Abt-Doppelsieg in Zolder

DTM5 ZolderstartBeim ersten DTM-Lauf in Zolder hat das Abt Sportsline Team heute den ersten Doppelsieg in de GT3-Ära der Rennserie erzielen können. Beim 5.Saisonlauf querte Kelvin van der Linde die Ziellinie nach 39 absolvierten Runden mit einem Vorsprung von 0,696s auf seinen Teamkollegen Mike Rockenfeller, der seinerseites einen Vorteil von 1,78s auf Red-Bull AF Corse-Ferraripiloten Alex Albon ins Ziel retten konnte. Mit Vincent Abril im Haupt Racing Team Mercedes AMG GT3, Marco Wittmann im Walkenhorst Motorsport- BMW M6-GT3 und Lokalmatador Esteban Muth im T3 Motorsport Lamborghini Huracán GT3 evo auf den Plätzen 4-6 waren 5 der 6 teilnehmenden Marken auf den ersten 6 Plätzen vertreten.

Bereits direkt nach dem Start ging es heftig zur Sache, als die beiden AMG von Daniel Juncadella und Arjun Maini kollidierten. Leidtragender des Crashs war auch der Tabellen-Zweite Liam Lawson der von Maini ins Kiesbett geschoben wurde. Das Safety Car kam auf die Strecke.

DTM5 winnerkvdlEnges Racing wurde den Fans auch beim Re-Start wieder geboten, bei dem van der Linde seine Führung behauptete. Ein Großteil des Feldes kam dann direkt an die Box, um sich frische Reifen zu holen, nicht so Alex Albon. Der Formel-1-erfahrene Red Bull-Star hatte mit seinem AF Corse-Team eine andere Strategie, blieb länger draußen und legte mit älteren Reifen beeindruckende Zeiten hin.

Dass Überholen aber auch in Zolder nicht unmöglich ist, zeigte weiter hinten Lokalmatador Esteban Muth: Der 19-jährige Belgier im T3 Motorsport-Lamborghini presste sich mit einem starken Manöver an Lausitz-Sieger Philip Ellis vorbei, schnappte sich auch noch Maximilian Götz und sicherte sich Rang sechs beim Heimspiel. Noch nicht für die Punkte reichte es für Christian Klien bei seinem ersten DTM-Einsatz im JP Motorsport-McLaren 720 S GT3: am Ende landete der Österreicher auf Platz 12.

Vor dem zweiten Rennen in Zolder um 13.30 Uhr am Sonntag baute Kelvin van der Linde damit seine Führung in der Gesamtwertung aus. Mit insgesamt 97 Zählern führt der Südafrikaner vor dem Neuseeländer Liam Lawson, der früh ausfiel und bei 65 Punkten bleibt. Dahinter folgt Lausitzringsieger Maximilian Götz mit 54 Punkten.

Motorsport Games um ein weiteres Jahr verschoben

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Die SRO und die FIA haben die 2. Ausgabe der FIA-Motorsport Games erneut wegen der anhaltenden globalen COVID-19 Pandemie um ein weiteres Jahr verschoben. Die in Marseilles geplanten Motorsport-Spiele mit internationaler Beteiligung sollen nun am 29-30. Oktober 2022 durchgeführt werden. Die SRO gab als Ursache die anhaltenden Reisebeschränkungen in vielen der potentiellen Teilnehmernationen an. Bei den von der FIA unterstützten Spielen sollen Medallien in 18 verschiedenen Disziplinen ausgefochten werden.

Norisring wird DTM-Finale

norisDie DTM wird ihr Finale am 8-10 Oktober in Nürnberg am Norisring austragen. Damit findet das zum 2.Male aufgrund der Corona-Pandemie verschobene Rennen 2021 zumindest wieder statt. Der termin liegt eine Woche nach dem bislang als letztem Rennen geführten Traditionslauf in Hockenheim. Im Rahmen der Vorstellung in Nürnberg soll auch der DTM-Electric-Prototyp eine erneute Demo-Vorführung geben.

