Rückblick auf die 3h von Kapstadt

3hkapstadt_juno_pilbeam.jpgWir schulden euch noch eine kurze Notiz zur 4. Runde der African Endurance Serie , den 3h von Killarney bei Kapstadt die als zweiter Langstreckenevent der südafrikanischen Langstreckenserie am 6.6. vor 3 Wochen über die Bühne gingen und deren Austragung wir bereits vor 4 Wochen kurz angerissen hatten:

Auf der 3267m langen Strecke in Sichtweite des Tafelberges am Kap der Guten Hoffnung gewann abermals das Harp Motorsport Duo Francis Carruthers und Nick Adcock mit ihrem Juno SS3 V6. Nach 3h Renndauer querten sie nach 127 absolvierten Umläufen die Ziellinie als Erste des Klassements mit 4 Runden Vorsprung auf das nächstplazierte Team. Der zweite Platz war deutlich härter umkämpft: hier setzte sich die Porsche-Mannschaft der Hendok Group mit dem 911 GT3 Cup von Fred de Kok und Nicky Dicks mit nur 15s Vorsprung vor dem Stradale Motorsport F360 Challenge des Duos Charles und Harry Arangies durch. 25 Teilnehmer hatten das Rennen aufgenommen – nur 14 bekamen am Ende auch das karierte Tuch gezeigt.

3hkapstadt_baileylmp2.jpgIm Grunde war es ein Start-Ziel-Sieg der Juno-Crew, die damit schon 3 der 4 Rennen der Serie gewinnen konnte. Nur beim ersten Boxenstop ging die Führung kurz an die später zweitplazierte Porschemannschaft verloren. Daran konnten auch die beiden anderen favorisierten Prototypenmannschaften nichts ändern: Der weisse Pilbeam MP98 der Team Africa Le Mans-Mannschaft kam schon in der Startrunde in Probleme und streckte mit den Piloten Greg Mills und Andrea Bate nach gerade mal einer halben Stunde und 20 Runden die Waffen. Auch der silberne Bailey-LMP der Strocam Engineering Mannschaft musste kurz vor Beginn der 2. Rennstunde vorzeitig einpacken. Immerhin hatte sich der Bolide, auf dessen Debütauftritt in der Europäischen Le Mans Serie man wohl noch weiterhin wird warten müssen, zu Rennbeginn zwischenzeitlich auf P4 bewegt, ehe man beim ersten Stop zurück fiel und beim zweiten dann endgültig aufgeben musste.

Gemäss der Ausschreibung findet am 4.Juli mit einem 90min-Rennen auf dem Phakisa Raceway der nächste und 5.te Lauf der Serie statt, ehe die aus 3 Langstreckenrennen bestehende Endurance Serie (wie die SRO setzt man auch in Südafrika auf einen Mix aus Sprints und Langstreckenrennen) mit den 9h von Kyalami am 7.November ihr Finale austrägt.

Supercar Challenge Zolder Rennen 2

Im belcarzoldercorvette.jpgSonntagsrennen der Supercar Challenge in Zolder gab es den ersten Saisonsieg für die Shipex SRT Racing Corvette von Vandierendonck/van Hooydonk. Nach 36 Runden hatten sie 24 Sekunden Vorsprung auf die Viper von Roger Grouwels, dem eine Stop & Go Strafe wegen eines zu kurzen Pflichtboxenstopps den Sieg kostete. Berry van Elk schaffte mit seinem Mosler erneut den Sprung auf das Podest. Den vierten Platz in der Super GT Klasse sicherte sich Pol Stoffel im Volvo. Dessen Teamkollege und Vortagessieger Henry Zumbrink schied bereits in der zweiten Runde aus. Mit dem Sieg übernahmen Vandierendonck/van Hooydonk mit 111 Punkten die Führung in der Meisterschaft vor Grouwels/Snoeks/ van der Zwaan mit 100 und Berry van Elk mit 92 Punkten.

In der GTB Wertung siegten Sluys/Jonckheere im BMW vor der Corvette von Dontje/Kool, Simon Atkinson im Lamborghini und Lamster/Cools im Porsche. Mit diesem Resultat ergibt sich eine äußerst spannende Tabellensituation. Dontje/Kool führen mit 93 Punkten vor Lamster/Cools mit 92 und Atkinson mit 91 Punkten. Knapper geht es kaum.

Das Ergebnis bei den Tourenwagen war beinahe eine Kopie des Vortages. Eric van den Munckhof siegte erneut in der Supersport Klasse vor Bogaerts/van Soelen. Lediglich die dritte Stufe auf dem Podest wurde mit de Groot/de Graaf neu besetzt. Sie verwiesen die gestrigen dritten van de Maat/Scheurs auf Platz 4. Die beiden Lotus Exige sahen erneut keine Zielflagge. Somit belegten die BMW Piloten die ersten 6 Plätze. Bester nicht BMW war der Seat Leon von de Borst/de Kleijn auf P7. Rik van Beek wurde im Saker zehnter. In der Gesamtwertung führen Bogaerts/van Soelen/ van de Aa mit 144 Punkten vor Munckhof mit 136 und de Groot/de Graaf mit 109 Zählern.

Keine Änderungen auch in der Sport 2 Division. Hier gab es den zweiten Sieg an diesem Wochenende für Wiebe Wijtzes und damit auch die Tabellenführung mit 140 Punkten vor Rob Nieman mit 131 und Voet/van den Broeck mit 127 Punkten.

