Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Sonstige GT

Mit einem dominanten Sieg von Audi ist am Wochenende die vorletzte Runde der Intercontinental GT Challenge 2018, die 10h von Suzuka in Japan zu Ende gegangen. Mit dem Sieg des Belgian Audi Sport Team WRT Audi R8 LMS GT3 von Dries Vanthoor, Kelvin van der Linde und Frederic Vervisch holte sich Audi nach 275 absolvierten Runden den Sieg mit einem Vorsprung von 40,367s vor dem Gruppe M Racing Mercedes AMG GT3 von Maro Engel , Maximilian Buhk und Raffaele Marciello. Auf Rang 3 kam 3,4s dahinter der Porsche 991 GT3 R des chinesischen Absolute Racing Teams mit den Bathurst-Siegern Dirk Werner, Dennis Olsen und Matt Campbell ins Ziel.
Zwar hatte BMW mit der Pole des Schnitzer Motorsport BMW M6-GT3 das Rennen zu Beginn angeführt, jedoch nach der ersten Rennstunde, in der der zweite M6 von Walkenhorst Motorsport nach einer Kollision als erster Ausfall des Rennens aufgeben musste,
übernahm der belgische Audi das Kommando an der Spitze. Ein ungewöhnlich konservatives Reifenmanagement und niedrigere Streckentemperaturen als wie im Vorjahr kamen der besten R8-Crew im Feld entgegen, so das man den Vorsprung sukzessive ausbauen konnte. Der Schnitzer-Crew kam zudem eine Durchfahrtsstrafe in die Quere so das man sich am Ende mit P5 zufrieden geben musste.
Das Rennen wurde recht eng ausgetragen: am Ende lagen 9 der 32 mit der Zielflagge abgewunkenen Wagen noch in der Führungsrunde. Auf Rang 4 verpasste mit nur 4s Rückstand auf dem Porsche der Craft Bamboo Racing Mercedes AMG GT3 von Maximilian Götz und Luca Stolz knapp das Podium , wobei man sich aber mit nur 1,6s Vorsprung auf den von der Pole gestarteten Schnitzer Motorsport BMW M6-GT3 von Martin Tomczyk
und seinen Copiloten Yelloly & Farfus behaupten konnte. Noch enger ging dahinter der Kampf um P6 zwischen dem #35 KCMG-Nissan GT-R Nismo GT3 und dem Absolute Racing Audi R8 LMS GT3 von Christopher Haase, Markus Winkelhock und Christopher Mies aus, wo der Nissan sich 0,278s vor dem Audi über die Ziellinie retten konnte. Die letzten Wagen auf der Führungsrunde waren der #107 Bentley und der #44 Strakka Racing Mercedes AMG GT3.
Die Silver-Wertung gewann auf Gesamtrang 12 der von Black Falcon eingesetzte SunEnergy1-Racing Mercedes AMG GT3 von Nico Bastian Mikael Greiner und Kenny Habul mit 274 absolvierten Runden, der mit 3 Runden Vorsprung vor der Callaway Competition with Bingo-Racing Corvette C7 GT-R von Markus Pommer und seinen beiden japanischen Co-Piloten Takei/Ogawa ins Ziel kam. Die Pro-Am-Klasse gewann auf Gesamtrang 20 der Strakka Racing Mercedes AMG GT3 von Dominik Baumann, Christina Nielsen und Adrian Henry de Silva. Am-Sieger wurde auf Gesamtrang 25 der japanische Sato-SS Sports Mercedes AMG GT3 des japanischen Trios Sato/Yamashita/Kubo.
Mit den 9h von Kyalami findet das Finale der Intercontinental GT Challenge 2019 am 21-23 November statt.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Le Mans Series ( LMS )
Mit
39 Wagen startet die Europäische Le Mans Serie am kommenden Samstag in Silverstone in ihre 4.Runde. Somit steht das bislang kleinste Feld in diesem Jahr am Start was aber angesichts der immer noch eindrucksvollen Teilnehmerzahl als Beweis der Stärke des Championats angesehen werden kann – immerhin kommt der „Hauptact“ des Wochenendes, die FIA Langstrecken Weltmeisterschaft - mit 8 Autos weniger daher.
