Italienische GT (GT Cup) und C.I.P. - Mugello - Vorschau

Für die GT Cup-Fahrzeuge der Italienischen GT sind am Sonntag, 02.10. auf dem Autodromo Nazionale del Mugello zwei Rennen angesetzt - es handelt sich dabei um die vorletzte Runde der Meisterschaft dieser Kategorie. Intakte Chancen auf den Klassen-Titel haben neben der Ferrari-Crew Malucelli / Pierleoni (Scuderia 27 Baldini Mode) auch die Lamborghini-Piloten Sanna / Stancheris (Team Imperiale) und Piccini / Livio (Mik Corse) sowie die Porsche-Besatzungen Passuti / Gagliardini (Star Cars) und Fornaroli / Mastronardi (De Lorenzi Racing).

Beim Italienischen Prototypen-Championnat C.I.P. wird bereits am Samstag, 01.10. der achte von neun Saisonläufen ausgetragen - wie berichtet steht dort der Osella -Pilot Fabio Francia bereits als Meister fest.

Arno Klasen feiert seinen 25. Gesamtsieg

vln_8_manthey.jpgStrahlender Sonnenschein rund um die Nürburgring Nordschleife und strahlende Sieger auf dem Podium - Arno Klasen (Karlshausen) feierte beim 43. ADAC Barbarossapreis einen historischen Sieg. Der 44-Jährige bestieg an der Seite von Lucas Luhr (Schweiz) zum 25. Mal in seiner Karriere die oberste Stufe des Siegertreppchens. Das Duo wurde beim achten Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring im Porsche 911 GT3 R von Manthey-Racing mit einem Vorsprung von 2:35,971 Minuten auf die zweitplatzierten Frank Stippler (Bad Münstereifel) und Christopher Haase (Kulmbach) im Audi R8 LMS von Phoenix-Racing abgewinkt. Für das HARIBO Team Manthey am Start, feierten Mike Stursberg (Wermelskirchen), Hans Guido Riegel (Leubsdorf) und René Rast (Stolzenau) ihre erste Podiumsplatzierung in der populärsten Breitensportserie Europas. Die Veranstaltung des MSC Sinzig markierte aus statistischer Sicht einen weiteren Höhepunkt der laufenden Saison: Luhr/Klasen sind die achten neuen Sieger im achten Rennen, der Porsche 911 GT3 R ist das siebte unterschiedliche Siegerfahrzeug. Eine derartige Vielfalt gab es noch nie in der 35-jährigen Geschichte der Serie. Eine 30-minütige Zusammenfassung des Rennens wird am 30. September um 17:30 Uhr auf dem Sender Sport 1 ausgestrahlt.

vln_8_start.jpg„Ich freue mich riesig über diesen Sieg und bin schon etwas stolz“, sagte Klasen nach dem Rennen. „So ein Erfolg ist nur mit der richtigen Mannschaft und dem richtigen Teamgefährten machbar. Lucas und ich haben heute keine Fehler gemacht. Speziell ich bin stellenweise eher etwas zurückhaltend gefahren. Am Ende hat sich herausgestellt, dass dies die richtige Taktik war.“ Zu Beginn des Rennens hatte Rast das Geschehen an der Spitze des Feldes diktiert. „Das Rennen heute hat mir richtig viel Spaß gemacht“, sagte der 24-Jährige. „Als Cup-Spezialist die ganzen alten Langstreckenhasen hinter mir zu wissen - das war schon toll.“ Im weiteren Verlauf verteidigten die beiden ambitionierten Hobby-Racer Stursberg und Riegel die Position in der Spitzengruppe. „Endlich wurde die Leistung des Teams mit einem Podiumsplatz belohnt“, sagte Stursberg, der den letzten Stint gefahren war. „Auf meinen ersten Metern stellte ich leichte Probleme mit dem Getriebe fest, daher habe ich mir schon ein paar Gedanken gemacht, ob wir es ins Ziel schaffen würden. Umso schöner ist, dass es am Ende noch zu Platz drei gereicht hat.“ In der Schlussphase hatten Stippler/Haase den Sieg vor Augen. In der vorletzten Runde rutschte Stippler dann jedoch in der Arembergkurve auf einer Ölspur aus und schlug in die Streckenbegrenzung ein. „Das war wirklich ärgerlich - wie hatten schon so viel Pech in dieser Saison“, sagte ein enttäuschter Stippler. „Zum Glück konnte ich unseren R8 noch ins Ziel retten, aber zufrieden sind wir mit Platz zwei natürlich nicht.“ Zumindest Haase erreichte sein Minimalziel, Punkte für die Deutsche GT3 Meisterschaft zu sammeln. Neben ausgesuchten Rennen der Langstreckenmeisterschaft gehen in die Wertung des DMSB auch die Rennen des ADAC GT Masters und das 24h-Rennen auf dem Nürburgring ein. Hinter dem Spitzentrio fuhren mit Sabine Schmitz und Klaus Abbelen (beide Barweiler), Michael Illbruck (Unterföhring) und Marco Seefried (Wemding) sowie Georg Weiss (Monschau), Oliver Kainz (Kottenheim) und Michael Jacobs (Roetgen-Rott) drei Porsche-Teams auf die Plätze vier bis sechs. Den schnellsten Mercedes-Benz SLS AMG GT3 pilotierten Michael Zehe (Floersheim), Klaus Rader (München) und Marco Schelp (Berlin) für ROWE RACING auf Platz sieben.

