Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in DMV-GTC
Beim Sonntagslauf der GTC-Serie in Oschersleben vor 3 Wochen, dem 2.Saisonlauf der Sprintserie im Rahmen des ADAC Racing Weekends, gab es einen erneuten AMG GT3 Sieg vom Team Space Drive Racing. Patrick Assenheimer gewann die Gesamtwertung vor KÜS Team 75 Bernhard-Pilot Jannes Fittje und Markus Winkelhock auf dem Phoenix Racing Audi R8 LMS GT3. Die Am-Wertung gewann auf Gesamtrang 4 Phoenix-Pilot Salman Owega. Sieger in der SemiPro-Klasse wurde Andreas Wirth der mit seinem Dörr Motorsport McLaren 720 S GT3 nach dem Start in Führung lag aber dann von der Rennleitung eine Durchfahrtstrafe wegen Frühstarts bekam. Pech hatte Marvin Kirchhöfer , der mit dem NRT-AMG einen Ausfall hinnehmen musste.
Bei den GT4 durfte am Ende Leo Pichler mit seinem KTM X-Bow GT4 vom Team razoon - more than racing jubeln. Er setzte sich von Beginn an durch und verwies Leon Koslowski im Eastside Motorsport - Mercedes AMG GT4 auf Platz zwei. Dritter wurde Luca Arnold im W&S Motorsport Porsche Cayman 718 GT4.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Nürburgring Nordschleife (24h & VLN)
Beim 61. Reinoldus-Langstreckenrennen am Samstag hat sich das BMW-Junior-Team auf der Nürburgring-Nordschleife mit dem Juniorentrio Max Hesse, Daniel Harper und Neil verhagen den 2. Seriensieg in der Nürburgring Langstrecken Serie in Folge geholt. Das Trio siegte nach 28 Runden mit einem Vorsprung von 76s auf das Haupt Racing Team Mercedes AMG GT3 Trio Patrick Assenheimer, Hubert Haupt und Adam Christodoulou die sich knapp vor dem Phoenix Racing Duo Vincent Kolb und Frank Stippler behaupten konnten.
Die Pole in dem von 129 Wagen bestrittenen Rennen, das das Samstagsrennen des einzigen Doubleheader-Wochenendes im Kalender der Serie markierte, hatte sich zuvor Konrad Lamborghini Pilot Kuba Giermaziak gesichert, dessen Mannschaft allerdings das Rennglück zumindest am Sastag wieder nicht hold war – Giermaziak und Teamkollege Di Martino mussten nach 12 Runden den Wagen abstellen. 108 der 129 gestarteten Teams beendeten das Rennen in Wertung.
Verfasst von Porsche Pressetext. Veröffentlicht in Porsche Carrera Cup
Auf dem Circuit Zandvoort feierte Larry Ten Voorde am Samstag einen Heimsieg und baute seine Tabellenführung weiter aus. Beim neunten Saisonlauf des Porsche Carrera Cup Deutschland im Rahmen des ADAC GT-Masters sicherte sich sein Landsmann Rudy van Buren am Samstag Rang zwei vor Porsche Junior und Phoenix Racing-Pilot Ayhancan Güven (Türkei/Phoenix Racing).
Die Zuschauer auf den Tribünen sahen ein packendes Rennen mit 2 Safety-Car-Phasen und vielen Positionskämpfen. Van Buren nutzte die erste Kurve um nach dem Start an ten Voorde vorbeizuziehen. Bis zur zwölften Runde verteidigte sich der Pilot von CarTech Motorsport by Nigrin leidenschaftlich gegen ten Voorde. Dann nutzte der aktuelle Tabellenführer einen Verbremser in der Hugenholtzbocht – eine der beiden neuen Steilkurven der umgebauten Formel-1-Strecke. Nach 17 Runden fuhr ten Voorde vor van Buren zum Sieg. Als Dritter sah Güven die Zielflagge. Rang vier sicherte sich Leon Köhler (Deutschland/Nebulus Racing by Huber) vor Max van Splunteren (Niederlande/GP Elite) und dem besten Rookie Morris Schuring (Niederlande/Team GP Elite). Julian Hanses (Deutschland/HRT Performance) erreichte auf der 4,259 Kilometer langen Strecke auf der siebten Position das Ziel. Achter wurde Loek Hartog (Niederlande/Black Falcon Team Textar). Simone Iaquinta belegte den neunten Platz.
