Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Le Mans Series ( LMS )
Mühlner Motorsport hat einen Tag vor Weihnachten die nächsten Schritte für das LMP-Programm des sowohl diesseits wie jenseits des Atlantiks aktiven Teams skizziert. Die in Europa am Circuit de Spa-Francorchamps ansässige deutschsprachige Mannschaft wird ihr LMP-Programm erweitern und dabei sowohl in der IMSA-WeatherTech SportsCar Championship als auch im Europäischen Le Mans Serie-Paket ihre Präsenz ausbauen. Das hat Teamchef Bernhard Mühlner nun öffentlich gemacht:
„Im Prototypenbereich werden wir auf beiden Seiten des Atlantiks richtig expandieren: unsere Duqueine M30-D08 LMP3 werden nicht nur in der IMSA Prototype Challenge eingesetzt, sondern auch in der IMSA-WeatherTech SportsCar Championship Bereits am 21. Januar geht es mit dem sogenannten “ROAR before the 24h“ in Daytona für beide Serien los. Das legendäre 24-Stunden-Rennen in Daytona, das “Rolex 24“ findet nur eine Woche später statt. In Europa werden 2 Duqueine M30-D08 LMP3 Fahrzeuge am Michelin Le Mans Cup und ein weiterer an der Europäischen Le Mans Serie teilnehmen.“
Laut Mühlner dienen die LMP3-Einsätze als weiterer Lernschritt da man 2022 dann erste Tests mit einem neu angeschafften LMP2 zur Vorbereitung auf die ELMS Saison 2022 und das 24 Stunden Rennen von Le Mans fahren möchte.
Auch auf der Nordschleife wird die Sportwagenmannschaft aktiv bleiben: Mit drei gewonnen Meisterschaften in den letzten vier Jahren will man mit den Cayman GT4 einen erneuten Angriff auf die Meisterschaft starten. Weitere Programme mit Porsche in anderen Serien sind ebenfalls geplant.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Le Mans ( WEC )
Aston-Martin hat das Ende seines GTE-Pro- Werksprogramms in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft bekannt gegeben. Der seit 8 Jahren und somit seit Beginn der Serie (Bild mitte) in der Meisterschaft involvierte britische Hersteller, der in diesem Jahr erstmals den Herstellertitel einfahren konnte, wird 2021 kein Werksteam mehr in die weltweite Langstreckenserie entsenden und somit auch nicht mehr in der Herstellerwertung antreten. Der Rückzug aus der WM kommt just nach der ersten Saison in der der britische Hersteller den Marken- und Fahrertitel in der GTE-Pro Kategorie einfahren konnte.
Diese steht nun vor einem sehr übersichtlichen Teilnehmerfeld: lediglich Porsche hat bislang ein weiteres Antreten in der Klasse 2021 bestätigt. Sollte Ferrari ebenfalls erwartungsgemäss das Engagement verlängern, dann starten im kommenden Jahr lediglich 4 Wagen in der Klasse, die noch vor 2 Jahren 5 Hersteller – Porsche, Ferrari, Aston Martin Ford und BMW - umfasste.
Aston Martin hat nun im Rahmen der Bekanntmachung unterstrichen, das man sich in Zukunft auf die Unterstützung von Kundenengagements in der GTE, der GT3 und der GT4-Klasse beschränken möchte. Werksseitig will man alle wichtigen Ressourcen auf die Formel 1 bündeln. Für die Förderung des GT-Kundensports hat man ein separates, neues mehrjähriges Abkommen mit Prodrive getroffen, die seit jeher für den Aufbau der Rennmodelle des Vantage verantwortlich zeichnen. Dies weist darauf hin das es auch 2021 Kundeneinsätze von GTE-Teams in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft oder der Europäischen Le Mans Serie geben könnte.
