Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Blancpain Sprint Serie ( BSS )
Wir schulden euch noch das Ergebnis des 5. Laufes der FIA-GT3-EM in Spa, das als erstes Rennen am Freitag abgehalten wurde. Dieses Rennen startete mit 38 Wagen bei einsetzendem Regen und verlief reichlich turbulent. Am Ende musste der Lauf nach dem Einschlag des Barwell-Motorsport Aston Martins von Tiff Needell in der Bus-Stop-Schikane vorzeitig abgebrochen werden. Der Sieg ging an den amtierenden französischen GT-Champion Patrick Bornhauser, der zusammen mit seinem Co Frederic Bouvy das Racing Logistic Dodge Viper Competition Coupe zum Sieg fuhr. Für Bornhauser war es dem Vernehmen nach sein erstes Rennen in Spa überhaupt. Auch Bouvy war zum ersten Mal in einer GT3-Viper unterwegs. Zwar überquerte der Barwell-Aston #44 als Zweiter die Ziellinie, jedoch wurde diesem Wagen, genau wie einigen anderen, Zeitstrafen aufgrund der Unterschreitung der Mindeststoppzeit beim Fahrerwechsel auferlegt, so dass der Tech9-Porsche von Deverikos/Edwards als 2. und die Corvette von Jürgen von Gartzen/John Heinricy als 3. in der Wertung nach oben rutschten. Insbesonders von Gartzen hatte mit einer starken Rennperformance in der ersten Hälfte des Rennens die Basis für den Erfolg der Corvette-Crew mit der #18 gelegt.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Blancpain Sprint Serie ( BSS )
In einer Pressekonferenz am vergangenen Freitag in Spa hat sich Organisator Stefane Ratel zu den Zukunftsplänen der FIA-GT geäussert - demnach strebt er für die Zukunft weiter eine GT1-WM an. Allerdings soll diese von den beteiligten Herstellern mit finanziert werden, um den Teams die Reisekosten für einen weltweiten Kalender zu refinanzieren. Schon im kommenden Jahr will man mit Südamerika, namentlich den Mil Milhas in Sao Paolo (Brasilien), den Schritt zurück auf den amerikanischen Kontinent wagen. Für viel Diskussionsstoff sorgt derzeit die Ankündigung, dass man in der Woche nach dem Rennen (10.3.), also am Sebring-Wochenende, ein weiteres Rennen in Südamerika plant. Anschließend soll ein Lauf in China dem Auftakt in Europa vorangehen. Gegen Ende der europäischen Saison sollen 1-2 weitere Übersee-Rennen folgen, inclusive dem Rennen in Dubai, das den Saisonschluß bilden soll.
Als das am dringensten zu lösende Problem auf diesem Weg sieht Ratel derzeit die Kosten bei den GT1, deren Starterzahlen in diesem Jahr rückläufig sind. Die Kostenreduzierung bei gleichzeitig erhöhtem Herstellerengagement hinzubekommen, dürfte in der Tat die entscheidende Quadratur des Kreises sein, an der Ratel für die GT1-WM arbeiten müsste. Auch die TV-Coverage speziell in Deutschland sieht er noch mit Entwicklungspotential, während er sich mit dem Rest der TV-Situation nach der Trennung von Eurosport und dem WTCC-Package generell zufrieden zeigte. Speziell mit der Entwicklung der 24h von Spa, die sich zum Höhepunkt der Meisterschaft entwickelt haben, zeigte sich Ratel sehr zufrieden. Ratel strebt mehr solcher Highlights an, wobei die 1000km Sao Paolo und die Rennen in Dubai und China seiner Meinung nach die richtigen Schritte in diese Richtung sind.
Das volle Statement von Stefane Ratel kann auf den Seiten der FIA-GT heruntergeladen werden.
Verfasst von Harald Musileck. Veröffentlicht in Blancpain Sprint Serie ( BSS )
Im Schatten des Doppelsieges von Bornhauser / Bouvy (Racing Logistics-Dodge Viper) gab es bei den FIA-GT3-Rennen in Spa auch manche Unstimmigkeit: Wie im Bericht über den freitäglichen ersten Lauf erwähnt, sorgten einige Zeitstrafen für reichlich Enttäuschung. Barwell-Motorsports musste gar die Rückversetzung von Machitski / Crocker (Aston Martin DBRS9) von Rang 2 auf Platz 20 hinnehmen, weil die Gesamtdauer des Pflichtstopps von den Rennkommissaren mit 68 statt der vorgeschriebenen 75 Sekunden festgestellt wurde. Auslöser für den Fehler war offenbar eine Unklarheit betreffend Ausmaß der Zeitmessungszone in den Boxen. Als Folge gab es für Machitski / Crocker 30 Sek. Zeitstrafe plus die fehlenden sieben Sekunden als Aufschlag, was den Verlust von 18 Rängen bedeutete.