Thiim ersetzt Farfus in LM

nickithiimNicki Thiim wird beim kommenden 24 Stunden Rennen von Le Mans an der seite von Paul Dalla Lana und Marcos Gomez im Northwest Aston Martin Vantage AMR GTE in der GTE-Am-Klasse starten. Der 34-jährige Däne ersetzt dabei den aufgrund einer Terminüberschneidung mit der Pure-ETC verhinderten WEC-Stammpiloten Augusto Farfus. Für Thiim wird der Einsatz die 8. Le Mans Teilnahme seiner Karriere und die erste in der GTE-Am seit 2014.

Der dänische Aston-Werkspilot gewann im Vorjahr die GTE-Pro-Meisterschaft mit Aston Martin und stieg mit seiner Mannschaft als Renndritter bei der 2020ér Ausgabe des französischen 24h-Klassikers auf das Podium. Allerdings raubte ihm der Ausstieg von Aston Martin aus der GTE-Pro-Klasse zu Saisonende alle Chancen auf eine Fortsetzung des FIA Langstrecken Weltmeisterschaft-Engagements. Beim just abgehaltenen 24 Stunden Rennen von Spa-Francorchamps gelang ihm mit dem dritten Gesamtrang des Garage 59 Aston Martin Vantage AMR GT3 – dem ersten Podiumsergebnis für Aston Martin seit 2008 – ein weiterer Beweis seines nach wie vor ungebremsten Speeds.

LM-Art-Cars für Panis & PR1

artcar65Panis artcar24Racing und das PR1-Mathiasen Motorsports Team werden beim kommenden 24 Stunden Rennen von Le Mans in annähernd identischen Designs ausrücken. Die beiden Designs für den #65 Oreca aus der Europäischen Le Mans Serie und den #24 Oreca aus der IMSA-WeatherTech SportsCar Championship sind vom französischen Künstler Laurent Minguet gestaltet worden. Damit wird eine seit 1970 gängige Tradition fortgeführt, bei der an der Sarthe engagierte Teams ihre Wagen künstlerisch für das Rennen aufpeppen lassen. Die in Zusammenhang mit den Designs entstandenden Gemälde werden für einen karikativen Zweck versteigert.

Darüber hinaus wurde damit offiziell, das die amerikanische PR1-Mathiasen Motorsports Truppe beim Renndebüt beim französischen Klassiker auf die Dienste der auch von Panis Racing beanspruchten französischen Tech 1 Mannschaft vertraut. Der #24 Oreca wird dabei mit dem Pilotentrio Patrick Kelly, Gabriel Aubry und Simon Trummer ausrücken.

Infos zum WEC Bahrain-Doppellauf

Die FIA Langstrecken Weltmeisterschaft hat letzte Woche weitere Details zum aufgrund der Absage der asiatischen Meisterschaftsrund angesetzten  geplanten Doppellauf-Finale in Bahrain (wir berichteten) veröffentlicht. Demnach hatte man wohl tatsächlich erwogen, die beiden Rennen auf dem Kurs am arabischen Golf wie von uns spekuliert auf verschiedenen Streckenvarianten abzuhalten. Allerdings haben die dazu konsultierten Teams der Idee wohl eine Absage erteilt und so werden beide Rennen – das 6h-Rennen am 30 Oktober und der 8h-Lauf am 6.November auf der selben, üblichen 5,4km langen GP-Variante abgehalten werden.

Einen kleinen Unterschied gibt es bei der Uhrzeit – während das 6h-Rennen zur Mittagszeit von 11-17 Uhr bei den wohl landesüblichen Temperaturen jenseits der 30°C-Marke über die Bühne geht wird das Finale um 14 Uhr gestartet und wohl ab Rennmitte in die Dunkelheit hinein ausgetragen werden, wo um 22 Uhr Ortzeit die Zielflagge fällt. Da im Laufe beider Finalläufe insgesamt 63 Punkte für evtl. Doppelsieger zu vergeben sind (25 bei den 6h, 38 bei den 8h) rechnet man mit einem weitestgehend kompletten Teilnehmerfeld.

