Lequien Neuer WEC & ELMS-Chef

frederic lequienDer ACO hat einen Nachfolger für den im letzten Jahr auf eigenen Wunsch aus dem Amt geschiedenden langjährigen FIA Langstrecken Weltmeisterschafts- und Europäischen Le Mans Serie-Chef Gerard Neveu benannt. Der 48 jährige Franzose Frederic Lequien, ehemaliger Chef-Organisator der Rally Dakar (2005-11) sowie ex-Organisator der Seidenstrassen-Rally soll die Leitung der LMEM übernehmen, die die beiden Top-ACO-Serien organisiert. Lequien wird in der kommenden Saison unter anderem die Ankunft der LMH-Klasse und den corona-bedingt verkürzten Kalender zu managen haben.

Mini Feld beim Gulf 12h in Bahrain

gulf12h2seasgt3Mit einem Mini-Feld von 11 Rennteams sind die 10. Gulf 12 hours heute mit den ersten Sessions in Bahrain gestartet. Von dem angekündigten 20-Wagen GT3- und 30 Wagen Gesamtfeld ist bedingt durch die Umstände der aktuell sich verschärfenden Corona-Pandemie offensichtlich nicht viel übrig geblieben. Je ein Wagen in der GT3-Pro und GT3-Amateur-Wertung, 6 Wagen in der Pro-Am-Wertung und 3 GT4-Mannschaften bilden das bislang in der Geschichte der Gulf12 hours definitiv kleinste Feld. Damit unterbietet man sogar noch das Feld der ersten Auftaktausgabe von 2012, die mit lediglich 15 Mannschaften über die Bühne ging.

Von den beiden genannten 2 Seas Motorsports McLaren McLaren 720 S GT3 in der Pro Klasse hat am heutigen ersten Tag lediglich einer an der ersten 3-Stündigen Trainingssitzung teilgenommen. Der von Dylan Pereira , Lewis Williamson und Edward Jones gesteuerte McLaren war in der heutigen Session mit einer 2:00.792 auch das schnellste Fahrzeug. In der Pro-AM-Klasse starten 2 Kessel Racing Ferrari F488 GT3 - darunter auch wieder die Vorjahresdritten Valentino Rossi, Luca Manini und Alessio Salucci – ein Inception Racing with Optimum McLaren, der Team Parker Bentley , der Ram Racing Mercedes AMG GT3 und ein Dinamic Racing Porsche. gulf12hoptimumgt4Ein weiterer Kessel Ferrari wird in der Amateur-Klasse starten.

Nur 3 GT4-Fahrzeuge verstärken das 8 Wagen umfassende GT3-Feld: ein Scuderia Villorba Corse Mercedes AMG GT4 , ein SVC Sport Management Maserati MC GT4 und ein Optimum Motorsport McLaren 570S GT4, auf dem mit Jan Klingelnberg und Lars Dahlmann auch die einzigen beiden deutschsprachigen Piloten im Feld am Start stehen.

Weitere Trainingssessions und die Qualifyingsessions werden morgen ab 7.50 Uhr MEZ stattfinden. Das Rennen startet am Samstag um 7.30 Uhr und kann auf der Website der Gulf 12 hours live als Stream verfolgt werden.

Daytona-Einsatz für Kubica und Habsburg

Die dänische High Class Racing-Mannschaft hat ihre Besatzung für die 24 Stunden von Daytona fixiert. Neben den Stammpiloten Dennis Andersen und Anders Fjordbach sind der polnische ex-Formel1-Pilot Robert Kubica und der 23-jährige österreichische DTM-Pilot Ferdinand von Habsburg (Bild) von der FIA Langstrecken Weltmeisterschafts-erfahrenen LMP2-Mannschaft benannt worden. Zumindest Habsburg kommt dabei nicht ganz unvorbereitet an die Strecke in Florida. Er startete bereits bei der Ausgabe 2018 auf einem LMP2-Oreca der Jackie-Chan DC Team Jota Mannschaft zusammen mit Ho-Pin Tung, Alex Brundle und Antonio Felix da Costa, wobei das Quartett am Ende den 5.Gesamtrang und den dritten Platz in der LMP2-Klasse erringen konnte. Zudem startete er vor 3 Monaten beim 24 Stunden Rennen von Spa-Francorchamps 2020 auf einem WRT-Audi in der Pro-Klasse.

habsburgDer blaublütige österreichische Rennprofi hat beste Erinnerungen an seinen Einsatz vor 3 jahren: "Die 24 Stunden von Daytona waren ein Highlight meiner bisherigen Karriere. Es war mein erstes 24-Stunden-Rennen und ich war total fasziniert davon - es war wie nichts, was ich je zuvor erlebt hatte. Ich kann es kaum erwarten, wieder dorthin zu gehen - ich werde definitiv mit mehr Erfahrung und mit der Reife an die Sache herangehen, die ich in den letzten Jahren bei den Rennen in der DTM und bei den 24 Stunden von Spa entwickelt habe. Aber ich hoffe, dass ich diesen Nervenkitzel behalten werde."

