Wieder N24h Qualirennen für 2021 geplant

Der veranstaltende ADAC Nordrhein und der Nürburgring planen für die 49. Ausgabe der 24 Stunden Rennen am Nürburgring auch wieder ein Qualifikationsrennen durchzuführen. Dieses hatte man im laufenden Jahr wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie gestrichen. Den Teams und Piloten soll im kommenden Jahr für die Vorbereitung nach drei Läufe zur Nürburgring Langstrecken Serie beim 24h-Qualirennen am 8. – 9. Mai ein finaler Test unter Wettbewerbsbedingungen geboten werden der einen Monat später vom ADAC TOTAL 24h-Rennen am 3. – 6. Juni gefolgt wird.

Die wichtigsten Rahmendaten bleiben dabei weitgehend wie gewohnt: Das 24h-Qualirennen bietet ausführliche Testmöglichkeiten inklusive des Qualifyings in den späten Abendstunden. Vor dem sechsstündigen Rennen am Sonntag wir es auch diesmal ein Stechen um die Pole-Position beim Top-Qualifying geben. Wie gewohnt wird sich der Zeitplan auf zwei Veranstaltungstage beschränken. Wie gehabt wird es bei den NLS-Läufen vor dem 24h-Rennen sowie beim Qualifikationsrennen auch wieder um die begehrten Plätze im Top-Qualifying gehen.

Wer sich sein Ticket für die beiden Langstreckenwochenenden sichern möchte, muss sich noch ein wenig gedulden. Nachdem 2020 durch die unvorhergesehene Corona-Lage samt Terminverschiebung viele Besucher ihre bereits gekaufte Eintrittskarten zurückgeben mussten, wollen die Veranstalter diesmal unnötigen Aufwand für die Besucher vermindern. Rennleiter Walter Hornung wirbt für Verständnis: „Erst wenn die Pandemielage absehbar ist und sich damit auch herauskristallisiert, ob und in welchem Umfang wir Fans an der Strecke begrüßen können, werden wir den Vorverkauf starten.“ Wer sein für 2020 erworbenes Ticket nicht zurückgegeben hat, für den gilt auch weiterhin, dass die Karte ihre Gültigkeit behält.

Garage 59 mit Kirchhöfer in der AsLMS

Die britische Garage 59-Mannschaft nimmt mit 2 Aston Martin Vantage AMR GT3 an der Asiatischen Le Mans Serie teil. Auf einem der Fahrzeuge wird dabei ein deutschsprachiger Pilot antreten. Marvin Kirchhöfer wird dabei den ersten Aston Martin zusammen mit dem 49 jährigen Briten Mike Benham steuern. Auf dem zweiten der britischen Boliden sind bislang der Schwede Alexander West und Aston-Werkspilot Maxime Martin verpflichtet worden.

Das Team beabsichtigt bis zum Saisonstart des ersten Laufs am 4-6.Februar auch noch die jeweils dritten Sitze auf den beiden Fahrzeugen mit Piloten mit Silberstatus zu besetzen. Die 4 Rennen der Serie werden im Februar sämtlichst auf dem Yas Marina-Circuit in Abu Dhabi abgehalten.

Lamborghini-Werkspiloten 2021

Lamborghini hat den Werkspilotenkader für die Saison 2021 veröffentlicht. Dieser enthält 8 Namen. Grösste Überraschung ist die Rückkehr von Mirko Bortolotti der nach nur einem jahr in Diensten des Audi-Werkskaders wieder zur italienischen Supersportwagenmarke zurückkehrt. Daneben wurde noch der 20-jährige Brite Sandy Mitchell, aktuell mit Barwell Motorsport frisch gebackener Meister der britischen GT-Meisterschaft, in den 8 Köpfe umfassenden Kader mit aufgenommen.

