Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Asiatische Le Mans Serie
Die Asiatischen Le Mans Serie hatte in den vergangenen Tagen für dieses Jahr eine deutliche Reduzierung der über die GT3-Klasse zu erringenden Autoentrys bekannt gegeben. Statt 4 Autoentrys für das 24 Stunden Rennen von Le Mans wird in diesem Jahr nur noch eine Wildcard für den Klassiker an der Sarthe in der GT3-Klassse vergeben. Damit nimmt man allerdings nur eine Änderung vorweg die sich durch eine just vor 4 Wochen bekannt gegebene Kooperation mit der SRO ergeben hat.
Demnach werden – zwar noch nicht in diesem Jahr , allerdings ab 2023 – 2 zusätzliche Entrys aus den SRO-Serien zum 24 Stunden Rennen von Le Mans zugelassen. Dies soll zum einen den Meister der Fanatec GT World Challenge Europe powered by Amazon Web Services (kurz FGTWCE by AWS) aus der Pro-AM oder Gold-Klasse umfassen. Zum anderen soll eine gemeinsame Wertung der Fanatec GT World Challenge Asia Powered by AWS und der Asiatischen Le Mans Serie geschaffen werden, wobei der Gewinner dieser Wertung – der dann voraussichtlich eher ein asiatisches Team sein wird – ebenfalls eine Einladung zum Klassiker bekommt.
Daneben soll die SRO ab 2023 auch in die Organisation der Asiatischen Le Mans Serie mit eingebunden werden. Die Organisation von Stephane Ratel will 2022 den wegen COVID-19 seit 2 Jahren ruhenden Rennbetrieb in der FGTWC-Asia by AWS wieder aufnehmen und kann so die Rückkehr nach Asien der Asiatischen Le Mans Serie - die 2022 Covid-bedingt wieder in die Emirate ausweicht – aktiv unterstützen. Wie und in welcher Form die Mitorganisation und die Vergabe der Auto-Entrys ab 2023 für das 24 Stunden Rennen von Le Mans 2024 erfolgt will die SRO in den nächsten Monaten bekannt geben.
Es handelt sich dabei übrigens nicht um die erste Kooperation zwischen ACO und SRO. Schon zu GT1-Zeiten hatte man eine entsprechende Vereinbarung getroffen die allerdings von den damals zulassungsberechtigten Teams nur verhalten angenommen wurde und daher schnell in der Versenkung verschwand. Es bleibt zu hoffen das die neue Vereinbarung längeren Bestand hat.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Sonstige GT (D/A)
Die Münchner SSR-Performance-Mannschaft hat ein 2-Wagen Engagement mit 2 Porsche 991 GT3 R in der DTM bekannt gegeben. Damit steigt Porsche als sechste Marke neben Mercedes, Audi, BMW, Ferrari und Lamborghini in die deutsche Traditionsserie ein. Die Münchner Truppe wechselt damit nach 2 Saisons im ADAC GT-Masters in die Konkurrenzserie der DTM. Piloten für das Engagement wurden noch nicht bekannt gegeben. In den letzten 2 Jahren hatte das Team Michael Ammermüller als Stammfahrer im Masters eingesetzt und den 3 fachen Porsche-Supercup Champion und ADAC GT-Masters Meister 2020 dieses Jahr auch beim DTM-Schnuppereinsatz am Nürburgring ans Lenkrad gelassen. Die beiden Porsche werden mit den Startnummern 92 und 94 in die Saison gehen.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Le Mans ( WEC )
Audi Werkspilot Nico Müller kommt in der kommenden Saison zu seiner ersten vollen LMP-Saison. Der für das kommende LMDh-Programm von Audi vorgesehene Schweizer ist als erster Pilot eines neuen LMP2-Projekts benannt worden. Die britische Vector Racing Mannschaft will 2022 die erste Saison in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft mit einem Oreca LMP2 bestreiten. Hinter Vector steht der ehemalige Teammanager des Dragon/Penske Formula E-Projekts Gary Holland, der bereits in diesem Jahr das Risi Competitione-Oreca-Engagement in Le Mans beaufsichtigte. Für Müller ist es das zweite Mal das er einen LMP2 bewegen darf; 2017 trat er bereits bei der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft-Runde auf dem Shanghai International Circuit im G-Drive Oreca bei einem Gaststart in der WM an, der mit einem 7.Klassenrang endete und bei dem Müller mit guten Zeiten überzeugte. Die weiteren Piloten des Engagements will das in Silverstone basierte Team in den kommenden Wochen bekannt geben.
Müllers ehemaliges Debütteam G-Drive hat unterdessen die Rückkehr in die FIA Langstrecken Weltmeisterschaft bekannt gegeben. Die G-Drive-Truppe um Roman Rusinov hatte 2017 (Bild) zuletzt eine volle Saison in der WM bestritten, bevor Rusinov sich auf die Asiatischen Le Mans Serie und die Europäische Le Mans Serie konzentrierte. Rusinov wird dabei weiterhin auf die Kooperation mit der portugiesischen Algarve Pro-Truppe unter ihrem britischen Teamchef Steward Cox vertrauen. Daneben wird G-Drive auch bei den 24 Stunden von Daytona antreten. Ob man daneben auch ein ELMS-Programm bestreitet wurde bislang weder dementiert noch bestätigt.
Neben den beiden Programmen wurden bislang 3 weitere Engagements in der LMP2-Klasse der WM 2022 bestätigt. Neben der französischen Ultimate Mannschaft hat auch United Autosports Truppe erste Piloten für das FIA Langstrecken Weltmeisterschaft Programm 2022 bestätigt. Und auch die Formel-Mannschaft des Prema Power Teams plant offensichtlich ein WM-Programm. Zumindest hat man sich einen neuen Oreca für die kommende Saison zugelegt und bei ersten Test schon zahlreiche Piloten, so Louis Deletraz, Sophia Flörsch und Juan Manuel Correira, im neuen Einsatzgerät Platz nehmen lassen.