Verfasst von Frank Bresinski. Veröffentlicht in BeNeLux-GT
Erwartungsgemäß hat auch die Supercar Challenge einen neuen und verkürzten Kalender heraus gebracht. Es sind fünf Veranstaltungen mit jeweils zwei Rennen geplant. Die GT & Prototype Challenge wird ebenfalls mit dabei sein. Der Saisonauftakt findet am 08/09 August beim Superprix in Zolder statt. Hier wird u.a. auch die Belcar am Start sein. Da in Belgien Veranstaltungen mit Zuschauern bis zum 30. August verboten sind findet das Rennen unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.
Weiter geht es am 05/06 September in Assen im Rahmen der DTM. Am selben Ort finden am 26/27 September die Gamma Racing Days statt. Am 10/11 Oktober geht es nach Zandvoort bevor das Saisonfinale am 31. Oktober / 01. November erneut in Assen ausgetragen wird.
Verfasst von Frank Bresinski. Veröffentlicht in BeNeLux-GT
Die Belcar Endurance Championship hat einen neuen Kalender für die Corona Saison 2020 veröffentlicht. Der Saisonauftakt findet nun am 09. August beim Superprix in Zolder statt. Die Renndistanz beträgt 125 Minuten. Hier wird neben dem Mazda MX5 Cup und dem Ford Fiesta Cup auch die Supercar Challenge mit von der Partie sein. Nicht mit dabei sein werden leider Zuschauer. Die Veranstaltung findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.
Das zweite Rennen findet am 06. September in Assen im Rahmen der DTM statt. Ob hier 125 oder 180 Minuten gefahren werden steht eben so wenig fest wie die Frage ob Zuschauer bei diesem Rennen dabei sein dürfen.
Wettkampf Nummer drei startet am 04. Oktober in Zolder beim American Festival. Hier wird es einen 180 minütigen Lauf geben und der Veranstalter freut sich auf zahlreiche Zuschauer.
Die Rennen 4 und 5 finden am 17/18 Oktober im Rahmen der DTM in Zolder statt. Hier sind zwei 120 minütige Läufe geplant. Wie schon in Assen ist es noch ungewiss ob Zuschauer zugelassen werden.
Das Saisonfinale sind die 24 Stunden von Zolder am 07/08 November. Hier dürfen Fans wieder live an der Strecke dabei sein.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Nürburgring Nordschleife (24h & VLN)
An diesem Wochenende kommt erstmals so etwas wie vielfältige Normalität in der Sportwagenrennszene auf. Gleich 3 Events buhlen um die Aufmerksamkeit der Sportwagenfans. Neben dem ersten realen Rennen – dem Saisonauftakt der 24 Stunden-Serie Europe in Portimao - und der vom ACO veranstalteten virtuellen Ausgabe des 24 Stunden Rennen von Le Mans als rFactor2-Simulation steht auch der nächste und mittlerweile 6.Lauf der Digitalen NLS an. Beim Lauf, der unter dem Patronat des langjährigen VLN-Partners H&R Spezialfedern steht, wartet das virtuelle Nordschleifen-Championat mit einer Reihe von Neuigkeiten auf. Im Vordergrund steht dabei die iRacing Premiere des BMW M4-GT4, unter anderem mit DTM-Pilot Timo Glock am Steuer.
Ein virtuelles Heimspiel beim H&R 3h-Rennen feiern Martin Tomczyk und Jens Klingmann mit dem BMW Z4 GT3 des H&R BMW Team Green Hell. Das Duo aus zwei BMW-Werksfahrern ohne Unterstützung eines Simracing-Profis hofft auf eine Top-7-Platzierung. Erstmals in der DNLS am Start ist der fünffache VLN-Rennsieger und 24h-Gewinner Connor de Phillippi aus den USA. Zusammen mit Robby Foley und Elias Seppänen teilt er sich das Cockpit des BMW Z4 GT3 von BS+Competiton. Ebenfalls neu in der GT3-Klasse sind BSC Sports by HWA AG mit dem aufstrebenden GT4-Piloten Tim Heinemann im Mercedes AMG GT3 sowie René Rast und Benjamin Leuchter, die mit dem Audi R8 LMS GT3 von Eibach Racing einen Gaststart in der Königsklasse absolvieren. Einen teaminternen Tausch gibt es bei Williams Esports. In Williams Farben gibt der 18-jährige belgische Blancpain GT Serien Endurance Cup-Pilot Esteban Muth seinen Einstand. Sami-Matti Trogen wechselt in das MAHLE Racing Team an die Seite von Alex Arana, nachdem Arana´s Copilot Augustin Canapinio wegen eines Regelverstosses im letzten Lauf mit einer Sperre für das 6.Rennen rechnen musste.
