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Damien Faulkner gewinnt den Supercup Auftakt in Bahrain

psc_rennen_1Der Ire Damien Faulkner hat den ersten der beiden Läufe des Porsche Supercup in Bahrain gewonnen. Nachdem der Überraschungspolesitter Rene Rast bereits nach der Einführungsrunde die Box des Veltins MRS Racing Teams mit technischen Problemen aufsuchte, konnte Faulkner von der Pole aus starten. Den Start zum Auftakt in die neue Supercup Saison gewann Faulkner souverän, in den folgenden 12 Runden gab er die Führung auch nicht mehr ab und fuhr zu einem sicheren Auftakterfolg. Die zwei anderen Stufen des Stockerls gingen nach einem spannenden Kampf an Jeroen Bleekemolen und Jan Seyffarth. Hinter Seyffarth, welcher von Franz Konrad zum Start in Bahrain eingeladen wurde, kam Chris Mamerow auf die vierte Position. Supercup Marathonmann Patrick Huisman wurde Siebter, eine Position vor Uwe Alzen.

Der zweite Lauf am Sonntag findet wird um 11.10 Uhr gestartet und wird Live von Premiere und Eurosport 2 übertragen. Auch in diesem Lauf hat Rene Rast die Pole, zusammen mit ihm in der ersten Startreihe steht Jeroen Bleekemolen. Chris Mamerow und Nicolas Armindo starten aus der Reihe 2, während der Sieger des Saisonauftakts Damien Faulkner aus der fünften Position startet.

V de V - Sprint Proto - Barcelona - Qualifying

08vdev1s00bEin großer Moment ist das Antreten im Rahmenprogramm der LMS wohl vor allem für die Piloten der ansonsten weniger bekannten Funyo Challenge (Bild). Im Training für die drei gemeinsamen 30-Minuten-Läufe der VdeV-Sprint-Klassen in Barcelona fuhr Gilles Tremblaye mit 2:02,812 die schnellste Runde eines Funyo.

Welcher Leistungsunterschied zu den CN-Prototypen besteht, zeigt ein Vergleich mit der Pole-Marke von David Zollinger (Palmyr-Norma M20F), der eine Zeit von 1:47,141 vorlegte und damit den Zweitplatzierten dieser Kategorie - Damien Toulemonde (LD Autosport-Norma M20F) - um mehr als zwei Sekunden distanzierte.

British GT – Team Modena expandiert

08bgtc121Bei den bevorstehenden Läufen der Britischen Meisterschaft in Knockhill am 12./13.04. wird der Lamborghini von Piers Johnson nicht am Start sein. Die Schäden aus dem massiven Abflug in Oulton Park (Bild) können offenbar nicht rechtzeitig behoben werden.

Trotzdem dürfte sich ein Team Modena-Gallardo im Entry für die zweite Runde dieser Saison finden: Ben de Zille-Butler und Guy Harrington, die zuletzt für Chad Racing unterwegs waren, sollen in einem kurzfristig angemieteten Wagen neu zum Team stoßen. Ab den Rennen Ende Mai in Rockingham will das Team Modena dann mit zwei Fahrzeugen in der British GT vertreten sein.

ALMS – St. Petersburg – Qualifying

08alms202Der Audi R10 TDI von Werner / Luhr steht beim zweiten ALMS-Lauf dieses Jahres auf Pole - Marco Werner war in den Straßen von St. Petersburg mit 1:02,825 deutlich schneller als die gesamte Konkurrenz. Ebenfalls aus der ersten Reihe gehen am Samstag Bernhard / Dumas (Penske Racing-Porsche RS Sypder; 1:03,578) ins Rennen. Dahinter platzierten sich Brabham / Sharp (Highcroft-Acura ARX-01B) und die zweite Penske-Besatzung Maassen / Long. Für Biela / Pirro im Audi #1 gab es nur den enttäuschenden neunten Startplatz. Die GT1-Bestzeit wurde für die Corvette C6.R von Beretta / Gavin (1:09,727; Gesamt-12.) notiert, unter den GT2-Fahrzeugen war der Flying Lizard-Porsche 997 RSR von Bergmeister / Henzler (1:11.745; Gesamt-16.) unmittelbar vor dem Risi-Ferrari F430 am schnellsten.

