Italienische GT und C.I.P. - Monza - Vorschau

Das sächsische Team YACO-Racing aus Zwickau will in der Saison 2012 zwei Chevrolet Camaro GT3 im GT-Masters und der FIA-GT3 Europa-Meisterschaft einsetzen. YACO-Racing vertraut dabei auf die von Reiter Engineering-Tochter SaReNi United aus Oberbayern entwickelte Rennversion des Chevrolet Camaro. Das Team um den ehemaligen Rallye-Piloten Uwe Geipel hat sich in der Vergangenheit bereits mit Erfolgen im Tourenwagensport einen Namen gemacht. Für die ADAC PROCAR-Serie entwickelte YACO Racing in Eigenregie bereits die beiden Toyota Corolla und Toyota Auris Tourenwagen nach dem S2000-Reglement und fuhr damit im Jahr 2008 zum Meistertitel. In der vergangenen Saison waren Geipels Söhne Phillip und Charly zudem mehr oder weniger regelmässig im GT-Masters und der FIA-GT3 Europa-Meisterschaft unterwegs. In diesen beiden Serien will man 2012 auch den Camaro einsetzen.
"Die Entwicklung des Chevrolet Camaro GT3 macht momentan erfreuliche Fortschritte", sagt Uwe Geipel. "Wir planen zusammen mit SaReNi United spätestens Ende Oktober / Anfang November den ersten Roll-Out mit dem Fahrzeug zu absolvieren und werden anschließend ein Testprogramm starten. Der Chevrolet Camaro bringt alle Anlagen für ein gutes Rennauto mit und hat mit seiner sehr spektakulären Optik die besten Chancen, im kommenden Jahr ein absoluter Publikumsliebling zu werden. Das ADAC GT-Masters ist die weltweit stärkste Serie für GT3-Sportwagen und wir werden uns dort mit unserem Chevrolet Camaro GT3 den besten Fahrern und Teams stellen."
Auch wenn noch keine Details zur Besetzung der beiden Chevrolet Camaro von YACO-Racing bekannt sind - die soll es frühestens im kommenden Februar geben - so darf doch davon ausgegangen werden, dass Geipel Sr. dabei auf seinen hauseigenen Pilotenkader zurückgreifen wird. Somit dürfen sich die Fans des GT-Masters auf einen weiteren spektakulären Teilnehmer für 2012 freuen.
Die Blancpain Endurance Serie war im vergangenen Jahr sicherlich die erfolgreichste neue Idee von GT-Sport-Guru Stephane Ratel. Am Rande des Finales in Silverstone (der Link führt zum Rennbericht auf unseren Seiten) liess der Kopf der SRO sich nicht nehmen, zu verkünden, wie er die Serie 2012 fortzusetzen gedenkt. Dabei stehen die Zeichen ganz klar auf Wachstum.
Schon jetzt haben sich 20 Teams aus dem derzeitigen Mannschaftenkreis der Serie für die kommende Saison fix eingeschrieben. Die Anzahl der Anfragen soll gar dreistellig sein. Der Kalender 2012 wird um ein weiteres Rennen in Deutschland auf sechs Rennen (fünf 3h-Läufe und die 24 Stunden von Spa-Francorchamps) erweitert. Derzeit wird mit dem Nürburgring und Hockenheim verhandelt – angesichts der derzeitigen politischen und wirtschaftlichen Verwerfungen am Ring könnte die Runde im Badischen dabei mit mehr Chancen gesegnet sein. Die französische Runde wandert von Magny-Cours nach Le Castellet an den HTTT. Die spanische Runde wird statt in Navarra im deutlich attraktiveren Barcelona als Serienfinale stattfinden. Silverstone wird dafür gleich hinter Monza zweite Runde im Kalender 2012 werden.
Reifenseitig öffnet sich die Blancpain Endurance Serie weiteren Herstellern, wobei je ein Slick- und Regenreifensatz per Lieferant homologiert werden können. Technisch bleiben die aktuellen GT3- und GT4-Modelle Basis der Serie. Lediglich die Gentleman-Klasse wird auf Modelle mit Homologationsstatus von vor 2011 festgeschrieben. Auf den ersten F458 in dieser Kategorie wird man also noch etwas warten müssen. Bei den GT4 wird die in diesem Jahr eh nicht angenommene Supersport-Kategorie gestrichen. Ferner sollen Feinanpassungen der zulässigen Pilotenbesatzungen für die Gentleman- und GT3-Pro-Am-Kategorie auf dem Plan stehen.
Blancpain bleibt der Serie auch 2012 als Hauptsponsor erhalten. Im Rahmenprogramm werden die Blancpain Revival Serie (dahinter versteckt sich Ratels altes GT90-Konzept der historischen BPR- und FIA-GT-Youngtimer), der neue Supercar-Club und die Lamborghini Super-Tropheo Serie als fester Bestandteil integriert. Letztlich sollen bei der Terminplanung Überschneidungen mit der neuen World-GT-Serie (= FIA-GT1 Weltmeisterschaft), der FIA-GT3 Europa-Meisterschaft, der britischen GT und des GT-Masters vermieden werden, um den dort engagierten Teams auch eine Teilnahme an der Blancpain Endurance Serie zu ermöglichen.
25.03.2025 (11 days ago)
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