Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Nürburgring Nordschleife (24h & VLN)
Der ADAC Nordrhein und der Nürburgring haben sich auf eine Durchführung des ADAC TOTAL 24 Stunden Rennen am Nürburgring 2020 geeinigt. Dieses soll nun vom 24. bis 27. September 2020 auf der Nürburgring-Nordschleife stattfinden. Die dafür notwendigen Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren. Allerdings wird das Rennen nach dem derzeitigen Stand ohne Zuschauer über die Runden gehen!
Rennleiter Walter Hornung sieht der nun anstehenden ganz besonderen Auflage des ADAC TOTAL 24h-Rennens mit gemischten Gefühlen entgegen: „Natürlich sind wir im Kreis der Organisatoren alle glücklich, dass wir das Rennen in diesem Jahr überhaupt durchführen können. Leider müssen wir aber in diesem Jahr auf unsere treuen Fans verzichten. Wir werden sie besonders vermissen, denn mehr als bei jeder anderen Motorsport-Veranstaltung sind die Zuschauer beim 24h-Rennen ein Teil des Erlebnisses. Sie haben in den vergangenen Jahren rund um die Nordschleife traditionell für eine einzigartige Festival-Stimmung gesorgt.“
Der Vorsitzende des ADAC Nordrhein, Peter Meyer betont die positive Seite dieser Entscheidung: „Uns war es enorm wichtig, den Teams und Piloten eine sportliche Perspektive zu bieten. Das ist uns nun gelungen.“
Organisationsleiter Mirco Hansen ergänzt „Durch die nun fehlenden Zuschauereinnahmen und die spezifischen Kosten durch die Pandemie-Situation musste kurzfristig ein finanzieller Kraftakt bewältigt werden. Das 24h-Rennen wird für uns mit einem großen finanziellen Aufwand verbunden sein. Die Partner, die sich an dem Ausgleich-Fonds beteiligen, leisten einen enorm wichtigen Beitrag, dies in Teilen aufzufangen und damit auch die Existenz des Rennens zu gewährleisten. Dafür sind wir unseren Partnern zu großem Dank verpflichtet.“ Beigetragen zu dem finanziellen Ausgleichfonds hat das kurzfristige Engagement der Premium-Automobilhersteller Audi, BMW, Mercedes-AMG und Porsche, der Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG und Vermarktungspartner SPORTTOTAL, der beiden Reifenhersteller Falken und Michelin sowie des Teams Scuderia Cameron Glickenhaus. Sie alle beteiligen sich an dem Fonds, der das höhere wirtschaftliche Risiko des Rennens abfedert.
Angesichts der Sperrung der Strecke für Zuschauer wollen die Organisatoren den Fans des ADAC TOTAL 24h-Rennens ein interaktives Alternativprogramm bieten. Das erste Versprechen gilt dabei den Ticketkäufern. Sie können ihre Eintrittskarte bis 2021 zur nächsten Ausgabe des Klassikers behalten oder umtauschen. Zum zweiten sollen die Zuschauer das Rennen dennoch live in voller Länge und in allen Aspekten genießen können. Dazu wird es Online-Fan-Aktivitäten geben, die zur intensiven medialen Begleitung des Rennens hinzukommen: Ein umfangreicher Livestream, der Infoservice mit Timing und Ticker über die Homepage und eine gewohnt kompetente und umfassende Berichterstattung im Free-TV bei Fernsehpartner NITRO. Darüber hinaus sind einige spezielle Fanaktionen geplant, die die Zuschauer zu Hause ganz nah an Fahrer und Teams heran bringen sollen.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Creventic 24h Serie
Die 24 Stunden-Serie hat in der vergangenen Woche ihren Teilnehmern die Absage der geplanten 12h von Imola bekannt geben müssen. Terminüberschneidungen und ein nahezu ausgeschöpftes Lärmkontingent der nahe des Stadtkerns gelegenen Strecke in Imola hatten dazu geführt. Als Ersatz hat man jedoch schon einen weiteren Event in Italien im Auge. Mit einem 12h Rennen auf dem sizilianischen Circuit von Enna-Pergusa soll den Teilnehmern nicht nur ein weiteres Rennen mit südländischem Flair geboten werden. Man will bei dieser Gelegenheit auch einen traditionellen Rennsportevent wiederbeleben.