Die Werkspilotenmannschaft umfasst daneben auch die Italiener Giacomo Altoe, Andrea Caldarelli, Marco Mapelli und Giovanni Venturini, den Spanier Alberto Costa-Balboa und den Franzosen Franck Perera. Einziger Abgang aus dem Kader ist der 27 jährige Däne Dennis Lind. Zustzlich wurde der Mexikaner Raul Guzman aus dem Young Driver Bewertungs-Programm von Lamborghini als offiziellen Entwicklungspilot für den Lamborghini Huracán GT3 evo übernommen.

NLS-Einstieg für HCB Rutronik Racing

Die HCB Rutronik Racing Mannschaft nimmt sich für 2021 ein viertes GT3-Rennprogramm vor. Neben den bereits bekannten Engagement im ADAC GT-Masters, der GTC-Serie und beim FIA-World Cup in Macau plant die Mannschaft von Teamchef Fabian Plentz und Sportdirektor Manuel Reuter 2021 ihr erstes Langstreckenprogramm auf der Nordschleife. Dafür wechselt man auch die Einsatzgeräte – statt mit Audi wird HCB Rutronik Racing erstmals auch Porsche-Fahrzeuge einsetzen.

„Insgesamt haben wir in der kommenden Saison zusätzlich zu unseren Audis 3 Porsche in der Betreuung“ bestätigtete uns Fabian Plentz auf Nachfrage. „2 davon sind unsere eigenen Fahrzeuge und einen dritten Kundenwagen werden wir zudem in der GTC-Serie einsetzen. Allerdings ist in der Nürburgring Langstrecken Serie erst mal nur der Einsatz eines Porsches angedacht. Die Besatzung dafür steht so gut wie fest aber wir wollen zu diesem Zeitpunkt noch keine Details dazu veröffentlichen weil wir das Programm zusammen mit Porsche auf der Nordschleife absolvieren werden.“

Plentz sieht das NLS-Programm, das 3 NLS-Läufe und einen Start beim 24h-Rennen vorsieht, als Einstieg in den Langstreckensport für das 2010 gegründete Team das 2019 mit dem ADAC GT-Masters-Titel für Patric Niederhauser und Kelvin van der Linde in seiner Masters-Premierensaison den bislang grössten Teamerfolg einfahren konnte. „2021 ist für uns ein weichenstellendes Jahr. Alle grösseren Sportwagenrennen finden in der Langstreckenszene statt. Dort wollen wir in Zukunft auch vertreten sein, da wir langfristig auch weiter wachsen und irgendwann auch die grossen Klassiker bestreiten wollen. Dadurch das wir eine Reihe von Bezügen zum Nürburgring haben – Manuel hat ja unter anderem 2003 mit Phoenix Racing die 24h gewonnen – lag die Rennserie dort als erstes Betätigungsfeld nahe. Auch ist die Anfahrt dort nicht zu weit von unserer Teambasis entfernt.“

d6finale udell schramm audi r8Auf ein langfristiges Ziel wollte sich Plentz auf Nachfrage nicht festlegen lassen. „Wir beobachten die gesamte Rennszene und stellen im Augenblick eine Reihe von Überlegungen an. Zur Zeit ergeben sich ja auch eine Reihe von Entwicklungen in Bezug auf neue Fahrzeugklassen. Aber angesichts der derzeitigen Lage der Rennszene ist zu viel mit Unsicherheiten behaftet, als das man jetzt schon seriös konkrete Ziele für die nächsten Jahre diskutieren könnte. Wir verfolgen lieber unsere bisherige bewährte Strategie einen fundierten Schritt nach dem Anderen zu zu unternehmen und dafür ist ein Nordschleifenprogramm mit einem GT3-Auto sicherlich der adequate Schritt.“

