Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Blancpain Endurance GT Cup ( BES )
Die Fanatec GT World Challenge Europe powered by Amazon Web Services (kurz FGTWCE by AWS) hat heute im Rahmen des Langstreckenmeetings am Nürburgring den Kalender für 2022 bekannt gegeben. Dieser enthält im Vergleich zum diesjährigen Kalender nur eine Änderung – und die betrifft ausgerechnet die Eifelrunde. Denn statt am Ring will die SRO-Serie ihren ersten Event nach dem 24h-Klassiker in Spa-Francorchamps in Zukunft bei der badischen Konkurrenz in Hockenheim austragen!
Damit bekommt Hockenheim nach den 12h-Rennen der Creventic 24 Stunden-Serie einen weiteren Langstrecken-GT-Event. Dieser soll am 2-4 September stattfinden und wird damit gut einen Monat nach der 74.ten Ausgabe des Ardennenklassikers als 4. Runde der Meisterschaft stattfinden. Zuvor wird die Langstreckenmeisterschaft der Serie erneut in Monza und Le Castellet Station machen. Das Finale bleibt weiterhin in Barcelona als Endtermin der Gesamtserie Anfang Oktober stationiert. Die Sprintserie wird unverändert weiterhin in Brands Hatch, Magny Cours, Zandvoort , Misano und Valencia ausgefahren.
Der Gesamtkalender der Fanatec GT World Challenge Europe powered by Amazon Web Services 2022 lautet demnach wie folgt:
8-9.3.22: Le Castellet (F) – Testtag
10.4.22: Monza (I) – Langstrecke
30.4-1.5.22: Brands Hatch (GB) – Sprint
14-15.5.22: Magny Cours (F) – Sprint
5.6.22: 1000km Le Castellet (F) – Langstrecke
18-19.6.22: Zandvoort (NL) – Sprint
21-22.6.22: Testtage 24h Spa-Francorchamps
2-3.7.22: Misano (I) – Sprint
28-31.7.22: 74. 24 Stunden Rennen von Spa-Francorchamps (B) – Langstrecke & Intercontinental GT Challenge
4.9.22: Hockenheimring (D) – Langstrecke
17-18.9.22: Valencia (E) – Sprint
2.10.22: Barcelona (E) – Langstrecke
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Blancpain Endurance GT Cup ( BES )
Das Grasser Racing Team will sein Programm im kommenden Jahr reduzieren und sich dafür auf maximal 2 Serien fokussieren. Das vermelden unsere Kollegen von Sportscar 365. Die derzeit im ADAC GT-Masters, der IMSA-WeatherTech SportsCar Championship und der Fanatec GT World Challenge Europe Endurance Cup powered by Amazon Web Services engagiert Lamborghini-Mannschaft, die 2017 den Fahrertitel in der SRO-Serie mit Christian Engelhart, Andrea Caldarelli und Mirko Bortolotti einfahren konnte, erwägt demnach sich für das kommende Jahr auf nur noch 2 Serien - eine nationale und ein Programm in der IMSA-Serie – zu konzentrieren.
Laut Gottfried Grasser bringt das Engagement in 3 Serien die Knittelfelder Mannschaft derzeit an ihr Kapazitätslimit. Dabei steht das SRO-Programm am ehesten in Frage weil man hier nur ein Fahrzeug einsetzt, was sich bezüglich des logistischen Aufwands nicht rechnet. Im ADAC GT-Masters ist man derzeit sogar mit 4 Wagen und 2 Einsatzteams engagiert. In der IMSA-Serie war ursprünglich auch ein 2 Wagen Engagement geplant wobei man das Engagement nach Daytona auf einen Wagen eindampfen musste. Für das kommende Jahr ist ein neuer Anlauf geplant ein Mehr-Wagen Engagement in der amerikanischen Serie zu starten.