Sowohl Kubica als auch Habsburg waren in der letzten Saison in der DTM mit BMW bzw. im Fall des Österreichers mit dem Audi Team WRT unterwegs. Ob beide auch in der kommenden Saison in der deutschen GT3-Serie starten werden ist derzeit offen.

Cool Racing strafft 2021-Programm

Die schweizer Cool Racing Mannschaft strafft nach einer internen Reorganisation ihr Rennprogramm. Statt in 3 ACO-Championnaten will das Team von Nicolas Lapierre und Alexandre Coigny 2021 nur noch in 2 Serien antreten. Das FIA Langstrecken Weltmeisterschafts-Engagement das die Mannschaft nach einem Auftaktsieg bei der ersten Runde in Silverstone 2019 in der letzten Saison als Sechsplaziertes Team in der Meisterschaft abschloss will man 2021 nicht weiter fortführen.

Dafür will man erneut die gesamte ELMS-Saison mit einem Oreca im neu sgeschaffenen Pro-Am-Cup sowie den Michelin Le Mans Cup erneut mit 2 Ligier JS P320 LMP3 bestreiten. In der letzten Saison war die nun im französischen Annecy basierte Mannschaft bereits erfolgreich in der 2.Liga der ELMS unterwegs und konnte dort 3 Siege einfahren. Eventuell kommen noch ein LMP3-Engagement in der ELMS und ein Engagement im Ligier-Cup im Rahmenprogramm zum bislang kommunizierten Rennprogramm hinzu.

Kessel Racing verstärkt AsLMS-Feld

kessel g12h 19Die Anzahl der AsLMS-Teams für die kommende Saison ist nun auf 38 Teilnehmer gestiegen. Wie unsere Kollegen von Endurance-Info.com berichten, hat die Tessiner Mannschaft von Teamchef Ronnie Kessel 2 Nennungen für die im Februar auf dem Yas Marina-Circuit in Abu Dhabi stattfindenden 4 Rennen eingereicht. Eine der Nennungen umfasst das japanische Gar Guy Team, das wie bereits berichtet sein WEC-Engagement gestrichen und statt dessen die Asiatische Le Mans Serie ins Auge gefasst hat. Hier wird Kessel Racing als Einsatzteam für die Mannschaft von Teamchef Takeshi Kimura fungieren. Das zweite Auto wird Kessel auf eigene Rechnung einsetzen.

Genügend Erfahrungen mit der Strecke hat die schweizer Mannschaft bereits: mit bislang 26 eingesetzten Mannschaften bei den bisherigen 9 Ausgaben der Gulf 12 hours die allesamt auf der Strecke in den Vereinigten Arabischen Emiraten stattfanden, kann die Mannschaft auf reichlich Setup- und Fahrwerksdaten für ihre Ferraris zugreifen.

Ein GTLM-Porsche für die IMSA

Proton WT designPorsche bleibt trotz des offiziellen Rückzugs aus der IMSA-WeatherTech SportsCar Championship weiter in der GTLM-Klasse der amerikanischen Sportwagenmannschaft engagiert. Wie heute bekannt wurde, wird ein privat eingesetzter Porsche 911 RSR-GTE unter dem Banner von Weather Tech Racing in der kommenden Saison in der nordamerikanischen Serie für den amerikanischen Piloten Cooper MacNeil eingesetzt werden. Einsatzteam wird dabei die deutsche Proton Competition Mannschaft werden.

MacNeil wird dabei von einer wechselnden Truppe von Werkspiloten unterstützt werden. So werden in Daytona Kevin Estre Gianmaria Bruni und Richard Lietz den 28-jährigen dreifachen nordamerikanischen Ferrari Challenge Meister und zweifachen ALMS-GTC-Champion auf dem Alex Job Racing Porsche unterstützen. Zudem plant die Mannschaft auch ein Engagement in der GTE-Pro-Klasse des 24 Stunden Rennen von Le Mans .

