Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Le Mans Series ( LMS )
An diesem Wochenende startet nach 2 geschäftigen Testtagen nun auch die Europäische Le Mans Serie in ihre Saison 2020 – die 17.te Saison des europäischen ACO-Ablegers. 36 Wagen werden auf dem Circuit Paul Ricard in Le Castellet zum Saisonstart erwartet. Dabei setzt sich das Feld nun aus 15 LMP2, 12 LMP3 und 9 GTE-Am-Wagen zusammen. Damit ist das Feld gegenüber der ersten Bekanntmachung Anfang Februar um 4 Wagen geschrumpft.
Corona-bedingt fehlen der Carlin-Dallara (allerdings angeblich nur für die Auftaktrunde), der zweite Inter-Europol Competition-Ligier und der Ultimate-Oreca in der Top-Klasse. Im Richard Mille Racing Oreca tritt dagegen nur Tatjana Calderon auf dem eigentlich als reines Damenprojekt angelegten Team an. Ihre Teamkollegin Katherine Legge verunfallte am gestigen Mittwoch mit dem Wagen massiv in der ultraschnellen Signes Kurve und zog sich dabei einen Beinbruch zu, weswegen sie kurzfristig durch Signatech-WEC-Pilot Andre Negrao ersetzt wurde. Sophia Flörsch hatte schon zuvor wegen ihrer Verpflichtungen bei der ebenfalls von Terminverschiebungen betroffenen FIA F3 an diesem Wochenende in Ungarn die Teilnahme absagen müssen. Das Team wird dabei ein Ersatzchassis beim Debütrennen einsetzen müssen. Insgesamt starten in der Top-Klasse somit 14 Oreca und nur ein Ligier der Inter-Europol Competition Truppe, die zudem mit Rene Binder nun den einzigen deutschsprachigen Piloten in der Top-Klasse stellt, somit in das erste Rennwochenende der Serie.
In der LMP3 treten mit 8 Ligier P320 LMP3 und 4 Duqueine M30 LMP3 durchweg neue Chassis in der Serie an. Es fehlen gegenüber der ursprünglichen Liste der britische 360 Racing Ligier und der zweite Inter-Europol-Ligier. Neu hinzugekommen ist dafür ein zweiter Graff Racing-Wagen, wobei das französische Team aus Vergleichszwecken je einen Ligier und Duqueine LMP3 einsetzt. Mit dem zweifachen Vizechampion der LMP3 Martin Hippe im Inter-Europol Competition-Auto und Laurents Hörr und Wolfgang Triller im DKR Engineering Duqueine starten nun 3 deutsche Piloten in der Klasse.
In der GTE fehlen der dritte Proton Competition -Porsche und der zweite Kessel Racing Ferrari. Aston Martin hat sich dafür wie berichtet für 2 Läufe mit einem WEC-Auto zusätzlich angemeldet. Dafür bringt die Proton Competition-Mannschaft in ihrem zweiten Porsche erneut einen VIP-Piloten an den Start. Nach Patrick Dempsey wird nun der deutsch-irische Hollywood-Schauspieler Michael Fassbinder
(u.a.: X-Men, Inglourious Basterds, Steve Jobs) an den Profirennsport herangeführt, nachdem er bereits im Porsche Carrera Cup Deutschland und der Ferrari Challenge Nord-Amerika Markenpokal-Erfahrungen gesammelt hatte. In Le Castellet wird Felipe Laser als Co-Pilot im dunkelgrünen #93 Porsche der deutschen Mannschaft an der Seite von Fassbender starten.
5 der Wagen in der Klasse haben somit deutschsprachige Piloten an Bord – so beide Proton-Porsche (Cristian Ried, sowie Laser und Fassbender) , der Aston Martin (Mathias Lauda), der Iron Lynx-Ferrari (Rahel Frey und Manuela Gostner) und der AF Corse-Ferrari auf dem Christoph Ullrich und Steffen Görig starten. Von daher dürfte es am Renn-Sonntag dem 19.7 genügend Autos zum Mitfiebern im Feld geben.