In der ProAm-Klasse jubelte Kim Hauschild über seinen ersten Sieg. Der HRT-Motorsport-Pilot gewann vor Black Falcon-Pilot Carlos Rivas und Jan-Erik Slooten im Phoenix Racing-Porsche.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Le Mans Series ( LMS )
Bei der 4. Runde der Europäischen Le Mans Serie in Monza hat das Panis Racing Team den ersten Sieg in der Serie erzielt. Der Oreca 07 LMP7 von Will Stevens, Julien Canal und James Allen keuzte am Sonntag nach 4 Stunden die Ziellinie mit einem Vorsprung von knapp 5s auf den #22 United Autosports Oreca Tom Gamble, Phil Hanson und Jonathan Aberdein. Platz 3 im mit 42 Startern gut besetzten Feld der Serie ging an die WEC-Gaststarter des Team Jota in deren Oreca Jazeman Jafaar und Sean Galael schon mal wertvolle Erfahrungen für den FIA Langstrecken Weltmeisterschafts-Lauf am kommenden Wochenende sammelten.
Lediglich auf dem 4.Platz (aber auf dem dritten der ELMS-Wertung) liegf das Team WRT ein, deren Trio Kubica/Deletraz/Ye damit ihre Tabellenführung weiter verteidigen und gegenüber dem G-Drive-Team nun auf 11 Punkte ausbauen konnten. Der G-Drive Mannschaft wurde ein zu langer Startstint von Roman Rusinov zum Verhängnis der zuerst hinter dem ersten Safety-Car (nach dem Ausrutscher des Proton-Weather Tech Porsches) auf die späteren Podiumskandidaten Boden verlor und nach einem über Gebühr überdehnten Stint mit Spritmangel liegen blieb. Dennoch konnte sich die Mannschaft auf P8 ins Ziel retten. Die Entscheidung um den Sieg fiel nach einer Offroad-Einlage des verfolgenden United-Piloten Gamble als dieser im letzten Stint einen in den Lemso-Kurven gestrandeten LMP3 nur knapp verfehlte. Glücklos agierte BHK Pilot Markus Pommer dessen Crew sich mit einer guten Leistung in der ersten Rennhälfte bis auf Platz 3 vorgearbeitet hatte. Eine Zeitstrafe für ein Vergehen beim Boxenstop unter dem Safetycar (3 Gelbphasen wurden während des Rennens verzeichnet) warf den deutschen ex-GT-Masters-Piloten auf P18 zurück.
In der LMP3 gelang DKR Engineering Duqueine M30-D08 LMP3-Pilot Laurents Hörr der 2. ELMS-Sieg in Folge. Auch mit sienem neuen Partner Mathieu de Barbuat war der Luxemburger Duqueine für die Gegner nicht zu schlagen. Die erfolgsverwöhnte United Autosports-Mannschaft musste sich mit dem vom Trio Boyd/Wheldon/Cauhaupe pilotierten Ligier JS P320 LMP3 am Ende um 21s geschlagen geben.
Dahinter schaffte es das in den letzten Rennen nicht gerade vom Glück verwöhnte Inter-Europol Competition-team mit dem Trio Martin Hippe, Udo de Wilde und Mattia Paisini zumindest wieder einmal auf das Podium, wobei Paisinis Umstieg von der #14 auf die #13 des Teams dabei sicher eine gewichtige Rolle spielte. Mit einem 4.Platz verteidigte dahinter Niklas Krütten mit seinen beiden Teamkollegen Matthew Bell und Nicolas Maulini die Tabellenführung in der kleinen Prototypenklasse.