Im Vergleich zur 3. Runde in Barcelona fehlen die beiden Porsche von Project 1 und Ebimotors. Dafür setzt Proton Competition einen zusätzlichen Porsche mit der #88 ein, auf dem aber ähnlich wie in der WEC bislang lediglich Thomas Preining als Pilot genannt worden ist. Auch fehlt der in Spanien erstmals eingesetzte ACE1-Villorba Corse LMP3. Somit werden am Wochenende 18 LMP2, 14 LMP3 und 7 GTE erwartet.
In der LMP2-Klasse haben wie bereits an dieser Stelle berichtet United Autosports und Panis-Barthez Competition je einen ihrer Ligier JS P217 LMP2 gegen einen Oreca getauscht. Algarve Pro hat Oliver Pla als Ersatz für Mark Patterson verpflichtet und an Bord des #27 Idec Sport Ligier kehrt Erik Maris ans Steuer zurück. Bei Inter-Europol Competition steht wie berichtet der Österreicher Lukas Dunner vor seiner LMP2-Premiere, nachdem er den Sitz vom Spanier Dani Clos übernommen hat. BHK Motorsports tritt in Silverstone mit einem 3. Piloten in Form des Briten Gary Findlay an.
An Bord des #8 Nielsen Racing LMP3 kehrt der Japaner Nobuya Yamakata zurück, was die einzige Änderung in der LMP3 markiert. Über die o.a. Änderungen in der GTE hinaus vertritt auf dem #60 Kessel-Ferrari der Italiener Nicola Cadei seinen verhinderten Landsmann Claudio Schiavoni.
Das Rennen in Silverstone findet am Samstag um 14.30 Uhr Ortszeit (15.30 Uhr MEZ) statt und wird auf der Website der Europäischen Le Mans Serie sowie deren Youtube-Kanal übertragen.
Verfasst von Rene Jüptner. Veröffentlicht in Blancpain Sprint Serie ( BSS )
28 Autos stehen auf der letzten veröffentlichten Starterliste für die vom 30.8-1.9. stattfindende GT World Challenge Europe am Nürburgring.
Die Runde im Schatten der Nürburg ist die vorletzte der Meisterschaft. Einen Gaststart absolvieren Stephen Earle/Rory Penttinnen die einen von Kessel Racing eingesetzten Ferrari steuern werden. Anstatt Frank Stippler wird am Ring Jamie Green an der Seite von Kim-Luis Schramm im #5 Phoenix Racing R8 LMS sitzen.
Luca Stolz/Maro Engel im #4 Black Falcon AMG GT3 führen durch ihre sehr konstanten Ergebnisse mit 61,5 Punkten die Meisterschaft an. Man fuhr in jedem Rennen in die Top 4 und siegte im Hauptrennen von Brands Hatch.
Mit 53 Punkten – also 8,5 Punkte Rückstand – sind es Andrea Caldarelli/Marco Marpelli, die sich den #563 FFF Lamborghini teilen, auf P2 der Pro-Klasse. Mit weiteren 10,5 Punkten Rückstand folgen auf Platz 3 Raffaele Marciello/Vincent Abril im #88 AKKA ASP AMG GT3.
Damit ist der Kampf um die Meisterschaft noch voll im Gange und es wird interessant sein wie viel Risiko die jeweiligen Fahrer am Nürburgring eingehen, denn schon eine Woche später steht das Finale der GT World Challenge Europe auf dem Hungaroring an. 
Thomas Neubauer/Nico Bastian #89 AKKA ASP AMG GT3 führen mit 15 Punkten vor Hugo de Sadeleer/Aaro Vainio den Silver Cup schon relativ deutlich an.
In der Pro-Am Klasse trennen die ersten beiden Fahrerpaarungen 10,5 Punkten. P1 geht an Phil Keen/Hiroshi Hamaguchi #519 FFF Lamborghini vor dem #333 Rinaldi Racing Ferrari mit Rinat Salikhov/David Perel.