Daneben will Grasser auch wieder mit mehreren Lamborghinis in zumindest einer nationalen Serie antreten. Derzeit überlegt man wohl ob dies weiterhin das ADAC GT-Masters bleibt oder ob man für die kommende Saison einen Wechsel in die DTM vornimmt. Dies würde einen weiteren Zuwachs für die mittlerweile ebenfalls um die GT3-Kundschaft buhlende Konkurrenzserie des Masters bedeuten.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Creventic 24h Serie
Beim Qualifying zu den 24h von Barcelona hat das Herberth Motorsport Team eine weitere Pole eingefahren. Robert Renauer erzielte mit einer 1:46.587 in der siebten Runde seines Qualistints die schnellste Zeit in der Session und schlug damit den von Daniel Keilwitz pilotierten Wochenspiegel Team Monschau by Phoenix Ferrari F488 GT3. Das Duell der beiden ex-GT-Masters Champions ging mit 0,153s Vorsprung zugunsten des Porsche-Piloten aus. Platz 3 holte sich Pierre Kaffer im Rutronik Racing by TECE Audi, dem am Ende 0,723s auf die Polezeit fehlten. Der neue von Car-Collection eingesetzte Audi R8 LMS GT3 evo II qualifizierte sich mit Privatier Martin Lechmann am Steuer auf Platz 12 des 24 Wagen starken GT-Feldes.
In der Tourenwagen Kategorie holte sich erwartungsgemäss der CWS Engineering Ginetta mit einer 1:55,962 die Pole vor dem AC Motorsport Audi RS3 TCR. Das Rennen startet morgen um 12 Uhr und wird auf der Website der 24 Stunden-Serie live übertragen.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Blancpain Endurance GT Cup ( BES )
Die Wegberger Leipert Motorsport Mannschaft hat für die Saison 2022 die Rückkehr in den Fanatec GT World Challenge Europe Endurance Cup powered by Amazon Web Services (kurz FGTWCEEC by AWS) bestätigt. Dabei will man unter anderem junge Fahrer aus dem Lamborghini-Junior Programm in der Serie einsetzen, was ein potentielles Engagement in der Silver-Klasse der SRO GT3-Meisterschaft vermuten lässt. Als Vorbereitung steht neben einem ausgedehnten Testprogramm bereits das 24h Rennen in Dubai der Creventic 24 Stunden-Serie fest. Als ersten Fahrer für das Programm bestätigt das Team bereits jetzt den diesjährigen Lamborghini-Junior Brendon Leitch aus Neuseeland, der seit 2019 zum festen Fahrerkader von Leipert Motorsport zählt.
Leipert hatte bereits zu Beginn des Jahres die Rückkehr in die GT3-Szene mit einem Lamborghini Huracán GT3 evo bekannt gegeben. Gleich der erste Einsatz bei den 12h von Hockenheim endete für die Mannschaft auf dem Podium: das Quartett Brendon Leitch, Tyler Cooke, Fidel Leib und Seb Morris errang nach 382 absolvierten Runden Gesamtplatz 3 beim süddeutschen Enduro.
Die Lamborghini und Mercedes AMG GT4-Mannschaft aus Wegberg ist derzeit in der ADAC GT4 Germany und in der Lamborghini Supertropheo unterwegs. Derzeit sind in der deutschen GT4-Serie Marc de Fulgencio und Robin Falkenbach sowie im Lamborghini Markenpokal ab der nächsten Runde Yury Wagner, Seb Morris und Fidel Leib für das Team unterwegs. Schon 2011 in der ersten Saison der Blancpain Endurance Serie war man in der SRO-Meisterschaft mit bis zu 2 Lamborghini Gallardo LP600 GT3 unterwegs ehe man sich von da ab im Lamborghini Markenpokal engagierte.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Creventic 24h Serie
An diesem Wochenende startet mit der 22. Ausgabe der 24h von Barcelona die 5. Runde der Creventic 24 Stunden-Serie , die nach den Rennen in Dubai, Mugello, Le Castellet und Hockenheim nun wieder ein 24h-Event unter die Räder nimmt. 33 Teams finden sich auf der Nennliste des Events der heute mit den ersten freien Trainingsfahrten gestartet ist und der am Samstag gegen Mittag beginnt. 9 GT3-Mannschaften und ein GT3 mit Sonderzulassung in der neu eingerichteten P4 Klasse werden um den Gesamtsieg kämpfen.