Die jetzige Kooperation zwischen MacNeils Hauptsponsor Weather Tech und Proton Competition geht auf ein gemeinsames Antreten 2016 beim Klassiker an der Sarthe zurück (Bild). Für die deutsche Mannschaft von Teamchef Christian Ried ist es das erste Engagement in der IMSA-Szene, nachdem man dieses Jahr bereits Programme in der Europäischen Le Mans Serie und der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft ins Auge gefasst hat.

Mit dem Porsche Engagement ist wohl Weather-Techs gerüchteltes Ferrari-GTE-Projekt mit der Scuderia Corse hinfällig geworden. Ob neben dem einzelnen Porsche und den beiden Werks-Corvettes weiter Wagen in der Klasse antreten werden ist noch nicht klar, da BMW sein Programm noch nicht voll umfänglich bestätigt hat.

Inter-Europols WEC-Besatzung

inter europol oreca renderDas Inter-Europol Competition Team hat heute die Besatzung des WEC-Programms für die Saison 2021 bekannt gegeben. Neben dem bereits zu Beginn fixierten 29-jährigen Stammpiloten Jakub Smiechowski, der das LMP-Programm der Mannschaft seit dessen Beginn 2016 begleitet, werden der Europäische Le Mans Serie-Vizemeister Alex Brundle (30/GB), der zweifache, amtierende 24h Daytona-Sieger Renger van der Zande (34/NL) und beim Saisonauftakt in Sebring der amtierende IMSA-DPi-Champion Helio Castroneves (45/BR) die Besatzung des Orecas in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft bilden. Inter-Europol Competition schreibt damit Motorsport-Geschichte: die von der deutschen Keese-Motorsport-Mannschaft als Einsatzteam betreute Truppe ist das erste unter polnischer Nennung in der Langstrecken-WM antretende Team.

Jakub Smiechowski PLFür Alex Brundle UKSmiechowski, der als der obligatorische Silber-Pilot im Team antritt, wird ein lang gehegter Traum wahr: „... Als wir Inter-Europol gegründet haben, haben wir nicht mal davon geträumt, eine Saison in der Weltmeisterschaft bestreiten zu können. Ich denke, wir haben eine richtig gute Besatzung zusammen gestellt. Mit Leuten wie Alex, Renger und Helio zu arbeiten, wird mit Sicherheit eine tolle Erfahrung sein. Ich kann es kaum erwarten, dass es losgeht.“

Mit Alex Brundle schnappt Inter-Europol Competition der Konkurrenzmannschaft von United Autosports einen ihrer bisherigen Stammfahrer vor der Nase weg. Der Brite, letztes Jahr Vizemeister in der Europäischen Le Mans Serie und 2016 mit dem anglo-amerikanischen Team LMP3-Champion im europäischen ACO-Ableger bringt bereits WM-Erfahrungen mit den Teams United Autosports, Jackie Chan DC Racing, G-Drive-Racing, Pegasus Racing und Oak Racing aus den letzten Jahren mit – unterbrochen von einem kurzen LMP1-Gastspiel im Ginetta-Team.

Renger van der Zande NLDer Helio Castroneves BRNiederländer Renger van der Zande hat sich seit seinem LMP-Debüt im By-Kolles-Lotus 2012 als einer der schnellsten Sportwagen-Asse seines an GT- und Sportwagentalenten nicht gerade armen Landes etablieren können. Nach dem IMSA-LMPC-Titel 2016 stechen vor allem die beiden Daytona-Siege 2019 und 20 hervor. „... Leider habe ich eine Überschneidung mit dem ersten Lauf der IMSA in Sebring, so dass ich dort nicht in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft fahren kann, aber ich werde das Rennen beobachten und hoffe, dass Inter-Europol Competition beim 1000-Meilen Rennen ein gutes Debüt hat, während ich mich auf das 12-Stunden-Rennen mit Chip Ganassi Racing konzentriere. Somit beginnt meine WEC-Saison erst beim nächsten Rennen in Spa-Francorchamps

Rengers Ersatzmann in Sebring wird der aktuelle DPi-Champion Helio Castroneves, der sich das Doppel-Programm in Sebring zutraut und nur sehr auf sein WEC-Debüt freut. „Wir haben schon letztes Jahr mit dem Team die Möglichkeit erörtert gemeinsam in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft zu starten und jetzt konnten wir diesen sehr speziellen Event fixieren. Ich hoffe dadurch ergeben sich weitere Möglichkeiten gemeinsam etwas in der kommenden Saison zu unternehmen..“

