LMS-Punktestände nach Valencia

Racing BoxNach dem 1000km-Rennen in Valencia haben die dortigen Sieger  Pedro Lamy und Stephane Sarrazin die Führung in der Punktewertung der LMP1-Klasse übernommen. Sie führen die Tabelle nun mit 16 Punkten vor Pescarolo-Pilot Jean-Christophe Boullion (12) und ihren in Monza siegreichen Teamkollegen Marc Gene & Nicolas Minassian (10) an. In der LMP2-Klasse hat das Saulnier-Racing Trio Fihol/Jouanny/Nicolet die Führung mit 13 Punkten vor der Ray Mallock Limited-Mannschaft Erdos/Newton inne. Die GT1-Klasse wird derzeit von den Monza-Siegern Alphand/Goueslard/Policand (16) vor dem Labre-Trio Bouchut/Gardel/Gollin (14) und der Besatzung des Racing Box-S7R (Foto) Cioci, Perrazini & Tavarno (12) angeführt. In der GT2-Klasse teilen sich die Piloten der Scuderia Villorba-Corse Caffi/Zardo und von Virgo Racing Bell Simonsen mit jeweils 14 Punkten die Führung.

Weitere Details zum Punktestand nach den 1000km von Valencia sind unter diesem Link zu finden.

Positive Bilanz der GT3 Lamborghini-Teams in Silverstone

sbergufirstMit S-Berg Racing aus Österreich und First Racing aus Frankreich beteiligen sich zwei Teams mit je drei Lamborghini Gallardo in der zweiten Saison der FIA-GT3 Europameisterschaft. Beide Teams konnten bei den Auftaktläufen in Silverstone jeweils Autos in die Top10 bringen.

Im ersten Zeittraining qualifizierte Erik Janis den #15 S-Berg Gallardo für die erste Startreihe, Nicola Navarro im #10 First Racing Gallardo fuhr die viertschnellste Zeit. First Racing war es dann auch, die den schnellsten Lamborghini in Rennen 1 am Samstag stellten. Tuchbant / Amado erkämpften sich im Rennen den 5. Gesamtrang und bescherten Lamborghini mit 1.54,192 Minuten  auch die schnellste Rennrunde der GT3-EM. Knauss / Groebl im Gallardo von S-Berg erreichten Platz 10. Eine durch den #14 Lamborghini Gallardo ausgelöste Safety Car Phase und eine nicht optimal umgesetzte Boxenstopp Strategie kostete S-Berg Topfahrer Erik Janis den zweiten Platz mit Tuchfühlung zur Spitze. Mit Co-Pilot Jaromir Jirik langte es so leider nur zu Platz 13.

Im Zeittraining für Lauf 2 behielt wiederum First Racing die Nase vorn. Maxime Dubrulle qualifizierte sich für Reihe 2, bester S-Berg Pilot war Jaromir Jirik auf Rang 11. Lauf 2 gestaltete sich aus Sicht der Lamborghini-Mannschaften noch viel spektakulärer als das Rennen am Vortag. Vor allem die zweite Rennhälfte hatte es in sich. Janis und Navarro pflügten im Formationsflug durchs Feld und belegten am Ende die Plätze Zwei und Drei im Rennen. Der spätere Sieger Gilles Vannelet im Ferrari gab zu, dass das Rennen nicht eine Runde länger hätte dauern dürfen, sonst wären die Gallardo vorbei gewesen.

First Racing belegt nach den ersten beiden Rennen in der Teamwertung mit 10 Punkten nun Rang 2 hinter den Doppelsiegern von Kessel Racing (20Pt.). S-Berg wird gemeinsam mit Martini Callaway auf Rang 4 gewertet.

 

Michelin Energy-Endurance Challenge Resultate

Pescarolo#16Die von Michelin ausgeschriebene Wertung der Energy Endurance Challenge haben bei den 1000km Valencia die Teams von Pescarolo Sport #16 (LMP1), Quifel-ASM (LMP2), Oreca (GT1) und Farnbacher Racing   für sich entscheiden können. Damit kamen zumindest in den GT-Klassen andere Mannschaften als in Monza zum Zuge, wo die Teams von Larbre-Competition (GT1) und Thierry Perrier die Wertung für sich entscheiden konnten.

Die Michelin Energy Endurace Challenge ist eine Wertung in der der Spritverbrauch und die jeweils damit erzielte Platzierung mit eingehen. 