Die größte Neuerung ist die Umwandlung der Cup 3 (Cayman GT4 Trophy by Manthey Racing) in die offene Klasse SP10 für GT4-Fahrzeuge. Diese wurde möglich nachdem BMW nach einem halben Jahr Entwicklungszeit den BMW M4-GT4 aufwändig gemeinsam mit dem amerikanische Softwarehaus iRacing.com Motorsport Simulations für die Plattform entwickeln liess. Gleich 5 Mannschaften werden nun in der SP10-Klasse mit dem neuen Modell gegen 7 Cayman antreten, unter anderem auch die real existierenden Mannschaften von T3 Motorsport und FK Performance. Prominentester Debütant bei der Nordschleifen-Premiere des virtuellen Kundensportlers aus München ist Timo Glock, der gemeinsam mit ADAC GT4 Germany-Vizemeister Marius Zug bei der Premiere auf dem BS+Hype-Wagen startet.
„Wir freuen uns, dass unser Partner Manthey Racing uns dabei unterstützt eine größere Fahrzeugvielfalt in der DNLS anbieten zu können und auf den eigenen Cup verzichtet“, sagt Christian Stephani, Geschäftsführer VLN VV GmbH & Co. KG, der auch für die Mitorganisation der Sim-Racing Serie verantwortlich zeichnet.
In der CUP2-Porsche-Klasse hat sich auch wieder unser Project GT-Eins.de Teram qualifiziert, das unter anderem gegen die Realteams von WS Racing, Black Falcon Team Identica, Novel/Ring-Racing, das Weiland Racing Team und die Raceunion-Mannschaft antritt. Eine Neubesetzung gibt es bei den Tabellenführern in der SP3T-Klasse. Marius Golombeck, der beim fünften Lauf in einem packenden Finish auf den letzten Metern den dritten Klassensieg holte, ist beruflich verhindert. So lastet die Verantwortung nun auf seinem Teamgefährten Patrick Kubinji, der das Rennen für CoRe SimRacing zusammen mit dem Finnen Kimmo Suominen auf dem virtuellen Audi TCR bestreitet.
Das Rennen wird am Samstagmittag wie gewohnt live auf VLN.de gestreamt. Die Online-Übertragung – ebenfalls auf YouTube, Twitch und DAZN zu sehen – beginnt um 12:30 Uhr mit dem Zeittraining der GT3-Boliden. Rennstart ist für das H&R 3h-Rennen ist um 13 Uhr.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Nürburgring Nordschleife (24h & VLN)
Klaus Abbelens Frikadelli Racing Team hat heute für die Test- und Einstellfahrten am 15.06.2020 die Rückkehr an die Nordschleife bekannt gegeben. Diese sollen mit beiden Porsche 991 GT3 R des Teams bestritten werden. Dazu wurden heute die Piloten der Mannschaft benannt.
Das Lenkrad der Startnummer 30 teilen sich bei den ersten Testfahrten nach der langen „Corona-Pause“ die für die Saison vorgesehene komplette Besatzung, bestehend aus Sabine Schmitz, Alexander Müller, Lance David Arnold und Teamchef Klaus Abbelen. Auf dem Schwesterfahrzeug mit der Startnummer 31 wechseln sich die beiden Porsche Werksfahrer Kévin Estre und Michael Christensen am Steuer ab.
Zudem wurde auch die Besatzung des Porsche Cayman GT4 (718 Clubsport) noch einmal bestätigt; hier werden wie bereits berichtet Hendrik von Danwitz und „Jules“ beim Saisonauftakt zur Nürburgring Langstrecken Serie erstmalig ins Steuer greifen.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Blancpain Endurance GT Cup ( BES )
ROWE Racing hat diese Woche die Besatzung des in der GT World Challenge Europe Endurance startenden Porsche 991 GT3 R des Teams für die Saison 2020 benannt. Auf dem in dieser Saison einzigen Wagen des Teams (2019 war man noch mit 2 Autos unterwegs) werden Werksfahrer Dirk Werner, der französische Porsche Young Professional und amtierende Porsche Carrera Cup Deutschland Meister Julien Andlauer und der in der letzten Saison im italienischen Dinamic Motorsport Team startende Klaus Bachler bei den 4 geplanten Events antreten. Die von der Saarländer MCG-Gruppe als Einsatzteam betreute ROWE Racing Mannschaft schloss die letzte Saison der SRO-Langstreckenserie als drittes Pro-Team in der Meisterschaft ab.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Le Mans Series ( LMS )
Inter-Europol Competition
hat gestern den dritten und letzten Piloten für das erste LMP2-Auto dieses Jahres in der Europäischen Le Mans Serie benannt. Der Russe Matevos Isaakyan soll an der Seite von Kuba Smiechowski und Rene Binder im Ligier JS P217 LMP2 mit der #34 antreten. Die 3 Piloten sind auch für den gemeinsamen Le Mans-Start im September vom Team für den Wagen vorgesehen.