Bei letzterem handelt es sich um einen nominiell von Car-Collection eingesetzten Audi R8 LMS GT3 evo2 (wir berichteten) der in Barcelona sein Renndebüt feiert und mit der Besatzung Patric Niederhauser, Christer Jöns, Nathanael Berthon und Martin Lechmann relativ stark besetzt ist. Aussichtsreichste Konkurrenten im Kampf um den Gesamtsieg dürften neben der Herberth Motorsport Mannschaft mit dem Seriensieger-Quartett Renauer/Renauer/Bohn/Allemann der Wochenspiegel Team Monschau by Phoenix Racing Ferrari F488 GT3 mit Daniel Keilwitz, Hendrik Still, Leonard Weiss, Jochen Krumbach und Georg Weiss und der IDEC Sport Mercedes AMG GT3 von Paul und Patrice Lafargue, Paul-Loup Chatin und Nicolas Minassian sein. Daneben starten noch ein Porsche von Dinamic Motorsport, ein älterer Ferrari F458 der spanischen Equipe von PCR Sport, 2 Audi von Rutronik Racing und Car-Collection der CP Racing AMG und ein zweiter Herberth Porsche. Somit werden sich je 3 Audi, und Porsche, 2 Ferrari und 2 AMG eine Schlacht um die Gesamtpodiumsplätze beim längsten spanischen Enduro im Automobilsport liefern.
In der GTX-Klasse kommen mit 4 KTM GTX (u.a. von True Racing und Reiter Engineering) , 2 Vortex und einem Porsche 7 weitere GT Boliden hinzu. 4 Teams (DUWO Racing MRS GT-Racing, Willi Motorsports und Speed Lover) kämpfen um den Klassensieg in der Porsche Cup-Klasse während in der GT4-Klasse nur 3 Mannschaften starten. Neben der STR Racing Truppe der kanadischen Rennamazone und Teamchefin Samantha Tan, die für nächstes Jahr einen Klassenumstieg mit 2 BMW M4 GT3 angekündigt hat, kommen das US-amerikanische RHC Joegensen Strom Team und ein Car-Collection Audi R8 LMS GT4 in der Klasse hinzu. Komplettiert wird das Feld von 6 TCR-Crews und 2 TCX-Autos unter denen sich erneut ein Ginetta der britischen CWS Engineering Mannschaft befindet.
Mit lediglich 3 spanischen Mannschaften im Teilnehmerfeld ist die nationale Bedeutung des von der niederländischen Creventic ausgerichteten längsten spanischen Langstreckenrennens überschaubar. Mit Herberth Motorsport, Wochenspiegel Team Monschau , Car-Collection MRS GT-Racing Rutronik Racing und Reiter Engineering kommen alleine doppelt so viele Mannschaften aus Deutschland (die zudem 3 mal so viel Autos am Start stellen). Dennoch dürfte trotz des überschaubaren Feldes wieder eine interessante Langstreckenschlacht ins Haus stehen.
Die letzte Ausgabe 2019 (vor Corona) gewann die britische Barwell Motorsport Truppe bei ihrem dritten Mannschafts-Sieg mit einem Lamborghini Huracán GT3 evo (dito 2016; 2013 gewann die Truppe zusätzlich mit einem Aston) . Davor trugen sich die Mannschaften von Ram Racing (AMG GT), die spanische NM Racing Mannschaft mit einem Ginetta, APO Racing mit einem Porsche-Cayman, die tschechische Ferrari-Mannschaft der Scuderia Praha, die Russian Bears Motorsport Ferrari-Truppe, sowie Schubert Motorsport mit einem BMW Z4 GT3 in die Siegerlisten des katalanischen Klassikers ein.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Le Mans ( WEC )
Die italienische Ferrari Mannschaft Iron Lynx und die italienische Formelmannschaft des Prema Powerteam aus Mailand haben eine Kooperation zum Aufbau eines Sportprototypenprogramms geschlossen. Die beiden Mannschaften hatten im Juli unter dem schweizer Label DC Racing Solutions SA ein Talentförderprogramm und eine Zusammenarbeit an gemeinsamen Projekten vereinbart. Eines der Programme soll nun ein LMP2-Programm mit einem Oreca in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft umfassen. Ein erster Oreca soll nun in Kürze an die italienische Formelmannschaft ausgeliefert werden. Laut Infomationen unserer Kollegen von Sportscar 365 soll auch eine zweiter Wagen bereits in Planung sein.
