PCC Lauf 6 Norisring

Derpcc6a.jpg 26-jährige Däne Nicki Thiim gewann am Samstag den sechsten von 17 Rennläufen im Porsche Carrera Cup Deutschland auf dem nürnberger Norisring. Auf den Plätzen zwei und drei kamen Porsche-Junior Matteo Cairoli und der Führende der Gesamtwertung Philipp Eng ins Ziel.

Thiim, der für die Mannschaft von Porsche Werksfahrer Timo Bernhard startet, ging in seinem Porsche 911 GT3 Cup von der Pole-Position ins Rennen. Neben ihm in der ersten Startreihe stand Cairoli. Beiden Piloten gelang ein guter Start und die Spitzenpositionen waren vergeben. Routinier Thiim fuhr unbeirrt auf Platz eins und der erst 19 Jahre alte Cairoli ließ sich von der Konkurrenz nicht einschüchtern und absolvierte ein fehlerfreies Rennen auf Position zwei. Eng startete vom vierten Platz und fiel im Startgetümmel auf dem engen Stadtkurs zunächst um einen Platz zurück. Doch der 25-Jährige wartete auf seine Chancen und arbeitete sich bis auf den dritten Rang vor.

Porsche-Junior und Land Motorsport -Pilot Connor de Phillippi musste den Österreicher aufgrund von Schaltungsproblemen während des Rennens vorbeiziehen lassen, trotzdem konnte der 22-jährige Amerikaner mit Platz vier wichtige Meisterschaftspunkte sammeln. MRS GT-Racing-Pilot Christian Engelhart sah nach 26 Runden die Zielflagge als Fünfter vor den 4 Lechner-Piloten Jeffrey Schmidt, Alex Riberas, Michael Ammermüller und Porsche-Junior Sven Müller . „In der extrem engen ersten Kurve beschädigte ich meine vordere Seite und danach war es ganz schwer zu fahren.

Wie stark das Fahrerfeld im diesjährigen Porsche Carrera Cup Deutschland ist, zeigt die Tatsache, dass am vierten Rennwochenende der vierte Sieger oben auf dem Treppchen stand. Beim Saisonauftakt in Hockenheim gewann Engelhart zwei Rennen, auf der Nürburgring-Nordschleife siegte Porsche-Junior Müller, auf dem Lausitzring konnte Eng zwei Siege einfahren und Thiim freute sich über seinen Triumph am Norisring. In der Gesamtwertung führt Eng mit 96 Punkten, vor Schmidt (76 Punkte) und Riberas (71 Punkte).

Rückblick auf die SCC in Misano

scc_misano_fiedler.jpgBeim zweiten Lauf der AvD Sports Car Challenge vor 2 Wochen  im italienischen Misano teilten sich Andreas Fiedler auf einem PRC WPR60 Turbo und Siegmar Pfeifer mit seinem Norma M20FC BMW die Gesamtsiege. Jacques Breitenmoser im PRC WPR65 BMW) gelang als Zweiter der Sprung aufs Treppchen, während Alexander Seibold im PRC SC97 BMW in Rennen zwei als Dritter aufs Stockerl durfte.

Schon im Qualifying bestimmten Fiedler und Pfeifer das Geschehen, wobei Norma -Pilot Pfeifer mit 1.32,156 während des zweiten Durchgangs die klare Bestzeit setzte. An diese Topzeit kam keiner der Konkurrenten auch nur ansatzweise heran. Das erste Rennen war dann eine im wahrsten Sinne des Wortes heiße Angelegenheit. Asphalttemperaruten von über 50°C stellten eine Belastungsprobe für Mensch und Material dar.

Beim Start verteidigte Fiedler seine Pole gegenüber Pfeifer, während sich Jacques Breitenmoser dahinter als Gesamtdritter einreihte. Bremsprobleme ließen den Norma-Piloten zurückfallen, wodurch sich Breitenmoser die zweite Position sichern konnte. Der Eidgenosse kam noch einmal gefährlich nahe an Fiedler heran, dessen Turbo-Motor durch die heißen Temperaturen in seiner Leistungsentfaltung gehandicapt war. Am Ende trennten die beiden PRC -Piloten nur 0,8 Sekunden. „Im ersten Rennen kam ich am Start gut weg und konnte die Pole verteidigen. Erst drückte Siggi heftig, wurde dann aber von Jacques Breitenmoser überholt. Bis zum Schluss war es ein harter Fight und ich konnte um eine Autolänge vorne bleibe“, berichtete Fiedler. Siegmar Pfeifer rettete sich mit dem angeschlagenen Norma noch als Gesamtdritter vor dem eine Runde dahinter liegenden Turi Breitenmoser im PRC WPR60 BMW über den Zielstrich.