Verfasst von Timo Schumacher. Veröffentlicht in Creventic 24h Serie
Am Wochenende steht mit dem 24 Stunden Rennen von Barcelona die sechste Runde der 24h Serie auf dem Programm. 48 Fahrzeuge haben genannt, deren 29 in der GT- und 19 in der TCE-Wertung.

Die Gesamtsieganwärter kommen wie üblich aus der A6 genannten GT3-Kategorie. In der Pro-Wertung sind die "Dauersieger" von Bohemia Energy racing with Scuderia Praha (Ferrari 488 GT3), GPX Racing und Frikadelli Racing (beide Porsche 911 GT3 R) sowie Barwell Motorsport (Lamborghini Huracan GT3 Evo 2019) gemeldet. Die Frikadelli Racing-Mannschaft sucht nach dem Einsatz beim ADAC GT Masters nun auch in der 24h Serie nach etwaigen Alternativen/Ergänzungen zum VLN-Programm. Mit 8 Fahrzeugen doppelt so stark besetzt ist die Amateur-Wertung der A6. Zwei Mercedes-AMG GT3 (Hofor Racing, CP Racing), zwei Audi R8 LMS Evo 2019 (beide von Car Collection Motorsport), zwei Porsche 911 GT3 R (beide von Herberth Motorsport) treffen auf den Ferrari 488 GT3 vom Wochenspiegel-Team sowie einen Renault RS01 der niederländischen Equipe Verschuur.
In der SPX finden wir fünf Starter. Ein Vortex V8, ein MARC II V8 und ein Porsche 911 GT3 Cup MR vom deutschen Team Clickvers.de treffen auf zwei KTM GTX, die diesmal von einem 2,5 Liter-Motor angetrieben werden. Die SP4 sieht einen Ligier JS2 R, die Klasse 991 sieben Porsche 991 GT3 Cup und die Klasse GT4 zwei BMW M4 GT4 sowie je einem Aston Martin Vantage AMR GT4 und einen Porsche Cayman 718 GT4.
Größte Klasse ist die in der TCE-Wertung startende TCR: 12 Boliden vom Type Cupra/Seat (5), VW Golf GTI TCR (4), Audi RS3 LMS (2) und Peugeot 308 Racing Cup (1) treten gegeneinander an. Die vom Speed her der GT4 ähnelnde SP3-Klasse hat vier Starter (BMW, Ginetta, KTM, Porsche), die kleinste Klasse A3 drei Starter (BMW und Honda).
Nach drei Test-Sessions von insgesamt 11 Stunden Länge am Donnerstag und Freitag sowie einem freien Training wird auf der Veranstalter-Seite und dem Youtube-Kanal ab dem Qualifying am Freitag um 16:45 und dem Nacht-Training um 21:00 am Freitag live übertragen. Das Rennen beginnt am Samstag um 12 Uhr.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Le Mans ( WEC )
Toyota bekommt
im Rahmen einer EoT-Anpassung für den Saisonstart in Silverstone zusätzliche 14kg eingeladen. Das haben unsere amerikanischen Kollegen von Sportscar 365 berichtet. Damit starten die beiden TS050 Hybrid LMP1 mit einem Gesamtgewicht von 932kg in das Rennen, während die beiden Rebellion Racing R13 mit 824kg 108kg leichter und die Ginetta G60-LT-P1 AER mit 833kg 99 kg leichter als die Hybrid-Wagen ins Rennen gehen dürfen.
Zum Vergleich: vor einem Jahr in Silverstone waren die beiden japanischen Werks-Hybrid-Autos mit 878kg – also 54kg leichter – unterwegs während die Saugmotor-LMP1 von Rebellion Racing mit 811kg (13kg leichter) und die Turbo-LMP1 auch damals schon mit 833kg eingestuft waren. Allerdings sorgten aufgrund dieser Gewichtsunterschiede die Einheitsreifen die Michelin den LMP1-Teams lieferte und die auf das höhere Gewicht der Toyotas zugeschnitten waren, im Endeffekt für einen Performance-Nachteil der privaten LMP1-Teams.