Verfasst von Timo Schumacher. Veröffentlicht in Creventic 24h Serie
Beim ersten 12 Stunden Rennen von Monza (der Link führt zum Rennbericht auf unseren Seiten) fuhr das deutsche Team Herberth Motorsport einen Dreifachsieg ein: die beiden 24h Portimao-Sieger Jürgen Häring, Taki Konstantinou sowie Alfred Renauer gewannen dabei nach 285 absolvierten Runden (=1650km) mit 28,7s Vorsprung vor ihren Teamkollegen Steffen Görig, Stefan Aust und Klaus Bachler und 5 Runden vor dem dritten Herberth-Porsche von Allemann/Bohn/Renauer/Renauer. Sowohl der von Pole gestartete Renault RS01 der Equipe Verschuur sowie der zwischenzeitlich führende KTM GTX Concept von Reiter Engineering konnten der erfolgsverwöhnten Herberth-Truppe ihren 12. Sieg in der 24h Serie nicht streitig machen. Auch der einzige Ferrari im Feld kämpfte mit stumpfen Waffen: nach insgesamt 5 Reifenschäden zog das deutsche Wochenspiegel Team Monschau den Ferrari F488 GT3 mit dem Spitznamen "Luigi" mit den Fahrern Georg Weiss, Leonard Weiss, Jochen Krumbach und Hendrik Still aus Sicherheitsgründen vom Rennen zurück. Damit zieht Herberth Motorsport in der Siegesbilanz der Serie mit der Scuderia Praha gleich.
Nach Elektronik-Problemen beim KTM gewann die slovakische ARC Bratislava Truppe mit einem älteren Lamborghini Huracan Supertropheo die GTX-Klasse. Das belgische Speed Lover Team entschied im teamnternen Zweikampf die 991-Kategorie für sich.
Der nächste Klassensieg für die Breukers-Familie: Luc und Vater Ivo Breukers gewannen in der TCE-Wertung des Feldes nach 261 Runden mit ihrem Cupra TCR vor dem schweizer Autorama VW Golf TCR und dem KCMG Honda Civic TCR.
Das 12h Rennen in Monza, das zwischenzeitlich wegen eines Wolkenbruchs am Samstag für einige Zeit mit der roten Flagge unterbrochen werden musste, war laut der Serie der bislang längste Langstreckenevent auf der traditionsreichen Strecke, was aufgrund der Lärmschutzauflagen nur möglich wurde, weil man das Rennen wie bei Creventic gewohnt in 2 4h und 8h lange Abschnitte aufteilte. Als nächste Runde der 24h Serie ist der Lauf über 24 Stunden in Barcelona für das erste September-Wochenende angesetzt.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in ADAC GT Masters
Das Belgian Audi Club Team WRT hat seine Besatzungen für das diesjährige ADAC GT-Masters-Debüt vorgestellt. Auf dem ersten Audi R8 LMS GT3 mit der #30 werden der Südtiroler Mirko Bortolotti und der Schweizer Rolf Ineichen gemeinsam in der deutschen GT3-Meisterschaft antreten. Auf dem Audi mit der #32 teilen sich die beiden belgischen Piloten Dries Vanthoor und Charles Weerts das Steuer.
Bortolotti und Vanthoor gehören beide zum offiziellen Werkspilotenkader von Audi in diesem Jahr. Der 31-jährige Bortolotti hat bereits 6 Siege in seinen bislang 5 Saisons im ADAC GT-Masters erzielt. Der anfangs dieser Saison von Lamborghini zu Audi gewechselte Trientiner ist amtierender Vizechampion der Serie und hat zuvor schon Meistertitel im der Blancpain GT Serien Endurance Cup (2017 in der Renault Megane Eurocup-Trophy (2013) in der FIA Formel 2 (2011) und in der italienischen F3 (2008) erzielt.
Der 42 jährige Rolf Ineichen fährt seit 4 Jahren im Masters und hat derzeit 3 Gesamtsiege sowie 3 Privatfahrer-Meisterschaften im Porsche Carrera Cup Deutschland in seiner Erfolgsbilanz aufgelistet.
Der 22-jährige Bruder von Porsche-Werkspilot Laurens Vanthoor – Dries Vanthoor – steht bei einem ADAC GT-Masters-Sieg, wobei er immerhin aktueller 24 Stunden Rennen am Nürburgring-Sieger ist.
