Toyota's Rückkehr nach Le Mans

2011_tmg_lmp1.jpgToyota kehrt nächstes Jahr werksseitig zurück nach Le Mans - das hat der ACO heute bekannt gegeben. Demnach wird ein durch das Toyota Motorsport High Performance Centre in Köln entwickeltes Chassis schon 2012 an den 24h an der Sarthe teilnehmen. Sitz des Werksteams soll ebenfalls Köln werden. Das Auto soll durch einen Hybrid-Benziner angetrieben werden. Der Rollout des Wagens soll um die Jahreswende herum erfolgen, Details zum Motor und der angepeilten Besatzung harren noch der Verkündung.

Toyotas Rückkehr kommt 13 Jahre nach dem letzten Werksauftritt an der Sarthe mit dem legendären GT-One, der in seiner 2-jährigen Rennkarriere leider ohne Sieg in Le Mans blieb. Auch dieses Auto wurde durch das damals TTE betitelte Entwicklungszentrum in Köln entwickelt und eingesetzt, ehe der japanische Hersteller den eher erfolglosen Schritt in die Formel 1 tätigte. Derzeit ist Toyota Motorenlieferant für das Rebellion Racing-Team, mit dem man im abgelaufenen Jahr an die Sarthe zurückkehrte. Ob der Motor des neuen LMP1 ebenfalls auf dem RV8-KLM-Treibsatz basiert, ist derzeit nicht bekannt.

Toyota hat eine Geschichte an der Sarthe, die bis ins Jahr 1975 zurückreicht. Wie der ACO andeutete, will der japanische Hersteller auch an der FIA-Langstrecken-WM im kommenden Jahr teilnehmen. Mit Audi, Peugeot, nun Toyota und bald auch Porsche nimmt die Anzahl der Hersteller an der Sarthe nun wieder zu – wer wird als nächstes Schwergewicht aus der Herstellerriege einsteigen?

SCC-Finale mit vollem Feld und prominentem Gaststarter

scctitelfight2011.jpgAm Wochenende startet die Sportscar Challenge zu ihren beiden Finalläufen in Hockenheim. Ganze 35 Teams (14 Div.1, 14 SCC-Light, 5 Crossle und 2 GT) stehen auf der vorläufigen Nennliste für die beiden Finalrennen. Die Titelentscheidung fällt dabei zwischen Thorsten Rüffer im blauen Norma und PRC-Turbo-Pilot Sven Barth. Der Rückstand für Barth vor dem Finale beträgt 19,5 Punkte. Insgesamt sind noch maximal 37 Punkte zu holen. Sollte alles normal laufen, wird die Entscheidung damit wohl erst im Hauptrennen fallen.

Einer der prominentesten Gaststarter an diesem Wochenende ist Le Mans Serie-LMPC-Champion Mirco Schultis der seinen Formula Le Mans-Boliden an den Start bringt. Der ehemalige Sportscar Challenge-Champion will in Hockenheim seinen Titel mit seiner Pegasus Racing-Mannschaft feiern.

dflsilvbox.jpg„Es geht nur ums Spass haben. Gegen die leichten und fast genauso starken Topwagen aus der Sportscar Challenge habe ich mit meinem Panzer und den Holzreifen keine reelle Siegchance. Aber es war die letzte Gelegenheit, noch einmal mit dem Team zusammen was zu unternehmen und den Titel in der Le Mans Serie danach gebührend zu feiern.“ Leider fehlt Patrick Simon wegen andersweitiger Verpflichtungen am Wochenende.

Was Mirco, der sich in diesem Jahr von seiner Firma getrennt hat und in der kommenden Saison Motorsport als Vollzeitbusiness betreiben will, 2012 unternimmt, ist noch offen. „Es ist noch nichts fixiert. Ich schwanke zwischen der Le Mans Serie, die aber noch sehr viele Fragezeichen offen hat und der ALMS, die mich bei meinem Besuch in Road Atlanta beim Petit Le Mans sehr beeindruckt hat. Beide Serien bieten eine Reihe von Vor- und Nachteilen. Das Ziel ist jedenfalls nächstes Jahr mit dem LMPC-Auto weiterzumachen.“ Schultis besitzt mittlerweile nun zwei der Chassis, nachdem er das ex-Hope PoleVision-Auto ebenfalls erworben hat.

Am heutigen Freitag startet um 11:00 Uhr das freie Training, ehe um 14:10 Uhr das Qualifying auf dem Programm steht. Um 13:10 Uhr wird es am Samstag ernst. Dann startet das erste Rennen, während um 16:30 Uhr das alles entscheidende Finale folgt.

GT-Eins-Forumsmitglieder, die in Hockenheim vor Ort sind und sich als solche zu erkennen geben, können bei Mirco Schultis übrigens noch ein paar Andenken aus der LMS-Saison 2011 bekommen.

Australischer Porsche Carrera Cup - Bathurst - Ergebnisse

Auch der nationale Porsche Carrera Cup war Teil des Rahmenprogrammes zum Bathurst 1000 der australischen V8 Supercars. Überraschend gewann Michael Patrizi (Ausdrill-Porsche 997 GT3 Cup; Bild) die Läufe 1 und 2, im dritten Rennen siegte dann Craig Baird (Dutton Insurance-Porsche 997 GT3 Cup), der zuvor zwei vierte Ränge erreicht hatte. Baird (710 Punkte) übernahm damit die Gesamtführung in der Cup-Tabelle vor Johnny Reid (Simjen Racing-Porsche 997 GT3 Cup; 693), Daniel Gaunt (Moneychoice MPD-Porsche 997 GT3 Cup; 683), sowie Steven Richards (Laser P&E-Porsche 997 GT3 Cup; 667). Austragungsort der vorletzten Runde der Serie wird von 21.-23.10. Surfers Paradise sein.

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