In der Pressemitteilung wurde der neue Aston-CEO Tobias Moers mit der Aussage zitiert das man sich nun im GT3-Bereich auf den Sieg bei den namhaftesten und härtesten Langstreckenrennen weltweit konzentrieren würde. "Der Vantage hat 2020 bewiesen, dass er in seiner GTE-Variante ein Siegerfahrzeug für Weltmeisterschaften und 24-Stunden-Rennen ist. Jetzt wollen wir unseren Partnern und Kunden mit dem Vantage GT3 die bestmögliche Möglichkeit geben, in den härtesten Langstreckenrennen, die der GT-Sport zu bieten hat, um den Sieg gegen unsere engsten Rivalen zu kämpfen. Ab dem nächsten Jahr wird Aston Martin mit Partnerteams auf bei namhaften Langstreckenveranstaltungen antreten." Dies könnte ein Hinweis darauf sein, das sowohl die 24h von Daytona, Spa-Francorchamps und am Nürburgring für die Briten neben der F1 im Fokus stehen werden.
Mit dem Rückkzug von Aston Martin bleiben nun der GTE-Klasse immer weniger Optionen auf neue Hersteller. Porsche und Ferrari sollen angeblich schon einen gemeinsamen Umstieg in die LMDh-Klasse besprochen haben – was für Porsche zwar mittlerweile zutrifft aber im Falle von Ferrari, die auf einem eigenen Chassis statt einer von Oreca oder Dallara zugekauften LMP2-Basis bestehen, eher unwahrscheinlich wäre. Möglicherweise würde ein Rückzug auch der letzten beiden Hersteller in der Klasse den etwas preiswerteren GT3 den Weg in die WM und zum 24h-Klassiker an der Sarthe ebnen.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Creventic 24h Serie
Das Haupt Racing Team hat die Besatzungen für die beiden Mercedes AMG GT3 für das 24h-Rennen Dubai der 24 Stunden-Serie am 14.-16. Januar 2021 bekannt gegeben und auch die Designs der beiden Rennboliden veröffentlicht: In der GT3-Pro Klasse tritt die Startnummer 4 an, die unter der Nennung HRT Bilstein geführt wird. Mit dem Fahrzeug im blau-gelben Bilstein-Komplettdesign setzt sich die bereits beim vergangenen 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring sichtbare Partnerschaft mit dem Ennepetaler Fahrwerkshersteller Bilstein fort. Der zweite AMG unter der Nennung HRT Abu Dhabi Racing mit der Startnummer 5 wird in der GT3-Am Kategorie ins Rennen geschickt.
Am Steuer der #4 in Bilstein-Farben erhält Hubert Haupt Unterstützung von Maro Engel, Patrick Assenheimer, Khaled Al Qubaisi und Ryan Ratcliffe. In der #5 wechseln sich unterdessen Florian Scholze, Valentin Pierburg, Nico Bastian sowie die beiden Doppelstarter Patrick Assenheimer und Al Qubaisi ab.
Nach den Langstrecken-Klassikern auf dem Nürburgring und in Spa-Francorchamps ist das Rennen in Dubai das dritte 24-Stunden-Rennen seiner noch jungen Geschichte auf dem Programm. Die Bilanz der Einsatzmannschaft Black Falcon beim Wüsten-Enduro ist herausragend. So gewannen Team-Besitzer Hubert Haupt und Khaled Al Qubaisi das Hankook 24H Dubai bereits drei Mal als Fahrer (zuletzt 2020 gemeinsam als Teamkollegen), während das Team mit den Siegen 2012, 2013, 2015, 2018 und 2020 als Rekordsieger im bislang 15 mal ausgetragenen Langstreckenklassiker gilt.
Hubert Haupt (Bild re.), Team-Besitzer des Haupt Racing Teams und Fahrer auf der #4 hofft auf ein deutlich reguläreres Rennen wie bei der Ausgabe 2020: „Als amtierender Rennsieger weckt das Hankook 24H Dubai natürlich gute Erinnerungen in mir. In der vergangenen Saison war es ein chaotisches Regenrennen, aber meine Teamkollegen und ich sind mit der Situation stark umgegangen und haben das Rennen bis zum vorzeitigen Abbruch nach sieben Stunden voll im Griff gehabt. Ein Jahr später mit einem eigenen Team antreten zu dürfen, ist ein fantastisches Gefühl, aber gleichzeitig auch mit hohen Erwartungen verbunden: Wir wollen mit beiden Fahrzeugen Spitzenresultate erzielen und gemeinsam mit unserem Partner Bilstein bestmöglich in unser zweites Motorsportjahr starten. Im Sinne aller Fahrer, Teams und Fahrer hoffe ich, dass die Wetterverhältnisse dieses Mal stabil bleiben und wir 24 Stunden voller Rennaction erleben dürfen.“
Verfasst von Patrick Holzer. Veröffentlicht in Spezial Tourenwagen Trophy ( STT )
Auch die Spezial Tourenwagen Trophy hat in den vergangenen Tagen den Terminkalender für die kommende Saison bekannt gegeben. Nach der verkürzten Saison 2020 stehen in diesem Jahr 6 Veranstaltungen von Ende April bis Mitte Oktober im Terminkalender. Insgesamt werden 6 Läufe auf 5 verschiedenen Rennstrecken ausgetragen. Fünfmal fährt die STT dabei im Rahmen des neuen Veranstaltungspakets des ADAC Racing Weekend. Das Finale wird die ADAC Westfalen Trophy vom 15.-17. Oktober sein, die zwar nicht zu den Race Weekends des ADAC gehört, bei dem die Rennen aber ebenfalls live per Stream übertragen wird.