Neben dem Langstreckenprogramm wird HCB Rutronik Racing auch 2021 wieder im ADAC GT-Masters antreten. Dort bleibt es bei den Audi als Einsatzgeräten wobei das Team wieder mindestens 2 Wagen einsetzen will. „Hinzu kommt wieder ein Programm in unserer Stammserie der GTC wo wir über die Saison hinweg mindestens 3 Wagen einsetzen werden. Einer ist ebenfalls ein Porsche, den wir für einen Kundenpiloten einsetzen werden. Hinzu kommen als Stammstarter mindestens 2 Audi und über die Saison verteilt weitere Audi-Gaststarter die sich aus unserem Kundenstamm rekrutieren werden. Daneben wollen wir auch in der kommenden Saison wieder beim FIA GT Weltcup in Macau starten den wir bislang seit einigen Jahren als Stammstarter bestritten hatten."

Fabio Scherer bei United Autosports

Das United Autosports Team holt sich für die LMP2-Titelverteidigung in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft einen deutschsprachigen Piloten mit an Bord: Da Phil Hanson nach seinem Titelgewinn zusammen mit Felipe Alburquerque aktuell von Silber- auf einen Gold-Status heraufgestuft wurde, die Besatzung eines LMP2 aber mindestens eine Silber-Piloten aufweisen muss hat die die britische Meistermannschaft sich der Dienste des 21-jährigen Fabio Scherers versichert. Der letztjährige DTM-Junior im WRT-Team und ex-Formelpilot – 2013 und 14 zudem Meister der Schweizer KF3 Kart Meisterschaft – wird den ebenfalls 21-jährigen Briten und seinen portugiesischen Teamkollegen bei allen 7 Läufen der WM unterstützen.

fabioschererFür Scherer stellt das LMP2- Engagement den ersten Einsatz in der Sportwagen-Langstreckenszene dar. „Mit den amtierenden Champions und Le-Mans-Klassensiegern Felipe Albuquerque und Philip Hanson zusammenzuarbeiten, ist eine grossartige Gelegenheit und ein weiterer grosser Schritt in meiner Karriere. Die FIA Langstrecken Weltmeisterschaft ist eine der bekanntesten und konkurrenzfähigsten Meisterschaften. Sicherlich werden die 24h von Le Mans das Highlight meiner bisherigen Rennfahrerkarriere sein. Dass ich neben Le Mans auch auf solch legendären Rennstrecken wie Sebring, Spa, Fuji, Monza oder Bahrain fahren darf, ist eine grossartige Chance, mich im Langstreckensport zu beweisen. Ich möchte mich an dieser Stelle aber auch bei meinen Sponsoren und all jenen bedanken, die mich unterstützen. Es kommt mir vor, als wäre Weihnachten für mich dieses Jahr eine Woche früher!“

Wer hingegen den zweiten Oreca der anglo-amerikanischen Mannschaft in der WM steuern soll – United hatte einen zweiten Oreca für die WM gegen Ende der Saison 2020 angekündigt – ist zur Zeit noch nicht 100%ig fixiert.

3 weitere Autos für die DTM...

jensonteamrocketrjnMittlerweile vermeldet die im nächsten Jahr auf die GT3-Plattform wechselnde DTM 2 weitere Zugangsbekundungen von Teams die sich für die kommende Saison an der Serie beteiligen wollen. Als erste der noch im abgelaufenen Jahr engagierten Mannschaften hat Abt Sportsline ein Engagement mit 2 Audi R8 LMS GT3 in der deutschen Sprintserie bekannt gemacht Potentielle Piloten wurden von der 5-fachen Meistermannschaft der Serie noch nicht genannt. Abt hatte im vergangenem Jahr die beiden Piloten Nico Müller und Robin Frijns eingesetzt und war neben dem Team Rosberg , Phoenix Racing und dem Team WRT Audi Sport eine von 4 Einsatzmannschaften in der deutschen Shiluettenserie.