In der GTE-Klasse gab es auf Ferraris Hausstrecke einen F488-Sechsfachsieg zu bejubeln. Das Spirit of Race Trio Duncan Cameron, Matthew Griffin und David Perel setzte sich mit gerade mal 2,8s Vorsprung vor dem Iron Lynx Ferrari von Matteo Cressoni , Rino Mastronardi und Miguel Molina durch. Nur 5s dahinter kam das AF Corse Trio Perrodo/Collard/Rovera auf den dritten Platz. Dahinter kamen in der selben Runde noch der JMW-Ferrari und die beiden weiteren Iron Lynx F488 ins Ziel bevor der von Michael Fassbinder und seinen Co-Piloten Richard Lietz und Felipe Laser pilotierte Proton Competition Porsche auf P7 als bester Porsche verzeichnet wurde.
Die nächste Runde der Serie findet am 19. September in Spa-Francorchamps statt.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in ADAC GT Masters
Parallel zum ACO-Wochenende in Monza und dem Doubleheader der Nürburgring Langstrecken Serie findet an diesem Wochenende als dritte bedeutende GT-Veranstaltung das ADAC Wochenende in Zandvoort statt. Dort gibt es im Feld des ADAC GT-Masters nur wenige Änderungen zu vermelden. Im Vergleich zur letzten Runde am Red Bull Ring starten nach wie vor 27 Teams im Feld der grössten und traditionellsten deutschen GT3 Serie.
Im Fahrerfeld gibt es lediglich 3 Umbesetzungen zu vermelden. Auf dem #32 Belgian Audi Club Team WRT Audi bzw dem #74 KÜS Team 75 Bernhard Porsche kehren Charles Weerts bzw. Dylan Pereira ins Cockpit zurück, die noch in Österreich von Dennis Lind bzw. Dennis Olsen vertreten wurden. Grasser Racing Team-Pilot Tim Zimmermann bekommt zudem mit Marco Mapelli einen Lamborghini-Werkspiloten an seine Seite gestellt, nachdem in Österreich Max Hofer ein Gastspiel im Lamborghini Huracán GT3 evo mit der #82 gegeben hatte.
Als Tabellenführer reisen Matthieu Jaminet und der amtierende Meister Michael Ammermüller mit je 72 Punkten im SSR-Performance Porsche 991 GT3 R an die niederländische Nordseeküste. In der Junior Wertung führen vor diesem Wochenende die beiden HCB Rutronik Racing Audi-Piloten Kim-Luis Schramm und Dennis Marschall mit 105 Zählern und in der Trophy Wertung hat Grasser Racing Team-Privatier Rolf Ineichen die Nase knapp vorne.
Die ersten Trainingsbestzeiten holten sich just der SSR-Performance-Porsche von Jaminet/Ammermüller und der Car-Collection-Audi von Florian Spengler und Markus Winkelhock. Die beiden Rennen starten am Samstag und Sonntag je um 16.30 Uhr und werden auf RTL Nitro live übertragen. Streams gibt es evtl auf der Homepage des ADAC GT-Masters.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Le Mans Series ( LMS )
44 Wagen starten an diesem Wochenende bei der 4. Runde der Europäischen Le Mans Serie in Monza . Das Feld ist dank einiger Gaststarter aus der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft die in der Woche drauf zu ihrer regulären 3. Runde antreten wollen auf eine Rekordgrösse gewachsen.
Neben den 3 WM-Teams vom Team Jota, Racing Team Nederland und der Realteam Racing Mannschaft kehrt auch das Dragonspeed Team in die Meisterschaft zurück. Somit werden insgesamt 19 LMP2. In der mit 10 LMP2 Oreca besetzten Pro Klasse gibt es ferner 2 Umbesetzungen. Auf dem noch bei der letzten Runde in Le Castellet siegreichen G-Drive Oreca wird Nyck de Vries von Mikkel Jensen ersetzt. Und auf dem IDEC Sport-Oreca wird Jean-Eric Vergne wieder durch Patrick Pilet ersetzt. In der nun mit 9 Wagen besetzten Pro-Am-Klasse kehrt der Polesetter vom Red Bull Ring, der US-Amerikaner Logan Sergeant in das Cockpit des TF Sport-Racing Team Turkey-Orecas zurück, nachdem er in Le Castellet noch von Harry Tincknell ersetzt worden war.