Tregurtha gewinnt Trophy-Lauf #4

dtmtrophy4bWir schulden euch das Ergebnis des 4.Laufs der DTM-Trophy am vorletzten Wochenende am Lausitzring. Dort gewann der britische Mercedes AMG GT4 Pilot William Tregurtha auf seinem CV Performance Group AMG nach 18 absolvierten Runden mit einem Vorsprung von 0,316s auf seinen Landsmann Ben Green im FK Performance Motorsport BMW M4-GT4. Den dritten Platz belegte Hofor-Bonk BMW-Pilot Michael Schrey, dem weitere 4 BMW-Piloten auf den folgenden Plätzen folgten.

dtmtrophy4aVortagessieger Nico Verdock im Ring-Racing Toyota Supra GT4 musste das Rennen ebenso vorzeitig nach einer unverschuldeten Kollision beenden wie Polesetter Tim Heinemann im Prosport Racing Aston Martin, der nach einer Karambolage mit dem von P2 gestarteten  True Racing KTM X-Bow GT4-Pilot Florian Janits nach nur 3 Runden die Segel streichen musste. Dennoch wurden 17 von 20 gestarteten Fahrern beim 4. Saisonrennen klassiert.

Brabham vor GT2-Debüt

Brabham BT63 GT2 sideDas wäre mal ein interessantes GT2-Projekt! Die australische Brabham Automotive Gruppe will beim Finale der laufenden Premierensaison der Fanatec GT2 European Series eine GT2-Version ihres BT 62 Supersportwagens vorstellen und dabei auch gleich im Rahmen der beiden Finalrennen zu einem Probeeinsatz an den Start bringen. Der BT63 GT2 concept genannte Wagen, der offensichtlich auf dem BT62 basiert, soll bei den beiden Rennen auf dem Circuit Paul Ricard in Le Castellet am 2-3 Oktober mangels Homologation in einer eigenen Einladungsklasse starten und dabei auf Kundenfang für die kommende Saison 2022 gehen. Dort soll der BT63 GT2 nach den Planungen von SRO-Chef Stephane Ratel sowie des 2-fachen ALMS-Champions & Brabham Automotive Sportchefs David Brabham als fünfte Konstruktion für die neue GT2-Klasse neben den entsprechenden Wagen von Porsche, Audi, KTM und Lamborghini an den Start gehen.

Brabham BT63 GT2Der Wagen basiert auf dem auf offiziell 70 Exemplare limitierten, von einem 5,4l Ford V8 befeuerten BT62-Modell des australischen Kleinserienherstellers und soll in der GT2-Variante 600PS bei einem Basisgewicht von 1250-1300kg leisten. Der Wagen wird optisch durch zusätzliche Karbonanbauten (Diffusor, Heckflügel, Frontsplitter und eine Heckfinne ähnlich der des Supertropheo-Lambos) aufgepimpt und soll am Ende für einen Preis von 400.000€ unter das rennfahrende Volk gebracht werden.

brabhambt62britcarWährend die bisherigen Versuche den BT62 in der GT3 oder GTE-Klasse zu einer Rennkarriere zu verhelfen, mangels finanzieller Mittel oder restriktiver Homologations-Stückzahl-Vorgaben von wenig Erfolg gekrönt waren, scheint sich mit der GT2-Option endlich eine Möglichkeit zu eröffnen, dem spektakulären australischen Supersportwagen Exoten zu einem Durchbruch in der Rennszene zu verhelfen. Bislang ist erst ein Exemplar des Wagens in der zweiten Liga der britischen GT-Rennszene – der Britcar-Meisterschaft - unterwegs (Bild) das von einem wohlhabenden Privatier finanziert wurde. Die offensichtlich bei der Homologation noch freizügige GT2 würde dem Hersteller dringend benötigte weitere Kundschaft verschaffen können und die GT-Rennszene um einen weiteren Exoten bereichern können der bislang so gut wie gar nicht in der vielfältigen weltweiten Rennszene zu finden ist. Damit eröffnen sich möglicherweise auch für weitere Kleinserienhersteller Zugänge zum Rennsport-Markt, die in der GT3, der GT4 und der nun bald auslaufenden GTE wegen der Stückzahlvorgaben zur Homologation von Rennmodellen bislang quasi ausgeschlossen waren.