Daneben hat auch ex-F1-Weltmeister Jenson Button für sein Jenson Team Rocket-RJN ein McLaren Engagement in der deutschen Serie angedeutet Die britische Mannschaft wäre da zweite McLaren Team nachdem erst kürzlich die ebenfalls auf der Insel beheimatete 2 Seas Motorsport Truppe einen Einsatz von 2 McLaren 720 S GT3 bekannt gegeben hatte.

Phoenix Racing vor LMP2-Debüt

phoenixorecaPhoenix Racing hat erste Informationen zum geplanten LMP2-Debüt veröffentlicht. Bei den ersten Rennen mit dem teameigenen Oreca 07 LMP2 im Rahmen der Asiatischen Le Mans Serie in Abu Dhabi werden die beiden Stammpiloten Simon Trummer und Matthias Kaiser von Nicki Thiim und Kelvin van der Linde unterstützt. Dabei werden die beiden Profi-Piloten Thiim und van der Linde sich an den beiden Rennwochenenden der nur 4 Läufe umfassenden Serie auf dem dritten Sitz des Fahrzeugs ablösen.

Der 29-jährige Liechtensteiner Matthias Kaiser war bereits 2-facher LMP3-Meister der VdeV-Serie und der Ultimate Cup Series mit dem österreichischen Wimmer Werk Motorsport-Team und bestritt in der abgelaufenen Saison den Michelin Le Mans Cup auf einem Ligier JS P320 LMP3 des Graff Racing-Teams. Für sein LMP2-Debüt auf dem Oreca der deutschen Mannschaft wird dem mit Bronze-Status eingestuften Piloten der LMP1 und LMP2 erfahrene 31-jährige Schweizer Simon Trummer zur Seite gestellt. Aston-Werksfahrer Thiim und Audi-Werkspilot van der Linde werden im Rahmen ihres Engagements ebenfalls ihr LMP2-Debüt absolvieren.

Mit dem Einstieg in die LMP2 will Phoenix Racing sich für ein eventuell anstehendes LMDh-Engagement ab 2023 in Stellung bringen.

True Racing GT2-Programm 2021

ktmgt2True Racing und Reiter Engineering haben für die Premieren-Saison der GT2 European Series im kommenden Jahr den Einsatz von 4 KTM X-BOW GT2 Rennfahrzeugen angekündigt. Diese Wagen sollen für Kundenpiloten von KTM an den Start gebracht werden. Damit wird bei den 5 Rennwochenenden der Serie in Monza, Hockenheim, Silverstone, Spa-Francorchamps und Le Castellet ein starkes Kontingent der Kundenfahrzeuge starten. Dabei werden die vier Fahrzeuge mit Pro-AM- beziehungsweise reinen AM-Fahrerpaarungen besetzt.

Hans Reiter: „Seit der finalen Ankündigung von KTM, mit dem neuen KTM X-BOW GT2 ein perfektes Einsatzfahrzeug für die kommende GT2 European Series auf den Markt zu bringen, haben wir zahlreiche Anfragen von Kunden erhalten, welche sich in dieser extrem attraktiven Rennserie als Fahrzeugeigner und in weiterer Folge natürlich auch als Fahrer engagieren wollen. Wir sind sehr zufrieden, dass wir bereits zum jetzigen Zeitpunkt bekanntgeben können, dass wir nicht weniger als vier Fahrzeuge unter dem Namen True Racing powered by Reiter Engineering an den Start bringen. Das zeigt, dass Stéphane Ratel und die SRO die Wünsche zahlreicher Gentleman-Fahrer nach einem attraktiven Betätigungsfeld erkannt und in Form der GT2 European Series perfekt umgesetzt haben.“

Einer der Piloten ist True Racing Teamgründer und KTM Vorstand Hubert Trunkenpolz, der in einem der vier GT2 selbst ins Lenkrad greifen wird: „Als begeisterter Gentleman-Racer sehe ich mit Freude, dass das Konzept der SRO funktioniert und schon jetzt großes Interesse an der neuen GT2-Rennserie besteht. Dass wir als True Racing mit Hans Reiter zu diesem frühen Zeitpunkt bereits 4 Fahrzeuge bestätigen können, ist der eindrucksvoll Beweis dafür.“