In der LMP3 leistet sich Inter-Europol Competition eine Umbesetzung in ihren beiden LMP3. Nach guten Leistungen bei den letzten 3 Rennen wird der italienische Motoradfahrer & Bronce-Pilot Mattia Paisini zu Martin Hippe auf den #13 Wagen umgesetzt. Paisinis Platz auf der #14 wird vom französischen Broncepilot Erwin Creed eingenommen, der bislang im Michelin Le Mans Cup für Mühlner Motorsport startete. Ebenfalls einen neuen teamkollegen bekommt DKR Engineering-D08-Pilot Laurents Hörr, der in Le Castellet endlich den ersten ELMS-Sieg in der LMP3-Klasse erzielen konnte. In Monza bekommt er den Franzosen Mathieu de Barbuat als Sekundant zur Seite gestellt.
In der GTE-Klasse starten erneut 9 Teams. Einzige Umbesetzung ist hier Michael Fassbinders Proton Competition Porsche in dem Felipe Laser ins Cockpit zurück kehrt, der beim letzten Lauf noch durch Jaxon Evans vertreten wurde.
Das Qualifying zu den 4h von Monza findet am Samstag ab 13.25Uhr statt. Das Rennen startet am Sonntag um 11 Uhr und kann über die Website der Europäischen Le Mans Serie sowie auf dem Youtube-Kanal der Serie verfolgt werden.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Nürburgring Nordschleife (24h & VLN)
140 bzw. 138 Mannschaften werden am kommenden Wochenende für die Doppelveranstaltung des 61. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennens am Samstag und des 44. RCM DMV Grenzlandrennens erwartet. Es ist das 2 Mal das am Sonntag ein Rennen auf eine Samstagsveranstaltung folgt – und voraussichtlich das letzte Mal das es sich um 2 getrennte Veranstaltungen handelt. Denn die Nürburgring Langstrecken Serie hatte bereits zu Beginn des Jahres vermeldet das man nach Creventic-Vorbild ein 12h Rennen mit 2 getrennten 6h-Abschnitten aus dem Event ab 2022 machen möchte, womit neben dem 6h Ruhrblitz-Rennen ein 2. Saisonhöhepunkt in der Serie entstehen würde.
16 bzw. 18 GT3-Wagen starten in der Spitzengruppe beider Rennen in den Kampf um den Gesamtsieg. Am Samstag treten 4 BMW (3* Walkenhorst Motorsport und das beim letzten Lauf siegreiche BMW-Junior Team), 4 Audi von Phoenix Racing, Lionspeed, RaceIng und Car-Collection) 3 Porsche (2* Falken Motorsport / Huber Sport) und 3 Mercedes AMG GT3 (HRT-Bilstein, GetSpeed Performance & CP Racing) der Konrad Motorsport Lamborghini Huracán GT3 evo auf dem dieses Mal Kuba Giermaziak Stammpilot Michele di Martino verstärkt und der racing one Ferrari F488 GT3 mit einem Gaststart von AF Corse-Pilotin Carrie Schreiner werden am Samstag um den Sieg kämpfen. Am Sonntag kommen im GT3-Feld noch der Wochenspiegel Team Monschau Ferrari und der Frikadelli Racing Team Porsche von Klaus Abbelen hinzu, die am Samstag noch beim Michelin Le Mans Cup in Monza gegeneinander um Topergebnisse in der LMP3-Klasse kämpfen.
Wenn trotz 2 Wagen mehr in der GT3 in der Summe 2 Autos weniger am Sonntag starten müssen in anderen Klassen 4 Wagen nur für das Samstagsrennen gemeldet sein. So starten unter anderem in der mit 7 SP7 Porsche besetzten Porsche-Klasse der Black Falcon Porsche #57, der 9und11 Racing CUP2-Porsche #120, der Autorama AG Toyota GT 86 der #313 MSC-Sinzig Audi TCR, und der #435 Matol Racing V6-Cayman nur am Samstag. In der VT2-Klasse starten am Sonntag gar 23 Wagen gegenüber 20 am Samstag – was weitere Änderungen in den kleinen Klassen impliziert.
