Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Porsche diverse (PSC etc.)
Beim 4 .Lauf zum Porsche Mobil1 Supercup hat der als Sieger abgewunkene französische Gastfahrer Marvin Klein auf dem Hungaroring seinen Erfolg nach der technischen Nachkontrolle entzogen bekommen. Die Benzinmenge im Tank des Porsche 911 GT3 Cup vom Team CLRT unterschritt den vorgeschriebenen Rest von zwei kg. Klein wurde daraufhin von den Sportkommissaren disqualifiziert. Der Sieg ging daher an den zuvor Zweitplatzierten, Tabellenführer Larry ten Voorde aus den Niederlanden.
Hätte das Teilnehmerfeld nicht vier Runden hinter dem Safety-Car in relativ langsamer Fahrt absolviert, wäre Klein wohl kaum ins Ziel gekommen – ein Umstand, der gegen eine absichtliche Unterbetankung spricht. „Wir haben noch keine Erklärung“, kommentierte Benjamin Floch, Ingenieur bei CLRT. „Nach unserer Messung haben wir beide Autos identisch betankt. Und aus dem Auto von Florian Latorre haben wir nach dem Ziel noch acht Kilo Benzin herausgepumpt.“ Larry ten Voorde konnte sich über den so geerbten Sieg nur wenig freuen. „Marvin war heute klar der Beste, da hätten ein paar Kilogramm Benzin mehr an Bord keinen Unterschied gemacht“, zollte er dem Gastfahrer Respekt.
Der amtierende Supercup-Champion baute mit seinem Team GP Elite seine Tabellenführung auf 17 Punkte vor dem Neuseeländer Jaxon Evans (Martinet by Alméras) aus, der als Zweiter gewertet wurde. Rang drei ging an den Franzosen Florian Latorre im zweiten Neunelfer von CLRT.
Aufgrund einer Kollision wurde das Rennen schon nach der ersten Runde für einige Minuten neutralisiert, damit die Streckenposten ein havariertes Auto bergen konnten. Bis dahin hatte sich Larry ten Voorde im rund 375 kW (515 PS) starken Porsche 911 GT3 Cup bereits von Rang vier auf den zweiten Platz hinter Klein nach vorn gekämpft. Evans konnte dahinter den über die gesamte Renndistanz attackierenden Latorre hinter sich halten. Auf den Franzosen folgte Ayhancan Güven Hinter Güven kamen die beiden Deutschen Laurin Heinrich und Leon Köhler ins Ziel. Sie sind Kollegen im Team Nebulus Racing by Huber. Heinrich gewann damit zum zweiten Mal in Folge die Rookie-Wertung. Ebenfalls seinen zweiten Sieg feierte Lechner Racing-Pilot Nicolas Misslin aus Monaco in der ProAm-Kategorie.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Blancpain Endurance GT Cup ( BES )
32 GT3 Wagen werden im Rahmen des 24 Stunden Rennen von Spa-Francorchamps in der Intercontinental GT Challenge der SRO antreten. Für diese inoffizielle GT3-WM dürfen die beteiligten Hersteller bis zu 6 Wagen im Vorfeld nominieren, von denen die jeweils 3 Besten für die Hersteller Punkte einfahren können. Davon dürfen maximal 4 Wagen aus der Pro-Wertung kommen. In diesem jahr sind es 5 Hersteller – Audi, Ferrari, Lamborghini, AMG-mercedes und Porsche – die jeweils ein volles Kontingent an Wagen gemeldet haben. Hinzu kommen 2 nicht nominierte Crews aus der Pro-Am-Kategorie die in einer eigenen Challenge gegeneinander antreten.
Seitens Audi starten alle 4 Werks-Pro-Autos von Team WRT, Attempto Racing und Sainteloc Racing sowie die beiden Silver-Cup Autos vom Team WRT. Ferrari hat 2 Pro-Entrys der Iron Lynx Mannschaft, 3 Pro-Am-Ferrari von AF Corse und Sky Tempesta Racing sowie den im Silver Cup genannten Rinaldi Racing Ferrari für die Punktewertung der transkontinentalen Meisterschaft genannt, die coronabedingt erstmals in ihrer Geschichte in Spa-Francorchamps in die Saison startet und dieses Jahr wie bereits vermeldet nur aus 3 Rennen besteht.