Der 22-jährige, in Moskau lebende Russe wechselte 2017 aus dem Formel-Programm von SMP Racing in deren LMP2-Engagement, wo ihm auf Anhieb in seiner Prototypen-Debütsaison ein Sieg im SMP Racing Dallara LMP2 bei der ELMS-Runde in Le Castellet gelang. Im selben Jahr gelang ihm auch der Vizemeistertitel im World Series Formula V8 3,5l-Programm des russischen Teams. In der darauffolgenden Saison der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft-Superseason 2018-19 wechselte Isaakyan in das LMP1-Programm der russischen Mannschaft, wo er leider aufgrund einiger Ausfälle seines Teams glückloser blieb. In Erinnerung blieb der Russe besonders aufgrund eines unverschuldeten, spektakulären Unterluft-Überschlags bei der 2018´er Runde in Spa-Francorchamps den er weitgehend unverletzt überstand.
Isaakyan freut sich nach einer Mitteilung des Teams, seine alten Kampfgefährten für die Saison 2020 an seiner Seite zu wissen: “Diesesmal fahre ich gemeinsam mit Kuba und Rene, gegen die ich in der World Series schon manche Rennen als Gegner gefahren habe. Zusammen bilden wir eine starke Crew die sich schon bald auf der Strecke in der ELMS und in Le Mans beweisen kann.”
Die Verpflichtung des russischen Piloten wirft die Frage auf, ob und wo nun Matthias Beche, der im letzten Jahr als Ligier-Entwicklungsfahrer auf dem #34 Wagen startete, 2020 zum Einsatz kommen könnte. Die im deutschen Hameln stationierte Einsatztruppe des unter polnischer Nennung startenden Teams sucht derzeit noch nach einer Besatzung für den zweiten LMP2 des Teams. Dort könnte auch der 41-jährige Alexander Müller starten, der für den auf der Reserveliste des 24 Stunden Rennen von Le Mans stehenden Wagen vom Team als Lead-Pilot benannt wurde.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Nürburgring Nordschleife (24h & VLN)
Die Nürburgring Langstrecken Serie hat heute den modifizierten Plan für die aufgrund der Corona-Auflagen geplante „Outdoor-Boxengasse“ im Fahrerlager vorgestellt. Diese soll nun statt wie im ersten Entwurf von lediglich einer Richtung nun beidseitig befahrbar sein, wobei ein Wendekreis am südwestlichen Ende die Fahrzeuge wieder zurück befördert. Auch werden alle Fahrzeuge bei den Boxenstopps erst durch die erste Box ins Fahrerlager gelotst, um dann nach der Rückfahrt durch die Nachbarbox zum Tanken in die Boxengasse, entlang dem aufgrund der Corona-Auflagen geschlossenem Boxengebäude, geführt zu werden.
Damit übernahm die VLN einen Vorschlag der Teams, den diese vor 3 Wochen in konstruktiven Gesprächen u.a. des Rennstreckenbetreibers, der ILN (Interessengemeinschaft Langstrecke Nürburgring), sowie dem Deutschen Motorsport Bund erarbeitet hatten. In der Outdoor-Boxengasse werden für die Mannschaften bis zu 64 Außenparzellen von 20 Meter Tiefe und 6 Meter Breite geschaffen, die für jedes Team ausreichend Platz für Renntransporter und Zelte schaffen sollen. Innerhalb der Aussenparzellen bleiben die Mannschaften unter sich und ermöglichen so die Einhaltung der Abstandsregeln sowie der Vorgaben zur Kontaktminimierung.