Die vergünstigte Einschreibung gilt bis zum 31. Januar. Wer jedoch noch die aktuell gesenkte Mehrwertsteuer mitnehmen möchte, sollte sich noch im Dezember einschreiben. Schon jetzt haben diese Möglichkeit einige Teilnehmer genutzt.
Neu ist in diesem Jahr der H&R Cup Europa, der neben den Rennen zur Spezial Tourenwagen Trophy noch 3 Veranstaltungen der in Zusammenhang mit Gedlich Racing veranstalteten GT Winter Series auf der iberischen halbinsel umfasst. Wer am H&R Cup Europa teilnehmen möchte, kann sich zunächst kostenlos einschreiben. Erst die Einschreibung in die STT wird berechnet. Diese lohnt sich für Iberien-Fahrer aber besonders. Denn sie haben gute Chancen den mit 10 000 Euro dotierten Gesamtsiegerpreis abzuräumen. Wertvolle Sachpreise wird es zudem für die Plätze zwei und drei geben.
Der Gesamtkalender der Spezial Tourenwagen Trophy lautet damit wie folgt:
23-24.1: Portimao (P) (H&R Europe Cup)
16-17.2: Portimao (P) (H&R Europe Cup)
3-4.3: Aragon (E) (H&R Europe Cup)
24-25.4: Oschersleben (STT/H&R-EC)
28-30.5: Eurospeedway Lausitzring (STT/H&R-EC)
31.7-1.8: Nürburgring (STT/H&R-EC)
27-29.8: Assen (NL) (STT/H&R-EC)
18-19.9: Hockenheim (STT/H&R-EC)
15-17.10: Nürburgring (STT/H&R-EC)
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Le Mans Series ( LMS )
United Autosports
hat für das erneute 2 Wagen-Engagement in der LMP2-Klasse der Europäischen Le Mans Serie seine beiden Hauptpiloten bestätigt. Der amtierende Meister Phil Hanson geht in der Saison 2021 erneut auf der #22 ins Rennen während Job van Uitert für ein weiteres Jahr auf dem #32 Oreca starten wird. Die Teamkollegen beider Fahrer - Hanson fuhr 2020 mit Felipe Alburquerque während van Uitert sich das Lenkrad mit Will Owen und Alex Brundle teilte - sollen erst im kommenden Jahr bekannt gegeben werden.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in WT-USCC-Serie ( IMSA )
Das Team HTP-Winward plant mit seinem amerikanischen Arm einen Gaststart in der IMSA-WeatherTech SportsCar Championship beim Saisonauftakt der 24 Stunden von Daytona. Damit wird ein zweiter Mercedes AMG GT3. Das melden unsere amerikanischen Kollegen von Racers.com. Damit würde AMG im GTD-Feld des Klassikers nun doch mit 2 Wagen vertreten sein, nachdem nach dem Umstieg von Riley Motorsport in die neu eingerichtete LMP3-Klasse lediglich Alegra Motorsport ein Engagement mit einem AMG GT3 in der IMSA-Serie angekündigt hat.