Die „12h von Sizilien“ sollen unter dem Namen der „Coppa Florio“ als deren 20.er Event seit 1905 ausgerichtet werden. Zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts galt dieses Renen als das anspruchvollste Strassenrennen der Welt. Der namensgebende Pokal wurde von dem sizilianischen Unternehmer und Rennsportbegeisterten Vincenzo Florio gestiftet und im Rahmen verschiedener Rennen verliehen.
Aus der Coppa Florio entwickelte sich auf dem bis zu 142 km langen Grossen Strassenkurs des Circuito Piccolo delle Madonie die legendäre Targa Florio die von 1906-1977 61 mal ausgetragen wurde und die in den 60ér und 70ér Jahren teilweise Bestandteil der Sportwagen-Weltmeisterschaft war.
Die Creventic- Serie hat sich nun den Segen des Enkels und Erben des legendären Targa Florio Gründers, Chico Pallandino Florio, für die geplante Veranstaltung geholt und will die Veranstaltung unter dem Namen der Coppa Florio vom 9-11 Oktober als ein in 2 6h-Abschnitte geteiltes Rennen auf dem renovierten Circuit von Enna Pergusa abhalten. Der 4950 m lange, mitten in Sizilien um einen See angelegte Kurs hat vor kurzem eine neue Asphaltdecke erhalten, wobei allerdings die Teams noch mit den alten traditionellen Boxenanlagen Vorlieb nehmen müssen, weswegen die Teilnehmerzahl an dem Rennen auf 30 Mannschaften begrenzt wird. Das Rennen soll am Samstag gestartet werden und der Teilnehmer der den ersten Abschnitt von 6h gewinnt, bekommt die Coppa Di Martino verliehen. An den Gesamtsieger des zweiten Abschnitts sowie an die Klassensieger geht die originalgetreu restaurierte Coppa Florio-Trophäe und die volle Punktzahl in der Creventic-Wertung.
Bei dem Rennen soll es sich um die 20. Coppa Florio seit 1905 handeln. Zwischen 1905 und 1981 wurde dieser Pokal bei Rennen auf verschiedenen Strecken – dem Circuito di Brescia, dem Circuito Madonie, dem französischen Circuit de Sait-Brieux und der Strecke in Enna-Pergusa - 19 mal verliehen. Rekordsieger war die deutsche Rennsportlegende Jochen Maas der 1975 und 76 mit Arthuro Merzario auf einem Alfa Romeo 33T12 und 2 mal mit Rolf Stommelen auf einem Porsche 936 die Trophäe 3 mal für sich holen konnte. Zuletzt wurde die Coppa 1981 zum 19.ten und letzten Male verliehen. Sollte es trotz der wegen der aktuellen Covid-Pandemie immer noch geltenden Hygiene-Protokolle beim Event der Creventic -Organisation gelingen den Klassiker noch in diesem Jahr wiederzubeleben dann dürfte dies einer der spektakulärsten Coups der niederländischen Langstrecken-Rennveranstalter der letzten Jahre werden.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Blancpain Endurance GT Cup ( BES )
23 Pro Teams verzeichnet die Liste des GT World Challenge Europe Endurance Cups für den Auftakt bei den 3h von Imola. In der Gesamtsieger-Klasse der mit Profi-Piloten besetzten Teams sind 7 der 10 in der Serie beteiligten Marken – Audi, Bentley, Ferrari, Lamborghini, Mercedes-AMG, McLaren und Porsche – vertreten.
Welche Teams sind engagiert? Seitens Audi kommen je 2 Audi R8 LMS GT3 von den Teams Belgian Audi Club Team WRT und Attempto Racing und einer von der französischen Sainteloc Mannschaft zum Einsatz. 3 Bentley Continental GT3 werden von der amerikanischen K-Pax-Truppe (2 Autos) und der französischen CMR-Equipe gestellt. Ferrari bringt mit einem AF Corse- und einem SMP Racing-Entry 2 teils mit Werksfahrern besetzte Wagen an den Start.
Die 4 Lamborghini Huracán GT3 evo kommen von Emil Frey Racing, dem Orange FFF Racing-Team und der italienischen Imperiale Racing Mannschaft.
AMG ist mit 3 Mercedes am Start, wobei jeweils einer durch das Haupt Racing Team, GetSpeed Performance und AKKA ASP eingesetzt wird. McLaren ist lediglich in dieser Klasse vertreten, wobei die beiden Einsatzfahrzeuge durch Optimum Motorsport und 59 Racing an den Start gebracht werden. Für den Einsatz der 4 Profi-Porsches zeichnen ROWE Racing, Dinamic Motorsport und GPX Racing (mit 2 911´ern) verantwortlich.