vln_8_audi.jpgIn der Tabelle führen nach acht von zehn Läufen Thomas Kappeler (Bad Saulgau), Harald Hennes (Eschweiler) und Thomas Gerling (Uchte) im BMW M3. Das Trio errang bei den VLN-Specials bis 3.000 ccm Hubraum den fünften Sieg. Seinen ersten Klassensieg in der Langstreckenmeisterschaft feierte hingegen Christian Schmitz (Herresbach). Der Absolvent der Nachwuchsförderung des dmsj und der Motorsportakademie Nürburgring sowie Mitglied des VLN-Clubs MSC Adenau gewann zusammen mit Thomas Koll (Houverath) im Porsche Cayman die Klasse V6 (VLN-Serienwagen bis 3.500 ccm Hubraum).

Der neunte Lauf des Jahres, das 35. DMV 250-Meilen-Rennen des AC Monheim, findet am 15. Oktober statt.

Dieser Bericht stammt von der Homepage der Langstreckenmeisterschaft Nürburgring.

Schubert Z4 GT3 gewinnt 24h von Barcelona

24hbarcelonapodium.jpgDas Need for Speed-Team Schubert hat am vergangenen Wochenende die 24H von Barcelona gewonnen. Im BMW Z4 GT3 mit der Startnummer 2 führten die Schweden Edward Sandström und Lars Stugemo, der Däne Michael Outzen und der Deutsche Peter Posavac fast 24 Stunden lang das Feld an und legten insgesamt 669 Runden auf dem 4,655 Kilometer langen Circuit de Catalunya zurück. Mit einer tollen Aufholjagd nach einem Ausritt in der zweiten Rennstunde schaffte es das ungarische Team Bovi Motorsport mit dem Brokernet Silversting und den Fahrern Kalman Bodis und Istvan Racz aus Ungarn, Wolfgang Kaufmann aus Deutschland und Jaap van Lagen aus den Niederlanden noch auf Platz 2. Dieses Quartet gewann auch die SP2-Klasse. Die niederländische Equipe Verschuur komplettierte das Podium mit Rang 3 für Tom und Raymond Coronel und Jeroen, Bas und Pieter Schothorst im McGregor-Renault Mégane Trophy, trotz einer gebrochenen Antriebswelle in den Morgenstunden.

24hbarcelonasieger.jpgStefan Wendl, Teammanager des Schubert-Teams, zeigte sich nach dem Fallen der Flagge zufrieden. „Unser Auto fuhr wie ein Uhrwerk. Der einzige Zwischenfall war ein kurzer Ritt durchs Kiesbett, als Michael Outzen in der Nacht einem Fahrzeug ausweichen musste, dass unmittelbar vor ihm auf der Strecke stand. Danach mussten wir etwas Kies ausräumen, aber das war alles.“ Der siegreiche BMW Z4 GT3 (Fahrgestellnummer 1101) war das Auto, das in Spa bereits Rang 2 belegt hatte und bei einem Rennen der VLN-Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring als Dritter über die Ziellinie kam. Stefan Wendl: „Zusammen mit diesem Sieg haben wir mit dem Auto nun drei Podiumsplätze in drei Rennen erreicht. Ein großes Kompliment geht auch an die Fahrer, die erstmals in dieser Zusammensetzung gefahren sind.“

24hbarcelonastart.jpgDer bestplatzierte Porsche war das Besaplast-Auto mit der Startnummer 5, das mit Martin Tschornia, Sebastian und Roland Asch, Franjo Kovac und Stefanie Halm auf Gesamtplatz 4 die 997-Klasse gewann, unmittelbar gefolgt von zwei Seat Leon Supercopas, die den Kampf um den Sieg in der Klasse A3T austrugen. Der Seat des spanischen PRC Sport-Teams, unter anderem besetzt mit dem amtierenden MotoGP-Weltmeister Jorge Lorenzo, fuhr schließlich den Klassensieg nach Hause.

Neben dem Gesamterfolg und den Klassensieg in der Kategorie A6 für BMW gab es für die bayerische Marke drei weitere Klassensiege. Das niederländische Team JR Motorsport siegte mit dem BMW E46 GTR in der Klasse A5, während die Landsleute des Teams Bas Koeten Racing das BMW Z3 M Coupé zum Sieg in der Klasse A4 fuhren. Die Dieselklasse gewann das niederländische Team Marcos Racing International. Diese Mannschaft profitierte, nachdem der BMW des belgischen Recy Racing-Teams, der fast das ganze Rennen lang in der Klasse geführt hatte, rund 30 Minuten vor Schluss mit dem Renault Clio des Teams Codony Sport kollidierte. Die Belgier belegten noch Rang 3 in der Klasse, während das spanische Codony-Team mit dem stark beschädigten Clio noch den Sieg in der Klasse A2 nach Hause fahren konnte. Die SP3-Klasse ging an das Saker-Werksteam, das erstmals bei einem 24-Stunden-Rennen an den Start ging.

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