Die Serie stellte in der Vorstellung des Konzeptes klar, das ein reiner Tankvorgang ohne Durchfahren der Outdoor-Boxengasse nicht zulässig ist. Um die Chancengleichheit sicherzustellen, muss stets die komplette Boxengasse inklusive der Schleife durch das Fahrerlager befahren werden. Das Tempolimit für die Rennfahrzeuge wird in der gesamten Boxengasse 40 km/h betragen, bei der Durchfahrt durch die Boxen 1 und 2 und im Wendekreisel 30 km/h. Alle Teams müssen also taktisch mit der gegenüber dem Standard-Prozedere verlängerten Zeit für einen Tank/Boxenstopp kalkulieren.
Am 5. Juni 2020 fanden im Fahrerlager des Nürburgrings Testfahrten auf der Boxengasse mit Wendekreisel statt. Neben Verantwortlichen der VLN waren auch Vertreter der ILN sowie Porsche-Testfahrer Lars Kern vor Ort, der mit seinem Arbeitsgerät – dem Manthey-„Grello“-Porsche - die Durchführbarkeit der Streckenführung und der Geschwindigkeitsbegrenzungen validierte.
Der neue Vorschlag verbessert die Zugänglichkeit der Aussenparzellen für die Mannschaften und soll wohl auch die Sicherheit beim Zürückkehren auf die Strecke für die Teams erhöhen.
VLN Sportleiter und Renndirektor Michael Bork ist überzeugt nun mit Hilfe der Teams eine machbare Alternative zum aufgrund der Corona-Auflagen nicht nutzbarem Boxengebäude gefunden zu haben : „Die Rennen unter diesen besonderen Corona-Bedingungen werden für alle Teams, Teilnehmer, Fahrer, Mechaniker und Helfer, wie auch für die Veranstalter und die Rennleitung eine große Herausforderung werden. Wir müssen an vielen Stellen Kompromisse eingehen und unsere gewohnten Strukturen und Abläufe verlassen. Das gilt insbesondere auch für diese Lösung, die anders funktionieren wird als die Teams, Fahrer und wir es bisher gewohnt sind. Ich bin aber zuversichtlich, dass unsere Teams und Fahrer damit zurechtkommen und ihre Rennfahrzeuge und die Boxenstrategien darauf einstellen. Solange eine Nutzung der eigentlichen Boxen wegen der Corona-Vorgaben nicht zulässig ist, ist diese Variante der Boxengasse die einzig vernünftige Alternative für unser Rennformat.“
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Creventic 24h Serie
Mit den 24h von Portimao beginnt am kommenden Wochenende nicht nur endlich die 2020´er Saison der 24 Stunden-Serie. Das nun Mitte Juni zum eigentlich ursprünglich den 24h von Le Mans gewidmeten Wochenende abgehaltene Rennen markiert in dieser von der Corona-Pandemie gegeisselten Ausnahmesaison erst das 5. grössere Langstreckenrennen des Jahres nach den 24h-Enduros von Dubai und Daytona, den 12h von Bathurst und den 6h von Austin. Leider hat die von der Creventic ausgegebene Mindestanzahl von 20 Teams trotz zwischenzeitlich bis zu 22 gelisteter Mannschaften bis zum Start des Events nicht gehalten: nur 16 Wagen starten nun in diesen alles andere als gewöhnlichen Saisonauftakt. Dennoch dürfte die Erleichterung, das nun an diesem Wochenende die Langstreckensaison wieder los geht, allenthalben dazu führen das man über diesen Malus hinweg sieht.
Was erwartet uns am kommenden Wochenende? 3 GT3-Fahrzeuge, 2 Porsche 991, 3 GT4, 2 Cayman, 5 TCR- und ein TCX-Team gehen am kommenden Wochenende in das Rennen, dessen 4.Ausgabe damit das bis dato kleinste Feld des portugiesischen Enduros erlebt. Dabei starten 6 Porsche, 3 Volkswagen, je 2 Mercedes, Audi und Aston Martin sowie ein Cupra in das Rennen. Die Teams, die sich mit einem eigens gecharterten Flieger von Düsseldorf aus auf den Weg machen kommen aus Belgien (5 Mannschaften), Deutschland (4), Portugal, der Schweiz (je 2) sowie Frankreich, den Niederlanden und Spanien (je 1).
In der GT3-Klasse duellieren sich die beiden deutschen Mannschaften von Herberth Motorsport (Allemann/Bohn/Renauer/Renauer auf der #91 und Häring, Konstantinou, Seefried, Joos, Müller auf der #92) und HTP-Motorsport mit dem Quartett Ward/Ward/Dontje/Ellis um den Sieg, der damit erstmals nicht an das tschechische Scuderia-Praha Ferrari-Team fallen wird. Auf Pech bei den 3 starken GT3 hoffen die beiden Porsche-Mannschaften von Mühlner Motorsport (Moritz Kranz und Lokalmatador José Carlos Gomes Castro Vieira) sowie die belgische Speedlover-Equipe mit einem internationalen Quartett, die auf eine in der Serie wohl einmalige Chance eines Sprungs auf das Gesamtpodium spekulieren.