 

Farnbacher Racing Piloten zufrieden in Valencia

Erfolgreich verlief der 2. Lauf der Le Mans Series für Pierre Ehret und sein Team Farnbacher Racing im spanischen Valencia. Mit Platz vier und als zweitbester Porsche der GT2 kehrte man aus Spanien zurück. Zusätzlich fuhr man noch die schnellste Rundenzeit in der Klasse.

werner_ehret_nielsen“Keiner der Fahrer kannte bisher den 4.005 Kilometer langen Kurs von Valencia. Doch wir kamen von Beginn an gut zurecht und waren gut aufgestellt.“ Optimistisch ging man in das Qualifying am Samstagnachmittag und stand zum Schluß der 20 Minuten in der ersten Startreihe! Mit einer Zeit von 1:38.848 war man zweitschnellstes Fahrzeug der 17 Teams. „Vielleicht hätten wir sogar die Pole Position erreichen können“, meinte Pierre Ehret später, „wir lagen nur knapp 0,1 Sekunden hinter Platz 1.“

Der amtierende Porsche Carrera Cup-Meister Dirk Werner ging als erster ins Rennen am Sonntag. Zeitweise lag er auf Platz 1, übergab den GT3 RSR aber auf P3 liegend an Pierre Ehret. Dieser hatte dann massive Probleme mit seinen Pirelli-Reifen. „Ich hatte heftiges Übersteuern und das Auto war unfahrbar.“ Kämpfend übergab er an den dänischen Teamkollegen Lars-Erik Nielsen und dieser dann später erneut an Dirk Werner.

Zum letzten Drittel des Rennens lag man auf P2 der GT2-Klasse, als Pierre Ehret mit neuen Reifen in sein Rennen ging. „Wir wussten aber, dass die anderen Teams nicht mehr wechseln mussten und wir zurück fallen würden.“ Pierre Ehret drehte nun aber voll auf und fuhr sein bislang bestes Rennen in der Le Mans Series. Mit den gleichen Zeiten wie die Spitzengruppe beeindruckte er das Feld und gab zu wilden Spekulationen Anlass. Dies führte sogar so weit, dass Fahrer Xavier Pompidou vom Siegerteam „Felbermayr-Proton“ offiziellen Protest einlegte und die Rennleitung in der Box überprüfte, ob im Auto nicht doch vielleicht Teamkollege Dirk Werner sass. Doch der stand in Zivil vor dem Monitor und so wartete man bis zum Ende des Stints von Ehret und überzeugte sich, dass der Münchner auch tatsächlich im Cockpit die schnellen Rennrunden drehte. „Das ist natürlich ein tolles Kompliment, auf das ich sogar ein wenig stolz bin. Aber es lief wirklich sehr gut und ich glaube noch vier oder fünf Runden mehr und wir hätten noch einen Podestplatz erreichen können, da ich immer näher an den drittplazierten Ferrari mit Alex Caffi rankam.“

Doch es sollte nicht sein und zum Schluß fehlten knapp 2,5 Sekunden! Trotzdem kann man mit dem erzielten Resultat sehr zufrieden sein. „Wir haben nach Dirks Stint ca. 10 Sekunden verloren, als wir nach seinem Einsatz eine Scheibe wechseln mussten. Im Nachhinein könnte man sich darüber natürlich ärgern aber die Freude über die gute Leistung überwiegt dann dennoch!“

 

Frank Schmickler startet als Verstärkung für Captain Racing

crt_porsche_996Prominente Verstärkung erhält das Team von Jörg Otto (Grevenbroich) am vierten Langstrecken-Rennwochenende. Ex DTM-Pilot Frank Schmickler (Köln) startet zusammen mit Jörg Otto und Tony-Kart-Werksfahrer Marcel Jelinowski (Bornheim) auf dem Porsche 996 GT3 Cup.

Der 41-jährige Frank Schmickler ist kein Unbekannter auf der Marke Porsche. Bereits 1992 sammelte er erste Erfahrungen im Porsche Carrera Cup, seinen größten Erfolg feierte er 1996 mit dem Vizemeistertitel. Zwischen 1988 und 1994 startete der Kölner zudem für BMW, Opel und Mercedes in der DTM.

 

All-inkl-Lambos in Silverstone nicht schnell genug

„Unser Paket war zu langsam, keine Ausreden und keine Entschuldigungen. Das müssen wir  schnellstens  wieder ändern,“ so Originalton Hans Reiter. Als tatsächlich nicht schnell genug erwiesen sich die All-INKL.COM Reiter Lamborghini Murciélago R-GT beim zweiten Lauf zur FIA-GT-Meisterschaft in  Silverstone . Im Zeittraining erreichten Peter Kox / Jos Menten mit der #8 Rang 10, Stefan Mücke und Marc Basseng erreichten Startrang 13 obwohl bei ihnen das Erlernen der Strecke Vorrang hatte. Dabei hätte es für Kox / Menten besser laufen können. Doch in seiner schnellsten Runde wurde Kox von einem langsameren Konkurrenten behindert und musste durch die Wiese rodeln.

allinklsilv Kox / Menten konnten sich im Rennen in die Punkteränge vorarbeiten. Nach dem ersten Routinestopp währte das Rennglück jedoch nicht mehr lange. In Runde 28 überfuhr Jos Menten hart einen Curb, woraufhin der Not-Aus Schalter und die Feuerlöschanlage auslösten und den Murcielago lahm legten.