Verfasst von Patrick Holzer. Veröffentlicht in Spezial Tourenwagen Trophy ( STT )
Beim
Spezial Tourenwagen Trophy-Wochenende auf dem TT Circuit Assen fuhr Ulrich Becker im Porsche 997 GT3 R zum Doppelsieg. Der Marler ließ im ersten Durchgang Jürgen Bender in der Corvette Z06.R GT3 hinter sich. Im zweiten Rennen verwies er den Mercedes AMG GT3 Piloten Josef Klüber auf Platz 2. Bender belegte nach anfänglicher Führung Platz 3.
Becker ließ kaum Zweifel an seinen beiden Siegen aufkommen. Im ersten Quali dominerte er mit fast schon beängstigenden 2,5s Abstand auf Rang zwei. Das zeigte sich auch im ersten Rennen am Samstag. Da fuhr Becker vorneweg. Weder Jürgen Bender noch Josef Klüber konnten dem souveränen Sieger folgen. Für Jürgen Bender wäre es dahinter fast noch eng um Platz 2 geworden. Denn Klüber kam gegen Rennende immer näher. Am Ende waren es 0,664s die auf den zweitplatzierten Corvette-Piloten fehlten.
Nach
Startfreigabe des 2.Laufs donnert Bender an Becker vorbei zur Führung. Die verteidigte der Neckarsulmer 3 Runden lang, ehe Becker beim Herausbeschleunigen vorbeizog, nachdem sich ein Zylinder an der Corvette verabschiedet hatte. Das brachte Becker seinen nächsten Gesamtsieg ein. Nummer vier in Folge und der bereits fünfte in dieser Saison. Die Probleme bei Bender konnte auch Josef Klüber nutzen, der sich dadurch den zweiten Gesamtrang sicherte.
Die vierte Gesamtposition ging jeweils einmal an Torsten Klimmer (Porsche 991 GT3 Cup) und Jörg Lorenz (Porsche dp 935). Damit brachte sich Porsche-Pilot Klimmer weiter in die Favoritenstellung auf den Meistertitel. Einer, der Klimmer eventuell einen Strich durch die Rechnung machen könnte, wäre Gerhard Ludwig - wenn dessen Toyota MR2 einmal richtig läuft! Im Qualifying zeigte der Toyota-Pilot durchaus, dass Klimmer den spektakulären MR2 im Auge behalten muss. Zumindest in der ersten Runde setzte sich Ludwig vor Klimmer, ehe der Porsche dann doch davon zog. Ein starker fünfter Gesamtrang sowie Platz zwei in der Division 2 weckten Lust auf mehr.
Nach dem heißen Augustwochenende geht es für die Spezial Tourenwagen Trophy in rund einem Monat weiter. Dann steht ein weiteres Highlight im Programm. Im Rahmen der europäischen NASCAR Serie wird beim American Fan Fest vom 19.-22. September auf dem Hockenheimring gefahren.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Nürburgring Nordschleife (24h & VLN)
Der
ADAC Nordrhein hat gestern den Termin des Qualifikationsrennens zum 24 Stunden Rennen am Nürburgring 2020 bekannt gegeben. Der Prolog, bei dem Teams und Fahrer eine letzte Chance haben, sich und ihre Einsatzfahrzeuge auf das 24h-Rennen einzuschießen, wird am 25. und 26. April 2020 durchgeführt. Er ist damit wieder gut einen Monat vor dem 24h-Rennen, dessen Termin am Himmelfahrtswochenende - 21. bis 24. Mai 2020 - durch eine langjährige Vereinbarung mit dem Nürburgring bereits feststeht.