Rinaldi Racing vor AsLMS-Engagement

rinaldi gulf12h 2017Die deutsche Rinaldi Racing Mannschaft hat ein Engagement mit 2 Ferrari F488 GT3 in der Asiatischen Le Mans Serie 2021 in Angriff genommen. Die seit Jahren in den SRO-GT-Serien engagierte Mannschaft hatte schon in diesem Jahr ein LMP3-Programm im Michelin Le Mans Cup gestartet. Gegenüber GT-Eins äusserte sich nun Teamchef Michele Rinaldi zur Besatzung und den Beweggründen hinter dem verstärkten ACO-Engagement.

„Wir haben vor mit 2 Ferrari in die Rennen zu gehen wobei eine Mannschaft in der Am-Subkategorie für Bronce-Piloten an den Start gehen wird. Dieses Auto wird von Christian Hook und Manuel Lauck pilotiert werden. Auf dem zweiten Wagen mit der #55 werden Rino Mastronardi und David Perel miteinander antreten. Die Besatzungen sind noch nicht zu 100% fixiert, da wir prinzipiell die dritten Sitze auch noch zu vergeben haben und dafür noch in laufenden Verhandlungen stecken.“

Die Truppe von Michele Rinaldi reist dabei nicht ganz unvorbereitet an den Yas Marina Circuit an: bereits 2015 und 2017 absolvierte man eine Teilnahme an den Gulf 12h auf dem F1-Kurs in den Vereinigten Arabischen Emiraten (Bild). Von daher dürfte man beim Setup auf Teile der damaligen Daten zurückgreifen können. 

Rinaldi macht keinen Hehl daraus das eine über den GT-Titel eingefahrene Le Mans Wildcard als Idealergebnis des Engagements höchst willkommen wäre. „Wie wir dann das Budget für den Le Mans Einsatz zusammen bekommen, wäre eine erst dann zu klärende Detailfrage für die wir sicher eine Lösung finden würden. Aber Le Mans wäre für das Team sicher hochinteressant und ich sehe für uns durchaus eine Zukunft in der ACO-Szene. Diese bietet in einem entscheidenden Detail den Amateurpiloten, aus denen sich das Gros unseres treuen Kundenstamms rekrutiert, eine bessere Bühne als bei den GT. In den Langstreckenrennen der GT World Challenge Europe ist zum Beispiel das Pro-Am Feld sehr umkämpft. Da zudem alle 3 Piloten gemeinsam das Qualifying für eine Durchschnittszeit bestreiten müssen, ist der Speed deines Amateurs, den du auf dem Auto hast, schon fast entscheidend für die Startposition im Rennen. Stehst du dabei aufgrund der Leistungsdichte zu weit hinten, ist ein Kampf um den Klassensieg auch mit gutem Material und guten Pro-Piloten fast aussichtslos. Das sieht in den ACO-Serien, wo auf jedem Auto ein echter Amateur sitzen muss, aber der Profi das Qualifying bestreiten darf, etwas anders aus.

Nun hat auch die SRO das Problem erkannt und mit dem GT-Rebellion Konzept eine Rennserie vorgestellt in der ab 2021 wieder die Bronce-Fahrer in die Langstrecke zurück geholt werden sollen, was von der Grundidee her absolut richtig ist. Auch wir versuchen derzeit Cockpits dafür und auch wieder für ein GTWCE-Endurance-Programm besetzt zu bekommen, jedoch sind die Vorbehalte und die Skepsis dafür bei den Kunden angesichts noch fehlender Erfahrungswerte mit dem neuen Konzept und der derzeitigen weltweiten Lage angesichts der Corona-Pandemie gross.“

