Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Sonstige GT (D/A)
Das Grasser Racing Team hat den ersten Piloten für das DTM-Engagement 2022 bekannt gegeben. Stammpilot Clemens Schmid soll den Lamborghini Huracán GT3 evo mit der Startnummer 16 pilotieren. Mit Schmid steht der erste Fahrer des geplanten GRT-Quartetts für 2022 fest. Der 31 jährige Tiroler vollzieht nach zwei Jahren in den Farben von Grasser Racing gemeinsam mit dem Team den Wechsel aus dem ADAC GT-Masters in die prestigeträchtige DTM.
Zwischen 2011 und 2014 ging er im Porsche Supercup im Rahmen der Formel 1 an den Start. 2013 und 2015 krönte er sich zum Meister der Porsche GT3 Cup Challenge Middle East. Der darauffolgende Wechsel in den GT3-Sport ließ ihn über die Jahre zu einem Allrounder heranreifen, der sowohl im Sprint als auch auf der Langstrecke Achtungserfolge feierte. Im Jahr 2020 startete die Zusammenarbeit zwischen GRT und Schmid im ADAC GT Masters. Mit dem Lamborghini Huracán GT3 EVO ließ der Österreicher in den vergangenen beiden Saisons regelmäßig sein Potential aufblitzen. Darüber hinaus ging er 2021 mit GRT im Fanatec GT World Challenge Europe Endurance Cup powered by Amazon Web Services (kurz FGTWCEEC by AWS) an den Start, wo er ein Podium im Silver Cup feierte.
Clemens Schmid: "Mit dem Einstieg in die DTM geht ein langersehnter Traum in Erfüllung. Seit Kindheitstagen habe ich die Serie verfolgt. Dass ich nun gemeinsam mit einem österreichischen Team in der DTM antreten kann, macht die ganze Sache noch spezieller. Ich konnte sowohl das Team als auch das Auto in den vergangenen beiden Jahren bestens kennenlernen. Es ist ein super Auto, mit dem wir ein großes Potenzial haben."
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Sonstige GT
Der 9 fache Motorrad Weltmeister und italienische Kultpilot Valentino Rossi hatte dieses Jahr im Vorfeld des Grossen Preises der Steiermark im August seinen Rücktritt nach 30 erfolgreichen Karrierejahren als aktiver Fahrer gegen Ende der Saison angekündigt.. Das betraf aber nur seine Zweirad-Aktivitäten. Das Rossi im Vierradbereich und dort bei den GT3 durchaus noch Ambitionen hat sich zu beweisen, war ein offenes Geheimnis – das aber nun duch eine aktuelle Testmeldung eine neue Richtung bekommt.
Bislang hatte Rossi bereits im Ferrari seines Managers Alessio Salucci einige Gastauftritte hingelegt. Zuletzt war er bei den Gulf 12 hours in Abu Dhabi und Bahrain erfolgreich mit Podiumspositionen angetreten, wobei der beide male mit Salucci und Luca Marini auf einem von Kessel racing eingesetzten Ferrari F488 GT3 an den Start ging. Wer nun dachte Rossi könnte weiter dem Cavallione Rampante die Treue halten wurde heute von einer Pressemeldung des Belgian Audi Club Team WRT aufgeschreckt. Offensichtlich hatte Rossi di Tage einen Test in einem Audi R8 LMS GT3 der belgischen Top-GT-Mannschaft absolvert. Die knappe PR dazu deutet zwischen den Zeilen lediglich auffällig unkonkret an, das man nach einem 3-tägigen Test auf dem Circuit Ricardo Tormo bei Valencia nun möglichen gemeinsame Kooperationen diskutieren würde.
Mit der belgischen Meistermannschaft von Teamchef Vincent Vosse hätte Rossi eine Truppe an der Hand die ihm den roten Teppich zu jedem denkbaren Event ausrollen könnte: DTM, Daytona, der 24h-Klassiker in Spa, die 24h am Nürburgring oder sogar Le Mans – wohlmöglich in Zukunft sogar in einem Werks-Audi LMDh; schlisslich ist WRT ja als Werksteam für die Ingolstädter im Gespräch - würden dem italienischen Vollblutmotorsportler mit der belgischen Truppe offen stehen. Man darf darauf gespannt sein ob beide Parteien sich auf eine Kooperation einigen können.