Stefan Mücke, Mitglied des Siegerteams in Zhuhai, und Marc Basseng mussten ihrem Erfahrungsrückstand in Silverstone Tribut zollen und konnten die Pace der Topteams diesmal nicht mitgehen. Mücke stand zudem an diesem Wochenende unter Doppelbelastung, da er auch die Le Mans Serie in Valencia bestritt und zwischen Spanien und England hin und her pendelte. Daher fuhr er im Rennen nur etwas mehr als die Mindestzeit von 35 Minuten. Neuzugang Basseng musste also im Rennen die Hauptarbeit leisten, hatte jedoch kaum Erfahrung mit dem Lamborghini Murcielago R-GT vor seinem kurzfristigen Einsatz in Silverstone. Teamchef René Münnich war somit sehr zufrieden mit dem Debüt des jungen Deutschen am Steuer der #7. „Marc schoss sich recht schnell auf den ungewohnten GT1 ein und leistete wertvolle Hilfe beim austarieren des Fahrzeugs für das Rennen. Leider verpassten Mücke / Basseng mit Platz 9 nur knapp die Punkteränge“ so René Münnich.

Obwohl beide Fahrzeuge diesmal nicht punkten konnten, besteht im Team kein Grund zur Hoffnungslosigkeit. Vor allem der nächste Lauf in Bukarest übernächste Woche kann das Klassement noch einmal kräftig durcheinander würfeln. Da dieser Stadtkurs zum ersten Mal vom FIA-GT Tross besucht wird, hat kein Team einen Erfahrungsvorsprung und die Vorraussetzungen sind somit für alle Teams sowie Fahrer gleich. Die nächste Chance für All-INKL.COM in der Meisterschaft zu punkten!

 

Minifeld bei den 1000km von Sugo

jlmszytek.jpgNur enttäuschende 11 Wagen stehen auf der offiziellen Nennliste des ersten Events der Japanese Le Mans Challenge in Sugo am kommenden Wochenende. In der LMP1-Klasse werden wir da gewohnte Duell des M-Tec-Courage gegen den Hitotsuyama-Racing Zytek erleben. Die LMP2-Klasse ist wieder mit 3 der bekannt-berüchtigten F3-Umbauten besetzt. Leider fehlt der JLOC-Lamborghini so daß in der GT1 Klasse nur der Hitotsuyama-Racing F550 gegen einen Porsche Boxter nach (japanischer) GT1-Konfiguration antritt. In der GT2-Klasse werden 3 Porsche gegen einen neuen F430 des Team Kawamura erwartet.

STT startet bei der Top-10 in Oschersleben

Rummel CrashNach dem spannenden Saisonauftakt in Hockenheim  heißt es für die Fahrer des Spezial Tourenwagen Trophy H&R Cup schon wieder "Gentleman start your engines". In Oschersleben steht innerhalb der Top 10 Serie der zweite Saisonlauf auf dem Programm. Kann in der Magedburger Börde Pertti Kuismanen (Chrysler Viper GTS-R) erneut zweimal triumphieren oder werden Robert Wallenborn (Porsche 996 GT2) oder Dr. Klaus Nesbach (Stealth B6) dem Finnen die Suppe gehörig versalzen? Bei den schnellen Leuten an der Spitze wird es der im letzten Jahr erfolgreichste STT Pilot Willi Herold im Audi S2 Turbo schwer haben in Oschersleben wieder aufs Treppchen zu klettern. Die Flinte ins Korne werfen, wird der Vizemeister dennoch nicht. Wer ihn kennt weiß, dass er längst an weiteren Verbesserungen am Audi tüftelt um die starke Konkurrenz zu ärgern.

Keine guten Erinnerungen an Oschersleben   hat STT Routinier und Rekordmeister Rolf Rummel. Vor zwei Jahren geriet der Routinier mit Karl Hasenbichler aneinander, letztes Jahr krachte er beim Start in die Betonmauer. Wird es am kommenden Wochenende besser als die letzten zwei Jahre laufen? Für Podestplätze ist der Porschepilot auf jeden Fall gut. Dies trifft auch auf den Dänen Lars Schönemann zu, der letztes Wochenende zwei Siege in der Dänischen Special Saloon Meisterschaft auf dem Jyllands Ringen feiern konnte. Ebenfalls auf Qualitätsprodukte aus Zuffenhausen setzten Robert Römer, Frank Schreiner (beide Porsche 996 GT3 Cup) und Jörg Lorenz (Porsche dp 935). Wenn der Audi S2 rechtzeitig fertig wird, könnte auch Jürgen Hohenester zu den Geheimfavoriten zählen. Ansonsten muss wieder der schnelle TT herhalten, mit dem er in Hockenheim in der Zweiliterklasse zweimal voll punkten konnte.