Italienische GT – Monza – Entry

07gtit922Eine beachtliche Nennliste wurde für die Auftaktrunde der Italienischen GT am 06.04. in Monza veröffentlicht. In den Kategorien GT2 und GT Cup wird es jeweils zu einem exklusiven Duell Ferrari gegen Porsche kommen: Bei den GT2 sollen 13 Ferrari F430 aus großteils namhaften Teams wie Advanced Engineering, Edil Cris, Playteam, GPC, Easy Race und Villorba Corse auf drei Porsche treffen. In der Cup-Klasse kommen voraussichtlich sieben Porsche und sechs Ferrari zum Einsatz. Etwas mehr Markenvielfalt wird in der anzahlmäßig kleinsten der drei Kategorien geboten – bei den GT3 sind vier Lamborghini Gallardo, zwei Aston Martin DBRS9, ein Ferrari von Kessel Racing sowie eine Dodge Viper der Scuderia Giudici gemeldet.

C.I.P. – Monza – Vorschau

07cip933Ganz im Schatten der 1000 km von Barcelona steht am 06.04. in Monza der Saisonauftakt der Italienischen GT-Meisterschaft auf dem Programm - trotzdem hoffen die Veranstalter auf ein Feld von etwa 30 Wagen. Aus dem Hause Osella wird heuer ein neues CN-Chassis angeboten, das die Bezeichnung PA 27 P trägt. Man darf gespannt sein, ob dies zu einer markanten Verschiebung der Kräfteverhältnisse zwischen den im Vorjahr etwa gleich starken Herstellern Osella, Lucchini und Norma führen wird. Weiters werden neben einigen Ligier auch je ein Tiga und ein Promec am Start erwartet. An Motoren kommen wie in der vergangenen Saison Aggregate von Honda, BMW und Alfa Romeo zum Einsatz.

2. ALMS-Rennen steht an

SebringInsgesamt 29 Wagen – 3 LMP1, 9 LMP2, 3 GT1 und 14 GT2 – starten am kommenden Samstag in St. Petersburg zum zweiten Lauf der ALMS. Nach dem Saisonauftakt in Sebring war man gespannt, wie gross sich das Feld über die Saison präsentieren würde – jetzt steht fest, dass man knapp unter der angepeilten 30 Wagen-Marke bleibt. Das liegt allerdings zum Teil auch an den Strecken. Nun stehen erst mal die materialmordenden Stadtrennen mit ihren Betonkanälen an, auf die so manche Teams – wie Cytosport & Autocon - noch dankend verzichten.

Die beiden Audi und der Intersport-Lola stellen die Top-Klasse. Im R10 mit der #1 kehrt der erfolgreichste deutsche Le Mans-Pilot, Frank Biela, in die Serie zurück. Dahinter werden in der P2-Klasse die üblichen Verdächtigen aus Sebring (vier Porsche, drei Acura und ein gründlich reparierter BK Motorsport-Lola) um den van der Steur Radical ergänzt. Die drei GT1 (zwei Corvettes und der Bell-Aston Martin) werden das intressanteste Teilfeld im Schlepptau haben: Bei den GT2 will Corsa-Motorsports nun sein Debüt mit dem Ferrari F430 geben, nachdem man Sebring wegen schwerwiegender Handling-Probleme der neuen Hankook-Reifen vorsorglich auslassen musste. Fünf Porsche, vier Ferrari (Tafel Racing bringt bis Le Mans nur einen Wagen an den Start), und je ein(e) Dodge-Viper, Riley-Corvette, Ford-GT, Panoz und Aston Martin (Barwell startet immer noch mit dem Ethanol-GT3, da der einzige Vantage GT2 an diesem Wochenende in Barcelona ist) werden um das Podium kämpfen. Bei den GT2 wird der zweite Risi-Wagen statt von Krohn Racing nun von Risi Competitione selbst eingesetzt, wobei für den Rest der Saison als Besatzung Harrison Brix und der österreichische Ex-F1-Pilot Patrick Friesacher zum Einsatz kommen sollen.