Laut unseren Kollegen handelt es sich bei dem Gaststart um einen Testeinsatz bezüglich eines für 2022 geplanten Vollengagements in der amerikanischen Langstreckenserie. Für das Cockpit würden wahrscheinlich Bryce Ward, sein Sohn Russel und Indy Dontje zum Einsatz kommen die auf einem Mercedes AMG GT4 des deutsch-amerikanischen Teams die Michelin Pilot Challenge im Rahmenprogramm der IMSA-Serie bestreiten (Bild). Diese würde im kommenden Jahr auch weiter das Hauptprogramm des Teams bilden.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Nürburgring Nordschleife (24h & VLN)
Beim zweiten Rennen der Digitalen Nürburgring Langstrecken-Serie presented by Goodyear feierte das Duo Laurin Heinrich und Rainer Talvar den ersten DNLS-Sieg für das Team BS+COMPETITION. Gleichzeitig war dies der letzte Triumph für den virtuellen BMW Z4 GT3, der beim dritten Rennen des Nordschleifen-Championats am 16. Januar 2021 durch die bereits viruell existierende Version des BMW M4 GT3 ersetzt wird. Mit einem Rückstand von 23,78s wurden Adam Christodoulou, Mats-Thorge Kuthsfeldt und Jan Sentkowski im Mercedes AMG GT3 des Teams HRT Heusinkveld abgewunken. Im spannenden Showdown um Platz drei setzten sich die Meister der vergangenen Saison, Bruno Spengler, Kay Kaschube und Nils Koch vom Team BMW Bank, durch. Das Trio überquerte nur 1s vor CoRe SimRacing die Ziellinie.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in WT-USCC-Serie ( IMSA )
JDC Miller Motorsports hat die Besatzung für den Mustang Sampling Cadillac DPi in der kommenden IMSA-WeatherTech SportsCar Championship Saison bekannt gegeben . Als Stammpiloten werden Audi-Werkspilot Loic Duval und sein französischer Landsmann Tristan Vautier zum Einsatz kommen. Duval tauscht damit die Rolle mit Sebastian Bourdais der in der vergangenen Saison Stammpilot im Auto war und seinerseits nun lediglich wie Duval im Vorjahr bei den längeren Rennen des Michelin-Endurance-Cups ins Steuer des Wagens greifen wird. Bourdais Hauptaugenmerk wird 2021 auf den Indycars liegen.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in GT4 European Series ( FIA-GT4 )
Die ADAC GT4 Germany hat bereits jetzt nach dem Ende der Früheinschreibefrist 12 teilnehmende Teams mit 18 Fahrzeugen für die dritte Saison der Serie vermeldet. Die vom ADAC organisierte Serie startet im kommenden Jahr zu 12 Rennen bei 6 Veranstaltungen im Rahmen des ADAC GT-Masters. Dabei sind Sportwagen von 5 Marken genannt. Die noch ungenannten Teams werden 2021 den Audi R8 LMS GT4, den BMW M4-GT4, den McLaren 570S GT4, Mercedes AMG GT4 und den Porsche 718 Cayman GT4 einsetzen.
ADAC Motorsportchef Thomas Voss deutete an das zumindest 4 Mannschaften aus dem ADAC GT-Masters auch in der 2.Liga des Nationalen GT-Paketes starten würden. In der vergangenen Saison traf dies auf die Mannschaften von HTP-Winward, BKK-Mobil-Racing, T3 Motorsport, Schütz Motorsport, KÜS Team 75 Bernhard und MRS GT-Racing zu. Zumindest das Team 75 hat passend dazu bereits ein Rendering des nächstjährigen Einsatzdesigns veröffentlicht.
Sowohl KTM als auch Ginetta scheinen somit (vorerst!) nicht mehr dabei zu sein. Bei KTM wäre dies nach der Bekanntgabe des umfangreichen GT2-Engagements der bisherigen Einsatzteams von True Racing und Reiter Engineering erklärlich. Zudem gibt es mit der DTM-Trophy – die im Gegensatz zur ADAC-Serie auf kürzere Spints und Einzelpiloten statt Pilotenduos setzt - eine starke nationale Konkurrenz – von der europaweit ausgetragenen GT4-European Series und den Langstreckenalternativen der Nürburgring Langstrecken Serie und der 24 Stunden-Serie mal abgesehen. Auch der ADAC wird damit leben müssen sich in einem stärker umkämpften GT4-Serienumfeld in Zukunft behaupten zu müssen.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Sonstige GT
Im Rahmen der letzten virtuellen Sitzung des FIA-Welt-Motorsportrates wurde das bereits im Frühjahr diesen Jahres beschlossene technische Konzept einer elektrisch basierten GT-Rennserie (wir berichteten), das eine eigens dafür eingerichtete Arbeitsgruppe erarbeitet hatte, von der FIA abgesegnet. Unsere Kollegen von Sportscar 365 haben nun nähere Details zu dem Konzept der Serie veröffentlicht, das auf lange Sicht hin parallel zur GT3-Klasse dem GT-Sport eine neue Perspektive öffnen soll und als Marketing-Plattform für Hersteller und Schaubühne für den Technologieumbruch hin zu CO2-ärmeren Mobilitätsformen für neue Performance-Fahrzeuge dienen soll.