Iron Lynx hatte erst Anfang dieses Jahres ein umfangreiches Ferrari Programm in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft , der Europäischen Le Mans Serie, dem Michelin Le Mans Cup und dem Fanatec GT World Challenge Europe Endurance Cup powered by Amazon Web Services bekannt gegeben. Mit dem Sieg beim 24 Stunden Rennen von Spa-Francorchamps errang das Team den bis dato grössten Eerfolg.
Allgemein wird in den einschlägigen Medien spekuliert, das die italienische Mannschaft, die mit dem Bankier Claudio Schiavioni einen solventen Geldgeber und Kundenpiloten hat, sich mit dem Schritt in den Prototypensektor für ein potentielles zukünftiges LMH-Programm mit einem Top-Kunden-Ferrari-Prototyp in Stellung bringen will. Der Hersteller Ferrari, zu dem beide Mannschaften enge Beziehungen pflegen, hatte Ende Februar ein LMH-Projekt für den Kampf um Gesamtsiege an der Sarthe und in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft ab 2023 angekündigt.
Verfasst von Patrick Holzer. Veröffentlicht in Spezial Tourenwagen Trophy ( STT )
Nachdem es für Audi R8 LMS GT3 evo-Pilot Uwe Alzen beim Saisonstart in Oschersleben nicht rund lief, schlug der Titelverteidiger in Assen doppelt zu. Das erste Rennen entschied Alzen vor Jürgen Bender in der Corvette C7 GT3-R für sich, während im zweiten Heat Ulrich Becker auf der zweiten Position landete.
Uwe Alzen fackelte im ersten Rennen gar nicht erst lange. Schnell konnte der erfahrene Profi dem restlichen Feld wegfahren und seinen ersten Saisonsieg unter Dach und Fach bringen. Genau wie Alzen setzte sich auf Rang 2 Jürgen Bender gleich zu Beginn von seinen Verfolgern ab. Der Neckarsulmer bestätigte in Assen seine starken Eindrücke vom Saisonstart. Über 20 Sekunden machte Bender auf den drittplatzierten Henk Thuis im Pumaxs RT gut. Der Kampf um den letzten verbliebenen Podestplatz war besonders spannend. Denn zunächst setzte sich in der zweiten Runde Ulrich Becker (Porsche 991 GT3 R) nach einem Fahrfehler des Niederländers vor den Pumaxs. Doch Thuis blieb am Heck des Porsche dran und attackierte immer wieder. Dadurch rückte Stefan Wieninger, der erstmals im Audi R8 GT3 Evo antrat, immer näher an das Duo heran. In der sechsten Runde wechselten die Positionen erneut. In der Ruskenhoek setzte sich Thuis beim Anbremsen neben Becker, der dadurch gerade aus über die asphaltierte Auslaufzone musste. Durch das Manöver des Niederländers kam auch noch Wieninger vorbei. Während Becker im Überrundungsverkehr an Boden verlor, ließ Wieninger hinter Thuis nicht locker. Doch der 76jährige Niederländer spielte gegen Schluss seine ganze Routine aus und brachte den dritten Gesamtrang vor Wieninger unter Dach und Fach.