Lamborghinis Crews setzten sich aus FFF Racing, Emil Frey Racing dem Grasser Racing Team-Lambo und einem der Barwell Motorsport Lamborghini Huracán GT3 evo zusammen. AMG hat 4 Pro und 2 Silver-Autos benannt die von den Teams AKKA-ASP, dem Haupt Racing Team, Hub Auto, HTP-Winward und Toksport-WRT gestellt werden. Porsche schliesslich hat neben den 4 Pro-Autos von Schnabl Engineering, KCMG, GPX Racing und Dinamic Motorsport einen Pro-Am Wagen von Herberth Motorsport und den einzigen AM-Porsche von Huber Sport für die Wertung nominiert.
Daneben starten noch 2 Fahrzeuge - der EBM Giga Racing Porsche und der Inception Racing McLaren – die nicht von ihren Herstellern nominiert worden sind in einer eigenen Pro-Am-Challenge weil diese beiden Crews wohl unabhängig von möglicherweise zukünftigen Nominierungen bereits eine Teilnahme an allen 3 Rennen der Serie beabsichtigt haben. Zu erkennen sind alle IGTC-Starter am weissen Fanatec-Banner über der Windschutzscheibe, das sich vom schwarzen Banner der World-Challenge Autos unterscheidet.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Blancpain Endurance GT Cup ( BES )
Am kommenden Wochenende geht in Spa-Francorchamps das 73. 24 Stunden Rennen von Spa-Francorchamps über die Bühne. Anders als im Vorjahr findet das Rennen wieder am traditionellen Termin zum Monatswechsel Juli/August statt und anders als im Vorjahr werden auch Zuschauer wieder zugelassen sein, die sich trotz anderslautender Pläne in letzter Woche doch wieder in einer gemeinsamen Zuschauerzone zwischen La Source bis hinauf zu Les Combes und wieder hinunter zur Pouhon-Doppelkurve bewegen dürfen. Damit ist für die Zuschauer die halbe Strecke zugänglich wenn auch das Fahrerlager nach wie vor zwecks Kontakt-Minimierung aufgrund der anhaltenden Covid-19-Pandemie gesperrt ist. Die derzeitige 7-Tage-Inzidenz liegt in Belgien mit 90 derzeit etwa 6 mal höher wie in Deutschland. Zum Vergleich: als letztes Jahr die Runde Ende Oktober ohne Zuschauer abgehalten wurde, eskalierten die Zahlen in unserem Nachbarland in Richtung eines Spitzenwertes von über 1000!
Kommen wir zu den erfreulichen Fakten: Mt einem Feld von 59 GT3-Fahrzeugen wahrt Spa-Francorchamps den Ruf die weltweite Spitzenveranstaltung für Fahrzeuge dieser Kategorie darzustellen. Im Originalentry standen sogar 60 GT3 auf der Nennliste, jedoch hatte wie vermeldet die Frikadelli Racing Team Racing Mannschaft ihre beiden Porsche als Folge der Flutkatastrophe in der Eifelregion zurückziehen müssen. Zumindest einer der Porsche wird dennoch wie berichtet von der Schnabl Engineering-Mannschaft an den Start gebracht.
Insgesamt gehen am kommenden Wochenende 25 Mannschaften in der um den Gesamtsieg fahrenden Pro-Klasse, 17 Starter im Silver-Cup (das bislang grösste Feld dieser Kategorie), 14 in der Pro-Am-Klasse und 3 Starter in der Am-Kategorie gehen im Rahmen der 73. Ausgabe des erstmals 1924 ausgefahrenen Ardennen-Klassikers an den Start.