In der GT4-Klasse kämpfen die beiden Aston-Mannschaften von PROsport Racing (D) und das spanische Team Virage gegen das portugiesische Lokalteam von Parkalgar Racing und ihrem auf einem Mercedes AMG GT4 startenden Pilotenquintett. 2 Cayman – ein portugiesisches Fahrzeug und ein weiteres Fahrzeug von Mühlner Motorsport mit dem Trio Sartingen/Schwerfeld/Jung werden in der erstmals wieder besetzten Cayman-Klasse erwartet. Hinzu kommen 6 TCR-Tourenwagen wobei das schweizer Autorama Motorsport by Wolf Racing Team schon 2 Golf (einen u.a. mit Yannick Mettler) an den Start bringt.
Das Rennen das unter allen denkbaren Auflagen zur Corona-Abwehr – u.a. sind Zuschauer und die Motorpresse nicht zugelassen – abgehalten wird, soll zum grossen Teil erneut auf der Website der 24 Stunden-Serie gestreamt werden. Der Start erfolgt am Samstag um 12 Uhr Ortszeit (13 Uhr MEZ).
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Nürburgring Nordschleife (24h & VLN)
Die Nürburgring Langstrecken Serie hat von den Behörden des Landes Rheinland-Pfalz grünes Licht für den Saisonauftakt am 27. Juni bekommen. Wie die serie heute mitteilte genehmigte die Kreisverwaltung Ahrweiler das Rennen unter Berücksichtigung des von der VLN und dem Institut für Hygiene und Öffentliche Gesundheit des Universitätsklinikums Bonn entwickelten Hygienekonzepts. Dieses sieht unter anderem eine offene , im Fahrerlager aufgebaute Freiluftboxenanlage, eine auf Einhaltung der Abstandsregeln bedachte Reduzierung und Plazierung der Wagenmannschaften und ein Rennen unter Ausschluss von Zuschauern – auch auf der Nordschleife – vor.
„Wir sind froh, dass nun endlich wieder Rennen stattfinden können. Das sind positive Nachrichten für unsere Teilnehmer und die gesamte Region rund um den Nürburgring“, sagt Christian Stephani, Geschäftsführer der VLN VV GmbH & Co.KG. „Unsere Bemühungen der letzten Wochen, ein überzeugendes und schlüssiges Hygienekonzept für die Rennen zu entwickeln, haben sich ausgezahlt. Mit der aktuellen Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes Rheinland-Pfalz, die den Wettkampfbetrieb in kontaktfreien Sportarten wieder erlaubt, ist der Weg für Rennen frei“, so Stephani. Der VLN-Geschäftsführer appelliert an die Fans Verständnis für die vorläufige Ausrichtung als geschlossene Veranstaltung entgegen zu bringen. „Die Fans fiebern dem Saisonstart genauso entgegen wie wir, die Teams und die Fahrer. Das ist verständlich. Dennoch möchten wir appellieren, sich noch etwas zu gedulden und die Rennen über unseren Livestream und andere Kanäle zu verfolgen.“
Ein zusätzlicher Probe- und Einstelltag am 15. Juni soll dabei am kommenden Wochenende den Teams nochmal die Gelegenheit geben, sich auf die 8 Rennen umfassende Saison vorzubereiten.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in ADAC GT Masters
Spät erst, aber immerhin: auch das ADAC GT-Masters startet nun seinen eigenen Sim-Racing Wettbewerb. Nachdem die meisten aufgrund der Corona-Pandemie zur Untätigkeit verdammten Rennserien bereits frühzeitig das bislang nur als Trainingsoption genutzte Sim-Racing als Ersatzdisziplin für sich entdeckt und in kürzester Zeit durch den Einsatz von Rennprofis professionalisiert hatten, zieht nun die deutsche GT3-Serie mit einer Miniserie nach. Allerdings wird schon bei der Ankündigung deutlich, das man bei weitem nicht die Professionalisierung der anderen Serien erreichen wird. Zudem fällt dem Masters ein Kooperationsdeal auf die Füsse der in der Vergangenheit geschlossen wurde.