Kurios war dagegen das zweite Rennen am Sonntag. Auch auf noch nasser Strecke zog Alzen wieder davon, wurde aber nach zehn Runden vom Safety-Car eingebremst. Am Streckenrand hatten sich Gasflaschen entzündet, wodurch die Feuerwehr auf die Strecke musste. Die Löschaktion dauerte so lange, dass das Rennen hinter dem Safety-Car beendet wurde. Nachdem es im ersten Rennen für Ulrich Becker mit dem fünften Platz nicht nach Plan gelaufen war, wollte der Marler im zweiten Heat Wiedergutmachung betreiben. Im Sonntagsrennen war an diesem Wochenende aber irgendwie der Wurm drin. Der Marler verdrängte in der zweiten Runde Henk Thuis von Rang zwei, hatte jedoch wenig später wieder einen Verbremser. Wieder war Thuis vorbei. Wegen eines Gelbverstoßes bekam dieser jedoch eine Drivethrough aufgebrummt, die nach dem Rennen in eine 30 Sekunden Strafe umgewandelt wurde. Stefan Wieninger profitierte ebenfalls von der Zeitstrafe und sicherte sich damit seine erste Podiumsplatzierung in der STT. Und das gleich beim ersten Renneinsatz im neuen Audi R8 GT3 Evo.
Im ersten Rennen sah es lange Zeit danach aus, als könne Thomas König mit seinem Porsche 991 GT3 Cup in der Division 2 zum Sieg fahren. In der zweiten Runde hatte sich König vor Max Gruhn (Audi RS3 LMS TCR) gesetzt, als er sich wenige Runden vor Schluss einen Dreher leistete. Dadurch war nicht nur die starke neunte Gesamtposition verloren, sondern auch der Sieg in der Division 2. Den holte sich Max Gruhn. Der zweite Heat war dagegen eine klare Beute für Thomas König, der auf der schwierigen Strecke mitten unter die Division 1 Boliden fuhr. Als Gesamtfünfter und Sieger der Division 2 feierte König sein bis dato bestes Ergebnis in der Spezial Tourenwagen Trophy.
Ähnlich wie sein letztjähriger Meisterschaftskonkurrent Uwe Alzen beherrschte Ralf Glatzel im Ford Fiesta ST die Division 3. Zwei ungefährdete Siege brachten den Schwaben in eine gute Ausgangslage für die Titelverteidigung.
Den Piloten der Spezial Tourenwagen Trophy bleibt nur eine kurze Verschnaufpause. Bereits vom 17.-19. September geht es zum dritten Saisonlauf nach Hockenheim.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Blancpain Endurance GT Cup ( BES )
44 GT3 Wagen starten an diesem Wochenende bei der 4. Runde der SRO-Langstreckenserie des Fanatec GT World Challenge Europe Endurance Cups powered by Amazon Web Services (kurz FGTWCEEC by AWS) am Nürburgring. Die deutsche Runde der Langstreckenserie wird am Sonntag statt über 6h wie im Vorjahr (Bild) über 3h Dauer ausgetragen und gilt dabei als inoffizielle Revanche für die 24h von Spa-Francorchamps die ja zu Beginn des vergangenen Monats erstmals in der GT3-Ära an Ferrari gefallen waren. Es wird auf jeden Fall das grösste GT3-Feld des Jahres am Nürburgring starten.
18 Pro-Mannschaften, 14 Silver-Cup-Teams und 12 ProAm-Wagen (und kein Am-Team mehr!) treten am Wochenende in der Eifel an. Aufgeschlüsselt nach Herstellern sind 11 Mercedes AMG GT3, je 7 Audi R8 LMS GT3, Lamborghini Huracán GT3 evo und Ferrari F488 GT3, 4 Porsche 991 GT3 R, je 3 Aston Martin GT3 und BMW M6-GT3 sowie je ein McLaren 720 S GT3 und Bentley Continental GT3 sollen am Start stehen.
Seitens der deutschen Mannschaften starten 13 Wagen der Teams Attempto Racing , Walkenhorst Motorsport, Rinaldi Racing, Haupt Racing Team, GetSpeed Performance, SPS Automotive Performance, Toksport-WRT, Winward Racing und Allied Racing bei der Heimrunde in der SRO-Meisterschaft. Auf Seiten der deutschsprachigen Mannschaften kommen aus der Schweiz noch 3 Emil Frey Racing Lambos und ein Grasser Racing Team Lambo aus Österreich hinzu.