9 Hersteller schicken ihre teils werksunterstützten Kundenteams ins Rennen. Während bei AMG (13 Wagen) Porsche (12) und Audi (9) teils direkt werksunterstützte Crews am Start sind, setzen Lamborghini (8), Ferrari (7), BMW (4), Aston Martin (3), und McLaren (2) mehr oder weniger auf teils mit Werksfahrern gespickte Crews. Nur das einzige Bentley-Team im Feld – die französische CMR-Crew – startet in der AM-klasse und muss bei der vermutlichen Abschiedsvorstellung des britischen GT3-Bombers in den Ardennen auf seine Konstanz setzen um ein Podiumsergebnis in der lediglich mit 3 Wagen besetzten Am-Klasse einzufahren. Mit dem #36 Walkenhorst BMW und dem schweizer Haegli by T2-Porsche – dem Sieger der 12h von Hockenheim - hat man starke Konkurrenz zu überwinden.
Der Kampf um den Gesamtssieg wird daher voraussichtlich wieder zwischen den 3 grossen deutschen Herstellern entschieden. AMG wirft die Kundenteams von AKKA-ASP (3 Wagen), das Haupt Racing Team und SPS Automotive Performance (je 2) sowie die Mannschaften von Madpanda Motorsport, Toksport-WRT Winward Racing, GetSpeed Performance und RAM Racing in die Schlacht. Porsches Einsatzmannschaften sind dieses Jahr die 2-Wagenteams von Dinamic Motorsport, Herberth Motorsport und KCMG sowie die Teams Schnabel Engineering, Rutronik Racing, GPX Racing, Allied Racing EBM-Giga Racing, Huber Motorsport und die besagte Haegli by T2-Truppe. Audi´s Werksunterstützte Wagen beschränken sich auf 2 R8 des Belgian Audi Club Team WRT und je einen von Attempto Racing und Sainteloc Racing. Hinzu kommen noch einmal genauso viele Silvercup-Wagen der 3 Teams und ein zusätzlicher Pro-Wagen des Team WRT, das somit 5 Wagen beim Heimspiel an den Start bringt.
Lamborghini wartet noch auf den ersten Gesamtsieg beim Klassiker. Seitens der italienischen Marke sind die Teams FFF Racing, Emil Frey Racing, das Grasser Racing Team, Barwell Motorsport und das VS Racing Team engagiert. Für Ferrari werden Iron Lynx, AF Corse, Kessel Racing, Sky Tempesta Racing und Rinaldi Racing als Einsatzmannschaften an den Start gehen. Der BMW M6-GT3 gibt bei diesem Rennen seine Abschiedsvorstellung in den Ardennen wobei 2 Wagen der ehemaligen Sieger von Walkenhorst Motorsport und das Boutsen-Ginion Racing Team die Einsätze übernehmen.
Es bleiben die britischen Boliden, die sich seit Jahren gegen die überlegene deutsche Konkurrenz mühen. 3 Aston Martin - allesamt von der britsichen Garage 59 Truppe eingesetzt - , 2 McLaren der Mannschaften Team Jota und Inception Racing und der französische CMR-Bentley werden auch dieses mal um möglichst gute Plätze hinter den deutschen Einsatzwagen kämpfen.
Aus der 73 Rennen umfassenden Geschichte des Klassikers resultierten bislang 22 Siege für BMW, 7 für Porsche, 4 für Audi, je 3 für Ferrari und Mercedes und einer für Aston Martin. Damit sind die Hersteller genannt die ihre Siegesbilanz beim Klassiker noch ausbauen könnten. Noch keinen Sieg haben Lamborghini, McLaren und Bentley zu Buche stehen. Daneben finden sich in den Siegerbilanzen noch die Marken Alfa-Romeo (7 Siege) Ford (6), Peugeot und Maserati (je 3), Chrysler und Chevrolet (je 2) sowie Jaguar, Nissan, Mazda, Excelsior, Bignan und Chenard&Walcker, die derzeit nicht im aktuellen GT3-Hersteller-Feld vertreten sind.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Sonstige GT (D/A)
Beim 2. Rennen der DTM am Eurospeedway Lausitzring feierte Maximilian Götz am Sonntag seinen ersten DTM-Sieg. Für das junge Haupt Racing Team von Teamchef Hubert Haupt war es der erste Triumph in der Traditionsserie. Götz, der schon 2015/16 in der DTM startete, setzte sich in einem spannenden Rennen gegen den neuseeländischen Red Bull-Junior Liam Lawson im AF Corse Ferrari F488 GT3 und den Südafrikaner Kelvin van der Linde im Audi R8 LMS GT3 von ABT Sportline durch.