In diesem Jahr fand das Qualirennen am 18-19.5 statt während das 24h-Rennen am 20-23.6 – eine Woche nach den 24h in Le Mans – ausgetragen wurde. Während der Termin des 24h-Klassikers am Ring in diesem Jahr nicht mit einem internationalen Top-Event kollidiert wäre, sorgt der Termin des Qualirennens auf den ersten Blick für Kopfzerbrechen. Am letzten April-Wochenende (26-28 April) fand in diesem Jahr der ADAC GT-Masters-Saisonauftakt in Oschersleben statt. Schon die letzten 2 Jahre kollidierte das Qualifikationsevent jeweils mit der 2. Masters-Runde in Most. Da aber der ADAC seine nächstjährigen Kalender noch nicht fixiert hat, keimt beim Gros des deutschen GT3-, GT4-, PCC- und TCR-Pilotenfeldes und vielen potentiellen Teilnehmerteams zumindest noch die Hoffnung das eine unglückliche Terminkollision wie in den Vorjahren noch vermieden werden kann.
Nach dem im Vergleich relativ „späten“ 24h-Rennen im Juni diesen Jahres, kehrt das traditionsreiche Event auf der Nordschleife im Jahr 2020 noch einmal zum langjährigen Rhythmus zurück: Der Prolog findet im April beim 24h-Qualifikationsrennen statt, der Höhepunkt des Jahres auf der längsten Rennstrecke der Welt erfolgt einen Monat später. Auch die Abläufe beim zweitägigen 24h-Qualirennen bleiben voraussichtlich beim bewährten Prinzip: Freies Training am Samstag, erstes Qualifying in den Abendstunden, am Sonntag dann zweites Qualifying, Einzelzeitfahren um die Pole-Position und die Startaufstellung zum 6h-Rennen in schneller Abfolge.
Über 100 Teams nutzten in diesem Jahr die Testgelegenheit, bei der es zudem um begehrte Plätze im Top-Qualifying der 24h geht. Ob es 2020 mehr werden können, hängt dabei nicht zuletzt von der Kalenderplanung des ADAC-Dachverbandes für die Masters-Wochenenden ab, die dieser hoffentlich im Intresse seiner zahlreichen Kundenteams sowie vieler deutscher Top- und Privatpiloten entsprechend für 2020 aufstellen muss.
Auch die Termine der 24h-Rennen in den kommenden Jahren stehen bereits fest: Sie beruhen auf einer bereits vor zwei Jahren erzielten Einigung zwischen Nürburgring und ADAC Nordrhein und stellen sicher, dass die weiteren 24h-Rennen bis zum Jahr 2023 inklusive im Juni stattfinden:
25. – 26. April 2020: ADAC Qualifikationsrennen 24h-Rennen
21. – 24. Mai 2020: 48. 24h-Rennen (Christi Himmelfahrt)
3. – 6. Juni 2021: 49. 24h-Rennen (Fronleichnam)
16. – 19. Juni 2022: 50. 24h-Rennen (Fronleichnam)
8. – 11. Juni 2023: 51. 24h-Rennen (Fronleichnam)
Verfasst von Annette Laqua. Veröffentlicht in Sonstige GT (D/A)
Bei
seinem ersten Start im Audi Sport Seyffarth R8 LMS Cup feierte Maximilian Paul auf dem 4,57km langen Eurospeedway Lausitzring seinen ersten Triumph. Der 19-Jährige, der etatmäßig für T3-Motorsport im ADAC GT-Masters fährt und im Vorjahr bereits Rennen im Cup absolvierte, holte sich die Führung in der 2.Runde, setzte sich dann immer weiter vom Verfolgerfeld ab und sah die Ziellinie schließlich 3,679s vor Rahel Frey . Robin Rogalski, Tabellenführer des Audi R8 Cup, freute sich nach einem über viele Runden andauernden, engen Duell mit Vorjahreschampion Kris Heidorn über den 3.Platz.
Am Vormittag mussten die Piloten bereits zum Qualifying antreten, in dem niemand schneller war als Maximilian Paul. Rahel Frey eroberte den zweiten Platz vor Kris Heidorn, der wie Paul erstmals in diesem Jahr einen Audi R8 LMS GT4 bewegte. Robin Rogalski musste sich mit Rang 4 zufrieden geben, gefolgt von Rudolf Rhyn, Tim Reiter und Mike Hesse.