Dem 21-jährige Charles Weerts gelang 2018 immerhin der Meistertitel in der F4-Meisterschaft der Vereinigten arabischen Emirate.
Das Belgian Audi Club Team WRT wurde 2009 gegründet und zählt seit mehreren Jahren zu den Topteams im internationalen GT-Sport. Zu den Erfolgen der fast ausschliesslich mit Audi-Rennwagen antretenden Belgier zählen Siege bei den 24-Stunden-Rennen in Spa-Francorchamps und auf dem Nürburgring sowie in Dubai und in Zolder. Zudem gewann der Rennstall den FIA-GT-Weltcup und weitere nationale und internationale Rennen und Meisterschaften wie die 12 Stunden von Bathurst und Sepang und die 10 Stunden von Suzuka.
Verfasst von Patrick Holzer. Veröffentlicht in Sonstige GT (D/A)
Der Gesamtsieg beim Auftakt der DMV NES 500 auf dem Eurospeedway Lausitzring ging nach Belgien. Koen de Wit im BMW M4-GT4 setzte sich gegen die Markenkollegen Florian Wolf und Arne Hoffmeister im Leutheuser Racing BMW M4 durch. Rang drei im 27 Wagen starken Starterfeld ging an Marek Schaller und Benjamin Leuchter im VW Golf GTI TCR.
Dass die Rennstrecke in der Lausitz gerade den BMW M4-GT4 Teams liegt, hat sich bereits in den letzten Jahren gezeigt. Im Qualifying hatten die beiden GT4-Autos noch den TCR-Boliden den Vortritt gelassen. Doch gleich beim Start schnappte sich Koen de Wit die erste Position. Dahinter folgten Benjamin Leuchter und Hari Proczyk, der sich den Opel Astra TCR mit Reinhard Nehls teilte. Auf der 4.Gesamtposition fanden sich die beiden Leutheuser-Piloten wieder, wo Arne Hoffmeister den Anfangsturn übernommen hatte. Im weiteren Verlauf entwickelte sich ein packender Vierkampf zwischen GT4- und TCR-Autos, wobei Hoffmeister Runde um Runde nach vorne kam. In der 6.Runde setzte sich Hoffmeister schließlich an die Spitze. Vor allem durch den dichten Überrundungsverkehr zog sich das Feld weiter auseinander. Damit waren die ersten Plätze vor den Pflichtboxenstopps erst einmal sortiert.
Fast zeitgleich kamen die beiden führenden BMW an die Box. Für Hoffmeister kraxelte nun Arne Wolf ins Cockpit, der den Mittelstint übernahm. Wolf konnte allerdings das schnelle Tempo seines Teamkollegen nicht ganz mitgehen. In der 34. Runde kam es zum erneuten Führungswechsel. Auf Platz eins fahrenden baute der Belgier seinen Vorsprung weiter aus. Spannung kam noch einmal gegen Ende auf, als Hoffmeister wieder das M4 Cockpit enterte. Der machte nun ordentlich Tempo und drehte im letzten Umlauf noch einmal die schnellste Runde des Rennens überhaupt. Doch mehr als ein Herankommen auf 12,439s war nicht mehr drin.
Im vergangenen Jahr hatte sich Marek Schaller kontinuierlich steigern können. Gemeinsam mit Benjamin Leuchter und Max Kruse Racing erfolgte in dieser Saison der nächste Schritt. Der Umstieg in den VW Golf TCR glückte auf Anhieb. Mit seinem erfahrenen Teamkollegen reichte es zum Sprung aufs Podium und zum Sieg in der mit 7 TCR- und GT4-Autos von Opel, Seat, VW, Porsche und Audi bärenstark besetzten NES 8. Am Ende der 3-Stunden Distanz betrug der Vorsprung eine Runde auf P4.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Sonstige GT (D/A)
Die Mühlheimer Bremotion Mercedes AMG GT4-Mannschaft hat als neues Hauptprogramm ein Engagement in der DTM-Trophy verkündet. Dort wird die Truppe von Teamchef Patrick Brenndörfer einen AMG für den letztes Jahr schon in der ADAC GT4 Germany eingesetzten Junior Jan Philipp Springob (auf dem Bild: links) einsetzen. Der Olper wurde 2017 und 2018 deutscher Kartmeister und fährt seit 2019 für Bremotion. Gleich in seinem Debütjahr im GT-Sport wurde er Dritter der Junior-Wertung in der ADAC GT4 Germany. Die DTM Trophy ist der nächste Schritt des Förderpiloten der ADAC Stiftung Sport auf der Karriereleiter zum Profirennfahrer.