Auch das deutschsprachige Piloten-Kontingent in der Klasse kann sich sehen lassen: Auf dem #32 WRT-Audi ist u.a. Christopher Mies engagiert. Sein Südtiroler Teamkollege Mirko Bortolotti startet auf der #31. Markus Winkelhock und Christopher Haase sind erneut von Sainteloc angeheuert worden.
Auf dem dem schweizer #14 Emil Frey Racing-Lamborghini gehört der Österreicher Norbert Siedler mit zur Besatzung. Den Haupt Racing Team Mercedes AMG GT3 steuern Luca Stolz und Maro Engel zusammen mit dem Franzosen Vincent Abril. GetSpeed Performance vertraut auf Fabian Schiller , Maximilian Buhk und dem Italiener Alessio Lorandi.
Schliesslich sind auch 3 der 4 Pro-Porsche deutschsprachig besetzt: ROWE Racing wird Dirk Werner und Klaus Bachler an der Seite von Julien Andlauer einsetzen. Dinamic Motorsport vertraut auf das Trio Sven Müller, Christian Engelhart und Matteo Cairoli. An Bord des #40 GPX-Racing Porsches kommt zudem Thomas Preining zum Einsatz.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Blancpain Endurance GT Cup ( BES )
Am kommenden Wochenende startet mit den erstmals ausgetragenen 3h von Imola, die als Ersatz für das ausgefallene Rennen in Monza angesetzt wurden, auch die GT World Challenge Europe-Endurance – die vormals unter der Bezeichnung Blancpain GT Endurance Cup bekannte Langstreckenserie der SRO - in ihre neue Saison. 46 Mannschaften, und damit weit mehr als angesichts der Umstände der Corona-Krise zu erwarten wären, haben sich für das Auftaktrennen angekündigt. Auch wenn noch abzuwarten bleibt, wieviele nun tatsächlich vor Ort erscheinen, ist dies doch angesichts der Umstände ein erneut starkes Feld der Serie.
Das Feld setzt sich aus 24 Pro-Teams, 9 Silver-Cup-Wagen 11 Pro-Am-Mannschaften und lediglich 2 Mannschaften im AM-Cup zusammen. Die Teams kommen in dieser Saison aus 12 Ländern: Neben den europäischen Mannschaften aus Deutschland, Frankreich, Gross-Britannien, Italien, Belgien, der Schweiz, Spanien, und Russland sind auch Mannschaften aus Australien, den USA, China und den Vereinigten Arabischen Emiraten in der Serie involviert.
10 Marken - Aston Martin, Audi, Bentley , BMW, Ferrari, Lamborghini, Lexus, McLaren, Mercedes-AMG und Porsche - sind in der Langstreckenserie in diesem Jahr involviert. Unter den aktiven GT3-Herstellern fehlen lediglich Nissan, Honda und – traditionell - Corvette.
Die Saison wird wie bereits berichtet in diesem Jahr mit nur 4 Rennen – Imola, Spa-Francorchamps, Nürburgring und Le Castellet - über die Bühne gehen. In den kommenden Tagen werden wir die Top-Klassen in Bezug auf die involvierten Marken und Team sowie der deutschen Teilnehmer individuell unter die Lupe nehmen.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Porsche diverse (PSC etc.)
BWT Lechner Racing-Pilot Dylan Pereira (BWT Lechner Racing) hat den dritten Lauf zum Porsche Mobil1 Supercup auf dem Hungaroring gewonnen. Der Luxemburger, der schon das Qualifying dominiert hatte, fuhr auf der Grand-Prix-Strecke in der Nähe von Budapest einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg ein und führt nun nach 2 Siegen und einem 2.Platz klar im Championnat . Porsche-Junior Ayhancan Güven im Martinet by Alméras-Porsche war der Einzige, der ein ähnliches Tempo gehen konnte.
Während sich Pereira und Güven Runde für Runde weiter vom Feld absetzten, liefen hinter ihnen zwei spannende Duelle. Im ersten ging es über die gesamte Renndistanz zwischen Larry ten Voorde im Team GP Elite und Güvens Teamkollege Marvin Klein Während der Niederländer P3 eroberte sicherte sich Klein als Viertplatzierter den Sieg in der Rookie-Wertung. Pech hatte dagegen Leon Köhler (D/Lechner Racing Middle East). Der 20-jährige Franke, im Qualifying Drittschnellster, konnte wegen eines technischen Problems gar nicht erst zum Rennen starten.