Am Start
zum 7.Saisonrennen, der am Nachmittag erfolgte, präsentierte sich die Niederlausitz sommerlich warm. Rogalski schob sich vom 4,Startplatz an die Spitze, konnte diese Position aber nicht lange halten. Schon in Umlauf 2 überholten ihn Paul und Frey, während Heidorn sich noch hinter ihm anstellen musste. Der 30-Jährige versuchte in den folgenden Runden alles, an Rogalski vorbeizuziehen, doch der verteidigte seine dritte Position geschickt. Erst in der 13. Runde konnte er durchatmen, als Heidorn nach einem Reifenschaden vorzeitig aufgeben musste. Vorne gelang Paul unterdessen ein schnellster Sektor nach dem anderen und er vergrößerte seinen Vorsprung auf seine Verfolgerin Frey immer weiter. Auch in der Schlussphase des Rennens ließ der Dresdener nicht nach und durfte sich nach 16 Rennrunden über seinen ersten Triumph im Audi Sport Seyffarth R8 LMS Cup freuen.
Hinter Frey und Rogalski wurde Rudolf Rhyn abgewinkt, nachdem er sich vor Tim Reiter halten konnte. Reiter lauerte lange auf eine Chance, den 21 Jahre alten Schweizer zu überholen, doch der machte keinen Fehler. Jedrzej Szczesniak und Max Zschuppe erreichten die Ziellinie auf P6 & P7 vor Christian Wicht, dem besten Vertreter der Am-Klasse. Tom Spitzenberger und Mike Hesse komplettierten die Top Ten.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Le Mans ( WEC )
Nach
dem gestrigen Überblick über das LMP-Feld der WEC-Saison 2019/20 wollen wir heute das GTE-Feld unter die Lupe nehmen: 6 GTE-Pro und und 11 GTE-Am-Teams (Vorsaison: 10 Pro/8 Am) sind für den Saisonauftakt der kommenden Saison am kommenden Wochenende in Silverstone in der Langstrecken-WM gemeldet. Rein von den Zahlen her hat man also das Level in etwa gehalten...
In der Werks-Klasse der Pro-Autos fehlen nun Ford - nach dem Ende ihres 3-Jahres-Programms - und BMW die lediglich eine Saison in der ACO-Top-Liga durchgehalten haben. Die Dauergäste Ferrari, Porsche und Aston Martin bleiben weiterhin der Klasse treu. Bei Ferrari musste Sam Bird seinen Sitz nach Kalenderüberschneidungen mit der Formula E räumen und wird auf der #71 nun von Miguel Molina an der Seite von Davide Rigon ersetzt. Alle 5 anderen Autos (#51 Ferrari: Calado/Pierguidi; Porsche mit Lietz/Bruni und Christensen/Estre; Aston Martin mit Thiim/Soerensen und Lynn/Martin) behalten ihre Besatzungen aus der Vorsaison bei.
Interessanter
wird’s bei den GTE-Am-Mannschaften. 5 Porsche (je 2*Dempsey-Proton, je 2 Project 1 und der Gulf-Racing Porsche) 4 Ferrari und 2 Aston Martin Vantage AMR GTE werden hier das Feld bilden. Während Proton Competition seine beiden Porsche beibehält (bestätigt sind bis dato erst Ried/Campbell/Pera auf der #77 und lediglich Thomas Preining auf der #88) und Gulf Racing Wagenbesitzer Mike Wainwright und seinem Stammpartner Ben Barker Andrew Watson als neuen Silberpiloten zur Seite stellt, rüstet die letztjährige Meistermannschaft der Klasse Project 1 wie bereits berichtet auf einen 2.Wagen auf, wobei es wohl nicht wenige Fans vielleicht lieber gesehen hätten wenn Keating/Fraga/Bleekemolen mit einem private Ford GT das Feld aufgepeppt hätten. Doch der ACO hat dessen Nennung verweigert und ein weiterer von einem deutschen Team eingesetzter 911´er ist sicherlich nicht die schlechteste Alternative im Feld.
