Australischer Porsche Carrera Cup - Zwischenstand

C. Baird (Porsche 997 GT3 Cup - www.carreracup.com.auNach vier von sieben Events des Australischen Porsche Carrera Cups führt in der Gesamtwertung Johnny Reid (Simjen Racing-Porsche 997 GT3 Cup) mit 593 Zählern vor Daniel Gaunt (Moneychoice MPD-Porsche 997 GT3 Cup; 575), Craig Baird (Dutton Insurance-Porsche 997 GT3 Cup; 566) und Steven Richards (Laser P&E-Porsche 997 GT3 Cup; 517). Im Oktober stehen nun die Läufe in Bathurst und Surfers Paradise auf dem Programm, der Saisonabschluss findet Anfang Dezember in Sydney statt.

Deltawing in Road Atlanta enthüllt

deltawingpres.jpgHighcroft-Teambesitzer Duncan Dayton und die Verantwortlichen von Michelin haben heute den Deltawing in Road Atlanta enthüllt. Das Prototyp-Chassis des revoluzionären Sportpototypenkonzepts wird in Le Mans von Michelin ausgerüstet werden. Wie der Reifenhersteller auf der Presekonferenz bekannt gab, war Michelin wegen des revolutionären Ansatzes des Fahrzeugs (extrem schmale Frontreifen, halbe Leistung, halbes Gewicht, selbe Geschwindigkeit) interessiert daran, Reifen zu entwickeln die völlig aus dem derzeitigen Anwendungsfenster für LMP-Wagen herausfallen, um die damit gewonnenen Erkenntnisse ggf. in die Serienproduktion ihrer Reifen einfliessen lassen zu können. Wegen der sehr reduzierten Aerodynamik am Deltawing kommt den Reifen eine erhöhte Bedeutung zu. Dieser will man mit der direkten Beziehung Rechnung tragen.

Wie bei der Gelegenheit bekannt wurde steckt unter der Karosse des gezeigten Showcars tatsächtlich ein Entwicklungsmonocoque von Aston Martin. Das Mockup wurde schom beim AMR-One benutzt um die Konstruktion aller Leitungen und Seitenaggregate zu ermöglichen. Der erste Rollout des richtigen Wagens soll im kommenden Jahr erfolgen.

Kraihamers Ausfall in Estoril - es waren die Bremsen

kraihamer_estoril.jpgEine der dramatischsten Entscheidungen bei den 6h von Estoril fiel am vergangenen Wochenende in der LMP2-Klasse. In Estoril trennten den 21-jährigen Dominik Kraihamer im Boutsen Energy Racing-Oreca 03 gerade einmal 32 Sekunden von seinem ersten Sieg und damit dem Vizemeistertitel in der LMP2-Kategorie. Wie schon in fünf von sechs Rennen in dieser Saison war der Salzburger der mit Abstand schnellste Pilot und lag mit über einer Runde Vorsprung auf die Konkurrenz souverän in Führung. Dann stand der Oreca plötzlich brennend im Kiesbett des Turn 1 in Estoril – was war geschehen?

Kraihamer klärt auf: „Als nur noch fünf Runden zu fahren waren, versuchte ich einfach nicht darüber nachzudenken, was alles auf dem Spiel steht. Und vor der letzte Runde dachte ich noch auf der Start-Ziel-Geraden: Genieße einfach diese Runde, es ist die letzte des heurigen Jahres“

Doch beim Anbremsen auf Kurve eins spürte Dominik plötzlich keinen Bremsdruck mehr. Mit Tempo 270 schoss er übers Kiesbett hinaus und schlug praktisch ungebremst in den Reifenstapel ein. Als Flammen aus dem Oreca-03 züngelten, sprang der geschockte aber unverletzte Pilot aus dem Cockpit und machte sich auf den langen Weg zurück an die Box. Ein Bremsdefekt hatte im denkbar ungünstigsten Moment das bis dahin tadellose Rennen von Kraihamer und seinem norwegischen Co-Piloten Ebbesvik entwertet. Trotz der zurückgelegten Distanz von 218 Runden wurde das Duo im Endergebnis als Ausfall gewertet: Nur 32 Sekunden später wäre das 6-Stunden Rennen abgewunken und zumindest ein zweiter Platz möglich gewesen.

„Ich weiß nicht, was ich verbrochen habe, um so viel Pech zu verdienen. Aber das ist wohl einer dieser charakterbildenden Momente, die man offensichtlich erleben muss, um ein guter Rennfahrer zu werden. Ich muss das nun verarbeiten, mich aufs kommende Jahr vorbereiten und noch besser zurück kommen.“

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