Im zweiten Duell kämpften Pereira Teamkollege, Porsche-Junior Jaxon Evans und Fach Auto Tech-Pilot Jaap van Lagen um Platz 5. Mehrmals touchierten sich die beiden Porsche 911 GT3 Cup in der Bremszone vor Kurve 1, bis schließlich van Lagen mit einem Reifenschaden aufgeben musste. Die Rennkommissare sahen die Schuld bei Evans und verurteilten den Neuseeländer zu einer Durchfahrtstrafe. Dadurch verbesserte sich Rookie Jean-Baptiste Simmenauer in einem weiteren Lechner Porsche auf Endrang 5 vor CLRT-Pilot Florian Latorre und Marius Nakken im Dinamic Motorsport-Porsche.
Die ProAm-Wertung gewann Roar Lindland (N/Pierre Martinet by Alméras) vor seinen französischen Teamkollegen Stéphane Denoual und Clément Mateu. Philipp Sager (A/Dinamic Motorsport), zuletzt Sieger der ProAm-Wertung, sorgte mit einem Unfall für eine Safety-Car-Phase: Er krachte rückwärts in die Boxenmauer.
Nach 3 Rennen innerhalb von 3 Wochen hat der Porsche Mobil 1 Supercup jetzt ein Wochenende Pause, bevor vom 30. Juli bis 2. August der vierte Lauf im Rahmen des Großen Preis von England in Silverstone stattfindet.
Verfasst von Stefan Volk. Veröffentlicht in WT-USCC-Serie ( IMSA )
Mit einem Start-Ziel Sieg ging das zweite Ersatzrennen in Sebring über die Bühne. Nach dem Dominanten Rennen von Mazda in Daytona wurde die BoP angepasst und verhalf so Cadillac beim Marken-eigenen Grand Prix die Konkurrenz hinter sich zu lassen.
Pipo Derani und der wieder genesene (COVID-19) Felipe Nasr gingen von der Pole ins Rennen und gaben während des Rennes die Führung einige male an die Markenkollegen vom Team Wayne Taylor Racing ab – holte sich dann aber am Ende mit einem Vorsprung von 36,4 Sekunden den Sieg.
Pech hatte hingegen das Team von DragonSpeed, die eigentlich das Rennen in der LMP2 gewonnen hätten. Doch Fahrer Henrik Hedman saß am Ende nicht die vorgeschriebenen 45 min. im Auto. Der Sieg hier ging daher an Patrick Kelly und Spencer Pigot auf dem #52 PR1/Mathiasen Oreca.
Beim Boxenstopp der GT’s in der einzigen Gelbphase im Rennen rappelte es zwischen den beiden Werksporsche. Um einem Kontakt mit der #4 Corvette auszuweichen zog Nick Tandy (#911) nach rechts – wo aber gerade in diesem Augenblick sein Teamkollege auf dem #912er Porsche losfuhr. Tandy riss dabei die Stoßstange des Schwesterautos ab. Tandy’s Auto erlitt einen Plattfuss und fiel wie sein Teamkollege weit zurück. Damit war für die Corvettes der Weg frei zum Sieg #101.
In der GTD sicherte sich wieder einmal Lexus den Sieg vor dem #63 „WeatherTech“ Ferrari und dem #96 Turner BMW.
Aufgrund der aktuellen Corona-Lage sieht sich die IMSA gezwungen zum fünften mal den Kalender anzupassen. Sowohl das Rennen in Watkins Glen, als auch in Lime Rock liegen aktuell in einem Hotspot und hätte eine 14-tägige Quarantäne zur Folge. Ersatztermine konnte man noch nicht nennen. Eine Alternative wäre ein Rennen auf dem Charlotte Roval oder auch ein zweites Rennen in Road Atlanta.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in FIA-GT3 ( FIA-GT3 )
BMW hat seinen neuen GT3-Wagen, den BMW M4 GT3 am vergangenen Samstag auf dem Gelände des BMW Werks Dingolfing einem ersten Rollout unterzogen. BMW Werksfahrer Augusto Farfus drehte dabei die ersten Runden auf der Straße. Der BMW M4 GT3 soll sein Testprogramm bereits in der kommenden Woche auf dem umfangreichen BMW-Testgelände in Miramas bei Marseilles fortsetzen.