Die vorliegende Besatzung dürfte eine der stärksten sein die Inter-Europol Competition bislang unter Vertrag hatte. Durch den zusätzlichen Wechsel weg von Langzeit-Partner Ligier hin zum Oreca macht das Team klar das man nicht nur Staffage im WEC-Feld sein möchte. Klassen-Podien und Siege sind das insgeheim erklärte Ziel. Der im niedersächsischen Hameln stationierten Mannschaft wären entsprechende Erfolge zu wünschen!

Glickenhaus verschiebt Hypercar-Debüt

alpineunfallDie Scuderia Cameron Glickenhaus wird das Debüt ihres SCG007 Hypercars für die FIA Langstrecken Weltmeisterschaft um ein Rennen auf die zweite Meisterschaftsrunde in Spa-Francorchamps verschieben. Das hat Teambesitzer James Glickenhaus unseren Kollegen von Sportscar 365 gegenüber in einem exklusiven Interview angekündigt. Die amerikanische Mannschaft geht davon aus das der Auftakttermin der Meisterschaft in Sebring erneut wie schon im Vorjahr der COVID19-Pandemie zum Opfer fallen könnte und will sich daher darauf konzentrieren bei der zweiten Runde in Spa-Francorchamps den ersten Einsatz mit einem voll ausgetesteten 2-Wagen-Team in Angriff nehmen zu können.

Mit der Verschiebung des Debüts um ein Rennen von März auf Mai bliebe dem Team dafür mehr Zeit für eine ordentliche Entwicklung und Homologation des Boliden der als einziger Konkurrent der neuen Toyota-Hypercars in Le Mans in diesem Jahr erwartet wird. Abgesehen von Glickenhaus und Toyota hat lediglich die ByKolles Racing Mannschaft ein Hypercar-Projekt mit derzeit noch unbekannten Entwicklungsstand angekündigt, während in der Top-Klasse lediglich noch Alpine mit einem eingebremsten Vorjahres LMP1 von Rebellion Racing als Konkurrent bestätigt ist.

Im Rahmen des Interviews enthüllte James Glickenhaus zudem das man sich als Entwicklungspartner des neuen Boliden sowohl Personal von Joest Racing als Einsatzteam als auch Sauber als aerodynamischen Entwicklungspartner mit ins Boot geholt hat. Somit steigt das amerikanische Team, das unverständlicherweise immer noch keine Starterlaubnis von der IMSA erhalten hat, mit einer bemerkenswerten deutschsprachigen Beteiligung auf ingenieurstechnischer Seite in die neue Fahrzeugklasse ein. Bislang hatte die Mannschaft von Glickenhaus sich einen weltweit beachteten Namen beim 24h-Klassiker auf der Nürburgring Nordschleife, an der Glickenhaus einen Narren gefressen hat, gemacht, indem er dort technisch hoch entwickelte GT-Super- und Hypercar-Boliden an den Start brachte.

Joest soll nach Erklärung von Glickenhaus für den operativen Einsatz der SCG007-Hypercars in Le Mans und der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft verantwortlich zeichnen, während Sauber seinen für die F1 entwickelten Windkanal für die Entwicklung der Aerodynamik zur Verfügung gestellt hat. Joest wird dabei beim Le Mans Testtag die volle Verantwortung tragen, da just an diesem Wochenende der zweite Auftritt des SCG004 GT-Boliden beim 24 Stunden Rennen am Nürburgring parallel durch das Glickenhaus-Team durchgeführt wird. Das erste Chassis des SCG 007 befindet sich im Aufbau bei Glickenhaus´s italienischen Entwicklungspartner Podium Advanced Technologies. Durch die Verschiebung des Debüts gewinnt man Zeit bei der Homologation des Autos, die durch einen 1:1 Windkanaltest des Autos im Sauber-Windkanal abgeschlossen werden soll. Dadurch bleibt mehr Zeit die Ergebnisse der letztjährigen 60%-Windkanaltest an verkleinerten Modellen des Boliden in die Reallität umzusetzen. Letztlich soll der Homologation ein Rollout im kommenden Monat gefolgt von einem 30h-Langstreckentest folgen.