Nachtrag zum Miami-GP / Jan Seyffarth

 Nach dem schlechten Jahr 2007 für Matt Connolly Motorsport ist man froh, für die laufende Saison gut vorbereitet zu sein und eine gute Teambesetzung gefunden zu haben. Nach der Verpflichtung von Diego Alessi und der wenig später folgenden Fahrersichtung wurde - wie bereits berichtet - Jan "Jay" Seyffarth mit ins Team geholt. Das gesetzte Ziel für 2008 ist, möglichst oft weit vorne bei den GT's dabei sein.

Dies gelang zwar in den Training beim Homestead-Miami Rennen nicht, dafür war man während des Rennens immer recht gut dabei, auch wenn zum Schluss nur der 11 Platz in der Klasse drin war. Während der 2 3/4 Stunden mit 90 Minuten und 40 Runden Gelbphase spielte Glück die wesentliche Rolle für alle Teams. Nebenbei hatte aber MCM auch mit dem Problem zu kämpfen, daß man nicht beim letzten Test im Februar dabei sein konnte und Jan Seyffarth und Diego Alessi noch nie zusammen gefahren waren. Deshalb musste man sich dann auch erst einmal aufeinander einstellen.

Diego Alessi schaffte es, während des Rennens die drittbeste Zeit auf den Asphalt zu brennen und führte sechs Runden lang das Rennen an, bevor er das Steuer an Jan Seyffarth abgab. Jan hingegen konnte während seines Stints regelmäßig gute Zeiten hinzulegen, aber bis er sich jedesmal so richtig "warm" fahren konnte, wurde er immer wieder durch eine Gelbphase zurückgeworfen. Nach den Rennen sagte Seyffarth, daß er mit dem GTO.R sehr zufrieden war. Sicherlich wäre ein Podestplatz drin gewesen, aber die Gelbphasen hätten jede Chance verwehrt. Er hoffe nun, im nächsten Rennen in Mexico City besser darstehen zu können.

Barcelona-LMP1-Vorschau : die 3-Klassen-Gesellschaft

Audi vs. Peugeot Es ist die Rückkehr der großen klassischen Werksschlachten der 70'er Jahre. Waren es damals noch Ferrari, Porsche, Matra und Alfa, die an der Spitze der Sportwagenfelder Geschichte schrieben, so sind es nun Audi und Peugeot, die 2008 ein spannendes Werksduell versprechen. Insgesamt 14 LMP1 sind auf der Nennliste für Barcelona verzeichnet. Und das allseits gestiegene Level bei den Pototypen wird dafür sorgen, dass es auch hinter den beiden Dieselgiganten nicht langweilig wird.

Diese liefern sich einen ganz besonderen Kampf an der Spitze: Da sich die Peugeot-Crews Gene / Minassian und Lamy / Sarrazin letztes Jahr die sechs Lemans Serie-Siege brüderlich teilten und auch Allan McNish aus den Saisons 2004&5 noch drei Siege mit den R8 von Veloqx und Oreca zu Buche stehen hat, wird es in den ewigen Bestenlisten der Serie einen interessanten Fight um die Position des erfolgreichsten LMP1-Piloten geben. Diese hat noch das Pescarolo-Paar Boullion / Collard inne. Zudem sitzt im Audi mit der #2 endlich wieder ein deutscher Pilot auf einem Gesamtsieg-fähigen Fahrzeug. Mike Rockenfeller will die Chance nutzen, die Scharte aus Le Mans 2007 auszuwetzen und mit seinem Team den LMS-Titel 2008 für die traditionsreiche Joest-Mannschaft zu holen, die 16 Jahre nach ihrer letzten europäischen Sportwagensaison zu den Klassikern der LMP-Szene zurückkehrt. In Barcelona ist er allerdings nicht der einzige deutsche Pilot auf einem LMP1. Wolfgang Kaufmann auf dem Lavaggi LS1 - nun mit AER -Treibsatz ausgestattet - und Stefan Mücke auf dem Aston Martin-Lola des Charouz-Teams leisten ihm Gesellschaft. Zumindest Mücke mit seinem spektakulären geschlossenen Wagen gilt als Geheimtipp für die Position des besten Benziners hinter den überlegenen Diesel-Boliden, nicht zuletzt nach seiner überragenden Einstiegssaison 2007, wo seine fahrerischen Leistungen selbst die Le Mans-Insider verblüfften.

