Road to Le Mans mit 46 Teams

roadtolm1Im Rahmen des 24 Stunden Rennen von Le Mans startet erneut das Michelin Le Mans Cup-Feld zum den beiden einstündigen Road to Le Mans Rennen. Erneut wächst das Feld dabei auf die maximale Grösse von 46 Wagen - 11 GT3 und 35 LMP3 – an. Dabei starten auch etliche Gaststarter aus der Europäischen Le Mans Serie im Rahmen der Rennen auf dem Circuit de la Sarthé.

Das LMP3-Feld umfasst insgesamt 25 Ligier JS P320 LMP3, 9 Duqueine M30-D08 LMP3 und einen Adess 03-Evo. Zusätzlich zu den 23 Stammteams der Serie starten unter anderem je ein ein zusätzlicher DKR Engineering (die Luxemburger Mannschaft war bislang 3 mal beim Top-Event der Serie erfolgreich) und ein Rinaldi Racing-D08, ein Duqueine der italienischen TS Corse Mannschaft je 2 zusätzliche RLR Motorsport und Nielsen Racing Ligiers sowie je ein Ligier der ELMS-Mannschaften von Cool-Racing und MV2S Racing. Ein zusätzlicher Ligier wird vom Racing Spirit of Le Mans Team gestellt. Auch beim Adess handelt es sich um einen Gaststarter: das australische Revere Lifestyle Team wird mit 2 australischen Piloten am Klassiker teilnehmen.

In der GT-Klasse fehlt das deutsche 10Q Racing Team in der Klasse. Dafür kommen gleich 2 zusätzliche AF Corse Ferraris, 2 Team WRT Audi R8 LMS GT3 Ein Oman Racing Aston Martin , ein Herberth Motorsport Porsche 991 GT3 R und ein Mercedes AMG GT3 des französischen Racetivity Teams ins Feld. Somit setzt sich das GT-Feld aus 5 Ferrari, je 2 Audi und Porsche sowie je einem AMG und Aston Martin zusammen.

Rogalski mit ASSC-Doppelsieg in Assen

AudiR8Cup 2021 Assen R2 1

Beim 2 Saisonmeeting des Audi Sport Seyffarth R8 LMS Cup im Rahmen der Gamma Racing Days hat Robin Rogalski auch am Sonntag triumphieren können. Der Champion des Audi R8 LMS GT4-Cups 2019 bewies auf dem 4,555 Kilometer langen TT Circuit in Assen, dass er auch im Trockenen die Konkurrenz im Griff hatte. Da Rogalski zudem die schnellste Rennrunde gelang, übernimmt er nun auch die Spitze der Fahrerwertung. Tom Spitzenberger belegt punktgleich Tabellenplatz 2; er musste sicherneut hinter Rogalski einreihen. Glücklich war auch Max Zschuppe: er eroberte mit Rang 3 seinen ersten Podestplatz im deutschen Audi Markenpokal.

Robin Rogalski nutzte seine Pole Position und übernahm die Führung. Sofort konnte er sich vom Feld absetzen, an dessen Spitze Tom Spitzenberger und Tomasz Magdziarz zunächst um Rang zwei stritten. In der ersten Kurve nach dem Start drückte sich der Pole am Deutschen vorbei, in Umlauf zwei holte dieser sich Position zwei wieder zurück. Zu Rogalski, der zu diesem Zeitpunkt schon enteilt war, konnte Spitzenberger nicht mehr aufschließen, RobinRogalskier brachte den zweiten Platz aber sicher ins Ziel. Sein Rückstand auf den dominierenden Sieger betrug nach 15 Rennrunden fast 8s.

Während das Duo an der Spitze problemlos Richtung Ziel steuerte, unterlief dem bis dahin drittplatzierten Magdziarz in der vierten Runde ein Fahrfehler, den Max Zschuppe ausnutzen konnte. In der Folge sah Magdziarz sich unter Druck von Christian Wicht, während Zschuppe ein kleines Polster zu seinen beiden Verfolgern aufbaute und wenig später als Dritter die Ziellinie kreuzte. Wicht wartete unterdessen geduldig, doch sein Vordermann gab ihm keine Chance auf einen erfolgreichen Angriff. Da dieser laut Rennleitung jedoch zu häufig die Streckenbegrenzungslinien überfuhr, erhielt er im Ziel eine 3s-Strafe, die ihn letztendlich doch hinter Wicht zurückwarf. Und weil dessen härtester Am-Rivale Tobias Erdmann sich schon in Umlauf drei aus dem Rennen drehte, war Wicht auch der Pokal für den besten Am-Piloten nicht mehr zu nehmen.