Die Internationale Rennpremiere der Brahham Marke würde übrigens damit auf genau der Strecke erfolgen wo man 1985 den letzten F1-Sieg des Brabham F1-Teams einfahren konnte. Am 7.Juli 1985 siegte Nelson Piquet beim französischen F1-GP auf dem Circuit Paul Ricard in einem Brabham BT54-BMW der damals noch von Teamchef Bernie Ecclestone geleiteten Mannschaft.

10. Gulf 12h mit Rekordfeld?

Die Gulf 12 hours wagen einen neuen Anlauf für die Ausrichtung ihres 10. Rennens. Nachdem die ursprünglich für Anfang Januar gedachte Ausrichtung des Events der weiterhin angespannten Reiselage aufgrund der weltweiten Corona-Pandemie zum Opfer fiel, und statt dessen nur ein mässig besuchter Schwesterevent in Bahrain erstmals ausgerichtet wurde, soll nun am 8 Januar 2022 die zehnte Ausgabe des Sportwagenevents in der arabischen Golf-Region auf dem traditionellen Kurs des Yas Marina Circuits in Abu Dhabi stattfinden. Dafür wurde in der vergangenen Woche bereits eine Nennliste veröffentlicht die insgesamt 28 GT3 und 11 GT4-Teams umfasst. Würde sich diese bestätigen dann würde dies das bislang grösste Feld beim 2012 zuerst ausgerichteten Sportwagen-Klassiker darstellen.

Das 28 Wagen grosse GT3-Feld setzt sich aus 7 Ferrari F488 GT3, 7 Mercedes AMG GT3, je 4 Audi R8 LMS GT3 und Lamborghini Huracán GT3 evo, 3 Porsche 991 GT3 R, 2 McLaren 720 S GT3 und einem BMW M6-GT3 zusammen. Insofern gibt es keine Premieren auf GT3-Seite. Neben den 3 bisherigen Siegermannschaften Kessel Racing (3 Ferrari), AF Corse (2 Ferrari) und Attempto Racing (2 Audi) verzeichnet die Liste auf deutschsprachiger Seite einen Car-Collection Audi, einen MRS GT-Racing Porsche, den racing one Ferrari und 2 AMG der SPS Automotive Performance Mannschaft.

Eine Premiere gibt es zumindest in der GT4-Klasse in der erstmals ein Toyota Supra GT4 der italienischen SVC Sport Management Squadra antritt. Daneben sind noch je 3 Mercedes AMG GT4, McLaren 570S GT4 und BMW M4-GT4 und ein Audi R8 LMS GT4 angemeldet worden. Deutsche Teams sind bis dato noch nicht in der Klasse verzeichnet.

Erstmals verzichten die Gulf 12 hours damit auf ein Prototypenfeld, das man bisher als Feldfüller eingesetzt hatte. Zuletzt waren 2019 bei der bislang letzten Ausgabe des nicht zu einer Meisterschaft gehörigen Events 2 LMP3-Mannschaften - ein United Autosports Ligier und der am Ende siegreiche ARC Bratislava Ginetta-LMP3 – im 30 Wagen umfassenden Feld gestartet. 2018 hatte es mit 33 Teilnehmern das bislang grösste Teilnehmerfeld der Gulf 12 hours gegeben. Eventuell könnte das Feld noch weiter als auf die bislang 39 angekündigten Teams wachsen. Ende August will man das zusätzliche Lamborghini Huracán Supertropheo-Kontingent verkünden, das als dritte Teilnehmerklasse beim GT-Event am Golf zugelassen werden soll.