„Für mich ist heute ein Kindheitstraum in Erfüllung gegangen. Dieser DTM-Sieg bedeutet mir sehr viel“, sagte Maximilian Götz. „Ich danke Hubert Haupt, dass ich diese zweite Chance in der DTM bekommen habe. Hubert Haupt lebt für die DTM, umso mehr bin ich stolz, seinem Team diesen Premieren-Sieg beschert zu haben.“ Für den 35.jährigen Ochsenfurter ADAC GT-Masters-Champion von 2012 und Blancpain Sprint-Meister von 2014, der 2003 erstmals als Champion der ADAC Formel BMW auf sich aufmerksam machte, war es der erste Sieg in seinem insgesamt 40.ten DTM-Rennen.
Die Entscheidung zugunsten von Götz fiel durch Probleme des führenden Kelvin van der Linde und einen Fehler des zweitplatzierten Liam Lawson. Als Lawson nach acht Runden zum Pflichtreifenwechsel an die Box kam, würgte er beim Losfahren den Motor ab und verlor dadurch entscheidend Zeit. In Runde 27 folgte das Drama um Kelvin van der Linde. Plötzlich wurde der ABT-Audi langsamer. „Das Auto ging aus, ich musste einen kompletten Reset durchführen. Zum Glück habe ich nur zwei Plätze verloren“, berichtete van der Linde.
Es war ein packendes Rennen mit vielen Positionskämpfen. Philip Ellis, der Sieger vom Samstag, verteidigte zunächst von Startplatz 1 aus die Führung, doch noch vor Ende der ersten Runde presste Lawson seinen Ferrari mit einem sehenswerten Manöver am Mercedes AMG GT3 von Ellis vorbei. Auch Kelvin van der Linde kam Ellis immer näher und zog in Runde 3 vorbei.
Mike Rockenfeller im ABT-Audi und Vizemeister Nico Müller im Rosberg-Audi führten das Feld lange an, bis sie spät in die Boxengasse abbogen, um neue Reifen montieren zu lassen. Götz war nun auch real der Führende vor Lawson und Kelvin van der Linde.
Reichlich Abwechslung gab es in der Lausitz das gesamte Wochenende über auf dem Podium sowie im gesamten Feld. An beiden Tagen standen insgesamt fünf verschiedene Fahrer auf dem Siegerpodest. Am Samstag erzielte Philip Ellis als dritter Schweizer einen DTM-Sieg und verwies dabei Lawson und Ex-Meister Mike Rockenfeller auf die Plätze. Monza-Sieger Lawson, mit 19 Jahren der jüngste Fahrer im Feld, war der einzige, der an beiden Tagen auf dem Podium stand – und das zum dritten Mal im vierten Rennen.
Vor dem dritten Rennwochenende der DTM vom 06. bis 08. August im belgischen Zolder führt unverändert Kelvin van der Linde mit 69 Punkten die DTM-Fahrerwertung vor Liam Lawson (65) an. Dahinter folgen Philip Ellis mit 48 und Maximilian Götz mit 46 Punkten.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Sonstige GT (D/A)
Mit einem Start-Ziel-Sieg am vergangenen Samstag hat Nico Verdonck den ersten Sieg für sein Team Ring-Racing in der DTM Trophy am Eurospeedway Lausitzring geholt. Der Belgier feierte im dritten Saisonrennen am Samstag nicht nur seinen ersten Sieg in der Rennserie für seriennahe GT-Sportwagen, sondern erzielte auch den ersten Toyota Supra GT4 Sieg in der Serie. Im Ziel trennten Verdonck weniger als eine halbe Sekunde vom britischen FK Performance Motorsport BMW M4-GT4-Pilot Ben Green. Greens Landsmann William Tregurtha , der im Mercedes AMG GT4 der CV Performance Group startete komplettierte als Dritter das Podium.