Als neuer Partner konnte SUPERDRINK gewonnen werden. Der Getränkehersteller engagiert sich seit dieser Saison als Seriensponsor in der DTM Trophy. Neben dem „SUPERDRINK by BREMOTION“ Mercedes wird das Logo der Münchner Marke auch auf dem Car-Republic Audi R8 LMS GT4 von Youtube-Star Felix von der Laden (Bild: rechts) präsent sein. Weitere Partner von Bremotion sind Eibach Federn, Auto Weiland, Gieseke und Senkpiel Car & Driver.
Bremotion hatte im April eigentlich ein Programm mit 2 Mercedes AMG GT4 in der ADAC GT4 Germany angekündigt, wobei der letztjähriger Copilot von Springob, Oliver Meyer, seine beiden Söhne Maximilian und Lukas mit ins Team holen wollte. Da das Team nicht mehr auf der aktuellen Nennliste der deutschen GT4-Serie verzeichnet ist, liegt die Vermutung nahe das dieser Deal die Corona-Krise nicht überstanden hat und man nun die Trophy bestreitet in der auch Einzel-Piloten starten können.
Verfasst von Patrick Holzer. Veröffentlicht in Sportscar Challenge ( SCC )
Für Ligier-Turbo-Pilot Benjamin Hotz ist der Eurospeedway Lausitzring ein richtig gutes Pflaster. Wie im vergangenen Jahr beendete der Eidgenosse beide Sports Car Challenge Rennen beim Saisonauftakt als Gesamtsieger. Dahinter fuhr im ersten Rennen Peter Kormann im PRC Audi Turbo auf die zweite Position, während in Durchgang zwei Marco Fink auf einem PRC BMW auf Rang zwei landete.
Nachdem Andreas Fiedler seinen PRC Audi Turbo bereits im Qualifying mit gebrochener Aufhängung abstellen musste, war Benjamin Hotz praktisch ohne Gegner. Der Schweizer ließ seinen Ligier fliegen und landete zwei deutliche Siege. Da die Strecke wegen ihrer vielen Unebenheiten nicht gerade beliebt ist, hatten einige Fahrer auf den Ausflug in die Lausitz verzichtet. Peter Kormann gehört zu jenen Piloten, welche trotz der bekannten Schwierigkeiten antraten. Zumal die Strecke für Kormann fast so etwas wie ein Heimspiel ist. Im vergangenen Jahr hatte er sogar den Gesamtsieg geholt. Diesmal reichte es zu Rang zwei, wobei der Sieg in der Division 1 allerdings in seine Tasche wanderte.
Im zweiten Rennen war jedoch gleich zu Beginn der dritten Runde Schluss. Nachdem Kormann seinen PRC abgestellt hatte, konnte Marco Fink beim ersten Einsatz des PRC BMW den zweiten Platz einfahren. Der Sohn von ex-SCC Pilot Rainer Fink hinterließ bei seinem Debüt einen guten Eindruck und dürfte frischen Wind in die Sportwagenserie bringen. Als Gesamtdritte kletterte Jasmin Fiedler auf dem PRC-Honda gleich zweimal aufs Podium. Damit landete sie zudem in beiden Rennen auf dem zweiten Platz in der Division 2. Hinter Fiedler sah Division 1 Pilot Wolfgang Terschl im Tork Pro Sport in beiden Rennen das Ziel als Vierter.
„Eigentlich sah es nicht so schlecht aus. Doch leider gab es zum einen wegen der Strecke, zum anderen wegen der Corana-Geschichte die eine oder andere Absage. Für Hockenheim sollte es in zwei Wochen wieder besser aussehen“, gab sich Walter Pedrazza für den nächsten Lauf optimistisch. Vom 24. bis 25. Juli trägt die Sports Car Challenge auf der badischen Grand Prix Strecke wieder gemeinsam mit der P9 Challenge und der Spezial Tourenwagen Trophy ihren zweiten Saisonlauf aus.