Ferraris Sieg #4 in Spa

Die 73. Ausgabe des 24 Stunden Rennens von Spa-Francorchamps 2021 (der Link führt zum Rennbericht auf unseren Seiten) ist mit einem Sieg des Iron Lynx Ferraris des Pilotentrios Alessandro Pier Guidi Nicklas Nielsen und Come Ledogar zu Ende gegangen. Das Ferrari F488 GT3 Trio querte die Ziellinie am Sonntag nach 556 absolvierten Runden mit einem knappen Vorsprung von 3,978s auf den Audi Sport Team WRT Audi R8 LMS GT3 von Kelvin van der Linde, Dries Vanthoor und Charles Weerts. Den dritten Platz belegte am Ende der 80s hinter dem Führungsduell einlaufende Garage 59 Aston Martin Vantage AMR GT3 von Nicki Thiim, Marco Soerensen und Ross Gunn.

Der Triumph der Ferrari Crew, der erst in einer packenden Endphase wenige Minuten vor dem Rennende entschieden wurde, markierte den erst 4. Sieg von Ferrari in der 97 jährigen Geschichte des Klassikers, womit man nun nach Siegen mit Audi gleichziehen konnte. Den letzten Sieg für die Marke aus Maranello hatte vor 17 Jahren bei der Ausgabe 2004 der BMS Scuderia Italia F550 Maranello des Quartetts Cappellari / Gollin / Bryner / Calderari holen können. Davor hatte es lediglich 1949 und 1953 2 Siege der Traditionsmarke gegeben. Der Erfolg beendete eine 11 Jahre andauernde Siegesserie der deutschen Hersteller in der Geschichte des Rennens. In den letzten Jahren hatten sich lediglich Audi (4x), Porsche, BMW (je 3x) und Mercedes (1 Sieg) auf der obersten Stufe des Siegertreppchens abgelöst. Für die erst vor 2 Jahren aufgebaute Einsatzmannschaft Iron Lynx aus dem italienischen Cesena ist es der erste bedeutende Erfolg bei einem Sportwagenklassiker. Mit den aus dem Klassiker errungenen Punktvorsprung gehen die 3 Piloten Pier Guidi, Nielsen und Ledogar nun mit einem komfortablen 15 Punkte Polster in die letzte Runde der Langstreckenserie der Fanatec GT World Challenge Europe Endurance Cup powered by Amazon Web Services (kurz FGTWCEEC by AWS) die am 5 September am Nürburgring stattfinden soll.

Trotz der maximalen Punkteausbeute – zum ersten Male seit dem seit 2013 eingerichteten Punktesystem holte eine Mannschaft alle maximal möglichen 50 Siegerpunkte durch den Sieg in allen 3 Rennabschnitten – war das Rennen alles andere als langweilig. In der letzten Rennstunde wurde das lange führende ferrari Duo, das unter stetigem Druck des zweitplazierten Team WRT Audis an der Spitze agierte, von einem schleichenden Plattfuss kurz vor einem der letzten Boxenstopps und einem Regenschauer in der letzten Rennstunde zurück geworfen. Der aufgrund eines zu später Reifenwechsels hinter den WRT-Audi von Dries Vanthoor zurück gefallene Alessandro Pierguidi verlor so 40 Minuten vor dem Renennde die Führung an die belgische Audi Crew. Da Vanthoor jedoch mit einem nicht ganz optimaln reifdruck in seinen Regenreifen kämpfte konnte der Ferrari-Werkspilot jedoch die Scharte wieder auswetzen und sich 15 Minuten vor dem Rennende wieder in Blanchimot am Audi vorbei kämpfen. Der Aston Martin , den Nicki Thiim mit mehreren Gala Vorstellungen in die Nähe der Podiumsränge gefahren hatte, musste sich da schon auf das Absichern von P3 beschränken, was gegen den zweiten werksunterstützten Audi des belgischen Teams auch gelang.