Und auch pilotenseitig werden viele Fahrer am Nürburgring ihr Heimrennen bestreiten: von den nominell etwa 130 Piloten kommen 21 aus Deutschland (die detaillierten Besatzungen sparen wir uns an dieser Stelle). Da eine Reihe von Stammfahrern die Runde am Ring wegen ihres DTM-Engagements verpassen müssen hat es daneben eine Reihe von Umbesetzungen gegeben. So musste Walkenhorst Motorsport gleich 3 Piloten ersetzen, weswegen Jake Dennis, Nick Yelloly und Nicky Catsburg neu zum FGTWCEEC-Kader hinzustossen. Insgesamt 7 Piloten mussten wegen der Terminüberschneidung ihre Sitze räumen.
Das Rennen am Ring, zu dem auch wieder Zuschauer zugelassen sind startet am Sonntag um 14.45 Uhr. Im Rahmenprogramm des Wochenendes sind u.a. die GT4-European Series, die TCR Europe und die Lamborghini Super Tropheo Europe.
Verfasst von Porsche Pressetext. Veröffentlicht in Porsche diverse (PSC etc.)
Exakt 300 Rennen hat der Porsche Mobil1 Supercup seit 1993 absolviert. Das Jubiläumsrennen des internationalen Markenpokals war eines der ereignisreichsten: Auf dem regennassen Formel-1-Kurs in Spa-Francorchamps siegte Dylan Pereira unbeeindruckt von zahlreichen Drehern und Ausrutschern der Kollegen sowie 3 Safety-Car-Phasen. Der Luxemburger wehrte dabei energisch die ständigen Attacken seines BWT Lechner Racing -Teamkollegen Ayhancan Güven ab. Laurin Heinrich (Nebulus Racing by Huber) komplettierte als schnellster Rookie im Feld der 32 Porsche 911 GT3 Cup das Podium.
Eine vorentscheidende Situation spielte sich bereits wenige Meter nach dem Start in der berühmt-berüchtigten Passage Eau Rouge ab. In der Anfahrt zur Eau Rouge setzte sich Pereira neben den von der Pole-Position gestarteten Larry ten Voorde aus dem Team GP Elite. Dabei berührten sich beide Fahrzeuge leicht – und der Niederländer drehte sich. Während der amtierende Meister sich auf Rang 13 wieder ins Feld einsortierte, übernahm Pereira die Spitze.
Aus Sicherheitsgründen hatte die Rennleitung nach einem weiteren Dreher im Feld das Safety-Car auf die Strecke geschickt. Beim Restart sah Porsche Junior Ayhancan Güven die Chance zur Attacke auf Spitzenreiter Pereira. Der hielt jedoch dagegen und verteidigte die Spitze. Anschließend setzten sich die beiden Neunelfer aus dem Team BWT Lechner Racing vom Feld ab, ohne dass Güven noch einmal einen erfolgversprechenden Angriff auf den Teamkollegen starten konnte. Dahinter gingen die Positionskämpfe dagegen munter weiter, nicht immer ohne Feindkontakt. Einer der Leidtragenden war Jaxon Evans . Der von Startplatz drei ins Rennen gegangene Tabellenzweite im Martinet by Alméras-Porsche wurde von einem Konkurrenten umgedreht – vorbei die Chance, Punkte auf den Gesamtführenden Larry ten Voorde aufzuholen.
Hauptdarsteller im Kampf um Rang drei waren stattdessen der Österreicher Christopher Zöchling (FACH AUTO TECH), die Deutschen Laurin Heinrich und Leon Köhler (beide Nebulus Racing by Huber) sowie Max van Splunteren (Team GP Elite) aus den Niederlanden. Die Positionskämpfe innerhalb dieser Vierergruppe wurden durch eine zweite, von Drehern ausgelöste Safety-Car-Phase nur kurz unterbrochen. Als die Rennleitung das Sicherheitsfahrzeug aufgrund eines im Kiesbett gestrandeten Fahrzeugs ein drittes Mal auf die Strecke schickte, lag Heinrich auf Position drei hinter Pereira und Güven. Weil das Rennen hinter dem Safety-Car beendet wurde, änderte sich an dieser Reihenfolge nichts mehr.