William Tregurtha, der als Tabellenführer zum Lausitzring angereist war , nahm das Samstagrennen von der Pole-Position aus in Angriff. Der Österreicher Florian Janits ( True Racing by Reiter Engineering ineering) im KTM X-Bow GT4 und Nico Verdonck folgten auf den Startplätzen zwei und drei. Während Tregurtha einen schlechten Start erwischte und schon in Turn 1 auf P3 zurückfiel, übernahm Verdonck sofort die Führung vor Janits. Die zweite Position holte sich Tregurtha bereits in der zweiten Kurve zurück. Unterdessen kollidierten im Hinterfeld einige Fahrzeuge, in Folge dessen Christopher Rink und Laura Kraihamer das Rennen aufgeben mussten und Moritz Löhner ans Ende des Feldes zurückfiel.
Spitzenreiter Verdonck und Verfolger Tregurtha jagten im Abstand von nur drei Zehntelsekunden um den Kurs, während sich das Duo vom Rest des Feldes mehr und mehr löste. In den folgenden Runden konnte KTM-Neueinsteiger Janits mehr und mehr zum Duo aufschließen. Schließlich musste in der siebten Runde das Safety-Car das Feld einbremsen, nachdem der US-Amerikaner Chandler Hull und Lucas Mauron eingangs der Start-Ziel-Geraden kollidierten.
Zur elften Runde wurde das Rennen wieder freigegeben, und der Restart sorgte für massive Verschiebungen im Feld. GT-Routinier Verdonck machte an der Spitze alles richtig und behielt die Führung, Ben Green und Teamkollege Zimmer nahmen vor Tregurtha die Plätze zwei und drei ein. In der 15. Runde übernahm Tregurtha die dritte Position vom Schweizer Zimmer.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Sonstige GT (D/A)
Der Schweizer Phillip Ellis feierte auf dem DEKRA Lausitzring seinen ersten Sieg in der DTM. In einem heißen Kampf setzte sich der 28-Jährige aus dem Mercedes-AMG Team WINWARD gegen Auftaktsieger Liam Lawson im AF Corse Red Bull-Ferrari durch. Als bestem Audi-Pilot gelang Ex-Champion Mike Rockenfeller im Audi von ABT Sportsline als Dritter der Sprung aufs Podium. Rocky´s Teamkollege Kelvin van der Linde kreuzte als Vierter die Ziellinie und verteidigte damit vor dem Sonntagsrennen seine Tabellenführung vor Lawson.
Philip Ellis, der seine erste DTM-Saison bestreitet, ist der dritte Schweizer nach Marcel Fässler und Nico Müller, der sich als Sieger in die DTM-Statistik eintragen konnte. Zudem bescherte er seinem deutsch-texanischen Team WINWARD den ersten DTM-Sieg und DTM-Rückkehrer Mercedes-AMG den ersten Saisonsieg.
Überaus turbulent entwickelte sich das dritte Saisonrennen gleich nach dem Start in der spektakulären Zweier-Formation nach Indy-Vorbild. Action gab es vor allem am Ende des Feldes, als mehrere Rennwagen noch in der Startrunde kurz von der Strecke abkamen. In Turn 1 verunglückte Esmee Hawkey. Die britische Lamborghini-Fahrerin des Dresdner Teams T3 Motorsport kreiselte in die Betonmauer. Das Safety-Car rückte für sechs Runden aus, bis der Lamborghini Huracán GT3 evo geborgen war.