Die BMW Motorsport Ingenieure nutzten den gesamten Tag, um das neue GT-Fahrzeug, das ab der Saison 2022 den BMW M6 GT3 ablösen wird, auf Herz und Nieren zu prüfen. Die Entwicklung musste aufgrund der mit der Corona-Pandemie verbundenden Einschränkungen zum Teil virtuell verstärkt werden. Die Entwicklung von Rennfahrzeug und Serienfahrzeug verlief parallel, und beide befinden sich nun in einer intensiven Testphase auf der Strecke. Die Serienversionen des neuen BMW M4 Coupé und der BMW M3 Limousine werden im September ihre Weltpremieren feiern.
Der BMW M4 GT3 soll 2021 seine ersten Renneinsätze zu Testzwecken unter Wettbewerbsbedingungen absolvieren und wird ab der Saison 2022 als den BMW M6-GT3 im GT-Sport als offizielles Werksmodell beerben. Auf weitere technisch Fakten und eine Frontansicht werden die Fans noch ein wenig warten müssen. BMW veröffentlichte lediglich das ein Reihensechszylinder-Motor mit M TwinPower Turbotechnologie und Hochdrehzahlkonzept zum Einsatz kommen würde.
Der Rollout in Dingolfing war Meilenstein und vorläufiger Höhepunkt einer Entwicklung, die bereits Anfang 2019 mit CFD-Simulationen am Computer begonnen hat. Ab Februar lief der mehr als 500 PS starke Motor auf dem Prüfstand in München (GER), ab Mitte des Jahres fanden mit einem 60-Prozent-Modell des Fahrzeugs erste Tests im BMW Group Windkanal statt. Anfang 2020 wurde die erste Testkarosse des BMW M4 GT3 im BMW Group Werk Regensburg (GER) gefertigt. Danach wurde das Testfahrzeug, mit dem nun der Rollout stattfand, innerhalb von rund sechs Wochen in der Werkstatt von BMW Motorsport aufgebaut.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Le Mans Series ( LMS )
Die 4h von Le Castellet (der Link führt zum Rennbericht auf unseren Seiten), der Saisonauftakt der Europäischen Le Mans Serie 2020 sind mit einem Sieg des United Autosport Oreca-Trios William Owen, Alex Brundle und Job van Uitert zu Ende gegangen. Das anglo-amerikanisch-holländische Trio querte nach 132 Runden die Ziellinie als erste mit einem Vorsprung von 17 s auf den Graff Racing-Oreca. Da dessen Silberpilot Alexandre Coigny jedoch seine vorgeschriebene Mindestfahrzeit um 6 Minuten unterschritt, wurden dem Team 3 Runden vom Ergebnis abgezogen, weswegen der drittplatzierte G-Drive-Oreca, dem eine Safetycar-Phase nach einem Unfall des Spirit of Race Ferraris das Rennen taktisch verhagelt hatte, auf Platz 2 nach vorne rückte. Platz 3 übernahm der von der Pole gestartete zweite United Autosports Oreca LMP2 von Phil Hanson und Felipe Alburquerque, die bis 50 Minuten vor Schluss noch in Führung lagen, ehe ein schleichender Plattfuss nach dem letzten Reifenwechsel das Duo zu einem erneuten ungeplanten Boxenbesuch zwang. Als einziger deutschsprachiger Starter im LMP2-Feld kam Rene Binder an Bord des Inter-Europol Competition Ligier JS P217 LMP2 nach der Zeitstrafe des Graff-Wagens auf Platz 7 zu liegen – was das bis dato beste Ergebnis der einzigen Ligier Truppe im Feld markierte.
Auch in der LMP3-Klasse stand am Ende ein United Autosports Wagen ganz vorne. Das Trio Wayne Boyd, Tom Gamble und Robert Wheldon konnte sich in einer taktischen Schlacht am Ende knapp gegen das Inter-Europol-Duo Martin Hippe und Nigel Moore durchsetzen, die erst 20 Minuten vor dem Ende von Boyd im Endsprint niedergerungen werden konnten. Die britische RLR Motorsport-Mannschaft komplettierte am Ende das Podium in der Klasse.