In der
Riege der sämtlichst von AF Corse eingesetzten Ferrari F488 gibt es einen Neuzugang. Während der letztjährige Spirit of Race Ferrari um Kundenpilot Thomas Flohr mit unveränderter Besatzung (Fisicella & Castellacci) nun als AF-Corse Entry firmiert und der letztjährige TDS Racing LMP2-Pilot Francois Perrodo mit Emanuel Collard und Nicklas Nielsen den zweiten AF Corse-Entry übernimmt, sowie MR-Racing mit Kundenpilot Ishikawa, Oliver Berertta sowie dem AsLMS-Meister Kei Cozzolino als Neuzugang zurück kehrt, wird die britische Red River Sport Mannschaft einen F488 mit Johnny Mowlem, dem irischen Silber-Piloten Charles Hollings und dem britischen Kundenpilot Bonamy Grimes neu in der WM aufschlagen.
Weiterhin
dabei sind die beiden Aston Martin die nun als neue Vantage AMR GTE daher kommen. Auf der #98 hat sich Paul dalla Lana zum Leidwesen der deutschsprachigen Fans von Mathias Lauda getrennt und statt seiner den Silber-Piloten Ross Gunn verpflichtet. Der TF Sport-Aston geht hingegen - abgesehen von der Farbe (Bild) -unverändert mit dem Trio Yoluc/Eastwood/Adam ins Meisterschaftsrennen.
Nach den Meistertiteln in der Vorsaison gehen die verschiedenen Porschemannschaften mit einem Favoritenstatus ins Rennen. Dennoch darf man auf die sicherlich geänderte BoP gespannt sein. Zumindest in der GTE-Am-Klasse, die das grösste Feld der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft aufweist, dürfte die Kategorie ein Garant für spannende Auseinandersetzungen in den Rennen sein.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Le Mans ( WEC )
In
weniger als einer Woche beginnt mit den 4h von Silverstone die erste Runde der FIA Langstrecken Weltmeisterschafst-Saison 2019/20. Nach der Superseason 2018/19 die 15 Monate dauerte und einmalig 2 Le Mans Rennen beinhaltete, wird sich das Feld der ranghöchsten Sportwagenserie weltweit nun auf den neuen Rhythmus von 8 Läufen in 10 Monaten einstellen müssen.
6 LMP1, 8 LMP2, 6 GTE-Pro und 11 GTE-Am-Teams – also insgesamt 31 Wagen - stehen für den Saisonauftakt bei dem auf 4h Renndauer verkürzten Lauf in Silverstone parat. Damit kommt der Hauptact beim traditionellen ACO-Rennwochenende in den britischen Midlands deutlich gekürzt daher – denn neben einem leicht verkleinerten Feld (31 statt 34 Autos im Vorjahr) musste nun auch die Renndauer von 6h nach einem angeblichen Fanvotum dafür über die Klinge springen - damit hat man deutlich mehr Zeit für ein hoffentlich noch umfangreicheres Rahmenprogramm wie im Vorjahr (lediglich die F3-EM und die ELMS starteten dort) gewonnen...
Schauen wir heute mal auf das LMP-Feld: 6 LMP1-Boliden (Vorjahr: 8) stehen beim britischen Traditionslauf um die Tourist Trophy am Start. Den beiden Toyota TS050 Hybrid von Mike Convay, Kamui Kobayashi und José-Maria Lopez sowie Sebastian Buemi, Kazuki Nakajima und Brendon Hartley treffen auf die Rebellion-R13 der Trios Senna/Menezes/Nato und Berthon/Derani/Duval. Inwieweit das Team LNT mit den beiden Ginetta-AER der Besatzungen Robertson/Hanley/Oroudzhev und Simpson/Dyson/Smith in der Lage ist, nach der mehr als spärlichen Saison 2018/19 überhaupt um Podiumspätze zu kämpfen und sich nicht von den LMP2 verprügeln zu lassen wird Silverstone als erster Gradmesser in der Saison zeigen müssen. Verloren hat man mit SMP und Dragonspeed dagegen sämtliche BR1-Einsatzteams.