Nach der Safety-Car-Phase absolvierten die ersten Fahrer bereits früh den Pflichtreifenwechsel. Nur einer wartete mit dem Reifenwechsel bis zum Schluss und fuhr rundenlang an der Spitze des Feldes: Vize-Meister Nico Müller im Rosberg-Audi. Erst in der vorletzten Runde steuerte der Schweizer die Boxengasse an und ließ neue Reifen montieren, um letztlich als 13. außerhalb der Punkteränge ins Ziel zu kommen. Erst als Müller in die Boxengasse abbog, war der Weg frei für Ellis, noch ein paar Führungskilometer zu sammeln.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Blancpain Endurance GT Cup ( BES )
Die Schnabl Engineering Mannschaft wird einen der ursprünglich vom Frikadelli Racing Team für das 24 Stunden Rennen von Spa-Francorchamps geplanten Porsche beim Ardennen-Klassiker einsetzen. Das haben Porsche und die Butzbacher Mannschaft heute bekannt gegeben. Piloten des Einsatzes werden Dennis Olsen, Frederic Makowiecki und Michael Christensen werden die in der Pro-Kategorie um den Gesamtsieg fahren werden. Der wagen wird in schwarz-grünem Design antreten und dabei eine Erinnerungsschrift in Gedenken an die Opfer der Flutkatasdrophe der vergangenen Woche tragen.
Just wegen dieser Flutkatasdrophe hatte das Frikadelli Racing Team den Einsatz am vergangenen Dienstag abgesagt, da zu viele direkte Teammitglieder und ihre Angehörigen und Freunde direkt oder indirekt davon betroffen waren. Sven Schnabl´s Einsatzteam des Falken Motorsport Projekts, das auch im Porsche Mobil1 Supercup in der technischen Leitung involviert ist, hatte gemeinsam mit Porsche am Mittwoch erste Gespräche über eine Übernahme zumindest eines der Porsches geführt. Dieses Projekt ist nun angelaufen und wird somit den ersten Auftritt der hessischen Mannschaft beim Ardennen-Klassiker markieren.
Mit gerade mal einer Woche Vorbereitungszeit arbeitet derzeit ein gemeinsames Team aus den Mechanikern von Schnabl und Freelancern des Frikadelli Racing Teams in der Werkstatt der Barweiler Mannschaft an der Vorbereitung des Wagens der im wesentlichen der von Frikadelli geplanten #3 entspricht. Ob auch für den ursprünglich geplanten #13 Porsche noch ein alternatives Einsatzteam gefunden werden kann ist derzeit offen.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Asiatische Le Mans Serie
Die Asiatische Le Mans Serie wird auch ihre kommende Saison lediglich in den Vereinigten Arabischen Emiraten auf den beiden Rennstrecken von Dubai und Abu Dhabi absolvieren. Das haben der ACO und die Serienorganisation heute offiziell bekannt gegeben. Die diesjährige Saison hatte man angesichts der in Asien deutlich schärferen Einreisebeschränkungen aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie erstmals als kompakte Saison an 2 aufeinander folgenden Wochenenden auf den beiden nahe beieinander liegenden Rennstrecken ausgetragen, was im Endeffekt zu einem Rekordfeld von 36 Teilnbehmern geführt hatte, von denen allerdings das Gros sich aus europäischen Mannschaften rekrutierte.
Auch 2022 will man an 2 aufeinander folgenden Wochenenden insgesamt 4 Rennen auf den beiden Kursen absolvieren. Dabei sollen die Rennen jeweils als Tag- und Nachtrennen auf den beiden Kursen stattfinden um etwas Abwechslung bei den Rennen zu finden.
Anders als in der letzten Saison finden die Rennen nicht Freitags und Sonntags sondern an aufeinander folgenden Tagen statt. Der geplante Kalenderentwurf lautet wie folgt:
Lauf 1 – Fr 11.2 2022, Dubai Autodrome
Lauf 2 – Sa 12.2 2022, Dubai Autodrome
Lauf 3 – Sa 19.2 2022, Yas Marina Circuit
Lauf 4 – So 20.2 2022, Yas Marina Circuit
Für 2023 hofft man wieder in den zentralasiatischen Raum zurückkehren zu können. Dort hatte die Asiatischen Le Mans Serie seit ihrer ersten Saison 2013 bislang schon Rennen in China, Japan, Süd Korea, Malaysia, Thailand und Australien absolviert.