Mitte Mai will das Team dann auch die Besatzung der beiden Boliden bekannt geben. Hier will James Glickenhaus seiner Aussage nach einen Mix aus erfahrenen und jungen talentierten Piloten einsetzen die einen Hintergrund in der F1, der LMP1 und der LMP2 aufweisen. Unsere Kollegen haben in diesem Zusammenhang den Namen des Briten Richard Westbrook in den Ring geworfen. Neben Westbrook fuhren in der jüngsten Vergangenheit auch die Piloten Thomas Mutsch, Franck Mailleux, Felipe Fernandez Laser, Andreas Simonsen, Jeff Westfahl und Andrea Picchini für die Mannschaft des engagierten amerikanischen Milliadärs bei dessen Nordschleifeneinsätzen.

Red Bull plant DTM-Engagement

Red Bull hat bekannt gegeben die beiden Piloten Alexander Albon und Liam Lawson in der kommenden Saison in der DTM zu unterstützen. Weder das Einsatzteam noch die Marke mit der man an den Start gehen will wurden allerdings benannt. Demzufolge sucht der Hauptsponsor beider Piloten wohlmöglich derzeit noch nach einem geeigneten Einsatzteam. Der 23.jährige britisch-thailändische Albon fuhr 2019 und 2020 insgesamt 38 F1-GP für die Teams Toro Rosso und Red-Bull Aston Martin und war 2016 Vizemeister der GP3-Serie.

8 Autos in der Gesamtsieger-Klasse in Dubai

8 GT3-Pro-Mannschaften stehen auf der Nennliste der 24 Stunden-Serie der Creventic-Organisation für die 16. Ausgabe der 24h von Dubai parat. Die GT3-Pro sind in der Regel gegenüber der GT3-Am-Klasse fahrerisch homogener und stärker besetzt, so das der Gesamtsieger sich höchstwahrscheinlich aus der Riege dieser Teams rekrutiert, so denn nicht dieses Jahr erneut den Teilnehmern der Himmel auf den Kopf fällt so wie im letzten Jahr.... .

3 Porsche 991 GT3 R, je 2 Mercedes AMG GT3 und Audi R8 LMS GT3 sowie ein Lamborghini Huracán GT3 evo sind in der Top-Klasse genannt. Da in Dubai bislang nur deutsche Hersteller gewonnen haben (Porsche und Mercedes je 5 mal, BMW 3 mal und Audi 2 mal) spricht aus statistischer Sicht alles gegen den einzigen Grasser Racing Team-Lamborghini in der Klasse, der allerdings mit Rolf Ineichen und Adrian Amstutz (2014 Sieg mit dem Stadler-Porsche) sowie Rik Breukers (2019 mit Car-Collection) 3 ehemalige Gesamtsieger im Cockpit hat. Da zudem Audi-Rückkehrer Mirko Bortolotti mit auf dem Auto sitzt sollte man die mit Underdog-Status versehene Crew auf keinen Fall vorzeitig abschreiben.

Das Porsche-Lager in der Top-Klasse setzt sich aus den Teams Herberth Motorsport (Sven Müller und Klaus Bachler unterstützen die Privatiers Häring/Kolb & Triller), GPX Racing mit einer frankophonen Crew (Julien Andlauer, Mathieu Jaminet, Frederic Fatien und der seit über 40 jahren aktive Alt-Haudegen Alain Ferté werden vom Südafrikaner Axcil Jeffries unterstützt) sowie Dinamic Motorsport (mit Matteo Cairoli als Top-Fahrer einer schweiz-italienischen Crew) zusammen.

Dem 6. Porsche-Sieg wollen sich auf Seiten von AMG das Haupt Racing Team (ex-Black falcon – die 5-fachen Rekordsieger) mit dem bereits bekannt gegebenen Quintett Haupt/Engel/Assenheimer/Ratcliffe/Al Qubaisi sowie die französische Racetivity-Mannschaft entgegenstemmen, hinter der sich Francois Perrodo mit seinen Stammpiloten Collard, Vaxiviere und dem hierzulande eher unbekannten Charles-Henri Samani verbirgt. Audi baut auf die beiden Crews vom Belgian Audi Club Team WRT (hier das vor einigen Tagen veröffentlichte Lineup) und Attempto Racing , die nach dem Sieg bei den Gulf 12 hours im Vorjahr nun mit dem Quintett Christoph Mies, Markus Winkelhock , Alex Aka, Philipp Sager und Finlay Hutchinson den zweiten Klassiker in den Emiraten auch noch gewinnen wollen.

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