Vor dem Start des zweiten Durchgangs ging ein heftiger Platzregen über Misano nieder. Bei der Reifenwahl war nun Rätselraten angesagt, wobei sich am Ende fast das komplette Feld für Slicks entschied. Diesmal war ein stark auftrumpfender Siegmar Pfeifer nicht zu bremsen. Ganz souverän fuhr der Norma-Pilot seinem zweiten Saisonsieg entgegen. Beim Fallen des schwarz-weiß karierten Tuchs hatte Pfeifer einen Vorsprung von fast einer Minute auf den zweiten Platz herausgefahren. Dahinter entbrannte zunächst ein Zweikampf zwischen Alexander Seibold und Andreas Fiedler. Erst mit abtrocknender Piste konnte sich Fiedler vor den 2001er Meister der Sports Car Challenge setzen und Platz zwei nach Hause fahren. scc_misano_groer_giovanni.jpg„Mit der Strecke hatte ja keiner Erfahrungen bei Nässe. Im Nachhinein wären für unser Auto die Regenreifen besser gewesen. Ich konnte zwar am Anfang nach vorne, wurde aber von Seibold und Siggi überholt. Nach mehreren Runden konnte ich mich auf Platz zwei zurück kämpfen. Aber es war ein harter Ritt die Reifen irgendwie zum Arbeiten zu bringen. Ab der Hälfte des Rennens war mir klar, dass Pfeiffer nicht einzuholen war“, gab Fiedler zu Protokoll.

In der Division 2 führte kein Weg an Dr. Norbert Groer im Ligier JS51 Honda vorbei, nachdem Simon Stoller auf seinem PRC FPR9 Honda bereits nach dem freien Training mit Motorschaden aufgeben musste. Zweimal Rang zwei ging an Justin Kunz im ADR3-Honda, der Alexander Frank im PRC Opel hinter sich ließ. Bei der Sonderwertung der Historischen SCC Boliden gingen die Siege an Seibold und Bernard Charriere im PRC SC97 BMW. Insgesamt zeigte sich Walter Pedrazza mit der Veranstaltung zufrieden. „Die Organisation der Peroni Group war wirklich vorbildlich. Auch die Strecke war in Ordnung“, so Pedrazza.

6h Watkins Glen mit 34 Teilnehmern

watkinsglen_fp1.jpgSeit dem gestrigen Freitag haben in Watkins Glen die Sessions zur 33.ten Ausgabe des 6h-Rennen von Watkins Glen begonnen. 33 der 34 angetretenen Teams haben in der ersten Session die Zeitenjagd aufgenommen. Die 6. Runde der Tudor-USCC-Serie die gleichzeitig auch das dritte von 4 Rennen zur nordamerikanischen Langstreckenserie NAEC ist, wird am Sonntag auf dem seit 1956 benutzten permanenten Rennkurs abgehalten werden. 8 Prototypen, 7 LMPC , 8 GTLM und 11 GTD-Teams haben für das Rennen auf dem 5552m langen Kurs genannt.

Um den Gesamtsieg werden sich in der grossen Klasse wieder die üblichen Protagonisten bekriegen: Der Michael Shank Racing Ligier von Negri/Pew trifft auf die beiden Action Express Corvette-DP, den Wayne Taylor Corvette-DP, den Spirit of Daytona DP und und den Ganassi-Ford-DP. Ergänzt wird das Feld der Top-Klasse vom mit einem neuen leichteren Monocoque ausgestatteten Deltawing und einem der beiden Mazdas. Das zweite der Mazda-Lola-Chassis wurde zurückgezogen, kurz nachdem man bekannt gegeben hatte, die Wagen von den Sky-Active Dieselmotoren auf die älteren AER-2l-Bezinmotoren umzurüsten.

In der LMPC-Klasse wächst das Feld um einen BAR1-Motorsports-Oreca gegenüber der letzten Runde in Detroit an. Das Trio Plowman/Burkett/McMurry pilotiert das Chassis an diesem Wochenende. Im Starworks-Motorsport-Mishumotors LMPC muss Mirco Schultis das Wochenende aufgrund von familiären Verpflichtungen auslassen. Neben Renger van der Zande und Alex Popov pilotiert Mike Hedlund den in Martini-Farben gehaltenen Klassensieger von Detroit.

Corvette Racing watkinsglen_fp2.jpgbringt in Watkins Glen bei den GT-LM das weniger beschädigte Chassis von Larbre Competition zum Einsatz, nachdem der zweite Werkswagen in Le Mans nachdrücklichen Kontakt mit den Betonmauern der Porsche-Kurven hatte. Corvette Racing tritt wieder gegen BMW, Porsche und Ferrari an.

Aus 5 Porsche, 2 Viper, und je ein BMW Z4 GT3 , Audi R8 LMS GT3, Ferrari F458 GT3 Italia und Aston Martin Vantage GT3 setzt sich in Watkins Glen die GTD-Klasse zusammen. Park Place Motorsport ist dabei mit einem neuen Chassis unterwegs nachdem man in Detroit das Chassis des Porsche im Rennen auf feuchter Strecke onduliert hatte.

In den ersten freien Training erzielte der Michael Shank Racing Ligier JS-P2-Honda die Bestzeiten. Lag man im ersten Training noch über 1s vor dem zweitplazierten Wayne Taylor DP so reduzierte sich der Vorsprung im zweiten freien Training auf nur noch 0,4 vor einem Pulk von DP die von der #5 Action Express-Corvette angeführt wurde. Die Bestzeiten bei den LMPC erzielten die Teams von Core Autosport und Starworks-Motorsport. Corvette und BMW teilten sich die Bestzeiten in der GTLM.

Das Rennen findet am Sonntag ab 16.10 MEZ statt und wird auf der Webseite der Tudor-USCC-Serie live übertragen. Das Qualifying findet am heutigen Samstag ab 21.40 Uhr MEZ statt.

Meistgelesene Einzel-Artikel der letzten 2 Wochen