charles Weerts fährt künftig für Audi Sport customer racing. Das belgische Talent hatte sich bereits 2017/18 den Titel der F4-Meisterschaft der Vereinigten Arabischen Emirate mit dem Team Motopark gesichert. Daraufhin sicherte sich das Belgian Audi Club Team WRT den schnellen Jungpiloten der dafür in der vergangenen Saison die verkürzte Version der GTWCESC by AWS zusammen mit Teamkollege Dries Vanthoor gewann.
Audi Sport customer racing stellt für die entsprechenden GT3-Programme seiner Kunden- und Importeurteams seit vielen Jahren Piloten aus seinem Fahrerkader zur Verfügung. Dies gilt vor allem für Teams, die sich in der GT World Challenge Europe, im ADAC GT-Masters und erstmals auch in der DTM einschreiben. Neben der Intercontinental GT Challenge und der DTM sowie dem GT-Masters und den 24h-Klasssikern in Spa und am Nürburgring sollen auch die FIA Motorsport Games der SRO einen Programmschwerpunkt für die Audi-Werksfahrer 2021 bilden.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Porsche diverse (PSC etc.)
In Anbetracht der ausbleibenden Rennaction in den nächsten Tagen können wir an dieser Stelle einige Nachrichten nachreichen, die in den letzten Wochen liegen geblieben waren. Unter anderem blicken wir auf die Fahrerkader der grossen Sportwagenmarken 2021.
Porsche hatte Ende letzten Jahres seinen verkleinerten Fahrerkader verkündet: von 22 Piloten 2020 schrumpft die Mannschaft auf aktuell 16 Piloten 2021 - Immer noch genug um ggf. eine komplette Fussballmannschaft inkl. Ersatzspielern aufzustellen. Diese setzen sich zusammen aus 14 vollwertigen Werkspiloten, sowie je einem „Young Professional Driver“ (Julien Andlauer) und einem Porsche Junior (Ayhancan Güven). Aus dem bisherigen Kader verbleiben Gianmaria Bruni (I), Matt Campbell (AUS), Romain Dumas (F), Kévin Estre (F), Mathieu Jaminet (F), Neel Jani (CH), Richard Lietz (A), Patrick Long (USA), André Lotterer (D), Frédéric Makowiecki (F), Simona de Silvestro (CH) und Laurens Vanthoor (B) im Kader. Thomas Preining (A) steigt aus dem Rang eines Young Professionals in den offiziellen Werksfahrerkader auf während Formel-E-Pilot Pascal Wehrlein (D) neu in den Kader aufrückt.
Nicht mehr offiziell im Kader geführt werden die beiden Porsche-ex-Le Mans-Gesamtsieger Earl Bamber und Nick Tandy, Patrick Pilet, Michael Christensen, Sven Müller, Dirk Werner und der bisherige Porsche-Junior Jaxon Evans. Alle haben laut Porsche auch weiterhin die Möglichkeit, bei Renneinsätzen als Fahrer im Auftrag von Porsche anzutreten. Pandemie-bedingt entfiel die traditionelle Junior-Sichtung gegen Ende des Jahres. Daher wird es im kommenden Jahr keinen zweiten Porsche Junior geben.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Le Mans Series ( LMS )
Das Frikadelli Racing Team steigt mit einem LMP3-programm in den Michelin Le Mans Cup ein . Nachdem die Mannschaft von Klaus Abbelen und Sabine Schmitz bereits durch erfolgreiche Gaststarts in der Spezial Tourenwagen Trophy und der GT Winter Series Erfahrungswerte mit einem LMP3-Prototypen sammeln konnte, wird man künftig einen neuen Ligier JS P320 LMP3 in der 2.Liga des Europäischen Le Mans Serie -Pakets an den Start bringen. Damit präsentiert sich das Frikadelli Racing Team auch erstmalig bei den „Road to Le Mans“ im Rahmen des 24 Stunden Rennen von Le Mans.
Die Lenkradarbeit im Cockpit des LMP3-Fahrzeuges werden sich über die Saison hinweg Teamchef Klaus Abbelen und der aus Simbabwe stammende 26-jährige Axcil Jefferies teilen. Jeffries - 2maliger Meister in der Lamborghini Super Trofeo Middle East - gehörte zur siegreichen Besatzung des GPX-Racing Porsche 991 GT3 R bei den diesjährigen 24h von Dubai. Ende letzten Monats konnte man bereits bei einem Testeinsatz mit dem bisherigen Einsatzfahrzeug desTeams, einem Ligier JS P3 LMP3 in Portimao bereits gemeinsam zwei Gesamtsiege und einen dritten Platz erzielen.
Klaus Abbelen (Teamchef/Fahrer): „Wir haben in der Winterpause nach einer passenden Rennserie gesucht, um unser LMP3-Projekt weiter auszubauen. Mit dem Michelin Le Mans Cup sind wir hier fündig geworden. Es ist eine Plattform, die für uns aus vielerlei Gründen sehr reizvoll ist. Gerade die Veranstaltung im Rahmenprogramm des 24 Stunden Rennen von Le Mans wird wegen des ganz besonderen Flairs ein echtes Highlight werden. Mit Axcil habe ich ein äußerst vielversprechendes Talent an meiner Seite, der trotz seines noch recht jungen Alters schon über reichlich Erfahrung in vielen verschiedenen Sparten des Motorsports verfügt. Ich freue mich sehr auf diese neue Herausforderung.“
Auch Axcil Jefferies freut sich über sein erstes Vollsaison-Prototypenengagement: „Der Auftakt mit Frikadelli Racing in der GT Winter Series war bereits äußerst vielversprechend. Ich habe mich gleich sehr wohl gefühlt im Team und blicke nun voller Vorfreude dem Saisonstart im Michelin Le Mans Cup entgegen. Die Rennserie zeichnet sich durch ein breit gefächertes Teilnehmerfeld aus, in dem sowohl LMP-Prototypen als auch GT-Fahrzeuge unterwegs sind. Es wird in jedem Falle eine spannende Saison werden und ich bin gespannt, was wir mit dem neuen Ligier zusammen erreichen können.“
Insgesamt 5 der 6 Rennveranstaltungen des Michelin Le Mans Cup werden am gleichen Wochenende wie die EuropäischenLe Mans Serie ausgetragen und führen jeweils über eine Renndistanz von 2h. Einzige Ausnahme bildet hier das Spezialevent „Road to Le Mans“ im Vorfeld zum legendären 24h-Rennen von Le Mans. Hier finden zwei Rennen à 55 Minuten statt, die kurz vor dem Start zum eigentlichen Langstreckenklassiker über die Bühne gehen.