SCC goes East

Das Meeting am EuroSpeedway Lausitz im Jahr 2006 haben die Teilnehmer der Sports Car Challenge noch in bester Erinnerung: damals waren die Rahmenrennen am DTM-Wochenende ein voller Erfolg. Auch heuer unterstützen die Sportwagen und GT wieder ein Großereignis am ostdeutschen Oval.

Das Eastside 100, ein Meeting zum deutschen Formel-3-Cup, wird auf dem 2 Meilen langen Superspeedway ausgetragen und ist damit Deutschlands schnellste Rennveranstaltung. Zwei Läufe haben die jungen F3-Cracks auf dem Oval zu bewältigen, alle anderen Rennen des Wochenendes laufen auf der 3,4 Kilometer langen „Grand-Prix-Strecke kurz“, einer der vielen möglichen Kombinationen aus Speedway und Infield.

Die Sieger des vorigen Jahres, Thomas Riethmüller (er gewann in der Division 1 beide Läufe), sowie die Division-2-Sieger „Tessitore“ und Bernd Rübig sind beim heurigen Besuch in Ostdeutschland nicht dabei. Wolfgang Payr und Sabrina Hungerbühler erreichten 2005 zweimal die Podestplätze und zählen heuer zu den Sieganwärtern. Der Österreicher mit französischer Lizenz fährt den PRC BB05 mit Cosworth-Motor, während die Schweizerin auf einen Osella-BMW der Scuderia München vertraut.

Das Leben schwer machen wird ihnen nicht zuletzt Tony Sinclair, der Titelverteidiger in der Division 1. Der Brite hat keine besonders guten Erinnerungen an das vorjährige EuroSpeedway-Meeting und mit seinem Jade-Nissan wird bemüht sein, dies zu korrigieren – besonders nach dem dunkelschwarzen Wochenende in Hockenheim Anfang Juli.

Die heurige Division 2 sieht bis jetzt Pius Truffer aus der Schweiz im PRC-BMW als Dominator, aber vor allem in dieser Klasse gibt es ostdeutsche Lokalmatadore, die vor Heimpublikum auftrumpfen wollen, wie zum Beispiel das Mobi-Racing-Team mit den Fahrern Georg Hallau und Thomas Wolfert in den selbst gebauten MRP-Chassis sowie Henry Uhlig im PRC mit Opel-Motor. Nach unermüdlicher Arbeit und einigem Rennpech sind auch für diese Mannschaft gute Resultate überfällig; vielleicht kommen sie am EuroSpeedway Lausitz.

Der Tabellenstand in der Sports Car Challenge nach sechs Rennen:

Division 1 - Sports Car Challenge Sportprototypen

1. Payr Wolfgang, FRA, PRC – Ford, 155 Pkt.
2. Sinclair Tony, GBR, Jade – Nissan, 128
3. Beisel Gerd, GER, PRC – BMW, 116
4. Hungerbühler Sabrina, SUI, Osella – BMW, 90
5. Gärtner Adi, SUI, Martini – Alfa, 78
6. Davies Jeff, GBR, Juno – Jaguar, 52
7. Briggs Neill, GBR, Juno – Jaguar, 41
8. Roberts Mike, GBR, Juno – Nissan, 34
9. Fischer Gregor, SUI, PRC – BMW, 12

Division 2 - Sports Car Challenge Sportprototypen-Light

1. Truffer Pius, SUI, PRC – BMW, 118
2. Münch Gerhard, GER, Norma – Honda, 113
3. Matzinger Karl-Heinz, AUT, PRC – Opel, 74
4. Hallau Georg, GER, MPR – Honda, 64
5. Uhlig Henry, GER, PRC – Opel, 44
6. Kormann Peter, GER, PRC – BMW, 38
7. Stricker Burkhard, SUI, PRC – Honda, 33
8. Wolfert Thomas, GER, MPR – Opel, 26
9. Pauer Johann, AUT, PRC – Opel, 25
10. Hunziker Herbert, SUI, Radical SR3, 13
11. Hämmerle Rudi, AUT, PRC – Opel, 11

Die beiden Rennen am EuroSpeedway zählen nicht zur Österreichischen Staatsmeisterschaft für Sportprototypen, die am 23. und 24,9, in Brno ihre Fortsetzung finden wird. In der ÖM sieht der Punktestand nach vier Läufen folgendermaßen aus:

Division 1

1. Payr Wolfgang, FRA, PRC Ford, 62 Pkt.
2. Hungerbühler Sabrina, SUI, Osella BMW, 49
3. Sinclair Tony, GBR, Jade Nissan, 40
4. Beisel Gerd, GER, Norma BMW, 39
5. Davies Jeff, GBR, Juno Jaguar, 30
6. Gärtner Adolf, SUI, Martini Alfa, 24
7. Briggs Neill, GBR, Juno Jaguar, 22

Division 2

1. Münch Gerhard, GER, Norma Honda, 52
2. Hallau Georg, GER, MRP Honda, 46
3. Matzinger Karl-Heinz, AUT, PRC Opel, 42
4. Truffer Pius, SUI, PRC BMW, 40
5. Stricker Burkhard, SUI, PRC Honda, 24
6. Uhlig Henry, GER, PRC Opel, 20
7. Hunziker Herbert, SUI, Radical, 10
8. Wolfert Thomas, GER, PRC Opel, 8
= Hämmerle Rudi, AUT, PRC Opel, 8

24h: das Qualifying aus der Sicht von RaceAlliance

Das RaceAlliance Quartett Karl Wendlinger/Philipp Peter/Robert Lechner und Christophe Bouchut geht am Samstag um 16 Uhr mit dem Red Bull Aston Martin DBR9 von Position 7 in die 24 Stunden von Spa. Die Pole Position für den vierten Lauf zum FIA-GT-Meisterschaft sicherte sich der Italiener Andrea Piccini im Phoenix-Aston.

„Das Ergebnis im Qualifying spiegelt sicher nicht unser wirkliches Potential wieder“, erklärt der Wiener Philipp Peter, „denn wir haben uns hier vorrangig mit den Abstimmungen für das Rennen beschäftigt, um das richtige Set-Up zu finden. Damit stand das Qualifying diesmal etwas im Hintergrund. Wir mussten das so handhaben, da uns ganz einfach noch die Erfahrung mit den neuen Dämpfern und dem neuen Reifenpartner Michelin fehlt.“

Und welche Chancen rechnet man sich im Rennen aus? „Bei einem 24-Stunden-Rennen kannst du dir nur ein Ziel setzen – fahren, fahren und wieder fahren“, sagt Karl Wendlinger, „und schauen, das man so Material schonend als nur möglich unterwegs ist.“

Robert Lechner zeigt sich mit seiner Performance durchaus zufrieden: „Ich bin jetzt lange nicht mehr in einem Rennauto gesessen. Dafür bin ich mit dem Auto ganz gut zurecht gekommen, und auch die Zeiten waren okay. Jetzt lassen wir uns mal überraschen, was im Rennen so alles passiert.“

Die BMW-Besatzung Lichtner-Hoyer/Gruber/Engelhorn, jetzt unterstützt vom Belgier Armand Fumal, rollt das Feld von hinten auf: der M3 ist auf der 44. und letzten Stelle qualifiziert.

Ecosoil-Viper mit Podium im Blick

tezfahrer.jpgBeim 24h-Rennen am Nürburgring konnten die vier Zakspeed-Viper-Piloten Christopher Gerhard, Dirk Riebensahm, Werner Mohr und Dr. Huppert-Nieder einen Podiumsplatz erzielen. Am kommenden Samstag soll es nun beim DMV Grenzlandrennen wieder nach oben gehen: Rauf aufs Podium !

Bei diesem fünften Lauf im Jahr 2006 ist die Ecosoil-Viper jedoch erstmals auf sich alleine gestellt. Da zum gleichen Zeitpunkt in Spa das 24Stunden-Rennen stattfindet, kann Teamdirektor Peter Zakowski sein rotes Dodge-Rennfahrzeug nicht einsetzen, weil er dort beim Einsatz des Zakspeed-Saleen S7 R anwesend sein wird. Der Zakspeed-Chef gehört seit dieser Saison zur FIA-GT-Kommission, die sich regelmäßig in Paris trifft und dort die Geschicke des GT-Rennsports leitet.

Die Daumen drückt Zakowski seinem Kundensportteam dennoch, wie er es auch im Juni 2006 beim 24h-Rennen am Nürburgring getan hat: "Unser Kundensport-Team kommt immer besser mit der Dodge Viper in Fahrt und alle Fahrer verbessern ständig ihre Rundenzeiten. Es wäre für mich und meine Mannschaft ein toller Erfolg, wenn wir in diesen letzten Juli-Tagen sowohl auf dem Nürburgring wie auch in Spa auf dem Siegertreppchen stehen könnten."

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