Sowohl am Samstag wie auch am Sonntag startet die Rennaction um 8.30 mit der 90 minütigen Qualifikation die um jeweils 12 Uhr vom Rennen gefolgt wird. Für Fans die die Action vor Ort verfolgen wollen, sind Tickets für die Tribünen T3 und T4 ausschließlich online buchbar. Ein Nachweis – getestet, geimpft oder genesen – ist erforderlich. Kinder bis 14 Jahren haben freien Eintritt. Es gibt am Sitzplatz keine Maskenpflicht. Kostenlose Bürgertests sind vor Ort möglich.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Le Mans ( WEC )
Die Corona-Pandemie hat auch den FIA Langstrecken Weltmeisterschafts-Kalender weiter fest im Griff. Wegen der anhaltenden Reisebeschränkungen in Japan und der damit verbundenen zusätzlichen Quarantäne-Auflagen für die Teams ist die am 26.9 geplante japanische Runde in Fuji nun endgültig abgesagt worden. Dafür soll nun am Saisonende eine Doppelveranstaltung in Bahrain abgehalten werden. Eine Woche vor dem geplanten Saisonfinale am 12.11, das mit einem 8h-Rennen auf dem Kurs in der Golfregion weiterhin geplant ist soll nun ein weiteres 6h Rennen auf der selben Location am 30. Oktober stattfinden. Damit würde die ohnehin nur 6 Rennen umfassende Saison 2021 nur in Europa (Spa-Francorchamps, Portimao, Monza & Le Mans) und im Nahen Osten (2x Bahrain) stattfinden. Schon im Vorfeld der Saison war die nordamerikanische Runde in Sebring dem Verlauf der Pandemie in den USA zum Opfer gefallen.
Vielleicht überrrascht der ACO die Sportwagenfans ja mit 2 unterschiedlichen Streckenvarianten des Kurses die bei den beiden Läufen zum Einsatz kommen könnten. Schon die F1 hatte im Letzten Jahr für ihre Doppelveranstaltung in Bahrain Neben der GP-Variante eine verkürzte Rundkurs-Variante für einen der Läufe genutzt. Für die FIA Langstrecken Weltmeisterschaft würde sich hingegen die erst einmal bei den einmalig ausgetragenen 24h von Bahrain 2006 benutzte 6,3km lange Langstreckenvariante empfehlen, die dem Kurs einen individuellen Charakter verschaffen würde. Allerdings ist die Frage ob der betreffende Streckenteil noch eine passende FIA-Abnahme für die schnellen LMH- und LMP-Boliden besitzt.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Le Mans ( WEC )
Peugeot hat heute sein LMH Hypercar erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Peugeot 9X8 soll ab 2022 in Le Mans und der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft der Konkurrenz von Toyota, Glickenhaus & Alpine Paroli bieten und um Gesamtsiege beim Klassiker und in der WM kämpfen. Während der Antriebsstrang des Boliden bereits im vergangenen Dezember vor 7 Monaten vorstellt wurde (2,6l Bi-Turbo V6, Hybrid-Antrieb, 200kW front MGU, 7-Gang Getriebe, 900V-Batterie) lag nun der Schwerpunkt auf dem Design und der Aerodynamik.
... und die hat es in sich! Dank der reduzierten Abtriebs und Aerodynamik-Kennzahl-Vorgaben für die LMH hat die Designabteilung des französischen Herstellers es geschafft einen Wagen ohne Heckflügel auf die Räder stellen zu können. Die Regeln für Hypercars besagen lediglich das die Wagen nur ein verstellbares aerodynamisches Element haben dürfen, ohne explizit einen Heckflügel zu spezifizieren. Stattdessen findet sich am Heck nur ein offensichtlicher Diffusor in dem sich wohlmöglich das adjustierbare Element versteckt. (Die Verantwortlichen beim französischen Herstellers hüllten sich bezüglich der Details in Schweigen). Dennoch soll der 9X8 ein ausreichendes aerodynamisches Potential besitzen. Alte Gruppe-C Fans werden sich jedenfalls schnell mit der Silhouette des Wagens anfreunden können, die sich wesentlich von denen der LMP1 der letzten Jahre unterscheidet.