Verfasst von Porsche Pressetext. Veröffentlicht in Porsche diverse (PSC etc.)
Der neue Porsche-Junior für die Saison 2022 heißt Laurin Heinrich. Der 20-jährige Deutsche aus der Nähe von Würzburg setzte sich Ende November in einer Sichtung in Aragon (Spanien) gegen elf Konkurrenten aus den weltweiten Porsche Carrera Cups durch. Heinrich erhält von Porsche Motorsport unter anderem ein Förderpaket in Höhe von 225.000 Euro für die kommende Saison im Porsche Mobil1 Supercup.
Heinrich hatte in der abgelaufenen Saison bereits den Rookie-Titel im internationalen Markenpokal gewonnen und dabei einen Laufsieg erzielt. Seine ersten Erfahrungen im Kartsport hat Laurin Heinrich im Alter von 10 Jahren gesammelt. Die erste volle Saison absolvierte er als 14-jähriger Gymnasiast. Anschließend folgten drei Rookie-Siege in der Formel 4 im privaten Team seines Vaters. Nach einer Rennpause aus Budgetgründen stellte er sich 2019 dem intensiven Wettbewerb im Porsche Sports Cup. Dort setzte sich gegen mehr als 40 Konkurrenten durch und holte den GT3-Titel. 2020 stieg der Franke in den Porsche Carrera Cup Deutschland auf und sprang bereits in seinem Debütjahr viermal auf das Siegerpodest. Am Ende freute er sich über Gesamtrang vier und die Ehrung als bester Neueinsteiger. In der abgelaufenen Saison fuhr Heinrich in dieser Serie zwei Laufsiege ein, darunter ein „Grand Slam“ in Oschersleben: Pole-Position, schnellste Rennrunde und erster Platz. Das gleiche Kunststück gelang ihm 2021 am Steuer des Porsche 911 GT3 Cup von Huber Racing auch bei der Premiere des Porsche Mobil 1 Supercup in Zandvoort.
Bei der diesjährigen Sichtung in Spanien konnten 12 Kandidaten ihre Qualitäten bei teils widrigen Wetterbedingungen unter Beweis stellen. Neben der puren Schnelligkeit zählten auch mentale und physische Fitness, das Technikverständnis und die Zusammenarbeit mit den Renningenieuren sowie die Interaktion mit Medien zu den Auswahlkriterien.
„Die zwölf hochtalentierten Teilnehmer der dreitägigen Porsche-Junior-Sichtung im Motorland Aragon haben uns die Entscheidung ganz schön schwer gemacht – dennoch ist uns die Entscheidung zugunsten von Laurin Heinrich am Ende leichtgefallen“, erläutert Sascha Maassen. Der ehemalige Porsche-Werksfahrer steht dem Förderpilot als Coach bei allen Supercup-Rennen zur Seite. „Dass Laurin den 911 GT3 Cup richtig schnell bewegen kann, gehört natürlich zu den wichtigsten Grundlagen für einen angehenden Profi – als amtierender Supercup-Rookie-Champion und Laufsieger in Zandvoort musste er da kaum noch etwas beweisen. Überzeugen konnte er uns aber auch mit seiner grundsätzlichen Einstellung und einer mentalen Reife, die für einen 20-Jährigen erstaunt. In der Summe hat er uns als Fahrer das kompletteste Paket mit dem größten Entwicklungspotenzial präsentiert.“ Diese Einstellung zählte auch bei der Entscheidung über den Porsche-Junior 2022 zu den maßgeblichen Faktoren.
„Ich war hin und weg, als der Anruf von Porsche mit der positiven Nachricht kam – für mich geht ein Traum in Erfüllung! Es war ein Moment riesiger Freude und großer Erleichterung, denn die Nächte zuvor habe ich nicht wirklich gut geschlafen.“ lies sich Heinrich nach der Entscheidung zitieren.
Neben der Unterstützung durch Sascha Maassen wird der Förderpilot wie die Porsche-Werksfahrer von der Universität Potsdam sportmedizinisch und trainingswissenschaftlich betreut. Auch Medienseminare und Mentaltrainings zählen zu den Ausbildungsinhalten auf dem Weg zum Rennprofi. Zudem stehen für Laurin Heinrich als neuem Porsche-Junior Marketing-Aktivitäten und PR-Termine auf dem Programm.