Die ADAC GT Masters eSports Challenge 2020 soll mit drei Online-Events im Juni und Juli basierend auf der Simulation Raceroom abgehalten werden. Im Juni und Juli 2020 haben eSports-Fans und Sim-Racer die Chance auf einen Startplatz in einem der drei Online-Events der neuen Simserie. Dem Auftakt auf der virtuellen Variante der Ardennen-Achterbahn von Spa-Francorchamps am 17. Juni folgt der Kampf um die Plätze auf dem tschechischen Autodrom Most am 1. Juli. Virtueller Schauplatz des dritten Events der ADAC GT Masters eSports Challenge ist der Circuit Zolder am 15. Juli. Die Rennen starten jeweils um 19 Uhr. Alle Informationen zu den eSports-Aktivitäten und -Events des ADAC finden interessierte Simracer unter adac.de/esports.
Jedoch ist der Weg in die Rennen mit reichlich Hürden gespickt und weniger die sportliche Leistung als die Unterhaltung scheinen im Vordergrund zu stehen: Mit einer schnellen Zeit in einem der Online-Qualifyings im Vorfeld der Events die sämtlichst auf Raceroom abgehalten werden, müssen die als „Hobby-Simracer“ bezeichneten Kandidaten ihre Chance auf einen Startplatz mit einer Bestzeit unter die besten 100 Teilnehmer schaffen. Schafft man es in die Top 100 der Leaderboard -Wettbewerbe, so entscheidet danach nicht die Bestzeit sondern ein Losverfahren wer die lediglich 20 zur Verfügung stehenden Startplätze gegen die lediglich 5 ADAC-Profi-Piloten (u.a. Kelvin van der Linde und Jens Klingmann werden genannt) sowie einige „Profi“-Sim-Piloten und einige Special-Guests bekommt. Die Top-10 der schnellsten Qualifikanten geht demnach bei der Suche nach einem Startplatz eventuell leer aus. Bezeichnend ist dabei auch, das der ADAC nicht selbst die Meisterschaft ausrichtet, sondern mit der SX Group einen externen Dienstleister beauftragt hat. Auch sind in der Simulationen offensichtlich keine Fahrerwechsel vorgesehen, die ein wichtiges taktisches Element der Masters-Rennen ausmachen und die Anzahl der teilnehmenden Piloten zumindest verdoppelt hätten.
Das Masters hat zudem schon vor Jahren eine Kooperation mit der Simulation RaceRoom Racing Experience abgeschlossen, die seitdem jedes Jahr das offizielle Spiel zur jeweiligen ADAC-Saison herausgibt. Raceroom besitzt zwar gegenüber den Simulationen iRacing, Assetto Corsa oder rFactor 2 ein komplettes, vorgefertigtes Feld aller Masters-Fahrzeuge, bietet aber weniger Möglichkeiten in Bezug auf die Rennadministration, Multiplyerfähigkeit oder der Liveübertragungsfatures. Zusammen mit dem zweifelhaften Qualifikationsmodus steht somit jedenfalls nicht der professionelle, sportliche Wettbewerb im Vordergrund.
Das schaffen die Konkurrenzserien mittlerweile deutlich besser. Die DNLS schafft durch die wachsende Einbindung realer Rennprofis in allen Klassen mittlerweile einen auch sportlich anspruchsvollen Wettbewerb in dem sowohl reale Rennpiloten als auch Simracer mit guten Leistungen glänzen können. Die SRO mit der SRO E-Sport GT Pro Series, oder die IMSA mit der IMSA-iRacing-Pro-Series, veranstalten gar virtuelle Wettbewerbe die rein für reale Rennprofis gedacht sind. Von der weltbesten nationalen GT3-Serie hätte man sich mit Sicherheit ein früher aufgesetztes, professionelleres Konzept für eine Sim-Racing Serie versprochen.
Die Termine der ADAC GT Masters eSports Challenge 2020 lauten wie folgt:
Event I: Spa-Francorchamps Grand Prix Circuit
5. Juni, 10 Uhr bis 12. Juni, 10 Uhr: Leaderboard Competition, 17. Juni, 19 Uhr: Online-Rennen
Autodrom Most
17. Juni, 10 Uhr bis 26. Juni, 10 Uhr: Leaderboard Competition, 1. Juli, 19 Uhr: Online-Rennen
Circuit Zolder
1. Juli, 10 Uhr bis 10. Juli, 10 Uhr: Leaderboard Competition, 15. Juli, 19 Uhr: Online-Rennen