Zum LMP2-Feld: 7 Oreca und
ein einsamer Dallara sind für die kommende Saison in der WM eingeschrieben. Das bedeutet fast schon ein Markenpokal-Feeling für die kleine Prototypenklasse, die zumindest von einem angedeuteten Reifenkrieg ein wenig belebt wird: 3 Goodyear-Teams (die amerikanischen Marke übernimmt in der WM die Dunlop-Infrastruktur) und 5 Michelin-Teams werden zumindest 2 verschiedene Reifenkontingente in die Schlachten der 8.WEC-Saison werfen. United Autosports - mit dem Trio Hanson/Alburquerque/Di Resta in der WM engagiert – , High Class Racing (Fjordbach/Yamashita/Patterson), Cool Racing mit dem Trio Lapierre/Borga/Coigny und die italienische Dallara-Kundenmannschaft Lacorte/Belicchi/Sernagiotto von Cetilar Racing sind jeweils Neueinsteiger in der Meisterschaft, wobei alle 4 Mannschaften aus der Europäischen Le Mans Serie aufgestiegen sind. Jota mag zwar ebenfalls ein neuer Name sein, doch ist das Auto und dessen Einsatzteam mit dem 2. Jackie Chan Racing Oreca aus dem vergangenen Jahr identisch, dessen Besatzung sich aus Roberto Gonzalez, Anthony Davidson und dem als Ersatz für den ursprünglich anvisierten Pastor Maldonado verpflichteten Antonio Felix da Costa zusammen setzt.
In der Meisterschaft verbleiben somit nach der Superseason lediglich 3 der 7 letztjährigen Mannschaften. Signatech-Alpine die ihren Oreca immer noch als Alpine A470-Gibson bezeichnen dürfen und mit Thomas Laurent, André Negrao und Pierre Ragues nur einen Stammfahrer aus dem Vorjahr übernommen haben, Jackie Chan DC die neben Ho Pin Tung und Gabriel Aubry nun auch Will Stevens mit an Bord genommen haben und das vom Dallara-Lager in die Truppe der Oreca-Teams gewechselte Racing Team Nederland, wo Wagenbesitzer Frits van Eerd und Giedo van der Garde den aktuellen G-Drive-piloten Job van Uitert als Ersatz für den letztjährigen Nick de Vries verpflichtet haben. Aussteiger aus dem Meisterschaft sind Larbre, Dragonspeed und TDS Racing.
Schaut man sich die Fahrer-Einstufungen und -Besatzungen an so kommt man zu dem Schluss das sich der Kampf um LMP2-Klassensiege in diesem Jahr wohl nur zwischen den Crews von Signatech , Jackie Chan DC, Jota und United Autosports abspielen wird.
Mit „weak-links“ im Lineup werden das Racing Team Nederland, High Class Racing, Cool Racing und Cetilar Racing es schwer im Kampf um Podiumsplätze haben.
Das ist aber immer noch ausgeglichener als der Kampf um die LMP1-Plätze, wo lediglich den beiden Rebellions ein Kampf um den letzten Podiumsplatz hinter den beiden Toyotas zugestanden wird. Um diese Saison nicht zu öde werden zu lassen hat der ACO im Vorfeld eine eche BoP zusätzlich zur EoT angekündigt und sogar in deren Rahmen die Einführung von Handicapgewichten für erfolgreiche Besatzungen nicht mehr ausgeschlossen. Wer jedoch weiss wieviel Erfolg derartige angekündigte Massnahmen in der Vergangenheit auf das Kräfteverhältnis zwischen Werks- und Privatteams in den ACO-Meisterschaften hatten dürfte sich dementsprechend wenigen Illusionen hergeben. Hier kann man sich allenfalls noch positiv überraschen lassen...