Auf den Plätzen 6-9 wurden der beste Junior Max Gruhn, Vivien Schöllhorn, Tobias Seyffarth und Dominik Gruhn abgewinkt.

Die Le Mans-Testtag-BoP

Porschelm2020Der ACO hat bereits vor einer Woche die Le-Mans-spezifische Balance of Performance für den am kommenden Sonntag geplanten Le Mans Testtag veröffentlicht. In der GTE-Pro Klasse, die nun Engagements von 8 Fahrzeugen (zusätzlich zu den je 2 AF Corse-Ferrari und Werks-Corvettes ist das Porsche-Kontingent durch die pilotentechnisch aufgewerteten Engagements von Weather Tech und Hub Auto auf nun 4 911´er angewachsen) verzeichnet, dürfen die AF Corse Ferrari-Crews im Vergleich zum Vorjahr 10kg ausladen und sind nun mit 1269kg Gesamtgewicht unterwegs. Porsche darf lediglich 1 kg auf 1285kg Gesamtgewicht ausladen, bekommt aber dafür mit nun 99l Tankkapazität einen Liter mehr für ihre durchschnittlich 14 Runden langen Stints zur Verfügung, was übrigens rein rechnerisch für die dem zugrunde liegenden 190,8 km einen Maximalverbrauch von 52l/100km für die 911´er kalkulieren lässt. Damit liegt man nun bei der selben Tankgrösse wie die Corvettes, die mit 1276kg und einem 42,7mm Restriktor unverändert zum letzten Jahr unterwegs sind.

Im letzten Jahr gewann Aston Martin das Rennen in der GTE-Pro-Klasse vor den auf Rang 2 und 4 einlaufenden AF Corse Ferraris, während Porsche sich mit dem #91 Wagen die Pole holen konnte. Im Rennen waren die Aston Martin und Ferrari an der Spitze unter sich, während die Porsche zusätzlich zum Leistungsdefizit durch technische Defekte eingebremst wurden. Insofern dürfte abzuwarten sein ob die prognostizierten Änderungen den Vorteil für die in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft nach 3 absolvierten Rennen gegenüber den Porsches zurückliegenden Ferraris an der Sarthe nicht noch weiter verschärfen.

In der GTE-Am-Klasse müssen sowohl die Ferrari- als auch die Porsche-Teams zusätzliche 10kg gegenüber den Pro-Autos einladen. Während die F488 hier mit 1279 kg und die 911´er mit 1295kg unterwegs sind wird den hier startenden Aston Martin Vantage AMR GTE Mannschaften von TF Sport, Aston-Martin-Racing und D´Station-Racing ein Basisgewicht von 1257kg zugestanden. Dies erstaunt, da TF Sport schon im Vorjahr hier einen klaren Sieg in der Klasse einfahren konnte.

In der Top-Klasse wird lediglich eine Änderung verzeichnet. Der Alpine A480 LMP1 darf demzufolge nur noch 844MJ pro Stint statt 918 wie noch bei der WEC-Runde in Monza verbrauchen. Damit soll das Alpine Team auf die selbe Stintlänge wie die Toyotas kommen, gleichzeitig vergrössert sich aber die Leistungs-Lücke zu den Toyota-Hypercars. Davon ungeachtet bleiben die maximalen Leistungswerte zwischen Alpine, Toyota und Glickenhaus mit 450/515/520kW Spitzenleistung und 952/1066/1030kg Basisgewicht auf den selben Werten wie bei den Rennen in Monza und Portimao.

Anders als bei den WEC-Rennen gibt es in Le Mans keine Handicap-BoP. Zudem behält der ACO es sich vor die Werte zwischen dem Testtag und dem eine Woche darauf anstehenden Rennen noch einmal zu verändern.

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