Nach belcarwolf1.jpgdem dritten Platz am Samstag siegten Schumacher/van Splunteren mit dem Bas Koeten Racing Wolf im zweiten Superlight Rennen vor Thuis/van Riet im Radical und de Cock/Dejonghe im Norma. Joosen/Haverhals kamen im Tatuus auf Platz vier ins Ziel vor dem Norma von Burrick/Rihon/Delflosse und dem Ginetta LMP3 von Lequex/Naveaux/Ueberecken. Schumacher/van Splunteren führen die Tabelle mit 85 Punkten an gefolgt von de Cock/Dejonghe mit 80 und Henk Thuis mit 75 Punkten. 

In der kleinen Prototypen Klasse siegten Houthoofd/Desschans im Norma vor den Radical´s von Donald Molenaar, Dick Freebird und Wim Jeuris. Heinz Kremer, der zum zweiten mal mit dem Norma M20F am Start war da der gebrochene Radträger am Osella noch nicht ausgetauscht werden konnte, belegte die Plätze 7 und 6. In der Meisterschaft führt Filip Declercq mit 86 Punkten vor Paul Sieljes mit 71, Wim Jeuris mit 58 und Heinz Kremer mit 53 Punkten.

Die Prototypen legen jetzt eine sehr lange Sommerpause ein. Für sie steht das nächste Rennen erst Anfang Oktober in Spa an. Die Tourenwagen greifen am 1. August in Assen wieder ins Geschehen ein. Für die GT Klasse geht es bereits am 11/12 Juli weiter. Dort fährt man im Rahmen der DTM in Zandvoort .

 

AMG GT3-Rennpremiere beim nächsten VLN-Lauf

Die Entwicklung mercedes-amg_gt3.jpgdes Mercedes-AMG GT3 erreicht einen weiteren Meilenstein. Nach der Weltpremiere Anfang März auf dem Automobil Salon in Genf wird der Rennwagen beim vierten Saisonlauf der VLN Langstreckenmeisterschaft , der 46. Adenauer ADAC Worldpeace Trophy am 4. Juli, erstmals unter Rennbedingungen getestet. Beim Renndebüt des Mercedes-AMG GT3 auf der Nürburgring-Nordschleife wechseln sich mit Bernd Schneider , Thomas Jäger und Jan Seyffarth alle 3 bisher bei der Entwicklung des Boliden involvierten Test- und Entwicklungsfahrer hinter dem Steuer ab.

Bisher wurden mehr als 12.000 Testkilometer mit dem Mercedes-AMG GT3 absolviert. Der erste Einsatz unter Rennbedingungen ist für das Trio der Höhepunkt der bisherigen Entwicklungsarbeit. Dabei liegt das Hauptaugenmerk des Mercedes-AMG-Entwicklungsteams auf dem Feinschliff des für die Nordschleife speziell nötigen Fahrwerks-Set Up. Und auch das reibungslose Abspulen von Longruns unter Rennbedingungen steht im Fokus.

Das geplante Testrennen lässt Erinnerungen an die Rennpremiere des Mercedes SLS AMG GT3 aufkommen. Im September 2010 absolvierten Bernd Schneider und Thomas Jäger an gleicher Stelle das Renndebüt und legten damit den Grundstein für die zahlreichen Erfolge des Flügeltürers. Bernd Schneider kann sich noch gut daran erinnern: „Es ist unglaublich, wie schnell doch die Zeit vergeht. Genau wie damals ist es ein tolles Gefühl und eine große Ehre, mit einem neuentwickelten Fahrzeug das erste Rennen zu bestreiten“, so der fünffache DTM-Champion.

Der Einsatz, der vom Mercedes-AMG Test Team durchgeführt wird, soll weitere wichtige Erkenntnisse für die Entwicklung liefern. Ziel ist es, den Mercedes-AMG GT3 optimal vorzubereiten, ehe er an die AMG Customer Sport Teams ausgeliefert wird. Ein Schwerpunkt bei der Entwicklung ist unter anderem das Fahrverhalten: Das aus dem Mercedes SLS AMG GT3 bekannt gute Handling soll nach AMG-Aussage durch gesteigerte Agilität und optimierte Effizienz ergänzt werden. Durch ein geringeres Gewicht wird die Effizienz des Fahrzeugs gesteigert. Wie bei der Straßenversion besteht die Fahrzeugstruktur aus einem ebenfalls sehr leichten und extrem steifen Aluminium-Spaceframe. Zudem werden zahlreiche Komponenten wie Motorhaube, Türen oder Heckflügel aus Carbon gefertigt. Die Erfahrungen bei der Ergonomie , die beim Fahren konstant schneller Runden bei Langstreckenrennen einen sehr wichtigen Punkt einnehmen hat man ebenfalls vom SLS übernommen.

Jochen Bitzer, Leiter AMG Kundensport: „Wir freuen uns schon sehr darauf, mit dem Mercedes-AMG GT3 das erste Rennen zu bestreiten. Nach einer so intensiven Test- und Entwicklungszeit sind wir alle gespannt darauf, das Fahrzeug unter Rennbedingungen zu testen. Der Start in der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring ist für uns ein reiner Test, bei dem wir alle Komponenten einem Funktionstest unter realen Bedingungen unterziehen möchten.“

Die Rennpremiere des AMG GT3 könnte dabei nicht die einzige beim 4. VLN Langstreckenmeisterschaft -Lauf bleiben. Es wird erwartet das auch die beiden Entwicklungsboliden des Lexus RF-C GT3 von Farnbacher Racing und der Emil Frey Racing Truppe, die im Vorfeld von VLN3 beim Testtag erste öffentliche Testrunden drehten, ihr Renndebüt beim nächsten VLN-Lauf absolvieren.

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