Demnach soll ab 2023 eine Sprintserie ausgeschrieben werden, in der zunächst mindestens 2 Hersteller mindestens 7 Teams mit jeweils 2 Wagen ausrüsten sollen. Die Zahl der Hersteller soll nach 2 Jahren auf mindestens 4 steigen. Bei den Rennen soll ein Sprintformat mit 40 minütigen Rennen zum Einsatz kommen, die durch einen 3-4-minütigen Schnellladestop zu Rennmitte unterbrochen werden, bei dem mittels eines Expressladeequipments 60% der Batteriekapazität wieder aufgefrischt werden sollen. Die Leistung der Wagen soll dabei mindestens auf GT3-Niveau liegen, was Tempo und Beschleunigung angeht.
Die Saison soll aus mindestens 6 Events auf 2 Kontinenten (Europa & Asien oder Amerika?) bestehen und ab dem dritten Jahr der Meisterschafts auf 8 Events auf 3 Kontinenten erweitert werden. Bezüglich der Renntechnologie will man wohl so viele Elemente wie möglich an die bestehende GT3-Plattform anlehnen; dies könnte zum Beispiel die Aspekte Seriennähe, Homologationszyklen, Rennformat, BoP, etc. umfassen.
Die FIA hat nun als nächsten Schritt die Auswahl eines geeigneten Promotors beschlossen, der nach einem Bewerbungsverfahren Anfang des kommenden Jahres für die nächsten 5 Jahre bestimmt werden soll.
Bei den Herstellern zeichnet sich im Hintergrund ein starkes Engagement des VAG-Konzerns für die neue Fahrzeugplattform ab. Porsches Taycan und Audis eTron GT werden von unterschiedlichen Seiten als die beiden heissesten Kandidaten für die ersten beiden homologierten Konstruktionen der geplanten Serie genannt. Der GT3-Ausstieg von Bentley wurde zudem durch Hintergrundinfos begleitet, das die britische Marke sich in Zukunft wenn überhaupt dann nur noch mit elektrifizierten Sportoptionen befassen würde, was neben einem LMDh- oder Extreme-E Engagement auch ein Engagement auf der neuen Plattform mit einschliessen würde.
In Zukunft könnte auch ein Einstieg von E-Mobilitäts-Platzhirsch Tesla im Raum stehen. Für den amerikanischen Hersteller würde das geplante neue Roadster-Modell und der in diesem Zusammenhang entwickelte, bis zu 1200PS starke "Plaid"-Antriebsstrang spechen. Gegen Tesla spricht die fehlende Motorsport-Kompetenz die aber am freien Markt unter zahlreichen Einsatz- und Entwicklungsteams angesichts vieler in naher Zukunft auslaufender Entwicklungsprojekte für Verbrennerautos sicherlich mit etwas gutem Willen und ebenso gutem Budget zu finden sein dürfte. Schliesslich könnten auch aus dem asiatischen Raum interessierte Hersteller schnell Gefallen an der neuen Plattform finden. Mit Nio, BYD, Saic, Xpeng, Hyundai und Li-Auto befinden sich derzeit schon 6 asiatische Marken unter den 15 weltweit wertvollsten börsennotierten Autokonzernen, deren Portfolio hauptsächlich oder zu einem grossen, bzw. rapide wachsendem Anteil auf elektrisch angetriebenen Fahrzeugen beruht und die angesichts ihrer noch beschränkten Marktpräsenz und -Bekanntheit sicher einen hohen Bedarf an einer effektiven Marketing-Plattform für ihre Top-Produkte haben könnten.