Das Zeittraining startet am Samstag um 9.40 Uhr, die Rennen beginnen 15.40 Uhr am Samstagnachmittag bzw. 15.10 Uhr am Sonntag. Neben der STT tragen vom 12.-13. die ADAC Procar, der ATS Formel 3 Cup, Ford Fiesta ST Cup und die HAIGO Serie ihre Rennen aus.

 

Frei Courage glücklos in Valencia

Frei-CourageWas haben Endurance-Rennfahrer Alexander Frei und die Alinghi-Segler gemeinsam? Beide drehten am Wochenende im spanischen Valencia feste Däumchen. Während die Alinghi-Crew im Americas Cup erst demnächst eingreifen wird, kam Courage-Werkspilot Frei auf Grund eines Defekts beim Le Mans-Series Rennen gar nicht erst zum Fahren.  

Der zweite Lauf der LMS stellte so etwas wie eine Generalprobe für den Mitte Juni anstehenden Saisonhöhepunkt, das 24 Stunden-Rennen von Le Mans , dar. Das auf eine 1000-Kilometer-Distanz angesetzte Rennen bot die letzte Möglichkeit  im Wettbewerb sich auf den großen Rennsportklassiker vorzubereiten. Der neben seiner Fahrertätigkeit beim französischen Rennstall Courage zugleich im Management verantwortliche Alexander Frei hatte deshalb neben seinem Stammfahrer Jonathan Cochet den für Le Mans verpflichteten Franzosen Bruno Besson extra auch für Valencia geladen. Für Auto, Team und Fahrer ergab sich somit ein schnelleres Kennenlernen und besseres Zusammenwachsen für Le Mans. Leider bremsten die schon von Monza her bekannten Kühlprobleme den LMP1-Courage-LC70 in den Trainingsessionen auf dem gerade mal 4,005 Kilometer langen Kurs ein. Nach den Positionen 10, 12 und 18 in den freien Trainings, qualifzierte schließlich Jonathan Cochet den Turborennwagen für die sechste Startreihe. Bereits im ersten Renndrittel kristallisierte sich bald heraus, dass keine Top-Ten Platzierung herausschauen würde. Probleme mit der Lichtmaschine zwangen zu Zusatzboxenstopps, wobei das Malheur nicht gelöst werden konnte. Schließlich blieb der blaue Spyderprototyp mangels Stromspannung nach 124 Runden auf der Strecke liegen, ohne dass Frei selbst zum Fahren gekommen war. „Ärgerlich, weil es eigentlich nur einen Kleinschaden darstellte,“ knurrte Frei, der dann dem Pech mit etwas Ironie auch etwas Positives abgewinnen konnte: „Einer misslungen Generalprobe folgt bekanntlich ja eine gute Hauptvorstellung!“

Der Bezeichnung als Le Mans-Generalprobe definiert das Valencia-Rennen indes nur teilweise richtig. Das Layout des Circuito Riccardo Tormo ähnelte eher einer winkeligen Go-Kart-Strecke, nicht vergleichbar mit der Hochgeschwindigkeitsstrecken von Monza oder Le Mans. Auf Grund der langsamen Valencia-Kurven hatte der Courage komplett andere Federn verpasst bekommen. Das Flügelwerk wurde extrem steil fein justiert. „Während in Monza in den schnellen Biegungen sich das Auto mit viel Downforce regelrecht in die Straße saugte, waren wir hier in Valencia um jedes Quentchen Traktion aus den Ecken heraus froh,“ unterschied der Freizeitsaxophonist die beiden Strecken.

 

Update zur 38. Adenauer Rundstrecken-Trophy

  • Patrick Simon wird am Wochenende zusammen mit Jürgen Alzen auf dessen Porsche Cayman fahren. Der Grund dafür liegt darin, dass Jürgen Alzens Bruder Uwe beim Porsche Supercup in Barcelona fährt.  

  • Der Lamborghini Gallardo von Raeder Motorsport wird am Wochenende doch nicht starten. Raeder Motorsport hat es nicht geschafft, den Wagen rechtzeitig fertig zu stellen.

  • Mamerow Racing wird am Wochenende ebenfalls der Nordschleife fern bleiben. Der Neuaufbau des beim 2. Meisterschaftslauf zerstörten Porsche 996 GT3 RS war nicht zu realisieren.

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