Die Asiatische Le Mans Serie hatte unter anderem wegen ihrer zu vergebenden Le Mans-Wildcards und des kompakten Kalenders 2021 ein Rekordfeld angezogen. In der stark besetzten GT3-Klasse, in der 4 Le Mans Startplätze zu vergeben waren, errangen dieses Jahr unter anderem die beiden deutschen Mannschaften Herberth Motorsport und Rinaldi Racing ihre ersten Le Mans Teilnahmen.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Le Mans ( WEC )
Herberth Motorsport hat heute die Grundzüge des ersten Le Mans Programms des Teams bekannt gegeben. Statt wie ursprünglich geplant mit einem Ferrari wird die Jedenhofener Mannschaft der beiden Zwillingsbrüder Robert und Alfred Renauer nun doch mit einem Porsche 911 RSR GTE an der Sarthe debütieren. Der Wagen wird dabei vom Pilotentrio Ralf Bohn, Rolf Ineichen und Robert Renauer pilotiert werden. Für die im Kern seit 1996 bestehende ex-ADAC-GT-Meistermannschaft wird es die Premiere beim Sportwagen-Klassiker werden, die man sich bekanntlich mit einem Autoentry durch den Gewinn der GT3-Klasse der Asiatischen Le Mans Serie 2021 erkämpft hatte.
„Zum Glück haben wir nun doch einen Porsche als Einsatzfahrzeug bekommen. Der Einsatz eines 911´er ist uns deutlich lieber und naheliegender, da wir seit je her ein Porsche-Einsatzteam waren. Der Einsatz des Ferraris wäre sicherlich auch interessant gewesen, aber so ist uns als Porsche Mannschaft das Debüt deutlich lieber“. erläuterte Alfred Renauer heute GT-Eins gegenüber
Wie Alfred uns verriet, handelt es sich beim Wagen um ein zusätzlich von Porsche extra für das Team aufgelegtes Neufahrzeug. „Im Endeffekt haben hier viele verschiedene Seiten zusammen gespannt um das zusätzliche Fahrzeug noch aufbauen zu können und wir können uns bei Porsche nur bedanken, das man dort zusätzliche Ressourcen eingesetzt hat um das extra für uns möglich zu machen. Wir sehen das auch als Anerkennung unserer Erfolge im Masters, der Creventic-Serie und in weiteren Einsatzserien, das Porsche uns dieses Extra-Chassis aufgebaut hat. Wir sehen den GTE dabei als zusätzliche Erweiterung unseres Kunden-Programms das bislang die GT3 als Top-Fahrzeuge umfasst hat.“
Mit dem Trio Ralf Bohn (Bild rechts), Rolf Ineichen (links) und ex-Masters-Champion Robert Renauer (oben links) sieht sich Alfred Renauer gut aufgestellt. „In Le Mans ist der Bronce-Fahrer auf dem Auto sehr entscheidend. Ralf ist ein sehr schneller und zuverlässiger Bronce-Pilot, der in der 24 Stunden-Serie schon einige 12 und 24h-Rennen mit uns gewonnen hat und der für uns auch ein entscheidender Faktor bei der Wahl des Porsches als Einsatzfahrzeug war. Rolf Ineichen hält im Porsche Carrera Cup Deutschland nach wie vor noch einige Rekorde als Amateur-Meister und kennt den Porsche als Fahrzeug noch gut, auch wenn er in den letzten Jahren mit anderen Marken erfolgreich war. Er hat Daytona 2 mal gewonnen weil er als Silber-Fahrer ebenfalls ein schneller und zuverlässiger Pilot ist. Zusammen mit Robert haben wir so eine schnelle Crew beisammen die in Le Mans eine solide Vorstellung abliefern dürfte.“