32 von 58 gestarteten Mannschaften wurden beim wieder einmal grössten GT3-Rennen weltweit am Ende abgewunken und 38 Mannschaften in Wertung klassiert. Unter den Ausfällen der Hatz befanden sich am Ende beide Walkenhorst Motorsport BMW M6-GT3, die in der Nacht fast gleichzeitig mit technischen Problemen – z.T. als Spätfolge von Kollisionsschäden – strandeten, der von der Pole gestartete AKKA-ASP Mercedes AMG GT3 dessen Fahrt nach einem Stossdämpferbruch vorzeitig endete und der Schnabl Engineering Porsche 991 GT3 R der vom FFF Racing Lamborghini Huracán GT3 evo in der Nacht in die Mauer abgedrängt wurde und mit einem gebrochenen Radträger aufgeben musste. Die FFF Racing-Crew sah lange wie der stärkste Konkurrent des Iron-Lynx-Ferraris aus, handelte sich jedoch durch unnötige Track Limit-Strafen und kleinere Defekte immer mehr Rückstände ein, die sich am Ende zu 2 Runden Rückstand auf die Sieger und P9 addierten.

Für einen Schreckmoment sorgte ein schwerer Unfall in Radillion in der ersten Rennstunde, als nach einem Aufhängungsbruch der Lamborghini von Emil Frey Racing-Pilot Jack Aitken in Radillon in die Reifenstapel krachte, auf die Ideallinie zurück trudelte und dort von 3 weiteren Wagen – seinem Teamkollegen Giacomo Altoe, Kevin Estré im Rutronik-Porsche und Davide Rigon im #71 Iron Lynx Ferrari - torpediert wurde. Für Aitken endete der Stunt glücklicherweise „nur“ mit einem Schlüsselbeinbruch, einem Wirbelbruch und einer kleineren Lungenquetschung im Krankenhaus. Erste Bilder vom Unfall, die trotz eines weitgehenden Video-Embargos der SRO von der Unfallstelle durchsickerten, hatten weit Schlimmeres befürchten lassen.

In den Klassen holten sich weitere Hersteller ihre Siegerpokale. Der spanischen AMG-Truppe von Madpanda Motorsports gelang mit dem Quartett Ezequiel Perez Companc, Rik Breukers, Patrick Kujala und Ricardo Sanchez der Sieg in der Silber-Klasse, den man souverän vor dem Toksport-WRT Mercedes AMG GT3 und dem #159 Garage 59 Aston Martin Vantage AMR GT3 ins Ziel brachte. In der Pro-Am-Klasse hatte Ferrari in Form der beiden AF Corse Ferrari F488 GT3 die Konkurrenz ebenfalls im Griff was dank des Sieges der #53 von Duncan Cameron, Matt Griffin, Rino Mastronardi und Miguel Molina und dem 2.Platz der #52 Crew für den Gewinn des Coup de Roi des belgischen Automobilverbandes durch Ferrari reichte, der in diesem Jahr an den Hersteller vergeben wurde, der auf allen 4 Podien die bestplazierten Fahrzeuge verzeichnen konnte. Rang 3 in der Pro-Am ging an den #77 Barwell Motorsport Lamborghini Huracán GT3 evo.

Das Porsche Duell in der mit lediglich 2 911´ern besetzten AM-Klasse ging am Ende nach dem crash-bedingten Aus des Huber Sport-Porsches an den schweizer Hägli-Motorsport by T2 Porsche auf dem Pieder Decurtins, Manuel Lauck, Marc Basseng und Dennis Busch den zweiten Erfolg des Teams nach dem Sieg bei den 12h von Hockenheim der Creventic 24h-Serie im vergangenen Juni für die neue schweizer Mannschaft erringen konnten.

Der vollständige Rennbericht mit allen Resultaten und vielen Fotos kann unter diesem Link auf unseren Seiten eingesehen werden.

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