Verfasst von Patrick Holzer. Veröffentlicht in Spezial Tourenwagen Trophy ( STT )
Uwe Alzen war auf seinem Audi R8 LMS GT3 beim Auftakt der Spezial Tourenwagen Trophy eine Klasse für sich. Auf dem Eurospeedway Lausitzring sicherte sich der langjährige DTM-Pilot beide Gesamtsiege im 17 Wagen starken Feld der Serie. Dahinter fuhren „Coach McKansy“ auf einem Lamborghini Huracán GT3 evo bzw. Mario Hirsch auf einem Mercedes AMG GT3 jeweils einmal auf Rang zwei.
An den beiden Siegen von Uwe Alzen gab es bei dem verspäteten Saisonstart nichts zu deuteln. Da machte es auch nichts aus, dass der Doppelsieger für das erste Rennen wegen Überholens unter Rot auf den 10. Startplatz strafversetzt wurde. Schnell war der Profi durch das Feld gefahren und übernahm in der dritten Runde die Spitze. Wegen der Safety-Car Phase kurz vor Schluss schmolz der Vorsprung wieder auf knapp über 14s zusammen. „Coach McKansy“ führte im ersten Heat das Verfolgerfeld an. Dahinter reihten sich Hirsch, Porsche-Pilot Ulrich Becker und Jürgen Bender mit seiner brandneuen Corvette C7 GT3-R ein. Zunächst schien es so, als könnten sich „Coach McKansy“ und Hirsch von Bender, der wieder an Becker vorbeigegangen war, absetzen. Doch nach 4 Runden ging Bender an Hirsch vorbei, der zusehends von Porsche-Pilot Becker unter Druck gesetzt wurde. Als das Safety-Car in der neunten Runde raus kam, hatte sich das Feld sortiert. Erst für die letzten beiden Runden wurde das Feld wieder losgelassen. Während es auf den ersten vier Positionen keine Änderungen gab, verlor Ulrich Becker die fünfte Position an Jürgen Alzen im bärenstarken Ford GT Turbo.
Das zweite Rennen nahm Alzen von der Pole aus in Angriff. Folgen konnte dem pfeilschnellen Audi-Piloten keiner. Am Ende betrug der Abstand auf Rang 2über 53s. Die entscheidende Szene des Rennens für die Verfolger spielte sich gleich im Startgetümmel ab. Beim Anbremsen drehte sich „McKansay“ und hatte Glück, dass die dahinterfahrenden Piloten die Situation richtig einschätzten. Damit war der Lambo-Pilot raus aus dem Kampf um das Treppchen. Im Gegensatz zum ersten Heat waren die Positionen diesmal deutlicher verteilt. Hirsch lag nach einem starken Start auf Platz zwei vor Bender. An der Reihenfolge änderte sich bis zum schwarz-weiß karierten Tuch nichts mehr. Dahinter bekämpften sich Henk Thuis (Pumaxs RT) und Jürgen Alzen.
Erst danach folgte Ulrich Becker, der dem sich drehenden Lambo ausweichen musste und dadurch zunächst den Anschluss verlor. Als erster war Thuis aus der Dreiergruppe raus, während sich Alzen gegen Becker bis zur elften Runde wehren konnte. Doch dann war der Marler am Nordschleifenspezialisten vorbei. Becker machte schnell Meter gut, mehr als Rang vier war aber nicht mehr drin.
Mit zwei achten Plätzen sicherte sich Christopher Gerhard (Porsche 991 GT3 Cup) souverän den Sieg in der Division 2. Der ehemalige STT Meister war damit klar schnellster Cup-Porsche im gemeinsamen Starterfeld mit der P9 Challenge.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in ADAC GT Masters
Für die zweite ADAC GT-Masters-Runde auf dem Nürburgring hat sich eine ganz spezielle, ringspezifische Mannschaft für einen Gaststart angekündigt. Die mcchip-dkr-Racing-Mannschaft von Teamchef Danny Kubasik wird den zweiten Lauf der Masters Saison 2020 auf der Nürburgring Grand-Prix Strecke bestreiten. Neben Kubasik selbst, der wieder unter seinem Pseudonym „Dieter Schmidtmann“ auf dem aus der VLN-Langstreckenmeisterschaft bekannten ex-GRT Lamborghini Huracán GT3 evo in das Steuer greifen wird, hat man einen prominenten Überraschungsgast verpflichtet. Der langjährige Formel-1-Pilot und Le Mans-Sieger, sowie Formel BMW-, A1-GP-, F3-Euroserie- und GP2-Meister Nico Hülkenberg wird sich das Cockpit mit dem fahrenden Teamchef teilen.