Bei der Farbgebung hält man sich an die neue Peugeot-Sport-Designsprache, die neben der Grau-Neongrünen-Farbgebung auch die „Klauenform“ der Scheinwerfer vorne und hinten in Anspielung an das Wappentier der Marke – dem Löwen – als auch das Cockpitdesign in selber Farbgebung und mit Designelementen der Peugeot-Strasssenmodelle ausstattet. Zudem sind das Frontlogo und die Seitenlogos des Wagens hintergrund-beleuchtet.
Zur Zeit gibt es noch keine offizielle Bestätigung für den Zeitpunkt des ersten Renneinsatzes – dieser wurde zwar mit einem Debüt beim 24 Stunden Rennen von Le Mans angedeutet, doch mit der Materie vertraute Personen bemühen sich darauf hinzuweisen das dies von dem Entwicklungsstand der Hochleistungsbatterie
bei Entwicklungspartner Total Energies-Saft abhängt, die sich dort noch in der Konstruktion befindet. Erste Tracktest sollen jedenfalls im Dezember starten wenn die Batterie und der Elektromotor in der finalen Spezifikation vorliegen. Dann erst wird Peugeot erste Kennzahlen erhalten, die dann die Bestätigung des heckflügellosen Konzeptes bringen könnten, das man bislang erst im Windkanal und in der CFD-Software erarbeitet hat.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Le Mans ( WEC )
Das slovakische ARC Bratislava Team, eines der letzten noch aktiven Kunden eines Ligier JS P217 LMP2 wechselt nun scheinbar auch auf Konkurrent Oreca. Wie mehrere Quellen übereinstimmend vermelden, hat die Mannschaft von Teamchef Miro Konopka beim ACO einen Antrag gestellt das in den letzten 2 Rennen in Spa-Francorchamps und Portimao eingesetzte Ligier Chassis gegen ein Oreca 07 LMP2-Chassis zu tauschen. Vorbehaltlich der Genehmgung durch den Verband kann in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft ein solch ein Wechesel pro Saison vollzogen werden. Die Mannschaft von Konopka würde dann beim 24 Stunden Rennen von Le Mans mit dem neuen Chassis antreten, das gemäß Berichten unserer Kollegen von Dailysportscar.com der Wagen der deuschen SPS Automotive Performance Trupper wäre , der in seiner Geschichte bislang erst ein Rennen als Ersatzchassis für einen verunfallten IDEC Sport-Oreca in 2019 absolviert hat.
Gemäss Aussagen von Konopka gegenüber unseren Kollegen von Sportscar 365 hat Ligier den Werkssupport für die LMP2-Modelle auf ein Minimum zurückgefahren, so das de facto die Einsatzteams auf sich gestelt sind. Scheinbar konzentriert man sich bei Ligier lediglich auf das gut laufende LMP3-Geschäft sowie die personell scheinbar am Limit organisierte Entwicklung der neuen LMP2-Plattform für 2023 die auch als Basis der kommenden LMDh-Prototypen dienen soll. Die bisherigen Einsätze von ARC Bratislava zeigten als Folge eine mangelnde Zuverlässigkeit und ein Speeddefizit gegenüber den Oreca-Konkurrenzteams auf. Davon hat man nun genug und will nun angesichts des bevorstehenden Le Mans-Auftritts mit Miro Konopka, seinem Sohn Matej und Oliver Webb ebenfalls auf das anerkannte Standardgerät wechseln, um zumindest einen Chance zu haben das Rennen in Wertung beenden zu können.
Würde der Wechsel genehmigt werden dann wäre in Le Mans lediglich noch der Racing Team India-Ligier am Start. Das Prinzip der Oligopol-Kontingentierung der LMP2-Hersteller durch den ACO wäre damit krachend gescheitert, nicht zuletzt deswegen weil der Verband aus Kostengründen den Oreca.-Konkurrenten nur ein Update innerhalb von 6 Jahren zugestanden hatte. Eine Überdenkung dieses Prinzips scheint dringend angebracht.