Das Team nimmt mit dem GTE eine weitere Stufe in der Professionalisierung in Angriff wie Alfred Renauer uns auf Nachfrage erläuterte. „Von den Porsche-Cup-Fahrzeugen, von denen wir in Spitzenzeiten bis zu 10 Autos betreut hatten haben wir uns nun sämtlich getrennt, wobei wir nun noch lediglich im Porsche Sports Cup 3 unserer ex-Fahrzeuge in einer Kooperation mit Neuhofer Rennsport einsetzen. Das hat zum Teil auch mit der Umstellung auf die neuen Porsche 992 Cup-Fahrzeuge zu tun, die wir erst Ende des jahres als günstigere Second hand Fahrzeuge bekommen können. Daneben betreuen wir zur Zeit 3 Porsche 991 GT3 R die in der Creventic-Serie, dem ADAC GT-Masters und auch beim 24 Stunden Rennen von Spa-Francorchamps sowie im Michelin Le Mans Cup zum Einsatz kommen. Hier sind wir allerdings mit dem vollen Programm schon am Anschlag, da die GT3 schon so komplex sind, das du die Autos eigentlich nicht back to back von einem zum anderen Wochenende aus dem Transporter holen kannst ohne sie zwischendurch in der Werkstatt zu überarbeiten. Mit dem GTE haben wir nun ein Fahrzeug das noch einmal eine Stufe komplexer ist und uns sicher vor Herausforderungen stellen wird.“
Mit dem GTE will die Mannschaft nach Le Mans noch weitere mögliche Kunden-Programme aufsetzen. „Die GTE werden zumindest 2022 noch in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft und der Europäischen Le Mans Serie zum Einsatz kommen ehe 2023 möglicherweise die GT3 die Klasse ersetzen. Auch wenn wir in der Asiatischen Le Mans Serie und im Michelin Le Mans Cup weiter auf die GT3 setzen werden, könnte ein ELMS- oder WEC-Programm für 2022 eine weitere Option sowie ein Angebot für unsere Kunden sein.“
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in ADAC GT Masters
Die Flutkatastrophe in der Eifel und ihre zerstörerischen Auswirkungen den umliegenden Regionen haben nun auch Auswirkungen auf den Rennbetrieb: Da der Nürburgring und seine Infrastruktur noch mindestens bis zum 8. August von den Rettungsdiensten als Einsatz- und logistische Verteilerzentrale für die Koordination der Hilfsmaßnahmen in der Region genutzt wird, fallen mindestens 2 Veranstaltungen den Folgen der Flut zum Opfer. Das für Anfang August geplante vierte Rennwochenende des ADAC GT-Masters kann unter diesen Umständen nicht wie geplant auf dem Nürburgring ausgetragen werden. Ein Nachholtermin oder ein alternativer Austragungsort werden derzeit geprüft und in Kürze veröffentlicht. Das eine Woche vor dem ADAC GT Masters vom 30. Juli bis 1. August auf dem Nürburgring geplante und vom MSC Bork veranstaltete ADAC Racing Weekend wird ebenfalls nicht ausgetragen. Informationen zu einem möglichen Nachholtermin folgen auch hierzu in Kürze.
„Die Bilder aus der Eifel und den umliegenden Regionen haben uns alle erschüttert. Unser tiefes Mitgefühl und unsere Anteilnahme gilt den betroffenen Menschen, unser Respekt gilt den Rettungskräften in der Region, zu der alle Motorsportler eine ganz besondere Beziehung haben. Seit dem vergangenen Wochenende sind die ADAC Luftrettung, die ADAC Straßenwacht und zahlreiche ehrenamtliche Helfer aus den ADAC Regional- und Ortsclubs vor Ort im Einsatz, um zu unterstützen. Der Nürburgring leistet mit seinem Team einen entscheidenden Beitrag für die Hilfe in der Region. Für das ADAC GT Masters prüfen wir nun gemeinsam mögliche Nachholtermine“, wird ADAC Vorstand Lars Soutschka in der offiziellen Mitteilung dazu zitiert.
Alle für das ADAC GT Masters auf dem Nürburgring bereits gekauften Tickets behalten ihre Gültigkeit, auch bei einem alternativen Austragungsort. Auswirkungen auf die Nürburgring Langstrecken Serie sind derzeit noch nicht kommuniziert worden – hier stehen die nächsten Termine erst im September an.