astonlmptestNachdem sowohl Charouz als auch Creation, die mit AIM einen neuen Motorenhersteller in die Serie einführen, sowie Epsilon Euskadi ihre zweiten Wagen für Barcelona abgemeldet haben, sind lediglich noch zwei französische 2-Wagen-Teams in der Top-Klasse übrig geblieben. Henri Pescarolo wird in seiner eigenen Mannschaft zwei überarbeitete Wagen an den Start bringen. Mit den beiden Kundenteams Saulnier Racing und Rollcentre stehen gar fünf der französischen Konstruktionen in Barcelona auf dem Grid – davon einer in der LMP2-Klasse. Damit stellt die französische Sportwagenlegende nach Porsche und Lola das grösste Kontingent an Wagen beim Saisonauftakt in Spanien. Gespannt darf man auf das Debüt der Oreca-Courages sein, die just in Frankreich vorgestellt wurden. Die mehrfarbig daher kommenden Wagen sind erstmals unter der Kooperation der beiden französischen Teams entstanden, gelten aber als Fingerübung für die für nächstes Jahr geplanten geschlossenen LMP1 sowie potentielle Kunden-LMP2, die das französische Unternehmen ab diesem Jahr absetzen will.

Zwei britische Mannschaften beschliessen das LMP1-Feld – mit dem grossen Verdienst, dass hier die beiden bislang einzigen Pilotinnen des gesamten Feldes starten. Amanda Stretton, Ehefrau von Bob Berridge, hat in dessen Chamberlain-Synnergy-Lola einen Platz gefunden. Im Rollcentre-Pescarolo von Martin Short gibt Vanina Ickx nach dem Ausstieg aus der DTM ihr Comeback. Beide Mannschaften gehören zur austerbenden Gattung der Kundenteams in der Königsklasse, für welche die Luft angesichts des steigenden Levels der Werks-Teams und Hersteller-Mannschaften immer knapper wird.

orecacouragelmp1 Denn mittlerweile ist eine Dreiteilung der Equipen zu beobachten. Ganz vorne werden sich die grossen Werke wie Audi, Peugeot und (noch dahinter) Aston Martin ein Rennen um die Podiumsplätze und Siege geben. Dahinter wird es bei den klassischen Prototypenschmieden mit ihren „Werksteams“ - wie Pescarolo, Oreca-Courage, Creation, Epsilon-Euskadi und Lavaggi – trotz fahrerischer Spitzenbesatzungen schon knapp, was das Finish in den Punkten angeht. Die reinen Kundenteams wie Saulnier, Rollcentre und Chamberlain haben auf lange Sicht nur in der jetzt schon überlaufenen LMP2-Klasse eine Chance, in der mittlerweile auch schon Ex-Formel 1-Piloten ihr Auskommen finden. Ob daher auch langfristig LMP1-Felder von mehr als 15 Autos am Start sind, kann mit einem Fragezeichen versehen werden. Ein Grund mehr, die heurige Saison mit ihren üppigen Feldern zu geniessen, die nun am Sonntag in Barcelona in ihre heisse Phase geht.

Zuletzt zwei technische Details: Bei den Motoren sind neben den vier Diesel-Treibsätzen sieben Judd (für die Pescarolos, den Epsilon-Euskadi und die Oreca-Wagen), zwei AER (Lavaggi, Chamberlain) und ein AIM-Block vertreten. Bis auf Creation, Rollcentre, Chamberlain und Lavaggi (alle Dunlop) vertrauen alle restlichen Teams auf Michelin-Reifen, die bislang für alle 21 LMP1-Siege in der Meisterschaft mit verantwortlich waren. Man braucht kein Prophet zu sein, um vorher zu sagen, dass dies auch 2008 so bleiben wird.

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