Mit dem Gaststart in der "Liga der Supersportwagen" möchte das in Mechernich beheimatete Team weitere Erfahrungen in einer professionellen Motorsportserie sammeln. Das stark besetzte Fahrerfeld im ADAC GT Masters, wird eine Herausforderung für beide Piloten, die in der PRO-AM Kategorie an den Start gehen. Nico Hülkenberg konnte bei Testfahrten Anfang Juni erste Erfahrungen im Lamborghini Huracán GT3 EVO sammeln.
Zwei weitere Testtage werden in den nächsten Wochen absolviert.
Nico Hülkenberg, der 2015 den ersten Le Mans Sieg für Porsche mit dem Porsche 919 Hybrid zusammen mit Earl Bamber und Nick Tandy holte und zwischen 2010 und 2019 177 F1-Starts absolvierte freut sich auf den Gaststart, dämpft aber auch Hoffnungen, daraus könne ein Dauerengagement in der Serie werden: "Das ADAC GT Masters ist eine spannende Serie mit coolen Autos und ich habe nach knapp 8 Monaten Pause richtig Lust mal wieder ins Lenkrad zu greifen und das Adrenalin zu spüren. An alle Köche der Gerüchteküche: Dieser Gaststart ist als kleines spannendes Abenteuer in den GT-Sport zu verstehen. Ich freue mich sehr auf die Herausforderung, weiß aber auch das wir uns ganz schön strecken werden müssen um konkurrenzfähig zu sein."
Genauso gespannt auf den Start im ADAC GT-Masters , zeigt sich Kubasik: "Als Motorsportteam aus dem Breitensport ist der Gaststart im Masters für uns ein neues Kapitel und eine gute Möglichkeit, um uns als Team professionell weiterzuentwickeln. Die Teilnahme an einer der angesehensten GT3-Rennserien weltweit macht uns mächtig stolz. Ein großer Dank gilt unseren Partnern Ravenol, Lamborghini Renazzo Motor und GTronix360°.“
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Nürburgring Nordschleife (24h & VLN)
Der dritte Nürburgring Langstrecken Serie-Lauf, der 52.te ADAC Barbarossapreis, endete am Sonntag nach einem spannenden Finish in der letzten Runde unbefriedigend für die scheinbaren Sieger: wegen eines nicht in der Whitelist von Goodyear verzeichneten Reifens an der Hinterachse verlor der als erster abgewunkene Octane 126 Ferrari des Quartetts Björn Grossmann, Simon Trummer, Jonathan Hirschi und Luca Ludwig den scheinbaren Sieg. Die Mannschaft wurde nach der technischen Nachkontrolle disqualifiziert. Zwar läuft noch ein Protest des Teams gegen diese Entscheidung aber es ist fraglich ob man den Sieg - der der dritte einer Ferrari-Mannschaft in der VLN-Geschichte nach dem Wochenspiegel Team Monschau Ferrari Sieg 2017 und dem Farnbacher Racing Sieg 2011 wäre - wieder zurück erhält.
Dadurch kam das Haupt Racing Team Quartett Maro Engel, Manuel Metzger, Adam Christodoulou und Luca Stolz zu seinem zweiten Sieg in Folge Das Mercedes Quartett war erst auf der letzten Runde am Flugplatz von der Ferrari-Crew überholt worden und 0,7s hinter dem F488 GT3 ins Ziel eingelaufen. Durch die Ferrari-Disqualifikation wurde der Audi Sport Team Car-Collection Audi R8 LMS GT3 von Mirko Bortolotti, Christopher Haase und Markus Winkelhock auf Rang 2 vorgespült. Die 11s hinter dem Spitzenduo ins Ziel einlaufende Audi-Crew setzte sich mit gerade mal 1,9s Vorsprung gegen das Siegerfahrzeug von NLS1, dem Walkenhorst Motorsport BMW M6-GT3 von Christian Krognes und David Pittard durch. Auch dahinter waren die Abstände recht knapp. Gerade mal 18 Tausendstel Sekunden trennten den gelben GetSpeed Performance-Mercedes AMG GT3 von Götz/Marciello und einen weiteren Werks-Audi des Trios van der Linde/Mies/Drudi. Selbst den Schnitzer Motorsport - BMW M6-GT3 von Tomczyk/van der Linde trennten nur 24s von den späteren Siegern. Die Top-10 komplettierten der zweiter HRT-AMG, der beste KCMG-Porsche, der Phoenix-Audi von Kolb/Stippler/Westbrook und der AutoArena AMG.