mlmc3 lc120startEine echte Gentlemanpiloten-Alternative sieht Rinaldi daher in den LMP3, die auch 2021 wieder zum Einsatz gebracht werden sollen. „Wir hatten anfangs Vorbehalte ob unsere Klientel mit den schnellen Prototypen gut zurecht kommen würden. Aber die haben sich nach einer Saison komplett zerstreut. Die Wagen sind in Anschaffung und Unterhalt sogar günstiger als die GT4 bei denen die Hersteller für Ersatzteile und regelmässige Updates deutlich hinlangen und zudem deutlich schneller als diese. Zwar spricht das Brand-Image noch für die GT aber die dafür in Kauf zu nehmenden erhöhten Kosten machen dann doch wieder die LMP3 attraktiver, bei denen durch die 5-jährige Homologation teure Updates weitgehend ausgeschlossen sind und der Fahrspass deutlich höher ist.

Daher werden wir unser 2-Wagen Engagement im Michelin Le Mans Cup fortsetzen, wobei das Duo Steve Parrow und Dominik Schwager bereits erneut für die kommende Saison fixiert worden ist. Für den zweiten Duqueine M30-D08 LMP3 sind wir derzeit noch in Verhandlungen.“

T3 wechselt ins Lambo-Lager

Mit einem Lamborghini-Trio will T3 Motorsport ab 2021 im ADAC GT-Masters antreten. Der sächsische Rennstall von Teamchef Jens Feucht plant in seinem dritten Jahr in der Rennserie, den Einsatz von drei Lamborghini Huracán GT3 evo. Damit bleibt man zwar bei den Einsatzgeräten im VAG-Konzern-Portfolio, verabschiedet sich jedoch in der Top-Klasse vom bisher eingesetzten Audi und dem lediglich in diesem jahr an den Start gebrachten Bentley, dessen Einsatz der britische Hersteller ab dem nächsten jahr wie berichtet zurückfahren möchte.

"Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Lamborghini", sagt Teamchef Jens Feucht. "Der Huracán GT3 Evo ist ein spektakuläres Auto und hat nicht nur im ADAC GT Masters schon viele Erfolge gefeiert. Nachdem wir in diesem Jahr erstmals zwei Fahrzeuge eingesetzt haben, wollen wir in der nächsten Saison zum ersten Mal 3 Autos an den Start bringen. Davon versprechen wir uns mehr Daten, die uns helfen sollen, unseren Aufwärtstrend fortzusetzen. Wir werden auch 2021 ein Hauptaugenmerk auf die Förderung junger Piloten legen."

Mit Maximilian Paul und Hugo Sasse stehen die ersten beiden Fahrer für die Lamborghini bereits fest. Paul bestreitet damit seine dritte Saison für T3 Motorsport im Masters. ADAC Stiftung Sport-Förderpilot Sasse steigt dagegen aus der ADAC GT4 Germany auf. Die ersten Testfahrten mit den Lamborghini plant T3 Motorsport für Februar in Portimao.

Damit könnten in der kommenden Saison bis zu 7 Lamborghini Huracán GT3 evo in der deutschen Top-Sportwagenserie antreten. Auch das Grasser Racing Team hatte bereits ein Engagement mit bis zu 4 Lamborghini in der deutschen GT3-Serie angekündigt. Damit wird ein starkes Kontingent der italienischen Supersportwagen zu erwarten sein.

Nebenbei startet T3 Motorsport auch weiterhin in der ADAC GT4 Germany. Dort setzt der Rennstall 2021 zwei Audi R8 LMS GT4 ein. "Wir hatten in diesem Jahr ein starkes Debütjahr in der ADAC GT4 Germany mit einer Pole-Position und mehreren Podestplätzen", so Feucht. "Darauf wollen wir 2021 aufbauen. Deswegen erweitern wir unsere Zusammenarbeit mit Audi und setzen einen zweiten R8 LMS GT4 ein."

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