Mit seinem ersten Sieg in der laufenden Saison verbesserte sich Dylan Pereira auf Tabellenrang drei hinter Larry ten Voorde und Jaxon Evans. Dafür erhielt der Luxemburger ebenso wie Rookie-Gewinner Laurin Heinrich und der Monegasse Nicolas Misslin (Lechner Racing Middle East) als bestplatzierter ProAm zusätzlich zu den üblichen Pokalen einen Lorbeerkranz – eine stilvolle Hommage an die seit 1993 andauernde Historie des Porsche Supercup.
Schon am nächsten Wochenende startet der Porsche Mobil 1 Supercup im Rahmen des Großen Preis der Niederlande (3. bis 5. September 2021). Und tatsächlich gibt es auch nach 28 Jahren Supercup noch Premieren: In Zandvoort gastiert der Markenpokal zum ersten Mal.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Sonstige GT
Parallel zu der 10. Ausgabe der Gulf 12 hours plant die irische Driving Force Events Gruppe um den italienischen Promotor Andrea Ficarelli in diesem Jahr einen zweiten Event in der Golfregion. Während die Jubiläumsausgabe des 12h Rennens in Abu Dhabi auf den Januar 2022 verschoben wurde (wir berichteten) soll am ursprünglichen Termin 4 Wochen zuvor nun ein weiterer Event auf dem Bahrain International Circuit ausgerichtet.
Das „Bahrain ProAm 1000“ ist vom Format her als 1000km-Rennen ausgelegt und soll den Gentleman-Piloten die in der Mehrzahl die Besitzer von Sportwagen der GT3, GT4 und Cup-Kategorie sind ein neues attraktives Betätigungsfeld eröffnen. Der am 11 Dezember 2021 geplante Event soll lauft Ficarelli zum einzigen GT Langstreckenrennen avancieren das exklusiv für Pro-Am-Besatzungen (also Amateurfahrer mit professioneller Unterstützung) massgeschneidert ist, um jedem Amateur eine Chance auf den Gesamt- (GT3) oder Klassensieg (GT4/Cup) zu ermöglichen. Die klassische 1000km-Distanz würde dabei 185 Runden auf dem F1-Kurs entsprechen.
Das neue Format folgt einem Pilotevent der im Januar diesen Jahres auf dem Kurs absolviert wurde und der als Gulf 12 hours Bahrain leider pandemiebedingt nur ein sehr übersichtliches Feld am Start sah (Bild). Mit dem Bahrain Pro-Am 1000, dem 10 Gulf 12 hours den eine Woche daruf stattfindenden 24h von Dubai der Creventic Gruppe und dem 1 Woche danach angesetzten 6h von Abu Dhabi der Creventic Gruppe ergäbe sich für europäische Teams die Möglichkeit 4 Langstreckenrennen über insgesamt etwa 48h Distanz innerhalb von 6 Wochen zu absolvieren. Somit könnte man eine volle Wintersaison in den arabischen Golf-Anrainerstaaten absolvieren, was die Kosten für eine Verschiffung des rollenden Materials (die in Ermangelung einheimischer Teams aus der Region für die Piloten nötig wird) angesichts einer potentiellen Vervierfachung der Cockpitplätze lukrativer werden lässt.
Andrea Ficarelli, Chef der Driving Force Events-Gruppe, glaubt an den Erfolg des neuen Konzepts: “Der Langstrecken-Motorsport verdankt seine Existenz und seinen Erfolg der Leidenschaft von Tausenden von Amateur- und Semi-Profi-Fahrern. Wir glauben, dass es an der Zeit ist, eine neue Veranstaltung ins Leben zu rufen, die ganz auf diese Fahrer zugeschnitten ist, und zwar auf einer der renommiertesten Rennstrecken der Welt.”