127 Teams stellten sich am erstmals in der VLN Geschichte zu einem Doppelrennen genutztem Sonntag dem Qualifying zum 52. ADAC Barbarossapreis, das die HRT-Mannschaft mit einer 7:58,675 für die Pole Position nutzte. Am Ende starteten 122 in das Rannen, welches 110 Teams in Wertung beenden sollten.
Verfasst von Hans-Dieter Schuda. Veröffentlicht in Le Mans Series ( LMS )
Wie bei vielen anderen Meisterschaften auch, hat es seit der Herausgabe der ersten Teilnehmerliste des Michelin Le Mans Cups vor der Covid-19 Krise diverse Umbesetzungen gegeben. Genannt waren ursprüngliche 29 Fahrzeuge für den Saisonauftakt aber nun liegen dem Veranstalter 26 Nennungen vor und es gibt auch weitere Änderungen innerhalb des genannten Teilnehmerfeldes zu vermelden.
Bei den GT3 sind 3 Fahrzeuge von den Entry List verschwunden, der Bullitt Racing Bentley , der SPS Automotive Performance Mercedes AMG GT3 und der Modena Competition Ferrari F488 GT3 Kessel Racing (CH) kommt jedoch mit allen drei genannten Ferrari F488 GT3, wobei Paolo Ruberti zusammen mit dem Russen Murod Sultanov den #67 Ferrari pilotieren wird. Ebenfalls mit drei Ferrari 488 erscheinen Iron Lynx aus Italien und der amtierende Fahrer Champion Giacomo Piccini wird im Ferrari #8 an der Seite von Rino Mastronardi an den Start gehen. Natürlich ist die unverwüstliche #51 von Spirit of Race mit Matteo Cressoni wieder am Start und Matteo hat als Co-Piloten den Japaner Ken Abe auf dem Ferrari. Als Salz in der Ferrari Suppe gilt nun der vom PZ Oberer-Zürichsee by TFT (CH) genannte Porsche 911 GT3 R der mit Nicolas Leutwiler und Julien Andlauer sehr gut besetzt ist.
Bei den LMP3 sind nun anstelle der ursprünglich genannten 18 Fahrzeuge noch 17 auf der neuen Liste verblieben. Drei Ligier von United Autosports, Spirit of Race und IDEC Sport sind nicht mehr dabei. Dafür jedoch Rinaldi Racing welche zwei Duqueine M30-D08 einsetzen werden. Als Fahrer sind die Duos Alexander Mattschull & Daniel Keilwitz sowie Steve Parrow & Dominik Schwager gemeldet. Neben Mühlner Motorsport welche ebenfalls auf einen Duqueine M30-D08 für die Bronze Piloten Tom Cloel & Moritz Kranz setzen, bringt auch Nielsen-Racing zwei dieser Fabrikate an den Start. Wobei hier die Top Besatzung Colin Noble & Anthony Wells mit zu den Favoriten zu zählen ist. Die Seriensieger von DKR Engineering vertrauen auf ihrem Duqueine M30-D08 auf Vorjahreschampion Laurents Hörr und Jean Glorieux.
Damit treffen in Summe 9 Ligier JS P320 auf 8 Duqueine M30-D08 und sicher nicht nur der Autor dieser Zeilen vermisst einen LMP3 von Ginetta bzw. Adess im 2020er Feld. Das Qualifying startet am Samstag 18/07/2020 um 12:10h und das 2 Stunden Rennen dann am Nachmittag um 16.30h.