In der GTE-Klasse ging der Sieg an das einzige deutsche Team im Feld. Das Dempsey-Proton-Trio Christian Ried, Michele Beretta und Alessio Picariello triumphierte am Ende mit 1 Runde Vorsprung vor dem Kessel Racing Ferrari von Broniszewski/Perel/cadei und dem Iron Lynx-Ferrari von Rahel Frey , Manuela Gostner und Michelle Gatting. Pechhatte hingegen der 2. Wagen des Teams auf dem ELMS-Debütant Michael Fassbender von einem LMP3 in die Leitplanken abgedrängt wurde.
Der nächste Lauf der ELMS wird am 9. August in Spa-Francorchamps ausgetragen.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Le Mans Series ( LMS )
Die Poleposition beim Qualifying zu den 4h von Le Castellet, dem Saisonauftakt der Europäischen Le Mans Serie, hat sich Felipe Alburquerque im #22 United Autosports Oreca geholt. Der Portugiese umrundete den Kurs in einer Zeit von 1:38.268 und schlug damit den G-Drive-Oreca-Aurus des Niederländers Nyck de Vries um knappe 0,238s. Weitere 0,2s zurück plazierte sich Alex Brundle im zweiten United Autosports-Wagen in Startreihe 2 neben dem IDEC-Oreca und vor den Orecas von Dragonspeed und Cool Racing. All diese 6 Wagen waren Michelin-bereift. Bester Goodyear-Kunde war auf P7 der Panis Racing Oreca. Der Inter-Europol Competition Ligier JS P217 LMP2 plazierte sich auf P14 von 15 LMP2-Teams.
In der LMP3 ging die Pole ebenfalls an United Autosports. Wanye Boyd im #2 Ligier schlug ELMS-Debütant Laurents Hörr im DKR Engineering Duqueine-M30 auf seiner letzten Runde um nur 0,84s. Platz 3 in der Klasse ging an den RLR M-Sport Ligier .
In der GTE ging die Pole für das morgige Rennen an den Kessel Racing F488 GTE von Niki Cadei, der damit den Aston Martin von Ross Gunn um nur 16 Tausendstel Sekunden auf P2 verwies. Platz 3 ging hier an den #55 Spirit of Race Ferrari. Das ELMS Rennen startet am morgigen Sonntag um 11 Uhr und kann auf dem Youtube-Kanal der ELMS sowie per Stream auf ihrer Website verfolgt werden.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in ADAC GT Masters
Live vom Testtag des ADAC GT-Masters wird sich am heutigen Samstag der Webtalk „PS on Air - Der Ravenol ADAC GT Masters-Talk“ mit seiner 11. Folge melden. Die Übertragung startet deswegen abweichend vom üblichen Sonntagstermin am Samstagabend ab 18:30 Uhr. Moderator Patrick Simon darf nach langer „Corona-Quarantaine“ sein Studio in Wiesbaden endlich mal verlassen und sendet heute aus der Boxengasse des Lausitzrings, während das Masters-Feld zur abendlichen Trainingssession unterwegs ist. Die Sendung läuft auch zur neuen Sendezeit am Samstagabend wie gewohnt im Livestream auf youtube.com/adac, adac.de/motorsport und Facebook.
Ihren Besuch bei PS on Air - Der Ravenol ADAC GT Masters-Talk haben diesmal unter anderem ADAC Motorsport-Chef Thomas Voss und das Precote Herberth Motorsport-Duo Sven Müller und Robert Renauer, die 2017 das bis dato letzte Rennen des ADAC GT-Masters auf dem Eurospeedway Lausitzring für sich entscheiden konnten, angekündigt. Auch Nico Hülkenberg schaut per Videointerview vorbei und spricht mit Patrick Simon über seinen bevorstehenden Gaststart im Lamborghini Huracán GT3 evo der mcchip-dkr-Racing-Mannschaft am Nürburgring. Darüber hinaus hält PS on Air auch für Sportwagen-Fans und Technik-Enthusiasten wieder ein besonderes Highlight bereit: Die Boliden aller acht Marken des diesjährigen ADAC GT Masters-Starterfeldes sind live in der Sendung zu sehen.
PS on Air - Der Ravenol ADAC GT Masters-Talk live vom Lausitzring ist am Samstag, 18. Juli ab 18:30 Uhr auf dem YouTube-Kanal des ADAC abrufbar. Alle News zum ADAC GT-Masters Masters und seinen Serien finden Motorsport-Fans unter adac.de/motorsport.